{"id":5500,"date":"2010-05-10T08:59:46","date_gmt":"2010-05-10T06:59:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5500"},"modified":"2016-06-22T17:40:47","modified_gmt":"2016-06-22T15:40:47","slug":"nrw-schwarz-gelb-abgestraft-linke-mehrheit-regierung-offen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5500","title":{"rendered":"NRW: Schwarz-Gelb abgestraft \u2013 linke Mehrheit \u2013 Regierung offen"},"content":{"rendered":"<p>R&uuml;ttgers und seine Partei sind um &uuml;ber 10 % mit 34,6 % auf das schlechteste Ergebnis abgest&uuml;rzt. Die FDP hat sich gegen&uuml;ber 2005 minimal verbessert (6,7%); gemessen an der Bundestagswahl vom September ist sie allerdings um &uuml;ber 8% abgesackt. Die SPD ist gemessen an ihrer epochalen Niederlage vor 5 Jahren (Peer Steinbr&uuml;ck erzielte 37,1%) noch einmal um &uuml;ber 2% zur&uuml;ckgegangen, aber gegen&uuml;ber der Europawahl (25,6%) oder der Bundestagswahl (28,5%) hat sie sich mit 34,5% etwas erholt. Die Gr&uuml;nen haben mit 12,1% ihr bestes Ergebnis erzielt und ihren Stimmenanteil seit der letzten Landtagswahl fast verdoppelt. Die Linke ist sicher in den NRW-Landtag gekommen (5,6%) und sitzt nun nach NRW in 13 Landtagen. Die Wahlbeteiligung ist auf 59,3% und damit auf den zweitschlechtesten Wert zur&uuml;ckgegangen. Der Wahlverdruss nimmt weiter zu.<br>\nWelche Regierungskoalition es geben wird, ist offen.<br>\nDa die FDP (bisher) sowohl die &bdquo;Ampel&ldquo; als auch &bdquo;Jamaika&ldquo; ausgeschlossen hat, ergibt sich folgende Konstellationen: Rot-Gr&uuml;n und Schwarz-Gr&uuml;n sind gleichauf, haben aber mit jeweils <a href=\"http:\/\/www.wahlergebnisse.nrw.de\/landtagswahlen\/2010\/aktuell\/dateien\/a134lw1000.pdf\">zusammen 90 Sitzen jeweils keine Mehrheit [PDF &ndash; 70 KB]<\/a>. Die SPD muss sich also entscheiden: Entweder Gro&szlig;e Koalition oder einen Politikwechsel mit den Gr&uuml;nen und der Linken &ndash; sei es als Duldung oder als Koalition. Wolfgang Lieb<br>\n<!--more--><br>\n<strong>R&uuml;ttgers ist abgest&uuml;rzt<\/strong><\/p><p>Es war der erwartet lange Wahlabend. &Uuml;berraschend war eigentlich nur, dass die CDU deutlich mehr verloren hat, als alle erwartet haben. (<a href=\"?p=5467\">Mich selbst eingeschlossen.<\/a>) Das Wahlergebnis ist ein Fiasko f&uuml;r den amtierenden Ministerpr&auml;sidenten J&uuml;rgen R&uuml;ttgers und aller Voraussicht nach das vorl&auml;ufige Ende seiner politischen Karriere. Das hei&szlig;t: Wieder ein m&ouml;glicher Opponent von Angela Merkel weniger und dennoch wird die Kritik an der Kanzlerin aus den eigenen Reihen zunehmen. <\/p><p>R&uuml;ttgers der noch vor wenigen Monaten als der sichere Wahlsieger galt, ist abgest&uuml;rzt. Sein wichtigstes Thema, die Kampagne gegen Rot-Rot-Gr&uuml;n hat nicht verfangen. Im Gegenteil, mit dem Sch&uuml;ren von &Auml;ngsten gegen die Linke hat er selbst die wenigen Erfolge seiner Regierungszeit und seine inhaltlichen Botschaften verdr&auml;ngt. Sein selbst stilisiertes Image als &bdquo;Arbeiterf&uuml;hrer&ldquo; und &bdquo;Johannes-Rau-Epigone&ldquo; und damit auch sein Amtsbonus sind zerstoben: Er hat eben alle diese inszenierten Bilder nicht ausgef&uuml;llt. Er verk&ouml;rperte keine Perspektive und wirkte daher am Ende geradezu erstarrt. Sein unpolitischer Wahlkampf, der nur auf &bdquo;Stabilit&auml;t&ldquo; setzte, konnte in Zeiten gr&ouml;&szlig;ter Unsicherheit und Instabilit&auml;t nur scheitern. Da R&uuml;ttgers mit keinem Thema mit Bezug zu Nordrhein-Westfalen glaubw&uuml;rdig war, haben ihm die &ndash; eher nebens&auml;chlichen &ndash; Spendenaff&auml;ren seiner Partei und die Quersch&uuml;sse aus seiner eigenen Kulisse so stark zugesetzt. Er stand letztlich ganz allein da und zum Schluss lag R&uuml;ttgers (40%) sogar im Kandidatenvergleich hinter der bis vor kurzem wenig bekannten und als aussichtslos gehandelten Kandidatin Hannelore Kraft (43%).<br>\nR&uuml;ttgers wollte und musste den Alleindarsteller spielen, denn kaum jemand in seinem Kabinett strahlte irgendwelchen Glanz ab und so muss er nun auch alleine die Verantwortung f&uuml;r das Desaster seiner Partei tragen. <\/p><p><strong>Gro&szlig;e Parteien erodieren<\/strong><\/p><p>Obwohl f&uuml;r 55% der W&auml;hlerinnen und W&auml;hler die Landespolitik f&uuml;r wichtiger hielten als die Bundespolitik (41%), hat Schwarz-Gelb in Berlin den D&uuml;sseldorfer Farbentr&auml;gern einen kr&auml;ftigen Gegenwind verschafft. Die Taktik der Kanzlerin, die Hilfen f&uuml;r Griechenland oder die im Raum stehenden Sparma&szlig;nahmen hinter den Wahltag in NRW zu verschieben, ist nicht aufgegangen. Das Z&ouml;gern hat die Menschen eher noch unsicherer und &auml;ngstlicher gemacht als sie es ohnehin schon sind. Die erschreckend schlechte Wahlbeteiligung von unter 60% ist sicherlich auch damit zu erkl&auml;ren, dass viele Menschen das Vertrauen verloren haben, dass die derzeitige Politik &uuml;berhaupt noch in der Lage ist die Krisen zu meistern. Das ist sicherlich ein Hauptgrund, dass in NRW auch Schwarz-Gelb in Berlin abgestraft wurde und dass auch die (noch etwas) gr&ouml;&szlig;eren Parteien und damit auch die SPD weiter erodierten. Der Anteil der beiden Volksparteien ging von 81,9% auf 69% zur&uuml;ck. <\/p><p><strong>Verz&ouml;gerungstaktik von Angela Merkel ging nicht auf<\/strong><\/p><p>Alle diejenigen, die bislang Merkel eine taktische Meisterleistung mit ihrer Verz&ouml;gerungstaktik bescheinigten, werden vermutlich nunmehr umschwenken und der Kanzlerin eine wesentliche Mitschuld an dem <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,693898,00.html\">Debakel in NRW zuschreiben<\/a>.<br>\nWesterwelle verk&uuml;ndete zwar gro&szlig;spurig das Wahlergebnis sei ein &bdquo;Warnschuss f&uuml;r die Regierungsparteien&ldquo; (also keineswegs f&uuml;r die FDP), doch alle diejenigen, die von den Berliner Koalition&auml;ren vor die Mikrofone gehen mussten, haben nicht mit einer Silbe angedeutet, was sie aus dem Denkzettel gelernt haben. Nur die CSU hat z.B. der Kopfpauschale eine Absage erteilt.<\/p><p><strong>FDP erhielt eine Abfuhr<\/strong><\/p><p>Wenn die FDP nicht doch noch aus &bdquo;staatpolitischer Verantwortung&ldquo; wortbr&uuml;chig wird und mit den Gr&uuml;nen und\/oder der SPD zusammengeht, dann ist sie in der Opposition gelandet. Die Episode des blassen FDP-Hardliners Andreas Pinkwart ist beendet.<br>\nDessen radikaler Umbau der Hochschullandschaft zu &bdquo;unternehmerischen Hochschulen&ldquo; und sein Credo &bdquo;privat vor Staat&ldquo; haben eine Abfuhr erteilt bekommen. Die Ein-Themen-Partei f&uuml;r Steuersenkungen ist zur &bdquo;Null-Themen-Partei&ldquo; (Andrea Nahles) geworden. Sind fr&uuml;her einmal CDU-W&auml;hler zur FDP gewandert, um das sich selbst so nennende &bdquo;b&uuml;rgerliche Lager&ldquo; zu st&auml;rken, so hat die FDP von den CDU-Verlusten von &uuml;ber 10 Prozent &uuml;berhaupt nicht profitiert.<br>\nDie NRW-FDP hat sich im Wahlkampf nicht getraut damit zu werben, bei welchen Entscheidungen sie R&uuml;ttgers auf ihren Kurs gezwungen hat, weil sie wusste, dass sie damit nicht punkten kann. Dadurch hat sie den Ansehensverlust ihres Alleindarstellers Westerwelle mit voller Breitseite abbekommen. Die NRW-FDP war mit gefangen mit Westerwelles Polemik gegen die Hartz IV-Empf&auml;nger (&bdquo;sp&auml;tr&ouml;mische Dekadenz&ldquo;), der Blo&szlig;stellung als Klientelpartei (Mehrwertsteuerentlastung der Hoteliers) und vor allem dem von fast zwei Dritteln der Bev&ouml;lkerung als irrsinnig betrachtete Festhalten an einer Steuersenkung in einer Verschuldenskrise.<\/p><p><strong>Die Gr&uuml;nen sind die Gewinner<\/strong><\/p><p>Die Gr&uuml;nen haben es dank ihrer Spitzenkandidatin Sylvia L&ouml;hrmann am besten verstanden, landespolitische Themen zu besetzen. Hilfen f&uuml;r die &uuml;berschuldeten Kommunen, Energiewende (raus aus Kohle und Atom) und die &bdquo;Lebensl&uuml;ge&ldquo; des Festhaltens an der Hauptschule haben offenbar bei den Gr&uuml;nen-W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern und dar&uuml;ber hinaus gez&uuml;ndet. Dass die Gr&uuml;nen die Linke weder tabuisiert noch d&auml;monisiert haben, hat ihnen nicht geschadet. Im Gegenteil sie haben ihren Stimmenanteil gegen&uuml;ber der letzten Wahl nahezu verdoppelt.<\/p><p><strong>DIE LINKE stabilisiert sich als f&uuml;nfte Partei<\/strong><\/p><p>Die NRW-LINKE musste nicht lange zittern, sie war von den ersten Prognosen bis zu den letzten Hochrechnungen stabil im D&uuml;sseldorfer Landtag. Die Kampagne gegen die von R&uuml;ttgers noch am Wahlabend als &bdquo;extremistisch&ldquo; beschimpfte Partei hatte ihre Wirkung verfehlt. Ihre Spitzenkandidatin B&auml;rbel Beuermann und Wolfgang Zimmermann konnten sich am Wahlabend gelassen zur&uuml;cklehnen und erkl&auml;ren, dass an der Linken ein Politikwechsel in NRW nicht scheitern w&uuml;rde und dass nun die SPD beweisen m&uuml;sse, dass sie f&uuml;r eine andere Politik &bdquo;regierungswillig&ldquo; ist.<\/p><p><strong>Rot-Gr&uuml;n nur mit Unterst&uuml;tzung der Linken<\/strong><\/p><p>Zu welcher neuen Landesregierung es nun in NRW kommt ist v&ouml;llig offen.<\/p><p>Noch ist ungekl&auml;rt, um wie viele Stimmen (es d&uuml;rften nicht viel &uuml;ber tausend sein) R&uuml;ttgers die Nase vor Kraft hat. Der amtierende Ministerpr&auml;sident hat &ndash; nach seinem R&uuml;cktrittsangebot &ndash;  schon am Wahlabend vorlaut erkl&auml;rt, dass ihn sein Vorstand einstimmig aufgefordert habe, Verhandlungen &uuml;ber eine Regierungsbildung zu f&uuml;hren. Er &uuml;bernehme die Verantwortung daf&uuml;r, dass &bdquo;es in NRW weiter stabil bleibt&ldquo;. <\/p><p>Ob es sich Hannelore Kraft und Sylvia L&ouml;hrmann bieten lassen werden, dass der abgestrafte Wahlverlierer R&uuml;ttgers der Einladende f&uuml;r Koalitionsgespr&auml;che sein kann, bleibt fraglich. Doch was n&uuml;tzte es, wenn nun SPD und Gr&uuml;ne &uuml;ber eine Regierungsbildung spr&auml;chen: sie h&auml;tten keine Mehrheit im Landtag, um Hannelore Kraft zur Ministerpr&auml;sidentin zu w&auml;hlen. Das ginge nur mit Unterst&uuml;tzung der Linken. Die Frage ist also, ob sich Rot-Gr&uuml;n von der Linken tolerieren lie&szlig;e.  <\/p><p>F&uuml;r die Gr&uuml;nen scheint das kein gro&szlig;es Problem zu sein. L&ouml;hrmann ist damit immer tabufrei umgegangen und die Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der Gr&uuml;nen, Steffi Lemke, hat in der &bdquo;Elefantenrunde&ldquo; klipp und klar erkl&auml;rt, dass die Gr&uuml;nen &bdquo;die Politik der CDU im Bund und in NRW&ldquo; nicht mittragen w&uuml;rden. <\/p><p><strong>Schwarz-Gr&uuml;n nur mit Tolerierung durch die SPD<\/strong><\/p><p>Schwarz-Gr&uuml;n h&auml;tte im D&uuml;sseldorfer Landtag aber auch keine Mehrheit. Eine Regierung von CDU und Gr&uuml;nen m&uuml;sste sich von der SPD tolerieren lassen, was die paradoxe Situation einer rot-gr&uuml;nen Mehrheit in einer von der CDU gef&uuml;hrten schwarz-gr&uuml;nen Regierung heraufbeschw&ouml;ren w&uuml;rde.<\/p><p><strong>Entweder eine linke Mehrheit oder eine gro&szlig;e Koalition<\/strong><\/p><p>Realistischerweise bleibt also nur eine irgendwie gearteten Zusammenarbeit zwischen einer linken Mehrheit im Parlament oder eine gro&szlig;e Koalition zwischen CDU und SPD.<br>\nHannelore Kraft hat eine Kooperation mit der Linken &ndash; anders als ihre hessische Kollegin Andrea Ypsilanti &ndash; nie v&ouml;llig ausgeschlossen. Aber w&uuml;rde ihr ihre eigene Partei folgen?<\/p><p><strong>Nagelprobe f&uuml;r die SPD<\/strong><\/p><p>Hannelore Kraft muss bef&uuml;rchten, dass unter den gew&auml;hlten SPD-Abgeordneten mehr als &bdquo;Die Vier&ldquo; in Hessen sind, die eine Zusammenarbeit mit der Linken nicht mittragen w&uuml;rden. Es w&auml;re also nicht einmal sicher, ob sie selbst mit den 11 Stimmen der Linken zur Ministerpr&auml;sidentin gew&auml;hlt w&uuml;rde. In der NRW-SPD gibt es einen st&auml;rkeren und einflussreicheren Fl&uuml;gel als in Hessen, der Kraft in den R&uuml;cken fallen d&uuml;rfte, wenn sie auf die vorhandene linke Mehrheit setzen w&uuml;rde. Es d&uuml;rfte ein Trommelfeuer der durch und durch gegen die Linke gepolten Medienlandschaft in NRW geben. Man w&uuml;rde darauf verweisen, dass laut Umfragen selbst zwei Drittel der SPD-Anh&auml;nger gegen ein B&uuml;ndnis mit der Linkspartei seien. <\/p><p>Die SPD-Rechte, also der Montan- und Wirtschaftsfl&uuml;gel der Sozialdemokraten, der ja in vielen Aufsichtsr&auml;ten sitzt, wird massiv auf eine gro&szlig;e Koalition mit der CDU dr&auml;ngen. Auch der DGB und die gro&szlig;en Industriegewerkschaften, sehen in einer solchen Koalition, die beste Option f&uuml;r sich. Hannelore Kraft h&auml;tte nur dann eine Chance, diesem Druck einigerma&szlig;en zu widerstehen, wenn sie mit aller H&auml;rte auf die von ihrer Partei beschlossenen inhaltlichen Positionen beharrte und mit der CDU in essentiellen Punkten nicht zu einer Verst&auml;ndigung k&auml;me. <\/p><p>Die CDU d&uuml;rfte sich auf ihren hauchd&uuml;nnen Vorsprung st&uuml;tzen und den Ministerpr&auml;sidenten f&uuml;r sich beanspruchen. Vermutlich wird es darauf hinauslaufen, dass man &ndash; um das Gesicht zu wahren &ndash; wie in Th&uuml;ringen den amtierenden Ministerpr&auml;sidenten zum R&uuml;ckzug zwingen wird. Was auch der CDU nicht schwer fallen d&uuml;rfte, denn R&uuml;ttgers hat in seiner Partei viele Gegner, die nur darauf gewartet haben, ihn abzuservieren. Dann stellte sich nur noch die Frage, wer das Amt des Ministerpr&auml;sidenten einnimmt. <\/p><p><strong>Wer wird Ministerpr&auml;sident?<\/strong><\/p><p>Die CDU hat jedenfalls aus der bisherigen Kabinettsriege keinen vorzeigbaren Kandidaten. Der f&uuml;r die SPD vielleicht akzeptable bisherige Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann hat gewiss nicht die Statur f&uuml;r dieses Amt. Andreas Krautscheid gilt als R&uuml;ttgers Mann f&uuml;rs Grobe und mit ihm w&auml;re das von der SPD bek&auml;mpfte &bdquo;System R&uuml;ttgers&ldquo; nicht beseitigt. K&auml;me noch &bdquo;Integrationsminister&ldquo; Armin Laschet in Frage. Der w&auml;re zwar vermutlich f&uuml;r die SPD hinnehmbar, aber mit seiner Integrationspolitik und seinen familienpolitischen Positionen der -jetzt im Landtag wieder st&auml;rker gewordenen &ndash; l&auml;ndlich-konservativen CDU nur schwer vermittelbar.<\/p><p>Die SPD k&ouml;nnte vielleicht auch, den Preis gegen&uuml;ber dem Wahlverlierer CDU derart hoch treiben, dass sie das Amt des Ministerpr&auml;sidenten f&uuml;r sich beansprucht und so Hannelore Kraft ins Spiel bringen k&ouml;nnte. Wenigstens in einer Art &bdquo;israelischen L&ouml;sung&ldquo;, indem man die Amtszeit zwischen CDU und SPD untereinander aufteilt. D.h. eine H&auml;lfte stellt die SPD die Ministerpr&auml;sidentin und die andere H&auml;lfte besetzt die CDU dieses Amt.<\/p><p><strong>Gro&szlig;e Koalition zerst&ouml;rt die Glaubw&uuml;rdigkeit eines &bdquo;Neuanfangs&ldquo; der SPD<\/strong><\/p><p>K&auml;me es nach Th&uuml;ringen zu einer weiteren gro&szlig;en Koalition nun auch noch im gr&ouml;&szlig;ten Bundesland, dann w&auml;re die Glaubw&uuml;rdigkeit eines &bdquo;Neuanfangs&ldquo; der SPD nach M&uuml;ntefering und mit Gabriel, die ja gerade in NRW erste zarte Fr&uuml;chte getragen hat, vollends verloren. Der weitere Niedergang der SPD bei kommenden Wahlen w&auml;re kaum noch aufzuhalten und eine noch dramatischere Niederlage bei der Bundestagswahl 2013 w&auml;re vorprogrammiert.<\/p><p>Und das alles, weil man in der SPD davor Angst hat, dass in einer rot-rot-gr&uuml;nen Koalition vielleicht ein Minister und ggf. ein Staatssekret&auml;r der Linken hingenommen werden m&uuml;sste.<br>\nWen das abschreckt, der belegt, dass er einen Politikwechsel nicht will.<\/p><p>Das d&uuml;rfte den Gr&uuml;nen und der Linke auf Dauer nur Recht sein, weil es sie weiter st&auml;rkt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>R&uuml;ttgers und seine Partei sind um &uuml;ber 10 % mit 34,6 % auf das schlechteste Ergebnis abgest&uuml;rzt. Die FDP hat sich gegen&uuml;ber 2005 minimal verbessert (6,7%); gemessen an der Bundestagswahl vom September ist sie allerdings um &uuml;ber 8% abgesackt. 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