{"id":5502,"date":"2010-05-10T08:50:41","date_gmt":"2010-05-10T06:50:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5502"},"modified":"2010-05-10T17:15:52","modified_gmt":"2010-05-10T15:15:52","slug":"hinweise-des-tages-1137","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5502","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Europ&auml;ische Haushaltskrise, Regierung Merkel abgestraft, Br&uuml;derle torpediert Mindestlohn, liberale Bildung, F&ouml;rderung der Erneuerbaren Energien, Kommentar zur US-Gesundheitsreform (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Euro-Krise: Kapitales Versagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Europas Generalmobilmachung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Rettungsfonds: Notfall in Euroland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Griechenland pleite &ndash; Deutschland zahlt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Der feine Unterschied<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">F&uuml;r die Regierung Merkel geht es ums &Uuml;berleben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Pflege: Wirtschaftsminister Br&uuml;derle torpediert Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Leichen pflastern ihren Weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">BDI\/BDA: Selbst&auml;ndige Schule &ndash; Haushalt und Personalverantwortung neu gestalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Liberale Bildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Stellungnahme des freien zusammenschluss von studentInnenschaften zum dreiundzwanzigsten &Auml;nderungsgesetz zum Bundesausbildungsf&ouml;rderungsgesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Klimavertr&auml;glich, sicher, bezahlbar: 100% erneuerbare Stromversorgung bis 2050<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">&ldquo;Solarschulden&rdquo; : Zwei-Klassen-Klimaschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Lobbyismus der Medizinkonzerne: Fast echt betroffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">&bdquo;This Is What Change Looks Like&ldquo;: Inhalt und Konsequenzen der historischen US-Gesundheitsreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Wahl in den Philippinen: Durch den Dschungel<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=5502&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Euro-Krise: Kapitales Versagen<\/strong><br>\nDie Borniertheit der deutschen Berater bei jeglichen Rettungsversuchen f&uuml;r Griechenland sorgt erst daf&uuml;r, dass nun das Weltfinanzsystem wieder ins Wanken ger&auml;t. Sch&ouml;ne deutsche Stabilit&auml;t! Woran das liegt? Zum einen haben hiesige Volkswirte viel zu selten Erfahrung mit Finanzm&auml;rkten. Zum anderen glauben unsere &Ouml;konomen, wenn jeder seine Hausaufgaben mache, gebe es keine makro&ouml;konomischen Probleme. Die Einsicht, dass alles zusammenh&auml;ngt, dass nicht alle L&auml;nder gleichzeitig wettbewerbsf&auml;higer oder sparsamer werden k&ouml;nnen, prallt am mikro&ouml;konomischen Denken hierzulande ab. Dieses Denken ist das deutsche Virus, das sich hinter der Griechenland-Krise verbirgt. Von Robert von Heusinger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2623613_Euro-Krise-Kapitales-Versagen.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Europas Generalmobilmachung<\/strong><br>\nGriechenland war gestern. W&auml;hrend eines dramatischen EU-Gipfels sehen die Regierungschefs die Eurozone als Ganzes bedroht und werfen zur Verteidigung ihrer W&auml;hrung die geltenden Regeln um.<br>\nNach Angaben aus EU-Regierungskreisen wird man n&auml;mlich jetzt doch den Artikel 122 des Lissabon-Vertrages heranziehen, der Hilfen an Mitglieder der Union in &ldquo;au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Umst&auml;nden&rdquo; erm&ouml;glicht. Gemeint sind da eigentlich Naturkatastrophen. Aber der Begriff &ldquo;au&szlig;ergew&ouml;hnliche Umst&auml;nde&rdquo; findet sich bereits in der Erkl&auml;rung der Staats- und Regierungschefs, die in der Nacht zum Samstag verteilt wurde. Fr&uuml;here Versuche, diesen Artikel heranzuziehen, hatte die Bundesregierung vehement bek&auml;mpft. Jetzt k&ouml;nnte es der EU-Kommission erm&ouml;glicht werden, mit eigenen Bonds an den Kapitalmarkt zu gehen, die von den Euro-L&auml;ndern garantiert werden.<br>\nAuch die anderen beiden Teile des Beschlusses haben es in sich. Die Eurozone &ldquo;unterst&uuml;tzt die Aktionen der EZB zur Sicherung der Stabilit&auml;t der Eurozone&rdquo;. Welche Ma&szlig;nahmen das sein werden, wird nicht genannt, aber an den M&auml;rkten wurde schon am Freitag spekuliert, dass die EZB doch am Sekund&auml;rmarkt Staatspapiere von L&auml;ndern wie Portugal kauft, die f&uuml;r ihre Refinanzierung inzwischen so viel zahlen m&uuml;ssen wie Griechenland vor einigen Wochen. Punkt drei k&ouml;nnte bald jeden B&uuml;rger betreffen. Die EU-Staaten wollen die Haushaltskonsolidierung beschleunigen. Die ganze Eurozone m&uuml;sste dann zumindest ein Teil von dem durchmachen, was Griechenland gerade erlebt. &ldquo;Es geht um die Stabilit&auml;t des Euro&rdquo;, sagt Merkel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/:dramatischer-eu-gipfel-europas-generalmobilmachung\/50111609.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Rettungsfonds: Notfall in Euroland<\/strong><br>\nDie Regeln der Eurozone werden de facto neu geschrieben. Statt das Beistandsverbot, die sogenannte No-Bailout-Regel, nur einmalig f&uuml;r Griechenland zu brechen, will die Europ&auml;ische Kommission einen Mechanismus installieren, um finanziell angeschlagene Mitgliedsstaaten zu stabilisieren. Dadurch soll das vertrauen in den Euro wiederhergestellt und die W&auml;hrungszone k&uuml;nftig gegen Spekulationsattacken gesch&uuml;tzt werden.<br>\nAufhorchen l&auml;sst der Satz in der Gipfelerkl&auml;rung, dass &ldquo;alle Institutionen der Eurozone&rdquo;, also Mitgliedstaaten, Kommission und auch die ausdr&uuml;cklich genannte Europ&auml;ische Zentralbank (EZB), &ldquo;darin &uuml;bereinstimmen, alle Mittel auszusch&ouml;pfen, um die Stabilit&auml;t der gemeinsamen W&auml;hrung zu sichern&rdquo;. Merkel musste ihre bisherigen Bedenken und ihr Zaudern aufgeben und einer Strategie zustimmen, die auf dem Gipfel in groben Z&uuml;gen formuliert wurde und die die Eurofinanzminister in beispielloser Hektik bereits gestern detailliert festlegen sollten. Deren Sitzung dauerte bei Redaktionsschluss noch an. N&ouml;tig geworden war sie, weil die Folgen der &uuml;ber Wochen verschleppten Griechenland-Krise inzwischen sogar die europ&auml;ische Dimension zu sprengen droht. Sp&auml;testens, seit die portugiesischen und spanischen Staatsanleihen Ansteckungssymptome zeigen, sind die Anleger rund um den Globus in Panik geraten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2628728_Rettungsfonds-Notfall-in-Euroland.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Griechenland pleite &ndash; Deutschland zahlt?<\/strong><br>\nVideo der Sendung &ldquo;Studio Friedman&rdquo; mit Sahra Wagenknecht vom 06.05.2010<br>\nStreitgespr&auml;ch zwischen Sahra Wagenknecht (DIE LINKE) und Martin Lindner (FDP), moderiert von Michel Friedman.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mediencenter.n24.de\/?deepLink=screen\/listScreen\/search\/Studio%20Friedman\">N24<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Die sinnlose Einleitung von Friedman, wonach Deutschland &uuml;ber seine Verh&auml;ltnisse lebe, bitte einfach ignorieren; der Rest ist mehr als sehenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der feine Unterschied<\/strong><br>\nDie Finanzbranche soll die Kosten der Krise mittragen. &Uuml;ber das Wie aber streiten die Parteien. Die drei Oppositionsparteien setzen sich f&uuml;r eine Finanztransaktionssteuer ein, gern auch Tobin-Tax genannt. Diese belastet alle Gesch&auml;fte an den Finanzm&auml;rkten mit einer kleinen Abgabe. Damit trifft sie vor allem die kurzfristige Spekulation. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vize-Kanzler Guido Westerwelle (FDP) lehnten diese Steuer in den Verhandlungen mit der SPD &uuml;ber eine gemeinsame Resolution ab. Als Alternative schlugen sie eine Finanzaktivit&auml;tsteuer (Fat) vor, die der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) empfiehlt. Die Fat besteuert die Gewinne von Finanzinstitutionen, je nach Modell auch die Topgeh&auml;lter oder sogar alle L&ouml;hne. Der IWF wirbt f&uuml;r diese Steuer, weil sie leicht einzuf&uuml;hren sei und trotzdem hohe Einnahmen bringe. Vor allem sei sie geeignet, die Gr&ouml;&szlig;e des Finanzsektors zu begrenzen, da sie die dort erzielbaren Renditen vermindere. In der Analyse r&auml;t der Fonds auch von der Finanztransaktionssteuer ab. Er verurteilt sie nicht in Bausch und Bogen, bewertet sie aber als nicht &ldquo;zielf&uuml;hrend&rdquo;. Die Einw&auml;nde der IWF-Arbeitsebene sind allerdings keinesfalls zwingend.<br>\nErstens f&uuml;hren die Experten an, die Spekulationssteuer helfe nicht, systemische Risiken durch gro&szlig;e und stark verbundene Banken zu begrenzen. Das trifft zu. Doch gegen diese Gefahr gibt es andere Instrumente. So beabsichtigen die G20, von den Banken als Ausgleich f&uuml;r die staatliche &Uuml;berlebensgarantie mehr Eigenkapital zu verlangen. Zweitens warnt der IWF, dass diese Steuer Verbraucher treffen k&ouml;nne. Das ist gewollt. Wenn Anleger von kurzfristigen Spekulationen profitieren, sollen sie mehr bezahlen. Schlie&szlig;lich hei&szlig;t es, die Steuer schade der Realwirtschaft, indem sie die Absicherung von k&uuml;nftigen Gesch&auml;ften verteure. Das aber muss nicht sein, wenn mit der Tobin-Tax die Ausschl&auml;ge an den Finanzm&auml;rkten insgesamt abnehmen.<br>\nVor wenigen Wochen leuchteten diese Argumente auch Merkel ein. Noch im Januar sprach sich der CDU-Vorstand in der Berliner Erkl&auml;rung f&uuml;r eine Finanztransaktionssteuer aus. Die Abkehr mit einem IWF-Papier zu rechtfertigen, ist d&uuml;rftig. Tats&auml;chlich ist die Kanzlerin eingeknickt. F&uuml;r den Koalitionspartner FDP ist die Tobin-Tax ein rotes Tuch. Daher lie&szlig; Merkel ihre &Uuml;berzeugung fallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2622989&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/&amp;em_ivw=fr_meinung\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong>&nbsp;Eine gute, knappe Widerlegung der Argumente des IWF gegen die Finanztransaktionssteuer.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>F&uuml;r die Regierung Merkel geht es ums &Uuml;berleben<\/strong><br>\nWas hat&rsquo;s am Ende gebracht, dass Angela Merkel in der EU-Krise &uuml;ber Wochen taktiert hat? In Nordrhein-Westfalen eine schwarz-gelbe Pleite und f&uuml;r Europa Probleme, deren Ende nicht absehbar sind. Das Beben aus Nordrhein-Westfalen ersch&uuml;ttert Berlin. Das ganze Regierungsprogramm der Angela Merkel bricht mit dem Verlust der schwarz-gelben Bundesratsdominanz wie ein Kartenhaus zusammen. Die Atomkraftwerke werden nicht l&auml;nger laufen, der Wehrdienst nicht verk&uuml;rzt, die Kopfpauschale verschwindet wieder in der Schublade, von Steuersenkung keine Spur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/wahlen-2010\/fuer-die-regierung-merkel-geht-es-ums-ueberleben\/1820116.html?view=print\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &Uuml;berleben, Journalisten dramatisieren gern. Bis zu den Bundestagswahlen ist es noch eine Weile hin und Schwarz\/Gelb wird aus den bisherigen Fehlern lernen. Und ob die SPD, falls es klappt, in NRW einen beispielhaften Aufbruch hinlegt, bleibt abzuwarten. Die SPD mu&szlig; noch Einiges an&nbsp; Schr&ouml;derschem Ballast abwerfen und &uuml;berzeugende Ideen zur Bew&auml;ltigung der gro&szlig;en, noch lange nicht ausgestandenen Krise liefern. Bisher konnte sie ganz gut von den Fehlern der Koalition leben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Pflege: Wirtschaftsminister Br&uuml;derle torpediert Mindestlohn<\/strong><br>\nUm die Einf&uuml;hrung eines Mindestlohns in der Pflegebranche gibt es Streit in der Koalition. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen w&uuml;rde gerne den Kompromiss, den Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausgehandelt haben, in Gesetzesform gie&szlig;en. Kabinettskollege Rainer Br&uuml;derle aber sperrt sich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,693766,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Leichen pflastern ihren Weg<\/strong><br>\nDie Verschuldung der deutschen Kommunen wird durch die Regierungen verursacht. Mancherorts werden inzwischen Verstorbene, f&uuml;r die die Kommune zust&auml;ndig ist, in anderen Bundesl&auml;ndern unter die Erde gebracht &ndash; um zu sparen. Jetzt werden die B&uuml;rger\/innen aktiv.<br>\nBei aller m&ouml;glichen Miss- und Kl&uuml;ngel&shy;wirtschaft in den Kommunen ist unbestreitbar: Ihre strukturelle Verschuldung wurde und wird durch die Bundesregierungen verursacht, in zweiter Linie durch die Landesregierungen. Beginnend mit der deutschen Vereinigung, dann insbesondere seit etwa dem Jahre 2000 folgten die Bundesregierungen dem neoliberalen Muster: Neben der Aufwertung der Gro&szlig;banken und der Export- und Energiekonzerne geh&ouml;rt dazu die Abwertung des &ouml;ffentlichen Dienstes und der Kommunen, w&auml;hrend der Zentralstaat ausgebaut wurde.<br>\nAllein die Steuergesetzgebung der schwarz-roten Bundesregierung seit 2005 bringt den Kommunen bis 2013 einen Verlust von knapp 20 Milliarden Euro. Und allein die ersten Steuersenkungen der neuen schwarz-gelben Regierung seit Anfang 2010 (&ldquo;Wachstumsbeschleunigungsgesetz&rdquo;) f&uuml;hren zu j&auml;hrlichen Verlusten der Kommunen von 1,6 Milliarden Euro. Die Bundesl&auml;nder tun das ihrige dazu: So belastet die schwarz-gelbe Landesregierung von Nordrhein-Westfalen die Kommunen durch neue K&uuml;rzungen und Aufgaben allein im Jahr 2010 mit 375 Millionen Euro.<br>\nDie Bundesregierung sch&auml;digt die Kommunen noch ganz anders. Sie haben Milliarden Euro in umweltschonende und effektive Energie-Technologien investiert &ndash; im Vertrauen auf die Abschaltung der Atomkraftwerke. Die Regierung will nun aber deren Laufzeit verl&auml;ngern. Durch den konkurrenzlos billigen Atomstrom aus den bereits abgeschriebenen Atommeilern der vier gro&szlig;en Energiekonzerne w&uuml;rden die kommunalen Investitionen weitgehend entwertet, Einnahmen fallen aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/publik.verdi.de\/++skin++print\/2010\/ausgabe_04\/gewerk\/brenn\/seite-3\/A0\">ver.di publik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>BDI\/BDA: Selbst&auml;ndige Schule &ndash; Haushalt und Personalverantwortung neu gestalten<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft setzt entschieden auf die Selbstst&auml;ndige Schule und ihre Verwirklichung.<br>\nEs ist daher Aufgabe der Bildungspolitik und Bildungsverwaltung:\n<ul>\n<li>der Selbstst&auml;ndigen Schule Budget- und Personalhoheit zu geben<\/li>\n<li>die Berechnungssysteme f&uuml;r die Finanzen der Schulen vom Stundenkontingent auf ein Geldbudget umzustellen<\/li>\n<li>den Sozialindex zu erstellen und zur Bemessungsgrundlage eines Sozialbudgets zu machen<\/li>\n<li>ein Zulagensystem f&uuml;r Lehrkr&auml;fte zu definieren<\/li>\n<li>die Schulleitungen f&uuml;r ihre neuen Aufgaben zu qualifizieren<\/li>\n<li>die Schulen mit Instrumenten, Angeboten und Beratungen zu unterst&uuml;tzen<\/li>\n<li>die Schulen in ihrem Endergebnis zu kontrollieren und im Verbesserungsprozess zu begleiten<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/forum-kritische-paedagogik.de\/start\/e107_files\/downloads\/Selbstaendige_Schule.BDA.pdf\">Forum kritische P&auml;dagogik [PDF &ndash; 350 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie bei der <a href=\"?p=3978\">&bdquo;unternehmerischen Hochschule&ldquo;<\/a> sollen nach den Vorstellungen der Wirtschaftsverb&auml;nde nun auch die Schulen wie privatwirtschaftlich organisierte selbst&auml;ndige Unternehmen organisiert und das hei&szlig;t funktionell privatisiert werden. Mittels einer &bdquo;Eigenverantwortlichkeits&ldquo;-Rhetorik werden betriebswirtschaftliche statt p&auml;dagogische Prinzipien als Steuerungsprinzipien f&uuml;r die Schulbildung eingef&uuml;hrt. &bdquo;Outcome&ldquo;-Messungen durch mehr Pr&uuml;fungen und Standardisierung der Leistungsbemessung sollen die wichtigsten Instrumente f&uuml;r die Qualit&auml;tssicherung der Schulen werden. In diesem Modell ist es dann ziemlich egal, wie es um die Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler bestellt ist, solange ausreichend Humankapital zur Verf&uuml;gung gestellt wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Liberale Bildung<\/strong><br>\nEin gemeinn&uuml;tziger Verein bietet Lehrern kostenlos Unterrichtsmaterialien an. Bezahlt werden viele der Schriften aus der Wirtschaft &ndash; und am Vertrieb verdient die FDP.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,692880,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Stellungnahme des freien zusammenschluss von studentInnenschaften zum dreiundzwanzigsten &Auml;nderungsgesetz zum Bundesausbildungsf&ouml;rderungsgesetz (BAf&ouml;G)<\/strong><br>\nDer freie Zusammenschluss von studentInnenschaften begr&uuml;&szlig;t die Bestrebungen der Bundesregierung, die Bedarfss&auml;tze und Freibetr&auml;ge zu erh&ouml;hen. Jedoch sind die vorgelegten Ver&auml;nderungen nicht weitgehend genug. Die Novellierung versucht lediglich die Defizite, die seit 2008 entstanden sind, auszugleichen. Fr&uuml;here Vers&auml;umnisse werden nicht beachtet. Positive Signale f&uuml;r die StudentInnen werden durch den Gesetzesentwurf nicht in ausreichendem Ma&szlig; gesetzt, obwohl dies dringend n&ouml;tig ist, wie sich durch die Studie &ldquo;Studienberechtigte 2008&rdquo; des Bundesministeriums f&uuml;r Bildung und Forschung belegen l&auml;sst. 77% der Studienberechtigten geben an, dass das Fehlen finanzieller Voraussetzungen gegen ein Studium spricht und 73% der Befragten sehen Schulden als ein Hemmnis zu studieren an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fzs.de\/presse\/232975.html\">fzs<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Klimavertr&auml;glich, sicher, bezahlbar: 100% erneuerbare Stromversorgung bis 2050<\/strong><br>\n&bdquo;Deutschland kann im Jahr 2050 zu hundert Prozent klimaschonend mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden.&ldquo; Das erkl&auml;rte der Vorsitzende des SRU (Sachverst&auml;ndigenrat f&uuml;r Umweltfragen), Prof. Dr. Martin Faulstich, heute im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages. Dort pr&auml;sentierte der SRU seine Szenarien f&uuml;r eine regenerative Stromversorgung in Deutschland. Prof. Faulstich forderte: &bdquo;Die Bundesregierung muss jetzt die Weichen f&uuml;r den Umbau des Energiesystems stellen.&ldquo;<br>\nDer Energieexperte des Rates, Prof. Dr. Olav Hohmeyer, betonte: &bdquo;F&uuml;r die &Uuml;bergangszeit sind weder Laufzeitverl&auml;ngerungen f&uuml;r Atomkraftwerke noch neue Kohlekraftwerke erforderlich. Die Br&uuml;cke zu den erneuerbaren Energien steht bereits&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news367792\">Informationsdienst Wissenschaft e. V.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Solarschulden&rdquo; : Zwei-Klassen-Klimaschutz<\/strong><br>\nDie Bundesregierung setzt auf sehr teure Ok&ouml;-Strom-Erzeugung aus Sonne und Wind &ndash; Programme zur viel g&uuml;nstigeren W&auml;rme &ndash; und Heizungs-Sanierung dagegen werden eingestampft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2628726_Solarschulden-Zwei-Klassen-Klimaschutz.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Fast echt betroffen<\/strong><br>\nMedizinkonzerne benutzen f&uuml;r getarnte Lobbyaktionen leidende Patienten, um ihre Produkte geschickt zu vermarkten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/19\/Patienten-Lobbyismus?page=all&amp;print=true\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&bdquo;This Is What Change Looks Like&ldquo;: Inhalt und Konsequenzen der historischen US-Gesundheitsreform<\/strong><br>\nDie Abstimmung &uuml;ber die Gesundheitsreform barg erhebliches Risiko f&uuml;r Pr&auml;sident Obama. Ein Misserfolg h&auml;tte seine Pr&auml;sidentschaft l&auml;hmen k&ouml;nnen. Umso gr&ouml;&szlig;er ist nun sein Triumph. Der Pr&auml;sident hat mit dem Gesetz zwar nicht alles erreicht, was er urspr&uuml;nglich wollte, aber im Wesentlichen das, was er im Wahlkampf versprochen hatte. Mit der Reform dr&uuml;ckt er Amerika seinen Stempel auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/bueros\/usa\/07118.pdf\">FES [PDF &ndash; 300 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Roger Strassburg (Amerikaner):<\/strong> Ein ganz hervorragender Artikel &ndash; die beste deutschsprachige Analyse dazu, die ich bisher gelesen habe.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Durch den Dschungel<\/strong><br>\nLinke und Multimillion&auml;re, leere Versprechungen und die Erben der Diktatur &ndash; am 10. Mai w&auml;hlen die Philippinen. Eine &Uuml;bersicht.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/05-08\/004.php\">Junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/1179685\/\">Deutschlandradio<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/fuer-eine-schale-reis\/1819910.html?view=print\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Europ&auml;ische Haushaltskrise, Regierung Merkel abgestraft, Br&uuml;derle torpediert Mindestlohn, liberale Bildung, F&ouml;rderung der Erneuerbaren Energien, Kommentar zur US-Gesundheitsreform (KR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-5502","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5502","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5502"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5502\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5515,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5502\/revisions\/5515"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5502"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5502"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5502"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}