{"id":54940,"date":"2019-09-19T08:28:53","date_gmt":"2019-09-19T06:28:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54940"},"modified":"2019-09-19T08:28:53","modified_gmt":"2019-09-19T06:28:53","slug":"hinweise-des-tages-3454","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54940","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54940#h01\">Das Klima, die Wirtschaft und die Menschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54940#h02\">Bertelsmann-Stiftung definiert Altersarmut neu!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54940#h03\">Vorverlagerte Grenzen, Anti-Terrorkampf und Militarisierung als L&ouml;sung der EU-Krise?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54940#h04\">Drohende Minuszinsen: Die Irrt&uuml;mer der Finanzspezialisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54940#h05\">Kein Brexit-Bankenboom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54940#h06\">Starker Zulauf bei Tafeln: Mehr als Lebensmittelspenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54940#h07\">Leistungsberechtigte mit gesundheitlichen Einschr&auml;nkungen: Nicht jeder ist erwerbsf&auml;hig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54940#h08\">Nachunternehmerhaftung ist l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54940#h09\">Wie m&auml;chtig ist die neue Eon?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54940#h10\">Angeknackst im Handelskrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54940#h11\">Bundeswehreinsatz in Irak und Syrien beenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54940#h12\">Anteil der Einwegflaschen nimmt weiter zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54940#h13\">Partner in jeder Lage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54940#h14\">Bahnkrott<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54940#h15\">Gebt Snowden endlich Schutz! Auch die Bundesregierung versagt hier kl&auml;glich<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das Klima, die Wirtschaft und die Menschen<\/strong><br>\nWenn man wissen will, was die deutsche Politik gem&auml;&szlig; dem herrschenden &ouml;konomischen Dogma machen wird, muss man nur zur Kenntnis nehmen, wie quer durch die Republik eine Politik gegen den Klimawandel diskutiert wird. Man schl&auml;gt, wie in der FAZ sehr sch&ouml;n beschrieben, nach dem Zufallsprinzip ein ungeheures Sammelsurium von Bereichen vor, die gemixt werden mit einem Sammelsurium von m&ouml;glichen politischen Eingriffen, die wiederum gemischt werden mit einem Sammelsurium von Zeitr&auml;umen, in denen die Ma&szlig;nahmen wirksam werden sollen. Genau so wird die Politik agieren. Schon das beschlossene Vorgehen, n&auml;mlich Ministerium f&uuml;r Ministerium Ma&szlig;nahmen vorschlagen zu lassen, zeigt, dass die Reise in die gro&szlig;e Un&uuml;bersichtlichkeit geht.<br>\nHerauskommen wird eine wilde Mischung aus Anreizen, Verteuerungen, ordnungsrechtlichen Eingriffen, Subventionen und &ouml;ffentlichen Investitionen. Der Effekt auf die globalen Emissionen von CO2, das kann man heute schon absolut exakt vorhersagen, wird genau gleich Null sein. Das macht aber nichts. Die deutsche Politik wird sagen, sie habe das getan, was in ihrer Macht stand und wenn sich in f&uuml;nf Jahren herausstellt, dass es nichts gebracht hat, wer holt dann Frau Merkel aus der Uckermark und zieht sie zur Verantwortung?<br>\nMan wird sich bei dem absehbaren Scheitern damit tr&ouml;sten, dass man immerhin Vorbild sein wollte f&uuml;r die L&auml;nder, die partout nichts unternehmen, obwohl sie die Pariser Erkl&auml;rung unterschrieben haben. Deutschland, das Anti-Vorbild in allen wirtschaftlichen Fragen, als wirkliches Vorbild bei der &Ouml;kologie, das w&auml;re doch ein sch&ouml;ner Ausgleich f&uuml;r den Schaden, den man mit seinem blinden Merkantilismus auf der Welt angerichtet hat. [&hellip;]<br>\nDie gro&szlig;e Mehrheit der Politiker kann die makro&ouml;konomische Entwicklung nicht unterscheiden von dem darin eingelagerten Strukturwandel, sondern glaubt fest daran, die Wirtschaft entwickle sich gut oder schlecht, weil die Masse aller kleinen Ma&szlig;nahmen, die von der Politik in Angriff genommen werden, gut oder eben schlecht ist. Nur so kann man erkl&auml;ren, dass Frau Kramp-Karrenbauer k&uuml;rzlich sagte, man m&uuml;sse angesichts der Konjunkturschw&auml;che der deutschen Wirtschaft den B&uuml;rokratieabbau vorantreiben. Auch die Gr&uuml;nen, die so gern von gr&uuml;nem Wachstum tr&auml;umen, haben kein makro&ouml;konomisches Konzept, mit dem sie die Auswirkungen des Strukturwandels abfedern k&ouml;nnen.<br>\nWenn Europa weiterhin Dilettantismus in der Wirtschaftspolitik mit einer un&uuml;berschaubaren Vielzahl von Klein- und Kleinstma&szlig;nahmen zum Klimawandel verbindet, ist der Zeitpunkt nicht fern, an dem in wichtigen L&auml;ndern Parteien an die Macht kommen, die den Klimadruck vollst&auml;ndig leugnen oder ihn bewusst in eine hintere Reihe dr&auml;ngen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/09\/das-klima-die-wirtschaft-und-die-menschen\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bertelsmann-Stiftung definiert Altersarmut neu!<\/strong><br>\n&hellip; und f&auml;ngt an die &ouml;ffentliche Berichterstattung zu verschieben. [&hellip;]<br>\nDie Bertelsmann-Stiftung hat eine Studie in die Welt gesetzt, die ganz offensichtlich Armuts-Ma&szlig;st&auml;be verschieben soll. Gestern Abend wurde eine NDR-Info Sendung zur Altersarmut bereits anmoderiert mit &bdquo;es geht also um Menschen, die weniger als 905&euro; im Monat zum Leben haben&ldquo;&hellip;<br>\nAuch diese Studienergebnisse (andere Beispiele hier, hier und hier) sind von nahezu allen Medien unkritisch &uuml;bernommen worden. Es wird nicht hinterfragt, anscheinend noch nicht einmal registriert, dass destatis zur Armut und damit auch zur Altersarmut, v&ouml;llig andere Zahlen ver&ouml;ffentlicht als die Bertelsmann-Stiftung.<br>\nDie Altersarmut kann von heute 16,8% bis 2039 auf 21,6% ansteigen, verr&auml;t die Studie. Das ist zwar alarmierend, aber durch die Ma&szlig;stabsverschiebungen gleichzeitig verharmlosend.<br>\nDie in der Studie untersuchten Reformkonzepte sind samt und sonders f&uuml;r eine Bek&auml;mpfung der Altersarmut v&ouml;llig ungeeignet. Die Einf&uuml;hrung einer Mindestrente wird mit keinem Wort in Erw&auml;gung gezogen. Gegen das sinkende Rentenniveau wird wieder einmal Propaganda f&uuml;r die private Vorsorge betrieben (Seite 10):<br>\n&bdquo;Um das sinkende Rentenniveau auszugleichen, sollte die private Vorsorge eine gr&ouml;&szlig;ere Bedeutung f&uuml;r die Einkommenssicherung im Alter bekommen. Wenn man als Zielgr&ouml;&szlig;e der erg&auml;nzenden Altersvorsorge die Verbreitung der GRV unterstellt, ist das bisher nicht im erforderlichen Ausma&szlig; geschehen.&ldquo;<br>\nEs ist zu bef&uuml;rchten, dass &ldquo;Experten&rdquo; die solche Positionen und Forderungen vertreten zu den wissenschaftlichen Beratern der Rentenkommission geh&ouml;ren. Ob das zutrifft, bleibt hinter der absoluten Geheimhaltung der Kommissionsarbeit verborgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/bertelsmann-stiftung-definiert-altersarmut-neu\/\">Seniorenaufstand<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Vorverlagerte Grenzen, Anti-Terrorkampf und Militarisierung als L&ouml;sung der EU-Krise?<\/strong><br>\nMit der neuen EU-Kommission erh&auml;lt nun auch ein Projekt ein Gesicht, das bisher wenig im Zentrum der &Ouml;ffentlichkeit stand: Durch den Aufbau eines EU-Sicherheitsregimes soll das im Anschluss an die &ouml;konomische Krise geschwundene Vertrauen zur&uuml;ckgewonnen werden. Doch durch Abschottung und Militarisierung lassen sich die Herausforderungen unserer Zeit nicht l&ouml;sen.<br>\nEine Kommission zur Verteidigung der europ&auml;ischen Lebensweise?<br>\nAls die neue deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ihre Vorg&auml;ngerin Ursula von der Leyen nach Br&uuml;ssel verabschiedete, w&uuml;rdigte sie deren Verdienste um die deutsche R&uuml;stung. Der designierten EU-Kommissionspr&auml;sidentin sei es gelungen, den Verteidigungshaushalt in ihrer Amtszeit um rund 40 % zu steigern. Dar&uuml;ber hinaus habe sie PESCO, eine Art &bdquo;milit&auml;risches Schengen&ldquo; der EU, &bdquo;aus dem Dornr&ouml;schenschlaf erweckt&ldquo; und den &bdquo;Einstieg in die EU-Verteidigungsunion&ldquo; auf den Weg gebracht.<br>\nBei der Vorstellung ihres Teams in Br&uuml;ssel meinte Ursula von der Leyen dann, dass sie eine geopolitisch ausgerichtete Kommission anstrebe und verk&uuml;ndete die Schaffung einer neuen &bdquo;Generaldirektion f&uuml;r die europ&auml;ische Verteidigungsindustrie&ldquo;. Sie wolle aber auch f&uuml;r Sicherheit an den Grenzen und im Inneren der EU sorgen und richte daher einen neuen Kommissar zum &bdquo;Schutz der europ&auml;ischen Lebensweise&ldquo; ein. Die Bezeichnung des Ressorts und der Umstand, dass der neue Kommissar dazu die Agenden von Migration und &bdquo;grenz&uuml;berschreitenden Bedrohungen&ldquo; koordinieren soll, stie&szlig;en auf heftige Kritik.<br>\nDie Berufung von Ursula von der Leyen zur Pr&auml;sidentin der &bdquo;europ&auml;ischen Regierung&ldquo; scheint einer Entwicklung Ausdruck zu verleihen, die sich in den letzten Jahren an den Knotenpunkten der Europ&auml;ischen Integration immer mehr verdichtet hat: Indem innere und milit&auml;rische Sicherheit sowie Ausbau und Vorverlagerung der europ&auml;ischen Grenzen in den Mittelpunkt ger&uuml;ckt werden, soll das Vertrauen in die EU zur&uuml;ckgewonnen werden. Ein Vertrauen, dass nicht zuletzt durch die anhaltende Krise der neoliberalen Globalisierung und die dadurch verursachte Arbeitslosigkeit und Abstiegsangst gelitten hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/anti-terrorkampf-militarisierung-als-loesung-eu-krise\/\">Lukas Oberndorfer auf dem A&amp;W blog<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Die Lust an der Macht<\/strong><br>\nDie k&uuml;nftige EU-Kommission soll explizit &ldquo;geopolitisch&rdquo; t&auml;tig werden und der Union eine f&uuml;hrende Position in der Weltpolitik verschaffen. Dies bekr&auml;ftigt die designierte Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen, &uuml;ber deren Team Beobachter urteilen, es habe &ldquo;die Lust an der Macht&rdquo; entdeckt. Von der Leyens Pl&auml;ne f&uuml;r die n&auml;chsten f&uuml;nf Jahre entsprechen in hohem Ma&szlig; dem Vorhaben Berlins, die Union als eigenst&auml;ndige Weltmacht zwischen den USA und China zu positionieren. Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron teilt diese Absicht und warnt mit Blick auf den eskalierenden Kampf zwischen Washington und Beijing, gelinge dies nicht, werde man weltpolitisch jeden Einfluss einb&uuml;&szlig;en. Starke Kr&auml;fte in der deutschen Wirtschaft halten eine deutsch-europ&auml;ische Zwischenposition f&uuml;r unumg&auml;nglich: Andernfalls werde man das Chinagesch&auml;ft verlieren und schwerste Einbr&uuml;che erleiden, hei&szlig;t es. In transatlantisch orientierten Milieus wiederum ist zu h&ouml;ren, Berlin und Br&uuml;ssel k&auml;men nicht umhin, sich fr&uuml;her oder sp&auml;ter auf Washingtons Seite zu schlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8046\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Drohende Minuszinsen: Die Irrt&uuml;mer der Finanzspezialisten<\/strong><br>\nNicht die Sparguthaben der &laquo;Babyboomer&raquo; dr&uuml;cken die Zinsen nach unten. Hauptproblem ist die zunehmende Ungleichheit der Einkommen. [&hellip;]<br>\nDas Problem dabei ist allerdings, dass der individuelle Sparbedarf jedes Einzelnen einer ganz anderen Logik gehorcht, als der Investitionsbedarf der ganzen Wirtschaft. Dieser h&auml;ngt n&auml;mlich nicht vom Anteil der Alten ab, sondern allein von der Nachfrage und vom Stand der Technologie. Aktuell muss die Schweiz bloss 21% (und nicht 31%) des BIP aufwenden, um den Kapitalstock zu erhalten, der n&ouml;tig ist, um den &ndash; zum grossen Teil aus Dienstleistungen bestehenden &ndash; Konsumbedarf zu decken. (Und dar&uuml;ber hinaus noch einen Export&uuml;berschuss von rund 10% des BIP zu produzieren.)<br>\nKommt hinzu, dass die Unternehmen und der Staat seit Jahren ihre Investitionen aus dem laufenden Einkommen selbst finanzieren k&ouml;nnen. Anders gesagt: Die Privathaushalte haben alle Investitionen bereits &uuml;ber die Preise der Konsumg&uuml;ter bzw. mit den Steuern bezahlt. Volkswirtschaftlich gesehen sind die Ersparnisse aus der Altersvorsorge nicht nur so &uuml;berfl&uuml;ssig wie ein Kropf, sondern auch noch sch&auml;dlich: Je mehr gespart wird, desto weniger wird konsumiert, und desto weniger muss oder kann investiert werden. Das ist ein Teufelskreis, der &ndash; wie Jordan und Schmid beide richtig bemerkt haben &ndash; die Zinsen nach unten dr&uuml;ckt.<br>\nSchuld daran ist aber nicht die &Uuml;beralterung an sich, sondern bloss der Versuch, die individuelle Logik des Alterssparens mit Hilfe eines Kapitaldeckungsverfahrens auf die ganze Wirtschaft zu &uuml;bertragen. Das geht einfach nicht. Und wenn man, wie das unter vielen anderen der Finanzprofessor Erwin Heri in einem Interview mit &laquo;Watson&raquo; fordert, die sinkenden Zinsen auf den BVG-Guthaben mit zus&auml;tzlichen, steuerlich privilegierten Spareinlagen kompensieren will, wird das &Uuml;berangebot an Ersparnissen nur noch grotesker.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Wirtschaft\/Sind-die-Alten-schuld-an-den-negativen-Zinsen\">Werner Vontobel auf Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kein Brexit-Bankenboom<\/strong><br>\nDer Austritt Gro&szlig;britanniens wird den Anteil der EU an den globalen Finanzm&auml;rkten um ein Drittel reduzieren und zugleich die Binnenverh&auml;ltnisse in der Union zugunsten Frankreichs verschieben. Dies ist das Ergebnis einer neuen Untersuchung &uuml;ber die Folgen des Brexit f&uuml;r die Finanzbranche der Union. Demnach wird die EU nach dem Brexit nur noch 14 Prozent der globalen Kapitalmarktaktivit&auml;ten abwickeln &ndash; ein Drittel des US-Volumens, etwa genausoviel wie China. Neue Nummer eins in der EU-27 wird Frankreich sein &ndash; mit einigem Abstand vor der Bundesrepublik. Die Schrumpfung ist auch darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass es der EU nicht gelungen ist, Gro&szlig;banken und andere Finanzinstitute im gro&szlig;en Stil aus London auf den Kontinent zu holen. Br&uuml;ssel hatte das mit strikten Normen versucht, die vorsehen, dass Finanzgesch&auml;fte in der EU nur von rechtlich selbst&auml;ndigen Einheiten in einem EU-Staat abgewickelt werden k&ouml;nnen. Tats&auml;chlich hat sich die Branche beim Umzug auf den Kontinent auf das Notwendigste beschr&auml;nkt; der erhoffte Bankenboom etwa in Frankfurt am Main bleibt aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8050\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Starker Zulauf bei Tafeln: Mehr als Lebensmittelspenden<\/strong><br>\nDie Tafeln in Deutschland versorgen eine steigende Anzahl von Menschen mit Lebensmitteln, etwa zehn Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Gleichzeitig retten die Vereine im gro&szlig;en Umfang Lebensmittel. Eine Doppelrolle, die der Staat nicht w&uuml;rdigt, sagen sie &ndash; und fordern finanzielle Unterst&uuml;tzung.<br>\nSie steigt &ndash; die Zahl derjenigen, die sich Lebensmittel bei den Tafeln abholen. 1,65 Millionen Menschen sind es aktuell, zehn Prozent mehr als im letzten Jahr. Besonders schnell steigt die Zahl der bed&uuml;rftigen Rentnerinnen und Rentner, beklagt der Bundesvorsitzende der Tafel Deutschland Jochen Br&uuml;hl &ndash; und zwar um 20 Prozent.<br>\n&bdquo;Das ist nat&uuml;rlich sehr erschreckend, weil wir auch wissen, dass viele Menschen, die Rentnerinnen und Rentner sind, sich oft sch&auml;men. Die Tafeln sind eine Art Seismograph, an den Tafeln spiegeln sich gesellschaftliche Entwicklungen wieder und manche sind f&uuml;r uns auch alarmierend.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/starker-zulauf-bei-tafeln-mehr-als-lebensmittelspenden.769.de.html?dram:article_id=459100\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Die &ldquo;Tafeln&rdquo; darf es in einem Land wie Deutschland eigentlich gar nicht geben. Der Staat, vertreten durch die Parlamente im Bund und den Bundesl&auml;ndern, muss das Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes (GG) durch seine Gesetzgebung so gestalten, dass es bed&uuml;rftiger Lebensmittelspenden durch zivilgesellschaftliche Organisationen und Wohlfahrtsverb&auml;nde nicht geben muss. Stattdessen hat er die Institutionalisierung dieser Einrichtungen durch eine mutma&szlig;lich verfassungswidrige Politik der Leistungsbemessung im Sozialgesetzbuch II (SGB II) gef&ouml;rdert. Wenn nun vermehrt Rentner zu den &ldquo;Tafeln&rdquo; kommen, scheint es ein Problem mit zu niedrigen Renten zu geben. Das die &ldquo;Tafeln&rdquo; nun finanzielle Unterst&uuml;tzung, nicht etwa f&uuml;r ihre Arbeit, sondern f&uuml;r die &ldquo;Rettung&rdquo; von Lebensmitteln, fordern, spricht da f&uuml;r sich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Leistungsberechtigte mit gesundheitlichen Einschr&auml;nkungen: Nicht jeder ist erwerbsf&auml;hig<\/strong><br>\nWeitgehend unbeachtet ist hingegen die Situation jener Leistungsberechtigter geblieben, deren Arbeits- und Leistungsf&auml;higkeit aufgrund gesundheitlicher Probleme derart stark eingeschr&auml;nkt ist, dass Zweifel an ihrer Erwerbsf&auml;higkeit bestehen. F&uuml;r diesen Personenkreis d&uuml;rfte selbst eine &ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Erwerbst&auml;tigkeit, wie sie die j&uuml;ngst eingef&uuml;hrte Besch&auml;ftigungsma&szlig;nahme f&uuml;r besonders arbeitsmarktferne Langzeitarbeitslose bietet (&bdquo;Teilhabe am Arbeitsmarkt&ldquo;, &sect;16i SGB II), nicht infrage kommen.<br>\nStattdessen werden diese Personen trotz anderslautender Einsch&auml;tzung der Rentenversicherung von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) faktisch als nicht erwerbsf&auml;hig eingestuft. Nach Auskunft von Integrationsfachkr&auml;ften, die im Rahmen einer IAB-Studie befragt wurden, werden die Betroffenen &bdquo;teilweise aus den Beratungs- und F&ouml;rderbem&uuml;hungen herausgenommen&ldquo; (die Ergebnisse dieser Studie wurden im IAB-Forschungsbericht 14\/2017 publiziert). Dies wirft die Frage auf, ob das SGB II der Situation von Leistungsberechtigten mit stark eingeschr&auml;nkter Erwerbsf&auml;higkeit und ihrem spezifischen Unterst&uuml;tzungsbedarf &uuml;berhaupt gerecht werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.iab-forum.de\/leistungsberechtigte-mit-gesundheitlichen-einschraenkungen-nicht-jeder-ist-erwerbsfaehig\/\">IAB Forum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Nachunternehmerhaftung ist l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig<\/strong><br>\n&bdquo;Die Bundesregierung hat dem desastr&ouml;sen R&uuml;ckgang der L&ouml;hne und der Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in der Paketbranche viel zu lange tatenlos zugesehen. Es ist l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig, dass die gro&szlig;en Paketdienstleister f&uuml;r ihre Subunternehmer haften, wenn diese Sozialversicherungsbetrug begehen. Man fragt sich schon, warum eine solche Nachunternehmerhaftung nicht schon l&auml;ngst f&uuml;r alle Branchen die Regel ist&ldquo;, kommentierte Pascal Meiser, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die heutige Verabschiedung des Gesetzentwurfs zur Nachunternehmerhaftung in der Paketbranche durch das Bundeskabinett. Meiser weiter:<br>\n&bdquo;F&uuml;r sich genommen ist das Gesetz ein Tropfen auf den hei&szlig;en Stein. Die Auslieferung von Paketen muss an das Vorliegen einer qualifizierten Lizenz gekoppelt und die Weitervergabe von Auftr&auml;gen an Subunternehmerketten im gesamten Postsektor ausgeschlossen werden. Immerhin geht es in der Paket- wie in der Briefbranche auch um ein hochsensibles Gut wie das Postgeheimnis.<br>\nDamit Verst&ouml;&szlig;e gegen geltendes Arbeits- und Sozialrecht am Ende tats&auml;chlich geahndet werden, braucht es dringend ein engmaschiges Kontrollnetz und ausreichend Personal beim Zoll und anderen Aufsichtsbeh&ouml;rden. Sonst werden auch die bestgemeinten Regelungen als Papiertiger enden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/nachunternehmerhaftung-ist-laengst-ueberfaellig\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wie m&auml;chtig ist die neue Eon?<\/strong><br>\nDer deutsche Energiemarkt steht vor dramatischen Umw&auml;lzungen: Die EU-Kommission hat die Teil&uuml;bernahme von Innogy durch Eon genehmigt. Verbrauchersch&uuml;tzer und einige Stadtwerke f&uuml;rchten, dass der Essener Versorger zu m&auml;chtig wird. Drohen den Kunden h&ouml;here Preise?<br>\nAls vor &uuml;ber einem Jahr die Manager von Eon und RWE einen gigantischen Milliardentausch einf&auml;delten, gab es viel Applaus. An der B&ouml;rse schossen die Kurse von Eon und RWE nach oben. Eon-Chef Johannes Teyssen schw&auml;rmte von einem der &ldquo;kreativsten Deals der deutschen Wirtschaftsgeschichte&rdquo;. Die beiden Versorger vereinbarten, Teile ihrer Gesch&auml;fte zusammenzulegen und zu tauschen. Eon soll die Netze und das Endkundengesch&auml;ft von Innogy &uuml;bernehmen, RWE erh&auml;lt im Gegenzug das gesamte Gesch&auml;ft der erneuerbaren Energien von Innogy und Eon.<br>\nDoch schnell formierte sich Widerstand gegen den RWE-Eon-Deal. Eine Gruppe von Stadtwerken und der Hamburger &Ouml;kostrom-Anbieter Lichtblick riefen die Kartellbeh&ouml;rden an und verlangten harte Auflagen. Sie fordern, dass die neue Eon die Billigstromanbieter Eprimo und E-wie-Einfach komplett abtreten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/boerse\/rwe-eon-111.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Anmerkung JK: Seit Jahr und Tag hei&szlig;t es, dass dezentrale und regionale Strukturen der bessere Weg zu einer &ouml;kologischen und nachhaltigen Energieversorgung sind. Die Macht der Energiekonzerne wurde bisher aber nicht angetastet, weder von Berlin noch von Br&uuml;ssel. Das Gegenteil geschieht, man st&auml;rkt die Macht der Energiekonzerne und macht diese noch gr&ouml;&szlig;er. Gerade der Innogy-Deal zwischen Eon und RWE zeigt, dass Br&uuml;ssel wie immer allein die Interessen der gro&szlig;en Konzerne bzw. die der herrschenden Oligarchie im Fokus hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Angeknackst im Handelskrieg<\/strong><br>\nDie Zollschlacht hinterl&auml;sst ihre Spuren. Chinas &Ouml;konomie w&auml;chst langsamer als erwartet. Das wirkt sich auch auf den Rest der Welt aus. (&hellip;)<br>\nDenn der Handelskrieg seines Landes, den US-Pr&auml;sident Donald Trump vor anderthalb Jahren angezettelt hat, hinterl&auml;sst deutliche Spuren. Die Verunsicherung in China w&auml;chst.<br>\nDas zeigt sich auch an den Wirtschaftsdaten. Das Wachstum der Industrieproduktion legte im August um 4,4 Prozent zum Vorjahr zu, die geringste Wachstumsrate seit fast zehn Jahren. Der Umsatz im Einzelhandel schw&auml;chte sich ebenfalls ab und lag bei 7,5 Prozent. Und auch die Investitionsbereitschaft hat deutlich nachgelassen. Sie legten bis Ende August um 5,5 Prozent zu. Hier hatten die Volkswirte ein Plus auf dem bisherigen Niveau von 5,7 Prozent erwartet. Ingesamt fiel das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal auf 6,2 Prozent &ndash; so wenig wie seit fast drei Jahrzehnten nicht. Li hatte zu Beginn des Jahres ein Wachstumsziel zwischen 6,0 und 6,5 Prozent festgelegt. &Ouml;konomen erwarten f&uuml;r das Gesamtjahr allerdings nur noch einen Anstieg um 5,8 Prozent. (&hellip;)<br>\nDie Auswirkungen bekommt nicht nur China zu sp&uuml;ren. Der Konflikt belastet die Konjunktur weltweit. Japans Ausfuhren in die Volksrepublik sanken mit 12,1 Prozent besonders kr&auml;ftig. &bdquo;Es besteht kein Zweifel daran, dass sich die chinesische Konjunktur verlangsamt, weil die dritte Runde der US-Z&ouml;lle zu wirken beginnt&ldquo;, sagt Atsushi Takeda, Chef&ouml;konom des Instituts Itochu Economic Research.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Chinesische-Wirtschaft-unter-Druck\/!5627366\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Liegt die Verlangsamung des chinesischen Wachstums tats&auml;chlich an den US-Z&ouml;llen? K&ouml;nnte es nicht auch sein, dass der Umbau der Binnenwirtschaft daf&uuml;r sorgt? Jedenfalls China scheint mit seinen Wirtschaftsergebnissen <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3185\/2019\/09\/16\/1s298597.htm\">zufrieden zu sein<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bundeswehreinsatz in Irak und Syrien beenden<\/strong><br>\n&bdquo;DIE LINKE lehnt den weiteren Einsatz der Bundeswehr im Irak und in Syrien ab. Angesichts der Eskalation im Persischen Golf ist die weitere Entsendung deutscher Soldaten in die Region unverantwortlich&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, zur heute im Kabinett beschlossenen Verl&auml;ngerung des Anti-IS-Mandats. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Es ist nicht akzeptabel, wie die Bundesregierung den Bundestag mit dem neuen Einsatzmandat vorf&uuml;hrt. Der Bundestag hat vor einem Jahr den Abzug der Bundeswehr zum 31. Oktober 2019 beschlossen. Das Ende des Mandats kommt mithin f&uuml;r keinen &uuml;berraschend. Es ist absurd und dreist, wenn Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer jetzt sagt, man habe bisher noch keinen Ersatz f&uuml;r die Bundeswehr finden k&ouml;nnen und m&uuml;sse daher noch einmal verl&auml;ngern. Die Bundesregierung darf die Bundewehr nicht in einen von US-Pr&auml;sident Trump und der Kopf-ab-Diktatur Saudi-Arabien initiierten Krieg gegen den Iran verwickeln, auch nicht indirekt durch ihre &sbquo;Tornado&lsquo;-Aufkl&auml;rungseins&auml;tze in Nachbarl&auml;ndern.<br>\nEin Wiedererstarken des IS wird nicht durch den weiteren Einsatz der Bundeswehr verhindert und Vers&ouml;hnung in Syrien wird nicht durch deutsche Soldaten gef&ouml;rdert, sondern durch Unterst&uuml;tzung beim Wiederaufbau der zerst&ouml;rten St&auml;dte und Infrastruktur. DIE LINKE fordert daher die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen, die den Wiederaufbau Syriens massiv blockieren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bundeswehreinsatz-in-irak-und-syrien-beenden\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Anteil der Einwegflaschen nimmt weiter zu<\/strong><br>\nGetr&auml;nke in Mehrwegflaschen w&auml;ren ein gutes Mittel gegen die deutschen M&uuml;llberge &ndash; wenn die Kundschaft sie denn kaufen w&uuml;rde. Vom angestrebten Ziel entfernen sich die Deutschen immer weiter. Bis auf eine Ausnahme.<br>\nDer Anteil von Mehrwegverpackungen bei Getr&auml;nken ist weiter gesunken. Im Jahr 2017 wurden nur rund 42 Prozent der Getr&auml;nke in Mehrwegflaschen abgef&uuml;llt. Das teilt das Umweltbundesamt (UBA) mit. Damit liegt die Mehrwegquote noch einmal 0,5 Prozentpunkte niedriger als 2016. Blickt man zur&uuml;ck auf das Jahr 2010, wird der R&uuml;ckgang besonders deutlich: Da lag die Quote noch bei 48 Prozent.<br>\nVon dem Ziel, das das Verpackungsgesetz vorgibt, ist man damit weit entfernt. Demnach werden langfristig 70 Prozent angestrebt. &ldquo;Kurze Transportwege und Mehrwegverpackungen sind wichtig, um Umweltbelastungen und Abf&auml;lle zu vermeiden&rdquo;, erkl&auml;rte UBA-Pr&auml;sidentin Maria Krautzberger. Daf&uuml;r seien gut funktionierende Mehrwegsysteme n&ouml;tig. &ldquo;Alle Superm&auml;rkte und Verkaufsstellen von Getr&auml;nken sollten m&ouml;glichst viele Getr&auml;nke in Mehrwegflaschen anbieten und so dazu beitragen, weniger Abf&auml;lle zu erzeugen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/anteil-der-einwegflaschen-steigt-weiter-a-1287329.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Das Beispiel zeigt: Effektiv sind staatliche Vorgaben oder Verbote, die freiwillige Selbstverpflichtung a la Julia Kl&ouml;ckner hilft nicht. Dar&uuml;ber k&ouml;nnen auch flotte Spr&uuml;che der CDU Frau zur geplanten (freiwilligen) Reduktion von Zucker in Fertigprodukten (&ldquo;Der Staat ist nicht die Gemacksnanny&rdquo;) nicht hinwegt&auml;uschen. Der Staat muss viel mehr regulierend eingreifen zur Vermeidung offensichtlicher Fehlentwicklungen! Was Kl&ouml;ckner macht ist reine Lobbyarbeit!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Partner in jeder Lage<\/strong><br>\nWer will Dieter Kempf, Pr&auml;sident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) schon widersprechen? Nat&uuml;rlich ist unsere Republik ein &raquo;Schnarchland&laquo;. Selbst in der mongolischen W&uuml;ste gibt es Handyempfang. Bei uns dagegen k&ouml;nnen schon an der n&auml;chsten Laterne die Lichter der Allerreichbarkeit ausgehen. L&auml;ngst ben&ouml;tigte Investitionen im &ouml;ffentlichen Sektor schiebt man seit Jahren vor sich her. Der Nahverkehr f&auml;hrt auf Verschlei&szlig;. Personalknappheit in Pflege und Bildung versanden in einer Versorgungsw&uuml;ste. Sparen hei&szlig;t die Devise. Neu ist das nicht.<br>\nBl&ouml;derweise meinte Kempf das alles gar nicht. Es ging ihm am Rande der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA), als er &raquo;Spiegel Online&laquo; ein Interview gab, eigentlich nur um das Automobil, speziell um den hei&szlig;esten Schei&szlig; der Branche &ndash; das SUV. Da w&uuml;rde man n&auml;mlich pennen in Deutschland. Nicht, weil man diese gigantischen Kreuzer, die in engen Stra&szlig;enschluchten zu viel Platz beanspruchen und dabei m&auml;chtig Dreck fabrizieren, immer noch baut, obwohl langsam ein klimatisch bedingtes Umdenken stattfinden m&uuml;sste. Nein, der Herr Pr&auml;sident sorgt sich um die schlechte SUV-Laune im Lande: &raquo;Wenn jeden Tag eine neue Hiobsbotschaft als Idee verbreitet wird &ndash; von Diesel-Fahrverboten in Innenst&auml;dten bis zu SUV-Fahrverboten &ndash; wundere ich mich nicht, dass inl&auml;ndische Kunden verunsichert sind und sich beim Kauf im Moment zur&uuml;ckhalten.&laquo;<br>\nNun ist klar, dass der Mann die Industrie vertritt und nicht als der Anwalt des globalen Klimas agiert. Er will sch&ouml;nf&auml;rben, beeinflussen und verkaufen. Dass Kempf aber mehr oder weniger all denen, die eine Verkehrswende f&uuml;r unabdingbar halten, Schlafm&uuml;tzigkeit attestiert, blo&szlig; der deutschen Automobilindustrie nicht, die den Trend ordentlich verpennt hat, spricht B&auml;nde &uuml;ber die Arroganz deutscher Wirtschaftsbarone.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1126020.suv-verbot-partner-in-jeder-lage.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bahnkrott<\/strong><br>\nDer Bundesrechnungshof hat als regelm&auml;&szlig;iger Mahner schon viel Abtr&auml;gliches zum Zustand der Deutschen Bahn zusammengetragen. Jetzt beschreibt ein Sonderbericht die Entwicklung des Konzerns als besorgniserregend. Schuld daran ist auch Stuttgart 21.<br>\nDass dieser Punkt irgendwann kommt, musste selbst Projektbef&uuml;rworterInnen klar sein. Jedenfalls den wenigen, die ihr Urteilsverm&ouml;gen noch nicht ganz begraben haben. Der Bundesrechnungshof (BRH) greift die Verantwortlichen der Deutschen Bahn offen an daf&uuml;r, wie Investitionsmittel falsch und unwirtschaftlich eingesetzt werden. Dabei nennen die obersten Pr&uuml;fer der Republik einmal mehr Stuttgart 21 als Beispiel. Au&szlig;erdem kn&ouml;pfen sie sich die Bundesregierung vor, weil Empfehlungen f&uuml;r den und Kritik am Bahnkonzern bisher &ldquo;im Wesentlichen&rdquo; nicht aufgegriffen worden seien.<br>\nDas war schon vor &uuml;ber einem Jahrzehnt so. 2008 flatterte dem damaligen Vorsitzenden des Haushaltsausschusses im Bundestag, Otto Fricke (FDP), ein 13-seitiges Schreiben auf den Tisch. Die Finanzkontrolleure &uuml;bermittelten ihre Ergebnisse der Pr&uuml;fung des Tiefbahnhofs und der Neubaustrecke nach Paragraph 88, Absatz zwei der Bundeshaushaltsordnung. Darin wird bem&auml;ngelt, dass es &ldquo;keine Gesamtschau der Kosten&rdquo; gebe, dass durch die beiden Vorgaben der &ldquo;Beginn&rdquo; beziehungsweise die &ldquo;Fertigstellung anderer Projekte gef&auml;hrdet sind&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/442\/bahnkrott-6189.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gebt Snowden endlich Schutz! Auch die Bundesregierung versagt hier kl&auml;glich<\/strong><br>\nEs gibt Momente im politischen Leben, da darf man nicht auf der verkehrten Seite stehen. Die US-gef&uuml;hrte Milit&auml;rinvasion in den Irak im Jahr 2003 war so ein Fall, ebenso der Angriff der Nato-Staaten Frankreich, Gro&szlig;britannien und USA auf Lybien 2011. Auch wenn die Dimension eine andere sein mag, der Umgang mit der Causa Edward Snowden geh&ouml;rt in diese Kategorie. Es geht um grunds&auml;tzliche Weichenstellungen, die man sp&auml;ter kaum mehr r&uuml;ckg&auml;ngig machen kann. Der Einmarsch in den Irak, dem sich die damalige Bundesregierung unter Kanzler Gerhard Schr&ouml;der mutig verweigerte, war der Auftakt zu einer politischen, wirtschaftlichen und moralischen Zerst&ouml;rung nicht nur des Zweistromlandes, sondern der ganzen Region. Der Islamische Staat (IS) w&auml;re nie entstanden, h&auml;tte es diesen S&uuml;ndenfall nicht gegeben. &Auml;hnlich war es in Lybien. Muammar al-Gaddafi wurde gest&uuml;rzt und ermordet. In der Folge aber verbreiteten sich die Waffen aus den Arsenalen des Machthabers auf ganz Nordafrika und die Subsahara-Staaten, in denen heute islamistische Terrorgruppen w&uuml;ten. Beide Ereignisse haben die Lage der Welt massiv ver&auml;ndert &ndash; zum Schlechten. Genau deswegen ist der Fall Snowden auch f&uuml;r uns wichtig. Er enth&uuml;llte damals, in welchem Ausma&szlig; die amerikanischen und britischen Geheimdienste in dem von US-Pr&auml;sident &lsquo;Georg W. Bush erkl&auml;rten &ldquo;war on terror&rdquo; die ganze Welt ausspionierten, selbst die eigenen Verb&uuml;ndeten. Es wurden Gesetze gebrochen, die zum Kernbestand demokratischer Verfassungen geh&ouml;ren. Bis heute stehen wir im Fall Snowden auf der falschen Seite. Ob wir wollen oder nicht, damit entscheiden wir mit dar&uuml;ber, welchen Stellenwert B&uuml;rger- und Freiheitsrechte k&uuml;nftig auf unserem Globus haben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/1.9334281\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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