{"id":55010,"date":"2019-09-20T16:43:20","date_gmt":"2019-09-20T14:43:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55010"},"modified":"2019-09-20T16:43:20","modified_gmt":"2019-09-20T14:43:20","slug":"hinweise-des-tages-ii-412","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55010","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55010#h01\">Klimaschutzpaket der Koalition Merkel: &ldquo;Wir leben nicht nachhaltig&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55010#h02\">Gescheiterte Pkw-Maut: Geheimgespr&auml;che belasten Verkehrsminister Scheuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55010#h03\">Zinsen, Schulden, Klima: Deutschlands fatale Sch&ouml;nwetter-Haltung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55010#h04\">Anhaltend hohes Armutsrisiko, trotz R&uuml;ckgang der Armutsgef&auml;hrdung bei Alleinerziehenden und Ausl&auml;nder*innen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55010#h05\">Krisenpr&auml;vention<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55010#h06\">Krieg im Jemen &ndash; Offener Brief an die Mitglieder des Bundessicherheitsrates<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55010#h07\">EU-Erweiterung: Geopolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55010#h08\">DG-Defence: Von der Leyen will Amtszeit mit Vertragsbr&uuml;chen und EU-R&uuml;stungsministerium beginnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55010#h09\">Billionen an &ldquo;Phantomkapital&rdquo;: 40 Prozent aller Investments sind Steuerflucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55010#h10\">EU-Urheberrecht: Streit um &bdquo;Artikel 17&ldquo;: Bundesregierung findet keine Alternativen zu Uploadfiltern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55010#h11\">Ein Tiefbahnhof f&uuml;r die Main-Metropole?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55010#h12\">&bdquo;Bundeswehr hat nach Sch&auml;tzung vieler Experten nur f&uuml;r einen Tag Munition&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55010#h13\">Filmtipps zum Klimastreik: Von der zerst&ouml;rerischen Kraft des Wachstums bis zur unheimlichen Macht von Finanzkonzernen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55010#h14\">Stephan Schulmeister: Die t&uuml;rkis-blaue Politik war gegen Arbeitnehmer und Pensonisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55010#h15\">Fr&ouml;hlich und traurig &ndash; Bruce Springsteen zum 70.<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Klimaschutzpaket der Koalition Merkel: &ldquo;Wir leben nicht nachhaltig&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Es ist nicht so, dass wir hier irgendwas Ideologisches machen&rdquo;, sagte Kanzlerin Angela Merkel. &ldquo;Sondern wir machen hier etwas, wof&uuml;r es so massive Evidenzen gibt, dass wir dagegen handeln m&uuml;ssen. Wir leben nicht nachhaltig.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/klimaverhandlungen-union-spd-111.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Das sagt eine Bundeskanzlerin, die seit 14 Jahren ununterbrochen regiert und dabei einen gigantischen Scherbenhaufen in Deutschland und Europa hinterlassen hat, dabei aber nie einen gro&szlig;en Imageschaden davongetragen hat. Mit Nachhaltigkeit hat Merkels Regierungspolitik auch auf anderen Politikfeldern &uuml;berhaupt nichts zu tun. Erinnert sei an dieser Stelle an die Bilanzen, die die NachDenkSeiten unter anderem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46948\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39165\">hier<\/a> aufgestellt haben. Darin finden sich auch kritische Punkte zum Mythos der Klimakanzlerin. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Der Berg, der eine Maus gebar<\/strong><br>\nLang hat die Bundesregierung getagt, um ihr Klimaschutzpaket auf den Weg zu bringen. Das Ergebnis ist entt&auml;uschend &ndash; und beinhaltet auch seltsame Ma&szlig;nahmen.<br>\nIn Neubauten werden heute kaum noch &Ouml;lheizungen eingebaut: Nach Angaben der Bundesregierung f&uuml;hren mit Abstand Gasheizungen, gefolgt von W&auml;rmepumpen und Fernw&auml;rme &ndash; &Ouml;lheizungen machen nur noch 0,7 Prozent aller neuen Heizungsanlagen aus. Warum sollte es auch anders sein? Wer bei klarem Verstand &ndash; und nicht aus zwingenden Gr&uuml;nden nicht anders kann &ndash; ist, verzichtet auf diese Art der W&auml;rmegewinnung angesichts sauberer Alternativen und absehbar steigender Preise. Dennoch r&uuml;hmt sich die Bundesregierung nun einer Klimaschutzma&szlig;nahme, indem sie diese &Ouml;lheizungen in Neubauten ab 2025 endg&uuml;ltig verbietet.<br>\nZumindest wird sie prominent im Klimaschutzpaket der Bundesregierung aufgelistet, das heute (20.9.) nach langem Ringen vom Bundeskabinett verabschiedet wurde. Insgesamt soll das Paket bis 2023 mehr als 50 Milliarden Euro kosten und umgekehrt helfen, den Treibhausgasaussto&szlig; der Bundesrepublik bis 2030 um 55 Prozent zu senken. Statt 866 Millionen Tonnen Kohlendioxid sollen Industrie und B&uuml;rger bis dahin nur noch 563 Millionen Tonnen aussto&szlig;en. Derzeit rei&szlig;t die Bundesrepublik eigene und auf europ&auml;ischer Ebene verpflichtende Ziele, weshalb Strafzahlungen drohen. Das Klimaziel 2020 wird Deutschland wohl ohnehin nicht schaffen. [&hellip;]<br>\nInsgesamt wirkt das Paket eher wie ein Flickenteppich: hier eine Ma&szlig;nahme, dort eine Entlastung &ndash; die teilweise die Ma&szlig;nahmen konterkarieren. Um Pendler zu entlasten, wird beispielsweise die Pendlerpauschale f&uuml;r Fernpendler von 30 auf 35 Cent pro Kilometer erh&ouml;ht. Ja, wer fernab von Ballungsr&auml;umen wohnt, ist leider oft zwingend auf das Auto angewiesen. Aber die normale Pendlerpauschale von 30 Cent k&ouml;nnen auch gro&szlig;st&auml;dtische Autonutzer unbegrenzt geltend machen, w&auml;hrend sie f&uuml;r Radler oder &Ouml;PNV-Nutzer prinzipiell gedeckelt ist. Zumindest eine weitere Staffelung w&auml;re also angebracht gewesen. Oder radikal gedacht: Warum nicht die Pendlerpauschale f&uuml;r Autofahrer innerhalb eines Ballungsraums niedriger setzen als f&uuml;r &Ouml;PNV-Nutzer oder ganz abschaffen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/kolumne\/klimaschutzpaket-der-bundesregierung-springt-zu-kurz\/1675002\">Spektrum<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gescheiterte Pkw-Maut: Geheimgespr&auml;che belasten Verkehrsminister Scheuer<\/strong><br>\nBundesverkehrsminister Scheuer will keine Schuld am Milliardendesaster Maut haben. Doch der SPIEGEL hat Einblick in Geheimtreffen mit den Betreiberfirmen und neue Dokumente bekommen. Sie belegen, wie der Minister sich verzockte. [&hellip;]<br>\nNach SPIEGEL-Informationen gab es zwei Geheimtreffen mit den Betreiberfirmen Eventim und Kapsch. Bei einem Treffen am 22. November 2018 im Ministerium lehnte der Minister laut Insidern das Angebot des Eventim-Chefs Klaus-Peter Schulenberg ab, den Betreibervertrag erst nach dem Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs (EuGH) zu unterzeichnen. Der EuGH hatte am 18. Juni 2019 Scheuers Vorhaben als europarechtswidrig bewertet, die Betreiberfirmen hatten ihren Vertrag mit dem Bund bereits am 30. Dezember 2018 geschlossen. Der Vertrag beinhaltete auch eine Klausel, wonach die Betreiberfirmen im Fall eines negativen EuGH-Urteils entsch&auml;digt werden m&uuml;ssen.<br>\nAls Grund f&uuml;r die Eile sollen Scheuer und sein damaliger Staatssekret&auml;r bei dem geheimen Treffen wahltaktische Gr&uuml;nde genannt haben. Der Mautstart sollte nicht in den Bundestagswahlkampf 2021 fallen, da etwaige Probleme sich negativ auf das Wahlergebnis h&auml;tten auswirken k&ouml;nnen. Deswegen sollte die Maut noch im Jahr 2018 besiegelt und ab Oktober 2020 erhoben werden.<br>\nEinen Tag nachdem der EuGH die Maut als europarechtswidrig einstuft hatte, lud Scheuer die Vorst&auml;nde des Betreiberkonsortiums erneut zu einem Geheimtreffen. Laut Insidern bat Scheuer den Eventim-Chef, &ouml;ffentlich zu erkl&auml;ren, dass auch er den fr&uuml;hen Vertragsabschluss Ende 2018 gewollt habe. So wollte der Minister offenbar die alleinige Verantwortung f&uuml;r den fr&uuml;hen Vertragsabschluss und die drohenden Schadensersatzzahlungen von sich abwenden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/pkw-maut-geheimgespraeche-belasten-andreas-scheuer-a-1287758.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Zinsen, Schulden, Klima: Deutschlands fatale Sch&ouml;nwetter-Haltung<\/strong><br>\nBlo&szlig; keine Schulden, mehr Zinsen f&uuml;r Sparer und bitte nur leicht h&ouml;here Preise f&uuml;rs Klima: Deutschland hat eine Menge Sch&ouml;nwetterideen &ndash; und keine davon passt zu den Krisen, mit denen wir es zu tun bekommen.<br>\nAls Deutschland Anfang der Nullerjahre zu kriseln begann, waren die Schuldigen schnell ausgemacht, zumindest von den damals noch handels&uuml;blichen &Ouml;konomen und Industrievertretern: die Deutschen ganz allgemein &ndash; zu faul, zu tr&auml;ge, zu wenig bereit, sich zu &auml;ndern und auf Neues einzulassen.<br>\nJetzt beginnt es in Deutschland wieder zu kriseln. Und der Verdacht scheint f&uuml;r manchen wieder nahezuliegen: Die Deutschen sind einfach in den vergangenen Jahren zu sehr verw&ouml;hnt worden &ndash; von den b&ouml;sen Wohltaten der Gro&szlig;en Koalition. Dabei k&ouml;nnte das Problem diesmal gerade bei jenen liegen, die solche Sachen aus alten Zeiten sagen; aus einer Zeit, in der die Standardantwort auf so gut wie alle Probleme der Menschheit lautete, die Sache doch bitte M&auml;rkten und Konzernen und Banken zu &uuml;berlassen &ndash; und ansonsten vor allem darauf zu achten, dass blo&szlig; keiner zu tr&auml;ge und zu teuer wird (au&szlig;er sie sind Banker oder Vorst&auml;nde oder so).<br>\nDas passt einfach nicht mehr zu den Problemen, die wir heute haben, wo besagte deutsche Probleml&ouml;ser im Ausland f&uuml;r so manche bizarre Haltung schon verspottet werden, ob beim Gezeter &uuml;ber Nullzinsen und beim Hochhalten der mysteri&ouml;sen schwarzen Null oder wenn es um CO2-Preisgestaltung gegen den Klimakollaps und die Frage geht, ob in Deutschland denn wirklich Reich und Arm auseinander driften.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/deutschland-die-konjunkturkrise-trifft-uns-unvorbereitet-kolumne-a-1287711.html\">Thomas Fricke auf Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Anhaltend hohes Armutsrisiko, trotz R&uuml;ckgang der Armutsgef&auml;hrdung bei Alleinerziehenden und Ausl&auml;nder*innen <\/strong><br>\nIn Deutschland ist die Armutsgef&auml;hrdung der Bev&ouml;lkerung im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte gesunken. Mit 15,5 % liegt die Armutsrisikoquote insgesamt jedoch weiterhin &uuml;ber dem Niveau von 2005 (14,7 %). &#8232;<br>\nEs zeigt sich, dass bestimmte Bev&ouml;lkerungsgruppen einem deutlich h&ouml;heren Armutsrisiko ausgesetzt sind. Eine besonders hohe Armutsrisikoquote weisen Erwerbslose, Alleinerziehende und Personen ohne deutsche Staatsangeh&ouml;rigkeit auf.<br>\nErwerbslose Personen sind in Deutschland am st&auml;rksten von Armut betroffen. Sie weisen mit 57,4 % die mit Abstand h&ouml;chste Armutsrisikoquote auf. Die Armutsgef&auml;hrdung von erwerbslosen Personen ist zwischen 2005 (49,6 %) und 2011 (58,5 %) zudem deutlich angestiegen. Seitdem schwankt die Armutsgef&auml;hrdung von Erwerbslosen zwischen 56,9 und 59,0 %.<br>\nDie Personengruppe mit der zweih&ouml;chsten Armutsrisikoquote sind Alleinerziehende mit 41,5 % im Jahr 2018. Langfristig betrachtet l&auml;sst sich f&uuml;r diese Personengruppe ab dem Jahr 2005 ein Anstieg der Armutsgef&auml;hrdung um fast zwei Prozentpunkte feststellen. In den letzten drei Jahren ist jedoch ein leichter R&uuml;ckgang des Armutsrisikos f&uuml;r Alleinerziehende zu verzeichnen. &#8232;<br>\nAu&szlig;erdem im besonderen Ma&szlig;e vom Risiko betroffen, in Armut leben zu m&uuml;ssen, sind Menschen, die in Deutschland leben, aber (noch) keine deutsche Staatsb&uuml;rgerschaft haben. 2018 ist mehr als ein Drittel dieser Personen (34,8 %) armutsgef&auml;hrdet. Im Zuge der erh&ouml;hten Zuwanderung ist die Armutsrisikoquote f&uuml;r Ausl&auml;nder*innen ab 2014 erheblich angestiegen, jedoch im letzten Jahr erstmals wieder gesunken. Dies ist unter anderem damit zu erkl&auml;ren, dass die im Zuge der Fl&uuml;chtlingsbewegung nach Deutschland gekommenen Personen zunehmend eine Erwerbst&auml;tigkeit aufnehmen und somit kein Einkommen mehr beziehen, das unterhalb der Armutsgrenze liegt.<br>\nF&uuml;r den leichten R&uuml;ckgang der Armutsgef&auml;hrdung bei Alleinerziehenden und Ausl&auml;nder*innen spielt die zunehmende Erwerbsbeteiligung dieser beiden Personengruppen eine wichtige Rolle. So stellt Erwerbsarbeit nach wie vor eine zentrale Bedingung zum Schutz vor Armut dar. Allerdings zeigt der kontinuierliche Anstieg der Erwerbsbeteiligung von Alleinerziehenden &ndash; bei teilweise gleichzeitigem Anstieg der Armutsgef&auml;hrdung &ndash; auch auf, dass Erwerbst&auml;tigkeit nicht per se eine Armutsgef&auml;hrdung verhindert. &#8232;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Einkommen-Armut\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbIII28_Thema_Monat_09_2019.pdf\">Sozialpolitik aktuell [PDF]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Krisenpr&auml;vention<\/strong><br>\nZwecks g&uuml;nstiger Positionierung Deutschlands im weltweiten Kampf um Einflusssph&auml;ren strebt die Bundesregierung die Ausweitung zivil-milit&auml;rischer Interventionen im Ausland an. Um im Rahmen der &ldquo;Gro&szlig;m&auml;chtekonkurrenz zwischen den USA, Russland und China&rdquo; bestehen zu k&ouml;nnen, m&uuml;sse die EU Kriegsoperationen mit &ldquo;zivilen Hilfen&rdquo; kombinieren, lie&szlig; erst k&uuml;rzlich der deutsche Au&szlig;enminister Heiko Maas (SPD) verlauten. Dieser &ldquo;vernetzte Ansatz&rdquo; solle k&uuml;nftig zum &ldquo;Dreh- und Angelpunkt&rdquo; der europ&auml;ischen Politik werden und seinen Niederschlag in der Einrichtung eines &ldquo;Krisenpr&auml;ventionszentrums&rdquo; in Berlin finden, hie&szlig; es. Geplant ist insbesondere, dort Polizisten und andere &ldquo;Rechtsstaatsexperten&rdquo; f&uuml;r die Entsendung in L&auml;nder auszubilden, in denen &ldquo;deutsche Interessen&rdquo; durch die &ldquo;Einflussnahme von au&szlig;en&rdquo; gef&auml;hrdet scheinen. Dabei k&ouml;nnten wahlweise &ldquo;legitime Partner&rdquo; wie die malische oder afghanische Regierung &ldquo;gest&auml;rkt&rdquo; oder auch Oppositionelle wie in Syrien &ldquo;unterst&uuml;tzt&rdquo; werden, erkl&auml;rt das Ausw&auml;rtige Amt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8051\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Krieg im Jemen &ndash; Offener Brief an die Mitglieder des Bundessicherheitsrates<\/strong><br>\n56 Organisationen aus der Entwicklungs-, Friedens- und Menschenrechtspolitik und humanit&auml;re Hilfsorganisationen fordern: Umfassendes R&uuml;stungsexportverbot f&uuml;r die Jemen-Milit&auml;rkoalition [&hellip;]<br>\nwir, die unterzeichnenden Organisationen, begr&uuml;&szlig;en, dass die Bundesregierung laut Koalitionsvertrag keine Waffen mehr an Staaten exportieren will, die unmittelbar am Jemen-Krieg beteiligt sind. Zudem begr&uuml;&szlig;en wir das gegen&uuml;ber Saudi-Arabien verh&auml;ngte R&uuml;stungsexportmoratorium, mit dem Genehmigungen von R&uuml;stungsexporten nach Saudi-Arabien gestoppt und Firmen dazu aufgefordert wurden, bereits bestehende Ausfuhrgenehmigungen nicht zu nutzen. Dies waren wichtige erste Schritte.<br>\nDas Moratorium wurde bisher zweimal verl&auml;ngert und l&auml;uft in seiner jetzigen Form am 30. September 2019 aus. Dieses ist jedoch trotz des Koalitionsvertrags auf Saudi-Arabien begrenzt und sieht Ausnahmen f&uuml;r deutsche Komponentenlieferungen im Rahmen europ&auml;ischer Gemeinschaftsprojekte vor. Dar&uuml;ber hinaus erm&ouml;glichte schon der Koalitionsvertrag Ausnahmen f&uuml;r bereits erteilte Ausfuhrgenehmigungen. In der Folge dauern die R&uuml;stungsexporte an Staaten der von Saudi-Arabien gef&uuml;hrten Milit&auml;rkoalition an.<br>\nAngesichts der eklatanten Verletzungen des humanit&auml;ren V&ouml;lkerrechts und der Menschenrechte durch Kriegsparteien im Jemen muss die Bundesregierung zwingend &uuml;ber die bisherigen Ma&szlig;nahmen hinausgehen. Solange die Gefahr besteht, dass auch deutsche R&uuml;stungsg&uuml;ter zu solchen Verletzungen im Jemen beitragen, muss das Moratorium in ein umfassendes und zeitlich nicht befristetes R&uuml;stungsexportverbot f&uuml;r die Mitglieder, der von Saudi-Arabien gef&uuml;hrten Milit&auml;rkoalition &uuml;berf&uuml;hrt werden. Dieses darf keine Ausnahmen f&uuml;r Komponentenlieferungen im Rahmen europ&auml;ischer Gemeinschaftsprojekte und bereits erteilte Exportgenehmigungen zulassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-09-20\/krieg-im-jemen-offener-brief-an-die-mitglieder-des-bundessicherheitsrates\/\">Justice Now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>EU-Erweiterung: Geopolitik<\/strong><br>\nIn erfrischend offener Weise erl&auml;utert ein Autor vom &bdquo;German Marshall Fund&ldquo; in der Welt die geopolitische Dimension der EU-Osterweiterung: &bdquo;Der EU-Beitritt der ostmitteleurop&auml;ischen L&auml;nder hat es erm&ouml;glicht, deren Volkswirtschaften in die Lieferketten des deutschen geo&ouml;konomischen Raumes zu integrieren. Doch neben der Wirtschaftsintegration hat die EU-Osterweiterung auch Berlins geopolitische Ziele erf&uuml;llt. Sie hat zur innenpolitischen Stabilit&auml;t der demokratischen Regierungen in der Region beigetragen sowie das nach 1989 entstandene Machtvakuum erfolgreich ausgef&uuml;llt, was den Einfluss anderer geopolitischer Gro&szlig;m&auml;chte wie Russland oder China in Grenzen gehalten hat.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2019\/09\/20\/eu-erweiterung-geopolitik\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>DG-Defence: Von der Leyen will Amtszeit mit Vertragsbr&uuml;chen und EU-R&uuml;stungsministerium beginnen<\/strong><br>\nAnl&auml;sslich der Ank&uuml;ndigung einer neuen &sbquo;Generaldirektion Verteidigung&lsquo;, erkl&auml;rt &Ouml;zlem Alev Demirel, Europaabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss f&uuml;r Sicherheit und Verteidigung des Europ&auml;ischen Parlaments (SEDE):<br>\n&bdquo;In einem Schreiben k&uuml;ndigt die designierte Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen die Ernennung von Sylvie Goulard zur neuen EU-Industriekommissarin an. Dabei informierte sie auch dar&uuml;ber, die Franz&ouml;sin werde in ihrer Arbeit k&uuml;nftig von einer neuen &sbquo;Generaldirektion Verteidigungsindustrie und Weltraum&lsquo; (DG-Defence) unterst&uuml;tzt, an deren Spitze Sylvie Goulard ebenfalls stehen werde.&ldquo;<br>\n&bdquo;Mit diesen Pl&auml;nen wird die Militarisierung der Kommission und der EU institutionalisiert, &sbquo;Generaldirektionen&lsquo; sind mit Ministerien auf nationaler Ebene vergleichbar. Die DG-Defence soll die im n&auml;chsten EU-Haushalt 2021 bis 2027 erstmals im gro&szlig;en Stil vorgesehenen Milit&auml;retats verwalten. Dazu geh&ouml;rt das Budget des &sbquo;Europ&auml;ischen Verteidigungsfonds&lsquo; (EVF) zur Erforschung und Entwicklung l&auml;nder&uuml;bergreifender R&uuml;stungsprojekte (13 Milliarden Euro) ebenso wie das f&uuml;r &sbquo;Milit&auml;rische Mobilit&auml;t&lsquo; (6,5 Milliarden Euro). Zugeordnet sind der neuen Generaldirektion auch die Ausgaben f&uuml;r die EU-Weltraumprogramme (16 Milliarden Euro), die ebenfalls von gro&szlig;er milit&auml;rischer Bedeutung sind.&ldquo;<br>\n&bdquo;Der geltende Vertrag von Lissabon verbietet es, Ausgaben mit milit&auml;rischen oder verteidigungspolitischen Bez&uuml;gen aus dem EU-Haushalt zu bestreiten (Artikel 41.2). Die DG-Defence wird also auch eine Generaldirektion f&uuml;r Vertragsbruch. Zwar tarnt die Kommission ihre milit&auml;rischen Projekte als Ma&szlig;nahme zur Wettbewerbsf&ouml;rderung und siedelt sie deshalb ebenso wie die neue DG-Defence bei der Industriekommissarin an. Aber der damit verbundene Vertragsbruch ist offensichtlich.&ldquo;<br>\n&bdquo;Zu diesem Schluss kommt auch ein ausf&uuml;hrliches Gutachten des renommierten Rechtswissenschaftlers Prof. Dr. Andreas Fischer-Lescano (Universit&auml;t Bremen). Nicht nur juristischer Widerstand ist nun notwendig, sondern vor allem auch politischer. Das Drehen an der R&uuml;stungsspirale schafft keine Sicherheit, sondern sorgt daf&uuml;r, dass dringend ben&ouml;tigte Gelder f&uuml;r den Ausbau sozialer Sicherungssysteme in der EU nicht zur Verf&uuml;gung stehen und destabilisiert die ohnehin angespannte politische Lage.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dielinke-europa.eu\/de\/article\/12463.dg-defence-von-der-leyen-will-amtszeit-mit-vertragsbr%C3%BCchen-und-eu-r%C3%BCstungsministerium-beginnen.html\">DIE LINKE im Europaparlament<\/a>\n<p><strong>dazu: Keine Konzessionen &ndash; Erste Dokumente<\/strong><br>\nWill sie nicht, oder kann sie nicht? Im Streit um den &ldquo;European way of life&rdquo; will die kommende Kommissionschefin von der Leyen nicht nachgeben. &Uuml;berzeugen kann sie aber auch nicht.<br>\nSie war gekommen, um die Wogen zu gl&auml;tten. Der &Auml;rger &uuml;ber den &bdquo;European Way of Life&ldquo; und die Migrationspolitik sei doch nur ein Missverst&auml;ndnis, sagte die k&uuml;nftige EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen am Donnerstag vor den Fraktionschefs des Europaparlaments in Stra&szlig;burg. Doch nach zweist&uuml;ndiger Debatte in der &bdquo;Konferenz der Pr&auml;sidenten&ldquo; war klar: Von der Leyen hat nicht &uuml;berzeugt, der Streit geht weiter. Zwei Wochen vor Beginn der Anh&ouml;rungen der designierten neuen EU-Kommissare ist von der Leyen und ihr Team in die Defensive geraten.<br>\nDabei hat sie doch &ndash; nach eigenem Bekunden &ndash; nur das Beste gewollt. Als sie den designierten Migrationskommissar Margaritis Schinas mit dem &bdquo;Schutz des europ&auml;ischen Lebensstils&ldquo; beauftragte, will sie vor allem an Menschenw&uuml;rde, Toleranz und Weltoffenheit gedacht haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/keine-konzessionen-erste-dokumente\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Billionen an &ldquo;Phantomkapital&rdquo;: 40 Prozent aller Investments sind Steuerflucht<\/strong><br>\nDer IWF macht eine erschreckende Rechnung auf: Mehr als ein Drittel aller weltweiten Direktinvestitionen dient nur der Steuerflucht von Gro&szlig;konzernen. Sie bunkern Billionen in Steueroasen &ndash; die gr&ouml;&szlig;ten liegen mitten in Europa.<br>\nDie Wissenschaftler des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) liefern erschreckendes neues Datenmaterial zum Thema Steuerflucht: Ein Gro&szlig;teil aller weltweiten Direktinvestitionen ist laut einer neuen Studie des IWF &ldquo;Phantomkapital&rdquo;, das nur der Steuerreduzierung von Konzernen und keinerlei echtem, produktivem Zweck dient. Fast 40 Prozent aller globalen Investments werden demnach &uuml;ber &ldquo;leere Firmenh&uuml;llen ohne echte Gesch&auml;ftsaktivit&auml;t&rdquo; abgewickelt, hei&szlig;t es in der Analyse, die der IWF zusammen mit Experten der Universit&auml;t Kopenhagen erstellt hat.<br>\nAuf gigantische 15 Billionen Dollar ist demnach die globale Geldflut zur Steueroptimierung von Konzernbilanzen angewachsen &ndash; so viel wie die Wirtschaftsleistung von Deutschland und China zusammen. Dass das Geld kaum echten, produktiven Zwecken dienen kann, zeigt schon ein grober Plausibilit&auml;tscheck: Luxemburg, ein Land mit 600.000 Einwohnern, zieht laut der Studie genauso viel Kapital an wie die USA &ndash; und sogar noch viel mehr als China. &ldquo;Ausl&auml;ndische Direktinvestitionen dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung spiegeln schwerlich reales Investment in der winzigen luxemburgischen Wirtschaft wider&rdquo;, hei&szlig;t es in der Studie.<br>\nDaf&uuml;r ist das winzige EU-Land ein &auml;u&szlig;erst beliebtes Domizil f&uuml;r Briefkastenfirmen. Sie sind juristische H&uuml;llen f&uuml;r Steueroptimierung, Gewinnverlagerung und anderes Finanzgeschacher multinationaler Firmen. Mit den Spezialvehikeln verwalten die Konzerne Beteiligungen, geben Tochterfirmen Kredite oder managen Patente und anderes geistiges Eigentum, um ihre Gewinne und damit ihre Steuerlast kleinzurechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/40-Prozent-aller-Investments-sind-Steuerflucht-article21266926.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>EU-Urheberrecht: Streit um &bdquo;Artikel 17&ldquo;: Bundesregierung findet keine Alternativen zu Uploadfiltern<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat mit der Umsetzung des neuen EU-Urheberrechts begonnen. Doch wie sie ihr Versprechen halten will, die Uploadfilter zu vermeiden, ist noch unklar. [&hellip;]<br>\nIn ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der FDP beteuert die Bundesregierung, &bdquo;etwaige bestehende Umsetzungsspielr&auml;ume&ldquo; zu pr&uuml;fen, &bdquo;um einerseits Urheberrechte im Internet zu sch&uuml;tzen und andererseits die Meinungs- und Informationsfreiheit zu wahren&ldquo;. Ziel der Bundesregierung sei es hierbei nach wie vor, das Instrument &bdquo;Uploadfilter&ldquo; so weit wie m&ouml;glich &uuml;berfl&uuml;ssig zu machen.<br>\nZudem wird versichert: &bdquo;Die Referate des Bundesministeriums der Justiz und f&uuml;r Verbraucherschutz werden mit einer dem jeweiligen Arbeitsanfall angemessenen Personalst&auml;rke ausgestattet.&ldquo;<br>\nDoch offenbar sind die Experten des Bundesjustizministeriums ziemlich ratlos. Zumindest verschickte Lambrechts Ressort k&uuml;rzlich ein Schreiben an Experten, mit der Aufforderung, doch bitte &bdquo;konkrete Regelungstexte&ldquo; f&uuml;r die Umsetzung in das deutsche Recht einzureichen.<br>\nIn der Antwort der Bundesregierung auf die FDP-Anfrage hei&szlig;t es dazu nun, das Ministerium werde &bdquo;die abgegebenen Stellungnahmen ver&ouml;ffentlichen, auswerten und die Ergebnisse dieser Pr&uuml;fung in die &Uuml;berlegungen auch bei der Umsetzung von Artikel 17&ldquo; einbeziehen.<br>\nDie Umsetzung der deutschen Protokollerkl&auml;rung ist auch deswegen heikel, weil eine nationale L&ouml;sung den Prinzipien eines europ&auml;ischen digitalen Binnenmarktes widersprechen w&uuml;rde. Entweder m&uuml;sste der Verzicht von Uploadfiltern also europaweit gelten &ndash; was sich derzeit nicht andeutet, weil es in anderen EU-Mitgliedstaaten wesentlich weniger Vorbehalte gegen diese Technologie gibt. Oder die Regelungen f&uuml;r Deutschland m&uuml;ssen europarechtskonform sein &ndash; eine Herausforderung bei der schwierigen Materie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/eu-urheberrecht-streit-um-artikel-17-bundesregierung-findet-keine-alternativen-zu-uploadfiltern\/25020802.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ein Tiefbahnhof f&uuml;r die Main-Metropole?<\/strong><br>\nMit Frankfurt 21 wollte die Bahn einst den bestehenden Kopf- durch einen unterirdischen Durchgangsbahnhof ersetzen. Die Idee wurde verworfen. Jetzt wird &uuml;berlegt, einen Tiefbahnhof nur f&uuml;r den Fernverkehr bis 2035 zu bauen.<br>\nBerlin &ndash; In Frankfurt am Main k&ouml;nnte bis zum Jahr 2035 ein zus&auml;tzlicher gro&szlig;er Tiefbahnhof mit langen Tunnelstrecken entstehen, der mehr Kapazit&auml;ten schaffen und auch bundesweit die massiven Engpass- und Versp&auml;tungsprobleme im Schienenverkehr mildern soll. Eine Machbarkeitsstudie soll nun Kosten, Nutzen, Termine und Baurisiken kl&auml;ren. F&uuml;r das Projekt werden nach ersten Sch&auml;tzungen mindestens 3,5 Milliarden Euro ben&ouml;tigt. Vorbild ist die erfolgreiche unterirdische Erweiterung des Hauptbahnhofs in Z&uuml;rich.<br>\nDer Ausbau des Knotens Frankfurt werde entscheidend dazu beitragen, die bundesweit geplante Verdoppelung der Fahrgastzahlen zu bew&auml;ltigen, betont Enak Ferlemann (CDU). Der Bahnbeauftragte der Bundesregierung gab gemeinsam mit Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Gr&uuml;ne) und DB-Netz-Vorstand Jens Bergmann nun den &bdquo;Startschuss&ldquo; f&uuml;r die Studie. Nur wenige Tage vor der Sitzung des Klimakabinetts von Kanzlerin Merkel soll offenbar gezeigt werden, dass die neue DB-Strategie &bdquo;Starke Schiene&ldquo; entschieden verfolgt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.offenbar-keine-neuauflage-von-frankfurt-21-geplant-ein-tiefbahnhof-fuer-die-main-metropole.2fb22f3a-6689-48b6-ba05-bed57f098ce8.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Droht hier das n&auml;chste Irrsinnsprojekt? Die Verantwortlichen lernen offenbar aus dem Stuttgart 21 Desaster nichts. Dass es bei den gesch&auml;tzten 3,5 Milliarden Euro nicht bleiben wird, sollte das Vorhaben realisiert werden, kann man jetzt schon prophezeien. Auch hier wird man, wie bei allen &ouml;ffentlichen Gro&szlig;projekten der j&uuml;ngsten Zeit deren Kosten explodiert sind, das ungute Gef&uuml;hl nicht los, dass gezielt &ouml;ffentliche Gelder in die Taschen privater Investoren umgelenkt werden sollen und die Gr&uuml;nen sind nat&uuml;rlich ganz vorne mit dabei. Der Fokus der Bahn liegt dabei ausschlie&szlig;lich auf dem Schnellstrecken f&uuml;r den Fernverkehr, w&auml;hrend eine fl&auml;chendeckende Versorgung hinten ansteht. Ein ICE-Ticket zum Normalpreis k&ouml;nnen sich heute eigentlich nur noch Menschen leisten, die auf Gesch&auml;ftskosten reisen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&bdquo;Bundeswehr hat nach Sch&auml;tzung vieler Experten nur f&uuml;r einen Tag Munition&ldquo;<\/strong><br>\nMarkus S&ouml;der will ein Signal in der Sicherheitspolitik setzen und mehr f&uuml;r Verteidigung ausgeben. Die Bundeswehr soll nach Ansicht des CSU-Chefs einen Hubschraubertr&auml;ger bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/sicherheitspolitik-bundeswehr-hat-nach-schaetzung-vieler-experten-nur-fuer-einen-tag-munition\/25017024.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Eine Meldung, die offenbar nur dazu dient, die Ausgaben f&uuml;r das Verteidigungsministerium zu erh&ouml;hen!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Filmtipps zum Klimastreik: Von der zerst&ouml;rerischen Kraft des Wachstums bis zur unheimlichen Macht von Finanzkonzernen<\/strong><br>\nFriedrich M&auml;rz ist seit 2016 Lobbyist und Aufsichtsratsvorsitzender der Frankfurter Deutschlandfiliale des weltweit gr&ouml;&szlig;ten Verm&ouml;gensverwalters BlackRock mit Sitz in New York. Seit seiner &uuml;berraschenden Kandidatur zum Parteivorsitzenden der CDU 2018 ist er auch zur&uuml;ck auf der politischen B&uuml;hne. Dass er f&uuml;r dieses Amt &uuml;berhaupt antreten durfte, verr&auml;t viel &uuml;ber den Zustand der herrschenden Politik. Dass er sich bis heute als m&ouml;glicher neuer Hoffnungstr&auml;ger der CDU weiter im Hintergrund bereithalten kann, ist (eigentlich) unfassbar. Der Dokumentarfilm BlackRock &ndash; Die unheimliche Macht eines Finanzkonzerns von Tom Ockers (2019) gibt nun erstmals einen umfassenden Einblick in die Gesch&auml;ftspraktiken dieses gr&ouml;&szlig;ten weltweit agierenden Finanzkonzerns. Und er zeigt, wie Kapitalismus, Naturzerst&ouml;rung, Klimawandel und Krieg zusammen h&auml;ngen. Der Filmtipp ist nur eine von insgesamt drei Filmempfehlungen zum heutigen Tag des globalen Klimastreiks.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/buch-und-filmtipps-zum-klimastreik-von-der-zerstoererischen-kraft-des-wachstums-bis-zur-unheimlichen-macht-von-finanzkonzernen-2\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<p><strong>dazu: Naomi Klein &uuml;ber die Klimakrise: &bdquo;Beginn der &Auml;ra der Klimabarbarei&ldquo;<\/strong><br>\nWas kann man tun, um den Klimawandel zu stoppen? Nichts, sagt die Autorin Naomi Klein. In ihrem neuen Buch sucht sie dennoch nach L&ouml;sungen.<br>\ntaz: Frau Klein, warum ver&ouml;ffentlichen Sie dieses Buch gerade jetzt?<br>\nNaomi Klein: Die Art und Weise, wie wir &uuml;ber den Klimawandel sprechen, ist oft zu kleinteilig und zu ignorant gegen&uuml;ber den anderen Krisen, mit denen wir konfrontiert sind. Das gro&szlig;e Thema, das sich durch dieses Buch zieht, ist der Zusammenhang zwischen der wachsenden Krise der white supremacy, den verschiedenen Formen des Nationalismus, der Tatsache, dass so viele Menschen aus ihren Heimatl&auml;ndern vertrieben werden, und dem Krieg, der um unsere Aufmerksamkeitsspanne gef&uuml;hrt wird. Diese Krisen &uuml;berschneiden sich und sind miteinander verbunden. Und so m&uuml;ssten auch die L&ouml;sungen sein.<br>\nDas Buch versammelt Essays aus den letzten zehn Jahren. Denken Sie heute &uuml;ber manche Fragen anders?<br>\nIch denke heute, dass ich der Herausforderung des Klimawandels f&uuml;r die Linke nicht genug Nachdruck verliehen habe. Es ist offensichtlicher, wie die Klimakrise eine rechtsgerichtete Weltanschauung und den Kult des Zentrismus herausfordert, der nie etwas Gro&szlig;es ver&auml;ndern will, sondern immer versucht, sich auf halbem Wege entgegenzukommen. Aber eine linke Weltanschauung, die im Wesentlichen nur daran interessiert ist, die Verheerungen des Extraktivismus, also des Prozesses der Entnahme nat&uuml;rlicher Ressourcen aus der Erde, anders zu verteilen, wird auch neu gefordert, da sie die realen Grenzen unseres endlosen Konsums bisher genauso wenig in ihre Rechnung einbezieht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Naomi-Klein-ueber-die-Klimakrise\/!5627406\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Stephan Schulmeister: Die t&uuml;rkis-blaue Politik war gegen Arbeitnehmer und Pensonisten<\/strong><br>\nDer unabh&auml;ngige &Ouml;konom Stephan Schulmeister meldet sich in seiner Facebook-Video-Botschaft zu Wort: Die &Ouml;VP-FP&Ouml;-Regierung unter Kurz hat Politik gegen die Arbeitnehmer und Pensionisten in &Ouml;sterreich gemacht, bei dem &bdquo;Zw&ouml;lf-Stunden-Arbeitstag, der Umf&auml;rbung der Sozialversicherung, der schlechter Stellung &auml;lterer Arbeitsloser oder bei 24-Stunden-Pflegerinnen.&ldquo; Und er fragt: Warum w&auml;hlen die Menschen so oft gegen ihre Interessen? [&hellip;]<br>\nNun, in der Geschichte hat es das schon gegeben: Ausgangspunkt ist eine schwere Krise, die Gef&uuml;hle der Verbitterung, der Entt&auml;uschung, der Zukunftsangst nehmen zu und Politiker sprechen diese Gef&uuml;hle an und richten sie gegen &bdquo;Schuldige&ldquo;. Gegen die Juden oder heute gegen die Muslime und die Fl&uuml;chtlinge. Und die Politiker versprechen eine neue Zeit, neue Gerechtigkeit auf neuen Wegen, wenn sie nur eine klare Mehrheit bekommen. Aber wenn sie die dann haben, machen sie eine Politik im Interesse derer, die ihnen Millionen spenden.<br>\nUnd die meisten Leute wollen gar nicht wissen, dass sie verschaukelt werden. Das Ibiza-Video ist das beste Beispiel: Die meisten Anh&auml;nger der FP&Ouml; glauben noch immer, dass es der Strache gar nicht so gemeint hat. Dabei hat er einfach das gesagt, was er sich denkt, weil er sich unbeobachtet glaubte. Wichtig f&uuml;r diese Art der Politik ist, dass die S&uuml;ndenb&ouml;cke ablenken sollen von der eigenen unsozialen Politik. Wer davor warnt, dass in unser Sozialsystem eingewandert wird, der ist es selber, der das Sozialsystem schw&auml;cht. Gerade f&uuml;r die, die es am meisten brauchen, n&auml;mlich die &Auml;rmsten in der Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/kurz-oevp-fpoe-regierung-oesterreich-schulmeister\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Fr&ouml;hlich und traurig &ndash; Bruce Springsteen zum 70.<\/strong><br>\nIn seiner 2016 erschienenen Autobiographie &bdquo;Born to Run&ldquo; beschreibt Bruce Springsteen, der am 23. September 70 Jahre alt wird, die Musik, die ihn als Heranwachsenden besonders angesprochen hat: &bdquo;Anhaltendes Interesse fand ich schlie&szlig;lich an Platten, auf denen die S&auml;nger gleichzeitig fr&ouml;hlich und traurig klangen. [&hellip;] Platten, die Kummer und Freuden des Alltags wachriefen.&ldquo; [&hellip;]<br>\nSpringsteen ist nie ein explizit politischer K&uuml;nstler gewesen und dennoch ziehen sich durch seine Karriere immer wieder Stellungnahmen, Aktionen und Lieder, mit denen er versucht hat, politischen Einfluss zu nehmen. Im US-Wahlkampf hat er sich mehrfach f&uuml;r demokratische Kandidaten eingesetzt, insbesondere f&uuml;r Barack Obama. Dabei begann seine politische Bewertung mit einem gro&szlig;en Missverst&auml;ndnis: Ronald Reagan lobte Springsteen w&auml;hrend seiner Wiederwahlkampagne f&uuml;r dessen 1984er Mega-Hit &bdquo;Born in the USA&ldquo; als &bdquo;Hoffnung bringenden jungen Amerikaner&ldquo;. Springsteen war allerdings zu diesem Lied angeregt worden durch die Autobiographie &bdquo;Geboren am 4. Juli&ldquo; von Ron Kovic (1989 von Oliver Stone mit Tom Cruise in der Hauptrolle verfilmt), einem Vietnam-Veteranen, der von der Brust abw&auml;rts gel&auml;hmt aus dem Krieg zur&uuml;ckgekommen war. Die kritische Haltung des Songs gegen&uuml;ber der US Politik (in Vietnam) und dazu, wie die USA ihre Veteranen behandelt, wird aber auch heute noch von Teilen der republikanischen Partei nicht verstanden und das Lied immer einmal wieder bei Wahlkampfveranstaltungen der Partei eingesetzt. [&hellip;]<br>\nSehr deutlich nahm Bruce Springsteen mit dem im Jahr 2000 ver&ouml;ffentlichten Lied &bdquo;American Skin (41 Shots)&ldquo; Stellung. Er reagierte damit auf die Erschie&szlig;ung des unbewaffneten und unschuldigen, aus Guinea stammenden Immigranten Amadou Diallo durch vier New Yorker Polizisten im Februar 1999. Die in Zivil gekleideten Polizisten hatten Diallo mit einem gesuchten Tatverd&auml;chtigen verwechselt. Als Diallo auf Ansprache der Polizisten seine Brieftasche aus der Jacke ziehen wollte, feuerten diese insgesamt 41 Sch&uuml;sse auf Diallo ab, von denen ihn 19 t&ouml;dlich trafen. Die vier Polizisten wurden im Februar 2000 von allen Anklagepunkten freigesprochen. Springsteen bringt in seinem Text die Sorgen einer afroamerikanischen Mutter zum Ausdruck, wenn sie ihren Sohn zur Schule schickt: &bdquo;Auf diesen Stra&szlig;en, Charles, musst du die Regeln kennen \/ Versprich mir, wenn ein Polizist dich anh&auml;lt, immer h&ouml;flich zu sein \/ Und lauf niemals davon \/ und versprich deiner Mama, dass du ihn immer deine H&auml;nde sehen l&auml;sst &hellip; \/ du kannst daf&uuml;r get&ouml;tet werden, einfach nur in deiner amerikanischen Haut zu leben.&ldquo; [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2019\/09\/froehlich-und-traurig-%e2%80%93-bruce-springsteen-zum-70-49534.html%20\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Lutz Hausstein:<\/strong> Eine gro&szlig;artige Hommage an einen K&uuml;nstler, der wie kaum ein anderer seit Jahrzehnten mit seiner Authentizit&auml;t f&uuml;r Benachteiligte und gegen Ungerechtigkeiten &uuml;berall auf der Welt eintritt. Der mit seiner Energie generationen&uuml;bergreifend mitrei&szlig;t und immer wieder die Finger in offene Wunden legt. Wolfgang Hochwald schafft mit der W&uuml;rdigung eine &auml;u&szlig;erst gelungene Verbindung von Springsteens h&auml;ufig mitrei&szlig;ender, oftmals aber auch nachdenklicher Musik mit dem politisch denkenden und einf&uuml;hlsamen Menschen Bruce Springsteen. &ldquo;Boss&rdquo;, auch ich lasse mich noch heute gedankenverloren auf den Schwingen deiner Songs davontragen, um gleich darauf von den h&auml;mmernden Riffs deines n&auml;chsten Liedes geweckt zu werden. Auf die n&auml;chsten 70.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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