{"id":54800,"date":"2019-09-13T09:06:03","date_gmt":"2019-09-13T07:06:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54800"},"modified":"2021-06-23T10:13:07","modified_gmt":"2021-06-23T08:13:07","slug":"der-letzte-akt-der-menschlichen-komoedie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54800","title":{"rendered":"Der letzte Akt der menschlichen Kom\u00f6die"},"content":{"rendered":"<p>Der US-amerikanische Journalist, fr&uuml;here langj&auml;hrige Auslandskorrespondent der New York Times und Pulitzer-Preistr&auml;ger <strong><a href=\"https:\/\/www.truthdig.com\/articles\/the-last-act-of-the-human-comedy\/\">Chris Hedges<\/a><\/strong> redet nicht um den hei&szlig;en Brei herum. Er sieht die Menschheit angesichts des immer z&uuml;gelloser w&uuml;tenden Konzernkapitalismus und kriegerischen Imperialismus am Abgrund. Dieser Tatsache ins Auge zu sehen und deutlich zu benennen, h&auml;lt er &ndash; wie auch die NachDenkSeiten &ndash; f&uuml;r unabdingbar, um der einsamen Verzweiflung zu entgehen. Hedges erinnert aber auch an etwas Ermutigendes: Es brauche nur drei bis f&uuml;nf Prozent der Bev&ouml;lkerung, die wach und engagiert sind, um sich der &bdquo;M&auml;chte des B&ouml;sen&ldquo; zu widersetzen. &Uuml;bersetzt von <strong>Susanne Hofmann<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<a href=\"https:\/\/www.truthdig.com\/articles\/the-last-act-of-the-human-comedy\/\">Der letzte Akt der menschlichen Kom&ouml;die<\/a><\/p><p>Unsere Geschichte ist nicht neu. Die schamlosen L&uuml;gen und Geistesschw&auml;chen der unf&auml;higen und korrupten F&uuml;hrungsfiguren. Die Unf&auml;higkeit, die kostspieligen endlosen Kriege zu beenden und die gewaltigen Ausgaben f&uuml;r das Milit&auml;r einzud&auml;mmen. Die Pl&uuml;nderung eines geschr&ouml;pften Volkes durch die Reichen. Die Zerst&ouml;rung des &Ouml;kosystems. Der Verfall und die Preisgabe einer einst effizienten Infrastruktur. Die Implosion der Institutionen in den Bereichen der Bildung und der diplomatischen Beziehungen, die einen funktionierenden Staat aufrechterhalten. Die Welt hat all das schon erlebt. Es handelt sich um die bekannte Krankheit des Endes einer Zivilisation. Zun&auml;chst ist es auf finstere Art unterhaltsam, selbst angesichts wachsenden Leids. Am Ende jedoch wird jedem das Lachen vergehen. <\/p><p>Die menschliche Natur &auml;ndert sich nicht. Sie folgt ihren bekannten und zyklischen Mustern. Doch diesmal wird der ganze Planet mit uns in den Abgrund gerissen werden. Bis es so weit ist, werden wir von Narren und Rosst&auml;uschern in Bann gehalten werden. Was sind Demagogen wie Donald Trump und <a href=\"https:\/\/www.britannica.com\/biography\/Boris-Johnson\">Boris Johnson<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.google.com\/search?ei=CQtsXc_aEMbD0PEPoPuC-AU&amp;q=positive+psychology+definition&amp;oq=positive+psychology&amp;gs_l=psy-ab.1.1.0j0i131j0l8.2596.6451..8484...0.0..0.133.1465.18j2......0....1..gws-wiz.....6..0i308i154i357j0i67j0i131i67.G4Z8T9k1zd0\">positive Psychologen<\/a> und Candide-artige Wahrsager wie <a href=\"https:\/\/newrepublic.com\/article\/147391\/hype-best\">Steven Pinker<\/a> anderes als Scharlatane, die darauf beharren, dass die Trag&ouml;die, die uns bevorsteht, nicht real ist? Was sind die Technokraten und Wissenschaftler, die behaupten, dass uns Bildung und die westliche Zivilisation zu rationalen Wesen machen k&ouml;nnen, anderes als Schamanen? Was sind die Konzern-Titanen, die ihr Verm&ouml;gen mit der Waffen-, Chemie-, fossilen Brennstoff-, Massentierhaltungs- und Agrar-Industrie machen, die die nat&uuml;rliche Welt zerst&ouml;ren, anderes als Hohenpriester, die menschliche Opfer fordern?   <\/p><p>Es gibt nur eine Erz&auml;hlung der Menschheit. Neu gewandet und unter Verwendung neuen Werkzeugs erleben wir sie endlos aufs Neue. Wenn wir noch Werke der Philosophie, Literatur, Geschichte, Lyrik und Theologie lesen w&uuml;rden, w&auml;ren wir nicht &uuml;berrascht, dass Gier, Hedonismus und Hybris mit Leichtigkeit Empathie und Vernunft zunichte gemacht haben. Weil wir aber nicht mehr lesen, weil wir Tag f&uuml;r Tag Stunden damit verbringen, kleine Dopamin-Sch&uuml;be von elektronischen Bildschirmen zu bekommen, halten wir uns f&uuml;r einzigartig im menschlichen Dasein. Wir sind au&szlig;erstande zu sehen, dass die klimatischen Bedingungen, die den Zivilisationen der letzten 10.000 Jahre erm&ouml;glicht haben zu florieren, bald durch einen brutalen &Uuml;berlebenskampf ersetzt werden.<\/p><p>Der Mensch lebt seit rund 200.000 Jahren auf dem Planeten, den es seit 4,5 Milliarden Jahren gibt. W&auml;hrend des Gro&szlig;teils dieser 200.000 Jahre haben die Menschen das &Ouml;kosystem nicht grundlegend ver&auml;ndert. Doch in der Industriellen Revolution, die vor circa 250 Jahren begann, haben die Menschen fossile Brennstoffe aus der Erde geholt und so hundert Millionen Jahre an Sonnenenergie angezapft, die in Form von Kohle und &Ouml;l gespeichert ist. Die Energie aus fossilen Brennstoffen hat dem industrialisierten Norden des Planeten einen nie dagewesenen Reichtum und milit&auml;rische &Uuml;berlegenheit beschert. Er nutzte seine Macht dazu, den Gro&szlig;teil des &uuml;brigen Globus zu unterjochen, um billig Ressourcen zu gewinnen und billige Arbeitskr&auml;fte zu missbrauchen. Die Weltbev&ouml;lkerung wuchs rasch auf &uuml;ber sieben Milliarden Menschen an. Unter dem Ansturm haben sich Luft, Wasser und Eis deutlich verschlechtert und das Klima des Planeten verschiebt sich hin zu einem Klima, das f&uuml;r die menschliche Besiedlung nicht mehr g&uuml;nstig sein wird. <\/p><p>Die einzige existentielle Frage bleibt: Wie werden wir uns entscheiden, das Finale abzuwarten? Doch diese Frage zu stellen, hei&szlig;t, sich dem kulturellen Wahn der Hoffnung, dem Sehnen nach kollektiver Selbstt&auml;uschung zu widersetzen. Wenn die Wirklichkeit d&uuml;ster ist, verbannt man sie. Man erfindet unm&ouml;gliche Szenarien unweigerlicher Erl&ouml;sung. Das erkl&auml;rt, warum wir da gelandet sind, wo wir uns jetzt befinden.<\/p><p>Die meisten Klima- und Demokratie-Aktivisten betreiben, so sehen sie sich selbst, wie die breitere Konsumkultur ein Gesch&auml;ft mit der Hoffnung. Ohne Hoffnung, so argumentieren sie, w&uuml;rden die Menschen der Verzweiflung erliegen. Sie w&uuml;rden der drohenden Katastrophe keinen Widerstand entgegensetzen. Nat&uuml;rlich trifft das Gegenteil zu. Hoffnung, oder vielmehr falsche Hoffnung, verschlimmert Verzweiflung und Lethargie. Sie infantilisiert die Bev&ouml;lkerung. Die Kohlendioxid-Emissionen m&ouml;gen weiterhin steigen, die Polarkappen dahinschmelzen, die Ernteertr&auml;ge zur&uuml;ckgehen, die <a href=\"https:\/\/www.theverge.com\/2019\/8\/28\/20836891\/amazon-fires-brazil-bolsonaro-rainforest-deforestation-analysis-effects\">W&auml;lder weltweit<\/a> brennen, K&uuml;stenst&auml;dte unter steigenden Meeren versinken und D&uuml;rren weiterhin fruchtbares Ackerland vernichten &ndash; doch die Heilsbringer der Hoffnung versichern uns, dass schon alles gut ausgehen wird. Nur wird das nicht der Fall sein. Wir werden uns eben nicht anpassen k&ouml;nnen. Diejenigen, die einem die falsche Hoffnung verkaufen, dass wir uns anpassen werden, betr&uuml;gen sich selbst genauso wie jene, die die Erderw&auml;rmung als Schwindel abstempeln. Und das wissen viele Menschen, zumindest in ihrem Unterbewusstsein.<\/p><p>Je l&auml;nger wir &ouml;ffentlich die finstere Realit&auml;t vor unseren Augen leugnen und unsere existentielle Angst und unseren Schmerz mit uns selbst abmachen, desto l&auml;hmender wird die Verzweiflung. Diese schizophrene Existenz ist eine Form emotionaler Misshandlung. Sie wird uns aufgezwungen von einer dominanten Kultur, die uns verbietet, diese tragische Wahrheit auszusprechen. Diese Zensur zwingt uns dazu, in unserer Einsamkeit mit der Realit&auml;t zu k&auml;mpfen und dabei unser Vertrauen auf unsere Wahrnehmungen und unser Urteilsverm&ouml;gen auszuh&ouml;hlen.<\/p><p>In ihrem Essay <a href=\"http:\/\/www.nostatusquo.com\/ACLU\/dworkin\/WarZoneChaptIIIB.html\">&bdquo;Eine missbrauchte Frau &uuml;berlebt&ldquo;<\/a> schrieb <a href=\"https:\/\/www.notablebiographies.com\/newsmakers2\/2006-A-Ec\/Dworkin-Andrea.html\">Andrea Dworkin<\/a> zu den Folgen anhaltenden Missbrauchs: &bdquo;der Kopf wird mit der Zeit langsam zerr&uuml;ttet, in tausend St&uuml;cke zersplittert. Der Geist wird langsam in Chaos und Verzweiflung gesenkt, zerbrochen begraben und ist fast tot in einem undurchdringlichen Scho&szlig; der Isolation. Diese Isolation ist so vollkommen, so krankmachend, so t&ouml;dlich, so b&ouml;sartig und zehrend, dass vom eigenen Leben nur noch sie alleine &uuml;brigbleibt. Man ist so umfassend in eine Einsamkeit geh&uuml;llt, dass kein Erdbeben daran r&uuml;tteln k&ouml;nnte.<\/p><p>Sie fragte sodann: &bdquo;Was ist Wirklichkeit?&ldquo; um darauf zu antworten.<\/p><p>&bdquo;Die Frau, die missbraucht wurde und entkommen ist, kennt die Antwort: Realit&auml;t ist, wenn dir etwas passiert und du das wei&szlig;t und es sagen kannst und wenn du es anderen Menschen sagst, die dann verstehen, was du meinst und dir Glauben schenken. Das ist Realit&auml;t. Und die missbrauchte Frau, alleine gefangen in ihrem Albtraum, der ihr zust&ouml;&szlig;t, hat die Realit&auml;t verloren und kann sie nirgends finden.&ldquo;<\/p><p>Verglichen mit der Erde ist niemand von uns besonders lange hier. F&uuml;r den Kosmos sind wir vor&uuml;bergehende Erscheinungen. Unser kleines Leben blitzt kurz auf, um dann zu verl&ouml;schen. Man kann nichts wirklich Wichtiges w&auml;hrend eines einzigen Lebens erreichen. Wir m&uuml;ssen auf etwas hinarbeiten, das gr&ouml;&szlig;er ist als wir selbst. Wir m&uuml;ssen ganz leben, wie es Dworkin getan hat, indem wir den Mut zusammennehmen, der Krassheit der conditio humana ins Gesicht zu sehen und Gerechtigkeit zu fordern &ndash; nicht, weil man Gerechtigkeit erreichen wird, da seine vollkommene Form niemals erlangt werden kann, sondern weil es uns als eigenst&auml;ndige und empfindungsf&auml;hige Personen definiert. Gerechtigkeit kann nicht abstrakt erk&auml;mpft werden. Sie muss im Namen der Unterdr&uuml;ckten in einer konkreten Konfrontation mit der Macht begr&uuml;ndet sein &ndash; die nahezu immer im wei&szlig;en, m&auml;nnlichen Patriarchat verankert ist. Das bedeutet: hartn&auml;ckige Akte der Unbeugsamkeit und des zivilen Ungehorsams, die zur Stilllegung von Stra&szlig;en, Flugh&auml;fen und Leitungen f&uuml;hren. Der Konzernkapitalismus und Imperialismus, der die &ouml;kologische Katastrophe geschaffen hat, muss zerst&ouml;rt werden oder diese Kr&auml;fte werden uns in einem beispiellosen globalen Genozid t&ouml;ten.<\/p><p>&bdquo;Das Ringen um <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Climate_justice\">Klimagerechtigkeit<\/a> ist ein Kampf an der Wegkreuzung historischer und gegenw&auml;rtiger Ungerechtigkeiten und ein drohendes Unheil, das sich, sollte es sich ungehindert entfalten d&uuml;rfen, als Mutter aller Ungerechtigkeiten erweisen wird&ldquo;, schreibt Wen Stephenson. &bdquo;Denn das Desaster, das sich jetzt vollzieht, wird nicht nur das Leid der bereits Unterdr&uuml;ckten verschlimmern &ndash; ja, in der Tat verschlimmert es dieses Leid schon jetzt; Es k&ouml;nnte sehr wohl jegliche Hoffnung auf &ouml;konomische Stabilit&auml;t und soziale Gerechtigkeit f&uuml;r die jetzigen und k&uuml;nftigen Generationen zunichte machen. Warum also kommt der Ausdruck &bdquo;Klimagerechtigkeit&ldquo; im US-Diskurs zum Klimawandel kaum vor? In dieser Frage lauert die Spannung im Herzen des Klimakampfes: Eine Spannung zwischen der &bdquo;Mainstream&ldquo; Klimabewegung (die von haupts&auml;chlich wei&szlig;en, finanziell gut ausgestatteten, auf Washington fokussierten, gr&uuml;nen NGOs dominiert wird) und jenen &ndash; vorwiegend nicht-wei&szlig;en Menschen &ndash; die seit Jahrzehnten f&uuml;r soziale und &ouml;kologische Gerechtigkeit k&auml;mpfen.<\/p><p>Widerstand, der auf Taten beruht, ist seine eigene Existenzberechtigung. Er ist eine Katharsis. Er bringt uns in eine Gemeinschaft mit anderen, die mit der Finsternis zurande kommen, indem sie sie beim Namen nennen, sich aber weigern, sich ihr zu ergeben. Und in diesem Akt des Widerstandes finden wir emotionale Ganzheit, echte Hoffnung und sogar Euphorie, wenn nicht einen endg&uuml;ltigen Sieg.<\/p><p>&bdquo;Die Sicherheit, dass es keine Erl&ouml;sung gibt, ist eine Form der Erl&ouml;sung, in der Tat ist sie Erl&ouml;sung.&ldquo;, schrieb <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/1995\/06\/22\/obituaries\/e-m-cioran-84-novelist-and-philosopher-of-despair.html\">E. M. Cioran<\/a>. &bdquo;Von diesem Ausgangspunkt k&ouml;nnen wir unser eigenes Leben organisieren und eine Philosophie der Geschichte entwerfen: Das Unl&ouml;sbare als L&ouml;sung, als einziger Ausweg.&ldquo;<\/p><p>Wie der Gro&szlig;inquisitor in <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/The_Brothers_Karamazov\">&bdquo;Die Br&uuml;der Karamasow&ldquo;<\/a> betonte, werden diejenigen, die die emotionale und intellektuelle St&auml;rke besitzen, dem Bevorstehenden ins Auge zu sehen, immer in der Minderheit sein. Mit der Aufgabe moralischer Autonomie f&uuml;r j&auml;mmerliche Unterw&uuml;rfigkeit und Gehorsam geht ein bet&auml;ubender Trost einher, und dieser Trost ist besonders attraktiv in einer Krise.<\/p><p>&bdquo;Zweifellos wird es auch k&uuml;nftig freie Gesellschaften geben, so wie es sie auch in der Vergangenheit gegeben hat&ldquo;, so der Philosoph <a href=\"https:\/\/www.conservapedia.com\/John_Gray_(philosopher)\">John Gray<\/a> in &bdquo;Straw Dogs: Thoughts on Humans and Other Animals.&rdquo; Doch sie werden selten sein und Variationen auf Anarchie und Tyrannei die Norm. Die Bed&uuml;rfnisse, die ein Tyrann erf&uuml;llt, sind genauso echt wie diejenigen, denen die Freiheit entspricht; bisweilen sind sie sogar noch dringlicher. Tyrannen versprechen Sicherheit &ndash; und Befreiung von der Langeweile des Alltags. Nat&uuml;rlich ist das nur eine wirre Fantasie. Die triste Wahrheit der Tyrannei ist ein Leben im Wartestand. Doch die ewige romantische Vorstellung der Tyrannei beruht darauf, dass sie ihren Untertanen ein interessanteres Leben verspricht als sie es f&uuml;r sich selbst erlangen k&ouml;nnten. Was immer sp&auml;ter aus ihnen wird &ndash; Tyranneien beginnen als Festival f&uuml;r die Deprimierten. Diktatoren m&ouml;gen auf dem R&uuml;cken von Chaos an die Macht kommen, aber ihr unausgesprochenes Versprechen ist, dass sie ihre Untertanen von ihrer Langeweile befreien werden.&ldquo;<\/p><p>Und doch: Lediglich <a href=\"http:\/\/www.bbc.com\/future\/story\/20190513-it-only-takes-35-of-people-to-change-the-world\">drei bis f&uuml;nf Prozent der Bev&ouml;lkerung<\/a> m&uuml;ssen sich daf&uuml;r einsetzen, despotische Macht anzufechten. Das bedeutet zun&auml;chst einmal, die Realit&auml;t zu benennen und als solche zu akzeptieren. Das wird kein leichtes Spiel sein. Es bedeutet schlie&szlig;lich, zu betrauern, was eintreten wird, denn es werden sicherlich massenhaft Menschen sterben. Es bedeutet zu handeln, selbst wenn die Niederlage gewiss ist, und jenen entgegenzuwirken, die uns ausl&ouml;schen w&uuml;rden. <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Y9MQGRI8N48\">Extinction Rebellion<\/a> plant, im Oktober gro&szlig;e Stadtzentren rund um den Globus zum Erliegen zu bringen. Das ist schon mal ein Anfang. Indem wir den todbringenden Kr&auml;ften trotzen, behaupten wir das Leben. <\/p><p>Titelbild: camera obscura USA\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der US-amerikanische Journalist, fr&uuml;here langj&auml;hrige Auslandskorrespondent der New York Times und Pulitzer-Preistr&auml;ger <strong><a href=\"https:\/\/www.truthdig.com\/articles\/the-last-act-of-the-human-comedy\/\">Chris Hedges<\/a><\/strong> redet nicht um den hei&szlig;en Brei herum. Er sieht die Menschheit angesichts des immer z&uuml;gelloser w&uuml;tenden Konzernkapitalismus und kriegerischen Imperialismus am Abgrund. Dieser Tatsache ins Auge zu sehen und deutlich zu benennen, h&auml;lt er &ndash; wie auch die NachDenkSeiten &ndash;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54800\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":54801,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[201,177,161],"tags":[1504,1710,909],"class_list":["post-54800","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ideologiekritik","category-klimawandel","category-wertedebatte","tag-egoismus","tag-fossile-energie","tag-kapitalismus"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/shutterstock_144788194.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54800","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=54800"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54800\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":73614,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54800\/revisions\/73614"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/54801"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=54800"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=54800"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=54800"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}