{"id":54601,"date":"2019-09-06T08:37:43","date_gmt":"2019-09-06T06:37:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54601"},"modified":"2019-09-06T08:37:43","modified_gmt":"2019-09-06T06:37:43","slug":"hinweise-des-tages-3445","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54601","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54601#h01\">Haushalts-Zaubertrick: Altmaier will 50 Milliarden Euro f&uuml;rs Klima mobilisieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54601#h02\">Staatliche Grundsicherung: Wieviel ein Mensch zum Leben braucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54601#h03\">Wege zu einer besseren Ausbildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54601#h04\">Abstieg aus dem DAX: &bdquo;Das macht Thyssenkrupp zu einem &Uuml;bernahmekandidaten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54601#h05\">Bundeswehr in Jordanien: SPD gibt Widerstand auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54601#h06\">Unter Einfluss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54601#h07\">SPD will die Gewinne privater Heimbetreiber begrenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54601#h08\">Maut-Aff&auml;re Scheuer ger&auml;t zunehmend in Bedr&auml;ngnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54601#h09\">Immer noch illegale Abschalteinrichtungen in VW-Modellen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54601#h10\"> &bdquo;Aasgeier-Party&ldquo;: Was hinter dem Gasdeal zwischen USA, Polen und Ukraine steckt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54601#h11\">Einflussk&auml;mpfe im S&uuml;dkaukasus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54601#h12\">Ziemlicher Aufholbedarf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54601#h13\">SPD-Kandidatenschau: Nichts f&uuml;r stille Charaktere<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Haushalts-Zaubertrick: Altmaier will 50 Milliarden Euro f&uuml;rs Klima mobilisieren<\/strong><br>\nWirtschaftsminister Altmaier will bis zu 50 Milliarden Euro zus&auml;tzlich in den Klimaschutz stecken &ndash; ohne die Schuldenbremse zu rei&szlig;en. Gelingen soll das &uuml;ber eine Stiftung. Aber kann das funktionieren?<br>\nDer Klimaschutz steht in der Regierung gerade hoch im Kurs. Politiker machen t&auml;glich etliche Vorschl&auml;ge, um sich als oberste CO2-Sparer zu profilieren. Nur: Kosten soll das gr&uuml;ne Wunder m&ouml;glichst wenig.<br>\nWirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat nun einen Zaubertrick ersonnen, um vermeintlich haushaltsschonend das Klima zu sch&uuml;tzen.<br>\nEr pl&auml;diert f&uuml;r eine sogenannte Klimastiftung, die im Auftrag des Bundes Anleihen ausgibt &ndash; &ldquo;mit einem garantierten Zinssatz von zwei Prozent &uuml;ber zehn Jahre&rdquo;, wie Altmaier gegen&uuml;ber der &ldquo;Funke Mediengruppe&rdquo; betonte. Wer dem Staat Geld borgt, w&uuml;rde so gleichzeitig etwas Gutes f&uuml;rs Klima tun und angesichts der Niedrigzinsen eine recht erkleckliche Rendite einstreichen. [&hellip;]<br>\nAltmaiers Klima-Stiftung hat allerdings einen Haken: Sie ist wom&ouml;glich unn&ouml;tig teuer. Denn angesichts der aktuellen Niedrigzinsen kann sich der Bund derzeit Geld zum Nulltarif leihen &ndash; und bekommt meistens sogar noch etwas obendrauf, wenn er Anleihen an Anleger verkauft.<br>\nEine mit zwei Prozent verzinste Stiftungsanleihe w&auml;re viel teurer. Sie h&auml;tte vor allem die Funktion, die Schuldenbremse nicht anzutasten, gesichtswahrend Geld f&uuml;r Umweltschutz auszugeben. Das aber k&ouml;nnte gegen das Gebot der Wirtschaftlichkeit im Haushaltsrecht versto&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/klimaschutz-altmaier-will-50-milliarden-euro-mobilisieren-a-1285425.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Finanzminister Scholz warnt vor Strafzinsen f&uuml;r Privatkunden<\/strong><br>\nZu Forderungen, die Bundesregierung solle angesichts der Negativzinsen und der Konjunktureintr&uuml;bung mehr investieren und mehr Schulden aufnehmen, &auml;u&szlig;erte sich Scholz zur&uuml;ckhaltend. &bdquo;Wenn man Schulden macht, verdient man nie, selbst wenn man Negativzinsen als Szenario hat&ldquo;, sagte der Finanzminister. &bdquo;Irgendwie bleiben sie ja Schulden und warten darauf, dass einer sie mal zur&uuml;ckzahlt.&ldquo;<br>\nPrinzipiell wolle er weiter eine &bdquo;solide Haushaltspolitik&ldquo; betreiben und genau gucken, in welchen Bereichen es Bedarf f&uuml;r Investitionen gebe, sagte Scholz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/banken-gipfel-finanzminister-scholz-warnt-vor-strafzinsen-fuer-privatkunden\/24983302.html\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Man muss wirklich an der Kompetenz dieser Bundesregierung zweifeln. Der Staat kann sich Geld zum Nulltarif leihen, nein, er bekommt sogar noch etwas dazu. Doch Wirtschaftsminister Peter Altmaier will lieber &uuml;ber zehn Jahre potenziellen Investoren 2 Prozent Zinsen zahlen, auch um nicht gegen die Regeln der Schuldenbremse zu versto&szlig;en. Vielleicht k&ouml;nnte der Wirtschaftsminister noch einmal kurz dar&uuml;ber nachdenken, warum er die Schuldenbremse dann noch f&uuml;r unbedingt erhaltenswert erachtet und nicht sofort deren Abschaffung vorbereitet. Eine Antwort gibt Finanzminister Olaf Scholz dem Handelsblatt und unterbietet damit noch das Niveau von Altmaier. Scholz versteigt sich zu der einfach nur abwegigen Behauptung, dass man mit Schulden nie etwas verdienen w&uuml;rde. Da wundert sich sogar die Schw&auml;bische Hausfrau. Denn auch sie wei&szlig; inzwischen, dass sich der Hauskauf bei den niedrigen Kreditzinsen lohnt. Aber es geht noch peinlicher. So hofft Scholz auf die Klugheit der Bankvorst&auml;nde, keine Negativzinsen an Sparer weiterzugeben. Dabei kann es positive Zinsen ja nur dann geben, wenn es auch wieder mehr Schuldner gibt. Da aber in der Volkswirtschaft die privaten Haushalte und die Unternehmen zu Nettosparern geworden sind und das Ausland nicht l&auml;nger bereit ist, die Verschuldung dauerhaft zu &uuml;bernehmen, muss der deutsche Finanzminister endlich mehr Geld in die Hand nehmen. Das gebietet die Logik. Doch so wie es aussieht, ist Scholz, wie damals Steinbr&uuml;ck in gleicher Rolle, der letzte, den man von antizyklischer Finanzpolitik &uuml;berzeugen muss. Traurig. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Staatliche Grundsicherung: Wieviel ein Mensch zum Leben braucht<\/strong><br>\nMillionen Menschen leben von der Grundsicherung: Sie soll ihnen eine w&uuml;rdige Existenz garantieren. Doch dieses Grundrecht werde verletzt, kritisiert der Politologe Andreas Aust. Die Bundesregierung arbeite mit Tricks, um den Bedarf kleinzurechnen.<br>\nWenn die Bundesregierung das Existenzminimum ermittelt, dann fragt sie nicht, &bdquo;Was braucht der Mensch zum Leben?&ldquo;, sondern sie vergleicht, wieviel Geld die &Auml;rmsten in unserer Gesellschaft im Monat etwa ausgeben. Dieses Vorgehen nennt sich &bdquo;Statistikmodell&ldquo;. Es wirkt seri&ouml;s und wissenschaftlich fundiert &ndash; leidet aber an massiven Defiziten.<br>\nDenn die Bundesregierung traut ihrem eigenen Verfahren nicht. W&uuml;rde sie sich konsequent an die Ergebnisse des Statistikmodells halten, l&auml;gen die Regels&auml;tze f&uuml;r die Grundsicherung um mehr als ein Drittel h&ouml;her, als sie es tats&auml;chlich sind. Das hei&szlig;t: der Regelbedarf m&uuml;sste bei mindestens 570 Euro liegen, statt bei 424 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/staatliche-grundsicherung-wieviel-ein-mensch-zum-leben.1005.de.html?dram:article_id=458143\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wege zu einer besseren Ausbildung<\/strong><br>\nBis heute bildet es die Grundlage f&uuml;r die duale Berufsausbildung, die inzwischen vielfach als Garant f&uuml;r die im Vergleich niedrige Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland gilt. Junge Menschen gut in Praxis und Theorie auszubilden, im Betrieb und in der Berufsschule &ndash; dieses Modell kann offenbar &uuml;berzeugen. Zumal mit dem Berufsbildungsgesetz einheitliche Bestimmungen gelten, die eben Standards setzen. Auch die geregelte Zusammenarbeit der Sozialpartner mit Bund und L&auml;ndern tr&auml;gt zum hohen Ansehen der dualen Ausbildung bei.<br>\nNoch ist das so. Es kann sich aber ins Gegenteil umkehren. Denn es gibt Qualit&auml;tsm&auml;ngel bei der Ausbildung in den Betrieben einiger Branchen, etwa im Lebensmittelhandwerk, in Hotels und Gastst&auml;tten oder bei den Friseuren. Deshalb und auch, um die duale Ausbildung fit zu machen f&uuml;r die digitale Arbeitswelt, braucht es jetzt eine mutige Reform des Berufsbildungsgesetzes. Im Zeitalter der Digitalisierung werden gute Qualifikationen, wird eine gute Ausbildung f&uuml;r die Jugendlichen immer wichtiger. Das ist durchaus ein Thema, dem sich diese Bundesregierung widmet. Doch der von Bildungsministerin Karliczek vorgelegte Entwurf f&uuml;r eine Novelle des Gesetzes reicht nicht. Die Reform wird verstolpert, falls das Parlament nicht noch kr&auml;ftig nachbessert.<br>\nEin wichtiges Signal ist sicherlich die geplante Mindestausbildungsverg&uuml;tung. Sie wird es erschweren, Auszubildende auszubeuten, weil endlich eine Untergrenze bei den Verg&uuml;tungen eingezogen wird. Das ist vor allem dort wichtig, wo sich die Arbeitgeber weigern, Tarifvertr&auml;ge abzuschlie&szlig;en. Aber die Azubis brauchen noch mehr. Zum Beispiel ist die Freistellung f&uuml;r den Berufsschulunterricht so vage im Gesetz formuliert, dass es immer noch Auszubildende gibt, die nach der Schule zur&uuml;ck in den Betrieb m&uuml;ssen. Selbst vor Abschlusspr&uuml;fungen ist das so. Inakzeptabel. Der Gesetzgeber sollte dies klar regeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++7337d420-cfaa-11e9-a6c7-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Abstieg aus dem DAX: &bdquo;Das macht Thyssenkrupp zu einem &Uuml;bernahmekandidaten&ldquo;<\/strong><br>\nDer Industrie Thyssenkrupp bringe nicht mehr das n&ouml;tige Kampfgewicht auf die Waage, um im DAX gelistet zu werden, sagt Dlf-Wirtschaftsredakteur Klemens Kindermann. Dabei ist das nicht nur ein Imageschaden, zus&auml;tzlich zu den anderen Problemen, sondern k&ouml;nnte ernsthafte Konsequenzen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/abstieg-aus-dem-dax-das-macht-thyssenkrupp-zu-einem.3669.de.html?dram:article_id=458061\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Der US-amerikanische Kapitalfond, der sich j&uuml;ngst in den Konzern eingekauft hat, ist am Ziel. Nun kann das Unternehmen &ldquo;filetiert&rdquo;, mit den Kosten der &Uuml;bernahme belastet, den Reichtum der &ldquo;Investoren&rdquo; mehren. Die Arbeitnehmer bezahlen es mit ihrem Arbeitsplatz, oder weiteren Lohneinbu&szlig;en in einem hochverschuldeten Unternehmen. Die asozialen Kapitalfonds werden weitermachen, stets zuvorkommend von interessierter Seite in Politik, Medien und Wissenschaft begleitet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bundeswehr in Jordanien: SPD gibt Widerstand auf<\/strong><br>\nDie SPD ist zum Kompromiss bereit: Die Sozialdemokraten sprechen sich im Koalitionsstreit um das Bundeswehr-Mandat in Jordanien nun f&uuml;r eine zumindest teilweise Verl&auml;ngerung aus. Der Einsatz sollte am 31. Oktober auslaufen.<br>\nSPD-Fraktionschef Rolf M&uuml;tzenich gibt seinen Widerstand gegen eine weitere Beteiligung deutscher Soldaten am Kampf gegen die Terrormiliz &ldquo;Islamischer Staat&rdquo; (IS) auf. &ldquo;Innerhalb der wenigen noch verbliebenen Wochen ist ein kompletter Abzug der Flugkomponenten nicht mehr sicherzustellen&rdquo;, sagte der Politiker dem &ldquo;Spiegel&rdquo;. Die Bundeswehr stellt von Jordanien aus taktische Luftaufkl&auml;rung &uuml;ber Syrien und dem Irak bereit. Deutsche Soldaten leisten zudem Ausbildungshilfe f&uuml;r irakische und kurdische Sicherheitskr&auml;fte. Verteidigungsministerin und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer will ein neues Mandat f&uuml;r den deutschen Einsatz, der sonst am 31. Oktober 2019 ausl&auml;uft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/bundeswehr-mandat-jordanien-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Begr&uuml;ndung von M&uuml;tzenich ist einfach nur l&auml;cherlich. Vor etwa einem Jahr fasste das Kabinett den Abzugsbeschluss oder etwas, das nur danach aussehen sollte. Es gab jedenfalls Schlagzeilen <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/bundesregierung-will-tornado-einsatz-gegen-is-beenden-15818382.html\">dazu<\/a>. Gen&uuml;gend Zeit w&auml;re also f&uuml;r einen Abzug gewesen. Es ist nun aber so, dass die Amerikaner die deutsche Pr&auml;senz in Jordanien weiterhin verlangen. Im Juni gab es entsprechende Forderungen, die sogar bis hin zu Bodentruppen reichten. Das war sicherlich nur ein Trick, um eine Zustimmung zum Status quo zu erhalten. Im August war die neue Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer, deren Fraktion ohnehin nie an eine Aufgabe des Milit&auml;rstandortes gedacht hat, in Jordanien und sagte, dass man sich nicht einfach davonmachen d&uuml;rfe, weil man so eine L&uuml;cke zur&uuml;ck und andere im Stich lassen w&uuml;rde. Mit anderen Worten: Die Bundesregierung hat auch weiterhin nichts gegen eine v&ouml;lkerrechtswidrige, kriegerische Au&szlig;enpolitik der Amerikaner einzuwenden. Und die SPD macht dabei mit, so sieht es leider aus. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Unter Einfluss<\/strong><br>\nLiebe und Wertsch&auml;tzung sollten Kinder ohne Vorbedingungen erfahren. Sie m&uuml;ssen erleben, dass ihre Gef&uuml;hle beachtet und respektiert werden. Schon kleine Kinder sp&uuml;ren, wenn Interesse und Zuneigung nicht echt, sondern vorget&auml;uscht sind und ihre eigenen Bed&uuml;rfnisse zur Befriedigung ganz andere Ziele benutzt werden. (&hellip;) M&auml;chtige Interessengruppen in Wirtschaft und Politik sorgen daf&uuml;r, dass diese Grundlagen eines emotional und sozial befriedigenden Lebens nach und nach ausgeh&ouml;hlt und teilweise ganz zerst&ouml;rt werden. (&hellip;) Der marktradikale Staat und seine Machtelite nehmen billigend in Kauf, dass die soziale und emotionale Welt der Kinder &raquo;gefaket&laquo; wird, dass sie nicht mehr zwischen eigenen und manipulierten Bed&uuml;rfnissen unterscheiden k&ouml;nnen. Sie lernen: Man wei&szlig; nicht, was wahr ist, alles ist PR, auch das eigene Selbst. Bin ich Subjekt oder Objekt? Allein die Wirkung entscheidet &uuml;ber die &raquo;Wirklichkeit&laquo;. Der technischen Allmacht entspricht im Inneren die Angst und die Ohnmacht. Zwar waren Kinder schon immer Ideologien und destruktiven Erziehungsmethoden ausgesetzt; noch nie erfolgte aber die Beeinflussung so systematisch, zielgenau und unbemerkt. Die Freiheit des Konsumenten ist die Grundlage der Entm&uuml;ndigung. Wenn also neoliberale Politiker &uuml;ber r&uuml;cksichtslose, verletzende, besch&auml;mende SMS oder Hassmails, &uuml;ber Fake News, Verrohung und Menschenverachtung klagen, sollten sie auch &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde nachdenken. Nicht die Kinder haben sich in ihrer Natur ver&auml;ndert, sondern die Verh&auml;ltnisse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/16-2019&amp;textfile=4868\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>SPD will die Gewinne privater Heimbetreiber begrenzen<\/strong><br>\nDie Fraktionsspitze der SPD will die Gewinne privater Pflegeheime begrenzen. In einem Positionspapier, das der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt, hei&szlig;t es, Pflegeheime seien &ldquo;gefragte Investitionsobjekte&rdquo; geworden. Weil sich &ldquo;die &ouml;ffentliche Hand seit Einf&uuml;hrung der Pflegeversicherung weitgehend aus der Pflegeheimf&ouml;rderung zur&uuml;ckgezogen&rdquo; habe, seien es heute Kapitalinvestoren, die die Heime finanzierten.<br>\n&ldquo;Immer mehr gro&szlig;e Ketten dr&auml;ngen auf den Markt, die f&uuml;r anonyme Anleger Renditen erwirtschaften wollen&rdquo;, sagt die SPD-Gesundheitspolitikerin Heike Baehrens. Doch diese Gewinne d&uuml;rften nicht auf dem R&uuml;cken der Pflegebed&uuml;rftigen und der Mitarbeiter erwirtschaftet werden, hei&szlig;t es in dem Papier. Die gesetzliche Bevorzugung von privaten Betreibern beim Neubau von Einrichtungen m&uuml;sse gestrichen werden. Morgen soll auch die Fraktion &uuml;ber die Vorschl&auml;ge abstimmen.<br>\nBereits im April hatte der SPD-Parteivorstand gefordert, die Pflegeheimkosten f&uuml;r Bewohner und ihre Familien zu begrenzen. Auch die Fraktionschefs fordern nun eine &ldquo;Deckelung der individuell zu tragenden Eigenanteile&rdquo;. Daf&uuml;r wollen die Sozialdemokraten eine &ldquo;Pflegeb&uuml;rgerversicherung&rdquo; einf&uuml;hren: Auch Beamte und Selbstst&auml;ndige sollen demnach Beitr&auml;ge einzahlen, die Versicherungsgemeinschaft soll dann die steigenden Kosten in der Pflege tragen. Heute funktioniert die Pflegeversicherung anders herum: H&ouml;here L&ouml;hne f&uuml;r Pflegekr&auml;fte bezahlen die Bewohner aus ihrem eigenen Verm&ouml;gen, die Pflegekasse gibt lediglich feste Zusch&uuml;sse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/pflege-spd-will-die-gewinne-privater-heimbetreiber-begrenzen-1.4588950%20\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Frage ist, wie ernst meint es die SPD mit dieser Idee? Zu bef&uuml;rchten ist, dass auch hier ein Kompromiss mit den Unionsparteien beschlossen wird, der Konzernen\/Unternehmen &ndash; hier private Heimbetreiber &ndash; weiterhin Vorteile zusichert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Maut-Aff&auml;re Scheuer ger&auml;t zunehmend in Bedr&auml;ngnis<\/strong><br>\nBundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ger&auml;t wegen seiner Maut-Aff&auml;re zunehmend unter Druck. Die Pl&auml;ne der Opposition f&uuml;r einen Untersuchungsausschuss sind nach Informationen der Berliner Zeitung schon weit gediehen.<br>\nEs sind mehrere Brandherde, die Scheuer derzeit l&ouml;schen muss. Da sind einerseits unbeantwortete Fragen. Etwa, warum bei der entscheidenden Wirtschaftlichkeitsuntersuchung, die den Ausschlag zur Vergabe der Mauterhebung an ein privates Konsortium gab, Zahlen nachtr&auml;glich gravierend ge&auml;ndert wurden. Schlie&szlig;lich und vor allem warum der staatliche Betreiber Toll Collect in der Rechnung &uuml;berhaupt nicht auftaucht. [&hellip;]<br>\nUnter dem Strich f&uuml;hrten diese Ver&auml;nderungen der Wirtschaftlichkeitsberechnungen dazu, dass statt des Staates das private Konsortium aus CTS Eventim und Kapsch den Zuschlag f&uuml;r die Mauterhebung bekam, obwohl das wirtschaftlich deutlich teurer war und damit gegen die Haushaltsordnung verstie&szlig;. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Dass Minister Scheuer nun versucht den schwarzen Peter den Maut-Betreibern in die Schuhe zu schieben, ist ein durchschaubares Man&ouml;ver, um ein jahreslanges und teures Schiedsverfahren anzustrengen und so sein politisches &Uuml;berleben zu sichern&ldquo;, sagte der Gr&uuml;ne Haushaltspolitiker Sven-Christian Kindler der Berliner Zeitung. &bdquo;Das bedeutet eine Dokumentenschlacht von mindestens zwei bis drei Jahren und damit &uuml;ber die Legislaturperiode hinaus.&ldquo; Auch er best&auml;tigt nun: &bdquo;Dem Bund war von Anfang an bekannt, dass die Maut-Betreiber mit Unterauftragnehmern zusammenarbeiten w&uuml;rden. Die Vertragssummen hat Scheuer mit seiner Unterschrift unter die Vertr&auml;ge ebenso abgesegnet, wie die drohenden Entsch&auml;digungszahlungen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/maut-affaere-scheuer-geraet-zunehmend-in-bedraengnis-33117504\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Immer noch illegale Abschalteinrichtungen in VW-Modellen?<\/strong><br>\nEin Gerichtsurteil k&ouml;nnte schwere Folgen f&uuml;r den Volkswagen-Konzern haben. Die sogenannten Thermofenster, die bei Temperaturen unter 15 und &uuml;ber 33 Grad die Abgasreinigung bei Diesel-Modellen abschalten sind nach einem Gerichtsurteil, das noch nicht rechtskr&auml;ftig ist, unzul&auml;ssig. Kontraste zeigt, wie die Tricks bei der Abgasreinigung funktionieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste-vom-05-09-2019\/illegale-abschalteinrichtungen-in-vw-modellen.html\">Kontraste<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Aasgeier-Party&ldquo;: Was hinter dem Gasdeal zwischen USA, Polen und Ukraine steckt<\/strong><br>\nAber ERU ist nicht nur f&uuml;r Herrn Faworow wertvoll. Auf eine unbegreifliche Weise gelang es dieser kleinen ukrainischen Privatfirma, Partner der US-amerikanischen staatlichen Overseas Private Investment Corporation zu werden. Diese unterst&uuml;tzt laut Gesetz &bdquo;amerikanische Unternehmen bei Investitionen auf Entwicklungsm&auml;rkten und treibt die Priorit&auml;ten der Au&szlig;enpolitik und der nationalen Sicherheit der USA voran&ldquo;.<br>\nDas bedeutet, dass man in Washington die Firma ERU aus irgendwelchen Gr&uuml;nden f&uuml;r ein &bdquo;amerikanisches Unternehmen&ldquo; h&auml;lt, das im Interesse der USA handelt. Vor diesem Hintergrund ist es nicht mehr so merkw&uuml;rdig, dass US-Vizepr&auml;sident Pence und US-Energieminister Perry in Warschau die Interessen dieser Firma im Grunde lobbyiert haben.<br>\nDer Warschauer Gasdeal garantiert den US-amerikanischen Fl&uuml;ssiggasproduzenten Port Arthur LNG und Cheniere Markeding, mit denen der polnische Konzern PGNiG Lieferungsvertr&auml;ge abgeschlossen hat, dem Konzern PGNiG selbst, aber vor allem der Firma ERU Gewinne.<br>\nExperten zufolge k&ouml;nnte der Gaspreis f&uuml;r Kiew 170 bis 180 Dollar pro 1000 Kubikmeter kosten, wenn das Fl&uuml;ssiggas auf dem amerikanischen Spotmarkt zu aktuellen Preisen gekauft, nach Polen bef&ouml;rdert und regasifiziert und dann in die Ukraine geliefert wird. Die Gasbef&ouml;rderung vom LNG-Terminal in Swinem&uuml;nde bis zur Ukraine wird die Firma ERU zus&auml;tzlich 20 Dollar pro 1000 Kubikmeter kosten.<br>\nAm Ende werden die Selbstkosten des Brennstoffs im Moment seines Verkaufs an Ukrtransgas 200 Dollar erreichen. Dabei ist im Finanzplan f&uuml;r November und Dezember ein Gaspreis von 284,5 Dollar pro 1000 Kubikmeter f&uuml;r die ukrainische Bev&ouml;lkerung vorgesehen. F&uuml;r Industriebetriebe wird er bei 296 Dollar liegen.<br>\nAlso bel&auml;uft sich die Rentabilit&auml;t dieser Lieferungen f&uuml;r ERU auf knapp 30 Prozent. Selbst wenn einen Teil dieser Summe Naftogas Ukrainy bekommt, ist sie jedenfalls einfach ph&auml;nomenal.<br>\nAber wo es einen Sieger gibt, gibt es auch einen Verlierer. Und das ist vor allem die ukrainische Bev&ouml;lkerung, die jetzt fast drei Mal so viel f&uuml;r Gas zahlen muss. Denn die Reverse-Lieferungen aus Europa kosten Naftogas Ukrainy 130 Dollar pro 1000 Kubikmeter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/wirtschaft\/20190904325693549-gasdeal-usa-polen-ukraine\/\">Sputnik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Einflussk&auml;mpfe im S&uuml;dkaukasus<\/strong><br>\nVor der Stichwahl um das Pr&auml;sidentenamt in der abtr&uuml;nnigen Kaukasusrepublik Abchasien an diesem Wochenende erkl&auml;rt das Ausw&auml;rtige Amt den Urnengang f&uuml;r &ldquo;illegal&rdquo;. Die Wahl sei &ldquo;unzul&auml;ssig&rdquo;, weil man Abchasiens Abspaltung von Georgien nicht anerkenne, hei&szlig;t es. In Abchasien spiegeln sich die Einflussk&auml;mpfe zwischen den gro&szlig;en M&auml;chten in der Region wie in einem Brennglas wider: Russland sucht seine Stellung zu halten; China baut seine Position mit Hilfe der &ldquo;Neuen Seidenstra&szlig;e&rdquo; aus; Deutschland und die EU scheinen nach einer Phase harter Blockadepolitik zu neuen Versuchen einer kulturell-&ouml;konomischen Einflussnahme &uuml;berzugehen. Aus der ersten Runde der Pr&auml;sidentenwahl sind der Amtsinhaber Raul Chadschimba und der Oppositionspolitiker Alchas Kwitzinia als Sieger hervorgegangen. Chadschima ist ein ethnischer Nationalist und lehnt sich eng an Russland an. Kwitzinia wiederum gilt als harscher Kritiker der Regierung und der abchasischen Oligarchen. Die Entscheidung in der Stichwahl gilt auch als Richtungsentscheidung f&uuml;r die abchasische Au&szlig;enpolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8037\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ziemlicher Aufholbedarf<\/strong><br>\nFreudentaumel bei den Sozis: Wegen des schlechtesten Ergebnisses bei einer brandenburgischen Landtagswahl. Warum? Wegen der Aufholjagd? Welche Aufholjagd? Wurden die Genossen verfolgt oder mussten sie hinterherlaufen? Und was genau holten sie auf? Wenn Demoskopie zur Wahrnehmung wird.<br>\nAufholjagd. Das Wort vernahm man oft diese Woche. Dietmar Woidke und seine Brandenburg-SPD h&auml;tten ganz sch&ouml;n was aufgeholt. Aufholjagd: Das ist das sozialdemokratische Wort der Woche. Katarina Barley &ndash; viele k&ouml;nnen sich vielleicht noch an sie erinnern, sie hatte ihre fifteen minutes of shame gegen eine anonymere Europakarriere ausgewechselt &ndash; erinnerte via Twitter ausdr&uuml;cklich nochmals daran, woher die Sozis den Grund der Freude rekrutierten: Weil Genosse Woidke aufgeholt hat. Von 17 auf 26 Prozent. Gemeint hat sie 17 Prozent in den Prognosen. Besser gesagt, in einer einzigen Prognose von Forsa. Satte neun Prozent habe er demnach also aufgeholt.<br>\nVon was reden diese Leute eigentlich? Wahltag war am Sonntag. Um 18 Uhr hatte man eine Prognose, kurze Minuten sp&auml;ter eine erste Hochrechnung. Sp&auml;tabends existierte dann ein vorl&auml;ufig amtliches Endergebnis. Die 17 Prozent, die Forsa da ausbaldowert hat: Wen bitte jucken die? Sie haben nie existiert, sind ein rein virtueller Wert. Vom Aufholen kann also keine Rede sein. Wohl aber vom Zur&uuml;ckfallen. Denn als letztmals ein vorl&auml;ufiges amtliches Endergebnis in Brandenburg feststand, am 14. September 2014 n&auml;mlich, hatten die Sozialdemokraten noch satte f&uuml;nf Prozent mehr. Was seinerzeit aber noch weniger war als noch 2009.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2019\/09\/aufholjagd-ziemler-aufholbedarf\/\">neulandrebellen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>SPD-Kandidatenschau: Nichts f&uuml;r stille Charaktere<\/strong><br>\nZu den wenigen, die auch einmal davon sprachen, dass der Laden auch eine leistungsf&auml;hige Wirtschaft braucht, geh&ouml;rten Klara Geywitz und Boris Pistorius, die mit ihren jeweiligen Partnern &ndash; Olaf Scholz und Petra K&ouml;pping &ndash; es au&szlig;erdem f&uuml;r keinen Selbstzweck halten, aus der Berliner Koalition auszusteigen. W&auml;hrend ein Mann aus dem Publikum in einem der wenigen Augenblicke der Entgleisung von den Kandidaten verlangte, sich &bdquo;f&uuml;r die vergangenen zwanzig Jahre SPD-Politik&ldquo; und das, was man den Leuten angetan habe, zu entschuldigen (was Gesine Schwan ebenso klar wie klug begr&uuml;ndet ablehnte), bat Pistorius die Versammlung in seinem Schlusswort, mal f&uuml;r einen Augenblick die Augen zu schlie&szlig;en und sich vorzustellen, wie Deutschland auss&auml;he, wenn die SPD in den vergangenen Jahrzehnten nicht mitregiert h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/spd-kandidatenschau-in-saarbruecken-der-wettstreit-um-den-vorsitz-16369543.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.B.:<\/strong> Ich kenne die Begr&uuml;ndung von Gesine Schwan nicht. Ich hielte es aber auch f&uuml;r angemessen, dass die SPD sich bei den Millionen Opfern ihrer Politik und f&uuml;r den Betrug an ihren W&auml;hlern entschuldigt. Ich kann nicht erkennen, was an dieser Forderung eine &bdquo;Entgleisung&ldquo; sein soll. Und wenn die SPD nicht mitregiert h&auml;tte: Dann h&auml;tte die CDU es wahrscheinlich nicht gewagt, eine derartige asoziale neoliberale Politik umzusetzen. Daf&uuml;r bedarf es eines dummen Augusts wie der SPD, die so bl&ouml;d ist, reaktion&auml;re konservative Politik als notwendig und richtig mit ihrem (anfangs noch) linken Image zu legitimieren und linke Grundwerte und Prinzipien im M&uuml;ll zu &bdquo;entsorgen&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Ralf Stegner: Applausk&ouml;nig in der Filterblase<\/strong><br>\nEin gr&ouml;&szlig;erer Gegensatz als der zwischen der gestern von der BBC &uuml;bertragenen Debatte im britischen Parlament und der teilweise gleichzeitig auf Phoenix ausgestrahlten ersten von 23 &ldquo;Regionalkonferenzen&rdquo;, auf denen sich die Bewerberduos f&uuml;r den SPD-Vorsitz vorstellen, ist kaum denkbar. Auch (und vor allem) was den Unterhaltungswert betrifft. Der war in der 804 Jahre alten Einrichtung ungleich h&ouml;her als in der ganz neuen.<br>\nDas lag zum Teil am Personal (oder an den &ldquo;Kandidierenden&rdquo;, wie das bei der SPD hei&szlig;t): Ein Jacob Rees-Mogg oder ein Boris Johnson ist bei den deutschen Sozialdemokraten nicht in Sicht. Es lag aber auch an den Regeln, die man in London kreativ ausreizte bis ein Sprecher mit bemerkenswert ungek&auml;mmtem Haar zu den Schl&auml;gen eines Holzhammers zur Ordnung rief (wobei er das &ldquo;r&rdquo; im Wort konsequent weglie&szlig;). Dabei regten sich manche auf. Aber noch mehr schienen sehr viel Spa&szlig; dabei zu haben.<br>\nBei der SPD hatte man demgegen&uuml;ber den Eindruck, eine nur mit gezwungenem und nicht wirklich spontanten Humor aufgelockere Sitzung einer Selbsthilfegruppe zu beobachten, bei der sich die Teilnehmer auff&auml;llig zwanghaft und unpassend oft explizit duzen und mit dem Vornamen ansprechen (was in Sozialen Medien gestern zu einer abgrenzenden Renaissance des &ldquo;Sie&rdquo; f&uuml;hrte).<br>\nW&auml;hrend sich in der saarl&auml;ndischen Hauptstadt drau&szlig;en das wirkliche Leben abspielte debattierte man in der Congresshalle Saarbr&uuml;cken in einem optischen Rahmen irgendwo zwischen, Herzblatt Shopping Queen und Deutschland sucht den Superstar, was die SPD blo&szlig; machen soll, um beliebter zu werden. Denn das klappt bei ihr immer weniger. Obwohl sie doch genau das macht, was ihr Massenmedien vorgeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ralf-Stegner-Applauskoenig-in-der-Filterblase-4514517.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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