{"id":54339,"date":"2019-08-23T16:45:30","date_gmt":"2019-08-23T14:45:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54339"},"modified":"2019-08-23T15:49:41","modified_gmt":"2019-08-23T13:49:41","slug":"hinweise-des-tages-ii-408","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54339","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54339#h01\">Sie schaufeln sich ihr eigenes Grab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54339#h02\">Jetzt investieren &ndash; in gleichwertige Lebensbedingungen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54339#h03\">Marode Fernstra&szlig;en: Infrastruktur zulasten zuk&uuml;nftiger Generationen kaputtgespart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54339#h04\">Neue Agenda 2010: Ein Gespenst kehrt zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54339#h05\">Soziale Ungleichheit: Superreiche werden noch reicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54339#h06\">G7-Gipfel in Biarritz: Norbert R&ouml;ttgen warnt vor chinesisch-russischer Allianz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54339#h07\">Big Data, KI und der Weg in eine teil-autonome Polizeiarbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54339#h08\">Verb&auml;nde fordern Millardeninvestitionen f&uuml;r bezahlbares Wohnen in Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54339#h09\">Kurdischer S&uuml;dosten der T&uuml;rkei: Stacheldraht und goldene H&auml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54339#h10\">Nicht gleich den Hitler an die Wand malen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54339#h11\">UK: Umbau des Parteisystems abgeblasen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54339#h12\">Umfrage: B&uuml;rger geben Lobbygruppen Mitschuld am Klima-Versagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54339#h13\">Zu guter Letzt: Au&szlig;enminister Maas bietet deutsche Hilfe gegen Feuer im Amazonas an<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sie schaufeln sich ihr eigenes Grab<\/strong><br>\nWenn die Ungleichheit bei Einkommen und Verm&ouml;gen weiter w&auml;chst, verlieren die Menschen das Vertrauen in die Demokratie. Und die Volksparteien l&ouml;sen sich auf. Anstatt etwas gegen die wachsende Ungleichheit zu tun, beschlie&szlig;en CDU, CSU und SPD, unterst&uuml;tzt von den Parteien der Besserverdienenden FDP und Gr&uuml;nen, den Soli weitgehend abzuschaffen. Der Steuerexperte des DIW Stefan Bach mahnt: Seit 1995 wurden die Spitzenverdiener steuerlich um einen Betrag entlastet, der zwei- bis dreimal so hoch ist, wie der, den sie heute f&uuml;r den Soli zahlen m&uuml;ssen. Wenn jetzt der Soli weitgehend abgeschafft wird, kommt das in erster Linie den Nutznie&szlig;ern der wachsenden Ungleichheit der Einkommen und Verm&ouml;gen zugute.<br>\nDie gut zehn Milliarden fehlen dann f&uuml;r notwendige Aufgaben wie Infrastruktur-Investitionen, soziale Leistungen, Pflege, Bildung und so weiter. Man fasst sich nur noch an den Kopf.<br>\nDie neoliberalen Parteien CDU, CSU, SPD, FDP und Gr&uuml;ne sind unbelehrbar geworden und die neoliberale AfD, deren Steuerpolitik genauso unsozial ist, lacht sich ins F&auml;ustchen, w&auml;scht sich die H&auml;nde in Unschuld und sammelt die Proteststimmen ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2477179572343495\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<p><strong>dazu: Wiedereinf&uuml;hrung: SPD will bis zu zehn Milliarden mit Verm&ouml;gensteuer einnehmen<\/strong><br>\nIm SPD-Grundsatzprogramm steht die Verm&ouml;gensteuer seit Langem. Nun legt Interims-Parteichef Sch&auml;fer-G&uuml;mbel ein Konzept vor: Die Steuer soll bis zu zehn Milliarden einbringen, Investitionen finanzieren und die Schweiz zum Vorbild haben. [&hellip;]<br>\nDie Forderung nach einer Verm&ouml;gensteuer ist seit Jahren Teil des SPD-Grundsatzprogramms. Sie wird in Deutschland seit 1997 nicht mehr erhoben. Damals verzichtete die Bundesregierung darauf, die Steuer nach Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zu reformieren.<br>\nSch&auml;fer-G&uuml;mbel sagte der &ldquo;Rheinischen Post&rdquo; zur Begr&uuml;ndung der Wiedereinf&uuml;hrung, allein im kommunalen Bereich fehlten Investitionsmittel von 150 Milliarden Euro. Nach seinem Konzept sollen auch Kapitalgesellschaften einbezogen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/vermoegensteuer-spd-will-bis-zu-zehn-milliarden-einnehmen-a-1283288.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Der Schritt ist zu begr&uuml;&szlig;en. Nur: Die Verm&ouml;gensteuer ist 1997 mit der Begr&uuml;ndung ausgesetzt worden, dass es schlie&szlig;lich einen Spitzensteuersatz von 53 Prozent und einen zus&auml;tzlichen Solidarit&auml;tszuschlag von 7,5 Prozent gebe. Durch die rot-gr&uuml;nen Steuerreformen liegt der Spitzensteuersatz mittlerweile bei 42 Prozent und der Soli bei 5,5 Prozent. Der Grund, warum man auf eine Verm&ouml;gensteuer verzichten sollte, ist damit schon lange weggefallen. Nun soll ab 2021 auch noch der Soli f&uuml;r 90 Prozent der Steuerzahler gestrichen werden. F&uuml;r weitere 6,5 Prozent der Steuerzahler gibt es eine stufenweise Anpassung, euphemistisch &bdquo;Milderungszone&ldquo; genannt. Mit anderen Worten, die schwarzen und roten Nullen schaffen ein riesiges Einnahmeloch von rund 10 Milliarden Euro und das mitten in der Rezession. So ist es ja im Koalitionsvertrag vereinbart. Nun reaktiviert die SPD die Verm&ouml;gensteuer &ndash; die aber eben nicht im Koalitionsvertrag steht &ndash; um an die k&uuml;nftig fehlenden 10 Milliarden Euro wieder heranzukommen. Man h&auml;tte also auch einfach auf die Soli-Abschaffung verzichten k&ouml;nnen oder gleich ein vern&uuml;nftiges Steuerkonzept in den Koalitionsvertrag hineinschreiben sollen. Das hat die SPD, die ja angeblich bis zum Quietschen gut verhandelt hat, nur leider nicht gemacht. So wurde beispielsweise die Idee, eine komplette Abschaffung des Soli durch eine Anhebung des Spitzensteuersatzes zu kompensieren, sehr schnell verworfen. Heraus kam schlie&szlig;lich eine Teilabschaffung des Soli, gegen die weiterhin erfolgreich mobil gemacht werden kann. So <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54280#h01\">behauptet<\/a> der Bund der Steuerzahler zum Beispiel, dass unter dem Restsoli Sparer zu leiden h&auml;tten. Hinter dieser inszenierten Emp&ouml;rung l&auml;sst sich die abermalige Entlastung der Besserverdienenden weiterhin gut verstecken. Und der SPD-Finanzminister steht staunend daneben, weil er sich wohl Applaus daf&uuml;r erhofft hatte, dass er mit seinem Vorschlag noch &uuml;ber das, was im Koalitionsvertrag vereinbart war, hinausgegangen ist. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jetzt investieren &ndash; in gleichwertige Lebensbedingungen!<\/strong><br>\nJetzt ist es beschlossen: der Soli wird weitgehend abgeschafft. Doch w&auml;hrend die meisten davon kaum profitieren werden, gehen dem Bund allein im Jahr 2021 rund 11 Milliarden Euro verloren. Geld, das dringend gebraucht w&uuml;rde &ndash; f&uuml;r bessere Lebensbedingungen und neue, gute Arbeitspl&auml;tze. Nicht nur im Osten, sondern bundesweit. Der DGB-klartext. [&hellip;]<br>\nIn kaum einem anderen Industrieland sind die Lebensbedingungen zwischen den Regionen so unterschiedlich wie in Deutschland, stellte das IW K&ouml;ln k&uuml;rzlich in einer Studie fest. Jede f&uuml;nfte Region hierzulande ist aktuell wirtschaftlich, demografisch und infrastrukturell abgeh&auml;ngt oder droht zur&uuml;ckzufallen. Der Kreis der abgeh&auml;ngten Gebiete beschr&auml;nkt sich dabei nicht auf l&auml;ndliche Regionen in Ostdeutschland, sondern umfasst beispielsweise auch ehemalige westdeutsche Industrie-Hochburgen im Ruhrgebiet oder im Saarland. Dabei ist die Schaffung gleichwertiger Lebensverh&auml;ltnisse in allen deutschen Regionen sogar grundgesetzlich geboten. Das Problem der strukturschwachen Regionen ist so dringlich, dass die Bundesregierung eigens eine Kommission &bdquo;Gleichwertige Lebensverh&auml;ltnisse&ldquo; einrichtete. [&hellip;]<br>\n&Uuml;ber kurz oder lang fehlen nicht nur Jobs. Auch Freizeitm&ouml;glichkeiten, Einkaufsl&auml;den, der Nahverkehr und Schulen fallen oft weg. Studien zeigen, dass diese negativen Ver&auml;nderungen im Lebensumfeld gerade in l&auml;ndlichen, weniger dicht besiedelten R&auml;umen oft als ein Kernproblem wahrgenommen werden (siehe Grafik).<br>\nKlar ist: Die betroffenen Regionen brauchen Unterst&uuml;tzung, damit sich die Lebensbedingungen wieder verbessern und neue, gute Arbeitspl&auml;tze entstehen. Die Kommission der Bundesregierung hat hierzu viele Vorschl&auml;ge gemacht. Und auch der DGB hat konkrete Forderungen formuliert: Es braucht einen Altschuldentilgungsfonds, &uuml;ber den Bund und L&auml;nder &uuml;berschuldeten Kommunen Schuldenlasten abnehmen, um ihnen Luft zum Atmen zu geben. Au&szlig;erdem sollte eine neue &bdquo;Gemeinschaftsaufgabe regionale Daseinsvorsorge&ldquo; geschaffen werden, die gezielt in die soziale, medizinische und kulturelle Infrastruktur im strukturschwachen l&auml;ndlichen Raum investiert. In diese Ma&szlig;nahmen muss Geld flie&szlig;en, nicht in die Abschaffung des Soli.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++05db9698-c4ef-11e9-9f87-52540088cada%20\">DGB klartext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Marode Fernstra&szlig;en: Infrastruktur zulasten zuk&uuml;nftiger Generationen kaputtgespart<\/strong><br>\nGeht es so weiter, geht bald gar nichts mehr.<br>\nAuf Autobahnen jagt eine Baustelle die n&auml;chste. 538 Autobahnbaustellen gibt es derzeit bundesweit. Ich habe die Bundesregierung gefragt, wie viele Autobahnen und Bundesstra&szlig;en in Deutschland sanierungsbed&uuml;rftig sind. Die Antwort (PDF) f&auml;llt verheerend aus: Ein Drittel des Bundesstra&szlig;ennetzes und jeder sechste Autobahnkilometer sind substanziell marode. Auf 11813 Kilometer Bundesstra&szlig;e wurden tieferliegende Sch&auml;den festgestellt. Auf 5481 Kilometer ist die Fahrsicherheit beeintr&auml;chtigt. Das ist die Bilanz von 10 Jahren CSU &ndash; Verkehrsministern.<br>\nW&uuml;rden alle Stra&szlig;en auf einmal saniert, die es n&ouml;tig h&auml;tten &ndash; auf Deutschlands Stra&szlig;en ginge nichts mehr vor und zur&uuml;ck. Besonders alarmierend: Warn- und Schwellenwerte werden bei der Fahrsicherheit und bei der Stra&szlig;ensubstanz auf zigtausenden Kilometern &uuml;berschritten. Das ist die Verantwortung einer Politik, die nachhaltige Investitionen in das Land meidet, wie der Teufel das Weihwasser. Insbesondere die CSU-Minister Ramsauer, Dobrindt und Scheuer haben offenkundig jahrelang weggeschaut, um sich lieber Debakeln wie der Maut zu widmen. Sie waren unt&auml;tig wie beim Diesel-Betrug.<br>\nSp&auml;testens, wenn es um die Sicherheit geht, darf nicht gespart werden. Wenn Stra&szlig;en kaputt sind, m&uuml;ssen sie schnellstm&ouml;glich erneuert werden. Dringend notwendige Investitionen in den Erhalt des Fernstra&szlig;ennetzes sind ausgeblieben. Pendler und Urlauber sind die Leidtragenden. Noch l&auml;ngere nervige Staus und noch h&ouml;herer Investitionsbedarf sind die Folgen.<br>\nDas marode Stra&szlig;ennetz wird zum Ausdruck eines Landes, das auf Sparflamme kocht: In Schulen, in Krankenh&auml;usern, beim Klima, beim Bahnnetz und bei schnellem Internet. Wir m&uuml;ssen endlich wieder auf die &Uuml;berholspur. Aber das geht nur mit Investitionen und ganz sicher nicht mit dieser Bundesregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/marode-fernstrassen-infrastruktur-zulasten-zukuenftiger-generationen-kaputtgespart\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Neue Agenda 2010: Ein Gespenst kehrt zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie Rezession droht &ndash; deshalb sollen die Menschen mal wieder flexibler werden und verzichten. Sagen Konzernbosse. Dabei hat genau so etwas zur akuten Krise von Konjunktur und Demokratien beigetragen. [&hellip;]<br>\nIn Zeiten des Trump- und Brexit-Abschwungs eine neue deutschelnde Agenda 2010 zu fordern, klingt dabei nicht nur widersinnig, es birgt wom&ouml;glich sogar das Potenzial gr&ouml;&szlig;erer Katastrophen. Wenn die politischen Schocks der vergangenen Jahre etwas lehren, dann ja, dass die Menschen wom&ouml;glich doch nicht so flexibel sein wollen und k&ouml;nnen, wie es die Globalisierung will &ndash; und stattdessen wieder mehr Sicherheit br&auml;uchten.<br>\nWir verstehen ja durchaus, dass ein Vorstandsvorsitzender gucken muss, wie er fehlende Einnahmen in der Not auff&auml;ngt, damit die Bilanz nicht bl&ouml;d aussieht. Und in der Verzweiflung die Belegschaft um, sagen wir, mehr Flexibilit&auml;t bittet. Wobei der BASF-Chef im Interview nicht gesagt hat, was er sich darunter genau vorstellt. Nur hilft das ja nicht gegen die akuten Ursachen fehlender Einnahmen. Zumal Politik auch nicht da ist, um Gewinnfortzahlung im Rezessionsfall zu gew&auml;hren.<br>\nWenn Briten, Italiener oder Amerikaner gerade Auftr&auml;ge bei der deutschen Industrie kappen und Unternehmen mit gr&ouml;&szlig;eren Investitionen z&ouml;gern, hat das ja nichts damit zu tun, dass in Deutschland die Besch&auml;ftigten seit ein paar Monaten, huch, zu teuer sind. Gemessen am Umsatz der Wirtschaft sind die Lohnkosten selbst in den Aufschwungjahren so gut wie nicht gestiegen und liegen heute nach wie vor deutlich niedriger als 2003. Die Wirtschaft macht per Saldo Gewinn &ndash; historisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/agenda-2010-die-rueckkehr-des-gespensts-kolumne-a-1283242.html\">Thomas Fricke auf Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Soziale Ungleichheit: Superreiche werden noch reicher<\/strong><br>\nEine Oxfam-Studie vor dem Beginn des G7-Gipfels zeigt: Die soziale Ungleichheit nimmt zu. Schuld daran sind die gro&szlig;en Industriestaaten. [&hellip;]<br>\nIn dem mehrseitigen Bericht nimmt Oxfam konkret auch Deutschland ins Visier, zweitgr&ouml;&szlig;ter Exporteur und die viertgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Welt. Die Deutschen w&uuml;rden nicht ausreichend gegen Armut und soziale Ungleichheit vorgehen, kritisiert die Organisation. So w&uuml;rde die Bundesregierung Steuertransparenz &bdquo;nach Kr&auml;ften&ldquo; blockieren, die Konzerne dazu verpflichten w&uuml;rde, &ouml;ffentlich zu berichten, in welchen L&auml;ndern sie wie viel verdienen und welche Steuern sie darauf zahlen. Die Bundesregierung tue auch nur wenig daf&uuml;r, dass deutsche Unternehmen in Entwicklungsl&auml;ndern h&ouml;here Steuern zahlen.<br>\nUnd auch bei der Entwicklungshilfe tut sich nur wenig. Seine Verpflichtung, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens in Entwicklungshilfe zu stecken, hat Deutschland nicht erf&uuml;llt. 2018 waren es lediglich 0,61 Prozent. &bdquo;Deutschland wird seiner Verantwortung im Kampf gegen die weltweite Armut nicht gerecht&ldquo;, kritisiert Oxfam. Au&szlig;er Gro&szlig;britannien habe kein G7-Land das 0,7-Prozent-Ziel erreicht. Keines der G7-L&auml;nder unternehme auch nur ann&auml;hernd genug, um den Klimawandel zu begrenzen und arme L&auml;nder zu unterst&uuml;tzen, sich den Folgen anzupassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Soziale-Ungleichheit\/!5617623\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>G7-Gipfel in Biarritz: Norbert R&ouml;ttgen warnt vor chinesisch-russischer Allianz<\/strong><br>\nEs w&auml;re falsch, aus G7 wieder G8 zu machen, solange &bdquo;Russland nirgendwo kooperativ ist&ldquo;, sagte Norbert R&ouml;ttgen im Dlf. Der Au&szlig;enpolitiker warnte die f&uuml;hrenden sieben Industriestaaten vor einem drohenden Bedeutungsverlust und einer machtpolitischen Allianz Chinas und Russlands.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/g7-gipfel-in-biarritz-norbert-roettgen-warnt-vor-chinesisch.694.de.html?dram:article_id=457059\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> R&ouml;ttgen warnt vor chinesisch-russischer Allianz, h&auml;lt aber gleichzeitig die T&uuml;r f&uuml;r Russland geschlossen! W&auml;hrend sich Gro&szlig;britannien aus der EU verabschiedet, um sich mehr den USA zuzuwenden, gibt R&ouml;ttgen den Kalten Krieger gegen Russland. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Big Data, KI und der Weg in eine teil-autonome Polizeiarbeit<\/strong><br>\nEin White Paper &uuml;ber die Gegenwart und Prognose f&uuml;r die Zukunft der polizeilichen Informationslandschaft in Deutschland<br>\nInnere Sicherheit war DAS gro&szlig;e Thema im letzten Bundestagswahlkampf und  dominiert nach wie vor die Liste der innenpolitischen Forderungen von CDU\/CSU, FDP und AfD.<br>\nModerne und rundum funktionsf&auml;hige polizeiliche Informationssysteme sind elementare Voraussetzung f&uuml;r das rechtskonforme Funktionieren der polizeilichen Arbeit. Auf diesem Gebiet werden seit Jahren dreistellige Millionenbetr&auml;ge f&uuml;r Dienstleistungs- und Beratungsauftr&auml;ge zum Fenster rausgeworfen. Vollmundig verk&uuml;ndete Projektank&uuml;ndigungen, wie zuletzt der Polizeiliche Informations- und Analyseverbund &ndash; PIAV &ndash; und inzwischen &ldquo;Polizei 2020&rdquo;, bringen die versprochene Leistung nur in der Zukunft bzw. auf dem Papier bzw. gar nicht. Die Wirklichkeit ist beherrscht von einem Sammelsurium von &ldquo;Datent&ouml;pfen&rdquo; &ndash; es sind mindestens drei ganz wichtige in jeder der 16 Landespolizeibeh&ouml;rden und der drei Bundespolizeibeh&ouml;rden, zusammen also MINDESTENS 57 dieser Datent&ouml;pfe, die NICHT in der Lage sind, Informationen miteinander zu teilen.<br>\nIn dieser Situation beginnen gro&szlig;e Bundesl&auml;nder, wie Hessen, Nordrhein-Westfalen  und nun auch Bayern damit, sich eigene Systeme anzuschaffen f&uuml;r die verfahrens- und system&uuml;bergreifende Recherche und Analyse. Das wird einer weiteren Zersplitterung der polizeilichen IT-Landschaft Vorschub leisten. Und kann &ndash; konsequent weiter gedacht &ndash; zur &Uuml;bernahme von wesentlichen Teilen polizeilicher Ermittlungs-, Analyse- und Auswertungst&auml;tigkeit durch &ldquo;autonome&rdquo; virtuelle Assistenten f&uuml;hren. Annette Br&uuml;ckner, langj&auml;hrige Projektleiterin und Entwicklerin f&uuml;r polizeiliche Informationssysteme,  gibt einen &Uuml;berblick &uuml;ber die aktuelle Situation und &ldquo;wagt&rdquo; einige Prognosen &uuml;ber die Zukunft der polizeilichen Informationstechnik, die neben Polizeibeamten auch jeden betreffen, der auch nur &ldquo;m&ouml;glicherweise&rdquo; mit Polizei zu tun bekommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/police-it.org\/big-data-ki-und-der-weg-in-eine-teilautonome-polizeiarbeit\">Police IT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Verb&auml;nde fordern Millardeninvestitionen f&uuml;r bezahlbares Wohnen in Berlin<\/strong><br>\nEin un&uuml;bliches B&uuml;ndnis aus Mietervertretern, Bauwirtschaft, Gewerkschaft und Caritas schl&auml;gt Alarm: Wohnen wird unbezahlbar und fast nichts passiert.<br>\nEin unabh&auml;ngiges B&uuml;ndnis von Verb&auml;nden unter Beteiligung von Mieterbund, Bauwirtschaft und Caritas fordert angesichts der Wohnungsnot besonders in Ballungsgebieten wie Berlin einen milliardenschweren &bdquo;Akutplan f&uuml;r soziales und bezahlbares Wohnen&ldquo;. Ein gro&szlig;er Teil der Menschen mit durchschnittlichen Einkommen k&ouml;nnte es sich wegen der hohen Mieten nicht mehr leisten, in Gro&szlig;st&auml;dten zu wohnen. Bundesbauminister Horst Seehofer (CSU) habe das Wohnen zwar zur &bdquo;sozialen Frage unserer Zeit&ldquo; erkl&auml;rt. Doch trotz der Bekenntnisse schrumpfe das Angebot an Sozial- und g&uuml;nstigen Mietwohnungen unver&auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/bestand-an-sozialwohnungen-schrumpft-verbaende-fordern-millardeninvestitionen-fuer-bezahlbares-wohnen-in-berlin\/24932996.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>dazu: Not und Rendite<\/strong><br>\nB&uuml;ndnis fordert Kurswechsel in der Wohnungspolitik. Bauwirtschaft unterst&uuml;tzt Vorsto&szlig; f&uuml;r mehr Sozialwohnungen<br>\nDie Frage, warum bei der Vorstellung des &raquo;Akutplans f&uuml;r soziales und bezahlbares Wohnen&laquo; am Donnerstag in Berlin auch drei auff&auml;llig wortkarge Vertreter der Bauwirtschaft auf dem Podium sa&szlig;en, wurde &ndash; wenn auch nicht von diesen selbst &ndash; am Ende doch noch beantwortet. Matthias G&uuml;nther, der als Leiter des Hannoveraner Pestel-Instituts die gleichnamige Studie vorstellte, befand, dass das &raquo;hochpreisige Segment&laquo; der Wohnungswirtschaft &raquo;abgegriffen&laquo; sei. Jetzt, sollte das hei&szlig;en, kann und muss eben wieder Geld mit dem &raquo;sozialen Wohnen&laquo; verdient werden.<br>\nDas Verb&auml;ndeb&uuml;ndnis &raquo;Soziales Wohnen&laquo;, dem neben der Gewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt (IG BAU), Mieterbund und Caritas also auch der Bundesverband des deutschen Baustoffachhandels und die Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Mauerwerks- und Wohnungsbau angeh&ouml;ren, fordert in dem &raquo;Akutplan&laquo; Bund, L&auml;nder und Kommunen zu einem &raquo;konsequenten Kurswechsel in der Wohnungsbaupolitik&laquo; auf. J&auml;hrlich m&uuml;ssten mindestens 80.000 Sozialwohnungen neu gebaut werden. Das seien immerhin 53.000 mehr als im vergangenen Jahr. Zus&auml;tzlich m&uuml;ssten noch einmal 75.000 Wohnungen durch Modernisierung und den Ankauf von Belegrechten eine Preis- oder Sozialbindung erhalten, hei&szlig;t es in dem Forderungspapier. Bis 2030 komme man somit auf einen Bestand von zwei Millionen Sozialwohnungen. Eine Revolution w&auml;re auch das nicht, denn damit w&uuml;rde lediglich der Bestand des Jahres 2007 wieder erreicht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/361318.immobilienmarkt-not-und-rendite.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kurdischer S&uuml;dosten der T&uuml;rkei: Stacheldraht und goldene H&auml;hne<\/strong><br>\nDie Regierung Erdogan suspendiert drei B&uuml;rgermeister im kurdischen S&uuml;dosten &ndash; und versetzt so das ganze Land in Aufruhr.<br>\n&laquo;Und schon stehen wir wieder unter (fremder) Besatzung.&rdquo; Der Aufschrei der kurdischen Menschenrechtlerin Nurcan Baysal d&uuml;rfte die gegenw&auml;rtig vorherrschende Stimmung unter Kurden in der T&uuml;rkei getreu widerspiegelt haben. Diese Woche hat f&uuml;r die kurdische Bewegung mit b&ouml;sen &Uuml;berraschungen angefangen: Zun&auml;chst verk&uuml;ndete der t&uuml;rkische Innenminister S&uuml;leyman Soylu, dass die bei den Kommunalwahlen im M&auml;rz demokratisch gew&auml;hlten Oberb&uuml;rgermeister von Van, Diyarbakir und Mardin ab sofort ihrer &Auml;mter enthoben werden.<br>\nW&auml;hrend diese Nachricht in den TV-Sendungen lief, machte das Innenministerium bekannt, dass die Polizei bei landesweiten Razzien an einem einzigen Tag 418 HDP-Mitglieder festgenommen habe. Die Demokratische Partei der V&ouml;lker (HDP) ist in der T&uuml;rkei die einzige, legale pro-kurdische Partei. Kundgebungen der HDP gegen die unerwartete Repressionswelle wurden in der westlichen Metropole Istanbul wie in St&auml;dten des kurdischen S&uuml;dostanatoliens gewaltsam aufgel&ouml;st. Die T&uuml;rkei werde niemals zulassen, dass der Terrorismus den Rechtsstaat und die Demokratie zu seinen Zwecken ausn&uuml;tze, br&uuml;stete sich danach Innenminister S&uuml;leyman Soylu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/FreiheitRecht\/Kurdischer-Sudosten-der-Turkei-Stacheldraht-und-goldene-Hahne\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nicht gleich den Hitler an die Wand malen<\/strong><br>\nHitlervergleiche und NS-Parallelen: Selten hat man sie so inflation&auml;r gebraucht wie heute. Was wie ein besonders r&uuml;cksichtsvoller Umgang mit der deutschen Geschichte aussehen soll, bewirkt das Gegenteil: Die Banalisierung der Erinnerung.<br>\nVor drei Wochen hat Jens Berger einen Artikel &uuml;ber Greta Thunberg geschrieben. &Uuml;ber Facebook hat er kurz danach eine an ihn gerichtete Mail zitiert. In der entgegnete Bergers Leser, dass ihm &raquo;ein eiskalter Schauer &uuml;ber den R&uuml;cken&laquo; laufe, nachdem er die Reaktionen auf den Artikel bei den NachDenkSeiten gelesen habe. Ja, &raquo;beinahe sprachlos&laquo; sei er: Wegen der Hetze gegen das M&auml;dchen. &raquo;Viele erinnern in Art und Duktus an die Ausf&auml;lle eines Roland Freisler&laquo;, schob er nach. Tja, da war er wieder: Der beliebte R&uuml;ckgriff auf Hitler und Nationalsozialismus. Godwin&rsquo;s law greift einfach immer wieder. Manchmal schneller als man &raquo;SS&laquo; tippen kann. Es ist schon erstaunlich, wie schnell das in unseren Breitengraden geht. Offenbar k&ouml;nnen wir uns die Gegenwart gar nicht mehr ohne jene tausend Jahre vorstellen, die nur zw&ouml;lf andauerten.<br>\nSeit es die AfD gibt, hat sich der Nazi-Vergleich im &ouml;ffentlichen Diskurs etabliert. Da fungiert ein Mann namens H&ouml;cke als Goebbels, wird aus dem Bundestagseinzug der Fraktion eine neue Machtergreifung und die Partei ganz grunds&auml;tzlich zur NSDAP erkl&auml;rt. Schon bevor es diese Rechtspartei gab, hatten sich die R&uuml;ckgriffe auf jene deutschen Jahre zwischen 1933 und 1945 zu einer Art polemischen Popkultur entwickelt. Der Journalist Daniel Erk, der jahrelang f&uuml;r die taz den Hitlerblog betrieben hatte, behauptete in seinem gleichnamigen Buch, dass &raquo;so viel Hitler [&hellip;] selten&laquo; war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2019\/08\/nicht-gleich-den-hitler-an-die-wand-malen\/\">neulandrebellen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>UK: Umbau des Parteisystems abgeblasen?<\/strong><br>\nDie Tories sind in einer aktuellen Umfrage auf 42 Prozent hochgeschnellt und k&ouml;nnten im Falle einer vorgezogenen Neuwahl mit einer bequemen Mandatsmehrheit rechnen<br>\nDas Umfrageinstitut Kantar sieht die britischen Tories in einer aktuellen Umfrage bei einem Stimmenanteil von 42 Prozent. Auf den zweiten Platz folgt die Labour Party mit einem geh&ouml;rigen Abstand und 28 Prozent, auf dem dritten finden sich mit 15 Prozent die Liberaldemokraten. Im britischen First-Past-the-Post-Mehrheitswahlsystem deutet ein so bequemer Umfragevorsprung auf eine noch bequemere Mandatsmehrheit im Falle einer baldigen Neuwahl hin.<br>\nNigel Farages Brexit Party, die die Europawahl im Vereinigten K&ouml;nigreich noch mit 30,5 Prozent gewann, liegt in der Kantar-Umfrage nur mehr bei f&uuml;nf Prozent. Das zeigt, dass der neue Tory-Chef und Premierminister Boris Johnson den Bef&uuml;rwortern eines Ausstiegs aus der EU glaubhaft vermitteln kann, dass er den am 23. Juni 2016 vom Volk direkt ge&auml;u&szlig;erten Wunsch (anders als seine Vorg&auml;ngerin Theresa May) zu n&auml;chsten angepeilten Datum auch wirklich umsetzt. Mit einer Ausstiegsvereinbarung ohne Zollunions-Backstop (die er anstrebt), oder ohne eine solche, wenn sich Merkel und Macron dazu nicht bereit erkl&auml;ren (vgl. &ldquo;Wir schaffen das&rdquo; mit britischem Akzent).<br>\nDie Kantar-Umfrage hat allerdings den Aussagekraftsmangel, dass dieses Institut die Briten nicht sehr oft nach ihrer Meinung fragt. Seine letzte Umfrage davor stammt noch aus dem Mai. In der letzten Umfrage eines anderen Instituts hatte YouGov am 14. August f&uuml;r die Times nur 30 Prozent Stimmenanteil f&uuml;r die Tories ermittelt, aber noch 14 Prozent f&uuml;r die Brexit Party. Aber auch damit hatten die Konservativen neun Prozent Vorsprung vor der zweitplatzierten Labour Party, weil diese dort mit 21 Prozent nur knapp vor 20 Prozent starken Liberaldemokraten gemessen wird. Die beiden Umfragen davor, die BMG und ComRes f&uuml;r den Independent und den Telegraph durchf&uuml;hrten, ma&szlig;en den Abstand mit 31 Prozent f&uuml;r die Konservativen und 25 beziehungsweise 27 Prozent f&uuml;r die Sozialdemokraten etwas geringer.<br>\nH&auml;lt sich das Umfragebild, w&auml;re der von Nigel Farage angestrebte gro&szlig;e Umbau des britischen Parteiensystems vorerst abgeblasen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/UK-Umbau-des-Parteisystems-abgeblasen-4503617.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Umfrage: B&uuml;rger geben Lobbygruppen Mitschuld am Klima-Versagen<\/strong><br>\nLobbyisten haben ein miserables Image. Eine klare Mehrheit der Deutschen w&uuml;nscht sich nach SPIEGEL-Informationen sch&auml;rfere Kontrollen der Interessenvertreter. Besonders kritisch wird ihr Einfluss auf die Klimapolitik gesehen.<br>\nLobbyisten helfen Politikern, dringend ben&ouml;tigte Fachkenntnisse zu sammeln &ndash; so zumindest verteidigen die Strippenzieher selbst gern den eigenen Stand. Eine gro&szlig;e Mehrheit der B&uuml;rger vermag hingegen kaum einen Nutzen in der derzeitigen Lobbypraxis erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/lobbyismus-buerger-geben-konzernvertretern-mitschuld-an-lascher-klimapolitik-a-1282803.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: LINKE fordert Lobbyregister<\/strong><br>\nDie Fraktion DIE LINKE startet eine neue Initiative, um endlich ein verpflichtendes Lobbyregister im Bundestag einzuf&uuml;hren. Der Gesetzentwurf (PDF) stellt eine gew&uuml;nschte und zul&auml;ssige Interessenvertretung nicht in Frage, h&auml;lt aber Transparenz f&uuml;r zwingend erforderlich. Es soll nachvollziehbar sein, &ldquo;welche Interessenvertretung in wessen Auftrag und mit welchem Budget auf die Gesetzgebung oder andere politische Entscheidungen einwirkt oder einzuwirken versucht&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Entwurf. &ldquo;Immer mehr Leute denken, die Politik k&ouml;nne sowieso nichts mehr entscheiden oder werde ohnehin von Konzerninteressen gelenkt&rdquo;, sagt Jan Korte, 1. Parlamentarischer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, zu dem erneuten Vorsto&szlig;. &ldquo;Es ist wichtig dem etwas entgegenzusetzen und dringend etwas f&uuml;r die Glaubw&uuml;rdigkeit der Politik zu tun.&rdquo;<br>\nBereits mehrfach hat die Fraktion DIE LINKE die Bundesregierung aufgefordert, f&uuml;r mehr Transparenz bei der Interessenvertretung zu sorgen. Zuletzt scheiterte ein Antrag (PDF) im Juni 2016 am Widerstand der Union, die partout kein Transparenzdefizit im Bundestag sehen wollte. Das verweist aber nur auf ein verk&uuml;rztes Demokratieverst&auml;ndnis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/linke-fordert-lobbyregister\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Au&szlig;enminister Maas bietet deutsche Hilfe gegen Feuer im Amazonas an<\/strong><br>\nIm Amazonas-Gebiet brennen die Regenw&auml;lder &ndash; mit verheerenden Folgen. Bundesau&szlig;enminister Heiko Maas bietet nun deutsche Hilfe bei der Brandbek&auml;mpfung an. Diese Aufgabe gehe alle an.<br>\nBundesau&szlig;enminister Heiko Maas (SPD) hat deutsche Hilfe zur Bek&auml;mpfung der Feuer im Amazonas-Gebiet angeboten. &bdquo;Wenn wochenlang der Regenwald brennt, dann kann uns das nicht kalt lassen&ldquo;, sagte Maas dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). &bdquo;Deutschland steht bereit, Hilfe und Unterst&uuml;tzung zu leisten, um die Br&auml;nde zu bek&auml;mpfen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.waz-online.de\/Nachrichten\/Politik\/Deutschland-Welt\/Aussenminister-Maas-bietet-deutsche-Hilfe-gegen-Feuer-im-Amazonas-an\">Wolfsburger Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Welche Hilfe sollte das denn sein? Deutschland ist auf gro&szlig;e Br&auml;nde selbst nicht sonderlich gut <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article180126370\/Waldbraende-Warum-Loeschflugzeuge-in-Deutschland-nicht-eingesetzt-werden-koennen.html\">vorbereitet<\/a>, wie in diesem und im vergangenen sehr trockenen Jahr deutlich wurde. So gibt es keine L&ouml;schflugzeuge und die Flotte an L&ouml;schhubschraubern k&ouml;nnte auch besser ausgestattet oder &uuml;berhaupt <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/waldbrandgefahr-deutschland-warnung-vor-engpass-bei-loeschhubschraubern-zr-12214021.html\">verf&uuml;gbar sein<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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