{"id":5409,"date":"2010-05-05T09:26:14","date_gmt":"2010-05-05T07:26:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5409"},"modified":"2010-05-05T15:16:41","modified_gmt":"2010-05-05T13:16:41","slug":"hinweise-des-tages-1134","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5409","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute zu folgenden Themen: Steuereinnahmen senken sich selbst; hart bleiben bei der Finanzregulierung; &bdquo;W&auml;hrungsunion-Finanzstabilit&auml;tsgesetz&ldquo;; Debatte um Griechenlandhilfe; l&auml;cherlicher Beitrag der Banken; Kreditl&uuml;ge; Schnitt bei Immobilienfonds; immer mehr Berufst&auml;tige brauchen Hartz IV; Automarkt bricht ein; Leiharbeits-Initiative; Thierse blockiert; Ex-BayernLB-Vorstand belastet; FH Frankfurt schert aus dem Hochschulpakt aus; Teach First. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">IMK-Steuersch&auml;tzung 2010-2014. Kein Spielraum f&uuml;r Steuersenkungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Finanzregulierung: Hart bleiben &ndash; von Robert von Heusinger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">W&auml;hrungsunion-Finanzstabilit&auml;tsgesetz &ndash; WFStG<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Debatte um Griechenlandhilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Beitrag der Banken: Nicht mal ein Feigenblatt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">M&uuml;nchau &ndash; Auf dem Weg in die n&auml;chste L&uuml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Eine neue Balance aus Vertrauen und Kontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Sch&auml;uble will radikalen Schnitt bei Immobilienfonds<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Immer mehr Berufst&auml;tige brauchen Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Mindestlohn statt Minijobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Deutschlands Automarkt bricht um 32 Prozent ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Einzelhandelsumsatz im M&auml;rz 2010 real um 2,7% gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">IG Metall-Initiative gegen Leiharbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Sitzblockade gegen Neonazis: Thierse weist R&uuml;cktrittsforderungen zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Ex-BayernLB-Vorstand belastet: &rdquo;Eine ausgequetschte Zitrone&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">W&auml;hlerinitiative f&uuml;r R&uuml;ttgers t&auml;uschte 2005 die &Ouml;ffentlichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Streit um Finanzierung: Frankfurter FH unterschreibt Hochschulpakt nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Teach First<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=5409&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>IMK-Steuersch&auml;tzung 2010-2014. Kein Spielraum f&uuml;r Steuersenkungen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hatte lange Zeit die Entscheidung &uuml;ber die im Koalitionsvertrag vorgesehenen weiteren Steuersenkungen vom Ergebnis der anstehenden Prognose des Arbeitskreises Steuersch&auml;tzungen abh&auml;ngig gemacht. Dabei wurde eigentlich schon seit l&auml;ngerem vermutet, dass sich kaum finanzpolitische Spielr&auml;ume er&ouml;ffnen w&uuml;rden. Zu genau diesem Ergebnis kommt auch die hier vorgelegte Steuersch&auml;tzung des IMK f&uuml;r die Jahre 2010 bis 2014. Die Steuereinnahmen werden in den n&auml;chsten Jahren sogar zwischen gut 6 und knapp 10 Mrd. Euro geringer ausfallen als noch in der letztj&auml;hrigen Sch&auml;tzung des Arbeitskreises Steuersch&auml;tzungen erwartet. Damit erweist sich auch der abgespeckte Vorschlag der FDP f&uuml;r einen 5-Stufen-Tarif bei der Einkommensteuer als finanzpolitisch nicht zu verantworten. Im Gegenteil: Wenn die gestalterische Handlungsf&auml;higkeit des Staates auf den traditionellen Handlungsfeldern gesichert und gleichzeitig zentrale Zukunftsinvestitionen get&auml;tigt werden sollen, dann f&uuml;hrt an Steuererh&ouml;hungen mittelfristig kein Weg vorbei. Von Achim Truger und Dieter Teichmann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_49_2010.pdf\">IMK [PDF &ndash; 328 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kommentar zur Finanzregulierung: Hart bleiben &ndash; von Robert von Heusinger<\/strong><br>\nReguliert lieber zu viel als zu wenig. Reguliert ruhig auf nationaler Ebene, wenn auf internationaler die Lobbys zu stark sind. Jede Regulierung hilft, denn an die Segnungen effizienter M&auml;rkte glaubt heute kein Mensch mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2608705_Kommentar-zur-Finanzregulierung-Hart-bleiben.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Entwurf eines Gesetzes zur &Uuml;bernahme von Gew&auml;hrleistungen zum Erhalt der f&uuml;r die Finanzstabilit&auml;t in der W&auml;hrungsunion erforderlichen Zahlungsf&auml;higkeit der Hellenischen Republik (W&auml;hrungsunion-Finanzstabilit&auml;tsgesetz &ndash; WFStG)<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/015\/1701544.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 233 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir halten es f&uuml;r richtig, den Griechen bei dieser Verschuldenskrise zu helfen, aber wohlgemerkt nicht um die Kreditgeber zu retten, sondern die griechische Volkswirtschaft. Dazu sind aber die &bdquo;Konditionalit&auml;ten&ldquo; f&uuml;r die Kreditgarantien g&auml;nzlich ungeeignet &ndash; sie st&uuml;rzen Griechenland in eine tiefe Rezession und f&uuml;hren eher zu einer Inanspruchnahme der Garantien.<br>\nBei der Bankenrettung war das &bdquo;systemische Risiko&ldquo; der Blankettbegriff, mit dem die Staatshilfen begr&uuml;ndet wurden. Bei Griechenland hat man nun die Formel &bdquo;Wahrung der Finanzstabilit&auml;t in der W&auml;hrungsunion&ldquo; vorgeschoben. Letztlich spekulieren doch nur wieder einmal einige Finanzmarktakteure gegen Griechenland und damit gegen den Euro. Vor ein paar Monaten lagen die Renditen f&uuml;r Kredite noch im Normalbereich von 4 oder 5%, durch die Spekulationen sind sie inzwischen zweistellig &ndash; an der realen Situation hat sich nichts ge&auml;ndert. Sie hat sich &uuml;ber Jahre so entwickelt. Das aktuelle Problem ist wieder einmal die Spekulation der &bdquo;Masters of the Universe&ldquo;.<br>\nWie man bei der Bankenkrise die Verluste sozialisiert hat, so sollen nun auch bei der Griechenland-Krise vor allem die kleinen Leute in Griechenland und die Steuerzahler in Europa die Bankenkredite und auch noch die Zockergewinne absichern. Und wie bei der Bankenkrise gibt es keine Anstrengungen, die eigentlichen Ursachen der Krise zu bek&auml;mpfen. Diese Unt&auml;tigkeit bzw. Unf&auml;higkeit wird mit der Formel &bdquo;Wahrung der Finanzstabilit&auml;t&ldquo; verdeckt. Dahinter verbirgt sich nur: Wir wollen die Kreditwirtschaft in Europa retten, aber nicht die Krise selbst bek&auml;mpfen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Debatte um Griechenlandhilfe<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Griechenlandhilfe: Geschenk an die Milliard&auml;re?<\/strong><br>\nNicht dem Land, sondern den Banken, die zum Teil Milliard&auml;rsfamilien geh&ouml;ren, werde mit dem Hilfspaket f&uuml;r Griechenland geholfen, sagt Bert Flossbach. Der Verm&ouml;gensverwalter war in Griechenland und hat dort mit Firmenvertretern gesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1176314\/\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Harald Schumann: Euro-Krise &ndash; Notbremse f&uuml;r Spekulanten<\/strong><br>\nDie von skrupellosen Finanzmanagern herbeigef&uuml;hrte private &Uuml;berschuldung vornehmlich in den USA wurde fast vollst&auml;ndig auf die Staatshaushalte &uuml;bertragen. Die Gl&auml;ubiger, jene, die das Geld f&uuml;r die Fehlspekulationen bereitgestellt haben sowie die Organisatoren der Kreditblase bei den Investmentbanken, mussten dagegen keinen Cent &uuml;bernehmen.<br>\nIn der Folge haben nun die Krisenstaaten selbst so hohe Schulden angeh&auml;uft, dass diese ihrerseits zum Krisenherd werden. Griechenland ist nur der Anfang. Gemessen an ihren Defiziten stehen selbst die USA kaum besser da. Aber noch immer verweigern die Regierenden die Einsicht, dass bei jeder &Uuml;berschuldung beide Seiten verantwortlich sind: Schuldner und Kreditgeber. Anstatt rechtzeitig mit Banken und Versicherungen, die in Athen gute &bdquo;Risikopr&auml;mien&ldquo; kassieren, &uuml;ber die Stundung und Senkung der Schuldenlast zu verhandeln, schoben Merkel und ihre EU-Kollegen darum das Problem so lange auf, bis nun nichts anderes &uuml;brig bleibt, als erneut dreistellige Milliardenrisiken auf die Steuerzahler zu &uuml;bertragen, um ein m&ouml;gliches Chaos in der Euro-Zone abzuwehren. So werden Spekulanten eingeladen, auf die n&auml;chsten Freikaufprogramme zu setzen. Das kann nicht gut gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/euro-krise-notbremse-fuer-spekulanten\/1813568.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was Harald Schumann unter einem &bdquo;Verfahren f&uuml;r eine geordnete Staatsinsolvenz&ldquo; versteht, bleibt im Dunklen. Was w&uuml;rde das f&uuml;r die Griechen bedeuten? Welcher volkswirtschaftliche Gewinn w&auml;re daraus zu ziehen? So richtig es ist, dass auch die Kreditgeber am Risiko beteiligt werden sollten, so sehr stellt sich die Frage, was mit den Kreditnehmern geschieht. Es geht schlie&szlig;lich nicht um eine Firma und um ein paar Besch&auml;ftigte, die bei einer Pleite ihren Arbeitsplatz verlieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Griechenland: Kein Volk von Fr&uuml;hrentnern und Faulenzern<\/strong><br>\nTats&auml;chlich liegt die durchschnittliche Wochenarbeitszeit mit 41,6 Stunden deutlich &uuml;ber dem EU-Durchschnitt (37,4 Stunden). Die Griechen gehen auch nicht fr&uuml;her in Pension: Das mittlere Renteneintrittsalter liegt mit 61,4 Jahren genau im EU-Durchschnitt. In Deutschland sind es 61,7 Jahre. Die Griechen verdienen auch weniger als der durchschnittliche EU-B&uuml;rger: Das Lohnniveau liegt bei 73 Prozent, die Renten sogar nur bei 55 Prozent des EU-Durchschnitts. Jeder vierte Grieche verdient weniger als 750 Euro im Monat, jeder f&uuml;nfte Haushalt lebt unterhalb der Armutsschwelle. Andererseits genossen die rund 800000 Staatsbediensteten bisher viele Privilegien &ndash; einschlie&szlig;lich der M&ouml;glichkeit, mit Mitte 50 in den Ruhestand zu gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=2608458&amp;\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Von einer Wissenschaftlerin in Griechenland erreichte uns folgender Bericht:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;I would like to draw your attention to the fact that in exchange for providing support to Greece, Angela Merkel asked and obtained from Papandreou orders for two submarines and 40 Eurofighters constructed in Germany. The former cost 1 billion euros and the latter 4 billion euros. The analogous agreement of Papandreou with Sarkozy was to buy 6 frigates from France (6 billion euros) in exchange of France&rsquo;s participation to the support mechanism. The total cost of receiving credits only from France and Germany is thus 11 billion euros in military equipment. We are campaigning against that in Greece and, generally, in favour of the reduction of military expenditure.<\/p>\n<p>The public debate is very advanced in our country, and ordinary people have become &ldquo;experts&rdquo; in economics and political science. They are thirsty to learn and understand, and know what alternatives exist (if they are any). The main topic is the part of responsibility with our economic and political elites and the part of responsibility of Europe. The debate ranges from the political system, the production model, and the architecture of the EU. Intellectuals of the left are very involved in this debate and fortunately are numerous (in Greece and abroad). We are reading a lot, writing a lot, talking a lot, demonstrating a lot and sleeping very few hours. &hellip;<br>\nNew austerity measures were announced yesterday, and this was a real shock for all of us. We anticipate a great recessionary impact of the measures (fiscal effort of 9 percentage points of GDP in 2010, and 8 percentage points of GDP in 2011-2013). But the real fear is that of a downward spiral of income and output, the collapse of the production system and employment and a &ldquo;debt trap&rdquo;. With the further cuts in wages and bonuses in the public sector, my annual earnings will be reduced by 18% in nominal terms and by 22% in real terms (VAT was increased by 4 percentage points and inflation is expected to rise by 4% in 2010).&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Bei den Gr&ouml;&szlig;enordnungen der R&uuml;stungsgesch&auml;fte d&uuml;rfte es wohl um amerikanische &bdquo;Billionen&ldquo;, also bei uns Milliarden handeln. Es w&auml;re interessant, wenn unsere Abgeordneten oder unsere Journalisten-Kolleginnen\/en in Berlin der Verkn&uuml;pfung zwischen den R&uuml;stungsauftr&auml;gen und den Kredithilfen einmal nachgingen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Nicht mal ein Feigenblatt<\/strong><br>\nDer versprochene Beitrag der Banken zur Hilfe f&uuml;r Griechenland beleidigt den &ouml;konomischen Sachverstand der B&uuml;rger. Wie w&auml;re es zur Abwechslung mit Ehrlichkeit? Wen wollen Union und FDP mit der fortgesetzten Behauptung &uuml;berzeugen, zur staatlichen Hilfe f&uuml;r Griechenland gebe es keine Alternative?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF\/Doc~EB9BBAA6F37674D4A93E4C7905FF828B0~ATpl~Ecommon~Sspezial.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>M&uuml;nchau &ndash; Auf dem Weg in die n&auml;chste L&uuml;ge<\/strong><br>\nDer Mittelmeerstaat ist vorerst gerettet. Doch die europ&auml;ische Politik verschweigt der &Ouml;ffentlichkeit wichtige Details der Griechenland-Hilfe.<br>\nEs droht ein neuer Skandal um die Griechenland-Beihilfen, wieder einmal als Resultat der Doppelz&uuml;ngigkeit der Regierungschefs. Den M&auml;rkten wird signalisiert, dass die vereinbarten Kredite den sogenannten Junior-Status haben. Das bedeutet, dass sie im Falle einer Staatspleite Griechenlands zweitrangig bedient werden. Zuerst werden die Besitzer griechischer Staatsanleihen ausbezahlt, und wenn dann noch was &uuml;brig bleiben sollte, bekommen die europ&auml;ischen Regierungen ihr Geld wieder zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:kolumne-muenchau-auf-dem-weg-in-die-naechste-luege\/50109977.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Eine neue Balance aus Vertrauen und Kontrolle<\/strong><br>\nDie L&uuml;gen sollen ein Ende haben: Das Statistikamt der EU will k&uuml;nftig Datenquellen pr&uuml;fen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/eine-neue-balance-aus-vertrauen-und-kontrolle\/1814146.html?view=print\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die beabsichtigten neuen Befugnisse f&uuml;r eurostat m&ouml;gen ganz sinnvoll sein, nur erweckt Eurostat-Generaldirektor Walter Radermacher den Eindruck, dass seiner Beh&ouml;rde lange vor der jetzigen Krise die kreative Buchhaltung der Euromitglieder nicht bekannt war &ndash; sowohl zum Beitritt in die W&auml;hrungsunion als auch im Rahmen des Stabilit&auml;tspaktes.<br>\nEin sch&ouml;nes griechisches Beispiel, um den Schuldenstand zu sch&ouml;nen, welches 2001\/2002 durch die Presse ging, war das Projekt Atlas, ein sinnf&auml;lliger Name. BNP Paribas, die Deutsche Bank (sic!) und zwei griechische Banken verbrieften Einnahmen, die der griechischen Regierung in der Zukunft aus dem EU-Strukturfonds zustehen w&uuml;rden. Das brachte dem griechischen Haushalt damals 2 Milliarden Euro. Der Witz ist doch der, dass alle Welt von solchen Tricks wu&szlig;te, dass aber die verantwortlichen Politiker in der EU und in den Mitgliedssaaten aus solchen Praktiken keine Konsequenzen ziehen wollten, aber auch eurostat h&auml;tte angesichts dieser Erkenntnisse bestimmte Daten &auml;u&szlig;erst skeptisch gegen&uuml;berstehen m&uuml;ssen. Eine sch&ouml;ne Zusammenstellung zu solchen Tricksereien bietet dieser <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2002\/33\/Der_Club_der_Trickser\">Zeitartikel aus dem Jahre 2002<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sch&auml;uble will radikalen Schnitt bei Immobilienfonds<\/strong><br>\nDie offenen Immobilienfonds kommen nicht zur Ruhe. Erst hatten vor allem institutionelle Anleger viel Geld abgezogen. Nun plant Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble eine einschneidende Reform &ndash; er will s&auml;mtliche Best&auml;nde der Fonds um zehn Prozent abwerten. Das k&ouml;nnte der Todessto&szlig; f&uuml;r viele Fonds sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article7466944\/Schaeuble-will-radikalen-Schnitt-bei-Immobilienfonds.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Immer mehr Berufst&auml;tige brauchen Hartz IV<\/strong><br>\nWegen ihrer geringen Bezahlung sind einem Zeitungsbericht zufolge immer mehr Besch&auml;ftigte zus&auml;tzlich auf staatliche Hilfe angewiesen. 2009 erhielten im Jahresdurchschnitt mehr als 1,3 Millionen B&uuml;rger Arbeitslosengeld II (Hartz IV), obwohl sie ganz oder teilweise berufst&auml;tig waren. Das berichtet die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; unter Berufung auf Berechnungen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA). F&uuml;r den Staat werde diese Form der Lohnsubvention zunehmend teuer: Die BA beziffere die Ausgaben f&uuml;r die sogenannten Aufstocker mit 10,9 Milliarden Euro im vergangenen Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaft.t-online.de\/geringverdiener-immer-mehr-berufstaetige-brauchen-hartz-iv\/id_41524570\/index\">t-online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mindestlohn statt Minijobs<\/strong><br>\nDie Politik muss endlich die Inflation an Minijobs begrenzen und einen Mindestlohn einf&uuml;hren. Den Schaden hat sonst langfristig sowohl der Steuerzahler als auch die Wirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:arbeitsmarkt-mindestlohn-statt-minijobs\/50110006.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eine bemerkenswerte Erkenntnis f&uuml;r ein Wirtschaftsblatt, auch wenn (allerdings mehr pro forma) Minijobber erw&auml;hnt werden, denen die Kombination aus 400-Euro-Job und Sozialhilfe reicht, um &uuml;ber die Runden zu kommen. Auch kommt der Leitartikel nicht um die von Arbeitgebern favorisierte neoklassisch fundierte These herum, dass der durch Gewerkschaften geforderte Mindestlohn Jobs vernichte. Autoren des IAQ verweisen auf amerikanische Studien, auch bei h&ouml;herem Mindestlohn, die <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/aktuell\/veroeff\/2009\/bosch_kalina_weinkopf02.pdf\">diese These nicht st&uuml;tzen [PDF &ndash; 320 KB]<\/a>.<br>\nAber lassen wir das, wichtig ist, dass die FTD als Antwort auf die Minijobinflation, man k&ouml;nnte hier den gesamten Niedriglohnsektor benennen, die Einf&uuml;hrung eines Mindestlohns fordert &ndash; &uuml;brigens haben die Leser diesem Artikel die H&ouml;chstnote gegeben. Wie meinte noch Nobelpreistr&auml;ger Robert M. Solow, die besondere deutsche Besch&auml;ftigungsform &ndash; die Minijobs &ndash; sei unzeitgem&auml;&szlig;. Es sei fraglich, &ldquo;ob diese Institution eine tragf&auml;hige Langzeit-L&ouml;sung in einer modernen Wirtschaft sein kann&rdquo;. F&uuml;r Besch&auml;ftigte, die &uuml;ber l&auml;ngere Zeit keinen Ausweg aus gering bezahlter Arbeit gefunden haben, bedeute Niedriglohnarbeit &ldquo;Armut inmitten Wohlstands&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Deutschlands Automarkt bricht um 32 Prozent ein<\/strong><br>\nHiobsbotschaft f&uuml;r die Autoindustrie: Die deutschen Verbraucher haben sich auch im April mit dem Kauf eines Neuwagens zur&uuml;ckgehalten. Im vergangenen Monat sank die Zahl der Neuzulassungen im Jahresvergleich um 32 Prozent auf 259 500 Pkw, wie der Verband der Kraftfahrzeug-Importeure (VDIK) in Bad Homburg mitteilte. Vor Jahresfrist hatte die vom Staat gezahlte Abwrackpr&auml;mie f&uuml;r alte Autos die Neuzulassungen in die H&ouml;he getrieben. Nach vier Monaten im laufenden Jahr liegt der Absatz ein Viertel unter dem von der Abwrackpr&auml;mie gepr&auml;gten Vorjahreszeitraum.<br>\nAber auch im Vergleich mit dem April 2008 hinkt der Pkw-Markt in Deutschland noch hinterher: Die Zahl der neuzugelassenen Pkw habe im zur&uuml;ckliegenden Monat &ndash; bereinigt um die unterschiedliche Zahl der Verkaufstage &ndash; noch immer zehn Prozent unter dem Wert von April von vor zwei Jahren gelegen. F&uuml;r das gesamte Jahr rechnet der Verband mit einem Absatzvolumen von rund 2,8 Mio. Autos, rund eine Million weniger als 2009.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/_b=2573920,_p=5,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung G.K.:<\/strong> Der Automobilabsatz auf dem deutschen Binnenmarkt entwickelt sich auch im Vergleich zum von der Abwrackpr&auml;mie unbeeinflussten Jahr 2008 schwach. Auch im Automobilsektor soll es der Export wieder einmal richten.<\/em><\/p>\n<p><em>Hierzu passend:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Statistisches Bundesamt: &ldquo;Einzelhandelsumsatz im M&auml;rz 2010 real um 2,7% gestiegen&rdquo;<\/strong><br>\nNach vorl&auml;ufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag der Umsatz im Einzelhandel in Deutschland im M&auml;rz 2010 nominal 3,9% und real 2,7% h&ouml;her als im M&auml;rz 2009. Das ist der h&ouml;chste Zuwachs seit September 2008 (nominal + 6,5% und real + 3,7% gegen&uuml;ber September 2007). Der M&auml;rz 2010 hatte mit 27 Verkaufstagen allerdings auch einen Verkaufstag mehr als der M&auml;rz 2009. Im Vergleich zum Februar sank der Umsatz im M&auml;rz 2010 unter Ber&uuml;cksichtigung von Saison- und Kalendereffekten nominal um 1,8% und real um 2,4%.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2010\/05\/PD10__159__45212,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Der in der &Uuml;berschrift der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes erweckte positive Gesamteindruck wird durch die Faktenlage zum Einzelhandelsumsatz nicht gerechtfertigt. Das Statistische Bundesamt weist in der Pressemitteilung darauf hin, dass der M&auml;rz-Umsatz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat mit einem Verkaufstag mehr erzielt wurde. Dar&uuml;ber hinaus ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass das Ostergesch&auml;ft des Einzelhandels im laufenden Jahr vorwiegend im Monat M&auml;rz get&auml;tigt wurde (Vorjahr: erst im Monat April), wodurch die prozentuale Ver&auml;nderungsrate des M&auml;rz-Umsatzes im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat positiv &uuml;berzeichnet ist. Der um Kalender- und Saisoneffekte bereinigte R&uuml;ckgang des aktuellen M&auml;rz-Umsatzes im Vergleich zum Februar 2010 ist gravierend: real -2,4 Prozent.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>IG Metall-Initiative gegen Leiharbeit<\/strong><br>\nLeiharbeit wird immer h&auml;ufiger und massiver zu Lohndr&uuml;ckerei, zur Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und zur Verkleinerung von Stammbelegschaften missbraucht.<br>\nAus dem erhofften Klebeeffekt der Leiharbeit in feste Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse ist ein Schleudersitz in Unsicherheit und Arbeitslosigkeit geworden.<br>\nLeiharbeitnehmer und Leiharbeitnehmerinnen sind heute Besch&auml;ftigte zweiter Klasse, denen gleicher Lohn und gleichwertige Arbeitsbedingungen f&uuml;r gleiche Arbeit verweigert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gleichearbeit-gleichesgeld.de\/initiative\/gruendungserklaerung\/\">Initiative gleiche Arbeit &ndash; gleiches Geld<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ob es allerdings zur Glaubw&uuml;rdigkeit dieser Initiative beitr&auml;gt, dass ausgerechnet Walter Riester als Schirmherr hinzugezogen wurde, ist unwahrscheinlich. Walter Riester hatte als Arbeitsminister die Kommission &bdquo;Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt&ldquo; eingesetzt, auf deren Grundlage dann nicht nur die Hartz-Gesetze durchgesetzt, sondern auch der Leiharbeit T&uuml;r und Tor ge&ouml;ffnet wurde; u.a. wurde auch das Prinzip der gleichen Bezahlung aufgegeben. Das Video-Statement von Riester ist auch dementsprechend wie Wackelpudding.<br>\nInteressant ist, dass die Ausf&uuml;hrungen von Herbert Ehrenberg, Bundesminister f&uuml;r Arbeit und Sozialordnung a.D. (1976 &ndash; 1982), nicht als Video angeboten wurden. Im Radio habe ich geh&ouml;rt, wie massiv er Gerhard Schr&ouml;der und Wolfgang Clement angegangen ist. Das scheint den Initiatoren wohl doch zu weit gegangen zu sein.<br>\nLeider ist auch nicht zu erkennen, was nun aus dieser Initiative folgen soll.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sitzblockade gegen Neonazis: Thierse weist R&uuml;cktrittsforderungen zur&uuml;ck<\/strong><br>\nW&auml;hrend Thierse die Blockade gegen die Neonazi-Demo verteidigt: &ldquo;Unser Protest war friedlich, fr&ouml;hlich und gewaltfrei&rdquo;, pr&uuml;ft die Staatsanwaltschaft den Verdacht auf eine Straftat &ndash; und Polizeigewerkschfter sind emp&ouml;rt und fordern seinen R&uuml;cktritt : Er habe N&ouml;tigung begangen. Man k&ouml;nne nicht werktags mit Fahrer und Chauffeur auf Staatsmann machen und am Wochenende als Salon-Revoluzzer auf der Fahrbahn sitzen und die Polizeikr&auml;fte behindern.<br>\nThierse meint dagegen : Der Protest habe sich nicht gegen die Polizei, sondern gegen die Nazis gerichtet. Die Beamten h&auml;tten eben ihre polizeiliche, die Demonstranten ihre staatsb&uuml;rgerliche Pflicht getan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2607469_Wegen-Sitzblockade-Thierse-weist-Ruecktrittsforderungen-zurueck.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Das dabei zutage tretende Staatsverst&auml;ndnis der Polizei ist nicht nur interessant, sondern wohl auch&nbsp;gem&auml;&szlig; der &ldquo;N&ouml;tigungs&rdquo;-Rechtssprechung&rdquo; nach Mutlangen u.a. l&auml;ngst der Vergangenheit angeh&ouml;rend und &uuml;berholt. &ndash; Ein Dank jedenfalls an Thierse, dies doch wieder einmal deutlich gemacht zu haben, denn derart die Demonstrationsfreiheit von 6 000 &ldquo;Gegen&rdquo;-Demonstranten gegen dieses &ldquo;H&auml;uflein&rdquo; von 700 Rechtsradikalen aushebeln zu wollen, ist schon bizarr.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Kommentar: Vorbildliche Blockade<\/strong><br>\nWolfgang Thierse &ndash; ein &ldquo;Salon-Revoluzzer&rdquo;? Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, fordert den R&uuml;cktritt des Bundestagsvizepr&auml;sidenten, weil der sich einer Neonazi-Demonstration in den Weg gestellt hat. Das ist in der Sache so &uuml;berzogen und im Ton einem verdienten Demokraten gegen&uuml;ber derart daneben, dass man die Forderung zur&uuml;ckgeben darf: Wenn einer gehen muss, dann Wendt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/?em_cnt=2608481&amp;\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ex-BayernLB-Vorstand belastet: &rdquo;Eine ausgequetschte Zitrone&rdquo;<\/strong><br>\nDesaster mit Ank&uuml;ndigung: Der fr&uuml;here Chef der BayernLB und seine Vorstandskollegen kauften die &ouml;sterreichische Hypo Alpe Adria &ndash; trotz eindringlicher Warnungen vor hohen Risiken.<br>\nEine damals damit befasste Juristin der BayernLB sagte als Zeugin bei der Staatsanwaltschaft aus, es habe eigentlich kein richtiger Pr&uuml;fungsprozess stattgefunden. Kaum habe die Pr&uuml;fung begonnen, sei sie auch schon wieder vorbei gewesen.<br>\nNoch deutlicher &auml;u&szlig;erte sich ein Angestellter der BayernLB, der an den ersten Beurteilungen der HGAA im Jahr 2006 mitgewirkt hatte. Man h&auml;tte die K&auml;rntner Bank nicht einmal geschenkt nehmen d&uuml;rfen, sagte er als Zeuge aus. Er und seine Kollegen seien &ldquo;fassungslos&rdquo; gewesen.<br>\nF&uuml;r den Kauf der Hypo Alpe Adria habe es keine wirtschaftlichen Motive gegeben, sagte der Angestellte. Bei den Ermittlungen hat sich inzwischen auch herausgestellt, dass der damalige Vorstand der Landesbank nach einem gescheiterten Kaufversuch bei einer anderen &ouml;sterreichischen Gro&szlig;bank (Bawag) unter gro&szlig;em Druck von Bayerns CSU-Regierung stand. Die Regierung drang auf eine Expansion der BayernLB.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/42\/510164\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>W&auml;hlerinitiative f&uuml;r R&uuml;ttgers t&auml;uschte 2005 die &Ouml;ffentlichkeit<\/strong><br>\nDer Spiegel berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass die CDU der Frankfurter Agentur Equipe 40.000 Euro f&uuml;r die Organisation der W&auml;hlerinitiative zahlte. Au&szlig;erdem belegt eine Mail des Frontmanns der Initiative, Tim Arnold, die enge Verbindung der Initiative zur CDU &hellip;<br>\nIn einem Artikel vom 18. Mai 2005 versuchte die Neue Ruhr \/ Neue Rhein Zeitung (NRZ), vor der Landtagswahl die Hintergr&uuml;nde verschiedener W&auml;hlerinitiativen zu erhellen (auch von Initiativen pro SPD). Dabei gab der ehemalige Bertelsmann-Manager Tim Arnold eine Darstellung zu Protokoll, die nach heutigem Kenntnisstand nicht der Wahrheit entsprach. Er wies demnach jede Verbindung mit der CDU zur&uuml;ck und wird mit der Aussage zitiert: &ldquo;Wir sind &lsquo;ne v&ouml;llig handgemachte Initiative&rdquo;. Dass die Telefonnummer seiner Initiative zu einem &bdquo;Organisationsb&uuml;ro&ldquo; in Frankfurt f&uuml;hrte, erkl&auml;rte Arnold in dem Artikel w&ouml;rtlich so: &ldquo;Da sind Leute, die uns geholfen haben, das Logo zu entwerfen&rdquo; (zitiert nach Dagobert Ernst: G&ouml;nner im Geheimen. In: NRZ vom 18.5.2005).<br>\nDieses Abstreiten ist eine immer wiederkehrende Taktik in der PR- und Lobbywelt: durch eine vermeintliche Unabh&auml;ngigkeit soll die Glaubw&uuml;rdigkeit der Botschaften erh&ouml;ht werden. Brisant wird das ganze dadurch, dass J&uuml;rgen R&uuml;ttgers 2006 Tim Arnold zum Leiter der NRW-Landesvertretung in Berlin machte. Dort vertritt er nun die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler, die er vor der Wahl 2005 hinters Licht gef&uuml;hrt hat. Angesichts der neuen Erkenntnisse ist er in dieser Position eigentlich nicht mehr tragbar.<br>\nTim Arnolds Weg dahin ist durchaus interessant: auf der Seite der damaligen &ldquo;W&auml;hlerinitiative&rdquo; fungierte er nur als &bdquo;Student&ldquo;. Das war zwar richtig, aber Arnold war kein gew&ouml;hnlicher Student. Er hatte zuvor mehrere Jahre in leitenden Positionen bei Bertelsmann und der einflussreichen wie umstrittenen Bertelsmann-Stiftung gearbeitet. Dann begann er 2004 nochmal ein Studium an der franz&ouml;sischen Elite-Universit&auml;t ENA in Stra&szlig;burg. 2006 erhielt er dann den wichtigen Posten als Leiter der NRW-Landesvertretung in Berlin. Insofern hat sich f&uuml;r ihn das Engagement in der W&auml;hlerinitiative gelohnt, man k&ouml;nnte es auch als Eintrittsticket f&uuml;r seine Karriere in politischen &Auml;mtern sehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2010\/05\/wahlerinitiative-fur-ruttgers-tauschte-2005-die-offentlichkeit\/print\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Streit um Finanzierung: Frankfurter FH unterschreibt Hochschulpakt nicht<\/strong><br>\nWissenschaftsministerin K&uuml;hne-H&ouml;rmann (CDU) hat davor gewarnt, die Unterschrift unter den umstrittenen Hochschulpakt zu verweigern. Die Frankfurter Fachhochschule unterschreibt dennoch nicht. Mit dem neuen Hochschulpakt werde die FH &bdquo;plattgemacht&ldquo;, hei&szlig;t es.<br>\nDer Pr&auml;sident der Fachhochschule (FH) Frankfurt will den hessischen Hochschulpakt f&uuml;r die Jahre 2011 bis 2015 nicht unterschreiben. Er folgt damit einer Forderung des Senats, wie eine FH-Sprecherin sagte.<br>\nFH-Pr&auml;sident Detlev Buchholz schreibt in einem offenen Brief in einer Sonderausgabe der Campuszeitung: &bdquo;Pro Studierendem werden in der Lehre 20 bis 35 Prozent weniger Mittel zur Verf&uuml;gung stehen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub5785324EF29440359B02AF69CB1BB8CC\/Doc~EF77466D7B9CC436480EA382C646C7553~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Teach First<\/strong><br>\nJens Wernicke hat sich auf den NachDenkSeiten schon sehr fr&uuml;h und mehrfach mit der Initiative <a href=\"?p=3573\">&bdquo;Teach First Deutschland&ldquo;<\/a> auseinandergesetzt. In weiteren Beitr&auml;gen <a href=\"?p=3851\">&bdquo;Teach First: Die Privatisierung der Schule auf Staatskosten&ldquo;<\/a> oder <a href=\"upload\/pdf\/090722_teach_first.pdf\">&bdquo;Teach first &ndash; klingt gut, ist aber schlecht!&ldquo;<\/a> oder <a href=\"?p=4448#h24\">&bdquo;TFA service not necessarily a lifelong commitment&ldquo;<\/a> haben wir dazu kritische Fragen gestellt. Auch die Hessische Lehrer Zeitung hatte einen Beitrag von Jens Wernicke ver&ouml;ffentlicht. Darauf antwortet der Teach First Fellow, David L&ouml;w Beer, <a href=\"http:\/\/gew-hessen.de\/index.php?id=296&amp;tx_ttnews[tt_news]=4443&amp;cHash=0dac5fff6d2960becd37479ddd722b99\">in einem Brief<\/a>. Diese Kritik <a href=\"http:\/\/gew-hessen.de\/index.php?id=296&amp;tx_ttnews[tt_news]=4440&amp;cHash=565a7804283a56dd2bb11a077f87791e\">erwidert nun Jens Wernicke<\/a>. Der Autor freut sich &uuml;ber Anregungen und weitere Kritik.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute zu folgenden Themen: Steuereinnahmen senken sich selbst; hart bleiben bei der Finanzregulierung; &bdquo;W&auml;hrungsunion-Finanzstabilit&auml;tsgesetz&ldquo;; Debatte um Griechenlandhilfe; l&auml;cherlicher Beitrag der Banken; Kreditl&uuml;ge; Schnitt bei Immobilienfonds; immer mehr Berufst&auml;tige brauchen Hartz IV; Automarkt bricht ein; Leiharbeits-Initiative; Thierse blockiert; Ex-BayernLB-Vorstand belastet; FH Frankfurt schert aus dem Hochschulpakt aus; Teach First. 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