{"id":54489,"date":"2019-08-31T11:45:48","date_gmt":"2019-08-31T09:45:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54489"},"modified":"2019-08-31T12:52:11","modified_gmt":"2019-08-31T10:52:11","slug":"amazonien-und-die-brandstifter-soja-barone-und-killer-landraeuber-und-rinderfarmer-was-nun-europaeische-union","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54489","title":{"rendered":"Amazonien und die Brandstifter \u2013 Soja-Barone und Killer, Landr\u00e4uber und Rinderfarmer. Was nun, Europ\u00e4ische Union?"},"content":{"rendered":"<p>Es reichte, dass Emmanuel Macron am Vorabend der G7-Konferenz in Biarritz einen <a href=\"https:\/\/twitter.com\/EmmanuelMacron\/status\/1164617008962527232\">alarmierenden Tweet<\/a> absetzte, in dem er die Waldbr&auml;nde im brasilianischen Amazonien als Ausl&ouml;ser &bdquo;einer internationalen Krise&rdquo; bezeichnete. Wenige Stunden sp&auml;ter <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Gen_VillasBoas\/status\/1164719139413536774\">schoss der brasilianische General a.D. Eduardo Villas Boas sinnbildlich zur&uuml;ck<\/a>, Macron habe einen &bdquo;direkten Angriff auf die brasilianische Souver&auml;nit&auml;t&rdquo; vorgenommen, der &bdquo;objektiv Androhungen von Milit&auml;rgewalt umfasst&rdquo;, emp&ouml;rte sich der ehemalige Heereschef und amtierende Chefstratege des Bolsonaro-Regimes. Von <strong>Frederico F&uuml;llgraf<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nMit der paranoiden Unterstellung nicht zufrieden und bar jedes diplomatischen Fingerspitzengef&uuml;hls ging der rechtsradikale Villas Boas mit dem opportunistischen Zitat eines unvergesslichen kommunistischen vietnamesischen Nationalhelden zur Attacke gegen Frankreich &uuml;ber: &bdquo;Es stellt sich die Frage, woher dieses Land die moralische Autorit&auml;t beansprucht, denn wie Ho Chi Minh sagte, ist es das Land der Aufkl&auml;rung, doch wenn es unterwegs ist, vergisst es die Aufkl&auml;rung mitzunehmen&ldquo;.<\/p><p>Der &Eacute;lys&eacute;e-Palast ignorierte den Verfolgungswahn des Generals und zielte auf den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47310\">von Villas Boas zum Pr&auml;sidentschaftskandidaten dressierten<\/a> und gew&auml;hlten Jair Bolsonaro. In einer Erkl&auml;rung Macrons hie&szlig; es, &bdquo;Angesichts der Haltung Brasiliens in den letzten Wochen kann der Pr&auml;sident der Franz&ouml;sischen Republik nur ersehen, dass Pr&auml;sident Bolsonaro ihn auf dem (G20)-Gipfel in Osaka belogen hat&rdquo;, und l&ouml;ste diesmal mit einer Androhung in Berlin Alarm aus: &bdquo;Unter diesen Umst&auml;nden lehnt Frankreich das Abkommen mit dem Mercosur ab&rdquo;, das das franz&ouml;sische Parlament im &Uuml;brigen noch nicht ratifiziert habe.<\/p><p>Wegen Macrons Tweet, Amazonien sei ein internationales &bdquo;Gemeingut&ldquo;, unterstellte Bolsonaro, der franz&ouml;sische Pr&auml;sident betrachte wohl den gigantischen Regenwald als &bdquo;Kolonie&ldquo;. Unter Bezugnahme auf den Brand von Notre Dame scheute Bolsonaros Kabinettschef Onyx Lorenzoni keinen schiefen Vergleich: &bdquo;Macron schafft es nicht einmal, einen vorhersehbaren Brand in einer Kirche zu verhindern, die Teil des Welterbes ist. Er will uns Lektionen f&uuml;r unser Land erteilen?&ldquo;. Bolsonaro setzte noch eins drauf mit einem Tritt unter Macrons G&uuml;rtellinie: Der Franzose sei ja nur &bdquo;neidisch&ldquo; auf seine 26 Jahre j&uuml;ngere Frau; Macrons Frau Brigitte sei ja 24 Jahre &auml;lter als er, <a href=\"https:\/\/catracalivre.com.br\/cidadania\/bolsonaro-faz-post-machista-comparando-sua-esposa-com-a-de-macron\/\">spottete der gew&auml;hlte Heeres-Hauptmann<\/a> auf Facebook.<\/p><p>Mit der widerlichen Anspielung, Frauen seien so etwas wie Beutegut&ldquo;, degradierte Bolsonaro die Amazonien-Waldbrand-Debatte auf sein &uuml;bliches Niveau von Pissoirw&auml;nden. Und forderte zynischerweise, nicht er, sondern Macron solle sich entschuldigen. Andernfalls werde Brasilien nicht die angebotenen 20 Millionen Euro annehmen, die die EU f&uuml;r die Bek&auml;mpfung der Waldbr&auml;nde zur Verf&uuml;gung gestellt habe.<\/p><p>Wiederum in der Br&uuml;sseler Haupthandlung drohten nach Frankreich nun auch Irland und Luxemburg offen mit einem Veto gegen die Ratifizierung des Freihandelsabkommens mit den Mercosur-Staaten. Luxemburgs Au&szlig;enminister Jean Asselborn <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/forum\/wirtschaft\/eu-mercosur-abkommen-das-groesste-freihandelsprojekt-der-welt-droht-zu-scheitern-thread-947346-1.html\">erkl&auml;rte gegen&uuml;ber dem <em>Spiegel<\/em><\/a>, &bdquo;ein Handelsvertrag sei nur sinnvoll, wenn man zumindest in gro&szlig;en Teilen &auml;hnliche Werte habe. Klima- und Umweltschutz aber seien Bolsonaro offensichtlich v&ouml;llig egal&ldquo;. Damit, so Asselborn, sei eine der Hauptbedingungen f&uuml;r den Vertrag nicht mehr erf&uuml;llt, weshalb die luxemburgische Regierung beschlossen habe, die Ratifizierung auf Eis zu legen.<\/p><p>Gegen den Strom &ndash; offenbar auch wider besseres Wissen &ndash; h&auml;lt die deutsche Bundesregierung stur an dem Handelsabkommen fest. Ein Nichtabschluss sei nicht die geeignete Antwort darauf, was gerade in Brasilien geschieht, erkl&auml;rten Regierungssprecher bereits am 23. August, auf dem H&ouml;hepunkt der Feuersbrunst. Das Abkommen enthalte ein Kapitel zur Nachhaltigkeit &bdquo;mit ambitionierten Regeln zum Klimaschutz&ldquo;. Nach offizieller deutscher Auffassung k&ouml;nne die EU sich auf eine &bdquo;effektive Umsetzung&rdquo; des Nachhaltigkeits-Kompromisses verlassen, weil die Mercosur-Staaten ja das Pariser Klimaschutzabkommen unterzeichnet h&auml;tten oder es tun w&uuml;rden &ndash; eine Blau&auml;ugigkeit oder barer Zynismus, der Widerstandsgr&auml;ben bei CDU-Agrarministerin Julia Kl&ouml;ckner, jedoch vor allem bei den Gr&uuml;nen aufrei&szlig;t. Deren Europaabgeordneter Sven Giegold bezeichnete das Nachhaltigkeits-Kapitel als reine Illusion. Es sei &uuml;berhaupt technisch wirkungslos, weil nichts davon einklagbar ist.<\/p><p><strong>Waldbr&auml;nde mit politischem, kriminellem Hintergrund<\/strong><\/p><p>Unter massivem in- und ausl&auml;ndischen Beschuss erlie&szlig; zwar Bolsonaro am Mittwoch, dem 28. August, ein <a href=\"https:\/\/catracalivre.com.br\/cidadania\/bolsonaro-assina-decreto-que-proibe-queimadas-no-pais-por-60-dias\/\">Brandverbot f&uuml;r die n&auml;chsten 60 Tage<\/a>.<\/p><p>Indes darf man der deutschen Bundesregierung vorwerfen, sie spiele im wahrsten und metaphorischen Sinne des Wortes mit dem Feuer. Zu den Hauptgesch&auml;ftspartnern des Freihandelsabkommens auf brasilianischer Seite geh&ouml;rt n&auml;mlich eine der m&auml;chtigsten Agrobusiness-Gruppen auf dem Weltmarkt f&uuml;r Sojagetreide und Fleischerzeugnisse, die zu erheblichem Anteil in kriminelle Handlungen involviert ist, die von massiver Steuerhinterziehung, &uuml;ber Landraub und Waldvernichtung, bis hin zu Vertreibung und Ermordung von armen Bauern und Indianern reichen.<\/p><p>Seit einer Woche kursieren in Brasilien best&auml;tigte, aber von deutschen Medien bisher kaum wahrgenommene Hinweise darauf, dass ein beachtlicher Anteil der Waldbr&auml;nde in Amazonien am &ldquo;Tag des Feuers&rdquo;, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54318\">dem vergangenen 10. August<\/a>, von Bolsonaro ermutigt und von Gro&szlig;grundbesitzern entlang der Fernstra&szlig;e BR-163 im S&uuml;dwesten des Bundesstaates Par&aacute; mit kriminellen Absichten gez&uuml;ndet wurde. Die Anklage entstammt keinen Regimegegnern, sondern fu&szlig;t auf <a href=\"https:\/\/revistagloborural.globo.com\/Noticias\/Sustentabilidade\/noticia\/2019\/08\/grupo-no-whatsapp-contratou-motoqueiros-e-motosserras-para-desmatar-e-incendiar-floresta.html\">Ermittlungen der Zeitschrift <em>GloboRural<\/em><\/a> im Besitz der beherrschenden Mediengruppe <em>O Globo<\/em>.<\/p><p>Die Brandstiftung wurde von einer 70-k&ouml;pfigen WhatsApp-Farmergruppe (Codewort &bdquo;SERT&Atilde;O&ldquo;) geplant und auf unbebaute, grasumwachsene Ackerb&ouml;den ver&uuml;bt, deren Flammen jedoch den benachbarten, 1,3 Millionen Hektar gro&szlig;en und f&uuml;r seine reiche Artenvielfalt bekannten Jamanxim-Nationalpark erfassen sollten. Mehr noch: Die Idee war, das Feuer sollte Terra do Meio, ein von Agrarkonflikten im ostamazonischen Par&aacute; gebrandmarktes Gebiet erreichen.<\/p><p>Wieso war der Brandanschlag von Bolsonaro ermutigt? Absicht war es, Bolsonaro Unterst&uuml;tzung f&uuml;r seine Entscheidung zu bekunden, die Brand- und Rodungskontrollen der Aufsichtsbeh&ouml;rde Ibama des Umweltministeriums zu &bdquo;lockern&ldquo;, sowie sein Versprechen einzufordern, Geldbu&szlig;e f&uuml;r Umweltverst&ouml;&szlig;e und Steuerschulden der Farmer zu &bdquo;amnestieren&ldquo; bzw. zu annullieren.<\/p><p>Die Duldung, wenn nicht gar die Komplizenschaft Bolsonaros mit den Brandstiftern erkl&auml;rt sich aus der absichtlichen Missachtung einer Warnung der Staatsanwaltschaft. Diese hatte am 7. August &ndash; drei Tage vor dem gigantischen Brand, der sich in der Region Novo Progresso in Par&aacute; ausbreitete &ndash; in einem Schreiben die Ibama vor dem beabsichtigten &bdquo;Tag des Feuers&ldquo; gewarnt und Vorbeugungsma&szlig;nahmen empfohlen. Es geschah nichts; die Ibama in Par&aacute; war bereits institutionell von Bolsonaros Umweltminister Ricardo Salles zerschlagen worden.<\/p><p><strong>Jeder dritte Steuerhinterzieher in Brasilien geh&ouml;rt zum Agrobusiness<\/strong><\/p><p>Die Bolsonaro-Regierung sch&auml;tzt nach dem im Juli vom Parlament verabschiedeten Gesetz f&uuml;r Etat-Richtlinien (LDO) f&uuml;r 2019 ein nicht n&auml;her er&ouml;rtertes Einnahme-Loch von 189,1 Milliarden Reais; umgerechnet ca. 42 Milliarden Euro. Doch das wegen Steuerhinterziehung des Agrobusiness allein im ersten Halbjahr 2018 entstandene Loch war nach Angaben von Achilles Frias &ndash; Vorsitzender des Verbandes der Staatsanw&auml;lte des Finanzministeriums (Sinprofaz) &ndash; fast doppelt so hoch: umgerechnet 76,6 Milliarden Euro. &bdquo;Die Arbeitnehmer sind die gr&ouml;&szlig;ten Opfer dieses Verbrechens&rdquo;, <a href=\"https:\/\/congressoemfoco.uol.com.br\/economia\/brasil-deixou-de-arrecadar-mais-de-r-345-bilhoes-por-sonegacao-em-2018\/\">warnte Frias<\/a>. Doch scheren sich die Politiker, B&uuml;rokraten und Importeure der EU um diese Vergehen?<\/p><p>Die 500 gr&ouml;&szlig;ten Steuerhinterzieher schulden dem brasilianischen Staat umgerechnet 181 Milliarden Euro. Davon entfallen 41 Prozent &ndash; umgerechnet 76,6 Milliarden Euro &ndash; auf <a href=\"https:\/\/deolhonosruralistas.com.br\/2019\/06\/23\/a-cada-tres-empresas-que-devem-ao-fisco-uma-pertence-ao-agronegocio\/\">Farmer und Plantagenbesitzer<\/a>. Der politische Druck im Parlament und an der &bdquo;Brandfront&ldquo; scheint sich f&uuml;r die Agroexporteure in die EU auszuzahlen: Im vergangenen Juni versprach Bolsonaro bereits die erste Tranche einer <a href=\"https:\/\/economia.uol.com.br\/noticias\/estadao-conteudo\/2019\/06\/18\/ruralistas-podem-obter-anistia-de-divida-de-r-17-bilhoes.htm\">Schulden-&bdquo;Amnestierung&ldquo; in H&ouml;he von umgerechnet 4 Milliarden Euro<\/a>.<\/p><p><strong>Legalisierter Landraub bedroht 16.000 km2 Regenwald<\/strong><\/p><p>Nach Angaben des Amazonas-Monitoring-Instituts Imazon befinden sich 192 Millionen Hektar beziehungsweise 38 Prozent der Gesamtfl&auml;che des brasilianischen Amazoniens &bdquo;ohne legale Zweckbestimmung&ldquo; in &ouml;ffentlicher Hand, die jedoch von Privatpersonen besetzt gehalten werden.<\/p><p>Von der nicht zugewiesenen Fl&auml;che wurden 89 Millionen Hektar (18 Prozent des Territoriums) im Zentralregister f&uuml;r Landbesitz (CAR) registriert. &bdquo;Die Regierung muss sich unbedingt mit der Situation dieser 38 Prozent befassen&ldquo;, da das gigantische Territorium zum gr&ouml;&szlig;ten Teil illegal erworben wurde, <a href=\"https:\/\/revistagloborural.globo.com\/Noticias\/Sustentabilidade\/noticia\/2018\/09\/nova-economia-da-amazonia.html\">warnte Brenda Brito<\/a>, Forscherin bei Imazon. Bis 2025 k&ouml;nnten, so das Institut, allein auf diesem Gebiet 16.000 km2 Regenwald der Motors&auml;ge und dem Feuer zum Opfer fallen.<\/p><p><strong>Land-Dispute mit Millionen Betroffenen umfassen Territorium mit der Fl&auml;che Deutschlands<\/strong><\/p><p>Die Expansion des Agrobusiness in Brasilien geht einher mit ersch&uuml;tternden Bildern und Zahlen &uuml;ber Aus&uuml;bung unvorstellbarer Gewalt. Nach Angaben der Pastoralkommission f&uuml;r Landfragen (CPT) sind die im Exportgesch&auml;ft f&uuml;hrenden Gro&szlig;grundbesitzer seit 2016 f&uuml;r eine Zunahme von Landvertreibungen um 22 Prozent und Morde um 26 Prozent verantwortlich. Allein 2016 &ndash; dem Jahr des parlamentarischen Putsches gegen Pr&auml;sidentin Dilma Rousseff, an dem sich das Agrobusiness besonders aktiv und aggressiv beteiligte &ndash; nahmen Vertreibungen von wehrlosen Indigenen und Bauern <a href=\"https:\/\/deolhonosruralistas.com.br\/2017\/04\/19\/2016-tem-aumento-de-232-na-expulsao-de-familias-campo\/\">um 232 (zweihundertzweiunddrei&szlig;ig!) Prozent<\/a> zu.<\/p><p>Im Jahr 2016 waren insgesamt 910.000 Menschen von 1.536 Landkonflikten in ganz Brasilien betroffen. Die Hauptursachen f&uuml;r die Konfrontationen waren K&auml;mpfe um Land, Arbeit und Wasserzugang. Zu den am meisten Betroffenen geh&ouml;rten indigene V&ouml;lker, verarmte Kleinbauern und afro-brasilianische Quilombola-Gemeinden. Zwischen 2015 und 2016 nahmen Mordversuche des Latifundiums von 59 auf 74, also um 25 Prozent, zu. Die Anzahl k&ouml;rperlich angegriffener Menschen stieg im gleichen Zeitraum von 187 auf 571; also um haarstr&auml;ubende 205 Prozent. Die Daten sind alarmierend im Vergleich zu Frauen auf dem Land. Laut der CPT-Umfrage waren im vergangenen Jahr 482 Frauen Opfer von Gewalt aufgrund von Landkonflikten, ein Anstieg von 377 Prozent gegen&uuml;ber 2017.<\/p><p>Nach Bemessungen der CPT erstrecken sich die vom Agrobusiness angezettelten Konflikte auf &uuml;ber 37 Millionen Hektar; einer Fl&auml;che der Gr&ouml;&szlig;e Japans, etwas mehr als das Gebiet Deutschlands. Amazonien allein ist Handlungsort von 85 Prozent der Landdispute in Brasilien, wovon wiederum 54 Prozent &ndash; mehr als die H&auml;lfte &ndash; sich auf indigenen Gebieten abspielen, die Bolsonaro f&uuml;r &ldquo;&uuml;berf&auml;llig&rdquo; h&auml;lt und mit der allgemeinen Freigabe von Waffen an die Gro&szlig;grundbesitzer t&ouml;dlich bedroht.<\/p><p>Zu den ausgemachten Feinden des Bolsonaro-Regimes geh&ouml;ren jedoch auch die Naturfreunde und Umweltsch&uuml;tzer, die der psychotisch anmutende Staatschef j&uuml;ngst als Urheber der Waldbr&auml;nde beschuldigte. Allein zwischen 2017 und 2018 wurden in Brasilien 57 Umweltaktivistinnen und -aktivisten ermordet &ndash; eine abscheuliche Zahl, die die spanische Tageszeitung El Pa&iacute;s zum dantesken Titel veranlasste: <a href=\"https:\/\/brasil.elpais.com\/brasil\/2018\/07\/23\/internacional\/1532363870_921380.html\">&bdquo;Brasilien, das letalste Land der Welt f&uuml;r Umweltsch&uuml;tzer&ldquo;<\/a>.<\/p><p>Titelbild: Alexandre Rotenberg \/ Shutterstock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es reichte, dass Emmanuel Macron am Vorabend der G7-Konferenz in Biarritz einen <a href=\"https:\/\/twitter.com\/EmmanuelMacron\/status\/1164617008962527232\">alarmierenden Tweet<\/a> absetzte, in dem er die Waldbr&auml;nde im brasilianischen Amazonien als Ausl&ouml;ser &bdquo;einer internationalen Krise&rdquo; bezeichnete. Wenige Stunden sp&auml;ter <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Gen_VillasBoas\/status\/1164719139413536774\">schoss der brasilianische General a.D. 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