{"id":54420,"date":"2019-08-28T09:10:46","date_gmt":"2019-08-28T07:10:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54420"},"modified":"2019-08-28T11:45:59","modified_gmt":"2019-08-28T09:45:59","slug":"hongkong-der-neue-systemkonflikt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54420","title":{"rendered":"Hongkong \u2013 der neue Systemkonflikt"},"content":{"rendered":"<p>Jugendliche fordern Menschenrechte, westliche Meinungsmacher sind begeistert, Unternehmer  schweigen: Die Haltungen gegen&uuml;ber den Protesten von Hongkong sind teils unangemessen und lassen die von Kolonialisten dort lange praktizierte Wirtschaftskriminalit&auml;t au&szlig;er Acht. Von <strong>Werner R&uuml;gemer<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDie Heritage Foundation, einflussreicher Think Tank von US-Unternehmen, bezeichnete Hongkong im j&auml;hrlichen Ranking jetzt zum 25. Mal als &bdquo;freieste Wirtschaft der Welt&ldquo;.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Doch gemessen an V&ouml;lkerrecht, Demokratie und den UN-Menschenrechten ist das Gegenteil der Fall. Gerade deshalb ist Hongkong f&uuml;r den moralisch und wirtschaftlich absteigenden Westen ein wichtiges Schlachtfeld im Kampf gegen den neuen Hauptfeind, die wirtschaftlich erfolgreiche Volksrepublik China.<\/p><p><strong>1997: Die Kolonie wird an China zur&uuml;ckgegeben<\/strong><\/p><p>1997 musste das britische Commonwealth seine 154 Jahre lang betriebene Kolonie Hongkong endlich an den rechtm&auml;&szlig;igen Eigent&uuml;mer zur&uuml;ckgeben, zumindest teilweise: Hongkong wurde nach dem Muster &bdquo;Ein Land, zwei Systeme&ldquo; als Sonderverwaltungszone wieder Teil des chinesischen Staates.<\/p><p>&bdquo;Zwei Systeme&ldquo; bedeutet: Die Volksrepublik China ist f&uuml;r Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik verantwortlich. Sie war sich seit den Reformen unter Deng Xiaoping in den 1980er Jahren im Klaren, dass die verfestigten kolonialen und neoliberalen Verh&auml;ltnisse nicht &uuml;bergangslos integriert werden k&ouml;nnen &ndash; und China brauchte die Kronkolonie, die die Wirtschaft Chinas seit &uuml;ber einem Jahrhundert beherrschte. Deshalb wurde die Laufzeit bis zur vollst&auml;ndigen Integration auf 50 Jahre, bis 2047 vereinbart. Kapitalistisches Privateigentum an Unternehmen und Boden sowie koloniales Wahlrecht bleiben erhalten &ndash; der Westen wollte seine einzigartigen Privilegien solange wie m&ouml;glich bewahren. Die Lebensweise ist weiter &bdquo;very british&ldquo; mit Linksverkehr auf den Stra&szlig;en und Amtssprache englisch &ndash; neben der (s&uuml;d)chinesischen. Die B&uuml;rger Hongkongs haben weiter ohne Visumspflicht Zugang zum Shengen-Raum, im Gegensatz zu den Festland-Chinesen. Das 1.200 Mitglieder umfassende Wahlkomitee, st&auml;nderechtlich organisiert, ist mehrheitlich von einheimischen und auch ausl&auml;ndischen Unternehmern und Bankern besetzt, z.B. mit Vertretern der gr&ouml;&szlig;ten einheimischen Bank HSBC und des franz&ouml;sischen Versicherungskonzerns AXA.<\/p><p><strong>Seit 1843 Bastion der kolonialen &bdquo;Open door&ldquo;-Politik<\/strong><\/p><p>Schon 1699 hatte sich der expandierende R&auml;uber- und Kolonialstaat England auf der chinesischen Halbinsel Hongkong festgesetzt, in Gestalt der British East India Company. Die trieb Handel in ganz Asien und wurde von der chinesischen Regierung geduldet. Seit etwa 1830 exportierte die Handelsgesellschaft Jardine Matheson das in der benachbarten britischen Kronkolonie Indien angebaute Opium nach China. &bdquo;Exportieren&ldquo; &ndash; das bedeutete Schmuggel. Die chinesische Regierung verbot ihn, auch weil das urspr&uuml;ngliche Heilmittel Opium durch den massenhaften Verkauf f&uuml;r einen gro&szlig;en Teil der Bev&ouml;lkerung zum Suchtmittel wurde.<\/p><p>Da riefen die beiden Schmuggelk&ouml;nige Jardine und Matheson das k&ouml;niglich-britische Milit&auml;r zu Hilfe. England &uuml;berfiel China, f&uuml;hrte 1839 den ersten &bdquo;Opiumkrieg&ldquo;, unterwarf den Staat und zwang die Regierung, den Export zu dulden. Der wurde weiter mithilfe einheimischer Warlords und mafiotischer Subunternehmer durchgezogen. England annektierte Hongkong und proklamierte die Stadt 1843 nach Indien ebenfalls als Kronkolonie. Der zweite &bdquo;Opiumkrieg&ldquo; mit demselben Ziel und mithilfe weiterer Kolonialm&auml;chte unterwarf 1860 China noch weiter, die Kolonie Hongkong wurde erweitert, der Opiumhandel wurde legalisiert. China wurden die Kosten des Opiumkriegs der Kolonialherren auferlegt. Neben England errichteten noch die USA, Frankreich und Russland Botschaften in Peking und kontrollierten die Regierung, Christen konnten Privateigentum erwerben. Millionen opiums&uuml;chtige Chinesen vegetierten dahin und starben &ndash; die Gewinne von Jardine Matheson stiegen jahrzehntelang ins Unerme&szlig;liche.<\/p><p>Die Engl&auml;nder bauten Hongkong unter k&ouml;niglichen Gouverneuren nach kolonialem Recht zum Finanz- und Handelszentrum f&uuml;r China und ganz Asien aus. Die Kronkolonie wurde die Bastion f&uuml;r die Durchsetzung der &bdquo;Open door&ldquo;-Politik. Chinesische H&auml;ndler wurden hinausgedr&auml;ngt. Das Empire auf der H&ouml;he seiner Macht, nachdem es f&uuml;r die Tigerjagd seiner Offiziere 1860 noch die Halbinsel Kowloon dazu annektiert hatte, erzwang 1898 f&uuml;r 99 Jahre noch die Pacht f&uuml;r weitere Gebiete, so f&uuml;r 235 vorgelagerte Inseln. &bdquo;Pacht&ldquo; war ein Euphemismus: England zahlte nie eine Pachtgeb&uuml;hr. 99 Jahre: ebenfalls ein Euphemismus, denn England wollte Hongkong f&uuml;r immer.<\/p><p>Das waren &uuml;bliche koloniale Praktiken &ndash; wie etwa in Guantanamo: der zeitlich dort unbefristete  Pachtvertrag der USA aus 1903 mit Kuba ist trotzdem l&auml;ngst abgelaufen. Die USA haben die urspr&uuml;nglich vereinbarte Nutzung ver&auml;ndert, etwa durch die Einrichtung als Folterlager. Der  Vertrag wurde damit auch nach den gro&szlig;z&uuml;gigsten v&ouml;lkerrechtlichen Interpretationen ung&uuml;ltig.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Aber die US-Folterer und McDonald&rsquo;s sind immer noch da, und Siemens soll im Auftrag des Pentagon f&uuml;r 829 Millionen Dollar die Energieversorgung bis 2043 umweltfreundlicher gestalten.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p><p>In anderen ehemaligen Kronkolonien Englands, die heute verharmlosend &bdquo;&Uuml;berseegebiete&ldquo; hei&szlig;en wie die Britisch Virgin Islands, Belize, die Cayman Islands und einem weiteren knappen Dutzend, ist Queen Elizabeth II. immer noch das staatliche Oberhaupt, das Vereinigte K&ouml;nigreich ist f&uuml;r Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik zust&auml;ndig und ernennt den britischen Gouverneur. &Auml;hnliches, in demokratischer Verkleidung, gilt f&uuml;r ein Dutzend  US-&bdquo;&Uuml;berseegebiete&ldquo; wie Guam, die Marshall-Inseln, die amerikanischen Jungferninseln und Amerikanisch-Samoa.<\/p><p>Die Kronkolonie war noch undemokratischer als die Monarchie im Mutterland: Ohne ein f&uuml;r England ansonsten so gelobtes Parlament von Gnaden der Queen, mit Gouverneur, Milit&auml;r, Polizei, englischen Richtern und englisch gelenkten Medien; unabh&auml;ngige Parteien und Gewerkschaften und Arbeiterparteien, die in England legal waren &ndash; nichts davon in Hongkong.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]<\/p><p><strong>20. Jahrhundert: Ausbau zur neoliberalen Freihandelszone<\/strong><\/p><p>Seit Beginn wurde die Kronkolonie zur antidemokratischen und antikommunistischen Bastion des Westens in Asien, zum Sammelbecken f&uuml;r H&auml;ndler, Unternehmer, Schmuggler, Kriminelle, Reaktion&auml;re und Vorgestrige aller Schattierungen und aller Nationen. Als Sun Yat-sen 1912 das Feudalregime in China abschaffte und eine b&uuml;rgerliche Republik nach westlichem Vorbild gr&uuml;ndete, waren tausende Feudalherren im befestigten Paradies des britischen Empire mit ihrem Fluchtgeld hochwillkommen. Aufkommende Streiks von rechtlosen Arbeitern &ndash; der bekannteste war 1926 &ndash; schlug das britische Milit&auml;r blutig nieder. Nach der Gr&uuml;ndung der Volksrepublik China 1949 fl&uuml;chteten hunderttausende Feudalherren und westlich verbundene Gro&szlig;kapitalisten mit ihrem Reichtum und ihren Familien ebenfalls nach Hongkong.<\/p><p>In den 1960er Jahren unterdr&uuml;ckte die Besatzungsmacht, die notfalls mit Spezialeinheiten vom Flugzeugtr&auml;ger HMS Hermes aus den Ausnahmezustand sicherte, Streiks und Demonstrationen der illegalen Gewerkschaften. Die protestierten gegen Niedrigl&ouml;hnerei bei 12-Stunden-Tagen, gegen Kinderarbeit, gegen die Verweigerung von Arbeitsvertr&auml;gen und Sicherheitsma&szlig;nahmen. 5.000 Streikende wurden verhaftet, 2000 zu Gef&auml;ngnis verurteilt. Menschenrechts-Proteste aus dem Westen? Null.<\/p><p>Deshalb siedelten Banken, Konzerne, Berater, Generalkonsulate und Handelskammern seit den 1960er Jahren sich hier an, aus den USA und den Philippinen, aus Japan, Australien und dem gesamten Westen. Die USA unterhalten hier das gr&ouml;&szlig;te Konsulat und auch die gr&ouml;&szlig;te Handelskammer: Sie wurde 1969 gegr&uuml;ndet und r&uuml;hmt sich, &bdquo;eine der einflussreichsten Wirtschaftsorganisationen im asiatisch-pazifischen Raum&ldquo; zu sein.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] Fast alle EU-Staaten unterhalten hier seit den 1980er Jahren Handelskammern, die gr&ouml;&szlig;ten sind die englische und die franz&ouml;sische mit jeweils 750 Unternehmen, die deutsche mit 600 Unternehmen. Daneben sitzt hier noch die Europ&auml;ische Handelskammer mit Mitgliedern aus 17 EU-Staaten: &bdquo;Hongkong ist ein idealer Platz f&uuml;r Gesch&auml;fte&ldquo;, hie&szlig; es zufrieden einige Wochen vor dem Ausbruch der Proteste.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]<\/p><p>Unmittelbar gesch&auml;ftlich, vor allem in leitenden Funktionen, leben in Hongkong etwa 100.000 Briten, 85.000 US-Amerikaner, 60.000 Franzosen, 40.000 Deutsche usw. Hier besteht seit der neoliberalen Globalisierung die gr&ouml;&szlig;te Bankenkonzentration der Welt, dichter noch als in der City of London: Alle westlichen Gro&szlig;banken sind vertreten: Aus den USA, aus Gro&szlig;britannien, Deutschland, Frankreich, Schweiz, Kanada, Japan, Australien, S&uuml;dkorea, den Golfstaaten &ndash; und Banken und Unternehmen aus China.  <\/p><p>Die Unternehmenssteuern sind mit 16,5 Prozent die niedrigsten in der westlichen Welt. Die W&auml;hrung Hongkong-Dollar ist an den US-Dollar gebunden. Mit 215 Mrd. US-Dollar an US-Staatsschulden geh&ouml;ren Hongkonger Spekulanten nach Japan und China zu den gr&ouml;&szlig;ten Finanziers der westlichen Supermacht.<\/p><p><strong>Der gr&ouml;&szlig;te Konzern: Jardine Matheson Holdings<\/strong><\/p><p>Der gr&ouml;&szlig;te Konzern ist bis heute, ununterbrochen seit 187 Jahren, Jardine Matheson. Kontrolliert wird er von der Keswick-Familie, direkte Nachfahren des Gr&uuml;nders William Jardine.<\/p><p>Mit den Gewinnen aus dem Opium-Schmuggel wurde ein weitverzweigter Mischkonzern aufgebaut: Zur Holding geh&ouml;ren Hotel- und Einzelhandelsketten, Banken, Finanzdienste, Transportlogistik, Medien, Immobilien, Tourismus einschlie&szlig;lich Kreuzfahrtschiffen sowie Anteile an der Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC), der gr&ouml;&szlig;ten Bank vor Ort, am gr&ouml;&szlig;ten US-Rohstoffh&auml;ndler Glencore, aber auch an chinesischen Konzernen wie dem Hafenbetreiber COSCO.<\/p><p>Der &ouml;ffentlich so gut wie unbekannte und auch bei Berichten &uuml;ber die Proteste in Hongkong nie genannte Konzern ist weltweit pr&auml;sent. Jardine Matheson ist z.B. der gr&ouml;&szlig;te Aktion&auml;r der Rothschild-Bankengruppe, die seit ihrem erneuten Aufstieg unter Margaret Thatcher von London aus in 44 Staaten zum wichtigsten Privatisierungsberater europ&auml;ischer und asiatischer Regierungen und zum Berater f&uuml;r Unternehmensfusionen aufstieg &ndash; weswegen u.a. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der nach seinem Amtsende in den Rothschild-Beirat berufen wurde (w&auml;hrend deutsche Leitmedien nur Schr&ouml;ders Funktion beim russischen Konzern Gazprom anprangern).[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] Rothschild mit seinen Krediten etwa f&uuml;r die westlich betriebenen Eisenbahnlinien, mit denen der Handel erweitert wurde, war auch im kolonial besetzten China Teil des &bdquo;britischen Imperialismus&ldquo;, so der US-Finanzhistoriker Niall Ferguson.[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]<\/p><p>Der Mischkonzern hat 460.000 Besch&auml;ftigte, verteilt auf Hongkong und alle asiatischen L&auml;nder. Man sitzt selbst in der gr&ouml;&szlig;ten westlichen Finanzoase, aber das reicht nicht: Das Unternehmen hat  seinen operativen Sitz in Hongkong, besteht nach britischem Wirtschaftsrecht und hat seinen Steuersitz in der karibischen Finanzoase Bermuda, dem immer noch britisch annektierten  &bdquo;&Uuml;berseegebiet&ldquo;.<\/p><p><strong>Die gr&ouml;&szlig;te Bank: HSBC<\/strong><\/p><p>Die Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC) wurde 1865 in Hongkong gegr&uuml;ndet und wurde der wichtigste Kreditgeber f&uuml;r den westlichen Handel mit China und lange Zeit f&uuml;r das Reich der Mitte selbst. Ihren gr&ouml;&szlig;ten operativen Sitz hat sie heute hier im 178 Meter hohen Tower an der feinen Adresse 1, Queens Road. Ihre Zentrale musste sie aber 1959 wegen des Aufkaufs von Banken in Gro&szlig;britannien nach London verlegen. Als gr&ouml;&szlig;te Bank in Hongkong ist sie mit 255.000 Besch&auml;ftigten zugleich die gr&ouml;&szlig;te Bank Europas.<\/p><p>HSBC betreibt vier Filialen auf der Hauptinsel Hongkong, f&uuml;nf im dazugeh&ouml;rigen Knowloon und zwei auf benachbarten Inseln, dazu 6.000 Filialen in 70 Staaten auf allen Kontinenten. Es werden die &bdquo;westlichen Werte&ldquo; des deregulierten Finanzzentrums Hongkong und des Vorbilds, des deregulierten Finanzzentrums City of London, vertreten. Das hindert nicht, dass populistisch auch die islamistische Tochtergruppe HSBC Amanah weltweit islamisches Publikum umwirbt.<\/p><p>Mit den Gewinnen in Hongkong kaufte HSBC nicht nur Banken in Gro&szlig;britannien auf, sondern z.B. auch in den USA und Frankreich. In Deutschland sicherte man sich die feine elit&auml;re Bank Trinkaus &amp; Burkhardt in D&uuml;sseldorf: Dort residierte mit dem FDP-Granden Otto Graf Lambsdorff einer der gro&szlig;en illegalen Parteifinanziers der Bundesrepublik, wegen Steuerhinterziehung verurteilt, und dort amtet als Nachfolger im Aufsichtsrat der CDU-Politiker Friedrich Merz, der von den illegalen Cum-Ex-Gesch&auml;ften der Bank nichts gemerkt hat und deshalb geeignet war, von BlackRock als Vorsitzender des BlackRock-Aufsichtsrates Deutschland berufen und belohnt zu werden.<\/p><p>2012 zahlte HSBC in den USA 1,9 Mrd. Dollar Bu&szlig;geld wegen Finanzierung von Terroristen und Drogenh&auml;ndlern (weil es die falschen waren). In der Schweiz wurde die Bank als &bdquo;kriminelle Organisation&ldquo; eingestuft, wegen Delikten &auml;hnlicher Art, einschlie&szlig;lich der Finanzhilfen f&uuml;r Diktatoren.[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]  Die S&uuml;ddeutsche Zeitung bezeichnete die Bank als &bdquo;Tresor der M&auml;chtigen und Verschwiegenen&ldquo; (SZ 9.2.2015). In Hongkong bleibt soetwas strafloses business as usual.<\/p><p>Die HSBC wird von den Finanzaufsichten des Westens zu den 29 &bdquo;systemrelevanten&ldquo; Banken gez&auml;hlt. Sie kann also auch kriminell und spekulativ &uuml;berdrehen &ndash; mit der Gewissheit, auf Staatskosten gerettet zu werden.<\/p><p><strong>Reichster Oligarch: Li Ka-shing<\/strong><\/p><p>&bdquo;Die 21 reichsten Hongkonger&ldquo;, so die FAZ, weisen offiziell 206,3 Milliarden Euro Eigentum aus.[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] Sie sind wie die Kewicks und die Wok-Br&uuml;der meist zugleich die gr&ouml;&szlig;ten Immobilien-Tycoons.<\/p><p>Der wichtigste Multimilliard&auml;r und bekannteste Oligarch ist Li Ka-shing. Der Chef des weltweit aktiven Mischkonzerns CK Hutchison steht an 23. Stelle der reichsten Menschen der Erde. Gro&szlig;immobilien und Internet Service Provider in Hongkong geh&ouml;ren zum Imperium, Einzelhandel, Getr&auml;nkeherstellung, Anteile am gr&ouml;&szlig;ten US- Versicherungskonzern AIG sowie an den wichtigsten Containerh&auml;fen wie Hongkong selbst, Rotterdam, Panama und den Bahamas. Die Oligarchen sind miteinander vielfach vernetzt, so ist Jardine Matheson auch an CK Hutchison beteiligt. Der Konzern mit seinen zahlreichen Tochtergesellschaften und 323.000 Besch&auml;ftigten bestreitet ein Drittel der Marktkapitalisierung an der B&ouml;rse von Hongkong. Seinen rechtlichen und Steuersitz hat der Konzern auf den Cayman Islands.<\/p><p>In Deutschland wurde Li Ka-shing bekannt (und bald wieder vergessen), als er 2000 den Kauf der Telekommunikationssparte von Mannesmann durch den englischen Konzern Vodafone korruptiv bef&ouml;rderte. Als Miteigent&uuml;mer von Vodafone zahlte er an den Mannesmann-Vorstandschef Klaus Esser 30 Millionen Euro Schmiergeld als &bdquo;Anerkennungspr&auml;mie&ldquo;, der Aufsichtsrat unter Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann steuerte weitere Millionen f&uuml;r Vorstand und Aufsichtsrat bei &ndash; der Kauf ging &uuml;ber die B&uuml;hne. Der Hongkonger Drahtzieher verdiente Milliarden; angeklagt vor Gericht wurde das Hilfspersonal in Deutschland, so Esser, Ackermann und der Vorsitzende der IG Metall, Zwickel.[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]<\/p><p>CK Hutchison mischt von der &Ouml;ffentlichkeit unbemerkt in der Infrastruktur der EU mit, so als Eigent&uuml;mer des Telekommunikationsunternehmens Vivacom in Bulgarien. In Deutschland geh&ouml;ren dazu etwa 40 Prozent an der Drogeriekette Rossmann, die hier wie CK Hutchison in Hongkong extrem die internationale Niedrigl&ouml;hnerei organisiert.[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]<\/p><p><strong>Der Medienmogul: Jimmy Lai<\/strong><\/p><p>Jimmy Lai, der anglisierte Name des gefl&uuml;chteten Festland-Chinesen Lai Chae-Ying, machte seit den 1980er Jahren seine ersten Millionen durch den Aufbau einer Kette f&uuml;r Billigtextilien, vor allem T-Shirts, die von Niedrigstl&ouml;hnern in Hongkong und in sweat shops diverser asiatischer Staaten wie Bangladesh produziert und auch in die USA exportiert wurden.<\/p><p>Inzwischen geh&ouml;rt ihm vor allem der Medienkonzern Next Digital. Emotionsgeladene Schnell- und Kurzbotschaften sind die Spezialit&auml;t, auch als &bdquo;Paparazzi-Journalismus&ldquo; bezeichnet. Dazu geh&ouml;ren kostenlos vertriebene, mit Sensationsberichten und Werbung vollgestopfte Medien. Bekannt ist Apple Daily, das auch in Taiwan verbreitet wird. Lai h&auml;lt die Verbindung zu dieser Insel, die ebenfalls zu China geh&ouml;rt, auf die sich ein anderer Teil der von Mao Tse Tung entmachteten Feudalklasse gefl&uuml;chtet hatte und die von den USA als diplomatisch nicht anerkanntes Sondergebiet alimentiert wird. Lai h&auml;lt hier auch Anteile an Elektronikfirmen. Auch er hantiert von der Finanzoase Hongkong aus mit anderen Finanzoasen, wobei er die British Virgin Islands bevorzugt.<\/p><p>Dieser westliche Vorzeige-Demokrat sponsert die Demokratische Partei des Rechtsanwalts Martin Lee. Der organisiert in Hongkong seit Jahren Protestbewegungen gegen China, nachdem er wie Lai selbst mit der britischen Kolonialverfassung immer zufrieden war und an Demokratie kein Interesse gezeigt hatte.<\/p><p><strong>Weltweit vernetzte Steueroase<\/strong><\/p><p>Wie die Steuersitze von Jardine Matheson, CK Hutchison und Lai zeigen, ist Hongkong nicht nur selbst eine Steueroase, sondern der Mittelpunkt eines Steueroasen-Netzes. So ist etwa auch die Filiale der Rothschild-Bank in Hongkong keine Tochtergesellschaft der Zentralen in London und New York, sondern eine Tochtergesellschaft der Rothschild-Tochter in der Finanzoase Schweiz.<\/p><p>So sind in Hongkong auch Banken aus allen wichtigen Finanzoasen wie Liechtenstein, Luxemburg, und der Niederlande vertreten. Eine besonders enge Vernetzung besteht mit den englischen &bdquo;&Uuml;bersee-Territorien&ldquo;, den ehemaligen Kolonien, die unter britischer Oberhoheit zu Finanzoasen ausgebaut wurden und darin ihre Staatsraison finden, so die Britisch Virgin Islands, Gibraltar, Belize, Jersey, Isle of Man und St. Vincent.<\/p><p>Ebenso sind die Big Four der Wirtschafts&ldquo;pr&uuml;fer&ldquo;, also Price Waterhouse Coopers (PWC), KPMG, Ernst &amp; Young und Deloitte hier mit gro&szlig;em Personal vertreten, PWC beispielsweise mit 600 Partnern (Miteigent&uuml;mern) und 17.000 der weltweit 250.000 Besch&auml;ftigten. Steuer&ldquo;gestaltung&ldquo; f&uuml;r Konzerne und superreiche BlackRock- und Blackstone-Kunden, also das Herausfinden der jeweils g&uuml;nstigsten Finanz- und Steueroase, ist neben der Bilanzpr&uuml;fung ihr zweiter, lukrativer Gesch&auml;ftsbereich, der in Hongkong eine besondere Rolle spielt. Sie konstruieren die kaskadenartig auf mehrere Finanzoasen hintereinander geschalteten Briefkastenfirmen.[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]<\/p><p>Hongkong hat unter seinen sieben Millionen Einwohnern mit die gr&ouml;&szlig;te Dichte an Superreichen: 170.000 Million&auml;re sind hier ans&auml;ssig, so der letzte Global Wealth Report der Schweizer Steuerhinterziehungs-Hilfebank Cr&eacute;dit Suisse. Es k&ouml;nnen auch viel mehr sein, denn f&uuml;r das Verstecken von  Eigentumsrechten an Unternehmen und an Luxus- und Gesch&auml;ftsimmobilien steht hier das Instrumentarium bereit.<\/p><p>EU und OECD f&uuml;hren schwarze und graue Listen der Steueroasen, deren Praktiken bek&auml;mpft werden sollen. Diese Listen beinhalten solche Finanzoasen, die f&uuml;r die Steuerflucht von Individuen und Kleinkriminellen die einschl&auml;gigen Dienste anbieten wie die gr&ouml;&szlig;te unter ihnen, die Schweiz. Aber in den Listen fehlen gerade alle Finanzoasen, die f&uuml;r gro&szlig;e Konzerne, Banken und Kapitalorganisatoren wie BlackRock und Blackstone ihre Dienste anbieten, so Delaware\/USA sowie Luxemburg, die Niederlande, Irland[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>] &ndash; und Hongkong.<\/p><p><strong>Banken- und Finanzkriminalit&auml;t<\/strong><\/p><p>Professionelle Finanzkriminalit&auml;t wurde als Standortvorteil ausgebaut, Verurteilungen wegen Unternehmenskriminalit&auml;t gibt es nicht. Die Finanzaufsicht ist bestenfalls symbolisch.<\/p><p>Das konstatiert auch die international t&auml;tige Wirtschaftskanzlei R&ouml;dl &amp; Partner: F&uuml;r Wirtschafts- und Finanzkriminalit&auml;t, etwa f&uuml;r rechtswidrige &Uuml;berweisungen &bdquo;stellt Hongkong mit seinem wirtschaftsfreundlichen Bankenumfeld und extrem liberalen Wirtschaftssystem einen gefundenen N&auml;hrboden&ldquo; dar.[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>]  <\/p><p>Die Kanzlei, die viele deutsche Unternehmen ber&auml;t, f&uuml;gt hinzu: &bdquo;Die unkomplizierte Gr&uuml;ndung und Schlie&szlig;ung von Gesellschaften sowie hohe Transaktionsvolumina sind f&uuml;r eine internationale Handelsmetropole nichts Ungew&ouml;hnliches. Viele der in der VR China ans&auml;ssigen T&auml;ter, die in Hongkong &uuml;ber Scheingesellschaften und Bankkonten verf&uuml;gen, nutzen den vorbezeichneten Status und die r&auml;umliche N&auml;he zur Volksrepublik f&uuml;r ihre kriminellen Zwecke aus. In der Regel verbleiben die betr&uuml;gerisch vereinnahmten Gelder nur kurze Zeit in Hongkong, bevor sie dann anschlie&szlig;end sternf&ouml;rmig auf Konten in Hongkong, aber meist ins Ausland &ndash; mit Schwerpunkt in die VR China &ndash; weiterverteilt werden &ndash; ein Umstand, der die Rechtsverfolgung zus&auml;tzlich erschwert.&ldquo;<\/p><p><strong>Menschenrechte in Hongkong<\/strong><\/p><p>Westliche Regierungen und Leitmedien unterst&uuml;tzen in Hongkong die von den Protestbewegungen erhobenen Forderungen nach Freiheit, Demokratie und Menschenrechten. Doch diese Unterst&uuml;tzung ist heuchlerisch. Zun&auml;chst: Schon w&auml;hrend der gesamten Zeit Hongkongs als britische Kronkolonie wurden diese Rechte verletzt, vom Westen aber nicht unterst&uuml;tzt. Hongkong ist auch seit der R&uuml;ckgabe an China 1997 keine parlamentarische Demokratie und kein demokratischer Rechtsstaat: Gerade darauf haben Gro&szlig;britannien und der gesamte Westen zum eigenen Vorteil bestanden und haben das bis heute nicht kritisiert. Auch fr&uuml;here Proteste gegen den unmenschlichen Wohnungsnotstand und Forderungen f&uuml;r bessere Arbeitsbedingungen wurden nicht unterst&uuml;tzt.<\/p><p>Alle westlichen Staaten, allen voran die USA und alle EU-Staaten, die in Hongkong mit Banken, Konzernen, Beratern und Generalkonsulaten pr&auml;sent sind, lehnen prinzipiell die weltweite Geltung der Sozial- und Arbeitsrechte als Menschenrechte ab, die von der UNO und der Internationalen Arbeitsorganisation ILO beschlossen wurden. Gegenw&auml;rtig bekr&auml;ftigt die &bdquo;westliche Wertegemeinschaft&ldquo; dies beim <em>Binding Treaty<\/em>: 2013 beschloss die UN-Generalversammlung auf Initiative von 85 Mitgliedsstaaten, dass die Ausarbeitung eines verbindlichen Vertrages zu Wirtschaft und Menschenrechten eingeleitet wird: In den internationalen Produktions- und Lieferketten sollen Unternehmen die Menschenrechte einhalten. 2014 legte der UN-Menschenrechtsrat eine entsprechende Resolution vor. Die Neinstimmen kamen von den Staaten, die auch in Hongkong dominieren: USA, Deutschland mit allen vertretenen EU-Staaten, Japan, Australien, S&uuml;dkorea &ndash; &uuml;brigens: China zusammen mit den anderen BRICS-Staaten Brasilien, Indien, Russland und S&uuml;dafrika stimmte der Resolution zu.[<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>]<\/p><p>Sogar die b&uuml;rgerlichen Menschenrechte wie die jetzt in Hongkong hochgehaltenen Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit lehnen die westlichen Banken, Konzerne, Berater und Staaten &uuml;berall auf der Welt als verbindlich ab und verletzen sie bei Bedarf:<\/p><ul>\n<li>Das gilt etwa f&uuml;r die Golfstaaten wie Katar, in denen insbesondere Wanderarbeiter massenhaft in sklaven&auml;hnlichen Verh&auml;ltnissen zugunsten westlicher Unternehmen besch&auml;ftigt und festgehalten werden. Sie d&uuml;rfen keine unabh&auml;ngigen Assoziationen bilden und nicht streiken;[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>]<\/li>\n<li>es gilt in der T&uuml;rkei, in Indien und S&uuml;damerika, wo deutsche Konzerne, auch solche mit staatlicher Beteiligung wie die Deutsche Post DHL es kommentarlos und klammheimlich nutzen, dass streikende Gewerkschafter verhaftet werden;[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>]<\/li>\n<li>es gilt in s&uuml;deurop&auml;ischen Agrarindustriezonen wie Italien und Spanien, wo die EU mafiadurchsetzte Agrarunternehmen subventioniert;[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_19\">19<\/a>]<\/li>\n<li>es gilt in den USA, wo die Ausbeutung der zugleich diskriminierten illegalen WanderarbeiterInnen am verbreitetsten &uuml;berhaupt ist und wo westliche Konzerne, auch die f&uuml;hrenden deutschen Automobilkonzerne wie VW und BMW &bdquo;vor allem dort investieren, wo selbst nach US-Standards die Arbeitnehmerrechte am schw&auml;chsten und die antigewerkschaftlichen Lobbyisten in Politik und Wirtschaft am st&auml;rksten sind, n&auml;mlich in den S&uuml;dstaaten der USA&ldquo; und wo weder nach deutschem noch nach US-Recht eine Belegschaftsvertretung gew&auml;hlt werden konnte.[<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>]<\/li>\n<\/ul><p>Alle genannten westlichen Staaten lehnen in allen ihren Freihandelsvertr&auml;gen wie TTIP, TISA, JEFTA und den Economic Partnership Agreements (EPA) der EU mit afrikanischen Staaten die Verankerung von verbindlichen demokratischen, b&uuml;rgerlichen sowie Sozial- und Arbeitsrechten ab. Ebenso lehnen sie bekanntlich das urdemokratische Grund- und Menschenrecht auf Gleichheit vor dem Gesetz ab.[<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>]<\/p><p><strong>China braucht Hongkong immer weniger<\/strong><\/p><p>Die Herren der Kronkolonie stiegen auf und wurden reich durch legale, halblegale, illegale, immer straflose Gesch&auml;fte in den &auml;rmeren Staaten Asiens. Das galt besonders unter allen Regierungsformen im gro&szlig;en und unterentwickelten Land China, vom Feudalismus &uuml;ber die kurze b&uuml;rgerliche Republik des Sun Yat-sen und die US-gef&ouml;rderte Diktatur des Generalissimus Tschiang Kai-shek bis 1949.  <\/p><p>Auch das sozialistische China unter Mao Tse-tung konnte sich den engen traditionellen Beziehungen nicht entziehen. Das hatte auch positive Seiten: Bei allen von den USA organisierten Boykotten, etwa ab 1949 mithilfe der CoCom-Liste verbotener Technologie &ndash; Hongkong half bei der Umgehung westlicher Regeln, vermittelte Kredite, lieferte Waren und Ger&auml;te. Das nahm noch zu, als China seit den 1980er Jahren gezielt westliche Unternehmen ins Land holte &ndash; General Motors, VW, Nissan, Renault, Siemens, IBM, Bayer, Apple, Microsoft, Foxconn, Mittelst&auml;ndler und hunderttausend weitere. Mit ihnen kamen westliche Banken, H&auml;ndler und Berater nach Hongkong, und auch die einheimischen Clans der Kronkolonie weiteten ihre Gesch&auml;fte weltweit aus.<\/p><p>Doch das geht nun in der Tendenz schrittweise zu Ende. Als der Status als britische Kronkolonie 1997 beendet wurde, hatten die USA die Mitgliedschaft Chinas in der Welthandelsorganisation WTO noch verhindern k&ouml;nnen. So liefen die wachsenden Exporte Chinas formell &uuml;ber Hongkong.  Z&ouml;lle und andere Handelshemmnisse konnten umgangen werden. Als Chinas WTO-Mitgliedschaft 2001 nicht mehr verhindert werden konnte, wurde noch die H&auml;lfte der Exporte &uuml;ber Hongkong abgewickelt &ndash; aber heute sind es weniger als 12 Prozent.[<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>]<\/p><p>Zudem: China verf&uuml;gt mittlerweile &uuml;ber die vier gr&ouml;&szlig;ten Banken der Welt und &uuml;ber international t&auml;tige Investmentbanken. Die chinesischen B&ouml;rsen in Shanghai und Shenzen haben inzwischen eine Marktkapitalisierung, die doppelt so hoch ist wie die in Hongkong. An der Shanghaier B&ouml;rse wurde eine neue Abteilung f&uuml;r Technologie-Unternehmen er&ouml;ffnet. Sogar New York bem&uuml;ht sich, dass chinesische Konzerne wie Alibaba ihren B&ouml;rsengang in den USA organisieren. Die chinesische W&auml;hrung Renminbi wird inzwischen auch in anderen Finanzzentren anerkannt. Die neueren wichtigen Kapitalorganisatoren wie Blackrock und Fidelity gehen nicht nach Hongkong, sondern erhielten 2016 ihre Lizenzen als Fondsmanager in Shanghai.[<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>]<\/p><p>&bdquo;Chinas Abh&auml;ngigkeit von Hongkong ist vorbei&ldquo; &ndash; das erkennt man auch in westlichen Leitmedien.[<a href=\"#foot_24\" name=\"note_24\">24<\/a>] Die f&uuml;hrenden Gesch&auml;ftemacher Hongkongs haben sich zu lange und zu selbstsicher auf ihren alten Supergewinnen und einzigartigen Privilegien ausgeruht, genauso wie gegen&uuml;ber Festland-China[<a href=\"#foot_25\" name=\"note_25\">25<\/a>] &ndash; das ist ja das Muster im US-gef&uuml;hrten Westen &uuml;berhaupt, aber in Hongkong noch extremer ausgepr&auml;gt.<\/p><p><strong>Ausl&ouml;ser der Proteste: Auslieferungs-Gesetz<\/strong><\/p><p>Nachdem die Regierung von Hongkong 2019 den Entwurf des Auslieferungsgesetzes f&uuml;r 27 Straftaten wie Mord, vor allem aber f&uuml;r das breite Spektrum der Unternehmenskriminalit&auml;t wie Bestechung und Bestechlichkeit, Steuerhinterziehung, Betrug und Insidergesch&auml;fte plante, bekr&auml;ftigte das State Department die US-Position: Das Extradition Law, wonach Straft&auml;ter, die China von Hongkong aus gesch&auml;digt haben, an die Volksrepublik ausgeliefert werden k&ouml;nnen, untergrabe Hongkongs Autonomie, sch&auml;dige den Finanzplatz und unterwerfe US-B&uuml;rger in Hongkong der chinesischen Justiz.<\/p><p>Die kommunistische Staatsf&uuml;hrung verfolgt schon seit Jahren verst&auml;rkt die systemischen kapitalistischen Formen der Unternehmenskriminalit&auml;t auf dem Festland: Und mit dem geplanten Auslieferungs-Gesetz &bdquo;k&ouml;nnte fast jeder Hongkonger Gesch&auml;ftsmann theoretisch ins Visier der chinesischen Justiz geraten&ldquo;, erkennt realistisch auch die FAZ, die ansonsten die Menschenrechtsbewegung in den h&ouml;chsten T&ouml;nen lobt.[<a href=\"#foot_26\" name=\"note_26\">26<\/a>]<\/p><p>China will die Herrschaft des Rechts durchsetzen, gegen chinesische wie ausl&auml;ndische Unternehmer, Banker, Manager und Berater. Die Herrschaft des Rechts, rule of law, ist eigentlich ein fundamentaler &bdquo;westlicher Wert&ldquo;, den aber der Westen selbst weniger denn je einh&auml;lt, sondern diese permissive Praxis und das rechtliche Vollzugsdefizit auf dem Gebiet von Unternehmen und Banken[<a href=\"#foot_27\" name=\"note_27\">27<\/a>] auch in Hongkong verbissen verteidigt. Genauso bek&auml;mpft die von christlichen Parteien gest&uuml;tzte deutsche Unternehmenslobby die Einf&uuml;hrung eines modernen Unternehmens-Strafrechts.[<a href=\"#foot_28\" name=\"note_28\">28<\/a>]<\/p><p><strong>Gegen V&ouml;lkerrecht und Verfassung: Hongkong soll westliche Kolonie bleiben<\/strong><\/p><p>Trotz oder gerade wegen der schwindenden Bedeutung des &bdquo;freiesten Wirtschaftsgebietes der Welt&ldquo; f&uuml;r China halten die westlichen Meinungs- und Politikmacher die gefakete Fahne von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten hoch. Jetzt erst recht. Keine Region der Welt unter westlichem Einfluss ist immer noch so eng vernetzt mit dem chinesischen Festland. Deshalb schuf der Westen f&uuml;r die Aufrechterhaltung des traditionellen Einflusses vor der &Uuml;bergabe 1997 an die Volksrepublik zus&auml;tzliche Instrumente.<\/p><p>W&auml;hrend der vielj&auml;hrigen Verhandlungen baute der US-Kongress schon mal vor. 1992 beschloss er mit dem Hongkong Policy Act: Die USA werden die Freihandelszone immer als unabh&auml;ngig behandeln und nie als Teil der Volksrepublik China anerkennen. Das verletzte den Beschluss der UNO-Vollversammlung von 1972, wonach  die britische Besetzung v&ouml;lkerrechtswidrig ist und beendet werden muss. Die USA unterhalten neben den diplomatischen Beziehungen zur Volksrepublik weiter eine Sonderbeziehung zu Hongkong und lassen zu Spionaget&auml;tigkeit und Umgehungspraktiken Chinas &uuml;ber die Sonderverwaltungszone laufend ermitteln.[<a href=\"#foot_29\" name=\"note_29\">29<\/a>] Das verletzt damit tendenziell das Grundgesetz (basic law) von Hongkong. Es besagt in Artikel 1: &bdquo;Die Sonderverwaltungszone ist ein unver&auml;u&szlig;erlicher (inalienable) Teil der Volksrepublik China&ldquo;.<\/p><p>Bereits seit 1995 finanziert die zivile CIA-Vorfeldorganisation National Endowment for Democracy (NED)[<a href=\"#foot_30\" name=\"note_30\">30<\/a>] den Hongkong Human Rights Monitor (HKHRM). Dessen Initiatoren hatten zu allen Verletzungen von Menschenrechten, auch der Rechte auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit, und gegen das Fehlen der Arbeitsrechte zuvor nie protestiert: Gerade das qualifizierte sie zu den neuen Vertretern der Menschenrechte. Von 1995 bis 2013 flossen aus Washington zwei Millionen US-Dollar, allein im Jahr 2018 floss eine halbe Million an diverse neue Oppositionsgruppen.[<a href=\"#foot_31\" name=\"note_31\">31<\/a>] Die FAZ konstatiert das nebenbei als normale US-Praxis, bezeichnet aber die Behauptung, die Bewegung sei fremdgesteuert, als &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo;.[<a href=\"#foot_32\" name=\"note_32\">32<\/a>]<\/p><p>Anfang August 2019 traf sich die Diplomatin Julie Fadeh vom Hongkonger Generalkonsulat der USA mit F&uuml;hrern der Protestbewegung. Zur gleichen Zeit wollten zwei US-Kriegsschiffe, die USS Lake Erie und USS Green Bay, da sie mit der Pazifikflotte sowieso in der Gegend unterwegs waren, mal eben nebenbei im Hafen von Hongkong einen &bdquo;Zwischenstopp&ldquo; einlegen, mit oder ohne Zustimmung von Pr&auml;sident Trump &ndash; die chinesische Regierung verbot es.[<a href=\"#foot_33\" name=\"note_33\">33<\/a>] &bdquo;Man stelle sich vor&ldquo;, kommentiert der franz&ouml;sische Blog Voltaire.net, &bdquo;chinesische Diplomaten h&auml;tten sich in New York mit F&uuml;hrern von Occupy Wall Street getroffen.&ldquo;[<a href=\"#foot_34\" name=\"note_34\">34<\/a>] Man stelle sich ebenfalls vor: Zwei chinesische Kriegsschiffe wollten w&auml;hrend der Occupy-Wall-Street-Proteste mal eben an der Freiheitsstatue vorbei im Hafen von New York einen Zwischenstopp einlegen!<\/p><p>Gro&szlig;britannien hatte sich mit einem Jahrzehnt Verz&ouml;gerung, erst 1982, auf Verhandlungen zur R&uuml;ckgabe eingelassen. Vor der R&uuml;ckgabe bis 1996 verteilte die britische Regierung 3,4 Millionen Reisep&auml;sse an ausgew&auml;hlte Hongkonger B&uuml;rger.<\/p><p>Medienmogul Jimmy Lai, der ebenfalls die Proteste unterst&uuml;tzt und finanziert, wurde Anfang Juli 2019 in Washington als Vertreter der Demokratie-Bewegung von US-Vizepr&auml;sident Mike Pence, Sicherheitsberater John Bolton und State-Department-Chef Michael Pompeo empfangen.[<a href=\"#foot_35\" name=\"note_35\">35<\/a>] Wikileaks hatte schon zum Missfallen von US-Pr&auml;sident Barack Obama enth&uuml;llt, dass Lai und die CIA zusammenarbeiten.<\/p><p>Deshalb verletzen auch die Demonstranten das in Hongkong geltende Grundgesetz, wenn sie &ndash; zudem teilweise mit US- und Hongkongs britischer Kolonialflagge &ndash; die Unabh&auml;ngigkeit der Sonderverwaltungszone fordern. Die chinesische Regierung sieht deshalb die Sicherheit des Landes bedroht.<\/p><p>Auch die deutsche Regierung erweist sich als serviler Helfer. &bdquo;Seit Mai 2018 genie&szlig;en zwei M&auml;nner in Deutschland Asyl f&uuml;r Personen, die in Hongkong in der Nacht vom 8. auf den 9. 2.2016 festgenommen worden waren, weil sie sich an blutigen Ausschreitungen im Distrikt Mong Kok beteiligt hatten. Dort hatten mehrere hundert Personen Polizisten mit Flaschen und Steinen angegriffen, Fahrzeuge in Brand gesteckt und mehr als 80 Beamte verletzt. Die zwei M&auml;nner geh&ouml;ren der Organisation Hong Kong Indigenous an, die die Stadt von China abspalten will.&ldquo;[<a href=\"#foot_36\" name=\"note_36\">36<\/a>] Dass auch der FDP-Vorsitzende Lindner sich in Hongkong mit der Demokratischen Partei trifft und sich um die Menschenrechte von Bankern sorgt, w&auml;hrend er in Deutschland eine neue Agenda 2010 mit neuen Hartz-Gesetzen fordert und die entsprechenden Menschenrechte mit F&uuml;&szlig;en tritt, geh&ouml;rt zum widerlichen internationalen Erscheinungsbild Deutschlands.<\/p><p><strong>Protestgr&uuml;nde: Wohnungsnot, niedrige Einkommen, Rezession<\/strong><\/p><p>Hongkong ist mit seinen auf der Insel verdichteten Hochhaust&uuml;rmen und Wohnungskomplexen der teuerste Immobilienstandort der Erde. Auch die Preise f&uuml;r Eigentumswohnungen und die Mieten geh&ouml;ren weltweit zu den h&ouml;chsten. Da steckt zudem viel Schwarzgeld aus Hongkong selbst und aus aller Welt &ndash; nicht zuletzt aus China. Auch in diesem Milieu verbreitet sich Angst vor rechtsstaatlichen Ermittlungen.<\/p><p>Der extreme Reichtum hat als Kehrseite die extreme Armut bei einheimischen abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten und ihren Kindern, bei Rentnern und Alten hervorgebracht: &bdquo;Penthouse-Paradiese f&uuml;r Milliard&auml;re und K&auml;figwohnungen f&uuml;r die Massen.&ldquo;[<a href=\"#foot_37\" name=\"note_37\">37<\/a>] &Uuml;ber die teuren Wohnk&auml;fige mit zwei Kubikmetern Wohnraum f&uuml;r die hunderttausenden Wohnungslosen wird seit langem international berichtet. Aber westliche Proteste gegen die Verletzung des Menschenrechts auf menschenw&uuml;rdiges, sicheres Wohnen: Null.<\/p><p>Die von den digitalen, ged&auml;chtnislosen Medien des Jimmy Lai und &uuml;ber Facebook und Twitter kurz und heftig vernetzten Studenten, Sch&uuml;ler, jungen Angestellten der Banken, Dienstleister und Konzerne sehen ihre Zukunft schwarz. Die Normalarbeitszeit f&uuml;r einfache Arbeiter und Angestellte in der &bdquo;freiesten Wirtschaft der Welt&ldquo; betr&auml;gt 55 Stunden pro Woche. Mit einem Monatsgehalt k&ouml;nnen auch besser bezahlte Angestellte bestenfalls die Miete bezahlen: Das durchschnittliche Monatsgehalt liegt bei 17.500 Hongkong-Dollar, die Durchschnittsmiete f&uuml;r ein Einzimmer-Appartement betr&auml;gt 16.500 Hongkong-Dollar. So zitiert die FAZ einen 24j&auml;hrigen Bankangestellten: &bdquo;Viele von uns sehen keine Zukunft mehr. Wir werden uns nie eine Wohnung leisten k&ouml;nnen.&ldquo;[<a href=\"#foot_38\" name=\"note_38\">38<\/a>]<\/p><p>Die Oligarchen und Superreichen Hongkongs sind mit ihrem, vom Westen gef&ouml;rderten freien Handeln schuld an Niedrigl&ouml;hnen, exzessiven Mietsteigerungen und sozialem Elend. Sie ebenso wie die westlichen Profiteure der &bdquo;freiesten Wirtschaft der Welt&ldquo; freuen sich klammheimlich, dass die Wut sich gegen die Volksrepublik richtet. Die wiederum ist noch nicht ganz unabh&auml;ngig von der Sonderwirtschaftszone, will aber 2047 auch keine neoliberale W&uuml;ste &uuml;bernehmen.<\/p><p>Westliche Unternehmen produzieren und nutzen weltweit Niedrigl&ouml;hnerei, Armut und Unrechtsverh&auml;ltnisse, in Hongkong seit fast zwei Jahrhunderten in extremer Form. Die westliche Meinungsmache lobt und f&ouml;rdert die Menschenrechte der Versammlungs- und Meinungsfreiheit der protestierenden Jugend, aber nicht deren Menschenrechte auf ausk&ouml;mmliches Arbeitseinkommen und sicheres Wohnen. Gerade im Kampf gegen den neuen Hauptfeind ist demagogisch jedes Mittel recht.<\/p><p>Die Volksrepublik China, gest&uuml;tzt auf ihre innere Entwicklung mit steigenden L&ouml;hnen und neuen modernen Wohnst&auml;dten und in &Uuml;bereinstimmung mit der international milit&auml;risch defensiven Haltung, praktiziert Geduld. Zeit und Entwicklungslogik sprechen f&uuml;r China und gegen den Westen. In diesem geopolitischen Konflikt sto&szlig;en zwei Wertewelten aufeinander &ndash; ein aufschlussreicher und bedeutsamer Konflikt f&uuml;r die Zukunft von Freiheit, Demokratie, V&ouml;lkerrecht und Menschenrechten.<\/p><p>Titelbild: Shutterstock \/ John YE <\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/41f21c8501e94c128e60cfd82cf03918\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] heritage.org\/index\/ranking<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Der Pachtvertrag zwischen Kuba und den USA &uuml;ber Guantanamo, Deutscher Bundestag \/ Wissenschaftliche Dienste, 2006, WD 2-135\/06<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Siemens: Lukrativer Auftrag in Guantanamo Bay, manager maganzin 26.7.2019<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Zur Geschichte der Kronkolonie Hongkong siehe Wolfgang Reinhard: Die Unterwerfung der Welt. Globalgeschichte der europ&auml;ischen Expansion 1415 &ndash; 2015. M&uuml;nchen 2016, S. 825ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Amcham.org\/UK, abgerufen 20.8.2019<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] eurocham.com\/hk 20.3.2019<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Werner R&uuml;gemer: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts. K&ouml;ln 2018, S. 132ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Niall Ferguson: The House of Rothschild. The World&rsquo;s Banker 1849 &ndash; 1999, New York 2000, S. 295<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Die Schweizer HSBC-Tochter wird die Vergangenheit nicht los, Neue Z&uuml;rcher Zeitung 10.2.2015<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Hongkonger protestieren auch wegen Geld, FAZ 17.8.2019<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Ackermann l&auml;chelt, Esser triumphiert, Spiegel online 31.3.2004; Esser, Ackermann und Zwickel wurden freigesprochen.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Rossmann-Drogerie: Warum wurde das Unternehmen f&uuml;r den Schwarzen Freitag den 13. Januar 2017 nominiert? Aktion.arbeitsunrecht.de<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Werner R&uuml;gemer: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts. K&ouml;ln 2018, S. 27ff. und 217ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Liste mit Loch, Der Spiegel 24.8.2019, S. 63<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] CEO-Fraud durch Social Engineering in Hongkong, <a href=\"https:\/\/www.roedl.de\/themen\/hongkong-ceo-fraud-social-engineering\">roedl.de\/themen\/hongkong-ceo-fraud-social-engineering<\/a>, abgerufen 25.8.2019<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Stop Corporate Impunity: Treaty on Transnational Corporations and their Supply Chains with Regards to Human Rights, October 2017 edition<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] UNI Global Union\/ITUC\/CSI\/IGB: Unternehmerische Verantwortungslosigkeit. Weltweite Arbeitspraktiken von Deutsche Post DHL, 2012<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] DHL und Telekom als Union Buster im Ausland, <a href=\"http:\/\/www.arbeitsunrecht.de\">arbeitsunrecht.de<\/a> 4.6.2012<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] Europas dreckige Ernte, ARD\/die story 9.7.2018<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] Deutsche Unternehmen lassen die Mitbestimmung zuhause, IG Metall Extranet 18.4.2018<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] CETA, TTIP, TiSA, JEFTA &amp; Co &ndash; Gefahren f&uuml;r die Demokratie abwenden, lobbycontrol.de\/schwerpunkt\/ttip\/<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] Why China No Longer Needs Hong Kong, New York Times 3.7.2019<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] Werner R&uuml;gemer: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts. Gemeinverst&auml;ndlicher Abriss zum Aufstieg der neuen Finanzakteure. K&ouml;ln 2018, S. 270<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_24\" name=\"foot_24\">&laquo;24<\/a>] Why China No Longer Needs Hong Kong, New York Times 3.7.2019<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_25\" name=\"foot_25\">&laquo;25<\/a>] China eyes HongKong more als rival, not an indispensable ally, Financial Times 7.8.2019<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_26\" name=\"foot_26\">&laquo;26<\/a>] Ein Land, zwei Jusitzsysteme, FAZ 11.6.2019<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_27\" name=\"foot_27\">&laquo;27<\/a>] Werner R&uuml;gemer: Arbeitsverh&auml;ltnisse &ndash; Unternehmer als ungestrafte Rechtsbrecher, in: Klaus-J&uuml;rgen Bruder u.a. (Hg.): Gesellschaftliche Spaltungen. Gie&szlig;en 2018, S. 207 &ndash; 222<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_28\" name=\"foot_28\">&laquo;28<\/a>] Verb&auml;nde laufen Sturm gegen Unternehmenssanktionen, Handelsblatt 22.10.2018<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_29\" name=\"foot_29\">&laquo;29<\/a>] Hong Kong Policy Reevaluation Act of 2019, congress.gov\/bill\/116th-congress<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_30\" name=\"foot_30\">&laquo;30<\/a>] Werner R&uuml;gemer: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52380\">Leitmedien als Instrumente der Inszenierung<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\">nachdenkseiten.de<\/a> 7.6.2019<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_31\" name=\"foot_31\">&laquo;31<\/a>] Proteste in Hongkong, German Foreign Policy 14.8.2019<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_32\" name=\"foot_32\">&laquo;32<\/a>] Die Legende von der Fremdsteuerung, FAZ 13.9.2019<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_33\" name=\"foot_33\">&laquo;33<\/a>] China verbietet US-Kriegsschiffen die Einfahrt nach Hongkong, Spiegel online 14.8.2019<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_34\" name=\"foot_34\">&laquo;34<\/a>] The British and the &bdquo;coloful revolution in Hong Kong, <a href=\"https:\/\/www.voltairenet.org\">voltairenet.org<\/a> 12.8.2019<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_35\" name=\"foot_35\">&laquo;35<\/a>] Hong Kong media tycoon Jimmy Lai meets US no.2 Mike Pence and Secretary of State Pompeo to discuss extradition bill, Hong Kong Free Press 10.7.2019<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_36\" name=\"foot_36\">&laquo;36<\/a>] Proteste in Hongkong, German Foreign Policy 14.8.2019<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_37\" name=\"foot_37\">&laquo;37<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54247\">Massenproteste in Hongkong<\/a>, Nachdenkseiten 20.8.2019<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_38\" name=\"foot_38\">&laquo;38<\/a>] Hongkonger protestieren auch wegen Geld, FAZ 17.8.2019<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jugendliche fordern Menschenrechte, westliche Meinungsmacher sind begeistert, Unternehmer schweigen: Die Haltungen gegen&uuml;ber den Protesten von Hongkong sind teils unangemessen und lassen die von Kolonialisten dort lange praktizierte Wirtschaftskriminalit&auml;t au&szlig;er Acht. 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