{"id":5479,"date":"2010-05-07T14:07:23","date_gmt":"2010-05-07T12:07:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5479"},"modified":"2019-07-25T11:08:45","modified_gmt":"2019-07-25T09:08:45","slug":"rezension-zu-goetz-eisenberg-damit-mich-kein-mensch-mehr-vergisst-warum-amok-und-gewalt-kein-zufall-sind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5479","title":{"rendered":"Rezension zu: G\u00f6tz Eisenberg \u201e &#8230;&#8230; damit mich kein Mensch mehr vergisst! Warum Amok und Gewalt kein Zufall sind.\u201c"},"content":{"rendered":"<p>&Uuml;ber das Ph&auml;nomen Amok ist immer noch wenig bekannt. Dabei h&auml;ufen sich seit den 90er Jahren die F&auml;lle von Amokl&auml;ufen an Schulen und in anderen Bereichen der Gesellschaft. Warum ver&uuml;ben Menschen, die es mit sich und der Welt nicht l&auml;nger aushalten, derartige Verzweiflungstaten, deren Spezifikum darin besteht, nicht nur sich selbst, sondern noch m&ouml;glichst viele Andere mit ins Verderben zu rei&szlig;en? Wir neigen dazu, derartige Gewaltexzesse als Wahnsinnstat eines Einzelnen abzutun, als etwas Unvorstellbares, Au&szlig;ergew&ouml;hnliches und letztlich Unerkl&auml;rliches.<br>\nDer Gef&auml;ngnispsychologe und Sozialwissenschaftler G&ouml;tz Eisenberg weist uns darauf hin, dass Amokl&auml;ufer und Gewaltt&auml;ter keineswegs &bdquo;Wesen von einem fremden Stern&ldquo; sind, sondern meist aus der sog. Mitte der Gesellschaft stammen. Von Joke Frerichs<br>\n<!--more--><\/p><p>Oft werden sie als unauff&auml;llig; normal; h&ouml;flich und\/oder zur&uuml;ckhaltend geschildert  und gerade dies macht dann ihre Taten umso unbegreiflicher. Eisenberg versucht, anhand der spektakul&auml;ren Vorf&auml;lle der letzten Jahre (Erfurt; Winnenden; Littleton; Bad Reichenhall u.a.) und weniger bekannter, nahezu allt&auml;glicher Gewaltausbr&uuml;che, bestimmte Verlaufsformen und Regeln von Amokl&auml;ufen herauszuarbeiten. Ausl&ouml;sende Faktoren sind z.B. der Verlust des Arbeitsplatzes und der damit verbundenen gesellschaftlichen und beruflichen Integration; erfahrene Kr&auml;nkungen; Konflikte mit Liebespartnern oder Trennungserfahrungen. All diese Faktoren k&ouml;nnen zur sozialen Isolierung und zum &bdquo;R&uuml;ckzug aus der Welt&ldquo; &ndash; dem &bdquo;sozialen Tod&ldquo; des sp&auml;teren T&auml;ters f&uuml;hren. &bdquo;Wenn einem die Grundlagen des Lebenslaufs entzogen werden und eingeschliffene Lebensmuster vor dem Zusammenbruch stehen, treten starke Spannungen auf, die den Einzelnen zerrei&szlig;en k&ouml;nnen.&ldquo; (25) Anhand von Beispielen beschreibt Eisenberg das soziale Umfeld und die psycho-soziale Entwurzelung von T&auml;tern. Der Begriff Amok fungiert dabei oft als Chiffre f&uuml;r diffuse, allt&auml;gliche Gewaltph&auml;nomene unserer gegenw&auml;rtigen Gesellschaft: der bewaffnete Amoklauf w&auml;re nach dieser Lesart die relativ seltene &bdquo;Extremvariante&ldquo;. (50) <\/p><p>G&ouml;tz Eisenberg kommt das Verdienst zu, den je spezifischen Lebensgeschichten der T&auml;ter nachzusp&uuml;ren und diese in einen gesellschaftlichen Kontext zu stellen. Er forscht nach den gesellschaftlichen Ursachen von Amok und Gewalt, um Erkl&auml;rungsans&auml;tze f&uuml;r das &bdquo;Unerkl&auml;rliche&ldquo; zu finden. An mehreren Stellen seines Buches betont er jedoch: &bdquo;Die gesellschaftlichen Umst&auml;nde tun nichts, aber sie geh&ouml;re zu dem Bedingungsgef&uuml;ge, ohne das die in Rede stehenden Taten kaum m&ouml;glich w&auml;ren.&ldquo; (228)<\/p><p>Eisenberg diagnostiziert einen gewaltsamen und menschenfeindlichen Charakter in der Gesellschaft, die sich als Ganzes der Markt- und Kapitallogik und ihrer alles durchdringenden K&auml;lte unterworfen hat. Auf Seiten der Subjekte reproduziert diese Entwicklung eine psychische Frigidit&auml;t und Indifferenz. &bdquo;Wenn die T&auml;ter krank sind &ndash; und man hat Grund daran festzuhalten -, so sind sie nicht kr&auml;nker als die Gesellschaft, in der sie (und wir) leben.&ldquo; (210)<\/p><p>In dem wahnsinnig anmutenden Bestreben des Amokl&auml;ufers, m&ouml;glichst viele Unbeteiligte in den eigenen Untergang mit hineinzurei&szlig;en, sieht Eisenberg mehr als nur eine formale Analogie zum Vorgehen der Global Player in der Bankenwelt. Und er fragt, ob die Strategen der &bdquo;New Economy&ldquo; nicht ebenfalls nach einem amokartigen Muster vorgehen, wenn sie in ihren absehbaren Untergang m&ouml;glichst viele Leichtgl&auml;ubige mit hineinrei&szlig;en? Insofern stelle die zeitgen&ouml;ssische Finanzblasen-&Ouml;konomie, die Millionen von Menschen in den Abgrund rei&szlig;t, einen einzigen Amoklauf des Geldes dar. Das Motto dieser herrschenden &ouml;konomischen (Un)-Vernunft laute auch: &bdquo;Nach uns die Sintflut!&ldquo; <\/p><p>&bdquo;Da werden im Namen des kurzfristigen Gewinns soziale Strukturen planiert, die &uuml;ber Jahrzehnte gewachsen sind und den Menschen Schutz vor den schlimmsten Ausw&uuml;chsen des Kapitalprinzips boten. Da wird flexibilisiert, dereguliert und privatisiert, da werden Kosten gesenkt ohne R&uuml;cksicht auf soziale und &ouml;kologische Folgen. Rund 200 Jahre industrieller Kapitalismus und Raubbau an der Natur haben den Globus sturmreif geschossen.&ldquo; (249) Rohstoffe und nat&uuml;rliche Ressourcen w&uuml;rden weiterhin in ungebremstem Tempo verbraucht und verursachten eine irreversible Sch&auml;digung der Biosph&auml;re. Alle Bereiche der Gesellschaft w&uuml;rden der &bdquo;wertzynischen Motorik des Geldes&ldquo; unterworfen. &bdquo;Ein hemmungslos und wild gewordener Kapitalismus ist im Begriff, seine und unser aller Existenzvoraussetzungen zu zerst&ouml;ren. Wenn alles Hemmende beseitigt ist, wird es auch nichts mehr geben, das tr&auml;gt und zusammenh&auml;lt. Eine durch und durch kapitalistische Welt wird sich als nicht lebbar, ja nicht einmal funktionsf&auml;hig erweisen. Wenn es uns, den heute lebenden Menschen, nicht gelingt, das Steuer herumzurei&szlig;en und den Wahnsinn des losgelassenen Marktes zu stoppen, drohen wir am Ende Zeugen eines marktwirtschaftlichen Amoklaufs zu werden, von dem wir alle betroffen sind, n&auml;mlich als Opfer.&ldquo; (249)<\/p><p>In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, dass bestimmte Eigenschaften von &bdquo;Psychopaten&ldquo; &ndash; dass sie z.B. unf&auml;hig sind, sich in andere einzuf&uuml;hlen; dass sie anpassungsf&auml;hig, zynisch-kalt, bindungs- und skrupellos und ausschlie&szlig;lich an privater Nutzenmaximierung interessiert sind &ndash; durchaus auf die Hasardeure und Gurus der Finanzwelt zutreffen, die uns an den Rand des Abgrunds man&ouml;vriert haben. Ja mehr noch. Unter Hinweis auf eine Studie von Paul Babiak und Robert Hare mit dem Titel &bdquo;Menschenschinder oder Manager&ldquo; (M&uuml;nchen 2007), in der diese Autoren vor dem Vordringen von &bdquo;Psychopaten&ldquo; in F&uuml;hrungspositionen warnen, fragt Eisenberg, wie wohl Menschen beschaffen sein m&uuml;ssen, die sich kalt und indifferent gegen&uuml;ber den Schicksalen anderer Menschen verhalten. &bdquo;Im Zeichen der neuen Management- und Unternehmensstrategien erhalten Leute eine Chance, die bereit sind, f&uuml;r ihre eigene Karriere &uuml;ber Leichen zu gehen, und im Namen kurzfristig erzielter Profite auch vor extrem riskanten und betr&uuml;gerischen Projekten nicht zur&uuml;ckschrecken.&ldquo; (285) Mit dem Vordringen des Shareholder-Value-Kapitalismus mache sich eine Mentalit&auml;t breit, die nichts mehr gemein hat mit dem Typus des b&uuml;rgerlichen Unternehmers, der sich seinen Teil des Mehrwerts aneignete und ihn reinvestierte, um weiteren Gewinn zu erzielen und Konkurrenten zu dominieren. Von der &bdquo;innerweltlichen Askese&ldquo; (Max Weber), also der Bildung produktiver R&uuml;cklagen, eingeschr&auml;nkten Konsumverhaltens, selbstauferlegtem Verzicht, Triebunterdr&uuml;ckung, feudal-paternalistischen Verpflichtungen gegen&uuml;ber den Arbeitern und Untergebenen &ndash; diese einst gefeierten b&uuml;rgerlichen Tugenden, seien heute nahezu restlos verschwunden.<\/p><p>Eisenberg stellt fest, dass es seit Mitte der 90er Jahre einen stetigen Anstieg von Amokl&auml;ufen und Schulschie&szlig;ereien gibt und kommt zu dem Schluss, dass die von den Metropolen des globalen Kapitalismus ausgehende neo-imperiale, kriegerische Gewalt in Gestalt einer Verrohung und Brutalisierung der Verkehrsformen offenbar auf die Mutterl&auml;nder zur&uuml;ckschl&auml;gt. Er schildert die Tat eines amerikanischen Milit&auml;rpsychiaters, der 2009 das Feuer auf die eigenen Kameraden er&ouml;ffnete, 13 von ihnen erschoss und ca. 40 verletzte. Zu den Aufgaben des Mannes, der als scheuer Einzelg&auml;nger charakterisiert wird, geh&ouml;rte u.a. die Betreuung von Soldaten, die nach Eins&auml;tzen in Afghanistan oder im Irak mit den Folgen von Traumatisierungen zu k&auml;mpfen hatten. Ihm selbst stand die Entsendung nach Afghanistan bevor. Er wusste offenbar, was ihn dort erwartete. &bdquo;H&auml;tte er vier Wochen sp&auml;ter in Afghanistan um sich geschossen, w&auml;re es entweder eine Heldentat oder ein bedauerlicher Fall von &acute;friendly fire&acute; gewesen, so wurde es ein Amoklauf, der Amerika unter Schock setzte und ratlos machte.&ldquo; (246) Allein im Jahre 2008 haben sich 128 US- Soldaten das Leben genommen. Viele der sog. Veteranen lebten in einer Welt aus Scheidung, Alkohol, Drogen, Verbrechen, Polizei, Gef&auml;ngnis und Depression.<\/p><p>Eindringlich analysiert Eisenberg Sachverhalte, die Habermas als &bdquo;Kolonialisierung der Lebenswelt&ldquo; bezeichnet hat: die Unterwerfung aller gesellschaftlichen Lebensbereiche unter das Diktat der &Ouml;konomie. Er zeigt, welche Konsequenzen dies f&uuml;r die Kindererziehung, Schulen und Familien nach sich zieht, also jener Subsysteme, die f&uuml;r die Entwicklung subjektiver Identit&auml;t von entscheidender Bedeutung sind.<\/p><p>Vor diesem Hintergrund entstehen ambivalente Verhaltensanforderungen, die kaum noch miteinander vereinbar sind: als Wirtschaftsubjekte sollen die Menschen allseits flexibel und mobil sein, w&auml;hrend z.B. Familien und insbesondere die Erziehung von Kindern Kontinuit&auml;t sowie r&auml;umliche und zeitliche Konstanz erfordern. &bdquo;Der Markt, den sie anbeten, hat sie gelehrt, allen Bindungen zu misstrauen und an nichts mehr zu glauben au&szlig;er an den eigenen Erfolg. Eine wahrhafte Liebe ist in den Zeiten der Flexibilit&auml;ts-Cholera eine Art von Behinderung, welche die Mobilit&auml;t einschr&auml;nkt und Marktchancen schm&auml;lert. Das schlie&szlig;t die Liebe zum eigenen Kind ein und durchtr&auml;nkt sie mit neuartigen Ambivalenzen und einer Tendenz, sich der Kinder m&ouml;glichst fr&uuml;h zu entledigen und sie auf eine zeitgen&ouml;ssische Weise auszusetzen und wegzugeben.&ldquo; (271) Viele Eltern untersch&auml;tzen die mit der Erziehung von Kindern verbundenen Anforderungen und wissen oft nicht, nach welchen Ma&szlig;st&auml;ben sie erziehen sollen &ndash; mit dem Ergebnis, dass sie die Kinder sich selbst und der medialen Dauerbeeinflussung &uuml;berlassen. &bdquo;Man sperrt sie in Kinderzimmer, die &uuml;berquellen von Spielzeug und elektronischem Ger&auml;t. Die Kinder sitzen so lange vor Bildschirmen, bis die Welt f&uuml;r sie einen rechteckigen Rahmen hat und ihre Innenwelt von fragw&uuml;rdigen und mehr oder weniger destruktiv-dissozialen Computerspiel-Heroen bev&ouml;lkert ist. Computerspiele befriedigen Phantasien von Grandiosit&auml;t und Allmacht, deren in der Realit&auml;t meist wenig entspricht. Die Kluft zwischen einer &auml;u&szlig;eren Realit&auml;t, in der sich Niederlage an Niederlage reiht, und der inneren Welt infantiler Allmachts- und Gr&ouml;&szlig;enphantasien wird immer tiefer und kann schlie&szlig;lich die Gefahr eines narzisstischen &acute;Super-GAUs&acute;&ldquo; (272) ausl&ouml;sen.<\/p><p>Die Amokl&auml;ufe von Littleton, Erfurt, Winnenden, Bad Reichenhall  usw. wiesen  erstaunliche &Auml;hnlichkeiten auf: die Eltern der Jugendlichen hatten meist keine Ahnung davon, womit sich ihre Kinder in ihrer Freizeit besch&auml;ftigten; was sich in deren Innenleben abspielte; mit welchen Problemen sie konfrontiert waren usw. Wenn einer der jugendlichen T&auml;ter auf die Frage, womit er an der Tat h&auml;tte gehindert werden k&ouml;nnen, antwortet: &bdquo;Es h&auml;tte nur jemand mit mir reden m&uuml;ssen&ldquo; (87), dann wirft dies ein bezeichnendes Licht auf das soziale Umfeld der T&auml;ter. Eisenberg konstatiert denn auch: &ldquo;Viele heutige Familien, auch solche, die nach au&szlig;en vollkommen normal aussehen, sind innen eine einzige Szenerie von Gleichg&uuml;ltigkeit und K&auml;lte, das blo&szlig;e Nebeneinander von Einsamkeiten.&ldquo; (271)<\/p><p>Wenn Eltern und Familien ihre eigentlichen Erziehungsfunktionen nicht mehr oder nicht ausreichend wahrnehmen, sollten nach allgemeiner Auffassung die Schulen deren Defizite kompensieren. Eisenberg weist darauf hin, dass es nach dem Schulmassaker von Erfurt einen breiten Konsens dar&uuml;ber gegeben habe, dass es einen Zusammenhang zwischen einem einseitig leistungsfixierten Schulklima und der wachsenden Gewaltbereitschaft von Sch&uuml;lern gibt. Aber derartige Schlussfolgerungen aus dem Massaker seien schnell wieder beiseite gedr&auml;ngt worden, als der sog. PISA-Schock die allgemeine Aufmerksamkeit erregte. &bdquo;Seither wird weiter an der Leistungsschraube gedreht, und es wird standardisiert, evaluiert und modularisiert, was das Zeug h&auml;lt. In dem Ma&szlig;e, wie Schulen sich als effiziente Zuliefererbetriebe f&uuml;r Industrie und Markt begreifen, werden sie versch&auml;rft zu Orten der Konkurrenz, der Selektion und damit auch der Kr&auml;nkung. Da gleichzeitig bei den Heranwachsenden die F&auml;higkeit zur angemessenen Kr&auml;nkungsverarbeitung immer weniger erworben wird, entsteht hier jede Menge schulischer Sprengstoff.&ldquo; (86)<\/p><p>G&ouml;tz Eisenberg hat ein wichtiges Buch geschrieben, dass sich wohltuend absetzt von den oft oberfl&auml;chlichen Deutungen von sog. &bdquo;Kriminalpsychologen&ldquo; und &bdquo;Traumaexperten&ldquo; &ndash; von den medial inszenierten Betroffenheitsgesten und Schnellsch&uuml;ssen der meisten Politiker und Journalisten ganz zu schweigen. Die St&auml;rke des Buches sehe ich darin, dass er es versteht, komplexe Ursachenzusammenh&auml;nge in nachvollziehbarer Form darzustellen und dabei eine Vielzahl von Perspektiven zu er&ouml;ffnen. Aufgrund seiner T&auml;tigkeit als Gef&auml;ngnispsychologe verf&uuml;gt er &uuml;ber ein reichhaltiges empirisches Wissen &uuml;ber Lebensgeschichten und &ndash;verl&auml;ufe von T&auml;tern. Als ausgebildeter Sozialwissenschaftler ist er zudem in der Lage, psychologische Erkl&auml;rungsangebote mit  gesellschaftstheoretischen Reflexionen zu verbinden und entgeht damit der Gefahr einer disziplin&auml;ren Engf&uuml;hrung von Deutungsmustern.<\/p><p>Sehr beeindruckt hat mich, wie sensibel Eisenberg Ver&auml;nderungen unseres Alltagslebens beobachtet &ndash; die Beeintr&auml;chtigung unserer Wahrnehmungs-, Kommunikations- und Verhaltensweisen durch L&auml;rm, Hektik, Zeitnot usw. Auch darin sieht er Quellen zunehmender Aggressivit&auml;t und Abstumpfung. Die Lekt&uuml;re dieses Buches tr&auml;gt dazu bei, &uuml;ber bedrohliche Entwicklungen in unserer Gesellschaft st&auml;ndig und stets aufs Neue nachzudenken &ndash; und nicht erst dann, wenn es wieder einmal einen Amoklauf gegeben hat.<\/p><p><em>G&ouml;tz Eisenberg, Damit mich kein Mensch mehr vergisst. Warum Amok und Gewalt kein Zufall sind.<\/em><br>\n<em>Pattloch Verlag 2010 <\/em><br>\n<em>303 Seiten<\/em><br>\n<em>Preis: 16.95 Euro<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&Uuml;ber das Ph&auml;nomen Amok ist immer noch wenig bekannt. Dabei h&auml;ufen sich seit den 90er Jahren die F&auml;lle von Amokl&auml;ufen an Schulen und in anderen Bereichen der Gesellschaft. 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