{"id":54621,"date":"2019-09-08T09:00:48","date_gmt":"2019-09-08T07:00:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54621"},"modified":"2019-09-06T15:03:21","modified_gmt":"2019-09-06T13:03:21","slug":"hinweise-der-woche-126","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54621","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54621#h01\">War das n&ouml;tig, Herr Steinmeier?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54621#h02\">Wer die AfD-W&auml;hler sind und was sie umtreibt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54621#h03\">Sahra Wagenknecht zu den Wahlergebnissen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54621#h04\">US-Justizministerium sucht mit allen Mitteln, Assange wegen Spionage anzuklagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54621#h05\">Jeder f&uuml;nfte Vollzeitbesch&auml;ftigte arbeitet f&uuml;r Niedriglohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54621#h06\">Antisozialer Patriotismus: Die Rentenpl&auml;ne der AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54621#h07\">Jede zweite Neueinstellung ist befristet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54621#h08\">IMMER DIESELben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54621#h09\">Verzweifelte deutsche Eltern der &ldquo;Verschwundenen&rdquo; beim G7<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54621#h10\">Nimm das, Rezo!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54621#h11\">Antikriegstag<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>War das n&ouml;tig, Herr Steinmeier?<\/strong><br>\nDer deutsche Bundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier hat in Polen vor allem die USA hofiert. Aus welchem Anlass?<br>\nSehr geehrter Herr Bundespr&auml;sident<br>\nIhr pers&ouml;nlicher Auftritt in Wielu&#324; und Warschau vor zwei Tagen war zwar nicht so eindr&uuml;cklich wie der spontane Kniefall von Willy Brandt am 7. Dezember 1970 in Warschau. Es ehrt Sie aber sehr, dass Sie anl&auml;sslich der Erinnerungsfeiern an den Angriff Nazi-Deutschlands auf Polen vor 80 Jahren Klartext gesprochen und die gro&szlig;e Schuld Deutschlands am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges ungeschminkt eingestanden haben&hellip;<br>\nSie, sehr geehrter Herr Bundespr&auml;sident, haben mit der stillschweigenden Akzeptanz, dass zu diesem Anlass, an dem gem&auml;ss Ihrer eigenen Ansprache Staatsvertreter aus 40 L&auml;ndern (!) anwesend waren, ausgerechnet Russland aber nicht eingeladen war, allerdings keinen Beitrag zu einem &laquo;Wunder der Vers&ouml;hnung&raquo; geleistet.<br>\nW&ouml;rtlich haben Sie gesagt: &laquo;Unsere Verantwortung, sie gilt auch der transatlantischen Partnerschaft. Wir alle blicken an diesem Jahrestag mit Dankbarkeit auf Amerika. Die Macht seiner Armeen hat &ndash; gemeinsam mit den Verb&uuml;ndeten im Westen und im Osten &ndash; den Nationalsozialismus niedergerungen. Und die Macht von Amerikas Ideen und Werten, seine Weitsicht, seine Gro&szlig;z&uuml;gigkeit haben diesem Kontinent eine andere, eine bessere Zukunft er&ouml;ffnet.&raquo;<br>\nUnd weiter: &laquo;Herr Vizepr&auml;sident, das ist die Gr&ouml;&szlig;e Amerikas, die wir Europ&auml;er bewundern und der wir verbunden sind. Dieses Amerika hat der Welt die Augen ge&ouml;ffnet f&uuml;r die unb&auml;ndige Kraft der Freiheit und der Demokratie &ndash; gerade auch uns Deutschen. Diesem Amerika war das vereinte Europa immer ein Anliegen. Dieses Amerika wollte echte Partnerschaft und Freundschaft in gegenseitigem Respekt.&raquo;<br>\nUnd dann: &laquo;Vieles davon scheint heute nicht mehr selbstverst&auml;ndlich. Deshalb: Lasst uns nicht vergessen, was uns stark gemacht hat &ndash; diesseits und jenseits des Atlantiks! Lasst uns das Gemeinsame bewahren in dieser Welt voller Ver&auml;nderung und schwindender Gewissheiten!&raquo;<br>\nUnd schliesslich: &laquo;Wir wissen wohl: Europa muss st&auml;rker und selbstbewusster werden. Aber wir wissen auch: Europa soll nicht stark sein ohne Amerika &ndash; oder gar gegen Amerika. Sondern Europa braucht Partner. Und ich bin sicher, auch Amerika braucht Partner in dieser Welt. Also lasst uns diese Partnerschaft pflegen! Lasst uns den Anspruch bewahren, dass der &lsaquo;Westen&rsaquo; mehr ist als eine Himmelsrichtung!&raquo;<br>\n(&hellip;) War Ihre Lobesrede an die Adressen der USA und der NATO ausgerechnet bei diesem Anlass, wo Sie &laquo;das Wunder der Vers&ouml;hnung&raquo; thematisieren wollten, wirklich n&ouml;tig?<br>\nEine Antwort w&uuml;rde mich freuen.<br>\nHochachtungsvoll<br>\nChristian M&uuml;ller<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Polen-Steinmeier-Entschuldigung-Dank-an-USA\">infosperber<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Steinmeiers und Merkels Auftritt in Polen zeigt, dass der deutsche Bundespr&auml;sident und die deutsche Bundeskanzlerin nicht f&uuml;r uns sondern zuallererst f&uuml;r die USA und die NATO arbeiten. Sie befeuern die von den USA, von der NATO und leider auch von Polen und anderen Staaten Osteuropas betriebene neue Konfrontation mit Russland. Das kann nicht in unserem Interesse liegen. Was hier am 1. September geschehen ist, f&uuml;hrt in Russland selbst zu einer weiteren Verh&auml;rtung der Fronten. Es ist das Gegenteil von Vertrauensbildung. Vertrauensbildung war einer der wichtigen Grundlagen der Entspannungs- und Friedenspolitik von Brandt bis Kohl. Insofern stellen Auftritt und Reden unserer Repr&auml;sentanten in Polen auch den Bruch einer erfolgreichen Au&szlig;ens- und Sicherheitspolitik dar. Weiteres zur kl&auml;glichen Rolle Steinmeiers und Merkels bei n&auml;chster Gelegenheit. Der offene Brief von Christian M&uuml;ller an Steinmeier ist jedenfalls ausgesprochen gut und lesenswert.<\/em><\/p>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch: Albrecht M&uuml;ller &ndash; &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54616\">Zur Diskussion gestellt: Arbeitet das Spitzenpersonal Steinmeier und Merkel f&uuml;r uns oder f&uuml;r fremde Interessen?<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wer die AfD-W&auml;hler sind und was sie umtreibt<\/strong><br>\n[&hellip;] Die AfD fuhr vor allem in Brandenburg neben ihrem &uuml;blichen national-sozialen Kurs eine Kampagne, die stark auf die DDR- und Wende-Erfahrung der W&auml;hler zugeschnitten war. Slogans wie &bdquo;Vollende die Wende&ldquo;, &bdquo;Wende 2.0&ldquo; oder &bdquo;Friedliche Revolution mit dem Stimmzettel&ldquo; sollten suggerieren, die Wende 89 sei nicht gegl&uuml;ckt, es brauche wieder eine Revolution &ndash; und die Verh&auml;ltnisse in Deutschland seien heute vergleichbar mit denen in der DDR. Immer wieder schmeichelte etwa AfD-Chef Alexander Gauland den Menschen damit, sie h&auml;tten als Ostdeutsche auf Grund ihrer Vergangenheit einen Erkenntnisvorsprung. &bdquo;Sie wissen wie eine Diktatur sich anf&uuml;hlt, Sie h&ouml;ren das autorit&auml;re Gras wachsen, wenn auf allen Kan&auml;len die Opposition verteufelt wird.&ldquo; Und er appellierte an das Gef&uuml;hl, benachteiligt zu sein: &bdquo;Westdeutsche haben Sie zur B&uuml;rgern zweiter Klasse gemacht&ldquo;, sagte Gauland bei mehreren Gelegenheiten.<br>\nDass die AfD mit dieser Kampagne einen Nerv traf, zeigt sich auch in den Umfragen. In Sachsen und Brandenburg sagten laut Infratest dimap knapp 78 Prozent der AfD-W&auml;hler, Ostdeutsche seien B&uuml;rger zweiter Klasse. Auch stimmten in Brandenburg 51 Prozent der W&auml;hler der Aussage zu, die Unterschiede zwischen Ost und West seien wieder gr&ouml;&szlig;er. Sabine Kropp, Politikprofessorin an der FU Berlin, sagt: &bdquo;Die AfD kopiert die Politik des K&uuml;mmerns vor Ort, mit der fr&uuml;her die PDS im Osten recht erfolgreich war.&ldquo; [&hellip;]<br>\nLaut der Soziologin Bettina Kohlrausch von der Universit&auml;t Paderborn spielen f&uuml;r die politische Unzufriedenheit im Osten nicht nur abstrakte Gef&uuml;hle &bdquo;mangelnder Anerkennung&ldquo; oder das Thema Migration eine Rolle, sondern sehr stark auch &bdquo;konkrete &ouml;konomische Unsicherheitserfahrungen&ldquo;. Diese reichten deutlich weiter als im Westen.<br>\nW&auml;hrend sich dort vor allem Un- und Angelernte Sorgen um ihre berufliche und soziale Zukunft machten und &uuml;berdurchschnittlich h&auml;ufig rechte Parteien w&auml;hlten, treffe das in den neuen Bundesl&auml;ndern auch auch Besch&auml;ftigte mittlerer Qualifikation wie Facharbeiter zu. Das Gef&uuml;hl, nicht f&uuml;r die kommende Transformation in der Arbeitswelt ger&uuml;stet zu sein &ndash; gemeint ist etwa die Digitalisierung &ndash; beeinflusse offenbar die Wahlentscheidung. Dieser Befund passt zur Erhebung von Infratest dimap, wonach in Brandenburg und Sachsen jeweils 44 beziehungsweise 41 Prozent der AfD-W&auml;hler Arbeiter waren und damit die gr&ouml;&szlig;te Gruppe stellten.<br>\nDie Angst vor Umbr&uuml;chen l&auml;sst sich auch auch in Braunkohleregionen beobachten: Dort hat der Beschluss der Bundesregierung zum Kohleausstieg der AfD neue W&auml;hler zugetrieben. So ist laut Infratest dimap der Anteil derer, die den Ausstieg bis 2038 als zu schnell empfinden, in Brandenburg mit 42 Prozent bei den AfD-Anh&auml;ngern deutlich h&ouml;her als in anderen Parteien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/nach-den-wahlen-in-sachsen-und-brandenburg-wer-die-afd-waehler-sind-und-was-sie-umtreibt\/24972024.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das ist eine ausgesprochen gute Analyse, &uuml;brigens einschlie&szlig;lich der kritischen Haltung zu den Analysen von W&auml;hlerwanderungen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht zu den Wahlergebnissen<\/strong><br>\nNicht nur erneut eine Klatsche f&uuml;r die Gro&szlig;e Koalition, sondern auch eine dramatische Niederlage f&uuml;r DIE LINKE. Das machen bereits die ersten Hochrechnungen aus Sachsen und Brandenburg deutlich. Offensichtlich wird DIE LINKE von vielen ihrer fr&uuml;heren W&auml;hler nicht mehr als Kraft wahrgenommen, die ihre Interessen ernst nimmt und ihr Leben zum Besseren ver&auml;ndern will. Ich finde das schlimm und das muss sich &auml;ndern. DIE LINKE muss wieder zu einer Alternative f&uuml;r all diejenigen werden, die von der herrschenden Politik seit Jahren im Stich gelassen werden. F&uuml;r diejenigen, die zu Niedrigl&ouml;hnen schuften, die unter fehlender sozialer Infrastruktur leiden und die Angst vor Altersarmut haben. Wenn wir von diesen Menschen als gr&uuml;nliberale Lifestyle-Partei statt als ihre Stimme wahrgenommen werden, wenn sie das Gef&uuml;hl bekommen, dass wir auf sie herabsehen, weil sie nicht den hippen Gro&szlig;stadt-Code beherrschen, dann ist es nur normal, dass sie sich von uns abwenden. Das d&uuml;rfen wir nicht l&auml;nger zulassen!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/206307219386683\/posts\/nicht-nur-erneut-eine-klatsche-f%C3%BCr-die-gro%C3%9Fe-koalition-sondern-auch-eine-dramati\/2964040220280022\/\">Sahra Wagenknecht via FaceBook<\/a>\n<p><strong>dazu: Wagenknecht exklusiv: Die Gr&uuml;nde f&uuml;r den AfD-Erfolg<\/strong><br>\nDie Linke m&uuml;sse sich entscheiden, f&uuml;r wen sie k&uuml;nftig Politik machen wolle, sagt Fraktionschefin Sahra Wagenknecht. Sie gibt ihrer Partei die Mitschuld am Erstarken der AfD und warnt sie vor einem gef&auml;hrlichen Trend&hellip;<br>\n&bdquo;Wir waren &uuml;ber viele Jahre die Stimme der Unzufriedenen&ldquo;, sagte Wagenknecht dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). &bdquo;Indem wir uns von unseren fr&uuml;heren W&auml;hlern entfremdet haben, haben wir es der AfD leicht gemacht. Insofern sind wir f&uuml;r ihren Erfolg mitverantwortlich&ldquo;, so die Linken-Politikerin.<br>\nWagenknecht sagte, viele fr&uuml;here Linke-W&auml;hler h&auml;tten schon l&auml;nger das Gef&uuml;hl, dass die Linkspartei nicht mehr ihre Sprache sprechen w&uuml;rde. &bdquo;Die wachsende Distanz zu dieser Lebenswelt zeigt sich auch in unserem Umgang mit AfD-W&auml;hlern, die gern pauschal als Rassisten beschimpft werden, obwohl viele von ihnen fr&uuml;her links gew&auml;hlt haben&ldquo;, so Wagenknecht weiter. &bdquo;Wenn wir wieder mehr Zuspruch haben m&ouml;chten, m&uuml;ssen wir uns &auml;ndern.&ldquo;<br>\n(&hellip;) Die Linke m&uuml;sse kl&auml;ren, f&uuml;r wen sie in erster Linie Politik machen wolle. &bdquo;F&uuml;r die gut ausgebildete, gehobene Mittelschicht in den Metropolen oder f&uuml;r diejenigen, die um ihr bisschen Wohlstand immer h&auml;rter k&auml;mpfen m&uuml;ssen? Wenn wir Menschen jenseits des hippen Gro&szlig;stadtmilieus erreichen wollen, m&uuml;ssen wir ihre Sicht der Dinge ernst nehmen, statt sie zu belehren, wie sie zu reden und zu denken haben&ldquo;, sagte Wagenknecht dem RND.<br>\nWagenknecht fordert Augenma&szlig; beim Klimaschutz<br>\nAls Beispiele nannte sie Debatten &uuml;ber den Heimat-Begriff oder Sicherheit. &bdquo;F&uuml;r die meisten Menschen ist Heimat etwas sehr wichtiges, sie legen Wert auf soziale Bindungen, Familie und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Beim Thema Sicherheit geht es um soziale Sicherheit, aber auch um den Schutz vor Kriminalit&auml;t.&ldquo; Wagenknecht mahnte auch beim Klimaschutz Augenma&szlig; bei ihrer Partei an. &bdquo;Wenn Teile der Linken die CO2-Steuer bef&uuml;rworten, die Pendler und die Mittelschicht au&szlig;erhalb der Gro&szlig;st&auml;dte hart treffen w&uuml;rde, m&uuml;ssen wir uns nicht wundern, dass sich viele abwenden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lvz.de\/Nachrichten\/Politik\/Wagenknecht-Linke-mitverantwortlich-fuer-AfD-Erfolg?fbclid=IwAR1uIDsKlMQiIO3uRGTvVaAc5WvubaXDgQnpxOrIg9k3WvBQ7RiLmQguFNU\">Leipziger Volkszeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Siehe dazu auch: &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54550\">Kipping und Riexinger sollten gehen. An ihre Stelle m&uuml;ssen Personen treten, die die Breite der Linkspartei vertreten. Ohne Streit.<\/a>&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Sowie: &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54544%20\">LINKE h&ouml;rt (endlich) die Signale: Die Wahlschlappen m&uuml;ssen Folgen haben<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>US-Justizministerium sucht mit allen Mitteln, Assange wegen Spionage anzuklagen<\/strong><br>\nW&auml;hrend Manning weiter erpresst wird und jetzt pro Tag 1000 US-Dollar Strafe zahlen soll, die sie in Beugehaft verbringt, scheint die Staatsanwaltschaft nun zu glauben, dass sie ihren Willen nicht brechen kann, unter dem Druck Belastendes gegen Assange zu sagen oder zu erfinden. Daher wurde nun wahrscheinlich auch der Stratfor-Hacker Jeremy Hammond zur Vernehmung vor einer Grand Jury in Virginia gegen seinen Willen nach Virginia verlegt. Es d&uuml;rfte dieselbe Grand Jury sein, die auch Mannings Widerstand zu brechen sucht.<br>\nStratfor Global Intelligence ist eine Newssite &uuml;ber Geopolitik und Geheimdienste. Hammond war Mitglied der Gruppe LulzSec und wurde wegen eines Hackerangriffs auf Stratfor 2011 im Jahr 2013 zu 10 Jahren Gef&auml;ngnis verurteilt. Er hatte, was er zugab, gehackte Emails an WikiLeaks weitergegeben und 60.000 Kredikarteninfos geklaut, mit denen er als eine Art Robin Hood Geld an Stiftungen und Hilfsorganisationen &uuml;berwies. Geholfen hatte ihm bei dem Hack ein &ldquo;Hackerkollege&rdquo;, der auch FBI-Informant war, also ein V-Mann. Er wurde also vermutlich zu der Tat angestiftet.<br>\nHammond sitzt weiter seine Gef&auml;ngnisstrafe ab, ein gutes Opfer, um mit ihm einen Deal zu machen. Eigentlich h&auml;tte er gute Chancen gehabt, schon Ende des Jahres freizukommen, aber genau das d&uuml;rfte nun zum Druckmittel werden. Er wurde bereits nach Virginia verlegt, um dort vor der Grand Jury vernommen zu werden. Nat&uuml;rlich wieder geheim, was der Grund ist, warum Manning sich weigert, dort auszusagen.<br>\nDas US-Justizministerium kann sich ziemlich sicher sein, dass das eng verb&uuml;ndete Gro&szlig;britannien, auch ein Five-Eyes-Mitglied, aus politischen Gr&uuml;nden, die mit dem Brexit noch st&auml;rker wurden, Assange ausliefern werden &ndash; es sei denn, dass die Brexit-Gegner eine Kehrtwende einleiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/US-Justizministerium-sucht-mit-allen-Mitteln-Assange-wegen-Spionage-anzuklagen-4513824.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Jeder f&uuml;nfte Vollzeitbesch&auml;ftigte arbeitet f&uuml;r Niedriglohn<\/strong><br>\nBundesweit verdienten 4,14 Millionen Menschen &ndash; 19,3 Prozent der Vollzeitbesch&auml;ftigten &ndash; weniger als 2203 Euro brutto im Monat, wie aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linke-Bundestagsabgeordneten Susanne Ferschl hervorgeht. Das Papier liegt der Deutschen Presse-Agentur vor, zuvor hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) dar&uuml;ber berichtet. 2203 Euro im Monat sind die sogenannte Niedriglohnschwelle.<br>\n&ldquo;Die Bundesregierung l&auml;sst die Menschen in ihrer Not allein und h&auml;lt an ihrer verfehlten Arbeitsmarktpolitik fest&rdquo;, sagte Ferschl dem RND. Hartz IV habe Dumpingl&ouml;hne hervorgerufen, Millionen Menschen k&ouml;nnten von ihrer Arbeit nicht leben. &ldquo;Das kann sich eine Demokratie auf Dauer nicht leisten.&rdquo;<br>\nZwischen West- und Ostdeutschland klafft den Angaben zufolge eine gro&szlig;e L&uuml;cke: Lag in Westdeutschland der Anteil der Niedrigl&ouml;hner bei 16,5 Prozent, waren es in Ostdeutschland 32,1 Prozent. 26,5 Prozent der vollzeitbesch&auml;ftigten Frauen arbeiteten f&uuml;r einen Niedriglohn, bei den M&auml;nnern waren es 19,3 Prozent. Ziemlich hoch ist der Anteil der jungen Niedrigl&ouml;hner: In der Altersgruppe unter 25 Jahren waren es 40,6 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/wirtschaft\/jeder-fuenfte-vollzeitbeschaeftigte-arbeitet-fuer-niedriglohn-zr-12961477.html\">Merkur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> F&uuml;r Gesamtdeutschland eine grauenhafte Situation, aber f&uuml;r Ostdeutschland noch einmal viel schlimmer: da arbeitet jeder Dritte f&uuml;r einen Niedriglohn. Und dann tut man ganz verwundert, warum die Ostdeutschen mit ihrer Lage nicht zufrieden sind. Da&szlig; die Klatsche f&uuml;r CDU und SPD bei den Landtagswahlen nicht noch krasser ausgefallen ist, ist reines Gl&uuml;ck &ndash; es gibt keine Garantie, da&szlig; die labile Gerade-noch-so-Mehrheit von Dauer sein wird. Ferschl sagt zu Recht, da&szlig; sich eine Demokratie eine solche Arbeitsmarktpolitik auf Dauer nicht leisten kann &ndash; nicht nur die AfD, auch die anderen Parteien sind Undemokraten, wenn man unter &ldquo;Demokratie&rdquo; die Herrschaft der Mehrheit versteht, gegen deren Interessen sie regieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Antisozialer Patriotismus: Die Rentenpl&auml;ne der AfD<\/strong><br>\nVor den anstehenden Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Th&uuml;ringen im September beziehungsweise Oktober inszeniert sich die ostdeutsche AfD als F&uuml;rsprecherin der Benachteiligten &ndash; und all jener, die sich benachteiligt f&uuml;hlen. Allerdings zeigt sich die vermeintliche &bdquo;K&uuml;mmererpartei&ldquo; gerade hinsichtlich ihres Rentenkonzepts nicht nur zutiefst gespalten, sondern auch hochgradig unsozial. Dort, wo vielen Menschen aufgrund l&auml;ngerer Arbeitslosigkeit und\/oder schlecht bezahlter (Leih-)Arbeit k&uuml;nftig Altersarmut droht, pl&auml;diert der v&ouml;lkisch-nationalistische und in weiten Teilen rechtsextreme Parteifl&uuml;gel um Bj&ouml;rn H&ouml;cke, dem Landes- und Fraktionsvorsitzenden der th&uuml;ringischen AfD, f&uuml;r einen &bdquo;solidarischen Patriotismus&ldquo;, der all jenen zugutekommen soll, die eine deutsche Staatsb&uuml;rgerschaft besitzen. Dagegen setzt der national- bzw. wirtschaftsliberale Fl&uuml;gel um Bundessprecher J&ouml;rg Meuthen und die Bundestagsfraktionsvorsitzende Alice Weidel weniger auf staatliche Interventionen als auf den (Finanz-)Markt, das Prinzip Eigenverantwortung und individuelle Selbstvorsorge. &hellip;.<br>\nAuch sechseinhalb Jahre nach ihrer Gr&uuml;ndung hat die AfD immer noch kein Rentenkonzept verabschiedet. Die Vielzahl unausgegorener Papiere der verschiedenen Parteigruppierungen sollte eigentlich im September dieses Jahres auf einem Sonderparteitag zur Sozialpolitik in einen Beschluss m&uuml;nden. Doch da die AfD in der Rentenpolitik nach wie vor heillos zerstritten ist, verschob ihr Bundesvorstand den Parteitag kurzerhand auf das kommende Jahr. Bis dahin kann jede Str&ouml;mung ihr eigenes Konzept als mehrheitsf&auml;hig pr&auml;sentieren &ndash; und damit auf W&auml;hlerfang gehen. &hellip;<br>\nAuf Dr&auml;ngen von Bj&ouml;rn H&ouml;cke beschloss der neunte AfD-Bundesparteitag im Sommer 2018, den inzwischen verschobenen Sonderparteitag abzuhalten, um das Grundsatzprogramm im Bereich der Sozialpolitik zu erg&auml;nzen. In seinem damaligen Vorstandsbericht warf J&ouml;rg Meuthen dem H&ouml;cke-Fl&uuml;gel vor, &bdquo;eine letztlich sozialistische L&ouml;sung nach dem Modell der B&uuml;rgerversicherung&ldquo; zu favorisieren, und pl&auml;dierte stattdessen f&uuml;r einen &bdquo;Systemwechsel weg vom zwangsfinanzierten Umlagesystem&ldquo;, ohne jedoch mehr als vage Andeutungen zu machen, wie die Altersvorsorge k&uuml;nftig organisiert werden soll.<br>\nErst drei Monate sp&auml;ter legte der Parteivorsitzende ein 26 Seiten umfassendes Rentenkonzept f&uuml;r die AfD vor. In seinem Papier mit dem dramatisch klingenden Titel &bdquo;Ans&auml;tze zur Entsch&auml;rfung einer tickenden Zeitbombe&ldquo; behauptete Meuthen, dem auf einem &bdquo;Generationenvertrag&ldquo; beruhende Rentensystem drohe aufgrund des demographischen Wandels der Zusammenbruch, wenn nicht energisch gegengesteuert werde. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2019\/september\/antisozialer-patriotismus-die-rentenplaene-der-afd\">Christoph Butterwegge in den Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Beachtlich ist, dass man in der AfD offenbar auf neoliberalen &bdquo;Rentenkonzepten&ldquo; der Bertelsmann Stiftung und der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft baut.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Jede zweite Neueinstellung ist befristet<\/strong><br>\nRasanter Anstieg bei Befristungen ohne Sachgrund<br>\n&Uuml;ber 3 Millionen Menschen in Deutschland hatten 2018 einen befristeten Arbeitsvertrag. Das sind doppelt so viele wie 1996. Besonders betroffen sind Frauen und junge Menschen sowie Besch&auml;ftigte in Teilzeit oder ohne deutschen Pass. Ein Ende des Trends ist nicht in Sicht.<br>\n(&hellip;) Dieses Wachstum wird gr&ouml;&szlig;tenteils vom rasanten Anstieg der sachgrundlosen Befristungen angetrieben. W&auml;hrend Befristungen mit Sachgrund seit 2001 anteilig auf mehr oder weniger demselben Niveau der Gesamtbesch&auml;ftigung bleiben, hat sich der Anteil derer ohne Grund verdreifacht&hellip;<br>\nQualifikation kein Schutz vor Unsicherheit<br>\nGravierend ist vor allem, dass eine berufliche Qualifikation oder ein Studium nicht einmal in Zeiten von verst&auml;rktem Fachkr&auml;ftemangel vor befristeten Vertr&auml;gen und Unsicherheit sch&uuml;tzen. Der Anteil der Befristungen bei Neueinstellungen ist bei Hochqualifizierten am gr&ouml;&szlig;ten und absolut gesehen sind die meisten befristet Neueingestellten ausgebildete Fachkr&auml;fte (knapp zwei Millionen)&hellip;<br>\nRegierung muss handeln<br>\nDie Regierungsparteien haben im Koalitionsvertrag vereinbart den Missbrauch von jahrelangen Kettenbefristungen und von Befristungen ohne Sachgrund abzuschaffen. Dem m&uuml;ssen jetzt endlich auch Taten folgen.<br>\nDer DGB fordert:\n<ul>\n<li>die Abschaffung von sachgrundlosen Befristungen<\/li>\n<li>die Einschr&auml;nkung von Befristungsgr&uuml;nden<\/li>\n<li>eine Maximaldauer von Kettenbefristungen mit einer Maximalanzahl von Vertragsverl&auml;ngerungen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++c4f93034-ca6d-11e9-9b3b-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>IMMER DIESELben<\/strong><br>\n[&hellip;] Passend dazu schickte mir mein klimaskeptischer Freund S. dann auch das Link zu einem Artikel mit dem Titel &ldquo;Gerichtsurteil st&uuml;rzt CO2-Papst vom Thron&rdquo; zu und merkte dazu an: &ldquo;Deine &ldquo;Fakten&rdquo; zum Klima sind nicht einmal gerichtsfest!&rdquo;<br>\nIn dem Artikel wird behauptet, ein kanadisches Gericht h&auml;tte die Daten des ber&uuml;hmten Hockeyschl&auml;ger-Diagramms zur Erderw&auml;rmung des Klimatologen Michael Mann &uuml;berpr&uuml;ft und verworfen. Tats&auml;chlich ging es bei diesem Verfahren gar nicht um die Daten, sondern um eine Beleidigungsklage, die Dr.Mann vor acht Jahren gegen den emeritierten Geographieprofessor Dr.Ball angestrengt hatte, weil dieser ihm in einem Interview Betrug unterstellt hatte. Jetzt hatte Ball beim Gericht ein Gnadenersuch eingereicht &ndash; aus Gr&uuml;nden seines hohen Alters (80), schlechter Gesundheit (Herzinfarkt) sowie wegen der ohnehin geringen Glaubw&uuml;rdigkeit, die seine &Auml;u&szlig;erungen in der wissenschaftlichen Community h&auml;tten. Diesem Ersuchen hat das Gericht stattgegeben, eine schriftliche Begr&uuml;ndung liegt noch nicht vor. Sicher aber ist, dass es bei diesem Rechtsstreit gar nicht um den &ldquo;Hockeyschl&auml;ger&rdquo; geht, denn die zugrunde liegenden Daten (die seit langer Zeit &ouml;ffentlich vorliegen) hat das Gericht gar nicht untersucht. [&hellip;]<br>\netzteres trifft auf jeden Fall zu, denn die wissenschaftliche Glaubw&uuml;rdigkeit dieses Dr. Timothy Ball ist mehr als bescheiden, in einem Gerichtsverfahren 2018, das der Klimaforscher Andrew Weaver gegen seine Behauptungen angestrengt hatte, befand das Gericht, dass der &ldquo;Skeptiker&rdquo; Dr.Ball trotz seines Doktortitels nicht ernst zu nehmen sei . Ball z&auml;hlt zu den sogenannten Kreationisten, die die Evolutionstheorie ablehnen und sa&szlig; im Vorstand des pseudo-wissenschaftlichen Think Tanks &ldquo;Friends of Science&rdquo;, der&hellip;oops&hellip; von der &Ouml;l-Industrie gesponsort wurde. Dass es IMMER DIESELben sind &ndash; Big Oil &ndash; die hinter der &ldquo;Klimaskepsis&rdquo; auftauchen, ist kein Wunder, sie f&ouml;rdern die Verbreitung der &ldquo;Skepsis&rdquo; von Beginn an. Obwohl (bzw.: weil) eine Studie von Exxon Mobile schon 1983 dieselbe Erderw&auml;rmung prognostizierte, wie sie 15 Jahre sp&auml;ter das Hockey-Stick-Diagramm von Mann et.al. ermittelte und wie sie seitdem dutzendfach best&auml;tigt wurde.<br>\nDas jetzige Gerichtsurteil st&uuml;rzt also keineswegs einen &ldquo;CO-2 Papst vom Thron&rdquo;, der Angeklagte Tim Ball hat das Verfahren weder &ldquo;gewonnen&rdquo;, noch wurde der &ldquo;Hockey-Schl&auml;ger&rdquo; vom Gericht f&uuml;r falsch oder ung&uuml;ltig erkl&auml;rt, denn das Gericht hat sich mit dieser Frage &uuml;berhaupt nicht befasst. Auch die Behauptung, dass Michael Mann nun die Anwaltskosten von Ball bezahlen muss, ist falsch. Dass zu diesem Urteil nun ein linker Ex-Stasi-Mann wie Rainer Rupp auf KenFM dieselben triumphalistischen Fake News verbreitet wie die rechte &ldquo;Achse des Guten&rdquo; und diese merkw&uuml;rdige Querfront einen wissenschaftlichen Quacksalber als gro&szlig;en Sieger feiert, wirft ein bezeichnendes Licht darauf, wie stark die Debatte um die Erderw&auml;rmung aus dem Ruder gelaufen gelaufen und zu einem Glaubenskrieg geworden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.broeckers.com\/2019\/09\/03\/immer-dieselben\/?fbclid=IwAR1qus5DWVVdbny7jTNntbFUf26-w9knh117sG5RcFOwZGJ2JvrIlMZQxsw\">Mathias Broeckers<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Skepsis ist immer wichtig &ndash; auch und vor allem dann, wenn sie sich gegen die Aussagen der sogenannten &bdquo;Klimawandel-Skeptiker&ldquo; richtet. Es ist erstaunlich, wie gleichf&ouml;rmig sich die Fake News zu diesem Fall auch in zahlreichen (meist AfD-nahen) <a href=\"https:\/\/www.google.com\/search?safe=off&amp;biw=1533&amp;bih=845&amp;ei=j1FvXa7zIojLwQLg_pb4CA&amp;q=%22michael+mann%22+hockey+stick+gericht&amp;oq=%22michael+mann%22+hockey+stick+gericht&amp;gs_l=psy-ab.3..33i160.2288.7137..7280...0.0..1.208.715.7j0j1......0....1..gws-wiz.......0i203j0i22i30.tx735YkX6OQ&amp;ved=0ahUKEwju9pOyvbbkAhWIZVAKHWC_BY8Q4dUDCAs&amp;uact=5\">alternativen Medien<\/a> in Deutschland verbreiten. Der Eine schreibt vom Anderen ab und niemand &uuml;berpr&uuml;ft den Wahrheitsgehalt. Und da ja &bdquo;Alle das Gleiche schreiben&ldquo;, muss es auch stimmen. Oder auch nicht. Dieses Schema unterscheidet sich vom Kampagnenjournalismus der &ldquo;Gro&szlig;en&rdquo; nur marginal.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Why would Michael Mann, who invented the &ldquo;hockey stick&rdquo; model, refuse to release his cherry-picked research data in a court of law?<\/strong><br>\nThere are so much nonsense floating around regarding this silly court case, where do I even start?<br>\nThe link attached here refers to a conspiracy denier blog and the creationist Tim Ball, who again, had to use the insanity defense to weasel himself out of a court trial. As he has done several times in the past.<br>\nTakeaways:<br>\nThe BC Court never made any finding that Mann failed to produce any data.<br>\nJudge found written attack on Michael Mann too ludicrous to be libel<br>\nBall requested that the lawsuit be terminated.<br>\nThus Michael Mann didnt lose the case.<br>\nThe hockey Stick is not broken, its stronger han ever.<br>\nNo science will ever be challenged by creationists from fossil fuel funded astroturf anti-science think tanks.(Friends of science).<br>\nThis is just another attack on science and scientists from corporate polluters and their Denial for profit machine..<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.quora.com\/Why-would-Michael-Mann-who-invented-the-hockey-stick-model-refuse-to-release-his-cherry-picked-research-data-in-a-court-of-law\/answer\/Roger-Fjellstad-Olsen?ch=10&amp;share=eea3e474&amp;srid=O6Mzh&amp;fbclid=IwAR1qFIUZNphX1PWF1vfKlXKMOkjhYcH8JDUGfilYbFnJoVbE6ys1EbuPmv4\">Roger Fjellstad Olsen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Verzweifelte deutsche Eltern der &ldquo;Verschwundenen&rdquo; beim G7<\/strong><br>\nAuf dem Weg ins baskische Lekeitio wurden drei junge Menschen aus N&uuml;rnberg in Frankreich inhaftiert &ndash; Die Eltern haben auch zwei Wochen sp&auml;ter noch keinen Kontakt zu ihnen<br>\nTelepolis hatte von den drei Jugendlichen aus N&uuml;rnberg, die unter sonderbaren Umst&auml;nden vor dem G7-Gipfel im franz&ouml;sisch-baskischen Biarritz in eine Polizeikontrolle gerieten und inhaftiert wurden, k&uuml;rzlich berichtet. Aus Zufall hatte der in zwei F&auml;llen illegal abgeschobene freie Mitarbeiter von Radio Dreyeckland (RDL) in Freiburg im kleinen Gef&auml;ngnis von Hendaye Kontakt zu den jungen Leuten zwischen 18 und 22 Jahren und konnte nach der Abschiebung &uuml;ber ihr Schicksal berichten.<br>\nNun liegt Telepolis ein Offener Brief der Eltern vor. Sie sind v&ouml;llig verzweifelt und wenden sich deshalb an die &Ouml;ffentlichkeit. Sie machen deutlich, dass auch die minimalsten Rechte der Gefangenen wie z.B., sich mit ihren Eltern in Verbindung zu setzen, in Frankreich ausgehebelt werden. Dort hat man w&auml;hrend des G7-Gipfels in Biarritz eine Art &ldquo;nicht erkl&auml;rten Ausnahmezustand&rdquo; hergestellt, der offensichtlich weiter andauert. &ldquo;Wir wenden uns in unserer Verzweiflung an Sie, da unsere Kinder unter rechtsstaatlich fragw&uuml;rdigen Umst&auml;nden in Frankreich verschwunden sind&rdquo;, schreiben die Eltern.<br>\nSie best&auml;tigen die Darstellung, wonach sich die drei N&uuml;rnberger auf den Weg ins spanisch-baskische Lekeitio befanden, das im Sommer immer wieder von N&uuml;rnbergern besucht wird. Aus der Reisegruppe von 10 Personen fehlten dann die drei jungen M&auml;nner, die nicht zum verabredeten Campingurlaub eingetroffen waren. Denn sie waren an einer Kontrolle abgefangen und im Schnellverfahren zu 2 und 3 Monaten Haft verurteilt worden, wie an dieser Stelle berichtet wurde. Wie in anderen St&auml;dten wurde auch in Lekeitio gegen die Inhaftierung protestiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Verzweifelte-deutsche-Eltern-der-Verschwundenen-beim-G7-4512103.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nimm das, Rezo!<\/strong><br>\n150 000 Aufrufe und 30 000 Dislikes: Wie die CSU sich auf Youtube l&auml;cherlich macht.<br>\nDie CSU h&auml;tte gerne &ndash; wer h&auml;tte das nicht? &ndash; ein moderneres Image. Sie m&ouml;chte erfolgreicher sein, sprich: gr&uuml;ner, sozialer, achtsamer, hipper und j&uuml;nger. Daher sah man zuletzt Bilder, auf denen Bayerns Ministerpr&auml;sident Markus S&ouml;der B&auml;ume umarmt. Und aus demselben Grund baut die Partei gerade ihre Kommunikationsabteilung komplett um. Das alte Schlachtross Bayernkurier etwa schickt man in den wohlverdienten Ruhestand. Und Social Media soll k&uuml;nftig &ndash; na klar &ndash; eine gr&ouml;&szlig;ere Rolle spielen. Im Herbst wird die neue Strategie vorgestellt. Und nun? Prescht die Berliner Landesgruppe wieder vor und droht, die schicke neue Medienkompetenz zu unterminieren.<br>\n&ldquo;Armin&rdquo; hei&szlig;t die mediale Waffe, die Landesgruppenchef Alexander Dobrindt auf Youtube ins Rennen schickt. Am Samstag ging Armin Petschner, der im analogen Leben Social-Media-Verantwortlicher der CSU-Landesgruppe ist und im Netz ohne Nachnamen auskommt, mit einem F&uuml;nfminuten-Video online. [&hellip;]<br>\nBisher sieht es nicht so aus, als h&auml;tte sich die CSU mit der Reihe einen Gefallen getan. Die Machart des Videos wirkt, als sei man einem Bauplan f&uuml;r jugendliche Youtube-Beitr&auml;ge gefolgt, hektische Umschnitte, hyperironischer Tonfall, Sprechblasen- und genretypische &ldquo;Fail&rdquo;-Einblendungen als Bewertungsgadget inklusive. Die Zuschauer scheinen das in etwa so glaubw&uuml;rdig zu finden wie die Facebook-Party, zu der einst Horst Seehofer in die M&uuml;nchener Edeldisco P 1 lud und f&uuml;r die Dobrindt damals als CSU-Generalsekret&auml;r verantwortlich zeichnete. Schon auf die ersten 150 000 Aufrufe kamen rund 30 000 Dislikes.<br>\nDie Kommentare fielen angesichts der Anbiederei verheerend aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/rezo-csu-youtube-1.4583729\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dieses Video zeigt vor allem, wie ernst die CSU junge W&auml;hler nimmt &hellip; n&auml;mlich &uuml;berhaupt nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Antikriegstag<\/strong><br>\nNie wieder Krieg! Das war die Lehre, die die Deutschen aus dem Zweiten Weltkrieg gezogen hatten. Folgerichtig setzte unsere Au&szlig;enpolitik auf gute Nachbarschaft, auf Abr&uuml;stung, gemeinsame Sicherheit, auf Frieden und Entspannung. Bundeskanzler Willy Brandt erhielt daf&uuml;r den Friedensnobelpreis.<br>\nHeute haben die meisten Politiker die Lehren des Zweiten Weltkriegs vergessen. Merkel, Kramp-Karrenbauer, Scholz, Maas, Habeck, Lindner und auch Gauland setzen &ndash; wenn auch mit unterschiedlichen Akzenten &ndash; auf Aufr&uuml;stung und Kriegsbeteiligung. Auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts soll der Milit&auml;rhaushalt steigen, wenn es nach Merkel und Kramp-Karrenbauer geht. Deutschland w&uuml;rde dann mehr Geld f&uuml;r R&uuml;stung und Krieg ausgeben als Russland.<br>\nAn den Sanktionen, die von der &bdquo;kriegerischsten Nation der Weltgeschichte&ldquo; USA (Jimmy Carter) betrieben werden, beteiligt sich die Bundesregierung und ist damit mitverantwortlich f&uuml;r den Tod vieler Menschen. Allein in Venezuela kamen in einem Jahr 40.000 Menschen ums Leben, weil laut den US-&Ouml;konomen Jeffrey Sachs und Mark Weisbrot die notwendigen Medikamente fehlten &ndash; die selbstverst&auml;ndlich auch Deutschland liefern k&ouml;nnte.<br>\nDeutsche Truppen stehen wieder an der russischen Grenze, die Bundeswehr beteiligt sich an v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriegen von Jugoslawien bis Syrien und deutsche Politiker faseln von Kriegsschiffen an der Stra&szlig;e von Hormus. Als ich Kramp-Karrenbauer nach ihrer Amtseinf&uuml;hrung als Kriegsministerin bezeichnete, waren einige hellauf emp&ouml;rt. Es scheint, wir beteiligen uns an v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriegen und wissen es noch nicht einmal. Selbst die Gr&uuml;nen sind meist dabei. So, als seien Waffenlieferungen und Kriege Beitr&auml;ge zum Umwelt- und Klimaschutz.<br>\nAls ich in den 80er Jahren mit einem Germanistik-Professor durch Sofia spazierte, blieb er vor dem &bdquo;Verteidigungsministerium&ldquo; stehen und sagte: &bdquo;Siehst Du, hier beginnt die L&uuml;ge. Fr&uuml;her stand da oben: &lsquo;Kriegsministerium&rsquo;. Solange der US-Kriegshaushalt von &uuml;ber 700 Milliarden Dollar &bdquo;Verteidigungshaushalt&ldquo; hei&szlig;t, wird die Welt belogen. Die &bdquo;westliche Wertegemeinschaft&ldquo;, die unter F&uuml;hrung der USA f&uuml;r viele blutige Kriege verantwortlich ist &ndash; ich erinnere nur an den vergessenen Krieg im Jemen &ndash; und ihre Propaganda-Medien orientieren sich immer noch an Churchill: &bdquo;Im Krieg ist die Wahrheit so kostbar, dass sie immer von einer Leibwache von L&uuml;gen umgeben sein sollte.&ldquo;<br>\nSiehe dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54500\">den engagierten Artikel von Albrecht M&uuml;ller auf den NachDenkSeiten<\/a>.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2493524470709005\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54621\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-54621","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54621","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=54621"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54621\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":54624,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54621\/revisions\/54624"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=54621"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=54621"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=54621"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}