{"id":54471,"date":"2019-08-30T08:10:53","date_gmt":"2019-08-30T06:10:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54471"},"modified":"2019-08-30T08:03:07","modified_gmt":"2019-08-30T06:03:07","slug":"hinweise-des-tages-3440","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54471","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54471#h01\">Wenn es still wird um &bdquo;la bestia&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54471#h02\">Parit&auml;tisches Jahresgutachten: Verband konstatiert wachsende soziale Ungleichheit und fordert neue soziale Sicherungspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54471#h03\">Grundlegender Kurswechsel in der Arbeitsmarktpolitik ist notwendig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54471#h04\">Bundeswirtschaftsminister: Peter Altmaier legt Mittelstandstrategie vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54471#h05\">F&uuml;r dumm verkauft: Privatisierungsprogramm der &Auml;ra Roland Koch kommt hessische Landesregierung teuer zu stehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54471#h06\">Gesch&auml;ftsmodell Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54471#h07\">Donald Trump ist nach einer Umfrage der Verlierer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54471#h08\">Zwischen Hammer und Amboss: USA bestrafen Ukraine f&uuml;r Deals mit China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54471#h09\">Mathew D. Rose &ndash; Germany: Liberal Democracy is Rotting from its Core<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54471#h10\">Vivantes setzt Ex-Betriebsrat unter Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54471#h11\">FDP-Chef: Lindner will Staats&uuml;berschuss an B&uuml;rger aussch&uuml;tten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54471#h12\">Kolonialismus: Chancen und Grenzen eines postkolonialen Denkens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54471#h13\">Plastik als Risiko: Kunststoff verschmutzt die B&ouml;den &ndash; mit Folgen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wenn es still wird um &bdquo;la bestia&ldquo;<\/strong><br>\nDer italienische Innenminister Matteo Salvini ist vorerst Geschichte. Der Mann, der den Kampf gegen das Mittelmeer und die Migration zu seinem Markenzeichen werden lie&szlig;, scheiterte am Ende an eigener Hybris. Sie gilt als politische Tods&uuml;nde, besonders in Italien<br>\nWei&szlig;er Rauch stieg &uuml;ber dem italienischen Parlament auf, nachdem Staatspr&auml;sident Mattarella heute den Ministerpr&auml;sidenten Giuseppe Conte mit der Regierungsbildung beauftragt hat &ndash; zwischen den F&uuml;nfsternen und der Demokratischen Partei. Ein B&uuml;ndnis, das vor weniger als einem Monat noch so unwahrscheinlich war, wie ein Tattoo auf dem Oberarm von Angela Merkel.<br>\nW&auml;hrend in den italienischen Tageszeitungen um die Ministerposten gew&uuml;rfelt wird, l&auml;stert Beppe Grillo, legend&auml;rer Gr&uuml;ndervater der F&uuml;nfsterne, &uuml;ber die Poltronofilia, was mit &bdquo;am-Sessel-kleben&ldquo; nur unzureichend &uuml;bersetzt ist. Er fordert, die Ministerposten nicht mit Politikern, sondern mit Menschen zu besetzen, die sich durch Fachkompetenz auszeichnen. Es w&auml;re eine Revolution in Italien.<br>\nMedien, die der Demokratischen Partei nahestehen<br>\nDer gr&ouml;&szlig;te Verdienst dieser italienischen Regierungskrise liegt bereits darin, nicht mehr mit Salvini bombardiert zu werden: mit seinen Tweets, seinen Facebook-Posts, seinen Videos &ndash; im Minutentakt fabriziert von seiner Kommunikationsabteilung, die den geschmackvollen Namen &bdquo;la bestia&ldquo; tr&auml;gt.<br>\nRichtig aufgeblasen wurde Salvini nicht nur von la bestia  und seinen Partnern in crime, der ultrarechten Partei Fratelli D&rsquo;Italia und der vor sich hinbr&ouml;selnden Berlusconi-Partei Forza Italia, sondern auch und vor allem von den Medien, die der Demokratischen Partei nahestehen &ndash; weil die Demokraten Matteo Salvini als Vogelscheuche brauchten. Wie man an Salvinis Wahlerfolgen bei den Europawahlen sah, ging das allerdings nach hinten los: Mehr Werbung h&auml;tte er nicht w&uuml;nschen k&ouml;nnen. [&hellip;]<br>\nAuch bei den Wahlen 2013 w&auml;ren die F&uuml;nfsterne bereit gewesen, mit der demokratischen Partei zu regieren, falls diese f&uuml;r Stefano Rodot&agrave; als Staatspr&auml;sidenten gestimmt h&auml;tten. Rodot&agrave; war ein unabh&auml;ngiger Jurist, der sich damit bew&auml;hrt hatte, die linksdemokratische Partei nach dem Fall der Mauer und dem Zusammenbruch des italienischen Parteiensystems Anfang der 1990er Jahre aus den noch rauchenden Tr&uuml;mmern der kommunistischen Partei &uuml;berhaupt erst entstehen zu lassen.<br>\nWeil die F&uuml;nfsterne damals aber als Auss&auml;tzige galten, ungeachtet ihres Wahlerfolgs von &uuml;ber 25 Prozent, wurde der Altpr&auml;sident Napolitano wieder in seinem Amt best&auml;tigt. Daf&uuml;r gab es im italienischen Parlament standing ovations. Alle feierten, au&szlig;er den F&uuml;nfsternen. Berlusconi so gl&uuml;cklich zu sehen, war f&uuml;r viele Italiener &uuml;brigens ein Gef&uuml;hl, als w&uuml;rde jeder Zehennagel einzeln herausgezogen werden. Das gr&ouml;&szlig;te Problem haben jetzt die Medien, die sowohl in Italien, als auch in Deutschland die F&uuml;nfsterne immer wieder als eine Art Beulenpest beschrieben haben. Die m&uuml;ssen jetzt etwas rudern. Aber sie sind ja wendig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/aussenpolitik\/matteo-salvini-minister-migration-mittelmeer-parlament\">Petra Reski im Cicero<\/a>\n<p><strong>dazu: Salvinis Flop<\/strong><br>\nEs klang wie ein Seufzer der Erleichterung. Mit Conte, das wei&szlig; man in Br&uuml;ssel, kann die EU konstruktiv zusammenarbeiten. Mit dem bisherigen Innenminister und Lega-F&uuml;hrer Matteo Salvini konnte man es nicht. Vor allem in der Fl&uuml;chtlings- und in der Finanzpolitik war Salvini f&uuml;r die EU ein rotes Tuch. Der Rechtspolitiker sperrte italienische H&auml;fen f&uuml;r Rettungsboote und drohte, sich &uuml;ber die strikten EU-Haushaltsregeln hinwegzusetzen.<br>\nAllerdings werden die Probleme auch mit Conte nicht &uuml;ber Nacht verschwinden. Er hat zwar eine humanere Migrationspolitik angek&uuml;ndigt und d&uuml;rfte, so hofft man in Br&uuml;ssel, keine neuen Fl&uuml;chtlingsdramen provozieren. Doch an der katastrophalen Lage in Libyen &ndash; von wo aus die meisten Boote gen Italien ablegen &ndash; &auml;ndert sich ebenso wenig wie am Streit um die Seenotrettung. Wie es weiter geht, soll ein EU-Krisentreffen am 19. September auf Malta kl&auml;ren.<br>\nAuch am italienischen Schuldenberg wird sich nichts &auml;ndern. Er ist auch in den Jahren weiter gewachsen, in denen sich Rom an die strikten EU-Vorgaben hielt. Schuld sind die Schuldenregeln, die prozyklisch wirken. Und dann ist da noch die Unzufriedenheit der Italiener. Salvini hat sie populistisch ausgebeutet &ndash; doch auch sie verschwindet nicht &uuml;ber Nacht. Im Gegenteil: Eine neue Regierung ohne Wahl k&ouml;nnte den Frust noch verst&auml;rken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/salvinis-flop\/\">Lost in Europe<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Es liegt also an Br&uuml;ssel und auch an Berlin, ob aus dem neuen Regierungsb&uuml;ndnis in Italien, das ja allenthalben begr&uuml;&szlig;t wird, auch etwas werden kann. Im Norden muss daf&uuml;r aber eingesehen werden, dass die belehrenden T&ouml;ne Richtung Rom, insbesondere was die Haushaltspolitik anbelangt, aufh&ouml;ren m&uuml;ssen. Geschieht das nicht, k&ouml;nnte einer wie Salvini sehr schnell wiederkommen. Lesen Sie dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52491\">Italien wagt den Aufstand gegen den Fiskalpakt<\/a>. <\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Aus volkswirtschaftlicher Sicht hat Italien ein Wachstumsproblem. Aus Sicht der Br&uuml;sseler Austerit&auml;tsideologie hat Italien jedoch ein Schuldenproblem, das durch das K&uuml;rzen von Staatsausgaben behoben werden soll. Doch dieser Ansatz hat in der Realit&auml;t noch nie funktioniert. Aus einer fortdauernden Wirtschaftskrise kann sich eine Volkswirtschaft nicht &bdquo;heraussparen&ldquo;. Der Staat m&uuml;sste vielmehr Geld in die Hand nehmen, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Parit&auml;tisches Jahresgutachten: Verband konstatiert wachsende soziale Ungleichheit und fordert neue soziale Sicherungspolitik<\/strong><br>\nAngesichts wachsender sozialer Ungleichheit warnt der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband in seinem aktuellen Jahresgutachten vor einer fortschreitenden Gef&auml;hrdung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Der Verband fordert den Ausbau der sozialen gemeinn&uuml;tzigen Infrastruktur in der Fl&auml;che, eine St&auml;rkung individueller sozialer Rechte und Reformen der sozialen Sicherungssysteme. In seinen Jahresgutachten untersucht der Parit&auml;tische regelm&auml;&szlig;ig anhand von amtlichen Daten und der Bundesgesetzgebung, wie es um soziale Lage und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland steht. Das aktuelle Jahresgutachten kommt zu dem Ergebnis, dass schwerwiegende und ungel&ouml;ste soziale Probleme das Bild einer insgesamt guten gesamtwirtschaftlichen Lage tr&uuml;ben: &bdquo;Die Einkommenszuw&auml;chse in Deutschland sind h&ouml;chst ungleich verteilt, die Verm&ouml;genskonzentration und damit die Spreizung nehmen zu. Die immer tiefer werdende Kluft zwischen Arm und Reich gef&auml;hrdet den sozialen Zusammenhalt massiv&ldquo;, so Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Parit&auml;tischen Gesamtverbands. Die gute Besch&auml;ftigungsentwicklung k&ouml;nne nicht &uuml;ber die tiefen Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt hinwegt&auml;uschen. Zudem gebe es massive Defizite in der Infrastruktur, wobei sich extreme regionale Disparit&auml;ten zeigen: &bdquo;Von einer &sbquo;Gleichwertigkeit der Lebensverh&auml;ltnisse&lsquo;, wie sie das Grundgesetz fordert, sind wir sternenweit entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/paritaetisches-jahresgutachten-verband-konstatiert-wachsende-soziale-ungleichheit-und-fordert-neue-s\/\">Parit&auml;tischer<\/a>\n<p><strong>dazu auch: 6,48 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen<\/strong><br>\nKnapp 2,22 Millionen Arbeitslose gab es im Juni 2019. Doch mit &uuml;ber 6,48 Millionen lebten fast dreimal so viele Menschen in Deutschland von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen, darunter 1,94 Millionen Kinder und Jugendliche. Denn nur ein Teil derer, die staatliche Unterst&uuml;tzung ben&ouml;tigen, gilt auch als arbeitslos im Sinne der Statistik.<br>\nIm Juni (teilweise aktuellste verf&uuml;gbare Werte durch Wartezeiten in der Statistik) gab es knapp 2,22 Millionen Arbeitslose gem&auml;&szlig; der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA). Gleichzeitig lebten aber rund 6,48 Millionen Menschen von Arbeitslosengeld und\/oder Hartz-IV-Leistungen. Rund 767.000 Menschen bezogen Arbeitslosengeld und knapp 5,79 Millionen Menschen lebten in einem Hartz-IV-Haushalt, einer so genannten Bedarfsgemeinschaft, darunter &uuml;ber 1,94 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (Mai 2019). 71.000 (gerundeter Wert aus April, aktuelle Zahlen sind nur mit Wartezeit verf&uuml;gbar) von ihnen waren Doppelbezieher von Arbeitslosengeld und Hartz-IV-Leistungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/648-millionen-menschen-leben-von-arbeitslosengeld-oder-hartz-iv-leistungen\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Grundlegender Kurswechsel in der Arbeitsmarktpolitik ist notwendig<\/strong><br>\n&bdquo;Noch immer arbeitet rund jeder f&uuml;nfte Besch&auml;ftigte zu einem Niedriglohn. Eine Million Menschen m&uuml;ssen ihr Arbeitseinkommen mit erg&auml;nzenden Hartz-IV-Leistungen aufstocken und immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gehen mehreren Jobs nach. Fast ein Drittel der Erwerbslosen ist langzeiterwerbslos. Seit Amtsantritt der Bundesregierung hat sich nichts an der Schieflage am Arbeitsmarkt ge&auml;ndert. Wir brauchen einen grundlegenden Kurswechsel in der Arbeitsmarktpolitik&ldquo;, erkl&auml;rt Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum aktuellen Monatsbericht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Zimmermann weiter:<br>\n&bdquo;Von Arbeit muss man leben k&ouml;nnen. Dazu muss unter anderem der Mindestlohn auf zw&ouml;lf Euro in der Stunde erh&ouml;ht werden. Die Tarifbindung ist zu st&auml;rken und Minijobs sind in sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung zu &uuml;berf&uuml;hren. Wir brauchen einen starken &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigungssektor mit ausreichend existenzsichernden Stellen. Die soziale Absicherung bei Erwerbslosigkeit muss dringend verbessert werden. Mehr Menschen m&uuml;ssen Zugang zur Arbeitslosenversicherung bekommen. Hartz IV muss durch eine sanktionsfreie Mindestsicherung ersetzt werden, die wirklich vor Armut sch&uuml;tzt und Teilhabe erm&ouml;glicht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/grundlegender-kurswechsel-in-der-arbeitsmarktpolitik-ist-notwendig\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Was die offizielle Arbeitslosenzahl verschweigt: 3,18 Millionen Menschen ohne Arbeit<\/strong><br>\nIm August meldet die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit knapp 2,32 Millionen Arbeitslose. Das gesamte Ausma&szlig; der Menschen ohne Arbeit bildet die offizielle Zahl jedoch nicht ab. Denn knapp 863.000 De-facto-Arbeitslose sind nicht in der Arbeitslosen-, sondern in der separaten Unterbesch&auml;ftigungsstatistik enthalten. Im August 2019 gab es offiziell knapp 2,32 Millionen Arbeitslose. Das sind rund 103.000 Personen mehr als im Vormonat. Nicht in der offiziellen Arbeitslosenzahl enthalten sind allerdings knapp 863.000 ebenfalls faktisch Arbeitslose, darunter<\/p>\n<ul>\n<li>knapp 627.000 Menschen, die an arbeitsmarktpolitischen Ma&szlig;nahmen teilnahmen,<\/li>\n<li>knapp 65.000 am Tag der Erfassung Krankgeschriebene und<\/li>\n<li>rund 171.000 &uuml;ber 58-J&auml;hrige, die innerhalb der letzten 12 Monate kein Jobangebot erhielten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/was-die-offizielle-arbeitslosenzahl-verschweigt-318-millionen-menschen-ohne-arbeit-3\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bundeswirtschaftsminister: Peter Altmaier legt Mittelstandstrategie vor<\/strong><br>\nWeniger B&uuml;rokratie, weniger Steuern, mehr Digitalisierung: Wirtschaftsminister Peter Altmaier will mit seiner Mittelstandstrategie besonders kleine Unternehmen entlasten.<br>\nBundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat die Eckpunkte der angek&uuml;ndigten Mittelstandstrategie vorgestellt. Mithilfe der Strategie soll die Wettbewerbsf&auml;higkeit kleiner und mittelst&auml;ndiger Unternehmen gest&auml;rkt werden. Unter anderem plane er eine umfassende Unternehmenssteuerreform, B&uuml;rokratieabbau und Investitionen in Digitalisierung. Der Mittelstand sei weit mehr als nur ein Wirtschaftsfaktor, sondern ein &ldquo;zentraler Faktor des gesellschaftlichen Zusammenhalts&rdquo; in Deutschland, sagte Altmaier.<br>\nGelingen soll dies durch einen Dreiklang aus &ldquo;Wertsch&auml;tzung, St&auml;rkung und Entlastung&rdquo;. Kernst&uuml;ck von Altmaiers Strategie, soll dabei die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sein. &ldquo;Wir m&uuml;ssen die steuerlichen Belastungen des Mittelstands reduzieren, indem wir den Soli schrittweise vollst&auml;ndig abschaffen&rdquo;, sagte Altmaier. Zudem sprach er sich f&uuml;r einen &ldquo;Steuerdeckel&rdquo; aus, der die Steuerbelastung von Personenunternehmen auf maximal 45 Prozent festschreibt.<br>\nDie Sozialabgaben sollen langfristig unter 40 Prozent gehalten und die hohen R&uuml;cklagen in der Arbeitslosenversicherung f&uuml;r eine Beitragssenkung genutzt werden. Au&szlig;erdem sollen kleine und mittlere Betriebe durch zus&auml;tzlichen B&uuml;rokratieabbau um mehr als eine Milliarde Euro entlastet werden.<br>\nAuch Ma&szlig;nahmen gegen den Fachkr&auml;ftemangel und Unterst&uuml;tzung f&uuml;r den Mittelstand bei der Digitalisierung sind in den Eckpunkten vorgesehen. Aus Sicht des CDU-Politikers reicht das Fachkr&auml;fteeinwanderungsgesetz allein nicht aus. Er fordert, dass Deutschland aktiver als bisher auf ausl&auml;ndische Fachkr&auml;fte zugeht. Gemeinsam mit der Wirtschaft plane er Projekte zur gezielten Anwerbung von Fachkr&auml;ften aus dem Ausland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2019-08\/bundeswirtschaftsminister-peter-altmaier-mittelstandsstrategie-mittelstandsreise%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die angebliche &ldquo;Mittelstandstrategie&rdquo; besteht aus dem angebotsorientierten Sammelsurium, mit dem Altmaier seit Jahren die &Ouml;ffentlichkeit qu&auml;lt: Unternehmensteuern senken, Sozialbeitr&auml;ge und -ausgaben k&uuml;rzen, &ldquo;B&uuml;rokratieabbau&rdquo; (z. B. durch Verzicht auf den Zwang zur Erfassung von Arbeitszeiten). Mit anderen Worten alles Dinge, die entweder dem Staat (Steuersenkungen) oder den Arbeitnehmern (Sozialabbau) und auch der Konjunktur in der aktuellen Rezession maximal schaden. Wichtig ist Altmaier nat&uuml;rlich, die L&ouml;hne m&ouml;glichst niedrig zu halten (&ldquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo;). Besonders gelungen auch die Idee, &ldquo;die hohen R&uuml;cklagen in der Arbeitslosenversicherung f&uuml;r eine Beitragssenkung [zu nutzen]&rdquo; &ndash; <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2019-08\/arbeitsmarkt-arbeitslosenzahlen-august\">einen Artikel weiter<\/a> wird eine Erh&ouml;hung der Arbeitslosigkeit gemeldet, und die Rezession hat gerade erst angefangen. Der v&ouml;llige Irrsinn. Von sinnvollen Konjunkturhilfen, insbesondere Investitionen in die verlotternde Infrastruktur, besseren Sozialleistungen und der Forderung nach deutlichen Lohnerh&ouml;hungen, die alle die Konjunktur anschieben w&uuml;rden, ist nichts zu lesen; Altmaier ist ein neoliberaler Totalausfall.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>F&uuml;r dumm verkauft: Privatisierungsprogramm der &Auml;ra Roland Koch kommt hessische Landesregierung teuer zu stehen<\/strong><br>\nZwischen 2004 und 2006 hatte die CDU-Alleinregierung landesweit mehr als 50 &ouml;ffentliche Einrichtungen &ndash; Polizeipr&auml;sidien, Finanz&auml;mter und Beh&ouml;rdenzentren &ndash; an Privatinvestoren verkauft, um sie anschlie&szlig;end f&uuml;r die Dauer von bis zu 30 Jahren zur&uuml;ckzumieten. In der Immobilienstrategie mit dem Namen &raquo;Leo&laquo; sehen Kritiker ein dickes Minusgesch&auml;ft f&uuml;r die Steuerzahler, weshalb es in der Vergangenheit wiederholt Diskussionen &uuml;ber Sinn und Unsinn der Gesch&auml;fte gegeben hatte.<br>\nF&uuml;r dumm verkauft wurden vor allem die B&uuml;rger. Schon damals wussten alle beteiligten Akteure, dass die kurzfristigen Verkaufserl&ouml;se nur zum Preis eines langfristigen Minusgesch&auml;fts zu haben sind. Nach Regierungsangaben hat das Land knapp 2,1 Milliarden Euro durch die Deals eingenommen. Dem stehen jedoch Mietausgaben von 1,5 Milliarden Euro nur bis 2018 gegen&uuml;ber. Rechnet man die f&uuml;r das laufende Jahr veranschlagten 133 Millionen Euro bis ins Jahr 2034 hoch, k&ouml;nnte sich die Gesamtlast allein durch die Mieten auf weit &uuml;ber drei Milliarden Euro belaufen. Dazu kommen noch immense Kosten f&uuml;r Sanierungen. Tats&auml;chlich hatte sich das Land seinerzeit dazu verpflichtet, notwendige Ma&szlig;nahmen zur Instandhaltung und Modernisierung aus eigener Kasse zu begleichen &ndash; bei laufenden Mietzahlungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/361795.immobilienspekulation-f%C3%BCr-dumm-verkauft.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gesch&auml;ftsmodell Krieg<\/strong><br>\nZum Antikriegstag am 1. September haben antimilitaristische Initiativen energischen Widerstand gegen die Gesch&auml;ftspolitik des deutschen R&uuml;stungskonzerns Rheinmetall angek&uuml;ndigt. Geplant ist unter anderem ein Protestcamp im nieders&auml;chsischen Unterl&uuml;&szlig;, wo das Unternehmen Fertigungsst&auml;tten f&uuml;r Kampfpanzer und ein &ldquo;Erprobungszentrum&rdquo; f&uuml;r Waffen und Munition unterh&auml;lt. Die Kritik entz&uuml;ndet sich vor allem an der Rheinmetall-Kooperation mit der T&uuml;rkei, deren Armee extrem gewaltt&auml;tig gegen die Bewohner der kurdischen Nordprovinzen Syriens vorgeht. Angegriffen wird zudem, dass der Konzern &Uuml;berwachungstechnik zur Abschottung der EU-Au&szlig;engrenzen bereitstellt &ndash; mit fatalen Folgen f&uuml;r Migranten. Dar&uuml;ber hinaus richten sich die Proteste gegen den Umgang des Unternehmens mit seiner NS-Geschichte, die neben der Kriegsproduktion die m&ouml;rderische Ausbeutung von Zwangsarbeitern beinhaltete. Rheinmetall vermeldet unterdessen Rekordums&auml;tze: Der &ldquo;Trend zu weltweit steigenden Verteidigungsbudgets&rdquo; sei &ldquo;ungebrochen&rdquo;, hei&szlig;t es.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8029\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Donald Trump ist nach einer Umfrage der Verlierer<\/strong><br>\nNach einer Umfrage von Quinnipiac University Poll erzielt er weniger Stimmen als seine demokratischen Konkurrenten. F&uuml;r Joe Biden, dem Trump Anzeichen von Senilit&auml;t nachsagt, w&uuml;rden 54 Prozent stimmen, f&uuml;r Trump nur 36 Prozent. (&hellip;)<br>\nBiden ist noch der Hauptkonkurrent. Das ist vermutlich auch der Grund, warum Rudolph W. Giuliani, Ex-B&uuml;rgermeister von New York, der jetzt als Anwalt f&uuml;r Trump t&auml;tig ist, die neue ukrainische Regierung von Pr&auml;sident Volodymyr Zelensky bedr&auml;ngt, Ermittlungen in zwei F&auml;llen aufzunehmen. Beide bringen Zelensky vor eine schwierige Entscheidung, denn wenn er Biden durch Ermittlungen schadet, k&ouml;nnten die Demokraten, zumal wenn ein Kandidat die Wahl gewinnt, die Ukraine h&auml;ngen lassen, wenn er Trumps Ansinnen abweist, k&ouml;nnte ebenfalls die Unterst&uuml;tzung zur&uuml;ckgefahren werden. (&hellip;)<br>\nAber selbst wenn das Ansehen von Biden durch Giuliani, der angeblich privat ermittelt, besch&auml;digt werden sollte, liegt Trump weiter hinter anderen Top-Kandidaten her: Bernie Sanders w&uuml;rde bei einer Entscheidung zwischen beiden mit 53 Prozent vor Trump mit 39 Prozent stehen, Elizabeth Warren mit 52 vs. 40 Prozent und Kamala Harris mit 51 vs. 40 Prozent. Auch Pete Buttigieg f&uuml;hrt mit 49 vs. 40 Prozent. Die geringen Werte f&uuml;r Trump werden auf die Abwendung der wei&szlig;en Frauen von Trump zur&uuml;ckgef&uuml;hrt, die ihn 2016 noch gew&auml;hlt hatten. Jetzt w&uuml;rden jeweils zweistellig f&uuml;r den demokratischen Kandidaten stimmen.<br>\nMehr als 40 Prozent konnte Trump in der hypothetischen Stichwahl mit demokratischen Kandidaten in der Umfrage nicht erzielen. (&hellip;)<br>\nAllerdings geht es in den USA nicht um die Mehrheit aller W&auml;hler, die bestimmt, wer n&auml;chster Pr&auml;sident wird. Letztlich entscheiden dar&uuml;ber die W&auml;hler einiger Bundesstaaten. In den Swing States steht in dem Zwei-Parteien-Wahlsystem die Mehrheit auf der Kippe, nur wenige Stimmen k&ouml;nnen hier reichen, um entweder den Republikanern oder den Demokraten zum Sieg zu verhelfen. Auch bei der Pr&auml;sidentschaftswahl 2016 wurde Trump nicht von der Mehrheit gew&auml;hlt, sondern gewann aufgrund der Entscheidung in den Swing States, in denen er intensiv Wahlkampf f&uuml;hrte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Donald-Trump-ist-nach-einer-Umfrage-der-Verlierer-4509333.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wichtiger als dieses Umfrageergebnis d&uuml;rften die kurzen Ausf&uuml;hrungen &uuml;ber das Verh&auml;ltnis der USA &ndash; hier insbesondere das der Demokraten &ndash; zur Ukraine sein. Angesichts dessen ist es doch irritierend, dass Joe Biden offensichtlich immer noch hohes Ansehen genie&szlig;t.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zwischen Hammer und Amboss: USA bestrafen Ukraine f&uuml;r Deals mit China<\/strong><br>\nDer Sicherheitsberater des US-Pr&auml;sidenten Donald Trump, John Bolton, ist nach Kiew gereist, um die ukrainische Regierung vom Verkauf der H&auml;lfte der Anteile am Flugzeugtriebwerk-Produzenten Motor Sitsch an chinesische Investoren abzubringen. Als zus&auml;tzlicher Druckhebel lie&szlig; Trump bereits die Milit&auml;rhilfen f&uuml;r die Ukraine einfrieren.<br>\nWie Journalisten des &bdquo;Wall Street Journal&ldquo; (WSJ) unter Berufung auf Quellen in der Trump-Administration berichteten, besteht das Ziel des Besuchs Boltons vor allem darin, Kiew den Deal mit den chinesischen Firmen Skyrizon und Xinwei Group auszureden. (&hellip;)<br>\nNat&uuml;rlich will Kiew jede M&ouml;glichkeit nutzen, um ausl&auml;ndische Investitionen in die wichtigsten Wirtschaftsbranchen zu locken. Weil aber die Schw&auml;chung Chinas einer der Eckpfeiler der Au&szlig;enpolitik Trumps ist, k&ouml;nnten die Versuche der Ukraine, ihre bereits lange anhaltende Wirtschaftskrise mithilfe Pekings zu &uuml;berwinden, zu harten politischen Erpressungen seitens des Westens f&uuml;hren.<br>\nBolton traf am 27. August in Kiew ein &ndash; einige Tage vor dem Treffen zwischen dem ukrainischen Pr&auml;sidenten Wladimir Selenski und Trump am 1. September in Warschau am Rande der Gedenkveranstaltungen anl&auml;sslich des Beginns des Zweiten Weltkrieges. Der Zeitpunkt wurde nicht zuf&auml;llig gew&auml;hlt &ndash; sollte Bolton mit leeren H&auml;nden aus Kiew zur&uuml;ckkehren, wird Selenski schon am Sonntag erfahren, wie Washington mit ungehorsamen Partnern umgeht. (&hellip;)<br>\nDer offensichtlichste Weg, um Kiew unter Druck zu setzen, ist der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF). Die ukrainischen Staatsschulden belaufen sich auf 114,7 Milliarden Dollar &ndash; rund 70 Prozent des BIP. Die maximalen Auszahlungen in H&ouml;he von 17 Milliarden Dollar entfallen gerade auf 2019-2020.<br>\nKiew muss neue Kredite aufnehmen, darunter vom IWF. Bis zum n&auml;chsten Fr&uuml;hjahr l&auml;uft das Stand-by-Programm, das drei Tranchen in H&ouml;he von insgesamt 3,9 Milliarden Dollar vorsieht. Die erste Tranche (1,4 Milliarden) wurde im Dezember &uuml;berwiesen, die zweite soll im Herbst kommen. Doch wenn der IWF auf Empfehlung Washingtons die Hilfszahlungen wegen Kiews Techtelmechtel mit Peking vorzeitig einstellt, schlittert die Ukraine in die Zahlungsunf&auml;higkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20190829325667239-bestrafen-ukraine-fuer-deals-china\/\">Sputnik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mathew D. Rose &ndash; Germany: Liberal Democracy is Rotting from its Core<\/strong><br>\nMost German establishment political parties have turned away from striving for a better society. In recent decades they have become profit-oriented service companies in a billion euro industry: selling laws, permits, public contracts, even protection, as we are seeing in the case of Volkswagen&rsquo;s diesel defeat device, to the highest bidder. These parties have sold their autonomy and become a consolidated committee to manage the affairs of corporations and the wealthy.<br>\nIn the middle of August the powerful lobby organisation, the Federal Association of the German Energy and Water Industries (BDEW), whose most potent members are German coal and nuclear power companies, for the first time nominated a leading Green politician, Kerstin Andreae, as its CEO. Previously this position had been given to industry-friendly politicians from the Christian Union, Social Democrats, and Liberal Party. Ms Andreae will be resigning her mandate in the Bundestag to take up the better-paid job.<br>\nOne might wonder why, after the recent electoral successes of the Greens and their current record position in opinion polls, a Green politician would change sides? The answer is simple: for the money. Not that members of the Bundestag are poorly paid: 10,000 euros per month plus a couple of thousand more in perks. Lobbyists, however, tend to earn much more.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/braveneweurope.com\/mathew-d-rose-germany-political-corruption-in-the-age-of-neo-liberalism\">Brave New Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Vivantes setzt Ex-Betriebsrat unter Druck<\/strong><br>\nAls der ehemalige Vivantes-Betriebsrat Volker Gernhardt den Pflegenotstand kritisiert, will er damit eigentlich Gutes tun: f&uuml;r Patienten wie Pflegekr&auml;fte. Jetzt wirft Vivantes ihm Geheimnisverrat vor und droht mit Klage.<br>\nVolker Gernhardt hat als Betriebsrat die Arbeitsbedingungen in der Pflege beim landeseigenen Klinikkonzern Vivantes jahrelang aus n&auml;chster N&auml;he erlebt. &Uuml;berlastung, Stress, zu wenig Zeit f&uuml;r die Patienten, solche Klagen h&ouml;rt er auch noch, seit er vor einem Jahr in den Ruhestand gegangen ist. Im Fr&uuml;hjahr wollte er wissen, ob die neuen Betreuungsschl&uuml;ssel, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit Jahresbeginn in einigen Stationen eingef&uuml;hrt hatte, diesen Notstand verbessern &ndash; und rechnete nach.<br>\nSeine Erkenntnis: Was bei Vivantes bisher Standard war, wird sich auch mit den neuen Personalvorgaben des Gesundheitsministers kaum &auml;ndern. Auch dann w&auml;ren auf den betreffenden Stationen immer noch etwa doppelt so viele Pflegekr&auml;fte pro Schicht n&ouml;tig, um die von Vivantes selbst gesteckten Ma&szlig;st&auml;be zu erf&uuml;llen. Der rbb hatte &uuml;ber Gernhardts Schlussfolgerungen berichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/beitrag\/2019\/08\/vivantes-whistleblower-pflege-pflegenotstand-berlin.html\">rbb 24<\/a>\n<p><strong>dazu: Daten zum Pflegenotstand ver&ouml;ffentlicht: Vivantes setzt Whistleblower unter Druck<\/strong><br>\nWas zum guten Ton in der Au&szlig;endarstellung geh&ouml;rt, das wei&szlig; man beim landeseigenen Klinikkonzern Vivantes. Die Unternehmensf&uuml;hrung betone einen respektvollen Umgang miteinander, hei&szlig;t es auf der Homepage des Unternehmens. &bdquo;Zentrales Thema ist dabei: eine transparente F&uuml;hrung des Gesundheitsunternehmens.&ldquo; Allerdings beansprucht der Vorstand offenbar ein Transparenz-Monopol &ndash; also darauf, Transparenz entweder herzustellen, oder sie zu verhindern, wenn sie zu unbequem wird. Einen Whistleblower und langj&auml;hrigen Betriebsrat setzt Vivantes jedenfalls juristisch unter Druck.<br>\nDer Berliner Zeitung liegt ein von allen drei Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern unterzeichnetes Schreiben vor, in dem der Konzern seinem fr&uuml;heren Mitarbeiter Volker Gernhardt mit rechtlichen Schritten droht. Er hatte Daten an die &Ouml;ffentlichkeit gebracht, die das Ausma&szlig; des Personalnotstands in der Krankenhauspflege verdeutlichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/berlin\/daten-zum-pflegenotstand-veroeffentlicht-vivantes-setzt-whistleblower-unter-druck-33080476\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>FDP-Chef: Lindner will Staats&uuml;berschuss an B&uuml;rger aussch&uuml;tten<\/strong><br>\nMehr Geld f&uuml;r alle: Geht es nach FDP-Chef Lindner, soll der Staat seinen Gewinn an die B&uuml;rger ausbezahlen. Das soll die Konjunktur ankurbeln.<br>\nFDP-Chef Christian Lindner fordert, den Staats&uuml;berschuss an die B&uuml;rger ausbezahlen oder zum Schuldenabbau einzusetzen. &ldquo;Der Staat hat den Menschen Geld abgenommen, f&uuml;r das keine Leistung erbracht wurde &ndash; das gibt man im Gesch&auml;ftsleben zur&uuml;ck&rdquo;, sagte Lindner der &ldquo;Bild&rdquo;. &ldquo;Ich fordere, mit dem &Uuml;berschuss entweder Schulden zu tilgen oder das Geld als Einmalzahlung an die B&uuml;rger zu &uuml;berweisen.&rdquo;<br>\nF&uuml;r eine vierk&ouml;pfige Familie k&auml;men laut Lindners Berechnungen 600 Euro zusammen. Angesichts der Wirtschaftslage k&ouml;nne das &ldquo;eine wichtige Konjunkturhilfe&rdquo; sein. Denn durch das zus&auml;tzliche Geld k&ouml;nnte die Nachfrage in Schwung gebracht werden.<br>\nDer deutsche Staat hat im ersten Halbjahr 2019 nach vorl&auml;ufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes einen Milliarden&uuml;berschuss erzielt. Trotz der Konjunkturflaute nahmen Bund, L&auml;nder, Gemeinden und Sozialversicherungen unter dem Strich rund 45,3 Milliarden Euro mehr ein, als sie ausgaben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/christian-lindner-fdp-chef-will-buergern-staatsueberschuss-geben-a-1284207.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es macht misstrauisch, dass Lindner tats&auml;chlich mal NICHT das ganze Geld nur den Reichsten der Reichen zukommen lassen will (Abschaffung des Soli f&uuml;r alle, Abschaffung der Gewerbesteuer&hellip;) und, noch erstaunlicher, mit dieser Art &ldquo;Helikoptergeld&rdquo; die Nachfrage (!!) (woher kennt Lindner das Wort?) anregen will. Schaut man n&auml;her hin, dann geht es um 150 Euro pro Person bzw. satte 12,5 Milliarden Euro. Anscheinend verfolgt Lindner weiter das Ziel, den Staat auszuhungern und zu privatisieren; die Message ist immer dieselbe: &ldquo;der Staat pl&uuml;ndert den B&uuml;rger aus&rdquo;, als w&uuml;rde der Staat nicht u. a. die Daseinsvorsorge bereitstellen. Statt der bescheidenen 12 Euro pro Person und Monat w&auml;re das Geld z. B. in einem Ausbau des Internets oder der Bahn oder in mehr Pflegekr&auml;ften viel besser angelegt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kolonialismus: Chancen und Grenzen eines postkolonialen Denkens<\/strong><br>\nDer Kolonialismus scheint Geschichte. Doch selbst im wissenschaftlichen Denken, das doch universell sein soll, herrschen nach wie vor eurozentristische Ma&szlig;st&auml;be vor &ndash; verbreitet von Kolonisatoren, aber auch Aufkl&auml;rern. Nicht nur im Globalen S&uuml;den k&auml;mpfen Forscher f&uuml;r eine postkoloniale Denkweise. [&hellip;]<br>\nDie Idee der Aufkl&auml;rung und die des Rassismus sind f&uuml;r Charles Mills nicht voneinander zu trennen, weil die Aufkl&auml;rer zumindest unterbewusst von Rassismus durchdrungen gewesen seien. Das habe sie nicht zwangsl&auml;ufig zu schlechten Philosophen gemacht.<br>\nAber weil sie von ihrem Zeitgeist gepr&auml;gt waren, h&auml;tten sie ein Wissenschaftssystem begr&uuml;ndet, sagt Charles Mills, in dem &bdquo;white supremacy&ldquo; herrsche, also der Glaube an eine &Uuml;berlegenheit der Wei&szlig;en.<br>\n&bdquo;Wenn unsere gesamte Erkenntnistheorie mit der Vorstellung von wei&szlig;er &Uuml;berlegenheit beginnt, dann k&ouml;nnen wir unsere Forschungen soweit treiben, wie wir wollen, wir stecken wir immer in rassistischen Stereotypen fest. So wird sich der Wunsch nach umfassendem Wissen, von dem die Aufkl&auml;rung doch ausging, niemals erf&uuml;llen.&ldquo;<br>\nDie Kolonien der europ&auml;ischen und nordamerikanischen Gro&szlig;m&auml;chte sind fast alle l&auml;ngst unabh&auml;ngig geworden. Doch Forscher aus diesen L&auml;ndern erleben bis heute, dass das wissenschaftliche Denken noch immer von Europa und Nordamerika bestimmt wird. Dieses Denken wollen sie &uuml;berwinden. Doch eine weltweit anerkannte Erkenntnistheorie l&auml;sst sich nicht so einfach beiseiteschieben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kolonialismus-chancen-und-grenzen-eines-postkolonialen.1148.de.html?dram:article_id=457326\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Bei der Ablehnung des Mietendeckels in Berlin ist der DLF an vorderster Front mit dabei. Hier gibt man sich dann wieder progressiv. Da sollte es doch langsam klingeln, dass die linksliberale Rhetorik ein reines Ablenkungsman&ouml;ver ist, um von den realen, existierenden Macht- und Herrschaftsverh&auml;ltnissen abzulenken.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Plastik als Risiko: Kunststoff verschmutzt die B&ouml;den &ndash; mit Folgen<\/strong><br>\nPlastik gelangt nicht nur ins Wasser, sondern auch in B&ouml;den. Was das bedeutet, wird seit kurzem erforscht. W&auml;hrend hohe Dosen kleinster Kunststoffpartikel einigen Pflanzen im Labor nicht bekommen, k&ouml;nnte Plastik das Fossil der Zukunft sein.<br>\nWas man hier gerade h&ouml;rt sind Regenw&uuml;rmer, die durch den Boden kriechen. Sa&scaron;a Spa&#269;al: &bdquo;Alles, was lebt, geht aus dem Boden hervor. Und alles, was stirbt, wird im Boden wieder zersetzt. Und deshalb brauchen wir gesunde B&ouml;den, mit all den Bakterien und kleinen Wesen, die ihn in echte und lebende Materie verwandeln.&ldquo; Die meisten von uns beachten sie nur selten: Diese d&uuml;nne braune Schicht Boden, die uns alle ern&auml;hrt. Dabei ist ihre Gesundheit &ndash; und die ihrer Bewohner &ndash; so wichtig f&uuml;r uns alle.<br>\n&bdquo;Regenw&uuml;rmer sind diese kleinen, besonderen Tiere, die in der Lage sind, durch alle Schichten des Bodens bis runter zum Gestein zu graben. Sie k&ouml;nnen Plastik deshalb sehr weit (hinunter) transportieren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/plastik-als-risiko-kunststoff-verschmutzt-die-boeden-mit.976.de.html?dram:article_id=457516%20\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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