{"id":54733,"date":"2019-09-11T10:15:43","date_gmt":"2019-09-11T08:15:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54733"},"modified":"2019-09-11T12:50:15","modified_gmt":"2019-09-11T10:50:15","slug":"bescheuert-ein-minister-macht-vertraege-ohne-rechtssicherheit-und-sichert-so-die-profite-von-investoren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54733","title":{"rendered":"Bescheuert. Ein Minister macht Vertr\u00e4ge ohne Rechtssicherheit und sichert so die Profite von Investoren."},"content":{"rendered":"<p>Nach der Absage des Europ&auml;ischen Gerichtshofs an die deutsche &bdquo;Ausl&auml;ndermaut&ldquo; r&uuml;sten sich die verhinderten Betreiber f&uuml;r die Klageschlacht gegen die BRD. Die  Regressforderungen k&ouml;nnten Hunderte Millionen Euro schwer sein, nachdem bisher schon &uuml;ber 50 Millionen Euro f&uuml;r das Projekt verbrannt worden sind. Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss soll jetzt Licht ins Dunkel der Machenschaften des Bundesverkehrsministers und seiner Getreuen bringen. Das verspricht allerhand Erhellendes &uuml;ber Rechentricks, Rechtsbeugung und Rechthaberei. Wollte man b&ouml;se sein, k&ouml;nnte man das korrupt nennen. F&uuml;r die handelnden Akteure l&auml;uft so etwas unter Politik. Von <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nWas wollte Andreas Scheuer (CSU) mit seiner &bdquo;Ausl&auml;ndermaut&ldquo; nicht alles bewirken: F&uuml;r &bdquo;Gerechtigkeit&ldquo; auf Deutschlands Autobahnen sorgen, h&ouml;here Staatseinnahmen generieren, den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur vorantreiben, politische Handlungsf&auml;higkeit beweisen, die bayerische Volksseele bes&auml;nftigen, beim W&auml;hler punkten und noch viel mehr. Und was wird bei der Sache herauskommen? Weniger als gar nichts. Bekanntlich hat der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) das Herzensanliegen des Bundesverkehrsministers gestoppt und den deutschen Sonderweg einer Stra&szlig;ennutzungsgeb&uuml;hr f&uuml;r Nichtdeutsche durchkreuzt. Das allein w&auml;re bestens und ein vers&ouml;hnlicher Schlusspunkt hinter einem selten d&auml;mlichen Projekt gewesen. <\/p><p>Aber das dicke Ende steht noch aus. Weil die verhinderten Betreiber sich um ihre Profite betrogen f&uuml;hlen, bereiten sie eine Schadensersatzklage vor, die nach Lage der Dinge ein gewaltiges Loch in die Staatskasse rei&szlig;en wird. So rechnet etwa der FDP-Bundestagsabgeordnete Oliver Luksic damit, dass die vermasselte PKW-Maut bis zu 500 Millionen Euro kosten wird. Bis dato wurden schon &uuml;ber 50 Millionen Euro f&uuml;r Berater und Gutachter verbrannt. Und wozu das alles? F&uuml;r nichts und wieder nichts &ndash; sofern man nicht in der Chefetage von CTS Eventim und Kapsch TrafficCom sitzt. Dort war man n&auml;mlich so &bdquo;vorsichtig&ldquo;, die Vertr&auml;ge &uuml;ber die Mauterhebung schon lange im Vorfeld des Luxemburger Richterspruchs abzuschlie&szlig;en und darin f&uuml;r den Fall eines negativen Entscheids gro&szlig;z&uuml;gige Entsch&auml;digungsregelungen zu implementieren. Und Scheuer war &bdquo;nachsichtig&ldquo; genug, dabei mitzumachen. <\/p><p>Wie f&uuml;r den Steuerzahler k&ouml;nnte die Angelegenheit vielleicht auch f&uuml;r Scheuer selbst teuer werden. FDP, die Gr&uuml;nen und die Linkspartei werden aller Voraussicht nach einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Aufkl&auml;rung der Umst&auml;nde einsetzen, unter welchen das Gesetzesvorhaben auf den Weg gebracht worden und gescheitert ist, und dazu, welche Rolle dabei im Speziellen der Minister gespielt hat. Gr&uuml;ne und Liberale k&uuml;ndigten schon zu fr&uuml;herer Gelegenheit an, den Schritt gehen zu wollen. Am Montagabend sprach sich dann auch Die LINKE im Bundestag vom Grundsatz her daf&uuml;r aus. Das sei erforderlich, &bdquo;damit dieser Wahnsinn, der dort geschehen ist, wirklich das Licht der &Ouml;ffentlichkeit erblickt&ldquo;, erkl&auml;rte Fraktionschef Dietmar Bartsch.  <\/p><p>Die zur Bestellung des Gremiums notwendigen 25 Prozent der Abgeordnetensitze bringen die drei Fraktionen locker zusammen, womit der Unternehmung nichts mehr im Wege stehen sollte. Nun wird es darum gehen m&uuml;ssen, einen Untersuchungsauftrag zu formulieren und festzulegen, welche Sachverhalte konkret zu durchleuchten sind. In der Medienberichterstattung der zur&uuml;ckliegenden Wochen und Monate wurde bereits eine ganze Reihe an Widerspr&uuml;chen, Ungereimtheiten und Merkw&uuml;rdigkeiten aufgeworfen, zu denen sich Scheuer erkl&auml;ren muss. Im Folgenden werden die strittigen Punkte sowie die Hintergr&uuml;nde aufgezeigt.<\/p><ol>\n<li><strong>Handelseinig ohne Rechtssicherheit<\/strong>\n<p>Der Hauptvorwurf gegen Scheuer lautet: Warum wurde er mit dem Betreiberkonsortium aus CTS Eventim (Deutschland) und Kapsch Traffic-Com (&Ouml;sterreich) handelseinig, ohne den entscheidenden Richterspruch aus Luxemburg abzuwarten? Nur dieses Vorgehen beweist ein Maximum an Fahrl&auml;ssigkeit und gen&uuml;gte f&uuml;r sich allein, den Minister seines Amtes zu entheben und ihn wegen Untreue zu belangen. Zwar hatte der Generalanwalt beim EuGH das Modell einer lediglich ausl&auml;ndischen Fahrzeughaltern aufzuerlegenden Fernstra&szlig;ennutzungsgeb&uuml;hr, die f&uuml;r Deutsche mit der Kfz-Steuer zu verrechnen ist, im Fr&uuml;hjahr f&uuml;r rechtens erkl&auml;rt. Dies wurde medial als sicherer Fingerzeig gehandelt, dass der Gerichtshof die Klage &Ouml;sterreichs abweisen und am Ende gr&uuml;nes Licht f&uuml;r das Vorhaben geben wird. <\/p>\n<p>Allerdings erfolgte das Votum des Generalanwalts Anfang Februar, als die Vertr&auml;ge schon gemacht waren. Zudem waren sich auch in der Folge l&auml;ngst nicht alle Experten darin einig, dass der EuGH der Empfehlung folgen wird. Scheuer konnte sich also keineswegs sicher sein &ndash; schon gar nicht beim Vertragsabschluss f&uuml;nf Wochen davor &ndash;, seine Pl&auml;ne durchzubringen. Das gilt nicht minder f&uuml;r seine Vertragspartner, die deshalb auch Vorkehrungen f&uuml;r das Worst-Case-Szenario trafen. Wie aus den auf Druck der Opposition inzwischen ver&ouml;ffentlichten Vertr&auml;gen hervorgeht, sind den Betreibern f&uuml;r den Fall einer K&uuml;ndigung aus &bdquo;ordnungspolitischen Gr&uuml;nden&ldquo; hohe Vergeltungen zugedacht &ndash; n&auml;mlich der entgangene Gewinn &uuml;ber die gesamte restliche Vertragslaufzeit bis 2032. Nach einem von der FDP in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten sei diese so &bdquo;weitreichende&ldquo; Kompensation als &bdquo;un&uuml;blich einzustufen und erscheint unangemessen&ldquo;, auch weil das Risiko in einem solchen Fall allein beim Bund lag. <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/pkw-maut-fdp-untersuchungsausschuss-101.html\">Stattdessen h&auml;tte es<\/a> &bdquo;eine Vielzahl anderer Regelungsmechanismen gegeben, um zu einer angemesseneren Risiko- und Kostenverteilung zu kommen&ldquo;.<\/p><\/li>\n<li><strong>Vertragsabschluss bei Nacht und Nebel<\/strong>\n<p>Der EuGH hatte die deutsche Pkw-Maut am 18. Juni als rechtswidrig verworfen, ein knappes halbes Jahr, nachdem die beiden Hauptkontrakte in einer Art Nacht- und Nebelaktion unterzeichnet wurden. Die Beteiligten sollen den Deal am 30. Dezember 2018 <a href=\"https:\/\/www.dnn.de\/Nachrichten\/Politik\/Akte-Pkw-Maut-Warum-Scheuer-es-Ende-2018-so-eilig-hatte\">bei einem siebenst&uuml;ndigen Notartermin besiegelt haben<\/a>. Die Zeit dr&auml;ngte, denn zwei Tage sp&auml;ter h&auml;tte es einer erneuten Zustimmung des Bundestages bedurft. Die vom Parlament per Haushaltsplan 2018 erteilte Verpflichtungserm&auml;chtigung zur Finanzierung des Betreibervertrags w&auml;re zum Jahresende ausgelaufen. <\/p>\n<p>Scheuer begr&uuml;ndet die Eile damit, dass sonst der Starttermin zur Mauterhebung gef&auml;hrdet  gewesen w&auml;re und damit wom&ouml;glich das gesamte Projekt auf unbestimmte Zeit h&auml;tte verschoben werden m&uuml;ssen. Das ist nach Lage der Dinge nur die halbe Wahrheit. Daneben ging es wohl darum, dass bei einer erneuten Befassung des Parlaments die Umst&auml;nde ans Licht gekommen w&auml;ren, unter denen das Gesamtvolumen der Vereinbarung mit Eventim und Kapsch quasi &uuml;ber Nacht um &uuml;ber eine Milliarde auf nur noch rund zwei Milliarden Euro geschrumpft war. W&auml;hrend der Haushaltsausschuss lediglich eine Summe von h&ouml;chstens 2,08 Milliarden Euro f&uuml;r die Umsetzung der Pkw-Maut bewilligt hatte, belief sich das im Oktober vom Konsortium vorgelegte Angebot auf &uuml;ber drei Milliarden Euro. <\/p>\n<p>Es &bdquo;ergibt sich ein fehlender Betrag von ca. 1,067 Milliarden Euro&ldquo;, konstatierten die Beamten des Verkehrsministeriums in einem Papier vom November 2018 f&uuml;r den zust&auml;ndigen Staatssekret&auml;r. Es zeichne sich ab, dass &bdquo;die bisher im Haushalt hinterlegte Verpflichtungserm&auml;chtigung nicht ausreichend ist, um einen Vertragsschluss mit dem Bieter zu vollziehen&ldquo;. In dem als &bdquo;Verschlusssache&ldquo; gekennzeichneten Schreiben werden schlie&szlig;lich Wege aufgezeigt, wie man den Bundestag und das Finanzministerium <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/auto-verkehr\/hat-verkehrsminister-scheuer-kosten-der-maut-verschleiert-16348714.html\">um zus&auml;tzliches Geld bitten k&ouml;nnte<\/a>. Der CSU-Minister w&auml;hlte einen anderen Weg, indem er das Gebot durch sehr &bdquo;kreative&ldquo; Rechenoperationen auf den allerletzten Dr&uuml;cker auf das n&ouml;tige Ma&szlig; zurechtstutzen lie&szlig; (vgl. Punkt 3). <\/p>\n<p>Dar&uuml;ber h&auml;tte nach Auffassung der Opposition allerdings das Parlament unterrichtet werden m&uuml;ssen. &bdquo;Minister Scheuer behauptet, es h&auml;tte keine wesentliche Ver&auml;nderung im Verfahren gegeben. Eine &Auml;nderung von &uuml;ber einer Milliarde Euro ist aber selbstverst&auml;ndlich genau das, und damit vergaberechtlich hoch problematisch&ldquo;, &auml;u&szlig;erte sich etwa der verkehrspolitische Sprecher der FDP, Oliver Luksic. &bdquo;Bei einer solchen Entwicklung h&auml;tte au&szlig;erdem der Haush&auml;lter, der Bundestag, informiert werden m&uuml;ssen, was nicht geschah.&ldquo; Scheuer habe &bdquo;das Parlament und die &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber die wahren Kosten gezielt belogen&ldquo;, <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/andreas-scheuer-pkw-maut-verkehrspolitik-1.4573752\">beklagte der Gr&uuml;nen-Haushaltspolitiker Sven-Christian Kindler<\/a>. &bdquo;Am Ende w&auml;re die Pkw-Maut noch massiv teurer als die bisher bekannten Kosten von zwei Milliarden Euro geworden.&ldquo;<\/p>\n<p>Die Gr&uuml;nen-Fraktion geht noch weiter und wirft dem Minister Verfassungsbruch vor. Nach einem Gutachten zweier Rechtsexperten der Hamburger Helmut-Schmidt-Universit&auml;t h&auml;tte es wegen der in den Vertr&auml;gen festgelegten Entsch&auml;digungskonditionen noch einmal zwingend der Zustimmung des Bundestags bedurft. In der Expertise der Professoren Ulrich Hufeld und Florian Wagner-von Papp hei&szlig;t es, das Ministerium habe mit dem Vertrag &bdquo;ein Risiko ohne haushaltsrechtliche Deckung &uuml;bernommen&ldquo;. Laut Wagner-von Papp setzt die fragliche Klausel den &bdquo;Brutto-Unternehmenswert&ldquo; als Schadenersatz an, womit die gesamte Verg&uuml;tung und der gesamte Gewinn &uuml;ber die regul&auml;re Laufzeit von zw&ouml;lf Jahren f&auml;llig w&uuml;rde. Es sei &bdquo;kaum nachvollziehbar&ldquo;, dass der Bund sich <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/deutschland\/maut-bundesverkehrsminister-soll-gegen-grundgesetz-verstossen-haben-a-1283548.html\">auf dieses &bdquo;Garantieversprechen&ldquo; eingelassen habe<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><strong>Aus drei Milliarden werden zwei<\/strong>\n<p>Bemerkenswert ist, wie das anfangs mit &uuml;ber einer Milliarde Euro &uuml;ber dem Haushaltsrahmen liegende Angebot von Eventim und Kapsch pl&ouml;tzlich auf die gew&uuml;nschte Gr&ouml;&szlig;e schrumpfte. Unter anderem haben sich die Beteiligten auf &bdquo;variable Verg&uuml;tungen&ldquo; geeinigt. Hierbei geht es um Geld f&uuml;r die Behandlung von Ausnahmen, H&auml;rtef&auml;llen und Widerspr&uuml;chen in Zusammenhang mit der Maut-Erhebung. Der hierf&uuml;r urspr&uuml;nglich vorgesehene Betrag wurde von 500.000 Euro auf 250.000 Euro gesenkt. Weiterhin hat man laut einem Ministeriumsvermerk mit einem Mal Einsparpotenziale durch &bdquo;die fortschreitende Digitalisierung der Arbeitsabl&auml;ufe&ldquo; ausgemacht, insbesondere &bdquo;im Bereich an Abgabenpflichtige zu versendende Schreiben&ldquo;. Obendrein kalkulierte man eine m&ouml;gliche Umsatzsteuerbefreiung anfallender Portokosten ein. <\/p>\n<p>Ein Angebot im Handumdrehen um ein sattes Drittel zu k&uuml;rzen, ist an sich schon eine Kuriosit&auml;t. Kein Unternehmer mit halbwegs intaktem Gesch&auml;ftssinn lie&szlig;e sich auf so etwas ein, h&auml;tte er nicht handfeste Garantien daf&uuml;r, am Ende doch seinen Schnitt zu machen. Schon deshalb liegt der Verdacht nahe, dass hier getrickst und verschleiert wurde. Was die Angelegenheit erst richtig undurchsichtig macht, ist allerdings der Faktor Toll Collect. Die Gesellschaft befindet sich seit ihrer R&uuml;ckverstaatlichung vor einem Jahr in &ouml;ffentlichem Besitz und treibt f&uuml;r den Bund die Lkw-Maut auf hiesigen Bundesstra&szlig;en und Autobahnen ein. Trotzdem kam es der Bundesregierung nie in den Sinn, die Pkw-Maut in die Regie von Toll Collect zu &uuml;berf&uuml;hren, obwohl sich dabei auf eine intakte und nach anf&auml;nglichen Geburtswehen mittlerweile bew&auml;hrte Infrastruktur zur&uuml;ckgreifen lie&szlig;e &ndash; etwa das fl&auml;chendeckende Netz an automatischen Kontrollbr&uuml;cken und -s&auml;ulen. <\/p>\n<p>Zuletzt kam Toll Collect dann aber doch pl&ouml;tzlich ins Spiel, als sich n&auml;mlich die Verantwortlichen gen&ouml;tigt sahen, das Vertragsvolumen zu kappen. Demnach wurde den Betreibern zugesichert, zur Erhebung der Pkw-Abgabe die Lkw-Maut-Terminals mitnutzen zu d&uuml;rfen &ndash; zu verg&uuml;nstigten Konditionen. So seien erhebliche Synergieeffekte zu realisieren, verlautete es aus dem Ministerium. Dahinter steckt ein erstaunlicher Sinneswandel. Denn als es um die finale Entscheidung ging, ob das System zur Erhebung der Pkw-Maut besser in privater oder staatlicher Hand aufgehoben w&auml;re, kr&auml;hte in der Koalition kein Hahn nach Toll Collect. <\/p><\/li>\n<li><strong>Gesch&ouml;nte Gutachten <\/strong>\n<p>Was in der laufenden Diskussion um Scheuers voreiligen Vertragsabschluss und drohende Schadensersatzleistungen praktisch untergeht, ist die grunds&auml;tzliche Frage, ob ein Privatbetreiber &uuml;berhaupt h&auml;tte zum Zug kommen d&uuml;rfen. Die &bdquo;Berliner Zeitung&rdquo; brachte in der Vorwoche ans Licht, wie das entscheidende Wirtschaftlichkeitsgutachten auf ziemlich wundersame Weise zugunsten  eines Privatbetreibers optierte. Dabei sollen die Zahlen zum Nachteil des Staatsmodells &bdquo;frisiert&ldquo; worden sein, um das Betreibermodell <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/gegen-alle-widerstaende-wie-das-bundesverkehrsministerium-gutachten-frisierte-33111176\">als das kosteng&uuml;nstigere erscheinen zu lassen<\/a>. Hintergrund ist der, dass die Haushaltsordnung verlangt, der wirtschaftlichsten Beschaffungsvariante den Zuschlag zu geben.   <\/p>\n<p>Die Zeitung verweist auf zwei Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen der Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Cooper (PwC) ein vorl&auml;ufiges (vWU) vom 30. Juni 2017 und ein abschlie&szlig;endes (aWU) vom 24. Mai 2019 (&bdquo;Stand Dezember 2018&ldquo;). Beide Dokumente liegen den NachDenkSeiten vor. Wie sich bei Durchsicht der Zahlen zeigt, sind im Zuge der Neuberechnung Ausgabenposten beim Staatsmodell geradezu explodiert, die bei der ersten Kalkulation noch deutlich niedriger angesetzt waren. Insbesondere gilt dies f&uuml;r den Punkt &bdquo;Informationscenter&ldquo;, wof&uuml;r 2017 noch Ausgaben von 226 Millionen Euro (real netto) veranschlagt waren. Ein Jahr sp&auml;ter belief sich die Summe dann auf &uuml;ber 350 Millionen Euro. Begr&uuml;ndet wird dies mit &bdquo;Erfahrungswerten&ldquo;, die auf &bdquo;der Umstellung der Verwaltung der Kraftfahrzeugsteuer von den Finanzbeh&ouml;rden auf die Zollverwaltung ab dem Jahr 2014&ldquo; beruhen. Erfahrungswerte ab 2014? H&auml;tten die nicht auch schon 2017 bekannt sein k&ouml;nnen? <\/p>\n<p>&Auml;hnlich in die H&ouml;he geschossen sind die &bdquo;Sachkosten Druck &amp; Versand und Transaktionen&ldquo;, von einst 147 Millionen Euro auf 230 Millionen Euro. Blo&szlig; mit diesen beiden Stellschrauben verteuerte sich das Staatsmodell um 207 Millionen Euro. Ohne diesen Preisauftrieb h&auml;tte das Betreibermodell den K&uuml;rzeren gezogen, schlie&szlig;lich wird dessen barwertiger Vorteil in der Endabrechnung mit knapp 85 Millionen Euro oder 3,8 Prozent beziffert. Der Gr&uuml;nen-Abgeordnete Kindler schreibt dazu in einer Auswertung: &bdquo;H&auml;tten die Gutachter einen anderen Portokosten-Gro&szlig;kundenrabatt unterstellt, dann h&auml;tte das Betreibermodell keine Vorteilhaftigkeit erzielt.&ldquo; Es liege der Verdacht nahe, &bdquo;dass die Bundesregierung sich ihre Wirtschaftlichkeitsuntersuchung sch&ouml;nrechnen lie&szlig;&ldquo;.    <\/p><\/li>\n<li><strong>Wen interessiert Toll Collect <\/strong>\n<p>Zur Klarstellung: Auch die Expertise von 2017 priorisiert einen Privatbetrieb, damals sogar mit einem Vorsprung von sieben Prozent. Allerdings rechnete PwC erg&auml;nzend zwei &bdquo;Realisierungsvarianten&ldquo; durch. Die erste unterstellt, dass der Betreiber eigene Kontrolleinrichtungen installiert, die zweite ber&uuml;cksichtigt Synergien durch Mitnutzung der Lkw-Maut-Kontrollbr&uuml;cken. In beiden F&auml;llen soll abermals das Privatmodell die Nase vorn haben. Der Kostenvorteil bei Mitnutzung der vorhandenen Infrastruktur betr&auml;gt jedoch gegen&uuml;ber der ersten Variante immerhin j&auml;hrlich 34 Millionen Euro bei staatlichem Betrieb und 42 Millionen Euro bei privatem. Daraus erg&auml;ben sich &uuml;ber die Gesamtlaufzeit Einsparungen von &uuml;ber 500 Millionen Euro.  <\/p>\n<p>Jetzt kommt der entscheidende Punkt: Der Faktor Toll Collect (Mitnutzung von Kontrollbr&uuml;cken) wird in der 2018er-Untersuchung komplett ausgeblendet. Lediglich an einer Stelle liest man, &bdquo;es wird angenommen, dass im Rahmen der Erhebung (&hellip;) ein Teil der bestehenden Zahlstellen&ldquo; mitgenutzt werden k&ouml;nnte. Das wird aber an keiner Stelle vertieft oder kostenwirksam beziffert, w&auml;hrend das fr&uuml;here Gutachten die ganze Bandbreite an Synergieeffekten noch gesondert und bis ins Detail durchkalkuliert hatte. Toll Collect taucht nur noch ein zweites Mal auf &ndash; als &bdquo;TC&ldquo; im Abk&uuml;rzungsverzeichnis. Selbst unter den &bdquo;weiteren Systembeteiligten&ldquo; wird Toll Collect nicht namentlich gef&uuml;hrt, zumal es &uuml;ber diese hei&szlig;t, dass sie &bdquo;in Hinblick auf die aWU der Erhebung von keiner oder untergeordneter Rolle sind&ldquo; und deshalb nicht auf diese eingegangen werde. <\/p>\n<p>Das Versteckspiel mit Toll Collect kann man fahrl&auml;ssig nennen oder durchtrieben. Und auch der Gr&uuml;nen-Abgeordnete Kindler kann sich nur wundern: &bdquo;Das &uuml;berrascht insofern, als Toll Collect (&hellip;) nat&uuml;rlich einen sehr hohen Gegenwert in das Projekt eingebracht h&auml;tte und dieser auch h&auml;tte ausgewiesen werden m&uuml;ssen.&ldquo; Zur Erinnerung: Toll Collect ist zu 100 Prozent in Bundesbesitz, nachdem der Betreibervertrag mit den alten Gesellschaftern Deutsche Telekom, einer Daimler-Tochter sowie der franz&ouml;sischen Vinci-Gruppe zum 31. August 2018 ausgelaufen war. Hier h&auml;tten weitreichende Synergien genutzt werden k&ouml;nnen, die den Betrieb der Pkw-Maut in staatlicher Obhut sehr viel g&uuml;nstiger gemacht h&auml;tten, w&auml;hrend ein privater Betreiber f&uuml;r die Mitnutzung der Infrastruktur viel Geld h&auml;tte zahlen m&uuml;ssen. <\/p>\n<p>Die &bdquo;Berliner Zeitung&ldquo; zitierte aus einem Gutachten der Wirtschaftspr&uuml;fer von KPMG, das als &bdquo;pers&ouml;nlich und streng vertraulich&ldquo; eingestuft und auf den 9. Januar 2019 datiert sei. Darin steht geschrieben: &bdquo;Bei einer &Uuml;bertragung der Leistungen auf Toll Collect wird auf Basis einer groben Absch&auml;tzung von einem Synergiepotential von 50 % ausgegangen, d.h. durch Synergieeffekte k&ouml;nnen die f&uuml;r eine Mitnutzung geeigneten Leistungen durch Toll Collect f&uuml;r 50 % der Kosten, die bei der Infrastrukturabgabe anfallen, erbracht werden.&ldquo; Damit w&uuml;rde sich der ermittelte Vorteil des Betreibermodells pulverisieren und das Staatsmodell um L&auml;ngen enteilen &ndash; h&auml;tte man Toll Collect bei der Vergabe nicht schlicht ignoriert. Die &bdquo;Berliner Zeitung&ldquo; hakte deswegen beim Bundesverkehrsministerium (BMVI) nach &ndash; und erntete nichts als Schweigen.<\/p><\/li>\n<li><strong>Rettung um jeden Preis <\/strong>\n<p>Wie schon oben thematisiert, sollte Toll Collect dann doch seinen Auftritt bekommen. Nicht, um damit nachtr&auml;glich das Betreibermodell bei der Vergabe auszustechen. Im Gegenteil: Um das Betreibermodell und das gesamte Projekt &bdquo;Ausl&auml;ndermaut&ldquo; vorm Scheitern zu bewahren. Zum Jahresausgang 2018 war das Staatsunternehmen urpl&ouml;tzlich wieder gut und wichtig genug, seine Synergien einzubringen, um so das Gebot von Eventim und Kapsch in die richtige Form zu bringen, also um &uuml;ber eine Milliarde Euro zu kastrieren. Das ist zwar ein glasklares Eingest&auml;ndnis, dass bei der Vergabe gemauschelt wurde, weil dabei ja Toll Collect &uuml;bergangen wurde &ndash; aber wem f&auml;llt das schon auf. Und wom&ouml;glich w&auml;re es auch nicht aufgefallen, h&auml;tte die Pkw-Maut den h&ouml;chstrichterlichen Segen erhalten. <\/p>\n<p>Es kam anders und nun hat Scheuer gleich zwei Kl&ouml;tze am Bein: eine Mautaff&auml;re, die ihn den Job kosten k&ouml;nnte, und einen Staatsbetrieb wider Willen. Denn eigentlich wollte er Toll Collect l&auml;ngst wieder in die H&auml;nde von Privatinvestoren gelegt haben. Die Verstaatlichung vom Sommer 2018 war seinerzeit ausdr&uuml;cklich als &Uuml;bergangsl&ouml;sung gedacht, bis ein neuer Kontrakt in Sack und T&uuml;ten ist. Als Termin f&uuml;r die R&uuml;ckprivatisierung war der 1. Januar 2019 avisiert. Ein ARD-Journalist wollte damals vom Minister wissen, ob es nicht sinnvoller w&auml;re, den Betrieb dauerhaft in &ouml;ffentlicher Hand zu belassen. Worauf ihn der Gefragte anherrschte: &bdquo;Sagen Sie mal, wo leben Sie denn?&ldquo; <\/p>\n<p>Als dann ein halbes Jahr sp&auml;ter der Verbleib von Toll Collect in Staatshand verk&uuml;ndet wurde, war die Verwirrung gro&szlig;: Hat sich hier ein Privatisierungsfetischist eines Besseren besonnen? Die Antwort lieferte damals ein Bericht des Handelsblatts (im Internet hinter der Paywall). Demnach zielte die Operation einzig darauf, die Pkw-Maut zu retten, weil eben nur durch Einbindung von Toll Collect der Kostenrahmen einzuhalten war. Da es keine Mitbewerber gab, h&auml;tte andernfalls die Ausschreibung ohne Resultat abgebrochen werden m&uuml;ssen und der gew&uuml;nschte Starttermin zum 1. Oktober 2020 w&auml;re <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/347375.infrastruktur-scheuer-bleibt-sich-treu.html?sstr=maut%7Ctoll%7Ccollect\">nicht zu halten gewesen<\/a>. <\/p>\n<p>Um die Gefahr zu bannen, seien im Rahmen von &bdquo;Aufkl&auml;rungsgespr&auml;chen&ldquo; zwischen Kapsch Traffic-Com, Eventim und Vertretern des Bundes &bdquo;Aufgaben und damit Risiken und Kosten&ldquo; &uuml;bertragen worden. Dazu geh&ouml;rte etwa, dass Toll Collect seine Kontrollbr&uuml;cken zur Verf&uuml;gung stelle, ferner seine Ticketautomaten an Tankstellen und Grenz&uuml;berg&auml;ngen sowie zugleich die Risiken trage, wenn die Ger&auml;te ausfallen sollten. Das &bdquo;riskante Man&ouml;ver&ldquo; sei nur m&ouml;glich gewesen, weil Toll Collect unter staatlicher Direktive bleibe. So sparte man sich zudem eine um die neuen Aufgaben erg&auml;nzte Ausschreibung, was einmal mehr den Zeitplan gesprengt h&auml;tte. <\/p><\/li>\n<li><strong>Rosenkrieg <\/strong>\n<p>In den Stunden nach dem EuGH-Spruch am 18. Juni ging alles hoppladihopp. Kaum hatten die Richter ihr Urteil gef&auml;llt, k&uuml;ndigte das BMVI noch am selben Tag die Vertr&auml;ge mit den verhinderten Betreibern. Begr&uuml;ndet wird dies nicht allein mit dem Luxemburger Entscheid, der die Gesch&auml;ftsgrundlage in Luft aufl&ouml;ste. Im Verkehrsausschuss tischte Scheuer eine Woche sp&auml;ter weitere Erkl&auml;rungen auf. Demnach habe er schon am Vortag des Urteils festgestellt, dass Fristen nicht eingehalten worden seien. Au&szlig;erdem h&auml;tte das Konsortium noch nach K&uuml;ndigung der Kontrakte Auftr&auml;ge an Subunternehmen vergeben. Und schlie&szlig;lich h&auml;tten sich Eventim und Kapsch mit schlechten Leistungen <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/auto-verkehr\/scheuer-nennt-vertragsverstoesse-als-grund-fuer-maut-kuendigung-16255173.html\">in Misskredit gebracht<\/a>.<\/p>\n<p>Die letzten drei Punkte erscheinen im Licht der Ereignisse konstruiert. Im Vorfeld deutete nichts darauf hin, dass der Deal noch h&auml;tte platzen k&ouml;nnen. Zwar soll es Probleme bei der Feinplanungsdokumentation des Betreibers gegeben haben, in einer Pr&auml;sentation vom Mai 2019 hie&szlig; es jedoch seitens Scheuers Beamten, das &bdquo;Gesamtprojekt liegt insgesamt noch im Plan&ldquo; &ndash; der Mautbetrieb zum 1. Oktober 2020 sei &bdquo;nicht gef&auml;hrdet&ldquo;. Und noch zwei Wochen vor der K&uuml;ndigung erkannte die vom Bund beauftragte Gutachterfirma P3 kein &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/andreas-scheuer-geraet-im-maut-debakel-in-erklaerungsnot-a-1282242.html\">kritisches Defizit, das gegen eine Fortsetzung des Projekts nach Plan spr&auml;che<\/a>&ldquo;. <\/p>\n<p>Bleibt der Vorwurf, Unterauftragnehmer ungenehmigt beauftragt zu haben, um so, wie ein Anwalt des BMVI es ausdr&uuml;ckte, &bdquo;nachtr&auml;glich Anspr&uuml;che in erheblicher H&ouml;he gegen den Auftraggeber zu kreieren&ldquo;. Konkret soll das Konsortium sieben Vertr&auml;ge im Umfang von mindestens 576 Millionen Euro mit &bdquo;konzernverbundenen Unterauftragnehmern auf Verg&uuml;tung bzw. Entsch&auml;digung f&uuml;r den Fall der K&uuml;ndigung des Betreibervertrages&ldquo; abgeschlossen haben und diese in der Nacht des 20. Juni, also zwei Tage nach dem Urteil, per Mail an das Ministerium <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/ndr-wdr\/maut-untreue-101.html\">gesendet haben<\/a>.<br>\nVom Umfang der bis zum Zeitpunkt der K&uuml;ndigung eingeleiteten Transaktionen d&uuml;rfte am Ende das Ausma&szlig; an Regressforderungen abh&auml;ngen. Ende der Vorwoche erh&ouml;hte der &bdquo;Focus&ldquo; das fragliche Auftragsvolumen sogar <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/magazin\/kurzfassungen\/focus-37-2019-scheuer-hat-895-millionen-euro-fuer-pkw-maut-freigegeben_id_11112760.html\">auf 895 Millionen Euro<\/a>. Diese Summe dementierte Scheuers Haus und stellte erneut in Abrede, die fraglichen Transaktionen im Vorfeld der K&uuml;ndigung per Unterschrift genehmigt zu haben. <\/p>\n<p>Diese Version der Abl&auml;ufe erscheint zumindest fragw&uuml;rdig. Die &bdquo;Berliner Zeitung&ldquo; hatte am vergangenen Mittwoch unter Verweis auf die ver&ouml;ffentlichten Vertr&auml;ge berichtet, dass die Bundesregierung &uuml;ber die Beteiligung von Tochterfirmen informiert war. Die einzelnen Posten seien &bdquo;seit Sommer 2017 in einer Anlage explizit aufgef&uuml;hrt und auch &uuml;ber lange Zeitr&auml;ume <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/maut-affaere-scheuer-geraet-zunehmend-in-bedraengnis-33117504\">eingepreist&ldquo; gewesen<\/a>. Der &bdquo;Focus&ldquo; legte damit nach, dass das dem Ministerium unterstellte Kraftfahrtbundesamt (KBA) in einer E-Mail vom 2. Mai 2019 seine Zustimmung zu den Untervertr&auml;gen &bdquo;im Interesse einer effizienten Projektarbeit und als Zeichen der vertrauensvollen Zusammenarbeit&ldquo; best&auml;tigt habe. <\/p><\/li>\n<li><strong>Privatisierungskomplott <\/strong>\n<p>Zu kl&auml;ren, wer hier l&uuml;gt und wer nicht, wird eine der Aufgaben des Untersuchungsauschusses sein. Auf alle F&auml;lle hat das Gezeter etwas von einer Schlammschlacht f&uuml;r die Galerie und Schwarzer-Peter-Spiel. Das lenkt von Wichtigerem ab. Wie die NachDenkSeiten anl&auml;sslich des EuGH-Urteils schrieben, sollte die Pkw-Maut lediglich eine Durchgangsetappe auf dem Weg zu einer Maut f&uuml;r alle Autofahrer sein, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52667\">deutsche wie ausl&auml;ndische<\/a>.<br>\nKommt es so, und die Stimmen daf&uuml;r werden immer lauter, wird es absehbar keine &bdquo;&Ouml;ko-Maut&ldquo; mit einer echten &ouml;kologischen Lenkungswirkung geben, sondern nur einen Futtertrog mehr zur Bereicherung von Privatinvestoren. <\/p>\n<p>Das gilt selbst dann, wenn die Gesch&auml;fte platzen. &bdquo;Dankbarkeit bekommen Sie in der Politik sowieso nicht. Wir schauen, dass wir das bekommen, von dem wir glauben, dass es uns zusteht&ldquo;, verk&uuml;ndete Kapsch-Boss Dieter Kapsch auf der j&uuml;ngsten Aktion&auml;rsversammlung. &Uuml;ber die Forderungen will er sich in Schweigen h&uuml;llen, bis Ende September die Vertr&auml;ge auslaufen. Dann wird Kasse gemacht &ndash; alles andere w&auml;re ja bescheuert.    <\/p><\/li>\n<\/ol><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/a517c7e1779046d8b5b64b239e2621e8\" height=\"1\" width=\"1\"><\/p><p>Foto: photocosmos1 \/ Shutterstock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Absage des Europ&auml;ischen Gerichtshofs an die deutsche &bdquo;Ausl&auml;ndermaut&ldquo; r&uuml;sten sich die verhinderten Betreiber f&uuml;r die Klageschlacht gegen die BRD. Die Regressforderungen k&ouml;nnten Hunderte Millionen Euro schwer sein, nachdem bisher schon &uuml;ber 50 Millionen Euro f&uuml;r das Projekt verbrannt worden sind. Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss soll jetzt Licht ins Dunkel der Machenschaften des Bundesverkehrsministers und<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54733\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":54734,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[126,127,160,73],"tags":[630,343,1576,694,2441,2482,824,2399],"class_list":["post-54733","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-erosion-der-demokratie","category-lobbyismus-und-politische-korruption","category-markt-und-staat","category-verkehrspolitik","tag-eugh","tag-luegen-mit-zahlen","tag-maut","tag-milliardengrab","tag-pwc","tag-scheuer-andreas","tag-toll-collect","tag-wiedergutmachung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/shutterstock_1133695766.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54733","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=54733"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54733\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":54746,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54733\/revisions\/54746"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/54734"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=54733"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=54733"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=54733"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}