{"id":54163,"date":"2019-08-15T08:48:31","date_gmt":"2019-08-15T06:48:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54163"},"modified":"2019-08-15T08:48:31","modified_gmt":"2019-08-15T06:48:31","slug":"hinweise-des-tages-3429","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54163","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54163#h01\">Das hat der Mindestlohn bislang gebracht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54163#h02\">Jenseits der sympathieheischenden Namens-Kapriolen des Gesetzgebers: Anmerkungen zur Ambivalenz der Kurzarbeit vor dem Hintergrund des angek&uuml;ndigten &bdquo;Arbeit-von-morgen&ldquo;-Gesetzes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54163#h03\">Massive Zukunftsinvestitionen notwendig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54163#h04\">Zahl der Sozialwohnungen geht erneut zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54163#h05\">Spekulanten den Boden entziehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54163#h06\">Kein Rabatt f&uuml;r Cum\/Cum-Abzocke!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54163#h07\">Entlastung bei Pflegekosten: &bdquo;Die gr&ouml;&szlig;te Pfleges&auml;ule wird au&szlig;en vorgelassen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54163#h08\">Entsch&auml;digung von Holocaust&uuml;berlebenden: Der lange Kampf um Wiedergutmachung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54163#h09\">Amoklauf ohne Waffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54163#h10\">Survival: Folgen nicht F&uuml;hren &ndash; Die Bundeswehr mit neuer YouTube-Serie auf Rekrutenjagd<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54163#h11\">Demokratie? Sch&ouml;n w&auml;r&rsquo;s!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54163#h12\">China weist US-Kritik gegen Hongkonger Polizei zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54163#h13\">Der transpazifische Kalte Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54163#h14\">Gal&aacute;pagos: vom Weltnaturerbe zum Flugzeugtr&auml;ger der USA?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54163#h15\">Das Letzte: Schiffe, Panzer, gern! Oder doch lieber Kitas? &ndash; Die Mythen der deutschen Zwei-Prozent-Debatte<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das hat der Mindestlohn bislang gebracht<\/strong><br>\nWas haben die Kritiker vor dem Start des gesetzlichen Mindestlohns geunkt. Bis zu 900.000 Arbeitslose prophezeite damals Hans-Werner Sinn, einer der profiliertesten deutschen &Ouml;konomen. Nachdem 2015 der Mindestlohn von damals 8,50 Euro pro Stunde eingef&uuml;hrt wurde, passierte jedoch nichts dergleichen &ndash; im Gegenteil: die Besch&auml;ftigung explodierte, auch und gerade in den unteren Lohngruppen. F&uuml;nf Millionen Erwerbst&auml;tige und drei Millionen sozialversicherungspflichtige Jobs z&auml;hlt Deutschland heute mehr als damals. Die Stundenl&ouml;hne unterer Einkommensgruppen machten einen Sprung nach oben.<br>\nFast f&uuml;nf Jahre nach Einf&uuml;hrung des Mindestlohns f&auml;llt die Bilanz der Fachleute durchweg positiv aus, die Kassandrarufe sind verhallt. &bdquo;Wir &Ouml;konomen mussten eingestehen, dass unsere Prognosen komplett falsch waren. Unsere Warnungen waren &uuml;berzogen&ldquo;, sagt der K&ouml;lner Arbeitsmarktexperte Alexander Spermann. Das gl&uuml;ckliche Deutschland habe mit dem Zeitpunkt des Mindestlohnstarts mehr zuf&auml;llig ein &bdquo;perfektes Timing&ldquo; gehabt: 2015 fiel in die Mitte eines fast zehnj&auml;hrigen Konjunkturaufschwungs, der Mindestlohn konnte die steigende Nachfrage nach Arbeitskr&auml;ften nicht bremsen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.general-anzeiger-bonn.de\/news\/politik\/deutschland\/Das-hat-der-Mindestlohn-bislang-gebracht-article4164975.html\">Bonner Generalanzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Erst kommt das Eingest&auml;ndnis, mit der Prognose &uuml;ber die volkswirtschaftlichen Auswirkungen des Mindestlohns vollkommen daneben gelegen zu haben, um dann aber doch wieder die Behauptung aufzustellen, wonach der Mindestlohn die steigende Nachfrage nach Arbeitskr&auml;ften nicht habe bremsen k&ouml;nnen. Warum sollte er das auch? Es gibt doch einen Zusammenhang zwischen den L&ouml;hnen und der Konjunktur. Von h&ouml;heren L&ouml;hnen k&ouml;nnen sich die Menschen mehr leisten, was die Unternehmen wiederum als steigende Nachfrage sp&uuml;ren. Sie m&uuml;ssen also mehr produzieren und brauchen daf&uuml;r auch mehr Personal. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jenseits der sympathieheischenden Namens-Kapriolen des Gesetzgebers: Anmerkungen zur Ambivalenz der Kurzarbeit vor dem Hintergrund des angek&uuml;ndigten &bdquo;Arbeit-von-morgen&ldquo;-Gesetzes<\/strong><br>\nDer eine oder andere wird denken: Wie man es macht, ist es falsch. Fr&uuml;her wurden die staubtrockenen Juristen der Ministerialb&uuml;rokratie kritisiert f&uuml;r die technokratischen Wortunget&uuml;me, mit denen sie ihre Gesetzesvorlagen &uuml;berschrieben haben. Dann haben wie in den meisten anderen Bereichen des menschlichen Daseins die Betriebswirte und von ihnen die Fraktion der Marketingleute Einzug gehalten in die heiligen Hallen der Gesetzgebung und seitdem werden wir zunehmend begl&uuml;ckt mit Namens-Kapriolen, denen man &ndash; wenn es nicht so ein ernstes Thema w&auml;re &ndash; einen gewissen Unterhaltungswert zuschreiben k&ouml;nnte: Das &bdquo;Gute-Kita-Gesetz&ldquo; ist so ein Beispiel, gleichsam abgerundet durch das &bdquo;Starke-Familien-Gesetz&ldquo;, beide von der Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD). Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) l&auml;sst sich nicht lumpen beim Framing-Wettbewerb mit seinem &bdquo;Faire-Kassenwahl-Gesetz&ldquo;. Und selbst der Horst Seehofer (CSU) begl&uuml;ckt uns mit einem &bdquo;Geordnete-R&uuml;ckkehr-Gesetz&ldquo;. Da will der Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) nicht in die zweite Liga fallen und k&uuml;ndigt ein &bdquo;Respekt-Rente-Gesetz&ldquo; an &ndash; und nun ein &bdquo;Arbeit-von-morgen-Gesetz&ldquo;, wobei er hier doch erkennbar schw&auml;chelt, denn nach der sozialdemokratischen Verlautbarungslogik m&uuml;sste es eigentlich hei&szlig;en: &bdquo;Gute-Arbeit-von-morgen-Gesetz&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2019\/08\/14\/ambivalenz-der-kurzarbeit\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Massive Zukunftsinvestitionen notwendig<\/strong><br>\n&bdquo;Die Abschw&auml;chung der deutschen Wirtschaftsleistung zeigt deutlich, dass die Binnennachfrage weiter gest&auml;rkt werden muss. Es sind massive &ouml;ffentliche Investitionen notwendig und bei den gegenw&auml;rtigen Null-Zinsen auch ohne zus&auml;tzliche Kosten f&uuml;r den Staat m&ouml;glich. Die Schuldenbremse ist in Zeiten der digitalen Umw&auml;lzung und des Klimawandels absoluter Unfug und gef&auml;hrdet die Zukunft k&uuml;nftiger Generationen. Wir brauchen eine durchdachte Industriestrategie, die den sozial-&ouml;kologischen Umbau unseres Wirtschaftssystems umsetzt und so die Zukunftschancen der n&auml;chsten Generationen sichert&ldquo;, erkl&auml;rt Klaus Ernst, Vorsitzender des Bundestagsausschusses f&uuml;r Wirtschaft und Energie und wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die aktuellen Wirtschaftszahlen des Statistischen Bundesamtes. Ernst weiter:<br>\n&bdquo;Das exorbitant wachsende Verm&ouml;gen des reichsten einen Prozents der Bev&ouml;lkerung muss zur Bew&auml;ltigung der vor uns stehenden Aufgaben herangezogen werden. Durch zus&auml;tzliche Besteuerung genau dieser Gruppe und international t&auml;tiger Unternehmen kann ein Teil der Mittel generiert werden, die gebraucht werden, um unsere Wirtschaft Richtung Klimaneutralit&auml;t umzugestalten und unseren Wohlstand zu erhalten. Im &Uuml;brigen w&auml;re das auch ein Beitrag, um der weiter voranschreitenden Ungleichheit in Deutschland entgegenzuwirken.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/massive-zukunftsinvestitionen-notwendig\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Ifo &ndash; Neue US-Z&ouml;lle auf China-Importe br&auml;chten Vorteile f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nDie von Pr&auml;sident Donald Trump angedrohten zus&auml;tzlichen Z&ouml;lle auf Importe aus China k&ouml;nnen dem Ifo-Institut zufolge den USA, Europa und Deutschland moderate Vorteile verschaffen.<br>\nDurch etwaige chinesische Gegenz&ouml;lle k&ouml;nnte sich der US-Gewinn allerdings in einen Nachteil verkehren, w&auml;hrend der Nutzen f&uuml;r Deutschland und die EU sich noch vergr&ouml;&szlig;ern w&uuml;rde, hei&szlig;t es in den am Dienstag ver&ouml;ffentlichten Berechnungen der M&uuml;nchner Forscher. &ldquo;Die EU-Staaten k&ouml;nnten bei zus&auml;tzlichen US-Z&ouml;llen auf China-Importe mehr in die USA exportieren, wenn chinesische Exporte wegfallen&rdquo;, erl&auml;uterte Ifo-Pr&auml;sident Clemens Fuest.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.reuters.com\/article\/usa-z-lle-ifo-idDEKCN1V30GK\">Reuters<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Exportieren, exportieren, exportieren! Etwas anderes scheint es im Denken deutscher &Ouml;konomen nicht zu geben. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Zahl der Sozialwohnungen geht erneut zur&uuml;ck<\/strong><br>\nSt&auml;dte und Kommunen bekommen den Wohnungsmangel nicht in den Griff. Das ist besonders f&uuml;r einkommensschwache Familien ein Problem, denn gleichzeitig fallen immer mehr Wohnungen aus der Sozialbindung.<br>\nDer Bestand an Sozialwohnungen in Deutschland schrumpft weiter. Bis zum Jahresende 2018 ging die Zahl der Sozialwohnungen im Vergleich zum Vorjahr um fast 42.500 zur&uuml;ck, ein Minus von 3,5 Prozent. Das geht aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage aus der Linksfraktion hervor. Insgesamt wurden zum Jahreswechsel fast 1,18 Millionen Sozialwohnungen in Deutschland vermietet.<br>\nBei diesen Wohnungen sind die Mieten staatlich reguliert und dadurch vergleichsweise niedrig. Sie sind gedacht f&uuml;r B&uuml;rger, die soziale Unterst&uuml;tzung ben&ouml;tigen. Zentrales Kriterium ist das Haushaltseinkommen &ndash; allerdings sind die Einkommensgrenzen von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich. In der Regel d&uuml;rfen die Mieter auch dann in der Sozialwohnung bleiben, wenn sie nach einiger Zeit mehr verdienen.<br>\nSozialwohnungen bleiben aber nicht ewig Sozialwohnungen. Nach &uuml;blicherweise 30 Jahren fallen sie aus der Bindung und k&ouml;nnen normal am Markt vermietet werden. In den vergangenen 15 Jahren hat sich ihre Zahl etwa halbiert. Inzwischen werden mit staatlicher F&ouml;rderung zwar wieder vermehrt Sozialwohnungen gebaut &ndash; doch das reicht bei weitem nicht, um die Gesamtzahl konstant zu halten. Allein im vergangenen Jahr fielen der Statistik zufolge bundesweit rund 70.000 Sozialwohnungen aus der Bindung, etwa 27.000 wurden neu gebaut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/deutschland-zahl-der-sozialwohnungen-geht-erneut-zurueck-a-1281817.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die katastrophale Situation auf dem Wohnungsmarkt spitzt sich weiter zu. Die Reaktion der Politik, der Regierungskoalition, au&szlig;er hei&szlig;er Luft, bisher keine. Ein L&ouml;sungsansatz steht seit Jahren zur Diskussion, die Wiedereinf&uuml;hrung, der, durch die Kohl-Regierung abgeschafften Gemeinn&uuml;tzigkeit beim Wohnungsbau. Und nun eine sicher ungern geh&ouml;rte Frage: Kommt hier die Klimadiskussion den politisch Verantwortlichen nicht gerade recht? Auch bei anderen dr&auml;ngenden politischen Themen?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Bestand an Sozialwohnungen sinkt weiter deutlich<\/strong><br>\n&bdquo;Der Bund muss ein Rettungsprogramm f&uuml;r den Sozialen Wohnungsbau auflegen. Es braucht endlich mehr Mittel f&uuml;r den Sozialen Wohnungsbau. Statt der geplanten Absenkung der Gro&szlig;en Koalition auf nur 1 Milliarde Euro, braucht es ein &ouml;ffentliches Wohnnungsbauprogramm in H&ouml;he von 10 Milliarden Euro f&uuml;r 250.000 neue Sozialwohnungen pro Jahr. Einmal gef&ouml;rderte Sozialwohnungen m&uuml;ssen k&uuml;nftig immer Sozialwohnungen bleiben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.caren-lay.de\/de\/article\/1460.bestand-an-sozialwohnungen-sinkt-weiter-deutlich.html%20\">Caren Lay (MdB, die Linke)<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Spekulanten den Boden entziehen<\/strong><br>\nEin Quadratmeter ist nicht gleich ein Quadratmeter: Der Boden steigt im Wert, wo eine Stadt attraktiver wird. Es war nicht immer selbstverst&auml;ndlich, dass davon nur Spekulanten profitieren. Mit der Weimarer Verfassung k&uuml;mmerte sich vor 100 Jahren erstmals der Staat um bezahlbaren Wohnraum. Doch zentrale Forderungen blieben unerf&uuml;llt. [&hellip;]<br>\nDer gro&szlig;e Durchbruch kam dagegen 1924 mit der Hauszinssteuer. Sie wurde auf Einnahmen aus Grundeigentum erhoben, da Grundbesitzer als einzige von der Inflation nicht betroffen waren. Die Steuer trug wesentlich dazu bei, dass in Stuttgart von 1925 bis 1930 insgesamt 5650 st&auml;dtische Wohnungen entstanden und nochmal so viele genossenschaftliche und private Wohnbauten gef&ouml;rdert wurden. Sie war die wesentliche Finanzierungsgrundlage des &ldquo;Neuen Frankfurt&rdquo; und der Berliner Weltkulturerbe-Siedlungen, also der gr&ouml;&szlig;ten Wohnbauprogramme der Weimarer Republik. Hier, und nicht am Bauhaus, das erst relativ sp&auml;t, ab 1927, mit Hannes Meyer auf den Zug aufsprang, entstanden die Grundlagen der schmucklosen modernen Architektur.<br>\nDas Ende des sehr erfolgreichen Finanzierungsmodells kam mit der Weltwirtschaftskrise. Die Nationalsozialisten griffen die Idee der l&auml;ndlichen Kleinsiedlungen auf, die gut in ihre Blut-und-Boden-Ideologie passten. Von der Bodenreformbewegung blieb dagegen nur wenig &uuml;brig. Zwar hatte es immer auch v&ouml;lkische, ebenso aber auch j&uuml;dische Bodenreformer gegeben wie Michael Fl&uuml;rscheim oder Franz Oppenheimer. Die Nazis wollten nicht enteignen, sie setzten auf &ldquo;Reichserbh&ouml;fe&rdquo;, die dauerhaft im Besitz der Bauern bleiben sollten. Der Deutsche Bund f&uuml;r Bodenreform passte sich an. Adolf Damaschke starb 1935.<br>\nHeute verbindet sich der Begriff der Bodenreform eher mit der Erinnerung an die Enteignung von Gro&szlig;grundbesitzern in der DDR, deren Erben nach der Wende versuchten, ihr Land zur&uuml;ckzuerhalten. Das Reichsheimst&auml;ttengesetz wurde 1993 aufgehoben. Eine staatliche &Uuml;berwachung, die Missbrauch in der Verwertung von Grund und Boden verhindert, sucht man in der gegenw&auml;rtigen Gesetzgebung vergeben. Dabei ist Grund und Boden noch immer ein begrenztes Gut. Wo die Nachfrage steigt, machen Immobilienspekulanten Gewinne und die Mieten schie&szlig;en durch die Decke &ndash; wie es Henry George schon 1881 beobachtet hat.<br>\nMit der Grundsteuerreform b&ouml;te sich eine Gelegenheit, hier gegenzusteuern. Doch selbst zu einer Bodenwertsteuer, die hinter Georges &ldquo;Single Tax&rdquo; weit zur&uuml;ckbleibt, konnte sich die Politik bisher nicht durchringen. Noch immer ist Grundbesitz eine heilige Kuh und die Haus- und Grundbesitzer schreien Zeter und Mordio, wenn jemand versucht, daran auch nur ein Jota zu &auml;ndern. Da war die Weimarer Republik bereits weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/zeitgeschehen\/437\/spekulanten-den-boden-entziehen-6121.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kein Rabatt f&uuml;r Cum\/Cum-Abzocke!<\/strong><br>\nCum\/Cum-Gestaltungen haben in Deutschland laut Berechnungen von Experten einen Schaden von knapp 25 Milliarden Euro angerichtet. Anders als Cum\/Ex-Gesch&auml;fte werden die F&auml;lle nicht als Straftaten, sondern lediglich als Steuergestaltungen ermittelt. Die Landesfinanzbeh&ouml;rden haben bisher 104 F&auml;lle aufgegriffen. Trotz der m&ouml;glichweise immensen Sch&auml;den f&uuml;r die Allgemeinheit verf&uuml;gt die Bundesregierung &uuml;ber keinen &Uuml;berblick im Rahmen der laufenden Ermittlungen hinsichtlich Steuerausf&auml;lle oder m&ouml;glicher Verj&auml;hrungen. Das zeigen die Antworten der Bundesregierung (PDF) auf eine Kleine Anfrage von Fabio De Masi. Auch geht das Finanzministerium davon aus, dass Cum\/Cum-Gesch&auml;fte in Deutschland nicht mehr m&ouml;glich seien, obwohl Experten dies anders einsch&auml;tzen.<br>\nDie Bankenaufsicht BaFin verf&uuml;gt &uuml;ber Daten einzelner Institute, die R&uuml;ckstellungen in H&ouml;he von 273 Millionen Euro wegen m&ouml;glicher Straf- und Steuernachzahlungen vorgenommen haben. Insgesamt sch&auml;tzt die Aufsicht die Gesamtkosten aus Cum\/Cum-Gesch&auml;ften f&uuml;r den Finanzsektor in Deutschland auf 610 Millionen Euro &ndash; eine hohe Summe f&uuml;r teilweise beteiligte kleine Institute, aber nur ein Bruchteil des vermuteten Gesamtschadens. Betroffen sind im erheblichen Ma&szlig; auch &ouml;ffentlich-rechtliche Banken. Dies steht in eklatantem Widerspruch zu deren gesetzlicher Gemeinwohl-Orientierung.<br>\nEin systematischer Austausch zwischen Finanzaufsicht und Steuerbeh&ouml;rden findet bei der Cum\/Cum-Aufarbeitung nicht statt. Die M&ouml;glichkeiten der BaFin, bei der Aufdeckung von Steuertricks zu unterst&uuml;tzen, werden somit weiter unzureichend genutzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/kein-rabatt-fuer-cumcum-abzocke\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Entlastung bei Pflegekosten: &bdquo;Die gr&ouml;&szlig;te Pfleges&auml;ule wird au&szlig;en vorgelassen&ldquo;<\/strong><br>\n76 Prozent aller Pflegebed&uuml;rftigen werden zu Hause betreut. Die geplante finanzielle Entlastung f&uuml;r die Pflege im Heim bringt den Angeh&ouml;rigen dieser Pflegebed&uuml;rftigen also nichts, sagt Susanne Hallermann von der Interessensvertretung &bdquo;Wir pflegen&ldquo; im Dlf. Dabei drohe gerade ihnen der finanzielle Abstieg. [&hellip;]<br>\nWenn man sagt: Pflege ist mir was wert, Pflege ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe, sind die Kommunen in der Pflicht. Das wurde damals schon so festgelegt. Und die Kommunen haben auch etwas Entlastung, dadurch dass sie diese ganzen Antr&auml;ge nicht mehr bearbeiten. Dass jetzt mehr Menschen ins Heim gehen, glaube ich nicht, denn das ist ein kleiner Teil. Also jeder sollte die Wahl haben, m&ouml;chte ich ins Heim oder m&ouml;chte ich von meinen Lieben gepflegt werden. Aber der Wunsch ist ja nach wie vor bei &uuml;ber 90 Prozent der Menschen, dass es so lange wie es geht, zuhause m&ouml;glich ist &ndash; und da geh&ouml;ren die Gelder hin. Also wenn man sagt, &uuml;ber 76 Prozent der Menschen werden zuhause gepflegt, dann m&uuml;sste ich auch &uuml;ber 76 Prozent der Gelder in dieses famili&auml;re System stecken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/entlastung-bei-pflegekosten-die-groesste-pflegesaeule-wird.769.de.html?dram:article_id=456312\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Entsch&auml;digung von Holocaust&uuml;berlebenden: Der lange Kampf um Wiedergutmachung<\/strong><br>\nDie Bundesrepublik gilt als Musterland in Sachen Vergangenheitsaufarbeitung. Dabei ist die Geschichte der Entsch&auml;digungsleistungen an Holocaust-&Uuml;berlebende kein Ruhmesblatt: Der Weg dorthin ist f&uuml;r Betroffene steinig und belastend &ndash; bis heute. [&hellip;]<br>\nEs sind keine freiwilligen Gaben der deutschen Bundesregierung, sondern m&uuml;hsam ausgehandelte Vereinbarungen! Selbst wenn sie heute schon &uuml;ber 80 und 90 Jahre alt sind, m&uuml;ssen die Opfer immer noch mit der deutschen B&uuml;rokratie k&auml;mpfen. Etwa wenn sie bei zunehmenden Beschwerden einen so genannten Verschlimmerungs-Antrag stellen, wei&szlig; Psychiater Auerbach:<br>\n&bdquo;Viele hatten das Gef&uuml;hl, wenn sie ihren Verschlimmerungsantrag eingereicht hatten, dass sie nachweisen mussten, dass das wirklich Folgeerscheinungen von der Nazi-Verfolgung waren, das war f&uuml;r viele sehr sehr belastend. Das sehr strikt B&uuml;rokratische. Es gab Fristen, die man einhalten musste und wenn man die nicht eingehalten hat und zu sp&auml;t eingereicht hat, war es dann zu sp&auml;t. Und ein Teil hat wirklich Angst einen Brief auf Deutsch zu bekommen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/entschaedigung-von-holocaustueberlebenden-der-lange-kampf.976.de.html?dram:article_id=456254\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Amoklauf ohne Waffen<\/strong><br>\nRoberto J. De Lapuente : Die US-Demokraten macht es sich zu leicht, Trump die Schuld f&uuml;r El Paso und Dayton zu geben [&hellip;]<br>\nAuch wenn man nat&uuml;rlich die Ablehnung Trumps und seiner &raquo;Werte&laquo; nachvollziehen kann: Das demokratische Amerika macht es sich mittlerweile viel zu einfach. Es hat f&uuml;r sich entdeckt, dass der Vorwurf an Trump, alleine f&uuml;r den Niedergang des Landes verantwortlich zu sein, eine Art Abgrenzungsstrategie zu einer Entwicklung ist, die schon weit vor dem aktuellen Pr&auml;sidenten existierte &ndash; und an der die Demokraten mindestens so beteiligt waren wie die Republikaner. Indem man so tut, als sei der US-Pr&auml;sident das Einfalltor des B&ouml;sen in eine vormals gute US-amerikanische Welt, gelingt es offenbar, sich als Gegenentwurf zu ihm zu stilisieren.<br>\nDoch Trump ist kein Unfall der Geschichte. Er ist die bittere Konsequenz einer Politik, die sich schon lange von den Menschen im Land verabschiedet hat und die sich in einer arroganten, abgehobenen Parallelgesellschaft &uuml;ber die Interessen der Vielen hinwegsetzte. Sie hat &uuml;ber Jahrzehnte f&uuml;r das Big Business gewirkt und vor allem kleine Leute dabei verprellt &ndash; und das parteien&uuml;bergreifend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1124294.donald-trump-amoklauf-ohne-waffen.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Survival: Folgen nicht F&uuml;hren &ndash; Die Bundeswehr mit neuer YouTube-Serie auf Rekrutenjagd<\/strong><br>\nVon gegenw&auml;rtig ca. 180.000 SoldatInnen soll die Bundeswehr auf 203.000 im Jahr 2025 anwachsen. Eine besonders herausgehobene Rolle f&uuml;r die Rekrutierung all dieser jungen Menschen spielen aufw&auml;ndig produzierte YouTube-Serien der Bundeswehr wie die neue Serie &bdquo;Survival&ldquo;. Trotz ihrer oberfl&auml;chlichen Politiklosigkeit sind diese Bundeswehrserien Propagandamaterial mit definierten politischen Zielen und hochpolitischen Inhalten.<br>\nVon gegenw&auml;rtig ca. 180.000 SoldatInnen soll die Bundeswehr auf 203.000 im Jahr 2025 anwachsen. Doch auch bundeswehrnahe Stimmen sind skeptisch, ob es sich dabei um ein realistisches Ziel handelt. Bereits im Januar 2019 berichtete Spiegel Online: &bdquo;Die Bundeswehr hat zu wenig Soldaten, und die Truppe ist &uuml;beraltert, sie braucht Nachwuchs. Doch diesen f&uuml;r sich zu gewinnen, d&uuml;rfte in Zukunft noch schwieriger werden, als bislang bekannt. Wie &sbquo;Bild am Sonntag&lsquo; (&sbquo;BamS&lsquo;) unter Berufung auf interne Papiere des Verteidigungsministeriums berichtet, rechnet die Bundeswehr damit, dass 2020 von 760.000 Schulabg&auml;ngerInnen nur die H&auml;lfte f&uuml;r die Armee geeignet ist. Der Rest habe entweder keinen deutschen Pass, bringe nicht die n&ouml;tige sportliche Fitness mit oder lehne das Milit&auml;r grunds&auml;tzlich ab. Von den &uuml;brigbleibenden jungen Menschen m&uuml;sste sich unter dem Strich jeder Vierte bei der Armee bewerben, damit diese ihren Bedarf decken kann.&ldquo;<br>\nIn jedem Fall muss die Truppe ihre Rekrutierungsbem&uuml;hungen erheblich intensivieren &ndash; und ein Mittel spielt hierbei eine besonders herausgehobene Rolle. Hierzu schreibt der Deutschlandfunk: &bdquo;Die Bundeswehr k&auml;mpft um Nachwuchs. Ohne YouTube-Serien, so die Verteidigungsministerin, geht da gar nichts!&ldquo; Solche YouTube-Serien sind tats&auml;chlich zu einem Kernelement der Rekrutierungsanstrengungen der Bundeswehr geworden. Seit Oktober 2016, als die erste Serie dieser Art online ging, hat die Bundeswehr sechs weitere Reihen ver&ouml;ffentlicht. Im April 2019 kam die siebte Serie &bdquo;Survival &ndash; 7 Offiziere. Eine Mission&rdquo; dazu. &bdquo;Survival&ldquo; ist ein Multimedia-Projekt. Haupts&auml;chlich erschien die Serie auf der Video-Plattform YouTube, wird aber auch durch andere Anbieter verbreitet. So kann man auf Instagram zum Beispiel den SoldatInnen aus der Serie folgen, und auch auf Snapchat und Spotify erschienen Ausschnitte. An den Serien der Bundeswehr kommt man als Nutzer sozialer Medien kaum vorbei, wobei &bdquo;Survival&ldquo;, sowohl &auml;sthetisch als auch was die Ausrichtung auf die Zielgruppe anbelangt, ein wenig neue Wege einschl&auml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-08-14\/survival-folgen-nicht-fuehren-die-bundeswehr-mit-neuer-youtube-serie-auf-rekrutenjagd\/\">Justice Now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Demokratie? Sch&ouml;n w&auml;r&rsquo;s!<\/strong><br>\nWeniger als die H&auml;lfte der Deutschen ist noch zufrieden mit dem Funktionieren unserer &bdquo;Demokratie&ldquo;, n&auml;mlich 47 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine repr&auml;sentative Umfrage von Infratest Dimap.<br>\nWenig &uuml;berraschend: Je mehr Geld jemand hat, desto zufriedener ist er. So finden Befragte aus der oberen Mittel- und der Oberschicht zu 57,5 Prozent, dass unsere &bdquo;Demokratie&ldquo; gut funktioniert. F&uuml;r sie wird ja auch Politik gemacht. Bei den Arbeitern und Geringverdienern dagegen sind weniger als ein Drittel zufrieden. Kein Wunder, denn die Entscheidungen, die die Volksvertreter von CDU, CSU, SPD, FDP und Gr&uuml;nen im Bundestag in den vergangenen Jahren getroffen haben &ndash; etwa die Agenda 2010, der gr&ouml;&szlig;te Sozialabbau nach dem Kriege (FAZ) &ndash; haben ihre Lebensbedingungen erheblich verschlechtert. F&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne, h&ouml;here Renten und bessere soziale Leistungen, f&uuml;r eine Politik f&uuml;r die gro&szlig;e Mehrheit der deutschen Bev&ouml;lkerung also, finden sich keine Mehrheiten im Bundestag. Demokratie?<br>\nAber wenn Banken Milliarden in den Rachen geworfen werden sollen und immer weiter aufger&uuml;stet wird, heben die braven Parlamentarier von CDU, CSU, SPD, FDP und Gr&uuml;nen immer die Hand. Kein Wunder, dass 42 Prozent der Befragten sagen, am besten sei es, wenn die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in regelm&auml;&szlig;igen Volksentscheiden Gesetze verabschiedeten. Im Parlament k&ouml;nnen sich die oberen Zehntausend mit Wohltaten und Parteispenden die notwendigen Mehrheiten sichern. Das ganze Volk aber kann man nicht kaufen.<br>\nDemokratie hei&szlig;t eine Gesellschaft, in der sich die Interessen der Mehrheit durchsetzen, sagte der griechische Staatsmann Perikles. Die Interessen der Mehrheit setzen sich bei uns aber schon lange nicht mehr durch. Millionen Menschen leben in Armut, 40 Prozent haben heute weniger Geld als Ende der Neunziger Jahre. Die 45 reichsten Haushalte &bdquo;besitzen&ldquo; so viel, wie die &auml;rmere H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung. Lobbyisten schreiben flei&szlig;ig an Gesetzestexten mit, Konzerne halten sich Parteien mit Spenden bei Laune. Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, dass immer noch 47 Prozent zufrieden sind mit dem Funktionieren unserer &bdquo;Demokratie&ldquo;.<br>\nDas Ganze hat System. Wie sagte einst James Madison, der sp&auml;tere US-Pr&auml;sident, der gro&szlig;e Teile der US-Verfassung geschrieben und das parlamentarische System der USA mit aus der Taufe gehoben hat? &bdquo;Die vorrangige Funktion einer Regierung ist es, die Minderheit der Reichen vor der Mehrheit der Armen zu sch&uuml;tzen.&ldquo; Und wie man sieht, sind parlamentarische Regierungen damit nicht nur in den USA, sondern in der ganzen Welt sehr erfolgreich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2461771380550981\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>China weist US-Kritik gegen Hongkonger Polizei zur&uuml;ck<\/strong><br>\nMit ihrer Verhaltensweise, die Tatsachen zu verdrehen, seien die USA nur darauf aus, die Welt ins Chaos zu st&uuml;rzen. Dies erkl&auml;rte die Sprecherin des chinesischen Au&szlig;enministeriums, Hua Chunying, am Dienstag als Reaktion auf die Kritik mehrerer US-Spitzenpolitiker bez&uuml;glich der Situation in Hongkong. Diese Kritiker, zu denen auch Nancy Pelosi, Pr&auml;sidentin des US-Repr&auml;sentantenhauses z&auml;hlt, hatten der Hongkonger Polizei vorgeworfen, mit Gewalt die Demonstranten zu unterdr&uuml;cken. Auch die chinesische Zentralregierung habe die Demokratie und Freiheit in Hongkong zersetzt, hie&szlig; es.<br>\nDazu erkl&auml;rte Hua Chunying, die genannten US-Parlamentarier h&auml;tten die gewaltt&auml;tigen Verbrechen als Kampf um Menschenrechte und Freiheit verherrlicht und die gesetzm&auml;&szlig;igen Aktionen der Hongkonger Polizei zur Bek&auml;mpfung der Kriminalit&auml;t und zur Wahrung der gesellschaftlichen Ordnung als gewaltt&auml;tige Unterdr&uuml;ckung verzerrt dargestellt. Die Sprecherin des Au&szlig;enministeriums sagte zudem, dass diese US-Politiker Einwohner in Hongkong angestiftet h&auml;tten, sich der Hongkonger Regierung und der chinesischen Zentralregierung zu widersetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3185\/2019\/08\/14\/1s297135.htm\">CRI online<\/a>\n<p><strong>dazu: Fremde Eingriffe in Hongkong werden nicht geduldet<\/strong><br>\nUrsprung der nun immer gewaltt&auml;tiger werdenden Aktionen waren die Proteste gegen das Vorhaben der Hongkonger Regierung zur Revidierung des Auslieferungsgesetzes im Juni gewesen. Bereits damals hatte der ehemalige britische Au&szlig;enminister Jeremy Hunt zum Beispiel offen Stellung pro Protestler bezogen.<br>\nEs folgten dann die Treffen zwischen US-Spitzenpolitikern und den Unruhestiftern in Hongkong und damit die skrupellose Zuschaustellung einer sch&auml;bigen Doppel-Moral. Es wurden einerseits die Gewalttaten mit friedlichen Demonstrationen gleichgesetzt und auch noch verherrlicht, andererseits aber die aufrechten Ma&szlig;nahmen der Hongkonger Regierung und Polizei zur Verteidigung der Rechtstaatlichkeit und Gesellschaftsordnung als unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig verleumdet. Die chinesische Zentralregierung habe die Freiheit und Interessen Hongkongs zersetzt, hie&szlig; es sogar.<br>\nFremde Kr&auml;fte werden immer aktiver in Hongkong: Der britische Au&szlig;enminister Dominic Raab rief die Chefadministratorin Hongkongs, Carrie Lam, direkt an und &uuml;bte unverhohlen Druck aus. Im Internet haben sich Fotos viral verbreitet, die zeigten, wie Beamte des US-Konsulats in Hongkong und Anf&uuml;hrer separatistischer Organisationen zu Gespr&auml;chen zusammenkamen. Allerdings wurde diese Art der Einmischung in die Angelegenheiten anderer L&auml;nder vom US-Kongress auch noch begr&uuml;&szlig;t. Das ist schamlos und die Abkehr von jeder Diplomatie und jedem Respekt vor der Souver&auml;nit&auml;t anderer L&auml;nder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3185\/2019\/08\/14\/1s297147.htm\">CRI online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Zu vermuten oder &ndash; etwas vorsichtiger formuliert &ndash; zu bef&uuml;rchten ist, dass die USA und andere, mit ihnen verb&uuml;ndete Staaten mehr Einfluss auf die Gewalttaten in Hongkong haben als bislang angenommen. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53844#h17\">Kritik an Hongkong &ndash; Der alte Trick der Doppelmoral zieht nicht mehr<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54128#h14\">Hong Kong<\/a>. Leider liefern auch hierbei wesentliche westliche Medien keine gute Qualit&auml;t ab, sondern berichten ganz im Sinne der &ouml;konomisch und politisch herrschenden Eliten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der transpazifische Kalte Krieg<\/strong><br>\nDie NATO baut ihre Zusammenarbeit mit Australien weiter aus. Dies ist das Ergebnis von Gespr&auml;chen, die NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg Mitte vergangener Woche in der australischen Hauptstadt f&uuml;hrte. Stoltenberg zufolge zielt die Kooperation insbesondere darauf ab, sich in der zunehmenden Gro&szlig;m&auml;chterivalit&auml;t zu positionieren &ndash; gegen Russland, vor allem aber gegen China. Deutschland begleitet die NATO-Kooperation mit Canberra seit einigen Jahren mit dem Ausbau der bilateralen milit&auml;rischen Zusammenarbeit, die Australien ausdr&uuml;cklich als ein &ldquo;strategisches Sprungbrett in den asiatisch-pazifischen Raum&rdquo; begreift. Aktuell drohen die Spannungen dort zu eskalieren, weil Washington Mittelstreckenraketen in Australien stationieren will; diese w&auml;ren in der Lage, chinesisches Territorium unmittelbar zu treffen. Strategen dringen in zunehmendem Ma&szlig;e darauf, die Asien-Pazifik-Aktivit&auml;ten der NATO zu intensivieren: Sie k&ouml;nnten sich sogar zu einer Kernaufgabe des Kriegsb&uuml;ndnisses entwickeln, urteilt der Pr&auml;sident der Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8012\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gal&aacute;pagos: vom Weltnaturerbe zum Flugzeugtr&auml;ger der USA?<\/strong><br>\nDie USA wollten sich schon immer der zu Ecuador geh&ouml;renden Gal&aacute;pagos-Inseln bem&auml;chtigen. Sie beriefen sich dabei auf die &ldquo;Politik des Guten Nachbarn&rdquo; und die Monroe-Doktrin. W&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs besetzten sie das Archipel sieben Jahre lang milit&auml;risch. Aktuell hat die Regierung von Len&iacute;n Moreno mit den USA Vereinbarungen getroffen, deren Details nicht bekannt sind, die es aber ausl&auml;ndischem Milit&auml;r erm&ouml;glichen w&uuml;rden, den Flughafen der Insel San Crist&oacute;bal zu nutzen.<br>\nIm Juni erfuhren die Ecuadorianer von der Absicht der Regierung Moreno, die Nutzung der Gal&aacute;pagos-Inseln durch US-Streitkr&auml;fte zu erm&ouml;glichen, als Verteidigungsminister Oswaldo Jarr&iacute;n erkl&auml;rte: &ldquo;Gal&aacute;pagos ist ein nat&uuml;rlicher Flugzeugtr&auml;ger.&rdquo; Die Emp&ouml;rung der B&uuml;rger und die weltweite Besorgnis waren sofort sp&uuml;rbar.<br>\nBei einer Pressekonferenz mit internationalen Medien best&auml;tigte der Minister, dass US-Flugzeuge vom Typ Orion P3 und Awacs auf den Gal&aacute;pagos-Inseln operieren werden, um den Drogenhandel und die illegale Fischerei zu bek&auml;mpfen. Er wies darauf hin, dass von den Inseln aus &ldquo;die Aufrechterhaltung und Versorgung von Abh&ouml;reinrichtungen&rdquo; gew&auml;hrleistet werden k&ouml;nne. Und er f&uuml;gte hinzu, dass f&uuml;r diese Operationen der Flughafen auf der Insel San Cristobal erweitert w&uuml;rde und dass &ldquo;die USA sich darum k&uuml;mmern werden, die Bedingungen zu verbessern, insbesondere den Nachschub&rdquo;. Als ob er versuchen wolle, die Stimmen zu beruhigen, die die Auslieferung der Inseln f&uuml;r fragw&uuml;rdig halten, schloss er mit dem Hinweis, dass &ldquo;jede Operation von ecuadorianischen Beamten begleitet werden wird&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/229099\/galapagos-weltnaturerbe-flugzeugtraeger\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Letzte: Schiffe, Panzer, gern! Oder doch lieber Kitas? &ndash; Die Mythen der deutschen Zwei-Prozent-Debatte<\/strong><br>\nEbenfalls erstaunlich ist der Verweis einiger Parlamentarier, dass der Bundestag dem Zwei-Prozent-Versprechen in der Nato nicht zugestimmt habe und es deshalb ignorieren k&ouml;nne. Sie verkennen, dass Beschl&uuml;sse der Nato auf Regierungsebene entschieden werden und nur in Ausnahmef&auml;llen &ndash; etwa bei der Aufnahme neuer Mitglieder &ndash; die Zustimmung des Parlaments erfordern. So hat der Bundestag etwa auch dem 1978 von den Nato-Regierungschefs unterzeichneten &laquo;Long Term Defense Program&raquo;, in dem sogar drei Prozent vom BIP als Richtzahl festgeschrieben waren, nicht zustimmen m&uuml;ssen.<br>\nPikanterweise hat der Bundestag sich aber doch mit der Zwei-Prozent-Frage befasst. Im November 2018 brachte die Fraktion der Linken einen Antrag ein, der die Bundesregierung aufforderte, die in Wales gegebene Zustimmung zu den zwei Prozent im Nato-Rat &ouml;ffentlich zu widerrufen. Dieser Antrag wurde am 8. November 2018 mit 520 zu 128 Stimmen abgelehnt. Die &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit des Bundestages hat sich demnach f&uuml;r den Erhalt des Zwei-Prozent-Versprechens ausgesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/panzer-oder-kitas-die-mythen-der-deutschen-zwei-prozent-debatte-ld.1498334\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Karl-Heinz Kamp von der Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik in Berlin hat in der NZZ einen Gastbeitrag geschrieben und behauptet mal eben, dass Zusagen von Regierungen das Haushaltsrecht des Parlaments aushebeln. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Angst vor dem Einmarsch<\/strong><br>\nDas ZDF hat einen Film &uuml;ber &bdquo;Deutschlands Rolle in der Nato und der Welt&ldquo; und die &bdquo;Angst vor dem Einmarsch feindlicher Truppen&ldquo; produzieren lassen. Der Feind steht wie gewohnt im Osten &ndash; und die Filmemacher schw&auml;rmten w&auml;hrend ihrer Recherche &ouml;ffentlich von &bdquo;tollen Tagen in Washington&ldquo;. Soll man dazu noch irgendetwas sagen?<br>\nDerartige Dokumentationen gab es in den vergangenen Jahren bereits zur Gen&uuml;ge, die Kritik daran ist ebenfalls ausf&uuml;hrlich dokumentiert. Zum vorliegenden Werk hat mein Kollege Stefan Korinth vor kurzem vieles Wichtige angemerkt. Was mich motiviert, dar&uuml;ber zu schreiben, ist vor allem die l&auml;ssige Unbek&uuml;mmertheit, mit der die Filmemacher Nick Gol&uuml;ke und Michael Mueller ihr Werk auch noch als cool und hip pr&auml;sentieren.<br>\nSo feiert man sich auf Instagram als angesagtes Reporterteam, dem in Washington alle T&uuml;ren offenstanden:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/paulschreyer.wordpress.com\/2019\/08\/14\/angst-vor-dem-einmarsch\/\">Paul Schreyer<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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