{"id":54766,"date":"2019-09-12T08:41:56","date_gmt":"2019-09-12T06:41:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54766"},"modified":"2019-09-12T08:41:56","modified_gmt":"2019-09-12T06:41:56","slug":"hinweise-des-tages-3449","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54766","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54766#h01\">Unionspolitiker warnen Draghi: Druck vor der EZB-Sitzung w&auml;chst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54766#h02\">Wanderer, kommst du nach Stuttgart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54766#h03\">Bahn pr&uuml;ft wohl Kahlschlag im G&uuml;terverkehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54766#h04\">Gutachter: Enteignen ist legitim<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54766#h05\">Steigende Unsicherheit durch immer mehr Kurzzeit-Befristungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54766#h06\">Mann (46) erh&auml;lt K&uuml;ndigung &ndash; als Arbeitsagentur sich meldet, wird es kurios<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54766#h07\">Neues Gesetz geplant: Kalifornien bringt Uber und Lyft in Gefahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54766#h08\">Over 6 Million Americans Have Dropped Off Food Stamps Since Trump Took Office<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54766#h09\">Abgang eines Massenm&ouml;rders<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54766#h10\">T&uuml;rkische Attacke auf den saudischen Kronprinzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54766#h11\">Die Auslandszentrale der chinesischen Opposition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54766#h12\">Anschlag am Breitscheidplatz: Ausschuss darf Amri-Freund nicht befragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54766#h13\">Vittel: Medien beleuchten Einflusssystem von Nestl&eacute;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54766#h14\">Wie sich Amazon eine eigene Paketzustellung aufbaut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54766#h15\">Kaiser Wilhelms Erben und die Nazi-Diktatur: &bdquo;Die Hohenzollern haben Hitler aktiv unterst&uuml;tzt&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Unionspolitiker warnen Draghi: Druck vor der EZB-Sitzung w&auml;chst<\/strong><br>\nDie Bundesregierung f&uuml;rchtet politischen und &ouml;konomischen Schaden durch eine weitere Lockerung der Geldpolitik. EZB-Pr&auml;sident Draghi &auml;rgert sich &uuml;ber Berlins Unt&auml;tigkeit. [&hellip;]<br>\nViele Politiker f&uuml;rchten aber vor allem einen Aufstand der W&auml;hler, wenn die EZB die Zinsen tiefer dr&uuml;ckt. Die Mehrheit der Deutschen (53 Prozent) sehen die eigene Altersvorsorge durch die Niedrigzinspolitik in Gefahr. Das ergab eine repr&auml;sentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag des Handelsblatts.<br>\n&bdquo;EZB &ndash; das darf nicht stehen f&uuml;r &sbquo;Ewige Zins-Bremse&lsquo;&ldquo;, sagte der Vizechef der Unionsfraktion, Andreas Jung (CDU). Sparer und Menschen, die f&uuml;rs Alter vorsorgen, m&uuml;ssten gest&auml;rkt und nicht bestraft werden. &bdquo;Das Sparbuch darf nicht zum Strafzettel werden&ldquo;, sagte Jung. Und CSU-Finanzpolitiker Hans Michelbach forderte: &bdquo;Wir brauchen einen Kurswechsel, hin zu einer Zinspolitik, die endlich auch wieder die Risiken abbildet und damit marktgerecht wird.&ldquo;<br>\nBei der EZB gibt es dagegen wenig Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Kritik aus Deutschland. Man m&uuml;sse doch vor allem deshalb gegensteuern, weil die deutsche Wirtschaft in einen Abschwung hineinlaufe, die Regierung in Berlin aber nicht gegensteuere und an der &bdquo;schwarzen Null&ldquo; festhalte, anstatt die Staatsausgaben zu erh&ouml;hen, hei&szlig;t es in Notenbankkreisen. [&hellip;]<br>\nDie Politik hat mit ihrer Kritik an der EZB nicht nur Kleinsparer, sondern auch die angeschlagenen deutschen Finanzinstitute im Blick. Eine Fortsetzung des bisherigen Niedrigzinskurses drohe &bdquo;langfristig das Finanzsystem zu ruinieren&ldquo;, warnte CSU-Finanzpolitiker Michelbach. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Es ist frustrierend. Dass Deutschland auch Teil des Problems ist, wird in Berlin nicht verstanden&ldquo;, hei&szlig;t es in Notenbankkreisen. So sei die deutsche Industrie zuletzt eingebrochen. Damit drohe der ganze Euro-Raum in eine Rezession zu rutschen. Deutschland k&ouml;nne dem entgegenwirken, indem die Regierung die Staatsausgaben erh&ouml;he. &bdquo;Auch wenn es nur um ein paar Milliarden ginge, h&auml;tte allein die Ank&uuml;ndigung, die schwarze Null aufzugeben, eine hohe symbolische Wirkung&ldquo;, hei&szlig;t es in Notenbankkreisen. &bdquo;Doch dazu ist in Berlin niemand bereit.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/politik\/international\/geldpolitik-unionspolitiker-warnen-draghi-druck-vor-der-ezb-sitzung-waechst\/25003778.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wanderer, kommst du nach Stuttgart<\/strong><br>\nDer schw&auml;bische S-21-Laokoon sitzt stabil, jetzt baut Peter Lenk das Wolkenkuckucksheim. Kontext hat nachgeschaut, wer es bewohnt und dabei eine schwarze Mamba entdeckt. Unklar ist nun nur noch, wo das Denkmal seinen Platz findet. Stuttgarts OB Fritz Kuhn ist dabei stumm wie ein Fisch.<br>\nWeil er ein Meister des vorl&auml;ufig Verborgenen ist, verr&auml;t Lenk nicht, wer die Figuren sind, die k&uuml;nftig im Wolkenkuckucksheim, dem Ort der W&uuml;nsche und Sehns&uuml;chte, wohnen werden. Wir schauen genauer hin und denken, der eine links k&ouml;nnte der Teufel sein, der andere rechts Mappus, den der K&uuml;nstler immer &ldquo;Schnappus Krokodilus&rdquo; nennt, und jene in der Mitte, leicht nach hinten versetzt, die &ldquo;Schwarze Mamba&rdquo;, b&uuml;rgerlich Tanja G&ouml;nner, die nach Lenks Eindruck &ldquo;verantwortungsbewusst schielt&rdquo;.<br>\nAber wie gesagt, er legt sich da nicht fest und &uuml;berl&auml;sst es der Vorstellungskraft des Betrachters, der an einem Sonntagnachmittag an sein Atelier in Bodman am Bodensee klopft. Wieder einmal, da in Kontext stehen soll, wie es um das Werk und seinen Sch&ouml;pfer bestellt ist. Schritt f&uuml;r Schritt. Der &ldquo;skandalumwitterte Bildhauer&rdquo; (SWR) arbeitet, wie er das schon immer tut. Sieben Tage die Woche. 72 Jahre alt ist er und bisweilen ein bisschen ersch&ouml;pft, weil er mit einem &ldquo;gigantischen Denkmal&rdquo; (nochmals SWR) k&auml;mpft: dem schw&auml;bischen Laokoon, der mit einem ICE in Schlangenform ringt. Tonnenschwer und zehn Meter hoch, weil das Wolkenkuckucksheim noch Luft nach oben braucht. Es k&ouml;nnte sein, sagt der auch nicht j&uuml;nger Werdende, dass es sein letztes gro&szlig;es Werk wird.<br>\nDar&uuml;ber ist in den vergangenen Monaten viel berichtet worden. In einem langen St&uuml;ck hat Josef Kelnberger, Reporter der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo;, erz&auml;hlt, was der Lenk f&uuml;r einer ist und warum er dem Milliardenprojekt S 21, das der Journalist &ldquo;tragisch-komisch&rdquo; nennt, partout ein Denkmal setzen will? Weil da alles drin ist. Mieser Kapitalismus, pharis&auml;erhafte Politik, religi&ouml;ser Furor, unverhohlene Volksverdummung. Ein Anarcho ertr&auml;gt es eben nicht, wenn ihm von Staats wegen ein Bahnhof untergejubelt wird, dessen Sinn sich ihm nicht erschlie&szlig;t beziehungsweise dessen Sinn ein ganz anderer ist, als ihn Leute vorgeben, die eingangs erw&auml;hnt worden sind. Diese Leute schickt der Eulenspiegel vom See, ganz im Sinne der Kunst, die gegen die Ordnung ist, ins Wolkenkuckucksheim. Als Putten, die ihre nackten Popos in die H&ouml;he recken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/kultur\/441\/wanderer-kommst-du-nach-stuttgart-6172.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bahn pr&uuml;ft wohl Kahlschlag im G&uuml;terverkehr<\/strong><br>\nDie Bahn bekommt ihre G&uuml;terverkehrssparte nicht in den Griff. Nun schl&auml;gt ein Papier radikale Schritte vor. Demnach k&ouml;nnten Tausende Stellen gestrichen werden. In Teilen Ostdeutschlands will der bundeseigene Konzern die Arbeit der Sparte praktisch einstellen.<br>\nF&uuml;r ihre notleidende G&uuml;tersparte DB Cargo l&auml;sst die Deutsche Bahn einen neuen Sanierungskurs mit dem Abbau von Tausenden Arbeitspl&auml;tzen pr&uuml;fen. In einem Gutachten f&uuml;r den Konzern wird ein radikaler Sparkurs mit dem Aus f&uuml;r fast die H&auml;lfte der G&uuml;terverladestellen durchgespielt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.<br>\nBesonders im Nordosten Deutschlands w&uuml;rde dieses Programm den Schienen-G&uuml;terverkehr der Deutschen Bahn damit praktisch beenden. Mit entsprechenden Folgen f&uuml;r das Personal: &ldquo;Eine Fokussierung betrifft das DB-Cargo-Personal stark und f&uuml;hrt zu einem Abbau von mehr als 3000 Vollzeitstellen bei DB Cargo bis 2030&rdquo;, hei&szlig;t es in der Untersuchung.<br>\n Milliarden f&uuml;r den G&uuml;terverkehr gelten aber als unwahrscheinlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Bahn-prueft-wohl-Kahlschlag-im-Gueterverkehr-article21264174.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wer wei&szlig;, was sich t&auml;glich auf den deutschen Autobahnen abspielt, kann das nur f&uuml;r Wahnsinn halten. Die deutsche Verkehrspolitik ist ein komplettes Desaster und entlarvt Aussagen der Politik zum Klimawandel als hohle Phrasen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Widerstand gegen Bahnstrecken: Deutschland bremst Europas G&uuml;terverkehr aus<\/strong><br>\nIn Bayern wehren sich B&uuml;rger gegen eine neue Bahnstrecke zum Brenner-Tunnel. Doch das europ&auml;ische Schienennetz muss erweitert werden. Die deutsche Verkehrspolitik hinkt seit vielen Jahren den europ&auml;ischen Nachbarn hinterher &ndash; zu Lasten der Umwelt.<br>\nRosenheim im Winter 2019. &bdquo;Stopp, stopp, Planungsstopp&ldquo;, rufen 3.000 Demonstranten auf dem Weg durch die Innenstadt. Sie wollen verhindern, dass die Deutsche Bahn in Oberbayern eine neue Schienentrasse Richtung &Ouml;sterreich baut &ndash; den sogenannten Nordzulauf zum Brennerbasistunnel.<br>\n&bdquo;Es ist ein Schwachsinn, dass man eine Trasse neu auszeichnet, plant und baut, weil es hinten und vorn nicht n&ouml;tig ist.&ldquo; &bdquo;Wir wohnen in Kolbermoor Nord, und bei uns ganz in der N&auml;he w&uuml;rde diese Trasse vorbeigehen. Und das m&ouml;chten wir nicht. Wir haben bei uns einen wundersch&ouml;nen Wald, und der w&uuml;rde komplett zerst&ouml;rt werden.&ldquo; &bdquo;Es wird f&uuml;r Fremdenverkehr geworben mit unserer sch&ouml;nen Heimat und so weiter. Und dann wollen die uns so ein Ding vor die Nase knallen, das v&ouml;llig unn&ouml;tig ist, meiner Meinung nach. Es bringt einfach nix, wenn man Rosenheim ausklammert und diese Riesentrasse an Rosenheim vorbeif&uuml;hrt. Das ist f&uuml;r mich einfach ein Unding.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/widerstand-gegen-bahnstrecken-deutschland-bremst-europas.724.de.html?dram:article_id=458569\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gutachter: Enteignen ist legitim<\/strong><br>\nLinksfraktionen ver&ouml;ffentlichten Expertise des renommierten Staatsrechtlers Joachim Wieland<br>\nMit dem Staatsrechtler Joachim Wieland haben die Linksfraktionen im Bundestag und im Abgeordnetenhaus nicht irgendeinen Wissenschaftler f&uuml;r ein Rechtsgutachten zum Volksbegehren &raquo;Deutsche Wohnen &amp; Co enteignen&laquo; gewinnen k&ouml;nnen. Der Professor f&uuml;r &Ouml;ffentliches Recht an der Universit&auml;t Speyer hat bereits mehrfach Prozessvertretungen f&uuml;r Bundespr&auml;sidenten vorgenommen. Als Grundgesetzkommentator besch&auml;ftigt er sich seit 25 Jahren mit Artikel 15 des Grundgesetzes. Dieser besagt: &raquo;Grund und Boden, Natursch&auml;tze und Produktionsmittel k&ouml;nnen zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausma&szlig; der Entsch&auml;digung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft &uuml;berf&uuml;hrt werden.&laquo; Auf Grundlage dieses Paragrafen fordert die Berliner Initiative &raquo;Deutsche Wohnen &amp; Co enteignen&laquo;, dass private Wohnungsgesellschaften, die mehr als 3000 Wohnungen besitzen, vergesellschaftet werden.<br>\n&raquo;Ich habe immer gedacht, die Besch&auml;ftigung mit Artikel 15 ist reine rechtswissenschaftliche Theorie und wird keine praktische Bedeutung erlangen&laquo;, sagte Wieland am Mittwoch bei der Vorstellung des Rechtsgutachtens im Abgeordnetenhaus. Dass der Artikel 15 in Berlin nun doch praktisch werde, habe ihn erfreut. Die Kernergebnisse des Gutachtens unterst&uuml;tzen das Ansinnen der Berliner Initiative: Grunds&auml;tzlich darf das Land Berlin ein Gesetz erlassen, das die Vergesellschaftung von gro&szlig;en Wohnungskonzernen mit jeweils mehr als 3000 Wohnungen vorsieht. Das Land Berlin hat die Gesetzgebungskompetenz, weil der Bund von seiner &raquo;konkurrierenden Gesetzgebungsbefugnis&laquo; f&uuml;r ein Vergesellschaftungsgesetz bislang keinen Gebrauch macht.<br>\n&raquo;Das Grundgesetz selber sagt, ein legitimes Ziel ist die Vergesellschaftung&laquo;, betonte Wieland. Zur Erreichung dieses Ziels sei die Sozialisierung geeignet, also die Enteignung gegen Entsch&auml;digung. Ein &raquo;milderes Mittel&laquo; sei nicht ersichtlich. Was die H&ouml;he der Entsch&auml;digung angeht, die die Konzerne f&uuml;r ihre Wohnungsbest&auml;nde bekommen sollen, stellte der Gutachter fest: &raquo;Die H&ouml;he der Entsch&auml;digung h&auml;ngt von einer gerechten Abw&auml;gung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten ab, muss aber keineswegs am Verkehrswert orientiert sein.&laquo; Kurz: Es w&auml;re auch denkbar, dass die Konzerne in einer H&ouml;he entsch&auml;digt werden, die den Boden- und Immobilienwerten entsprechen, die sie vor der Zeit des Immobilienbooms hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1125653.deutsche-wohnen-co-enteignen-gutachter-enteignen-ist-legitim.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><strong>dazu: Enteignet f&uuml;r S 21<\/strong><br>\nF&uuml;r g&uuml;nstigen Wohnraum zu enteignen, w&auml;re DDR. Es f&uuml;r Braunkohle, die Flugzeugproduktion oder eine schiefe Tiefhaltestelle zu tun, dient hingegen dem Allgemeinwohl. Eine Gegen&uuml;berstellung verr&uuml;ckter Ma&szlig;st&auml;be. [&hellip;]<br>\nIn der Geschichte der Bundesrepublik haben bereits 125 000 Menschen ihre Behausungen verloren, weil sich der Staat in ihre Eigentumsverh&auml;ltnisse einmischte. Allerdings nicht, um g&uuml;nstiges Wohnen zu erm&ouml;glichen, sondern f&uuml;r die Braunkohle. 370 Gemeinden mussten f&uuml;r den Tagebau Garzweiler weichen, den RWE betreibt, und die juristische Legitimation f&uuml;r die Enteignung eines Landstrichs ergibt sich aus dem Gemeinwohl, das vom Verbrennen der fossilen Energietr&auml;ger profitieren soll. Begr&uuml;ndet wurde das seinerzeit mit einer stabilen und g&uuml;nstigen Stromversorgung, die gew&auml;hrleistet sein m&uuml;sse. Heute ist Deutschland Europas gr&ouml;&szlig;ter Stromexporteur und Europas gr&ouml;&szlig;ter CO2-Verursacher.<br>\nDoch nicht nur bei der Braunkohle, auch beim Verkehr m&uuml;ssen sich Einzelinteressen dem Gemeinwohl unterordnen. Zum Beispiel beim Stra&szlig;enbau. Aber auch, damit ein Flugzeugproduzent Kasse machen kann: In Hamburg mussten 2003 mehrere Obstbauern f&uuml;r eine verl&auml;ngerte Landebahn einer Airbus-Produktionsst&auml;tte weichen. Erm&ouml;glicht hat diese Enteignung der Genosse der Bosse: Auf Initiative von Kanzler Gerhard Schr&ouml;der (SPD) wurde damals eigens zu diesem Zweck das Luftverkehrsgesetz ge&auml;ndert. F&uuml;rs Gemeinwohl, versteht sich.<br>\nUnd damit nun nach Baden-W&uuml;rttemberg, wo mit Stuttgart, Freiburg und Heidelberg immerhin drei der zehn teuersten deutschen Wohnst&auml;dte beheimatet sind &ndash; und wo das &ldquo;tiefrote Gespenst&rdquo; der Enteignung Investoren verschreckt, wie Innenminister Thomas Strobl (CDU) warnt, und der gr&uuml;ne Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann pflichtet ihm bei, dass er die Debatten f&uuml;r Unsinn h&auml;lt. Allerdings ist auch hier nur der Wohnungsbau gemeint, denn enteignet wird durchaus. Etwa f&uuml;r Stuttgart 21, denn den knapp 60 Kilometern Tunnel, die f&uuml;r das Projekt gegraben werden, stehen circa 3500 Privatgrundst&uuml;cke im Weg. Nicht alle Eigent&uuml;mer sind oder waren bereit, die Bahn bei sich bauen zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/debatte\/441\/enteignet-fuer-s-21-1-6178.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Steigende Unsicherheit durch immer mehr Kurzzeit-Befristungen<\/strong><br>\n&bdquo;Befristete Arbeitsverh&auml;ltnisse sind nichts anderes als die Verlagerung von Marktrisiken auf die Besch&auml;ftigten und eine Verl&auml;ngerung der Probezeit. Es ist inakzeptabel, dass sich die Unternehmen aus ihrer sozialen Verantwortung stehlen&ldquo;, erkl&auml;rt Susanne Ferschl, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, zur heute ver&ouml;ffentlichten Studie &bdquo;Qualit&auml;t der Arbeit&ldquo; des Statistischen Bundesamts, der zufolge knapp zwei Drittel der Befristungen eine Laufzeit von unter einem Jahr haben. Ferschl weiter:<br>\n&bdquo;Arbeitgeber nutzen Befristung systematisch als Disziplinierungsinstrument, weil die Regierung sie l&auml;sst. Wer nicht wei&szlig;, ob, was oder wo er in den n&auml;chsten Monaten arbeitet, lebt in permanenter Unsicherheit. So ist  jegliche Planung f&uuml;r die Zukunft unm&ouml;glich. Befristung &ndash; wie auch Leiharbeit &ndash; diszipliniert einzelne Besch&auml;ftigte, aber auch ganze Belegschaften. In der Hoffnung auf eine Festanstellung oder aus Angst, diese zu verlieren, werden schlechte Arbeits- und Lohnbedingungen akzeptiert.<br>\nDIE LINKE fordert, die Befristungsgr&uuml;nde auf ein Mindestma&szlig; zu reduzieren und die sachgrundlose Befristungen ganz zu verbieten. Bei &ouml;ffentlicher Finanzierung darf die Befristung der Haushaltsmittel kein Grund mehr f&uuml;r die Befristung von Arbeitsvertr&auml;gen sein.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/steigende-unsicherheit-durch-immer-mehr-kurzzeit-befristungen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mann (46) erh&auml;lt K&uuml;ndigung &ndash; als Arbeitsagentur sich meldet, wird es kurios<\/strong><br>\nEin 46-j&auml;hriger Mann wird nach elf Jahren entlassen. Doch als ihm die Arbeitsagentur ein Stellenangebot unterbreitet, kann er seinen Augen kaum trauen.<br>\nDaniel Linke hat elf Jahre lang f&uuml;r den Automobil-Zulieferer Webasto in Hengersberg (Landkreis Deggendorf) gearbeitet. Doch zum 31. Dezember 2018 wurde dem 46-J&auml;hrigen betriebsbedingt gek&uuml;ndigt &ndash; zu wenig Arbeit, hie&szlig; es. Kundenprojekte w&uuml;rden auslaufen, au&szlig;erdem werde die Produktion in die Slowakei verlagert, so die Begr&uuml;ndung der Firma. Laut Betriebsrat seien derzeit noch 54 weitere Mitarbeiter von Stellenstreichungen betroffen, bis 2020 sollen es 160 werden.<br>\nDoch dann folgte der Schock: Nach der K&uuml;ndigung bot ihm das Arbeitsamt seine alte Stelle erneut an &ndash; und zwar als billiger Leiharbeiter! &ldquo;Ich soll mich quasi selbst ersetzen, allerdings f&uuml;r weniger Lohn&rdquo;, erz&auml;hlt Linke der Passauer Neuen Presse (PNP) mit einem Kopfsch&uuml;tteln. Das sei &ldquo;eine Riesen-Schweinerei&rdquo;, meint auch Heinz Hausner von der IG Metall, der &uuml;ber das Vorgehen des Unternehmens entsetzt ist. [&hellip;]<br>\nDas Jobangebot als Leiharbeiter lehnte Daniel Linke &uuml;brigens ab. Nach den ungl&uuml;cklichen Vorkommnissen hat Webasto allerdings reagiert und ihm (sowie allen anderen gek&uuml;ndigten Mitarbeitern) eine befristete Wiederanstellung angeboten. Wie das Unternehmen mitteilt, hat Linke dieses Angebot angenommen und wagt nun ab 1. M&auml;rz einen Neuanfang in seinem alten Betrieb &ndash; zu seinem bisherigen Gehalt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/leben\/karriere\/mann-46-erhaelt-kuendigung-arbeitsagentur-sich-meldet-wird-ueberaus-kurios-zr-11802347.html\">Merkur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Neues Gesetz geplant: Kalifornien bringt Uber und Lyft in Gefahr<\/strong><br>\nEin neues Gesetz gegen die &bdquo;Gig-Economy&ldquo; soll Fahrer zu Angestellten machen. Die Gesch&auml;ftsmodelle gro&szlig;er Fahrdienstleister sind dadurch bedroht &ndash; doch nicht nur die.<br>\nAlle Zeichen deuten darauf hin, dass der Senat des Bundesstaates Kalifornien noch in dieser Woche ein Gesetz verabschiedet, das das Gesch&auml;ftsmodell der Fahrdienstleister Uber und Lyft fundamental bedroht. Das Gesetz w&uuml;rde es f&uuml;r Unternehmen nahezu unm&ouml;glich machen, Mitarbeiter als freie Dienstleister zu klassifizieren, wenn sie zentrale Funktionen f&uuml;rs Unternehmen erf&uuml;llen. F&uuml;r Uber oder Lyft zu fahren, w&uuml;rde darunter fallen.<br>\nDie Unternehmen hatten in den B&ouml;rsenprospekten f&uuml;r ihre jeweiligen B&ouml;rseng&auml;nge vor einer Umklassifizierung ihrer Besch&auml;ftigten gewarnt und auf m&ouml;gliche Auswirkungen auf Einnahmen und Finanzen hingewiesen. Die Uber-Aktie b&uuml;&szlig;te seit Anfang Juni, als das kalifornische Repr&auml;sentantenhaus f&uuml;r das Gesetz votierte, 30 Prozent ihres Wertes ein. Lyft ist ein Viertel weniger wert als noch Anfang Juni.<br>\nDie vom geplanten Gesetz betroffenen Unternehmen unternahmen gr&ouml;&szlig;te Anstrengungen, die Parlamentarier noch umzustimmen. Lyft, Uber und der Essen-Bringdienst Doordash haben Medienberichten zufolge zusammen 90 Millionen Dollar eingeplant, um den Gesetzesentwurf aufzuhalten. Damit wollen sie eine Volksabstimmung st&uuml;tzen, die Teile des Gesetzes au&szlig;er Kraft setzen w&uuml;rde.<br>\nDie Chefs der sich sonst hat bek&auml;mpfenden Unternehmen Uber und Lyft verfassten im Juni einen gemeinsamen Zeitungskommentar im &bdquo;San Francisco Chronicle&ldquo;, in dem sie ihren Fahrern Zugest&auml;ndnisse wie Weiterbildungs-Angebote, Ruhestandsplanung, bezahlte Auszeiten und generell mehr Mitsprache in Aussicht stellten &ndash; unter der Voraussetzung, dass sie weiter freie Dienstleister blieben. Vor zwei Wochen schlie&szlig;lich boten die Unternehmen sogar an, jedem Fahrer einen Mindestlohn von 21 Dollar die Stunde zu garantieren &ndash; f&uuml;r die Zeiten, in denen sie Kunden bef&ouml;rdern oder auf dem Weg zu ihnen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/diginomics\/kalifornien-bringt-uber-und-lyft-in-gefahr-16377897.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Leider kommt das alles sehr (oder fast zu) sp&auml;t. &ldquo;Unternehmen, die die L&ouml;hne und Arbeitszeiten der Mitarbeiter kontrollieren, m&uuml;ssen demnach diese als Angestellte entlohnen.&rdquo; &ndash; Wieso muss eine solche Selbstverst&auml;ndlichkeit noch festgestellt werden? &ldquo;Besch&auml;ftigte, die das Kerngesch&auml;ft des Unternehmens erledigen, [sollen] nun als Angestellte gelten&rdquo; &ndash; auch das ist eigentlich selbstverst&auml;ndlich. Uber und Lyft m&uuml;ssen die Kosten f&uuml;r Gesundheitsvorsorge und Sozialversicherungen (Rentenzahlungen) tragen &ndash; das sollte bei Angestellten die Norm sein, alles andere ist Schwarzarbeit. Leider haben Uber und Lyft schon eine viel zu gro&szlig;e Verbreitung gefunden und u. a. das Taxigewerbe vielerorts zerst&ouml;rt, w&auml;hrend ihre Mitarbeiter unter immer weiter sinkenden L&ouml;hnen leiden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Over 6 Million Americans Have Dropped Off Food Stamps Since Trump Took Office<\/strong><br>\nRoughly 6.2 million people have dropped off food stamps since President Donald Trump&rsquo;s first month in office.<br>\nData from the USDA shows 6,268,285 individuals have left the food stamp program since Trump took office.<br>\nIn February 2017, the first month after Trump took office, 42,297,791 persons were participating in the Supplemental Nutrition Assistance Program. As of June 2019, 36,029,506 persons were participating in the program. (RELATED: Two Million Americans Got Off Food Stamps In Trump&rsquo;s First Year)<br>\nSimilarly, 20,937,903 households were participating in the program in February of 2017 &ndash; a number which slimmed down to 18,230,968 by June 2019 revealing that 2,706,935 households dropped out of the food stamps program since Trump took office.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/dailycaller.com\/2019\/09\/09\/americans-food-stamps-trump\/\">Daily Caller<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Abgang eines Massenm&ouml;rders<\/strong><br>\n2015 schrieb der US-Sicherheitsberater John Bolton in der &bdquo;New York Times&ldquo;: &bdquo;Bombardiert den Iran, um Irans Bomben zu stoppen!&ldquo; Wenn es allein nach ihm ginge, h&auml;tten die USA wohl schon vier Kriege angefangen, soll Donald Trump gewitzelt haben. Iran, Nordkorea, Venezuela, welches Land noch? Jetzt hat Trump ihn gefeuert. Das ist ein Lichtblick. Dieser Massenm&ouml;rder sieht in &bdquo;Milit&auml;rschl&auml;gen&ldquo; das Mittel, um die Interessen der USA in aller Welt durchzusetzen.<br>\nDie Medien nennen ihn aber nicht Massenm&ouml;rder, sondern &bdquo;Sicherheitsberater&ldquo;, oder bewundernd &bdquo;Hardliner&ldquo; oder &bdquo;Falke&ldquo;. Auch W&ouml;rter wie &bdquo;Milit&auml;rschlag&ldquo; und &bdquo;Krieg&ldquo; verharmlosen das, was wirklich passiert: Tausende, Hunderttausende, ja Millionen werden ermordet. Zuletzt soll Trump den &bdquo;Milit&auml;rschlag&ldquo; gegen den Iran gestoppt haben, weil die Milit&auml;rs mit 140 Toten gerechnet h&auml;tten. Ob es dabei geblieben w&auml;re? Wie viele Menschen m&uuml;ssen ermordet werden, damit wir von Massenmord sprechen?<br>\nMan muss immer wieder daran erinnern: Die US-Politik ermordet auch ohne Bomben t&auml;glich Menschen. Allein in Venezuela sind laut den US-&Ouml;konomen Jeffrey Sachs und Mark Weisbrot innerhalb eines Jahres 40.000 durch die von den USA betriebenen Sanktionen ums Leben gekommen, weil die notwendigen Medikamente fehlten &ndash; das sind Tag f&uuml;r Tag 110 Menschenleben.<br>\nDie USA sind schon eine m&ouml;rderische &bdquo;hemmungslose Schurken-Supermacht&rdquo; (Robert Kagan).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2511153685612750\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>T&uuml;rkische Attacke auf den saudischen Kronprinzen<\/strong><br>\n&ldquo;Wohin mit der Leiche?&rdquo;: Die Ver&ouml;ffentlichung von Gespr&auml;chsprotokollen weist Mohammed Bin Salman als verantwortlich f&uuml;r den kaltbl&uuml;tigen Mord an Khashoggi aus. Warum wird die Sache wieder aufgenommen?<br>\nDie Daily Sabah, das Sprachrohr der t&uuml;rkischen Regierung, packt aus. Sie ver&ouml;ffentlicht Teile des Abh&ouml;rprotokolls der Gespr&auml;che zwischen Mitgliedern eines saudi-arabischen Sondereinsatzteams, dessen Aufgabe darin bestand, Jamal Khashoggi zu beseitigen.<br>\nDas dokumentierte Gespr&auml;ch zwischen Maher Abdulaziz Mutreb und Dr. Salah Muhammed Al-Tubaigy setzt mit der Frage des ersteren ein, ob man die Leiche in einer Tasche (&ldquo;Bag&rdquo;) wegschaffen k&ouml;nne. Dr. Al-Tubaigy gibt zur Antwort, dass dies nur ginge, wenn man die Leiche zerschneide. Er sei aber dazu f&auml;hig, habe Erfahrung darin, wenn auch nicht mit einer &ldquo;noch warmen Leiche&rdquo;. Dann kommt die Aussage, die schon vor Monaten internationale Ber&uuml;hmtheit erlangte:\n<blockquote><p>\n&Uuml;blicherweise h&ouml;re ich Musik &uuml;ber Kopfh&ouml;rer, wenn ich Leichen seziere. Zwischendrin trinke ich Kaffee und rauche. Wenn ich mit dem Schneiden fertig bin, werdet ihre die Leichenteile in Plastikt&uuml;ten verstauen und diese in Kofferpacken und rausschaffen.<br>\n&ndash; Dr. Salah Muhammed Al-Tubaigy\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Extra der aktuellen Ver&ouml;ffentlichung besteht nun darin, dass sie den Zeitpunkt des Gespr&auml;ches zwischen Mutreb und Al-Tubaigy herausstellt: 12 Minuten, bevor Jamal Khashoggi (oder auch: Dschamal Chaschukdschi) am 2. Oktober 2018 das saudi-arabische Konsulat betreten haben wird. Seither fehlt jede Spur von ihm.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Tuerkische-Attacke-auf-den-saudischen-Kronprinzen-4519956.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Auslandszentrale der chinesischen Opposition<\/strong><br>\nMit einem gro&szlig; inszenierten Empfang f&uuml;r den Hongkonger Aktivisten Joshua Wong pr&auml;sentiert sich Berlin vor der Welt&ouml;ffentlichkeit als Auslandszentrale der chinesischen Opposition. Wong wurde in Berlin vom Au&szlig;enminister pers&ouml;nlich begr&uuml;&szlig;t; er stellte seine Forderung, Ma&szlig;nahmen gegen China zu ergreifen, in der Bundespressekonferenz vor. In Deutschland hatten schon zuvor zwei M&auml;nner aus Hongkong Asyl erhalten, die f&uuml;r die Abspaltung der Stadt von China eingetreten sind und wegen ihrer Beteiligung an gewaltt&auml;tigen Krawallen vor Gericht gestellt werden sollten. Bereits seit Jahrzehnten haben in der Bundesrepublik Verb&auml;nde uigurischer Separatisten ihren Sitz, darunter einer, dem vorgeworfen wird, in die Vorbereitung pogromartiger Ausschreitungen involviert gewesen zu sein, denen im Juli 2009 fast 200 Menschen zum Opfer fielen. Deutsche Politiker unterst&uuml;tzen zudem tibetische Separatisten &ndash; ein Hebelpunkt, um die Volksrepublik zu schw&auml;chen. Ein chinesischer Schriftsteller, der China zum &ldquo;M&uuml;llhaufen&rdquo; erkl&auml;rt, ist mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8042\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Anschlag am Breitscheidplatz: Ausschuss darf Amri-Freund nicht befragen<\/strong><br>\nBilel Ben A. galt als engster Freund des Attent&auml;ters vom Breitscheidplatz, Amri, &ndash; und m&ouml;glicher Mitwisser. Der Untersuchungsausschuss will ihn daher befragen. Laut Bundesregierung fehlt jedoch die Rechtsgrundlage. [&hellip;]<br>\nEinige Mitglieder des Untersuchungsausschusses sehen allerdings weiterhin Aufkl&auml;rungsbedarf in der Causa Ben A.. Sie kritisieren insbesondere die schnelle Abschiebung des Islamisten.<br>\n&ldquo;Durch seine hyperschnelle und bis heute merkw&uuml;rdige Abschiebung hat man sich einen extrem wichtigen Zeugen genommen, um das engste Personenumfeld von Anis Amri und dessen m&ouml;gliche Einbindung in den Anschlag aufzukl&auml;ren&rdquo;, so der FDP-Obmann im Untersuchungsausschuss, Benjamin Strasser. Er erwarte von der Bundesregierung eine Antwort darauf, wer f&uuml;r die Abschiebung die politische Verantwortung trage.<br>\nAuch die Linken-Bundestagsabgeordnete Martina Renner m&ouml;chte den Amri-Freund weiterhin als Zeugen befragen. &ldquo;Es steht fest, dass Amri nicht komplett alleine handelte. Er hatte eine Vielzahl von Kontakten in die dschihadistische Szene&rdquo;, so Renner. &ldquo;Ben A. nimmt in diesem Kontaktspektrum eine zentrale Rolle ein. F&uuml;r mich bleibt eine Vernehmung zwingend erforderlich.&rdquo;<br>\nAnfang des Jahres hatte die Bundesregierung gegen&uuml;ber den Parlamentariern noch erkl&auml;rt, sie wisse nicht, wo sich Ben A. derzeit aufhalte. Sein Verbleib nach der Abschiebung am 1. Februar 2017 sei nicht mehr bekannt. Inzwischen aber scheint klar, dass Ben A. in Tunesien eine mehrj&auml;hrige Gef&auml;ngnisstrafe absitzt. Er soll sich in einer Haftanstalt s&uuml;dlich der Hauptstadt Tunis befinden, so teilte ein Vertreter der Sicherheitsbeh&ouml;rden den Abgeordneten mit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/wdr\/amri-freund-bilel-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Vittel: Medien beleuchten Einflusssystem von Nestl&eacute;<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische Kurort Vittel verf&uuml;gt &uuml;ber eine Mineralquelle mit ausgezeichneter Wasserqualit&auml;t. Trotzdem sitzen die rund 5000 Einwohnerinnen und Einwohner zunehmend auf dem Trockenen: Der Grundwasserspiegel sinkt jedes Jahr um 30 Zentimeter. Infosperber berichtete.<br>\nDas lokale Bergbauamt nannte gegen&uuml;ber der &laquo;Zeit&raquo; zwei Gr&uuml;nde f&uuml;r den sinkenden Grundwasserspiegel: Erstens sickere der Regen nur sehr langsam durch die Gesteinsschichten. Zweitens gebe es eine &laquo;starke Konzentration von Entnahmen&raquo;, die vor allem von Unternehmen wie Nestl&eacute; oder der &ouml;rtlichen Grossk&auml;serei &laquo;L&rsquo;Ermitage&raquo; durchgef&uuml;hrt w&uuml;rden. Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestl&eacute; besitzt die Wasserrechte und zapft seit Jahren das Mineralwasser in Vittel ab, um es europaweit unter der Marke &laquo;Vittel&raquo; zu verkaufen. Mehr als 2 Millionen Liter Vittel-Wasser f&uuml;llt Nestl&eacute; jeden Tag in Plastikflaschen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Wirtschaft\/Vittel-Medien-beleuchten-Einflusssystem-von-Nestle\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wie sich Amazon eine eigene Paketzustellung aufbaut<\/strong><br>\nDie Lieferwagen sind meistens wei&szlig; lackiert und tragen kein gro&szlig;es Firmenzeichen. Nur in kleiner Schrift an einer Seite ist der Aufdruck &bdquo;im Auftrag von Amazon&ldquo; zu lesen. Tausende derartiger Fahrzeuge sind mittlerweile kreuz und quer durch Deutschland unterwegs. Von morgens bis sp&auml;tabends bringen sie Pakete des Onlineh&auml;ndlers zu den Bestellern. Manchmal sogar im Eiltempo: Nutzt der Kunde einen besonderen Service, erh&auml;lt er sein Paket noch am Tag der Bestellung.<br>\nAm Lenkrad dieser Paketwagen sitzen Fahrer von kleinen Stadtkurierfirmen oder mittelst&auml;ndischen Speditionen. Amazon besch&auml;ftigt kein eigenes Fahrerpersonal. Um f&uuml;r diese Subunternehmer und deren Zustellfahrer attraktiv zu sein, erlaubt der Onlineh&auml;ndler, dass die Wagen am Abend mit nach Hause genommen werden d&uuml;rfen.<br>\nAngeschafft werden die Transporter n&auml;mlich oftmals von Amazon selbst. Als Stundenlohn springen selten mehr als der Mindestlohn und damit rund zehn Euro heraus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article199901618\/Konkurrenz-fuer-DHL-Wie-sich-Amazon-einen-eigenen-Paketdienst-aufbaut.html\">Welt Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Ein aggressiver Konzern<\/strong><br>\nDie permanente Expansion von Amazon ist eine Herausforderung f&uuml;r die Gewerkschaft [&hellip;]<br>\nAmazons Wachstum ist auch 25 Jahre nach Gr&uuml;ndung rasant. Allein in Deutschland hat das Unternehmen seit Anfang 2017 drei neue Fulfillment Centers (FC &ndash; fabrik&auml;hnliche Hallen in der Gr&ouml;&szlig;e mehrerer Fu&szlig;ballfelder) er&ouml;ffnet, ein viertes soll im Herbst 2019 in M&ouml;nchengladbach den Betrieb aufnehmen. Permanent erweitert und differenziert Amazon sein Logistiknetz (Prime Now Hubs, Auslieferstationen, eigene Lieferdienste usw.). Dabei geht das Unternehmen nicht nur schnell, sondern auch ungeheuer flexibel, experimentierfreudig und innovativ vor und revolutioniert sich fortw&auml;hrend selbst.<br>\nDie bisherigen Erfahrungen gewerkschaftlicher Organisierung bei Amazon haben gezeigt, dass das Potenzial an Amazon-Besch&auml;ftigten, die bereit sind, sich gewerkschaftlich zu organisieren und zu engagieren, um f&uuml;r eine humanere Arbeit zu k&auml;mpfen, riesig ist. Doch Besch&auml;ftigte treten nur in eine Gewerkschaft ein, wenn sie einen entsprechenden Zugang haben. Es braucht eine Gewerkschaft vor Ort, der sie vertrauen, die sie unterst&uuml;tzt, begleitet und verl&auml;sslich ist: Organizing promotes self organizing.<br>\nEin sp&uuml;rbarer Aufbau von Organisationsmacht bei Amazon erfolgte in Deutschland erst, als ver.di den Konzern auf der Priorit&auml;tenliste nach oben setzte und gezielt zus&auml;tzliche Ressourcen in die strategische Erschlie&szlig;ung investierte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1125690.amazon-ein-aggressiver-konzern.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kaiser Wilhelms Erben und die Nazi-Diktatur: &bdquo;Die Hohenzollern haben Hitler aktiv unterst&uuml;tzt&ldquo;<\/strong><br>\nDer Historiker Stephan Malinowski spricht im Interview &uuml;ber die Anspr&uuml;che der Adelsfamilie und ihre Rolle bei der Macht&uuml;bernahme der Nationalsozialisten. [&hellip;]<br>\nWelche Rolle spielte der Tag von Potsdam am 21. M&auml;rz 1933?<br>\nDie Hohenzollern, insbesondere der Kronprinz, leisten nach den Quellen und Berichten, einen zentralen Beitrag f&uuml;r diese Inszenierung, die f&uuml;r die Machtergreifung wichtig war: Hitler ist seit zwei Monaten Kanzler, braucht aber eine Zwei-Drittel-Mehrheit, um den Reichstag zu zerschlagen, das Parlament aufzul&ouml;sen zu k&ouml;nnen: Es geht  darum: Wie bekommt er die konservativen Stimmen? Hier ordnet sich der Tag von Potsdam ein. In der Garnisonkirche wird gemeinsam mit Hitler ein pseudomonarchistischer, pseudotraditionalistischer Mummenschanz zelebriert, bei dem der Kronprinz, seine Familie, zwei oder drei seiner Br&uuml;der, in den alten Uniformen aufmarschieren, Hindenburg ist da, mit dem Marschallstab. Und in der Garnisonkirche bleibt symbolisch ein Stuhl leer, um darzustellen, dass irgendwann der Kaiser und K&ouml;nig wiederkommt, wie in der Sage des im Kyffh&auml;userbergs schlafenden und eines Tages zu neuer Herrlichkeit erwachenden Kaisers Barbarossa. Das geht jedem   deutschen Gymnasiasten ins Knochenmark, dazu Musik, Marsch, Fahnen, Darstellung der Herrlichkeit. Wie der Kronprinz damals dachte, wie er die Lage in Deutschland sah, ist zudem in Briefen an Freunde im Ausland belegt, darunter etwa die  amerikanische Operns&auml;ngerin Geraldine Farrar, ein Popstar ihrer Zeit. Er schreibt ihr, dass der F&uuml;hrer ein genialer Mann sei, die Arbeiterbewegung zerschlagen habe, jetzt noch etwas aufr&auml;umen m&uuml;sse. Das Wort, das da f&auml;llt, zu einer Zeit, als die ersten Zigtausenden von Deutschen in Konzentrationslager gesperrt werden, ist: Aufr&auml;umarbeiten. [&hellip;]<br>\nWas halten Sie von der Interview-Aussage von Georg Friedrich Prinz von Preu&szlig;en, des aktuellen Hohenzollernchefs, dass die Nationalsozialisten Preu&szlig;en prostituiert h&auml;tten?<br>\nDa sind wir bei Geschichtspolitik. Die Familie hatte keine Opferrolle. Preu&szlig;en ist nicht von den Nazis missbraucht worden, im Gegenteil. Beim Tag von Potsdam kann man  en d&eacute;tail studieren, dass da niemand prostituiert wurde, sondern dass die Familie der Hohenzollern sich selbst, ihre 900-j&auml;hrige Geschichte und den Glanz Preu&szlig;ens der werdenden NS-Diktatur aktiv zur Verf&uuml;gung gestellt haben.<br>\nWarum eigentlich, aus B&ouml;sartigkeit?<br>\nNein, 1933 ist das eine Fehlkalkulation, eine Selbst&uuml;bersch&auml;tzung gewesen, gekoppelt mit einer Untersch&auml;tzung der Nationalsozialisten, ihres vollkommen neuen Regimes der Brutalit&auml;t. [&hellip;]<br>\nSie lehren Geschichte in Gro&szlig;britannien, sind zu den Hohenzollern-Forderungen auch von internationalen Medien befragt worden. Wie ist die Wahrnehmung au&szlig;erhalb Deutschlands?<br>\nDa werde ich gefragt, ob das ein Witz ist. Britische Kollegen ordnen das in Richtung der ber&uuml;hmten Komiker von Monty Python ein, k&ouml;nnen nicht glauben, dass das Ernst ist. Ich habe in Frankreich studiert und zu Frankreich enge Verbindungen: Franz&ouml;sische Kollegen witzeln wie es wohl w&auml;re, wenn die Bourbonen Wohnrecht im Pariser Louvre fordern w&uuml;rden, einem der gr&ouml;&szlig;ten Kunstmuseen der Welt, einst Residenz   der franz&ouml;sischen K&ouml;nige. Vollkommen unvorstellbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/kaiser-wilhelms-erben-und-die-nazi-diktatur-die-hohenzollern-haben-hitler-aktiv-unterstuetzt\/24988360.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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