{"id":5453,"date":"2010-05-07T09:12:45","date_gmt":"2010-05-07T07:12:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5453"},"modified":"2010-05-07T09:21:56","modified_gmt":"2010-05-07T07:21:56","slug":"hinweise-des-tages-1136","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5453","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Steuersch&auml;tzungen; &Ouml;konomen zu Griechenland; &bdquo;PIIGS&ldquo; brauch 2.000 Milliarden; wer regiert das Geld; mehr exportieren; viele Griechen armutsgef&auml;hrdet; FDP erzwingt verzicht auf B&ouml;rsensteuer; Merkels Image-Krise; Profit und Ethik; Gr&ouml;&szlig;enwahn der Banker; NRW-Wahlkampf; Silvanas Torten-Quatsch; Demokratie ohne Parteien. (MB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Steuersch&auml;tzungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Flassbeck, Krugman, Hickel zu Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">&laquo;PIIGS&raquo; brauchen 2000 Milliarden Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Heribert Prantl: Geld regiert die Welt &ndash; wer regiert das Geld?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">EU-Kommissar De Gucht: &ldquo;Mehr exportieren&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Schon 2007 waren 20 Prozent der Griechen armutsgef&auml;hrdet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">FDP erzwingt Verzicht auf B&ouml;rsensteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Notopfer Griechenland &ndash; Angela Merkel findet einen roten S&uuml;ndenbock<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Merkel: Euro-Krise, Image-Krise?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Arbeitsrechte in Indien: Oxfam erhebt Vorw&uuml;rfe gegen Metro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Profit und Ethik neu gestalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Deutsche Chefs verdienen &uuml;berdurchschnittlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Ex-HRE-Chef: Gefangen im Gr&ouml;&szlig;enwahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">IKB muss in USA vor Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Schwarz-Gelb blockiert Entfristung von 3.200 Stellen in der Arbeitsvermittlung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Hartz-IV-Aufstockerin: &ldquo;Manchmal packt mich die kalte Wut&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">12,5 Millionen Menschen sind von Armut bedroht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Hannelore Kraft &ndash; die Wohlf&uuml;hlkandidatin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">&raquo;Links w&auml;hlen gilt immer noch als Tabu&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Hausdurchsuchungen &ndash; CDU im Visier des Staatsanwalts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Schweiz: Krankenkassenpr&auml;mien steigen 2011 um 7 bis 10 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Silvanas Torten &ndash; Quatsch mit Sahne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Demokratie ohne Parteien &ndash; Geht das?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=5453&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Steuersch&auml;tzungen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>IMK-Steuersch&auml;tzung 2010 &ndash; 2014: Kein Spielraum f&uuml;r Steuersenkungen<\/strong><br>\nDie Steuereinnahmen werden in den n&auml;chsten Jahren sogar zwischen gut 6 und knapp 10 Mrd. Euro geringer ausfallen, als noch in der letztj&auml;hrigen Sch&auml;tzung des Arbeitskreises Steuersch&auml;tzungen erwartet. Damit erweist sich auch der abgespeckte Vorschlag der FDP f&uuml;r einen 5-Stufen-Tarif bei der Einkommensteuer als finanzpolitisch nicht zu verantworten. Im Gegenteil: Wenn die gestalterische Handlungsf&auml;higkeit des Staates auf den traditionellen Handlungsfeldern gesichert und gleichzeitig zentrale Zukunftsinvestitionen get&auml;tigt werden sollen, dann f&uuml;hrt an Steuererh&ouml;hungen mittelfristig kein Weg vorbei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/show_product_imk.html?productfile=HBS-004704.xml\">IMK<\/a><\/li>\n<li><strong>Wirtschaftsweiser Bofinger &uuml;ber Konsequenzen aus der Steuersch&auml;tzung: &bdquo;&Uuml;berhaupt kein Spielraum f&uuml;r Steuersenkungen da&ldquo;<\/strong><br>\nEs sei unverantwortlich, jetzt &uuml;ber Steuersenkungen nachzudenken, sagt der Wirtschaftsweise Peter Bofinger. Die schlechten Daten h&auml;tten doch gezeigt, dass kein Spielraum da sei. Zun&auml;chst m&uuml;sse das Haushaltsdefizit reduziert werden.<br>\n&bdquo;Man k&ouml;nnte nat&uuml;rlich die Mehrwertsteuer erh&ouml;hen; das w&auml;re aber jetzt in der doch noch etwas schwachen konjunkturellen Situation, wo wir auch eine Inlandsnachfrage ben&ouml;tigen, ein sehr problematischer Ansatz. Man k&ouml;nnte die Einkommenssteuer erh&ouml;hen, aber das w&auml;re nat&uuml;rlich genau das Gegenteil von dem, was die FDP anstrebt. Und dann ist da nicht mehr so furchtbar viel da. Aus meiner Sicht w&auml;re ein Bereich, den man auf den Pr&uuml;fstand stellen sollte, die gesamte staatliche F&ouml;rderung der privaten Altersvorsorge. Da werden Milliarden ausgegeben, ohne dass man genau wei&szlig;, was damit erreicht wird, und auch die B&uuml;rger sind, glaube ich, ziemlich verunsichert, wenn es darum geht, in diesem Bereich sich zurecht zu finden. Diesen ganzen Bereich mal auf den Pr&uuml;fstand zu stellen und zu &uuml;berlegen, was braucht man davon wirklich, das w&auml;re sicher eine M&ouml;glichkeit, doch einige Milliarden einzusparen.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1177823\/\">Deutschlandradio<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2010\/05\/06\/dlf_20100506_0720_93897965.mp3\">Deutschlandradio [Audio]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Flassbeck, Krugman, Hickel zu Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Heiner Flassbeck: &ldquo;Drei Hanseln k&ouml;nnen kein Urteil f&auml;llen&rdquo;<\/strong><br>\nGriechisches Dilemma: UNCTAD-Chefvolkswirt Heiner Flassbeck &uuml;ber das Schreckgespenst Deflation, warum Europas Politiker mit dem Krisenfall Athen massiv &uuml;berfordert sind, Ratingagenturen entmachtet werden m&uuml;ssen &ndash; und er selbst Geld in griechische Staatsanleihen gesteckt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/335\/510454\/text\/print.html\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Krugman: Greek End Game<\/strong><br>\nMany commentators now believe that Greece will end up restructuring its debt &mdash; a euphemism for partial repudiation. I agree. But the reasoning seems to stop there, which is wrong. In effect, the consensus that Greece will end up defaulting is probably too optimistic. I&rsquo;m growing increasingly convinced that Greece will end up leaving the euro, too.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2010\/05\/05\/greek-end-game\/\">New York Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Roger Strassburg:<\/strong> Krugman &uuml;berzeugt sich langsam, dass &ndash; ob mit oder ohne Schuldenumstrukturierung &ndash; Griechenland am Besten bedient w&auml;re, die Euro-Zone zu verlassen.<br>\nAnmerkung WL: Krugman`s Vorschlag mag eine &ouml;konomische L&ouml;sung, aber wohl keine politische L&ouml;sung sein. Wenn man das Ziel Europa als politische Union weiter im Auge behalten will, w&auml;re der Vorschlag von Heiner Flassbeck, sozusagen einen Mittelmeer-Euro einzuf&uuml;hren, die unsch&auml;dlichere L&ouml;sung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Rudolf Hickel: Haarschnitt f&uuml;r die Geldgeber<\/strong><br>\nDas jetzt von den Eurol&auml;ndern und dem IWF geschn&uuml;rte Hilfspaket mit einem Volumen von 110 Milliarden Euro bis 2012 setzt, wie Ulrike Herrmann (taz vom 3. 5.) zu Recht betont, auf den Kauf von Zeit. Tats&auml;chlich k&ouml;nnte dieses europ&auml;ische Bekenntnis zu Griechenland die Spekulanten f&uuml;r einige Zeit verjagen. Sie werden sich dann zwischenzeitlich anderen schwachen Euroland-Kandidaten zuwenden. Trotzdem tr&auml;gt der Kauf von Zeit nicht zur St&auml;rkung der griechischen Gesamtwirtschaft bei. Im Gegenteil, durch die massiven K&uuml;rzungen im &ouml;ffentlichen Dienst und bei den sozialen Transferausgaben sowie durch eine auf 23 Prozent erh&ouml;hte Mehrwertsteuer wird die griechische Binnenwirtschaft in eine Rezession gezwungen, also kaputtgespart. Dann aber werden die Steuereinnahmen weiter zur&uuml;ckgehen, folglich ab 2013 die extrem hohen Staatsschulden zusammen mit hohen Zinszahlungen voll durchschlagen. Der Kauf von Zeit ist also nur sinnvoll, wenn sich die Gesamtwirtschaft in dieser Periode erholen kann. Um eine solche wirtschaftliche Konsolidierung &uuml;berhaupt zu erm&ouml;glichen, sollte eine Umschuldung mit dem Ziel des Forderungsverzichtes der bisherigen Gl&auml;ubiger in Betracht gezogen werden. L&auml;nder, die von Schuldenkrisen in den letzten Jahren heimgesucht wurden, sind am Ende nur durch Forderungsverzichte vorm Staatsbankrott bewahrt worden. Im August 1998 etwa ereilte Russland eine den Staatsruin vorantreibenden Schuldenkrise. Argentinien stand 2001\/2002 kurz vor dem Bankrott. Auch Ecuador, die Ukraine, Pakistan, Uruguay bewegten sich im Bereich der Staatspleite. Und jeweils zeigte sich, dass die Hilfspakete des IWF, der Weltbank und anderer Staaten zur Rettung nicht ausreichten. Die Staatspleiten wurden erst durch eine Umschuldung mit hohen Forderungsabschl&auml;gen zulasten der Gl&auml;ubiger &uuml;berwunden, einem &ldquo;hair cut&rdquo;. Entsprechend sollte auch f&uuml;r Griechenland ein Umschuldungsprogramm mit der Festlegung von Forderungsverzichten der Gl&auml;ubiger gepr&uuml;ft werden. Dazu w&auml;re eine Gl&auml;ubigerkonferenz einzuberufen, die den Forderungsverzicht regelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F05%2F06%2Fa0140&amp;cHash=51fa3f8245\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Rudolf Hickel sollte dann aber auch gleich einen &ldquo;hair cut&rdquo; und seine Folgen bei Spanien, Portugal und Irland durchspielen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<p><strong>Siehe dazu: <\/strong><\/p>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&laquo;PIIGS&raquo; brauchen 2000 Milliarden Euro<\/strong><br>\nIn den n&auml;chsten drei Jahren m&uuml;ssen die Euro-L&auml;nder Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien (j&uuml;ngst auch unter dem Akronym &laquo;PIIGS&raquo; zu wenig schmeichelhafter Ber&uuml;hmtheit gelangt) einen riesigen Schuldenberg refinanzieren. Die Bank of America\/Merrill Lynch sch&auml;tzt, dass die f&uuml;nf L&auml;nder in den n&auml;chsten drei Jahren insgesamt 2000 Mrd. Euro an Schulden refinanzieren m&uuml;ssen. Mehr als die H&auml;lfte der in den n&auml;chsten drei Jahren zu refinanzierenden Staatsschulden der &laquo;PIIGS&raquo;-Staaten &ndash; n&auml;mlich 1065 Mrd. Euro &ndash; entfallen demnach auf Italien. Im Verh&auml;ltnis zum Bruttoinlandprodukt weist Italien eine h&ouml;here Staatsschuld als Griechenland aus, allerdings liegt die Neuverschuldung mit rund 5 Prozent deutlich tiefer. An zweiter Stelle folgt Spanien mit einem Refinanzierungsbedarf von 546 Mrd. Euro. Das derzeit unter gro&szlig;em Druck stehende Griechenland muss 153 Mrd. Euro refinanzieren &ndash; die Zahl entspricht lediglich knapp 8 Prozent des gesamten &laquo;PIIGS&raquo;-Refinanzierungsbedarfs. Portugal braucht in den n&auml;chsten drei Jahren 88 Mrd. Euro. Irland wird 80 Mrd. Euro ben&ouml;tigen. Folgendes Zahlenspiel ist eine reine Hochrechnung auf Grund des Griechenland-Hilfspakets. Sie ist fiktiver Natur und entspricht dem unwahrscheinlichen Worst-Case-Szenario. Nimmt man wie bei Griechenland ein Rettungspaket in der H&ouml;he von 72 Prozent der zu refinanzierenden Gesamtschuld, erg&auml;be dies im absoluten schlimmsten Fall Bedarf f&uuml;r Hilfskredite in der H&ouml;he von rund 1440 Mrd. Euro. Die restlichen 560 Mrd. m&uuml;ssten die peripheren Euro-L&auml;nder &uuml;ber die Finanzm&auml;rkten finanzieren. Nimmt man den gleichen Schl&uuml;ssel zwischen EU und IMF an, dann w&uuml;rden 393 Mrd. Euro auf den IMF entfallen. Der IMF hat derzeit eine Kriegskasse f&uuml;r L&auml;nder in Zahlungsschwierigkeiten von 248 Mrd. Euro zur Verf&uuml;gung. In dem erw&auml;hnten Worst-Case-Szenario m&uuml;sste dem W&auml;hrungsfonds also von den IMF-Mitgliedern weitere 150 Mrd. Euro an Mitteln zuflie&szlig;en. Die EU w&uuml;rde 1047 Mrd. Euro an Hilfskrediten sprechen. Deutschland m&uuml;sste insgesamt 213 Mrd. Euro beisteuern. Angesichts solcher Zahlen fragt man sich, woher diese Gelder &uuml;berhaupt kommen sollten und ob solch gro&szlig;e Hilfspakete politisch &uuml;berhaupt umsetzbar w&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/piigs_brauchen_2000_milliarden_euro_1.5650668.html\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Heribert Prantl: Geld regiert die Welt &ndash; wer regiert das Geld? <\/strong><br>\nDas griechische Desaster zeigt: Die Dirigenten der Finanzm&auml;rkte haben sich aus der Demokratie ausgekoppelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/278\/510398\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>EU-Kommissar De Gucht: &ldquo;Mehr exportieren&rdquo;<\/strong><br>\nDas gro&szlig;e Problem der Eurol&auml;nder ist keineswegs ein schwacher Euro, sondern die dramatische Lage in Griechenland.<br>\nDer Handelskommissar verteidigte Deutschland gegen Kritik aus anderen EU-L&auml;ndern, allen voran Frankreich und Italien, wonach die Deutschen zu viel exportierten, aber zu wenig konsumierten. &ldquo;Deutschland macht, was alle L&auml;nder in der Europ&auml;ischen Union machen sollten: mehr exportieren&rdquo;, sagte De Gucht. Im Jahre 2005 habe die damalige rot-gr&uuml;ne Bundesregierung &ldquo;die richtigen Entscheidungen getroffen&rdquo;. Zwar sei sie danach aus dem Amt gejagt worden, von der Reform des Arbeitsmarktes und der Senkung der Lohnnebenkosten w&uuml;rde das Land allerdings bis heute profitieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/254\/510374\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Und wer soll all diese Exporte konsumieren &ndash; mit Hilfe der gesenkten Lohnnebenkosten? Jeder halbwegs gescheite Berufssch&uuml;ler im Bereich Wirtschaft wird nachvollziehen k&ouml;nnen, dass irgendein Land mehr importieren als exportieren muss, wenn alle anderen L&auml;nder der Europ&auml;ischen Union mehr exportieren. Die Antwort darauf bleibt Handelskommissar schuldig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Schon 2007 waren 20 Prozent der Griechen armutsgef&auml;hrdet<\/strong><br>\nIn der Eurozone sind 16 Prozent armutsgef&auml;hrdet, in Griechenland ist man mit einem Jahreseinkommen von mehr als 3.638 Euro nicht mehr arm<br>\nQuelle: <strong>Telepolis-Blogs<\/strong><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>FDP erzwingt Verzicht auf B&ouml;rsensteuer<\/strong><br>\nIm Streit um die Griechenlandhilfe blockiert die FDP die Finanztransaktionssteuer und hat mit dem Ende von Schwarz-Gelb gedroht. Die SPD will dem Hilfspaket nicht zustimmen. Das griechische Parlament hat derweil das Sparpaket der Athener Regierung akzeptiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/fdp-erzwingt-verzicht-auf-boersensteuer\/1815794.html?view=print\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Die FDP denkt wohl immer noch, die Menschen h&auml;tten nach fast neun Monaten schwarz-gelber Bundesregierung Angst vor dem Sozialismus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Notopfer Griechenland &ndash; Angela Merkel findet einen roten S&uuml;ndenbock <\/strong><br>\nDie Kanzlerin hat hart einstecken m&uuml;ssen f&uuml;r Management der Griechenland-Krise. Jetzt dreht Angela Merkel den Spie&szlig; um: Schuld ist die SPD.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/205\/510326\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Merkel: Euro-Krise, Image-Krise? <\/strong><br>\nRegierungserkl&auml;rungen sind nicht immer spannend. Deshalb landen sie auch nicht immer vorne in den Nachrichten. Diesmal allerdings war das anders. Denn bei Merkel ging es ums Geld. Viel Geld. Unser Geld. Griechenland braucht Hilfe. Angela Merkel will zahlen. Die Retterin. Nun also doch. Sie gibt dazu Interviews am laufenden Band. Dabei hatte die Kanzlerin in Sachen Griechenland wochenlang eine ganz andere Medienstrategie. Zapp mit einer Erkl&auml;rung!<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www3.ndr.de\/sendungen\/zapp\/archiv\/medien_politik\/merkel338.html\">NDR ZAPP<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www3.ndr.de\/flash\/zapp\/interactivePlayer.html?xml=zappsendung202-interactiveBroadcasts.xml&amp;sr=zapp&amp;bid=merkel332\">NDR ZAPP [Video]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> S. dazu auch &bdquo;<a href=\"\/wp-print.php?p=5431\"><strong>Maggie Merkel<\/strong><\/a>&ldquo;. (Unser Leser J.A. macht uns in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass Maggie Thatcher 1975 Parteivorsitzende der Konservativen und erst 1979 Premierministerin wurde. Danke.)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arbeitsrechte in Indien: Oxfam erhebt Vorw&uuml;rfe gegen Metro<\/strong><br>\nSteigert Metro den Profit &ndash; und zahlt nur Hungerl&ouml;hne? Wie gut hat der Handelsriese seine Lieferanten in Entwicklungsl&auml;ndern im Griff? Die Organisation Oxfam stellt unbequeme Fragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2614279_Arbeitsrechte-in-Indien-Oxfam-erhebt-Vorwuerfe-gegen-Metro.html\">FR online<\/a><\/li>\n<p><strong>direkt dazu:<\/strong><\/p>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Profit und Ethik neu gestalten<\/strong><br>\nEdel sei der Multi, hilfreich und gut! Sicher wusste der deutsche Dichter Goethe noch nichts von Globalisierung, als er den Menschen einen zum Verwechseln &auml;hnlichen Spruch ins Poesiealbum schrieb. Damals war die Dritte Welt noch auf die Lehnsbauern und ersten Industriearbeiter in Europa beschr&auml;nkt. Der Kolonialismus sa&szlig; in den Startl&ouml;chern. Doch schon damals wurde die Forderung nach Einhaltung der Menschenrechte in Fabrik und Feld erhoben. Was in den USA und Frankreich begann, erreichte seinen H&ouml;hepunkt vor etwa zehn Jahren in Form zahlreicher Vehaltenskodizes und Selbstverpflichtungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2615900_Kommentar-Haendlerethik.html\">FR online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Deutsche Chefs verdienen &uuml;berdurchschnittlich<\/strong><br>\nDeutsche Manager k&ouml;nnen sich im europ&auml;ischen Vergleich nicht &uuml;ber zu geringe Geh&auml;lter beschweren. Das legt eine bisher unver&ouml;ffentlichte Studie nahe. Demnach wird in Europa nur in Gro&szlig;britannien mehr gezahlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9\/Doc~E77F90D73232146C984E56E630AA1F4C7~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ex-HRE-Chef: Gefangen im Gr&ouml;&szlig;enwahn<\/strong><br>\nUnter seiner F&uuml;hrung kollabierte die HRE &ndash; jetzt will Georg Funke vor Gericht Millionen einklagen, sein Ex-Arbeitgeber wehrt sich. Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen hat die Bank eine brisante Erwiderung an das Gericht gesandt: Die Papiere enth&uuml;llen detailliert, wie der ehrgeizige Finanzmanager versagte.<br>\nVers&auml;umnisse beim Risikomanagement werden Funke vorgeworfen. Pflichtverletzungen bei seiner Refinanzierungsstrategie. Und vor allem: grobe Fehler bei der 5,7 Milliarden Euro teuren &Uuml;bernahme der irischen Depfa-Bank 2007. Der Erwerbsprozess habe &ldquo;derartige M&auml;ngel&rdquo; aufgewiesen, dass Funke dem Deal &ldquo;auf dieser Grundlage nicht h&auml;tte zustimmen d&uuml;rfen&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Dokument.<br>\nSchon die Pr&uuml;fung der Depfa vor dem Kauf &ndash; die sogenannte Due Dilligence &ndash; glich demnach einer Farce. Bereits am 24. Juni wurden daf&uuml;r zwar die Wirtschaftspr&uuml;fer der KPMG verpflichtet. Anw&auml;lte renommierter Anwaltskanzleien wurden hinzugezogen. Doch der virtuelle Datenraum der Depfa sei erst am 4. Juli er&ouml;ffnet worden, hei&szlig;t es in dem Dokument. Knapp zwei Wochen Zeit hatten die Fachleute danach, um die komplexe Bank mit ihren internationalen Transaktionen zu inspizieren.<br>\nSelbst in dieser knappen Zeit sei die Informationsversorgung &ldquo;&auml;u&szlig;erst schleppend&rdquo; gewesen, hei&szlig;t es weiter. &ldquo;Die Daten blieben l&uuml;ckenhaft.&rdquo; Und die Berater von der KPMG erkl&auml;rten in einem Bericht: &ldquo;Wir machen auf die wesentlichen Einschr&auml;nkungen bei der uns zur Verf&uuml;gung stehenden Information aufmerksam.&rdquo; Auch die engagierten Juristen warnten: &ldquo;Ein erheblicher Teil der angeforderten Informationen&rdquo; sei nicht eingestellt in den Informationsraum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,druck-693156,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>IKB muss in USA vor Gericht<\/strong><br>\nDie D&uuml;sseldorfer Mittelstandsbank IKB muss sich einer Klage in den USA wegen des Zusammenbruchs ihres Investmentfonds Rhinebridge stellen. Das Bezirksgericht im New Yorker Stadtteil Manhattan wies den Antrag der IKB auf Abweisung der Klage am Dienstag zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2615899_Sammelklage-IKB-muss-vor-Gericht.html\">FR online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Schwarz-Gelb blockiert Entfristung von 3.200 Stellen in der Arbeitsvermittlung<\/strong><br>\nGegen den scharfen Protest der SPD hat Schwarz-Gelb in der heutigen Sitzung des Haushaltsausschusses die geplante Entfristung von 3.200 bislang befristeten Stellen in den JobCentern abgesetzt. Dazu erkl&auml;ren die arbeitsmarktpolitische Sprecherin Anette Kramme und die Hauptberichterstatterin f&uuml;r Arbeit und Soziales im Haushaltsausschuss Bettina Hagedorn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spdfraktion.de\/cnt\/rs\/rs_dok\/0,,52031,00.html\">SPD Bundestagsfraktion<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Hartz-IV-Aufstockerin: &ldquo;Manchmal packt mich die kalte Wut&rdquo; <\/strong><br>\nAnnerose Korinth ist eine von 1,3 Millionen Deutschen, die einen Job haben und trotzdem Hartz IV brauchen. Hier erz&auml;hlt sie, warum sie trotz mieser Bezahlung gerne arbeitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/familie\/hartz-iv-aufstockerin-manchmal-packt-mich-die-kalte-wut-1564038-print.html\">Stern<\/a>\n<p>\t<strong>Anmerkung MB:<\/strong> Was f&uuml;r ein fieser Artikel. Wenn Sie wollen, k&ouml;nnen auch SIE, auch mit f&uuml;nf Kindern und beim miesen Arbeitgeber. Denn SIE kommen unter Leute und lernen neue Freunde kennen. Und wenn SIE arbeiten und sich &uuml;ber Arbeitslose &auml;rgern wollen, bekommen Sie hier auch noch die Legitimation f&uuml;r Ihre Wut gegen&uuml;ber faulen Arbeitslosen und ein paar auflockernde Zustandsbeschreibungen &uuml;ber die Missst&auml;nde in der &ouml;ffentlichen Arbeitsvermittlung. Auf die Idee eines Mindestlohns kommt der Autor nicht, aber seien SIE froh, dass Sie kein Geld mitbringen m&uuml;ssen f&uuml;r neue Freunde und den Sinn des Lebens, denn Sie wissen ja, dass f&uuml;r soziale Dienstleistungen eigentlich kein Geld da ist.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>12,5 Millionen Menschen sind von Armut bedroht<\/strong><br>\nEuropa z&auml;hlt zu den reichsten Regionen der Welt. Und doch ist der Anteil der Menschen, die von Armut bedroht sind, auch hier gro&szlig;. Deutschland belegt in der Europa-Rangliste nur einen Platz im Mittelfeld.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,druck-693316,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Hannelore Kraft &ndash; die Wohlf&uuml;hlkandidatin<\/strong><br>\nVor Monaten schien es noch undenkbar: Hannelore Kraft hat J&uuml;rgen R&uuml;ttgers an den Rand einer Niederlage gebracht. Die SPD-Spitzenkandidatin will mit den Gr&uuml;nen regieren. Sie h&auml;lt sich aber auch andere Optionen offen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:wahl-in-nrw-hannelore-kraft-die-wohlfuehlkandidatin\/50110728.html?mode=print\">Financial Times Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>&raquo;Links w&auml;hlen gilt immer noch als Tabu&laquo;<\/strong><br>\nNRW-Wahl: Umfragen sind mit Vorsicht zu genie&szlig;en. Gegen eine energiepolitische Wende gibt es eine starke Lobby. Ihr Favorit ist die gro&szlig;e Koalition. Ein Gespr&auml;ch mit Wolfgang Lieb.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/05-06\/052.php?sstr=Wolfgang|Lieb\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Hausdurchsuchungen &ndash; CDU im Visier des Staatsanwalts<\/strong><br>\nAusgerechnet als der rheinland-pf&auml;lzische CDU-Chef Christian Baldauf bei einer Geburtstagsfeier des Altkanzlers Helmut Kohl weilte, erreichte ihn eine h&auml;ssliche Nachricht aus Mainz: Die Staatsanwaltschaft durchsuchte am Mittwoch Wohnungen des fr&uuml;heren rheinland-pf&auml;lzischen CDU-Chefs Christoph B&ouml;hr und des Hamburger Finanzsenators Carsten Frigge (CDU), der B&ouml;hr fr&uuml;her beraten hatte. Auch gegen den Ex-CDU-Schatzmeister von Rheinland-Pfalz, Herbert Jullien, und den ehemaligen rheinland-pf&auml;lzischen CDU-Fraktionsgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Markus Hebgen ermitteln die Beamten. Der Grund: illegale Finanztransaktionen der rheinland-pf&auml;lzischen CDU-Landtagsfraktion im Jahr 2005\/2006. Der Vorwurf: Untreue und Beihilfe zur Untreue.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2616002_Hausdurchsuchungen-CDU-im-Visier-des-Staatsanwalts.html\">FR online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Schweiz: Krankenkassenpr&auml;mien steigen 2011 um 7 bis 10 Prozent<\/strong><br>\nBei den Krankenkassenpr&auml;mien kehrt auch 2011 kaum Ruhe ein. Der Verband der Krankenversicherer rechnet mit schweizweit durchschnittlichen Aufschl&auml;gen von 7 bis gar 10 Prozent, wenn nicht weitere Sparmassnahmen beschlossen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/schweiz\/krankenkassenpraemien_steigen_2011_um_7_bis_10_prozent_1.5647124.html?printview=true\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<br>\n<\/a><br>\n<em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Das ist die Gesundheitspr&auml;mie in der Schweiz. Die Schweizer haben seit 1996 eine <a href=\"http:\/\/www.aerztezeitung.de\/politik_gesellschaft\/gp_specials\/jahresendausgabe-2009\/article\/581470\/schweizer-ihrer-kopfpauschale-kreuzungluecklich.html\">Kopfpauschale<\/a> und sind sehr ungl&uuml;cklich damit. Es ist ein ungef&auml;hrer Ausblick darauf, was uns erwartet.<\/em><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Silvanas Torten &ndash; Quatsch mit Sahne<\/strong><br>\nFDP-Frau Silvana Koch-Mehrin wird besser nie Finanzministerin: Bei Plasberg diskutieren die G&auml;ste &uuml;ber Griechenlands Misere.<br>\nDas Geld, das von der Europ&auml;ischen Gemeinschaft und dem Internationalen W&auml;hrungsfonds jetzt so schnell wie m&ouml;glich Richtung Athen flie&szlig;en soll, werde nur f&uuml;r wenige Monate reichen. Hickels Credo: &ldquo;Wir brauchen eine Umschuldung.&rdquo; Da sind Hickel und Ulrich Stockheim, ehemaliger Korrespondent an der Wall Street, einer Meinung.<br>\nOb eine Umschuldung, ein sogenannter Haircut, die Wut und Gewalt der Griechen tats&auml;chlich stoppen k&ouml;nnte?<br>\nUnd FDP-Frau Silvana Koch-Mehrin? Nun ja, sie bezeichnet Plasberg als eine Art Pilawa. Und sie &uuml;bt noch, Kopfrechnen ist einfach nicht ihre St&auml;rke. Den Anstieg der deutschen Staatsverschuldung veranschlagt sie mit 6000 Euro &ndash; in 75 Minuten Sendezeit.<br>\nNur gut, dass die FDP im vergangenen Herbst nicht den Zuschlag f&uuml;r das Finanzministerium bekommen hat.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/253\/510373\/text\/print.html%20\">SZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/themen\/global\/webmedia\/webtv\/getwebtv.phtml?p=4&amp;b=261%20\">WDR &ndash; hart aber fair<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Kommentar im G&auml;stebuch von hart aber fair: &bdquo;Nicht alle Blondinen sind bl&ouml;d, aber diese Frau hat nicht nur f&uuml;r die FDP, sondern auch f&uuml;r das Europaparlament gesprochen. Und die wird auch wiedergew&auml;hlt werden und sich deswegen f&uuml;r wichtig und kompetent halten. Und warum? Weil ihre W&auml;hler noch bl&ouml;der sind.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Eine blamable Fehleinsch&auml;tzung durch die Vertreterin der selbsternannten &ldquo;Steuersenkungspartei&rdquo; FDP. Die vom Bund der gutverdiendenden Steuerzahler in Berlin installierte &ldquo;Schuldenuhr&rdquo; wird jedoch in der medialen Berichterstattung h&auml;ufig f&uuml;r propagandistische Zwecke missbraucht. <a href=\"http:\/\/flassbeck.com\/pdf\/2007\/28.2.07\/Schuldenverrechner.pdf\">Heiner Flassbeck im Februar 2007 in einem Beitrag f&uuml;r die Financial Times Deutschland [PDF &ndash; 43KB]:<\/a><br>\n&ldquo;Das ZDF, das sich in wirtschaftlichen Dingen mit dem Tempo des Schuldenrechners der Seriosit&auml;t der Zeitung mit den gro&szlig;en Buchstaben ann&auml;hert, hat sich mit dieser Art der Panikmache in den letzten Wochen besonders hervorgetan. (&hellip;) Deutschland hatte im vergangenen Jahr die niedrigste Steuerquote aller Zeiten. Warum wird gerade da der Schuldenrechner so h&auml;ufig bem&uuml;ht, statt zu sagen, es k&ouml;nne etwas im Lande nicht in Ordnung sein, wenn der Staat so gro&szlig;e Aufgaben hat, sich aber ausgerechnet die Wohlhabenden im Land sich nicht mehr an deren Finanzierung beteiligen wollen. (&hellip;) Die Schuldenrechnerei ist auch deswegen besonders d&uuml;mmlich, weil man ja nur eine Uhr daneben stellen m&uuml;sste, die die Einkommen z&auml;hlt, die dem Staat in den letzten Jahren durch seine unverantwortliche Steuersenkungspolitik entgangen sind, und schon w&uuml;rde das Tempo der Uhr erheblich relativiert. (&hellip;) Das Beste w&auml;re aber, neben die Schuldenuhr eine Uhr zu stellen, die den Verm&ouml;genszuwachs in jeder Sekunde in Deutschland misst. Dann w&uuml;rden die staunenden Fernsehzuschauer oder die staunenden Touristen vor dem B&uuml;ro des Steuerzahlerbundes in Berlin aber sehen, dass die Verm&ouml;gensuhr viel schneller l&auml;uft als die Schuldenuhr und w&uuml;rden sich vielleicht fragen, wieso das bei ihnen pers&ouml;nlich eigentlich nicht der Fall ist. Dann w&uuml;rden die Leute vielleicht auch fragen, was denn mit den Verm&ouml;gen geschieht und warum die ber&uuml;hmten &bdquo;Leistungstr&auml;ger&ldquo;, die den Staat &uuml;ber Jahre gedr&auml;ngt haben, Steuern f&uuml;r sie zu senken, damit sie mehr leisten k&ouml;nnen, nun dem Staat das Geld in Form von Staatsanleihen zur&uuml;ckgeben. Viele von denjenigen, die vom Staat in den vergangenen Jahren so gro&szlig;z&uuml;gig bedacht wurden, haben offenbar gar nicht gewusst, was sie mit dem Geld machen sollen, das da so unverhofft in ihre Taschen gesp&uuml;lt wurde.&rdquo;<br>\n&Uuml;brigens: Die &ldquo;Hart-aber-fair&rdquo;-Sendung befasste sich mit dem Thema Griechenland. Die Steuersenkungen f&uuml;r sowie die &ldquo;Steuervermeidung&rdquo; durch die Spitzenverdiener sind nicht nur ein deutsches Problem, sondern in noch st&auml;rkerem Ma&szlig;e f&uuml;r die Ebbe im griechischen Staatshaushalt verantwortlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Demokratie ohne Parteien &ndash; Geht das?<\/strong><br>\nMit Christoph Butterwegge (Politikwissenschaftler Universit&auml;t K&ouml;ln), Prof. Dr. Gerd Langguth (Parteienforscher) und Albrecht M&uuml;ller (Volkswirt, Betreiber des Internet-Journals &bdquo;NachDenkSeiten&ldquo;)<br>\nGespr&auml;chsleitung: Randi Crott<br>\nIst die Parteiendemokratie am Ende? Wenige Tage vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen kann man kaum auf gro&szlig;e Wahlbeteiligung hoffen: Immer mehr B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger wenden sich von der Politik ab, weil sie die politischen Entscheidungen nicht mehr nachvollziehen k&ouml;nnen oder sogar als gegen ihre Interessen gerichtet sehen. Dementsprechend mehren sich auch die Parteiaustritte. Wie gef&auml;hrlich ist diese Entwicklung f&uuml;r die Demokratie? Werden Parteien ihrer verfassungsgem&auml;&szlig;en Aufgabe noch gerecht, an der politischen Willensbildung mitzuwirken und Zukunft zu gestalten &ndash; im Interesse der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung? Oder haben sie ihre demokratische Legitimation l&auml;ngst verloren? Wie m&uuml;ssen Parteien ihr Handeln &auml;ndern, um das Vertrauen in die Politik wieder herzustellen? Reicht es, etwa &uuml;ber Volksentscheide oder &Auml;nderungen des Wahlrechtes, den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern mehr politische Beteiligung und Einflussnahme zu erm&ouml;glichen? Oder ist es notwendig, &uuml;ber eine Reform des Systems nachzudenken?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/funkhausgespraeche\/s\/d\/06.05.2010-20.05.html\">WDR 5<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/medien.wdr.de\/m\/1273173392\/radio\/fhgespraeche\/wdr5_funkhausgespraeche_20100506_2100.mp3\">WDR 5 [Audio &ndash; 25MB)<\/a>\n<p>Wiederholungen auf WDR 5<br>\nSamstag, 8.5.2010, 3.05 &ndash; 4.00 Uhr<br>\nMontag, 10.5.2010, 00.05 &ndash; 01.00 Uhr<br>\nMittwoch, 12.5.2010, 3.05 &ndash; 4.00 Uhr<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Steuersch&auml;tzungen; &Ouml;konomen zu Griechenland; &bdquo;PIIGS&ldquo; brauch 2.000 Milliarden; wer regiert das Geld; mehr exportieren; viele Griechen armutsgef&auml;hrdet; FDP erzwingt verzicht auf B&ouml;rsensteuer; Merkels Image-Krise; Profit und Ethik; Gr&ouml;&szlig;enwahn der Banker; NRW-Wahlkampf; Silvanas Torten-Quatsch; Demokratie ohne Parteien. (MB\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-5453","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5453","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5453"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5453\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5473,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5453\/revisions\/5473"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5453"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5453"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5453"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}