{"id":54441,"date":"2019-08-28T13:30:43","date_gmt":"2019-08-28T11:30:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54441"},"modified":"2019-08-28T14:11:40","modified_gmt":"2019-08-28T12:11:40","slug":"leserbriefe-zu-die-diagnosen-folgen-dem-geld-und-goldman-sucks","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54441","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eDie Diagnosen folgen dem Geld\u201c und \u201eGoldman Sucks\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Die Beitr&auml;ge: Bernd Hontschik &uuml;ber das Gesundheitssystem: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54211\">Die Diagnosen folgen dem Geld<\/a>&ldquo; und &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54335\">Goldman Sucks<\/a>&ldquo;, welche sich mit Bernd Hontschiks Einsichten zu den Entwicklungen im Gesundheitssystem befassen, erzeugten bei den Lesern einiges an Resonanz, die wir nachfolgend wiedergeben. Wenn die Menschen, die in diesem Bereich weitreichende Entscheidungen treffen, sich auch mal mehr mit den hier beschriebenen Folgen befassen w&uuml;rden, w&auml;re ein erster Schritt getan. Inwieweit wir auf Zust&auml;nde zusteuern, wie sie in &bdquo;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%E2%80%A6_Jahr_2022_%E2%80%A6_die_%C3%BCberleben_wollen\">&hellip; Jahr 2022 &hellip; die &uuml;berleben wollen<\/a>&ldquo; beschrieben werden, bleibt zu beobachten.  Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kollege Hontschik, <\/p><p>im Gro&szlig;en und Ganzen stimme ich Ihnen zu und werde mir sicher Ihr Buch bestellen! <\/p><p>Zwei Anmerkungen habe ich jedoch:<\/p><p>Zum Ersten :&rdquo;Noch hat man als &Auml;rztin oder Arzt genug M&ouml;glichkeiten, eine patientengerechte Humanmedizin zu praktizieren&rdquo;. Sagen Sie. <\/p><p>Das ging bis Mitte der Neunziger Jahre!&nbsp; Heute kann ich mit meiner drei&szlig;igj&auml;hrigen Berufserfahrung als gyn&auml;kologischer Kassenarzt <\/p><p>dazu nur sagen: Zumindest in meinem Fachgebiet&nbsp; nur um den Preis der Selbstausbeutung ( Familie inklusive ).<\/p><p>Zum Zweiten: In der Diskussion wird oft vergessen, dass in der modernen&nbsp; Medizin immer noch das Krankheitsmodell des Menschen als Maschine dominiert. Die Folgekosten d&uuml;rften horrend sein!<\/p><p>&ldquo;Das Maschinenmodell vom Patienten wird erst aufgegeben werden, wenn das jetzige Gesundheitssystem unbezahlbar geworden ist &ldquo;. Dies schrieb -glaube ich- Thure von Uexk&uuml;ll. <\/p><p>Er hat sich geirrt. Die Politik hat sogar die &Auml;rzte zu Maschinen gemacht. <\/p><p>In Anlehnung an Max Horkheimer sollte man sagen: Wer das Wort Kapitalismus nicht in den Mund nehmen will&nbsp; muss &uuml;ber das Gesundheitswesen schweigen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en aus Much<br>\nWilfried Klein <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-ler,<\/p><p>dem Artikel kann ich nur voll zustimmen.<\/p><p>Die Big-Pharma- und &Auml;rzte-Lobby sind offensichtlich sehr r&uuml;hrig. Auch hinter dem Thema Zwangsimpfung stecken sicherlich beide Lobbys.<\/p><p>Geht es doch nur um Gewinnmaximierung. Warum ist es m&ouml;glich, dass ich als Ungeimpfte einen Geimpften anstecken kann? Das bedeutet die Impfung wirkt nicht richtig!<\/p><p>Die Big-Pharma Lobby versucht bei der EU zu erreichen, dass hom&ouml;opathische Mittel m&ouml;glichst verboten werden und Heilpraktiker, die Naturmedizin anwenden Probleme bekommen. Wenn diese hom&ouml;opathischen Mittel so schlecht w&auml;ren, wie Big Pharma behauptet, w&auml;ren diese keine Konkurrenz f&uuml;r sie.<\/p><p>Aus eigener Erfahrung wei&szlig; ich inzwischen diese Mittel wirken, wenn ein GUTER Hom&ouml;opath sie ausgesucht hat.<\/p><p>Die profitgierigen Investoren kaufen schon Zahnarztpraxen auf und stellen Zahn&auml;rzte ein. Laut Aussagen einiger dieser Zahn&auml;rzte im Internet, bekommen sie &Auml;rger mit dem Investor, wenn sie nicht immer nur die teuerste L&ouml;sung anbieten. Profit, Profit!!<\/p><p>Au&szlig;erdem l&auml;sst der Staat teilweise &uuml;ber &Ouml;PP und PPP zu, dass Unternehmen Gewinne einstreichen und der Steuerzahler die Instandhaltung zu finanzieren hat.<\/p><p>F&uuml;r mich ein ganz klarer Beweis daf&uuml;r, dass wir in einer Kapital\/Konzerndiktatur leben.<\/p><p>Nicht nur in der Gesundheitsindustrie ist alles nur noch der Profitgier der Investoren untergeordnet. In fast allen Bereichen ist dies doch inzwischen so.<\/p><p>Selbst die Arbeitskraft ist zu einer Ware verkommen.<\/p><p>Strom h&auml;tte nie privatisiert werden d&uuml;rfen. Und Wasser wird es hoffentlich nicht auch noch ganz.<\/p><p>Besonders abartig finde ich, dass letztendlich das Solidarsystem GKV und damit deren Zwangseinzahler abgezockt werden. Damit werden die Beitragszahlungen nach oben getrieben, nur um Konzernen und Investoren hohe Profite zu bescheren.<\/p><p>Die Diktatur der Konzerne und ihrer Eigner!<\/p><p>Nun habe ich meinem Frust Luft gemacht. Sorry!<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nDagmar Doll <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NachDenkSeiten-Macher,&nbsp;<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r diesen Beitrag zu unserem Gesundheitssystem.<\/p><p>Besonders deutlich werden die tats&auml;chlichen Priorit&auml;ten der Medizin in der Psychiatrie.<\/p><p>Anders als bspw. in der Orthop&auml;die oder Allgemeinmedizin gibt es hier eine gef&auml;hrliche Schieflage im Arzt Patienten Verh&auml;ltnis.<\/p><p>Kaum ein Psychiatrie Patient oder Angeh&ouml;riger hinterfragt die Behandlung mit Psychopharmaka, und kein Psychiater wird aus eigenem Antrieb die Neben-Wirkungen dieser Medikamente thematisieren. Auch die kollegiale Loyalit&auml;t wird gro&szlig; geschrieben.<\/p><p>Diese f&uuml;r Patienten sehr ungesunde Mischung ist die Grundlage des Erfolgs der biologischen Psychiatrie und Konzernen wie Eli Lilly und Co.<\/p><p>Hinzu kommt dass psychisch Kranke nicht unbedingt in der Mitte der Gesellschaft leben und man so unangenehme Wahrheiten leichter unter Verschluss halten kann.<\/p><p>&ldquo;T&ouml;dliche Psychopharmaka und organisiertes Leugnen&rdquo; Peter C. G&oslash;tzsche<br>\n&ldquo;Nebenwirkung Tod&rdquo; John Virapen<br>\nB&uuml;cher und Videos zum Thema von Robert Whitaker<\/p><p>mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nRE<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr sch&ouml;nes Interview. Ich sehe es ganz &auml;hnlich. Ich finde unser Gesundheitssystem hat eine katastrophale Qualit&auml;t. Und das liegt nicht am Geld, denn das scheint ja zur Verf&uuml;gung zu stehen, wie in dem Interview dargelegt, nur leider an der falschen Stelle. Ich sehe es so: den Sparzwang gibt es immer an der schw&auml;chsten Stelle im System: bei Pflegern, Physiotherapeuten etc. pp. Da wo noch gutes Geld flie&szlig;t, hat man sich sch&ouml;n eingerichtet und auch da geht es mehr um die Quantit&auml;t als um die Qualit&auml;t.&nbsp;Von ganzheitlicher Medizin scheint man hier nicht sonderlich viel zu halten. Und Pr&auml;vention oder fr&uuml;hzeitiges Gegensteuern bei Fehlentwicklungen&hellip;. Fehlanzeige. Dann lieber warten, bis das Kind vollends in den Brunnen gefallen ist. Und auch dann nur auf Schlagworte h&ouml;ren und sich nicht des Gesamtproblems annehmen.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes NDS Team<\/p><p>&ldquo;Ihre Ausf&uuml;hrungen zeigen nur die Spitze des Eisberges und es fehlt der Pfiff, dem Leser die Fakten um die Ohren zu hauen. Es ist mir technisch nicht m&ouml;glich mit Links zu illustrieren. Ich meine wem es interessiert findet die passenden Links selbst. Sie fr&uuml;hen die Theorie, Leute wie ich die tats&auml;chliche Praxis.&rdquo;<\/p><p>Das Gesundheitssystem, das ganze System insgesamt ist finanziell (f&uuml;r die bestimmende Reiche Oberschicht) nicht mehr tragbar und wird abgeschafft. Die Wohlhabenden, Reichen, die obere Schicht haben ihre eigene medizinische, soziale Versorgung. Notfallaufnahmen, Krankenh&auml;user, Therapien, &Auml;rzte &amp; Co die es nur f&uuml;r sie gibt. Dort finden sie keine Leute wie Sie oder Mich. Wir haben eine 2 Klassen Gesellschaft, die Reichen haben ihre Welt und der Rest bleibt f&uuml;r uns.<\/p><p>Ich bin einer von Millionen. Nicht sehr alt, unheilbar Krank, nicht mehr arbeitsf&auml;hig. Die Rente &amp; Co reicht um primitiv &uuml;ber die Runden zu kommen (gelinde ausgedr&uuml;ckt .. grins). Gehe ich zum Arzt werde ich nicht mehr behandelt, eine &Uuml;berweisung zum Facharzt wird gar nicht erst in Erw&auml;gung gezogen. H&auml;tte man mir von Anfang geholfen, statt alles kaputt zu sparen, w&uuml;rde ich heute noch arbeiten. Stattdessen ist jeder meiner Tage das, was man im gleichnamigen Film sieht (und t&auml;glich gr&uuml;&szlig;t das Murmeltier). Krass ich warte nur noch auf den Tod. Vern&uuml;nftige wenn &uuml;berhaupt, Hilfe kriege ich nicht, ich wohne nicht mal angemessen. Witzig ich habe vor Jahren daf&uuml;r gesorgt das ein Amtsgericht und ein Betreuer f&uuml;r mich zust&auml;ndig ist. Ich bin nicht entm&uuml;ndigt. Mein Kommentar dazu: &ldquo;Ich bin krank nicht bl&ouml;d.&rdquo; Man staunt immer was der (noch) kann. So viel zum Thema du kannst dir doch Hilfe suchen.<\/p><p>Ich gebe Ihnen den Tenor des ganzen Systems, das man nun gestaltet. Ein Beispiel das f&uuml;r alles steht. Im Zeitraum 1980 haben Krankenkassen und ihre Trolle das Thema &ldquo;aktive Sterbehilfe&rdquo; durchgekaut. Logisch ohne ein Ergebnis sich die Finger schmutzig zu machen. Aber es gab eine L&ouml;sung &ldquo;sozialvertr&auml;gliches Fr&uuml;hableben&ldquo;. Im Bericht findet man Ausf&uuml;hrungen: &rdquo; .. die Leute werden zu alt, selbst kranke Rentner sind zu z&auml;hlebig, solche Leute<\/p><p>die nicht mehr zur Profitierterzielung nutzbar (dienlich) sind nur noch Kosten verursachen, sind nicht mehr tragbar und m&uuml;ssen weg .. &rdquo; Wohlgemerkt das sind nur harmlose Schnappsch&uuml;sse der Ausf&uuml;hrungen.<\/p><p>Die Bedeutung ist doch wohl klar. Man will dem Nutzvieh es schmackhaft machen, sich freundlicher Weise zum Wohle der Allgemeinheit, Gesellschaft der Menschheit doch bitte sch&ouml;n selbst aus dem Verkehr zu ziehen und zu entsorgen. In der Praxis erh&auml;lt der Delinquent sein Gift auf Wunsch eine Schusswaffe, Problem gel&ouml;st, man macht sich nicht die Finger schmutzig. Jeder hat ja das Recht &uuml;ber ich selbst zu entscheiden und wann er wie stirbt .. (grins).<\/p><p>Die Vorbeitungen es dem Volk zu verkaufen laufen doch bereits. Ich (Millionen im Wohlstandsland) werde nicht mehr behandelt. Soziale Netzwerke sind das was man Internierung &ndash; Umerziehungslager nennen kann. Die Welt, der Focus &amp; Co verbreiten keine Nachrichten, sondern durchdachte Meinungen. Man f&auml;ngt ja schon lange auf Kinderseiten damit an. Sogar die Kirche spielt bei dem erzwungenenden Suizid mit. Was fr&uuml;her eine S&uuml;nde und all der Mist war, wird heute zum Wohle Aller wie ein ganz normales Ritual zelebriert. Es l&auml;uft darauf hinaus das Leute die nicht reich sind mit 55 Jahren abzutreten haben. In einer sch&ouml;nen Zeremonie, entweder in der Familie oder so, l&auml;&szlig;t sich das gut verkaufen, wenn man es klug anstellt. Nun man ist auf dem besten Wege dazu. Sie m&ouml;gen es bemerken, verstehen Sie aber auch das Messer, das man Ihnen legal in den R&uuml;cken rammt und das noch als Wohltat pr&auml;sentiert? Das ist Perversion in Reinkultur.<\/p><p>Es ist furchtbar wie weit man es gebracht hat. Nun bleibt uns nichts anderes &uuml;brig, als auch den letzten Weg zu gehen. Die Ressourcen sind am Ende, eine hoffnungslose &Uuml;berbev&ouml;lkerung, gef&auml;hrliche Altlasten, Missst&auml;nde &amp; Co ohne Ende. Da ist f&uuml;r normale Leute wie Sie und Ich kein Platz mehr. Wikileaks und Tochterseiten, vor Jahren fand ich dort ein Konzept der Rentenentwicklung, woraus ersichtlich wurde, auf was es hinausl&auml;uft. Und das haben wir heute und es kommt noch schlimmer. Aber wen juckts, bald gibt es frei Haus Gift oder eine Schusswaffe, mit der Urkunde &ldquo;Danke, zum Wohle f&uuml;r alle (doch wohl eher zum Wohle f&uuml;r die Reichen .. grins)&rdquo;<\/p><p>Haben Sie sich ihre Zukunft so einmal vorgestellt, im Rahmen ihrer Familie, Freunde, Rituell und Gl&uuml;cklich mit 55 Jahren selbst umzubringen? Ich glaube kaum. Doch das wird zur Realit&auml;t. Ganz ehrlich ich habe kein Problem damit, warum sollte ich bei der &ldquo;Gesellschaft&rdquo; noch bleiben wollen? Sie werden sehen, das neue Konzept wird ein m&ouml;rderischer Erfolg. Was solls m&uuml;ssen wir nicht sowieso alle mal sterben. Warum ziert man sich denn so, man sieht doch das wird nichts mehr. So war es auch in gro&szlig;en, m&auml;chtigen Rom, bevor es unterging.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nFreddy 56<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NDS und sehr geehrter Herr Hontschik, <\/p><p>Zitat: &ldquo;Sie optimieren die Behandlungsabl&auml;ufe, und die Zufriedenheit ihrer Kunden steht obenan &ndash; behaupten sie jedenfalls.&rdquo; <\/p><p>Sprache ist etwas Wunderbares, sie ist eines der Hauptmerkmale empfindender, lebendiger Wesen, und je mehr davon sich einig sind, welche Information in einem Laut steckt, desto besser klappt die Kommunikation. <\/p><p>Der Begriff &ldquo;Kunde&rdquo; (und auch der &ldquo;Klient&rdquo;) ist seit einiger Zeit im Fokus der Beratungsfirmen und Werbeagenturen &ndash; wo fr&uuml;her &ldquo;Kunden&rdquo; eigentlich nur im Supermarkt zu finden waren, und beim Verlassen desselben aufh&ouml;rten Kunden zu sein, gibt es heute kaum noch einen Ort, an dem man vor der Behauptung sicher ist sich aktuell in einem Verk&auml;ufer-K&auml;ufer-Verh&auml;ltnis zu befinden. Sp&auml;testens die &ldquo;Kundenkarte&rdquo; der Krankenkasse, das &ldquo;Kundencenter&rdquo; im Arbeitsamt und der &ldquo;Kundenservice&rdquo; der Bahn (hier pa&szlig;te zu Zeiten &ndash; obacht, gef&auml;hrlicher Sozialismus! &ndash; staatlich verwalteter Verkehrsbetriebe dieses Wort nicht so gut) erinnern einen daran, was man ist: N&auml;mlich keinesfalls verpflichtet, herbeizitiert oder gezwungen, sondern Kunde. Also jemand, der auf der Suche nach einer bestimmten Ware oder Dienstleistung freiwillig einen Verkaufsraum betritt, mit der Absicht etwas zu kaufen. <\/p><p>Sprache ist hier nicht mehr kommunikativ im Sinne offenen Informationsaustauschs, sondern manipulativ. Das Wort &ldquo;Kunde&rdquo; suggeriert immer einen Tausch gegen Geld, und damit werden auch viele andere Belange, weswegen Menschen sich an jemand anderen wenden, zum simplen Kaufvertragsabschlu&szlig; degradiert &ndash; auch wenn sie keine andere Wahl haben, wie der Hartzer, der Pendler oder der Verletzte. Im Schlepptau wabern dann aber noch Begriffe wie &ldquo;K&ouml;nig&rdquo; (das ist der Kunde angeblich immer) und &ldquo;Zufriedenheit&rdquo; (angeblich die des Kunden, der sich einen  Herzenswunsch erf&uuml;llt) herum. Nur Positives also, und ein sch&ouml;nes Beispiel, wie Erkenntnisse der modernen Psychologie ins Werkzeugk&ouml;fferchen der PR wandern. <\/p><p>Diese Sorte billiger Tricks funktionierten in der Werbung schon immer prima. Da&szlig; auch das privatisierte Krankheitswesen sich diese zu eigen gemacht hat, verwundert nicht. <\/p><p>Wir sollten besser auf unsere Sprache achten, und uns keinesfalls dem Neusprech hingeben. Das meiste davon ist f&uuml;rchterlich w&uuml;rdelos. Mir kommt es jedenfalls nicht in den Sinn mich in einem Krankenhaus als &ldquo;Kunde&rdquo; zu f&uuml;hlen. Ich bin &uuml;brigens auch kein &ldquo;Verbraucher&rdquo; und auch kein &ldquo;Arbeitnehmer&rdquo;. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJohannes Bichler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren der Nachdenkseiten,<\/p><p>Seit 1972 bin ich &auml;rztlich t&auml;tig, auch heute noch. Ich &uuml;berblicke die &Auml;nderungen in Krankenh&auml;user und Praxen aus der N&auml;he. Dem Autor stimme ich zu &ndash; uneingeschr&auml;nkt. Im Medizinbereich geht es fast nur noch um Geld, genauer: Profit. Der Eindruck wird erweckt, es sei eben &ldquo;alles&rdquo; teurer geworden, im Unterschied zu fr&uuml;heren Jahren nicht mehr bezahlbar. Stets wird das perfide Wort &ldquo;sparen&rdquo; benutzt. Ich habe den Einsatz von Wirtschaftspr&uuml;fern erlebt, z.B. PwC. Das Ergebnis war schon klar, bevor deren T&auml;tigkeit begann: z.B. vor allem Personal einsparen. Aus der &ldquo;Pflege&rdquo; wurde so ein &ldquo;Knochenjob&rdquo;. Wem n&uuml;tzt es? Nicht den Patienten, nicht dem Personal. Also wem? Darf man die Frage &uuml;berhaupt stellen, ohne &Auml;rger zu bekommen? Zweimal bin ich vor Arbeitsgerichten gescheitert. Nach der Verhandlung sagten Richter und Vertreter der Gegenseite: er hat ja Recht, aber das kann man nicht gelten lassen, es h&auml;tte ja weitreichende Auswirkungen. Verstanden habe ich: hier sprechen Komplizen miteinander.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nN.N.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Beitr&auml;ge: Bernd Hontschik &uuml;ber das Gesundheitssystem: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54211\">Die Diagnosen folgen dem Geld<\/a>&ldquo; und &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54335\">Goldman Sucks<\/a>&ldquo;, welche sich mit Bernd Hontschiks Einsichten zu den Entwicklungen im Gesundheitssystem befassen, erzeugten bei den Lesern einiges an Resonanz, die wir nachfolgend wiedergeben. 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