{"id":54588,"date":"2019-09-05T08:37:09","date_gmt":"2019-09-05T06:37:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54588"},"modified":"2019-09-05T08:37:09","modified_gmt":"2019-09-05T06:37:09","slug":"hinweise-des-tages-3444","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54588","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54588#h01\">US-Justizministerium sucht mit allen Mitteln, Assange wegen Spionage anzuklagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54588#h02\">US-Luftangriff in Idlib: Sacharowa kritisiert Reaktion der Bundesregierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54588#h03\">Johnson verliert zweimal &ndash; und k&ouml;nnte doch gewinnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54588#h04\">Debatte voller Nebelkerzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54588#h05\">Liebeserkl&auml;rung an Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54588#h06\">Auftakt im Cum-Ex-Prozess: Straffrei trotz Milliardenschaden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54588#h07\">Forschung deutscher Unternehmen im Ausland erg&auml;nzt inl&auml;ndische Forschung &ndash; kein Hinweis auf Abwanderung, aber auf Defizite im Digitalen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54588#h08\">Da packt uns die Wut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54588#h09\">Im Kampf gegen den Klimawandel strukturschwache Regionen unterst&uuml;tzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54588#h10\">Wien laut &ldquo;Economist&rdquo; erneut lebenswerteste Stadt der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54588#h11\">&bdquo;Westliche Werte&ldquo; ohne Wert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54588#h12\">Warum Andreas Scheuer ein Minister a.D. werden sollte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54588#h13\">Wagenknecht sieht die Linke am Scheideweg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54588#h14\">Das Letzte: Jeremy Corbyn: Der Marxist kurz vor der Macht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>US-Justizministerium sucht mit allen Mitteln, Assange wegen Spionage anzuklagen<\/strong><br>\nW&auml;hrend Manning weiter erpresst wird und jetzt pro Tag 1000 US-Dollar Strafe zahlen soll, die sie in Beugehaft verbringt, scheint die Staatsanwaltschaft nun zu glauben, dass sie ihren Willen nicht brechen kann, unter dem Druck Belastendes gegen Assange zu sagen oder zu erfinden. Daher wurde nun wahrscheinlich auch der Stratfor-Hacker Jeremy Hammond zur Vernehmung vor einer Grand Jury in Virginia gegen seinen Willen nach Virginia verlegt. Es d&uuml;rfte dieselbe Grand Jury sein, die auch Mannings Widerstand zu brechen sucht.<br>\nStratfor Global Intelligence ist eine Newssite &uuml;ber Geopolitik und Geheimdienste. Hammond war Mitglied der Gruppe LulzSec und wurde wegen eines Hackerangriffs auf Stratfor 2011 im Jahr 2013 zu 10 Jahren Gef&auml;ngnis verurteilt. Er hatte, was er zugab, gehackte Emails an WikiLeaks weitergegeben und 60.000 Kredikarteninfos geklaut, mit denen er als eine Art Robin Hood Geld an Stiftungen und Hilfsorganisationen &uuml;berwies. Geholfen hatte ihm bei dem Hack ein &ldquo;Hackerkollege&rdquo;, der auch FBI-Informant war, also ein V-Mann. Er wurde also vermutlich zu der Tat angestiftet.<br>\nHammond sitzt weiter seine Gef&auml;ngnisstrafe ab, ein gutes Opfer, um mit ihm einen Deal zu machen. Eigentlich h&auml;tte er gute Chancen gehabt, schon Ende des Jahres freizukommen, aber genau das d&uuml;rfte nun zum Druckmittel werden. Er wurde bereits nach Virginia verlegt, um dort vor der Grand Jury vernommen zu werden. Nat&uuml;rlich wieder geheim, was der Grund ist, warum Manning sich weigert, dort auszusagen.<br>\nDas US-Justizministerium kann sich ziemlich sicher sein, dass das eng verb&uuml;ndete Gro&szlig;britannien, auch ein Five-Eyes-Mitglied, aus politischen Gr&uuml;nden, die mit dem Brexit noch st&auml;rker wurden, Assange ausliefern werden &ndash; es sei denn, dass die Brexit-Gegner eine Kehrtwende einleiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/US-Justizministerium-sucht-mit-allen-Mitteln-Assange-wegen-Spionage-anzuklagen-4513824.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>US-Luftangriff in Idlib: Sacharowa kritisiert Reaktion der Bundesregierung<\/strong><br>\nDie russische Au&szlig;enamtssprecherin Maria Sacharowa hat am Mittwoch die Haltung der deutschen Bundesregierung zu dem US-Luftschlag auf Ziele in der nordsyrischen Provinz Idlib bem&auml;ngelt.<br>\n&bdquo;Ein Vertreter der Bundesregierung erkl&auml;rte, Berlin habe keine umfassenden Informationen &uuml;ber den Luftangriff, den die US-Streitkr&auml;fte in der Deeskalationszone in Idlib ver&uuml;bt haben. Was soll das denn hei&szlig;en, dass es keine umfassenden Informationen gibt? Was ist dann notwendig, um sie verf&uuml;gbar zu machen?&rdquo;, sagte Sacharowa in ihrem Briefing.<br>\nIn diesem Zusammenhang f&uuml;hrte sie als ein &bdquo;nicht anschauliches Beispiel&rdquo; an: &bdquo;Als die Ma&szlig;nahmen angesichts der gewissen Ereignisse in Salisbury, die keine Best&auml;tigungen haben, ergriffen wurden, sagte man, es gebe doch ausreichende Beweise, die allerdings niemand zu sehen bekam&ldquo;. Und als die ganze Welt gesehen habe, dass die USA einen Luftschlag in Idlib ver&uuml;bt haben, und selbst die USA dies erkl&auml;rt haben, sage die Bundesregierung, dass es keine umfassenden Informationen dazu gebe.<br>\n&bdquo;Wie geht so etwas? Ist das so eine interessante Demokratie oder die Redefreiheit?&ldquo;, fragte sie und betonte weiter, Deutschland als Mitglied der von Washington angef&uuml;hrten internationalen Koalition k&ouml;nnte den Zugang zu diesen Informationen durch seine Verb&uuml;ndeten in der Nato und in der EU bekommen, falls diese in den Medien und auf den Webseiten von US-Beh&ouml;rden nicht zu finden seien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20190904325693653-usa-lunftangriff-idlib-sacharowa-bundesregierung\/\">Sputnik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Johnson verliert zweimal &ndash; und k&ouml;nnte doch gewinnen<\/strong><br>\nBoris Johnson nannte das Gesetz, das ihn seine Mehrheit im Parlament kostete und das ihn zum Schluss wom&ouml;glich das Amt kosten k&ouml;nnte, am Mittwoch immer nur das &ldquo;Unterwerfungsgesetz&rdquo;. Er wiederholte das Wort im Unterhaus so oft, dass es sich einnisten musste in den K&ouml;pfen der Zuschauer, und er spuckte das Wort, &ldquo;surrender bill&rdquo;, so laut und so w&uuml;tend in den Raum, dass schnell klar war, dies w&uuml;rde sein Thema, sein Dreh, sein Slogan f&uuml;r die n&auml;chsten Wahlen sein: Die Opposition, w&uuml;rde er im Wahlkampf wieder und wieder sagen, habe ihn, unterst&uuml;tzt von den Abweichlern aus den eigenen Reihen, an die EU ausgeliefert und seinen unmittelbar bevorstehenden Erfolg mit einem Kniefall vor Br&uuml;ssel zunichte gemacht.<br>\nDie Wahrheit sieht allerdings anders aus. Aber im Wahlkampf ist Wahrheit eine kleine M&uuml;nze. Denn es gibt keinen nachweisbaren Fortschritt in den Verhandlungen mit Br&uuml;ssel. Die Opposition hielt Johnson w&auml;hrend der aktuellen Fragestunde des Premiers am Mittwoch ein Dutzend Mal vor, er solle doch seine tollen, neuen Vorschl&auml;ge endlich pr&auml;sentieren, mit denen er nach eigenem Bekunden in Br&uuml;ssel auf so viel Interesse gesto&szlig;en war. Johnson ignorierte diese Fragen, stattdessen w&uuml;tete er einmal mehr gegen das &ldquo;Unterwerfungsgesetz&rdquo; der &ldquo;Antidemokraten&rdquo;, die dem Volk den Brexit vorenthalten wollten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/brexit-johnson-unterhaus-1.4587377\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Debatte voller Nebelkerzen<\/strong><br>\nDer seit Jahren rasant steigende Milit&auml;rhaushalt wird vor allem durch das M&auml;rchen gerechtfertigt, die Bundeswehr sei seit &uuml;ber einem Vierteljahrhundert chronisch unterfinanziert. Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bem&uuml;hte anl&auml;sslich des Tags der Bundeswehr am 15. Juni dieses Hirngespinst: &raquo;Es gab viele Jahre, in denen die Bundeswehr nicht ausreichend mit Mitteln versorgt war. Und deshalb ist es gut, dass wir seit einigen Jahren f&uuml;r unsere Sicherheit, f&uuml;r unsere Bundeswehr den Etat gesteigert haben, und wir werden das auch im n&auml;chsten Jahr wieder tun.&laquo;<br>\nVon der Kanzlerin stammt auch der Spruch, hier gehe es nicht um &raquo;Aufr&uuml;stung&laquo;, sondern um &raquo;Ausr&uuml;stung&laquo;. So soll signalisiert werden, es w&uuml;rde &raquo;nur&laquo; ein &uuml;ber Jahre hinweg angeh&auml;ufter Investitionsstau behoben. Auch die frischgebackene Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) bediente sich gleich in ihrer ersten Regierungserkl&auml;rung Ende Juli dieser Sprachfigur: &raquo;Es geht hier um Ausr&uuml;stung und Personal, es geht um unsere Bundeswehr. Es geht um eine Bundeswehr, die die Aufgaben erf&uuml;llen kann, die wir ihr geben.&laquo; Und weiter sagte die CDU-Chefin: &raquo;Ich sage in aller Klarheit: Damit wir in Deutschland in Zukunft gut und sicher leben k&ouml;nnen, braucht es auch eine einsatzbereite Bundeswehr.&laquo; Lange habe man daran geglaubt, f&uuml;hrte AKK aus, dass die Welt um uns herum immer friedlicher, die Ordnung immer stabiler werde. Die Entwicklungen der letzten Jahre h&auml;tten gezeigt: &raquo;Das war ein tr&uuml;gerisches Bild. Deshalb haben wir nach 25 Jahren des Sparens den Schalter umgelegt.&laquo;<br>\nWie hoch der deutsche Milit&auml;rhaushalt de facto sein sollte, dar&uuml;ber l&auml;sst sich trefflich streiten &ndash; nicht aber dar&uuml;ber, dass er entgegen dem sorgsam gepflegten Bild in der &Ouml;ffentlichkeit schon seit vielen Jahren real ansteigt. Aus diesem Grund bedienen sich die &uuml;blichen Verd&auml;chtigen verschiedener anderer Argumente, um dennoch massiv auf weitere Etaterh&ouml;hungen zu dr&auml;ngen: Erstens sei das Budget &uuml;ber lange Jahre deutlich gesunken &ndash; und zwar relativ zum Bruttoinlandsprodukt (BIP); zweitens sehe der aktuelle Finanzplan f&uuml;r 2020 zwar eine weitere Erh&ouml;hung vor, nur um dann wieder abzusinken; und drittens reiche das alles so oder so nicht aus, um eine &raquo;Vollausstattung&laquo; der Bundeswehr f&uuml;r die kommenden Aufgaben zu gew&auml;hrleisten.<br>\nAll diese Argumente sind &ndash; salopp formuliert &ndash; quatsch, und f&uuml;r den Fall, dass sie nicht verfangen sollten, wird derzeit parallel daran gearbeitet, sich milliardenschwere Finanzquellen au&szlig;erhalb des offiziellen Haushaltes nutzbar zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2019\/09\/03\/debatte-voller-nebelkerzen\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Liebeserkl&auml;rung an Hartz IV<\/strong><br>\nAm 17. Oktober 2003 beschloss der Bundestag mit 306 Ja-Stimmen, die Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe zu Hartz IV zusammenzulegen. Eine der damaligen Stimmen kam von SPD-Politiker Hubertus Heil. Mittlerweile ist Heil Arbeitsminister und besch&auml;ftigt sich wieder mit dem Thema. Am &raquo;Tag der Jobcenter&laquo;, einer Fachtagung f&uuml;r F&uuml;hrungspersonal der Einrichtungen, nannte er am Dienstag erste Eckpunkte, wie er die Grundsicherung weiterentwickeln will. Ex-Parteichefin Andrea Nahles hatte im vergangene Herbst angek&uuml;ndigt, die Partei werde &raquo;Hartz IV hinter sich lassen&laquo;.<br>\nDavon ist nicht viel &uuml;brig geblieben. Arbeitsminister Heil sagte, er wolle &raquo;das System weiterentwickeln&laquo;. Entsprechend bekannte er sich vor fast 1000 Jobcenter-Chefinnen und -Chefs in weiten Teilen zu den Arbeitsmarktreformen. Die Formel des &raquo;Forderns und F&ouml;rderns&laquo; sei &raquo;vom Prinzip her richtig&laquo;, allerdings &raquo;vom Ton her nicht mehr ganz angemessen.&laquo; Stattdessen k&uuml;ndigte Heil ein, dass er &raquo;Ermutigen&laquo; mehr in den Fokus stellen will. Fordern und Ermutigen, statt Fordern und F&ouml;rdern also? Denn konkret wurde der Arbeitsminister nicht, wie er sich das Ermutigen vorstellt.<br>\nDazu passt, dass Heil die Sanktionen nur etwas abmildern will. Kritik &uuml;bte er vor allem daran, dass auch die Miete gek&uuml;rzt werden kann. &raquo;Ich will nicht, dass k&uuml;nftig die Kosten der Unterkunft gestrichen werden k&ouml;nnen&laquo;, so Heil. Das bringe &raquo;&uuml;berhaupt nichts&laquo;. Kritik daran, dass der Regelsatz auf Null Euro gek&uuml;rzt werden kann, &uuml;bte er dagegen nicht. Die versch&auml;rften Sanktionsregeln f&uuml;r unter 25-J&auml;hrige will er zudem streichen und sie an die der &uuml;brigen Hartz-IV-Empf&auml;nger*innen anpassen. Derzeit wird unter 25-J&auml;hrigen schon beim zweimaligen Regelversto&szlig; der gesamte Hartz-IV-Satz inklusive des Mietzuschusses gestrichen. Au&szlig;erdem deutete Heil an, dass er Ausnahmen f&uuml;r psychisch Kranke schaffen will. &raquo;Ich habe junge Leute kennen gelernt, die psychisch krank und gar nicht mehr in der Lage waren, Briefe zu &ouml;ffnen.&laquo; Hier m&uuml;ssten L&ouml;sungen gefunden werden. (&hellip;)<br>\nInsgesamt d&uuml;rften seine Ideen vor allem einigen wenigen Personengruppen, die vom derzeitigen System besonders hart getroffen werden, kleine Erleichterungen bringen. Eine der Personengruppen d&uuml;rften Kinder von Erwerbslosen sein. Hier erkl&auml;rte der Arbeitsminister, dass er am 20. September im Zuge der Vorstellung der Ergebnisse seines einj&auml;hrigen &raquo;B&uuml;rgerdialogs&laquo; ein konkretes Konzept vorlegen werde. &raquo;Kinder in Bedarfsgemeinschaften sind keine kleinen Langzeitarbeitslosen&laquo;, sagte Heil.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1125285.hubertus-heil-liebeserklaerung-an-hartz-iv.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Kann denn ernsthaft von Personen wie Bundesminister Heil &ndash; aber auch seiner Vorg&auml;ngerin Nahles &ndash; erwartet werden, dass sie &ldquo;Hartz IV hinter sich lassen&rdquo;? Nein, denn sie haben all die Jahre zuvor die neoliberale Politik des Sozialabbaus mitbetrieben. Mit diesem Spitzenpersonal in Partei und Beh&ouml;rden ist der SPD nicht mehr zu helfen. Ein Neuanfang kann wohl lediglich mit neuen, glaubw&uuml;rdigen und &uuml;berzeugenden Personen gelingen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Auftakt im Cum-Ex-Prozess: Straffrei trotz Milliardenschaden?<\/strong><br>\nIm gr&ouml;&szlig;ten Steuerskandal Deutschlands hat der erste Strafprozess begonnen. Dabei wird gekl&auml;rt, ob Cum-Ex-Gesch&auml;fte strafbar waren und ob Geld zur&uuml;ckgezahlt werden muss.<br>\nVor dem Bonner Landgericht stehen zwei britische B&ouml;rsenh&auml;ndler, die im komplexen Geflecht der Cum-Ex-Transaktionen mitgewirkt haben sollen. Au&szlig;erdem hat das Gericht f&uuml;nf Finanzinstitute als Nebenbeteiligte in das Verfahren einbezogen, die von den Gesch&auml;ften profitiert haben sollen.<br>\nDas Urteil wird schon jetzt mit Spannung erwartet, denn es gilt als wegweisend, f&uuml;r weitere Hunderte Beschuldigte und mehr als hundert Finanzinstitute weltweit. Bei der juristischen Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals geht es auch, so sehen es viele, um die Glaubw&uuml;rdigkeit des deutschen Staates: &Uuml;ber ein Jahrzehnt war es der Bundesregierung nicht gelungen, Cum-Ex-Gesch&auml;fte zu stoppen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/cumex-115.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Mutma&szlig;licher Hauptakteur von Cum-Ex-Deals wird angeklagt<\/strong><br>\nDer mutma&szlig;liche Drahtzieher und Erfinder der dubiosen B&ouml;rsengesch&auml;fte rund um den Dividendenstichtag (&ldquo;Cum-Ex-Transaktionen&rdquo;), der Rechtsanwalt Hanno B., steht unmittelbar vor einer Anklage wegen Steuerhinterziehung. Das berichten die &ldquo;Neue Juristische Wochenschrift&rdquo; (NJW) und die F.A.Z. (Freitagsausgabe) unter Berufung auf mit den Ermittlungen vertraute Personen.<br>\nB. soll f&uuml;r eine Reihe von Banken und Finanzdienstleister das Gesch&auml;ftsmodell entwickelt haben, bei dem sich Investoren Kapitalertragsteuer mehrfach &ldquo;erstatten&rdquo; lie&szlig;en, die zuvor nur einmal abgef&uuml;hrt worden war. Dieses Dividendenstripping verbreitete sich nahezu branchenweit: Durch so genannte Leerverk&auml;ufe von Aktien mit dem Umweg &uuml;ber das Ausland soll dem deutschen Fiskus ein Gesamtschaden von bis zu 30 Milliarden Euro entstanden sein.<br>\nDas Strafverfahren wird federf&uuml;hrend betrieben von der hessischen Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt\/Main, die nun ihre Ermittlungen abgeschlossen hat. Steueranwalt B., der einst selbst Finanzbeamter war, hat sich in die Schweiz abgesetzt und beschuldigt die deutschen Beh&ouml;rden, ihn zu Unrecht zu verfolgen. Schon vor f&uuml;nf Jahren wurden seine B&uuml;ro- und Privatr&auml;ume erstmals durchsucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/finanzen\/artikel\/cum-ex-deals-steueranwalt-wird-angeklagt-a-1161245.html\">manager magazin<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Cum-Ex-Prozess: Gangster im Nadelstreifen in den Knast<\/strong><br>\nGangster im Nadelstreifen geh&ouml;ren in den Knast. Aber vor allem die Politik tr&auml;gt eine Verantwortung, da verschiedene Finanzminister die Cum-Ex-Abzocke zehn Jahre lang laufen lie&szlig;en&ldquo;, kommentiert Fabio De Masi, stellvertretender Vorsitzender und finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, den Auftakt des ersten Strafprozesses in Deutschland wegen Cum-Ex-Gesch&auml;ften vor dem Landgericht Bonn. De Masi weiter:<br>\n&bdquo;Die britischen Aktienh&auml;ndler auf der Anklagebank haben als wichtige Zeugen fungiert und d&uuml;rfen daher mit milderen Strafen rechnen. Entscheidend werden die Urteile gegen Banken sein. Deutschland braucht dringend ein Unternehmensstrafrecht, um f&uuml;r Waffengleichheit im Wirtschaftsstrafrecht zu sorgen. Auch brauchen wir mehr Ermittler und Fahnder.<br>\nSkandale wie Cum-Ex d&uuml;rfen sich nicht wiederholen. Ein Finanz-T&Uuml;V k&ouml;nnte die Zulassung komplexer Finanzprodukte mit betr&uuml;gerischer Absicht von vornherein untersagen. Ebenso muss das Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern im 21. Jahrhundert ankommen und der Finanzminister die Vorschl&auml;ge f&uuml;r ein automatisiertes und t&auml;uschungssicheres System zur Erfassung von Kapitalertragssteuererstattungen aufgreifen. Die Finanzaufsicht BaFin hat im Cum-Ex-Skandal gepennt und sollte durch Analysen von Handelsmustern st&auml;rker die Missbrauchsbek&auml;mpfung unterst&uuml;tzen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/cum-ex-prozess-gangster-im-nadelstreifen-in-den-knast\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Forschung deutscher Unternehmen im Ausland erg&auml;nzt inl&auml;ndische Forschung &ndash; kein Hinweis auf Abwanderung, aber auf Defizite im Digitalen<\/strong><br>\nDeutsche Unternehmen lassen h&auml;ufig im Ausland forschen. Schadet das dem Standort Deutschland? Nein, in den meisten F&auml;llen geht es darum, das in der Heimat entwickelte technologische Know-how zu erg&auml;nzen, zeigt eine neue, von der Hans-B&ouml;ckler- Stiftung gef&ouml;rderte Studie.<br>\nJede vierte Erfindung machen gro&szlig;e deutsche Unternehmen in ihren Forschungslaboren im Ausland. Drei Viertel der deutschen Unternehmensforschung im Ausland konzentrieren sich auf Technologien, in denen die Firmen auch in Deutschland besonders stark sind. Entscheidend f&uuml;r die Innovationskraft der weltweit t&auml;tigen deutschen Unternehmen bleibt somit meist der Standort Deutschland. Allerdings mit einer gewichtigen Ausnahme: Forschung zu Computertechnik, Datenverarbeitung und Kommunikationstechnik betreiben deutsche Konzerne offensichtlich oft gezielt in L&auml;ndern, die auf diesen Gebieten versierter sind als Deutschland. Zu diesen Ergebnissen kommen Forscherinnen und Forscher des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) in der neuen Untersuchung, die die Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rdert hat.<br>\nDeutsche Unternehmen haben im Jahr 2015 weltweit knapp 69 Milliarden Euro f&uuml;r Forschung und Entwicklung ausgegeben. Die Ausgaben lagen fast doppelt so hoch wie im Jahr 2003. In Forschungsaktivit&auml;ten im Ausland flossen rund 35 Prozent aller Aufwendungen. &Auml;hnlich hoch war der Auslandsanteil f&uuml;r Forschung und Entwicklung bereits Anfang der 2000er-Jahre.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/14_121580.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Da packt uns die Wut<\/strong><br>\nDie Welt ist aufgeschreckt. Der Regenwald in Brasilien brennt. Unser Autor wei&szlig;, warum das so ist. Er f&auml;hrt seit Mitte der 1980er Jahre nach Amazonien, um mit dem Verein Poema der indigenen Bev&ouml;lkerung zu helfen. In Kontext schreibt er, was zu tun w&auml;re.<br>\nAls wir 1986, Willi Hoss und ich, mit dem Nachtbus von Belem zu dem riesigen Wasserkraftwerk Tucurui, gefahren sind, mussten wir das Taschentuch vor Mund und Nase halten, um den Rauch nicht einzuatmen, der durch alle Ritzen drang. Es war September und es brannte, wie jedes Jahr um diese Zeit, hier im Norden Brasiliens. Es waren damals noch Kleinbauern, angesiedelt aus den Trocken- und Hungergebieten des Landes, f&uuml;r die der Wald ein Hindernis war, um Manjok und Mais anzubauen. Brandrodung sagte man dazu &ndash; und es waren viele, die das taten.<br>\nZwanzig Prozent des Waldes sind inzwischen verschwunden. Die Welt nahm es mit einem Achselzucken hin &ndash; oder merkte es nicht.<br>\nSeit mehr als 30 Jahren berichten wir von Poema immer und immer wieder &uuml;ber diese Situation und die Wut packt uns nicht selten, wenn wir bei unseren Reisen die Zerst&ouml;rungen sehen. Doch wir geben nicht auf. Wir unterst&uuml;tzen Kleinbauern und Indigene dabei, im Regenwald leben zu k&ouml;nnen, ohne ihn zu zerst&ouml;ren. Brunnenbau, Gesundheits- und Bildungskurse, Solarenergie und Wiederaufforstungen waren und sind die Projekte, die wir zusammen mit den Betroffenen umgesetzt haben.<br>\nDoch wie geht das &ndash; im Wald leben, ohne ihn zu zerst&ouml;ren? Die Indios wissen es. Wir haben es verlernt. F&uuml;r die angesiedelten Bauern wurde der Wald zum Feind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/ueberm-kesselrand\/440\/da-packt-uns-die-wut-6157.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Im Kampf gegen den Klimawandel strukturschwache Regionen unterst&uuml;tzen<\/strong><br>\n&bdquo;Es ist bezeichnend f&uuml;r den begrenzten Horizont von CDU und CSU, dass dem Verkehrsminister zum Klimaschutz nur ein paar neue Rabattpunkte f&uuml;r Bahnfahrer einfallen. Richtig w&auml;re es, Busse und Bahnen wieder aufs Land zu bringen und den G&uuml;terverkehr raus aus den D&ouml;rfern und rauf auf die Schiene. Daf&uuml;r muss die Bundesregierung Geld in die Hand nehmen und investieren. Und sie muss die Deutsche Bahn, als Instrument f&uuml;r einen solchen verkehrspolitischen Wandel, von einer profitorientierten Aktiengesellschaft wieder in ein gemeinwohlorientiertes &ouml;ffentlich-rechtliches Unternehmen &uuml;berf&uuml;hren&ldquo;, erkl&auml;rt Jan Korte, 1. Parlamentarischer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Fraktion DIE LINKE, zur Klausur der Unionsfraktion. Korte weiter:<br>\n&bdquo;Mit ihrer unterw&uuml;rfigen Haltung gegen&uuml;ber der Automobilindustrie verpasst die Union die Chance, den Kampf gegen den Klimawandel mit Ma&szlig;nahmen zu verkn&uuml;pfen, die die Lebensqualit&auml;t der Menschen in Stadt und Land steigern und zu gleichwertigen Lebensverh&auml;ltnissen beitragen w&uuml;rden. F&uuml;r die Zeit, die Verkehrsminister Scheuer Millionen Pendlerinnen und Pendlern aus strukturschwachen Regionen jeden Tag stiehlt, werden sie durch die Pendlerpauschale nicht ansatzweise entsch&auml;digt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/im-kampf-gegen-den-klimawandel-strukturschwache-regionen-unterstuetzen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wien laut &ldquo;Economist&rdquo; erneut lebenswerteste Stadt der Welt<\/strong><br>\nWien hat seine Spitzenposition im &ldquo;Economist&rdquo;-Ranking der lebenswertesten St&auml;dte der Welt erfolgreich verteidigt. &bdquo;Der Verdienst aller, die t&auml;glich f&uuml;r diese Stadt arbeiten&ldquo;, sagt B&uuml;rgermeister Ludwig.<br>\nDie Bundeshauptstadt Wien konnte das zweite Jahr in Folge den Sieg im &ldquo;Economist Intelligence Unit Ranking&rdquo; der lebenswertesten St&auml;dte weltweit erringen. Wie schon 2018 wurde die australische Stadt Melbourne auf den zweiten Platz verwiesen. Wiens B&uuml;rgermeister Michael Ludwig (SP&Ouml;) zeigte sich am Mittwoch &uuml;ber den neuerlichen Erfolg erfreut.<br>\n&ldquo;Wien ist eine funktionierende Stadt, die mit den politischen Weichenstellungen gut f&uuml;r die Zukunft vorbereitet ist. Von der hohen Lebensqualit&auml;t, Sicherheit, Infrastruktur profitieren alle. Und das ist der Verdienst aller, die t&auml;glich f&uuml;r diese Stadt arbeiten&rdquo;, versicherte Ludwig in einer Rathaus-Aussendung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/economist\/5684205\/Wien-laut-Economist-erneut-lebenswerteste-Stadt-der-Welt\">die Presse<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&bdquo;Westliche Werte&ldquo; ohne Wert<\/strong><br>\nEuropa ist mitverantwortlich f&uuml;r gravierende Fluchtursachen und t&ouml;dliche Fluchtbedingungen, f&uuml;r die Diskriminierung von Migranten und xenophoben Hass. Auszug aus dem Buch &bdquo;Todesursache: Flucht&ldquo;. &bdquo;Die Werte, auf die sich die Union gr&uuml;ndet, sind die Achtung der Menschenw&uuml;rde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschlie&szlig;lich der Rechte der Personen, die Minderheiten angeh&ouml;ren.&ldquo; So steht es in Artikel 2 des Vertrags der Europ&auml;ischen Union. Die Wahrheit ist eine andere. In seinem Beitrag sp&uuml;rt Rolf G&ouml;ssner den so hartn&auml;ckig verdr&auml;ngten Ursachen und Bedingungen von Krieg, Terror und Flucht nach. Bei dieser Spurensuche st&ouml;&szlig;t man rasch auf die dunkle Kehrseite unserer &bdquo;westlichen Werte&ldquo; und &bdquo;unserer Art zu leben&ldquo;, wie sie nach Terroranschl&auml;gen oder &bdquo;Fl&uuml;chtlingswellen&ldquo; routinem&auml;&szlig;ig beschworen werden. Letztlich geht es dabei um die immense Mitverantwortung des Westens, Europas und Deutschlands f&uuml;r vielf&auml;ltige Kriegs-, Terror- und Fluchtursachen, besonders im Nahen und Mittleren Osten, aber auch in Afrika. Und es geht um die deutsche und europ&auml;ische Mitverantwortung f&uuml;r Abschottung und Fluchtbedingungen, die dazu f&uuml;hren, dass Zigtausende Menschen w&auml;hrend ihrer Flucht ums Leben kamen und weiterhin kommen. Nicht zuletzt geht es auch um politisch-diskriminierende Absto&szlig;ungsreaktionen sowie um rassistische Hetze und Gewalt gegen Gefl&uuml;chtete und Migranten in den europ&auml;ischen Ziell&auml;ndern. Der Autor begibt sich in seinem Beitrag auch auf die Suche nach ursachenorientierten Auswegen aus dieser Misere und aus dieser humanit&auml;ren Katastrophe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/westliche-werte-ohne-wert\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Warum Andreas Scheuer ein Minister a.D. werden sollte<\/strong><br>\nEs passieren merkw&uuml;rdige Dinge im Bundesverkehrsministerium. Juristen nennen das &bdquo;vorbehaltswidrige Ermessensaus&uuml;bung&ldquo; von Minister Andreas Scheuer. Denn er vergibt Vertr&auml;ge, obwohl Rechtsunsicherheit besteht und setzt sich dabei &uuml;ber das Grundgesetz hinweg. Schon sein Vorg&auml;nger Alexander Dobrindt pflegte einen Stil nach Gutsherrenart. Spezialit&auml;t: Privatisieren, obwohl es viel teurer wird und: maximale Intransparenz und Geheimniskr&auml;merei.<br>\nDobrindt trieb mit seinen Partnern von CDU und SPD die weitreichendste Grundgesetz&auml;nderung voran, die dazu f&uuml;hren d&uuml;rfte, dass immer mehr deutsche Autobahnen von Konsortien statt vom Staat betrieben werden. Teuer und ineffizient, wie es zunehmend hilflos vom Bundesrechnungshof bem&auml;ngelt wird. Dobrindt tat dies, obwohl er jahrelang wusste, dass sein gr&ouml;&szlig;tes Projekt &ndash; die Privatisierung der A1 mit dem Konsortium A1 Mobil &ndash; in einer krassen Schieflage war. Sie f&uuml;hrte 2018 zu Schadensersatzforderungen von &uuml;ber 700 Millionen Euro. Doch Dobrindt fiel weich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/meinung\/kommentar-zur-pkw-maut-warum-andreas-scheuer-ein-minister-a-d--werden-sollte-33114640\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wagenknecht sieht die Linke am Scheideweg<\/strong><br>\nDer Absturz ist nicht mehr zu &uuml;bersehen. Magere 5,5 Prozent bei den Europawahlen im Mai, nun in Brandenburg als Regierungspartei fast minus 8 Prozentpunkte, in Sachsen mehr als 8 Prozentpunkte minus. F&uuml;r die Linke ist das ein gef&auml;hrlicher Trend, warnt die scheidende Fraktionschefin im Bundestag, Sahra Wagenknecht, im RND-Interview. &ldquo;Wenn wir das wieder relativieren und sch&ouml;nreden, statt daraus Konsequenzen zu ziehen, kann es irgendwann zu sp&auml;t sein&rdquo;, sagt sie.<br>\nFrau Wagenknecht, den Linken sind am Sonntag in Sachsen und Brandenburg die W&auml;hler in Scharen davon gelaufen. Warum?<br>\nViele fr&uuml;here W&auml;hler haben offensichtlich das Gef&uuml;hl, dass wir uns von ihrer Lebensrealit&auml;t entfremdet haben, dass wir nicht mehr ihre Sprache sprechen. Sie nehmen uns als angepasst war, als Teil des gr&uuml;nliberalen Establishments. Wer im Gro&szlig;en und Ganzen zufrieden ist, kann dann auch gleich gr&uuml;n w&auml;hlen, die Unzufriedenen suchen sich eine andere Stimme.<br>\nEs war wieder viel von ostdeutschen Interessen die Rede. Unterscheiden die sich immer noch so stark von denen der Westw&auml;hler?<br>\nDie Ergebnisse sind keine spezifischen Ost-Ergebnisse. Die AfD hat auch in abgeh&auml;ngten Regionen des Westens &uuml;berdurchschnittliche Stimmenanteile. Der Unterschied ist, dass es im Osten mehr von diesen Regionen gibt, mehr Menschen, die f&uuml;r niedrige L&ouml;hne arbeiten und sich von der Politik im Stich gelassen f&uuml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sahra-wagenknecht.de\/de\/article\/2885.wagenknecht-sieht-die-linke-am-scheideweg.html\">Sahra Wagenknecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Letzte: Jeremy Corbyn: Der Marxist kurz vor der Macht<\/strong><br>\nDass der Linksau&szlig;enpolitiker &uuml;berhaupt in Greifweite der Regierungsmacht kommt, h&auml;tten Beobachter vor ein paar Jahren f&uuml;r absurd gehalten. Der heute 70 Jahre alte Corbyn war in seiner politischen Karriere die meiste Zeit Au&szlig;enseiter, auch in seiner Partei, deren New-Labour-Wende in die Mitte unter Tony Blair er nicht mitmachte. Der Abgeordnete, der seit 1983 f&uuml;r den Wahlkreis Nord-Islington im Parlament sitzt, kein Auto besitzt und stets Rad f&auml;hrt, galt als kauziger Altlinker.<br>\nAuf die gro&szlig;e B&uuml;hne sprang er vor vier Jahren, als er zu aller &Uuml;berraschung von den Labour-Mitgliedern &ndash; darunter vielen neu eingetretenen jungen Linken &ndash; im September 2015 zum Vorsitzenden gew&auml;hlt wurde. F&uuml;r seine Kandidatur hatte er nur in letzter Minute die n&ouml;tigen Unterst&uuml;tzungsunterschriften von 35 Abgeordneten der Labour-Fraktion zusammenbekommen. Das zeigt schon, wie wenig R&uuml;ckhalt er im alten Parteiestablishment hat.<br>\nCorbyn hielt sich seitdem an der Spitze, trotz aller Versuche des fr&uuml;heren Parteiestablishments, ihn wieder wegzur&auml;umen. Inzwischen hat er seine Machtbasis gefestigt. Dazu hat er sich mit einer F&uuml;hrungs- und Beraterriege von &auml;hnlich links orientierten Leuten, zum Teil ehemaligen marxistisch-trotzkistischen Weggef&auml;hrten, umgeben. Zu seinen engen Verb&uuml;ndeten z&auml;hlen etwa Diane Abbott, die Schatten-Innenministerin mit jamaikanischen Wurzeln, der Stratege und fr&uuml;here Journalist Seumas Milne, der Gewerkschafter Andrew Murray, der vier Jahrzehnte Mitglied der Kommunistischen Partei war, bevor er 2016 Labour beitrat, sowie der Schatten-Schatzkanzler John McDonnell, der ma&szlig;geblich das Wirtschaftsprogramm geschrieben hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/jeremy-corbyn-der-marxist-kurz-vor-der-macht-16368597.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Da ist die FAZ wieder in ihrem Element. Letztendlich w&auml;re der Redaktion ein neoliberaler Elitez&ouml;gling, der den harten Brexit oder generell das Ringen darum offenbar nur als spannendes Gesellschaftsspiel sieht und dem die Folgen f&uuml;r die B&uuml;rger des Vereinigten K&ouml;nigreichs herzlich egal sind, als Ministerpr&auml;sident nach wie vor lieber als Corbyn, der eben nicht die Interessen der herrschenden Oligarchie zum zentralen Moment seiner Politik machen will.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Artikel erm&ouml;glicht zudem wieder einmal tiefe Einblicke in die bizarre Gedankenwelt der Neoliberalen, f&uuml;r die v&ouml;llig unvorstellbar ist, dass ein Politiker wirklich zu seiner &Uuml;berzeugung steht. Von dem ekelhaften Versuch, Corbyn &uuml;ber sein Privatleben zu desavouieren, einmal ganz abgesehen. Dies l&auml;sst nur erahnen, was Corbyn in einem britischen Wahlkampf zu erwarten hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-54588","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54588","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=54588"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54588\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":54590,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54588\/revisions\/54590"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=54588"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=54588"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=54588"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}