{"id":54643,"date":"2019-09-09T08:40:34","date_gmt":"2019-09-09T06:40:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54643"},"modified":"2019-09-09T08:40:53","modified_gmt":"2019-09-09T06:40:53","slug":"hinweise-des-tages-3446","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54643","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54643#h01\">Steinmeiers Rede zum B&uuml;rgerfest &ndash; Chuzpe hat der Mann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54643#h02\">Robert Habeck will Schuldenbremse reformieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54643#h03\">Doppelmoral<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54643#h04\">&ldquo;Cum-Ex-Files&rdquo;: Angriff auf Europas Steuerzahler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54643#h05\">Der deutsche Spargroschen-Trump<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54643#h06\">Versteckte Steuererh&ouml;hung: Das sind die Pl&auml;ne von Olaf Scholz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54643#h07\">Territoires z&eacute;ro ch&ocirc;meur de longue dur&eacute;e &ndash; Jobgarantie auf Franz&ouml;sisch?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54643#h08\">JU-Chef Kuban: Grundrente streichen und Hauskauf erleichtern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54643#h09\">Streit um Geoengineering &ndash; Kalter Klimakrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54643#h10\">Umweltgifte statt Menschenrechte: Das Sterben der Indigenen in Kolumbien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54643#h11\">Neue Satellitenaufnahmen zeigen dramatische Eisschmelze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54643#h12\">Verkehrsministerium rechnet Klima-Schiene klein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54643#h13\">Investitionen der &Ouml;lindustrie unterlaufen Pariser Klimaziele<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54643#h14\">Schulprivatisierung verursacht &uuml;ber 800 Millionen Euro Mehrkosten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54643#h15\">Stuttgart-21-Fan-Gemeinde feiert Deutschlands d&uuml;mmsten Eisenbahntunnel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54643#h16\">So verspielen die klammen deutschen Kommunen ihre Zukunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54643#h17\">Endspiel f&uuml;r die T&uuml;rkei vor den Toren Idlibs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54643#h18\">Und jetzt die ganze Wahrheit &uuml;ber Syrien<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Steinmeiers Rede zum B&uuml;rgerfest &ndash; Chuzpe hat der Mann<\/strong><br>\nDer Bundespr&auml;sident hatte zum B&uuml;rgerfest ins Schloss Bellevue eingeladen. Dort hielt Steinmeier eine Rede, die paradigmatisch f&uuml;r die v&ouml;llige Entfremdung der politischen Eliten steht &ndash; denn er ist einer der Architekten der Spaltung Deutschlands und Europas. (&hellip;)<br>\nZum einen steht er als ma&szlig;geblicher Architekt der Agenda 2010 f&uuml;r diejenigen Ma&szlig;nahmen, durch die die Bundesrepublik immer weiter gespalten wurde und wird.Was hat er getan? Er hat ein System bef&ouml;rdert, das Druck auf die Arbeitnehmer aus&uuml;bt, das einen riesigen Niedriglohnsektor in Deutschland geschaffen hat. Er ist mitverantwortlich f&uuml;r die Schw&auml;chung der Gewerkschaften und damit daf&uuml;r, dass in Deutschland die L&ouml;hne weit hinter dem M&ouml;glichen zur&uuml;ckgeblieben sind. Er hat aktiv die Angst der Mittelschicht vor der realen M&ouml;glichkeit eines Abstiegs bef&ouml;rdert.<br>\nDas hatte aber auch R&uuml;ckwirkungen auf die L&auml;nder der W&auml;hrungsunion. Er hat es mit zu verantworten, dass sich Deutschland als Mitglied in dieser W&auml;hrungsunion durch Lohndumping, durch systematischen, gesetzlich bef&ouml;rderten Betrug an den Arbeitnehmern in Deutschland, Wettbewerbsvorteile gegen&uuml;ber den anderen Nationen des Euroraumes erschlichen hat. Auf Kosten der anderen Eurol&auml;nder wurde Deutschland zum Exportweltmeister, der nicht nur Autos und Technologie, sondern auch seine Arbeitslosigkeit an seine Handelspartner exportiert.<br>\nUm einen gesunden W&auml;hrungsraum zu haben, m&uuml;ssen Handelsbilanzen ausgeglichen sein, in die eine wie die andere Richtung. Deutschlands Handelsbilanz ist extrem ungesund. Steinmeier ist mit der Ausgestaltung der Agenda 2010, dem Umbau und dem R&uuml;ckbau der sozialen Sicherungssysteme, ma&szlig;geblich f&uuml;r das &ouml;konomische Ungleichgewicht mitverantwortlich, an dem die EU zu scheitern droht. Er hat dar&uuml;ber hinaus die Angst vor einem individuellen Abstieg geschaffen, die so etwas wie die AfD hervorgebracht hat. Die Politik, die er zu verantworten hat, hat den Aufstieg rechter Parteien und Parteien, die man gemeinhin populistisch nennt, erst m&ouml;glich gemacht. Es war eine rot-gr&uuml;ne Regierung, die sozialdemokratische und linke Politik von der Idee der Verteilungsgerechtigkeit v&ouml;llig entkernt und damit nach rechts verschoben hat. Seitdem ist der Platz links von rechten, marktradikalen Wirtschaftspolitiken frei. (&hellip;)<br>\nAuch au&szlig;enpolitisch hat Steinmeier nicht zur Einigung Europas, sondern als Spazierg&auml;nger auf dem Maidan zu einer neuen Spaltung Europas beigetragen. Dabei sind ihm alle diplomatischen Gepflogenheiten abhanden gekommen. Es gilt nach wie vor das v&ouml;lkerrechtliche Prinzip der Nichteinmischung. Ein Au&szlig;enminister, der auf Demonstrationen im Ausland mit seiner Pr&auml;senz einer Gruppe Unterst&uuml;tzung f&uuml;r ihr Anliegen zusichert, verst&ouml;&szlig;t gegen dieses Prinzip.<br>\nDas war allerdings nicht das erste Mal. Mit der rot-gr&uuml;nen Regierung und dem &Uuml;berfall auf die Bundesrepublik Jugoslawien wurde der V&ouml;lkerrechtsbruch zum regul&auml;ren Mittel der deutschen Au&szlig;enpolitik erhoben. Gewalt ersetzt Recht. Die Beispiele daf&uuml;r sind inzwischen zahlreich. Egal, ob milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung im Irak, in Syrien, Anerkennung von selbsternannten Pr&auml;sidenten, Staatspiraterie mit deutscher Unterst&uuml;tzung usw. usf., die Au&szlig;enpolitik Deutschlands ist inzwischen von groben Missachtungen internationalen Rechts durchzogen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/92062-steinmeiers-rede-zum-burgerfest-chuzpe\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten weisen seit vielen Jahren auf die hier genannten Fehlleistungen des heutigen Bundespr&auml;sidenten hin. Bitte lesen Sie dazu auch den aktuellen Diskussionsbeitrag von Albrecht M&uuml;ller: &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54616\">Zur Diskussion gestellt: Arbeitet das Spitzenpersonal Steinmeier und Merkel f&uuml;r uns oder f&uuml;r fremde Interessen?<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Robert Habeck will Schuldenbremse reformieren<\/strong><br>\nDer Gr&uuml;nenpolitiker fordert, die schwarze Null aufzugeben und bis zu 35 Milliarden Euro in Infrastruktur zu investieren. Das geht nur mit einer Grundgesetz&auml;nderung.<br>\nDer Parteivorsitzende der Gr&uuml;nen Robert Habeck fordert angesichts einer m&ouml;glichen Rezession in Deutschland eine Abkehr von der Haushaltsdisziplin der gro&szlig;en Koalition. &ldquo;Wir wollen die europ&auml;ischen Stabilit&auml;tsvorgaben auf Deutschland &uuml;bertragen und daran entlang die Schuldenbremse aktualisieren. Das w&uuml;rde dem Staat zwischen 30 und 35 Milliarden Euro j&auml;hrlich an zus&auml;tzlichem Spielraum geben&rdquo;, sagte er in einem Interview mit der Welt am Sonntag. Die Schuldenbremse, wie sie jetzt bestehe, stamme aus einer Zeit, in der politische Handlungsf&auml;higkeit durch hohe Zinsen eingeschr&auml;nkt gewesen sei.<br>\nDas Geld solle in einen Investitionsfonds &uuml;berf&uuml;hrt werden, der der J&auml;hrlichkeit des Haushalts entzogen ist und L&auml;ndern und Kommunen offensteht. &ldquo;Damit lie&szlig;en sich beispielsweise Infrastruktur, Breitbandversorgung, Sanierung von Schulen, Sporthallen, Schwimmb&auml;dern und der Ausbau der Schiene finanzieren&rdquo;, sagte Habeck. Um den Investitionsfonds abzusichern, w&uuml;rden die Gr&uuml;nen eine Grundgesetz&auml;nderung anstreben.<br>\nHabeck forderte au&szlig;erdem eine Unterst&uuml;tzung der neuen italienischen Regierungskoalition aus F&uuml;nf-Sterne-Bewegung und Sozialdemokraten. &ldquo;Deutschland profitiert davon, wenn Italiens Wirtschaft funktioniert. Deswegen sollten wir nicht auf einem schnellen Schuldenabbau bestehen, sondern den Schwerpunkt darauf legen, die italienische Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen&rdquo;, sagte Habeck der Welt am Sonntag. Italien sei ein &ldquo;Schl&uuml;sselland&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2019-09\/die-gruenen-robert-habeck-schuldenbremse-bundeshaushalt-investitionsfonds\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Gr&uuml;nen scheinen langsam ein bi&szlig;chen vern&uuml;nftiger zu werden &ndash; warum aber jetzt wieder die n&auml;chste Grenze bei 35 Milliarden Euro (ca. 1% des BIP) eingezogen werden sollen, bleibt unklar. Viel h&ouml;here zus&auml;tzliche Investitionen sind notwendig. Die Begr&uuml;ndung f&uuml;r die Zustimmung zur Schuldenbremse (&ldquo;aus einer Zeit, in der politische Handlungsf&auml;higkeit durch hohe Zinsen eingeschr&auml;nkt gewesen sei&rdquo;) ist genauso schief. Die Schuldenbremse war noch nie richtig, und ihre Einf&uuml;hrung hat ma&szlig;geblich zum Verrotten der deutschen Infrastruktur beigetragen. Begr&uuml;&szlig;en kann man Habecks Wunsch nach einer Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Italien und die italienische Wirtschaft, womit er wesentlich mehr Einsicht zeigt als Merkel und Scholz, die Italien mit dem Beharren auf sinnlosen Schuldenregeln gnadenlos kaputtsparen wollen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Doppelmoral<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bei ihrem China-Besuch f&uuml;r die &bdquo;Rechte und Freiheiten&ldquo; der Bev&ouml;lkerung in Hongkong ausgesprochen. Es m&uuml;sse jetzt &bdquo;alles daran gesetzt werden, Gewalt zu vermeiden&ldquo;, erkl&auml;rte sie bei einer gemeinsamen Pressebegegnung mit Regierungschef Li Keqiang. Wer mag dem Ruf nach politischen L&ouml;sungen durch Dialog nicht zustimmen?<br>\nDoch sollte er eben nicht nur f&uuml;r China gelten, oder f&uuml;r Russland. Warum hat Merkel nicht wenigstens ein Mal die &ndash; von der franz&ouml;sischen Regierung angeordneten &ndash; brutalen Eins&auml;tze der Polizei gegen die Gelbwesten problematisiert. Die Bilanz dort seit Herbst vergangenen Jahres ist erschreckend: 2 Tote, 24 Augen ausgeschossen, f&uuml;nf H&auml;nde von Granaten zerfetzt, 315 Kopfverletzungen durch gummiummantelte Stahlgeschosse. &Uuml;ber 3000 Verletzte sind es Presseberichten zufolge insgesamt, darunter auch 95 Journalisten und mindestens 30 ehrenamtliche Rettungssanit&auml;ter.<br>\nUnd zur Erinnerung: Als Demonstranten auf den Champs-&Eacute;lysees randalierten und Pariser Luxusboutiquen brannten, hat Pr&auml;sident Emmanuel Macron den Einsatz von Anti-Terror-Einheiten und Elitesoldaten der Armee in Paris angeordnet. Kanzlerin Merkel hatte sich seinerzeit an die Seite der franz&ouml;sischen Regierung gestellt in deren Bem&uuml;hen, die &ouml;ffentliche Sicherheit und Ordnung zu gew&auml;hrleisten. Mit derlei Doppelmoral wird man in Beijing schwerlich Geh&ouml;r finden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/MdBSevimDagdelen\/?ref=py_c\">Sevim Dagdelen via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&ldquo;Cum-Ex-Files&rdquo;: Angriff auf Europas Steuerzahler<\/strong><br>\n&ldquo;Es geht um mindestens 55 Milliarden Euro: Der organisierte Griff in die Steuerkasse durch &ldquo;steuergetriebene Aktiengesch&auml;fte&rdquo; ist viel gr&ouml;&szlig;er als angenommen. Das belegen Recherchen europ&auml;ischer Medien, an denen auch die ARD beteiligt ist. (&hellip;) Und die Bundesregierung unterlie&szlig; es &uuml;ber Jahre, ihre europ&auml;ischen Partner zu warnen, obwohl sie l&auml;ngst von dem Raubzug wusste. (&hellip;) Im Interview bezeichnet der Insider die &ldquo;steuergetriebenen Gesch&auml;fte&rdquo; als &ldquo;organisierte Kriminalit&auml;t in Nadelstreifen&rdquo;. &ldquo;Alle wussten, worum es geht: dass man hier Rendite aus dem Steuers&auml;ckel holt.&rdquo; Offenbar um dem Gef&auml;ngnis zu entgehen, entschloss er sich auszupacken. Ihm drohen viele Jahre Haft. Das Geld wird er zur&uuml;ckzahlen m&uuml;ssen. Die Ermittler halten ihn f&uuml;r glaubw&uuml;rdig. Im Interview berichtet er, wie der Angriff auf Europas Steuerzahler ablief. (&hellip;) Cum-Ex wird von der Bundesregierung als illegal eingestuft und ist Gegenstand zahlreicher staatsanwaltschaftlicher Ermittlungsverfahren. Cum-Cum ist nicht per se illegal, die Bundesregierung geht aber von einem Gestaltungsmissbrauch aus, wenn die Gesch&auml;fte rein steuerlich motiviert sind. Dies ist nach Ansicht von Spengel bei so gut wie allen am Markt angebotenen Modellen der Fall. (&hellip;) Fast alle gro&szlig;en Banken waren an den Aktiengesch&auml;ften auf Kosten des Steuerzahlers beteiligt. &ldquo;Da k&ouml;nnen Sie sich eine aussuchen. Ich kenne kaum eine, die nicht dabei war&rdquo;, so der Insider. Verdeckte Recherchen zeigen au&szlig;erdem, dass die Gesch&auml;fte zulasten der europ&auml;ischen Steuerzahler bis heute weitergehen&hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/politik\/eu-politik\/wipo-eu\/cum-ex-files-angriff-auf-europas-steuerzahler\/\">LabourNet Germany<\/a>\n<p><strong>Dazu: Wie KPMG vor Cum-Ex warnte &ndash; und dennoch einknickte<\/strong><br>\nIn dieser Woche hat in Bonn der erste Strafprozess zur gr&ouml;&szlig;ten organisierten Steuerhinterziehung in Deutschland begonnen. Vor Gericht stehen zwei Aktienh&auml;ndler, die den deutschen Staat zwischen 2006 und 2011 um 447 Millionen Euro gebracht haben sollen. Mit sogenannten Cum-Ex-Gesch&auml;ften sollen sie sich eine nur einmal gezahlte Kapitalertragssteuer auf Dividenden doppelt und dreifach vom Staat zur&uuml;ckerstattet haben lassen.<br>\nInsgesamt stahlen Investoren, Banken und ihre Helfershelfer dem deutschen Staat Sch&auml;tzungen zufolge mehr als zehn Milliarden Euro durch Cum-Ex-Deals. Mehrere Staatsanwaltschaften ermitteln gegen weitere Verd&auml;chtige. Sie werden durch zahlreiche Kronzeugen aus dem Cum-Ex-Milieu unterst&uuml;tzt. Auch die in Bonn angeklagten Aktienh&auml;ndler sind Kronzeugen in anderen Ermittlungen.<br>\nDer Prozess in Bonn und folgende Prozesse k&ouml;nnten auch neue Erkenntnisse &uuml;ber die Dienstleister der Cum-Ex-Gesch&auml;fte zutage f&ouml;rdern, die &uuml;ber die Erkenntnisse aus dem Cum-Ex-Untersuchungsausschuss des Bundestages hinausgehen. Laut Gerhard Schick, Vorstand der B&uuml;rgerbewegung Finanzwende, waren &bdquo;nie zuvor so viele Akteure in einen Fall von Finanzkriminalit&auml;t involviert: inl&auml;ndische und ausl&auml;ndische Banken, private und &ouml;ffentliche Geldinstitute, Fondsverwalter, Aktienh&auml;ndler, Wirtschaftspr&uuml;fer, Bankenverb&auml;nde, Steuerberater, Rechtsanw&auml;lte, Professoren&ldquo;. Schick sa&szlig; bis Ende 2018 als gr&uuml;ner Finanzpolitiker im Bundestag und war in dieser Zeit Mitglied des Cum-Ex-Untersuchungsausschusses. (&hellip;)<br>\nHochrangige Zeugen aus der Bafin gaben im Cum-Ex-Untersuchungsausschuss an, die Bafin habe erst ab dem Jahr 2012 von den Gesch&auml;ften erfahren. Zudem mangelte es der Beh&ouml;rde an steuerrechtlichen Kompetenzen, um die Gesch&auml;fte zu bewerten, so sagten Zeugen im Ausschuss. Dementsprechend habe man sich bei der Einsch&auml;tzung von Cum-ExGesch&auml;ften gr&ouml;&szlig;tenteils auf die Bewertung der Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaften verlassen. Diese Wirtschaftspr&uuml;fer wurden jedoch gleichzeitig von jenen Banken f&uuml;r Jahresabschlusspr&uuml;fungen bezahlt, in denen die Profiteure der Cum-\/Ex-Gesch&auml;fte sa&szlig;en, die ein gro&szlig;es Interesse an der Verschleierung ihrer Gesch&auml;fte hatten.<br>\nAufsichtsbeh&ouml;rden und Politik h&auml;tten fr&uuml;hzeitig von den Cum-Ex-Gesch&auml;ften wissen k&ouml;nnen. Fehlendes Detailwissen und Ignoranz gegen&uuml;ber Hinweisen aus der Finanzbranche trugen dazu bei, dass die Cum-Ex-Gesch&auml;fte jahrelang laufen konnten. Nun ist es an der Justiz, diesen Scherbenhaufen aufzukehren und Licht ins Dunkel der Cum-Ex-Gesch&auml;fte zu bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/wirtschaftskriminalitaet-wie-kpmg-vor-cum-ex-warnte-und-dennoch-einknickte\/24989064.html\">Der Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Nicht neu, aber man muss diesen Opportunismus immer wieder dick unterstreichen!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Haben Aufsichtsbeh&ouml;rden und Politik gegenw&auml;rtig ausreichend Detailwissen von aktuellen Gesch&auml;ften und sind sie heute weniger ignorant gegen&uuml;ber Hinweisen? Beim Thema Steuerhinterziehung hat Bundesfinanzminister Scholz auf jeden Fall noch einiges zu tun &ndash; es besteht dringender Handlungsbedarf.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der deutsche Spargroschen-Trump<\/strong><br>\nDer deutsche Sparkassenchef macht die Europ&auml;ische Zentralbank zum S&uuml;ndenbock, weil sie Sparer enteigne. Dabei k&auml;men die ohne Draghi und Euro heute schlechter weg.<br>\nPopulisten sind M&auml;nner mit hellen Haaren, die w&uuml;tend t&ouml;nen, dass irgendwer schuld ist, wenn es im Land schlecht l&auml;uft &ndash; mal Mexikaner, mal Polen oder Syrer. Und die vor der nahenden Apokalypse warnen &ndash; um dann darzulegen, wie sie ebendiese durch einfach zu verstehende Dinge heroisch abwenden w&uuml;rden. Mauer bauen. Brexit machen. Syrer raus. Wobei die Rezepte sich dann in der Regel als untauglich erweisen &ndash; und als doch nicht so einfach. Siehe Boris Johnson.<br>\nBei uns bewirbt sich gerade Helmut Schleweis, der oberste Vertreter des Sparkassengewerbes, um Aufnahme in die Kategorie. Schuld: der Italiener, also Mario Draghi. Unheil: die Negativzinsen. Apokalypse: dass der Sparer enteignet wird.<br>\nWogegen nur hilft, den Italiener und seine Europ&auml;ische Zentralbank zu stoppen (und wenn es nach dem einen oder anderen &auml;lteren Mitb&uuml;rger im Land geht, am besten gleich die D-Mark wieder einzuf&uuml;hren). Dann kriegt der deutsche Sparer wieder Zins. Apokalypse abgewendet.<br>\nDabei k&ouml;nnte in Wirklichkeit das Gegenteil eintreten. Es spricht eine Menge daf&uuml;r, dass es ganz andere Gr&uuml;nde f&uuml;r die Nullzinsen gibt &ndash; und der deutsche Sparer ohne Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) und den Italiener nicht besser wegk&auml;me, sondern noch schlechter. Wie der Brite mit dem Brexit. &Ouml;konomie f&uuml;r Spargroschen-Trumps.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/europaeische-zentralbank-sparkassenchef-gegen-nullzinsen-a-1285470.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Versteckte Steuererh&ouml;hung: Das sind die Pl&auml;ne von Olaf Scholz<\/strong><br>\nGeht es nach dem Willen von Scholz, sollen k&uuml;nftig Bildungsangebote f&uuml;r Erwachsene, die nichts mit dem Beruf zu tun haben, umsatzsteuerpflichtig werden. Dazu geh&ouml;ren zum Beispiel Erste-Hilfe-Kurse zum Erwerb des F&uuml;hrerscheins, Computerkurse f&uuml;r Senioren, Schulungshilfen f&uuml;r Menschen mit Behinderung, Integrationskurse, Vortragsreihen f&uuml;r Diabetes-Kranke oder Fortbildungsangebote f&uuml;r ehrenamtlich T&auml;tige. Bislang sind derartige Angebote steuerfrei. Wird die Umsatzsteuer k&uuml;nftig f&auml;llig, steigen die Geb&uuml;hren f&uuml;r die Teilnehmer. (&hellip;)<br>\nDie bisher nur Steuerexperten aufgefallene &Auml;nderung ist in einem Gesetzentwurf enthalten, den das Bundeskabinett bereits im Sommer beschlossen hat. Darin geht es im Wesentlichen um die steuerliche F&ouml;rderung der Elektromobilit&auml;t. Die geplanten Umsatzsteuer-&Auml;nderungen im Bildungsbereich werden im Begleittext des Gesetzentwurfs gar nicht erw&auml;hnt. Das Finanzministerium best&auml;tigte dem RND die geplanten &Auml;nderungen. K&uuml;nftig sollten Bildungsleistungen generell nur dann steuerbefreit sein, wenn sie nicht der &bdquo;reinen Freizeitgestaltung&ldquo; dienten. Begr&uuml;ndet werden die Pl&auml;ne mit einer notwendigen Anpassung an europ&auml;isches Recht.<br>\nDie f&uuml;hrenden Wohlfahrtsorganisationen machen jedoch in einem Schreiben an das Finanzministerium darauf aufmerksam, dass die nationalen Regierungen in dieser Frage einen Ermessensspielraum h&auml;tten. Dieser m&uuml;sse genutzt werden. Ansonsten drohe eine Verteuerung der von den Sozialverb&auml;nden angebotenen Leistungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/scholz-will-steuerfreiheit-fur-erste-hilfe-kurse-und-andere-fortbildungen-streichen-5ZPEZDKAA5EBVA67KIWMM6XLG4.html?fbclid=IwAR3D6gmohNO0wNaqn0xAu8TrXJ6JkAYh5SjrgPe1P2cI6XJBJl2LXCCiFFQ\">RND<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Tja, ein deutscher Finanzminister, ist ein deutscher Finanzminister. Den Reichen geben und den Armen nehmen ist das handlungsleitende Motiv. Es fragt sich, was diese geplanten Umsatzsteuer-&Auml;nderungen im Bildungsbereich eigentlich an Steuereinnahmen bringen soll? Die Verluste durch die Abschaffung des Solidarit&auml;tsbeitrages werden damit wohl kaum kompensiert. Zudem sollte Scholz sein Augenmerk lieber explizit auf die nach wie vor praktizierte aggressive Steuervermeidung und Steuerhinterziehung richten. Hier entstehen der Allgemeinheit jedes Jahr Milliardenverluste. Die letzte Frage die sich dann wieder einmal stellt, ist die, weshalb Scholz &uuml;berhaupt in der SPD ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Territoires z&eacute;ro ch&ocirc;meur de longue dur&eacute;e &ndash; Jobgarantie auf Franz&ouml;sisch?<\/strong><br>\nLangzeitarbeitslosigkeit ist sowohl f&uuml;r die Betroffenen als auch f&uuml;r die Gesellschaft ein gro&szlig;es Problem: Sie erschwert soziale Teilhabe, l&auml;sst Potenzial ungen&uuml;tzt und kostet Geld. Weder gute Konjunktur noch aktivierende Arbeitsmarktpolitik haben sich bisher als erfolgreiche Mittel zur Bek&auml;mpfung des Ph&auml;nomens erwiesen. Manche L&auml;nder in Europa &ndash; allen voran Frankreich &ndash; versuchen es daher mit neuen Ans&auml;tzen: staatlich gef&ouml;rderte und regional verankerte Jobs f&uuml;r alle Langzeitarbeitslosen auf freiwilliger Basis. (&hellip;)<br>\nUm diesem Trend etwas entgegenzusetzen, erprobt Frankreich seit beinahe drei Jahren ein arbeitsmarktpolitisches Experiment: &bdquo;Territoires z&eacute;ro ch&ocirc;meur de longue dur&eacute;e&ldquo; &ndash; Kommunen ohne Langzeitarbeitslosigkeit. Dabei handelt es sich um staatlich finanzierte Besch&auml;ftigungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r alle, die auf dem Arbeitsmarkt keine Chance mehr bekommen. Die Grundidee ist, neue Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse auf Basis der vorhandenen Kenntnisse und F&auml;higkeiten arbeitsloser Personen und des Bedarfs in den jeweiligen Regionen zu generieren. Dabei findet ein arbeitsmarktpolitischer Strategiewechsel statt: Statt weiterhin zu versuchen, die Zielgruppe mittels arbeitsmarktpolitischer Ma&szlig;nahmen fit f&uuml;r den Arbeitsmarkt zu machen, richtet sich der Fokus darauf, wie die F&auml;higkeiten der Betroffenen gesellschaftlich sinnvoll eingesetzt werden k&ouml;nnen. Die Kosten halten sich dabei in Grenzen, denn finanziert werden die Jobs teilweise mittels eines Passiv-aktiv-Transfers: also &uuml;ber die Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung, die die vormals langzeitarbeitslosen Menschen ohnehin erhalten h&auml;tten.<br>\nZiel dieses arbeitsmarktpolitischen Experiments ist es zu zeigen, dass es m&ouml;glich ist, auf regionaler Ebene sinnvolle (gesellschaftlich n&uuml;tzliche) Arbeitspl&auml;tze zu schaffen, die unbefristet sind, Nutzen stiften und keine Mehrkosten verursachen. Um welche Jobs es sich genau handelt, wird jeweils in den Regionen unter Miteinbeziehung m&ouml;glichst aller relevanten AkteurInnen entschieden. Beispiele umfassen kommunale Dienstleistungen, administrative Unterst&uuml;tzung lokaler Unternehmen, Hilfsarbeiten in der Landwirtschaft, Re- und Upcycling und andere Arbeiten im Sinne der &ouml;kologischen Transformation. Die bisherigen Erfahrungen mit dem Experiment sind positiv, aller Voraussicht nach wird es verl&auml;ngert und in weiteren Regionen umgesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/jobgarantie-auf-franzoesisch\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das w&auml;re wohl auch f&uuml;r Deutschland interessant. Mit so einem Programm k&ouml;nnten die Bundesminister Heil und Scholz erwerbslosen Personen hierzulande tats&auml;chlich helfen. Aber wollen sie das auch?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>JU-Chef Kuban: Grundrente streichen und Hauskauf erleichtern<\/strong><br>\nEs gab auch in der Union zuletzt Diskussionen um die schwarze Null, also das Dogma des ausgeglichenen Haushalts und des Neins Zu Neuverschuldung. Ist das zu wenig inspiriert?<br>\nIch halte neue Schulden f&uuml;r einen Skandal. Wir m&uuml;ssen an der schwarzen Null festhalten. Wir haben oft genug erlebt, dass Schulden gemacht wurden, um dann neue Renten- und Sozialgeschenke zu finanzieren, statt in Innovation und Zukunft zu investieren. Da ging es dann darum, die &auml;ltere Generation gl&uuml;cklich zu machen, weil sie die gr&ouml;&szlig;te W&auml;hlergruppe von Union und SPD stellen.<br>\nEines der n&auml;chsten Projekte der Groko ist die Grundrente.<br>\nIch kann v&ouml;llig verstehen, dass jemand der lange Jahre hart gearbeitet hat, eine ordentliche Rente will. Aber die Frage ist, wer das bezahlen soll. Man kann jeden Euro nur ein Mal ausgeben. Und da w&auml;re es sinnvoller, der jungen Generation Chancen zu er&ouml;ffnen. Im Koalitionsvertrag steht, dass die Grunderwerbssteuer f&uuml;r das erste Eigenheim gestrichen werden soll. Der Staat nimmt dadurch seit Jahren mehr und mehr Milliarden ein und f&uuml;r den Einzelnen ist es eine Riesenbelastung, der den Immobilienkauf im Zweifel verhindert, weil allein die Steuer mehrere Monatsgeh&auml;lter verschlingt. Die Streichung w&auml;re also dringend geboten.<br>\nLieber die Grunderwerbssteuer f&uuml;r Erst-Immobilien streichen also als die Grundrente einf&uuml;hren?<br>\nJa. So erm&ouml;glicht man jungen Menschen, f&uuml;rs Alter vorzusorgen, da sie als Rentner keine Miete mehr zahlen m&uuml;ssen. Das ist generationengerechte Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/ju-chef-kuban-grundrente-streichen-und-hauskauf-erleichtern-OUOCJ7JZTZCM3HAS2TBIB4V3E4.html?fbclid=IwAR1yhkZ2Q3uZatZdWXnz_4BhWPbs5FC3luPNJlQFFUIfhU2ovF5Mlm0mTtE\">RND<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das ist also der &bdquo;christliche&ldquo; Nachwuchs der Unionsparteien &ndash; erschreckend viel neoliberales Geschw&auml;tz in so wenigen Zeilen! Und das obwohl selbst neoliberale &Ouml;konomen Abstand von der Schuldenbremse und der &bdquo;schwarzen Null&ldquo; nehmen.<\/em><\/p>\n<p><em>Kennt Herr Kuban die Lebensverh&auml;ltnisse junger Personen &uuml;berhaupt? Offensichtlich kennt er lediglich solche, die sich zumindest einen Hauskauf leisten k&ouml;nnten.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Den stumpfen Dogmatismus Kubans gerade bez&uuml;glich der schwarzen Null muss man eigentlich nicht kommentieren. Selbst neoliberale &Ouml;konomen r&uuml;cken inzwischen angesichts einer sich ausweitenden Rezession und des rasanten Verfalls der Infrastruktur vom Austerit&auml;tsdogma ab. Bis in die Junge Union scheint das noch nicht vorgedrungen zu sein. Dabei beansprucht die CDU doch immer &ldquo;Wirtschaftskompetenz&rdquo; f&uuml;r sich. Wieder bezeichnend, dass diesbez&uuml;glich zwischen Finanzminister Scholz (SPD) und den Hardliner der JU kein Blatt Papier passt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Streit um Geoengineering &ndash; Kalter Klimakrieg<\/strong><br>\nDie Klimakrise wird schon bald Kriege bef&ouml;rdern &ndash; um Wasser, Ackerland und Orte, an denen Menschen ohne Angst vor Naturkatastrophen leben k&ouml;nnen. Ein noch bedrohlicherer Konflikt k&ouml;nnte in 25 Kilometern H&ouml;he entstehen. [&hellip;]<br>\nEs w&uuml;rde nur etwa ein bis zwei Milliarden Dollar im Jahr kosten, mit Flugzeugen jedes Jahr etwa eine Million Tonnen bestimmter Aerosole in die Stratosph&auml;re zu spr&uuml;hen, das haben Forscher von den Universit&auml;ten Harvard und Carnegie Mellon sowie Mitarbeiter des Unternehmens Aurora Flight Sciences schon vor Jahren ausgerechnet. Damit k&ouml;nnte man die Erw&auml;rmung der Atmosph&auml;re tats&auml;chlich bremsen &ndash; solange man mit dem Verspr&uuml;hen der Aerosole nicht aufh&ouml;rt. Der Mechanismus ist bekannt: Als der indonesische Vulkan Pinatubo im Jahr 1991 eine gigantische Wolke Schwefeldioxid in die Atmosph&auml;re spuckte, k&uuml;hlte das die Erde vor&uuml;bergehend messbar ab &ndash; um bis zu 0,5 Grad Celsius.<br>\nDieser Effekt lie&szlig;e sich auch k&uuml;nstlich herstellen. Das aber w&auml;re nur eine tempor&auml;re Hilfe und zudem hochriskant. Denn, so schreibt der &ldquo;Economist&rdquo;-Redakteur Oliver Morton in seinem Buch &ldquo;The Planet Remade&rdquo;: Die Stratosph&auml;ren-Schleier w&auml;ren &ldquo;kein Gegengift gegen die Klimaver&auml;nderung&rdquo;, sondern lediglich &ldquo;eine zus&auml;tzliche Klimaver&auml;nderung&rdquo;. Und die w&uuml;rde ihrerseits nur schwer vorhersagbare Auswirkungen haben &ndash; zum Beispiel vermutlich die Niederschlagsmenge auf der Erde verringern.<br>\nAll das hat &uuml;brigens mit &ldquo;Chemtrails&rdquo; nichts zu tun &ndash; auch wenn die Chemtrails-Verschw&ouml;rungstheoretiker die entsprechenden Forschungsprojekte selbstverst&auml;ndlich mit Argwohn und Wut beobachten.<br>\nTats&auml;chlich sind viele Wissenschaftler schon seit Jahren damit besch&auml;ftigt, entsprechende Berechnungen anzustellen und zu vergleichen. Konkrete Experimente aber beschr&auml;nken sich bislang auf harmlose Modellversuche.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/klima-krise-kriege-geoengineering-als-zankapfel-der-zukunft-a-1285660.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Umweltgifte statt Menschenrechte: Das Sterben der Indigenen in Kolumbien<\/strong><br>\nAuch 500 Jahre nach der europ&auml;ischen Milit&auml;rinvasion in Amerika geht der Genozid an den Ureinwohnern des Kontinents weiter. Niemand spricht vom Holocaust an den Indianerv&ouml;lkern Amerikas. Die &ldquo;Nationale Indianerorganisation Kolumbiens&rdquo; (ONIC) schlug vor wenigen Wochen Alarm. Sie warnte vor der Gefahr, dass eine Reihe von ethnischen Gruppen vom Aussterben bedroht ist.<br>\nBesonders tragisch ist die Situation des kolumbianischen Wayuu-Volkes mit 5.000 an chronischer Unterern&auml;hrung gestorbenen Kleinkindern. Hunger, Mangelerkrankungen und fehlende &auml;rztliche Versorgung haben auch bei fast 100 Indianerinnen w&auml;hrend der Schwangerschaft zum Tod gef&uuml;hrt.<br>\nDer gr&ouml;&szlig;te Kohletagebau der Welt<br>\nDie gr&ouml;&szlig;te indigene Nation Kolumbiens, die Wayuu (insgesamt etwa 800.000), sind auf der kolumbianischen Halbinsel La Guajira vom Aussterben bedroht. Der Fluss Rancher&iacute;a, die Lebensader der Gegend, wurde im Rahmen des Kohlebergbaus aufgestaut und umgeleitet. Das fr&uuml;her von den Wayuu landwirtschaftlich genutzte Gebiet ist heute eine d&uuml;rre Ein&ouml;de. Die Menschen haben keinen Zugang zu Trinkwasser. Man hat ihnen den Fluss geraubt, wie sie sagen.<br>\nDie kolumbianische Firma &ldquo;El Cerrej&oacute;n&rdquo;, Betreiberin des gr&ouml;&szlig;ten Steinkohletagebaus der Welt, liefert in gro&szlig;em Umfang an deutsche Energieunternehmen. Darunter Firmen wie Eon, RWE, die Steag oder Thyssenkrupp. Sie kaufen zwei Drittel ihres Bedarfs in Kolumbien ein. Die deutsche Abh&auml;ngigkeit kennt keine Menschenrechte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/amerika\/92040-indianersterben-in-kolumbien\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neue Satellitenaufnahmen zeigen dramatische Eisschmelze<\/strong><br>\nKlimaforscher haben die Auswirkungen der globalen Erw&auml;rmung anscheinend untersch&auml;tzt. Neue Satellitenaufnahmen der Nasa zeigen eine dramatische Eisschmelze, die in diesem Ausma&szlig; nicht erwartet wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article199867880\/Nasa-Neue-Satellitenaufnahmen-zeigen-dramatische-Eisschmelze.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenn man nach &auml;hnlichen Artikeln googlet, dann findet man f&uuml;r 2011 &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/umwelt\/article13587392\/Meereis-in-der-Arktis-schrumpft-dramatisch-schnell.html\">Meereis in der Arktis schrumpft dramatisch schnell<\/a>&rdquo; und f&uuml;r 2012 &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/article109330330\/Groesste-Eisschmelze-seit-Beginn-serioeser-Messungen.html\">ARKTISCHES MEEREIS &ndash; Gr&ouml;&szlig;te Eisschmelze seit Beginn seri&ouml;ser Messungen<\/a>&ldquo;. Jahr f&uuml;r Jahr f&uuml;r Jahr ein neuer Rekord &ndash; traurigerweise ist das kein neues Thema.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Verkehrsministerium rechnet Klima-Schiene klein<\/strong><br>\n50 Ma&szlig;nahmen, wie der Verkehrssektor CO2 einsparen soll, hatte Minister Andreas Scheuer zu Beginn des Sommers vorgelegt. Doch die Zahlen zum G&uuml;terverkehr in dem Klima-Paket werden nun aus der Schienenbranche stark angezweifelt: Das Ministerium habe das Potenzial der Bahnen stark untersch&auml;tzt.<br>\n&uuml;r Klimasch&uuml;tzer ist Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) lediglich ein weiterer Autominister. Die zunehmende Kritik war Anlass f&uuml;r Scheuer, sich seit einiger Zeit in sozialen Netzwerken als &ldquo;Fahrradminister&rdquo; zu inszenieren. In einem Youtube-Video rast er mit wei&szlig;em Helm auf seinem Drahtesel in Richtung Klimaschutz.<br>\nAu&szlig;erdem machte er der Bahn Druck, die Preise im Personenverkehr zu senken. Zu Beginn des Sommers pr&auml;sentierte er dann 50 Ma&szlig;nahmen, wie der gesamte Verkehrssektor CO2-Emissionen einsparen k&ouml;nnte. Doch genau dieses Klima-Paket sorgt nun f&uuml;r Kritik.<br>\nNach Ansicht des Netzwerks Europ&auml;ischer Eisenbahnen (NEE) wird in dem Paket das Potenzial der Schiene vollkommen untersch&auml;tzt. Es sei bis zu f&uuml;nfmal so hoch wie das vom Bundesverkehrsministerium errechnete, so das NEE, ein Zusammenschluss privater Bahng&uuml;terverkehrsunternehmen vor allem aus Deutschland.<br>\nScheuers Klimama&szlig;nahmen f&uuml;r den G&uuml;terverkehr sehen vor, den Schienenverkehr zu digitalisieren, auszubauen und zu elektrifizieren. Daf&uuml;r will sein Ministerium drei Milliarden Euro bereitstellen. Zusammen mit dem Schiffsverkehr soll die Schiene dann bis zum Jahr 2030 etwa zwei Millionen Tonnen CO2 einsparen. Das Einsparpotenzial beim Lkw-Verkehr sch&auml;tzt das Verkehrsministerium hingegen auf mindestens 17 Millionen Tonnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/verkehr\/verkehrsministerium-rechnet-klima-schiene-klein\">Klimareporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Investitionen der &Ouml;lindustrie unterlaufen Pariser Klimaziele<\/strong><br>\nGro&szlig;e &Ouml;lkonzerne wie BP, Shell oder Equinor haben sich mittlerweile dazu verpflichtet, ihre Gesch&auml;ftsstrategie am Pariser Klimaabkommen auszurichten. Bislang sind das nur leere Versprechen, zeigt eine neue Studie des britischen Thinktanks Carbon Tracker.<br>\nUm die Klimaziele des Paris-Abkommens einzuhalten, muss der Verbrauch fossiler Brennstoffe in den kommenden Jahren drastisch sinken. Nur dann kann der weltweite CO2-Aussto&szlig; so weit reduziert werden, dass die Erderw&auml;rmung auf deutlich unter zwei Grad begrenzt bleibt.<br>\nDennoch steckt die Erd&ouml;lindustrie weiterhin Milliardensummen in neue F&ouml;rderprojekte, obwohl diese nicht &ldquo;Paris-konform&rdquo; sind. Das zeigt eine neue Studie des britischen Thinktanks Carbon Tracker, die am heutigen Freitag ver&ouml;ffentlicht wurde.<br>\nDas Fazit der Finanzanalysten: Keiner der gro&szlig;en &Ouml;l- und Gaskonzerne ist auf dem Kurs, den das Paris-Abkommen vorgibt. Jeder der Energieriesen hat im vergangenen Jahr Projekte beschlossen, die nicht vereinbar sind mit dem Zwei-Grad-Ziel, geschweige denn mit dem 1,5-Grad-Ziel.<br>\nInsgesamt 18 Projekte im Gesamtwert von 50 Milliarden US-Dollar listet die Studie auf, die von den Unternehmen seit Anfang 2018 das Okay bekamen, aber nicht &ldquo;Paris-kompatibel&rdquo; sind. Weitere zw&ouml;lf Projekte &uuml;ber nochmals 21 Milliarden Dollar sollen noch dieses Jahr genehmigt werden.<br>\nZu den schon beschlossenen Projekten geh&ouml;rt etwa das Fl&uuml;ssigerdgas-Projekt &ldquo;LNG Canada&rdquo;, in das Shell 13 Milliarden Dollar investiert. Zun&auml;chst sollen j&auml;hrlich 14 Millionen Tonnen Fl&uuml;ssigerdgas (liquefied natural gas, LNG) produziert werden. Eine m&ouml;gliche Verdopplung der Produktion ist ausdr&uuml;cklich vorgesehen.<br>\nAuch das &ldquo;Aspen&rdquo;-Projekt von Exxon Mobil geh&ouml;rt dazu, bei dem zum ersten Mal seit f&uuml;nf Jahren wieder eine neue &Ouml;lsandf&ouml;rderanlage in Kanada entstehen soll. In das Vorhaben in der Provinz Alberta steckt der US-Konzern 2,6 Milliarden Dollar, produziert werden sollen 75.000 Barrel Bitumen pro Tag.<br>\nExxon bewirbt das Projekt mit dem Hinweis, man setze neue und effizientere &ldquo;Next Generation&rdquo;-Technologien ein. Dadurch m&uuml;sse beim &Ouml;lsandabbau weniger Wasser und Energie eingesetzt werden, sodass auch der Aussto&szlig; von Treibhausgasen sinke. Carbon Tracker sch&auml;tzt das Projekt indes als besonders umweltsch&auml;dlich ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/finanzen\/investitionen-der-oelindustrie-unterlaufen-pariser-klimaziele\">Klimareporter<\/a>\n<p><strong>Dazu: Oil and gas companies undermining climate goals, says report<\/strong><br>\nMajor oil and gas companies have invested $50bn (&pound;40.6bn) in fossil fuel projects that undermine global efforts to avert a runaway climate crisis, according to a report.<br>\nSince the start of last year, fossil fuel companies have spent billions on high-cost plans to extract oil and gas from tar sands, deepwater fields and the Arctic despite the risks to the climate and shareholder returns.<br>\nCarbon Tracker, a financial thinktank, found that ExxonMobil, Chevron, Shell and BP each spent at least 30% of their investment in 2018 on projects that are inconsistent with climate targets, and would be &ldquo;deep out of the money in a low-carbon world&rdquo;.<br>\nAndrew Grant, the author of the report, said: &ldquo;Every oil major is betting heavily against a 1.5C world and investing in projects that are contrary to the Paris goals.&rdquo;<br>\nThe study is the first to analyse individual projects to test whether they are compliant with a 1.5C world, and whether they would be financially sustainable in a low-carbon world.<br>\nIt found that none of the largest listed oil and gas companies are making investment decisions that are in line with global climate goals, and risk wasting $2.2tn (&pound;1.8tn) by 2030 if governments take a tougher stance on carbon emissions.<br>\nLast year Shell said it would spend $13bn on a liquefied natural gas project in Canada and ExxonMobil agreed to invest $2.6bn in the Aspen project in Canada, the first greenfield oil sands project in five years.<br>\n&ldquo;Investors should challenge companies&rsquo; spending on new fossil fuel production. The best way to both preserve shareholder value in the transition and align with climate change goals will be to focus on low-cost projects that will deliver the highest returns,&rdquo; Grant said.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2019\/sep\/06\/oil-and-gas-companies-undermining-climate-goals-says-report\">The Guardian<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> M&ouml;glicherweise f&uuml;hlt sich die Erd&ouml;l-Industrie nicht (mehr) an das Klimaabkommen und seine Ziele gebunden. Vorbild k&ouml;nnte US-Pr&auml;sident Trump mit seiner Entscheidung vom Ausstieg aus diesem Abkommen gewesen sein . Nach dem Motto &bdquo;Was Staaten k&ouml;nnen, schaffen wir doch auch&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Schulprivatisierung verursacht &uuml;ber 800 Millionen Euro Mehrkosten<\/strong><br>\nGemeingut in B&uuml;rgerInnenhand hat herausgefunden, dass die geplante Schulprivatisierung in Berlin &uuml;ber 800 Mio. Euro an Mehrkosten verursachen wird. Grund ist, dass die Wohnungsbaugesellschaft Howoge GmbH, mit der die Privatisierung durchgef&uuml;hrt werden soll, nahezu doppelt so viel Geld pro Schulplatz verlangt wie  Schulen sonst im Bundesdurchschnitt kosten. Auch die Sanierungen durch die Howoge kommen viel teuer als anderswo. Den Mehrkosten steht keinerlei Mehrwert gegen&uuml;ber: Das Geld wird verschleudert. F&uuml;r die Summe von 800 Mio. Euro k&ouml;nnten &uuml;ber 1000 Besch&auml;ftigte eingestellt werden, die in der &ouml;ffentlichen Verwaltung 10 Jahre lang den Schulbau vorantreiben.<br>\nHier die Studie zum download: Studie zu den Kosten der Berliner Schulbauoffensive (BSO) und den Auswirkung auf Besch&auml;ftigte in Berlin und Brandenburg<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/schulprivatisierung-verursacht-ueber-800-millionen-euro-mehrkosten\/\">GiB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Stuttgart-21-Fan-Gemeinde feiert Deutschlands d&uuml;mmsten Eisenbahntunnel<\/strong><br>\nAls schwere Hypothek zulasten von Steuerzahler*innen und Klima bezeichnet Martin Poguntke vom Aktionsb&uuml;ndnis den Fildertunnel, dessen Teilfertigstellung am Montag mit viel Pomp und Prominenz gefeiert werden soll. Mit Milliardenaufwand werde ein &bdquo;Rekord&rdquo;-Tunnel aus dem Talkessel auf die Filderh&ouml;he hochgebohrt, nur um drei Kilometer weiter die eben noch mit h&ouml;chstem Energieeinsatz hochkatapultierten Z&uuml;ge fast dieselbe Zahl an H&ouml;henmetern wieder ins Neckartal hinunterfahren zu lassen.<br>\nJeder der Tausende Z&uuml;ge die jahrein, jahraus gegen jede physikalische Vernunft diese Tunnel auf und abfahren, w&uuml;rde erheblich mehr Energie brauchen als auf einer Fahrt im derzeitigen Streckensystem durchs Neckartal &ndash; wegen der zus&auml;tzlichen H&ouml;hendifferenz und wegen des Luftwiderstands in den engen Tunneln. Und all das nur, damit der Flughafen per ICE ein paar Minuten schneller (das allerdings 250 m vom Flughafen entfernt) erreichbar w&auml;re, um so weitere Zuw&auml;chse beim klimasch&auml;digenden Flugverkehr zu generieren.<br>\nAuf 4,5 Kilometer verl&auml;uft der Fildertunnel zudem durch Gipskeuper und unmittelbar unter dem Fernsehturm hindurch. In bahninternen Gutachten (von KPMG) warnen auch Schweizer Tunnelbauexperten vor den Risiken des Tunnelbaus durch die Anhydritgeologie. Es ist so sicher wie das Amen in der Kirche, so Poguntke, dass auf die lange Lebensdauer eines Tunnels gesehen, gerade der Fildertunnel zu einer Geschichte der Pannen, Streckensperrungen und wiederum betonintensiver Reparaturen, Neu- und Umbauten werden wird.<br>\nDa der gefeierte Tunnel einen der weltweit niedrigsten Brandschutzstandards aufweist, ist zu hoffen, dass am Ende das Verantwortungsbewusstsein &uuml;ber Profit und politische Unterwerfung obsiegen wird und dem Fildertunnel die brandschutzrechtliche Genehmigung und damit der tats&auml;chliche Verkehr von Z&uuml;gen verwehrt werden wird.<br>\nDamit Konsequenzen dieser Art nicht erst in vielen Jahren, sondern sofort gezogen werden, ruft das Aktionsb&uuml;ndnis am 9. September ab 14.30 h zu Protesten am Zugang zur Baustelle bzw. zur Feier auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/stuttgart-21-fan-gemeinde-feiert-deutschlands-duemmsten-eisenbahntunnel\/\">K21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>So verspielen die klammen deutschen Kommunen ihre Zukunft<\/strong><br>\nGerade in finanzschwachen Gemeinden m&uuml;ssen Unternehmen immer h&ouml;here Gewerbesteuern zahlen. Die Firmen suchen sich dann oft alternative Standorte &ndash; ein Teufelskreis. Um den zu durchbrechen, sehen Experten vor allem eine L&ouml;sung.<br>\n&bdquo;Wir haben genug Geld, da k&ouml;nnen wir etwas zur&uuml;ckgeben&ldquo;, sagt B&uuml;rgermeister Frank Schneider. Der Haushalt der 60.000-Einwohner-Stadt Langenfeld im Rheinland weist seit dem Jahr 2008 einen &Uuml;berschuss aus. Jetzt senkt Schneider sowohl die Gewerbe- als auch die Grundsteuer, in drei Schritten bis zum Jahr 2021.<br>\nEr reagiert auf die Nachbarschaft zu K&ouml;ln und D&uuml;sseldorf &ndash; und vor allem zu Monheim. &bdquo;Ich wurde von Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern angesprochen, ob bei den Steuern auch bei uns was m&ouml;glich ist oder sie ihr B&uuml;ro nach Monheim verlegen m&uuml;ssen&ldquo;, sagt der CDU-Politiker. Monheim geh&ouml;rt seit Jahren zu den steuerlich attraktivsten Gemeinden.<br>\nSo niedrig wie in der 40.000-Einwohner-Stadt ist die Gewerbesteuer nirgendwo, bei der Grundsteuer reicht es f&uuml;r Platz f&uuml;nf. Da musste Langenfeld reagieren und den Abstand bei den Hebes&auml;tzen reduzieren. Schlie&szlig;lich sollen auch in Zukunft Arbeitspl&auml;tze und Gewinne in Langenfeld bleiben und entstehen.<br>\nEin Wettbewerb wie zwischen Langenfeld und Monheim ist selten. Trotz der &uuml;ber Jahre erfreulichen Konjunkturlage und steigender Einnahmen sind Steuersenkungen im Kampf um Unternehmen und Arbeitskr&auml;fte die Ausnahme. Das zeigt eine Untersuchung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), die WELT AM SONNTAG exklusiv vorliegt.<br>\nHohe Hebes&auml;tze werfen Gemeinden im Wettbewerb zur&uuml;ck<br>\nVon 699 Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern senkten in diesem Jahr nur acht die Hebes&auml;tze f&uuml;r die Gewerbesteuer. 54 erh&ouml;hten sie. Die Grundsteuer ging in zehn Gemeinden zur&uuml;ck, in 37 stieg sie. Die beiden Steuern sind die einzigen Unternehmensteuern, deren H&ouml;he jede einzelne Gemeinde &uuml;ber den Hebesatz selbst bestimmen kann.<br>\nErh&ouml;hungen wollen nicht recht zu den Zahlen der kommunalen Spitzenverb&auml;nde passen. Sie rechnen auch f&uuml;r 2019 mit einem deutlichen &Uuml;berschuss der Kommunen &ndash; in H&ouml;he von 5,6 Milliarden Euro. Nicht nur das Steueraufkommen steigt dank der guten Wirtschaftslage seit Jahren. Auch der Bund schie&szlig;t immer mehr Geld hinzu. Gleichzeitig sind die Zinsausgaben f&uuml;r den Schuldendienst gering.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article199856304\/Gewerbesteuer-Wie-klamme-Kommunen-ihre-Zukunft-verspielen.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die WELT als Sprachrohr des Unternehmenslobbyisten Wansleben redet hier einem Steuerwettbewerb der Kommunen das Wort, also einer Senkung der Gewerbesteuerhebes&auml;tze. Wenn das aber nun alle tun, ist das logische Ergebnis niedrigere Gewerbesteuereinnahmen f&uuml;r ALLE Kommunen, die sich dann nur gegenseitig Unternehmensansiedlungen abjagen &ndash; und das, wo Gewerbe- und Grundsteuer die gr&ouml;&szlig;ten kommunalen Einnahmeposten und viele Kommunen heute schon unterfinanziert sind. Im Effekt w&uuml;rden sich die &ldquo;klammen Kommunen&rdquo; also richtig ins Knie schie&szlig;en und noch schneller pleite gehen: ein Supertip von dem Lobbyisten. Die hier lobend erw&auml;hnte Stadt Monheim hat tats&auml;chlich Unternehmen abgeworben, allerdings durch Dumping-Gewerbesteuerhebes&auml;tze, womit sie anderen Kommunen massiv geschadet hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Endspiel f&uuml;r die T&uuml;rkei vor den Toren Idlibs<\/strong><br>\nDer Fall der strategisch wichtigen syrischen Ortschaft Chan Scheichun hat die t&uuml;rkische Armee und Politik tief verunsichert.<br>\nDie Bilder aus dem t&uuml;rkisch-syrischen Grenzgebiet, welche letztes Wochenende &uuml;ber soziale Medien verbreitet wurden, h&auml;tte die t&uuml;rkische Regierung am liebsten gleich aus dem Internet und vor allem aus dem Ged&auml;chtnis der t&uuml;rkischen Beobachter gel&ouml;scht: Nach dem Freitaggebet in Idlib zog eine w&uuml;tende Menschenmenge zum Grenz&uuml;bergang Bab al Hawa und skandierte immer wieder die Parole &ldquo;Verr&auml;ter T&uuml;rkei&rdquo;.<br>\nDas Portrait des t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan wurde demonstrativ in Brand gesetzt und Erdogan selber als &ldquo;Hund&rdquo; beschimpft. Unz&auml;hlige Privatwagen dr&auml;ngten sich auf den Strassen zum Grenz&uuml;bergang und wer schon da angekommen war, forderte die t&uuml;rkischen Polizisten auf, die Grenze f&uuml;r die hilfsbed&uuml;rftigen Fl&uuml;chtlinge endlich zu &ouml;ffnen. (&hellip;)<br>\nEigentlich hatte die syrische Armee vor genau einem Jahr ihren Vormarsch auf Idlib beschlossen. Damals konnte der t&uuml;rkische Pr&auml;sident seinen russischen Amtskollegen im letzten Moment f&uuml;r eine Aufschiebung der Operation gewinnen. Seitdem Erdogan nach 2016 sein Land faktisch als Alleinherrscher regiert, z&auml;hlt er auf seine pers&ouml;nlichen Beziehungen zu den starken M&auml;nnern unseres Globus. Diplomatie und Institutionen sind ihm von zweitrangiger Bedeutung. Gemeinsam mit Putin haben sie beim sogenannten Sotschi-Abkommen die Errichtung einer Deeskalationszone vorgesehen, in der die t&uuml;rkische Armee 12 Beobachtungsposten errichten und mit den russischen Truppen f&uuml;r Sicherheit sorgen sollte.<br>\nWar Erdogan &ldquo;zu naiv oder zu optimistisch&rdquo; zu glauben, dass sein Wort und das Wort Putins f&uuml;r eine Aufschiebung der Operation gegen Idlib ewig gelten w&uuml;rde?, fragte sich der ehemalige t&uuml;rkische Aussenminister Yasar Yakis. Bei seinem Treffen mit Putin in Sotschi versprach Erdogan jedenfalls, die Dschihadisten bald entweder in die oppositionelle Gruppierung der gem&auml;ssigten Islamisten einzugliedern oder schlimmstenfalls zu entwaffnen. Es war faktisch eine &ldquo;mission impossible&rdquo; von Anbeginn an. Die al-Kaida-nahe dschihadistische Organisation Hayat al-Sham wurde im Laufe der letzten 12 Monate nicht nur nicht geschw&auml;cht, sondern konnte den Grossteil der Provinz Idlib unter ihrer Kontrolle bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Endspiel-fur-die-Turkei-vor-den-Toren-Idlibs\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Und jetzt die ganze Wahrheit &uuml;ber Syrien<\/strong><br>\nDer Krieg in Syrien ist kompliziert. Da erstaunt es nicht, dass viele Menschen nach einfachen Antworten suchen und selbsternannte Klartextredner grossen Zulauf haben. Wer den Konflikt auf einen geplanten Regimewechsel oder einen gescheiterten Pipeline-Deal reduziert, kann sich einer treuen Fangemeinde sicher sein. (&hellip;)<br>\nGanser geh&ouml;rt zu den Stars der Szene, die den Leitmedien nicht nur im Syrien-Konflikt eine Verschleierung der wahren Umst&auml;nde vorwerfen. So sei es in dem Land in Wahrheit nie um einen Aufstand der Zivilgesellschaft gegangen, sondern um einen von den USA und ihren Verb&uuml;ndeten angezettelten Wirtschaftskrieg. Wie beim Sturz Muammar al-Ghadhafis in Libyen 2011 oder beim &laquo;Putsch&raquo; in der Ukraine Anfang 2014 habe die Nato die Situation vor Ort mit Geheimoperationen eskalieren lassen. Von einer Erhebung des Volkes will Ganser nicht sprechen, wohl aber von Pl&auml;nen zu einem &laquo;regime change&raquo;. Der syrische Diktator sollte gest&uuml;rzt werden, weil er nicht prowestlich gewesen sei beziehungsweise den strategischen und wirtschaftlichen Interessen der USA im Weg gestanden habe. Einen freien politischen Willen spricht Ganser den Syrerinnen und Syrern, die zu Hunderttausenden gegen Asad auf die Strasse gingen, damit ab &ndash; was an sich schon reichlich paternalistisch ist.<br>\nDoch die Masche zieht. (&hellip;)<br>\nWie Ganser versteift sich L&uuml;ders auf die USA als Verursacherin des Syrien-Krieges und ignoriert dabei die v&ouml;llig z&ouml;gerliche Aussenpolitik des damaligen Pr&auml;sidenten Obama. Der war gew&auml;hlt worden, um Amerika nicht in einen weiteren Krieg hineinzuziehen, und lehnte deswegen zun&auml;chst sowohl die Bewaffnung syrischer Rebellen ab &ndash; zu einem Zeitpunkt, als diese noch mehrheitlich moderat waren &ndash; als auch die Einrichtung einer Flugverbotszone. Den Einsatz chemischer Waffen bezeichnete Obama als &laquo;rote Linie&raquo;, er weigerte sich dann aber, milit&auml;rische Konsequenzen zu ziehen, als es im Sommer 2013 tats&auml;chlich zu Giftgasangriffen in Syrien kam. L&uuml;ders Erkl&auml;rung daf&uuml;r: weil &laquo;mit hoher Wahrscheinlichkeit&raquo; nicht das Asad-Regime schuldig gewesen sei, sondern weil es sich um Angriffe &laquo;unter falsche Flagge&raquo; gehandelt habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/der-syrien-krieg-wahrheiten-und-verdrehungen-ld.1503834\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.K.:<\/strong> eines der &uuml;blichen Versuche der NZZ Daniele Ganser oder Michael L&uuml;ders als Verschw&ouml;rungstheoretiker zu diffamieren. Gegenbeweise zu deren Theorien, erbringt der Autor selbstverst&auml;ndlich keine.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-54643","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54643","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=54643"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54643\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":54645,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54643\/revisions\/54645"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=54643"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=54643"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=54643"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}