{"id":54537,"date":"2019-09-03T08:32:00","date_gmt":"2019-09-03T06:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54537"},"modified":"2019-09-03T08:32:00","modified_gmt":"2019-09-03T06:32:00","slug":"hinweise-des-tages-3442","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54537","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54537#h01\">AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54537#h02\">Nach den Wahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54537#h03\">Verzweifelte deutsche Eltern der &ldquo;Verschwundenen&rdquo; beim G7<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54537#h04\">F&uuml;hrende CDU-Politiker stellen schwarze Null infrage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54537#h05\">Die Pflicht der Reichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54537#h06\">EBA-Exekutivdirektor wird Bankenlobbyist: Massiver Schaden f&uuml;r das Ansehen der Bankenaufsicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54537#h07\">Mieten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54537#h08\">Unternehmen gegen Betriebsr&auml;te Mitbestimmung &ndash; Dann schlie&szlig;en wir eben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54537#h09\">Antisozialer Patriotismus: Die Rentenpl&auml;ne der AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54537#h10\">F&uuml;r viele Gefl&uuml;chtete lohnt sich eine Ausbildung nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54537#h11\">Ministerin Kl&ouml;ckner will unsere W&auml;lder umbauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54537#h12\">US military is a bigger polluter than as many as 140 countries &ndash; shrinking this war machine is a mus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54537#h13\">Haus der Gesundheit &ndash; Samwer-Br&uuml;der werfen &Auml;rzte raus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54537#h14\">Maut-Vertr&auml;ge Bund wirft &ldquo;autoTicket&rdquo; T&auml;uschung vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54537#h15\">Mehr als ein Witz: US-Interesse an Gr&ouml;nland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54537#h16\">Baerbock und Habeck machen den Fischer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54537#h17\">Wir weiden uns am Ungl&uuml;ck der anderen: warum wir in den ideologischsten aller Zeiten leben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54537#h18\">Das Letzte &ndash; Ohne Wenn und Maa&szlig;en<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>AfD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wer die AfD-W&auml;hler sind und was sie umtreibt<\/strong><br>\n[&hellip;] Die AfD fuhr vor allem in Brandenburg neben ihrem &uuml;blichen national-sozialen Kurs eine Kampagne, die stark auf die DDR- und Wende-Erfahrung der W&auml;hler zugeschnitten war. Slogans wie &bdquo;Vollende die Wende&ldquo;, &bdquo;Wende 2.0&ldquo; oder &bdquo;Friedliche Revolution mit dem Stimmzettel&ldquo; sollten suggerieren, die Wende 89 sei nicht gegl&uuml;ckt, es brauche wieder eine Revolution &ndash; und die Verh&auml;ltnisse in Deutschland seien heute vergleichbar mit denen in der DDR. Immer wieder schmeichelte etwa AfD-Chef Alexander Gauland den Menschen damit, sie h&auml;tten als Ostdeutsche auf Grund ihrer Vergangenheit einen Erkenntnisvorsprung. &bdquo;Sie wissen wie eine Diktatur sich anf&uuml;hlt, Sie h&ouml;ren das autorit&auml;re Gras wachsen, wenn auf allen Kan&auml;len die Opposition verteufelt wird.&ldquo; Und er appellierte an das Gef&uuml;hl, benachteiligt zu sein: &bdquo;Westdeutsche haben Sie zur B&uuml;rgern zweiter Klasse gemacht&ldquo;, sagte Gauland bei mehreren Gelegenheiten.<br>\nDass die AfD mit dieser Kampagne einen Nerv traf, zeigt sich auch in den Umfragen. In Sachsen und Brandenburg sagten laut Infratest dimap knapp 78 Prozent der AfD-W&auml;hler, Ostdeutsche seien B&uuml;rger zweiter Klasse. Auch stimmten in Brandenburg 51 Prozent der W&auml;hler der Aussage zu, die Unterschiede zwischen Ost und West seien wieder gr&ouml;&szlig;er. Sabine Kropp, Politikprofessorin an der FU Berlin, sagt: &bdquo;Die AfD kopiert die Politik des K&uuml;mmerns vor Ort, mit der fr&uuml;her die PDS im Osten recht erfolgreich war.&ldquo; [&hellip;]<br>\nLaut der Soziologin Bettina Kohlrausch von der Universit&auml;t Paderborn spielen f&uuml;r die politische Unzufriedenheit im Osten nicht nur abstrakte Gef&uuml;hle &bdquo;mangelnder Anerkennung&ldquo; oder das Thema Migration eine Rolle, sondern sehr stark auch &bdquo;konkrete &ouml;konomische Unsicherheitserfahrungen&ldquo;. Diese reichten deutlich weiter als im Westen.<br>\nW&auml;hrend sich dort vor allem Un- und Angelernte Sorgen um ihre berufliche und soziale Zukunft machten und &uuml;berdurchschnittlich h&auml;ufig rechte Parteien w&auml;hlten, treffe das in den neuen Bundesl&auml;ndern auch auch Besch&auml;ftigte mittlerer Qualifikation wie Facharbeiter zu. Das Gef&uuml;hl, nicht f&uuml;r die kommende Transformation in der Arbeitswelt ger&uuml;stet zu sein &ndash; gemeint ist etwa die Digitalisierung &ndash; beeinflusse offenbar die Wahlentscheidung. Dieser Befund passt zur Erhebung von Infratest dimap, wonach in Brandenburg und Sachsen jeweils 44 beziehungsweise 41 Prozent der AfD-W&auml;hler Arbeiter waren und damit die gr&ouml;&szlig;te Gruppe stellten.<br>\nDie Angst vor Umbr&uuml;chen l&auml;sst sich auch auch in Braunkohleregionen beobachten: Dort hat der Beschluss der Bundesregierung zum Kohleausstieg der AfD neue W&auml;hler zugetrieben. So ist laut Infratest dimap der Anteil derer, die den Ausstieg bis 2038 als zu schnell empfinden, in Brandenburg mit 42 Prozent bei den AfD-Anh&auml;ngern deutlich h&ouml;her als in anderen Parteien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/nach-den-wahlen-in-sachsen-und-brandenburg-wer-die-afd-waehler-sind-und-was-sie-umtreibt\/24972024.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das ist eine ausgesprochen gute Analyse, &uuml;brigens einschlie&szlig;lich der kritischen Haltung zu den Analysen von W&auml;hlerwanderungen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der kalte rechte Hauch im Nacken<\/strong><br>\nZur Geschichte dieser Wahlen geh&ouml;rt aber auch, dass die CDU in Sachsen und die SPD in Brandenburg ihr historisch schlechtestes Ergebnis eingefahren haben. Die AfD hingegen erreicht in Sachsen das beste Resultat bei einer Landtagswahl in ihrer Geschichte. Dieser Wahlsonntag macht einmal mehr deutlich, dass die AfD so schnell nicht wieder verschwindet. Eine Wahlparole wie &laquo;Vollende die Wende&raquo;, dreissig Jahre nach dem Mauerfall, mag auf die meisten Deutschen verst&ouml;rend wirken. Im Osten trifft die Partei damit das Empfinden einer grossen Bev&ouml;lkerungsschicht. In Sachsen fehlt der AfD allenfalls noch die Tradition, um sich Volkspartei nennen zu k&ouml;nnen. &hellip;<br>\nKonkurrenz belebt das Gesch&auml;ft &ndash; das hat sich nicht nur im Wahlkampf der CDU in Sachsen, sondern auch der SPD in Brandenburg gezeigt. Erstmals mussten die Saturierten um die Macht k&auml;mpfen. Das Auftauchen der AfD hat dem Diskurs gewiss nicht nur gut getan. Es hat aber dazu gef&uuml;hrt, dass sich verw&ouml;hnte und verschlafene Parteien der Bev&ouml;lkerung in einer Weise zuwenden mussten, wie sie das bisher noch nicht getan haben.<br>\nF&uuml;r die CDU in Sachsen und die SPD in Brandenburg bedeutet das Wahlergebnis eine Verschnaufpause. Wer solche Resultate aber wie grosse Siege feiert, ist einer n&auml;chsten Niederlage schon ein St&uuml;ck n&auml;her ger&uuml;ckt. Die AfD spreche aus, was in den anderen Parteien nicht gesagt werden d&uuml;rfe &ndash; davon sind laut einer Umfrage 99 Prozent der AfD-W&auml;hler in Brandenburg &uuml;berzeugt; und selbst &uuml;ber 50 Prozent der &uuml;brigen W&auml;hler. Es ist ein Schl&uuml;ssel zum Erfolg dieser Partei &ndash; und zu ihrer Bek&auml;mpfung. Wenn CDU und SPD den Leuten nicht das Gef&uuml;hl geben, Probleme offen ansprechen zu k&ouml;nnen, werden sie weiter an Boden verlieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/wahlen-in-sachsen-und-brandenburg-der-kalte-rechte-hauch-im-nacken-ld.1505756?mktcid=nled&amp;mktcval=107_2019-09-02&amp;kid=nl107_2019-9-2\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Wahlerfolge der AfD waren vorhersehbar. Die bisher praktizierte Strategie der Parteien der neoliberalen Mitte, Kritik an ihrer Politik als &bdquo;anti-demokratisch&ldquo; zu delegitimieren ist nicht aufgegangen und d&uuml;rfte eher das Gegenteil bewirkt haben. Dabei liegt ein wesentlicher Teil der grunds&auml;tzlichen Problematik, neben den Folgen der neoliberalen Schocktherapie auf dem Gebiet der ehemaligen DDR, die sich tief in das soziale Unterbewusstsein eingebrannt haben, darin, dass gro&szlig;e Teile der politischen Linken den Klassenbegriff und den Klassenkampf aus ihrem Vokabular verbannt und durch die kulturelle Kategorisierungen der Diversit&auml;ts- und Identit&auml;tspolitik ersetzt hat. Erst das dadurch entstandene politische Vakuum hat es den Rechtspopulisten &uuml;berhaupt erm&ouml;glicht soziale Konflikte v&ouml;lkisch umzudeuten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>D&auml;monierung als Politikersatz<\/strong><br>\nDie Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg werden die Gro&szlig;e Koalition in Berlin keinesfalls ersch&uuml;ttern. Das liegt an den Wahlergebnissen, die sowohl der CDU als auch der SPD gen&uuml;gen, ausreichend positive Schl&uuml;sse zu ziehen. Denn obwohl beide Parteien in beiden L&auml;ndern deutlich verloren haben, feiern sich die Christdemokraten in Sachsen und die Sozialdemokraten in Brandenburg als Wahlsieger. Nur weil man die Umfragen der letzten Wochen L&uuml;gen strafte. Das ist der neue Ma&szlig;stab, wundert sich auch Heiner Flassbeck auf Makroskop. Dass es f&uuml;r eine GroKo mittlerweile weder auf Landes- noch auf Bundesebene reicht, ist offenbar zweitrangig. Beide eint schlie&szlig;lich der Kampf gegen die AfD. Doch der wird v&ouml;llig falsch gef&uuml;hrt.<br>\nDen W&auml;hlern st&auml;ndig zu erkl&auml;ren, dass sie mit ihrer Stimme f&uuml;r die AfD nur Rechtsradikale unterst&uuml;tzen w&uuml;rden, ist einfach dumm. Die W&auml;hler wissen sehr genau, welche zwielichtigen Gestalten in der AfD das Sagen haben. Deshalb wird die Partei aber nicht gew&auml;hlt. Sie wird gew&auml;hlt, weil die anderen keine politischen Alternativen zum neoliberalen Einheitsbrei anzubieten haben, daf&uuml;r aber eine besondere moralische Instanz f&uuml;r sich reklamieren. Das geht den Leuten schlichtweg auf die Nerven. Die Befragungen der Wahlforscher zeigen, dass man der AfD am wenigsten zutraut, irgendetwas auf die Reihe zu bekommen. Schon gar nicht in den dr&auml;ngensten Fragen der Sozialpolitik. Dennoch wird sie gew&auml;hlt, weil sie glaubhaft vorgibt, gegen das Establishment zu sein.<br>\nKurz gesagt, von der AfD erwartet man nicht viel, au&szlig;er der Tatsache, dass sie die anderen treibt. Nur wohin? Die Reaktionen zeigen, dass sich der bisherige Kurs noch weiter versch&auml;rft, auch weil das progressive Spektrum seine Glaubw&uuml;rdigkeit l&auml;ngst verspielt und der ebenso neoliberalen Partei AfD das W&auml;hlerpotenzial einfach &uuml;berlassen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/190902damonierung-als-politikersatz\">TauBlog<\/a><\/li>\n<li><strong>Die St&uuml;tzen der AfD<\/strong><br>\nDie Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) hat bei den Landtagswahlen am gestrigen Sonntag ihre Position als erfolgreichste Rechtsau&szlig;enpartei in der Geschichte der Bundesrepublik konsolidiert und profitiert dabei von ihrer soliden Verankerung in etablierten sozialen Milieus. So kann sie seit ihrer Gr&uuml;ndung auf Unterst&uuml;tzung aus dem deutschen Mittelstand bauen, der in Teilen von der europ&auml;ischen Integration weniger profitiert als gro&szlig;e Konzerne und zugleich jegliche finanzielle Belastung im Kampf gegen die Eurokrise klar ablehnt. Breite Zustimmung erf&auml;hrt die Partei aus der Bundeswehr, in der ihre Forderungen nach rascher Aufr&uuml;stung und umfassender Militarisierung honoriert werden &ndash; nicht nur von Milit&auml;rs, die dem Milieu der offenen extremen Rechten zugeordnet werden, sondern auch von Offizieren. Beliebt ist die AfD zudem in der Polizei, in der ihre Law-and-Order-Politik gut ankommt. Mit der Berliner Regierungspolitik sind die Forderungen der AfD nicht prinzipiell unvereinbar &ndash; mit Ausnahme der Kritik an der stets zunehmenden europ&auml;ischen Integration. Letzteres k&ouml;nnte sich &auml;ndern. (&hellip;)<br>\nEin hartes Hindernis stellen freilich gegenw&auml;rtig &ndash; noch &ndash; die Positionen der AfD zur EU und zum Euro dar, die zwar den Interessen von Teilen des Mittelstandes entsprechen, aber unter den aktuellen Umst&auml;nden nicht denjenigen gro&szlig;er deutscher Konzerne, die massiv von der europ&auml;ischen Integration inklusive der Einheitsw&auml;hrung profitieren. Ob dies so bleibt, h&auml;ngt allerdings stark von der k&uuml;nftigen Entwicklung der EU ab, die vor allem seit dem britischen Austrittsreferendum andere Optionen denkbar erscheinen l&auml;sst als eine stets weiter voranschreitende Integration. Nehmen die zentrifugalen Tendenzen weiter zu, k&ouml;nnte sich das Interesse deutscher Unternehmen zunehmend den Konzepten der AfD ann&auml;hern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8030\/\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Nach den Wahlen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>In Brandenburg ist eine Koalition aus SPD, CDU und Gr&uuml;nen wahrscheinlich<\/strong><br>\nIn Brandenburg peilt SPD-Ministerpr&auml;sident Dietmar Woidke nach seinem Sieg bei der Landtagswahl gemeinsam mit der CDU und den Gr&uuml;nen ein &bdquo;Kenia&ldquo;-B&uuml;ndnis an. &bdquo;Entscheidend ist, dass Brandenburg eine stabile und gute Mehrheit bekommt&ldquo;, sagte Woidke im Tagesspiegel-Interview. Mit dem Ausgang der Wahl im Land h&auml;tte rechnerisch nur die rot-schwarz-gr&uuml;ne &bdquo;Kenia&ldquo;-Koalition mit den bisher oppositionellen Gr&uuml;nen und Christdemokraten eine solide Mehrheit von f&uuml;nf Mandaten, w&auml;hrend Rot- Rot-Gr&uuml;n mit nur einer einzigen Stimme Vorsprung regieren m&uuml;sste.<br>\nWoidke k&uuml;ndigte an, dass er ab Donnerstag alle Fraktionen au&szlig;er der AfD zu Sondierungsgespr&auml;chen einladen will. Wie er best&auml;tigte, hat er bereits vor Schlie&szlig;ung der Wahllokale mit CDU-Parteichef Ingo Senftleben telefoniert, als das Ergebnis absehbar gewesen sei. Senftleben steht in der eigenen Partei allerdings wegen des miserablen Abschneidens der CDU unter Druck. &bdquo;Die Demokratie und Brandenburg hat nichts davon, wenn sich ein potenzieller Koalitionspartner selbst zerfleddert&ldquo;, sagte Woidke: &bdquo;Eine CDU-Schlachteplatte w&auml;re kein sch&ouml;nes Bild.&ldquo;<br>\nAuch CDU-Bundesspitze w&uuml;nscht sich offenbar &bdquo;Kenia&ldquo; in Brandenburg: Senftleben habe die volle R&uuml;ckendeckung des CDU-Pr&auml;sidiums und des CDU-Vorstandes, sagte die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer nach Gremiensitzungen in Berlin. Woidke solle die CDU &bdquo;als Stimme der Vernunft&ldquo; in die Verantwortung einbeziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/woidke-nimmt-kurs-auf-kenia-in-brandenburg-ist-eine-koalition-aus-spd-cdu-und-gruenen-wahrscheinlich\/24973084.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eine sogenannte Kenia-Koalition liefert jedenfalls ein ehrliches Bild der politischen Verh&auml;ltnisse. Die Parteien der neoliberalen Mitte &ndash; die FDP hat es ja nicht in den Landtag geschafft &ndash; vereint in einer Koalition.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Linke &ndash; Grundfragen strategischer Ausrichtung stellen<\/strong><br>\nBei den Wahlen in Sachsen und Brandenburg ist &ldquo;Die Linke&rdquo; auf jeweils gut zehn Prozentpunkte abgesackt. Nach so einem Desaster m&uuml;sse sich die Partei Grundfragen der strategischen wie inhaltlichen Ausrichtung stellen, sagte Dietmar Bartsch, Fraktionsvorsitzender der Linken im Bundestag, im Dlf.<br>\n&bdquo;Es ist richtig, dass wir uns gegen Mietenwucher stellen, dass wir obsz&ouml;nen Reichtum bek&auml;mpfen wollen&ldquo;, so Bartsch. &bdquo;Aber die Orientierung: Welche Rolle spielen wir im Parteiensystem? Was sind unsere zentralen Zielgruppen?&ldquo; &ndash; das m&uuml;sse neu justiert werden.<br>\nEinen direkten Zusammenhang zwischen dem Erstarken der AfD und dem Abstieg der Linken sieht Bartsch dagegen nicht, auch wenn die Migrationsfrage eine sei, die die Menschen im Osten besonders bewegt habe.<br>\nMay: Wo Sie gerade das Stichwort soziale Sicherheit gesagt haben. Das habe ich mir direkt aufgeschrieben. Hat Ihre ehemalige Co-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Sahra Wagenknecht, m&ouml;glicherweise doch recht, dass sie genau dieses Thema soziale Sicherheit doch mit der Migrationspolitik verkn&uuml;pfen wollte? Die Linkspartei verfolgt ja bisher im Prinzip die liberalste Migrationspolitik von allen Parteien. War das ein Fehler?<br>\nBartsch: Zun&auml;chst m&ouml;chte ich darauf hinweisen, dass Sahra Wagenknecht und ich gemeinsam die Fraktion f&uuml;hren und nicht ehemalige Fraktions-Mitvorsitzende. Aber das ist ein kleiner Punkt. Ich bin &uuml;berhaupt nicht der Auffassung, dass wir jetzt eine fundamentale Ver&auml;nderung dort vornehmen m&uuml;ssen. Das w&auml;re falsch. Aber dass wir suggerieren, m&ouml;glichst viele Menschen sollen nach Deutschland kommen, das ist doch keine linke Position. Eine linke Position ist, dass jedes Kind da, wo es geboren wird, seine F&auml;higkeiten und Fertigkeiten entwickeln kann. Deswegen muss es um Fluchtursachenbek&auml;mpfung gehen und selbstverst&auml;ndlich ist die Migrationsfrage eine, die die Menschen im Osten bewegt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/dietmar-bartsch-linke-grundfragen-strategischer-ausrichtung.694.de.html?dram:article_id=457769\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ach ja wirklich, muss man das nach diesem Wahldesaster? Wenn man allerdings, bildlich gesprochen, sein bestes Pferd im Stall wegmobbt, dann hat man in der Tat ein Problem.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Verzweifelte deutsche Eltern der &ldquo;Verschwundenen&rdquo; beim G7<\/strong><br>\nAuf dem Weg ins baskische Lekeitio wurden drei junge Menschen aus N&uuml;rnberg in Frankreich inhaftiert &ndash; Die Eltern haben auch zwei Wochen sp&auml;ter noch keinen Kontakt zu ihnen<br>\nTelepolis hatte von den drei Jugendlichen aus N&uuml;rnberg, die unter sonderbaren Umst&auml;nden vor dem G7-Gipfel im franz&ouml;sisch-baskischen Biarritz in eine Polizeikontrolle gerieten und inhaftiert wurden, k&uuml;rzlich berichtet. Aus Zufall hatte der in zwei F&auml;llen illegal abgeschobene freie Mitarbeiter von Radio Dreyeckland (RDL) in Freiburg im kleinen Gef&auml;ngnis von Hendaye Kontakt zu den jungen Leuten zwischen 18 und 22 Jahren und konnte nach der Abschiebung &uuml;ber ihr Schicksal berichten.<br>\nNun liegt Telepolis ein Offener Brief der Eltern vor. Sie sind v&ouml;llig verzweifelt und wenden sich deshalb an die &Ouml;ffentlichkeit. Sie machen deutlich, dass auch die minimalsten Rechte der Gefangenen wie z.B., sich mit ihren Eltern in Verbindung zu setzen, in Frankreich ausgehebelt werden. Dort hat man w&auml;hrend des G7-Gipfels in Biarritz eine Art &ldquo;nicht erkl&auml;rten Ausnahmezustand&rdquo; hergestellt, der offensichtlich weiter andauert. &ldquo;Wir wenden uns in unserer Verzweiflung an Sie, da unsere Kinder unter rechtsstaatlich fragw&uuml;rdigen Umst&auml;nden in Frankreich verschwunden sind&rdquo;, schreiben die Eltern.<br>\nSie best&auml;tigen die Darstellung, wonach sich die drei N&uuml;rnberger auf den Weg ins spanisch-baskische Lekeitio befanden, das im Sommer immer wieder von N&uuml;rnbergern besucht wird. Aus der Reisegruppe von 10 Personen fehlten dann die drei jungen M&auml;nner, die nicht zum verabredeten Campingurlaub eingetroffen waren. Denn sie waren an einer Kontrolle abgefangen und im Schnellverfahren zu 2 und 3 Monaten Haft verurteilt worden, wie an dieser Stelle berichtet wurde. Wie in anderen St&auml;dten wurde auch in Lekeitio gegen die Inhaftierung protestiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Verzweifelte-deutsche-Eltern-der-Verschwundenen-beim-G7-4512103.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>F&uuml;hrende CDU-Politiker stellen schwarze Null infrage<\/strong><br>\nEin striktes Nein zu neuen Schulden geh&ouml;rte in den vergangenen Jahren zum Markenkern der Union. Nun r&uuml;cken CDU-Politiker im SPIEGEL davon ab &ndash; wegen der schw&auml;chelnden Konjunktur.<br>\nAngesichts der schw&auml;chelnden Konjunktur nehmen die ersten CDU-Politiker Abstand von einer Politik ohne neue Schulden. &ldquo;Wir werden die schwarze Null nicht mehr auf Dauer halten k&ouml;nnen&rdquo;, sagte CDU-Bundesvorstand Olav Gutting dem SPIEGEL. &ldquo;Je rascher wir uns eine Strategie ausdenken, um uns davon zu verabschieden, umso besser.&rdquo;<br>\nF&uuml;r die Unionsparteien w&auml;re dieser Schritt deshalb besonders heikel, weil vielen das Konzept von Haushalten ohne neue Schulden als einer der wenigen verbliebenen konservativen Markenkerne erscheint.<br>\nAllerdings haben in den vergangenen Wochen und Monaten selbst f&uuml;hrende Wirtschaftswissenschaftler, die sich in der Vergangenheit f&uuml;r die schwarze Null stark gemacht hatten, den Abschied von diesem Konzept gefordert. Finanzminister Olaf Scholz von der SPD h&auml;lt bislang daran fest, viele Sozialdemokraten hingegen verlangen ebenfalls eine Abkehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/cdu-fuehrende-unionspolitiker-stellen-schwarze-null-infrage-a-1284438.html\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Es tut sich was, allerdings ist nicht auszuschlie&szlig;en, dass der Anw&auml;rter auf den SPD-Vorsitz, Olaf Scholz, als Letzter auf der schwarzen Null sitzen bleibt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Pflicht der Reichen<\/strong><br>\nNicht die Verm&ouml;gensteuer ist verfassungswidrig, sondern das Lamento dagegen. Ein Reichtum, der f&uuml;r seinen Rechtsschutz nichts zahlen will, ist amoralisch.<br>\nEigentum verpflichtet: Das ist das Fundament des deutschen Sozialstaats und die Kurzfassung der Einsicht, dass Demokratie nur mit einem Sozialstaat zu machen ist. Ein Sozialstaat ist mehr als das treuherzige Vertrauen auf die &ldquo;Trickle-down-Theorie&rdquo;, die besagt, dass der Reichtum der Reichen automatisch irgendwie nach unten trickelt; da tr&ouml;pfelt, rinnt und l&auml;uft nichts, wenn der Staat keine Kan&auml;le baut. Eine Verm&ouml;gensteuer geh&ouml;rt zu diesen Kan&auml;len. Sie macht Reichtum in besonderer Weise sozialpflichtig; sie macht das spezifischer, als dies eine (gleichfalls notwendige) Erh&ouml;hung des Spitzensteuersatzes kann &ndash; weil sie, wenn sie richtig konstruiert ist, passive Werte belastet.<br>\nDas Aufkommen der Verm&ouml;gensteuer, so wie sie die SPD plant, ist nicht gewaltig. Es w&auml;re mit etwa zehn Milliarden Euro nur halb so hoch wie das derzeitige Aufkommen des Solidarit&auml;tszuschlags, den die Regierungskoalition gro&szlig;enteils abschaffen will. Gleichwohl hat auch eine eher bescheidene Verm&ouml;gensteuer maximale Symbolkraft, weil sie dort anpackt, wo sich die Ungleichheit in Deutschland in besonderer Weise zeigt: 40 Prozent der Deutschen haben gar kein Verm&ouml;gen. Ungew&ouml;hnlich sind nicht die hohen Verm&ouml;gen der Reichen, sondern die Tatsache, dass so viele Deutsche praktisch kein Erspartes zur Vorsorge f&uuml;r Notf&auml;lle oder f&uuml;rs Alter haben. So beklagt es Marcel Fratzscher, Leiter des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung: Es gebe kaum ein anderes Land auf der Welt, das Arbeit mehr und Verm&ouml;gen weniger besteuert.<br>\nDeutschland leistet sich ein Steuer- und Abgabensystem, das es sich nicht mehr leisten kann: Es betreibt Reichtumspflege, daran hat auch eine kleine Reichensteuer als Zuschlag zur Einkommensteuer nichts ge&auml;ndert. Vornehmlich die Arbeitnehmer, also Arbeiter und Angestellte, finanzieren den Staat. Der Gesetzgeber der letzten zwei Jahrzehnte hat den Staat in einen Lohnsteuer- und Umsatzsteuerstaat verwandelt. Der deutsche Staat ist ein Arbeitnehmerschr&ouml;pfer.<br>\nDas muss ge&auml;ndert werden: Arbeit muss weniger und die wirklich gro&szlig;en Verm&ouml;gen m&uuml;ssen mehr belastet, die zum Teil abenteuerlichen Wertsteigerungen bei Grund und Boden m&uuml;ssen abgesch&ouml;pft werden. Das ist nicht sozialistischer Irrsinn, sondern wichtig f&uuml;r die Stabilisierung des sozialen Friedens.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/vermoegensteuer-spd-prantl-sozialpolitik-eigentum-sozialpflicht-1.4581502\">Heribert Prantl in der SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>EBA-Exekutivdirektor wird Bankenlobbyist: Massiver Schaden f&uuml;r das Ansehen der Bankenaufsicht<\/strong><br>\nDer Exekutivdirektor der Europ&auml;ischen Bankenaufsichtsbeh&ouml;rde (EBA), Adam Farkas, wechselt zum Lobbyverband der europ&auml;ischen Gro&szlig;banken (AFME) und soll deren CEO werden. Vorher hatte sich Farkas vergeblich bem&uuml;ht, Chef der EBA zu werden. Die meisten Mitarbeiter der EBA erfuhren vom bevorstehenden Wechsel durch einen Medienbericht (https:\/\/news.sky.com\/story\/top-eu-regulator-farkas-to-head-banking-lobbying-group-afme-11793826).<br>\nDazu erkl&auml;rt Sven Giegold, Sprecher von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen im Europ&auml;ischen Parlament: &ldquo;Farkas Gang durch die Dreht&uuml;r besch&auml;digt das Ansehen der Bankenaufsicht massiv. Ohne Atempause flie&szlig;t nun bestes Insiderwissen von der Bankenaufsicht zur Bankenlobby. W&auml;hrend der Finanzkrise ist viel Vertrauen zerst&ouml;rt worden, jetzt besch&auml;digt Farkas das Vertrauen in eine zentrale Beh&ouml;rde zur Krisenpr&auml;vention.<br>\nWir brauchen verbindliche Karenzzeiten f&uuml;r sensible Posten in den EU-Agenturen. Eine Karenzzeit von 24 Monaten w&auml;re sinnvoll. Es ist eine Einladung zum Wegschauen, dass jede Agentur ihre eigenen Regeln hat. Der Fall Farkas zeigt, wie sehr wir eine unabh&auml;ngige EU-Ethikbeh&ouml;rde brauchen, um Interessenskonflikte zu vermeiden.<br>\nDer Rat der nationalen Bankenaufseher sollte im Fall von Farkas eine Karenzzeit von mindestens 24 Monaten beschlie&szlig;en. Farkas muss unverz&uuml;glich den Zugang zu sensiblen Informationen und Dokumenten verlieren.<br>\nDer Fall Farkas muss ein Weckruf f&uuml;r die europ&auml;ische Politik sein.&rdquo;<br>\nQuelle: Sven Giegold per Email\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Mieten<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mieten in Berlin haben sich in zehn Jahren verdoppelt<\/strong><br>\nWer in Berlin eine Wohnung sucht, hat es mitunter schwer. Nicht nur, weil das Angebot knapp ist. Die durchschnittliche Angebotsmiete bei Erst- oder Neuvermietungen liegt inzwischen bei &uuml;ber 11 Euro &ndash; und damit doppelt so hoch wie noch vor zehn Jahren.<br>\nIn Berlin m&uuml;ssen Wohnungssuchende im Durchschnitt doppelt so hohe Mieten zahlen wie noch vor zehn Jahren. Das geht aus der Antwort des Bundesbauministeriums auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor. Die Antwort liegt der Nachrichtenagentur dpa vor.<br>\nW&auml;hrend Berliner Vermieter 2008 bei Erst- oder Neuvermietungen durchschnittlich 5,59 Euro pro Quadratmeter verlangten, waren es 2018 bereits 11,09 Euro. Die Zahlen beruhen auf Daten des Bundesinstitutsf&uuml;r Bau-, Stadt- und Raumforschung. Nach einer Untersuchung von Immowelt setzt sich der Trend in Berlin auch 2019 fort, das Inserateportal kommt im Mittel auf 11,60 Euro. Der Mietspiegel, in den auch Bestandsvertr&auml;ge einflie&szlig;en, gibt eine Miete von durchschnittlich 6,72 Euro an.<br>\nBundesweit sind die Angebotsmieten bei Erst- oder Neuvermietung innerhalb eines Jahrzehnts um 39 Prozent gestiegen. Ein bundesweiter Mietendeckel k&ouml;nne &ldquo;den Mietenwahnsinn stoppen und die soziale Spaltung verringern&rdquo;, sagte die stellvertretende Fraktionschefin der Linken, Caren Lay. Die Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus h&auml;lt einen Mietendeckel dagegen f&uuml;r grundgesetzwidrig und spricht von Enteignung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/wirtschaft\/beitrag\/2019\/08\/neuvermietung-berlin-zehn-jahre-verdoppelt-miete.html?utm_source=pocket-newtab\">RBB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Haben sich die L&ouml;hne in den letzten zehn Jahren verdoppelt? Die Verdoppelung der Mieten bedeutet auch die Verdoppelung der Gewinne aus Mietzahlungen, einfach so. Aber bei der Einf&uuml;hrung einer Mietobergrenze droht Enteignung und der Untergang des Abendlandes. Dabei sind die Einzigen, die hier enteignet werden die Mieter, die einen immer h&ouml;heren Anteil ihres Einkommens f&uuml;r Wohnraum ausgeben m&uuml;ssen. <\/em><\/p>\n<p><em>Im &uuml;brigen gilt in &Ouml;sterreich bereits seit 1994 ein Gesetz zur Begrenzung der Mieten. Der nationalen Oligarchie geht es dennoch pr&auml;chtig. Auch von einen Massenexodus der Reichen und Superreichen aus &Ouml;sterreich hat man noch nichts geh&ouml;rt. Ein ebenfalls nicht unwesentlicher Aspekt dazu, rasant steigende Mieten haben einen negativen Effekt auf die Konjunktur, da Menschen, die 40 Prozent oder mehr f&uuml;r Miete ausgeben weniger f&uuml;r den Konsum zur Verf&uuml;gung haben. Aber derartige Erkenntnisse scheinen f&uuml;r Neoliberale zu hoch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ran an die Miete<\/strong><br>\nWer die soziale Spaltung der Gro&szlig;st&auml;dte aufhalten will, muss die Mieten deckeln. R&uuml;cksicht auf Renditeverluste ist unangebracht.<br>\nDer Kauf von Immobilien in Berlin und anderen Gro&szlig;st&auml;dten versprach bislang eine sichere Rendite. Der d&auml;nische Immobilienspekulant J&oslash;rn T&aelig;kker erwarb 2006 ein Kreuzberger Altbau-Ensemle f&uuml;r 3 Millionen Euro von der Stadt und will es nun f&uuml;r 20 Millionen Euro absto&szlig;en, ohne je einen Cent in die Substanz investiert zu haben: ein leistungsloser Gewinn. Trotz des massiven Kapitalzuflusses in den Immobilienmarkt verbessert sich am Wohnungsangebot nichts. Im Gegenteil: Immer mehr &uuml;berteuerte Wohnungen verkleinern das Angebot f&uuml;r die Mehrheit.<br>\nDer Wohnungskonzern Akelius vermietet jede frei werdende Wohnung nach der Sanierung f&uuml;r den doppelten bis dreifachen Preis. 20 Euro pro Quadratmeter im sozialen Brennpunkt; Schamgrenzen gibt es schon l&auml;ngst nicht mehr. Sch&ouml;nen Gru&szlig; an die Mietpreisbremse. Gleichzeitig werden immer mehr vormalige Mietwohnungen in Eigentum umgewandelt.<br>\nMit dem Mietendeckel will der Berliner Senat nun dem Treiben ein Ende setzen. Wie Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) am Freitag vorstellte, sollen ab Januar die Mieten f&uuml;r f&uuml;nf Jahre nicht mehr steigen d&uuml;rfen beziehungsweise nur bis zu definierten H&ouml;chstwerten. Je nach Baujahr liegen die Grenzen, die auch bei Wiedervermietungen gelten, zwischen 5,95 Euro und 9,80 Euro pro Quadratmeter. Wer mehr zahlt und wessen Miete 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens &uuml;bersteigt, darf eine Absenkung beantragen.<br>\nDie Vorschl&auml;ge sind weniger radikal als jene in einem zuvor bekannt gewordenen Arbeitspapier. In seiner versch&auml;rften Form h&auml;tte der Mietendeckel deutlich mehr Hauptst&auml;dterInnen eine billigere Miete erm&ouml;glicht. Doch es folgte gro&szlig;e &ouml;ffentliche Emp&ouml;rung: Wertverlust! Enteignung! Kommunismus! Lange wurden die Interessengegens&auml;tze zwischen Kapitaleignern und Besitzlosen nicht mehr so deutlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Mietendeckel-in-Berlin\/!5619375\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Es gibt kein Grundrecht auf &uuml;berh&ouml;hte Mieten<\/strong><br>\nWas tun gegen die steigenden Mieten in Deutschland? Kaum ein Thema wurde in den vergangenen Jahren so intensiv diskutiert. Allein in Berlin hat sich die durchschnittliche Kaltmiete pro Quadratmeter in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Ein Vorreiter im Kampf gegen diese Entwicklung sitzt im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg: Florian Schmidt. In den Medien wird der Gr&uuml;nen-Politiker wahlweise als Feind der Immobilieninvestoren oder als der Robin Hood f&uuml;r Mieter beschrieben. Dabei ist Schmidt eigentlich nur Baustadtrat.<br>\nZEIT ONLINE: Jenseits der H&auml;rtef&auml;lle: Halten Sie die acht Euro f&uuml;r angemessen? Sie sollen ja auch f&uuml;r bestehende Vertr&auml;ge gelten.<br>\nSchmidt: Wenn ein internationales Aktienunternehmen &uuml;berteuert Wohnungen kauft, wahnsinnig viel Geld reinsteckt, um die Mietpreisbremse zu umgehen, und ein Wohnprodukt schafft, das nur auf Menschen mit den h&ouml;chsten Einkommen abzielt, dann hab ich kein Problem damit zu sagen: So geht&rsquo;s nicht weiter, die Mieten m&uuml;ssen runter. Es gibt kein Grundrecht auf &uuml;berh&ouml;hte Mieten. Erst k&uuml;rzlich hat auch das Bundesverfassungsgericht f&uuml;r die Mietpreisbremse entschieden, dass es keinen Anspruch auf immer gleich bleibende mietrechtliche Bestimmungen gibt.<br>\nZEIT ONLINE: Der Eigent&uuml;mer hat aber mit der aktuellen Marktlage kalkuliert. Kommt jetzt ein harter Mietendeckel, bringt ihn das wom&ouml;glich in gro&szlig;e finanzielle Schwierigkeiten.<br>\nSchmidt: Wer nur Mitnahmeeffekte wollte, der hat sich eventuell verkalkuliert. Wir m&uuml;ssen uns aber die F&auml;lle genau anschauen. So k&ouml;nnen wir uns dem ann&auml;hern, was angemessen ist. Wichtig ist mir, dass die Bewirtschaftungsstrategie der Vermieter Ber&uuml;cksichtigung findet. Genossenschaften, die einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung der Mieten leisten, sollten nicht eingeschr&auml;nkt werden, wenn sie Ertr&auml;ge aus leicht steigenden Mieten reinvestieren oder diese brauchen, um bei Menschen mit wenig Einkommen die Mieten auf sehr niedrigem Niveau zu belassen. Auch Selbsthilfeprojekten, die unter hohen Anstrengungen ihre H&auml;user vom Markt genommen haben und zum Teil solidarische Modelle umsetzen, sollte nicht verboten werden, dass es in einem Haus Mietspreizungen gibt, die aber den Einkommensverh&auml;ltnissen innerhalb der Hausgemeinschaft entsprechen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2019-08\/berlin-mietendeckel-wohnungsmarkt-immobilien-baustadtrat-florian-schmidt\">Zeit<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Unternehmen gegen Betriebsr&auml;te Mitbestimmung &ndash; Dann schlie&szlig;en wir eben<\/strong><br>\nEigentlich sollte alles besser werden. Keine Doppelschichten mehr, kein Durcharbeiten ohne Pause. Keine Anrufe im Urlaub, die den Urlaub prompt beenden. Zerm&uuml;rbt von all diesen Umst&auml;nden erk&auml;mpften die Mitarbeiter von Wombat&rsquo;s den allerersten Betriebsrat in einem deutschen Hostel. Vier Jahre ist das her. Jetzt verliert dort jeder seinen Job.<br>\nDas Hostel Wombat&rsquo;s befindet sich an der Alten Sch&ouml;nhauser Stra&szlig;e, mitten in Mitte. Ein modernes, schlichtes, wei&szlig;es Geb&auml;ude. Gedacht f&uuml;r junge Menschen, f&uuml;r ein Wochenende in der Spa&szlig;stadt. Viele scheinen dort eine gute Zeit zu haben. Nettes Personal, lockere Atmosph&auml;re, tolle Bar, schreiben die Besucher in Online-Bewertungen. Es gibt aber auch G&auml;ste, die das Haus demnach schockiert verlie&szlig;en. Weil es f&uuml;r die Mitarbeiter nicht vergn&uuml;glich sei. &hellip;<br>\nObwohl die betriebliche Mitbestimmung in Deutschland gesetzlich gesch&uuml;tzt ist, gehen Unternehmen immer wieder gegen Interessenvertretungen vor, zum Teil mit drastischen Mitteln und Unterst&uuml;tzung von darauf spezialisierten Anwaltskanzleien. Sie versuchen, Wahlen zu verhindern, sch&uuml;chtern Kandidaten ein, bespitzeln Betriebsr&auml;te. Das Ph&auml;nomen hei&szlig;t Union Busting und kommt urspr&uuml;nglich aus den USA. Doch auch hierzulande verbreitet sich das Vorgehen aus Sicht der Gewerkschaften.<br>\nRaphael steht bei Wombat&rsquo;s seit zehn Jahren an der Rezeption und ist Betriebsratsvorsitzender. In einem Caf&eacute; berichtet er von Schikanen, obsz&ouml;nen Spr&uuml;chen gegen&uuml;ber Frauen, Mobbing &ndash; aber lieber nur mit seinem Vornamen. Im vergangenen Dezember versuchte die Belegschaft noch einmal mit der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung zu sprechen. Es ging vor allem um das Verhalten ihres Berliner Chefs. &bdquo;Drohbriefe wurden an unsere privaten Mailadressen verschickt, Mitarbeiter*innen zu Einzelgespr&auml;chen ins B&uuml;ro abkommandiert, bei denen man angeschrien oder in v&ouml;llig unangemessener Art und Weise von oben herab behandelt wurde&ldquo;, steht darin. Es w&uuml;rden permanent K&uuml;ndigungen angedroht und Abmahnungen wegen Kleinigkeiten ausgeteilt, nicht selten rechtswidrig, weil jemand die Sprechstunde des Betriebsrats in Anspruch genommen habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen-gegen-betriebsraete-mitbestimmung-dann-schliessen-wir-eben\/24961776.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auf der Webseite von Wombats gibt man sich jedenfalls jung, cool, hip und urban. Wie es hinter den Kulissen aussieht ist dann nicht so interessant, Hauptsache man ist &bdquo;weltoffen&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Antisozialer Patriotismus: Die Rentenpl&auml;ne der AfD<\/strong><br>\nVor den anstehenden Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Th&uuml;ringen im September beziehungsweise Oktober inszeniert sich die ostdeutsche AfD als F&uuml;rsprecherin der Benachteiligten &ndash; und all jener, die sich benachteiligt f&uuml;hlen. Allerdings zeigt sich die vermeintliche &bdquo;K&uuml;mmererpartei&ldquo; gerade hinsichtlich ihres Rentenkonzepts nicht nur zutiefst gespalten, sondern auch hochgradig unsozial. Dort, wo vielen Menschen aufgrund l&auml;ngerer Arbeitslosigkeit und\/oder schlecht bezahlter (Leih-)Arbeit k&uuml;nftig Altersarmut droht, pl&auml;diert der v&ouml;lkisch-nationalistische und in weiten Teilen rechtsextreme Parteifl&uuml;gel um Bj&ouml;rn H&ouml;cke, dem Landes- und Fraktionsvorsitzenden der th&uuml;ringischen AfD, f&uuml;r einen &bdquo;solidarischen Patriotismus&ldquo;, der all jenen zugutekommen soll, die eine deutsche Staatsb&uuml;rgerschaft besitzen. Dagegen setzt der national- bzw. wirtschaftsliberale Fl&uuml;gel um Bundessprecher J&ouml;rg Meuthen und die Bundestagsfraktionsvorsitzende Alice Weidel weniger auf staatliche Interventionen als auf den (Finanz-)Markt, das Prinzip Eigenverantwortung und individuelle Selbstvorsorge.  &hellip;.<br>\nAuch sechseinhalb Jahre nach ihrer Gr&uuml;ndung hat die AfD immer noch kein Rentenkonzept verabschiedet. Die Vielzahl unausgegorener Papiere der verschiedenen Parteigruppierungen sollte eigentlich im September dieses Jahres auf einem Sonderparteitag zur Sozialpolitik in einen Beschluss m&uuml;nden. Doch da die AfD in der Rentenpolitik nach wie vor heillos zerstritten ist, verschob ihr Bundesvorstand den Parteitag kurzerhand auf das kommende Jahr. Bis dahin kann jede Str&ouml;mung ihr eigenes Konzept als mehrheitsf&auml;hig pr&auml;sentieren &ndash; und damit auf W&auml;hlerfang gehen. &hellip;<br>\nAuf Dr&auml;ngen von Bj&ouml;rn H&ouml;cke beschloss der neunte AfD-Bundesparteitag im Sommer 2018, den inzwischen verschobenen Sonderparteitag abzuhalten, um das Grundsatzprogramm im Bereich der Sozialpolitik zu erg&auml;nzen. In seinem damaligen Vorstandsbericht warf J&ouml;rg Meuthen dem H&ouml;cke-Fl&uuml;gel vor, &bdquo;eine letztlich sozialistische L&ouml;sung nach dem Modell der B&uuml;rgerversicherung&ldquo; zu favorisieren, und pl&auml;dierte stattdessen f&uuml;r einen &bdquo;Systemwechsel weg vom zwangsfinanzierten Umlagesystem&ldquo;, ohne jedoch mehr als vage Andeutungen zu machen, wie die Altersvorsorge k&uuml;nftig organisiert werden soll.<br>\nErst drei Monate sp&auml;ter legte der Parteivorsitzende ein 26 Seiten umfassendes Rentenkonzept f&uuml;r die AfD vor. In seinem Papier mit dem dramatisch klingenden Titel &bdquo;Ans&auml;tze zur Entsch&auml;rfung einer tickenden Zeitbombe&ldquo; behauptete Meuthen, dem auf einem &bdquo;Generationenvertrag&ldquo; beruhende Rentensystem drohe aufgrund des demographischen Wandels der Zusammenbruch, wenn nicht energisch gegengesteuert werde. &hellip;<br>\nKurz nach Meuthen stellte schlie&szlig;lich der brandenburgische AfD-Bundestagsabgeordnete Norbert Kleinw&auml;chter sein Konzept der &bdquo;20\/40\/60-Rente&ldquo; vor, die &bdquo;familien-&ldquo; und &bdquo;generationengerecht&ldquo; sein soll.[20] Es st&uuml;tzt sich auf Vorschl&auml;ge des ifo-Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung an der Universit&auml;t M&uuml;nchen, der Bertelsmann Stiftung und der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, erf&uuml;llt aber laut Kleinw&auml;chter auch Anforderungen der Deutschen Bischofskonferenz. Kleinw&auml;chter m&ouml;chte die gesetzliche Rente als Drei-Generationen-Vertrag mit einer &bdquo;generativen Komponente&ldquo; ausgestalten: Wer als sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigter eigene Kinder und damit in &bdquo;Beitragszahler von morgen&ldquo; investiert habe, soll durch einen &bdquo;Kinderfaktor&ldquo; in der Rentenformel eine h&ouml;here Altersrente erhalten. Wer keine Kinder hat, soll &bdquo;mindestens 60 Prozent&ldquo; seiner sp&auml;teren Rente, wer ein Kind hat, &bdquo;mindestens 40 Prozent&ldquo;, und wer zwei Kinder hat, &bdquo;mindestens 20 Prozent&ldquo; kapitalgedeckt, also finanzmarktabh&auml;ngig, ansparen. Zugleich soll eine &ouml;ffentliche, kapitalgedeckte Rentenkasse in Gestalt der &bdquo;Optionalen Zusatzversorgung&ldquo; den &bdquo;selbstbestimmten Verm&ouml;gensaufbau&ldquo; f&ouml;rdern. Beamte und Selbstst&auml;ndige w&uuml;rden in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2019\/september\/antisozialer-patriotismus-die-rentenplaene-der-afd\">Christoph Butterwegge in den Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Beachtlich ist, dass man in der AfD offenbar auf neoliberalen &bdquo;Rentenkonzepten&ldquo; der Bertelsmann Stiftung und der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft baut.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>F&uuml;r viele Gefl&uuml;chtete lohnt sich eine Ausbildung nicht<\/strong><br>\nProbleme, ins Arbeitsleben einzusteigen, haben Bildungsexperten zufolge auch jene Zuwanderer etwa aus arabischen L&auml;ndern, die im Alter von 15, 16, 17 Jahren nach Deutschland kamen oder kommen. Sie haben es in einer Willkommensklasse &ndash; meist werden sie wegen des Spracherwerbs ein bis zwei Jahre zur&uuml;ckgestuft &ndash; vielleicht gerade geschafft, mit der Schreibweise von links nach rechts statt rechts nach links, mit v&ouml;llig anderer Schrift und anderen Zahlen klarzukommen. Und k&ouml;nnen sich nach Wechsel in eine Regelklasse auf einfachem Niveau verst&auml;ndigen. Da die Eltern aber meist schlechter Deutsch sprechen als die Kinder, k&ouml;nnen ihnen diese auch nicht helfen. Berufsbildungsreife oder Mittlerer Schulabschluss sind oft nicht zu schaffenBesser haben es unbegleitete minderj&auml;hrige Gefl&uuml;chtete, die seit ein paar Jahren in Berliner Pflegefamilien leben und intensiv und pers&ouml;nlich gest&auml;rkt und gest&uuml;tzt werden. Aber das sind nur ein paar Dutzend. Und auch kleine Kinder wachsen schneller ins Leben hier hinein.<br>\nJenen Neueingestiegenen in Deutschland, die kurzfristig denken, erscheinen die M&uuml;hen einer Lehre zudem nicht besonders attraktiv, weil das Ausbildungsgehalt in der Regel teils unter oder mit Aufstockung beim Amt nur auf gleicher H&ouml;he wie die Summe aller staatlichen Jobcenter-Leistungen lag oder liegt. Was selbst erarbeitet wurde, wird gleich wieder verrechnet, psychologisch ung&uuml;nstig. Das haben auch schon Firmen als Fehler im System kritisiert. Arbeit bringt dabei doch mehr als Geld, n&auml;mlich oft Freunde, Selbstbest&auml;tigung, Tagesstruktur. Viele Sonderprogramme der Senatsverwaltungen versuchen, zu motivieren.<br>\nNach Erfahrungen des berufsvorbereitenden Integrationsprojektes Arrivo gebe es vor allem bei jungen erwachsenen Gefl&uuml;chteten die Lage, dass sie mit einem Helferjob mit Mindestlohn finanziell weit besser dastehen, als wenn sie nochmal eine Ausbildung beg&auml;nnen. Zumal oft Verwandte im Herkunftsland finanzielle Forderungen stellen und gro&szlig;e Erwartungen an die nach Deutschland Gegangenen oder Geschickten haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/fehler-im-system-fuer-viele-gefluechtete-lohnt-sich-eine-ausbildung-nicht\/24958438.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ministerin Kl&ouml;ckner will unsere W&auml;lder umbauen<\/strong><br>\nNach Beratungen mit Fachverb&auml;nden &uuml;ber die aktuellen gro&szlig;fl&auml;chigen Waldsch&auml;den hat Bundesagrarministerin Julia Kl&ouml;ckner (CDU) die Lage als &ldquo;Z&auml;sur&rdquo; bezeichnet. Es geschehe &ldquo;Dramatisches&rdquo;, sagte Kl&ouml;ckner am Donnerstag in Berlin vor Journalisten. Nach zwei D&uuml;rrejahren seien bereits mehr als 110.000 Hektar gesch&auml;digt. Der Deutsche Forstwirtschaftsrat forderte von der Bundesregierung unterdessen Finanzhilfen in Milliardenh&ouml;he ein.<br>\nKl&ouml;ckner traf sich am Donnerstag mit Vertretern verschiedener Branchen- und Fachverb&auml;nde, um &uuml;ber deren Sicht auf die Waldsch&auml;den und die notwendigen Ma&szlig;nahmen zur Wiederaufforstung und zum Waldumbau zu sprechen. Dabei waren unter anderem Waldbesitzer, Natursch&uuml;tzer sowie Organisationen der Holzwirtschaft und der J&auml;gerschaft.<br>\nDiese h&auml;tten &ldquo;viele verschiedene W&uuml;nsche ge&auml;u&szlig;ert&rdquo;, die nun &ldquo;in Ausgleich&rdquo; gebracht und &ldquo;wissenschaftlich bewertet&rdquo; w&uuml;rden, sagte Kl&ouml;ckner. Sie habe die Erfahrungen der Verb&auml;nde zur Vorbereitung auf den von ihr geplanten nationalen Waldgipfel im September h&ouml;ren wollen. Dort werde sie dann &ldquo;Leitlinien&rdquo; zu Wiederbewaldung und zu einem langfristigem Waldumbau vorstellen, erkl&auml;rte die Ministerin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/politik\/deutschland\/waldsterben-julia-kloeckner-will-die-waelder-umbauen_aid-45454185?fbclid=IwAR3JVJShJ6MxBtVSsOpTKtrsJKDBXa8imWXbg4QsYe5NkQ56j6Fih8wv8n8\">RP<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jan Korte (Die Linke) <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/jankortemdb\/photos\/a.334482296594765\/2518300921546214\/?type=3&amp;theater\">via facebook<\/a>:<\/strong> Die gr&ouml;&szlig;ten Privatbesitzer von Wald in der Bundesrepublik sind ehemalige Adelsh&auml;user. Darunter die Erbengemeinschaft #Hohenzollern, die sich in Berlin und Brandenburg gerade die Rosinen aus dem verheerenden Erbe ihres Vorfahren Wilhelm II. herauspicken will. Es ist schr&auml;g genug, dass der ehemalige Adel &uuml;berhaupt noch so massiven Grundbesitz in der Bundesrepublik hat. Dass die Bev&ouml;lkerung den ehemaligen Adelsfamilien jetzt die W&auml;lder, die ihre Vorfahren ihren Untertanen abgepresst haben, mit Steuergeldern retten soll, ist der blanke Hohn. Finanzhilfen des Bundes f&uuml;r Waldbesitzer aus ehemaligen Adelsh&auml;usern darf es nur geben, wenn daf&uuml;r Waldfl&auml;chen im entsprechenden Gegenwert an die &ouml;ffentliche Hand abgetreten werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>US military is a bigger polluter than as many as 140 countries &ndash; shrinking this war machine is a mus<\/strong><br>\nThe US military&rsquo;s carbon bootprint is enormous. Like corporate supply chains, it relies upon an extensive global network of container ships, trucks and cargo planes to supply its operations with everything from bombs to humanitarian aid and hydrocarbon fuels. Our new study calculated the contribution of this vast infrastructure to climate change.<br>\nGreenhouse gas emission accounting usually focuses on how much energy and fuel civilians use. But recent work, including our own, shows that the US military is one of the largest polluters in history, consuming more liquid fuels and emitting more climate-changing gases than most medium-sized countries. If the US military were a country, its fuel usage alone would make it the 47th largest emitter of greenhouse gases in the world, sitting between Peru and Portugal.<br>\nIn 2017, the US military bought about 269,230 barrels of oil a day and emitted more than 25,000 kilotonnes of carbon dioxide by burning those fuels. The US Air Force purchased US$4.9 billion worth of fuel, and the navy US$2.8 billion, followed by the army at US$947m and the Marines at US$36m.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theconversation.com\/us-military-is-a-bigger-polluter-than-as-many-as-140-countries-shrinking-this-war-machine-is-a-must-119269?utm_source=twitter&amp;utm_medium=twitterbutton\">The Conversation<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch: Werner R&uuml;gemer &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54527\">US-Milit&auml;r &ndash; der gr&ouml;&szlig;te Umweltvergifter<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Haus der Gesundheit &ndash; Samwer-Br&uuml;der werfen &Auml;rzte raus<\/strong><br>\nDem Haus der Gesundheit stehen einschneidende &Auml;nderungen bevor, die zu einer schlechteren ambulanten Versorgung des umliegendes Quartiers f&uuml;hren werden. Die Investoren, die 2016 die Immobilie in Bestlage am Alexanderplatz gekauft haben, bereiten Umbauten und Nutzungs&auml;nderungen in dem denkmalgesch&uuml;tzten Haus vor. Eine erste K&uuml;ndigung f&uuml;r eine niedergelassene &Auml;rztin ist ausgesprochen.<br>\nDas Gesundheitszentrum betreut mehr als 100.000 Patienten in dem Mitte-Quartier, das den h&ouml;chsten Altersdurchschnitt im Bezirk aufweist. Der Betreuungsbedarf ist deshalb besonders hoch, die Mobilit&auml;t der Menschen eingeschr&auml;nkt. &hellip;<br>\nZum Zeitpunkt des Verkaufes durch die AOK Nordost war der Name des Erwerbers noch geheimgehalten worden. Inzwischen ist bekannt, dass es sich um die Br&uuml;der Samwer handelt, bekannt vor allem als Eigent&uuml;mer der Berliner Beteiligungsgesellschaft Rocket Internet. Ihre in den vergangenen Jahren unter anderem mit dem Online-Handel Zalando verdienten Milliarden investieren sie neuerdings vorzugsweise in Immobilien. Im Fall des Hauses der Gesundheit tritt als Bauherr die Argo Immobilien GmbH auf, zu deren Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern Alexander Samwer geh&ouml;rt.<br>\nBeim Verkauf hatte die AOK versichert, dass 50 Prozent der Fl&auml;chen laut Vertrag weiter der ambulanten &auml;rztlichen Versorgung zur Verf&uuml;gung stehen. Projektentwickler Daniel Bormann sagte seinerzeit als Vertreter der K&auml;ufer, man werde das Haus der Gesundheit von einer leerstehenden Immobilie erst wieder zum Haus der Gesundheit machen. Die &Auml;rzte sollten weiterarbeiten; auf den &uuml;brigen Fl&auml;chen sollten sich Firmen der Gesundheitsbranche wie beispielsweise Start-ups ansiedeln.<br>\n&bdquo;Klar gebrochen&ldquo; habe die AOK das Nutzungsversprechen sowie die Zusage, an einen im Gesundheitsbereich erfahrenen Betreiber zu verkaufen, sagt Carola Bluhm, Fraktionsvorsitzende der Linken im Abgeordnetenhaus, in ihrem Wahlkreis Mitte direkt gew&auml;hlt. Man habe die Politik an der Nase herumgef&uuml;hrt.<br>\nCarola Bluhm hat schon 2016 gegen die Privatisierung protestiert und gefordert, die kommunale Wohnungsbaugesellschaft WBM solle die Chance zum Kauf haben. Diese war im Bieterverfahren seinerzeit bei acht Millionen Euro ausgestiegen. Carola Bluhm bezweifelt, dass das Geb&auml;ude tats&auml;chlich, wie vielfach kolportiert, f&uuml;r 20 Millionen Euro verkauft worden ist. Sie sieht Grund zur Vermutung, dass die Differenz zwischen WBM-Angebot und privatem Investor bei rund einer Million Euro lag. Warum trotzdem an Privat verkauft wurde, bleibt Spekulation.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/berlin\/haus-der-gesundheit-samwer-brueder-werfen-aerzte-raus-33100330\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Maut-Vertr&auml;ge Bund wirft &ldquo;autoTicket&rdquo; T&auml;uschung vor<\/strong><br>\nDas Unternehmen &ldquo;autoTicket&rdquo; soll noch nach der K&uuml;ndigung durch den Bund sieben Vertr&auml;ge in einer Summe von mindestens 576 Millionen Euro unterschrieben haben &ndash; allesamt mit Firmen, die zu der eigenen Unternehmensgruppe geh&ouml;ren. So geht es aus vertraulichen Unterlagen hervor, die WDR und &ldquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&rdquo; vorliegen. In einem Schreiben der Anwaltskanzlei des Bundesverkehrsministeriums an den fr&uuml;heren Vertragspartner in Sachen Pkw-Maut hei&szlig;t es, dies sei der &ldquo;vors&auml;tzliche Versuch einer treuwidrigen Sch&auml;digung&rdquo;.<br>\nDie Vorw&uuml;rfe richten sich an das Unternehmen &ldquo;autoTicket&rdquo;, das im Namen der Gesellschafter Kapsch TrafficCom und CTS Eventim als eine von zwei Firmen das umstrittene Mautsystems f&uuml;r die Bundesregierung einf&uuml;hren sollte. Die Maut sollte vor allem von Ausl&auml;ndern gezahlt werden. Deutsche Autobahnnutzer sollten die Kosten erstattet bekommen.<br>\nDie als &ldquo;Ausl&auml;ndermaut&rdquo; bekannt gewordene und von Beginn an hoch umstrittene Pkw-Maut war ein Lieblingsprojekt der CSU. Am 18. Juni hatte jedoch der Europ&auml;ische Gerichtshof das Vorhaben gekippt, weil es Ausl&auml;nder zu Unrecht diskriminiere. Unmittelbar darauf hatte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) Vertr&auml;ge mit den Betreiberfirmen k&uuml;ndigen lassen. Die Vertr&auml;ge hatten eine Laufzeit von zw&ouml;lf Jahren und ein Volumen von gut zwei Milliarden Euro vorgesehen und waren erst wenige Monate zuvor unterzeichnet worden.<br>\nM&ouml;glicherweise auch, um hohen Schadensersatzforderungen zu entgehen, hatte das Ministerium die K&uuml;ndigung der Vertr&auml;ge nicht nur mit dem Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofes, sondern auch mit angeblich schlechten Leistungen der Vertragspartner begr&uuml;ndet. Das K&uuml;ndigungsschreiben war dem Betreiberkonsortium um &ldquo;autoTicket&rdquo; am Morgen des 19. Juni zugestellt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/ndr-wdr\/maut-untreue-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Mehr als ein Witz: US-Interesse an Gr&ouml;nland<\/strong><br>\nDie kolonialistische Attit&uuml;de Trumps kam zwar nicht gut an in Gr&ouml;nland. Doch die Gr&ouml;nl&auml;nder registrierten sehr wohl, dass ihr Wert steigt<br>\nHat noch jemand eine Insel zu verkaufen? &Uuml;ber Donald Trumps geplatzten Gr&ouml;nland-Deal ist inzwischen jeder m&ouml;gliche Witz gerissen worden. Kenner der Region waren jedoch keineswegs &uuml;berrascht. Und wer in die Geschichte sieht, darf auch folgern: Egal, welche Flagge offiziell &uuml;ber Gr&ouml;nland weht, die US-Interessen werden stets ganz oben stehen. Das gilt auch f&uuml;r die kleine Nachbarinsel Island, die am Mittwoch Besuch von US-Vize Mike Pence bekommt.<br>\nDer Twitteraccount des ehemaligen isl&auml;ndischen Pr&auml;sidenten &Oacute;lafur Ragnar Gr&iacute;msson hat nicht ganz so viele Follower wie der von realDonaldTrump. Der Mann ist heute Vorsitzender des Arctic Circle, einem Netzwerk zum Thema Arktis mit Sitz in Reykjav&iacute;k.<br>\nTrumps Gr&ouml;nland-Interesse, bekannterma&szlig;en zuerst nur mit Hinweis auf anonyme Quellen ver&ouml;ffentlicht, war f&uuml;r &Oacute;lafur Ragnar Gr&iacute;msson nur die logische Folgerung der neuen US-Strategie in der Arktis, die sich erstmals offen im Arktischen Rat im Mai im finnischen Rovaniemi zeigte. Dort hielt US-Au&szlig;enminister Mike Pompeo eine Rede, in der er Russland und China scharf angriff. Pompeo weigerte sich damals, die Erkl&auml;rung zu unterzeichnen, die die Sorge um den Klimawandel zum Ausdruck brachte. Aber er unterstrich, dass die USA mitspielen wollten, wenn es um die Nutzung der Ressourcen und der Verkehrswege ging, die durch den R&uuml;ckgang des Eises m&ouml;glich werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Mehr-als-ein-Witz-US-Interesse-an-Groenland-4512053.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Baerbock und Habeck machen den Fischer<\/strong><br>\nAls Deutschland unter der SPD-gr&uuml;nen Koalition 1999 gegen Jugoslawien im Verbund der NATO seinen ersten Angriffskrieg seit 1945 f&uuml;hrte, war dem eine geistig-ideologische Vorbereitung vorangegangen. Sie hantierte mit &bdquo;Demokratie und Menschenrechten&ldquo;, um eine Kriegsakzeptanz im Parlament und in der Bev&ouml;lkerung herbeizureden. Am Ende benutzte der gr&uuml;ne Au&szlig;enminister Joseph Fischer &bdquo;Auschwitz&ldquo; frivol als das ultimative Argument f&uuml;r eine Erm&auml;chtigung Deutschlands zum Krieg &ndash; eben weil die Deutschen damals dieses einzigartige Verbrechen begingen, m&uuml;ssten sie heute bereit zum Krieg im Namen der Menschenrechte sein und den auch f&uuml;hren. Heute sind ehemals exponierte, aber weiter einflussreiche Gr&uuml;nen-Politiker, wie Ralf F&uuml;cks und Marieluise Beck, oder der gr&uuml;ne Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour die sch&auml;rfsten Kriegstreiber gegen Russland.<br>\nZugleich scheint es derzeit eine eigenartige gr&uuml;ne Ignoranz gegen&uuml;ber dem V&ouml;lkerrecht zu geben, die aus einem Klima-Weltnotstand hergeleitet wird. Der Greta-Effekt in der deutschen &Ouml;ffentlichkeit, der dieser Tage gerade auch nach Amerika zu exportieren versucht wird, sowie der H&ouml;henflug der Gr&uuml;nen in den Umfragen in Deutschland lassen sie nach Sonderma&szlig;nahmen, sozusagen dem klimapolitischen Ma&szlig;nahme-&Uuml;berstaat rufen. So argumentiert die Gr&uuml;nen-Bundestagsfraktion richtig, dass die verheerenden Waldbr&auml;nde in Sibirien und dem Amazonas-Gebiet die ganze Welt beeintr&auml;chtigen, fordert, dem nicht l&auml;nger zuzusehen, erkl&auml;rt dann aber: &bdquo;Der Schutz des Regenwaldes liegt in der Verantwortung der Weltgemeinschaft.&ldquo; Und was soll das am Ende bedeuten? Entm&uuml;ndigung Brasiliens durch deutsche Welth&uuml;ter? Die Bundeswehr beziehungsweise NATO-Truppen zum Kampfeinsatz nach Brasilien zu schicken? &hellip;<br>\nInzwischen sind Robert Habeck und Annalena Baerbock die Gesichter der Gr&uuml;nen-Partei und als solche auch zur Au&szlig;enpolitik gefragt. Baerbock gab dem Spiegel in Nummer 33 ein Interview, in dem sie die Bundesregierung kritisierte, in der EU w&auml;hrend der vergangenen Jahre &bdquo;keine F&uuml;hrungsverantwortung wahrgenommen&ldquo; zu haben. Die Gr&uuml;nen wollten &bdquo;eine st&auml;rkere europ&auml;ische Zusammenarbeit in der Verteidigungspolitik&ldquo; und in der &bdquo;R&uuml;stungszusammenarbeit&ldquo;. Die Teilnahme der Bundeswehr an einer EU-Mission im Persischen Golf kann sie sich gut auch ohne UNO-Mandat vorstellen. Angesichts &bdquo;der Dauerblockade im UNO-Sicherheitsrat durch Vetom&auml;chte wie Russland, China und die USA&ldquo; sollte nach den Gr&uuml;nen das V&ouml;lkerrecht &bdquo;weiterentwickelt&ldquo;, was hei&szlig;t, der Sicherheitsrat entmachtet werden. Auch Habeck meinte, wenn die diplomatischen Mittel ersch&ouml;pft seien, k&ouml;nnte er sich eine Beteiligung Deutschlands an einem Milit&auml;reinsatz der EU in der Stra&szlig;e von Hormus vorstellen.<br>\nDerlei Au&szlig;enpolitik w&auml;re f&uuml;r eine rot-rot-gr&uuml;ne Konstellation unter Einschluss der Linken nicht zielf&uuml;hrend, im Grunde unm&ouml;glich, bereits beginnend mit der Vorstellung von Deutschland als europ&auml;ischer F&uuml;hrungsmacht. Es passt aber gut zu der Au&szlig;enpolitik von Merkel und Kramp-Karrenbauer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2019\/08\/baerbock-und-habeck-machen-den-fischer-49434.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Die Oliv-Gr&uuml;nen Baerbock und Habeck spielen mit dem Feuer! Motto: An deutschem Wesen, soll die Welt genesen; daher brauchen wir kein V&ouml;lkerrecht mehr &ndash;die USA, unsere ideologischen Vordenker- halten sich eh nicht daran, so da&szlig; eine Teilnahme der Bundesmarine an einer EU-Mission am Persischen Golf auch ohne UNO-Mandat f&uuml;r die jetzige F&uuml;hrungsriege der Oliv-Gr&uuml;nen denkbar ist! Petra Kelly w&uuml;rde aus dieser Partei austreten!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wir weiden uns am Ungl&uuml;ck der anderen: warum wir in den ideologischsten aller Zeiten leben<\/strong><br>\nKriege, Hungersn&ouml;te und TV-Serien mit Horrorszenarien: Wenn wir das Leid von anderen beobachten, erscheint uns das langweilige Dasein in der eigenen Konsumgesellschaft gleich viel aufregender. Ein fataler Fehler.<br>\nIn seiner &laquo;Summa theologica&raquo; behauptet Thomas von Aquin, dass die Gl&uuml;ckseligen im Himmel sehen werden, wie man die Verdammten in der H&ouml;lle bestraft, damit sie ihre eigene Gl&uuml;ckseligkeit noch mehr geniessen k&ouml;nnen. Der italienische Priester Johannes Bosco schlussfolgerte ein paar Jahrhunderte sp&auml;ter in die andere Richtung: Die Verdammten in der H&ouml;lle werden auch in der Lage sein, die Gl&uuml;ckseligkeit der Menschen im Himmel zu beobachten, damit sie noch mehr leiden. [&hellip;]<br>\nKurzum, und das w&auml;re die eigentliche Pointe: Das Beobachten des Leids von Dritten ist der obskure Grund daf&uuml;r, dass wir &uuml;berhaupt Freude (die Gl&uuml;ckseligkeit im Himmel) empfinden k&ouml;nnen. Entfernen wir es, erscheint unsere Gl&uuml;ckseligkeit in all ihrer sterilen Dummheit. Dasselbe gilt auch f&uuml;r Kriege, Hungersn&ouml;te und Gewalt, also f&uuml;r all die Horrorszenarien aus der Dritten Welt, die wir t&auml;glich auf unseren Bildschirmen erblicken. Wir brauchen diesen Horror, um &uuml;berhaupt das Gl&uuml;ck in unserem Konsumentenhimmel zu ertragen.<br>\nWas dem Himmel fehlt, ist das &laquo;Mehr-Geniessen&raquo;, das nur durch einen Blick in die H&ouml;lle befriedigt werden kann. Nehmen wir die implizite und besonders brutale Darstellung eines fiktiven, konservativ-fundamentalistischen Regimes, das Repression aus&uuml;bt. Die neue TV-Version von Margaret Atwoods &laquo;The Handmaid&rsquo;s Tale&raquo; konfrontiert uns mit dem obskuren Vergn&uuml;gen, das wir empfinden, wenn wir uns eine Welt vorstellen, die von einem brutalen Patriarchat beherrscht wird.<br>\nWir wollen da nicht leben, und genau die Gewissheit, dass wir dies nicht wollen, l&auml;sst uns &uuml;ber diese Welt phantasieren. Gen&uuml;sslich malen wir uns ein schreckliches Detail nach dem anderen aus. Nat&uuml;rlich schmerzt es auch, w&auml;hrend wir diese Freude erfahren, aber wir erleben zugleich Gl&uuml;ck. Dieses schmerzhafte Gl&uuml;ck nannte Lacan &laquo;jouissance&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/slavoj-zizek-die-linke-ist-selbst-schuld-an-trump-ld.1503564?mktcid=smsh&amp;mktcval=Facebook&amp;fbclid=IwAR2p0OnZ0gr9f93Uvz6GhSe2s2d_DOjKkm2rorsF80lOMEDsUzrw5bU147Q\">Slavoj &#381;i&#382;ek in der NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte &ndash; Ohne Wenn und Maa&szlig;en<\/strong><br>\nDer Wahlsieg im Osten ist f&uuml;r die demokratischen Parteien ein Sieg auf Bew&auml;hrung. Nur wenn die CDU hart bleibt, wird der Aufstieg der AfD zu verhindern sein.<br>\nFast ein Jahr lang war sie da, die Furcht vor diesen hoch aufgeladenen Wahlen. Fast ein Jahr lang haben Politiker im Osten und im Westen gemahnt, gefleht, nicht die AfD zur st&auml;rksten Kraft zu machen. Schon deswegen wussten die AfD-W&auml;hler, was ein Wahlsieg ihrer Partei bedeuten w&uuml;rde. Sie wussten, dass sie dieses Land ersch&uuml;ttern konnten. Und sie wollten das offenbar. Gut ist: Die Mehrheit der W&auml;hlerinnen und W&auml;hler in Sachsen und Brandenburg wollte das explizit nicht. Am Ende waren es so viele, die der AfD absagten, dass ihr sogar die relative Mehrheit verwehrt blieb.<br>\nAber die Wahlsiege haben etwas Vorl&auml;ufiges, sie sind f&uuml;r die demokratischen Parteien nur ein Sieg auf Bew&auml;hrung. Denn nat&uuml;rlich, der Osten bleibt besonders anf&auml;llig. Es gibt dort ein sturmfestes W&auml;hlerpotenzial von 20 bis 25 Prozent, das keinen Ansto&szlig; daran nimmt, dass die AfD immer rechtsradikaler wird. Und das ist fast schon eine kritische Masse. Denn diese 20 bis 25 Prozent sind umgeben von weiteren W&auml;hlern, die sich vielleicht nur dieses Mal dagegen entschieden haben, mit ihrer Wahlentscheidung die Demokratie zu sch&auml;digen. Soll es nicht in f&uuml;nf Jahren oder schon fr&uuml;her so weit sein, sollten die demokratischen Politikerinnen und Politiker die Botschaften dieses Wahlkampfs ernst nehmen. &hellip;<br>\nOstdeutsche AfD-W&auml;hler, nichts anderes sagen diese Wahlergebnisse, sind zum gro&szlig;en Teil bereit, eine schleichende Orb&aacute;nisierung des Landes hinzunehmen. Und nach allem, was man in Europa so beobachtet, w&uuml;rde ihnen auch eine schwache Regierungsperformance egal sein, solange sie das Gef&uuml;hl h&auml;tten, dass da ihre Leute an der Macht w&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2019-09\/sachsen-brandenburg-landtagswahlen-afd-osten\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Bitte, was? Die CDU und die SPD haben in Sachsen und in Brandenburg ihr historisch schlechtestes Ergebnis eingefahren und in der Zeit wird von einem Wahlsieg schwadroniert. Es ist genau diese Realit&auml;tsblindheit und Arroganz des politisch-medialen Komplexes, die sich geradezu idealtypisch in diesem Zeit-Kommentar wieder spiegelt, die der AfD zu ihren &uuml;berragenden Stimmengewinnen verholfen hat und das bei einem Wahlkampf &bdquo;alle gegen die AfD&ldquo;, das nur nebenbei.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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