{"id":54223,"date":"2019-08-19T08:39:28","date_gmt":"2019-08-19T06:39:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54223"},"modified":"2019-08-19T08:39:28","modified_gmt":"2019-08-19T06:39:28","slug":"hinweise-des-tages-3431","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54223","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54223#h01\">Olaf Scholz: Bitte nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54223#h02\">Wie Europa vom Spielzeug zum echten Mitspieler werden kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54223#h03\">Wackelt Hongkong, w&auml;chst Trump &ndash; und Europa schrumpft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54223#h04\">John Bolton doesn&rsquo;t want a trade deal with the UK &ndash; he wants to colonise us<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54223#h05\">Putin zwischen Trump und Xi Jinping<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54223#h06\">Riexinger fordert Politikwechsel von SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54223#h07\">Bundestagsgutachten: Festsetzung des iranischen Tankers &bdquo;Grace 1&ldquo; vor Gibraltar war v&ouml;lkerrechtswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54223#h08\">Timing ist alles: USA wollen Taiwan Kampfjets verkaufen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54223#h09\">Die Kosten der Wirtschaftskriege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54223#h10\">Tories plan to raise the state pension age to 75 over the next 16 years<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54223#h11\">Klimawandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54223#h12\">Scheuer ger&auml;t im Maut-Debakel in Erkl&auml;rungsnot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54223#h13\">The Kashmir crisis isn&rsquo;t about territory. It&rsquo;s about a Hindu victory over Islam.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54223#h14\">Straftaten mit NSU-Bezug nehmen zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54223#h15\">&bdquo;Lieber die drohende Linksfront verhindern&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54223#h16\">&raquo;Viele Sender agieren in Gutsherrenmanier&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54223#h17\">Twitter-Trubel um israelkritischen Tweet von ARD-Chefredakteur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54223#h18\">&ldquo;Wind of Change&rdquo; &ndash; &Uuml;ber den exquisiten Musikgeschmack einer scheidenden Verteidigungsministerin<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Olaf Scholz: Bitte nicht<\/strong><br>\nOlaf Scholz kandidiert f&uuml;r die SPD-Spitze. Ein Mann, dessen Strategie im Imitieren von konservativen Hardlinern besteht. W&uuml;nschen wir der SPD, dass er scheitert.<br>\nWas kann man tun, um eine seit zwanzig Jahren verkommende SPD zu retten? Seit heute gibt es eine neue m&ouml;gliche Antwort: Den seit mehr als zwanzig Jahren aktiven Olaf Scholz zu ihrem Chef machen. Bisher wei&szlig; man nur von einigen Vorstandsmitgliedern, dass sie das f&uuml;r eine gute Idee halten. Aber sicher werden noch einige hinzukommen, die meinen, die SPD m&uuml;sse vor allem wie eine Partei wirken, deren Spitze jederzeit Regierungspressekonferenzen abhalten k&ouml;nnte.<br>\nScholz&rsquo; Entscheidung hat etwas von den Bewerbungen Hillary Clintons um die demokratische Pr&auml;sidentschaftskandidatur 2008 und 2016: Kaum einer ist begeistert, aber die meisten halten es f&uuml;r unvermeidlich. Clinton legte es damals auf diese Aura an &ndash; und scheiterte. Scholz k&ouml;nnte es genauso ergehen. Hoffen wir es zumindest. [&hellip;]<br>\nJedenfalls beschloss die Hamburger SPD drei Monate vor der Wahl, Scholz zu ihrem Innensenator zu machen. Und Scholz&rsquo; Idee war bahnbrechend: Er f&uuml;hrte einfach selbst Brechmitteleins&auml;tze ein. Sein ber&uuml;hmt gewordener Satz dazu lautete: &ldquo;Ich bin liberal, aber nicht doof.&rdquo; Schill holte bei der Wahl trotzdem fast 20 Prozent, die SPD verlor das Hamburger Rathaus. Die Erkenntnis h&auml;tte sein k&ouml;nnen: Scholz war doof, aber nicht liberal.<br>\nH&auml;tte. Doch kurz darauf, 2002, folgte die zweite bedeutende Episode. Scholz wurde zum Generalsekret&auml;r der SPD, ausgerechnet in jener Zeit, in der die Sozialdemokraten zusammen mit den Gr&uuml;nen Hartz IV einf&uuml;hrten und damit die gesellschaftliche Mittelschicht in eine dauerhafte Angst vor dem sozialen Absturz versetzten. Die Botschaft dieser neoliberalen Gewalttat lautete kurz gesagt: H&auml;ng dich besser rein, sonst musst auch du bald Unkraut im Stadtpark j&auml;ten. &ldquo;Zumutbar&rdquo; lautete das Schlagwort dieser Jahre, gemeint war, dass, wer staatliche Hilfe in Anspruch nehme, jeden Job annehmen m&uuml;sse, der ihm vom Amt angeboten werde. Als jemand aus der SPD sagte, das bedeute ja auch, dass ein Minister unter Umst&auml;nden k&uuml;nftig W&uuml;rstchen verkaufen m&uuml;sse, antwortete Scholz kalt, er w&uuml;rde W&uuml;rstchen verkaufen. Was sei denn das f&uuml;r eine Welt, in der man Arbeit f&uuml;r unw&uuml;rdig halte, die man anderen zumuten will. So war der Umgang mit Leuten, denen es Sorgen machte, dass sie auch nach jahrzehntelangem Berufsleben im Fall unverschuldeter Arbeitslosigkeit in Arbeitskolonnen eingeteilt werden k&ouml;nnten.<br>\nWas folgte, war der Niedergang der SPD. Scholz aber verkaufte keine W&uuml;rstchen, er scholzte jahrelang in gro&szlig;en Koalitionen mit und genoss vereinzelte Stimmen der Verzweiflung, nach denen er Kanzlerformat habe. Bis er, Episode Nummer drei, von einer Laune der Geschichte im Jahr 2017 zum Finanzminister gemacht wurde. Er folgte auf Wolfgang Sch&auml;uble, der mit seiner Austerit&auml;tspolitik im Begriff war, halb S&uuml;deuropa zugrunde zu richten. Und die schwarze Null in Deutschland zu einem politischen Fetisch machte. M&ouml;gen die Infrastruktur kaputtgehen und die Schulen vergammeln: Hauptsache, wir geben nicht mehr aus, als wir haben. Und die anderen in Europa auch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2019-08\/olaf-scholz-spd-vorsitz-finanzminister-konservatismus\">ZEIT<\/a>\n<p><em>Im Laufe des Vormittag wird dazu noch ein redaktioneller Beitrag von Albrecht M&uuml;ller auf den NachDenkSeiten erscheinen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Pistorius und K&ouml;pping kandidieren f&uuml;r SPD-Vorsitz<\/strong><br>\nZwei Wochen haben Bewerber noch Zeit, sich zu melden &ndash; nun scheint in das Rennen um den SPD-Vorsitz Schwung zu kommen. Nach SPIEGEL-Informationen haben der nieders&auml;chsische Innenminister Boris Pistorius und die s&auml;chsische Integrationsministerin Petra K&ouml;pping intern ihre Kandidatur angek&uuml;ndigt.<br>\nAm Sonntag wollen sie nach Angaben aus Parteikreisen mit einer Pressekonferenz ihre Kampagne einl&auml;uten. Pistorius, 59, f&uuml;hrt seit dem Jahr 2013 das Innenressort in Hannover und hat sich &uuml;ber die Landesgrenzen hinweg einen Namen in der Sicherheitspolitik gemacht. Zuvor war er Oberb&uuml;rgermeister in Osnabr&uuml;ck.<br>\nAuch K&ouml;pping, 61, hat ihre Wurzeln in der Kommunalpolitik. Sie war von 2001 bis 2008 Landr&auml;tin des Landkreises Leipziger Land. Seit 2014 ist sie Integrationsministerin der schwarz-roten Landesregierung in Sachsen. Neben Pistorius und K&ouml;pping haben sich bislang vier weitere Duos f&uuml;r das Rennen um den Vorsitz angek&uuml;ndigt. Bis zum 1. September l&auml;uft noch die Bewerberfrist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-boris-pistorius-und-petra-koepping-kandidieren-fuer-spd-vorsitz-a-1282200.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der derzeitige Bundesfinanzminister wei&szlig; wohl nicht, ob er mit diesem Amt zeitlich ausgelastet ist oder nicht. Seit Juni d&uuml;rften seine Aufgaben eher zu- denn abgenommen haben. Wieso kommt Herr Scholz also nun offensichtlich zu der Annahme, er k&ouml;nne nun auch Parteivorsitzender werden? Oder m&ouml;chte er vielleicht sein Ministeramt abgeben &ndash; bevor sein Versagen (z.B. bei der Bek&auml;mpfung von Geldw&auml;sche oder der Herstellung von Steuergerechtigkeit) zu offensichtlich werden k&ouml;nnte?<\/em><\/p>\n<p><em>Mit Herrn Pistorius soll wohl die &ldquo;Hannover-Achse&rdquo; belebt werden. Beide Spitzenpolitiker der SPD haben also gute Kontakte Gerhard Schr&ouml;der und seinen programmatischen Inhalten. Beiden Politikern &ndash; &uuml;brigens wie Schr&ouml;der gelernte Juristen &ndash; mangelt es offensichtlich an &ouml;konomischer Kompetenz, die jedoch notwendig w&auml;re, um bei der fr&uuml;heren und potentiell-zuk&uuml;nftigen W&auml;hlerschaft der SPD punkten zu k&ouml;nnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wie Europa vom Spielzeug zum echten Mitspieler werden kann<\/strong><br>\nDas Wiederaufleben globalen Gro&szlig;machtstrebens setzt der EU zu. Sie muss sich im chinesisch-russisch-amerikanischen Gerangel behaupten. (&hellip;)<br>\nUm Br&uuml;ssel f&uuml;r ein geopolitisches Zeitalter zu r&uuml;sten, muss die EU sich angew&ouml;hnen, strategisch zu denken. Au&szlig;enpolitik wird zunehmend auf der Ebene von Staats- und Regierungschefs gemacht. Der Pr&auml;sident des Europ&auml;ischen Rates sollte zudem eine proaktivere Rolle in der EU-Au&szlig;enpolitik &uuml;bernehmen und eine globale Pr&auml;senz, etwa in Form eines &bdquo;Chairman of the Board&ldquo;, aufbauen.<br>\nDer Europ&auml;ische Rat sollte sich auf eine Agenda zum Thema &bdquo;Souver&auml;nit&auml;t der EU in einer multipolaren Welt&ldquo; einigen. Diese sollte wirtschaftliche und finanzielle Elemente (Bew&auml;ltigung von Sekund&auml;rsanktionen, die Rolle des Dollars, Zahlungssysteme, Investitionsscreening, Technologieregulierung), Sicherheits- und Verteidigungselemente (F&ouml;rderung einer gr&ouml;&szlig;eren europ&auml;ischen Verantwortung und Widerstandsf&auml;higkeit gegen konventionelle, hybride und Cyberbedrohungen) und politische Diplomatie umfassen. Und um diese Agenda umzusetzen, m&uuml;ssen wir den Hohen Vertreter f&uuml;r Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik durch m&auml;chtige Stellvertreter st&auml;rken.<br>\nEine M&ouml;glichkeit w&auml;re ein Team von europ&auml;ischen Kommissaren, die verschiedene Teile der Welt abdecken. Eine andere w&auml;re, nationale Au&szlig;enminister mit Aufgaben im Namen Europas zu beauftragen. Zur Reorganisation der europ&auml;ischen Verteidigung: Die Nato wird weiterhin die zentrale Institution f&uuml;r die territoriale Verteidigung Europas gegen Russland und anderen Angreifer sein. Aber f&uuml;r alle anderen Bereiche der europ&auml;ischen Sicherheit bedarf es neuer Wege, um sich besser zu organisieren und mehr Verantwortung zu &uuml;bernehmen &ndash; ob als besserer Partner f&uuml;r die USA oder um bei Bedarf allein handeln zu k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nDie Europ&auml;er sollten verst&auml;rkt dar&uuml;ber nachdenken, mehr Milit&auml;rbasen im Ausland zu etablieren, auch dauerhaft. Polens Vorschlag einer &bdquo;Fort Trump&ldquo;-Basis ist kontraproduktiv, weil er allen voran wieder die USA in die Pflicht nimmt und dabei die Nato umgeht. Zumindest aber zeigt der Vorschlag, dass der Nato-Gipfel in Wales damals danebenlag, als man sich gegen eine permanente Stationierung von Truppen in Osteuropa entschied. Wenn die EU-Mitgliedstaaten auch nur eine kleine Milit&auml;rbasis in Polen gr&uuml;nden w&uuml;rden, w&auml;re dies ein starker Beweis f&uuml;r die Solidarit&auml;t der europ&auml;ischen Verteidigung.<br>\nIm Kosovo sollte die EU die F&uuml;hrung der dortigen Nato-Mission &uuml;bernehmen, um ihrem amerikanischen Partner zu beweisen, wie ernst sie es meint und wie wirksam sie sein kann. Schritte wie diese werden f&uuml;r die USA besonders &uuml;berzeugend sein, wenn die EU innerhalb der Nato ein europ&auml;isches Ambitionsniveau formuliert und gemeinschaftliche Verantwortung f&uuml;r die Bereitstellung eines gewissen Teils der zuk&uuml;nftig geplanten F&auml;higkeiten der Nato &uuml;bernimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/softball-in-einer-hardball-welt-wie-europa-vom-spielzeug-zum-echten-mitspieler-werden-kann\/24891002.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Wenn das der Weg ist, den Europa geht, dann bleibt von Friedenspolitik nichts mehr &uuml;brig.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wackelt Hongkong, w&auml;chst Trump &ndash; und Europa schrumpft<\/strong><br>\nDie Proteste in Hongkong sind geopolitisch von grosser Bedeutung. Geht der chinesische Staatskapitalismus unter, jubeln die USA. (&hellip;)<br>\nErstens: Die KP Chinas wird demaskiert. Die in Hongkong protestierende Jugend enth&uuml;llt zur Freude der USA den autorit&auml;ren Charakter des chinesischen Systems. Eine Unterst&uuml;tzung der Aufst&auml;ndischen durch die CIA ist nicht belegt, aber denkbar: &lsaquo;This storm escalated quickly and it was well organised. We have reasons to believe there were masterminds behind the storm&rsaquo;, sagte Tung Chee-hwa, Regierungschef Hongkongs von 1997 bis 2005, k&uuml;rzlich vor rund 100 Gesch&auml;ftsleuten.<br>\nZweitens: Peking isoliert sich selbst. Sollte China den Aufstand mit Waffengewalt niederschlagen, k&auml;me die Integration des Riesenreiches in die internationale Ordnung vorerst zum Erliegen. Schon der Truppenaufmarsch im benachbarten Shenzhen schadet der Reputation. Die Anerkennung als vollwertiges Mitglied der Welthandelsorganisation WTO ist derzeit undenkbar. Die USA sind seit jeher dagegen, China die Meistbeg&uuml;nstigung im internationalen Handel einzur&auml;umen.<br>\nDrittens: Der Freiheitskampf in Hongkong zwingt Europa an die Seite von Trump. Der Handelskrieg, den Trump derzeit im Alleingang f&uuml;hrt, w&uuml;rde sp&auml;testens im Fall einer Niederschlagung der Proteste durch ein internationales Sanktionsregime flankiert. Europa, das bisher darauf hofft, als Kriegsgewinner aus der Konfrontation USA versus China hervorzugehen, w&auml;re gezwungen, sich den Amerikanern unterzuordnen.<br>\nViertens: Chinas Exportmaschinerie ger&auml;t ins Stottern. Schon der bisherige Handelskonflikt schadet China mehr als den USA, was daran liegt, dass die US-Exporte nach China traditionell sehr viel geringer ausfallen als die chinesischen Importe in die USA. Stoppt Peking alle 120 Milliarden Dollar an US-Importen, macht das nur etwa ein halbes Prozent des amerikanischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) aus.<br>\n&Auml;rgerlich, aber verkraftbar. Stoppen die USA die Importe Chinas, verliert das Reich der Mitte mehr als vier Prozent seiner Wirtschaftsleistung. Das bedeutet Krise. Schon bisher hat sich das chinesische Wirtschaftswachstum auf das niedrigste Niveau seit fast 30 Jahren verlangsamt.<br>\nF&uuml;nftens: Amerikas Konzerne werden zu B&uuml;ndnisgenossen wider Willen. Notgedrungen haben US-Konzerne begonnen, ihre Wertsch&ouml;pfungsketten um China herum zu verlegen. Allein im ersten Quartal 2019 pumpten ausl&auml;ndische Investoren 10,8 Milliarden Dollar in das benachbarte Vietnam, ein Anstieg der Direktinvestitionen um 86,2 Prozent.<br>\nSechstens: Der Aufstieg des Netzausr&uuml;sters Huawei k&ouml;nnte &ndash; wie von Trump gew&uuml;nscht &ndash; so nicht fortgesetzt werden. Der strategische Ansatz des Pr&auml;sidenten, chinesische Unternehmen aus dem Hochtechnologiebereich der USA fernzuhalten, setzt sich allm&auml;hlich durch. Auch die deutsche Bundesregierung kann sich dem auf Dauer nicht widersetzen.<br>\nSiebtens: Die Geste des antikommunistischen Freiheitsk&auml;mpfers hilft dem Wahlk&auml;mpfer Trump. Amerika steht in dieser Frage geschlossen hinter ihm. Stolz tweetet er: &lsaquo;Biden doesn&rsquo;t have a clue! I will solve the China problem.&rsaquo; Die oppositionellen Demokraten &ndash; die immer auf eine Partnerschaft mit China gesetzt hatten und jede Schroffheit gegen&uuml;ber Peking vermieden &ndash; stehen als Naivlinge da, &lsaquo;on the wrong side of history&rsaquo;, wie man in Amerika sagt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Hongkong-China-USA-Trump-Gewinner-Verlierer\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>John Bolton doesn&rsquo;t want a trade deal with the UK &ndash; he wants to colonise us<\/strong><br>\nJohn Bolton doesn&rsquo;t do free trade. He does regime change in countries such as North Korea, Venezuela and Cuba. He does military interventions, notoriously in Afghanistan in 2001, Iraq in 2003 and Libya in 2011. He does punitive sanctions and embargoes. He does spite.<br>\nBolton&rsquo;s speciality is tearing up multilateral agreements, such as the Iran nuclear deal and the Paris climate accord, which he claims undermine US national sovereignty. For the same reason, he reviles the very idea of the UN, international law and the international criminal court (ICC).<br>\nSo when Bolton, whose actual job is national security adviser to Donald Trump, came to London this week to meet Boris Johnson and senior ministers, the real focus of his visit, despite the Whitehall briefings, was not on a post-Brexit bilateral trade deal. It was on regime change in the UK. Bolton, a lifelong neoconservative ideologue, Muslim-baiting thinktanker and erstwhile Fox News commentator, does not give a hormone-filled sausage or chlorine-rinsed chicken wing for a free trade pact, fair or otherwise. Midwest wheat and soya exports are not his thing. What Bolton really does care about is exploiting the UK&rsquo;s recent governmental upheaval, which almost anywhere else would be described as a rightwing coup, to America&rsquo;s, and Trump&rsquo;s, advantage. In short, the former colonies are out to colonise the UK. (&hellip;)<br>\nFreed from EU shackles, the UK, Bolton said, &ldquo;will be pursuing UK national interests as it sees them&rdquo;. For UK in that sentence, read US-approved. The UK will not even enjoy the equivalent position of one of the 50 US states, whose rights are protected by the federal constitution. On offer, if and when Johnson caves, is the status of mere satrapy &ndash; a tame, timid outpost of the American empire.<br>\nFor this is the third Bolton aim: to enlist a radically repurposed and realigned UK in pursuit of his singular vision of American global hegemony, of the truly exceptional nation whose power and dominion know no limits and whose enemies quail before its unrivalled might. In Bolton&rsquo;s imperious worldview, the pre-eminent, muscular and righteous US republic rises above all others, sustained by the ultra-conservative, libertarian, populist-nationalist preconceptions and prejudices that only those with commensurately tiny minds can seriously entertain.<br>\nNever mind that the shining city on a hill is now &ldquo;an ugly pile of rubble&rdquo;, as the US commentator, Maureen Dowd, sadly noted at the weekend. This is the recycled project for the new American century to which Johnson and his blindly buccaneering Brexiteers, trading time-honoured principles for quick bucks, are about to sign up. It will not make us prosperous or safe. It will make us ashamed.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2019\/aug\/13\/john-bolton-trade-deal-uk-colonise\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Putin zwischen Trump und Xi Jinping<\/strong><br>\nDie gegenw&auml;rtigen Unruhen in Moskau lassen eine Frage aufkommen, die &uuml;ber die aktuellen Ereignisse hinauszuf&uuml;hren geeignet ist: Welche Rolle spielt  Russland in der Abl&ouml;sung des Liberalismus, d.h., des in die Krise gekommenen  westlich dominierten Weltbildes?<br>\nIn der westlichen Presse erscheint es so, als w&uuml;rden mit der gewaltsamen Zur&uuml;ckweisung nach freiem Zugang zu den Moskauer Regionalwahlen jegliche freiheitlichen Regungen in Russland unterdr&uuml;ckt. Wladimir Putins k&uuml;rzlich gegen&uuml;ber Redakteuren der &bdquo;Financial  Times&ldquo;[1] ge&auml;u&szlig;erte Kritik an der &bdquo;liberalen Idee&ldquo; und seine gleichzeitige verst&auml;rkte Hinwendung nach China hat dieser Sicht reichlich Nahrung gegeben.<br>\nEine genauere Betrachtung l&auml;sst allerdings eine andere, wenn auch paradoxe Perspektive erkennen. In ihr tritt Putin als Konservator eben dieser weltweit in die Krise geratenen liberalen Ordnung hervor, ja, er mahnt auf nationalen und internationalen Foren sogar deren Einhaltung an. Mit Blick auf das Inland spiegelt sich das selbst in dem oben genannten Gespr&auml;ch mit der &bdquo;Financial Times&ldquo;, in dem er sich ungeachtet seiner generellen Kritik am Liberalismus f&uuml;r liberale Freiheiten auch in Russland ausspricht, wenn ihre Wahrnehmung nicht zum Schaden f&uuml;r die Gemeinschaft f&uuml;hre.<br>\nDie aktuellen Moskauer Proteste erscheinen vor diesem Hintergrund eher als hilfloses Aufbegehren gegen diese widerspr&uuml;chliche Realit&auml;t einer, vor allem von jungen Leuten als repressiv erlebten Toleranz im heutigen Moskau, als ein Aufbegehren, das zwar berechtigt,  verst&auml;ndlich und mutig ist, das allerdings gesellschaftsver&auml;ndernde Kraft erst wird entfalten k&ouml;nnen, wenn es die Grenzen, die dem Liberalismus heute allgemein und im Besonderen im nachsowjetischen Russland gesetzt sind, erkennt und in seinen Protest einbezieht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kai-ehlers.de\/2019\/08\/putin-zwischen-trump-und-xi-jinping\/\">Kai Ehlers<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Riexinger fordert Politikwechsel von SPD<\/strong><br>\n[&hellip;] Sawicki: ja, gerade in dieser Woche wurde, am 13. August wieder, an den Tag des Mauerbaus gedacht. Ihre Kollegin Katja Kipping hat sich dann aber an dem Tag mit einem Kaffeebecher fotografieren lassen auf Twitter. Ist das der richtige Umgang mit der Geschichte?<br>\nRiexinger: Das wei&szlig; ich jetzt nicht, ich kenne das Bild jetzt gar nicht, da erwischen Sie mich auf dem falschen Fu&szlig;. Aber gerade Katja Kipping steht ja ganz klar daf&uuml;r, dass sie einen Bruch hat mit dem Stalinismus in der DDR oder mit dem Mauerbau und hat ja eine ganz fortschrittliche Vorstellung von einer zuk&uuml;nftigen Gesellschaft. Also sie ist ja geradezu ein Beispiel f&uuml;r &#61573;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/die-linke-zu-rot-rot-gruen-riexinger-fordert-politikwechsel.694.de.html?dram:article_id=456582\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.F.:<\/strong> DLF-Moderator Peter Sawicki unterh&auml;lt sich mit Bernd Riexinger &uuml;ber die Zukunft der SPD und die Koalitionsf&auml;higkeit der Linken. Zum Ende hin darf nat&uuml;rlich der fast schon &uuml;blich gewordene Hinweis auf die mutma&szlig;lich inkonsequente Aufarbeitung der SED-Vergangenheit nicht fehlen, aber besonders kurios wird es, als Sawicki Riexinger mit einem Twitter-Photo von Katja Kipping und einem Kaffeebecher konfrontiert. Die Reaktion Riexingers ist zum Haareraufen, denn anstatt zur&uuml;ckzufragen, warum Linke am 13. August keinen Kaffee trinken d&uuml;rfen eiert er herum, dass man sich fast schon wundert, warum er sich nicht noch daf&uuml;r bedankt, mit Dreck beworfen worden zu sein.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es geht um diesen Tweet &hellip;<\/em><\/p>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Beim Warten auf den Zug nach <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Calau?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Calau<\/a> in <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Brandenburg?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Brandenburg<\/a> g&ouml;nn ich mir noch nen Kaffee. Aus dem mitgebrachten &amp; wiederverwendbaren Thermobecher schmeckt&lsquo;s noch besser als aus dem Wegwerfbecher. &#128521; Heute Nachmittag darf ich dann im Wahlkampf in <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Lauchhammer?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Lauchhammer<\/a> Eis ausgeben. <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/LtwBrandenburg?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#LtwBrandenburg<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/rhgjniggjB\">pic.twitter.com\/rhgjniggjB<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Katja Kipping (@katjakipping) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/katjakipping\/status\/1161201911757987840?ref_src=twsrc%5Etfw\">August 13, 2019<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p> <\/p>\n<p><em>&hellip; und was daran &ndash; auch im Kontext mit dem Mauerbau &ndash; auszusetzen ist, sollte Peter Sawicki uns eigentlich noch einmal genau erkl&auml;ren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bundestagsgutachten: Festsetzung des iranischen Tankers &bdquo;Grace 1&ldquo; vor Gibraltar war v&ouml;lkerrechtswidrig<\/strong><br>\nDie wochenlange Festsetzung des iranischen Tankers &bdquo;Grace 1&ldquo; vor Gibraltar war v&ouml;lkerrechtswidrig. Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages. (&hellip;)<br>\nDie Untersuchung im Auftrag der Linken-Bundestagsfraktion kommt zu dem Schluss, dass die Durchsetzung von EU-Sanktionen nicht &uuml;ber internationalem Recht steht und somit auch die von der Bundesregierung getragene Begr&uuml;ndung der britischen Regierung f&uuml;r die Festsetzung nicht rechtens war. &bdquo;Ma&szlig;nahmen auf der Grundlage des EU-Sanktionsregimes sind insofern nur statthaft, als sie auch mit den einschl&auml;gigen v&ouml;lkerrechtlichen Rahmenvorgaben vereinbar sind&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Gutachten. Am Donnerstag hatten die Beh&ouml;rden von Gibraltar die Beschlagnahmung des Schiffes mit mehr als zwei Millionen Tonnen iranischen Roh&ouml;ls aufgehoben. Die USA blockieren jedoch nach wie vor die Weiterfahrt des Tankers. Ein Bundesgericht ordnete die Beschlagnahme des &Ouml;ls an.<br>\n&bdquo;Beide Akteure [EU und USA] k&ouml;nnen sich nicht auf eine Autorisierung ihrer Sanktionen durch eine externe, &uuml;bergeordnete Ebene berufen. Der Vorwurf, letztlich eigene (nationale oder regionale) Interessen zu verfolgen, steht im Raum und unterminiert die Glaubw&uuml;rdigkeit des Sanktionsregimes&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Gutachten weiter. Gro&szlig;britannien geht davon aus, dass das Roh&ouml;l f&uuml;r Syrien bestimmt war. Der Iran bestreitet das. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Die Festsetzung des iranischen &Ouml;ltankers ,Grace 1&prime; durch Gibraltar war mit dem Seev&ouml;lkerrecht nicht vereinbar und rechtswidrig. Die Linke begr&uuml;&szlig;t daher die Freigabe des beschlagnahmten Schiffes&rdquo;, erkl&auml;rten Sevim Dagdelen, Vizechefin der Linken im Bundestag, sowie Andrej Hunko, europapolitischer Sprecher der Fraktion.<br>\nDas Gutachten zeige, &bdquo;dass es seitens der Bundesregierung grob fahrl&auml;ssig war, der britischen Rechtsauffassung hinsichtlich einer angeblich legalen Festsetzung des iranischen Tankers zu folgen. Die Freigabe des Tankers ist eine Bekr&auml;ftigung des V&ouml;lkerrechts und hoffentlich auch ein Beitrag zur Deeskalation gegen&uuml;ber dem Iran&ldquo;, sagte Dagdelen dem RND. Hunko forderte die Bundesregierung auf, angesichts der drohenden Eskalation auch in der Stra&szlig;e von Hormus &ldquo;auf den Boden des V&ouml;lkerrechtes&rdquo; zur&uuml;ckzukehren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ostsee-zeitung.de\/Nachrichten\/Politik\/Bundestagsgutachten-Festsetzung-des-iranischen-Tankers-Grace-1-vor-Gibraltar-war-voelkerrechtswidrig?fbclid=IwAR3nATgABMtwlDKwMQIagMXdao1lKCohVANKTQKir1eyqHNFXyes8iOP7vI\">Ostsee-Zeitung.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Timing ist alles: USA wollen Taiwan Kampfjets verkaufen<\/strong><br>\nDie auch von der westlichen &ldquo;Wertegemeinschaft&rdquo; gef&ouml;rderten und unterst&uuml;tzen Proteste in Hongkong dauern weiter an. Auch der Handelsstreit zwischen den beiden Superm&auml;chten ist keineswegs beigelegt. Jetzt sehen die USA offensichtlich den Augenblick gekommen, China geopolitisch in die Defensive zu treiben.<br>\nNach Angaben des US-Kongresses gedenkt Washington trotz des Widerstands Chinas, F-16-Kampfjets im Wert von acht Milliarden US-Dollar an Taiwan zu verkaufen. Der Vorsitzende des Ausw&auml;rtigen Ausschusses im Repr&auml;sentantenhaus, der Demokrat Eliot Engel, und der rangh&ouml;chste Republikaner in dem Gremium, Michael McCaul, begr&uuml;&szlig;ten den geplanten Verkauf.<br>\nBeide zeigten sich in einer gemeinsamen Mitteilung am Freitag zuversichtlich, dass der Verkauf &uuml;ber Parteigrenzen hinweg Unterst&uuml;tzung im Kongress finden werde. Der Schritt d&uuml;rfte die Spannungen zwischen den USA und China weiter anheizen. (&hellip;)<br>\nErst im vergangenen Monat hatte das Pentagon dem Kongress den geplanten Verkauf von Waffen im Wert von etwa zwei Milliarden Dollar an Taiwan gemeldet. Dabei ging es unter anderem um 108 Panzer vom Typ M1A2T Abrams sowie 250 Stinger-Raketen, Maschinengewehre und Ausr&uuml;stung. China hatte dagegen protestiert.<br>\nDer Sprecher des chinesischen Au&szlig;enministeriums Geng Shuang ordnete die aktuellen Entwicklungen wie folgt ein:<br>\nDer US-Waffenverkauf an Taiwan stellt eine schwere Verletzung des V&ouml;lkerrechts und der Normen der internationalen Beziehungen dar. Er verst&ouml;&szlig;t ernsthaft gegen das Ein-China-Prinzip und die Regeln der drei gemeinsamen Sino-USA-Kommuniqu&eacute;s. Es handelt sich um eine grobe Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas, die Chinas Souver&auml;nit&auml;ts- und Sicherheitsinteressen schadet. China ist sehr unzufrieden und lehnt das Vorgehen entschieden ab.<br>\nChina hatte Washington wiederholt davor gewarnt, weiter an der Eskalationsschraube zu drehen. Notfalls werde man die eigenen Rechte und Interessen auch milit&auml;risch zu verteidigen wissen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/91334-timing-ist-alles-usa-wollen-taiwan-kampfjets-verkaufen\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><strong>Dazu: USA wollen Waffendeal mit Taiwan<\/strong><br>\nNoch ist der Deal nicht offiziell, aber die US-Regierung hat laut Medienberichten bereits den US-Kongress informiert: Demnach geht es um 66 F-16-Kampfjets im Wert von acht Milliarden Dollar.<br>\nDie will Washington an Taipeh verkaufen &mdash; trotz aller Proteste aus Peking. Die chinesische Regierung lehnt grunds&auml;tzlich alle Waffenverk&auml;ufe an Taiwan ab, weil sie den Inselstaat im Osten als abtr&uuml;nnige Provinz betrachtet. Besonders kritisch aber sieht Peking die Lieferung von Kampfflugzeugen. (&hellip;)<br>\nWeder das Wei&szlig;e Haus noch das Au&szlig;enministerium wollten das Gesch&auml;ft bislang kommentieren. Bevor der Verkauf im kommenden Monat offiziell werden kann, m&uuml;ssen noch Abgeordnetenhaus und Senat zustimmen. (&hellip;)<br>\nDie USA haben sich als einziges Land verpflichtet, Taiwan milit&auml;risch zu unters&uuml;tzten. Seit 2008 wurden so Milit&auml;rg&uuml;ter im Wert von 24 Milliarden Dollar an den Inselstaat verkauft, allein in den vergangenen zwei Monaten Panzer und Abwehrraketen f&uuml;r zwei Milliarden Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/usa-taiwan-waffengeschaeft-101.html\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> &bdquo;America first&ldquo; bedeutet f&uuml;r die Trump-Regierung offensichtlich vor allem, den riesigen heimischen Milit&auml;rkomplex finanziell abzusichern. Was w&uuml;rde wohl passieren, wenn China und\/oder Russland Waffen an Kuba oder Venezuela verkaufen (wollen)?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Und die EU hat sich derweil Vietnam als Premiumpartner an der Grenze des chinesischen Einflussgebiets <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53962#h02\">auserkoren<\/a> &ndash; geostrategische Spannung l&auml;sst offenbar die Kassen klingeln.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Kosten der Wirtschaftskriege<\/strong><br>\nDie Wirtschafts- und Sanktionskriege der westlichen M&auml;chte belasten zusehends die deutsche Industrie und drohen die Bundesrepublik tiefer in die Rezession zu st&uuml;rzen. War es deutschen Unternehmen noch gelungen, ihre Einbu&szlig;en durch die 2014 verh&auml;ngten Russland-Sanktionen durch Gesch&auml;fte mit anderen L&auml;ndern auszugleichen, so schl&auml;gt sich der US-Wirtschaftskrieg gegen China in wachsendem Ma&szlig; in empfindlichen Einbu&szlig;en deutscher Konzerne nieder. Unter dem Druck der Trump&rsquo;schen Strafz&ouml;lle geht mittlerweile der Absatz in der Volksrepublik zur&uuml;ck; die Verk&auml;ufe dort angesiedelter deutscher Kfz-Werke schw&auml;cheln, der Export ger&auml;t ins Wanken. Im Juni lag der Wert der deutschen Ausfuhr nach China um ein Achtel unter dem Wert des Vorjahresmonats. Laut einer aktuellen Untersuchung des Kieler Instituts f&uuml;r Weltwirtschaft (IfW) muss die EU wegen der strafzollbedingten Verteuerung einiger US-Produkte zudem mit Mehrkosten von &uuml;ber einer Milliarde Euro rechnen &ndash; pro Jahr. Alternative M&auml;rkte, auf denen die Einbu&szlig;en ausgeglichen werden k&ouml;nnten, sind immer h&auml;ufiger durch Sanktionen blockiert. (&hellip;)<br>\nDabei blockieren die Wirtschaftskriege, die die westlichen M&auml;chte f&uuml;hren, um ihre verfallende globale Dominanz zu bewahren, in zunehmendem Ma&szlig; auch alternative M&auml;rkte, die zwar kaum in der Lage w&auml;ren, die Einbu&szlig;en zu ersetzen, die sie aber doch zumindest ein wenig lindern k&ouml;nnten. So leidet das deutsche Nah- und Mittelostgesch&auml;ft daran, dass Syrien mit EU-Sanktionen und Iran mit extraterritorialen US-Sanktionen belegt sind; Gesch&auml;fte mit den beiden L&auml;ndern sind daher kaum m&ouml;glich. Die Wirtschafts- und Sanktionskriege basieren auf derselben Logik wie milit&auml;risch gef&uuml;hrte Kriege: Es gewinnt, wer die schlimmsten, t&ouml;dlichen Verluste vermeiden kann. Verlierer aber sind alle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8014\/\">German-Foreign-Policy.com<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Aber dennoch &ndash; trotzalledem &ndash; steht auch diese Bundesregierung fest an der Seite der USA &ndash; auch mit einem Herrn Trump als Pr&auml;sident. Warum eigentlich?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Tories plan to raise the state pension age to 75 over the next 16 years<\/strong><br>\nGovernment will raise age of state pension from 67 to 75 based on think tank findings from Iain Duncan Smith<br>\nThe state pension age is set to rise to 75 over the next 16 years &mdash; based on a plan by new PM Boris Johnson &rsquo;s favourite think tank.<br>\nIt would go up to 70 just nine years from now as the change is phased in.<br>\nA report out today by the Centre for Social Justice says Britain can no longer afford the current plan to raise the pension age to 67 in 2028 then 68 by 2046, so it must be speeded up.<br>\nThe pensions bill has ballooned from &pound;17billion in 1989 to &pound;92billion now, making up &pound;4 of every &pound;10 of welfare spending, the report adds. By 2023 it will cost &pound;20billion more as the population ages and the birthrate falls.<br>\nIt proposes raising the eligible age to 70 by 2028 and 75 by 2035.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mirror.co.uk\/news\/politics\/tories-raise-state-pension-age-18953679?utm_source\">Mirror<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Klimawandel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Tierbestand hat sich weltweit halbiert<\/strong><br>\nDer World Wide Fund For Nature (WWF) hat die Studie &bdquo;Below The Canopy&ldquo; ver&ouml;ffentlicht, die sich der Entwicklung von globalen Tierpopulationen in W&auml;ldern widmet. Dabei haben Forscher herausgefunden, dass die Best&auml;nde von Waldtieren auf der ganzen Welt um mehr als die H&auml;lfte zur&uuml;ckgegangen sind. Daf&uuml;r wurden Daten seit 1970 ausgewertet.<br>\nIn der Studie wurden 455 Populationen und 268 Wirbeltierarten untersucht, die in W&auml;ldern leben und vollst&auml;ndig von ihm abh&auml;ngig sind. Besonders betroffen sind Tiere in den Tropen, wie etwa dem Amazonas-Regenwald.<br>\nEs gibt noch den Wald, es gibt noch eine Baumbedeckung, aber die Qualit&auml;t darunter ist nicht mehr so gut, dass die Tiere entsprechend dort leben k&ouml;nnen. &ndash; Susanne Winter, WWF<br>\nDer Wald ist ein komplexes System, in dem Tiere, Pflanzen und andere Organismen zusammenleben und miteinander interagieren. Der R&uuml;ckgang der Tierbest&auml;nde in den W&auml;ldern hat daher weitreichende Folgen f&uuml;r das ganze &Ouml;kosystem sowie f&uuml;r Mensch und Klima.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/detektor.fm\/wissen\/wwf-report-zur-population-der-waldtiere\">detektor.fm<\/a><\/li>\n<li><strong>Kommunikation zum Landnutzungs-Report des IPCC: Julia spricht, der Rest ist Schweigen<\/strong><br>\nDie Abk&uuml;rzung ist unscheinbar, und doch ist es eines der wohl gr&ouml;&szlig;ten, aufw&auml;ndigsten und kompliziertesten Projekte der Wissenschaftsgeschichte: der IPCC, in Langform Intergovernmental Panel on Climate Change. Tausende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt arbeiten dort &uuml;ber Landes- und Fachgrenzen unter strengen, internen Regeln (und meist ehrenamtlich) zusammen, um den schier un&uuml;berschaubaren Berg von Forschungsergebnissen rund um den Klimawandel zu b&uuml;ndeln und zu bewerten. So komplex der Prozess, so klar ist der Auftrag: eine belastbare Entscheidungsgrundlage f&uuml;r die Politik erarbeiten. Dazu ver&ouml;ffentlicht der IPCC etwa alle sieben Jahre den sogenannten Weltklimabericht &ndash; dazwischen in unregelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden umfangreiche Spezialreports, die sich mit einzelnen Fragen der Erd&uuml;berhitzung befassen.<br>\nAm Donnerstag vergangener Woche war es wieder soweit: Auf einer Pressekonferenz in Genf legte der IPCC seinen Sonderbericht &uuml;ber Klimawandel und Landsysteme (SRCCL) vor. Der Bericht befasst sich mit dem Anteil der Land- und Forstwirtschaft am Klimawandel und umgekehrt den Folgen des Klimawandels f&uuml;r diese Sektoren &ndash; und er analysiert, wie ein anderes Ern&auml;hrungssystem und andere Praktiken in der Landwirtschaft zum Klimaschutz beitragen k&ouml;nnten. Wie &uuml;blich enth&auml;lt der Bericht eindr&uuml;ckliche Aussagen, die man als Aufforderung zu politischem Handeln verstehen muss. Und wie &uuml;blich bei IPCC-Berichten enth&auml;lt er ein so genanntes  &ldquo;Summary for Policymakers&rdquo;, also eine speziell f&uuml;r die Politikberatung gedachte Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen des rund 300-seitigen Reports. (&hellip;)<br>\nZwar gibt es eine beeindruckende Liste von Beh&ouml;rden und Wissenschaftseinrichtungen, deren Hauptfokus auf den Themenkomplex Land, Boden, Wald gerichtet ist. Doch fast ebensolang ist die Liste der Einrichtungen, die &ndash; ausweislich der auf ihren Websites sichtbaren Aktivit&auml;ten und Ver&ouml;ffentlichungen &ndash; zum j&uuml;ngsten IPCC-Report schweigen. Sie reicht auf Seiten der Beh&ouml;rden von der  Bundesanstalt f&uuml;r Landwirtschaft und Ern&auml;hrung und dem dazugeh&ouml;rigen Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) in Deutschland, &uuml;ber die &ouml;sterreichische Bundesanstalt f&uuml;r Agrarwirtschaft bis hin zum Eidgen&ouml;ssischen Departement f&uuml;r Umwelt sowie dem Bundesamt f&uuml;r Umwelt in der Schweiz.<br>\nKleine Inseln im Meer der beh&ouml;rdlichen Nicht-Kommunikation zum IPCC-Landreport bilden lediglich die Umweltbundes&auml;mter in Deutschland und &Ouml;sterreich: So ist auf der Website des Umweltbundesamtes in Wien eine kurze Meldung mit Link zum englischsprachigen &ldquo;Summary for Policymakers&rdquo; zu finden, und das deutsche Pendant k&uuml;ndigt eine Informationsveranstaltung an f&uuml;r &ldquo;Multiplikatoren mit Vorwissen, die in der Information und Beratung von Entscheidungstr&auml;gerinnen und Entscheidungstr&auml;gern in Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft f&uuml;r den Umwelt- und Klimaschutz t&auml;tig sind&rdquo;. Termin: Anfang September, also einen ganzen Monat nach Ver&ouml;ffentlichung des Berichts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimafakten.de\/meldung\/kommunikation-zum-landnutzungs-report-des-ipcc-julia-spricht-der-rest-ist-schweigen\">klimafakten.de<\/a>\n<p><strong>Dazu: Klimaneutralit&auml;t kommt 2050 zwei Jahrzehnte zu sp&auml;t<\/strong><br>\nEine neue Methodik zur Berechnung von CO2-Budgets liefert dramatische Resultate: Um die Klima&uuml;berhitzung mit einer Zwei-Drittel-Wahrscheinlichkeit bei 1,5 Grad zu stoppen, m&uuml;sste die Welt schon Ende 2030 klimaneutral sein.<br>\nDie Menschheit hat ihr CO2-Budget noch nicht ganz aufgebraucht, sagt der Weltklimarat IPCC. Wenn sie die Treibhausgasemissionen bis Ende 2030 halbiert und dann bis zum Jahr 2050 auf netto null absenkt, dann hat sie eine Chance von 50 Prozent, die Klima&uuml;berhitzung bei 1,5 Grad zu stabilisieren.<br>\nWas auf den ersten Blick Hoffnung machen kann, ist in zweierlei Hinsicht problematisch.<br>\nZum einen ist die M&uuml;nzwurf-Wahrscheinlichkeit ein extremes Risiko, wenn man bedenkt, dass zwischen 1,5 und zwei Grad Kipppunkte des Klimasystems liegen k&ouml;nnen, nach deren &Uuml;berschreiten sich die Klimakrise selbst verst&auml;rkt &ndash; durch R&uuml;ckkopplungseffekte wie das Tauen des Permafrosts. Dann drohen eine Erw&auml;rmung um vier oder f&uuml;nf Grad und das Ende der menschlichen Zivilisation.<br>\nZum anderen rechnet der IPCC bei seinem CO2-Budget eine &ldquo;Klimahypothek&rdquo; von 100 Milliarden Tonnen nicht mit: &ldquo;Die m&ouml;gliche zus&auml;tzliche Freisetzung von Kohlendioxid aus Permafrost und Methan aus Feuchtgebieten w&uuml;rde das Budget um bis zu 100 Milliarden Tonnen CO2 in diesem Jahrhundert reduzieren und anschlie&szlig;end um noch mehr.&rdquo;<br>\nDass dieser Buchhaltungstrick m&ouml;glich ist, hat einen einfachen Grund: Bislang gab es noch keine allgemein anerkannte Methodik f&uuml;r die Berechnung von CO2-Budgets.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/erdsystem\/klimaneutralitaet-kommt-2050-zwei-jahrzehnte-zu-spaet\">klimareporter<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Klimaleugner werden h&auml;ufiger zitiert als Klimaforscher<\/strong><br>\nPersonen, die am menschlichen Einfluss auf den Klimawandel zweifeln oder ihn verleugnen, kommen in den Medien viel h&auml;ufiger zu Wort als renommierte Klimaforscherinnen und -forscher. Das wird in einer am Dienstag ver&ouml;ffentlichten Studie behauptet, an der es jedoch Kritik gibt. Die Autoren haben daf&uuml;r Zehntausende Artikel aus Zeitungen, Magazinen und von Onlineportalen daraufhin ausgewertet, wie oft Klimaskeptikerinnen und -skeptiker auf der einen und Expertinnen und Experten auf der anderen Seite zitiert werden.<br>\nDie sogenannten Klimaleugner &ndash;  und damit sind Menschen gemeint, die an der Tatsache zweifeln, dass der Mensch im Zuge der Industrialisierung durch Emissionen an Treibhausgasen aus Fabriken, Verkehr und Landwirtschaft ma&szlig;geblich und nachweislich das Klima auf der ganzen Erde auf gef&auml;hrliche Weise ver&auml;ndert &ndash; h&auml;tten sich &ldquo;zu einer lauten Stimme innerhalb von Politik und Wissenschaftskommunikation&rdquo; entwickelt, schreiben die Forscher im Fachmagazin Nature Communications (Petersen et al., 2019).<br>\nDas Team um den Hauptautor Alexander Petersen von der University of California hatte 100.000 Artikel analysiert, die zwischen den Jahren 2000 und 2016 erschienen waren. Dabei untersuchten sie, wie h&auml;ufig 386 ausgew&auml;hlte Klimawandelskeptiker, darunter Wissenschaftler, Wirtschaftsvertreterinnen und Politiker, zitiert oder erw&auml;hnt wurden. Wenn diese Menschen selbst Verfasser oder Verfasserin der Artikel waren, wurde auch das mitgez&auml;hlt. Dem stellte das Forscherungsteam die Erw&auml;hnungen von 386 renommierten Klimaforscherinnen und -forschern gegen&uuml;ber. (&hellip;)<br>\nDie Studie ergab, dass diese Skeptiker des Klimawandels selbst in seri&ouml;sen Medien wie der New York Times oder dem britischen Guardian &ouml;fter zitiert wurden als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die &ldquo;unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Sichtbarkeit skeptischer Argumentationen und ihrer Akteure in den Medien&rdquo; verdrehe &ldquo;die tats&auml;chliche Verteilung von Expertenmeinungen&rdquo; zu den Ursachen des Klimawandels, kritisierten die Studienautoren. (&hellip;)<br>\nInwieweit die Ergebnisse auf Deutschland &uuml;bertragbar sind, ist jedoch vollkommen unklar. Und auch an der Methodik &auml;u&szlig;erten Experten Kritik. So sagte Karsten L&uuml;bke, Professor f&uuml;r Wirtschaftsmathematik und Statistik an der FOM Hochschule Dortmund: &ldquo;Eine Folgerung, dass allgemein mehr &uuml;ber die Kritikerinnen und Kritiker als &uuml;ber die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler berichtet (&hellip;) wird, erscheint auf dieser Datenbasis nicht gerechtfertigt.&rdquo; Der Grund: Es wurde nicht verglichen, wie viele Artikel der unterschiedlichen Meinungen es gab, sondern an wie vielen Artikeln die ausgew&auml;hlten Personen beteiligt waren. Weil es aber deutlich mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geben d&uuml;rfte als Klimawandelleugner, erscheint es wahrscheinlich, dass deren Positionen in den Medien trotzdem deutlich h&auml;ufiger zu finden sind.*  (&hellip;)<br>\nDoch auch in Europa sind Zweifel am menschengemachten Klimawandel in der Politik zunehmend salonf&auml;hig. Wie eine Anfang des Jahres ver&ouml;ffentlichte Studie ergab, stehen vor allem rechte oder rechtspopulistische Parteien dem Klimaschutz grunds&auml;tzlich ablehnend gegen&uuml;ber. Nicht alle von ihnen leugnen zwar den Einfluss des Menschen auf die Erderw&auml;rmung, doch vor allem solche Rechtsparteien, die in den vergangenen Jahren stark gewachsen sind, tun es. Dazu geh&ouml;ren etwa die AfD, die &ouml;sterreichische FP&Ouml; oder die britische Ukip.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/2019-08\/university-california-klimawandel-leugner-studie\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>KLIMAKRISE WAS JETZT GETAN WERDEN MUSS<\/strong><br>\nHANDLUNGSPROGRAMM DER UMWELTVERB&Auml;NDE F&Uuml;R EFFEKTIVEN KLIMASCHUTZ<br>\nD&uuml;rresommer, Hitzewellen und Unwetter treiben bundesweit Hunderttausende auf die Stra&szlig;e. Sie eint die Sorge um unser aller Zukunft und sie fordern eine wirksame Eind&auml;mmung der Klimakrise. Wir wollen die Aufheizung des Klimas auf 1,5 Grad begrenzen, deswegen m&uuml;ssen wir schnell handeln. Zu diesem Ziel hat sich die Bundesregierung mit Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens v&ouml;lkerrechtlich ver-bindlich verpflichtet.Die Bundesregierung hat ihrem Klimakabinett den Auftrag gegeben, ein Programm f&uuml;r konsequen-ten Klimaschutz zu entwickeln. Im Herbst will es ein Klimaschutzgesetz auf den Weg bringen, mit dem Deutschland die Weichen in Richtung Klimaneutralit&auml;t stellt. Schon heute zeigt sich dabei: Weil Deutschland zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens nur &uuml;ber ein begrenztes Emissions-budget verf&uuml;gt, f&uuml;hren die Vers&auml;umnisse der Vergangenheit dazu, dass zuk&uuml;nftige Ma&szlig;nahmen schnell wirksam und sehr ambitioniert sein m&uuml;ssen. Wir Umweltverb&auml;nde werden die Bundesregierung deshalb daran messen, wie stark sie den Treibhausgas-Aussto&szlig; in ihrer Amtszeit senkt und wie schnell sie wirk-same Ma&szlig;nahmen auf den Weg bringt.Um &uuml;berhaupt noch eine Chance zu haben, die Klimakrise zu begrenzen, muss die Regierung deshalb in diesem Herbst sicherstellen, dass sie das f&uuml;r 2020 beschlossene Klimaschutz-Ziel so schnell wie m&ouml;g-lich erreicht und so den CO2-Aussto&szlig; um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 senkt. Die sich abzeichnende Verschleppung um mehrere Jahre ist inakzeptabel und wird auch von der Bev&ouml;lkerung nicht mehr ge-tragen.Am 20.09.2019 m&ouml;chte die Bundesregierung einen Ma&szlig;nahmenkatalog beschlie&szlig;en. Schon jetzt zeigt sich, dass eine Kombination aus reinen Anreizprogrammen und einem Einstieg in eine CO2-Bepreisung nicht ausreichend ist. N&ouml;tig sind klare und quantifizierbare ordnungsrechtliche Ma&szlig;nahmen, die<br>\nSeite 2Klimakrise &ndash; Was jetzt getan werden mussSeite 2jederzeit nachgesch&auml;rft werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bund.net\/fileadmin\/user_upload_bund\/publikationen\/klimawandel\/klimawandel_klimakrise.pdf\">BUND<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Scheuer ger&auml;t im Maut-Debakel in Erkl&auml;rungsnot<\/strong><br>\nVertrauliche Dokumente ersch&uuml;ttern nach SPIEGEL-Informationen die Strategie von Verkehrsminister Scheuer: Eigentlich will er die Schuld f&uuml;r die gescheiterte Pkw-Maut auf die Betreiberfirmen abw&auml;lzen &ndash; nun drohen Schadensersatzzahlungen.<br>\nIn der Frage, wer f&uuml;r das Scheitern der Pkw-Maut verantwortlich ist, belasten vertrauliche Dokumente Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Der CSU-Politiker hat der Betreiberfirma der Pkw-Maut, Autoticket, schlechte Leistung vorgeworfen und haupts&auml;chlich damit die K&uuml;ndigung der Mautvertr&auml;ge am 18. Juni begr&uuml;ndet. Das Mautprojekt war am selben Tag vom Europ&auml;ischen Gerichtshof f&uuml;r rechtswidrig erkl&auml;rt worden. (&hellip;)<br>\nScheuers eigene Beamten mahnten zwar Probleme bei der Feinplanungsdokumentation des Betreibers an. Doch in einer internen Pr&auml;sentation vom Mai 2019 erkl&auml;rten die Ministerialen, das &ldquo;Gesamtprojekt liegt insgesamt noch im Plan&rdquo;. Der Mautbetrieb zum 1. Oktober 2020 sei &ldquo;nicht gef&auml;hrdet&rdquo;.<br>\nAuch die vom Bund beauftragte Gutachterfirma P3 konnte zwei Wochen vor der K&uuml;ndigung kein &ldquo;kritisches Defizit&rdquo; identifizieren, das &ldquo;gegen eine Fortsetzung des Projekts nach Plan spr&auml;che&rdquo;.<br>\nDer Projektleiter im zust&auml;ndigen Kraftfahrtbundesamt hatte von Autoticket eine Nachbesserung der Feinplanungsdokumentation verlangt und daf&uuml;r die Abgabefrist bis zum 21. Juni verl&auml;ngert. Drei Tage vor Ablauf der Frist erfolgte die K&uuml;ndigung der Vertr&auml;ge. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/andreas-scheuer-geraet-im-maut-debakel-in-erklaerungsnot-a-1282242.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Anfangs wurde die PKW-Maut vielfach noch als eine Art &bdquo;Schnapsidee&ldquo; der CSU bel&auml;chelt. Die NachDenkSeiten haben sich oftmals mit dem Thema befa&szlig;t. Vergessen werden sollte nicht, dass es hierbei <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37613\">vor allem um k&uuml;nftige Privatisierungen in gro&szlig;em Ma&szlig;stab<\/a> geht. Bitte lesen Sie dazu auch &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52667\">Die &bdquo;Ausl&auml;ndermaut&ldquo; ist tot. Und wenn schon. Dann eben gleich die Maut f&uuml;r alle<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>The Kashmir crisis isn&rsquo;t about territory. It&rsquo;s about a Hindu victory over Islam.<\/strong><br>\nPrime Minister Narendra Modi used the Muslim-majority state as a demonstration of Hindu power.<br>\nFor two weeks, Kashmir, India&rsquo;s sole Muslim-majority state, has existed in a surreal state of nonexistence. Since a presidential decree abolished the state, revoked its autonomy and partitioned it into two federally administered territories, the Internet has been shut down, cellular networks have been disabled, and even landlines went dead. Public assembly is banned, and citizens are under curfew. A soldier has been stationed outside every house in some villages. Eight million people have been cut off from the world &mdash; and from one another. Pharmacies are running out of medicine, households are low on food, and hospitals are clogging up with injured protesters. Narendra Modi, India&rsquo;s prime minister, insists that all this is for the good of the Kashmiris. India&rsquo;s grip on Kashmir has seldom been stronger. Its hold on Kashmiris, however, has never been more threadbare.<br>\nModi&rsquo;s sudden takeover in Kashmir is the fulfillment of a long ideological yearning to make a predominantly Muslim population surrender to his vision of a homogeneous Hindu nation. It is also a way of conveying to the rest of India &mdash; a union of dizzyingly diverse states &mdash; that no one is exempt from the Hindu-power paradise he wants to build on the subcontinent. Kashmir is both a warning and a template: Any state that deviates from this vision can be brought under Delhi&rsquo;s thumb in the name of &ldquo;unity.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/outlook\/the-kashmir-crisis-isnt-about-territory-its-about-a-hindu-victory-over-islam\/2019\/08\/16\/ab84ffe2-bf79-11e9-a5c6-1e74f7ec4a93_story.html?fbclid=IwAR1KXlNNtoRECRS8EVlyHwRMzcd-aq7A009rz96N6-Yx8l_HI5pLgWu5BM8&amp;noredirect=on\">Kapil Komireddi in der Washington Post<\/a>\n<p><em>Dazu auf den NachDenkSeiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54013\">Zur Lage in Kaschmir<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Straftaten mit NSU-Bezug nehmen zu<\/strong><br>\nMartina Renner, Sprecherin f&uuml;r Antifaschistische Politik der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, fragte in einer Kleinen Anfrage nach Straftaten mit Bezug zum rechten Terrornetzwerk &bdquo;Nationalsozialistischer Untergrund&ldquo;.<br>\nDas BKA f&uuml;hrt nach Auskunft der Bundesregierung  mindestens 35 rechte Straftaten mit NSU-Bezug seit Juni 2018. Noch im vergangenen Jahr kam die Bundesregierung zu der zweifelhaften Einsch&auml;tzung, dass die rechte Szene &bdquo;weitestgehend keinerlei Akzeptanz der Taten des NSU erkennen l&auml;sst&ldquo; und sich &bdquo;auch keine m&ouml;gliche Vorbildwirkung des NSU f&uuml;r rechtsterroristische Potenziale in der Szene ausmachen&ldquo; lie&szlig;e. Nicht nur die rechtsextremen Drohbriefe gegen die Anw&auml;ltin Seda Basay-Yildiz, die mit NSU 2.0 unterschrieben waren, als auch die zahlreichen bekannt gewordenen F&auml;lle, in denen Neonazis ihre Sympathie mit dem rechtsterroristischen Netzwerk zeigten, belegen das Gegenteil.<br>\nAuch die Zahl der Straftaten ist angestiegen. Nachdem in einer &auml;hnlichen Anfrage 39 Straftaten f&uuml;r den Zeitraum Juni 2016 bis Juli 2018 festgestellt wurden, verzeichnet die Antwort auf die aktuelle Anfrage allein 35 F&auml;lle f&uuml;r das Jahr zwischen Juni 2018 und Juli 2019.<br>\nUnter anderem das milde Urteil gegen den NSU-Unterst&uuml;tzer Andr&eacute; E., der direkt nach dem Urteil frei kam und ungebrochen in der rechten Szene verkehrt, trug dazu bei, dass das NSU-Netzwerk noch immer Bezugspunkt ist, ebenso die immer noch l&uuml;ckenhafte Aufkl&auml;rung des Unterst&uuml;tzungsnetzwerkes.<br>\nZum Versagen, den NSU-Komplex aufzukl&auml;ren, geh&ouml;rt auch, dass der Inlandsgeheimdienst nicht zur Verantwortung gezogen wurde. Statt diejenigen Praktiken zu unterbinden, die den Verfassungsschutz mit dem NSU-Netzwerk verstrickt haben, verf&uuml;gt der Geheimdienst heute &uuml;ber mehr Geld, mehr Befugnisse und mehr Personal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.martinarenner.de\/nc\/uebersicht\/aktuelles\/detail\/news\/straftaten-mit-nsu-bezug-nehmen-zu\/?fbclid=IwAR1LlFWTqCi8AJroDGGA3BUqb3CMazAhzZkvVvCTCUtTx7xgzc6cuFoukbo\">Martina Renner<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&bdquo;Lieber die drohende Linksfront verhindern&ldquo;<\/strong><br>\nNach der indirekten Forderung der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer, ein Parteiausschlussverfahren gegen den umstrittenen fr&uuml;heren Pr&auml;sidenten des Verfassungsschutzes Hans-Georg Maa&szlig;en zu erw&auml;gen, wirft die konservative &bdquo;WerteUnion&ldquo; Kramp-Karrenbauer eine mangelnde Profilierung der Partei vor.<br>\n&bdquo;Anstatt &uuml;ber ein Parteiausschlussverfahren gegen Herrn Maa&szlig;en zu sinnieren, sollte die Parteivorsitzende lieber wieder f&uuml;r ein klareres Profil der CDU sorgen, um die drohende Linksfront aus Gr&uuml;nen, SPD und Linken im Bund zu verhindern&ldquo;, sagte der Vorsitzende der &bdquo;WerteUnion&ldquo;, Alexander Mitsch, FAZ.NET am Samstag. Die &bdquo;WerteUnion&bdquo; ist eine konservative Vereinigung in der Union, deren Mitglied Maa&szlig;en seit Februar ist.<br>\nKramp-Karrenbauer hatte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe zuvor auf die Frage geantwortet, ob sie &uuml;ber einen Parteiausschluss Maa&szlig;ens nachdenke, es gebe aus gutem Grund hohe H&uuml;rden, jemanden aus einer Partei auszuschlie&szlig;en. &bdquo;Aber ich sehe bei Herrn Maa&szlig;en keine Haltung, die ihn mit der CDU noch wirklich verbindet.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/streit-um-maassen-lieber-die-drohende-linksfront-verhindern-16337636.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Die &Uuml;berschrift &bdquo;Lieber die drohende Linksfront verhindern&ldquo; zeigt die Absicht der Neoliberalen in der CDU:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>Im Bereich der AfD bei den bevorstehenden Landtagswahlen im Osten zu fischen.<\/em><\/li>\n<li><em>Mit einem Kandidaten Olaf Scholz, den bisherigen Kurs der neoliberal ausgerichteten Merkel-Regierung abzusichern &ndash; selbst auf die Gefahr hin, dass die SPD mit Scholz als SPD Parteivorsitzenden unter 10%s bundesweit absinkt. Damit w&auml;re auch eine Regierungsbildung von Gr&uuml;n-Rot-Rot langfristig verhindert.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&raquo;Viele Sender agieren in Gutsherrenmanier&laquo;<\/strong><br>\nSchere im Kopf: Dokfilmemacher m&uuml;ssen h&auml;ufig Redaktionen &uuml;berzeugen, die vor allem an die Quote denken. Ein Gespr&auml;ch mit Dietmar Post<br>\nAls Regisseur von Dokumentarfilmen kritisieren Sie den Umgang von Redaktionen und Sendern mit freien Medienschaffenden. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?<br>\nImmer wieder h&ouml;re ich: Dein Film ist nicht marktgerecht, er l&auml;sst sich nicht verkaufen. Gefordert werden Emotionen, weil sich angeblich nur die zu Geld machen lassen. Problematisch ist das insbesondere beim &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk. Das Privatfernsehen kann sich immerhin noch der Ausrede bedienen, auf Werbeerl&ouml;se angewiesen zu sein. Beim &ouml;ffentlich-rechtlichen dagegen halte ich die Haltung f&uuml;r antidemokratisch. Man hat sich hier einem neoliberalen Diktat unterworfen, wonach ein Produkt nur dann von Wert ist, wenn es sich auch verkaufen l&auml;sst. Dabei ist dieses System nicht geschaffen worden, um uns Dinge zu verkaufen, sondern um uns unabh&auml;ngig zu informieren und zu bilden. Das sagt der Staatsvertrag.<br>\nWelche Auswirkungen hat diese Entwicklung?<br>\nViele Redaktionen verlangen, dass die Autoren f&uuml;r sehr wenig Geld gro&szlig;artige Recherchearbeit leisten. Wenn man aber nur wenige Drehtage finanziert bekommt, ist die Versuchung bei einigen gro&szlig;, an bestimmten Stellen zu sparen oder zu tricksen, um das Gesamtprojekt &uuml;berhaupt realisieren zu k&ouml;nnen. Beim &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehen darf es aber nicht von vornherein nur um die Einschaltquoten gehen &ndash; Dokumentationen sind etwas anderes als Hollywood-Blockbuster.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/360878.viele-sender-agieren-in-gutsherrenmanier.html\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Twitter-Trubel um israelkritischen Tweet von ARD-Chefredakteur<\/strong><br>\nIsrael l&auml;sst zwei US-Abgeordnete nicht einreisen &ndash; zun&auml;chst jedenfalls. US-Pr&auml;sident Trump hat das Land dabei offenbar auf seiner Seite. Der ARD-Chefredakteur l&ouml;st mit einer Wortmeldung zum Thema eine heftige Diskussion auf Twitter aus.<br>\nMit einem israelkritischen Tweet hat ARD-Chefredakteur Rainald Becker eine lebhafte Diskussion ausgel&ouml;st. &ldquo;Israel wird immer mehr zum B&uuml;ttel der USA!&rdquo;, twitterte Becker am Donnerstagabend. In der Wortmeldung verlinkt war ein Artikel der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo;, in dem es um die Entscheidung Israels ging, zwei Abgeordneten im US-Repr&auml;sentantenhaus zun&auml;chst die Einreise zu verweigern. Einige Twitter-Nutzer unterstellten Becker daraufhin Antisemitismus.<br>\nBecker wies den Vorwurf der Judenfeindlichkeit zur&uuml;ck. &ldquo;Kritik an Israel oder an israelischer Politik hat nichts, aber auch gar nichts, mit Antisemitismus zu tun&rdquo;, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. [&hellip;]<br>\nDer Gr&uuml;nen-Politiker Volker Beck fragte Becker auf Twitter, ob ihm das Umfeld der beiden Politikerinnen bekannt sei. &ldquo;Wenn Boykottsympathisanten boykottiert werden, ist mein Mitleid begrenzt.&rdquo; [&hellip;]<br>\nAfD-Fraktionschef Alexander Gauland erkl&auml;rte Beckers Tweet f&uuml;r &ldquo;v&ouml;llig unangebracht&rdquo;; er k&ouml;nne &ldquo;antisemitischen Vorurteilen Vorschub leisten&rdquo;. Der au&szlig;enpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Bijan Djir-Sarai, forderte: &ldquo;Ein ARD-Chefredakteur sollte sich in politischen Beurteilungen etwas &uuml;berlegter &auml;u&szlig;ern und nicht mit billigem Populismus komplexe politische Sachverhalte vereinfachen und damit Stimmung machen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.digitalfernsehen.de\/Twitter-Trubel-um-israelkritischen-Tweet-von-ARD-Chefredakteur.181266.0.html\">Digital fernsehen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Gr&uuml;ne und AfD Seit&acute; an Seit&acute; gegen Israelkritik.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&ldquo;Wind of Change&rdquo; &ndash; &Uuml;ber den exquisiten Musikgeschmack einer scheidenden Verteidigungsministerin<\/strong><br>\nSchauen wir uns von der Leyens exquisiten Musikgeschmack etwas genauer an: (&hellip;)<br>\nWas von der Leyen allerdings mit dem Lied der Scorpions, &ldquo;Wind of Change&rdquo;anstellt, grenzt an Vergewaltigung! Und zwar an Notzucht in aller &Ouml;ffentlichkeit. Schlie&szlig;lich handelt sich hier nicht um einen x-beliebigen Popsong &ndash; dem Scorpions-S&auml;nger Klaus Meine war im Herbst 1989 &ndash; noch vor dem Mauerfall &ndash; nichts weniger als die Perestroika-Hymne, das Lied zur Feier f&uuml;r das Ende des Kalten Krieges gelungen!<br>\nZur Erinnerung: Das lyrische Ich &ndash; es kommt erkennbar aus dem Westen &ndash; folgt im Liedtext dem Verlauf der Moskwa, bis zum Gorkipark hinunter, und ist einfach nur gl&uuml;cklich &uuml;ber den &uuml;berall sp&uuml;rbaren Wind der Ver&auml;nderung, der ja schlie&szlig;lich auch das unerwartete Ende der Ost-West-Konfrontation bedeutete! Klaus Meines Lied atmet denselben Spirit wie die ein Jahr sp&auml;ter verabschiedete &ldquo;Charta von Paris&rdquo;: den Traum von Gorbatschows &ldquo;Gemeinsamem europ&auml;ischen Haus&rdquo;, ja sogar von Kants &ldquo;Ewigem Frieden&rdquo;, der damals f&uuml;r einen Wimpernschlag der Weltgeschichte durchaus in Reichweite schien! Nicht zuf&auml;llig ist ja im Refrain von den kommenden Generationen, den &ldquo;Children of tomorrow&rdquo; die Rede, die &uuml;ber die Grenzen der ehemals verfeindeten, bis an die Z&auml;hne bewaffneten Milit&auml;rbl&ouml;cke hinweg mit den Menschen der Gegenwart ihre Tr&auml;ume teilen! Klaus Meines Hymne &ldquo;Wind of Change&rdquo; hat diese Sternstunde, den &ldquo;Magic of the Moment&rdquo; eingefangen, kongenial in Verse gefasst und konserviert. Und ist zu Recht daf&uuml;r weltber&uuml;hmt geworden!<br>\nGottseidank liegt Klaus Meine noch nicht im Grab, sonst w&auml;re er nun gezwungen, dort Pirouetten zu drehen! Hie&szlig; es in seinem Lied noch perestroikaselig: &ldquo;Did you ever think \/ That we could be so close, like brothers&rdquo;, so wurde und wird Ursula von der Leyen als Verteidigungsministerin und k&uuml;nftige EU-Kommissionspr&auml;sidentin zu warnen nicht m&uuml;de, Russland verstehe nur die &ldquo;Sprache der St&auml;rke&rdquo;! Entsprechend ist sie mitverantwortlich f&uuml;r die neue Aufr&uuml;stungspolitik und daf&uuml;r, dass deutsche Soldaten nun wieder im Baltikum direkt vor Russlands Haust&uuml;r stationiert sind und dort den Krieg &uuml;ben. &ldquo;Wind of Change&rdquo; scheint ihr also genau das Gegenteil dessen zu bedeuten, was der Autor des Liedes einst intendiert hatte: Nun ist damit Abkehr von der Entspannungspolitik und R&uuml;ckkehr zum Kalten Krieg gemeint!<br>\nKurz: Ursula von der Leyen bringt die Chuzpe auf, den Sinn des Liedes in Orwell-Manier glatt ins Gegenteil zu verkehren &ndash; und l&auml;sst sich dabei auch noch &ouml;ffentlich feiern! Dabei trifft sie leider durchaus den Zeitgeist: Die ehemaligen &ldquo;Children of tomorrow&rdquo; sind nun Drei&szlig;ig und gerade dabei, sich erneut zu verfeinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/91314-wind-of-change-uber-exquisiten\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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