{"id":54396,"date":"2019-08-27T08:29:26","date_gmt":"2019-08-27T06:29:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54396"},"modified":"2019-08-27T08:29:26","modified_gmt":"2019-08-27T06:29:26","slug":"hinweise-des-tages-3437","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54396","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54396#h01\">Mit diesen Zahlen verstehen Sie die Verm&ouml;gensteuer-Debatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54396#h02\">AKK begr&uuml;&szlig;t Idee einer Sonderwirtschaftszone in der Lausitz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54396#h03\">Billige Arbeitskr&auml;fte f&uuml;r die deutsche Autoindustrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54396#h04\">Auch in Indonesien brennt der Regenwald<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54396#h05\">Der Mercosur-Vertrag: ein Anschlag auf den Regenwald<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54396#h06\">Warum Bolsonaros Basis br&ouml;ckelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54396#h07\">Indien: Das t&ouml;dliche Gesch&auml;ft mit dem Sand <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54396#h08\">Verschleppte Verkehrswende viel teurer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54396#h09\">Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54396#h10\">Kann nicht und wird nicht funktionieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54396#h11\">Projekt &ldquo;New Ukraine&rdquo;: George Soros und das US-Au&szlig;enministerium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54396#h12\">Unter Eingeweihten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54396#h13\">US-Milliard&auml;r Koch stirbt mit 79 Jahren<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Mit diesen Zahlen verstehen Sie die Verm&ouml;gensteuer-Debatte<\/strong><br>\nDer Verweis der SPD auf die Schweiz &auml;ndert nichts daran, dass eine Verm&ouml;gensteuer in den vergangenen Jahren in den meisten L&auml;ndern verschwunden ist. Laut OECD hatten 2017 von rund 35 verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen wohlhabenden Staaten nur noch vier eine allgemeine Verm&ouml;gensteuer &ndash; neben der Schweiz geh&ouml;rten dazu Spanien, Norwegen und Frankreich. Wobei Frankreich im vergangenen Jahr auch noch die Gruppe verlie&szlig;. [&hellip;]<br>\nAllerdings wiesen die DIW-Forscher im Vorjahr auch darauf hin, dass die Auswirkungen dieser Ungleichheit in Deutschland weniger negativ sind als in anderen L&auml;ndern. Denn zu den Superreichen geh&ouml;ren hierzulande viele Unternehmerfamilien, die typischen Vertreter des deutschen Mittelstands. Sie w&uuml;rden hohe Investitionen aus eigenem Kapital stemmen und Arbeitspl&auml;tze schaffen &ndash; so komme das Verm&ouml;gen schlussendlich durchaus der Allgemeinheit zugute.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article199198211\/Vermoegenssteuer-Internationaler-Vergleich-erklaert-Steuer-Debatte.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Das Ergebnis des zunehmenden Verzichts auf Verm&ouml;gensteuern ist bekannt. Das Verm&ouml;gen konzentriert sich immer weiter in den H&auml;nden weniger. Demnach besitzen laut Oxfam die 26 superreichsten Menschen so viel wie die &auml;rmere H&auml;lfte der Weltbev&ouml;lkerung zusammen und in Deutschland haben die 45 Reichsten Menschen so viel Verm&ouml;gen wie die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung. Merkw&uuml;rdig ist dann auch die Gleichsetzung von superreich und Mittelstand und noch merkw&uuml;rdiger die Behauptung, wonach hohe Investitionen aus diesem get&auml;tigt w&uuml;rden. Tats&auml;chlich haben die fortw&auml;hrenden Steuergeschenke an Unternehmen und Verm&ouml;gende eben nicht zu mehr Investitionen gef&uuml;hrt. Die Investitionsquote ist kaum h&ouml;her als am Tiefpunkt der Finanzkrise von 2008\/2009. Eine Umverteilung von unten nach oben kommt damit gerade nicht der Allgemeinheit zugute. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Verm&ouml;gensteuer f&uuml;r &bdquo;besonders reiche Teile&ldquo; der Gesellschaft<\/strong><br>\nDie SPD will die Verm&ouml;gensteuer wieder einf&uuml;hren und hat erste Eckpunkte vorgelegt. Treffen soll sie nur Multimillion&auml;re und Milliard&auml;re. Der SPD-Parteitag muss noch dar&uuml;ber entscheiden.<br>\nDie Sozialdemokraten haben kurz vor den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg ein Konzept f&uuml;r eine Steuer auf gro&szlig;e Verm&ouml;gen beschlossen. Das SPD-Pr&auml;sidium sprach sich am Montag f&uuml;r die Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;gensteuer aus und beschloss Eckpunkte. Der kommissarische SPD-Co-Chef Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel sagte, die SPD wolle Verteilungs- und Gerechtigkeitsfragen wieder st&auml;rker in den Mittelpunkt stellen. Die endg&uuml;ltige Entscheidung werde auf dem SPD-Parteitag im Dezember fallen. [&hellip;]<br>\nNach Ansicht der Linken sind die SPD-Pl&auml;ne f&uuml;r eine Verm&ouml;gensteuer zu zaghaft. Die von den Sozialdemokraten angepeilten Einnahmen in H&ouml;he von zehn Milliarden Euro f&uuml;llten gerade einmal die Finanzl&uuml;cke durch die vereinbarte Teilabschaffung des Solidarit&auml;tszuschlags, sagte die Linken-Vorsitzende Katja Kipping am Montag in Berlin. Notwendig sei jedoch zus&auml;tzliches Geld f&uuml;r Investitionen in Bildung, Breitband-Internet und den &ouml;ffentlichen Nahverkehr. Die Linke m&ouml;chte Verm&ouml;gen oberhalb von einer Million Euro mit f&uuml;nf Prozent belasten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/spd-stellt-konzept-fuer-vermoegensteuer-vor-16352418.html%20\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Jeder wei&szlig;, dass dies in dieser Legislaturperiode nicht mehr geschehen wird, da die Union strikt dagegen ist. Danach ist diese Forderung irrelevant, da dann sowieso die schwarz-gr&uuml;ne Koalition kommt. Dies ist also nur Theaterdonner wohl auch im Hinblick auf die Landtagswahlen in Ostdeutschland, denn was ist die Forderung nach einer Verm&ouml;genssteuer wert, wenn man wei&szlig;, dass man nie in die Verlegenheit der konkreten Umsetzung kommen wird?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Keine Gefahr f&uuml;r Reiche<\/strong><br>\nVon Steffen StierleAlte Menschen, die in M&uuml;lleimern w&uuml;hlen, und Obdachlose, die in Stra&szlig;enbahnen betteln, geh&ouml;ren heute genauso selbstverst&auml;ndlich zum Bild deutscher Gro&szlig;st&auml;dte wie Luxuslimousinen, Edelboutiquen, immer protzigere Villen in bester Lage. Dieser Kontrast ist nicht neu, hat aber sp&uuml;rbar zugenommen, seit die SPD 1998 erstmals nach 16 Jahren Helmut Kohl die Macht &uuml;bernahm.<br>\nDamals kippte die Stimmung nach links und die Genossen haben sie in Treue zur eigenen Geschichte im Sinne der herrschenden Klasse kanalisiert. Gew&auml;hlt etwa f&uuml;r eine &raquo;Steuerreform der Solidarit&auml;t&laquo; einschlie&szlig;lich der Wiedereinf&uuml;hrung der erst 1997 abgeschafften Verm&ouml;genssteuer, damit &raquo;hohe Privatverm&ouml;gen an der Finanzierung der Bildung&laquo; beteiligt werden, nutzte sie die Macht rasch zur umfassenden Neoliberalisierung des Landes: Privatisierung der Altersvorsorge, Hartz IV, Aush&ouml;hlung des Gesundheitssystems, Deregulierung der Finanzm&auml;rkte, Steuersenkungen f&uuml;r Spitzenverdiener, Erben und Spekulanten. In keiner Epoche der Nachkriegszeit hat die soziale Ungleichheit so drastisch zugenommen wie in den Nullerjahren. Gewachsen ist die Zahl der Armen, w&auml;hrend die Reichtumskonzentration an der Spitze der Gesellschaftspyramide immer weiter zunahm. Von der Verm&ouml;genssteuer war keine Rede mehr.<br>\nW&auml;hlerstimmen und Mitgliederzahlen haben sich seither mehr als halbiert, eine auch nur halbwegs glaubw&uuml;rdige Abkehr von der Agenda 2010 hat nie stattgefunden. &raquo;10 Jahre Hartz IV&laquo; war den Genossen ein Grund zum Feiern, und wenn ihre Stimmen gebraucht wurden, haben sie dem Kapital stets die Treue gehalten &ndash; etwa bei der Einf&uuml;hrung des Fiskalpakts 2012, mit dem der K&uuml;rzungsdruck EU-weit erh&ouml;ht wurde. Oder als man sich entgegen aller Ank&uuml;ndigungen nach dem Wahldesaster 2018 doch wieder einer Koalition unter CDU-F&uuml;hrung anschloss.<br>\nNur im Wahlkampf oder aus einer sicheren parlamentarischen Minderheitenposition heraus wird bis heute immer mal wieder der linke Blinker gesetzt. So ist auch der j&uuml;ngste Vorsto&szlig; zur Verm&ouml;genssteuer einzuordnen. Die Union spielt nicht mit, das ist klar. Eine rot-rot-gr&uuml;ne Mehrheit gibt es nicht. Keine Gefahr also, dass es ernst wird. Dass die Genossen auf absehbare Zeit in die Lage kommen, eine Regierung zu f&uuml;hren, die solcherlei Vorschl&auml;ge umsetzen k&ouml;nnte, ist nahezu ausgeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/361597.keine-gefahr-f%C3%BCr-reiche.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>AKK begr&uuml;&szlig;t Idee einer Sonderwirtschaftszone in der Lausitz<\/strong><br>\nKramp-Karrenbauer tourt durch Sachsen. In der Oberlausitz geht es vor allem um den Kohleausstieg. Die CDU-Chefin begr&uuml;&szlig;t eine umstrittene Idee.<br>\nCDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat zur Bew&auml;ltigung des Strukturwandels in der Kohleregion Lausitz Sympathien f&uuml;r die Idee einer Sonderwirtschaftszone ge&auml;u&szlig;ert. &bdquo;Und diese Sonderwirtschaftszonen oder wie auch immer man das nennt, das braucht man f&uuml;r die Zukunft&ldquo;, sagte die Verteidigungsministerin am Samstag bei einem CDU-Wahlkampfauftritt in Wei&szlig;wasser in der s&auml;chsischen Oberlausitz.<br>\nIn besonders vom Braunkohleausstieg betroffenen Gebieten wie Wei&szlig;wasser h&auml;lt sie schnellere Genehmigungs- und Planungsverfahren f&uuml;r sinnvoll. Es gehe beim Strukturwandel auch um das Thema Geschwindigkeit. Und da sei es richtig, was Sachsens Ministerpr&auml;sident Michael Kretschmer (CDU) gesagt habe: Es brauche gerade f&uuml;r Regionen wie Wei&szlig;wasser andere Verfahren.<br>\nKretschmer hatte sich im April f&uuml;r eine Sonderwirtschaftszone in Mitteldeutschland und der Lausitz ausgesprochen. In ihr k&ouml;nnen etwa niedrigere Steuers&auml;tze etabliert werden, um Firmen anzulocken. Unterst&uuml;tzt wird die Idee etwa vom bayerischen Ministerpr&auml;sidenten Markus S&ouml;der (CSU). Kritik kam in der Vergangenheit unter anderem vom Chef des Ifo-Instituts, Clemens Fuest.<br>\nEr argumentierte, dadurch w&uuml;rden lediglich Firmen unterst&uuml;tzt, die schon in der Region ans&auml;ssig sind. Sachsens Linke hatte vor einem &bdquo;Dumping-Wettbewerb zwischen ostdeutschen Regionen&ldquo; gewarnt, bei dem am Ende alle verlieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/strukturwandel-akk-begruesst-idee-einer-sonderwirtschaftszone-in-der-lausitz\/24938666.html%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> AKK und der s&auml;chsische Ministerpr&auml;sident Kretschmer sind nicht nur gesellschaftspolitisch hart rechter Rand, sondern auch wirtschaftspolitisch voll neoliberal. Noch mehr Steuergeschenke an gro&szlig;e Kapitalgesellschaften sind das allerletzte, was wir brauchen, aber die Union geht halt beim Steuer- und Lohndumping immer vorweg. Und dann wundert (und beschwert) man sich, dass die B&uuml;rger aus lauter Verzweiflung &uuml;ber Niedrigstl&ouml;hne, die schlechte Infrastruktur und das soziale Elend &ldquo;Populisten&rdquo; w&auml;hlen. Die wirtschaftsliberale AfD ist wahrlich keine L&ouml;sung, aber die etablierte Politik der Union ganz sicher auch nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Billige Arbeitskr&auml;fte f&uuml;r die deutsche Autoindustrie<\/strong><br>\nGut ausgebildete Menschen sitzen im krisengesch&uuml;ttelten Venezuela vor ihren Rechnern und verdienen zum Teil nur ein bis zwei Dollar pro Stunde. Diese Crowdworker sind froh, &uuml;berhaupt Geld zu verdienen. Von ihrer Not profitiert wiederum die deutsche Autoindustrie.<br>\nFlorian Alexander Schmidt, Professor an der Dresdner Hochschule f&uuml;r Wirtschaft und Technik schaut konzentriert auf den Bildschirm auf seinem Schreibtisch. Per Skype ist er mit einer Crowdworkerin in Italien verbunden. [&hellip;]<br>\nCrowdworker, wie diese Italienerin trainieren Algorithmen. Sie bringen Maschinen das Sehen, H&ouml;ren und umsichtiges Fahren bei, indem sie Millionen von Bilddateien mit diversen Verkehrssituationen so aufbereiten, dass die lernenden Maschinen diese Daten verarbeiten und dann anwenden k&ouml;nnen. Crowdworker arbeiten im Akkord, global und meist von zu Hause.<br>\nDie Qualit&auml;tsanforderungen an die Auswertung des Bildmaterials sind hoch, Crowdworker m&uuml;ssen Computerafin und in der Lage sein, &uuml;ber viele Stunden am Bildschirm zu arbeiten. Daher haben sich spezielle Plattformen gebildet, die die Auftr&auml;ge f&uuml;r die Automobilindustrie &uuml;bernehmen und den Online-Arbeitskr&auml;ften teilweise sogar bessere Entlohnung und Arbeitsbedingungen bieten, als das bei der Mehrzahl der internationalen Plattformen &uuml;blich ist. Dabei gibt es jedoch erhebliche Unterschiede &ndash; bei gleicher Arbeit, die von Land zu Land stark differieren k&ouml;nnen. Prof. Florian Alexander Schmidt:<br>\n&bdquo;Grunds&auml;tzlich ist es halt so, dass die Arbeitskr&auml;fte sich jeden Morgen in den Computer einloggen und gucken, ob Arbeit f&uuml;r Sie verf&uuml;gbar ist und die spezialisieren sich halt auf bestimmte Sonderaufgaben und dann klicken die halt stundenlang vor sich hin und kriegen sehr viel quantifiziertes Feed-back, wie genau sie arbeiten und was sie jetzt noch machen k&ouml;nnen, um sich zu verbessern usw. und dann werden sie am Ende der Woche per Paypal bezahlt, und verdienen so zwischen ein und zwei Dollar je Stunde, wenn sie richtig gut sind.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/crowdworker-billige-arbeitskraefte-fuer-die-deutsche.976.de.html?dram:article_id=457251%20\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK. Anmerkung JK:<\/strong> Die sch&ouml;ne neue digitale Arbeitswelt ohne Grenzen und aus dieser Perspektive ist doch nicht alles schlecht an Venezuela. Ob hier die internationalen Sanktionen &hellip;. Nein, ein Schelm wer hier B&ouml;ses denkt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Auch in Indonesien brennt der Regenwald<\/strong><br>\nUm fruchtbares Land f&uuml;r Palm&ouml;l-Plantagen zu gewinnen, werden die Regenw&auml;lder Indonesiens massiv abgeholzt. Das hat fatale Folgen: Au&szlig;er in Brasilien stehen nun auch in dem s&uuml;dostasiatischen Land Zehntausende Hektar Regenwald in Flammen.<br>\nAu&szlig;er in Brasilien ereignen sich auch in Indonesien verheerende Waldbr&auml;nde. In den ersten f&uuml;nf Monaten dieses Jahres seien bereits rund 43.000 Hektar Regenwald betroffen gewesen, noch bevor die im Juni einsetzende Trockenzeit begonnen habe, berichtete der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) unter Berufung auf das indonesische Umwelt- und Forstministerium. Dies entspreche fast dem Doppelten der Fl&auml;che, die im gesamten, besonders regenreichen Vorjahr betroffen gewesen sei.<br>\nSeit Anfang August spitze sich die Lage insbesondere auf dem indonesischen Teil Borneos und auf Sumatra weiter zu. 6000 Helfer sind damit besch&auml;ftigt, die schweren Br&auml;nde zu l&ouml;schen. Am 9. August seien rund 2000 Brandherde registriert worden. &ldquo;Erst durch die Landnutzung, wie die Abholzung der W&auml;lder und die Trockenlegung von Mooren, werden tropische &Ouml;kosysteme &uuml;berhaupt feueranf&auml;llig&rdquo;, sagte Nabu-Regenwaldexperte Tom Kirschey.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Auch-in-Indonesien-brennt-der-Regenwald-article21230706.html%20\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wer sind die Nutznie&szlig;er des billigen Palm&ouml;ls? Es sind die internationalen Lebensmittelkonzerne Nestl&eacute;, Unilever, Mondel&#275;z usw. Diese Kausalit&auml;ten spielen in der Klimadiskussion keine Rolle, stattdessen steht ganz im Sinne der neoliberaler Marktlogik das Konsumverhalten des Einzelnen im Fokus, der einfach die Produkte der Lebensmittelkonzerne nicht mehr kaufen sollte, dann w&uuml;rden diese auch reagieren. Auf die Idee, dass es Menschen gibt, die auf billige Lebensmittel angewiesen sind, kommt man dabei nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der Mercosur-Vertrag: ein Anschlag auf den Regenwald <\/strong><br>\n&ldquo;Mehr Autos gegen mehr K&uuml;he.&rdquo; Auf diese Formel brachte Greenpeace das Freihandelsabkommen, das die EU auf dem G 20-Gipfel Anfang Juli mit den s&uuml;damerikanischen Mercosur-Staaten unterzeichnet hat. Der Vertrag l&auml;sst die gr&ouml;&szlig;te Freihandelszone der Welt entstehen (800 Millionen Menschen) &ndash; und er ist eine Schande. Die europ&auml;ischen Staatenlenker, die sich so besorgt zeigen &uuml;ber die Brandrodung der Amazonasw&auml;lder in Brasilien, sollten besch&auml;mt schweigen. Denn das Mercosur-Abkommen f&uuml;gt diesem wichtigsten Lungenfl&uuml;gel des Weltklimas verheerende Sch&auml;den zu. Unter dem Strich muss man feststellen: Die Industrielobby, die Pharmakonzerne, die europ&auml;ischen (vor allem die deutschen) Autobauer haben sich durchgesetzt gegen diejenigen, die eine &ouml;kologischere Landwirtschaft m&ouml;chten und dem Klimaschutz eine hohe Bedeutung zumessen. Das Mercosur-Abkommen erlaubt unter anderem mehr Rindfleischexporte, auch aus Brasilien, wo Billigfleisch unter katastrophalen Bedingungen produziert wird und die ganze Branche korruptionsverseucht ist. Kontrollen sind im Abkommen nicht vorgesehen. Es reicht die Versicherung der Regierung, dass es sich an die Vorschriften gebunden f&uuml;hlt. Das ist eine Kapitulation, ein Ausverkauf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nordbayern.de\/1.9249236\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a>\n<p><strong>dazu: Br&auml;nde im Amazonasgebiet<\/strong><br>\nDeutschland und die EU beg&uuml;nstigen die Abholzung und Brandrodungen im Amazonasgebiet mit ihren umfangreichen Agrarimporten aus Brasilien seit Jahren. Schon lange werden Proteste dagegen laut, zumal im Auftrag von Brasiliens Agrarunternehmen immer wieder auch Morde an Kleinbauern begangen werden. Deutschland sei daran &ldquo;durch seine Importe von Produkten des brasilianischen Agro-Business mitschuldig&rdquo;, kritisierten beispielsweise Vertreter indigener Gemeinschaften vor rund drei Jahren. Das unl&auml;ngst geschlossene EU-Freihandelsabkommen mit dem Mercosur wird Brasiliens Agrarexporte weiter steigern und neue Anbaufl&auml;chen erforderlich machen; Fachleute warnen, Berlin und die EU seien deshalb auch an den aktuellen verheerenden Waldbr&auml;nden &ldquo;mitschuldig&rdquo;. Gestern haben die G7 &uuml;ber die K&ouml;pfe der brasilianischen Regierung hinweg Ma&szlig;nahmen zum Schutz des Regenwaldes angek&uuml;ndigt, dessen schwere Sch&auml;digung sie selbst mit verursacht haben. Im eigenen Land setzen sich die westlichen M&auml;chte f&uuml;r den Klimaschutz, den sie damit von Brasilien einfordern, nur unzureichend ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8023\/\">German Foreign Policy<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Was tun!<\/strong><br>\nDie EU ringt um den richtigen Umgang mit Brasilien. Sollte sie Druck auf die Wirtschaft des Landes aus&uuml;ben? Ein Pro und Contra.<br>\nDas Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem s&uuml;damerikanischen Wirtschaftsverbund Mercosur sollte umgehend gestoppt werden. Es ist fatal, dass sich die Bundesregierung daf&uuml;r starkmacht, dass der Pakt in Kraft gesetzt wird. Er ist ein gigantisches Geschenk f&uuml;r den brasilianischen Pr&auml;sidenten Bolsonaro. Denn seine Unterst&uuml;tzer, die Agrarindustriellen seines Landes, w&uuml;rden enorm von den Zollverg&uuml;nstigungen profitieren und noch mehr klimasch&auml;dliche Sojabohnen und Steaks in die EU liefern.<br>\nUnter Bolsonaros Regierung werden systematisch Menschenrechte verletzt, vor allem die Rechte der indigenen Bev&ouml;lkerung missachtet, Oppositionelle verfolgt. Der Regenwald interessiert ihn nur als auszubeutender Wirtschaftsraum, wie das Brandinferno am Amazonas zeigt. Wer diesen Mann belohnt, unterst&uuml;tzt seine Verbrechen. Ein Pr&auml;sident, der sein Land und seine Leute derart maltr&auml;tiert, darf keine Handelserleichterungen als Troph&auml;e bekommen. Er muss wirtschaftlichen Druck sp&uuml;ren, damit er seine Politik &auml;ndert, etwa mit einem Boykott auf Waren aus dem (ehemaligen) Regenwald.<br>\nIst das Abkommen erst einmal unter Dach und Fach, wird die EU kaum noch Einfluss auf den Pr&auml;sidenten haben. Mag sein, dass das EU-Mercosur-Abkommen ein starkes Kapitel zur Nachhaltigkeit hat. Aber: Bei den Wirtschaftsabkommen, die die amtierende EU-Kommission ausgehandelt hat, hat so etwas im wirklichen Leben keine Durchschlagskraft.<br>\nDie vorgesehenen Sanktionsm&ouml;glichkeiten sind zahnlos. Bei diesen Vertr&auml;gen geht es um Profite f&uuml;r Konzerne, nicht um Menschenrechte oder &ouml;kologische Aspekte. Die neue EU-Kommission unter Ursula von der Leyen sollte sich von diesem Erbe befreien und die Handelsbeziehungen ganz neu aufstellen &ndash; im Dienst der Menschenrechte, der Armutsbek&auml;mpfung und mit dem Vorrang der &Ouml;kologie vor der &Ouml;konomie. Den EU-Mercosur-Pakt in den Aktenschredder zu stecken, ist ein erster Schritt dahin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Waldbraende-in-Brasilien\/!5617671\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Warum Bolsonaros Basis br&ouml;ckelt<\/strong><br>\nDer Amazonas brennt &ndash; und nicht nur das bringt Brasiliens Pr&auml;sidenten wenige Monate nach seiner Wahl unter Druck. Die Basis von Jair Bolsonaro br&ouml;ckelt an mehreren Stellen, sagt der Soziologe Breno Bringel, aber die Linke ist weiterhin in der Krise. Hoffnung machen die erstarkenden sozialen Bewegungen.<br>\nDie katastrophalen Waldbr&auml;nde im brasilianischen Amazonasgebiet r&uuml;cken das Land und seinen Pr&auml;sidenten Jair Messias Bolsonaro erneut in die Welt&ouml;ffentlichkeit. Sogar auf dem G7-Gipfel in Frankreich, an dem die brasilianische Regierung gar nicht teilnimmt, sind die Br&auml;nde Thema. Bolsonaro selbst verwahrte sich zun&auml;chst gegen internationale Hilfsangebote mit dem Argument, es handle sich um &bdquo;kolonialistische Einmischung&ldquo;. Schuld an den Br&auml;nden sind f&uuml;r ihn &bdquo;Umweltsch&uuml;tzer&ldquo;. Inzwischen hat er internationale Unterst&uuml;tzung bei den L&ouml;scharbeiten zugelassen. Ulrich Brand sprach f&uuml;r mosaik mit Breno Bringel, Professor f&uuml;r Soziologie an der Staatlichen Universit&auml;t von Rio de Janeiro, &uuml;ber die Politik Bolsonaros. [&hellip;]<br>\nWie charakterisieren Sie die Regierung von Bolsonaro? Was waren seine wichtigsten Initiativen bis heute?<br>\nEs gibt unterschiedliche Interpretationen des Pr&auml;sidenten. Die einen sehen ihn als tropischen Trump, andere als Neofaschisten. Ich selbst sehe die Regierung Bolsonaros als eine des autorit&auml;ren Neoliberalismus. Denn sie st&auml;rkt einerseits neoliberale Politik in allen Bereichen: in der Wirtschaft, in der Kultur und im Sozialen. Das geht andererseits zusammen mit einer Radikalisierung von autorit&auml;ren Verh&auml;ltnissen in der Gesellschaft. Dieser Autoritarismus geht von oben nach unten, er ist aber auch in der Gesellschaft verankert. Bolsonaro ist in der Lage, diese beiden Dimensionen zusammenzubringen.<br>\nSeine wichtigste Initiative im politischen Bereich ist die Bewaffnung der Bev&ouml;lkerung, was allerdings noch nicht umgesetzt wurde. Eine zweite Initiative ist die Ver&auml;nderung der Sozialgesetzgebung, die etwa das Pensionssystem angreift. Zudem gibt es eine Politik, das &Ouml;ffentliche zu zerst&ouml;ren, wie etwa das Gesundheitssystem oder die Umweltgesetzgebung. Das bedeutet Privatisierungen, K&uuml;rzungen staatlicher Ausgaben oder zum Beispiel an den Universit&auml;ten die Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren bei Masterstudieng&auml;ngen, die bisher kostenlos sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/mosaik-blog.at\/bolsonaro-amazonas-waldbraende\/\">mosaik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Indien: Das t&ouml;dliche Gesch&auml;ft mit dem Sand <\/strong><br>\nMit dem Einsetzen der Ebbe beginnt f&uuml;r die Sandtaucher ihr Arbeitstag. M&uuml;hselig wird der schwere, mit allerlei Plastikdreck und schwarzem Schlamm behangene Anker des bauchigen Holzbootes eingeholt. Andere Boote sind schon an einer geeigneten Stelle in Ufern&auml;he in Position gebracht worden. Um die hundert Boote ankern hier in mehreren Reihen miteinander verbunden.<br>\nLange Stahlrohre werden in den schlammigen Grund gehauen. Sie dienen den Sandtauchern unter Wasser zur Orientierung und als Halt gegen die Str&ouml;mung. Schutzausr&uuml;stung gibt es nicht. Mit gro&szlig;en Blecheimern tauchen sie bis zu 12 Meter tief, um den dringend ben&ouml;tigten schwarzen Sand dem Flussbett zu entrei&szlig;en.<br>\nEiner von ihnen ist Radhesyam Sahni. F&uuml;r ein volles Boot mit Sand erh&auml;lt der Taucher umgerechnet 15 Euro. Das ist immerhin fast das Vierfache des &uuml;blichen indischen Tagelohns und noch das Dreifache dessen, was die &uuml;brigen Arbeiter an Bord verdienen. &ldquo;Unter Wasser ist alles schwarz&rdquo;, erkl&auml;rt er, &ldquo;mit meinen Beinen ertaste ich eine g&uuml;nstige Sandstelle und dr&uuml;cke anschlie&szlig;end den Eimer in den Sand, um ihn zu f&uuml;llen&rdquo;.<br>\nViele der Taucher klagen &uuml;ber Kopfschmerzen, Schwindelgef&uuml;hle oder kaputte Trommelfelle. Verlieren sie unter Wasser das Bewusstsein, bedeutet das in dem tr&uuml;ben Fluss meist das Todesurteil. Die Leichen werden wegen der Str&ouml;mung oft erst nach Tagen irgendwo angesp&uuml;lt. &hellip;<br>\nJedoch hat der Bedarf an Sand in den letzten Jahren stetig zugenommen. Die indische Wirtschaft boomt mit Wachstumsraten von bis zu 7,2 % im letzten Quartal 2017 und hat damit zum wiederholten Male selbst China &uuml;berholt. Der anhaltende Bauboom f&uuml;hrt besonders in Indien zu einer Versch&auml;rfung des Sandraubs.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Indien-Das-toedliche-Geschaeft-mit-dem-Sand-4504422.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Verschleppte Verkehrswende viel teurer<\/strong><br>\nThomas Arenz pendelt jeden Tag von Bonn nach K&ouml;ln. Zuerst springt er morgens in den Regionalexpress und muss dann noch ein St&uuml;ck mit der K&ouml;lner U-Bahn zur&uuml;cklegen. Das sind insgesamt 40 Kilometer und damit 1,36 Euro externe Kosten, die er durch die Bahnfahrt jeden Tag f&uuml;r eine Strecke erzeugt.<br>\nWenn er &ndash; wie manchmal &ndash; sein Auto nutzt und &uuml;ber die Autobahn nach K&ouml;ln zur Arbeit f&auml;hrt, entstehen 4,64 Euro externe Kosten. Ein gewaltiger Unterschied, der auf Dauer Probleme macht, erkl&auml;ren die Verkehrsforscher der &ldquo;Allianz pro Schiene&rdquo; in ihrer Studie. &ldquo;Der Verkehr b&uuml;rdet der Allgemeinheit in Deutschland immer h&ouml;here Lasten auf&rdquo;, sagt Dirk Flege, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Verkehrsb&uuml;ndnisses.<br>\nDie Studie des Infras-Institut im Auftrag von Allianz pro Schiene ermittelt die externen Umwelt-, Unfall- und Gesundheitseffekte des Verkehrs in Deutschland f&uuml;r das Jahr 2017. Benannt werden sowohl die Gesamtkosten als auch die Durchschnittskosten je Verkehrsleistung. Zum ersten Mal seit &uuml;ber zehn Jahren liegen damit aktuelle Zahlen &uuml;ber die gesamten Folgekosten des Verkehrs in Deutschland vor. Im Ergebnis rechnen die Forscher mit j&auml;hrlichen Kosten von 149 Milliarden Euro (ohne die Emissionen durch die Herstellung von Fahrzeugen).<br>\nDie externen Kosten sind die Kosten, die indirekt entstehen durch Unf&auml;lle, Strom- oder Fahrzeugherstellung, Klimabelastung und L&auml;rm. Es sind also die negativen Auswirkungen der Mobilit&auml;t, f&uuml;r die die Menschen im Verkehr nicht direkt selbst zahlen. &ldquo;Eine verschleppte Verkehrswende ist viel teurer als mutiges Umsteuern. Mit einer Verkehrsverlagerung k&ouml;nnen wir den Klimaschutz und die Luftqualit&auml;t verbessern&rdquo;, sagt Flege.<br>\nDer Verkehrsforscher Christian Winkler vom Institut f&uuml;r Verkehrsforschung des Deutschen Zentrum f&uuml;r Luft- und Raumfahrt (DLR) hat sich die Berechnungen angeschaut. &ldquo;Die Verlagerung von Verkehr von der Stra&szlig;e auf die Schiene ist hinsichtlich externer Kosten sinnvoll&rdquo;, sagt der Diplom-Ingenieur. Die Berechnungen w&uuml;rden alle auf offiziellen Zahlen und Methoden basieren und erscheinen ihm plausibel. Er erg&auml;nzt: &ldquo;Eine Verlagerung zum &ouml;ffentlichen Verkehr erfordert aber auch ein entsprechendes attraktives Verkehrsangebot, so dass Nutzer dieses annehmen.<br>\nSchaut man sich die Zahlen genauer an, wird deutlich, warum die Forscher eine Verkehrsverlagerung f&uuml;r so dringend notwendig halten. Mehr als 94 Prozent der Folgekosten entstehen laut Studie durch den Stra&szlig;enverkehr. Die Eisenbahn liegt bei rund vier Prozent. Jeweils knapp ein Prozent stammen vom inl&auml;ndischen Luftverkehr und der Binnenschifffahrt. Nicht ber&uuml;cksichtigt wurde wegen mangelnder Vergleichbarkeit der grenz&uuml;berschreitende Luftverkehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/verkehrsstudie-bahn-auto-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rente<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Br&uuml;cke zur Erwerbst&auml;tigenversicherung &ndash; 1,5%!<\/strong><br>\nIst das die Br&uuml;cke, die eine gemeinsame Erwerbst&auml;tigenversicherung erm&ouml;glicht? Vieles spricht daf&uuml;r: Ein Konzept f&uuml;r die Landtagsabgeordneten in Schleswig-Holstein, das 1,5% des Einkommens als Anwartschaft auf die zuk&uuml;nftige Rente vorsieht.<br>\nIn Schleswig-Holstein hat eine Sachverst&auml;ndigenkommission f&uuml;r die Abgeordneten des Landtags eine neue Versorgungsordnung vorgeschlagen. Kernpunkt ist eine Alterspension die pro Jahr Mandatstr&auml;gerschaft 1,5% des Grundeinkommens betr&auml;gt. (hier: Hintergrund und Aktionsbericht vom &ldquo;Seniorenaufstand&rdquo; im Dezember 2018)<br>\nDas ist bemerkenswert und verdient eine genauere Bewertung, weil es der Schl&uuml;ssel f&uuml;r die gemeinsame Versicherung aller Erwerbst&auml;tigen sein kann. Seit vielen Jahren fordern Gewerkschaften und Parteien aus dem linken Lager die Einf&uuml;hrung einer Erwerbst&auml;tigenversicherung f&uuml;r die Rente. Um die entscheidende Frage, auf welchem Niveau die Rentnerinnen und Rentner dann versorgt werden m&uuml;ssten, wird bis heute von allen ein gro&szlig;er Bogen gemacht.<br>\nSeit einigen Jahren wird die vorbildliche Altersversorgung in &Ouml;sterreich bei uns zur Kenntnis genommen und zum erstrebenswerten Ziel propagiert. Aber auch hier weichen Gewerkschaften und linke Organisationen der Frage aus, wie hoch dann das Rentenniveau sein m&uuml;sste. Die Sprach- bzw. Hilflosigkeit kann &uuml;berwunden werden. Die Besch&auml;ftigung mit den konkreten Fakten ist dabei notwendige Voraussetzung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/die-bruecke-zur-erwerbstaetigenversicherung-15\/\">Seniorenaufstand<\/a><\/li>\n<li><strong>Den unw&uuml;rdigen Streit um die sogenannte &bdquo;Grundrente&ldquo; beenden<\/strong><br>\nFr&uuml;her normal: Niedrige Renten wurden aufgewertet<br>\nWas nur wenige wissen: Schon seit 1972 gab und gibt es im deutschen Rentenrecht ein Instrument, dass Menschen, die viele Jahre mit niedrigen L&ouml;hnen zurechtkommen mussten, wenigstens in der Rente etwas besser stellt. Es hei&szlig;t &bdquo;Rente nach Mindesteinkommen&ldquo; bzw. &bdquo;Rente nach Mindestentgeltpunkten&ldquo;.<br>\nDiese Aufwertung von niedrigen Renten gilt aber nur f&uuml;r rentenrechtliche Zeiten bis 1991. Weit mehr als drei Millionen Menschen profitieren noch heute von ihr &ndash; zu 88 Prozent Frauen! Und im vergangenen Jahr sind noch einmal 176.000 dazu gekommen. Das ist gut so, denn gerade seit den 90er Jahren mussten viele Besch&auml;ftigte &ndash; vor allem im Osten &ndash; mit niedrigen L&ouml;hnen, Befristungen und Arbeitslosigkeit k&auml;mpfen. Die Einf&uuml;hrung von Hartz IV verst&auml;rkte in den 2000er Jahren den Druck auf die L&ouml;hne noch mehr. Erst mit der Einf&uuml;hrung des gesetzlichen Mindestlohns ab dem Jahr 2015 wurde dieser Niedergang etwas abgebremst.<br>\n1990er und 2000er Jahre: Zeiten von Lohndumping, Hartz IV und Rentenk&uuml;rzungen<br>\nGleichzeitig wurde in den 2000er Jahren aber auch das Leistungsniveau der gesetzlichen Rente abgesenkt. Die j&auml;hrlichen Rentenerh&ouml;hungen folgten nicht mehr der Lohnentwicklung. Es gab sogar Nullrunden. F&uuml;r viele, die heute in Rente gehen, kam der gesetzliche Mindestlohn also viel zu sp&auml;t, und er ist ohnehin auch viel zu niedrig. Mit Mindestlohnjobs kann man sich keine sorgenfreie gesetzliche Rente aufbauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/den-unwuerdigen-streit-um-die-sogenannte-grundrente-beenden\/%20%20\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54150\">Erwerbsminderungsrenten &ndash; seit der Jahrtausendwende im Sinkflug<\/a>&rdquo; und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52786\">&bdquo;Pl&auml;doyer f&uuml;r eine Kurskorrektur in der Rentenpolitik.&ldquo; Von G&uuml;nter Eder. Altersvorsorge Teil III<\/a>. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Riester, R&uuml;rup &ndash; und jetzt die Habeck-Rente?<\/strong><br>\nJetzt hat Gr&uuml;nen-Chef Robert Habeck einen Vorsto&szlig; unternommen, den man sich auch als Initiative des sozialdemokratischen Bundesfinanzministers Olaf Scholz h&auml;tte vorstellen k&ouml;nnen: Deutschland soll sich am Vorbild Norwegens orientieren und einen &ldquo;B&uuml;rgerfonds&rdquo; auflegen. Der Staat soll also ein ansehnliches Milliardenverm&ouml;gen bilden, dessen Ertr&auml;ge genutzt werden als Erg&auml;nzung zur Altersvorsorge &ndash; f&uuml;r breite Schichten der Bev&ouml;lkerung. Gelingt nach Riester- und R&uuml;rup-Rente demn&auml;chst mit der Habeck-Rente endlich der Durchbruch? (&hellip;)<br>\nDie Idee ist keineswegs neu, entwickelt aber angesichts der aktuellen Zinssituation einigen Charme: Die Bundesrepublik Deutschland hat auf den internationalen Kapitalm&auml;rkten eine erstklassige Bonit&auml;t, die Zinsen auf langfristige Staatsanleihen sind negativ, zugleich erreicht die Schuldenquote mit rund 60 Prozent wieder solides Niveau.<br>\nEine kluge Bundesregierung, die sich nicht wie Scholz weiterhin an der &ldquo;schwarzen Null&rdquo; erg&ouml;tzen m&ouml;chte, k&ouml;nnte das nutzen, um ein Verm&ouml;gen aufzubauen, dessen Ertr&auml;ge in Zukunft den B&uuml;rgern zuflie&szlig;en &ndash; als kapitalgedeckte Zusatzrente. Der Fonds m&uuml;sste, von Profis gemanagt, sein Geld vor allem auch in Aktien anlegen, wovor B&uuml;rger gerade in Deutschland oft zur&uuml;ckschrecken, was verst&auml;ndlich ist, ihre Verm&ouml;gensbildung aber seit Langem empfindlich schw&auml;cht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/buergerfonds-staatsfonds-habeck-1.4573488%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der alerte Parteivorsitzende der Gr&uuml;nen ist auch nur ein Neoliberaler unter vielen, der die gesetzliche Rente vor die Hunde gehen l&auml;sst und voll auf private Altersvorsorge und den internationalen Kapitalmarkt setzt, in der Annahme, dass Geld arbeitet, und voller Unverst&auml;ndnis dar&uuml;ber, woher eigentlich eine Rendite kommt? So ist es.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch ein Staatsfonds k&ouml;nnte durch Aktieneinbr&uuml;che erheblich an Wert verlieren. Das sollte den &bdquo;Experten&ldquo; der &bdquo;S&uuml;ddeutschen&ldquo; auch bekannt sein. W&auml;re es nicht besser, alle Kraft in die gesetzliche Rente zu stecken?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kann nicht und wird nicht funktionieren<\/strong><br>\nDer jetzt bekannt gewordene Vorschlag f&uuml;r eine Deckelung der Mieten in Berlin w&auml;re ein R&uuml;ckfall in die sozialistische Wohnungswirtschaft der DDR, kommentiert Sebastian Engelbrecht. Aber diese Zeiten seien zum Gl&uuml;ck vorbei und realsozialistische Einheitsmieten k&ouml;nnten nicht verordnet werden.<br>\n&bdquo;Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf&ldquo;, d&uuml;rfte Katrin Lompscher gedacht haben, als sie ihre Referenten den Entwurf zum Berliner Mietengesetz schreiben lie&szlig;. Das Ergebnis w&uuml;rde bei einem Linken-Parteitag als sozialistische Mietenpolitik gefeiert werden. Zum Gl&uuml;ck aber regiert die SED-Nachfolgepartei in Berlin nicht allein und wird dieser Stadt ihre realsozialistischen Einheitsmieten nicht verordnen k&ouml;nnen. &hellip;<br>\nSollte dieser Plan Wirklichkeit werden, k&ouml;nnten hunderttausende Berliner eine drastische Mietabsenkung verlangen &ndash; sie m&uuml;ssten sie nur bei ihrem Bezirksamt beantragen. Abgesehen von dem un&uuml;berschaubaren b&uuml;rokratischen Aufwand w&uuml;rde das einen R&uuml;ckfall in die sozialistische Wohnungswirtschaft bedeuten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/vorschlag-fuer-mietendeckel-in-berlin-kann-nicht-und-wird.720.de.html?dram:article_id=457305\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nur als ein Beispiel aus dem vielstimmigen Chor der &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; gegen die Deckelung der Mieten in Berlin. Wieder zeigt sich, welche Interessen in den deutschen Redaktionsstuben oberste Priorit&auml;t haben, auch beim Deutschlandfunk, der wie so oft als dezidiertes Sprachrohr f&uuml;r die Interessen der herrschenden Oligarchie fungiert, in deren Besitz sich ein Gro&szlig;teil aller nicht selbstgenutzter Immobilien befindet. Geht es der herrschenden Oligarchie an die Profite droht nat&uuml;rlich &bdquo;sozialistische Planwirtschaft&ldquo;. Gibt es ebenso staatlich umgesetzte Steuersenkungen f&uuml;r die obersten 10 Prozent ist das nat&uuml;rlich kein Problem.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: CO2-Steuer wird Wohnen deutlich verteuern<\/strong><br>\nDie von der Bundesregierung geplante CO2-Steuer wird das Wohnen in den n&auml;chsten Jahren deutlich verteuern. Das zeigen Berechnungen, die der Eigent&uuml;merverband &ldquo;Haus &amp; Grund&rdquo; f&uuml;r den Focus angestellt hat.<br>\nDas Umweltministerium hat vorgeschlagen, die Tonne CO2 ab 2020 mit 35 Euro zu bepreisen; dieser Wert soll 2023 auf 80 und 2030 schlie&szlig;lich auf 180 Euro steigen. Der Verband hat berechnet, wie sich eine derartige faktische CO2-Steuer finanziell auf die Haushalte auswirken w&uuml;rde.<br>\nEine vierk&ouml;pfige Familie, die in einer 115 Quadratmeter gro&szlig;en Wohnung lebt und mit Gas heizt, m&uuml;sste 2020 j&auml;hrlich 132 Euro bezahlen, im Jahr 2030 dann 677. Bei einer &Ouml;lheizung w&auml;ren es 2020 j&auml;hrlich 222 Euro, im Jahr 2030 bereits 1.140.<br>\nIn einem 160 Quadratmeter gro&szlig;en Einfamilienhaus fiele die Belastung f&uuml;r eine vierk&ouml;pfige Familie deutlich h&ouml;her aus. Bei Heizen mit Gas w&auml;ren 2020 schon 183 Euro f&auml;llig, 2030 steigt der Betrag auf 942 Euro. Bei einer &Ouml;lheizung betr&auml;gt der &ldquo;Preis&rdquo; 2020 sogar 308 Euro, um dann 2030 auf 1.586 Euro im Jahr zu steigen.<br>\nKai Warnecke, Pr&auml;sident von &ldquo;Haus und Grund&rdquo;, forderte die Politik auf, die durch die CO2-Bepreisung anfallenden zus&auml;tzlichen Einnahmen an die B&uuml;rger zur&uuml;ckzugeben; die &Ouml;kosteuer und die EEG-Umlage m&uuml;ssten abgeschafft werden.<br>\nDie bisherigen Erfahrungen mit neu eingef&uuml;hrten Steuern und Abgaben lassen eine derartige &ldquo;R&uuml;ckgabe&rdquo; der Einnahmen allerdings unwahrscheinlich erscheinen. Immerhin vermitteln die Berechnungen des Verbandes einen ersten Eindruck davon, welche Belastungen im Zuge der sogenannten Klimapolitik auf die B&uuml;rger zukommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/91561-co2-steuer-wird-wohnen-deutlich-verteuern\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Projekt &ldquo;New Ukraine&rdquo;: George Soros und das US-Au&szlig;enministerium<\/strong><br>\nDrei freigegebene Dokumente zeigen, &uuml;ber welchen Zugang der aus Ungarn stammende Milliard&auml;r George Soros w&auml;hrend der Regierungszeit von Barack Obama zum US-Au&szlig;enministerium verf&uuml;gte und so, zusammen mit Victoria Nuland, seine Pl&auml;ne einer &ldquo;neuen Ukraine&rdquo; umzusetzen versuchte.<br>\nDer von der konservativen Gruppe Citizens United unter Berufung auf den Freedom of Information Act (FOIA) eingeforderte elektronische Schriftverkehr zwischen Mitarbeitern von George Soros&rsquo; Open Society-Stiftung und dem US-Au&szlig;enministerium, zeigen auf, wie eng Soros mit der damaligen Unterabteilungsleiterin f&uuml;r Eurasien, Victoria Nuland, zusammengearbeitet hat.<br>\nObwohl Nuland eine vielbesch&auml;ftigte Frau war und in ihrer Funktion als Koordinatorin der US-Au&szlig;enpolitik f&uuml;r Eurasien &ndash; gerade in einer Zeit der immer schlechter werdenden Beziehungen zwischen den USA und der EU auf der einen und Russland auf der anderen Seite &ndash; eine ausgesprochen wichtige Position innehatte, zeigen die E-Mails, welche Priorit&auml;t das Au&szlig;enministerium in Washington den W&uuml;nschen von George Soros zugestand.<br>\nSchwerpunkt dieser Mails war die Ukraine, wo der aus Ungarn stammende Milliard&auml;r &auml;u&szlig;erst aktiv war und ist. &Uuml;ber seine International Renaissance Foundation (IRF) unterst&uuml;tzte er seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion den Aufbau von nach westlichem Vorbild zu errichtenden gesellschaftlichen Strukturen. Allerdings ist Soros keineswegs nur ein selbstloser Philanthrop, sondern vor allem auch ein eiskalter Gesch&auml;ftsmann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/91526-projekt-new-ukraine-george-soros\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Unter Eingeweihten<\/strong><br>\nWarum es ein krasser Fehler ist, bei der Dresdner #unteilbar-Demo am Wochenende schwarz-rot-goldene Flaggen f&uuml;r unerw&uuml;nscht zu erkl&auml;ren.<br>\nSamstag soll ein Zeichen gesetzt werden, hei&szlig;t es seitens vieler, die in die s&auml;chsische Hauptstadt zur Demo anreisen werden. Ein Zeichen f&uuml;r, wie es im Untertitel der Veranstaltung hei&szlig;t, &bdquo;Solidarit&auml;t statt Ausgrenzung&ldquo;. Eine Demonstration, vielleicht so gro&szlig; wie jene im vorigen Jahr, als Hunderttausende durch Berlin zogen. &bdquo;#unteilbar&ldquo; lautet die &Uuml;berschrift, was als Appell zu verstehen ist, dass durch politische, vor allem rechtspopulistische Propaganda eingeborene Deutsche sich nicht gegen Fl&uuml;chtlinge aus dem arabischen und afrikanischen Raum ausspielen lassen, dass die sozialstaatlichen Mindestgelder auch ihnen zuteilwerden k&ouml;nnen &ndash; und dass &uuml;berhaupt die Welt im Angesicht der menschlichen N&ouml;te in Afrika und in den nichtprosperierenden Teilen Asiens besser werde, freien Zugang in die EU inklusive.<br>\nMit anderen Worten: Eine Woche vor den Landtagswahlen in Sachsen und dem vermuteten starken Erfolg der AfD soll durch sehr viele Menschen gezeigt werden, dass die H&ouml;ckes und Co mit Widerstand rechnen m&uuml;ssen. In Wahrheit ist #unteilbar dieses Zeichen nicht, leider. Vielmehr wird es eine Demonstration der Eingeweihten sein, jener, die ohnehin der AfD nicht freundlich gesinnt sind. Vielmehr wird #unteilbar anzeigen, wie verfehlt die B&uuml;ndnispolitik der zur Demonstration Aufrufenden ist. Moniert werden muss nicht allein, dass der Umzug unterteilt wird in Themenbl&ouml;cke, die etwa &bdquo;Parade-Power-Block: United against Racism &amp; Fascism&ldquo; oder &bdquo;feministisch und queer&ldquo; hei&szlig;en &ndash; alles in allem Stichworte, die einem linksradikalen Wunschkonzert gleichkommen. Die Wahl englischsprachiger Chiffren deutet nicht einmal subtil an, besser vor allem eines zu bleiben: unter sich.<br>\nVerbl&uuml;ffend indes ist die politische Torheit, einerseits ein &bdquo;#unteilbar&ldquo; zu proklamieren, aber doch so gut wie alles daf&uuml;r zu tun, dass in Dresden und drumrum die am Samstag Mobilisierten wie ein selbstbez&uuml;glicher Kolonisierungstrupp wirken m&uuml;ssen: In Sachsen kommt offenbar mindestens die halbe linke Bescheidwisserwelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Schwarz-rot-gold-bei-unteilbar-Demo\/!5617611&amp;s=Jan+Feddersen\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Entgegen dem eigenen Anspruch f&ouml;rdert #unteilbar die Spaltung der Gesellschaft, da die Teilnehmer und Veranstalter ganz selbstverst&auml;ndlich f&uuml;r sich in Anspruch nehmen die einzige richtige Position in der Migrationsfrage zu vertreten. Wer nicht f&uuml;r &bdquo;offene Grenzen&ldquo; und unbegrenzte Migration ist, wird schonungslos als &bdquo;rechts&ldquo; abqualifiziert. Dabei erstaunt nur immer wieder, dass den Protagonisten von #unteilbar und &auml;hnlichen Initiativen die &Uuml;bereinstimmung mit der neoliberalen Freihandelsideologie, die ebenso offene Grenzen f&uuml;r Arbeitskr&auml;fte, Kapital und Waren fordert, nicht negativ auff&auml;llt. Die immer weiter voranschreitende soziale Spaltung der Gesellschaft spielt f&uuml;r das #unteilbar tragende Milieu keine Rolle bzw. dieses Thema darf, wenn, nur aus der Perspektive der Migrationsfrage diskutiert werden. Hier feiert sich das linksliberale, akademisch-urbane Milieu wieder einmal selbst. Auch erstaunlich, dass sich niemand am Auftritt des Au&szlig;enministers Heiko Mass st&ouml;rte, der sich selbst nicht daran st&ouml;rt einem lupenreinen Rassisten wie dem Ministerpr&auml;sidneten Brasiliens, Jair Bolsonaro die Hand zu sch&uuml;tteln.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>US-Milliard&auml;r Koch stirbt mit 79 Jahren<\/strong><br>\nEr galt als K&ouml;nigsmacher der Republikaner: David Koch war zusammen mit seinem Bruder Charles einer der einflussreichsten Unterst&uuml;tzer der Erz-Konservativen in den USA. Die Koch-Br&uuml;der belegen stets einen der obersten Pl&auml;tze der Forbes-Liste der Reichsten. Nun starb er im Alter von 79 Jahren.<br>\nMit Erd&ouml;l, Chemie und vielen weiteren Gesch&auml;ften haben sie ein gesch&auml;tztes Verm&ouml;gen von jeweils mehr als 30 Milliarden Dollar angeh&auml;uft. David Koch war auch politisch &auml;u&szlig;erst umtriebig.<br>\nZusammen mit seinem Bruder nutzte er seinen Reichtum, um die politische Richtung des Landes zu beeinflussen: David Koch stand f&uuml;r einen radikal freien Handel und gegen Umweltschutz, f&uuml;r niedrige Steuern und gegen umfassende staatliche Sozialsysteme. (&hellip;)<br>\nDavid Koch gab nach der Kritik von Umweltsch&uuml;tzern Millionen daf&uuml;r aus, dass wissenschaftliche Gutachten erschienen, die beweisen sollten, dass es keinen menschengemachten Klimawandel gibt. Die Kochs unterst&uuml;tzen ein gro&szlig;es Netzwerk aus Stiftungen, Forschungsinstituten und Denkfabriken.<br>\nSie halfen der ultra-konservativen Teaparty-Bewegung auf die Beine. Von Pr&auml;sident Donald Trumps Politik wandte sich David Koch am Ende ab. Der spendable Milliard&auml;r hat in seiner Heimatstadt New York einer Reihe von Pl&auml;tzen, Geb&auml;uden, Theatern, Krankenhaus- und Museumsabteilungen seinen Namen aufgestempelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/koch-127.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Der US-amerikanische Multimilliard&auml;r David Koch ist einer der pers&ouml;nlich Verantwortlichen f&uuml;r die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft in Arm und Reich, sowie in zahlreichen anderen Staaten, in denen die USA Kriege f&uuml;hren, oder Rohstoffe beziehen. Durch sein wirtschaftliches Gebaren hat er ma&szlig;geblich mit daf&uuml;r gesorgt, dass ein Donald Trump Pr&auml;sident der Vereinigten Staaten von Amerika werden konnte. Der Artikel beschreibt, wenn auch nur oberfl&auml;chlich, wie die Gebr&uuml;der Koch ihren Reichtum zur politischen Einflussnahme einsetz(t)en und die Demokratie nachhaltig besch&auml;dig(t)en. 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