{"id":54508,"date":"2019-09-02T08:39:31","date_gmt":"2019-09-02T06:39:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54508"},"modified":"2019-09-02T09:58:35","modified_gmt":"2019-09-02T07:58:35","slug":"hinweise-des-tages-3441","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54508","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54508#h01\">Wahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54508#h02\">Die Abschaffung der Bundeswehr &ndash; das ist Klimaschutz!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54508#h03\">Weltkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54508#h04\">Steinmeier ruft Deutsche zu produktivem Streit zum Wohl der Demokratie auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54508#h05\">Top-&Ouml;konom sieht das deutsche Wirtschaftssystem in Gefahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54508#h06\">Jeder f&uuml;nfte Vollzeitbesch&auml;ftigte arbeitet f&uuml;r Niedriglohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54508#h07\">Jeder dritte ostdeutsche Arbeitnehmer erh&auml;lt Niedriglohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54508#h08\">Senatorin Katrin Lompscher stellt wichtigste Inhalte des Referentenentwurfs zum Mietendeckel vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54508#h09\">Schulze fordert Zertifizierung f&uuml;r brasilianisches Fleisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54508#h10\">Was wollen Radfahrende?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54508#h11\">Darf Krieg nach Gottes Willen sein?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54508#h12\">Schluss mit Johnsons populistischer Kabale!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54508#h13\">Drei gegen Nord Stream 2: USA, Ukraine und Polen unterzeichnen Gasabkommen &ndash; Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54508#h14\">&bdquo;Moralisch hat Polen einen Anspruch darauf&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54508#h15\">Die Stadt und die Spalter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54508#h16\">Nimm das, Rezo!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54508#h17\">To Fight Corporate &lsquo;Assault on Journalism,&rsquo; Sanders Unveils Plan to Stop Big Media Mergers and Bolster Independent News<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54508#h18\">&raquo;Die CIA ist fast unangreifbar&laquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wahlen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen 2019<\/strong><br>\nDie Wahlen zum 7. Landtag Brandenburg und zum 7. S&auml;chsischen Landtag am 1. September 2019 l&auml;uten einen neuen Zyklus der deutschen parlamentarischen Demokratie ein.<br>\n2014 zog die AfD erstmals in drei L&auml;nderparlamente ein, inzwischen ist sie in allen Landtagen vertreten. Am gestrigen Wahlabend m&uuml;ndete eine f&uuml;nfj&auml;hrige politische &Uuml;bergangsperiode in einen neuen politischen Zyklus. War der vorherige Zyklus gepr&auml;gt vom Erstaunen &uuml;ber das Erstarken einer Partei rechts von der Union, trotz oder wegen ihrer verschiedenen H&auml;utungen in Richtung einer antidemokratischen, autorit&auml;r-v&ouml;lkischen Partei und dem R&auml;tseln dar&uuml;ber, wie ihre W&auml;hler und W&auml;hlerinnen gleichwohl am besten zur&uuml;ckgewonnen werden k&ouml;nnten, so wird der n&auml;chste Zyklus von der Erkenntnis gepr&auml;gt sein, dass die parlamentarische Existenz dieser Partei von Dauer sein wird und es eine nicht unerhebliche Zahl von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern in dieser Gesellschaft gibt, die die politischen Positionen und den Stil dieser Partei gut hei&szlig;en, teilen und nicht nur billigend in Kauf nehmen.<br>\nDer Ausgang der gestrigen Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen best&auml;tigt einige seit den Landtagswahlen 2016 zu beobachtende Tendenzen:\n<ul>\n<li>Die Repolitisierung der gesellschaftlichen Debatten h&auml;lt an, politische Themen spielen in den Alltagsgespr&auml;chen wieder eine gr&ouml;&szlig;ere Rolle. Dabei handelt es sich weniger um bestimmte Themen, sondern um gesellschaftspolitische Richtungsfragen. Wie gef&auml;hrdet ist die parlamentarische Demokratie, wenn eine rechte, nationalistisch-v&ouml;lkische Partei erstarkt? Welche Ver&auml;nderungen kommen auf den Alltag zu durch Zuwanderung, sozio&ouml;konomische Ver&auml;nderungen, was bedeutet das jeweils f&uuml;r die widerstreitenden Vorstellungen von einer guten Gesellschaft? Kurz, es finden gesellschaftspolitische Auseinandersetzungen um die Art und Weise des zuk&uuml;nftigen Zusammenlebens statt &ndash; und die Beteiligung an Wahlen steigt.<\/li>\n<li>Die Zeit der Volksparteien, wie sie in der alten Bundesrepublik entstanden, ist vorbei. Das Parteiensystem hat sich ver&auml;ndert: Statt zwei gro&szlig;er Parteien und mehrere kleinere Parteien konkurrieren jetzt mehrere mittelgro&szlig;e Parteien und mehrere kleinere Parteien. Dadurch wird der m&ouml;gliche Wahlausgang hinsichtlich der Frage, welche Parteien die Regierung bilden werden, f&uuml;r die W&auml;hler und W&auml;hlerinnen un&uuml;bersichtlicher und taktische Entscheidungen schwerer. Die Orientierung an Personen, in der Regel an der Ministerpr&auml;sidentin bzw. an dem Ministerpr&auml;sidenten gewinnt an Bedeutung. Michael Kretschmer und Dietmar Woidke besa&szlig;en &uuml;ber die Grenzen der eigenen Parteianh&auml;nger hinaus gro&szlig;es Ansehen, eine Wechselstimmung gab es nicht, obwohl die Zustimmung zu ihren Parteien sank. Je n&auml;her die Frage, wer regieren soll\/wird, desto st&auml;rker zogen sie ihre Parteien in den Umfragen nach oben. Es wiederholte sich ein Bild aus dem Fr&uuml;hjahr 2016 in Baden-W&uuml;rttemberg und Rheinland-Pfalz: Der MP zog in einem Land seine Partei mit, die im anderen deutlich verlor.<\/li>\n<li>Die Transformation des Parteiensystems f&uuml;hrt zu schwierigen Regierungsbildungen. Sp&auml;testens nach diesen Wahlen m&uuml;ssen alle Parteien sich darauf einrichten, dass die altbekannten Muster der Regierungsbildung zur Ausnahme, die fr&uuml;here Ausnahme zur Regel wird. Die notwendige Bildung von &laquo;ungeliebten&raquo; Koalitionen wird einerseits die &ouml;ffentliche Debatte &uuml;ber den Charakter von Koalitionen demokratisieren, andererseits aber immer neue Nahrung f&uuml;r populistische Attacken gegen die &raquo;Altparteien&laquo;, die &laquo;Systemparteien&laquo; oder das &laquo;neoliberale Parteienkartell&raquo; liefern. M&ouml;glicherweise gewinnt in dem Ma&szlig;e, in dem die Anpassung an die neue Realit&auml;t gelingt, die R&uuml;ckkehr zu Koalitionswahlen an Bedeutung: Mehrere Parteien stellen ein gemeinsames Regierungsprogramm zur Wahl.<\/li>\n<li>Die AfD hat sich im Parteiensystem als feste Gr&ouml;&szlig;e etabliert. Die Frage, wie es andere Parteien &ndash; insbesondere die CDU &ndash; mit einer Zusammenarbeit halten werden, wird auch f&uuml;r die Entwicklung der AfD selbst an Bedeutung gewinnen. Die AfD steht vor der strategischen Entscheidung, den Weg der sich st&auml;ndig radikalisierenden Bewegung weiter zu verfolgen oder auf Umsetzung ihrer Mandatsmacht in Regierungsmacht zu setzen. Vereinigung wie die Werte-Union oder Personen wie H.-G. Maa&szlig;en fungieren bei letzterem als Br&uuml;ckentechniker. Seitens der anderen Parteien wird endlich zu realisieren sein, dass es sich bei der Wahlentscheidung f&uuml;r die AfD nicht um blo&szlig;en (einmaligen) Protest handelte, sondern eine Abwendung von anderen Parteien, ihren Programmen und gesellschaftspolitischen Vorstellungen. Wer AfD w&auml;hlt, will eine andere Gesellschaft.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/40926\/die-landtagswahlen-in-brandenburg-und-sachsen-2019\/\">Horst Kahrs\/RLS<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Sahra Wagenknecht zu den Wahlergebnissen<\/strong><br>\nNicht nur erneut eine Klatsche f&uuml;r die Gro&szlig;e Koalition, sondern auch eine dramatische Niederlage f&uuml;r DIE LINKE. Das machen bereits die ersten Hochrechnungen aus Sachsen und Brandenburg deutlich. Offensichtlich wird DIE LINKE von vielen ihrer fr&uuml;heren W&auml;hler nicht mehr als Kraft wahrgenommen, die ihre Interessen ernst nimmt und ihr Leben zum Besseren ver&auml;ndern will. Ich finde das schlimm und das muss sich &auml;ndern. DIE LINKE muss wieder zu einer Alternative f&uuml;r all diejenigen werden, die von der herrschenden Politik seit Jahren im Stich gelassen werden. F&uuml;r diejenigen, die zu Niedrigl&ouml;hnen schuften, die unter fehlender sozialer Infrastruktur leiden und die Angst vor Altersarmut haben. Wenn wir von diesen Menschen als gr&uuml;nliberale Lifestyle-Partei statt als ihre Stimme wahrgenommen werden, wenn sie das Gef&uuml;hl bekommen, dass wir auf sie herabsehen, weil sie nicht den hippen Gro&szlig;stadt-Code beherrschen, dann ist es nur normal, dass sie sich von uns abwenden. Das d&uuml;rfen wir nicht l&auml;nger zulassen!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/206307219386683\/posts\/nicht-nur-erneut-eine-klatsche-f%C3%BCr-die-gro%C3%9Fe-koalition-sondern-auch-eine-dramati\/2964040220280022\/\">Sahra Wagenknecht via FaceBook<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Das freundliche Sachsen hat gewonnen&rdquo;<\/strong><br>\nDie CDU atmet h&ouml;rbar auf: In Sachsen bleibt sie nach ARD-Hochrechnung st&auml;rkste Partei und l&auml;sst damit die AfD hinter sich. Ministerpr&auml;sident Kretschmer muss aber wom&ouml;glich eine Koalition auch mit den Gr&uuml;nen bilden, und das d&uuml;rfte ihm schwerfallen.<br>\nSie hatten zwischenzeitlich mit dem &Auml;u&szlig;ersten gerechnet, und um so erleichterter reagierten CDU-Anh&auml;nger, als nach Ausz&auml;hlung der Stimmen klar war: Die CDU bleibt in Sachsen trotz erheblicher Verluste st&auml;rkste Partei &ndash; vor einer deutlich erstarkten AfD.<br>\nZwar verliert die CDU 7,3 Prozentpunkte gegen&uuml;ber 2014. Ein Ergebnis von 32,1 Prozent bedeutet aber, dass Ministerpr&auml;sident Michael Kretschmer erneut eine Regierung bilden kann. Fraglich ist nur, mit wem.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/sachsen-landtagswahl-111.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Mehr als 60% der Sachsen haben entweder die AfD oder die CDU, deren s&auml;chsischer Landesverband von der AfD ohnehin oft nur marginal unterscheidbar ist, gew&auml;hlt. Das ist also der &bdquo;freundliche Sachsen&ldquo;? Auch wenn es sich hierbei um ein Zitat handelt, h&auml;tte die Tagesschau gut daran getan, auf diese &Uuml;berschrift zu verzichten. Aber auch aus PR-Sicht ist das Kretschmer-Zitat mehr als fragw&uuml;rdig &ndash; die Partei der &bdquo;freundlichen Sachsen&ldquo; hat immerhin fast sieben Prozentpunkte verloren und ist damit hinter der Linkspartei in absoluten Zahlen der zweitgr&ouml;&szlig;te Wahlverlierer.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was ist bitte das Freundliche an der CDU? Steuersenkungen f&uuml;r Unternehmen und Reiche, Ablehnung einer Verm&ouml;gensteuer (man bedenke die &bdquo;geifernden Angriffe&ldquo; gegen diese, wie es Heiner Flassbeck treffend formuliert hat), Bek&auml;mpfung einer Deckelung der Mieten (mit nicht minder harscher Rhetorik dagegen), &hellip;..<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>So h&auml;lt man die AfD auf Abstand<\/strong><br>\nGenauso geht Politik: Hingehen, zuh&ouml;ren, mit den Leuten diskutieren, auch wenn einem deren Spr&uuml;che nicht passen. Und dann handeln. Michael Kretschmer hat geschafft, wovon CDU-Parteifreunde in anderen L&auml;ndern tr&auml;umen: Er hat die AfD auf Abstand gehalten. Er hat f&uuml;r seine Partei und f&uuml;r den Staat Vertrauen zur&uuml;ckgewonnen. Er hat gezeigt, wozu ein &uuml;berzeugter Demokrat in der Lage ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/landtagswahl-in-sachsen-so-haelt-man-die-afd-auf-abstand\/24966550.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Realit&auml;tsverlust? Der Stimmenanteil der AfD ist in Sachsen geradezu explodiert. Hier sollte man auch die dramatischen Verlust der Linken betrachten. Sicher eine Folge des sch&auml;bigen Mobbings gegen Sahra Wagenknecht und einer falschen politischen Strategie, die sich auf eine links-urbane, akademische Klientel und die Identit&auml;ts- und Diversit&auml;tspolitik fokussierte. Riexinger und Kipping sollten endlich zur&uuml;cktreten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Abschaffung der Bundeswehr &ndash; das ist Klimaschutz!<\/strong><br>\nDer Kampf gegen die menschengemachten Ursachen des Klimawandels geht Hand in Hand mit dem Kampf gegen Krieg und Militarisierung. Eine Flugstunde des Jagdflugzeugs Eurofighter produziert mit 11 Tonnen Kohlenstoffdioxid so viel, wie durchschnittlich eine in Deutschland lebende Person im gesamten Jahr produziert. Das Pentagon hat gr&ouml;&szlig;ere Treibhausgasemissionen als Industriel&auml;nder wie D&auml;nemark und Schweden.<br>\nRede von Jacqueline Andres am 23. August 2019<br>\nbei der Kundgebung von Fridays for Future in T&uuml;bingen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-09-01\/die-abschaffung-der-bundeswehr-das-ist-klimaschutz\/?fbclid=IwAR2mbgXmMSPe-EH9iQcG9rPlVK-uBWSKef2XxJZyTYqzu50bPNoYuegsP_A\">Justice Now<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese Rede sollten sich vor allem diejenigen zu Gem&uuml;te f&uuml;hren, die meinen, Klimaschutz und Friedensengagement gegeneinander ausspielen zu m&uuml;ssen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Weltkrieg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Antikriegstag<\/strong><br>\nNie wieder Krieg! Das war die Lehre, die die Deutschen aus dem Zweiten Weltkrieg gezogen hatten. Folgerichtig setzte unsere Au&szlig;enpolitik auf gute Nachbarschaft, auf Abr&uuml;stung, gemeinsame Sicherheit, auf Frieden und Entspannung. Bundeskanzler Willy Brandt erhielt daf&uuml;r den Friedensnobelpreis.<br>\nHeute haben die meisten Politiker die Lehren des Zweiten Weltkriegs vergessen. Merkel, Kramp-Karrenbauer, Scholz, Maas, Habeck, Lindner und auch Gauland setzen &ndash; wenn auch mit unterschiedlichen Akzenten &ndash; auf Aufr&uuml;stung und Kriegsbeteiligung. Auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts soll der Milit&auml;rhaushalt steigen, wenn es nach Merkel und Kramp-Karrenbauer geht. Deutschland w&uuml;rde dann mehr Geld f&uuml;r R&uuml;stung und Krieg ausgeben als Russland.<br>\nAn den Sanktionen, die von der &bdquo;kriegerischsten Nation der Weltgeschichte&ldquo; USA (Jimmy Carter) betrieben werden, beteiligt sich die Bundesregierung und ist damit mitverantwortlich f&uuml;r den Tod vieler Menschen. Allein in Venezuela kamen in einem Jahr 40.000 Menschen ums Leben, weil laut den US-&Ouml;konomen Jeffrey Sachs und Mark Weisbrot die notwendigen Medikamente fehlten &ndash; die selbstverst&auml;ndlich auch Deutschland liefern k&ouml;nnte.<br>\nDeutsche Truppen stehen wieder an der russischen Grenze, die Bundeswehr beteiligt sich an v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriegen von Jugoslawien bis Syrien und deutsche Politiker faseln von Kriegsschiffen an der Stra&szlig;e von Hormus. Als ich Kramp-Karrenbauer nach ihrer Amtseinf&uuml;hrung als Kriegsministerin bezeichnete, waren einige hellauf emp&ouml;rt. Es scheint, wir beteiligen uns an v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriegen und wissen es noch nicht einmal. Selbst die Gr&uuml;nen sind meist dabei. So, als seien Waffenlieferungen und Kriege Beitr&auml;ge zum Umwelt- und Klimaschutz.<br>\nAls ich in den 80er Jahren mit einem Germanistik-Professor durch Sofia spazierte, blieb er vor dem &bdquo;Verteidigungsministerium&ldquo; stehen und sagte: &bdquo;Siehst Du, hier beginnt die L&uuml;ge. Fr&uuml;her stand da oben: &lsquo;Kriegsministerium&rsquo;. Solange der US-Kriegshaushalt von &uuml;ber 700 Milliarden Dollar &bdquo;Verteidigungshaushalt&ldquo; hei&szlig;t, wird die Welt belogen. Die &bdquo;westliche Wertegemeinschaft&ldquo;, die unter F&uuml;hrung der USA f&uuml;r viele blutige Kriege verantwortlich ist &ndash; ich erinnere nur an den vergessenen Krieg im Jemen &ndash; und ihre Propaganda-Medien orientieren sich immer noch an Churchill: &bdquo;Im Krieg ist die Wahrheit so kostbar, dass sie immer von einer Leibwache von L&uuml;gen umgeben sein sollte.&ldquo;<br>\nSiehe dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54500\">den engagierten Artikel von Albrecht M&uuml;ller auf den NachDenkSeiten<\/a>.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2493524470709005\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Mit &ldquo;Fassungslosigkeit&rdquo; reagiert Russland auf die fehlende Einladung f&uuml;r Putin<\/strong><br>\nMoskau hat sich ver&auml;rgert dar&uuml;ber gezeigt, dass Polen den russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin zu den diesj&auml;hrigen Gedenkfeiern aus Anlass des Weltkriegsbeginns vor 80 Jahren nicht eingeladen hat.<br>\nIn einer Erkl&auml;rung des russischen Au&szlig;enministeriums hie&szlig; es am Mittwoch, die Regierung habe mit &ldquo;Fassungslosigkeit&rdquo; zur Kenntnis genommen, dass Warschau nur an seine engen Verb&uuml;ndeten aus der Europ&auml;ischen Union und der Nato-Milit&auml;rallianz gedacht habe.<br>\nDabei werde unterschlagen, dass die Sowjetunion &ldquo;fraglos einen entscheidenden Beitrag zur Niederlage des Hitler-Reichs und zur Befreiung Polens von den Nazi-Aggressoren geleistet&rdquo; habe. (&hellip;)<br>\nDer Pressedienst des polnischen Pr&auml;sidenten Andrzej Duda erkl&auml;rte, der Schl&uuml;ssel zu den Einladungen sei &ldquo;nicht historischer&rdquo;, sondern &ldquo;zeitgen&ouml;ssischer&rdquo; Natur. An die &ldquo;dramatischen Ereignisse&rdquo; werde Polen zusammen mit den Staaten erinnern, mit denen es heute f&uuml;r den Frieden eng zusammenarbeite &ndash; in einer Welt, die auf der &ldquo;Beachtung des V&ouml;lkerrechts&rdquo; beruhe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/kriegsbeginn-vor-80-jahren-russland-fassungslos-putin-darf-nicht-zu-weltkriegs-gedenkfeier-in-polen_id_10483236.html\">Focus Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Weltkrieg? Fehlanzeige!<\/strong><br>\nDie Bundesregierung ignoriert den Termin. Der Bundestag l&auml;dt zu keiner Veranstaltung ein. Der Krieg gegen Polen ist in Deutschland kein Thema.<br>\nAm 1. September j&auml;hrt sich zum 80. Mal der deutsche &Uuml;berfall auf Polen &ndash; und damit der Beginn des Zweiten Weltkriegs. Es ist nicht so, dass das hierzulande gro&szlig; bemerkt w&uuml;rde oder gar Anlass f&uuml;r Erinnerung w&auml;re. Ganz im Gegenteil: Es gibt in Deutschland keine offizielle Veranstaltung von Bundestag oder Bundesregierung. Einzelne zivilgesellschaftliche Initiativen f&uuml;hren lokale Aktionen durch, es gibt vereinzelt Podiumsdiskussionen, und auch manche Gedenkst&auml;tte wird t&auml;tig. Mehr oder weniger ist damit allerdings die wissenschaftliche Besch&auml;ftigung mit dem Kriegsbeginn abgehakt, denn tats&auml;chlich findet hierzulande aus diesem Anlass keine einzige Konferenz statt. Der &bdquo;Polenfeldzug&ldquo; ist sogar f&uuml;r deutsche Historiker*Innen kein Thema mehr. (&hellip;)<br>\nDen Angriff auf Danzig hat G&uuml;nter Grass in seiner &bdquo;Blechtrommel&ldquo; k&uuml;nstlerisch verewigt, aber er blieb damit eine Ausnahme. Es ist bezeichnend, dass es auf Deutsch wohl mehr wissenschaftliche Untersuchungen zum &bdquo;Bromberger Blutsonntag&ldquo; gibt &ndash; also den polnischen Morden an ungef&auml;hr 400 Volksdeutschen &ndash; als zu den Zehntausenden Morden der Deutschen selbst. Die meisten dieser Untersuchungen erschienen in den 1950er bis 1970er Jahren und hatten durchaus etwas Relativierendes an sich. Sie passten beispielsweise zum Prozess gegen Erich von Manstein, der 1939 Generalstabschef der Heeresgruppe S&uuml;d gewesen war; 1949 stand er vor Gericht und wurde wegen Kriegsverbrechen zu 18 Jahren Haft verurteilt, nicht allerdings f&uuml;r Vergehen in Polen &ndash; was die Legende vom sauberen Krieg zu best&auml;tigen schien. (&hellip;)<br>\nMedien, staatliches und zivilgesellschaftliches Desinteresse bedingen und verst&auml;rken sich also gegenseitig. Die Aufmerksamkeits&ouml;konomien sind anders geartet. Die Folgen dieses Nichtwissens sind mangelndes Verst&auml;ndnis f&uuml;r unseren Nachbarn und europ&auml;ischen Partner. Sie verhindern eine Auss&ouml;hnung und sie verhindern einen ernsthaften Dialog, der nicht zuletzt den Austausch dar&uuml;ber umfasst, warum der Angriff auf Polen f&uuml;r uns nicht so wichtig ist wie f&uuml;r unser Nachbarland.<br>\nSo darf es nicht bleiben. Wir sollten uns tats&auml;chlich mit Polen und der deutsch-polnischen Geschichte auseinandersetzen. Das Gespr&auml;ch mit den Nachbarn suchen, und nicht nur mit dortigen Freunden, sondern auch mit unbequemen Partnern. Vor allem aber m&uuml;ssen wir lernen &ndash; und Unwissen und Stereotype &uuml;berwinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Essay-zum-Kriegsbeginn-vor-80-Jahren\/!5619126\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Steinmeier ruft Deutsche zu produktivem Streit zum Wohl der Demokratie auf<\/strong><br>\nBundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier hat die Deutschen zu produktivem politischen Streit zum Wohl der Demokratie aufgerufen. &ldquo;Es bringt nichts, sich vor den Problemen wegzuducken. Es bringt schon gar nichts, sich die W&uuml;tenden und Frustrierten einfach wegzuw&uuml;nschen. Sondern: Wer &uuml;berzeugen will, muss streiten k&ouml;nnen&rdquo;, sagte Steinmeier am Freitag laut Redetext bei der Er&ouml;ffnung des B&uuml;rgerfests in seinem Amtssitz Schloss Bellevue in Berlin.<br>\n&ldquo;Wer Mut zur Zukunft hat, der scheut auch den Streit nicht. Der wei&szlig; zu ringen um den besseren Weg, um die bessere Zukunft&rdquo;, sagte er. Mit Blick auf die beiden Landtagswahlen am Wochenende in Sachsen und Brandenburg mahnte Steinmeier sowohl Politiker als auch W&auml;hler, Verantwortung f&uuml;r die demokratische Streitkultur zu &uuml;bernehmen.<br>\n&ldquo;Ja, manchmal hat man es satt und will, dass die Politik sich &auml;ndert. Diese Leidenschaft und der Streit um die Zukunft geh&ouml;ren dazu. Aber eins sage ich ganz deutlich: Treibt unser Land nicht auseinander&rdquo;, sagte das Staatsoberhaupt. &ldquo;Diese Verantwortung tr&auml;gt jeder, der sich in unserem Land zur Wahl stellt, und an diese Verantwortung sollte auch jeder denken, der in die Wahlkabine geht.&rdquo;<br>\nDer Pr&auml;sident nahm zugleich ehrenamtliche Lokalpolitiker vehement gegen Anfeindungen in Schutz. &ldquo;Gemeinder&auml;te und B&uuml;rgermeister sind kein Freiwild und nicht Fu&szlig;abtreter der Frustrierten&rdquo;, sagte er. Sie seien &ldquo;das Fundament, auf dem das Geb&auml;ude unserer Demokratie steht&rdquo;. Hass und Verrohung d&uuml;rften in Deutschland nicht zur Normalit&auml;t werden.<br>\nEs gebe viele Beispiele von engagierten Menschen, sagte Steinmeier weiter. &ldquo;Leben wir nicht auch in einer Zeit, in der &uuml;berall junge Menschen auf die Stra&szlig;e gehen und ihre Zukunft auf dieser Erde einfordern?&rdquo; Er verwies au&szlig;erdem auf die Wahlbeteiligung bei den Europawahlen im Mai. Dazu k&auml;men Demonstranten &ldquo;auf der ganzen Welt, von Moskau bis Hongkong, die fordern, dass man ihre Rechte ernst nimmt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/newsticker\/news1\/article199461240\/Gesellschaft-Steinmeier-ruft-Deutsche-zu-produktivem-Streit-zum-Wohl-der-Demokratie-auf.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Das kann doch nicht sein! Einer der Hauptarchitekten der Agenda 2010 warnt vor einer Spaltung des Landes. Da steigt wirklich der Zorn in mir hoch.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Top-&Ouml;konom sieht das deutsche Wirtschaftssystem in Gefahr<\/strong><br>\nDurch radikale Markteingriffe wie den Mietendeckel oder Enteignungspl&auml;ne drohe ein R&uuml;ckfall in die 70er-Jahre, f&uuml;rchtet der Wirtschaftsweise Lars Feld. Diese Rezepte h&auml;tten allerdings schon damals nicht funktioniert.<br>\nDer Wirtschaftsweise Lars Feld sieht das deutsche Wirtschaftsmodell durch die massiven Markteingriffe wie den Berliner Mietendeckel und die Debatte &uuml;ber Enteignungen von Wohnungsbauunternehmen oder anderen Konzernen in ernsthafter Gefahr. &bdquo;Das bereitet mir gro&szlig;e Sorgen&ldquo;, sagte Lars Feld, Mitglied im Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage, WELT AM SONNTAG.<br>\n&bdquo;Wir sind inzwischen an einem Punkt angekommen, wo bestimmte Kr&auml;fte immer st&auml;rker werden, die die Republik komplett umkrempeln wollen.&ldquo; Und wenn die D&auml;mme zu br&ouml;ckeln anfingen, dann sei zu bef&uuml;rchten, dass sie irgendwann brechen, warnte der Wirtschaftsweise.<br>\n&bdquo;Es ist ersch&uuml;tternd, dass die Politik jetzt wieder mit genau den alten Rezepten kommt, die schon in der Vergangenheit nicht funktioniert haben&ldquo;, sagt der Top&ouml;konom weiter. Unternehmen wie die Salzgitter AG oder die Telekom seien als Staatsbetriebe fr&uuml;her viel uneffektiver gewesen. Und die &uuml;berzogenen Mietenregulierungen h&auml;tten in den 80er-Jahren die Wohnungsnot keineswegs behoben, sondern versch&auml;rft, weil damit Investitionen verhindert worden seien.<br>\nEinige wollen zur&uuml;ck in die 70er-Jahre<br>\nErst die marktwirtschaftlichen Reformen unter Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) und dessen Nachfolger Gerhard Schr&ouml;der (SPD) h&auml;tten dazu gef&uuml;hrt, dass &uuml;berbordende Staatsschulden und Massenarbeitslosigkeit verschwunden seien und Deutschland den l&auml;ngsten Aufschwung seit den Wirtschaftswunderjahren erlebt habe, sagte Feld. &bdquo;Trotzdem droht uns nun eine Restauration. Einige wollen partout zur&uuml;ck in die 70er-Jahre &ndash; und andere sehnen offenbar die DDR zur&uuml;ck.&ldquo;<br>\nDer stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Carsten Linnemann, f&uuml;hrt die verbreitete Zustimmung der W&auml;hler zu solchen Markteingriffen auf eine gewachsene Verunsicherung in weiten Teilen der Bev&ouml;lkerung zur&uuml;ck. Fundamentale Ver&auml;nderungen wie der rasante digitale Wandel der Arbeitswelt, der l&auml;ngerfristig Millionen Jobs bedrohe, oder die extreme Niedrigzinspolitik, die pl&ouml;tzlich das Schuldenmachen belohne und Sparen bestrafe, weckten bei vielen Menschen Zukunfts&auml;ngste.<br>\n&bdquo;Die linken Parteien nutzen diese Verunsicherung in der Bev&ouml;lkerung, um Konzepte auf die Agenda zu setzen, die bereits in der Vergangenheit und im Sozialismus mit Pauken und Trompeten gescheitert sind&ldquo;, sagte der CDU-Wirtschaftspolitiker der Zeitung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article199481054\/Oekonom-Lars-Feld-Berliner-Mietendeckel-gefaehrdet-Wirtschaftssystem.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Erg&uuml;sse der sturen Reichenlobbyistin Dorothea Siems zu lesen, ist manchmal nur &auml;rgerlich und meistens am&uuml;sant &ndash; so viel Unsinn auf einen Haufen bekommt man selten geboten. In diesem Artikel warnt ein anderer Unternehmens- und Reichenlobbyist, Lars Feld, dessen &Auml;u&szlig;erungen &uuml;blicherweise zwischen pointiertem Bl&ouml;dsinn und Menschenfeindlichkeit changieren, vor einer R&uuml;ckentwicklung in die 1970er Jahre der Bundesrepublik. Hmm. Was war da so schrecklich? Wenn man sich die Geschichte anschaut (<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/geschichte\/deutsche-einheit\/lange-wege-der-deutschen-einheit\/47242\/arbeitslosigkeit?p=all\">hier<\/a> oder <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arbeitslosenstatistik#Entwicklung_der_Arbeitslosenquote_in_Deutschland\">hier<\/a>), dann stieg die Zahl der Arbeitslosen von 1970 bis 1979 von 150.000 auf ca. 1 Million, d. h. von ca. 1 auf ca. 4 Prozent, w&auml;hrend die Lohnquote <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/schaubilder\/1104\">zwischen 66 und 68 Prozent schwankte<\/a>. Das Wirtschaftswachstum lag im Durchschnitt des Jahrzehnts bei ca. 3,5 Prozent und die Staatsverschuldung stieg von <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/4783\/umfrage\/anteil-der-schulden-des-oeffentlichen-gesamthaushalts-am-bip\/\">ca. 18 auf 30 Prozent des BIP an<\/a>. (Nahezu) Vollbesch&auml;ftigung, hohe L&ouml;hne, wenig Armut, ein gut ausgebauter Sozialstaat, ordentliches Wirtschaftswachstum und eine niedrige Staatsverschuldung: Feld hat viele gute Gr&uuml;nde, uns vor diesem gescheiterten Jahrzehnt zu warnen. Wie viel besser wurde es unter Kohl: die Staatsverschuldung stieg bis 1990 von 30 auf 40 Prozent an, die Arbeitslosigkeit auf 10 Prozent (1985), w&auml;hrend das Wirtschaftswachstum im Durchschnitt auf 2 bis 2,5 Prozent absackte. Phantastische Ergebnisse marktwirtschaftlicher &ldquo;Reformen&rdquo;! Aber so richtig spa&szlig;ig wurde es ja erst in den 1990er Jahren unter Kohl bzw. bis 2005 unter Schr&ouml;der: die (statistisch nach unten manipulierten) Arbeitslosenraten lagen durchg&auml;ngig zwischen 10 und 12 Prozent, die Staatsverschuldung scho&szlig; auf 60 bis 65 Prozent nach oben und die L&ouml;hne sanken parallel auf nie gekannte Niedriglohnniveaus. Man kann nur begr&uuml;&szlig;en, da&szlig; Feld solche tollen Erfolge herausstellt. Durch die &ldquo;marktwirtschaftlichen Reformen&rdquo; (unbezahlbare Steuergeschenke an Unternehmen) und die Staatshilfen in der Bankenkrise 2008\/2009 stieg die Staatsverschuldung auf astronomische H&ouml;hen von 95 Prozent des BIP, w&auml;hrend trotz akzeptablem Wirtschaftswachstum die Reall&ouml;hne von 2000 bis 2009 stagnierten. Die Armutsraten liegen offiziell bei (fast) 20 Prozent, die Ungleichheit war seit &uuml;ber 80 Jahren nicht mehr so hoch, Arbeitslose und Rentner w&uuml;hlen in M&uuml;lleimern: wahrlich sensationelle Erfolge. Jetzt mal ohne Flachs und Ironie: Siems und Feld sollten mal die Fakten studieren und erst anschlie&szlig;end eine Schlu&szlig;folgerung von sich geben. Und das Ergebnis ist f&uuml;r jeden sehenden und denkenden Menschen klar.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Jeder f&uuml;nfte Vollzeitbesch&auml;ftigte arbeitet f&uuml;r Niedriglohn<\/strong><br>\nBundesweit verdienten 4,14 Millionen Menschen &ndash; 19,3 Prozent der Vollzeitbesch&auml;ftigten &ndash; weniger als 2203 Euro brutto im Monat, wie aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linke-Bundestagsabgeordneten Susanne Ferschl hervorgeht. Das Papier liegt der Deutschen Presse-Agentur vor, zuvor hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) dar&uuml;ber berichtet. 2203 Euro im Monat sind die sogenannte Niedriglohnschwelle.<br>\n&ldquo;Die Bundesregierung l&auml;sst die Menschen in ihrer Not allein und h&auml;lt an ihrer verfehlten Arbeitsmarktpolitik fest&rdquo;, sagte Ferschl dem RND. Hartz IV habe Dumpingl&ouml;hne hervorgerufen, Millionen Menschen k&ouml;nnten von ihrer Arbeit nicht leben. &ldquo;Das kann sich eine Demokratie auf Dauer nicht leisten.&rdquo;<br>\nZwischen West- und Ostdeutschland klafft den Angaben zufolge eine gro&szlig;e L&uuml;cke: Lag in Westdeutschland der Anteil der Niedrigl&ouml;hner bei 16,5 Prozent, waren es in Ostdeutschland 32,1 Prozent. 26,5 Prozent der vollzeitbesch&auml;ftigten Frauen arbeiteten f&uuml;r einen Niedriglohn, bei den M&auml;nnern waren es 19,3 Prozent. Ziemlich hoch ist der Anteil der jungen Niedrigl&ouml;hner: In der Altersgruppe unter 25 Jahren waren es 40,6 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/wirtschaft\/jeder-fuenfte-vollzeitbeschaeftigte-arbeitet-fuer-niedriglohn-zr-12961477.html\">Merkur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> F&uuml;r Gesamtdeutschland eine grauenhafte Situation, aber f&uuml;r Ostdeutschland noch einmal viel schlimmer: da arbeitet jeder Dritte f&uuml;r einen Niedriglohn. Und dann tut man ganz verwundert, warum die Ostdeutschen mit ihrer Lage nicht zufrieden sind. Da&szlig; die Klatsche f&uuml;r CDU und SPD bei den Landtagswahlen nicht noch krasser ausgefallen ist, ist reines Gl&uuml;ck &ndash; es gibt keine Garantie, da&szlig; die labile Gerade-noch-so-Mehrheit von Dauer sein wird. Ferschl sagt zu Recht, da&szlig; sich eine Demokratie eine solche Arbeitsmarktpolitik auf Dauer nicht leisten kann &ndash; nicht nur die AfD, auch die anderen Parteien sind Undemokraten, wenn man unter &ldquo;Demokratie&rdquo; die Herrschaft der Mehrheit versteht, gegen deren Interessen sie regieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Jeder dritte ostdeutsche Arbeitnehmer erh&auml;lt Niedriglohn<\/strong><br>\nJeder dritte sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte in Ostdeutschland arbeitet trotz Vollzeitbesch&auml;ftigung f&uuml;r einen Niedriglohn. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) berichtet. Demnach sind in Ostdeutschland mehr als 1,2 Millionen in Vollzeit Besch&auml;ftigte zu Niedrigl&ouml;hnen angestellt &ndash; das entspricht einem Anteil von 32,1 Prozent aller ostdeutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.<br>\nDeutschlandweit sind 19,3 Prozent aller in Vollzeit Besch&auml;ftigten unter der sogenannten Niedriglohnschwelle von 2.203 Euro brutto angestellt. In den westdeutschen Bundesl&auml;ndern liegt der Anteil der Niedriglohnempf&auml;nger in Vollzeitjobs bei 16,5 Prozent.<br>\n&ldquo;Die Bundesregierung l&auml;sst die Menschen in ihrer Not allein und h&auml;lt an ihrer verfehlten Arbeitsmarktpolitik fest&rdquo;, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Susanne Ferschl. Die gro&szlig;e Verbreitung von Niedrigl&ouml;hnen f&uuml;hrte sie auch auf Hartz IV zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2019-08\/einkommensverteilung-ostdeutschland-niedriglohn-vollzeit-arbeitnehmer\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und welchen Personen hat die zu Niedrigl&ouml;hnen t&auml;tige Arbeitnehmerschaft das zu verdanken? Entscheidend mitgewirkt hat der heutige Bundespr&auml;sident. Sein fr&uuml;herer Chef, Gerhard Schr&ouml;der, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4480\">sagte 2005 als Bundeskanzler in Davos:<\/a><\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt. (&hellip;)<br>\nWir haben einen funktionierenden Niedriglohnsektor aufgebaut, und wir haben bei der Unterst&uuml;tzungszahlung Anreize daf&uuml;r, Arbeit aufzunehmen, sehr stark in den Vordergrund gestellt. Es hat erhebliche Auseinandersetzungen mit starken Interessengruppen in unserer Gesellschaft gegeben. Aber wir haben diese Auseinandersetzungen durchgestanden. Und wir sind sicher, dass das ver&auml;nderte System am Arbeitsmarkt erfolgreich sein wird.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Senatorin Katrin Lompscher stellt wichtigste Inhalte des Referentenentwurfs zum Mietendeckel vor<\/strong><br>\nSeit Wochen wird bundesweit &uuml;ber die Einf&uuml;hrung eines Berliner Mietendeckels diskutiert. Am heutigen Freitag, 30. August 2019, stellte Katrin Lompscher, Senatorin f&uuml;r Stadtentwicklung und Wohnen, die zentralen Inhalte des Referentenentwurfs vor. Er basiert auf den Eckpunkten zum Mietendeckel, welche der Senat am 18. Juni beschlossen hat, und auf den Ergebnissen der Verst&auml;ndigung in der Koalition.<br>\nDie wichtigsten Inhalte des Referentenentwurfs\n<ul>\n<li>Mit Inkrafttreten des Gesetzes gilt ein Mietenstopp, d.h. die Mieten werden auf dem Stand vom 18. Juni 2019 (Stichtagsregelung) eingefroren.<\/li>\n<li>Je Baualtersklasse wird eine zul&auml;ssige Mietobergrenze definiert (Mietentabelle). Diese liegt &ndash; f&uuml;r normal ausgestattete Wohnungen &ndash; zwischen 5,95 Euro und 9,80 Euro. Die maximal zul&auml;ssigen Mieth&ouml;hen werden ermittelt ausgehend von den Werten des Mietspiegels 2013, indiziert mit der Preis- und Lohnentwicklung.<\/li>\n<li>Zu den Werten der Mietentabelle sind Zuschl&auml;ge m&ouml;glich, sofern sich die Wohnung in einem Geb&auml;ude mit maximal zwei Wohnungen befindet (10 Prozent) oder wenn in den letzten 15 Jahren Modernisierungen vorgenommen worden sind (maximal 1,40 Euro pro Quadratmeter).<\/li>\n<li>Die zul&auml;ssigen Mieth&ouml;hen laut Mietentabelle gelten f&uuml;r die Wiedervermietung und f&uuml;r Absenkungsantr&auml;ge.<\/li>\n<li>Mietabsenkungen auf die Mietobergrenze sind auf Antrag m&ouml;glich, wenn die bisherige Nettokaltmiete 30 Prozent des Haushaltseinkommens &uuml;bersteigt. Das Verfahren wird in Anlehnung an die entsprechenden Regelungen der Kooperationsvereinbarung mit den st&auml;dtischen Wohnungsbaugesellschaften ausgestaltet.<\/li>\n<li>Der Referentenentwurf sieht einen &bdquo;atmenden&ldquo; Mietendeckel vor. Erm&ouml;glicht werden moderate Mieterh&ouml;hungen bis zur Mietobergrenze, die sich an der j&auml;hrlichen Inflationsrate orientieren. Au&szlig;erdem wird eine Anpassungsm&ouml;glichkeit der Mietentabelle vorgesehen.<\/li>\n<li>Kosten f&uuml;r Modernisierungen bis zu 1 Euro pro Quadratmeter m&uuml;ssen beim Bezirksamt angezeigt werden. Dar&uuml;ber hinaus gehende Modernisierungsvorhaben bed&uuml;rfen der Genehmigung. Im Rahmen der Genehmigung werden die Erforderlichkeit der Ma&szlig;nahme und die Angemessenheit der Kosten gepr&uuml;ft.  <\/li>\n<li>Aus Gr&uuml;nden der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit wird eine wirtschaftliche H&auml;rtefallklausel vorgesehen. Vermieterinnen und Vermieter, die nachweisen k&ouml;nnen, dass eine &uuml;ber die Mietobergrenze hinausgehende Mieth&ouml;he zur Vermeidung von dauerhaften Verlusten oder zur Substanzgef&auml;hrdung der Mietsache erforderlich ist, k&ouml;nnen einen entsprechenden Antrag stellen.<\/li>\n<li>F&uuml;r soziale H&auml;rtef&auml;lle wird eine Mietzuschussregelung eingef&uuml;hrt. Diese sieht vor, dass WBS-berechtigte Mieterinnen und Mieter f&uuml;r die Differenz zwischen der genehmigten Mieth&ouml;he und der Mietobergrenze einen Zuschuss erhalten.<\/li>\n<li>F&uuml;r die Durchf&uuml;hrung des Gesetzes sind die Bezirks&auml;mter die zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden. Sie k&ouml;nnen sich der Unterst&uuml;tzung durch die IBB und gegebenfalls weiterer Beliehener bedienen.<\/li>\n<li>Das Gesetz gilt f&uuml;r f&uuml;nf Jahre.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stadtentwicklung.berlin.de\/\/aktuell\/pressebox\/archiv_volltext.shtml?arch_1908%2Fnachricht6785.html\">Berlin.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu: Top-&Ouml;konom sieht das deutsche Wirtschaftssystem in Gefahr<\/strong><br>\nDurch radikale Markteingriffe wie den Mietendeckel oder Enteignungspl&auml;ne drohe ein R&uuml;ckfall in die 70er-Jahre, f&uuml;rchtet der Wirtschaftsweise Lars Feld. Diese Rezepte h&auml;tten allerdings schon damals nicht funktioniert.<br>\nDer Wirtschaftsweise Lars Feld sieht das deutsche Wirtschaftsmodell durch die massiven Markteingriffe wie den Berliner Mietendeckel und die Debatte &uuml;ber Enteignungen von Wohnungsbauunternehmen oder anderen Konzernen in ernsthafter Gefahr. &bdquo;Das bereitet mir gro&szlig;e Sorgen&ldquo;, sagte Lars Feld, Mitglied im Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage, WELT AM SONNTAG.<br>\n&bdquo;Wir sind inzwischen an einem Punkt angekommen, wo bestimmte Kr&auml;fte immer st&auml;rker werden, die die Republik komplett umkrempeln wollen.&ldquo; Und wenn die D&auml;mme zu br&ouml;ckeln anfingen, dann sei zu bef&uuml;rchten, dass sie irgendwann brechen, warnte der Wirtschaftsweise.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article199481054\/Oekonom-Lars-Feld-Berliner-Mietendeckel-gefaehrdet-Wirtschaftssystem.html\">Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Waren die 1970er Jahre tats&auml;chlich so schlecht? Zumindest waren Altersarmut und andere soziale &Auml;ngste wohl nicht so stark verbreitet wie sie heute sind &ndash; sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland.<\/em><\/p>\n<p><em>Die NachDenkSeiten haben &uuml;ber den Berliner Mietendeckel bereits berichtet. Insbesondere <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54415#h02\">die kurzen Ausf&uuml;hrungen von Oskar Lafontaine<\/a> passen sehr gut als Antwort auf die Bef&uuml;rchnungen des &bdquo;Wirtschaftsweisen&ldquo; Feld.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schulze fordert Zertifizierung f&uuml;r brasilianisches Fleisch<\/strong><br>\nBundesumweltministerin Svenja Schulze schl&auml;gt vor, die Nachhaltigkeitsregeln des Freihandelsabkommens Mercosur zwischen der Europ&auml;ischen Union und lateinamerikanischen Staaten um ein Zertifizierungssystem f&uuml;r Fleisch zu erg&auml;nzen.<br>\n&ldquo;Soja und Rindfleisch sollten nur dann importiert werden d&uuml;rfen, wenn die Produktion nachweislich nicht dem Regenwald schadet&rdquo;, sagte die SPD-Politikerin dem SPIEGEL. &ldquo;Es ist schwer zu ertragen, dass die EU Sojakraftfutter und Rindfleisch aus Gegenden importiert, wo Regenwald gerodet oder verbrannt wurde.&rdquo;<br>\nIn Brasilien brennen seit Wochen gro&szlig;e Fl&auml;chen des Amazonas. Pr&auml;sident Jair Bolsonaro geht dagegen bislang nur halbherzig vor.<br>\nSchulzes Vorschlag ist im Vergleich zu anderen Reaktionen noch moderat. Verschiedene EU-Staaten haben sich komplett gegen eine Ratifizierung des Mercosur-Vertrags ausgesprochen, um den Druck auf Bolsonaro zu erh&ouml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/mercosur-svenja-schulze-fordert-zertifizierung-fuer-brasilianisches-fleisch-a-1284497.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Das von der chemischen Industrie in Deutschland dominierte Agro-Business diktiert auch die Umwelt- und Handelspolitik der SPD. Eine differenzierte Betrachtung des EU-Mercosur-Abkommens kann sich die SPD gar nicht mehr leisten. Da k&ouml;nnte die IG BCE (Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie) n&auml;mlich b&ouml;se werden. Ein Nachhaltigkeits-Zertifikat auf Soja und Fleisch ausgerechnet von denjenigen zu fordern, welche die Brandrodungen aktiv f&ouml;rdern, ist wirklich nur noch d&auml;mlich und zynisch.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Was wollen Radfahrende?<\/strong><br>\nDas Bundesverkehrsministerium hat heute erste Ergebnisse der B&uuml;rgerbeteiligung zum Nationalen Radverkehrsplan 3.0 (NRVP) ver&ouml;ffentlicht. Zwischen dem 13. Mai und dem 30. Juni 2019 konnten B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger ihre Ideen einreichen und den Radverkehr in Deutschland laut Ministerium mitgestalten. Eines wird bei den Ergebnissen ganz deutlich: Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland sind unzufrieden mit der Infrastruktur.<br>\nWonach entscheiden Sie, ob Sie im Alltag Fahrrad fahren oder nicht? Top-Antwort: Gibt es komfortable Radwege und sichere Kreuzungen?<br>\nWas st&ouml;rt Sie beim Fahrradfahren? Top-Antwort: Zu wenig, fehlende oder schlechte Radwege, unsichere Kreuzungen.<br>\nWelche Erwartungen haben Sie an einen Nationalen Radverkehrsplan der Bundesregierung? Top-Antwort: Dass der Bund sich f&uuml;r eine fl&auml;chendeckende und komfortable Radverkehrsinfrastruktur stark macht.<br>\nSo sieht es denn auch bei der Priorisierung der acht Leitziele des Nationalen Radverkehrsplans aus. Mit Abstand auf Platz eins (bei Mehrfachnennung) liegt ein &bdquo;l&uuml;ckenloser Radverkehr in Deutschland&ldquo;. Das Bundesverkehrsministerium weist aber gleich darauf hin, dass die Verantwortung bei den L&auml;ndern und Kommunen liegt und der Bund lediglich &bdquo;eine aktive Rolle als Moderator, Koordinator und Impulsgeber f&uuml;r eine bundesweite Radverkehrsf&ouml;rderung&ldquo; &uuml;bernimmt. Schlie&szlig;lich sei der Bund auch nur f&uuml;r Radwege an Bundesstra&szlig;en zust&auml;ndig. Das ist richtig, er k&ouml;nnte es den Kommunen aber auch leichter machen &ndash; indem er viel h&ouml;here Mittel f&uuml;r den Radwegbau zur Verf&uuml;gung stellt. Neben dem fehlenden Mut in den Kommunen sind die fehlenden Mittel &ndash; finanziell und personell &ndash; n&auml;mlich ein Haupthindernis beim Ausbau guter Radverkehrsinfrastruktur. Und das w&auml;re auch m&ouml;glich, wie ein Rechtsgutachten zeigt, dass die Bundestagsfraktion von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen in Auftrag gegeben wurde. Der Bund hat mehr Handlungsspielraum, als er nutzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/itstartedwithafight.de\/2019\/08\/17\/was-wollen-radfahrende\/\">it started with a fight &hellip;<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Darf Krieg nach Gottes Willen sein?<\/strong><br>\nFernando Enns und Sigurd Rink im Gespr&auml;ch mit Kirsten Dietrich<br>\nDie christlichen Kirchen sind dem Frieden verpflichtet. Und doch begleiten Seelsorger Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr. Wie kann das zusammengehen: radikales Eintreten f&uuml;r Frieden und das Dulden von Krieg als letztem Mittel?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/streitgespraech-zur-friedensethik-darf-krieg-nach-gottes.1278.de.html?dram:article_id=457702\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Schluss mit Johnsons populistischer Kabale!<\/strong><br>\nWir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um den katastrophalen No-Deal-Brexit zu verhindern. Die konservative Regierung hat kein Mandat daf&uuml;r. Einen vertragslosen Brexit durchzudr&uuml;cken, der von der Mehrheit der Gesellschaft abgelehnt wird, ist ein Blitzangriff auf unsere Demokratie.<br>\nDie meisten Menschen in Britannien lehnen den No-Deal-Brexit der Tories ab. Johnsons Regierung will den vertragslosen Brexit nutzen, um eine Steueroase f&uuml;r Superreiche zu schaffen und um mit Trump einen unterw&uuml;rfigen Handelsvertrag abzuschlie&szlig;en. Der No-Deal-Brexit w&uuml;rde Arbeitspl&auml;tze zerst&ouml;ren, die Preise in die H&ouml;he treiben und die Institutionen unseres Sozialstaats f&uuml;r US-Unternehmen &ouml;ffnen. Der &uuml;berwiegende Teil der Gesellschaft will diesen Trump-Brexit nicht, genauso wenig wie den Crashkurs.<br>\nJohnson und die anderen Konservativen, die 2016 die Austrittskampagne betrieben haben, versprachen den Menschen einen Austrittsvertrag. Und als Au&szlig;enminister verk&uuml;ndete Johnson 2017: &raquo;Es gibt keinen Plan f&uuml;r einen No-Deal-Brexit, weil wir einen Vertrag durchsetzen werden.&laquo;[1]<br>\nDas ist ihnen aber ganz offensichtlich nicht gelungen. Und jetzt, mit der Angst in Nacken, wegen seines Plans eines r&uuml;cksichtslosen Trump-Deal-Brexit zur Rechenschaft gezogen zu werden, hat Johnson beschlossen, das Parlament zum Schweigen zu bringen, damit es genau das nicht einfordern kann.<br>\nAber wir m&uuml;ssen nicht ins Jahr 2017 zur&uuml;ckgehen, um die Bezugspunkte f&uuml;r die vielen abrupten Kehrtwenden des neuen Premierministers zu finden, in fast jeder seiner politischen Positionen. Erst Ende Juli hatte er den EU-B&uuml;rger*innen versprochen,[2] er wolle zum Schutz ihrer Rechte die entsprechenden Gesetze auf den Weg bringen. Jetzt erfahren wir, dass die neue Innenministerin die Personenfreiz&uuml;gigkeit am 1. November beenden wird,[3] und zwar ohne neue Einwanderungsregeln oder Schutzma&szlig;nahmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/schluss-mit-johnsons-populistischer-kabale\/\">Sozialismus<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Drei gegen Nord Stream 2: USA, Ukraine und Polen unterzeichnen Gasabkommen &ndash; Medien<\/strong><br>\nDas Abkommen &bdquo;&Uuml;ber die Kooperation zum Zweck der Festigung der regionalen Sicherheit der Lieferungen von Naturgas&ldquo; haben der Vertreter Polens zu Fragen der strategischen Energieinfrastruktur, Pjotr Naimski, der US-Minister f&uuml;r Energie, Rick Perry, und der Sekret&auml;r des Rates f&uuml;r nationale Sicherheit und Verteidigung der Ukraine, Alexander Daniljuk, unterzeichnet. (&hellip;)<br>\nIn dem Abkommen geht es um Kooperation &bdquo;im Bereich der Reformierung des ukrainischen Gasmarktes, der Infrastruktur des Gasimportes Polens, die ukrainische Infrastruktur der Lagerung und des Exports von amerikanischem Fl&uuml;ssiggas sowie um die Entwicklung von Gas-Konnektoren in der Region&ldquo;. Das Abkommen sieht zudem die F&ouml;rderung der Lieferungen vom Naturfl&uuml;ssiggas aus den USA vor. (&hellip;)<br>\nAlle drei L&auml;nder kritisieren aktiv das Projekt Nord Stream 2, das den Bau von zwei Gaspipelinestr&auml;ngen von der russischen K&uuml;ste &uuml;ber die Ostsee bis nach Deutschland vorsieht. In Kiew zeige man sich besorgt, Einkommen vom Transit des russischen unsichtbaren Energietr&auml;gers nach Europa zu verlieren, und in Washington halte man das Projekt f&uuml;r Bedrohung f&uuml;r seine Pl&auml;ne hinsichtlich des Exportes vom Naturfl&uuml;ssiggas. Polen bezeichne seinerseits das Projekt als &bdquo;politisch motiviert&ldquo;.<br>\nDie russischen Beh&ouml;rden hatten mehrmals betont, dass das Projekt Nord Stream 2 einen ausschlie&szlig;lich wirtschaftlichen Charakter habe und auf die Erh&ouml;hung der europ&auml;ischen Energiesicherheit gezielt sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/wirtschaft\/20190831325677926-drei-gegen-nord-stream-2-usa-ukraine-und-polen-unterzeichnen-gasabkommen--medien\/\">Sputnik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39374\">US-Angriff auf Nord Stream 2 &ndash; warum ist Merkel auf einmal so kleinlaut?<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49210\">Dissens bei Nord Stream 2. Deutschland &ndash; verraten und verkauft. Von Wolfgang Bittner.<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&bdquo;Moralisch hat Polen einen Anspruch darauf&ldquo;<\/strong><br>\nPolen habe 1990 nicht die M&ouml;glichkeit gehabt, einen echten Friedensvertrag mit Reparationszahlungen durchzusetzen, sagte die Journalistin Aleksandra Rybinska im Dlf. Das Land sei damals wirtschaftlich und politisch zu schwach gewesen. Die heutigen Reparationsforderungen h&auml;tten dabei mehrere Funktionen. (&hellip;)<br>\nM&uuml;ller: Wollen wir das ganz kurz f&uuml;r die H&ouml;rer noch einmal doppelt unterstreichen, die Argumentation der deutschen Regierung, damit das noch einmal klar wird? Der Regierungssprecher Steffen Seibert sagt, es hat 1953 einen offiziellen Reparationsverzicht der polnischen Seite gegeben. Dann gab es den deutsch-polnischen nachbarschaftsvertrag, Normalisierung der Beziehungen, Ostpolitik von Willy Brandt 1970. Auch da war von Reparationen keine Rede mehr. Und dann bei den von Ihnen auch angesprochenen Zwei-plus-Vier-Verhandlungen 1990 gab es auch keine Reparationsanspr&uuml;che von Warschau.<br>\nWenn ich Sie richtig verstanden habe, haben die damaligen Politiker aus Ihrer Sicht v&ouml;llig falsch gehandelt und haben sich das auch gar nicht getraut, auf die Agenda zu setzen? Jetzt ist es anders? (&hellip;)<br>\nRybinska: Die damaligen Politiker hatten wirklich nicht die M&ouml;glichkeit, diese Reparationen einzufordern. Polen war politisch schwach, war wirtschaftlich schwach, wir kamen gerade aus dem Kommunismus heraus. Und ich denke, man hat dieses Thema damals deshalb nicht weiterverfolgt. Ich habe letztens in der &bdquo;Welt&ldquo; gelesen, dass das ein riesen Erfolg Helmut Kohls war, dass der Zwei-plus-Vier-Vertrag kein Friedensvertrag war. Wenn es ein Friedensvertrag gewesen w&auml;re, dann h&auml;tten Reparationen dort in diesem Vertrag stehen m&uuml;ssen. Das ist nun mal so. Und das ist ein riesen Erfolg f&uuml;r die deutsche Diplomatie, dass es kein Friedensvertrag ist und dass man festgelegt hat, man wird auch keinen Friedensvertrag mehr abschlie&szlig;en. (&hellip;)<br>\nRybinska: Und die Frage, ob moralisch Reparationen nicht h&auml;tten ausgezahlt werden sollen. Ich glaube, moralisch hat Polen durchaus einen Anspruch darauf.<br>\nM&uuml;ller: Frau Rybinska, wir haben das versucht, noch einmal zu sortieren. Es sind viele Zahlen, die auch im Internet kursieren. Ein Rechtsgutachten, was in Polen ver&ouml;ffentlicht worden ist, was auch der deutschen Seite dann bekanntgegeben wurde, geht von Zahlen aus: 840 Milliarden bis 850 Milliarden. Korrigieren Sie mich, wenn Sie das anders im Kopf haben. Das ist die Zahl, die wir gefunden haben. Ist das tats&auml;chlich die Forderung Warschaus an Berlin?<br>\nRybinska: Das ist die Forderung, obwohl der Abgeordnete Arkadiusz Mularczyk gerade noch daran arbeitet, das genau zu beziffern. Aber das ist grosso modo mehr oder weniger die Forderung. Ich sage nat&uuml;rlich nicht, dass die polnische Regierung der Meinung ist, dass sie diese Reparationszahlung bekommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/reparationsforderungen-an-deutschland-moralisch-hat-polen.694.de.html?dram:article_id=457671\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong>  Derzeit sind die deutsch-polnischen Beziehungen nicht gut. Aber war die westdeutsche Position in den Jahren 1953, 1970 und 1990 wirklich so stark, um Polen zu einem Verzicht auf Reparationsanspr&uuml;che bewegen zu k&ouml;nnen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Stadt und die Spalter<\/strong><br>\nDer Osnabr&uuml;cker Stadtteil Schinkel hat viele Probleme, bauliche und soziale. Sein gr&ouml;&szlig;tes ist die CDU: Sie sch&uuml;rt Ressentiments und Angst. (&hellip;)<br>\nDass es hier &bdquo;erh&ouml;hten Aufmerksamkeitsbedarf&ldquo; gebe, das erkl&auml;rte Ende 2018 auch Karin Heinrich, Leiterin des Fachbereichs Integration, Soziales und B&uuml;rgerengagement der Stadt Osnabr&uuml;ck; gefragt hatte danach die CDU-Ratsfraktion.<br>\nDeren Vorsitzender Fritz Brickwedde goss Anfang Juli erneut &Ouml;l ins populistische Feuer &ndash; ausgerechnet im Rahmen der &bdquo;Osnabr&uuml;cker Friedensgespr&auml;che&ldquo;, die seit 1986 Stadt und Universit&auml;t gemeinsam veranstalten. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Wir haben bulgarische Menschen in Osnabr&uuml;ck&ldquo;, sagte der Christdemokrat, &bdquo;die in ganz gro&szlig;er Mehrheit nicht arbeiten, sondern nur Sozialleistungen empfangen und in vieler Hinsicht Probleme bereiten.&ldquo; Und weiter: &bdquo;Ob wir sie jemals integrieren k&ouml;nnen und ob die sich auch selber integrieren wollen, da darf man ein Fragezeichen machen.&ldquo; Es seien &bdquo;Menschen, die hier gar nicht arbeiten wollen&ldquo;. Eine Zuh&ouml;rerin im Ratssitzungssaal warf ihm Rassismus vor.<br>\nBrickweddes pauschale &Auml;u&szlig;erungen stehen auf wackligen F&uuml;&szlig;en: Von rund 2.200 Bulgar*innen in Osnabr&uuml;ck beziehe weniger als ein Drittel Sozialleistungen, ist seitens der Stadtverwaltung zu erfahren. Besonders viele Straftaten und Ordnungswidrigkeiten begehen sie auch nicht: Das hat Hauptkommissar Ralf Seiger, Zentraler Kriminaldienst der Polizeiinspektion Osnabr&uuml;ck, j&uuml;ngst in Der Kriminalist ausgef&uuml;hrt, der Zeitschrift des Bundes deutscher Kriminalbeamter.<br>\nNach 18 Monaten Ermittlungsarbeit sei klar, &bdquo;dass bei den bulgarischen Arbeitsuchenden keine ex-plizite Delinquenz auszumachen ist&ldquo;. Die entsprechende Gruppe neige &bdquo;nicht in h&ouml;herem Ma&szlig;e zu Straftaten als Mitb&uuml;rger, die bereits seit langer Zeit in Deutschland ans&auml;ssig sind&ldquo;, so Seiger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Verunglimpftes-Quartier-in-Osnabrueck\/!5617988\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Einige Themen werden nicht einmal erw&auml;hnt: Stichwort Drogen- und Menschenhandel. Tags&uuml;ber sind Drogen (meist wohl Marihuana) konsumierende und verkaufende M&auml;nner zu sehen, wogegen vorbeifahrende Polizeistreifen wenig hilfreich sein d&uuml;rften. Zwangsprostitution wird vermutet.<\/em><\/p>\n<p><em>Vor Ort kann der Eindruck gewonnen werden, dass Clanstrukturen vorherrschen. Manches erinnert an Dokumentationen &uuml;ber Clans in Berlin &ndash; allerdings in einem viel kleineren Ma&szlig;stab.<\/em><\/p>\n<p><em>Zu bef&uuml;rchten ist, dass es deutschlandweit viele Orte gibt, die dem Osnabr&uuml;cker Schinkel &auml;hneln. Und auch hier kann erkannt werden, dass das neoliberale Gerede vom &bdquo;schlanken Staat&ldquo; zum Scheitern verurteilt ist. Wer auf Personal bei Polizei und Ordnungs&auml;mtern sowie f&uuml;r Sprach- und andere Integrationsma&szlig;nahmen &bdquo;sparen&ldquo; m&ouml;chte, muss sich &uuml;ber Clan-Strukturen und Parallelgesellschaften nicht wundern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Nimm das, Rezo!<\/strong><br>\n150 000 Aufrufe und 30 000 Dislikes: Wie die CSU sich auf Youtube l&auml;cherlich macht.<br>\nDie CSU h&auml;tte gerne &ndash; wer h&auml;tte das nicht? &ndash; ein moderneres Image. Sie m&ouml;chte erfolgreicher sein, sprich: gr&uuml;ner, sozialer, achtsamer, hipper und j&uuml;nger. Daher sah man zuletzt Bilder, auf denen Bayerns Ministerpr&auml;sident Markus S&ouml;der B&auml;ume umarmt. Und aus demselben Grund baut die Partei gerade ihre Kommunikationsabteilung komplett um. Das alte Schlachtross Bayernkurier etwa schickt man in den wohlverdienten Ruhestand. Und Social Media soll k&uuml;nftig &ndash; na klar &ndash; eine gr&ouml;&szlig;ere Rolle spielen. Im Herbst wird die neue Strategie vorgestellt. Und nun? Prescht die Berliner Landesgruppe wieder vor und droht, die schicke neue Medienkompetenz zu unterminieren.<br>\n&ldquo;Armin&rdquo; hei&szlig;t die mediale Waffe, die Landesgruppenchef Alexander Dobrindt auf Youtube ins Rennen schickt. Am Samstag ging Armin Petschner, der im analogen Leben Social-Media-Verantwortlicher der CSU-Landesgruppe ist und im Netz ohne Nachnamen auskommt, mit einem F&uuml;nfminuten-Video online. [&hellip;]<br>\nBisher sieht es nicht so aus, als h&auml;tte sich die CSU mit der Reihe einen Gefallen getan. Die Machart des Videos wirkt, als sei man einem Bauplan f&uuml;r jugendliche Youtube-Beitr&auml;ge gefolgt, hektische Umschnitte, hyperironischer Tonfall, Sprechblasen- und genretypische &ldquo;Fail&rdquo;-Einblendungen als Bewertungsgadget inklusive. Die Zuschauer scheinen das in etwa so glaubw&uuml;rdig zu finden wie die Facebook-Party, zu der einst Horst Seehofer in die M&uuml;nchener Edeldisco P 1 lud und f&uuml;r die Dobrindt damals als CSU-Generalsekret&auml;r verantwortlich zeichnete. Schon auf die ersten 150 000 Aufrufe kamen rund 30 000 Dislikes.<br>\nDie Kommentare fielen angesichts der Anbiederei verheerend aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/rezo-csu-youtube-1.4583729\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dieses Video zeigt vor allem, wie ernst die CSU junge W&auml;hler nimmt &hellip; n&auml;mlich &uuml;berhaupt nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>To Fight Corporate &lsquo;Assault on Journalism,&rsquo; Sanders Unveils Plan to Stop Big Media Mergers and Bolster Independent News<\/strong><br>\n&ldquo;We cannot sit by and allow corporations, billionaires, and demagogues to destroy the Fourth Estate, nor can we allow them to replace serious reporting with infotainment and propaganda.&rdquo; (&hellip;)<br>\nTo fight the corporate assault on journalism&mdash;which Sanders noted has been made &ldquo;far worse&rdquo; by President Donald Trump&rsquo;s &ldquo;authoritarian bullying&rdquo;&mdash;the senator&rsquo;s plan would:\n<ul>\n<li>Impose an immediate moratorium on federal approval of mergers of major media companies;<\/li>\n<li>Require media corporations to disclose whether their corporate transactions and mergers would cause significant layoffs of reporters;<\/li>\n<li>Require that employees &ldquo;be given the opportunity to purchase media outlets through employee stock-ownership plans&rdquo;;<\/li>\n<li>Block federal merger and deregulation moves that harm people of color and women;<\/li>\n<li>&ldquo;Reinstate and strengthen media ownership rules&rdquo; with the goal of limiting &ldquo;the number of stations that large broadcasting corporations can own in each market and nationwide&rdquo;;<\/li>\n<li>Enforce anti-trust laws against tech behemoths like Facebook and Google &ldquo;to prevent them from using their enormous market power to cannibalize, bilk, and defund news organizations&rdquo;;<\/li>\n<li>Increase funding for federal programs that support public local media &ldquo;in much the same way many other countries already fund independent public media.&rdquo;<\/li>\n<\/ul>\n<p>&ldquo;Today&rsquo;s assault on journalism by Wall Street, billionaire businessmen, Silicon Valley, and Donald Trump presents a crisis,&rdquo; Sanders wrote. &ldquo;We cannot sit by and allow corporations, billionaires, and demagogues to destroy the Fourth Estate, nor can we allow them to replace serious reporting with infotainment and propaganda.&rdquo;<br>\n&ldquo;When I am president,&rdquo; Sanders said, &ldquo;my administration will put in place policies that will reform the media industry and better protect independent journalism at both the local and national levels.&rdquo;<br>\nSanders&rsquo; plan to stop corporate consolidation of U.S. media and reverse its devastating effects won praise from journalists and press freedom advocates.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.commondreams.org\/news\/2019\/08\/27\/fight-corporate-assault-journalism-sanders-unveils-plan-stop-big-media-mergers-and?cd-origin=rss&amp;utm_term=AO&amp;utm_campaign=Weekly%20Newsletter&amp;utm_content=email&amp;utm_source=Weekly%20Newsletter&amp;utm_medium=Email\">Common Dreams<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&raquo;Die CIA ist fast unangreifbar&laquo;<\/strong><br>\nVor siebzig Jahren wurde der ber&uuml;chtigte Auslandsgeheimdienst der USA gegr&uuml;ndet. Der Historiker Bernd St&ouml;ver hat die Geschichte der CIA erforscht, ihren Weg zum Mythos &ndash; und ihre merkw&uuml;rdigsten Mordversuche. (&hellip;)<br>\nSteht die CIA &uuml;ber dem Gesetz?<br>\nJuristisch: nein. Sie wird kontrolliert von den Geheimdienstaussch&uuml;ssen der US-Regierung und muss dort offenlegen, wie sie arbeitet. Auch wenn diese Berichte nicht &ouml;ffentlich sind, gibt es zumindest Menschen, die der CIA die Grenzen aufzeigen. Theoretisch. In der Praxis ist es aber oft anders. Die CIA ist fast unangreifbar. Sie gab Morde in Auftrag, verb&uuml;ndete sich mit Kriminellen und testet Methoden der Folter und der Gehirnw&auml;sche.<br>\nUnd das ist legal?<br>\nDurch den National Security Act von 1947, dem Gr&uuml;ndungsjahr der CIA, wurde dem Dienst schon fast alles erlaubt. Auch Eingriffe in andere L&auml;nder, auch Morde. Wenn es notwendig erscheint, ein Attentat auf Fidel Castro zu planen, dann geh&ouml;rt das alles zum gro&szlig;en Plan: Die USA ist in einem Krieg, damals vor allem einem Krieg gegen den Kommunismus, das ist aus Sicht der USA ein totaler Krieg, und da sind eben alle Mittel erlaubt. Erst in den Siebzigerjahren wurden Attentate untersagt, allerdings mit m&auml;&szlig;igem Erfolg. Und wegen der sogenannten Plausible-Deniability-Richtlinie ist oft nicht mal der Pr&auml;sident benachrichtigt worden.<br>\nWas hei&szlig;t das?<br>\nDas ist ein Konstrukt, das den Pr&auml;sidenten sch&uuml;tzen soll, der letztlich f&uuml;r das Handeln seines Auslandsgeheimdienstes verantwortlich ist. Bestimmte Dinge werden ihm einfach nicht mitgeteilt, oder dies wird zumindest behauptet, damit er sich notfalls verteidigen kann, wenn eine Aktion v&ouml;llig schiefgeht. Er sagt dann: Davon habe ich nichts gewusst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/sz-magazin.sueddeutsche.de\/politik\/die-cia-ist-fast-unangreifbar-84284\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-54508","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54508","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=54508"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54508\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":54518,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54508\/revisions\/54518"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=54508"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=54508"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=54508"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}