{"id":54301,"date":"2019-08-23T08:20:09","date_gmt":"2019-08-23T06:20:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54301"},"modified":"2019-08-23T08:20:09","modified_gmt":"2019-08-23T06:20:09","slug":"hinweise-des-tages-3435","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54301","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54301#h01\">Finanzminister Scholz setzt bei Bildung den Rotstift an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54301#h02\">Das Bundesamt und die Konjunktur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54301#h03\">The World Has a Germany Problem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54301#h04\">Solidarit&auml;tszuschlag weg &ndash; Steuergerechtigkeit ade!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54301#h05\">Mann teilt Artikel der &ldquo;Deutschen Welle&rdquo; im Netz &ndash; und wird daf&uuml;r verurteilt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54301#h06\">Dieses Medium schaltet Facebook-Werbung f&uuml;r Trump im Wert von 1,5 Mio. Dollar &ndash; nur das Wahlkampfteam gibt mehr aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54301#h07\">B&uuml;rokratische Massenvernichtungswaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54301#h08\">Maas in Moskau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54301#h09\">Mehr Inobhutnahmen wegen Kindesmisshandlung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54301#h10\">Pink Lady: Das ist faul an dieser Apfelsorte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54301#h11\">Why 500 million bees have died in Brazil in three months<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54301#h12\">Australiens Klimakonflikt am Great Barrier Reef: Weltgr&ouml;&szlig;te Kohlemine bedroht Korallen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54301#h13\">Wahl am 1. September: Wenn sich Parteien in Sachsen gegen die AfD verb&uuml;nden, birgt das zwei Risiken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54301#h14\">Agenda 2010 &ndash; die Abrechnung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Finanzminister Scholz setzt bei Bildung den Rotstift an<\/strong><br>\nDer Etat f&uuml;r Bildung und Forschung im Bundeshaushalt soll 2020 um rund 69 Millionen Euro auf 18,2 Milliarden Euro sinken. Das geht aus dem Haushaltsentwurf der Bundesregierung hervor, den Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) vorgelegt hat. (&hellip;)<br>\nDer stellvertretende Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft, Andreas Keller, kritisierte die geplante K&uuml;rzung des Bildungsetats als &bdquo;v&ouml;llig falsches Signal&ldquo;. &bdquo;W&auml;hrend die Ausgaben des Bundes insgesamt 2020 um ein Prozent ansteigen sollen, setzt die Gro&szlig;e Koalition ausgerechnet bei der Bildung den Rotstift an. Dabei brennt es gerade dort an allen Ecken und Enden&ldquo;, mahnte er.<br>\n&bdquo;Die K&uuml;rzung zeigt auch: Sowohl bei der BAf&ouml;G-Reform als auch beim Hochschulpakt-Nachfolgeprogramm Zukunftsvertrag &sbquo;Studium und Lehre st&auml;rken&lsquo; w&auml;re deutlich mehr drin gewesen&ldquo;, sagte der GEW-Vize. Die Bildungsgewerkschaft hatte die am 1. August in Kraft getretene BAf&ouml;G-Novelle als unzureichend kritisiert. Bei der Hochschulpakt-Nachfolge hatte sich die GEW mit ihrem Budenheimer Memorandum und als Partner der Kampagne &bdquo;Frist ist Frust&ldquo; f&uuml;r eine kr&auml;ftige Aufstockung und j&auml;hrliche Erh&ouml;hung (Dynamisierung) des Zukunftsvertrags stark gemacht.<br>\n&bdquo;Die Bundesregierung setzt ihre eigenen Priorit&auml;ten: Das Zwei-Prozent-Ziel bei den Verteidigungsausgaben, die schwarze Null und Steuersenkungen scheinen dazuzugeh&ouml;ren, die Bildung aber muss Federn lassen &ndash; ein Armutszeugnis&ldquo;, so Keller. Den Bundestag forderte er auf, den Haushaltsentwurf &bdquo;gr&uuml;ndlich gegen den Strich zu b&uuml;rsten&ldquo; und daf&uuml;r zu sorgen, dass im Bildungs- und Forschungsetat noch &bdquo;eine kr&auml;ftige Schippe draufgelegt&ldquo; wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gew.de\/aktuelles\/detailseite\/neuigkeiten\/finanzminister-scholz-setzt-bei-bildung-den-rotstift-an\/\">GEW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bedarf es noch weiterer Belege f&uuml;r die &ouml;konomische Inkompetenz des derzeitigen Bundesfinanzministers?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das Bundesamt und die Konjunktur<\/strong><br>\nDie amtlichen BIP-Berechnungen l&ouml;sen sich von der wirtschaftlichen Entwicklung. Wer sich ernsthaft informieren will, sollte die Zahlen schlicht ignorieren und sich auf die entscheidenden Indikatoren in der Prim&auml;rstatistik beschr&auml;nken.<br>\nIn der vergangenen Woche hat das Statistische Bundesamt die erste Berechnung f&uuml;r das BIP im zweiten Quartal dieses Jahres vorgelegt und einen leichten R&uuml;ckgang von 0,1 Prozent konstatiert. Ich hatte (hier) schon in einem ersten Beitrag darauf  hingewiesen, dass wenig bis nichts daf&uuml;r spricht, dass diese Zahl die wirtschaftliche Entwicklung korrekt beschreibt. Auch die Interpretation des Amtes, es habe positive Impulse von der Investitionst&auml;tigkeit der Unternehmen und von den Konsumausgaben der privaten Haushalte gegeben, die negative Effekte auf der Au&szlig;enhandelsseite ausgeglichen h&auml;tten, ist nicht von den Fakten (den Indikatoren aus der Prim&auml;rstatistik, die es daf&uuml;r gibt) gedeckt.<br>\nBei der Interpretation der Zahlen hat sich selbst die Financial Times, die innerhalb der Medien als Experte zu gelten hat, einen sch&ouml;nen Lapsus geleistet. Sie schreibt (hier in englisch), im zweiten Quartal 2019 sei in Deutschland ein R&uuml;ckgang der Exporte und ein R&uuml;ckgang bei der Industrieproduktion teilweise ausgeglichen worden durch Wachstum bei den Ausgaben der privaten Haushalte und des Staates (&bdquo;In the second quarter, a slowdown in foreign trade and a decline in industrial production were partly offset by growth in household and government spending.&ldquo;).<br>\nDas ist eine falsche Betrachtungsweise, weil der R&uuml;ckgang der Industrieproduktion das Ergebnis des Nachfrager&uuml;ckgangs ist. Man darf ihn folglich nicht mit dem R&uuml;ckgang der Exporte argumentativ zusammenpacken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/08\/das-bundesamt-und-die-konjunktur\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>The World Has a Germany Problem<\/strong><br>\nThere is, however, an obvious solution: European governments, and Germany in particular, should stimulate their economies by borrowing and increasing spending. The bond market is effectively begging them to do that; in fact, it&rsquo;s willing to pay Germany to borrow, by lending at negative interest. And there&rsquo;s no lack of things to spend on: Germany, like America, has crumbling infrastructure desperately in need of repair. But spend they won&rsquo;t.<br>\nMost of the costs of German fiscal obstinacy fall on Germany and its neighbors, but there are some spillovers to the rest of us. Europe&rsquo;s problems have contributed to a weak euro, which makes U.S. products less competitive and is one reason American manufacturing is sliding. But characterizing this as a situation in which Europe is taking advantage of America gets it all wrong, and is not helpful.<br>\nWhat would be helpful? Realistically, America has no ability to pressure Germany into changing its domestic policies. We might be able to provide a little moral suasion if our own leadership had any intellectual or policy credibility, but, of course, it doesn&rsquo;t. There&rsquo;s a sense in which the whole world has a Germany problem, but it&rsquo;s up to the Germans themselves to solve it.<br>\nOne thing is for sure: Starting a trade war with Europe would truly be a lose-lose proposition, even more so than our trade war with China. It&rsquo;s the last thing either America or Europe needs. Which means that Trump is probably going to do it.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2019\/08\/19\/opinion\/trump-germany-europe.html\">Paul Krugman, New York Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Solidarit&auml;tszuschlag weg &ndash; Steuergerechtigkeit ade!<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will den Solidarit&auml;tszuschlag abschaffen. Zumindest f&uuml;r die allermeisten. Das Steuersystem wird dadurch nicht gerechter. Und es fehlt noch mehr Geld f&uuml;r dringende Investitionen. [&hellip;]<br>\nDas weitgehende Soli-Ende ist vor allem gezielte Reichtumspflege. Die Bundesregierung hat ein Steuergeschenk an eine ohnehin schon finanzstarke Klientel auf den Weg gebracht. Das ist unsozial und setzt die seit Jahren betriebene Politik der Entlastung von Topverdiensten fort. Die Einkommensschere wird noch weiter auseinandergehen. Das w&auml;re nicht nur f&uuml;r die Steuergerechtigkeit ein bitteres Ende. Heute m&uuml;ssen wir unser Land wieder aufbauen, nicht nur im Osten. Das Geld wird f&uuml;r eine moderne, klimafreundliche und soziale Zukunft dringend ben&ouml;tigt. Daf&uuml;r ist der Soli da!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++6cb8cd6a-c411-11e9-8223-52540088cada\">DGB Niedersachsen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mann teilt Artikel der &ldquo;Deutschen Welle&rdquo; im Netz &ndash; und wird daf&uuml;r verurteilt<\/strong><br>\nEin 24-J&auml;hriger verbreitet einen Beitrag der &ldquo;Deutschen Welle&rdquo; im Internet weiter. Und ger&auml;t deswegen in den Fokus der Augsburger Justiz. Es ist ein Fall, der Fragen aufwirft. [&hellip;]<br>\nMokhmad A. soll, das war der erste Vorwurf, auf Facebook einen Beitrag geteilt haben, in dem mit Kalaschnikows bewaffnete Mitglieder der Terrormiliz &bdquo;Islamischer Staat&ldquo; zu sehen sind. Zwei der M&auml;nner auf dem Foto tragen M&uuml;tzen mit dem IS-Symbol. Dessen Verwendung ist gesetzeswidrig, seit das Bundesinnenministerium den IS in Deutschland 2014 nach dem Vereinsgesetz verboten hat. Darauf fu&szlig;t das Urteil des Amtsgerichtes.<br>\nDer Mann aus Tschetschenien, der in einer Asylunterkunft im Raum Augsburg lebt, hat allerdings kein Propagandamaterial des IS im Netz geteilt, wie man annehmen k&ouml;nnte. Sondern lediglich einen Nachrichtenbeitrag der Deutschen Welle, eines seri&ouml;sen Mediums also. Darin geht es um die Frage, wie das Terrornetzwerk &uuml;berhaupt seine Waffen bezog, bebildert ist der Text mit einem Foto der Deutschen Presse-Agentur. Am 11. M&auml;rz 2018 teilte Mokhmad A. den Beitrag, der auch auf russischer Sprache erschien, auf Facebook &ndash; so wie 83 andere Nutzer des Netzwerkes auch. Mokhmad A. postete dazu auf Russisch: &bdquo;Ich wei&szlig; nicht, wo und was geliefert wurde, aber das Foto zeigt Kalaschnikow-Gewehre.&ldquo;<br>\nDas war nach Ansicht der Staatsschutz-Abteilung der Augsburger Polizei eine Straftat; die Beamten f&uuml;hrten nun deswegen Ermittlungen gegen den Mann aus Tschetschenien. Die Staatsanwaltschaft erwirkte erst einen Durchsuchungsbeschluss gegen Mokhmad A., dann einen Strafbefehl, gegen den der 24-J&auml;hrige Einspruch einlegte. So kam es zum &ouml;ffentlichen Prozess, in dem die Augsburger Staatsanwaltschaft und das Amtsgericht bei ihrer Haltung blieben, dass es bereits eine Straftat ist, einen Nachrichtenbeitrag auf Facebook zu teilen, der mit einem Foto illustriert ist, das Mitglieder des IS samt Symbol zeigt.<br>\nEs ist ein Fall, der einige Fragen aufwirft. Sollte das Urteil in h&ouml;heren Instanzen nicht verworfen werden, m&uuml;ssten Presseorgane etwa schon &uuml;berlegen, ob sie Beitr&auml;ge &uuml;ber den &bdquo;Islamischen Staat&ldquo; oder andere verbotene Organisationen noch mit Fotos ver&ouml;ffentlichen, die Symbole oder Kennzeichen dieser Organisationen zeigen. Leser oder Kunden dieser Medien k&ouml;nnten schlie&szlig;lich in strafrechtliche Schwierigkeiten kommen, auch wenn sie nichts anderes tun, als diese journalistischen Beitr&auml;ge auf Facebook zu teilen. Bereits eine kurze Recherche bringt entsprechend illustrierte Artikel diverser Medien in dem Netzwerk hervor, die teils dutzendfach durch Leser geteilt worden sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/Mann-teilt-Artikel-der-Deutschen-Welle-im-Netz-und-wird-dafuer-verurteilt-id55236831.html\">Augsburger Allgemeine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Dieses Medium schaltet Facebook-Werbung f&uuml;r Trump im Wert von 1,5 Mio. Dollar &ndash; nur das Wahlkampfteam gibt mehr aus<\/strong><br>\nDie &ldquo;Epoch Times&rdquo;, ein eher rechtes, weltweit aktives Propaganda-Medium, hat auf Facebook angeblich 1,5 Millionen Dollar f&uuml;r Trump-Werbung ausgegeben. Wie Recherchen der &ldquo;NBC&rdquo; zeigen, sollen allein in den vergangenen sechs Monaten 11.000 Anzeigen f&uuml;r den amtierenden US-Pr&auml;sidenten gelaufen sein. Nur Trumps Wahlkampf-Team selbst gab mehr f&uuml;r Werbung auf Facebook aus.<br>\nHinter der &ldquo;Epoch Times&rdquo; stehen der chinesischen Falun Gong-Sekte nahestehende Aktivisten. Die Bewegung wird in China verfolgt und setzt sich gegen die kommunistische Regierung ein. Aus diesem Ansatz heraus r&uuml;hrt wohl auch die Trump-freundliche Berichterstattung der Zeitung. Ein ehemaliger &ldquo;Epoch Times&rdquo;-Mitarbeiter erz&auml;hlt gegen&uuml;ber &ldquo;NBC&ldquo;, dass die Falun Gong-Anh&auml;nger glaubten, Trump sei &ldquo;vom Himmel gesandt, um die kommunistische Partei zu zerst&ouml;ren&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2019\/08\/22\/dieses-medium-schaltet-facebook-werbung-fuer-trump-im-wert-von-15-mio-dollar-nur-das-wahlkampfteam-gibt-mehr-aus\/\">Meedia<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>B&uuml;rokratische Massenvernichtungswaffen<\/strong><br>\nWirtschaftssanktionen gelten westlichen Politkern als friedliche Alternative zum Krieg. Doch f&uuml;r die Betroffenen sind die Embargos nicht weniger t&ouml;dlich als Bomben [&hellip;]<br>\nKaum eine Woche vergeht, ohne dass Politiker unliebsame Herrscher mittels Sanktionen zur Ordnung rufen wollen. Ein beschlagnahmter Tanker am Golf, Gasbohrungen der T&uuml;rkei nahe Zyperns, Polizeigewalt in Honkong, ein russisches Pipeline-Projekt, ein zu billiger Chinesischer Yuan, amerikanischen Waffenlieferung an Taiwan &hellip; Das sind einige der Ereignisse, die allein im vergangenen Monat, Politiker dazu veranlassten, wirtschaftliche Strafma&szlig;nahmen zu fordern oder zu verh&auml;ngen.<br>\nW&auml;hrend Historiker auch noch nach &uuml;ber 2.400 Jahren &uuml;ber die Folgen von Perikles&rsquo; Dekret diskutieren, f&auml;llt es bei der Geschwindigkeit heutiger Handelsbeschr&auml;nkungen schwer, &uuml;berhaupt den &Uuml;berblick zu behalten. &Uuml;ber 30 Staaten stehen derzeit allein auf der Sanktionsliste der Europ&auml;ischen Union.<br>\nGanze 8.000 einzelne Strafma&szlig;nahmen haben die USA derzeit verh&auml;ngt, 2000 allein in den letzten vier Jahren. &Uuml;ber 150 Mal hat der UN-Sicherheitsrat in den letzten zehn Jahren wirtschaftliche Restriktionen beschlossen. Zum Vergleich: Von 1990 bis 1999 gab es insgesamt nur f&uuml;nf solcher Beschl&uuml;sse.<br>\nUnd noch etwas hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ge&auml;ndert: Kam die Blockade von Handelswegen und H&auml;fen in der Geschichte oftmals einer Kriegserkl&auml;rung gleich, gelten Sanktionen heute als Mittel der Diplomatie. Als zielgerichtete Instrumente gegen Menschenrechtsverbrecher. Als humanit&auml;r motivierte Notma&szlig;nahmen, um Bev&ouml;lkerungen vor ihren eigenen tyrannischen Herrschern zu sch&uuml;tzen. Als friedliche Alternative zum Krieg. Doch mit der Realit&auml;t haben diese Mythen nichts zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Buerokratische-Massenvernichtungswaffen-4502166.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Maas in Moskau<\/strong><br>\nVor dem G7-Gipfel an diesem Wochenende in Biarritz nehmen die deutsch-franz&ouml;sischen Rivalit&auml;ten um die Russland-Politik zu. Au&szlig;enminister Heiko Maas ist in den vergangenen beiden Tagen in Moskau gewesen, um dort M&ouml;glichkeiten zu einer punktuellen Abstimmung hinsichtlich weltpolitischer Konflikte auszuloten. Hintergrund ist, dass Berlin sich im Kampf um das Atomabkommen mit Iran und im Krieg in der Ostukraine als weltpolitische Ordnungsmacht zu profilieren sucht, dabei allerdings bislang erfolglos bleibt. Um Fortschritte zu erzielen, sucht die Bundesregierung nach neuen Wegen. Auch &ouml;konomisch ist sie angesichts der drohenden Rezession auf der Suche nach Optionen f&uuml;r die deutsche Industrie. W&auml;hrend es als unklar gilt, wie umfassend ein m&ouml;gliches ein Ende der Russland-Sanktionen den deutschen Export ankurbeln k&ouml;nnte, nehmen die deutschen Investitionen in Russland massiv zu. Allerdings sind sie von extraterritorialen US-Sanktionen bedroht. Unterdessen sucht Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron Berlin in puncto Ukraine-Konflikt die F&uuml;hrung zu entrei&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8022\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mehr Inobhutnahmen wegen Kindesmisshandlung<\/strong><br>\nDie Zahl der Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen ist im vergangenen Jahr gesunken. In Summe haben die Jugend&auml;mter 2018 in rund 52.600 F&auml;llen eingegriffen und Minderj&auml;hrige wegen einer m&ouml;glichen Gef&auml;hrdung vorl&auml;ufig in Obhut genommen. Damit sank die Zahl im Vergleich zu 2017 um knapp 8800 F&auml;lle auf Minus 14 Prozent, wie das Statistische Bundesamt berichtete.<br>\nHauptgrund f&uuml;r diese Entwicklung sei der R&uuml;ckgang an Inobhutnahmen von unbegleiteten Minderj&auml;hrigen aus dem Ausland. Diese F&auml;lle sanken um rund 46 Prozent. 2018 waren es rund 10.300 weniger F&auml;lle. Im Jahr davor leiteten die Beh&ouml;rden hierzu noch die meisten Schutzma&szlig;nahmen ein. (&hellip;)<br>\nEklatant um ein Viertel angestiegen sind im vergangenen Jahr die Schutzma&szlig;nahmen wegen Kindesmisshandlung: Nach Anzeichen f&uuml;r k&ouml;rperliche und psychische Misshandlung schritten die Jugend&auml;mter rund 6100 Mal ein, 2017 waren es noch rund 4900 F&auml;lle. 2018 war dies mit 8,3 Prozent die dritth&auml;ufigste Ursache f&uuml;r eine Inobhutnahme.<br>\nDamit standen Kindesmisshandlungen seit Einf&uuml;hrung der Statistik 1995 erstmals auf Rang drei der h&auml;ufigsten Gr&uuml;nde f&uuml;r eine vorl&auml;ufige Schutzma&szlig;nahme, erkl&auml;rte das Statistische Bundesamt. (&hellip;)<br>\nDie meisten Eingriffe durch die Beh&ouml;rden fanden 2018 jedoch aufgrund von &Uuml;berforderung der Eltern statt. Sie machten einen Anteil von 24 Prozent an allen Vorg&auml;ngen aus. Die Anzahl dieser F&auml;lle blieb im Vergleich der vergangenen Jahre auf konstantem Niveau. 2018 wurden wegen &Uuml;berforderung rund 17.700, im Jahr zuvor rund 17.300 Ma&szlig;nahmen eingeleitet. (&hellip;)<br>\nJugend&auml;mter leiten vorl&auml;ufige Inobhutnahmen ein, wenn es in Familien akute Krisensituationen gibt. Sie sind eine Hilfsma&szlig;nahme, die auf Bitten des Kindes, bei einer Gef&auml;hrdung des Kindeswohls oder von den Beh&ouml;rden selbst eingeleitet werden. Bis die Probleme gel&ouml;st sind, k&ouml;nnen die Kinder und minderj&auml;hrigen Jugendlichen in einem Heim oder einer Pflegefamilie untergebracht sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/inobhutnahme-minderjaehrige-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es k&ouml;nnte generell durchaus zu &Uuml;berreaktionen seitens der &Auml;mter kommen &ndash; insbesondere durch eine von &Uuml;berlastung charakterisierte Mitarbeiterschaft in den ASD der Jugend&auml;mter. Wann z.B. sind Eltern(-teile) &uuml;berfordert und wer stellt das mit welchen Methoden fest? Vermutlich nicht selten d&uuml;rfte sich die verantwortliche Mitarbeiterschaft mit einer vollzogenen Inobhutma&szlig;nahmen wohler f&uuml;hlen. Aber sind wirklich so viele Kinder und Jugendliche in akuter Gefahr bzw. helfen tats&auml;chlich keine anderen Ma&szlig;nahmen? Denn lediglich unter diesen Pr&auml;missen sind Inobhutma&szlig;nahmen zul&auml;ssig.<\/em><\/p>\n<p><em>Da jedoch gegen die ergriffenen Ma&szlig;nahmen selten Widerstand &ndash; z.B. in Form juristischer Antr&auml;ge &ndash; geleistet wird, sind Konsequenzen kaum zu erwarten. Und falls es zu einem juristischen Nachspiel kommen sollte, existiert ein weiteres Problem: Den dann zu entscheidenden Juristen (Richtern) mangelt es vielfach an p&auml;dagogischen\/kinderpsychologischen Kenntnissen. Sie verlassen sich dann allzu oft auf die &bdquo;Experten&ldquo; der Jugend&auml;mter, die in ihren Aktivit&auml;ten kaum einer Kontrolle unterliegen. So k&ouml;nnte dann &bdquo;ein Kreis&ldquo; geschlossen werden, der in eine &bdquo;Sozialindustrie&ldquo; m&uuml;ndet (vergleichbar dem im Bereich Erwerbslosigkeit), denn Pflegeeltern und Heime sind nicht g&uuml;nstig.<\/em><\/p>\n<p><em>Das d&uuml;rfte l&auml;ngst bekannt sein. Interessant dazu z.B. <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/familie\/sorgerecht-amtlicher-groessenwahn-1739542.html\">Amtlicher Gr&ouml;&szlig;enwahn<\/a> und &raquo;<a href=\"http:\/\/www.karin-jaeckel.de\/aktuelles\/jopt.pdf\">Im Jugendamt arbeiten wohlmeinende Laien<\/a>&laquo;. <\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38867#h05\">Debatte Reform der Jugendhilfe: Kinder st&auml;rken statt den Staat<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31643#h11\">Wenn Jugendhilfe zum Gesch&auml;ft wird<\/a> (mit einer weiterf&uuml;hrenden Anmerkung).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Pink Lady: Das ist faul an dieser Apfelsorte<\/strong><br>\nPink Lady geh&ouml;rt zu den beliebtesten &Auml;pfeln in Deutschland. Doch die Kritik an Pink Lady ist gro&szlig;: schlechte CO2-Bilanz, &Ouml;ko-Test warnt vor Pestiziden und Umweltsch&uuml;tzer sehen die Sortenvielfalt in Gefahr. Pink Lady-&Auml;pfel gibt es heute in fast jedem Supermarkt: Sie haben immer die gleiche Farbe, immer den gleichen Geschmack, sind immer knackig und immer makellos. Daf&uuml;r kosten sie auch etwas mehr als andere Apfelsorten. Genau genommen handelt es sich bei Pink Lady aber nicht um eine Apfelsorte, sondern vielmehr um eine gesch&uuml;tzte Marke.<br>\nMit aufwendigen Marketing-Kampagnen macht Pink Lady Werbung f&uuml;r den &bdquo;einzigartigen Apfel&ldquo;, der ein &bdquo;Partner f&uuml;r k&ouml;rperliche Fitness und Wohlbefinden&ldquo; sei. Das wirklich Einzigartige an dem Apfel ist aber wohl eher das Konzept dahinter:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/utopia.de\/ratgeber\/pink-lady-das-ist-faul-an-dieser-apfelsorte\/\">Utopia<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Why 500 million bees have died in Brazil in three months<\/strong><br>\nIn the state of Rio Grande do Sul, 400 million dead bees were found &ndash; with beekeepers in four states reporting the mass deaths. Researchers have blamed the use of pesticides &ndash; chemical substances which are used to kill pests. Bees have a really important role in the food chain &ndash; with around one-third of the food we eat relying on pollination mainly by bees. These include fruits and vegetables such as avocados, broccoli and cherries.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/newsbeat-49406369\">BBC News<\/a>\n<p><strong>dazu: Bolsonaro Greenlights New Pesticides Even as Advocates Mourn Half Billion Dead Bees in Brazil<\/strong><br>\n&ldquo;The death of all these bees is a sign that we&rsquo;re being poisoned.&rdquo;<br>\nPointing to the deaths of more than half a billion bees in Brazil over a period of just four months, beekeepers, experts, and activists are raising concerns about the soaring number of new pesticides greenlighted for use by the Brazilian government since far-right President Jair Bolsonaro took office in January&mdash;and the threat that it poses to pollinators, people, and the planet.<br>\nIndigenous and green groups have expressed alarm about dangers of Bolsonaro&rsquo;s anti-environment policies&mdash;especially for the Amazon rainforest&mdash;since even before Bolsonaro&rsquo;s inauguration. Recent reports highlighting that the Bolsonaro government has approved a record 290 pesticides so far this year have further heightened worries about his environmental agenda and its consequences.<br>\n&ldquo;Between December 2018 and March 2019, more than 500 million bees were found dead by beekeepers in four Brazilian states,&rdquo; SciDev.net reported Friday, citing figures revealed earlier this year. &ldquo;Beekeepers&rsquo; associations and agriculture authorities suspect this was caused by the widespread use of two classes of pesticides&mdash;fipronil and neonicotinoids&mdash;on flowering crops.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.commondreams.org\/news\/2019\/08\/20\/bolsonaro-greenlights-new-pesticides-even-advocates-mourn-half-billion-dead-bees\">CommonDreams<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Australiens Klimakonflikt am Great Barrier Reef: Weltgr&ouml;&szlig;te Kohlemine bedroht Korallen<\/strong><br>\nDas Great Barrier Reef ist ein einzigartiger Kosmos voller Leben, Farben und Formen. Doch das Korallenriff droht noch schneller zu sterben als bef&uuml;rchtet, so neue Forschungen. Zu steigenden Temperaturen kommt nun eine weitere Bedrohung: die gr&ouml;&szlig;te Kohlemine der Welt.<br>\nDelfine, Wale, Seek&uuml;he, Meeresschildkr&ouml;ten, Krokodile, Rochen, Feuerfische, Doktorfische, Clownfische, Stachelschnecken, Seefedern und Wei&szlig;bauchseeadler &ndash; sie alle leben im und am Great Barrier Reef. Es ist das gr&ouml;&szlig;te nat&uuml;rlich entstandene Gebilde der Welt, von kleinsten Organismen, den Korallen, geschaffen: 2300 Kilometer lang erstreckt es sich l&auml;ngs der Ostk&uuml;ste Australiens. Und von Townsville aus, einer Stadt in Nordqueensland, k&ouml;nnte man das UNESCO-Weltnaturerbe mit dem Schiff in zweieinhalb Stunden erreichen. Oder mit dem Flugzeug besichtigen, so wie es der Meeresbiologe Terry Hughes vor zwei Jahren getan hat, nach einer der heftigsten Korallenbleichen der Geschichte:<br>\n&bdquo;Wir sind &uuml;ber 1200 Riffe geflogen, elf Fl&uuml;ge, acht Stunden am Tag &ndash; das war sehr anstrengend, aber vor allem sehr emotional.&ldquo; So erz&auml;hlte er es in einem Fernsehinterview. &bdquo;Wir haben hunderte Riffe gesehen, die unglaublich stark besch&auml;digt sind. Die Korallen waren so krank, wie ich es noch nie gesehen habe.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/australiens-klimakonflikt-am-great-barrier-reef.979.de.html?dram:article_id=456887\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wahl am 1. September: Wenn sich Parteien in Sachsen gegen die AfD verb&uuml;nden, birgt das zwei Risiken<\/strong><br>\nPolitisch m&ouml;glich w&auml;re eine Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Gr&uuml;nen. Aber wird es f&uuml;r dieses B&uuml;ndnis reichen? Es k&ouml;nnte ein Viererb&uuml;ndnis n&ouml;tig werden &ndash; bestehend aus CDU, SPD, Gr&uuml;nen und FDP. Doch das ist nicht ohne Risiko, warnt der Politikwissenschaftler Hans Vorl&auml;nder von der Technischen Universit&auml;t Dresden. Er sieht im Wesentlichen zwei Probleme:<br>\n &bdquo;Es besteht die Gefahr, dass die AfD ihr Narrativ &sbquo;Alle gegen uns&lsquo; fortsetzt, sich weiterhin in der Opfer-Rolle sieht und als ausgeschlossen darstellt&ldquo;, sagt Vorl&auml;nder. Schon die Debatte &uuml;ber ein Viererb&uuml;ndnis werde die AfD nutzen, um ihre W&auml;hler zu mobilisieren &bdquo;und den Keil in die Gesellschaft noch st&auml;rker hineinzutreiben&ldquo;, so der Experte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/wahl-am-1-september-wenn-sich-parteien-in-sachsen-gegen-die-afd-verbuenden-birgt-das-zwei-risiken_id_11003132.html\">Focus Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Worin soll jetzt das Problem einer Vier-Parteien-Koalition aus CDU, SPD, Gr&uuml;nen und FDP liegen? Dies sind genau die Parteien der neoliberalen Mitte. Da findet dann doch zusammen, was schon l&auml;ngst zusammen geh&ouml;rt und dem B&uuml;rger wird nicht mehr die Scharade einer vermeintlichen programmatischen Konkurrenz vorgef&uuml;hrt, sondern endlich treten die realen politischen Verh&auml;ltnisse offen ans Tageslicht. Dass dies der AfD nutzt, h&auml;tte man sich viel fr&uuml;her &uuml;berlegen k&ouml;nnen, ist die AfD doch letztendlich auch eine Folge der Agenda 2010 und der neoliberalen Schocktherapie auf dem Gebiet der ehemaligen DDR nach der Wiedervereinigung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Agenda 2010 &ndash; die Abrechnung<\/strong><br>\nHaben Hartz IV und die anderen Arbeitsmarktreformen mehr Jobs gebracht &ndash; oder mehr Armut? Die SPD-Linken Karl Lauterbach und Ottmar Schreiner im Streitgespr&auml;ch.<br>\nHerr Schreiner, Herr Lauterbach, lassen Sie uns mit einer Assoziationskette beginnen. Was verbinden Sie mit der Agenda 2010?<br>\nOttmar Schreiner: Eine Versch&auml;rfung der gesellschaftlichen Spaltung: mehr Lohnarmut. Mehr Kinderarmut. Mehr Altersarmut.<br>\nKarl Lauterbach:Mehr Arbeitspl&auml;tze. Bessere Bildungschancen f&uuml;r Kinder.<br>\nWie bitte?<br>\nLauterbach: Arbeitsmarktreformen sind nicht automatisch schlecht, nur weil Schr&ouml;der sie durchgesetzt hat. Wir steckten damals in einer historischen Krise. Wir hatten die h&ouml;chste Arbeitslosigkeit nach der Vereinigung. Jetzt haben wir die niedrigste Arbeitslosigkeit seit 15 Jahren. Insofern sind die Arbeitsmarktreformen ein gro&szlig;er Erfolg. Wenn der Union das gelungen w&auml;re, w&uuml;rden im Konrad-Adenauer-Haus t&auml;glich die Sektkorken knallen. Die SPD verurteilt sich selbst. Das ist absurd.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/agenda-2010-abrechnung-11610068.html\">Frankfurter Rundschau vom 23. September 2008<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Da Karl Lauterbach sich ja aktuell f&uuml;r den SPD-Vorsitz bewirbt und sich selbst als progressiven &Ouml;konomen und Agenda-2010-Kritiker verkauft, ist dieses 11 Jahre alte Dokument hoch interessant. So spricht kein progressiver &Ouml;konom. Vielleicht haben ja einige unserer Leserinnen und Leser, die Mitglied der SPD sind, die M&ouml;glichkeit, Lauterbach im Rahmen seiner Wahlkampftour auf die Aussagen anzusprechen, die er damals im Streitgespr&auml;ch mit Ottmar Schreiner vorgebracht hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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