{"id":54191,"date":"2019-08-18T09:00:57","date_gmt":"2019-08-18T07:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54191"},"modified":"2019-08-16T09:43:27","modified_gmt":"2019-08-16T07:43:27","slug":"hinweise-der-woche-123","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54191","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54191#h01\">Solidarit&auml;tszuschlag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54191#h02\">Petition: Schluss mit der Geheimhaltungsverpflichtung der Rentenkommission<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54191#h03\">&ldquo;Thanks for leaving Germany!&rdquo; &ndash; Richard Grenell und der US-Truppenabzug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54191#h04\">Der transpazifische Kalte Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54191#h05\">&bdquo;Wir m&uuml;ssen uns selbst retten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54191#h06\">Vorwahlen in Argentinien: Hoher Wahlsieg f&uuml;r die Peronisten &ndash; Niederlage f&uuml;r Pr&auml;sident Macri<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54191#h07\">Ich schlie&szlig;e die Kanzlei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54191#h08\">CO&#8322;-Steuer braucht gute Juristen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54191#h09\">Private Energiewende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54191#h10\">Wohnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54191#h11\">Demokratie? Sch&ouml;n w&auml;r&rsquo;s!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54191#h12\">Was sind f&uuml;r Sie Pseudolinke?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54191#h13\">Das Letzte: Schiffe, Panzer, gern! Oder doch lieber Kitas? &ndash; Die Mythen der deutschen Zwei-Prozent-Debatte<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Solidarit&auml;tszuschlag<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Abschaffung des Soli: Parit&auml;tischer kritisiert Pl&auml;ne von Finanzminister Scholz und fordert steuerpolitischen Kurswechsel<\/strong><br>\nAls kurzsichtig und in der Sache v&ouml;llig unverst&auml;ndlich kritisiert der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband die Pl&auml;ne von Bundesfinanzminister Olaf Scholz zur fast kompletten Abschaffung des Solidarit&auml;tszuschlags ohne Kompensation. Der Verband fordert eine solidarische steuerliche Gegenfinanzierung.<br>\nOhne Gegenfinanzierung gingen dem Haushalt durch diese Ma&szlig;nahme rund zehn Milliarden Euro verloren, die dringend f&uuml;r die Infrastruktur in Deutschland gebraucht werden, warnt der Parit&auml;tische. &bdquo;Schon jetzt gibt es einen milliardenschweren Investitionsstau, sei es im Kita-Bereich, der Pflege oder der Mobilit&auml;t. Auch die gro&szlig;en gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit wie die steigende Altersarmut oder die wachsende Wohnungsnot l&ouml;sen sich nicht zum Nulltarif&ldquo;, so Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands. Vor diesem Hintergrund sei es &uuml;berhaupt nicht nachvollziehbar, wie die Koalition auf zehn bis zw&ouml;lf Milliarden Euro pro Jahr verzichten k&ouml;nne.<br>\nDer Parit&auml;tische bewertet die Pl&auml;ne dar&uuml;ber hinaus auch als sozialpolitisch kontraproduktiv. Geringverdiener*innen und Hartz-IV-Beziehende gingen bei diesem Steuergeschenk v&ouml;llig leer aus; im Ergebnis w&uuml;rden die Armen noch weiter abgeh&auml;ngt. &bdquo;Es ist eine Steuerpolitik, die den ohnehin erodierenden Zusammenhalt dieser Gesellschaft weiter gef&auml;hrdet. Nicht nur sozial, sondern auch regional ist Deutschland ein tief gespaltenes Land. In diesen Zeiten braucht es mehr statt weniger Solidarit&auml;t&ldquo;, so Schneider.<br>\nDer Verband fordert nicht nur eine volle Kompensation der Einnahmeausf&auml;lle durch Abschaffung des Solis, sondern einen grunds&auml;tzlichen Kurswechsel hin zu einer solidarischen Steuer- und Finanzpolitik. Notwendig sei eine st&auml;rkere Heranziehung hoher Einkommen sowie gro&szlig;er Verm&ouml;gen und Erbschaften, um den Sozialstaat nachhaltig zu finanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/abschaffung-des-soli-paritaetischer-kritisiert-plaene-von-finanzminister-scholz-und-fordert-steuerpol\/?fbclid=IwAR0nKPkEZrwL_CFs4ZUGKvQDyCzCX9xdRzA49jgjiaNhf48jV3WPbh_sr04\">Der Parit&auml;tische Wohlfahrtverband<\/a><\/li>\n<li><strong>Falsche Propaganda zum &ldquo;Soli&rdquo;<\/strong><br>\nDie CDU\/CSU-SPD-Koalition will den Solidarit&auml;tszuschlag weitgehend abschaffen. Sie verkauft das als Entlastung der niedrigen und mittleren Einkommen. Lobbyverb&auml;nde der Reichen und Unternehmen kritisieren, dass der &bdquo;Soli&ldquo; nicht komplett abgeschafft wird, also auch f&uuml;r die ganz Reichen und die Unternehmen. Dann w&uuml;rden Singles mit einer Million Euro Einkommen im Jahr 24.000 Euro sparen. Wozu?<br>\nDer Soli ist in Wirklichkeit die gerechteste aller Steuern. Die einkommens&auml;rmere H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung zahlt ihn gar nicht. Zwei Drittel des Aufkommens werden durch die reichsten zehn Prozent bezahlt. Auch von der jetzt geplanten &Auml;nderung w&uuml;rden h&ouml;here Einkommen am st&auml;rksten profitieren. Singles w&uuml;rden noch mit bis zu 9000 Euro brutto im Monat bessergestellt. Ein Single mit 1550 Euro oder ein Paar mit zwei Kindern und 4500 Euro brutto im Monat w&uuml;rde dagegen &uuml;berhaupt nicht entlastet. Ein Single mit 6000 Euro w&uuml;rde 77 Euro sparen, bei 3000 Euro w&auml;ren es nur 23 Euro. Gleichzeitig w&uuml;rden dem Staat zehn Milliarden Euro j&auml;hrlich fehlen, die f&uuml;r besseren Verkehr, Pflege, Bildung, Wohnungsf&ouml;rderung, Renten gebraucht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wipo.verdi.de\/publikationen\/++co++96d21d92-bf37-11e9-bf8e-525400f67940\">ver.di<\/a><\/li>\n<li><strong>Soli: Attac fordert Integration in Einkommensteuertarif<\/strong><br>\n(&hellip;) Nach Medienberichten sieht der Gesetzesvorschlag von Bundesfinanzminister Olaf Scholz vor, ab 2021 90 Prozent der Steuerzahler vom Soli zu befreien. &bdquo;Anders als die Politiker der gro&szlig;en Koalition uns glauben machen wollen, profitieren von dieser Abschmelzung des Soli aber nur die Wohlhabenden und Reichen. Die Behauptung der Bundesregierung, damit vor allem die unteren und mittleren Einkommen zu entlasten, ist nachgewiesen falsch&ldquo;, sagt Detlev von Larcher von der bundesweiten Attac-Arbeitsgruppe Finanzm&auml;rkte und Steuern. &bdquo;Statt den Soli abzuschaffen, muss der Bund st&auml;rker die Kommunen unterst&uuml;tzen und dazu beitragen, die sozialen Sicherungssysteme zu finanzieren.<br>\nDas Bundesfinanzministerium hat f&uuml;r den jetzt vorgeschlagenen Schritt zur Abschaffung des Soli zehn Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen angesetzt. Diese zehn Milliarden Euro, die der Bund weniger einnehmen w&uuml;rde, sollten nach Ansicht von Attac zur Finanzierung des &ouml;kologischen Umbaus ausgegeben werden anstatt die Einkommensunterschiede zu vergr&ouml;&szlig;ern.<br>\nSoli-Abschaffung k&auml;me den obersten vier Prozent zugute<br>\nDie CDU will den Soli sp&auml;ter sogar ganz abschaffen. Damit w&uuml;rden nur vier Prozent der Steuerzahler in der h&ouml;chsten Einkommensgruppe entlastet&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/platz-da-klimagerechte-mobilitaet-fuer-alle-kopie-1\/?L=472cHash%3D3d74182814b0e2aa042cef7e951bdf6bcHash%3D25f59d3e4752a6e99a1f9693cb2251ea&amp;cHash=6e146bb5e69b3c415f90a786fb99e0f2\">Attac<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Petition: Schluss mit der Geheimhaltungsverpflichtung der Rentenkommission<\/strong><br>\nDie Erfahrungen mit der R&uuml;rup-Kommission (Rentensenkungsprogramm), der Hartz-Kommission (Agenda 2010 mit Hartz I bis IV), der Fratzscher-Kommission (Privatisierung staatlicher Aufgaben), oder zuletzt die Kommission zur Erarbeitung des sogenannten Betriebsrentenst&auml;rkungsgesetzes, haben die Regierenden gelehrt: Am besten und ger&auml;uschlosesten k&ouml;nnen Gesetze gegen die Interessen von Bev&ouml;lkerungsmehrheiten durchgesetzt werden, wenn sie durch &bdquo;unabh&auml;ngige&ldquo; Kommissionen geheim vorbereitet und verhandelt werden.<br>\nDie Ergebnisse k&ouml;nnen dann als ausgewogene von Fachleuten intensiv und ungest&ouml;rt erarbeitete Konzepte verkauft werden. Die Einflussnahme von Interessengruppen und Lobbyistenvertretern bleibt dabei v&ouml;llig im Verborgenen.<br>\nSeit 16 Monaten arbeitet die Rentenkommission &bdquo;verl&auml;sslicher Generationenvertrag&ldquo; in v&ouml;lliger Geheimhaltung. Es dringt nichts an die &Ouml;ffentlichkeit. Das soll bis M&auml;rz 2020 so bleiben, dann soll das Konzept f&uuml;r die Altersversorgung nach 2025 aus dem Hut gezaubert werden. Wie &uuml;blich wahrscheinlich wieder mit einem Minderheitenvotum der Gewerkschaftsvertreterin, das, ebenso &uuml;blich, keine Bedeutung haben wird.<br>\nDieses Vorgehen ist nicht akzeptabel, es ist schlicht antidemokratisch.<br>\nEs geht um nicht mehr und nicht weniger als die Zukunftsinteressen von &uuml;ber 70 Millionen Menschen in diesem Land. Es geht um die Lebensgrundlage der jetzigen und der zuk&uuml;nftigen Rentnerinnen und Rentner. Das erfordert eine intensive und &ouml;ffentliche gesellschaftliche Debatte um den besten Weg. Die Betroffenen dabei auszuschliessen ist undemokratisch. Ihnen jegliche Information vorzuenthalten kann nur als antidemokratisch bewertet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.seniorenaufstand.de\/petition-schluss-mit-der-geheimhaltungsverpflichtung-der-rentenkommission\/\">Seniorenaufstand<\/a>\n<p><strong>dazu: Petition: Die Geheimhaltungsverpflichtung der Rentenkommission sofort beenden.<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.openpetition.de\/petition\/online\/die-geheimhaltungsverpflichtung-der-rentenkommission-der-bundesregierung-sofort-beenden\">openPetition<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;Thanks for leaving Germany!&rdquo; &ndash; Richard Grenell und der US-Truppenabzug<\/strong><br>\nDie Trump-Administration zieht gegen&uuml;ber dem r&uuml;stungsfaulen Verb&uuml;ndeten in Mitteleuropa ab sofort andere Saiten auf: Der als Botschafter verkleidete US-Gouverneur in Deutschland droht mit Truppenabzug &ndash; und der Mainstream zittert. Wieso eigentlich?<br>\n(&hellip;) Da der Skandal schon seit L&auml;ngerem andauert und der deutsche R&uuml;stungsanteil trotz wiederholter devoter Versprechen sich immer noch auf lumpige 1,36 Prozent des Bruttoinlandsproduktes beschr&auml;nkt, hat sich die Trump-Administration nun offenbar entschlossen, andere Saiten aufzuziehen. So t&ouml;nte Grenell:<br>\nEs ist wirklich beleidigend, zu erwarten, dass der US-Steuerzahler weiter mehr als 50.000 Amerikaner in Deutschland bezahlt, aber die Deutschen ihren Handels&uuml;berschuss f&uuml;r heimische Zwecke verwenden.<br>\nUnd der Mainstream sprang ihm und seinem Chef prompt hilfreich zur Seite. So hie&szlig; es in der S&uuml;ddeutschen Zeitung:<br>\nDie Bundesrepublik ist das Land, in dem die meisten US-Truppen in Europa stationiert sind: Insgesamt sind es 35.000 Soldaten. Hinzu kommen 17.000 amerikanische und 12.000 deutsche Zivilisten, die von den US-Truppen besch&auml;ftigt werden.<br>\nDies ist, da Deutschland nach wie vor von Freunden umzingelt ist, in der Tat ein Skandal, aus dem es umgehend die Konsequenzen zu ziehen gilt: Die Amerikaner sollten dem guten Beispiel der Russen folgen, die ihre Truppen bekanntlich schon vor einem Vierteljahrhundert aus Deutschland abgezogen haben!<br>\nDer Charme des amerikanischen Versprechens besteht zudem darin, sowohl Deutschland als auch den USA Vorteile zu gew&auml;hren: Deutschlands Infrastruktur und Staatss&auml;ckel w&uuml;rden geschont &ndash; und die USA w&auml;ren n&auml;her am prospektiven Schlachtfeld. Eine Win-Win-Situation also!<br>\nMein Vorschlag zur G&uuml;te: Teilen wir den USA mit, wir sind einverstanden! Unter einer Bedingung: Wenn ihr eure Truppen abzieht, dann bitte zusammen mit den noch hier im rheinland-pf&auml;lzischen B&uuml;chel lagernden 20 Atomsprengk&ouml;pfen! Und nehmt Eure Airbase in Ramstein gleich mit. Und last but not least: Eure Kommandozentrale in Stuttgart, das Hauptquartier in Wiesbaden und den Truppen&uuml;bungsplatz in Grafenw&ouml;hr bitte auch noch schlie&szlig;en und besenrein &uuml;bergeben.<br>\nWenn schon, denn schon! Wir bestehen auf dem All-inclusive-Paket!<br>\nOder, in Watte verpackt: &ldquo;Thanks for leaving Germany!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/91167-thanks-for-leaving-germany-richard-grenell-us-truppenabzug\/\">Leo Ensel auf RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Absurd ist auch, dass der Mainstream Grenell gleich doppelt auf den Leim geht &ndash; denn nat&uuml;rlich denken die USA im Traum nicht daran, ihre St&uuml;tzpunkte in Deutschland freiwillig zu r&auml;umen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der transpazifische Kalte Krieg<\/strong><br>\nDie NATO baut ihre Zusammenarbeit mit Australien weiter aus. Dies ist das Ergebnis von Gespr&auml;chen, die NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg Mitte vergangener Woche in der australischen Hauptstadt f&uuml;hrte. Stoltenberg zufolge zielt die Kooperation insbesondere darauf ab, sich in der zunehmenden Gro&szlig;m&auml;chterivalit&auml;t zu positionieren &ndash; gegen Russland, vor allem aber gegen China. Deutschland begleitet die NATO-Kooperation mit Canberra seit einigen Jahren mit dem Ausbau der bilateralen milit&auml;rischen Zusammenarbeit, die Australien ausdr&uuml;cklich als ein &ldquo;strategisches Sprungbrett in den asiatisch-pazifischen Raum&rdquo; begreift. Aktuell drohen die Spannungen dort zu eskalieren, weil Washington Mittelstreckenraketen in Australien stationieren will; diese w&auml;ren in der Lage, chinesisches Territorium unmittelbar zu treffen. Strategen dringen in zunehmendem Ma&szlig;e darauf, die Asien-Pazifik-Aktivit&auml;ten der NATO zu intensivieren: Sie k&ouml;nnten sich sogar zu einer Kernaufgabe des Kriegsb&uuml;ndnisses entwickeln, urteilt der Pr&auml;sident der Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8012\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Wir m&uuml;ssen uns selbst retten&ldquo;<\/strong><br>\nBlack Lives Matter und der Widerstand gegen Trump<br>\n(&hellip;) Doch der ungeheuerlichste Rassismus zeigte sich teilweise in den Handlungen der Trump-Regierung selbst&hellip;<br>\nAber all dies geschieht nicht in einem Vakuum, sondern zeitgleich mit dem Angriff auf die Lebensstandards von Arbeitern und Armen in den USA. Es wird begleitet von der dramatischsten Verm&ouml;gensumverteilung von den 99 zum einen Prozent seit zwei Generationen. Islamophobie und Rassismus gegen Einwanderer werden in zynischer Weise genutzt, um das erstaunliche US-Milit&auml;rbudget zu rechtfertigen, das dieses Jahr 717 Mrd. US-Dollar &uuml;berstieg. Der rassistisch aufgeladene Kriminalit&auml;tsdiskurs in den Vereinigten Staaten soll legitimieren, dass die Budgets der Polizeidienststellen im ganzen Land weiter aufgebl&auml;ht werden, w&auml;hrend das &ouml;ffentliche Sozialsystem mit weniger Mitteln mehr leisten muss.<br>\nEine Herausforderung f&uuml;r den Trumpismus<br>\nAuf diese Weise nutzt die politische Rechte also den Rassismus, um Arbeiter und Arme zu spalten. Das hat die soziale und wirtschaftliche Ungleichheit in den USA vertieft. Aber dies ist zugleich alles andere als eine einseitige Geschichte: Im vergangenen Jahr sind eine Reihe von bedeutsamen sozialen K&auml;mpfen in den USA ausgebrochen, beginnend mit den Lehrerstreiks, die von der Basis angef&uuml;hrt wurden und sich von West Virginia im Osten des Landes &uuml;ber Kentucky, Los Angeles und Denver bis nach Oakland an der Westk&uuml;ste ausgebreitet haben und die in immer weiteren Regionen aufflammen. Diese Streiks treffen ins Herz des Klassengegensatzes in den Vereinigten Staaten: Der Personalabbau im &ouml;ffentlichen Sektor, die erb&auml;rmlichen Arbeitsbedingungen in amerikanischen Schulen und die Verarmung von P&auml;dagogen resultieren daraus, dass St&auml;dte, Bundesstaaten und die Zentralregierung sich weigern, die Reichen so zu besteuern, wie es ihrem Verm&ouml;gen entspricht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2019\/august\/%C2%BBwir-muessen-uns-selbst-retten%C2%AB\">Bl&auml;tter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Lesenswert. Besonders f&uuml;r die, die glauben, dass der Kampf f&uuml;r individuelle Rechte und Freiheiten isoliert von der Sozialen und letztendlich damit auch der Eigentumsfrage, erfolgreich gef&uuml;hrt werden k&ouml;nnte. Alles h&auml;ngt mit Allem zusammen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Vorwahlen in Argentinien: Hoher Wahlsieg f&uuml;r die Peronisten &ndash; Niederlage f&uuml;r Pr&auml;sident Macri<\/strong><br>\nDie Vorwahlen zur Pr&auml;sidentschaftswahl in Argentinien hat mit 47 Prozent &uuml;berraschend deutlich das peronistische Oppositionsb&uuml;ndnis &ldquo;Front f&uuml;r Alle&rdquo; gewonnen. Der amtierende neoliberale Pr&auml;sident Mauricio Macri erlitt eine klare Niederlage&hellip;<br>\nDamit ist der endg&uuml;ltige Sieg bei den Pr&auml;sidentschaftswahlen im Oktober f&uuml;r Alberto Fern&aacute;ndez und dessen Vize-Pr&auml;sidentin Cristina Fern&aacute;ndez de Kirchner zum Greifen nah. Die Vorwahlen der Kandidaten f&uuml;r die Pr&auml;sidentschaft und die Provinzregierungen gelten in Argentinien allgemein als Vorschau zu den Hauptwahlen.<br>\n&ldquo;Wir wollen ein neues Argentinien schaffen, in dem die Risse, die Spaltungen und die Rachegedanken keinen Platz mehr haben&rdquo;, rief der Kandidat Fern&aacute;ndez vor einer Menge von euphorischen Anh&auml;ngern. Und: &ldquo;Wir werden wieder aufbauen, was andere zerst&ouml;rt haben.&rdquo;<br>\nDie Reaktion der Finanzm&auml;rkte auf den Wahlsieg der Progressiven war am Montag entsprechend panisch. Der argentinische Peso wurde um 30 Prozent abgewertet. Noch am vergangenen Freitag, als die letzten Umfragen Mauricio Macri beg&uuml;nstigten, stiegen alle Werte in die H&ouml;he. Die argentinische B&ouml;rse beendete diesen Tag mit einem hohen Abschluss, der Vertrauensindex in die argentinische Wirtschaft stieg an, ebenso der Dollar.<br>\n(&hellip;) Es wird sich in den n&auml;chsten Tagen und Wochen zeigen, inwieweit das gro&szlig;e internationale Kapital bereit und in der Lage sein wird, demokratische Wahlen zu respektieren, ohne das entsprechende Land durch Wirtschafts- und Finanzsanktionen in den Abgrund zu treiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/amerika\/91171-vorwahlen-in-argentinien-hoher-wahlsieg-peronisten\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><strong>dazu: Argentinien: Finanzm&auml;rkte gehen von Staatspleite aus<\/strong><br>\n(&hellip;) Die Finanzm&auml;rkte f&uuml;rchten, dass Kirchner und Fernandez Anlauf nehmen werden, die Schulden des Landes zum wiederholten Mal neu zu verhandeln. Macri hatte das Vertrauen der Investoren in den vergangenen Jahren m&uuml;hsam errungen.<br>\nZahlungsausfall gilt als sehr wahrscheinlich<br>\nDer Markt beginne, einen abermaligen Zahlungsausfall einzupreisen, sagte Edwin Gutierrez, Leiter der Abteilung f&uuml;r Staatsanleihen aus Schwellenl&auml;ndern der Fondsgesellschaft Aberdeen der Nachrichtenagentur Bloomberg. Der Markt sei nicht willens, Fernandez einen Vertrauensvorschuss zu gew&auml;hren. Die Preise der Kreditabsicherungen stiegen deutlich an. Implizierten sie am Freitag noch eine Ausfallwahrscheinlichkeit von immerhin 49 Prozent, so sind es am Dienstag schon 75 Prozent. Argentinien hatte erst 2016 unter Macri mit den Nachwehen der Staatspleite von 2001 abschlie&szlig;en k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/finanzmarkt\/argentinien-finanzmaerkte-gehen-von-staatsbankrott-aus-16330924.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Eine neue Regierung ist noch nicht einmal gew&auml;hlt, schon entziehen die &bdquo;M&auml;rkte&ldquo; ihnen das Geld und das &bdquo;Vertrauen&ldquo;, um eine einigerma&szlig;en verteilungsneutrale Politik finanzieren zu k&ouml;nnen. Fernandez und Kirchner sind ja nun durchaus keine Revolution&auml;re, die das Kapital enteignen wollen. Sie wollen nur eine gerechtere Verteilung der geschaffenen Werte im Rahmen des bestehenden Systems. Selbst das ist schon zu viel. Das Kapital &bdquo;vertraut&ldquo; nur einer Regierung, die den Kapitalisten alles gibt und nichts an die Arbeiterschaft weitergibt. Nach der bereits von Adam Smith angeprangerten Devise: &bdquo;alles f&uuml;r uns und nichts f&uuml;r die Anderen.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ich schlie&szlig;e die Kanzlei<\/strong><br>\n&hellip;weil zu viele Gespr&auml;che mit Blicken voller Verzweiflung geendet haben. Zu viele meiner Mandantinnen und Mandanten wurden in Elend, Lebensgefahr und Not abgeschoben. Sie mussten unbeschreibliche Menschenrechtsverletzungen ertragen, in Afghanistan, im Iran, in Syrien, in Somalia und dann am Weg hierher, in Libyen, in der T&uuml;rkei, in Griechenland oder in Ungarn. Ihre Hoffnungslosigkeit und die Abneigung, die ihnen allerorts entgegenschl&auml;gt, wollen mir nicht aus dem Kopf gehen. Es sind mittlerweile zu viele F&auml;lle von Menschen, die keinen Zufluchtsort finden k&ouml;nnen, deren Anspruch auf Gew&auml;hrung von internationalem Schutz juristisch nicht durchgesetzt werden kann, weil es politisch nicht opportun ist. In zu vielen Gespr&auml;chen musste ich diesen Unwillen eines Rechtssystems, Rechte anzuerkennen, Menschen vermitteln, deren Existenz damit ins Wanken geriet. Dabei geriet nun meine Verbundenheit mit diesem Rechtssystem ins Wanken. Als Rechtsanwalt bin ich Teil davon. Das m&ouml;chte ich nicht mehr sein.<br>\n&hellip;weil ich nicht mehr st&auml;ndig mit dem Kopf gegen die Wand rennen will. In den vierzehn Jahren meiner juristisch-anwaltlichen Arbeit habe ich mich auf die Verfassung von Rechtsbehelfen an die H&ouml;chstgerichte spezialisiert. Ich habe jede Kritik angenommen, mich bem&uuml;ht zu lernen, ich kenne jede Rechtsprechungslinie in asylrechtlichen Fragen, bin mit allen Formalismen vertraut. Und dennoch &ndash; oder vielleicht auch: deshalb &ndash; werfen sie mir alles zur&uuml;ck. Meine Bilanz ist erschreckend. Der Verwaltungsgerichtshof hat in den Jahren seit 2015 so gut wie alle meine asylrechtlichen Revisionen zur&uuml;ckgewiesen. Bei den an den Verfassungsgerichtshof erhobenen Beschwerden sieht es nicht besser aus. Ich bin selbstbewusst und reflektiert genug, um zu wissen, dass es nicht an meinem juristischen Handwerkszeug liegen kann. Ich bin es aber auch leid, &uuml;ber die Ursache zu sinnieren. Ich mag nicht mehr&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ronald-fruehwirth.at\/shutdown.html\">Ronald Fr&uuml;hwirth<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>CO&#8322;-Steuer braucht gute Juristen<\/strong><br>\nDie Einf&uuml;hrung einer CO2-Steuer sei laut dem Wissenschaftlichen Dienst des Bundestags verfassungswidrig, titeln mehrere Magazine. Das ist, mit Verlaub, nicht das, was in dem Gutachten steht.<br>\n&ldquo;CO2-Steuer: umstritten &ndash; und verfassungswidrig&rdquo;, titelte gestern die Wirtschaftswoche. Der Focus zog heute nach und schrieb: &ldquo;Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages: CO2-Steuer ist verfassungswidrig&rdquo;. Auch der Deutschlandfunk meldete: &ldquo;Bundestagsexperten sehen CO2-Steuer als verfassungswidrig an&rdquo;. Und der Tagesspiegel sprach von &ldquo;verfassungsrechtlichem Zweifel&rdquo;. [&hellip;]<br>\nGanz so einfach ist es nicht.<br>\nDas l&auml;sst sich auch nachlesen. Das Gutachten steht seit dem 30. Juli auf der Website des Deutschen Bundestags zum Download bereit. Es umfasst elf Seiten und tr&auml;gt den Titel &ldquo;Einzelfragen zur steuersystematischen Einordnung einer CO2-Steuer&rdquo;.<br>\nGenau darum handelt es sich. Das Papier legt dar, wie eine CO2-Steuer ausgestaltet sein m&uuml;sste, um rechtlich wasserdicht zu sein. Sowohl national als auch auf EU- und internationaler Ebene. [&hellip;]<br>\nAllerdings k&ouml;nnte man eine CO2-Steuer an den Verbrauch CO2-intensiver G&uuml;ter ankn&uuml;pfen zu lassen, so das Papier. Dann w&uuml;rde es sich nicht um eine &ndash; von den Gutachtern ausgeschlossene &ndash; unmittelbare Besteuerung von CO2-Emissionen handeln. Sondern um eine Verbrauchssteuer auf den Verbrauch von Kohle, Erdgas, Benzin, Diesel.<br>\nAuch als Aufschlag auf die bestehende Energiesteuer w&auml;re eine CO2-Steuer laut Gutachten m&ouml;glich. Ein solches Modell wird etwa vom Umweltbundesamt vorgeschlagen. Auch die Wirtschaftsweisen haben ihre Vorschl&auml;ge in dieser Richtung formuliert.<br>\nZudem g&auml;be es die M&ouml;glichkeit, die Verfassung mit der n&ouml;tigen Zwei-Drittel-Mehrheit entsprechend zu &auml;ndern.<br>\nFazit: Eine CO2-Steuer so auszugestalten, dass sie einerseits dem Klimaschutz n&uuml;tzt und andererseits juristisch einwandfrei ist, ist keine leichte Aufgabe. Unm&ouml;glich ist es aber nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/deutschland\/co2-steuer-braucht-gute-juristen\">klimareporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Private Energiewende<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen setzen auf vollst&auml;ndige Zerschlagung des Bahn-Konzerns<br>\nDie Gr&uuml;nen haben die Parole ausgegeben: &raquo;Mehr Wettbewerb bei Fernz&uuml;gen.&laquo; Ihr Bundestagsabgeordneter und stellvertretender Fraktionsvorsitzender Oliver Krischer forderte gegen&uuml;ber dem Spiegel Zugriff f&uuml;r private Bahngesellschaften wie Flixtrain auf das Vertriebssystem und die Fahrkartenautomaten der bundeseigenen Deutschen Bahn AG (DB). Damit sollten Kunden ihre Tickets f&uuml;r Privatbahnen auch aus DB-Automaten ziehen k&ouml;nnen. Dar&uuml;ber hinaus verlangt Krischer, dass Privatbahnen beim Aufstellen der Fahrpl&auml;ne f&uuml;r die Trassennutzung eine Art &raquo;Erstzugriffsrecht&laquo; gegen&uuml;ber der DB f&uuml;r attraktive Fernverbindungsstrecken bekommen sollten.<br>\nHintergrund des Vorsto&szlig;es ist die Tatsache, dass die DB im Bereich Personenfernverkehr mit Z&uuml;gen der Gattung ICE, IC und EC nach wie vor einen Marktanteil von &uuml;ber 99 Prozent h&auml;lt. Aus neoliberaler Sicht ist diese &raquo;Monopolstellung&laquo; besorgniserregend und &auml;rgerlich. Gr&uuml;ne dr&auml;ngen daher ebenso wie FDP, Unionsparteien und AfD auf eine rasche weitere Liberalisierung des Schienenfernverkehrs und St&auml;rkung der Konkurrenz zur DB.<br>\n(&hellip;) Angesichts des hartn&auml;ckigen gr&uuml;nen Rufs nach &raquo;mehr Wettbewerb&laquo; gehen viele Eisenbahner davon aus, dass eine m&ouml;gliche k&uuml;nftige Bundesregierung mit Beteiligung der Gr&uuml;nen den Konzern Deutsche Bahn endg&uuml;ltig zerschlagen und faktisch das britische Modell der Bahnprivatisierung durchsetzen wird. Grundgedanke ist, dass die teure und zuschussbed&uuml;rftige Infrastruktur (Netz und Bahnh&ouml;fe) in Staatsh&auml;nden bleiben und aus dem Bundesetat finanziert werden soll. Profitable Transportgesellschaften und Serviceunternehmen sollen nach dieser Denke ruhig in privaten H&auml;nden ruhen. Dass der ruin&ouml;se Wettbewerb zwischen Schienenverkehrsunternehmen jedoch das Gesamtsystem Schiene im Wettbewerb mit den besonders umweltsch&auml;dlichen Verkehrstr&auml;gern Stra&szlig;e und Luftverkehr schw&auml;cht und somit auch &raquo;gr&uuml;ne&laquo; Ziele unterl&auml;uft, zeigt die weltweite Erfahrung in allen L&auml;ndern, in denen die Bahnprivatisierung besonders weit und ungehindert vorangetrieben wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/360585.verkehr-private-energiewende.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wohnen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zahl der Sozialwohnungen geht erneut zur&uuml;ck<\/strong><br>\nSt&auml;dte und Kommunen bekommen den Wohnungsmangel nicht in den Griff. Das ist besonders f&uuml;r einkommensschwache Familien ein Problem, denn gleichzeitig fallen immer mehr Wohnungen aus der Sozialbindung.<br>\nDer Bestand an Sozialwohnungen in Deutschland schrumpft weiter. Bis zum Jahresende 2018 ging die Zahl der Sozialwohnungen im Vergleich zum Vorjahr um fast 42.500 zur&uuml;ck, ein Minus von 3,5 Prozent. Das geht aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage aus der Linksfraktion hervor. Insgesamt wurden zum Jahreswechsel fast 1,18 Millionen Sozialwohnungen in Deutschland vermietet.<br>\nBei diesen Wohnungen sind die Mieten staatlich reguliert und dadurch vergleichsweise niedrig. Sie sind gedacht f&uuml;r B&uuml;rger, die soziale Unterst&uuml;tzung ben&ouml;tigen. Zentrales Kriterium ist das Haushaltseinkommen &ndash; allerdings sind die Einkommensgrenzen von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich. In der Regel d&uuml;rfen die Mieter auch dann in der Sozialwohnung bleiben, wenn sie nach einiger Zeit mehr verdienen.<br>\nSozialwohnungen bleiben aber nicht ewig Sozialwohnungen. Nach &uuml;blicherweise 30 Jahren fallen sie aus der Bindung und k&ouml;nnen normal am Markt vermietet werden. In den vergangenen 15 Jahren hat sich ihre Zahl etwa halbiert. Inzwischen werden mit staatlicher F&ouml;rderung zwar wieder vermehrt Sozialwohnungen gebaut &ndash; doch das reicht bei weitem nicht, um die Gesamtzahl konstant zu halten. Allein im vergangenen Jahr fielen der Statistik zufolge bundesweit rund 70.000 Sozialwohnungen aus der Bindung, etwa 27.000 wurden neu gebaut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/deutschland-zahl-der-sozialwohnungen-geht-erneut-zurueck-a-1281817.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die katastrophale Situation auf dem Wohnungsmarkt spitzt sich weiter zu. Die Reaktion der Politik, der Regierungskoalition, au&szlig;er hei&szlig;er Luft, bisher keine. Ein L&ouml;sungsansatz steht seit Jahren zur Diskussion, die Wiedereinf&uuml;hrung, der, durch die Kohl-Regierung abgeschafften Gemeinn&uuml;tzigkeit beim Wohnungsbau. Und nun eine sicher ungern geh&ouml;rte Frage: Kommt hier die Klimadiskussion den politisch Verantwortlichen nicht gerade recht? Auch bei anderen dr&auml;ngenden politischen Themen?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Bestand an Sozialwohnungen sinkt weiter deutlich<\/strong><br>\n&bdquo;Der Bund muss ein Rettungsprogramm f&uuml;r den Sozialen Wohnungsbau auflegen. Es braucht endlich mehr Mittel f&uuml;r den Sozialen Wohnungsbau. Statt der geplanten Absenkung der Gro&szlig;en Koalition auf nur 1 Milliarde Euro, braucht es ein &ouml;ffentliches Wohnnungsbauprogramm in H&ouml;he von 10 Milliarden Euro f&uuml;r 250.000 neue Sozialwohnungen pro Jahr. Einmal gef&ouml;rderte Sozialwohnungen m&uuml;ssen k&uuml;nftig immer Sozialwohnungen bleiben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.caren-lay.de\/de\/article\/1460.bestand-an-sozialwohnungen-sinkt-weiter-deutlich.html\">Caren Lay (MdB, die Linke)<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Alarmsignal: Weniger Baugenehmigungen als im Vorjahr<\/strong><br>\nVor allem in den Ballungsr&auml;umen ist bezahlbarer Wohnraum knapp &ndash; und Entspannung ist nicht in Sicht. Denn die Zahl der Baugenehmigungen f&uuml;r Wohnungen liegt unter Vorjahresniveau.<br>\nDer Mangel an bezahlbaren Wohnungen vor allem in Ballungsr&auml;umen in Deutschland k&ouml;nnte sich noch versch&auml;rfen: Trotz hoher Nachfrage nach Immobilien erteilten die Beh&ouml;rden im ersten Halbjahr 2019 weniger Baugenehmigungen als im Vorjahreszeitraum. Von Januar bis einschlie&szlig;lich Juni wurde der Neubau oder Umbau von gut 164.600 Wohnungen bewilligt, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Das waren nach Berechnungen der Wiesbadener Statistiker 2,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.<br>\nIn neu zu errichtenden Wohngeb&auml;uden wurden in den sechs Monaten knapp 142.400 Wohnungen genehmigt. Das waren 3,1 Prozent oder gut 4.500 Einheiten weniger als ein Jahr zuvor. W&auml;hrend das Niveau bei den Einfamilienh&auml;usern fast unver&auml;ndert blieb (minus 0,1 Prozent), sank die Zahl der Baugenehmigungen f&uuml;r Zweifamilienh&auml;user (minus 4,7 Prozent) und Mehrfamilienh&auml;user (minus 3,2 Prozent) deutlicher.<br>\n&ldquo;Insbesondere der R&uuml;ckgang der Baugenehmigungen bei Mehrfamilienh&auml;usern ist alarmierend. Denn hier gibt es den gr&ouml;&szlig;ten Bedarf&rdquo;, kommentiert der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Robert Feiger, die Zahlen. Teures Bauland mache den Bau bezahlbarer Wohnungen vielerorts unm&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/finanzen\/immobilien\/id_86272214\/alarmsignal-weniger-baugenehmigungen-als-im-vorjahr.html\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es werden also nicht nur viel zu wenige Sozialwohnungen gebaut, sondern auch viel zu wenige &ldquo;normale&rdquo; Wohnungen f&uuml;r die Mittelschicht. Die Gro&szlig;e Koalition hatte &uuml;ber die vierj&auml;hrige Legislaturperiode 1,5 Millionen Wohnungen versprochen &ndash; schon das ist gerade der Ersatzbedarf f&uuml;r wegfallenden Wohnraum und war viel zu wenig angesichts von Hunderttausenden fehlen Wohnungen. 1,5 Millionen in vier Jahren sind im Durchschnitt 375.000 pro Jahr. Genehmigt wurden im ersten Halbjahr 2019 also 142.400 Wohnungen, extrapoliert auf das Gesamtjahr ca. 285.000 Wohnungen. Gebaut werden ca. 90% davon, das sind ca. 250.000 Wohnungen, fehlen noch mal 125.000 Wohnungen zus&auml;tzlich zu (je nach Sch&auml;tzung) 500.000 bis 2 Millionen Wohnungen. Die Wohnungsnot versch&auml;rfen sich Jahr f&uuml;r Jahr weiter, und die Gro&szlig;e Koalition schaut tatenlos zu.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Spekulanten den Boden entziehen<\/strong><br>\nEin Quadratmeter ist nicht gleich ein Quadratmeter: Der Boden steigt im Wert, wo eine Stadt attraktiver wird. Es war nicht immer selbstverst&auml;ndlich, dass davon nur Spekulanten profitieren. Mit der Weimarer Verfassung k&uuml;mmerte sich vor 100 Jahren erstmals der Staat um bezahlbaren Wohnraum. Doch zentrale Forderungen blieben unerf&uuml;llt. [&hellip;]<br>\nDer gro&szlig;e Durchbruch kam dagegen 1924 mit der Hauszinssteuer. Sie wurde auf Einnahmen aus Grundeigentum erhoben, da Grundbesitzer als einzige von der Inflation nicht betroffen waren. Die Steuer trug wesentlich dazu bei, dass in Stuttgart von 1925 bis 1930 insgesamt 5650 st&auml;dtische Wohnungen entstanden und nochmal so viele genossenschaftliche und private Wohnbauten gef&ouml;rdert wurden. Sie war die wesentliche Finanzierungsgrundlage des &ldquo;Neuen Frankfurt&rdquo; und der Berliner Weltkulturerbe-Siedlungen, also der gr&ouml;&szlig;ten Wohnbauprogramme der Weimarer Republik. Hier, und nicht am Bauhaus, das erst relativ sp&auml;t, ab 1927, mit Hannes Meyer auf den Zug aufsprang, entstanden die Grundlagen der schmucklosen modernen Architektur.<br>\nDas Ende des sehr erfolgreichen Finanzierungsmodells kam mit der Weltwirtschaftskrise. Die Nationalsozialisten griffen die Idee der l&auml;ndlichen Kleinsiedlungen auf, die gut in ihre Blut-und-Boden-Ideologie passten. Von der Bodenreformbewegung blieb dagegen nur wenig &uuml;brig. Zwar hatte es immer auch v&ouml;lkische, ebenso aber auch j&uuml;dische Bodenreformer gegeben wie Michael Fl&uuml;rscheim oder Franz Oppenheimer. Die Nazis wollten nicht enteignen, sie setzten auf &ldquo;Reichserbh&ouml;fe&rdquo;, die dauerhaft im Besitz der Bauern bleiben sollten. Der Deutsche Bund f&uuml;r Bodenreform passte sich an. Adolf Damaschke starb 1935.<br>\nHeute verbindet sich der Begriff der Bodenreform eher mit der Erinnerung an die Enteignung von Gro&szlig;grundbesitzern in der DDR, deren Erben nach der Wende versuchten, ihr Land zur&uuml;ckzuerhalten. Das Reichsheimst&auml;ttengesetz wurde 1993 aufgehoben. Eine staatliche &Uuml;berwachung, die Missbrauch in der Verwertung von Grund und Boden verhindert, sucht man in der gegenw&auml;rtigen Gesetzgebung vergeben. Dabei ist Grund und Boden noch immer ein begrenztes Gut. Wo die Nachfrage steigt, machen Immobilienspekulanten Gewinne und die Mieten schie&szlig;en durch die Decke &ndash; wie es Henry George schon 1881 beobachtet hat.<br>\nMit der Grundsteuerreform b&ouml;te sich eine Gelegenheit, hier gegenzusteuern. Doch selbst zu einer Bodenwertsteuer, die hinter Georges &ldquo;Single Tax&rdquo; weit zur&uuml;ckbleibt, konnte sich die Politik bisher nicht durchringen. Noch immer ist Grundbesitz eine heilige Kuh und die Haus- und Grundbesitzer schreien Zeter und Mordio, wenn jemand versucht, daran auch nur ein Jota zu &auml;ndern. Da war die Weimarer Republik bereits weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/zeitgeschehen\/437\/spekulanten-den-boden-entziehen-6121.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Demokratie? Sch&ouml;n w&auml;r&rsquo;s!<\/strong><br>\nWeniger als die H&auml;lfte der Deutschen ist noch zufrieden mit dem Funktionieren unserer &bdquo;Demokratie&ldquo;, n&auml;mlich 47 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine repr&auml;sentative Umfrage von Infratest Dimap.<br>\nWenig &uuml;berraschend: Je mehr Geld jemand hat, desto zufriedener ist er. So finden Befragte aus der oberen Mittel- und der Oberschicht zu 57,5 Prozent, dass unsere &bdquo;Demokratie&ldquo; gut funktioniert. F&uuml;r sie wird ja auch Politik gemacht. Bei den Arbeitern und Geringverdienern dagegen sind weniger als ein Drittel zufrieden. Kein Wunder, denn die Entscheidungen, die die Volksvertreter von CDU, CSU, SPD, FDP und Gr&uuml;nen im Bundestag in den vergangenen Jahren getroffen haben &ndash; etwa die Agenda 2010, der gr&ouml;&szlig;te Sozialabbau nach dem Kriege (FAZ) &ndash; haben ihre Lebensbedingungen erheblich verschlechtert. F&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne, h&ouml;here Renten und bessere soziale Leistungen, f&uuml;r eine Politik f&uuml;r die gro&szlig;e Mehrheit der deutschen Bev&ouml;lkerung also, finden sich keine Mehrheiten im Bundestag. Demokratie?<br>\nAber wenn Banken Milliarden in den Rachen geworfen werden sollen und immer weiter aufger&uuml;stet wird, heben die braven Parlamentarier von CDU, CSU, SPD, FDP und Gr&uuml;nen immer die Hand. Kein Wunder, dass 42 Prozent der Befragten sagen, am besten sei es, wenn die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in regelm&auml;&szlig;igen Volksentscheiden Gesetze verabschiedeten. Im Parlament k&ouml;nnen sich die oberen Zehntausend mit Wohltaten und Parteispenden die notwendigen Mehrheiten sichern. Das ganze Volk aber kann man nicht kaufen.<br>\nDemokratie hei&szlig;t eine Gesellschaft, in der sich die Interessen der Mehrheit durchsetzen, sagte der griechische Staatsmann Perikles. Die Interessen der Mehrheit setzen sich bei uns aber schon lange nicht mehr durch. Millionen Menschen leben in Armut, 40 Prozent haben heute weniger Geld als Ende der Neunziger Jahre. Die 45 reichsten Haushalte &bdquo;besitzen&ldquo; so viel, wie die &auml;rmere H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung. Lobbyisten schreiben flei&szlig;ig an Gesetzestexten mit, Konzerne halten sich Parteien mit Spenden bei Laune. Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, dass immer noch 47 Prozent zufrieden sind mit dem Funktionieren unserer &bdquo;Demokratie&ldquo;.<br>\nDas Ganze hat System. Wie sagte einst James Madison, der sp&auml;tere US-Pr&auml;sident, der gro&szlig;e Teile der US-Verfassung geschrieben und das parlamentarische System der USA mit aus der Taufe gehoben hat? &bdquo;Die vorrangige Funktion einer Regierung ist es, die Minderheit der Reichen vor der Mehrheit der Armen zu sch&uuml;tzen.&ldquo; Und wie man sieht, sind parlamentarische Regierungen damit nicht nur in den USA, sondern in der ganzen Welt sehr erfolgreich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2461771380550981\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Was sind f&uuml;r Sie Pseudolinke?<\/strong><br>\nPhilosoph Robert Pfaller spricht mit uns &uuml;ber Gendersternchen als neoliberales Distinktionsinstrument von Kulturlinken.<br>\ntaz FUTURZWEI: Fangen wir mit einer komplizierten Frage an, Herr Pfaller: Gibt es einen Zusammenhang zwischen einer allgemeinen Infantilisierung der Menschen und einer Erosion von Demokratie?<br>\nROBERT PFALLER: Ja. Denn Demokratie beruht auf dem Prinzip, dass alle sich um das k&uuml;mmern, was alle angeht. Wenn durch Infantilisierung Leute zunehmend dazu erzogen werden, sich nur noch um das zu k&uuml;mmern, was sie pers&ouml;nlich betrifft, dann ist eine Voraussetzung von Demokratie zerst&ouml;rt. Sie h&ouml;ren dann auf, politische B&uuml;rger, Citoyens, zu sein, und werden zu blo&szlig;en Bourgeois &ndash; oder, wie man die nur um das Eigene Besorgten im alten Griechenland nannte: zu Idioten. Um das zu regeln, was alle betrifft &ndash; wie zum Beispiel die zunehmende Entdemokratisierung innerhalb der EU &ndash;, muss man in der Lage sein, von seinen pers&ouml;nlichen Betroffenheiten abzusehen und sich mit anderen zusammenzuschlie&szlig;en, die ganz andere Betroffenheiten haben. Erst indem alle ihren pers&ouml;nlichen &Auml;rger klein halten, kommen sie &uuml;berhaupt in die Lage, sich &uuml;ber das zu &auml;rgern, was sie klein h&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Robert-Pfaller-im-Interview\/!169159\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sehr lesenswert. Dass dieses Interview ausgerechnet in der taz erschien, entbehrt freilich nicht einer gewissen Ironie.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Letzte: Schiffe, Panzer, gern! Oder doch lieber Kitas? &ndash; Die Mythen der deutschen Zwei-Prozent-Debatte<\/strong><br>\nEbenfalls erstaunlich ist der Verweis einiger Parlamentarier, dass der Bundestag dem Zwei-Prozent-Versprechen in der Nato nicht zugestimmt habe und es deshalb ignorieren k&ouml;nne. Sie verkennen, dass Beschl&uuml;sse der Nato auf Regierungsebene entschieden werden und nur in Ausnahmef&auml;llen &ndash; etwa bei der Aufnahme neuer Mitglieder &ndash; die Zustimmung des Parlaments erfordern. So hat der Bundestag etwa auch dem 1978 von den Nato-Regierungschefs unterzeichneten &laquo;Long Term Defense Program&raquo;, in dem sogar drei Prozent vom BIP als Richtzahl festgeschrieben waren, nicht zustimmen m&uuml;ssen.<br>\nPikanterweise hat der Bundestag sich aber doch mit der Zwei-Prozent-Frage befasst. Im November 2018 brachte die Fraktion der Linken einen Antrag ein, der die Bundesregierung aufforderte, die in Wales gegebene Zustimmung zu den zwei Prozent im Nato-Rat &ouml;ffentlich zu widerrufen. Dieser Antrag wurde am 8. November 2018 mit 520 zu 128 Stimmen abgelehnt. Die &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit des Bundestages hat sich demnach f&uuml;r den Erhalt des Zwei-Prozent-Versprechens ausgesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/panzer-oder-kitas-die-mythen-der-deutschen-zwei-prozent-debatte-ld.1498334\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Karl-Heinz Kamp von der Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik in Berlin hat in der NZZ einen Gastbeitrag geschrieben und behauptet mal eben, dass Zusagen von Regierungen das Haushaltsrecht des Parlaments aushebeln.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54191\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-54191","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54191","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=54191"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54191\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":54194,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54191\/revisions\/54194"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=54191"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=54191"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=54191"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}