{"id":54658,"date":"2019-09-09T12:34:00","date_gmt":"2019-09-09T10:34:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54658"},"modified":"2019-09-09T15:39:57","modified_gmt":"2019-09-09T13:39:57","slug":"fuehrerscheinentzug-bei-unterhaltsschulden-eine-populistische-luftnummer-der-spd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54658","title":{"rendered":"F\u00fchrerscheinentzug bei Unterhaltsschulden? Eine populistische Luftnummer der SPD"},"content":{"rendered":"<p>Auf den ersten Blick klingt die <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/schwesig-saumigen-unterhaltszahlern-fuhrerschein-wegnehmen-OKGN2ISRM5BCZP3LSOCY2B5QUI.html\">Forderung der kommissarischen SPD-Chefin Manuela Schwesig<\/a> ja richtig: Wer seinen Kindern keinen Unterhalt zahlt, muss vom Staat an die Kandare genommen werden &ndash; zur Not auch mit unkonventionellen Mitteln wie einem F&uuml;hrerscheinentzug. Doch je mehr man ins Thema eintaucht, desto mehr verliert Schwesigs Vorsto&szlig; an Substanz und w&uuml;rde schlussendlich vor allem Geringverdiener treffen, denen man mit einem F&uuml;hrerscheinentzug die &ouml;konomische Grundlage entziehen w&uuml;rde, was ganz sicher auch nicht im Interesse der Kinder ist. Populismus ist beileibe kein Alleinstellungsmerkmal der politischen R&auml;nder. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2924\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-54658-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190909_Fuehrerscheinentzug_bei_Unterhaltsschulden_als_Luftnummer_der_SPD_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190909_Fuehrerscheinentzug_bei_Unterhaltsschulden_als_Luftnummer_der_SPD_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190909_Fuehrerscheinentzug_bei_Unterhaltsschulden_als_Luftnummer_der_SPD_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190909_Fuehrerscheinentzug_bei_Unterhaltsschulden_als_Luftnummer_der_SPD_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=54658-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190909_Fuehrerscheinentzug_bei_Unterhaltsschulden_als_Luftnummer_der_SPD_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"190909_Fuehrerscheinentzug_bei_Unterhaltsschulden_als_Luftnummer_der_SPD_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Wenn ein Elternteil, der getrennt vom alleinerziehenden Partner lebt, den Unterhaltsverpflichtungen f&uuml;r das gemeinsame Kind nicht nachkommt, besteht der gesetzliche Anspruch, sich die s&auml;umigen Unterhaltszahlungen vom Jugendamt als <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Unterhaltsvorschuss\">Unterhaltsvorschuss<\/a> vorstrecken zu lassen. Der Vorteil f&uuml;r Kinder und Alleinerziehende: Sobald das Jugendamt in Vorleistung gegangen ist, schuldet der s&auml;umige Elternteil nicht mehr seinem Kind, sondern dem Staat die vorgeschossene Summe. Der Staat holt sich das Geld dann &uuml;ber einen vollstreckbaren Titel vom s&auml;umigen Unterhaltspflichtigen zur&uuml;ck. So zumindest die Theorie. <\/p><p>Die Zahlen des Bundesfamilienministeriums zu diesem Thema sind in der Tat erschreckend. Seit der Ausweitung des Anspruchs auf Unterhaltsvorschuss vor zwei Jahren ist die Zahl der Kinder, denen der Staat die Unterhaltsleistungen eines s&auml;umigen Elternteils vorstreckt, auf &uuml;ber 800.000 gestiegen. Dies entspricht einer Verdoppelung der F&auml;lle binnen zwei Jahren bzw. in der Summe zwei Milliarden Euro pro Jahr. Es w&auml;re jedoch voreilig, dies &ndash; wie es Frau Schwesig zwischen den Zeilen zelebriert &ndash; auf die mangelnde Zahlungsmoral der Unterhaltspflichtigen zu schieben. Hauptverantwortlich sind vielmehr zwei ganz andere Effekte.<\/p><p><strong>Nebenwirkungen der Niedriglohnpolitik<\/strong><\/p><p>Zum einen hat die <a href=\"https:\/\/www.haufe.de\/recht\/familien-erbrecht\/ab-2017-unterhaltsvorschuss-bis-zur-volljaehrigkeit-des-kindes_220_387034.html\">Gesetzesnovelle selbst<\/a> die Zahl der Berechtigten massiv ausgeweitet. Seit der Neuerung sind auch die Unterhaltszahlungen f&uuml;r Kinder zwischen 12 und 17 Jahren vorschussberechtigt und die vormalige Begrenzung des Vorschusses auf sechs Jahre fiel ebenfalls weg. Die deutliche Ausweitung der Berechtigten war also durchaus politisch gewollt.<\/p><p>Zum anderen ist jedoch auch die Hartz-IV-Gesetzgebung ma&szlig;geblich f&uuml;r die hohen Zahlen verantwortlich. Da der Unterhaltsvorschuss im Juristendeutsch eine vorrangige Leistung ist, sind alleinerziehende Bezieher von SGB-II-Leistungen gesetzlich verpflichtet, einen Unterhaltsvorschuss zu beantragen. Das trifft auf fast 40% der alleinerziehenden Haushalte <a href=\"https:\/\/www.bmfsfj.de\/bmfsfj\/themen\/familie\/chancen-und-teilhabe-fuer-familien\/alleinerziehende\">in Deutschland zu<\/a> &ndash; das entspricht 625.000 F&auml;llen. Das Besondere an diesen F&auml;llen: Da der Unterhaltsvorschuss eine vorrangige Leistung ist, wird er von den &Auml;mtern auch mit anderen Leistungen wie Hartz IV, Kinderzuschlag, Wohngeld und Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket 1:1 verrechnet. F&uuml;r die Kinder und die Alleinerziehenden &auml;ndert sich hier in der Summe also oft nichts. Das Einzige, was sich &auml;ndert, ist, dass der Staat sich auf diesem Umweg einen Teil der ausgezahlten Leistungen vom s&auml;umigen Elternteil zur&uuml;ckholen kann. F&uuml;r die Alleinerziehenden bleibt so nur die vage Hoffnung auf einen Job, der so gut bezahlt ist, dass ihnen der Ausstieg aus dem SGB-II-System gelingt. Die Bundesregierung kommentiert dies <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/19\/039\/1903960.pdf\">folgenderma&szlig;en<\/a> &hellip;<\/p><p><em>Infolge der Anrechnung aller vorrangigen Anspr&uuml;che, also auch des Unterhaltsvorschusses, auf Leistungen nach dem SGB II, sind diese f&uuml;r die Leistungsberechtigten auf den ersten Blick nur bedingt von wirtschaftlicher Bedeutung. Dies &auml;ndert sich jedoch, wenn es den Alleinerziehenden gelingt, den Bezug von Leistungen der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende zu beenden.<\/em><\/p><p><strong>Die Meisten k&ouml;nnen (und m&uuml;ssen) schlicht nicht zahlen<\/strong><\/p><p>F&uuml;r die Alleinerziehenden und die betroffenen Kinder ist die Frage, ob und woher der Staat sich den ausgezahlten Vorschuss zur&uuml;ckholt, zweitrangig. Dies sieht f&uuml;r den s&auml;umigen Unterhaltspflichtigen &ndash; meist handelt es sich hierbei um den Kindsvater &ndash; naturgem&auml;&szlig; anders aus. Aber auch hier greift Schwesigs Unterstellung nicht, es handele sich um Personen, die sich vor ihren Pflichten dr&uuml;cken wollen. Die relevanten Zahlen dazu stammen interessanterweise vom Bundesfamilienministerium, dessen Chefin Franziska Giffey hier dennoch mit Schwesig voll auf einer Linie ist.<\/p><div class=\"imagewrap\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/190909_Fuehrerscheinentzug.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Schaut man sich Zahlen an, erkennt man sehr schnell, dass der Gro&szlig;teil des Vorschusses schlicht zur Zeit nicht zur&uuml;ckgefordert werden kann, da die Forderungen aufgrund der wirtschaftlich prek&auml;ren Situation der Schuldner gestundet werden. Der zweite gro&szlig;e Block besteht aus den F&auml;llen, die vorschriftsgem&auml;&szlig; zur&uuml;ckgezahlt wurden oder werden. <strong>Lediglich vier Prozent der F&auml;lle sind unklar in der Definition und umfassen die Gruppe von s&auml;umigen Unterhaltszahlern, die Schwesig mit ihrem Vorsto&szlig; nun in die Knie zwingen will.<\/strong><\/p><p>Es ist ohnehin fraglich, wen Schwesig genau mit dem angedrohten F&uuml;hrerscheinentzug sanktionieren will. Schlie&szlig;lich stellt die Verletzung der Unterhaltspflicht eine Straftat nach &sect;170 StGB dar, die mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren sanktioniert werden kann. Die Gelder, die der Staat vorschie&szlig;t, sind zudem bei S&auml;umigkeit mit einem pf&auml;ndbaren Titel versehen, der dem Gl&auml;ubiger ein breites Spektrum von Sach-, Konten- und Lohnpf&auml;ndungen bis zur <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/landsberg\/Unterhalt-nicht-bezahlt-Haftstrafe-fuer-Vater-id15772076.html\">Erzwingungshaft<\/a> er&ouml;ffnet. Zudem sind Schulden aus Unterhaltsforderungen sogar von der Restschuldbefreiung im Rahmen der Privatinsolvenz ausgenommen. Nach der Wohlverhaltensphase von sieben Jahren steht der Staat also immer noch in Person des Gerichtsvollziehers auf der T&uuml;rschwelle und fordert seinen Vorschuss samt Verzugszinsen ein. Die weitreichenden M&ouml;glichkeiten bestehen nicht nur in der Theorie, sie werden auch in der Praxis <a href=\"https:\/\/www.goettinger-tageblatt.de\/Nachrichten\/Hannover\/Kein-Unterhalt-in-Hannover-gezahlt-Mann-auf-Kreuzfahrtschiff-Aida-festgenommen\">vollstreckt<\/a>. Es ist also ein gro&szlig;es R&auml;tsel, was Frau Schwesig bei diesem harten Sanktionskatalog &uuml;berhaupt noch versch&auml;rfen will und warum sie ausgerechnet den F&uuml;hrerscheinentzug hier ins Spiel bringt.<\/p><p><strong>Populismus<\/strong><\/p><p>Die Idee eines F&uuml;hrerscheinentzugs f&uuml;r s&auml;umige Unterhaltspflichtige geht auf einen <a href=\"https:\/\/www.haz.de\/Nachrichten\/Politik\/Deutschland-Welt\/Gesetzesentwurf-fuer-Fuehrerscheinentzug-bei-fehlender-Unterhaltszahlung\">Vorsto&szlig; des damaligen Justizministers Heiko Maas zur&uuml;ck<\/a>, der damals bereits die &bdquo;Sprachregelung&ldquo; f&uuml;r dieses Projekt vorgab. Demnach ginge es um &bdquo;F&auml;lle, etwa bei sehr wohlhabenden Straft&auml;tern, bei denen eine Geldstrafe keine Wirkung erzielt&ldquo;. Das h&ouml;rt das Volk nat&uuml;rlich gerne. Wie viele s&auml;umige wohlhabende Straft&auml;ter es aber &uuml;berhaupt gibt, die sich weder von einer Lohn- oder Sachpf&auml;ndung noch von einer Erzwingungshaft oder einer angedrohten Freiheitsstrafe beeindrucken lassen und stattdessen bei einem drohenden F&uuml;hrerscheinentzug pl&ouml;tzlich zahlungswillig werden sollen, lie&szlig; jedoch Maas genau so offen wie seine Genossinnen Giffey und Schwesig, die mit diesem Vorsto&szlig; Schlagzeilen machen. Hierzu sei auch angemerkt, dass die gesamte Forderung ohnehin eine Luftnummer ist, da die M&ouml;glichkeit, Fahrverbote bei derartigen Straftaten zu verh&auml;ngen, <a href=\"https:\/\/www.haufe.de\/recht\/familien-erbrecht\/kindesunterhalt-fahrverbot-fuer-saeumige-unterhaltszahler_220_467900.html\">bereits seit August 2017 besteht<\/a>, aber &ndash; sicherlich auch wegen verfassungsrechtlicher Bedenken &ndash; von den Gerichten noch nie ausgesprochen wurde. Ohnehin handelt es sich hier um den Ermessensspielraum der mit den F&auml;llen betrauten Richter und nicht um den Ermessensspielraum der Politik. Man fordert hier also Ma&szlig;nahmen, die gar nicht im eigenen Handlungsspielraum liegen. Das ist Populismus.<\/p><p><strong>Neue Sanktionierungsma&szlig;nahmen<\/strong><\/p><p>Wohin die Initiative eigentlich zielt, zeigt ein Nebensatz in einem <a href=\"https:\/\/www.haufe.de\/recht\/familien-erbrecht\/kindesunterhalt-fahrverbot-fuer-saeumige-unterhaltszahler_220_467900.html\">juristischen Kommentar zum Thema auf haufe.de<\/a>. Dort wird die eigentliche Motivation der Forderung mit der Idee beschrieben, nicht zahlungsf&auml;hige Schuldner dazu zu bringen, &bdquo;sich in einen leistungsf&auml;higen Zustand zu versetzen, also zu arbeiten.&ldquo; Es geht also vor allem darum, die Geringverdiener, Aufstocker und Hartz-IV-Bezieher, deren pf&auml;ndbares Einkommen zur Zeit unter der <a href=\"https:\/\/www.schuldnerberatung-diskret.de\/pfaendungstabelle\">Pf&auml;ndungsfreigrenze<\/a> liegt, dazu zu &bdquo;motivieren&ldquo;, einen besser bezahlten Job oder einen Zweitjob anzunehmen. Und wenn die Schuldner diesem Wunsch nicht nachkommen, soll der Staat, der hier ja aufgrund der schuldrechtlichen Bestimmungen materiell nicht mehr sanktionieren kann, &uuml;ber den Umweg des F&uuml;hrerscheinentzugs die Daumenschrauben anziehen.<\/p><p>Doch wem ist damit geholfen, wenn einem materiell schwachen Schuldner mit dem F&uuml;hrerscheinentzug die &ouml;konomische Basis entzogen wird? Gerade im l&auml;ndlichen Raum ist der F&uuml;hrerschein meist eine Grundvoraussetzung, um am Arbeitsleben teilnehmen zu k&ouml;nnen. Wer hier sinnlos sanktioniert, zerst&ouml;rt letztlich nur die Reste der in diesen F&auml;llen ohnehin prek&auml;ren Basis der Schuldner und sorgt daf&uuml;r, dass die Betroffenen bis an ihr Lebensende unter der Pf&auml;ndungsgrenze dahinvegetieren m&uuml;ssen. Das hilft weder dem Staat noch den Kindern oder den Alleinerziehenden.<\/p><p><strong>Es gibt bessere Alternativen<\/strong><\/p><p>Dabei wirft die gesamte Problematik doch ganz andere Fragen auf. Warum schafft der Staat es oft nicht, s&auml;umige Schuldner zur Kasse zu bitten? Die Antwort ist klar: Da nicht nur viele Alleinerziehende, sondern auch deren ehemalige Partner in wirtschaftlich prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen leben und bei ihnen schlicht nichts zu holen ist. Was helfen w&uuml;rde, w&auml;ren ordentlich bezahlte Jobs.<br>\nEin anderes Problem ist die Vollstreckung der Titel. Da das Personal fehlt, schaffen es die zust&auml;ndigen Landkreise schon heute nicht, die ausstehenden F&auml;lle fristgem&auml;&szlig; zu bearbeiten. Das betrifft auf der einen Seite das Inkasso der gezahlten Vorsch&uuml;sse, aber auf der anderen Seite genau so die Antr&auml;ge der Alleinerziehenden auf Zahlungsvorschuss. Und hier sind vor allem die Alleinerziehenden und die Kinder die Leidtragenden, da sie die Leistungen, die ihnen zustehen, nicht schnell genug abrufen k&ouml;nnen. <\/p><p>Wer diese Probleme aus dem Weg r&auml;umen will, muss daher vor allem auf personeller Ebene nachbessern. Wenn der Staat die n&ouml;tigen Stellen in den Jugend&auml;mtern und bei den Vollzugsbeh&ouml;rden schafft, w&auml;re dies eine wirkungsvolle Medizin. Das will oder kann die SPD nicht, huldigt sie doch immer noch der schwarzen Null. Ablenkman&ouml;ver der populistischen Sorte sollen offenbar davon ablenken. Maas, Giffey, Schwesig und Co. sind bereits derart in den Denkstrukturen der Agenda-2010-Logik festgefahren, dass von ihnen offenbar auch keine L&ouml;sungen f&uuml;r die allt&auml;glichen Probleme der Politik mehr zu erwarten sind. Statt progressiver Probleml&ouml;sungen gibt es nur noch populistische Luftnummern auf BILD-Niveau. <\/p><p>Titelbild: Photographee.eu\/shutterstock.com<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/8150e87d5756419cb66fe3bff116371c\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf den ersten Blick klingt die <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/schwesig-saumigen-unterhaltszahlern-fuhrerschein-wegnehmen-OKGN2ISRM5BCZP3LSOCY2B5QUI.html\">Forderung der kommissarischen SPD-Chefin Manuela Schwesig<\/a> ja richtig: Wer seinen Kindern keinen Unterhalt zahlt, muss vom Staat an die Kandare genommen werden &ndash; zur Not auch mit unkonventionellen Mitteln wie einem F&uuml;hrerscheinentzug. Doch je mehr man ins Thema eintaucht, desto mehr verliert Schwesigs Vorsto&szlig; an Substanz und w&uuml;rde<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54658\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":54659,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,167,145,191],"tags":[2113,2721,458,1191,288,2671,2722],"class_list":["post-54658","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-familienpolitik","category-sozialstaat","category-spd","tag-alleinerziehende","tag-giffey-franziska","tag-maas-heiko","tag-populismus","tag-prekaere-beschaeftigung","tag-schwesig-manuela","tag-unterhalt"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/shutterstock_326490689.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54658","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=54658"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54658\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":54674,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54658\/revisions\/54674"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/54659"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=54658"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=54658"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=54658"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}