{"id":54257,"date":"2019-08-21T08:21:40","date_gmt":"2019-08-21T06:21:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54257"},"modified":"2019-08-21T08:21:40","modified_gmt":"2019-08-21T06:21:40","slug":"hinweise-des-tages-3433","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54257","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MW\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54257#h01\">Treffen in Island &ndash; Merkel sieht Folgen des Klimawandels auch in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54257#h02\">&ldquo;Grenzt an Hetze&rdquo; &ndash; DJV &uuml;bt scharfe Kritik an Rezos Anti-Zeitungs-Video&hellip; und zieht sie gleich wieder zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54257#h03\">Bundesregierung gibt Hunderte Millionen f&uuml;r US-Truppen aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54257#h04\">Hongkong h&auml;ngt sich ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54257#h05\">20.000 Luftschl&auml;ge &ndash; ein historischer Tag im Jemenkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54257#h06\">Iranischer Tanker: USA drohen Mittelmeerh&auml;fen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54257#h07\">Der allt&auml;gliche Kommunismus f&uuml;r Kapitalisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54257#h08\">&laquo;W&auml;hlen zwischen Demokratie und der Diktatur des Finanzsektors&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54257#h09\">&ldquo;Shareholder Value&rdquo;: US-Konzerne verabschieden sich vom Aktion&auml;rs-Mantra<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54257#h10\">DGB fordert unbefristete Mietpreisbremse &ndash; &uuml;berall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54257#h11\">Der LKW-Transport und seine Alternativen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54257#h12\">Gratisbahn: Kritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54257#h13\">Kein weiteres IS-Mandat &ndash; kein weiterer V&ouml;lkerrechtsbruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54257#h14\">Signal an China USA r&uuml;sten Taiwan mit 66 F-16-Kampfjets aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54257#h15\">Machtkampf in S&uuml;dostasien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54257#h16\">US-Raketentest bekr&auml;ftigt russische Vorw&uuml;rfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54257#h17\">Menschenrechtler &uuml;ber Sklaverei: &bdquo;Es gibt heute mehr Sklaven als jemals zuvor&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54257#h18\">Streit um Inselkauf Trump l&auml;sst Treffen mit d&auml;nischer Regierungschefin platzen &ndash; wegen Gr&ouml;nland<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Treffen in Island &ndash; Merkel sieht Folgen des Klimawandels auch in Deutschland<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Merkel hat mit den Regierungschefs Skandinaviens in Island &uuml;ber Klimafragen gesprochen. Gerade wurde dort ein Gletscher f&uuml;r &ldquo;tot&rdquo; erkl&auml;rt &ndash; f&uuml;r Merkel ein Zeichen, dass gehandelt werden m&uuml;sse.<br>\nHunderte Menschen hatten in Island vor wenigen Tagen Abschied genommen: Vom Gletscher Okj&ouml;kull, der offiziell nicht mehr als solcher gilt, da er zu weit abgeschmolzen ist. Nicht weit entfernt davon hat sich nun Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs Skandinaviens getroffen.<br>\nSie seien sich dar&uuml;ber einig, dass der Klimawandel gerade in den nordischen L&auml;ndern, aber auch in Deutschland inzwischen sichtbar werde, sagte Merkel. &ldquo;Der Preis des Nichtstuns wird mit Sicherheit h&ouml;her sein als der Preis des Handelns.&rdquo;<br>\n(&hellip;) Abstimmung &uuml;ber Schutz des Regenwaldes<br>\nDie L&auml;nder aus dem Norden wollen deutlich fr&uuml;her als die Bundesregierung das Ziel der Klimaneutralit&auml;t schaffen, Island beispielsweise bereits 2040 und damit zehn Jahre vor Deutschland. Deutschland bekenne sich zum Zieljahr 2050, sagte Merkel.<br>\nNorwegens Ministerpr&auml;sidentin Erna Solberg k&uuml;ndigte an, dass die nordischen L&auml;nder Island, Norwegen, Schweden, D&auml;nemark und Finnland dazu auch &uuml;ber neue Klimaschutzziele nachd&auml;chten, damit die Erderw&auml;rmung auf maximal 1,5 Grad begrenzt werden k&ouml;nne. N&ouml;tig sei auch eine Abstimmung etwa &uuml;ber den Schutz des Regenwaldes. Sowohl Deutschland als auch Norwegen als gr&ouml;&szlig;ter Geldgeber f&uuml;r den Erhalt des Amazonas-Waldes haben Mittel zur&uuml;ckgezogen, weil der brasilianischen Regierung eine verst&auml;rkte Abholzungspolitik vorgeworfen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/angela-merkel-sieht-folgen-des-klimawandels-in-deutschland-a-1282876.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das kann man eigentlich nur zynisch kommentieren &ndash; bzw. die eigentliche Zynikerin ist Merkel. Merkel war mal in den 1990er Jahren Bundesumweltministerin und ist inzwischen 14 Jahre Bundeskanzlerin. JETZT f&auml;llt ihr auf, &ldquo;dass gehandelt werden m&uuml;sse&rdquo;??? Oder ist das nur die Einsicht, dass sie bisher &ndash; in den letzten 25 (!!) Jahren &ndash; tats&auml;chlich praktisch nichts zugunsten der Umwelt unternommen, sondern stattdessen z. B. die Automobilindustrie nach Kr&auml;ften gepampert und die gr&ouml;&szlig;ten Stromfresser in der Industrie durch <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/oekosteuer-industrie-wird-bis-2022-befreit-a-847637.html\">Ausnahmeregelungen von der &Ouml;kosteuer<\/a> subventioniert hat? Glaubt wirklich noch jemand das Propaganda-M&auml;rchen von der &ldquo;Klimakanzlerin&rdquo;?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&ldquo;Grenzt an Hetze&rdquo; &ndash; DJV &uuml;bt scharfe Kritik an Rezos Anti-Zeitungs-Video&hellip; und zieht sie gleich wieder zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie YouTuber Rezo und Rick (&ldquo;Space Frogs&rdquo;) widmen sich in einem Video der deutschen Zeitungslandschaft im Allgemeinen und der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung im Speziellen. Dabei werden Print-Medien teils harsch kritisiert. Der Deutsche Journalistenverband verurteilte die &Auml;u&szlig;erungen Rezos zun&auml;chst als &ldquo;an Hetze&rdquo; grenzend, zog eine entsprechende Pressemitteilung nach Gegenwind im Social Web aber schnell wieder zur&uuml;ck. [&hellip;]<br>\nBeim DJV nahm man das vernichtende Echo auf die Pressemitteilung zum Anlass, diese zur&uuml;ckzuziehen. Man k&ouml;nne zu den Einsch&auml;tzungen wie in der Pressemitteilung kommen, sagte DJV-Sprecher Hendrik Z&ouml;rner auf Nachfrage von MEEDIA, man k&ouml;nne aber auch zur Einsch&auml;tzung kommen, dass es sich bei dem Video um eine unterhaltsame Satire gehandelt habe. Darum habe man sich entschlossen, die Mitteilung zur&uuml;ckzuziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2019\/08\/20\/grenzt-an-hetze-djv-uebt-scharfe-kritik-an-rezos-anti-zeitungs-video-und-zieht-sie-gleich-wieder-zurueck\/\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der DJV ist einfach nur noch peinlich. Es ist ja nicht das erste mal, dass der DJV zun&auml;chst irrwitzige Pressmeldungen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37200\">herausgibt<\/a>, sie dann kommentarlos &bdquo;depubliziert&ldquo; und nach einem Shitstorm &ndash; mit einer kritischen Selbstdistanzierung versehen &ndash; wieder einstellt. Was bei einem Kaninchenz&uuml;chter-Verband schon peinlich w&auml;re, ist f&uuml;r den gr&ouml;&szlig;ten Journalistenverband schlicht entlarvend. Um den Journalismus steht es schlecht und der DJV ist leider repr&auml;sentativ f&uuml;r die Branche. <\/em><\/p>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch auf den NachDenkSeiten &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46462\">Der Journalisten-Funktion&auml;r: Symptom der Systemkrise<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bundesregierung gibt Hunderte Millionen f&uuml;r US-Truppen aus<\/strong><br>\nZehntausende US-Soldaten sind in Deutschland stationiert &ndash; und sie verursachen dem Bund erhebliche Kosten. Wie viel genau, erkl&auml;rte nun das Finanzministerium.<br>\nNirgendwo in Europa sind so viele US-Soldaten untergebracht wie in Deutschland. Billig ist das nicht, auch nicht f&uuml;r die deutschen Steuerzahler. Die Bundesregierung hat die US-Truppen in Deutschland in den vergangenen sieben Jahren mit 243 Millionen Euro unterst&uuml;tzt.<br>\nDamit wurden unter anderem Versorgungsleistungen f&uuml;r ehemalige Mitarbeiter oder die Bewirtschaftung von Grundst&uuml;cken und Geb&auml;uden bezahlt. Hinzu kommt eine Beteiligung an den Baukosten der US-Streitkr&auml;fte. Die 480 Millionen Euro, die der Bund von 2012 bis 2019 f&uuml;r alle milit&auml;rischen Bauma&szlig;nahmen von Nato-Partnern in Deutschland verplant hat, entfallen &ldquo;fast ausschlie&szlig;lich&rdquo; auf die USA.<br>\nDas geht aus einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Brigitte Freihold hervor, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.<br>\nDanach haben die USA derzeit rund 35.700 Soldaten in vier Bundesl&auml;ndern stationiert &ndash; mehr als die H&auml;lfte davon (18.459) in Rheinland-Pfalz, 11.689 in Bayern, 3036 in Baden-W&uuml;rttemberg und 2471 in Hessen. Laut US-Botschaft werden zus&auml;tzlich 17.000 amerikanische und 12.000 deutsche Zivilisten von den US-Streitkr&auml;ften besch&auml;ftigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundesregierung-gibt-hunderte-millionen-fuer-us-truppen-aus-a-1282906.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese Zahlen sollten sich auch die Polen ganz genau anschauen, hat US-Botschafter doch mit der Verlegung der Truppen in unser &ouml;stliches Nachbarland &bdquo;gedroht&ldquo;. Aber die Polen k&ouml;nnen sich entspannen, stellt Grenells &bdquo;Drohung&ldquo; doch einen ziemlich leicht zu durchschauenden Bluff dar.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Hongkong h&auml;ngt sich ab<\/strong><br>\nChina plant Ausbau des Perlflussdeltas<br>\nNathan Law, ein prominenter Anf&uuml;hrer der Regierungsgegner in Hongkong, hatte eine Idee, wie sich die seit Monaten tobenden Proteste in der Sonderverwaltungszone noch etwas l&auml;nger fortf&uuml;hren lassen. Die Sch&uuml;ler und Studenten, die einen gro&szlig;en Teil der Teilnehmer stellen, m&uuml;ssten eigentlich bald zur&uuml;ck in ihre Bildungseinrichtungen &ndash; da bleibt keine Zeit mehr zum Marschieren. Also riefen Law und seine Mitstreiter zu einem &raquo;Studentenstreik&laquo; ab n&auml;chstem Monat auf. Keine Vorlesungen, keine Besuche der Universit&auml;ten, stattdessen: auf der Stra&szlig;e bleiben, gegen die VR China, f&uuml;r eine &ndash; wie auch immer geartete &ndash; &raquo;Unabh&auml;ngigkeit&laquo; k&auml;mpfen.<br>\nDieser &raquo;Streik&laquo; gilt nat&uuml;rlich nicht f&uuml;r US-amerikanische Universit&auml;ten, auch nicht f&uuml;r seine Anf&uuml;hrer: Nathan Law teilte am Mittwoch auf Facebook mit, dass er in New York eingetroffen sei und nach Yale weiterreise. Dort wolle er nun sein Master-Studium beenden.<br>\nLaw spielt seit den &raquo;Occupy-Central&laquo;-Unruhen 2016 eine prominente Rolle in Hongkongs &raquo;Demokratiebewegung&laquo;. Ein Mitglied seiner Gruppe entpuppte sich sp&auml;ter als Mitarbeiter des US-Generalkonsulats. Erst Anfang des Monats war Law fotografiert worden, wie er sich mit Abgesandten der US-Organisation &raquo;National Endowment for Democracy&laquo; (NED) traf. Der Thinktank wird aus US-Haushaltsmitteln finanziert.<br>\nWas das beweist? Nicht, dass die Demonstrationen eine blo&szlig;e Erfindung der CIA w&auml;ren. Wohl aber, dass die Anf&uuml;hrer ihre ganz eigene Agenda verfolgen. Es geht nicht um die L&ouml;sung vorhandener Probleme, sondern um Eskalation. Es werden keine Kompromisse gesucht, es soll Chaos erzeugt werden. Idealerweise bricht ein B&uuml;rgerkrieg aus, China w&auml;re zum Eingreifen gezwungen, und die Kampagne k&ouml;nnte auf internationaler Ebene fortgesetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/361150.hongkong-h%C3%A4ngt-sich-ab.html\">junge welt<\/a>\n<p><strong>Dazu: Die Hongkong-Aktivisten werden vom Westen betrogen<\/strong><br>\nViele radikale Demonstranten in Hongkong berufen sich auf westliche Staaten und hoffen auf Unterst&uuml;tzung. Doch tats&auml;chlich werden sie nur benutzt, um vor den Handelsgespr&auml;chen zwischen China und den USA den Druck auf Beijing zu erh&ouml;hen.<br>\nIn den vergangenen zwei Monaten haben radikale Demonstranten in Hongkong, darunter viele junge Menschen und Studenten, die vom Westen begeistert sind, ihren Extremismus durch Cybermobbing und Gewalt unter Beweis gestellt. Von sich aus provozierten sie andere Einwohner der Stadt und Besucher vom chinesischen Festland. Dies veranlasste lokale Experten und auch manche jungen Studenten zu Gegenreaktionen.<br>\n&bdquo;Ich gehe nach Yale, du gehst ins Gef&auml;ngnis&ldquo; ist ein Kommentar, der in den chinesischen sozialen Medien verbreitet wird, um junge radikale Demonstranten in Hongkong zu verspotten. Die H&auml;me bezog sich auf Nathan Law Kwun-chung, einen Hauptverursacher der Unruhen in Hongkong, der die Stadt mittlerweile verlassen hat, um an der Yale University zu studieren. Er forderte jedoch viele gleichgesinnte auf. Auf der Stra&szlig;e zu bleiben und die Proteste fortzusetzen&hellip;<br>\nViele Studenten lassen sich offensichtlich von amerikanischen Politikern benutzen, um w&auml;hrend der Handelsgespr&auml;che zwischen China und den USA Druck auf die Regierung in Beijing auszu&uuml;ben, sagte Cheung Yuen Sum, ein Kommentator und Sprecher der Hongkonger Denkfabrik IDEA4HK. &bdquo;Leider geben sie nicht zu oder merken nicht, dass sie benutzt werden. Sie sind krank.&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.china.org.cn\/txt\/2019-08\/20\/content_75118488.htm\">German china org.<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die Webseite der chinesischen Regierung hat nat&uuml;rlich Recht, wenn sie anprangert, dass die regierungsfeindliche Opposition in HK von den USA unterst&uuml;tzt und mit Sicherheit zum Teil auch von dort aus gesteuert wird. Aber china.org erz&auml;hlt nur die verk&uuml;rzte Wahrheit und schweigt sich &uuml;ber die Ursachen der Proteste aus. Dass es die regierungsfeindlichen Demonstrationen in diesem Ausma&szlig; &uuml;berhaupt gibt, hat sich Peking mit seiner Politik selber zuzuschreiben. Das Feuer hat Peking selber entz&uuml;ndet, die USA gie&szlig;en nun das &Ouml;l hinein. Es ist ein Jammer, dass die Jugend von HK sich so instrumentalisieren l&auml;sst und nicht f&uuml;r ihre eigenen Interessen auf die Stra&szlig;e geht. Ein Land, zwei Systeme. Keines der beiden Systeme ist gut f&uuml;r HK. Die Zukunft der Menschen dort liegt weder im sozial-marktwirtschaftlichen China der KPCh, noch im neoliberal-kapitalistischen Amerika von Donald Trump. Sie liegt in dem, was sie selber daraus machen werden. Zukunft muss immer selber gestaltet werden. Und gute Zukunft hat immer auch etwas mit Utopie zu tun. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man sollte die Rolle des Westens nicht unter-, aber auch nicht &uuml;bersch&auml;tzen. Die tieferliegenden Ursachen f&uuml;r die Proteste sind hausgemacht und vor allem ein Problem der lokalen Selbstverwaltung, bei dem Peking jedoch alles andere als eine gl&uuml;ckliche Figur macht. Wenn Trump sich nun aus dem Off einmischt, tut er der Hong Konger Stadtregierung und damit auch China eigentlich einen gro&szlig;en Gefallen, k&ouml;nnen diese in ihrer Propganda doch nun eine &bdquo;Steuerung&ldquo; der Demonstranten von au&szlig;en unterstellen und von den Ursachen der Unzufriedenheit ablenken. Da fragt man sich auch, welches Menschenbild derlei Argumentationsmustern zu Grunde liegt. Wer denkt, seine B&uuml;rger lie&szlig;en sich durch ein paar Tweets radikalisieren, um gegen die beste alle denkbaren Welten auf die Stra&szlig;e zu gehen, h&auml;lt seine B&uuml;rger f&uuml;r unreife Kinder.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe hierzu unseren ausf&uuml;hrlichen Bericht &uuml;ber <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54247\">die Lage in HK gestern auf den NDS<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>20.000 Luftschl&auml;ge &ndash; ein historischer Tag im Jemenkrieg<\/strong><br>\nGenozid vor unseren Augen<br>\n(..) Der Counter des Yemen Data Project &uuml;berschritt heute die historische Zahl von 20.000 Luftangriffen der Saudi-Emirate-Koalition. Neben den K&ouml;pfen der Koalition m&uuml;ssen sich die Komplizen im Westen vor internationalen Kriegsverbrechertribunalen f&uuml;r den Genozid im Jemen verantworten.<br>\nDas Yemen Data Project (YDP) ist eine privat finanzierte non-profit NGO, die seit Kriegsbeginn akribisch Buch &uuml;ber den Krieg im Jemen f&uuml;hrt. Seit Tag 1 z&auml;hlt das YDP die Luftschl&auml;ge der Saudi-Emirate-Koalition auf die Zivilbev&ouml;lkerung des Jemen.<br>\nHeute, am 20. August 2019, &uuml;berschritt der &bdquo;Coalition Air Raids&ldquo;-Counter die Marke von 20.000 und steht aktuell bei 20.025 Luftschl&auml;gen. Der Krieg begann am 26. M&auml;rz 2015. Das macht knapp 13 Luftschl&auml;ge jeden Tag. Seit fast viereinhalb Jahren. Jeden Tag.<br>\nUnter diesen Luftschl&auml;gen befanden sich t&ouml;dliche Angriffe auf so glorreiche milit&auml;rische Ziele wie unz&auml;hlige Hochzeitsfeiern und Beerdigungen, Fl&uuml;chtlingsboote und -lager, Fischerboote, Hunderte Krankenh&auml;user, Moscheen, eine Blindenschule und eine Kartoffelchipsfabrik, in der zehn Angestellte eingeschlossen wurden und elendig in den Flammen verbrannten.<br>\nNach dem &ndash; anhaltenden &ndash; V&ouml;lkermord in Darfur ab 2003 wird die Menschenfamilie im Jemen Zeugin des zweiten Genozids im 21. Jahrhundert. Neben Zehntausenden Kriegstoten implementiert die Saudi-Emirate-Koalition eine hermetische Luft-, See- und Landblockade &ndash; und h&auml;lt so Millionen von Menschen buchst&auml;blich in Geiselhaft.<br>\nDie Koalition setzt die historische Hungersnot und die gr&ouml;&szlig;te Choleraepidemie der Menschheitsgeschichte als Kriegswaffen ein. Neben lebenswichtiger Infrastruktur wie Wasseraufbereitungsanlagen und Krankenh&auml;user zerst&ouml;rt sie systematisch die Industrie und entsprechende Infrastruktur des Landes und sorgt so daf&uuml;r, dass sich der Jemen auch Jahrzehnte nach Kriegsende nicht vom Genozid erholen wird.<br>\nDie UN spricht vollkommen zutreffend von der &bdquo;schlimmsten humanit&auml;ren Katastrophe der Welt&ldquo;.<br>\nArtikel II c) der UN-V&ouml;lkermordkonvention verbietet die &bdquo;vors&auml;tzliche Auferlegung von Lebensbedingungen f&uuml;r die Gruppe, die geeignet sind, ihre k&ouml;rperliche Zerst&ouml;rung ganz oder teilweise herbeizuf&uuml;hren&ldquo; &ndash; eine 1-zu-1-Beschreibung von dem, was wir im Jemen erleben. Die Saudi-Emirate-Koalition macht sich des Genozids schuldig.<br>\nUnd der Westen ist der Komplize dieses Verbrechen. Weit &uuml;ber die H&auml;lfte der Waffen der Kriegskoalition stammt aus den USA, gefolgt von Frankreich, Russland, Gro&szlig;britannien und Deutschland in den Top-5 der Waffenlieferanten &ndash; die 20.000 Bomben, die den Jemen verw&uuml;stet haben, sind westliche Bomben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-08-20\/20-000-luftschlaege-ein-historischer-tag-im-jemenkrieg\/\">Justice Now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Iranischer Tanker: USA drohen Mittelmeerh&auml;fen<\/strong><br>\nDie USA haben alle Mittelmeer-Anrainer vor Gesch&auml;ften mit der iranischen &ldquo;Adrian Darya 1&rdquo; gewarnt. Dies w&auml;re Terrorunterst&uuml;tzung. Der Tanker soll das Ziel Griechenland haben &ndash; dort hat man aber keine Anfrage vorliegen.<br>\nAm Montag hatte die &ldquo;Adrian Darya 1&rdquo; nach wochenlanger Festsetzung die Hoheitsgew&auml;sser Gibraltars verlassen. Der iranische Supertanker schlug einen Ostkurs ein &ndash; angeblich in Richtung des griechischen Hafens Kalamata. Bisher stellte das Schiff jedoch den griechischen Beh&ouml;rden zufolge noch keine offizielle Anfrage, um dort einzulaufen. Es sei &uuml;blich dies mindestens 48 Stunden vor Ankunft zu tun, so die Hafenbeh&ouml;rden.<br>\nIn dieser unklaren Situation erh&ouml;hen die USA den diplomatischen Druck auf die Mittelmeer-Anrainer. Gesch&auml;fte mit dem Schiff entspr&auml;chen einer Unterst&uuml;tzung von Terroristen, erkl&auml;rte ein Sprecher des US-Au&szlig;enministeriums. Jegliche Unterst&uuml;tzung f&uuml;r das Schiff k&ouml;nne hohe Geld- und langj&auml;hrige Haftstrafen nach sich ziehen, warnte das Ministerium.<br>\nDer US-Sondergesandte f&uuml;r den Iran, Brian Hook, betonte, man wolle sicherstellen, dass das &Ouml;l nicht f&uuml;r Irans &ldquo;Terrorunterst&uuml;tzung&rdquo; benutzt werde. &ldquo;Wir verfolgen die Bewegungen dieses Schiffes.&rdquo; Deshalb habe man alle L&auml;nder aufgefordert, iranischen Tankern die Durchfahrt durch nationale Gew&auml;sser und das Ankern in H&auml;fen zu verbieten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/iran-tanker-mittelmeer-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Wohin der iranische Tanker f&auml;hrt geht die USA auf gut Deutsch gesagt einen feuchten Dreck an. Es gibt weder v&ouml;lkerrechtliche noch anderweitige Gr&uuml;nde, das Schiff nicht dahin fahren zu lassen wohin es will. Amerikanische Gesetze gelten im Mittelmeer ebenso wenig wie deutsche Gesetze in der Bucht von Kalifornien. Internationales Seerecht, V&ouml;lkerrecht, Genfer Konvention, Klimaabkommen, Atomvertrag, der internationale Gerichtshof in Den Haag usw., alles das scheint die USA nicht zu interessieren. Das darf die V&ouml;lkergemeinschaft nicht weiter hinnehmen. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Festsetzung des iranischen Tankers vor Gibraltar war v&ouml;lkerrechtswidrig<\/strong><br>\nNachricht von Sevim Dagdelen, Andrej Hunko<br>\nDie wochenlange Festsetzung des iranischen Tankers &bdquo;Grace 1&ldquo; vor Gibraltar war v&ouml;lkerrechtswidrig. Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages (PDF), das die Fraktion DIE LINKE in Auftrag gegeben hat. Die Beschlagnahmung des Schiffes am 4. Juli durch britische Marinekommandos in der Stra&szlig;e von Gibraltar finde &bdquo;keine Rechtsgrundlage im Seev&ouml;lkerrecht&ldquo;, hei&szlig;t es in der Ausarbeitung w&ouml;rtlich, &uuml;ber die das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) zuerst berichtet hat.<br>\nDas Gutachten betont ausdr&uuml;cklich, dass die Durchsetzung von EU-Sanktionen nicht &uuml;ber internationalem Recht steht. W&ouml;rtlich hei&szlig;t es dazu in dem WD-Gutachten: &bdquo;Ma&szlig;nahmen auf der Grundlage des EU-Sanktionsregimes sind insofern nur statthaft, als sie auch mit den einschl&auml;gigen v&ouml;lkerrechtlichen Rahmenvorgaben vereinbar sind.&ldquo; Die Ausarbeitung kommt dann zu dem Schluss: &bdquo;Beide Akteure [EU und USA] k&ouml;nnen sich nicht auf eine Autorisierung ihrer Sanktionen durch eine externe, &uuml;bergeordnete Ebene berufen. Der Vorwurf, letztlich eigene (nationale oder regionale) Interessen zu verfolgen, steht im Raum und unterminiert die Glaubw&uuml;rdigkeit des Sanktionsregimes.&ldquo;<br>\nErst am vergangenen Donnerstag hatten die Beh&ouml;rden von Gibraltar die Beschlagnahmung des mittlerweile in &bdquo;Adrian Darya 1&ldquo; umbenannten Schiffes mit mehr als zwei Millionen Barrel iranischen Roh&ouml;ls aufgehoben. Die USA hatten zun&auml;chst versucht, die Weiterfahrt zu verhindern und die Ladung beschlagnahmen zu lassen. Der Iran hat von Anfang an die Behauptung Gro&szlig;britanniens zur&uuml;ckgewiesen, dass Roh&ouml;l sei f&uuml;r Syrien bestimmt, gegen das die EU und die USA Sanktionen verh&auml;ngt haben. Mittlerweile h&auml;lt der Tanker Kurs auf Griechenland.<br>\nDie Fraktion DIE LINKE begr&uuml;&szlig;t Freigabe des Schiffes<br>\nDie Festsetzung des iranischen &Ouml;ltankers &bdquo;Grace 1&ldquo; durch Gibraltar war mit dem Seev&ouml;lkerrecht nicht vereinbar und rechtswidrig. DIE LINKE begr&uuml;&szlig;t daher die Freigabe des beschlagnahmten Schiffes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/festsetzung-des-iranischen-tankers-vor-gibraltar-war-voelkerrechtswidrig\/?fbclid=IwAR1o1hslX6QZ6AzWGMzit7R2chFiX7fuarb4CRM75YKtyd5kxH0Ic-ljnyM\">Die Linke<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der allt&auml;gliche Kommunismus f&uuml;r Kapitalisten<\/strong><br>\nMehr Markt, weniger Moral? Das sei n&ouml;tig, glauben marktradikale Liberale. Irrtum! Nicht der Markt tr&auml;gt die Wirtschaft, sondern der Staat, der Gemeinwohlentscheidungen trifft. Die Marktoperationen sind das Sahneh&auml;ubchen oben drauf. Es gibt keine Wirtschaft, die ohne moralische Grenzen existieren kann.<br>\nInfrastruktur muss keine Gewinne erzielen, aber ein bezahlbarer Dienst f&uuml;r alle sein<br>\nWahrscheinlich nehmen ja die meisten Menschen spontan an, dass &ldquo;die Wirtschaft&rdquo; der privatwirtschaftliche organisierte Teil der &Ouml;konomie sei, der innovativ ist und in dem der Stachel der Konkurrenz zur Wohlstandsmehrung f&uuml;hrt. Wenn man es recht betrachtet, ist das allerdings Unfug. Denn es sind zu einem ganz erheblichen Teil die &ouml;ffentlichen Infrastrukturen, die die Wirtschaft tragen, oder kurz und knapp gesagt: die erst erm&ouml;glichen, dass im privatwirtschaftlichen Sektor irgendetwas Sinnvolles zuwege gebracht werden kann. &ldquo;Fundamental&ouml;konomie&rdquo; nennen das die Verfasser, welche &ldquo;die soziale Infrastruktur f&uuml;r ein sicheres und zivilisiertes Leben&rdquo; bereitstellt.<br>\nNun ist es so, dass diese Fundamental&ouml;konomien nach v&ouml;llig anderen Gesichtspunkten funktionieren als die Privatwirtschaft. Zun&auml;chst einmal m&uuml;ssen sie gar nicht unbedingt gewinnbringend arbeiten &ndash; im Notfall kann man sie durch Steuern finanzieren. Und auch wenn es angebracht ist, sie aufkommensneutral zu f&uuml;hren, also die Kosten durch Abgaben und Geb&uuml;hren hereinzubringen, w&auml;re es keineswegs ein Indikator f&uuml;r ihr gutes Funktionieren, wenn sie gewinnbringend sind. Infrastrukturnetzwerke leisten ja nur dann ihren Dienst, wenn sie f&uuml;r alle Menschen bezahlbar und allgemein zug&auml;nglich zur Verf&uuml;gung stehen.<br>\n(&hellip;) Es sind lauter falsche Vorstellungen im Umlauf. Dass der Markt f&uuml;r Effizienz und Innovation sorgt. Und: dass er das aber nur tun kann, wenn er weitgehend unreguliert ist. Denn der Markt sei auch Freiheit. Die Konsumenten m&uuml;ssen frei entscheiden, die Unternehmen m&uuml;ssen frei operieren k&ouml;nnen. Je weniger Regeln umso besser. Neuerdings kommt auch noch dazu im wirtschaftsliberalen Dogmenfundus: all das sollte auch weitgehend ohne &ldquo;Moralisieren&rdquo; abgehen, denn &ldquo;Tugendterroristen&rdquo; w&auml;ren drauf und dran eine &ldquo;Erziehungsdiktatur&rdquo; zu errichten. Sie raube den Konsumenten irgendwie die Freiheit, weil man ihnen das Fleisch, den Flugverkehr, das Auto schlecht rede, so dass sie ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie solche G&uuml;ter oder Dienste am Markt konsumieren.<br>\nWirtschaftsliberale ignorieren, dass der Markt auch moralischen Grunds&auml;tzen unterliegt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++b1975978-c32c-11e9-9886-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&laquo;W&auml;hlen zwischen Demokratie und der Diktatur des Finanzsektors&raquo;<\/strong><br>\nEine starke Finanzlobby manipuliere Parlamentarier und schalte die &Ouml;ffentlichkeit aus, erkl&auml;rt Finanzprofessor Marc Chesney.<br>\n&laquo;Die Macht der M&auml;rkte&raquo; h&ouml;hle die Demokratie aus, bilanziert Chesney in seinem stark &uuml;berarbeiteten Buch &laquo;Die permanente Krise &ndash; Der Aufstieg der Finanzoligarchie und das Versagen der Demokratie&raquo;*. Er kl&auml;rt gleich auf, wer &laquo;die M&auml;rkte&raquo; sind, von denen nicht nur in B&ouml;rsensendungen, sondern auch in der Tagesschau h&auml;ufig die Rede ist: Es sind &laquo;Investmentbanken und spekulative Fonds, welche ebendiese M&auml;rkte [allen voran die grossen B&ouml;rsen in New York und Chicago] manipulieren oder es zumindest versuchen, um aus ihren Eins&auml;tzen Gewinn zu schlagen&raquo;. Sie w&uuml;rden ein Wettcasino betreiben, wo finanzielle Transaktionen in immer h&ouml;herer Frequenz als Mikrosekundenhandel abgewickelt werden.<br>\nDie Macht dieser &laquo;M&auml;rkte&raquo; widerspr&auml;che den Grundprinzipien der Demokratie: &laquo;Fortan sind es die elektronischen Finanzm&auml;rkte, welche die wirtschaftliche, finanzielle und soziale Ausrichtung der L&auml;nder bestimmen.&raquo; Sowohl linke wie auch rechte Politik m&uuml;ssten sich den Finanzm&auml;rkten unterordnen: &laquo;Es l&auml;uft auf eine Form von Diktatur hinaus&raquo;, erkl&auml;rt Marc Chesney. Deshalb gehe es heute &laquo;um die Wahl zwischen der Diktatur des Finanzsektors und einer Demokratie, in der die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger ihre Zukunft selber in die Hand nehmen.&raquo;<br>\n(&hellip;) Defekter Mechanismus der Finanzm&auml;rkte<br>\nLaut &Ouml;konomen sollten die Finanzm&auml;rkte daf&uuml;r sorgen, dass es zu einer optimalen Verteilung des Kapitals und der Risiken kommt. Werde aber das Kapital vor allem f&uuml;r Wetten anstatt f&uuml;r Investitionen eingesetzt, verliere das Kapital seinen produktiven Charakter. Die Finanzsph&auml;re habe sich vom Geist des Unternehmertums entfremdet, sagt Chesney: &laquo;Statt der unsichtbaren Hand agiert die Hand des Croupiers der Casino-Finanzwirtschaft, die den Einsatz f&uuml;r die Grossbanken und die Hedgefonds zusammenrafft.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Wirtschaft\/Grossbank-Westliche-Demokratien-im-Griff-der-Finanzdiktatur\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&ldquo;Shareholder Value&rdquo;: US-Konzerne verabschieden sich vom Aktion&auml;rs-Mantra<\/strong><br>\nEine ganze Managergeneration f&uuml;hlte sich der Gewinnmaximierung verpflichtet. Doch nun lassen Amerikas m&auml;chtigste Konzernchefs von dem Ziel ab, vorrangig die Aktion&auml;re zu begl&uuml;cken. Ihre Kritiker wird das kaum bes&auml;nftigen.<br>\n&hellip;) Nun haben die Miteigner erneut Post von Dimon bekommen &ndash; diesmal als eine zweiseitige Anzeige im Wirtschaftsblatt &ldquo;Wall Street Journal&rdquo;. Darin verabschiedet sich Amerikas Konzernelite vom Vorrang des &ldquo;Shareholder Value&rdquo;, dem Konzept, das die Steigerung des Firmenwerts und Aktienkurses zur wichtigsten Aufgabe jeden CEOs erkl&auml;rt. 181 Topmanager haben die &ldquo;Erkl&auml;rung zum Zweck eines Unternehmens&rdquo; der Vereinigung Business Roundtable unterzeichnet, der Dimon vorsitzt. Mit dabei sind alle, die in der America Inc. Rang und Namen verk&ouml;rpern&hellip;<br>\n&ldquo;Die Amerikaner verdienen eine Wirtschaft, die allen Menschen erm&ouml;glicht, mit harter Arbeit und Kreativit&auml;t Erfolg zu haben und ein erf&uuml;lltes und w&uuml;rdevolles Leben zu f&uuml;hren&rdquo;, schreiben sie. Dann geloben die Unterzeichner allen ihren Stakeholdern Fairness: den Kunden, den Besch&auml;ftigten, den Lieferanten und den B&uuml;rgern. Ach so, und dann w&auml;ren da ja noch die Aktion&auml;re, denen der letzte Spiegelstrich der Aufz&auml;hlung gewidmet ist. F&uuml;r sie will man immerhin einen &ldquo;langfristigen Wert&rdquo; ihrer Geldanlage schaffen.<br>\n(&hellip;) Mehr Haltung zeigen<br>\nDie Idee, dass die unternehmerische Gier am Ende zum optimalen Ergebnis f&uuml;r die Volkswirtschaft f&uuml;hrt, &uuml;berzeugt jedoch immer weniger Amerikaner. Mit ihrer Abkehr von der Shareholder-Priorisierung reagierten die Unternehmen &ldquo;auf den Zeitgeist&rdquo;, glaubt die Historikerin Nancy Koehn von der Harvard Business School. &ldquo;Sie nehmen wahr, dass Business as usual nicht l&auml;nger akzeptiert wird&rdquo;, sagte sie der &ldquo;New York Times&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/usa-abschied-vom-shareholder-value-was-steckt-hinter-dem-vorstoss-a-1282746.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> &bdquo;Die Botschaft h&ouml;r&acute; ich wohl, allein mir fehlt der Glaube&ldquo;, so l&auml;sst Goethe den Faust sagen, bevor er sich mit dem Teufel verb&uuml;ndet. Und in der Tat: Worte, Worte, nichts als Worte. Dem werden keine Taten folgen. Die kapitalistische Wirtschaft hat ihre eigene Logik. Und die hei&szlig;t Gewinnmaximierung.  Ein Betrieb, der dieser Logik, auch aus moralischen Gr&uuml;nden, nicht folgt, wird nicht mehr lange in der obersten Liga mitspielen. Nur der Staat kann mit entsprechenden Gesetzen andere Weichen stellen. Selbstverpflichtung wird nicht funktionieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>DGB fordert unbefristete Mietpreisbremse &ndash; &uuml;berall<\/strong><br>\nNach langen Diskussionen hat sich die Gro&szlig;e Koalition auf eine Verl&auml;ngerung der Mietpreisbremse geeinigt. Dem Deutschen Gewerkschaftsbund geht die Regelung jedoch immer noch nicht weit genug.<br>\nDer Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat f&uuml;r eine unbefristete Mietpreisbremse pl&auml;diert. DGB-Vorstandsmitglied Stefan K&ouml;rzell sagte der &ldquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&rdquo;, der Beschluss der Gro&szlig;en Koalition f&uuml;r eine Verl&auml;ngerung der Mietpreisbremse bis 2025 sei zwar &ldquo;ein Schritt in die richtige Richtung. Aber wir brauchen mehr&rdquo;.<br>\nDie Mietpreisbremse sollte unbefristet und fl&auml;chendeckend gelten.&rdquo; Mit Blick auf den Mietpreisspiegel zur Ermittlung der orts&uuml;blichen Vergleichsmiete forderte K&ouml;rzell einen l&auml;ngeren Betrachtungszeitraum. &ldquo;Anstatt den Zeitraum von vier auf sechs Jahre zu erh&ouml;hen, sollte die Koalition ihn besser auf zehn Jahre erweitern. Das w&uuml;rde wirklich dazu beitragen, den Anstieg der Mietpreise in Gegenden zu d&auml;mpfen, wo sie in den vergangenen Jahren bereits stark gestiegen sind.&rdquo;<br>\nDer Koalitionsausschuss hatte sich am Sonntag darauf geeinigt, die Mietpreisbremse bis 2025 zu verl&auml;ngern. F&uuml;r die orts&uuml;bliche Vergleichsmiete soll k&uuml;nftig die Entwicklung der vergangenen sechs statt vier Jahre ber&uuml;cksichtigt werden. Mieter sollen zu viel gezahlte Miete k&uuml;nftig bis zu 30 Monate lang zur&uuml;ckverlangen k&ouml;nnen, wenn ein Versto&szlig; gegen die Mietpreisbremse festgestellt wird.<br>\nK&ouml;rzell warf Bauminister Horst Seehofer (CSU) vor, die Probleme auf dem Wohnungsmarkt &ldquo;offensichtlich immer noch nicht ausreichend erkannt&rdquo; zu haben. &ldquo;Es fehlen Strategien, die den sozialen Wohnungsbau ankurbeln.&rdquo; Deutschland brauche insgesamt 400.000 neue Wohnungen pro Jahr, mindestens 100.000 davon m&uuml;ssten bei der Miete preisgebunden sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/dgb-fordert-unbefristete-mietpreisbremse-ueberall-a-1282724.html\">SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der LKW-Transport und seine Alternativen<\/strong><br>\n(&hellip;) Dennoch ist der LKW-Transport immer noch g&uuml;nstig. Zu g&uuml;nstig, sagen Experten. Auf &Ouml;sterreichs Autobahnen m&uuml;ssen LKW zwar Maut bezahlen. Die H&ouml;he dieser Maut spiegelt aber nicht die tats&auml;chlich verursachten Kosten wider. Das belegen Berechnungen des Verkehrsclub &Ouml;sterreich (VC&Ouml;). Zwar werden seit ein paar Jahren Zuschl&auml;ge f&uuml;r L&auml;rmbelastung und Luftverschmutzung f&auml;llig, viele Folgekosten werden aber immer noch nicht eingepreist &ndash; die Auswirkungen des LKW Verkehrs auf das Klima, die Folgekosten von Verkehrsunf&auml;llen oder die verursachten Fahrbahnsch&auml;den.<br>\nUm die Pariser Klimaziele einzuhalten, m&ouml;chte die EU den Anteil der Bahn am G&uuml;terverkehr von aktuell 17 Prozent auf 30 Prozent im Jahr 2030 steigern. In &Ouml;sterreich wird dieses Ziel zwar bereits erreicht, der Bahng&uuml;teranteil lag aber auch schon mal h&ouml;her. 2006 betrug er rund 35 Prozent.<br>\n&ldquo;Ab 300 Kilometer aufw&auml;rts sollte eigentlich alles auf der Bahn oder am Schiff transportiert werden&rdquo;, J&uuml;rgen Zajicek, Logistikexperte AIT<br>\nBilliger Diesel und die Ausbeutung osteurop&auml;ischer Fahrer machen den LKW-Transport billig. Hinzukommt, dass nur auf den Autobahnen Maut anf&auml;llt, w&auml;hrend auf der Schiene f&uuml;r jeden Kilometer Infrastruktur-Benutzungsentgeld gezahlt werden muss&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/oe1.orf.at\/artikel\/661465\/Der-LKW-Transport-und-seine-Alternativen\">ORF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gratisbahn: Kritik<\/strong><br>\nErfreulicherweise sind in den Medien auch einige kritische Stimmen angesichts der nun beschlossenen Gratisbahnfahrten f&uuml;r Soldaten im Flecktarn zu vernehmen. Schon vor einigen Tagen hie&szlig; es in einem kritischen Kommentar der Wirtschaftswoche: &bdquo;Warum soll aber ausgerechnet die Bahn im Namen der Nation die Bundeswehr attraktiver machen? [&hellip;] Ich kann mich nicht vom Gef&uuml;hl frei machen, dass es auch noch eine Menge anderer Menschen in anderen Berufen gibt, denen wir alle gemeinsam als Gesellschaft nicht weniger verdanken, als dass sie den Laden am Laufen halten. [&hellip;] Soldaten sind letztendlich dem Anlass entsprechend unpassend gekleidete Mitreisende. Betonung auf Mitreisende. Sie besetzen Sitzpl&auml;tze, trinken einem das wenige noch k&uuml;hle Bier im Bistro weg und belegen danach die Toilettenr&auml;ume wie alle anderen auch. Was hat da die Bahn davon? Nix. Weil die Fahrg&auml;ste nichts davon haben.&ldquo;<br>\nBei der FAZ kam au&szlig;erdem Christian Schreyer, Pr&auml;sident von Mofair, dem Verband der Wettbewerbsbahnen im Schienenpersonenverkehr, zu Wort: &bdquo;Vier Millionen Euro f&uuml;r unbegrenzte Freifahrten f&uuml;r alle Soldaten f&uuml;r ein ganzes Jahr im gesamten Netz der DB Unternehmen. Das sind 22 Euro pro Soldat und Jahr &ndash; das ist kein angemessener Gegenwert&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2019\/08\/20\/gratisbahn-kritik\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kein weiteres IS-Mandat &ndash; kein weiterer V&ouml;lkerrechtsbruch<\/strong><br>\n(&hellip;) &bdquo;Der Einsatz der Bundeswehr in Syrien, ohne Beschluss des UN-Sicherheitsrates, war von Beginn an v&ouml;lkerrechts- und verfassungswidrig. Dies w&uuml;rde sich auch mit der Verl&auml;ngerung des Mandats nicht &auml;ndern. Der Grund, aus dem die Verteidigungsministerin diesen V&ouml;lkerrechtsbruch weiterhin unterst&uuml;tzen und vorantreiben will, ist der Druck des B&uuml;ndnispartners USA, welcher noch viel lieber die Beteiligung von deutschen Bodentruppen zus&auml;tzlich zu den Luftaufkl&auml;rungstornados h&auml;tte, um die angestrebte territoriale Aufteilung Syriens weiter voranzutreiben. Um die US-Amerikaner nicht zu verprellen, wird also an einer verheerenden milit&auml;rischen Beteiligung festgehalten und damit ein weiterer Bruch des V&ouml;lker- und Verfassungsrechts billigend in Kauf genommen. Dies offenbart, wie scheinheilig die deutsche Au&szlig;enpolitik eigentlich ist.<br>\nDie SPD hat dies offenbar durchschaut und postuliert &ndash; zumindest &ouml;ffentlich &ndash; Kritik an den Pl&auml;nen der Ministerin. Inwiefern die SPD es wirklich ernst damit meint oder ob es sich dabei wieder einmal nur um eine Nebelkerze handelt, die zu passender Zeit dem Koalitionsfrieden geopfert wird, bleibt abzuwarten. Die Union hingegen hegt schon seit L&auml;ngerem den Wunsch, den Milit&auml;rstandort Jordanien dauerhaft f&uuml;r die Bundeswehr zu etablieren. Die dabei verfolgten und vom Steuerzahler finanzierten &sbquo;Gro&szlig;machtfantasien&lsquo; der konservativen Eliten im Schlepptau der US-Amerikaner werden mit der LINKEN nicht zu machen sein. Wir lehnen den Anti-IS-Einsatz weiterhin kategorisch ab.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/kein-weiteres-is-mandat-kein-weiterer-voelkerrechtsbruch\/\">Alexander S. Neu\/Die Linke<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Signal an China USA r&uuml;sten Taiwan mit 66 F-16-Kampfjets aus<\/strong><br>\nDas d&uuml;rfte in Peking nicht gut ankommen: Die USA verkaufen 66 Kampfflugzeuge des Typs F-16 an Taiwan. China hatte scharf vor dem Deal gewarnt &ndash; doch Pr&auml;sident Trump winkte ihn nun trotzdem durch.<br>\nIm Handelskrieg stehen sich die USA und China unvers&ouml;hnlich gegen&uuml;ber, in die Hongkong-Krise hat sich Donald Trump zuletzt eingemischt &ndash; und auch dieser Deal d&uuml;rfte wenig zu einer Entspannung zwischen Washington und Peking beitragen: Die US-Regierung hat gr&uuml;nes Licht f&uuml;r den Verkauf von 66 F-16-Kampfjets an Taiwan gegeben.<br>\nWie das US-Au&szlig;enministerium am Dienstag mitteilte, billigte Pr&auml;sident Trump das R&uuml;stungsgesch&auml;ft mit einem Wert von acht Milliarden Dollar (7,2 Milliarden Euro). Neben den Jets werden auch 75 Triebwerke und andere Systeme geliefert, hie&szlig; es in einer Mitteilung an den Kongress vom Dienstag.<br>\nDie Waffenlieferung werden China ver&auml;rgern: Immerhin sieht Peking in Taiwan eine abtr&uuml;nnige Provinz, die eines Tages wieder mit dem Festland vereinigt werden soll &ndash; notfalls mit milit&auml;rischer Gewalt. Da kommt eine weitere Bewaffnung mit modernem US-Ger&auml;t kaum gelegen.<br>\nAm Montag hatte ein Sprecher des chinesischen Au&szlig;enministeriums Waffenlieferungen der USA an Taiwan als &ldquo;schwere Verletzung&rdquo; von Vereinbarungen zwischen Peking und Washington und als &ldquo;schwere Einmischung in Chinas innere Angelegenheiten&rdquo; kritisiert. Sollten die USA geplante Waffengesch&auml;fte mit Taiwan nicht stoppen, m&uuml;sse Washington &ldquo;alle Konsequenzen tragen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/signal-an-china-usa-ruesten-taiwan-mit-66-f-16-kampfjets-aus-a-1282904.html\">SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Machtkampf in S&uuml;dostasien<\/strong><br>\nIm weltweiten Machtkampf gegen China sucht die Bundesrepublik ihre Aktivit&auml;ten in S&uuml;dostasien auszuweiten und bem&uuml;ht sich zwecks Eind&auml;mmung des chinesischen Einflusses um eine Konsolidierung des Staatenbundes ASEAN. Exemplarisch zeigt dies die deutsche Politik gegen&uuml;ber Laos, einem wenig beachteten Land, das an strategisch zentraler Stelle auf dem s&uuml;dostasiatischen Festland liegt. China treibt aktuell im Rahmen seiner &ldquo;Neuen Seidenstra&szlig;e&rdquo; den Bau einer neuen Eisenbahnstrecke vom s&uuml;dwestchinesischen Kunming &uuml;ber Laos bis nach Singapur voran. Das Projekt soll die Anbindung S&uuml;dostasiens an die Volksrepublik st&auml;rken. Deutschland, das sich guter Beziehungen zu den laotischen Eliten r&uuml;hmt, bem&uuml;ht sich dagegen, die Einbindung des Landes in den s&uuml;dostasiatischen Staatenbund ASEAN zu st&auml;rken; das f&ouml;rdert dessen Eigenst&auml;ndigkeit gegen&uuml;ber Beijing und schw&auml;cht den chinesischen Rivalen. Im Anschluss an die erste Deutschlandreise des laotischen Premierministers Thongloun Sisoulith im M&auml;rz 2019 hat Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Gegenbesuch zugesagt.<br>\n(&hellip;) Im deutschen Interesse<br>\nAn einer engeren Anbindung des Landes an China ist wiederum die Bundesregierung nicht interessiert. Laut Auskunft der bundeseigenen GIZ ist es das Ziel der deutschen Entwicklungshilfeorganisation, alternativ Laos&rsquo; &ldquo;Integration in den ASEAN-Wirtschaftsraum sowie Zugang zu Krediten und anderen Finanzdienstleistungen&rdquo; zu f&ouml;rdern. Im deutschen Interesse d&uuml;rfte dabei sein, dass derzeit der mit Abstand gr&ouml;&szlig;te Export- und Importpartner des Landes das s&uuml;dostasiatische Nachbarland Thailand ist. Mit dem von einer Milit&auml;rjunta regierten Land pflegt Deutschland bereits seit Jahrzehnten enge Beziehungen. Das &uuml;berragende regionale Finanzzentrum der ASEAN-Region wiederum ist Singapur, mit dem Berlin ebenfalls seit langem enge Beziehungen unterh&auml;lt.Eine vertiefte ASEAN-Integration von Laos liegt deshalb im deutschen Interesse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8019\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.laenderdaten.info\/Staatenbuendnis\/ASEAN-Verband-Suedostasiatischer-Nationen.php\">Mitglieder der ASEAN Staaten<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>US-Raketentest bekr&auml;ftigt russische Vorw&uuml;rfe<\/strong><br>\n(&hellip;) Am vergangenen Sonntagnachmittag Ortszeit haben die USA, wie erst sp&auml;ter bekannt wurde, einen Raketen-Test in San Nicolas Island, Kalifornien durchgef&uuml;hrt, der, wie es das US-Verteidigungsministerium berichtet, erfolgreich verlief. &ldquo;Die getestete Rakete verlie&szlig; die mobile Boden-Raketenstartvorrichtung (missile launcher) und traf sein Ziel nach mehr als 500 Kilometern Flug genau.&rdquo;<br>\n&Uuml;ber den Typ der &ldquo;konventionellen cruise missile&rdquo; wird im Bericht des Pentagon nichts gesagt. Auf Nachfrage des US-Fachmagazins Defense News erkl&auml;rte der Pentagon-Sprecher Lt. Col. Robert Carver, dass es sich um eine vom R&uuml;stungsunternehmen Raytheon hergestellte Variante eines Tomahawk-Marschflugk&ouml;rpers handelt.<br>\n&ldquo;Interessant ist die MK-41-Startvorrichtung&rdquo;<br>\nExperten hatten allerdings besonders die Startvorrichtung im Auge: &ldquo;Interessant ist die MK-41-Startvorrichtung. Russland sagte jahrelang, dass die MK-41, die in Europa stationiert sind, Tomahawks abfeuern k&ouml;nnen und daher den INF-Vertrag verletzen. Die USA stritten dies ab. Nun 16 Tage, nachdem der INF-Vertrag beendet wurde, machen die USA was? Sie schicken eine Tomahawk-Raketen &uuml;ber eine MK-41-Bodenstartanlage los.&rdquo;&hellip;<br>\nDass die durch die &ldquo;offenen Architektur&rdquo; des Aegis-Systems viele unterschiedliche Raketen &ndash; letztlich auch mit nuklearen Sprengk&ouml;pfen aufger&uuml;stete Tomahawk &ndash; abgefeuert werden k&ouml;nnen, ist l&auml;ngst kein Geheimnis mehr, sondern wird vom Hersteller als Qualit&auml;t hervorgehoben.<br>\nDer Hersteller Lockheed Martin schw&auml;rmt von dessen &ldquo;offener Architektur&rdquo;, die f&uuml;r viele defensive und offensive Raketen verwendet werden kann: &ldquo;Das System ist so angelegt, dass jede Rakete in jede Zelle passt, eine F&auml;higkeit beispielloser Flexibilit&auml;t.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/US-Raketentest-bekraeftigt-russische-Vorwuerfe-4501459.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Menschenrechtler &uuml;ber Sklaverei: &bdquo;Es gibt heute mehr Sklaven als jemals zuvor&ldquo;<\/strong><br>\nDietmar Roller im Gespr&auml;ch mit Stephan Karkowsky<br>\nHeute vor 400 Jahren traf an der Ostk&uuml;ste Amerikas ein Schiff ein, das erstmals Sklaven aus Afrika in die Neue Welt brachte. Die brutale Ausbeutung von Menschen gibt es noch immer. Seit damals habe sich im Grunde nichts ge&auml;ndert, sagt der Menschenrechtler Dietmar Roller.<br>\nDie Sklaverei ist eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte Amerikas &ndash; und noch heute sp&uuml;ren die USA schmerzhaft die Folgen. Sklaven machten ehemals die Arbeitskraft auf den Zucker- und Baumwollplantagen billig, es war ein Gesch&auml;ftsmodell, wie der Menschenrechtler Dietmar Roller sagt.<br>\nUnd ist es noch immer. &bdquo;Wenn man Sklaverei definiert als dass Menschen zur Ware werden, dann hat sich eigentlich nichts ver&auml;ndert&ldquo;, betont Roller. Es gebe weltweit rund 40 Millionen Menschen in sklaven&auml;hnlichen Verh&auml;ltnissen &ndash; das seien mehr Menschen als jemals zuvor&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/menschenrechtler-ueber-sklaverei-es-gibt-heute-mehr-sklaven.1008.de.html?dram:article_id=456766\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Streit um Inselkauf Trump l&auml;sst Treffen mit d&auml;nischer Regierungschefin platzen &ndash; wegen Gr&ouml;nland<\/strong><br>\nJetzt wird es trotzig: Weil D&auml;nemark nicht &uuml;ber einen m&ouml;glichen Kauf Gr&ouml;nlands reden will, hat Donald Trump kurzerhand einen Termin mit Ministerpr&auml;sidentin Mette Frederiksen abgesagt. Das verk&uuml;ndete er bei Twitter.<br>\nBisher lie&szlig; sich die Idee noch als, wohlwollend formuliert, abwegiges Gedankenspiel abtun &ndash; doch nun hat der Disput um einen m&ouml;glichen Kauf Gr&ouml;nlands durch die USA offenbar handfeste diplomatische Folgen. Donald Trump sagte wegen des Streits ein geplantes Treffen mit der d&auml;nischen Ministerpr&auml;sidentin Mette Frederiksen vorerst ab.<br>\nDer US-Pr&auml;sident schrieb am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter, Frederiksen habe erkl&auml;rt, sie wolle nicht &uuml;ber einen Verkauf der Insel sprechen. Er verschiebe deswegen das f&uuml;r in zwei Wochen geplante Treffen mit der Ministerpr&auml;sidentin auf einen sp&auml;teren Zeitpunkt.\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"en\" dir=\"ltr\">Denmark is a very special country with incredible people, but based on Prime Minister Mette Frederiksen&rsquo;s comments, that she would have no interest in discussing the purchase of Greenland, I will be postponing our meeting scheduled in two weeks for another time&hellip;.<\/p>\n<p>&mdash; Donald J. Trump (@realDonaldTrump) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/realDonaldTrump\/status\/1163961882945970176?ref_src=twsrc%5Etfw\">20. August 2019<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/trump-laesst-treffen-mit-daenischer-regierungschefin-platzen-wegen-groenland-a-1282903.html\">SPON<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> So langsam reicht es mit diesen uns&auml;glichen Twitter Botschaften aus god&acute;s own country. Ist er gr&ouml;&szlig;enwahnsinnig oder hat er einfach nicht mehr alle Tassen im Schrank? <\/em><\/p>\n<p><em>M&ouml;chte er nicht stattdessen vielleicht Helgoland kaufen? Auch dort k&ouml;nnte man ja noch eine sch&ouml;ne Milit&auml;rbasis errichten, um die Welt zu &auml;rgern.<\/em><\/p>\n<p><em>Man erinnere sich dazu auch an Trumps abwegige Forderung, Mexiko m&uuml;sse den Grenzzaun zwischen Mexiko und den USA, den er unbedingt bauen will, auch noch bezahlen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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