{"id":54631,"date":"2019-09-06T16:30:50","date_gmt":"2019-09-06T14:30:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54631"},"modified":"2019-09-06T15:40:36","modified_gmt":"2019-09-06T13:40:36","slug":"hinweise-des-tages-ii-410","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54631","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54631#h01\">Endspiel f&uuml;r die T&uuml;rkei vor den Toren Idlibs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54631#h02\">Klimapolitische Apartheid wird nur zu mehr Trag&ouml;dien im Mittelmeer f&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54631#h03\">Kampagne gegen Nullzinsen: Der deutsche Spargroschen-Trump<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54631#h04\">Top&ouml;konom DIW-Chef spricht sich f&uuml;r harten Brexit aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54631#h05\">Die Mahnerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54631#h06\">Fahrzeugzulassungen im August 2019<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54631#h07\">Neue Ausbildung f&uuml;r Hebammen: Schwere Geburt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54631#h08\">Mietpreise: Deckel drauf &ndash; Problem gel&ouml;st?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54631#h09\">Sozialer Wohnungsbau: Mini-Schritte statt Gesamtkonzept!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54631#h10\">60 amerikanische Wissenschaftsorganisationen lehnen Unterdr&uuml;ckung ausl&auml;ndischer Forscher durch US-Regierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54631#h11\">Bayerisches Polizeigesetz: 19 Personen wochenlang in Pr&auml;ventivgewahrsam<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54631#h12\">Von Bobos, Hipstern und Kosmopoliten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54631#h13\">Krise der Sozialdemokratie: Die SPD verliert ihre Basis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54631#h14\">Zu guter Letzt: Mann (38) ohne Verfahren &ouml;ffentlich hingerichtet<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Endspiel f&uuml;r die T&uuml;rkei vor den Toren Idlibs<\/strong><br>\nEigentlich hatte die syrische Armee vor genau einem Jahr ihren Vormarsch auf Idlib beschlossen. Damals konnte der t&uuml;rkische Pr&auml;sident seinen russischen Amtskollegen im letzten Moment f&uuml;r eine Aufschiebung der Operation gewinnen. Seitdem Erdogan nach 2016 sein Land faktisch als Alleinherrscher regiert, z&auml;hlt er auf seine pers&ouml;nlichen Beziehungen zu den starken M&auml;nnern unseres Globus. Diplomatie und Institutionen sind ihm von zweitrangiger Bedeutung. Gemeinsam mit Putin haben sie beim sogenannten Sotschi-Abkommen die Errichtung einer Deeskalationszone vorgesehen, in der die t&uuml;rkische Armee 12 Beobachtungsposten errichten und mit den russischen Truppen f&uuml;r Sicherheit sorgen sollte.<br>\nWar Erdogan &ldquo;zu naiv oder zu optimistisch&rdquo; zu glauben, dass sein Wort und das Wort Putins f&uuml;r eine Aufschiebung der Operation gegen Idlib ewig gelten w&uuml;rde?, fragte sich der ehemalige t&uuml;rkische Aussenminister Yasar Yakis. Bei seinem Treffen mit Putin in Sotschi versprach Erdogan jedenfalls, die Dschihadisten bald entweder in die oppositionelle Gruppierung der gem&auml;ssigten Islamisten einzugliedern oder schlimmstenfalls zu entwaffnen. Es war faktisch eine &ldquo;mission impossible&rdquo; von Anbeginn an. Die al-Kaida-nahe dschihadistische Organisation Hayat al-Sham wurde im Laufe der letzten 12 Monate nicht nur nicht geschw&auml;cht, sondern konnte den Grossteil der Provinz Idlib unter ihrer Kontrolle bringen.<br>\nDie syrische Armee und die russische Luftwaffe haben in den letzten Wochen ihre Angriffe auf Idlib intensiviert und diese mit der Unf&auml;higkeit der T&uuml;rkei begr&uuml;ndet, der Vorherrschaft Hayat al-Shams in der Provinz Einhalt zu bieten. Die schweren Bombardements signalisierten aber in erster Linie, dass Damaskus und Moskau nicht mehr bereit sind, eine Hochburg der sunnitischen Opposition in Idlib weiterhin hinzunehmen. Am 20. August konnte die syrische Armee in die strategisch wichtige Stadt Chan Scheichun einmarschieren. Sollte ihr ein Vormarsch auf die St&auml;dte Maaret Al-Numan und Serakib gelingen, st&uuml;nde sie faktisch vor den Toren der Stadt Idlib.<br>\nDer Fall von Chan Scheichun hat die Stimmung in der T&uuml;rkei grundlegend ver&auml;ndert. Seit dem 20. August ist der t&uuml;rkische Beobachtungsposten &ldquo;Morek&rdquo; von der syrischen Armee eingekreist. Schon die Tatsache, dass die t&uuml;rkischen Soldaten von Morek nun auf das Wohlwollen der syrischen Regimetruppen angewiesen sind, d&uuml;rfte f&uuml;r sie dem&uuml;tigend sein. Ende August reiste Erdogan eilig nach Moskau und liess sich bei einer Show der modernsten russischen Kampfflugzeuge Su-57 neben Putin fotographieren. Erdogan sah dabei sichtlich bleich und gekr&auml;nkt aus. Putin habe die Sicherheit der 200 t&uuml;rkischen Soldaten in Morek zwar vorerst garantiert, habe aber zugleich Erdogan aufgefordert, Morek und einen weiteren t&uuml;rkischen Beobachtungsposten zu r&auml;umen, berichtete der renommierte Journalist Serkan Demirtas.<br>\nEine R&auml;umung der t&uuml;rkischen Beobachtungsposten w&uuml;rde &ldquo;von der t&uuml;rkischen &Ouml;ffentlichkeit allerdings als Indiz f&uuml;r das totale Scheitern der Syrien-Politik der Regierung empfunden&rdquo;, kommentiert Murat Yetkin. Yetkin, ehemals Chefredakteur der einflussreichen konservativen Tageszeitung H&uuml;rriyet und immer noch sehr gut informiert, ist davon &uuml;berzeugt, dass der Vormarsch der syrischen Armee auf Idlib lediglich eine Frage der Zeit sei. Die &ldquo;wahre Frage f&uuml;r die T&uuml;rkei&rdquo; sei nun, &ldquo;wohin die Dschihadisten und die Fl&uuml;chtlinge gehen k&ouml;nnen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Endspiel-fur-die-Turkei-vor-den-Toren-Idlibs%20\">Infosperber<\/a>\n<p><strong>dazu: Syrer in der T&uuml;rkei: Erdogan fordert mehr Fl&uuml;chtlingshilfe &ndash; und droht der EU<\/strong><br>\nDie T&uuml;rkei hat mehr syrische Fl&uuml;chtlinge aufgenommen als jedes andere Land. Nun fordert Staatspr&auml;sident Erdogan mehr Geld von der EU. Ansonsten k&ouml;nnte sein Land &ldquo;die T&uuml;ren &ouml;ffnen&rdquo;. [&hellip;]<br>\nErdogan sprach auch &uuml;ber eine in der Planung befindliche sogenannte Sicherheitszone in Nordsyrien und sagte, er wolle dort &ldquo;mindestens eine Million&rdquo; Fl&uuml;chtlinge ansiedeln. Die Regierung sei &ldquo;entschlossen, bis zur letzten Septemberwoche im Osten des Euphrats&rdquo; mit der Einrichtung der Zone zu beginnen, wie die T&uuml;rkei sie haben wolle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/recep-tayyip-erdogan-fordert-mehr-fluechtlingshilfe-von-der-eu-a-1285419.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Klimapolitische Apartheid wird nur zu mehr Trag&ouml;dien im Mittelmeer f&uuml;hren<\/strong><br>\nWas ich von meinem Schiff im Mittelmeer aus gesehen habe, ist nur ein fl&uuml;chtiger Eindruck von dem, was die Zukunft f&uuml;r Millionen bereith&auml;lt, wenn wir jetzt nicht handeln.<br>\nVerhaftet zu werden im Hafen der italienischen Insel Lampedusa zog gro&szlig;e mediale Aufmerksamkeit auf mich pers&ouml;nlich: Ich bin eine junge Frau und Kapit&auml;nin eines Schiffs, der Sea Watch 3, das gerade 40 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet und in Sicherheit gebracht hatte. Meine Verhaftung geschah nach vierzehn Tagen auf See und dem Versuch, eine politische L&ouml;sung herbeizuf&uuml;hren, um diese Fl&uuml;chtlinge aus dem B&uuml;rgerkrieg in Libyen legal an Land zu bringen. Mein Schiff fuhr in italienische Gew&auml;sser, obwohl dem ein ausdr&uuml;ckliches Verbot von Matteo Salvini entgegenstand, dem weit rechts stehenden (italienischen) Innenminister: Und so wurde ich in den bzw. f&uuml;r die Medien zu der Frau, die sich den Rechten in Italien und Europa wiedersetzte.<br>\nDie italienischen Beh&ouml;rden ermitteln noch immer gegen mich (auch wenn ein Richter den Haftbefehl aufgehoben hat, weil ich versucht habe, Leben zu retten) &ndash; aber: Bin ich besorgt? Ehrlich gesagt, nein, weil mein Vorgehen legitim war. Wovor ich wirklich Angst habe, ist der Schaden, den wir unserem Planeten zuf&uuml;gen und die Feinseligkeit, die m&ouml;glicherweise denen entgegenschl&auml;gt, die vor D&uuml;rre, Hunger, Feuer und St&uuml;rmen fliehen. F&uuml;r mich sind die Gefahren des Klimawandels und die Notwendigkeit, denen zu helfen, die das Mittelmeer zu &uuml;berwinden versuchen, direkt miteinander verbunden.<br>\nViele Menschen machen sich verst&auml;ndlicherweise Gedanken dar&uuml;ber, die Zusammenh&auml;nge zwischen Migration und Klimakrise zu diskutieren, weil sie bef&uuml;rchten, dass dies zu mehr Fremdenfeindlichkeit und noch strengeren Ma&szlig;nahmen an den Grenzen f&uuml;hren wird. Der Punkt ist allerdings, dass diese Fremdenfeindlichkeit und diese Grenzma&szlig;nahmen l&auml;ngst da sind. Ich habe sie mit meinen eigenen Augen gesehen, in den Menschen, die ich aus dem Meer gezogen habe &ndash; und in denen, wo ich zu sp&auml;t kam, um sie zu retten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2019\/sep\/04\/climate-breakdown-mediterranean-migrant-crisis-sea-watch%20\">Carola Rackete im Guardian<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/190906_Klima.pdf\">Deutsche &Uuml;bersetzung von Annette Br&uuml;ckner<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kampagne gegen Nullzinsen: Der deutsche Spargroschen-Trump<\/strong><br>\nDer deutsche Sparkassenchef macht die Europ&auml;ische Zentralbank zum S&uuml;ndenbock, weil sie Sparer enteigne. Dabei k&auml;men die ohne Draghi und Euro heute schlechter weg. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r seine Mission verfasst unser Sparchef offene Briefe, in denen er theatralisch an den EZB-Chef appelliert &ndash; um das Anliegen dann in der &ldquo;Bild&rdquo; auf Seite eins durchdr&ouml;hnen zu lassen. Und den Eindruck zu vermitteln, dass es ohne den Draghi gar keine niedrigen Zinsen g&auml;be &ndash; und der das nur macht, um Finanzministern vermeintlich kriselnder Euro-Staaten zu helfen, ihre Staatsfinanzen zu sanieren. Und der Deutsche zahlt.<br>\nRichtig ist, dass die Banken schon seit geraumer Zeit so eine Art Geb&uuml;hr auf Einlagen bei der EZB zahlen m&uuml;ssen. Aber das hat einen Grund: Sie sollen st&auml;rker zur Vergabe von Krediten und zur Ankurbelung der Wirtschaft animiert werden, statt Geld zu horten. Richtig ist auch, dass die EZB seit 2015 Staatsanleihen kauft, um die Zinsen auf die langfristigen Papiere noch ein bisschen mehr zu senken.<br>\nDass dies des Deutschen Sparerdrama erkl&auml;rt, ist schon deshalb unwahrscheinlich, weil die Notenbanker gemessen am Marktvolumen gar nicht so entscheidend viele Bundesanleihen kaufen: selbst zu Hochzeiten lediglich zwischen zehn und zwanzig Milliarden monatlich &ndash; bei zuletzt knapp 400 Milliarden Euro gehandelter deutscher Staatsanleihen im Monat insgesamt. Gegen die Polterthese von der b&ouml;sen EZB spricht auch, dass es sehr viel mehr andere Gr&uuml;nde gibt, die auch so f&uuml;r niedrigere Zinsen sorgen.<br>\nWie hoch die Verzinsung auf Anleihen oder Sparb&uuml;cher ausf&auml;llt, h&auml;ngt von Angebot und Nachfrage insgesamt ab: davon, wie viel Geld gespart, also den Banken angeboten wird, und wie viel umgekehrt an Kredit nachgefragt wird &ndash; wof&uuml;r die Banken dann umso mehr Zinsen fordern. Wird viel gespart und relativ wenig investiert, fallen die Zinsen. Der Jetztfall.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/europaeische-zentralbank-sparkassenchef-gegen-nullzinsen-a-1285470.html\">Thomas Fricke auf Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Top&ouml;konom DIW-Chef spricht sich f&uuml;r harten Brexit aus<\/strong><br>\nViele &Ouml;konomen warnen vor einem No-Deal-Brexit. Der Chef des einflussreichen Instituts DIW sieht das v&ouml;llig anders: Ein harter Schnitt sei besser als eine H&auml;ngepartie, sagt Marcel Fratzscher.<br>\nEin ungeregelter Brexit Ende Oktober w&auml;re aus Sicht des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) f&uuml;r Deutschland weniger schlimm als eine erneute Verschiebung. Die erwartbaren Kosten f&uuml;r die Bundesrepublik seien mittel- bis langfristig eher gering, deutsche Verbraucher kaum betroffen und Chaos vermeidbar, sagte DIW-Chef Marcel Fratzscher der Nachrichtenagentur dpa. [&hellip;]<br>\nAnders als Deutschland m&uuml;ssen sich Gro&szlig;britannien und Irland auch aus Fratzschers Sicht auf erhebliche negative Folgen einstellen. Und da es ohne Abkommen keine &Uuml;bergangsfrist g&auml;be, st&uuml;nde London unter gro&szlig;em Einigungsdruck mit der EU.<br>\n&ldquo;Ich glaube nicht, dass Gro&szlig;britannien nach einem harten Brexit eine bessere Verhandlungsposition h&auml;tte, sondern ganz im Gegenteil: Der Druck auf Gro&szlig;britannien, schnellstm&ouml;glich ein Freihandelsabkommen mit der EU auszuhandeln, w&auml;re eher gr&ouml;&szlig;er als kleiner&rdquo;, sagte Fratzscher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/brexit-diw-chef-marcel-fratzscher-fuer-no-deal-austritt-a-1285510.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bedeutet das nicht, dass ein No-Deal-Austritt die allerschlechteste Variante sein wird? Was denkt sich ein Herr Fratzscher blo&szlig; dabei? Offensichtlich w&auml;ren Neuwahlen und\/oder ein neues Referendum mit Kenntnis der tats&auml;chlichen Begleiterscheinungen die weitaus bessere Alternative &ndash; f&uuml;r alle Beteiligten. Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48514\">Der unendliche Schlamassel um den Brexit zeigt: Die M&ouml;glichkeit des Austritts ist ein Irrsinn<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Mahnerin<\/strong><br>\nKanzlerin Merkel mahnt eine friedliche L&ouml;sung f&uuml;r Hongkong an. Es m&uuml;sse alles getan werden, Gewalt zu vermeiden. Wer wollte ihr da nicht zustimmen? Aber ist sie wirklich berechtigt, den mahnenden Finger zu heben? Wie w&auml;r&rsquo;s, wenn sie einmal eine friedliche L&ouml;sung f&uuml;r den Jemen anmahnen w&uuml;rde und darauf dringen w&uuml;rde, dass alles getan wird, um dort Gewalt zu vermeiden? Wie w&auml;r&rsquo;s, wenn sie den Bundeswehr-Einsatz im v&ouml;lkerrechtswidrigen Syrien-Krieg beenden w&uuml;rde? Wie w&auml;r`s, wenn sie &uuml;berhaupt glaubw&uuml;rdig an Kriegsparteien keine Waffen mehr liefern w&uuml;rde und die Bundeswehr nicht mehr in Kriegseins&auml;tze schicken w&uuml;rde?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2502008469860605\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Fahrzeugzulassungen im August 2019<\/strong><br>\n[&hellip;] Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten die SUVs um +11,1 Prozent zu. Sie r&uuml;ckten mit einem Anteil von 22,2 Prozent erstmals an die erste Stelle. Die Kompaktklasse, das langj&auml;hrig st&auml;rkste Segment, b&uuml;&szlig;te -11,6 Prozent ein und lag mit einem Anteil von 18,9 Prozent hinter den SUVs. Kleinwagen (13,9 %\/-2,4 %) und Gel&auml;ndewagen (10,1 %\/-1,4%) erreichten ebenfalls zweistellige Anteilswerte. [&hellip;]<br>\n61,4 Prozent der Neuwagen waren mit einem Benzinmotor ausgestattet (-2,0 %), 30,2 Prozent waren Dieselfahrzeuge (-8,2 %). 19.852 Pkw und damit 6,3 Prozent waren Hybride (+55,1 %), darunter 3.120 Plug-in-Hybride (-9,1 %\/1,0 %). Die Neuzulassung von 5.001 Elektrofahrzeugen bescherte ein Plus von 103,5 Prozent. Ihr Anteil betrug 1,6 Prozent. Mit Fl&uuml;ssiggasantrieb waren 976 Pkw ausgestattet (+183,7 %\/0,3 %), die Erdgasvariante fand sich in 710 Pkw (-45,5 %\/0,2 %).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kba.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2019\/Fahrzeugzulassungen\/pm20_2019_n_08_19_pm_komplett.html\">Kraftfahrtbundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Mehr Elektrofahrzeuge aber auch deutlich mehr SUVs, die nun erstmals die zahlenm&auml;&szlig;ig st&auml;rkste Klasse bei den Neuverk&auml;ufen sind. Das Kaufverhalten der Deutschen ist ambivalent und man kann nicht eben sagen, dass die mediale Prominenz des Klima- und Umweltschutzes das Kaufverhalten ma&szlig;geblich beeinflusst. Der Markt wird die Probleme also nicht von alleine regeln.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Neue Ausbildung f&uuml;r Hebammen: Schwere Geburt<\/strong><br>\nHebammen sollen k&uuml;nftig studieren. Doch das &auml;ndert vorerst wenig an ihren schlechten Arbeitsbedingungen in den Krankenh&auml;usern.<br>\nJosephine Neubert wollte auf Nummer sicher gehen. Als die Berlinerin schwanger war, entschied sie, ihr Kind in einer Klinik zu bekommen. Sie suchte ein Krankenhaus in ihrer N&auml;he aus, in der es eine Intensivstation f&uuml;r Neugeborene gibt. Neubert sitzt in ihrer hellen, freundlichen Wohnung in Berlin-Moabit, an den W&auml;nden h&auml;ngen Fotos von ihrem Mann und ihrem Sohn. &bdquo;Ich bin total optimistisch an die Geburt herangegangen&ldquo;, sagt die 33-J&auml;hrige, die als Fotografin arbeitet. &bdquo;Aber mit Betreten der Klinik ging es bergab.&ldquo;<br>\nNiemand habe Zeit gehabt, sich um sie zu k&uuml;mmern, &bdquo;ich musste betteln, um &uuml;berhaupt wahrgenommen zu werden&ldquo;. Wenn alle ein, zwei Stunden eine neue Person in das Zimmer kam, sei nicht auf sie eingegangen worden &ndash; im Gegenteil sei es darum gegangen, m&ouml;glichst schnell irgendetwas zu tun. Erst wurde die Fruchtblase ge&ouml;ffnet, um die Geburt voranzubringen. Ein Wehenhemmer folgte, um dem Baby doch noch etwas Zeit zu geben. Dann kam ein Wehenverst&auml;rker. Um Blut aus dem Kopf des Babys zu nehmen, damit der Sauerstoffgehalt und damit der Stresslevel des Kindes &uuml;berpr&uuml;ft werden konnte, wurde Neuberts Muttermund gedehnt, eine extrem schmerzhafte Prozedur. Eine Bet&auml;ubung von R&uuml;ckenmarksnerven, die aber nicht wirkte, folgte, dazu genervte Kommentare: Es k&ouml;nne gar nicht sein, dass Neubert jetzt noch Schmerzen habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Neue-Ausbildung-fuer-Hebammen\/!5620790\/%20\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mietpreise: Deckel drauf &ndash; Problem gel&ouml;st?<\/strong><br>\nUm die Mieterinnen und Mieter zu entlasten will der Berliner Senat einen Mietendeckel einf&uuml;hren. Damit w&auml;ren die B&uuml;rger der Hauptstadt f&uuml;r f&uuml;nf Jahre vor Mieterh&ouml;hungen gesch&uuml;tzt. Ein Mietendeckel allein reicht aber nicht aus. Zus&auml;tzlich m&uuml;ssen weiterhin neue Wohnungen gebaut werden, fordert der DGB-klartext.<br>\nDie Bundesl&auml;nder haben seit 2006 die Gesetzgebungskompetenz f&uuml;r das Recht des Wohnungswesens. Wie weit diese Kompetenz geht, werden wohl bald auch Gerichte entscheiden. Denn am 2. September 2019 ver&ouml;ffentlichte der Berliner Senat einen Referentenentwurf f&uuml;r einen Mietendeckel, der Anfang 2020 in Kraft treten soll. Die Opposition k&uuml;ndigte bereits rechtliche Schritte an<br>\nDie Diskussion um einen Mietendeckel oder Mietenstopp mit definierten H&ouml;chstmieten ist voll im Gange. Der DGB begr&uuml;&szlig;t es, dass Landesregierungen in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt selbst aktiv werden, um die Mieten zu begrenzen. Nach enormen Mietsteigerungen, vor allem in Ballungsgebieten und Universit&auml;tsst&auml;dten, brauchen Mieter*innen dort eine Atempause.<br>\nSollte der Berliner Gesetzesentwurf erfolgreich sein, w&auml;ren die Mieter*innen in der Hauptstadt f&uuml;r vorerst f&uuml;nf Jahre weitgehend vor Mieterh&ouml;hungen gesch&uuml;tzt. Der Senat ist jedoch weiterhin &ndash; vor allem wohnungsbaupolitisch &ndash; gefordert. Denn eine Landesregierung, die sich f&uuml;r den Mietendeckel ausspricht, muss verbindlich darstellen k&ouml;nnen, wie sie in der Zwischenzeit Planungsprozesse beschleunigt, Wohnungsbaupotenziale aktiviert und vorrangig &ouml;ffentliche und genossenschaftliche Wohnungsbaugesellschaften durch gezielte Neubauf&ouml;rderung und aktive Bodenpolitik unterst&uuml;tzt. Die Verwerfungen auf dem Wohnungsmarkt werden nur durch eine entschlossene Kombination aus Regulation und Erweiterung des Angebots von bezahlbarem Wohnraum behoben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++10345618-cfe7-11e9-b602-52540088cada\">DGB klartext<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Mietpreisdeckel l&auml;uft auf generelle Enteignung hinaus&rdquo;<\/strong><br>\nAls Wurzel des Problems sieht Vogel &bdquo;die seit Jahrzehnten andauernden Steigerungen der Baulandpreise, die dann eben auch die Mietpreise explodieren lassen.&ldquo; Der Baulandpreis in M&uuml;nchen sei zum Beispiel &bdquo;von 1950 bis heute um 39.000 Prozent gestiegen&ldquo;, sagt Vogel. Er wundere sich, &bdquo;wie selbstverst&auml;ndlich die Medien und die Politik das hinnehmen.&ldquo;<br>\nVogel fordert als Gegenma&szlig;nahme, dass St&auml;dte und Gemeinden &bdquo;ihren Bestand an Fl&auml;chen und Wohnungen erweitern und so den Mietmarkt beruhigen k&ouml;nnen.&ldquo; Vogel, der auch einmal Bundesbauminister war, schl&auml;gt nach Wiener Vorbild eine langfristige Strategie vor, damit die Kommunen &bdquo;einen gr&ouml;&szlig;eren Anteil des Wohnungsmarktes in die Hand bekommen&ldquo;. Enteignungen allerdings lehnt der Jurist Vogel ausdr&uuml;cklich ab.<br>\nZudem fordert Vogel im Gespr&auml;ch mit der ZEIT, dass Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer, deren Immobilien durch Entscheidungen des Staates im Wert steigen, diese Wertsteigerung zu 100 Prozent an den Staat abf&uuml;hren m&uuml;ssen. Es sei eine &bdquo;tiefe Ungerechtigkeit&ldquo;, so Vogel, die &bdquo;die Gesellschaft in die Spaltung&ldquo; treibe, dass die enormen Wertzuw&auml;chse von Bauland einer sehr kleinen Gruppe von Menschen zugutekomme, die ohnehin schon sehr wohlhabend seien. &bdquo;Grund und Boden, der f&uuml;r Wohnungsbau relevant ist, soll nicht mehr den Marktregeln unterliegen&ldquo;. Denn, so Vogel: &bdquo;Wohnen ist ein Menschenrecht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/ehemaliger-spd-chef-vogel-mietpreisdeckel-laeuft-auf-generelle-enteignung-hinaus\/24980660.html%20\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sozialer Wohnungsbau: Mini-Schritte statt Gesamtkonzept!<\/strong><br>\nImmer mehr Wohnungen in Niedersachsen fallen aus der Sozialbindung. Zu wenig neue werden gebaut, seitdem das Land seine eigene Wohnbaugesellschaft abgewickelt hat. Der Bedarf wird jetzt schon nicht mehr gedeckt. Bis 2025 versch&auml;rft sich das Problem noch. Das Land muss dringend wieder selbst Wohnraum schaffen &ndash; und das bezahlbar &ndash; r&auml;t das #schlaglicht Nummer 31\/2019.<br>\nDie staatliche Infrastruktur hat schlechte Zeiten hinter sich. Der jahrelange Sparkult hat die Substanz von Stra&szlig;en, Schulen, Krankenh&auml;usern und anderen Bereichen ausgeh&ouml;hlt. Aber nicht nur das: Im blinden Vertrauen auf die Effizienz der M&auml;rkte kam in den 90er Jahren eine Privatisierungswelle in Gang, der bis heute viele &ouml;ffentliche G&uuml;ter zum Opfer fielen. Das gilt auch f&uuml;r die Wohnungsbest&auml;nde, die gro&szlig;fl&auml;chig an profitorientierte Investoren verscherbelt wurden. Als Folge gingen unz&auml;hlige Sozialwohnungen verloren, wodurch Menschen mit geringem Einkommen erheblich unter Druck geraten sind. Niedersachsen ist daf&uuml;r ein Paradebeispiel!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++5a1f126c-d079-11e9-9e2a-52540088cada\">DGB Niedersachsen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>60 amerikanische Wissenschaftsorganisationen lehnen Unterdr&uuml;ckung ausl&auml;ndischer Forscher durch US-Regierung<\/strong><br>\n60 amerikanische Wissenschaftsorganisationen haben am Mittwoch in einem &ouml;ffentlichen Schreiben die US-Regierung aufgerufen, eine Unterdr&uuml;ckung ausl&auml;ndischer Forscher sowie eine Verhinderung der internationalen wissenschaftlichen Kooperation einzustellen.<br>\nWeiter hie&szlig; es im Schreiben, Wissenschaftler amerikanischer und ausl&auml;ndischer Abstammung zeigten sich besorgt &uuml;ber die j&uuml;ngste Politik und Handlungsweise der US-Regierung zur &bdquo;Reduktion der Sicherheitsrisiken&rdquo;. Sie seien der Ansicht, dass dies die wissenschaftliche Entwicklung sch&auml;digen w&uuml;rde.<br>\nAm 21. August hatten zirka 150 amerikanische Spitzenwissenschaftler ihre Ablehnung gegen die Verdr&auml;ngung bzw. Unterdr&uuml;ckung chinesischer Wissenschaftler durch die US-Regierung und manche Hochschulen zum Ausdruck gebracht. Sie betonten, aufgrund dieser Abschreckungsatmosph&auml;re w&uuml;rden zahlreiche in den USA t&auml;tige ausgezeichnete chinesische Wissenschaftler die Vereinigten Staaten verlassen. Zudem sei dadurch anderen in den USA arbeitenden ausl&auml;ndischen Wissenschaftlern ein beunruhigendes Signal gesendet worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3185\/2019\/09\/06\/1s298191.htm\">CRI online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar m&ouml;chte die Trump-Administration den Konflikt mit China nicht lediglich auf &ouml;konomische Frage beschr&auml;nken, sondern auf weitere Felder wie der Wissenschaft ausdehnen. Ein &ldquo;kalter Krieg&rdquo; k&uuml;ndigt sich also an.<\/em><br>\nUnd Deutschland &ndash; so ist zu bef&uuml;rchten &ndash; steht eng an der Seite der USA. Daran d&uuml;rfte auch der aktuelle Merkel-Besuch in China kaum etwas &auml;ndern.\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bayerisches Polizeigesetz: 19 Personen wochenlang in Pr&auml;ventivgewahrsam<\/strong><br>\nDas bayerische Polizeiaufgabengesetz erlangte letztes Jahr bundesweite Bekanntheit. Im Eilverfahren f&uuml;hrte die CSU damit den zeitlich unbegrenzten Pr&auml;ventivgewahrsam ein. Seit das Gesetz in Kraft ist, sind mindestens 19 Personen f&uuml;r mehrere Wochen eingesperrt worden &ndash; ohne Anklage und oft ohne den Beistand einer Anw&auml;ltin. Nun wurde bekannt, dass fast ausschlie&szlig;lich Ausl&auml;nder:innen betroffen sind.<br>\nSeit einer &Auml;nderung im bayerischen Polizeigesetz im August 2017 gen&uuml;gt es, eine Person als abstrakt gef&auml;hrlich einzustufen, um sie wochenlang einzusperren. Das gab es in der Bundesrepublik Deutschland noch nie. Mit der Regelung verschob die CSU die Grenzen des Denkbaren. Es folgten weitere Versch&auml;rfungen im Mai 2018. Seither laufen mehrere Verfassungsbeschwerden gegen das bayerische Polizeigesetz.<br>\nAm Freitag wurde der Abschlussbericht der Pr&uuml;fkommission zum bayerischen Polizeiaufgabengesetz (PAG) vorgestellt. Daraus geht hervor, dass fast ausschlie&szlig;lich Personen ohne deutschen Pass vom mehrw&ouml;chigen Pr&auml;ventivgewahrsam betroffen sind. Einige wurden anschlie&szlig;end abgeschoben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2019\/bayerisches-polizeigesetz-19-personen-wochenlang-in-praeventivgewahrsam\/\">netzpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Von Bobos, Hipstern und Kosmopoliten<\/strong><br>\nAchtung, es geht um eine Minderheit! Sie ist kulturhegemonial wirkm&auml;chtig und stellt sich selbst unter besonderen Artenschutz. Eine polemische Einordnung postmoderner B&uuml;rgerlichkeit in Zeiten des Strukturwandels von &Ouml;konomie und Staat.<br>\nSein oder Nichtsein? Diese Frage beantworten heute die sozialen Netzwerke, die Werbeindustrie und Feuilletons der linksliberalen Intellekt&uuml;llen. Dort erfahren die bedarften und unbedarften Zeitgenossen, was die richtige, erstrebenswerte Lebensform- und weise ist. Mehr oder weniger subtil wird definiert, was hipp, modern, nachhaltig, korrekt und moralisch zu sein hat.<br>\nOder anders gesagt, das Sein einer Minderheit bestimmt das Nichtsein der &Uuml;brigen. Sie bestimmt, wer dazugeh&ouml;rt und wer nicht. Gleichzeitig will sie keine Diskriminierungen. Also schreibt sie sich ihrerseits wiederum den Kampf f&uuml;r die Rechte von allen m&ouml;glichen Subminderheiten auf die Fahnen &ndash; seien sie noch so klein und alle Benachteiligungen, die heute ihren Weg in die Headlines der Massenmedien finden, vielleicht nur gef&uuml;hlt. Diese Minderheit, ausgestattet mit der Deutungshoheit, ist die Fahnentr&auml;gerin der Identit&auml;tspolitik.<br>\nGemeint sind der Bobo, Hipster und Kosmopolit &ndash; ein relativ neues Ph&auml;nomen des noch jungen 21. Jahrhunderts, um das sich zahllose politische Kontroversen ranken. Kulturfremde (damit sind keine &bdquo;Neub&uuml;rger&ldquo; gemeint, sondern alle Alteingessenen mit altindustriellen Habitus &ndash; dazu sp&auml;ter mehr) oder auch solche, die das Dasein innerhalb dieses Milieus f&uuml;r das selbstverst&auml;ndlichste der Welt halten, werden nun vielleicht fragen, wer oder was zum Teufel ist das, ein Bobo, Hipster oder Kosmopolit?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/09\/von-bobos-hipstern-und-kosmopoliten\/\">Sebastian M&uuml;ller auf Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Lesenswert &ndash; vor allem f&uuml;r Funktion&auml;re der Linkspartei.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Krise der Sozialdemokratie: Die SPD verliert ihre Basis<\/strong><br>\nDie SPD will wieder mehr unter die Leute gehen. Doch personell hat sich die fr&uuml;here Partei der Angestellten und Arbeiter von den Wurzeln entfernt.<br>\nEs gibt sie noch, auch in Berlin: Politisch aktive Sozialdemokraten, die mit beiden Beinen im normalen Berufsleben stehen. Robert Willemelis beispielsweise, der den SPD-Ortsverein Adlershof leitet und IT-Spezialist bei der Strato AG ist. Oder den Lehrer Kevin H&ouml;nicke, der in Friedrichsfelde die Fahne der Sozialdemokratie hochh&auml;lt und im Landesvorstand der Berliner SPD sitzt. Einer Partei, die einst von Arbeitern und Handwerkern gegr&uuml;ndet wurde. Oder die &Auml;rztin Franziska Pr&uuml;tz, Vorsitzende der SPD rund um das Rathaus Charlottenburg.<br>\nAber diese und andere Genossen, die als Arbeiter und Angestellte in privaten Unternehmen t&auml;tig sind oder sich in bescheidenem Rahmen selbstst&auml;ndig machen, sind die Ausnahme im Berliner SPD-Landesverband. Jedenfalls soweit es sich um jene Funktion&auml;rsschicht handelt, die den Laden in der Partei am Laufen h&auml;lt, die zu 80 Prozent aus nicht aktiven Mitgliedern besteht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/krise-der-sozialdemokratie-die-spd-verliert-ihre-basis\/24976512.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Mann (38) ohne Verfahren &ouml;ffentlich hingerichtet<\/strong><br>\nD&uuml;sseldorf (dpo) &ndash; Ein 38-j&auml;hriger Deutscher ist innerhalb der letzten Stunden ohne gerichtliches Verfahren &ouml;ffentlich hingerichtet worden. Die f&uuml;r die &ouml;ffentliche Hinrichtung n&ouml;tige Aussetzung der Unschuldsvermutung wurde zuvor unrechtskr&auml;ftig von Boulevard-Journalisten und mutma&szlig;lichen Informanten von Staatsanwaltschaft oder Polizei beschlossen.<br>\nIn einem beschleunigten Eil-Nichtverfahren wurde anschlie&szlig;end das Urteil gegen den noch nicht Angeklagten mittels nicht-anonymisierten Medienartikeln sowie Spekulationen und Beschimpfungen in sozialen Netzwerken vollstreckt.<br>\nAuch der Arbeitgeber des Mannes, der eigentlich so lange als unschuldig zu gelten h&auml;tte, bis seine Schuld bewiesen ist, hat nur wenige Stunden nach der Urteilsvollstreckung angek&uuml;ndigt, das Arbeitsverh&auml;ltnis ruhen zu lassen.<br>\nImmerhin: Nach der &ouml;ffentlichen Hinrichtung soll nun in einem ordentlichen Gerichtsverfahren herausgefunden werden, ob die Anschuldigungen gegen den Hingerichteten gerechtfertigt waren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-postillon.com\/2019\/09\/unschuldsvermutung.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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