{"id":54962,"date":"2019-09-20T08:15:12","date_gmt":"2019-09-20T06:15:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54962"},"modified":"2019-09-20T08:15:12","modified_gmt":"2019-09-20T06:15:12","slug":"hinweise-des-tages-3455","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54962","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54962#h01\">Washington puts on farcical show over Hong Kong<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54962#h02\">Nach Scheitern der Pkw-Maut: Wie Andreas Scheuer versucht, sich politisch zu retten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54962#h03\">CDU will CO2-Preis deckeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54962#h04\">Warum ein Ende der Schuldenbremse die Rechten empfindlich schw&auml;cht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54962#h05\">Expansive Geldpolitik: N&ouml;tig, aber nicht genug!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54962#h06\">Wie unfreiwillige Teilzeitarbeit die Reservearmee der Arbeitslosen ersetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54962#h07\">Pflegenotstand: Es krankt an Einkommen und Personalschl&uuml;sseln!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54962#h08\">Gute Arbeit weltweit statt Sklavenarbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54962#h09\">LINKE begr&uuml;&szlig;t &Ouml;sterreichs Nein zu EU-Mercosur-Abkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54962#h10\">Lithiumvorkommen in Portugal: Der Aufstand gegen das &ldquo;Wei&szlig;e Gold&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54962#h11\">130.000-Mann-Man&ouml;ver mit russischen, chinesischen und indischen Soldaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54962#h12\">Kriegsdrohungen sind inakzeptabel &ndash; saudischen Botschafter einbestellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54962#h13\">Justin Trudeaus Blackfacing &ndash; &bdquo;Ich bedauere das sehr&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54962#h14\">Medien und die AfD: Keine falsche Freundlichkeit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Washington puts on farcical show over Hong Kong<\/strong><br>\nAmerican politicians really scraped the bottom of the barrel to find three talking heads at congressional hearing on situation in city<br>\nNot all useful idiots are equal. Ideally, you want those who have at least some credibility. But those may be hard to come by these days in Hong Kong.<br>\nSo American politicians on an anti-China rampage were really scraping the bottom of the barrel to find a few talking heads to fill airtime at a US congressional hearing on Hong Kong.<br>\nWe have Sunny Cheung, a spokesman for a group called Hong Kong Higher Education International Affairs Delegation. Never heard of it? Me neither. (&hellip;)<br>\nHong Kong police raping and killing people? Next thing you know, Cheung will be claiming police are harvesting organs from arrested protesters through vivisection. (&hellip;)<br>\nActivist Joshua Wong Chi-fung said history would celebrate America for standing with Hong Kong. Really? (&hellip;)<br>\nAn obscure activist prone to citing outlandish rumours as facts; a 22-year-old with no university education and never held down a proper job pontificating on history and democracy; a Canto-pop singer who is way past her prime: these are the people speaking for Hong Kong in the US.<br>\nGod save us!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.scmp.com\/comment\/opinion\/article\/3028136\/washington-puts-farcical-show-over-hong-kong?%20\">South China Morning Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dieser Artikel sei allen deutschen Journalisten &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54892\">vor allen denen der S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/a> &ndash; w&auml;rmstens empfohlen. Und bevor wieder das Totschlagargument &ldquo;Propaganda aus Peking&rdquo; kommt &ndash; die SCMP ist eine Zeitung aus Hongkong, <a href=\"https:\/\/www.scmp.com\/topics\/hong-kong-protests\">die neutral &uuml;ber die Proteste berichtet<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Nach Scheitern der Pkw-Maut: Wie Andreas Scheuer versucht, sich politisch zu retten<\/strong><br>\nDas Bundesverkehrsministerium (BMVI) setzt in der Auseinandersetzung um die rechtswidrige Vergabe der Pkw-Maut offenbar auf Zeit und darauf, dass sich die Streitparteien nicht einigen k&ouml;nnen. Das legen vertrauliche Unterlagen nahe, die der Berliner Zeitung vorliegen. Bei gravierender Uneinigkeit sehen die Mautvertr&auml;ge ein Schiedsverfahren vor, das aufgrund von Geheimhaltung und Dauer dem angeschlagenen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) Zeit verschaffen w&uuml;rde. Hinter diesem Vorgehen vermuten Gr&uuml;ne und Bundestagsabgeordnete der FDP eine Strategie. Und ihre Einsch&auml;tzung l&auml;sst sich durch die juristische Korrespondenz zwischen Ministerium und dem privaten Betreiberkonsortium, die der Berliner Zeitung exklusiv vorliegt, erh&auml;rten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/nach-scheitern-der-pkw-maut-wie-andreas-scheuer-versucht--sich-politisch-zu-retten-33187912\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Juristische Korrespondenz verr&auml;t Scheuers Strategie<\/strong><br>\nImmer wieder kreist die Korrespondenz der beiden Streitparteien um die Frage, welche K&uuml;ndigungsoption denn nun der Bund w&auml;hle und ob das Konsortium die begonnenen Aufgaben nur unterbrechen, zur&uuml;ckfahren oder einstellen solle.<br>\nEs stellen sich schlie&szlig;lich ganz praktische Fragen, etwa zum Umgang mit den Banken. So nahmen die Betreiber nach Informationen der Berliner Zeitung 175 Millionen Euro bei der Commerzbank und der Landesbank Baden-W&uuml;rttemberg (LBBW) auf. Hier sind eine &bdquo;Nichtabnahmeentsch&auml;digung&ldquo; und Bereitstellungsprovisionen &bdquo;in H&ouml;he von ca. 1.750,00 pro Tag&ldquo; bis zur tats&auml;chlichen Vertragsbeendigung f&auml;llig, wie es in dem vertraulichen Brief der LBBW hei&szlig;t. Und noch etwas schreiben die Banker: &bdquo;Wir stimmen Ihrer Auffassung zu, dass die K&uuml;ndigung des Betreibervertrages einen K&uuml;ndigungsgrund &hellip; des Darlehensvertrages darstellt.&ldquo;<br>\nAlso doch die Abwicklung? Der Bund beharrt darauf, dass er &bdquo;die Option Abwicklung nicht ausge&uuml;bt&ldquo; habe, verlangt zugleich aber den sofortigen Stopp von Auftr&auml;gen. Die Betreiber reagieren entsprechend verwirrt. &bdquo;Dieses widerspr&uuml;chliche Verhalten ist f&uuml;r uns nicht nachvollziehbar&ldquo;, schreibt der Anwalt. Sie fragen immer wieder nach und schlagen schlie&szlig;lich eine Agenda vor, wie diese Fragen beantwortet werden k&ouml;nnten. F&uuml;r den Bund aber &bdquo;erscheint es nicht sinnvoll, ein solches Gespr&auml;ch au&szlig;erhalb der daf&uuml;r vorgesehenen Verfahren zu f&uuml;hren&ldquo;.<br>\nEs wirkt, als provoziere das Ministerium ein bestimmtes Verfahren. Denn wenn sich die Parteien weiterhin nicht einigen k&ouml;nnen, ist im Betreibervertrag ein Schiedsgerichtsverfahren vorgesehen. Dort tr&auml;fen sich die Kontrahenten vor einem privaten Gericht in Berlin. Als Richter treten hier private Anw&auml;lte auf. Weder Parlamentarier noch die Presse erhielten Einblicke. Alle Verhandlungen und Ergebnisse blieben geheim.<br>\nBesonders einen w&uuml;rde das wohl freuen: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/konflikt-um-pkw-maut-juristische-korrespondenz-verraet-scheuers-strategie-33188108\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>CDU will CO2-Preis deckeln<\/strong><br>\nAllerdings kommt der CDU-erdachte Emissionshandel nicht ohne Tricks aus: Weil besonders im Verkehr seit 1990 kein CO2 eingespart wurde und die Emissionen bis 2030 um mindestens 40 Prozent gegen&uuml;ber 1990 zu sinken haben, m&uuml;sste die Zahl der Zertifikate entsprechend knapp bemessen werden, ihr Preis k&ouml;nnte in ungeahnte H&ouml;hen steigen und zum Beispiel Kraftstoffe kr&auml;ftig verteuern.<br>\nDeswegen will die Union hier eine Obergrenze einziehen und den nationalen Emissionshandel mit einem Maximalpreis f&uuml;r die Zertifikate versehen. &Uuml;ber dessen H&ouml;he schweigt sie sich selbstverst&auml;ndlich aus, um keine R&uuml;ckschl&uuml;sse auf m&ouml;gliche Belastungen zuzulassen.<br>\nEin gedeckelter Preis vermindert allerdings die Klimawirkung. Aus dem Unionskonzept l&auml;sst sich sogar herauslesen, dass nicht einmal der Maximalpreis das Erreichen der Klimaziele f&uuml;r 2030 garantiert.<br>\nWird dieser Preis erreicht, k&ouml;nne es erforderlich sein, sinniert die Union in ihrem Konzept, in Deutschland &ldquo;zus&auml;tzliche&rdquo; Emissionszertifikate zu generieren, etwa mit der Renaturierung von Mooren oder Ma&szlig;nahmen f&uuml;r Waldschutz und Aufforstung. &ldquo;Wer mit B&auml;umen CO2 bindet, kann daf&uuml;r Zertifikate erhalten&rdquo;, schreibt die Union w&ouml;rtlich.<br>\nDeutschland soll also B&auml;ume pflanzen, damit der Verkehr &ndash; und da geht es vor allem um die privaten Autos &ndash; weiter &uuml;ber Geb&uuml;hr Klimagase aussto&szlig;en kann. Das ist offensichtlich eine Mogelpackung. Auch den Umweltsch&uuml;tzer Michael Sch&auml;fer vom WWF st&ouml;&szlig;t am Unionskonzept auf, dass die Klimaziele nur erreicht werden k&ouml;nnten, wenn die Emissionen sinken und zus&auml;tzlich noch aufgeforstet wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/deutschland\/teurer-blumenstrauss-ohne-viel-klima\">Klimareporter<\/a>\n<p><strong>dazu: Kosten Diesel und Benzin bald 10 Cent mehr?<\/strong><br>\nBei den Gespr&auml;chen &uuml;ber die Strategie f&uuml;r mehr Klimaschutz ist kein Ende in Sicht. Die Verhandlungen laufen z&auml;h. Der Kernpunkt: Ein Preis f&uuml;r den Aussto&szlig; des Treibhausgases CO2. Angeblich sind rund 30 Euro pro Tonne im Gespr&auml;ch, hei&szlig;t es aus Regierungskreisen. An der Tankstelle ginge das nicht spurlos vorbei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Kosten-Diesel-und-Benzin-bald-10-Cent-mehr-article21284317.html%20\">n-tv<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Koalition will Spritschlucker h&ouml;her besteuern<\/strong><br>\nZuckerbrot und Peitsche sollen B&uuml;rger und Firmen dazu bringen, auf klimafreundliche Fahrzeuge umzusteigen. Wer im Verkehr die Umwelt schont, soll nach den Pl&auml;nen der Gro&szlig;en Koalition h&ouml;here Zusch&uuml;sse bekommen. Andere Verkehrsteilnehmer m&uuml;ssen sich wohl auf h&ouml;here Abgaben einstellen.<br>\nIm Kampf gegen den Klimawandel will die Bundesregierung eine Verkehrswende mit Strafzahlungen und F&ouml;rderung erzwingen. Dabei sind sowohl h&ouml;here Kaufpr&auml;mien f&uuml;r E-Autos als auch indirekte Strafzahlungen &uuml;ber die Kfz-Steuer und die Lkw-Maut in Planung, wie ein 209-seitiges Papier zum Klimakonzept der Regierung zeigt.<br>\nW&auml;hrend Spritschlucker wie SUVs &uuml;ber die Kfz-Steuer mehr belastet w&uuml;rden, sollen im Gegenzug g&uuml;nstigere E-Autos unter 30.000 Euro mit bis zu 6000 Euro Kaufpr&auml;mie gef&ouml;rdert werden. Die Spitzen der Koalition aus CDU, CSU und SPD wollen am Abend zusammenkommen, um das Paket abschlie&szlig;end zu beraten. Beschlossen und vorgestellt werden soll es dann am Freitag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Koalition-will-Spritschlucker-hoeher-besteuern-article21283427.html\">n-tv<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Genauso habe ich mir das vorgestellt, die &ldquo;kleinen Leute&rdquo; sollen wieder zahlen. Treibstoffkosten erh&ouml;hen, ohne z.B. ein irgendwie geartetes Konzept f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Personenverkehr zu haben. E-Autos f&ouml;rdern, ist der gleiche Witz. Aktuell sind E-Autos sehr teuer. Wer sich gerade einmal einen gebrauchten Diesel leisten kann, der kann sich auch f&uuml;r 20.000 &euro; kein E-Auto kaufen. Die obere Mittelschicht hat kein Problem sich einen Tesla vor die T&uuml;r zu stellen oder einfach eine h&ouml;here KFZ-Steuer zu bezahlen. Das hei&szlig;t auch individuelle Mobilit&auml;t wird wieder ein Privileg der Besserverdiener. Das ist Pseudo-Klimapolitik im Sinne des Neoliberalismus und der herrschenden Oligarchie.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Warum ein Ende der Schuldenbremse die Rechten empfindlich schw&auml;cht<\/strong><br>\nDer Kampf gegen die Austerit&auml;tspolitik ist ein wesentlicher Schritt zur progressiven L&ouml;sung der aktuellen globalen Krise. Er ist insofern auch ein entscheidender Faktor f&uuml;r den Erhalt und die Ausweitung demokratischer Verh&auml;ltnisse. [&hellip;]<br>\nSchon das rechtliche &raquo;Schuldenabbaugebot&laquo; im Grundgesetz und in zahlreichen Landesverfassungen beschneidet die Handlungsspielr&auml;ume des Bundestags und der Landesparlamente signifikant. Dringend notwendige parlamentarische Initiativen zur Reduzierung des Investitionsstaus in Bezug auf &ouml;ffentliche Geb&auml;ude, Einrichtungen und Dienstleistungen werden so behindert. Die &uuml;ber 100 Milliarden Euro, die f&uuml;r einen sinnvollen Ausbau der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge mindestens n&ouml;tig w&auml;ren, sind ohne Steuererh&ouml;hungen mit einem Haushalt, der auf die Einhaltung der Schuldenbremse verpflichtet ist, kaum zu haben. Eine Diskussion dar&uuml;ber soll schon im Keim erstickt werden. Wenig &uuml;berraschend und auch politisch gewollt, entwickelt eine Gesellschaft, die jahrelang von parlamentarischer Belanglosigkeit, fehlenden &ouml;ffentlichen Investitionen, K&uuml;rzungen und Privatisierungen traktiert ist, den f&uuml;r antidemokratische Tendenzen empf&auml;nglichen N&auml;hrboden.<br>\nAuch ganz materiell werden seit Jahren gro&szlig;e Teile der Bev&ouml;lkerung von politischen Diskussions- und Entscheidungsprozessen abgekoppelt. Dass folglich sozial und wirtschaftlich schlechter gestellte Bev&ouml;lkerungsschichten seltener zu Wahlen gehen als die b&uuml;rgerlichen Milieus der Ober- und Mittelschicht, ist nur die Spitze des Eisbergs. Zwischen Hartz-IV-Antrag und Arbeitsamt soll schlicht niemand mehr Zeit oder Mu&szlig;e f&uuml;r politische Bet&auml;tigung haben, geschweige denn auf die Idee kommen, soziale Ver&auml;nderungen seien notwendig und m&ouml;glich. So wundert es wenig, wenn dann den demagogischen Erkl&auml;rungen &uuml;ber optional &raquo;den Fl&uuml;chtling&laquo;, &raquo;den faulen Griechen&laquo;, &raquo;den Juden&laquo;, etc. geglaubt wird und die &raquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&laquo; gerade im schon abgeschriebenen und von den Parteien der &raquo;Mitte&laquo; auch bewusst ignorierten Nichtw&auml;hler:innenspektrum punkten konnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/2322\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Expansive Geldpolitik: N&ouml;tig, aber nicht genug!<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank EZB will weiterhin eine expansive Zinspolitik betreiben, hat der scheidende EZB-Chef Mario Draghi angek&uuml;ndigt. Das ist gut, gen&uuml;gt aber nicht f&uuml;r die angepeilte Inflationrate von 2 Prozent. Um die zu erreichen, braucht die EZB die Unterst&uuml;tzung der Staaten in der Eurozone. Wie das aussehen k&ouml;nnte, verr&auml;t der DGB-klartext. [&hellip;]<br>\nFest steht: Die Schuld f&uuml;r die aktuelle Zinsentwicklung kann nicht allein bei der Zentralbank gesucht werden. Die Niedrigzinsen sind eine Folge des jahrelangen K&uuml;rzungs- und Sparkurses im Euroraum und auch der schwarzen Null in Deutschland. Denn wenige &ouml;ffentliche und private Investitionen und eine geringe Bereitschaft zur Verschuldung bedeuten nichts anderes als eine geringe Nachfrage nach reichlich vorhandenem Geld und Ersparnissen. Wenn die Nachfrage weit unter dem Angebot liegt, sinken die Zinsen &ndash; der Preis des Geldes.<br>\nUm die Konjunktur anzuregen und die Eurozone zu stabilisieren, musste die EZB zwangsl&auml;ufig den Leitzins senken. Durch konstant hohe Auftragseing&auml;nge bei Unternehmen und eine positive Entwicklung bei Besch&auml;ftigung und L&ouml;hnen, hat auch Deutschland ma&szlig;geblich von dieser Entscheidung profitiert. Hinzu kommt, dass nur ein sehr geringer Anteil der deutschen Sparer*innen einen relevanten Anteil ihres Einkommens aus Zinseink&uuml;nften bezieht. Ein Anstieg des Leitzinses k&auml;me also in erster Linie einer verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig kleinen Gruppe von Verm&ouml;gensbesitzern zugute, w&auml;hrend von einer guten Konjunktur hingegen eine weitaus breitere Gesellschaftsschicht profitiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++49434d8c-da24-11e9-9e2a-52540088cada%20\">DGB klartext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wie unfreiwillige Teilzeitarbeit die Reservearmee der Arbeitslosen ersetzt<\/strong><br>\nNotenbanken haben das ungewohnte Problem, dass die Inflation zu niedrig bleibt. &Ouml;konomen weisen mit einem Unterbesch&auml;ftigungsindex nach, dass das in betr&auml;chtlichem Ma&szlig; auf unfreiwillige Teilzeitarbeit zur&uuml;ckgeht. Dank ihr k&ouml;nnen die Arbeitgeber die L&ouml;hne und damit die Inflation dr&uuml;cken.<br>\nBei Karl Marx hie&szlig;en sie &ldquo;industrielle Reservearmee&rdquo;: die Arbeitslosen, die jederzeit bereitstehen, eine Arbeit anzunehmen. Diese Reservearmee sorge daf&uuml;r, dass die Arbeitnehmer keine &uuml;berm&auml;&szlig;ig hohen Lohnforderungen stellen, aus Angst vor Arbeitslosigkeit. Im Sprachgebrauch angels&auml;chsischer &Ouml;konomen hei&szlig;t das gleiche Konzept NAIRU &ndash; als Abk&uuml;rzung f&uuml;r Non-Accelerating Inflation Rate of Unemployment. Zu Deutsch: die Arbeitslosenrate, die gerade hoch genug ist, eine Inflationsbeschleunigung zu verhindern. Da die Wirkung der Arbeitslosigkeit auf die Inflation &uuml;ber die Lohnsteigerungen l&auml;uft, hei&szlig;t das Konzept bei der EU-Kommission konsequenter Weise gleich NAWRU. Das W steht f&uuml;r Wages, englisch f&uuml;r L&ouml;hne. NAWRU ist also die Arbeitslosenquote, die hoch genug ist, dass die Lohnsteigerungen nicht zunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1173-teilzeit\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Pflegenotstand: Es krankt an Einkommen und Personalschl&uuml;sseln!<\/strong><br>\nBestandsaufnahmen in der Pflege sind ern&uuml;chternd. Immer mehr Besch&auml;ftigte sind k&ouml;rperlich und mental am Limit. Das ist ein skandal&ouml;ser Zustand. Denn hochmotivertes, gut bezahltes und qualifiziertes Personal wird dringend gebraucht. Das aktuelle #schlaglicht 33\/2019 beleuchtet die Ursachen des Pflegenotstands. Und es zeigt auf, was die Politik gegen miese L&ouml;hne, hohen Zeitdruck und d&uuml;nne Personaldecken unternehmen muss.<br>\nWohl kaum jemandem wird der Gang in ein Krankenhaus erspart bleiben. Ebenso werden viele von uns im Alter auf professionelle Hilfe angewiesen sein. In diesen intimen Situationen ist es gut, wenn qualifiziertes Fachpersonal zur Stelle ist, um uns zu betreuen und zu pflegen. Genau das leisten die Besch&auml;ftigten in der Alten- und Krankenpflege, die Tag und Nacht im Einsatz sind. Doch ihre Zahl ist viel zu gering, als das sie das verlangte Arbeitspensum leisten k&ouml;nnten. Denn in Deutschland herrscht Pflegepersonalnotstand. Die Folge: Immer mehr Besch&auml;ftigte sind k&ouml;rperlich und mental am Limit. Ein skandal&ouml;ser Zustand!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++33c5d922-dab8-11e9-b36c-52540088cada\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gute Arbeit weltweit statt Sklavenarbeit<\/strong><br>\nWer wirklich die Menschenrechte von Arbeiter*innen global sch&uuml;tzen will, muss weltweit operierende deutsche Konzerne gesetzlich dazu verpflichten. Freiwillige Regelungen, wie sie die Bundesregierung bevorzugt, bringen wenig.<br>\nWenn rechtlich verlangt wird, was moralisch geboten ist, l&auml;sst sich von Fortschritt sprechen. &ldquo;Ethischer Konsum&rdquo; w&auml;re nicht mehr n&ouml;tig, wenn dem von Kindern gen&auml;hten Fu&szlig;ball, dem f&uuml;r 40 Cent Stundenlohn gefertigten T-Shirt, dem auf pestizidverseuchten Plantagen erzeugten Kaffee der Markt einfach verschlossen bliebe. Fortschritte in Sachen Menschenrechte und Umweltschutz hingen nicht mehr von individueller Tugend, sondern von guten Gesetzen ab. Es w&uuml;rde sich mit Hegel zeigen, &ldquo;dass der Weltlauf so &uuml;bel nicht ist.&rdquo; Die Bundesregierung will diesen Beweis erbringen, aber mit einem Gesetz Zwang aus&uuml;ben, will sie m&ouml;glichst nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++0d97d3f0-da08-11e9-a6c7-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>LINKE begr&uuml;&szlig;t &Ouml;sterreichs Nein zu EU-Mercosur-Abkommen<\/strong><br>\nDas ist eine gute Nachricht, danke &Ouml;sterreich&ldquo;, erkl&auml;rt Andrej Hunko, europapolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, anl&auml;sslich der Entscheidung des EU-Unterausschusses des &ouml;sterreichischen Nationalrats gegen das Freihandelsabkommen zwischen der Europ&auml;ischen Union und dem s&uuml;damerikanischen Staatenb&uuml;ndnis Mercosur. Die Regierung &Ouml;sterreichs ist damit verpflichtet, auf EU-Ebene gegen das Abkommen zu stimmen, f&uuml;r dessen Annahme Einstimmigkeit notwendig ist. Hunko weiter:<br>\n&bdquo;Das seit zwei Jahrzehnten verhandelte Abkommen ist insbesondere angesichts des Klimawandels aus der Zeit gefallen. Es w&uuml;rde weiter ein Entwicklungsmodell f&ouml;rdern, das auf ungez&uuml;gelte Ausbeutung der Ressourcen und globalen Wettbewerb zwischen ungleichen Partnern setzt. Die forcierte Abholzung und Brandrodung des Amazonas-Regenwalds steht sinnbildlich f&uuml;r dieses Modell, das in die Geschichtsb&uuml;cher geh&ouml;rt, aber nicht in neue Abkommen. Es ist bezeichnend, dass der Durchbruch bei den Verhandlungen ausgerechnet nach dem zweifelhaften Wahlsieg des Ultrarechten Bolsonaro in Brasilien gelang.<br>\nDIE LINKE begr&uuml;&szlig;t, dass fast alle im &ouml;sterreichischen Parlament vertretenen Parteien dem Antrag der SP&Ouml; zugestimmt haben. Die Bundesregierung muss ihre Position ebenfalls &auml;ndern und das klimasch&auml;dliche und unsoziale Abkommen endg&uuml;ltig beerdigen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/linke-begruesst-oesterreichs-nein-zu-eu-mercosur-abkommen\/%20\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lithiumvorkommen in Portugal: Der Aufstand gegen das &ldquo;Wei&szlig;e Gold&rdquo;<\/strong><br>\nDie Aussichten f&uuml;r die strukturschwache Region k&ouml;nnten blendender nicht sein: Durch den Abbau von Lithium w&uuml;rden im Norden Portugals zahlreiche Arbeitspl&auml;tze entstehen. Nur &ndash; die Anwohner wehren sich.<br>\nEs ist noch alles v&ouml;llig offen: Keiner wei&szlig;, ob und wenn ja, wann in der Gegend Lithium abgebaut wird. Aber Aida Fernandes hat schon eine klare Meinung dazu: &ldquo;Auf immer und ewig: Nein. Unsere Antwort ist Nein, das ist der Wille der Bev&ouml;lkerung. Und wir werden alles tun, unseren und den Willen der Betroffenen durchzusetzen.&rdquo;<br>\nSo klingt eine Kampfansage. Fernandes geh&ouml;rt zu einer B&uuml;rgerinitiative, die sich in Covas do Barroso gegr&uuml;ndet hat, einem kleinen Dorf im Norden Portugals, nahe der spanischen Grenze. Hier sollen die Abbaugebiete entstehen: Eine Fl&auml;che von 700 Hektar soll dann von bis zu 600 Quadratmeter gro&szlig;en L&ouml;chern durchpfl&uuml;gt sein, die 150 Meter tief in die Erde reichen. F&uuml;r Fernando Queiroga eine schlimme Vorstellung. Er ist Landrat der Region: &ldquo;Der Landkreis Boticas ist aufgrund der gegenw&auml;rtigen Erkenntnisse absolut gegen den Lithiumabbau. Vor allem wegen der Auswirkungen auf die Umwelt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/lithium-portugal-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>130.000-Mann-Man&ouml;ver mit russischen, chinesischen und indischen Soldaten<\/strong><br>\nIn Russland konzentrieren sich die Milit&auml;rman&ouml;ver jedes Jahr auf einen der vier Milit&auml;rbezirke: Zapad (Westen), Wostok (Osten), Kavkaz (S&uuml;den) und Tsentr (Mitte). An der aktuellen &Uuml;bung Tsentr 2019 nehmen mit knapp 130.000 Soldaten deutlich weniger teil als die 300.000, die im letzten Jahr an Wostok 2018 beteiligt waren (vgl. Russland und China demonstrieren Kooperation mit massiver Milit&auml;r&uuml;bung). Daf&uuml;r kommen die Teilnehmer nicht nur aus Russland und China, sondern aus sechs weiteren Staaten: Indien, Pakistan, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan.<br>\nDas ist insofern bemerkenswert, als die Verh&auml;ltnissse zwischen mehreren dieser L&auml;nder nicht spannungsfrei sind. Die beiden &Uuml;ber-1,3-Milliarden-Einwohner-M&auml;chte China und Indien sind nicht nur Rivalen, sondern hegen auch immer noch ungel&ouml;ste Territorialstreitigkeiten um die Himalayagebiete Arunachal Pradesh, Demchok, Aksai-Chin und das Shaksgam-Tal. Drei dieser Gebiete waren Teile des ehemaligen F&uuml;rstentums Kaschmir, um dessen Resterbe sich Indien mit Pakistan streitet (vgl. Kaschmir: Verfassungs&auml;nderung via Eildekret). (&hellip;)<br>\nRussland stellt bei der &Uuml;bung mit 128.000 Soldaten, 15 Schiffen, 600 Flugzeugen, 250 Kampfpanzern, 450 Sch&uuml;tzenpanzern und 200 Raketenwerfern und Kanonen den mit Abstand gr&ouml;&szlig;ten Anteil an Menschen und Material. Das zweitgr&ouml;&szlig;te Kontingent kommt mit 1.600 Soldaten, 96A-Kampfpanzern, H-6K-Bombern, JH-7A-Kampfbombern, J-11-Kampfflugzeugen, Il-76- und Y-9-Transportflugzeugen und Z-10-Kampfhubschraubern von der chinesischen Volksbefreiungsarmee. Deren teilnehmender Kommandant Ma Qixian verlautbarte, das gemeinssame Man&ouml;ver habe nicht nur eine &ldquo;wesentliche Bedeutung&rdquo; f&uuml;r die transnationale Terrorbek&auml;mpfung, sondern &ldquo;verbessere&rdquo; und &ldquo;vertiefe&rdquo; auch die &ldquo;umfassende strategische Koordinationspartnerschaft f&uuml;r eine neue &Auml;ra zwischen China und Russland&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/130-000-Mann-Manoever-mit-russischen-chinesischen-und-indischen-Soldaten-4533277.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Diese Entwicklung ist auch eine Folge der jahrelangen Abweisung Russlands durch den Westen &ndash; USA sowie EU- und NATO-Mitgliedsstaaten. Erinnert sei z.B. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31326\">an die Rede des russischen Pr&auml;sidenten Putin im Deutschen Bundestag von 2001<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kriegsdrohungen sind inakzeptabel &ndash; saudischen Botschafter einbestellen<\/strong><br>\n&bdquo;Das S&auml;belrasseln des saudischen Botschafters in Deutschland, Prinz Faisal bin Farhan al-Saud, gegen&uuml;ber dem Iran ist unertr&auml;glich und nicht akzeptabel. Es kann nicht sein, dass der Vertreter der saudischen Diktatur von Deutschland aus mit Krieg droht. Die Bundesregierung muss den saudischen Botschafter einbestellen, um klarzustellen, dass seine Kriegsdrohungen gegen den Iran mit seinem diplomatischen Status hier unvereinbar sind. Wer die Lage auf der arabischen Halbinsel wirklich deeskalieren will, muss den saudischen Bombenkrieg im Jemen stoppen&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende und abr&uuml;stungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Saudi-Arabiens Botschafter und seine Kopf-ab-Diktatur drohen mit ihrem Gerede, dass &sbquo;alle Optionen auf dem Tisch&lsquo; l&auml;gen, unverhohlen mit Krieg gegen den Iran. Einen Beweis f&uuml;r die direkte Verantwortung Teherans f&uuml;r die Angriffe auf saudische &Ouml;lanlagen bleibt Riad schuldig. Dieser Eskalationspolitik, die auf einen verheerenden Krieg im Nahen Osten zielt, muss die Bundesregierung eine klare Absage erteilen.<br>\nWenn Bundeskanzlerin Angela Merkel und Au&szlig;enminister Heiko Maas etwas f&uuml;r den Frieden in der Region tun wollen, sollten sie einen umf&auml;nglichen Waffenexportstopp gegen Saudi-Arabien verh&auml;ngen, mit dem auch Lieferungen &uuml;ber Drittstaaten wie Frankreich und Gro&szlig;britannien unterbunden werden. Zus&auml;tzlich m&uuml;ssen f&uuml;r einen kompletten R&uuml;stungsstopp auch die Lieferungen deutscher R&uuml;stungskonzerne &uuml;ber Tochterfirmen in Drittstaaten beendet und das Embargo umgehend auf alle L&auml;nder der Jemen-Kriegskoalition ausgeweitet werden, allen voran auf &Auml;gypten und die Vereinigten Arabischen Emirate.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/kriegsdrohungen-sind-inakzeptabel-saudischen-botschafter-einbestellen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Justin Trudeaus Blackfacing &ndash; &bdquo;Ich bedauere das sehr&ldquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r Justin Trudeau nimmt der &Auml;rger einfach kein Ende. Seit einer Woche befindet sich der kanadische Premierminister in einem Wahlkampf, der ihm alles abverlangt. Geplagt von einem Justizskandal, muss er um seine Wiederwahl bangen, Umfragen sagen dem einstigen Senkrechtstarter und Polit-Darling ein hartes Rennen voraus.<br>\nNun ist auch noch ein Foto aufgetaucht, das es Trudeau zus&auml;tzlich schwer machen d&uuml;rfte. Am Mittwoch ver&ouml;ffentlichte das US-Magazin Time ein altes Foto, das Trudeau bei einer Party in Vancouver zeigt, mit brauner Schminke im Gesicht und einem Turban auf dem Kopf. Entstanden war das Foto im Jahre 2001, also vor der politischen Karriere Trudeaus, doch es sorgte in Kanada sogleich f&uuml;r m&auml;chtigen Wirbel.<br>\n&bdquo;Ich h&auml;tte das nicht tun sollen. Ich h&auml;tte es besser wissen m&uuml;ssen&ldquo;, sagte Trudeau in einem hektisch arrangierten Pressestatement an Bord seines Wahlkampfflugzeugs in Halifax. Das orientalische Kost&uuml;m samt brauner Schminke im Gesicht sei aus heutiger Sicht rassistisch, aber zum damaligen Zeitpunkt habe er es nicht als rassistisch wahrgenommen. Er bitte die Kanadier um Entschuldigung f&uuml;r diesen Fehltritt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Justin-Trudeaus-Blackfacing\/!5627564\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ich rekapituliere &ndash; Der kanadische Premier hat sich vor fast zwanzig Jahren f&uuml;r ein Kost&uuml;mfest der Schule, an der er damals unterrichtete, das Gesicht schwarz geschminkt und muss deshalb(!) jetzt um seine Wiederwahl bangen, da er in Kanada als &bdquo;Rassist&rdquo; gilt? Das ist doch Wahnsinn und vor allem stellt dies eine massive Verharmlosung des Begriffs &bdquo;Rassismus&ldquo; dar.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Sie wollen nur ihre moralische &Uuml;berlegenheit inszenieren<\/strong><br>\n&ldquo;Blackfacing&rdquo; ist inakzeptabel. Trotzdem ist ein verungl&uuml;cktes Kost&uuml;m kein R&uuml;cktrittsgrund f&uuml;r Justin Trudeau. Um die Sache geht es den Kritikern ohnehin nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2019-09\/justin-trudeau-blackfacing-ruecktritt-forderung-twitter\">Zeit Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Medien und die AfD: Keine falsche Freundlichkeit<\/strong><br>\nSollen Medien die AfD behandeln wie jede andere Partei auch? Nach drei Jahren Omnipr&auml;senz stellen sich immer noch viele Journalisten diese Frage. Dabei ist die Antwort ganz einfach. [&hellip;]<br>\nExperten haben darauf hingewiesen, dass man in Interviews mit AfD-Politikern nicht auf den altbekannten Provokationen rumreiten, sondern lieber nach konkreten Vorschl&auml;gen fragen soll, wie sie das, was sie kritisieren, &auml;ndern wollen. Das f&auml;llt ihnen deutlich schwerer, als ihren verbalen Vogelschiss zu rechtfertigen.<br>\nDoch leider ist Interviewgepl&auml;nkel mit Superrechten nicht die Ausnahme. Bj&ouml;rn H&ouml;cke hat sich am Wochenende &uuml;ber das ZDF-Interview von &ldquo;Berlin Direkt&rdquo; aufgeregt und es abgebrochen, weil es unangenehm war. In gewisser Weise kann ich das nachvollziehen. Angesichts bisheriger Erfahrungen konnte er offenbar nicht damit rechnen, dass ihn mal jemand hart rannimmt und versucht, aus dem Konzept zu bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/sollen-medien-die-afd-behandeln-wie-jede-andere-partei-auch-kolumne-a-1287406.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Warum sollte das nur f&uuml;r die AfD gelten? Sollte nicht in allen Interviews kritisch nachgehakt werden? Auch bei Politikern der neoliberalen Mitte. Gerade in Interviews mit Merkel und ihrer Entourage agieren die Journalisten doch oft nur noch als beflissene Stichwortgeber.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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