{"id":54104,"date":"2019-08-13T08:41:05","date_gmt":"2019-08-13T06:41:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54104"},"modified":"2019-08-13T08:41:05","modified_gmt":"2019-08-13T06:41:05","slug":"hinweise-des-tages-3427","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54104","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54104#h01\">Petition: Schluss mit der Geheimhaltungsverpflichtung der Rentenkommission<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54104#h02\">Solidarit&auml;tszuschlag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54104#h03\">Politologe Claus Leggewie: &bdquo;Ich nehme die W&auml;hler der AfD nicht mehr in Schutz&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54104#h04\">Kein Wunder, dass Clemens T&ouml;nnies ganz Afrika verachtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54104#h05\">Flughafen dicht: Hongkong streicht alle Abfl&uuml;ge wegen Protesten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54104#h06\">Die vergebliche Warnung des Herrn B.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54104#h07\">Rezessionspolitik: Keine Abkehr von &raquo;schwarzer Null&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54104#h08\">Prek&auml;r geliefert &ndash; Aus f&uuml;r Deliveroo in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54104#h09\">Gr&uuml;ner wird&rsquo;s nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54104#h10\">Deutschlands Gestaltungsanspruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54104#h11\">Tosende Stille am Persischen Golf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54104#h12\">Die t&uuml;rkis-blaue Arbeitsmarktpolitik f&uuml;r Jugendliche war widerspr&uuml;chlich und ineffizient<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54104#h13\">Nur ein soziales Europa kann &uuml;berleben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54104#h14\">Ich schlie&szlig;e die Kanzlei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54104#h15\">Ecuador: Haftbefehl gegen Ex-Pr&auml;sidenten Correa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54104#h16\">&bdquo;Wir m&uuml;ssen uns selbst retten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54104#h17\">Ein Foto mit dem Waisenkind: Trumps Tiefpunkt im Auftrag der Selbstinszenierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54104#h18\">Was macht eigentlich &hellip; Edward Snowden?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Petition: Schluss mit der Geheimhaltungsverpflichtung der Rentenkommission<\/strong><br>\nDie Erfahrungen mit der R&uuml;rup-Kommission (Rentensenkungsprogramm), der Hartz-Kommission (Agenda 2010 mit Hartz I bis IV), der Fratzscher-Kommission (Privatisierung staatlicher Aufgaben), oder zuletzt die Kommission zur Erarbeitung des sogenannten Betriebsrentenst&auml;rkungsgesetzes, haben die Regierenden gelehrt: Am besten und ger&auml;uschlosesten k&ouml;nnen Gesetze gegen die Interessen von Bev&ouml;lkerungsmehrheiten durchgesetzt werden, wenn sie durch &bdquo;unabh&auml;ngige&ldquo; Kommissionen geheim vorbereitet und verhandelt werden.<br>\nDie Ergebnisse k&ouml;nnen dann als ausgewogene von Fachleuten intensiv und ungest&ouml;rt erarbeitete Konzepte verkauft werden. Die Einflussnahme von Interessengruppen und Lobbyistenvertretern bleibt dabei v&ouml;llig im Verborgenen.<br>\nSeit 16 Monaten arbeitet die Rentenkommission &bdquo;verl&auml;sslicher Generationenvertrag&ldquo; in v&ouml;lliger Geheimhaltung. Es dringt nichts an die &Ouml;ffentlichkeit. Das soll bis M&auml;rz 2020 so bleiben, dann soll das Konzept f&uuml;r die Altersversorgung nach 2025 aus dem Hut gezaubert werden. Wie &uuml;blich wahrscheinlich wieder mit einem Minderheitenvotum der Gewerkschaftsvertreterin, das, ebenso &uuml;blich, keine Bedeutung haben wird.<br>\nDieses Vorgehen ist nicht akzeptabel, es ist schlicht antidemokratisch.<br>\nEs geht um nicht mehr und nicht weniger als die Zukunftsinteressen von &uuml;ber 70 Millionen Menschen in diesem Land. Es geht um die Lebensgrundlage der jetzigen und der zuk&uuml;nftigen Rentnerinnen und Rentner. Das erfordert eine intensive und &ouml;ffentliche gesellschaftliche Debatte um den besten Weg. Die Betroffenen dabei auszuschliessen ist undemokratisch. Ihnen jegliche Information vorzuenthalten kann nur als antidemokratisch bewertet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.seniorenaufstand.de\/petition-schluss-mit-der-geheimhaltungsverpflichtung-der-rentenkommission\/\">Seniorenaufstand<\/a>\n<p><strong>dazu: Petition: Die Geheimhaltungsverpflichtung der Rentenkommission sofort beenden.<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.openpetition.de\/petition\/online\/die-geheimhaltungsverpflichtung-der-rentenkommission-der-bundesregierung-sofort-beenden\">openPetition<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Solidarit&auml;tszuschlag<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Abschaffung des Soli: Parit&auml;tischer kritisiert Pl&auml;ne von Finanzminister Scholz und fordert steuerpolitischen Kurswechsel<\/strong><br>\nAls kurzsichtig und in der Sache v&ouml;llig unverst&auml;ndlich kritisiert der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband die Pl&auml;ne von Bundesfinanzminister Olaf Scholz zur fast kompletten Abschaffung des Solidarit&auml;tszuschlags ohne Kompensation. Der Verband fordert eine solidarische steuerliche Gegenfinanzierung.<br>\nOhne Gegenfinanzierung gingen dem Haushalt durch diese Ma&szlig;nahme rund zehn Milliarden Euro verloren, die dringend f&uuml;r die Infrastruktur in Deutschland gebraucht werden, warnt der Parit&auml;tische. &bdquo;Schon jetzt gibt es einen milliardenschweren Investitionsstau, sei es im Kita-Bereich, der Pflege oder der Mobilit&auml;t. Auch die gro&szlig;en gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit wie die steigende Altersarmut oder die wachsende Wohnungsnot l&ouml;sen sich nicht zum Nulltarif&ldquo;, so Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands. Vor diesem Hintergrund sei es &uuml;berhaupt nicht nachvollziehbar, wie die Koalition auf zehn bis zw&ouml;lf Milliarden Euro pro Jahr verzichten k&ouml;nne.<br>\nDer Parit&auml;tische bewertet die Pl&auml;ne dar&uuml;ber hinaus auch als sozialpolitisch kontraproduktiv. Geringverdiener*innen und Hartz-IV-Beziehende gingen bei diesem Steuergeschenk v&ouml;llig leer aus; im Ergebnis w&uuml;rden die Armen noch weiter abgeh&auml;ngt. &bdquo;Es ist eine Steuerpolitik, die den ohnehin erodierenden Zusammenhalt dieser Gesellschaft weiter gef&auml;hrdet. Nicht nur sozial, sondern auch regional ist Deutschland ein tief gespaltenes Land. In diesen Zeiten braucht es mehr statt weniger Solidarit&auml;t&ldquo;, so Schneider.<br>\nDer Verband fordert nicht nur eine volle Kompensation der Einnahmeausf&auml;lle durch Abschaffung des Solis, sondern einen grunds&auml;tzlichen Kurswechsel hin zu einer solidarischen Steuer- und Finanzpolitik. Notwendig sei eine st&auml;rkere Heranziehung hoher Einkommen sowie gro&szlig;er Verm&ouml;gen und Erbschaften, um den Sozialstaat nachhaltig zu finanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/abschaffung-des-soli-paritaetischer-kritisiert-plaene-von-finanzminister-scholz-und-fordert-steuerpol\/?fbclid=IwAR0nKPkEZrwL_CFs4ZUGKvQDyCzCX9xdRzA49jgjiaNhf48jV3WPbh_sr04\">Der Parit&auml;tische Wohlfahrtverband<\/a><\/li>\n<li><strong>Soli abschaffen?<\/strong><br>\nDie Bundesregierung meldet sich aus der Sommerfrische zur&uuml;ck. Olaf Scholz gibt den Macher und k&uuml;ndigt den Abbau des sogenannten &ldquo;Solis&rdquo; an. 1991 eingef&uuml;hrt, um Mehrbedarf im Bundeshaushalt nach der deutschen Einheit abzufangen, wollen ihn viele Steuerzahler lieber heute als morgen gestrichen sehen. Dass Scholz&rsquo; Vorschlag so kurz vor den n&auml;chsten Landtagswahlen und ohne Gegenfinanzierung kommt, sei unseri&ouml;s und ein durchschaubares Wahlkampfman&ouml;ver, kritisiert Dietmar Bartsch: &bdquo;Zumal das alles erst 2021 wirksam werden soll, wenn diese Koalition abgew&auml;hlt wird. Regierungshandeln mit Weitblick sieht anders aus.&ldquo; DIE LINKE setzt sich im Bundestag f&uuml;r ein gerechtes Steuersystem ein. Wir wollen Verm&ouml;genseinkommen, gro&szlig;e Erbschaften und Finanzgesch&auml;fte wesentlich st&auml;rker belasten als bisher. Dadurch erh&auml;lt der Bund zus&auml;tzliche Einnahmen, und der Solidarit&auml;tszuschlag kann schrittweise gesenkt werden. Auf diese Weise wollen wir soziale Gerechtigkeit und gleichwertige Lebensverh&auml;ltnisse in der ganzen Bundesrepublik herstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/linksfraktion\/photos\/a.128711298433\/10156569380588434\/?type=3&amp;theater\">DIE LINKE via facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Soli: Attac fordert Integration in Einkommensteuertarif<\/strong><br>\n(&hellip;) Nach Medienberichten sieht der Gesetzesvorschlag von Bundesfinanzminister Olaf Scholz vor, ab 2021 90 Prozent der Steuerzahler vom Soli zu befreien. &bdquo;Anders als die Politiker der gro&szlig;en Koalition uns glauben machen wollen, profitieren von dieser Abschmelzung des Soli aber nur die Wohlhabenden und Reichen. Die Behauptung der Bundesregierung, damit vor allem die unteren und mittleren Einkommen zu entlasten, ist nachgewiesen falsch&ldquo;, sagt Detlev von Larcher von der bundesweiten Attac-Arbeitsgruppe Finanzm&auml;rkte und Steuern. &bdquo;Statt den Soli abzuschaffen, muss der Bund st&auml;rker die Kommunen unterst&uuml;tzen und dazu beitragen, die sozialen Sicherungssysteme zu finanzieren.<br>\nDas Bundesfinanzministerium hat f&uuml;r den jetzt vorgeschlagenen Schritt zur Abschaffung des Soli zehn Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen angesetzt. Diese zehn Milliarden Euro, die der Bund weniger einnehmen w&uuml;rde, sollten nach Ansicht von Attac zur Finanzierung des &ouml;kologischen Umbaus ausgegeben werden anstatt die Einkommensunterschiede zu vergr&ouml;&szlig;ern.<br>\nSoli-Abschaffung k&auml;me den obersten vier Prozent zugute<br>\nDie CDU will den Soli sp&auml;ter sogar ganz abschaffen. Damit w&uuml;rden nur vier Prozent der Steuerzahler in der h&ouml;chsten Einkommensgruppe entlastet&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/platz-da-klimagerechte-mobilitaet-fuer-alle-kopie-1\/?L=472cHash%3D3d74182814b0e2aa042cef7e951bdf6bcHash%3D25f59d3e4752a6e99a1f9693cb2251ea&amp;cHash=6e146bb5e69b3c415f90a786fb99e0f2\">Attac<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Politologe Claus Leggewie: &bdquo;Ich nehme die W&auml;hler der AfD nicht mehr in Schutz&ldquo;<\/strong><br>\n(&hellip;) &bdquo;Der W&auml;hler darf nicht zu einem sakrosankten Wesen erkl&auml;rt werden, das immer Recht hat.&ldquo;<br>\nLeggewie macht f&uuml;r diese Entwicklungen auch die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler der AfD unmittelbar verantwortlich. Er lehnte es ab, hier wegen vermeintlicher Protestwahl-Ambitionen Nachsichtigkeit walten zu lassen. &bdquo;Der W&auml;hler darf nicht zu einem sakrosankten Wesen erkl&auml;rt werden, das immer Recht hat.&ldquo; Und weiter: &bdquo;Ich nehme die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler der AfD nicht mehr in Schutz. Viele von denen wissen ganz genau, worum es geht.&ldquo;<br>\nEs sei nicht vertretbar, zu sagen, die SPD habe &bdquo;mich verlassen, deshalb w&auml;hle ich jetzt die AfD, um denen zu zeigen, was &sbquo;ne Harke ist&ldquo;. Der Politik-Professor nennt das ein &bdquo;irrationales Verhalten&ldquo;. Er k&ouml;nne es kaum noch ertragen, betonte er, dass W&auml;hler in Talkshows gewisserma&szlig;en auf einen Sockel gehoben w&uuml;rden. &bdquo;Der W&auml;hler von Herrn H&ouml;cke und die W&auml;hlerin der Afd hat in Nichts recht. Das sind Leute die ganz massiv die Demokratie in Deutschland aufs Spiel setzen.&ldquo;<br>\n&bdquo;H&ouml;cke geht es nicht um die Mehrheit bei der Landtagswahl, er m&ouml;chte bis ans Ende gehen&ldquo;<br>\n(&hellip;) H&ouml;cke stehe f&uuml;r einen &ndash; in Anf&uuml;hrungszeichen mit Bindestrich &ndash; &bdquo;national-sozialistischen&ldquo; Kurs. Hier spiele &bdquo;einer den F&uuml;hrer&ldquo;. H&ouml;cke geht es laut Leggewie nicht unbedingt darum, bei der Landtagswahl die Mehrheit in Th&uuml;ringen zu erringen, er &bdquo;m&ouml;chte bis ans Ende gehen&ldquo;. Er wolle die &bdquo;absolute Macht f&uuml;r die AfD&ldquo;, auch wenn sich das wie Spinnerei anh&ouml;re und er selbst nicht glaube, dass das klappen werde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/eine-parteianalysen-politologe-claus-leggewie-ich-nehme-die.2850.de.html?drn:news_id=1036885\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kein Wunder, dass Clemens T&ouml;nnies ganz Afrika verachtet<\/strong><br>\n(&hellip;) Aber T&ouml;nnies ist nicht nur Fu&szlig;ballfunktion&auml;r. Mit einem gesch&auml;tzten Verm&ouml;gen von 1,42 Milliarden Euro ist er einer der reichsten Menschen der Welt. Sein Privatjet, eine knapp sechs Millionen Euro teure Cessna Citation 4, emp&ouml;rt wegen ihres L&auml;rms viele Anwohner des Bielefelder Flughafens. Und als Exporteur subventionierter Fleischprodukte ist er mitverantwortlich f&uuml;r den &Uuml;berlebenskampf afrikanischer Landwirte&hellip;<br>\nKein Wunder, dass er ganz Afrika verachtet. Das l&auml;sst die Selbstdarstellung des Unternehmens auf der Webseite fast zynisch klingen: &bdquo;Unser Team T&ouml;nnies, das sich speziell auf die Aktivit&auml;ten am Weltmarkt konzentriert, kennt sich nicht nur mit den kulinarischen Gepflogenheiten der Kontinente aus.&ldquo;<br>\nT&ouml;nnies&rsquo; &Auml;u&szlig;erung ist das Symptom eines moralischen Verfalls der Unternehmerkultur. Wie lange will man noch von &bdquo;Eliten&ldquo; sprechen bei Wirtschaftsm&auml;chtigen, die den moralischen Ma&szlig;stab f&uuml;r ihr Handeln verloren haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/kultur\/timesmager\/clemens-toennies-symptom-eines-moralischen-verfalls-unternehmerkultur-12905862.html\">Frankfurter Rundschau\/Times Manager<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Warum sind T&ouml;nnies &Auml;u&szlig;erung das Symptom eines moralischen Verfalls der Unternehmerkultur? Dass in seinen Betrieben schlimmste ausbeuterische Zust&auml;nde herrschen, dass er aggressive Steuervermeidung betreibt und in betr&uuml;gerische Cum-Ex-Gesch&auml;fte verwickelt sein soll, sind offenbar kein Zeichen moralischen Verfalls.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54026\">BILD, SPIEGEL und die verlorene Ehre des Clemens T&ouml;nnies<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Flughafen dicht: Hongkong streicht alle Abfl&uuml;ge wegen Protesten<\/strong><br>\nNach schweren Ausschreitungen am Wochenende demonstrieren Tausende gegen die Gewalt der Polizei &ndash; auch im Flughafen der Millionenmetropole Hongkong. Nicht ohne Folgen f&uuml;r den Flugverkehr. Peking sieht bei den Aktivisten &ldquo;erste Anzeichen von Terrorismus&rdquo;.<br>\nWegen der anhaltenden Proteste der Demokratiebewegung hat Hongkongs Flughafen am Montag s&auml;mtliche Abfl&uuml;ge f&uuml;r den Rest des Tages gestrichen. Der Flughafen gilt als wichtiges Drehkreuz in S&uuml;dostasien und ist einer der belebtesten Airports weltweit. Tausende Demonstranten versammelten sich in der Abflugs- und Ankunftshalle, um gegen Regierung und Polizeigewalt bei vorangegangenen Protesten in der Stadt zu protestieren. Wie der Flughafen mitteilte, wurde der Check-in f&uuml;r die verbleibenden Fl&uuml;ge wegen ernsthafter St&ouml;rungen des Betriebs ausgesetzt. Zuvor hatten noch Maschinen abheben k&ouml;nnen.<br>\nSchwarz gekleidete Aktivisten skandierten im Flughafen Parolen. Die Polizei solle einem Demonstranten, der durch ein Gummigeschoss schwer im Gesicht verletzt worden war, sein Auge &ldquo;zur&uuml;ckgeben&rdquo;. Auch zeigten sie Bilder von Polizisten, die mit Schlagst&ouml;cken und Tr&auml;nengas gegen die Demonstranten vorgegangen waren. Bereits am Wochenende hatten Hunderte Demonstranten am Flughafen demonstriert, wodurch der Flugbetrieb aber nicht nennenswert verz&ouml;gert wurde.<br>\nMehr lesen: Da schau her! F&uuml;hrender Hongkong-Aktivist ger&auml;t durch Treffen mit US-Konsulin in die Defensive<br>\nIn der einstigen britischen Kronkolonie Hongkong kommt es seit zwei Monaten immer wieder zu massiven Protesten, die regelm&auml;&szlig;ig in Ausschreitungen enden. Am Wochenende war es in der Finanzmetropole erneut zu heftigen Zusammenst&ouml;&szlig;en zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen.<br>\nAusl&ouml;ser f&uuml;r die Demonstrationen war ein &ndash; inzwischen auf Eis gelegter &ndash; Gesetzentwurf zur Auslieferung mutma&szlig;licher Krimineller an China. Die Demonstrationen entwickelten sich zu einer breiteren Bewegung. Viele Menschen bef&uuml;rchten zunehmenden Einfluss Pekings auf das Leben in der Finanzmetropole und fordern Reformen.<br>\nChinas Regierung mahnt derweil immer energischer, die Ordnung in der Sonderverwaltungszone wiederherzustellen und die Gewalt zu beenden. Yang Gang, der Sprecher der f&uuml;r Hongkong zust&auml;ndigen Beh&ouml;rde, warf den gewaltbereiten Demonstranten zuletzt &ldquo;erste Anzeichen von Terrorismus&rdquo; vor. In den letzten Tagen h&auml;tten &ldquo;radikale Demonstranten&rdquo; wiederholt Polizisten mit &ldquo;&auml;u&szlig;erst gef&auml;hrlichen Werkzeugen&rdquo; angegriffen.<br>\nDies sei eine ernsthafte Bedrohung f&uuml;r die Sicherheit der Menschen in Hongkong. Die &ldquo;Kriminellen&rdquo; m&uuml;ssten so schnell wie m&ouml;glich vor Gericht gebracht werden, sagte der Sprecher weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/asien\/91163-flughafen-dicht-hongkong-streicht-alle-abfluege-wegen-protesten\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die Besetzung des internationalen Flughafens ist fragw&uuml;rdig. Egal welche Ziele die Opposition hat und ob sie legitim sind oder nicht. Ende November 2008 hatten Demonstranten den internationalen Flughafen von Bangkok f&uuml;r eine Woche besetzt. S&auml;mtliche Fl&uuml;ge mussten abgesagt werden und die Urlauber sa&szlig;en in Thailand fest. Der Schaden f&uuml;r Thailand war enorm, sowohl der wirtschaftliche Schaden als auch der Schaden f&uuml;r den Ruf von Thailand als Urlaubsziel.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Flights resume at Hong Kong airport after shutdown<\/strong><br>\nProtesters had been angered by police shooting woman in the eye from close range on Sunday [&hellip;]<br>\nOn Tuesday morning, only a handful of protesters remained in the airport. But fears of a police operation to clear the facility overnight proved unfounded, with demonstrators simply leaving by themselves.<br>\nMany of the posters and artwork they had hung throughout the facility during the hours-long rally had been taken down, but graffiti &ndash; some reading &ldquo;an eye for an eye&rdquo; &ndash; could still be seen in several places.<br>\nThe protest was dubbed &ldquo;an eye for an eye&rdquo; because the young woman, who was shot in Tsim Shui Tsui on Sunday evening with a suspected bean-bag round, faces the prospect of losing her right eye.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.asiatimes.com\/2019\/08\/article\/flights-out-of-hong-kong-canceled-by-sit-in\/\">Asia Times<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die vergebliche Warnung des Herrn B.<\/strong><br>\nDie in den Cum-Ex-Skandal verwickelte, lange Zeit staatliche Bank HSH hat die dubiosen B&ouml;rsengesch&auml;fte intern untersuchen lassen.<br>\nDas Ergebnis des lange unter Verschluss gehaltenen Berichts ist niederschmetternd.<br>\nDemnach hatte sich trotz vieler Eingeweihter nur ein Mitarbeiter gegen die Deals ausgesprochen.<br>\n(&hellip;) Ausgerechnet die HSH bereicherte sich demnach am Fiskus. Und das noch dazu in einer Zeit, in der die Bank von ihren Haupteigent&uuml;mern, der Hansestadt Hamburg und dem Land Schleswig-Holstein, nach schief gelaufenen Spekulationsgesch&auml;ften mit Steuergeldern in Milliardenh&ouml;he gerettet worden war. B. empfand das, was die HSH dann machte, als zutiefst unanst&auml;ndig. Der B&ouml;rsenh&auml;ndler gab zu Protokoll, die HSH sei eine Bank gewesen, die gerade durch die &ouml;ffentliche Hand vor dem &ldquo;Ertrinken&rdquo; gerettet worden sei. Das habe er damals einem Vorgesetzten gesagt. W&auml;hrend man die rettende Hand ergreife, greife man durch die Cum-Ex-Gesch&auml;fte &ldquo;in die Tasche der Retter.&rdquo; Damit habe er ein &ldquo;moralisches Problem&rdquo; gehabt, da habe er nicht dabei sein wollen. B. gab weiter zu Protokoll, er habe darum gebeten, &ldquo;nicht weiter als m&ouml;glicher H&auml;ndler f&uuml;r diese Gesch&auml;fte vorgesehen zu werden.&rdquo; Seinem Wunsch sei entsprochen worden&hellip;<br>\nIn Hamburg wird erst jetzt deutlich, wie tief die Abgr&uuml;nde waren in der Zeit, in der Dirk Jens Nonnenmacher erst Vorstandsmitglied und dann Vorstandschef der HSH gewesen war. Jener Nonnenmacher, der nach hohen Verlusten bei fehlgeschlagenen Gesch&auml;ften wegen des Vorwurfs der Veruntreuung von Bankverm&ouml;gen vor Gericht gestanden hatte und schlie&szlig;lich mit 1,5 Millionen Euro Geldauflage davonkam. Nonnenmacher gilt als eines der Gesichter der Finanzkrise, in deren Verlauf der Staat etliche Banken mit Milliardenbetr&auml;gen gerettet hatte; darunter eben auch die HSH&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/cum-ex-hsh-nordbank-1.4560132\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Rezessionspolitik: Keine Abkehr von &raquo;schwarzer Null&laquo;<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel lie&szlig; ein Machtwort sprechen. Sie habe nie einen Zweifel daran gelassen, dass sie zur &raquo;schwarzen Null&laquo; stehe, verk&uuml;ndete Steffen Seibert am Montag. &raquo;Auch das ist Nachhaltigkeit&laquo;, so der Regierungssprecher. Der ausgeglichene Haushalt bleibt Staatsdoktrin.<br>\nNat&uuml;rlich war eine Abkehr von der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse nie eine ernsthafte Option. Warum sollte der Klimawandel schaffen, was soziale Spaltung, Bildungsnotstand und Wirtschaftsabschwung nicht geschafft haben? Im Kern ging es beim Infragestellen der strikten Haushaltsdisziplin zugunsten von Klimaschutzinvestitionen um Profilierungsversuche im SPD-internen Machtgerangel. Das Ausma&szlig; und die Heftigkeit der Reaktionen innerhalb und au&szlig;erhalb der Sozialdemokratie sprechen jedoch B&auml;nde dar&uuml;ber, wie fest das Politikmodell &raquo;schwarze Null&laquo; in K&ouml;pfen und Herzen des politischen Establishments verankert ist&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/360692.rezessionspolitik.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Prek&auml;r geliefert &ndash; Aus f&uuml;r Deliveroo in Deutschland<\/strong><br>\nDeliveroo zieht sich aus Deutschland zur&uuml;ck- 1000 Fahrer verlieren von einer Woche auf die andere ihren Job. Das Unternehmen verspricht &ldquo;passende Kulanzpakete&rdquo;. Reicht das?<br>\n(&hellip;) Ab dem 16. August gibt &ldquo;Deliveroo&rdquo; sein Gesch&auml;ft in Deutschland auf, das teilte das britische Unternehmen seinen Fahrern an diesem Montag mit. Man will sich auf wachstumsst&auml;rkere M&auml;rkte konzentrieren.<br>\nF&uuml;r die deutschen Fahrer kam der Schritt &uuml;berraschend. Sie erfuhren in einer knappen Mail, unterschrieben von Deutschland-Chef Marcus Ross, von dem R&uuml;ckzug ihres Arbeitgebers. Einige hielten sie zun&auml;chst f&uuml;r eine F&auml;lschung. Schlie&szlig;lich war Ross erst im M&auml;rz angetreten, um Deliveroo gegen den &uuml;bergro&szlig;en Konkurrenten Takeaway (Lieferando, Lieferheld, Foodora) zu verteidigen.<br>\nNoch vor drei Monaten hatte sich Amazon f&uuml;r satte 575 Millionen Dollar bei dem Start-up eingekauft. Deliveroo-Gr&uuml;nder Will Shu versprach &ldquo;neue Jobs&rdquo; und &ldquo;flexiblere, gutbezahlte Jobs f&uuml;r Fahrer&rdquo;.<br>\nGeld zum Abschied<br>\nStattdessen m&uuml;ssen sich nun rund 1100 Fahrer nach einer neuen Arbeit umsehen. Anders als die rund 100 Deliveroo-Angestellten und -Mitarbeiter mit Zeitvertr&auml;gen waren die sogenannten &ldquo;Rider&rdquo; freiberuflich t&auml;tig, Anspruch auf eine Abfindung haben sie also nicht. Sie stehen Knall auf Fall vor dem Aus. Deliveroo stand schon lange f&uuml;r Arbeitsbedingungen ohne Absicherung in der Kritik.<br>\nDas Unternehmen teilte allerdings mit, dass man den Fahrern &ldquo;angemessene Verg&uuml;tungs- und Kulanzpakete&rdquo; schn&uuml;ren wolle&hellip;<br>\nOb dieser &ldquo;gute Wille&rdquo; ausreicht, um die Zeit der Arbeitslosigkeit zu &uuml;berbr&uuml;cken, ist fraglich &ndash; Arbeitslosengeld I bekommen die Freiberufler schlie&szlig;lich nicht&hellip;<br>\nInteressenkollektiv statt Betriebsrat<br>\nAm Montagabend traf sich in Berlin eine kleine Gruppe von Deliveroo-Fahrern, um zu beratschlagen, wie sie ihre Interessen gegen&uuml;ber dem Lieferdienst durchsetzen k&ouml;nnten. Nach eigenen Angaben haben bisher 57 Kollegen zugesagt, das Interessenkollektiv zu unterst&uuml;tzen &ndash; einen Betriebsrat gibt es in so einer Konstellation nicht.<br>\nDeliveroo glaubt, seiner Verantwortung als Job-Plattform gerecht zu werden. Der Lieferdienst w&uuml;rde in dieser Hinsicht &ldquo;weit &uuml;ber das gesetzliche Minimum hinausgehen&rdquo;, sagt ein Sprecher. Au&szlig;erdem habe man intern einen Mindestbetrag festgelegt, den arbeitslose Fahrer in jedem Fall erhalten &ndash; unabh&auml;ngig vom Durchschnittslohn der letzten 12 Wochen.<br>\nDas sind 50 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/fahrer-von-deliveroo-job-weg-keine-absicherung-a-1281618.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Ein Skandal. Da sieht man, was die Deregulierung der Arbeitsm&auml;rkte konkret gebracht hat. Von den 50 Euro Entsch&auml;digung k&ouml;nnen sich die Betroffenen ja noch eine Pizza von der Konkurrenz nach Hause liefern lassen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gr&uuml;ner wird&rsquo;s nicht<\/strong><br>\nDas gro&szlig;e Thema des Sommers ist gr&uuml;n. Ob CO2-Preis, Plastikt&uuml;ten-Verbot oder Flugscham &ndash; Politiker nahezu aller Parteien setzen jetzt auf den Klimaschutz. Nur wehtun soll er nicht. Ein Widerspruch?<br>\n(&hellip;) Klar ist: Die Gr&uuml;nen wollen keine Milieupartei mehr sein, sie wollen potentiell einen Kanzlerkandidaten stellen. Da machen sich radikale Forderungen eher schlecht. Stattdessen geben sie sich m&ouml;glichst staatstragend. Gr&uuml;nen-Chef Robert Habeck will &ldquo;Inlandsfl&uuml;ge &uuml;berfl&uuml;ssig machen&rdquo;, aber nat&uuml;rlich nicht verbieten.<br>\nF&uuml;r Klimaschutz interessieren sich alle &ndash; aber eben nur ein bisschen<br>\nTats&auml;chlich haben die Gr&uuml;nen zum Beispiel ganz &auml;hnliche Vorstellungen von der CO2-Bepreisung wie SPD-Ministerin Schulze, auch ihr Kohleausstiegskonzept orientiert sich an den Kompromissen der Kohlekommission. So vorsichtig sind die Gr&uuml;nen mittlerweile.<br>\nDie anderen Parteien aber orientieren sich wiederum an den Gr&uuml;nen, um dem Zeitgeist zu entsprechen. Selbst die FDP will da nicht fehlen. Vor wenigen Wochen hat FDP-Chef Christian Lindner mit Blick auf die &ldquo;Fridays-for-Future&rdquo;-Proteste noch gesagt, Klimaschutz sei &ldquo;eine Sache f&uuml;r Profis&rdquo;. Im ARD-Sommerinterview korrigierte er sich: Er habe sich &ldquo;leider sehr missverst&auml;ndlich und dumm ge&auml;u&szlig;ert&rdquo;&hellip;<br>\nDie Union hat den Klimaschutz ohnehin seit dem Fr&uuml;hjahr auf dem Schirm. Insbesondere der bayerische Ministerpr&auml;sident und CSU-Vorsitzende Markus S&ouml;der machte Ende Juli mit seinen klimapolitischen Forderungen Schlagzeilen. Er verlangte beispielsweise vor wenigen Wochen die Mehrwertsteuer f&uuml;r alle Bahntickets abzuschaffen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/klimaschutz-regierung-will-niemanden-zum-klimaschutz-zwingen-a-1281592.html\">SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutschlands Gestaltungsanspruch<\/strong><br>\nDeutsche Milit&auml;rexperten legen erste konkrete Pl&auml;ne f&uuml;r eine EU-Marineoperation im Persischen Golf vor. Wie es in einer Skizze zweier gut vernetzter Regierungsberater und eines Bundeswehr-Professors hei&szlig;t, sollen Kriegsschiffe k&uuml;nftig an beiden Eing&auml;ngen der Stra&szlig;e von Hormuz kreuzen. Weitere Kriegsschiffe m&uuml;ssten Erd&ouml;ltanker durch die Meerenge eskortieren. Je nach Eskalationsbereitschaft k&ouml;nnten zudem bewaffnete Truppen auf den eskortierten Tankern stationiert werden, um m&ouml;gliche &Uuml;bergriffe milit&auml;risch abzuwehren. Ben&ouml;tigt w&uuml;rden &ldquo;zwischen 10% und 30% der maritimen F&auml;higkeiten&rdquo; der EU. Berlin soll, so hei&szlig;t es, den Einsatz f&uuml;hren, um seinen &ldquo;au&szlig;enpolitischen Gestaltungsanspruch&rdquo; zu demonstrieren. W&auml;hrend Teile der SPD und der Opposition die Operation ablehnen, treiben Kanzler- und Ausw&auml;rtiges Amt den Schritt nicht zuletzt auf EU-Ebene voran. Zuvor hatte Au&szlig;enminister Heiko Maas die US-Forderung abgewiesen, deutsche Kriegsschiffe in einen US-gef&uuml;hrten Marineeinsatz im Mittleren Osten zu schicken: Berlin positioniert sich als weltpolitisch eigenst&auml;ndige Macht.<br>\n(&hellip;) Berlins &ldquo;europ&auml;ische&rdquo; Intervention<br>\nStatt einer Beteiligung an einer US-Operation macht sich die Bundesregierung weiterhin f&uuml;r einen EU-Marineeinsatz im Persischen Golf stark. &ldquo;Wir wollen eine europ&auml;ische Mission&rdquo;, erkl&auml;rte Au&szlig;enminister Maas vor rund einer Woche; allerdings werde es &ldquo;sicherlich noch Zeit in Anspruch nehmen &hellip;, die EU davon zu &uuml;berzeugen&rdquo;&hellip;  Umstritten ist vor allem, ob der Einsatz lediglich die Beobachtung der Seewege im Persischen Golf umfassen soll oder ob Handelsschiffe auch zu eskortieren und ihre Passage bei Bedarf mit Waffengewalt zu erzwingen sind; im letzteren Fall ist von einer &ldquo;Schutzmission&rdquo; die Rede.<br>\n(&hellip;) Einsatzpl&auml;ne<br>\nErste konkrete Pl&auml;ne f&uuml;r eine EU-Milit&auml;roperation an der Stra&szlig;e von Hormuz haben nun zwei Milit&auml;rexperten von der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik (DGAP) und ein Professor an der M&uuml;nchener Hochschule der Bundeswehr vorgelegt. Demnach m&uuml;sse bei einer &ldquo;Beobachtermission&rdquo; stets je ein Schiff an den beiden Eing&auml;ngen zur Stra&szlig;e von Hormuz kreuzen. Weitere Schiffe seien notwendig, um Tanker durch die Meerenge zu eskortieren oder Pr&auml;senz zu zeigen. Zudem m&uuml;ssten Seefernaufkl&auml;rer &ldquo;im internationalen Luftraum mit weitem Blick&rdquo; in die Stra&szlig;e von Hormuz Beobachtungen vornehmen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8010\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Tosende Stille am Persischen Golf<\/strong><br>\nDer Konflikt zwischen USA und Iran eskaliert schrittweise. Der neusten Entwicklung schenken gro&szlig;e Medien zu wenig Aufmerksamkeit.<br>\n(&hellip;) Ebenso wenig informierten westliche Medien &uuml;ber das intensivierte milit&auml;rische Engagement Israels &bdquo;im Vorhof&ldquo; Irans, also in Irak. Mit US-amerikanischen F-35-Jets attackierten die israelischen Streitkr&auml;fte innerhalb von zehn Tagen zwei Basen iranischer Milizen auf dem Territorium Iraks. Das Ziel der zweiten Attacke lag in gef&auml;hrlicher N&auml;he zur iranischen Grenze. Bemerkenswert: die Regierung Iraks, die sich bisher als &bdquo;neutral&ldquo; zwischen den USA und Iran profilierte, lie&szlig; die Israeli gew&auml;hren. Verfolgt sie diese Linie weiterhin, wird sie zur Parteig&auml;ngerin Jener, die von einem Krieg gegen Iran &bdquo;den&ldquo; Befreiungsschlag erwarten&hellip;.<br>\n(&hellip;) Zunehmender Einfluss der Revolutionsw&auml;chter<br>\n&hellip;Vieles deutet darauf hin, dass die Revolutionsw&auml;chter, die direkt dem obersten geistlichen F&uuml;hrer unterstehen, einen Machtkampf gegen die &bdquo;klassischen&ldquo; Diplomaten wie Mohammed Jawad Zarif f&uuml;hren. Sie haben ihn teilweise bereits gewonnen. Und ihr Einfluss wird umso st&auml;rker, desto mehr sich die wirtschaftliche Lage im Land zuspitzt, desto knapper Medikamente werden, desto mehr Inflation beim t&auml;glichen Einkaufen sp&uuml;rbar wird. Je brutaler der US-Wirtschaftskrieg die iranische Bev&ouml;lkerung trifft.<br>\nIran wird sich politisch, in absehbarer Zeit, so weiter verh&auml;rten. Der von den USA angeheizte Konflikt st&auml;rkt ausgerechnet die iranischen Revolutionsw&auml;chter, welche die USA als Terroristen einstufen.<br>\nEine friedliche L&ouml;sung ist bald nicht mehr vorstellbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/USA-IRAN-Tosende-Stille-am-Persischen-Golf\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die t&uuml;rkis-blaue Arbeitsmarktpolitik f&uuml;r Jugendliche war widerspr&uuml;chlich und ineffizient<\/strong><br>\nT&uuml;rkis-Blau hat sich f&uuml;r die Bek&auml;mpfung der Jugendarbeitslosigkeit nicht interessiert. Dabei wollte die Regierung &bdquo;den Mangel an Fachkr&auml;ften&ldquo; beheben. Ausreichend Fachkr&auml;fte kann es aber nur geben, wenn sie auch ausgebildet werden. Statt eine Qualifizierungsoffensive zu starten und jugendliche Arbeitnehmer*innen auf den digitalen Strukturwandel vorzubereiten, hat die alte Regierung den Jugendlichen und jungen Erwachsenen das Leben schwergemacht. Umdenken ist angesagt.<br>\nWeniger Geld in der &uuml;berbetrieblichen Ausbildung und der Produktionsschule<br>\nDie im internationalen Vergleich relativ niedrige Jugendarbeitslosenquote in &Ouml;sterreich ist u. a. auf die 2007 eingef&uuml;hrte Ausbildungsgarantie zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, die sp&auml;ter zur &bdquo;AusBildung bis 18&ldquo; erweitert wurde. Jugendliche sollen sich nach der Pflichtschule weiterbilden, um langfristig m&ouml;glichst gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt und eine gute Voraussetzung f&uuml;r ein selbstbestimmtes Leben zu haben (&bdquo;educate first&ldquo; statt &bdquo;work first&ldquo;). Wer keine Lehrstelle findet, kann eine Lehre in einer &uuml;berbetrieblichen Ausbildung machen&hellip;<br>\nK&uuml;rzung des AMS-F&ouml;rderbudgets<br>\nIm Rahmen einer K&uuml;rzung des gesamten AMS-F&ouml;rderbudget von 1,545 Mrd. Euro (2017) auf 1,251 Mrd. Euro (2019) wurde auch das Budget f&uuml;r die &uuml;berbetriebliche Lehrausbildung (&Uuml;BA) gek&uuml;rzt&hellip;<br>\nAbschieben statt Fachkr&auml;fte ausbilden<br>\nSeit dem Jahr 2012 gab es in &Ouml;sterreich f&uuml;r junge Asylwerber*innen unter 25 Jahren die M&ouml;glichkeit, unter strengen Voraussetzungen eine betriebliche Lehre in einem sogenannten Mangelberuf zu absolvieren&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/tuerkis-blaue-arbeitsmarktpolitik-fuer-jugendliche\/\">A&amp;W Blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Nur ein soziales Europa kann &uuml;berleben<\/strong><br>\nUm dauerhaft Frieden zu schaffen, brauchen wir eine sozial gerechtere EU, die bei den B&uuml;rger*innen Vertrauen genie&szlig;t und R&uuml;ckhalt hat. Gerade in Zeiten der Verunsicherung ist das unverzichtbar. Die Nationalstaaten allein sind verloren.<br>\n&ldquo;Ohne Frieden ist alles nichts&rdquo;, sagte Willy Brandt einmal. Besser l&auml;sst sich das Leitmotiv der Politikergeneration nach dem Zweiten Weltkrieg kaum umschreiben, die den europ&auml;ischen Einigungsprozess mit der Gr&uuml;ndung der Montanunion (Europ&auml;ische Gemeinschaft f&uuml;r Kohle und Stahl) 1951 auf den Weg bringen. Aus ihrer Sicht bot nur das Zusammenwachsen Europas dauerhaft Gew&auml;hr daf&uuml;r, dass sich die Katastrophen des 20. Jahrhunderts nicht wiederholen. Die Gr&uuml;ndungsidee der Europ&auml;ischen Union war: Gegen Faschismus und Krieg, f&uuml;r Demokratie und Frieden; gegen Armut und Arbeitslosigkeit, f&uuml;r sozialen Fortschritt und ein gutes Leben in Wohlstand.<br>\n(&hellip;) Wir erleben also die l&auml;ngste Friedensperiode in der Geschichte unseres Kontinents. F&uuml;r diese gro&szlig;artige Bilanz wurde die EU im Jahr 2012 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.<br>\nFreilich erfolgte die Preisverleihung zu einem Zeitpunkt, zu dem sich das soziale Fortschritts- und Friedensprojekt Europa in keiner guten Verfassung befand. So hatten die Europ&auml;er bei den Erweiterungsrunden untersch&auml;tzt, wie stark die Unterschiede in der &ouml;konomischen Integrationsf&auml;higkeit und politischen Integrationswilligkeit zwischen den Mitgliedstaaten zunehmen w&uuml;rden. Hinzu kamen und kommen die bis heute nicht korrigierten Webfehler der europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion mit ihrer Fixierung auf die Geldpolitik, durch die die dringend notwendige Koordinierung der Wirtschafts- und Finanzpolitik weitgehend au&szlig;en vor blieb. Schlie&szlig;lich zeigte sich bereits zum damaligen Zeitpunkt eine wachsende Neigung der Europ&auml;ischen Kommission, den Binnenmarkt durch einseitige Marktliberalisierung und Deregulierung zu verwirklichen. Nach und nach hat sich ein Wettbewerbsverst&auml;ndnis durchgesetzt, das Konkurrenzf&auml;higkeit vor allem an Lohn- und Lohnst&uuml;ckkosten festmacht und dadurch den Abwertungsdruck auf die Arbeits- und Sozialkosten in den Mitgliedstaaten drastisch erh&ouml;ht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++3b79b742-bcf4-11e9-8455-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ich schlie&szlig;e die Kanzlei<\/strong><br>\n&hellip;weil zu viele Gespr&auml;che mit Blicken voller Verzweiflung geendet haben. Zu viele meiner Mandantinnen und Mandanten wurden in Elend, Lebensgefahr und Not abgeschoben. Sie mussten unbeschreibliche Menschenrechtsverletzungen ertragen, in Afghanistan, im Iran, in Syrien, in Somalia und dann am Weg hierher, in Libyen, in der T&uuml;rkei, in Griechenland oder in Ungarn. Ihre Hoffnungslosigkeit und die Abneigung, die ihnen allerorts entgegenschl&auml;gt, wollen mir nicht aus dem Kopf gehen. Es sind mittlerweile zu viele F&auml;lle von Menschen, die keinen Zufluchtsort finden k&ouml;nnen, deren Anspruch auf Gew&auml;hrung von internationalem Schutz juristisch nicht durchgesetzt werden kann, weil es politisch nicht opportun ist. In zu vielen Gespr&auml;chen musste ich diesen Unwillen eines Rechtssystems, Rechte anzuerkennen, Menschen vermitteln, deren Existenz damit ins Wanken geriet. Dabei geriet nun meine Verbundenheit mit diesem Rechtssystem ins Wanken. Als Rechtsanwalt bin ich Teil davon. Das m&ouml;chte ich nicht mehr sein.<br>\n&hellip;weil ich nicht mehr st&auml;ndig mit dem Kopf gegen die Wand rennen will. In den vierzehn Jahren meiner juristisch-anwaltlichen Arbeit habe ich mich auf die Verfassung von Rechtsbehelfen an die H&ouml;chstgerichte spezialisiert. Ich habe jede Kritik angenommen, mich bem&uuml;ht zu lernen, ich kenne jede Rechtsprechungslinie in asylrechtlichen Fragen, bin mit allen Formalismen vertraut. Und dennoch &ndash; oder vielleicht auch: deshalb &ndash; werfen sie mir alles zur&uuml;ck. Meine Bilanz ist erschreckend. Der Verwaltungsgerichtshof hat in den Jahren seit 2015 so gut wie alle meine asylrechtlichen Revisionen zur&uuml;ckgewiesen. Bei den an den Verfassungsgerichtshof erhobenen Beschwerden sieht es nicht besser aus. Ich bin selbstbewusst und reflektiert genug, um zu wissen, dass es nicht an meinem juristischen Handwerkszeug liegen kann. Ich bin es aber auch leid, &uuml;ber die Ursache zu sinnieren. Ich mag nicht mehr&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ronald-fruehwirth.at\/shutdown.html\">Ronald Fr&uuml;hwirth<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ecuador: Haftbefehl gegen Ex-Pr&auml;sidenten Correa<\/strong><br>\nDas Oberste Gericht in Ecuador hat in der vergangenen Woche einem Antrag der Generalstaatsanwaltschaft stattgegeben und einen Haftbefehl gegen den Ex-Pr&auml;sidenten Ecuadors ausgesprochen. Ihm und weiteren 21 ehemaligen Funktion&auml;ren und Unternehmen wird illegale Wahlkampffinanzierung und Bestechung vorgeworfen. Dieser Justizkomplex, genannt &ldquo;Caso Verde&rdquo;, geht davon aus, dass Firmen illegalerweise der Partei Alianza Pais in der Regierungszeit Correas Gelder haben zukommen lassen. Diese sollen dann der Wahlkampffinanzierung gedient haben. Unter der F&uuml;hrung des Ex-Pr&auml;sidenten h&auml;tten die Beschuldigten eine kriminelle Vereinigung gebildet, so der Vorwurf.<br>\nNeben Correa, der in Belgien lebt und dem ehemalige Vize-Pr&auml;sidenten, Jorge Glas, der bereits seit &uuml;ber einem Jahr im Gef&auml;ngnis sitzt, erging der Haftbefehl gegen drei weitere Personen (Walter Sol&iacute;s, Vinicio Alvarado und Yamil Massuh), die sich wie Correa momentan im Ausland aufhalten. Polizei und Interpol sind aufgefordert, die Beschuldigten zu verhaften. Denjenigen, die sich in Ecuador befinden, wurde zur Auflage gemacht, das Land nicht zu verlassen und sich regelm&auml;&szlig;ig bei Gericht zu melden.<br>\nCorrea erkl&auml;rte bei Twitter und in einem Interview mit dem Fernsehsender Hispan TV, diese neuerlichen Vorw&uuml;rfe gegen ihn seien Teil einer politischen Verfolgung. Bisher h&auml;tte die Justiz weder die Vorw&uuml;rfe gegen ihn noch gegen Glas beweisen k&ouml;nnen. In diesem konkreten Fall geht es um den Vorwurf eines Kontos Correas &uuml;ber 6.000 US-Dollar. Correa erl&auml;uterte, dass dieses Geld aus freiwilligen Beitr&auml;gen von Mitgliedern von Alianza Pais stamme und an Leute gegeben worden sei, die in finanzielle Not geraten seien.<br>\nDer Anwalt Correas, Fausto Jarr&iacute;n, k&uuml;ndigte an, den Haftbefehl anzufechten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/08\/229951\/correa-ecuador-haftbefehl\">Amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&bdquo;Wir m&uuml;ssen uns selbst retten&ldquo;<\/strong><br>\nBlack Lives Matter und der Widerstand gegen Trump<br>\n(&hellip;) Doch der ungeheuerlichste Rassismus zeigte sich teilweise in den Handlungen der Trump-Regierung selbst&hellip;<br>\nAber all dies geschieht nicht in einem Vakuum, sondern zeitgleich mit dem Angriff auf die Lebensstandards von Arbeitern und Armen in den USA. Es wird begleitet von der dramatischsten Verm&ouml;gensumverteilung von den 99 zum einen Prozent seit zwei Generationen. Islamophobie und Rassismus gegen Einwanderer werden in zynischer Weise genutzt, um das erstaunliche US-Milit&auml;rbudget zu rechtfertigen, das dieses Jahr 717 Mrd. US-Dollar &uuml;berstieg. Der rassistisch aufgeladene Kriminalit&auml;tsdiskurs in den Vereinigten Staaten soll legitimieren, dass die Budgets der Polizeidienststellen im ganzen Land weiter aufgebl&auml;ht werden, w&auml;hrend das &ouml;ffentliche Sozialsystem mit weniger Mitteln mehr leisten muss.<br>\nEine Herausforderung f&uuml;r den Trumpismus<br>\nAuf diese Weise nutzt die politische Rechte also den Rassismus, um Arbeiter und Arme zu spalten. Das hat die soziale und wirtschaftliche Ungleichheit in den USA vertieft. Aber dies ist zugleich alles andere als eine einseitige Geschichte: Im vergangenen Jahr sind eine Reihe von bedeutsamen sozialen K&auml;mpfen in den USA ausgebrochen, beginnend mit den Lehrerstreiks, die von der Basis angef&uuml;hrt wurden und sich von West Virginia im Osten des Landes &uuml;ber Kentucky, Los Angeles und Denver bis nach Oakland an der Westk&uuml;ste ausgebreitet haben und die in immer weiteren Regionen aufflammen. Diese Streiks treffen ins Herz des Klassengegensatzes in den Vereinigten Staaten: Der Personalabbau im &ouml;ffentlichen Sektor, die erb&auml;rmlichen Arbeitsbedingungen in amerikanischen Schulen und die Verarmung von P&auml;dagogen resultieren daraus, dass St&auml;dte, Bundesstaaten und die Zentralregierung sich weigern, die Reichen so zu besteuern, wie es ihrem Verm&ouml;gen entspricht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2019\/august\/%C2%BBwir-muessen-uns-selbst-retten%C2%AB\">Bl&auml;tter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Lesenswert. Besonders f&uuml;r die, die glauben, dass der Kampf f&uuml;r individuelle Rechte und Freiheiten isoliert von der Sozialen und letztendlich damit auch der Eigentumsfrage, erfolgreich gef&uuml;hrt werden k&ouml;nnte. Alles h&auml;ngt mit Allem zusammen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Ein Foto mit dem Waisenkind: Trumps Tiefpunkt im Auftrag der Selbstinszenierung<\/strong><br>\nF&uuml;r ein Foto l&auml;sst der US-Pr&auml;sident ein Baby zur&uuml;ck ins Krankenhaus holen. Das markiert einen neuen Tiefpunkt. Doch auch der wird dem Pr&auml;sidenten nicht schaden.<br>\nNat&uuml;rlich besuchte Donald Trump in seiner Funktion als US-Pr&auml;sident die &Uuml;berlebenden des rechtsterroristischen Attentats in El Paso. Als Staatsoberhaupt der Vereinigten Staaten geh&ouml;rt das zu seinen Aufgaben. Es ist auch nur bedingt sein Versagen, dass von den acht immer noch im Krankenhaus liegenden Menschen drei nicht ansprechbar und die anderen f&uuml;nf nicht bereit waren f&uuml;r ein Foto mit Trump.<br>\nDoch was dann passierte, markiert einen neuen Tiefpunkt in der narzisstischen Selbstinszenierung, die Trump und sein Team seit nunmehr zweieinhalb Jahren veranstalten. Denn ein Foto wurde geschossen und von Melania Trump auf Twitter ver&ouml;ffentlicht. Auf dem Bild h&auml;lt die First Lady ein Baby im Arm, daneben steht Trump. Beide grinsen, Donald streckt dabei den Daumen hoch. Umrahmt sind die beiden von Tito Anchondo und mutma&szlig;lich seiner Frau. Die beiden sind Onkel und Tante des Babys und &uuml;berzeugte Republikaner. Die Eltern starben bei dem Anschlag, das Kind &uuml;berlebte, weil sich Mutter und Vater auf es warfen, um es vor den Kugeln des rassistischen Angreifers zu sch&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/meinung\/paso-donald-trump-laesst-baby-foto-zurueck-krankenhaus-holen-12905540.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Was macht eigentlich &hellip; Edward Snowden?<\/strong><br>\n(&hellip;) Snowden hat sich Moskau als Zufluchtsort nicht ausgesucht. Er strandete dort, als ihm die Amerikaner den Pass entzogen und er deshalb nach einer Zwischenlandung in Moskau nicht mehr weiterkonnte. Bis Anfang 2020 l&auml;uft seine aktuelle russische Aufenthaltsgenehmigung.<br>\nDie EU, die sich stolz &ldquo;Raum des Rechts, der Sicherheit und der Freiheit&rdquo; nennt, traute und traut sich nicht, Snowden irgendeinen Schutz angedeihen zu lassen; und Deutschland war in der Phalanx der Dr&uuml;ckeberger ganz vorne. Die deutsche Politik hatte erst Angst vor dem Amerika des Rechtsprofessors Barack Obama, jetzt hat sie Angst vor dem Amerika des Twitterw&uuml;stlings Donald Trump, der schon in seinem Wahlkampf angek&uuml;ndigt hat, dass auf Snowden die Todesstrafe warte.<br>\nEnde des politischen Phlegmas<br>\nVergeblich haben Snowdens Anw&auml;lte 2018 &ldquo;an die politischen F&uuml;hrer der EU-Staaten&rdquo; appelliert, den Whistleblower aufzunehmen. Snowden habe einen &ldquo;immensen Beitrag zum Schutz unserer Freiheiten&rdquo; geleistet und verdiene eine &ldquo;echte Zuflucht, ein Land der Freiheit, in dem er und seine Familie sicher und in Frieden leben k&ouml;nnen&rdquo;. Es gab keine nennenswerten Reaktionen. Snowdens Schicksal ist ein Exempel daf&uuml;r, wie die Worte der europ&auml;ischen Grundrechtecharta im Alltag versanden. Die europ&auml;ische Politik will daran nicht erinnert werden. Aber dieser schmerzhaften Erinnerung wird sie nicht entkommen: In K&uuml;rze kommt die Autobiographie Edward Snowdens auf den Markt&hellip;<br>\nSnowden &ndash; ein klassischer politischer Fl&uuml;chtling<br>\nDas bringt gewisse Schwierigkeiten mit sich; diese Schwierigkeiten sind nicht, wie ansonsten heute bei Fl&uuml;chtlingen, innen- und sozialpolitischer, sondern au&szlig;enpolitischer Art. Wer Snowden beherbergt, kriegt Probleme mit den USA&hellip;<br>\nVor f&uuml;nf Jahren hat der jetzige deutsche Au&szlig;enminister Heiko Maas (damals war er noch Justizminister) Snowden einen altklug-selbstgerechten Rat gegeben: Snowden sei ja jung, sein Leben noch lang, er k&ouml;nne doch nicht ewig irgendwo Asyl suchen. Also solle er doch einfach in die USA zur&uuml;ckkehren und sich dem Walten der US-Gewalten anvertrauen. Was soll man dazu sagen? Es ist das selbstverst&auml;ndliche Recht eines Fl&uuml;chtlings, Schutz zu suchen. Und es war und ist sonderbar, dass gerade ein Justizminister das geringsch&auml;tzt. Minister Maas verlangte von Snowden ein Vielfaches des Mutes, den er, Maas, selbst nicht aufbrachte, um sich f&uuml;r Sicherheit und Schutz f&uuml;r Snowden einzusetzen. Asyl f&uuml;r Snowden sei, so sagte Maas damals, zwar eine sympathische Vorstellung, aber eine ohne Substanz. Diese Aussage zeigte freilich nur, dass es dem an Substanz fehlt, der so daherredet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/prantl-snowden-eu-1.4560582\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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