{"id":55022,"date":"2019-09-23T08:44:59","date_gmt":"2019-09-23T06:44:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55022"},"modified":"2019-09-23T08:44:59","modified_gmt":"2019-09-23T06:44:59","slug":"hinweise-des-tages-3456","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55022","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55022#h01\">Klimapaket<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55022#h02\">Steinmeier ist ein Pr&auml;sident der Phrasen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55022#h03\">Spahns heikle Mission in Mexiko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55022#h04\">Nine Eleven, Climate, Ecology and the Left: Necessary Consequences to be Drawn &ndash; Nine Eleven, Klima, &Ouml;kologie und linke Politik: die n&ouml;tigen Konsequenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55022#h05\">Google mal Gewerkschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55022#h06\">Ohne Essen in die Schule<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55022#h07\">Die Altersarmut kommt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55022#h08\">EU-Landwirtschaft verursacht Klimasch&auml;den von 77 Milliarden Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55022#h09\">Am Haken von Bayer &amp; Co.?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55022#h10\">Was die Bahn jetzt anders machen will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55022#h11\">Hamburger Polizei verteidigt Einsatz gegen Blockade bei Klimademo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55022#h12\">Proteste in &Auml;gypten: Der Bann der Angst ist gebrochen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55022#h13\">Bartsch: Bericht zur deutschen Einheit ist &bdquo;einzige Lobhudelei&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55022#h14\">Why I Decided Not To Delete My Old Internet Posts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55022#h15\">Kaffee kostet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55022#h16\">Krise &uuml;ber Ukraine-Connections im US-Wahlkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55022#h17\">Parteitag der NRW-SPD will &laquo;Rot Pur&raquo; beschlie&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55022#h18\">&bdquo;Selbstverharmlosung&ldquo;: Die Medienstrategie der AfD<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Klimapaket<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Klimapaket versagt beim Klimaschutz und vertieft die soziale Spaltung<\/strong><br>\nDie Vorsitzenden der Fraktion DIE LINKE, Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch, erkl&auml;ren anl&auml;sslich der heutigen Beschl&uuml;sse des Klimakabinetts der Bundesregierung:\n<p>&bdquo;Das heute vom Klimakabinett vorgestellte Klimapaket ist unsozial und ineffektiv. Es belastet vor allem kleine und mittlere Einkommen. Es schont Reiche und Konzerne. Es setzt auf nutzlose, marktliberale Instrumente statt auf wirkungsvolle staatliche Ordnungspolitik. Es treibt die Gesellschaft auseinander. Das Klimapaket wird im Bundestag keine Unterst&uuml;tzung der LINKEN erhalten.<br>\nS&auml;mtliche Ma&szlig;nahmen des Klimakabinetts sind nicht gegenfinanziert und daher eine teure Mogelpackung. Jedes Klimapaket, das keine angemessenen Steuern f&uuml;r die superreichen Multimillion&auml;re vorsieht, will stattdessen kleine und mittlere Einkommen belasten. Wer nicht sagt, wo das Geld herkommen soll, t&auml;uscht B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger. Es muss massiv und nachhaltig investiert werden. Diese notwendigen zus&auml;tzlichen Investitionen d&uuml;rfen nicht mit unsozialen K&uuml;rzungen in anderen Bereichen finanziert werden. H&ouml;here Kraftstoffpreise werden Geringverdiener besonders hart treffen. Das Klimapaket untergr&auml;bt die Akzeptanz des Klimaschutzes in der Gesellschaft und den sozialen Zusammenhalt.<br>\nAngela Merkel wird als gescheiterte Klimakanzlerin in die Geschichte eingehen. Dieser weitgehend ineffektive Flickenteppich an Ma&szlig;nahmen wird dem Klimawandel nicht ansatzweise gerecht. Kaum jemand wird aufgrund der heutigen Beschl&uuml;sse sein Auto stehen lassen, selbst wenn er es k&ouml;nnte. Der Markt versagt beim Klima und trotzdem liefert die Kanzlerin das Klima weiterhin dem Markt aus. Nationaler Emissionshandel ist der falsche Weg: Statt h&ouml;herer Energiepreise, die das Leben f&uuml;r Pendler und Geringverdiener verteuern, brauchen wir staatliche Ordnungspolitik, die die Gesellschaft sozial und klimafreundlich umbaut.<\/p>\n<p>Unsere Forderungen:<\/p>\n<ol>\n<li>Sozial gerecht statt Reiche schonen: Wir fordern eine Klimareichensteuer, die Millionenerbschaften, Millionenverm&ouml;gen und Millioneneinkommen zur Kasse bittet, um die notwendigen Investitionen zu finanzieren. Es braucht das politische Signal: Diesmal bezahlen es die Reichen! Klimasch&auml;dliche Subventionen geh&ouml;ren abgeschafft.<\/li>\n<li>Bahnreform statt Scheuer-Murks: Wir brauchen eine tiefgreifende Bahnreform, einen massiven Ausbau des Schienennetzes und der Transportkapazit&auml;ten sowie einen Preisdeckel. Die Teilprivatisierung der Bahn und die Preiserh&ouml;hungen der vergangenen 20 Jahre m&uuml;ssen zur&uuml;ckgenommen werden. Das w&uuml;rde einer kostenlos angebotenen BahnCard 50 bzw. Halbierung der heutigen Fahrpreise entsprechen.<\/li>\n<li>&Ouml;PNV attraktiver machen statt Tanken teurer: Wir brauchen eine Revolution im &Ouml;ffentlichen Personennahverkehr, von der kleine und mittlere Einkommen profitieren. Wir fordern als wichtigen Schritt ein vom Bund finanziertes Ein-Euro-Ticket. Wenn alle B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger den &Ouml;PNV f&uuml;r maximal einen Euro am Tag nutzen k&ouml;nnten, w&auml;re es f&uuml;r viele Menschen machbar, das Auto stehen zu lassen. Daf&uuml;r muss der &Ouml;PNV ausgebaut, sicherer, zuverl&auml;ssiger und sauberer werden.<\/li>\n<li>Statt Marktversagen brauchen wir staatliches Handeln: Wir brauchen staatliche Investitionen und eine neue staatliche Ordnungspolitik f&uuml;r soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz: Zum Beispiel geh&ouml;ren Energiekonzerne in &ouml;ffentliche Hand. Geb&auml;ude m&uuml;ssen mit einem Bundesprogramm energetisch saniert werden &ndash; ohne Mehrkosten f&uuml;r Mieterinnen und Mieter.<\/li>\n<li>Innovationen statt Stillstand: Wir brauchen ein massives Investitionsprogramm in erneuerbare Energien, in Innovations- und Speichertechnologien.&ldquo;<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/klimapaket-versagt-beim-klimaschutz-und-vertieft-die-soziale-spaltung\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Pillepalle statt Klimaschutz<\/strong><br>\nKlimakabinett verh&ouml;hnt Engagement von Millionen Menschen<br>\nDas globalisierungskritische Netzwerk Attac kommentiert die heute vorgestellten Pl&auml;ne des so genannten Klimakabinetts  der Bundesregierung:<br>\n&ldquo;Allen Versprechen von Merkel zum Trotz: Was das so genannte Klimakabinett heute vorgelegt hat, ist Pillipalle statt Klimaschutz. Die m&auml;chtigen Profitinteressen der Kohle- und Autoindustrie, der Agrarlobby und der Chemiekonzerne haben auch heute wieder eine effektive Klimapolitik verhindert. Mit diesen Beschl&uuml;ssen verh&ouml;hnt die Bundesregierung das Engagement von 1,4 Millionen Menschen, die heute allein in Deutschland f&uuml;r Klimagerechtigkeit auf die Stra&szlig;e gegangen sind. Mit dieser Politik ist der Kollaps nicht zu verhindern. Es hilft nichts: Wir werden uns der Zerst&ouml;rung unserer Lebensgrundlagen weiterhin gemeinsam &ndash; auch mit Aktionen zivilen Ungehorsams &ndash; entgegenstellen m&uuml;ssen. Klimaschutz bleibt Handarbeit. Statt weiterhin auf Wachstum zu setzen, brauchen wir Mobilit&auml;t f&uuml;r alle Menschen mit viel weniger Autos, einen schnellen Kohleausstieg und den Bruch mit der industrialisierten Landwirtschaft&rdquo;, sagt Achim Heier vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis.<br>\nMit der Kampagne &ldquo;einfach.umsteigen: Klimagerechte Mobilit&auml;t f&uuml;r alle&rdquo; engagiert sich Attac f&uuml;r einen sozial-&ouml;kologischen Umbau der Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/pillepalle-statt-klimaschutz\/\">attac<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Ende der Klima-Kanzlerin<\/strong><br>\nGestern vorm Kanzleramt: Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler von &ldquo;Fridays for Future&rdquo; halten ein langes, selbstgemaltes Transparent in die H&ouml;he. &ldquo;R&uuml;ckkehr der Klimakanzlerin&rdquo; ist da zu lesen. Mit einem gro&szlig;en Fragezeichen dahinter, und einem &ndash; kleinen &ndash; Ausrufezeichen. Es war ein Hoffnungsschrei, gerichtet an die Frau hinter den dicken Mauern.<br>\nDass sie endlich wieder loslegen m&ouml;ge wie zuletzt vor mehr als zehn Jahren, als Angela Merkel auf Klimakonferenzen gl&auml;nzte. Als sie einem &uuml;berrumpelten US-Pr&auml;sidenten Bush das Maximal-zwei-Grad-Ziel bei der Erderw&auml;rmung aus den Rippen leierte. Als sie sogar 2015 noch einiges tat, damit das Paris-Abkommen zustande kam. (&hellip;)<br>\nAber die Klima-Kanzlerin hat abgedankt. Mit Pauken und Trompeten. National hatte Merkel das schon lange. Deutschland kommt zu langsam voran beim Kohleausstieg. Fr&uuml;here Klimaziele wurden gerissen, Klima-Pakete verhallten fast wirkungslos. Und jetzt hat sie auch noch die Hoffnungen der Klima-Jugend b&ouml;se entt&auml;uscht.<br>\nDas, was die Koalition als Klimaprogramm 2030 verkauft, ist ein Flop. Ein mutloses St&uuml;ck Papier, das niemandem wehtun will. Das gar nicht ernsthaft versucht, die Menschen zu klimafreundlicherem Verhalten zu lenken &ndash; oder wer bitte soll bei drei Cent teurerem Benzin in drei Jahren das Auto stehen lassen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/klimakanzlerin-merkel-ende-101.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Freibier f&uuml;r alle!<\/strong><br>\nMit ihrem Klimapaket setzt die Bundesregierung ein klares Signal: Blo&szlig; keinem irgendwie wehtun, Preissteigerungen werden ganz fix kompensiert, alles kann so bleiben, wie es war. Wo ist die Politik, die &uuml;ber Alltagssorgen hinausgeht und Visionen formuliert? (&hellip;)<br>\nNur f&uuml;r unsere j&uuml;ngeren Leser und Leserinnen sei daran erinnert, dass Politik fr&uuml;her einmal ganz anders funktioniert hat. Menschen hatten ein Programm, das klar &uuml;ber die Alltagssorgen hinausging und Vision reklamierte.<br>\nWilly Brandt, &Auml;ltere erinnern sich noch, hatte 1966 den blauen Himmel &uuml;ber der Ruhr ausgerufen und auch noch die Verst&auml;ndigung mit dem Ostblock als Ziel seiner Politik formuliert.<br>\nZu dieser Zeit waren mutma&szlig;lich 90 Prozent der Bev&ouml;lkerung f&uuml;r diese Idee &uuml;berhaupt nicht zu gewinnen, aber: &Uuml;berraschung! Die Sozialdemokratie hielt daran fest und &ndash; man kann es sich heute gar nicht mehr vorstellen &ndash; gewann 1972 in Westdeutschland die Wahl bei einer Wahlbeteiligung von 91 Prozent mit 46 Prozent der Stimmen.<br>\nStellen wir uns kurz das fast Undenkbare vor: Die Bundesregierung verk&uuml;ndet, ja, wir haben einen Klimawandel und wir wollen was dagegen tun und wir k&uuml;ndigen hiermit an: Neuzulassungen von Fahrzeugen mit Verbrennungskraftmaschinen wird es ab 2025 nicht mehr geben!<br>\nZugelassen werden zudem nur noch Fahrzeuge, wenn ein privater Stellplatz nachgewiesen wird, denn das Abstellen auf &ouml;ffentlichem Grund ist nur zum Halten bis maximal drei Minuten erlaubt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/deutschland\/freibier-fuer-alle\">klimareporter<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Steinmeier ist ein Pr&auml;sident der Phrasen<\/strong><br>\nDas deutsche Staatsoberhaupt hat wenig Macht, es soll sich nicht in die Tagespolitik einmischen und trotzdem als F&uuml;hrungspers&ouml;nlichkeit auf die Gesellschaft einwirken. Das einzige Mittel daf&uuml;r ist die deutsche Sprache. Kaum einer hat sie je so schlecht behandelt wie der Amtsinhaber.<br>\nDer deutsche Bundespr&auml;sident hat dem &laquo;Spiegel&raquo; vor ein paar Tagen ein Interview gegeben. Wer das nicht mitbekommen oder es schon wieder vergessen hat, muss sich nicht gr&auml;men. Er oder sie ist nicht allein.<br>\nFrank-Walter Steinmeier, 63 Jahre alt und seit 2017 Inhaber des h&ouml;chsten Amts der Bundesrepublik, hat in seinem Leben noch kaum einen Satz formuliert, an den man sich erinnern k&ouml;nnte. Menschen, die ihn kennen, bezeichnen ihn als klug, sogar humorvoll. Aber sobald er &ouml;ffentlich spricht, wirkt es, als w&uuml;rde er seiner Muttersprache den Krieg erkl&auml;ren. Neben einem stark ausgepr&auml;gten Hang zu Floskeln und Phrasen ist das, was Steinmeier inhaltlich sagt, auf eine Weise &uuml;berraschungsfrei, dass es fast komisch wirkt. Wollte man eine Kom&ouml;die &uuml;ber einen biederen Beamten drehen, der irrt&uuml;mlich ins h&ouml;chste Staatsamt purzelt und versucht, es irgendwie auszuf&uuml;llen: Er w&auml;re die Idealbesetzung.<br>\nEin typischer Steinmeier-Satz klingt so: &laquo;Wenn Engagement f&uuml;r die Demokratie und Respekt vor den Institutionen der Demokratie nicht mehr selbstverst&auml;ndlich sind, sollten wir dar&uuml;ber nicht zur Tagesordnung &uuml;bergehen.&raquo; Oder so: &laquo;Wenn wir die Demokratie gegen ihre Skeptiker verteidigen wollen, werden wir wohl einen etwas l&auml;ngeren Atem brauchen.&raquo; Wieviel Kaffee die &laquo;Spiegel&raquo;-Redakteure wohl gebraucht haben, um beim Abtippen solcher S&auml;tze nicht wegzud&auml;mmern?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/steinmeier-praesident-der-phrasen-ld.1509624\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Sehr lesenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Spahns heikle Mission in Mexiko<\/strong><br>\nJens Spahn ist nach Mexiko gereist, um den deutschen Pflegenotstand zu bek&auml;mpfen. Die Rede, die er vor den mexikanischen Pflegeexperten h&auml;lt, ist auch eine Bewerbungsrede: Der Minister wirbt um mexikanische Fachkr&auml;fte. &ldquo;Deutschland ist nach Japan das zweit&auml;lteste Land der Welt&rdquo;, sagt Spahn. &ldquo;Wir brauchen dringend Pflegekr&auml;fte.&rdquo; Deshalb hat er 15 mexikanische Pflegeschulleiter und Fachkr&auml;fte nach Deutschland eingeladen. Es soll ein Pilotprojekt sein, der Beginn einer neuen Kooperation.<br>\n50.000 bis 80.000 Pflegestellen, so rechnet Spahn vor, seien in Deutschland unbesetzt. Krankenpfleger in Kliniken fehlen genauso wie Altenpfleger in Heimen. In Deutschland allein, so viel steht fest, wird der Bedarf kurzfristig nicht zu decken sein &ndash; auch wenn die Bundesregierung um Berufsr&uuml;ckkehrer wirbt, auch wenn L&ouml;hne steigen und auch wenn Auszubildende k&uuml;nftig nicht mehr selbst f&uuml;r ihr Schulgeld aufkommen m&uuml;ssen. Bis die neuen Gesetze wirken, wird es dauern. (&hellip;)<br>\nAllerdings ist eine Anwerbung in Mexiko politisch heikel. Zwar ist das Land jung, das Durchschnittsalter liegt bei 29,2 Jahren. Doch auch Mexiko altert, Leiden wie Diabetes nehmen zu. Und damit steigt auch in Mexiko der Bedarf nach Fachkr&auml;ften. &ldquo;Es fehlt uns an Personal&rdquo;, sagt der Leiter einer regierungsunabh&auml;ngigen mexikanischen Gesundheitsstiftung im Gespr&auml;ch mit Spahn.<br>\nErst im Fr&uuml;hjahr hatte die OECD Mexiko ein ern&uuml;chterndes Urteil ausgestellt: Im internationalen Vergleich sei die Gesundheitsversorgung unterdurchschnittlich, weil es an staatlichen Investitionen fehle. Die Zahl der Klinikbetten sei sehr gering, auf dem Land mangele es an &Auml;rzten und Pflegern. Nach einer Statistik der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es in Mexiko 2,9 angestellte Pflegefachkr&auml;fte pro 1000 Einwohner. In Deutschland sind es 12,9 Prozent.<br>\nAuch wenn es paradox klingt, k&ouml;nnte die Kooperation mit Deutschland Mexiko auf lange Sicht aber weiterhelfen. Leiter von Pflegeschulen berichten, dass sie viele Pflegepl&auml;tze nicht besetzen k&ouml;nnen, weil es nicht genug Kliniken gebe, in denen die Studenten ihre praktischen Ausbildungsteile absolvieren k&ouml;nnten. Ein Austausch mit Deutschland schafft da Erleichterung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/jens-spahn-will-pflegekraefte-aus-mexiko-anwerben-a-1287956.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Nach dem Kosovo, den Philippinen ist jetzt Mexiko an der Reihe: Statt hier die Hausaufgaben zu machen (durch Arbeitsbedingungen und Geh&auml;lter den Pflegeberuf attraktiver machen) wildert Spahn weltweit weiter nach Pflegekr&auml;ften, die auf Kosten der dortigen Steuerzahler ausgebildet worden sind. Damit rei&szlig;t der CDU-Mann L&uuml;cken in die dortigen Versorgungssysteme. Das ist dem Christdemokraten offenbar egal. Christliche Solidarit&auml;t sieht jedenfalls anders aus.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Oh. Immerhin wird mal thematisiert, da&szlig; Deutschland anderen L&auml;ndern Fachkr&auml;fte abwirbt, die eben auch dort dringend ben&ouml;tigt werden. Hier wird z. B. angegeben, da&szlig; laut WHO Deutschland mehr als viermal so viele Pflegefachkr&auml;fte pro Einwohner hat als Mexiko (12,9 zu 2,9 pro 1000 Einwohner) &ndash; wer hat denn da wirklich den Fachkr&auml;ftemangel? Und statt armen L&auml;ndern die auch dort notwendigen PflegerInnen abzuwerben, k&ouml;nnte Spahn z. B. in der Schweiz und in Gro&szlig;britannien um Tausende deutsche Pflegekr&auml;ften werben: kein Problem mit der Anerkennung und kein Sprachproblem. Aber diesen Kr&auml;ften m&uuml;sste die Bundesrepublik endlich vern&uuml;nftige L&ouml;hne und bessere Arbeitsbedingungen bieten, und deutliche Lohnerh&ouml;hungen oder einen besseren Pflegekraftschl&uuml;ssel will man in Deutschland nat&uuml;rlich unter allen Umst&auml;nden vermeiden. Mit den Krankenkassenbeitr&auml;gen w&uuml;rden die Lohnnebenkosten steigen, das Lohnniveau in der Pflege sowieso, und irgendwann h&auml;tte Deutschland vielleicht keinen Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss und keine v&ouml;llig &uuml;berdimensionierte Exportindustrie und keine &uuml;berdimensionierten Kapitalgewinne mehr; das kann keine hart neoliberale, konzernh&ouml;rige Regierung.<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Pflegenotstand absurd: Wie Fl&uuml;chtlinge vom Arbeitsmarkt ferngehalten werden<\/strong><br>\nGeorg Restle: &bdquo;Der Gesundheitsminister im Einsatz gegen den Pflegenotstand. Jens Spahn auf Welttournee, um Pflegekr&auml;fte nach Deutschland zu holen. Hier im Kosovo, und heute schon in Mexiko. Kein Witz. Guten Abend und willkommen bei MONITOR. Kein Weg und kein Land scheinen dem Gesundheitsminister gerade zu weit, um den riesigen Bedarf an Pflegekr&auml;ften zu decken. Unb&uuml;rokratisch und ohne gro&szlig;e H&uuml;rden soll das alles funktionieren, Hauptsache schnell. Dabei m&uuml;sste sich Jens Spahn nur vor der eigenen Haust&uuml;r umschauen. In Deutschland gibt es n&auml;mlich Menschen, die sofort mit der Pflege anfangen k&ouml;nnten &ndash; wenn man sie nur lie&szlig;e. Aber hierzulande tun Ausl&auml;nderbeh&ouml;rden gerade alles, um sie genau daran zu hindern. Lara Straatmann und Nikolaus Steiner &uuml;ber eine Politik, f&uuml;r die es eigentlich nur einen Begriff gibt &ndash; absurd.&ldquo;<br>\nZumindest die Sch&uuml;rze darf er schon mal anprobieren. Modou Niang ist ausgebildeter Altenpflegehelfer. Seit f&uuml;nf Jahren ist der Senegalese schon in Deutschland, lernt die Sprache, gilt als gut integriert. Jetzt m&ouml;chte er eine Ausbildung zum Altenpfleger in Bayern beginnen.<br>\nModou Niang, Altenpflegehelfer: &bdquo;Dieser Beruf, ich finde, das ist ein sch&ouml;ner Beruf. Viele Bewohner, wo die mir immer sagen, Modou, du bist Beste. Und das liegt immer bei mir im Herzen.&rdquo;<br>\nDoch f&uuml;r Modou Niang ist erstmal Schluss. Er darf nicht arbeiten und auch keine Ausbildung machen. Sein Asylantrag wurde abgelehnt, er ist nur geduldet. Grunds&auml;tzlich d&uuml;rfen auch Geduldete arbeiten und eine Ausbildung machen, aber die Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde erteilte ihm daf&uuml;r keine Erlaubnis. F&uuml;r die Heimleiterin Claudia Ruf-Hegele nicht nachvollziehbar, denn sie suchen hier h&auml;nderingend Auszubildende &ndash; und er fehlt. (&hellip;)<br>\nGeorg Restle: &bdquo;Nach den neuesten Gesetzesversch&auml;rfungen droht Fl&uuml;chtlingen wie Modou Niang jetzt sogar Haft. Geht es nach der Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde, soll er Deutschland so schnell wie m&ouml;glich verlassen. Vielleicht hat er dann ja Gl&uuml;ck und der Gesundheitsminister schaut mal vorbei, um ihn dann wieder anzuwerben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/pflegenotstand-124.html\">monitor<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Nine Eleven, Climate, Ecology and the Left: Necessary Consequences to be Drawn &ndash; Nine Eleven, Klima, &Ouml;kologie und linke Politik: die n&ouml;tigen Konsequenzen<\/strong><br>\nDie ungehemmte R&uuml;stungs- und Milit&auml;rpolitik der USA ist aber noch vermehrt auch nach Nine Eleven nicht nur f&uuml;r gewaltige Treibhausgas-S&uuml;nden verantwortlich, sondern nat&uuml;rlich auch f&uuml;r die unglaublichen Zerst&ouml;rungen in Afghanistan, dem Irak, Libyen und Syrien. Und ja, man mag es kaum glauben, obwohl die Gefahren l&auml;ngst bekannt sind, das_US-Militaer_hat_es_wieder_getan, n&auml;mlich uranummantelte Munition im Irak und 2015 in Syrien eingesetzt! Da konnte 2003 selbst &bdquo;der_Spiegel&ldquo; nicht umhin, dar&uuml;ber zu berichten. Und wir wundern uns, dass Menschen fliehen?!<br>\nUnd mir wird wirklich Angst um die Klima-Bewegung, wenn deren &bdquo;Ikone&ldquo;, die unbedarfte Greta_Thunberg_Barack_Obama_trifft, und mit dem ehemaligen &bdquo;Drohnen-Pr&auml;sidenten&ldquo; ordentlich Shake_Hands macht und man sich versichert, das man &bdquo;ein Team&ldquo; sei! Das kommt dabei heraus, wenn man den Kampf ums Klima den Kindern &uuml;berl&auml;sst.<br>\nDen Kindern (die v&ouml;llig zu recht hochbesorgt sind) ist wohl nichts vorzuwerfen, aber flugs kann die Naivit&auml;t zum &bdquo;Reinwaschen&ldquo; der &bdquo;Mogelpackung&ldquo; Obama und der von ihm mitgetragenen US-Kriegspolitik genutzt werden! Wirklich wirksame Bewegungen brauchen keine naiven Ikonen, sondern F&uuml;hrung, in denen sich Intelligenz, &Uuml;berzeugungskraft und umf&auml;ngliches Wissen mit Engagement und Herzblut vereinigt. Enthusiasmus allein gen&uuml;gt nicht, Naivit&auml;t wird in dieser Welt immer ausgenutzt und fehlgeleitet! So gelingt es immer wieder, die verschiedenen &ndash; alle hochwichtigen &ndash; humanistischen Anliegen voneinander zu isolieren und schlie&szlig;lich gegeneinander auszuspielen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wipokuli.wordpress.com\/2019\/09\/22\/nine-eleven-climate-ecology-and-the-left-necessary-consequences-to-be-drawn-nine-eleven-klima-oekologie-und-linke-politik-die-noetigen-konsequenzen\/\">Wipokuli<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Google mal Gewerkschaft<\/strong><br>\nF&uuml;r viele Menschen ist YouTube eine wichtige Einnahmequelle, weil sie dort ihre Videos einstellen und wegen Hunderttausender Abonnenten Werbegelder erhalten. Doch die Regeln diktiert der Konzern. Jetzt organisiert sich Widerstand. (&hellip;)<br>\nDass sich Videok&uuml;nstler und Gewerkschaften neuerdings gegen den Internetriesen stellen, liegt unter anderem am 54-j&auml;hrigen J&ouml;rg Sprave. Auf seinem YouTube-Kanal zeigt er allerhand Steinschleudern, in mitunter kuriosen Videos. Trotz 2,2 Millionen Abonnenten kann er allerdings nicht mehr von den Werbeeinnahmen des Kanals leben, wie es fr&uuml;her einmal war. Denn 2018 &auml;nderte YouTube seine Richtlinien, weil Firmen mit ihrer Werbung nicht mehr in Videos etwa mit Gewaltinhalten oder religi&ouml;sen Fanatikern auftauchen wollten. Seitdem k&ouml;nnen Werbekunden anhand von 2500 Kriterien bestimmen, in welchem Umfeld sie erscheinen m&ouml;chten.<br>\nIn der Konsequenz brachen die Einnahmen zahlreicher YouTuber ein, &ldquo;bei einigen zu 100 Prozent&rdquo;, sagt Sprave. Er wollte sich zur Wehr setzen und gr&uuml;ndete die YouTubers Union (YTU). Dabei handelt es sich nicht um eine Gewerkschaft, sondern nur um eine Facebook-Gruppe. Dar&uuml;ber versammelt Sprave inzwischen 24.000 Mitglieder aus aller Welt, er sieht YTU als eine Bewegung. Sein Kanal &ldquo;The Slingshot Channel&rdquo; dient ihm dabei als Sprachrohr.<br>\nZun&auml;chst hatte er &ndash; trotz medialer Aufmerksamkeit &ndash; keinen Erfolg. Er reiste nach Z&uuml;rich zu Googles Europasitz, erreichte bei den Verantwortlichen allerdings nichts. Dem Steinschleuderbastler fehlte die Schlagkraft &ndash; und ein Team. Das &auml;nderte sich diesen Sommer. Gemeinsam mit der IG Metall gr&uuml;ndete er das Projekt FairTube. Die Macher prangerten YouTubes Praktiken an und stellten dem Konzern eine Frist bis Ende August. &ldquo;Das ist schon ein kleines Erdbeben&rdquo;, sagt Sprave. Ohne die IG Metall h&auml;tte YouTube wohl nicht reagiert.<br>\nDie Forderungen: FairTube will wissen, wie Videos in bestimmte Kategorien einsortiert werden. Ordnet ein Bot Videos einem werbeunfreundlichen Umfeld zu &ndash; Spraves Steinschleudern etwa der Kategorie &ldquo;Waffen&rdquo;-, so verringern sich die Einnahmen deutlich. Auch sperre YouTube zuweilen Kan&auml;le ohne nachvollziehbaren Grund, klagt FairTube. Um derlei Konflikte zu kl&auml;ren, fordert die Initiative menschliche Ansprechpartner und Beteiligung, etwa durch einen Beirat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/fairtube-wie-youtuber-um-ihre-zukunft-kaempfen-a-1286292.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ohne Essen in die Schule<\/strong><br>\nKein Geld f&uuml;r Urlaub, nicht genug f&uuml;r gesundes Essen, Leben auf beengtem Raum: In Deutschland w&auml;chst jedes f&uuml;nfte Kind in Armut auf, meldet der Parit&auml;tische Gesamtverband. Und dennoch werde viel zu wenig dagegen unternommen.<br>\nAllein in Sachsen-Anhalt sind rund 130.000 junge Menschen unter 25 Jahren von Armut betroffen. Das ist mehr als ein Viertel der jungen Bev&ouml;lkerung. Das Problem ist hier besonders gro&szlig;.<br>\nUnser Landeskorrespondent Christoph Richter ist f&uuml;r das Wochenendjournal durch Sachsen-Anhalt gereist, hat eine alleinerziehenden Mutter von vier Kindern begleitet, eine Kindertafel besucht, an einem Familienfr&uuml;hst&uuml;ck teilgenommen und mit dem Pr&auml;sidenten des Kinderschutzbundes sowie mit Kindheits- und Wirtschaftsforschern gesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kinderarmut-in-deutschland-ohne-essen-in-die-schule.1775.de.html?dram:article_id=459104\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.B.:<\/strong> Sehr gute Reportage eines engagierten Journalisten (Christoph D. Richter), der die Wirklichkeit armer Familien und Kinder und das Versagen der Politik ziemlich ungeschminkt beschreibt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Altersarmut kommt<\/strong><br>\nDie Grundrente wirkte in den vergangenen Monaten wie das Paradebeispiel daf&uuml;r, dass die gro&szlig;e Koalition keine Zukunft hat. SPD und Union stritten hingebungsvoll, aus sachlichen, aber besonders aus taktischen Gr&uuml;nden. Die SPD hat mit dem geplanten Zuschuss f&uuml;r drei Millionen Niedrigrentner ein massentaugliches Thema entdeckt, mit dem sie sich von CDU\/CSU sozial abheben kann. Weil der Union ein eigenes Rentenkonzept fehlt, reagierte sie auf den Vorsto&szlig; sichtlich panisch.<br>\nDiese taktischen Erw&auml;gungen &uuml;berdeckten die Sachdifferenzen, die es auch gibt. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) wollte auf eine Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung verzichten, um keinen Senior abzuschrecken. Jeder dritte berechtigte &Auml;ltere beantragt heute nicht Hartz IV, weil er sich vor dem Gang zum Amt sch&auml;mt. Die Union wiederum wandte ein, dass es ohne jede Pr&uuml;fung sehr teuer wird, weil &uuml;berm&auml;&szlig;ig die Falschen profitieren. Beide Seiten haben einen Punkt. (&hellip;)<br>\nL&auml;sst man das Parteitaktische au&szlig;en vor, erschien immer ein Kompromiss m&ouml;glich: Das Einkommen pr&uuml;fen, damit vor allem jene Grundrente bekommen, die sie wirklich brauchen &ndash; aber ohne abschreckende Ausforschung jedes ersparten Euros. Lassen Union und SPD die Taktik im Schrank, k&ouml;nnen sie sich nun in ihrer Arbeitsgruppe auf so einen Kompromiss verst&auml;ndigen. Dann bekommt keine Friseurin Grundrente, deren Ehemann hohe Altersbez&uuml;ge hat oder die selbst nennenswerte Mieteinnahmen kassiert &ndash; eine sinnvolle Einschr&auml;nkung. Forscher von DIW und Bertelsmann-Stiftung errechneten gerade, dass sonst viele Senioren mit h&ouml;heren Eink&uuml;nften profitieren w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/grundrente-kompromiss-1.4609001\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es ist ja schon ein kleiner Fortschritt, da&szlig; die Neoliberalen (hier: Alexander Hagel&uuml;ken) endlich eingestehen, da&szlig; in Zukunft sehr viel mehr Rentner im Alter arm sein werden &ndash; alle Warnungen, da&szlig; das mit der (Riester-)Renten&rdquo;reform&rdquo; (drastischen Rentenk&uuml;rzung) von 2001 genau so kommen w&uuml;rde, sind damals abgeb&uuml;gelt worden. Noch besser w&auml;re, wenn Hagel&uuml;ken und andere zugestehen w&uuml;rde, da&szlig; das kein Thema nur f&uuml;r die Zukunft, sondern sich die Altersarmut schon in den letzten Jahren rasant ausgebreitet *hat* &ndash; wie er selber schreibt, erkennbar an der stark gestiegenen Zahl alter Menschen, die die Tafeln nutzen (m&uuml;ssen). Leider folgen aus der richtigen Erkenntnis nicht die richtigen Forderungen: deutlich h&ouml;here L&ouml;hne und deutlich h&ouml;here Rentenbeitr&auml;ge. Sondern die &uuml;blichen Beschw&ouml;rungsformeln: &ldquo;Mehr Qualifikation, st&auml;rkere Gewerkschaften und mehr Berufschancen f&uuml;r M&uuml;tter bewirken, dass Altersarmut erst gar nicht entsteht.&rdquo; H&ouml;here Qualifikationen n&uuml;tzen gar nichts, wenn es zu wenige Jobs gibt (bei aktuell 4 Millionen Arbeitslosen) und auch Qualifizierte in den Niedriglohnbereich gepresst werden; dito gibt es auch f&uuml;r M&uuml;tter nicht mehr auf dem Arbeitsmarkt zu holen; und st&auml;rkere Gewerkschaften stehen doch f&uuml;r die von den Neoliberalen abgelehnten starren L&ouml;hne (und haben sich im &Uuml;brigen vorz&uuml;glich mit der Altersarmut arrangiert: 2001 wurde die Riester-Rente vom DGB w&auml;rmstens <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++c7ec3cbc-6d72-11df-59ed-00188b4dc422\">empfohlen<\/a>). Die Forderung nach einer staatlich finanzierten Grundrente zeigt nur, da&szlig; die Neoliberalen mit ihrem Latein am Ende sind: wie vor 20 Jahren vorhergesagt, steigen (nicht sinken) die Belastungen f&uuml;r den Staat durch die K&uuml;rzungen der (von den Unternehmen gezahlten) Umlagerente, und &ldquo;1000 Euro [Grund]Rente&rdquo; als Ma&szlig;nahme gegen die Altersarmut anzupreisen, ist ein b&ouml;swilliger Scherz. Voraussetzung sind 35 Beitragsjahre, die viele eben nicht haben, und 1.000 Euro monatlich (brutto?) reichen in mindestens der H&auml;lfte der Gro&szlig;st&auml;dte mit ihren hohen Mieten schon lange nicht mehr zum Leben. Es bleibt dabei: solange die &ldquo;Logik&rdquo; bzw. der Irrsinn der Forderung nach h&ouml;herer Wettbewerbsf&auml;higkeit durch niedrigere L&ouml;hne nicht gebrochen wird, gibt es auch keine L&ouml;sung f&uuml;r die Rentenfrage.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>EU-Landwirtschaft verursacht Klimasch&auml;den von 77 Milliarden Euro<\/strong><br>\nfoodwatch hatte in einer sogenannten Meta-Studie zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen zu den sogenannten negativen externen Effekten der Landwirtschaft analysieren lassen. Darunter versteht man Kosten, die durch landwirtschaftliche Produktion zum Beispiel in der Umwelt entstehen &ndash; die aber nicht von den Verursachern, sondern von der Allgemeinheit getragen werden. Die Studienauswertung zeigt, &bdquo;wie enorm die externen Effekte der Landwirtschaft&ldquo; sind, insbesondere auf das Klima. Allein durch den CO2-Effekt der EU-Landwirtschaft w&uuml;rden sich umgerechnet externe Kosten in H&ouml;he von ca. 77 Milliarden Euro pro Jahr ergeben, wenn man den vom Umweltbundesamt vorgeschlagenen CO2-Preis von 180 &euro; pro Tonne zugrunde legt. Zum Vergleich: Das sind weit mehr als die j&auml;hrlich in der EU ausgesch&uuml;tteten 55 Milliarden Steuergelder f&uuml;r Agrarsubventionen. (&hellip;)<br>\nDas Problem ist: Diese Umweltkosten spielen in der Agrarpolitik bisher kaum eine Rolle. foodwatch forderte daher die Bundesregierung vor der Sitzung des Klimakabinetts und dem globalen Klimastreik an diesem Freitag auf, konkrete CO2-Einsparvorgaben f&uuml;r die Landwirtschaft zu formulieren. Um Anreize zu schaffen, m&ouml;glichst klimafreundlich zu produzieren, muss zudem das Verursacherprinzip angewendet werden: Die Landwirtschaft muss f&uuml;r die von ihr verursachten Klima- und Umweltsch&auml;den aufkommen. Das w&uuml;rde umweltfreundlich erzeugte Produkte g&uuml;nstiger machen als solche, deren Produktion hohe Umweltsch&auml;den verursacht. (&hellip;)<br>\nExterne Kosten entstehen in der Landwirtschaft nicht nur durch den CO2-Aussto&szlig;. Auch Grundwasser oder Fl&uuml;sse und Seen werden zum Beispiel durch Pestizide oder G&uuml;lle aus der landwirtschaftlichen Produktion belastet. Wasserbetrieben und Kl&auml;ranlagen entstehen so hohe Mehrkosten. Hauptverursacher der Umweltkosten sind Betriebe der hochintensiven konventionellen Landwirtschaft, insbesondere im Bereich Tierhaltung. Hier sind zum Beispiel der energieintensive Futtermittelanbau und die Betreibung von St&auml;llen und Bel&uuml;ftungssystemen ein Problem. Bei pflanzlichen Produkten sind die negativen externen Effekte deutlich geringer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/aktuelle-nachrichten\/2019\/eu-landwirtschaft-verursacht-klimaschaeden-von-77-milliarden-euro\/\">foodwatch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die komplette, 18-seitige Studie mit dem Titel &bdquo;Externe Kosten in der Landwirtschaft&ldquo; k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.de\/fileadmin\/-DE\/Themen\/Klima_und_Landwirtschaft\/2019-09-18_Studie_Externe_Effekte_Landwirtschaft.pdf\">hier<\/a> nachlesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Am Haken von Bayer &amp; Co.?<\/strong><br>\nSeit ein paar Jahren konzentriert sich das Z&uuml;chtungsgesch&auml;ft auf immer weniger Firmen. Erst kauften die gro&szlig;en Pestizidkonzerne wie Monsanto Z&uuml;chtungsunternehmen auf. In den vergangenen drei Jahren fusionierten die Branchenriesen im Saatgut- und Pestizidgesch&auml;ft untereinander: Die deutsche Bayer AG kaufte die US-Firma Monsanto, das chinesische Unternehmen ChemChina &uuml;bernahm die Schweizer Firma Syngenta, die beiden amerikanischen Chemiekonzerne DuPont und Dow Chemical legten ihr Agrargesch&auml;ft zusammen und nennen es jetzt Corteva. Der deutsche Chemiekonzern BASF blieb solo, &uuml;bernahm aber von Bayer einen Gro&szlig;teil von dessen Saatgutgesch&auml;ft, etwa den Gem&uuml;sez&uuml;chter Hild. Experten des Internationalen Gremiums f&uuml;r nachhaltige Lebensmittelsysteme (IPES-Food) haben errechnet, dass die vier Konzerne weltweit &uuml;ber 60 Prozent des verkauften Saatgutes und 80 Prozent aller Pestizide herstellen.<br>\nBio-Verb&auml;nde sowie umwelt- und entwicklungspolitische Organisationen warnen seit Jahren vor dieser Marktmacht. Die Konzerne w&uuml;rden &bdquo;weltweit kleinere Z&uuml;chter verdr&auml;ngen, Artenvielfalt zerst&ouml;ren, Druck auf politische Entscheider entfalten und mittels Patenten B&auml;uerinnen und Bauern in Abh&auml;ngigkeit bringen&ldquo;, beschreibt J&uuml;rgen Maier, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Forums Umwelt und Entwicklung, die Folgen.<br>\nDenn gez&uuml;chtet wird, was Geld bringt. Die Konzerne konzentrieren sich dabei auf die konventionelle, industrialisierte Landwirtschaft. Dort wachsen die Pflanzen in einem &Uuml;berangebot an N&auml;hrstoffen wie Stickstoff heran. Synthetische Pestizide, die die Konzerne gleich mitverkaufen, sch&uuml;tzen die Pflanzen vor Krankheiten und Sch&auml;dlingen. Wichtige Zuchtziele sind H&ouml;chstertr&auml;ge, Lagerf&auml;higkeit und gutes Aussehen. Doch Bio-Landwirte und Bio-G&auml;rtner wirtschaften ohne Kunstd&uuml;nger und Pestizide. Deshalb brauchen sie andere Pflanzen: Solche, die den Boden gut durchwurzeln, m&ouml;glichst effektiv mit den zur Verf&uuml;gung stehenden N&auml;hrstoffen umgehen und sich gegen Unkraut und Sch&auml;dlinge behaupten k&ouml;nnen.<br>\nDie profitorientierte Z&uuml;chtung hat noch einen weiteren Nachteil. Sie gef&auml;hrdet die Vielfalt. Denn die gro&szlig;en Z&uuml;chter konzentrieren ihre Anstrengungen auf absatzstarke Arten, alle anderen werden kaum noch weiterentwickelt. Global gesehen liefern nur noch 30 Pflanzenarten 95 Prozent der pflanzlichen Nahrungsmittel, schreibt das Bundesamt f&uuml;r Naturschutz. Die wichtigsten sind Weizen, Reis und Mais. Dabei w&auml;ren rund 30&thinsp;000 Pflanzenarten f&uuml;r den Menschen nutzbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/schrotundkorn.de\/lebenumwelt\/lesen\/Saatgutmarkt.html\">Schrot &amp; Korn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Was die Bahn jetzt anders machen will<\/strong><br>\nDas Bahnfahren in Deutschland soll in Folge des Klimapakets der Bundesregierung bereits in den n&auml;chsten Monaten um zehn Prozent billiger werden. Das neue Preissystem werde frei geschaltet, sobald die geplante Mehrwertsteuersenkung f&uuml;r den Fernverkehr in Kraft trete, sagte Bahn-Chef Richard Lutz am Sonntag in Berlin. Laut Klimapaket der Bundesregierung soll eine entsprechende Gesetzesreform zum 1. Januar kommen.<br>\nSicher ist dieser Starttermin allerdings nicht. Denn zuerst m&uuml;ssen noch Bundestag und Bundesrat zustimmen. Ob dies so schnell geht, ist offen. Die Bahn will die Steuersenkung jedenfalls in vollem Umfang an die Kunden weitergeben. Auf die zum Jahresende sonst &uuml;bliche Preiserh&ouml;hung bei Fernverkehrstickets werde der Konzern verzichten, k&uuml;ndigte Lutz an. (&hellip;)<br>\nDie Bundesregierung hatte am Freitag beschlossen, die Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent zu reduzieren. F&uuml;r Taxifahrten oder Nahverkehrstickets gilt bereits dieser erm&auml;&szlig;igte Satz. Der neue Einstiegspreis f&uuml;r ICE-Fahrten soll nach Angaben der Bahn k&uuml;nftig mit Bahncard-Rabatt bei 13,40 Euro liegen &ndash; dies sei &ldquo;der niedrigste regul&auml;re Einstiegspreis seit der Bahnreform 1994&rdquo;. Ohne Bahncard betr&auml;gt der Preis demnach f&uuml;r Spartickets 17,90 Euro statt bislang 19,90 Euro.<br>\nDer reduzierte Steuersatz von sieben Prozent gilt f&uuml;r Fahrkarten ab 50 Kilometer Entfernung, die ab Inkrafttreten der gesetzlichen Regelung gebucht werden. Auch die Bahncard 100 w&uuml;rde billiger. Ob andere Bahncards g&uuml;nstiger werden, h&auml;ngt von den genauen Gesetzesregelungen ab. Sie gelten nicht als Ticket und m&uuml;ssten extra erw&auml;hnt werden. (&hellip;)<br>\nDer niedrigere Steuersatz soll dazu f&uuml;hren, dass mehr Fahrg&auml;ste vom Auto auf die klimafreundlichere Bahn umsteigen. Die Bahn rechnet durch den Steuereffekt pro Jahr mit f&uuml;nf Millionen mehr Passagieren. Deshalb sollen kurzfristig Auftr&auml;ge f&uuml;r 30 neue Hochgeschwindigkeitsz&uuml;ge ausgeschrieben werden. Laut Bahn soll der Auftrag rund eine Milliarde Euro kosten. Sie sollten ab 2023 auf die Schiene kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/bahn-preise-investitionen-1.4611298\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der Wahnsinn. Das Ziel, mehr Passagiere auf die Schiene zu bringen, ist ja richtig. Aber das System Bahn steht schon heute kurz vor dem Kollaps. Wenn die Politik allen Ernstes mit l&auml;cherlichen 20 Milliarden Euro bis 2030 zus&auml;tzlich f&uuml;r die Bahn plant (also weiterhin nur auf billig, billig und billig setzt), w&auml;hrend Experten den Bedarf mit &ldquo;mindestens 70 bis 80 Milliarden&rdquo; beziffern, dann setzt die Bundesregierung zum x-ten Mal auf Volksverdummung, das Prinzip Hoffnung und ungedeckte Schecks &ndash; und nat&uuml;rlich die Schwarze Null, ganz wichtig. Und von den genannten 20 Milliarden Euro werden schon mindestens 4 Milliarden schon von Stuttgart 21 <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/handel-konsumgueter\/bahnhofsprojekt-stuttgart-21-wird-fuer-die-bahn-wohl-zum-finanzdesaster\/24680390.html?ticket=ST-5604946-es5TrEJxamvsLRvZNDd0-ap1\">verschluckt werden<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hamburger Polizei verteidigt Einsatz gegen Blockade bei Klimademo<\/strong><br>\nDie Polizei in Hamburg hat sich gegen Kritik an ihrem Vorgehen gegen eine Sitzblockade im Anschluss der Klimademonstration verteidigt. In sozialen Medien war den Beamten unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Gewalt auch gegen Kinder vorgeworfen worden &ndash; unter anderem mittels sogenannter Schmerzgriffe.<br>\nLaut Polizei ging &ldquo;eine erhebliche Anzahl an Beschwerden&rdquo; ein. Beh&ouml;rdensprecher Timo Zill wies diese Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck: Einsatzkr&auml;fte h&auml;tten einige Demonstranten unter Anwendung einfacher k&ouml;rperlicher Gewalt von der Fahrbahn gebracht, nachdem diese auf mehrere Aufforderungen und die Androhung unmittelbaren Zwangs nicht reagiert h&auml;tten, hie&szlig; es in einer Stellungnahme auf Twitter.<br>\n&ldquo;Die Einsatzkr&auml;fte haben dies im erforderlichen Ma&szlig;e, ruhig, besonnen und professionell durchgesetzt&rdquo;, so Zill. Die Beamten h&auml;tten unter anderem den sogenannten R&uuml;ckenhaltegriff eingesetzt. &Uuml;ber die Stra&szlig;enblockade sagte er: &ldquo;Schade, dass einige wenige versuchen, auf diese Weise den friedlichen Protest f&uuml;r ihre Zwecke zu missbrauchen.&rdquo;<br>\nIn einem auf Twitter verbreiteten Video ist etwa zu sehen, wie Polizisten nahe der zentral gelegenen Lombartsbr&uuml;cke einen jungen Mann in einen Spezialgriff nehmen, seinen Kopf zur Seite drehen und ihn wegtragen.<br>\nEin anderes Video zeigt, wie ein Polizist eine Demonstrantin festh&auml;lt, w&auml;hrend ein anderer offenbar schmerzhafte Griffe an ihrer Hand anwendet.<br>\n&ldquo;Eine Klima-Sitzblockade so brutal anzugehen, ist echt das Letzte&rdquo;, twitterte Emily Laquer von der vom Verfassungsschutz beobachteten &ldquo;Interventionistischen Linken&rdquo;. Andere Nutzer schrieben, dass es sich bei vielen Teilnehmern um Minderj&auml;hrige gehandelt habe. &ldquo;Werden Schmerzgriffe bei Kindern eingesetzt?&rdquo;, hie&szlig; es in einem Kommentar.<br>\nZur Sitzblockade aufgerufen hatte das B&uuml;ndnis &ldquo;Sitzenbleiben!&rdquo;, ein Zusammenschluss aus den Gruppen &ldquo;Ende Gel&auml;nde Hamburg&rdquo;, der &ldquo;Interventionistischen Linken&rdquo; und anderer Initiativen. Bei der Demonstration von &ldquo;Fridays for Future&rdquo; waren zuvor nach Angaben der Polizei etwa 70.000 Menschen friedlich f&uuml;r den Klimaschutz auf die Stra&szlig;e gegangen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/justiz\/hamburg-polizei-verteidigt-einsatz-gegen-klimademo-blockade-a-1287981.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Was soll die Botschaft des Polizeieinsatzes sein? Wir k&ouml;nnen auch anders. Bisher wurden die Klimaproteste &ndash; prim&auml;r die von &lsquo;Fridays for Future&rsquo; &ndash; sowohl politisch als auch publizistisch ja mit Samthandschuhen angefasst. Wird der Protest etwas expliziter, h&ouml;rt der Spa&szlig; offenbar sofort auf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Proteste in &Auml;gypten: Der Bann der Angst ist gebrochen<\/strong><br>\nIn der Nacht auf den 21. September sind in &auml;gyptischen Gro&szlig;st&auml;dten zahlreiche Proteste ausgebrochen, in denen das Ende der Milit&auml;rdiktatur und der R&uuml;cktritt von Pr&auml;sident El-Sisi gefordert wurden. Die Demonstrationen bedeuten f&uuml;r den Feldmarschall und die herrschende Elite vor allem eines: Der Bann der Angst ist gebrochen. Eine aktuelle Einsch&auml;tzung von mosaik-Redakteur Rami Ali.<br>\nEs ist ein Klima der Angst, das in &Auml;gypten seit dem Milit&auml;rputsch 2013 herrscht. Pr&auml;sident Abdel Fatah El-Sisi geht gnadenlos gegen KritikerInnen vor. Unterst&uuml;tzt von einer Medienlandschaft, die er zur G&auml;nze kontrolliert, werden alle, die seinen Kurs kritisieren, als &bdquo;Volksverr&auml;ter&ldquo; gebrandmarkt. Die KritikerInnen leben meistens im Exil. Zu gro&szlig; ist die Angst vor Folter und den unmenschlichen Zust&auml;nden in den ber&uuml;chtigten Gef&auml;ngnissen Tora oder Al-Aqrab.<br>\nEtwa 60.000 politische Gefangene soll es geben, dar&uuml;ber hinaus tausende durch den &auml;gyptischen Geheimdienst Verschleppte und &bdquo;Verschwundene&ldquo; &ndash; zu ihnen geh&ouml;rte auch der ermordete italienische Student Giulio Regeni. Wer dieses Klima kennt, versteht, welchen Mut die aktuellen Protestbewegungen voraussetzen. (&hellip;)<br>\nDie Vorw&uuml;rfe der Korruption und Veruntreuung von Milliarden &auml;gyptischer Pfund sind  brisant. Denn El-Sisi verpasst keine M&ouml;glichkeit zu betonen, dass sich das Volk gedulden m&uuml;sse, weil &Auml;gypten &bdquo;ein armes Land&ldquo; sei. Mit diesem Argument wurden nach und nach Subventionen auf Getreide, Treibstoff und Grundnahrungsmittel wie Zucker, Reis, Brot und Speise&ouml;l aufgehoben. Das f&uuml;hrte unter anderem dazu, dass der Benzinpreis im Juni 2018 um etwa 50 Prozent und im Juli 2019 nochmals um rund 20 Prozent angehoben wurden.<br>\nDahinter stecken die K&uuml;rzungs-Bedingungen Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF), der &Auml;gypten einen 12-Milliarden-Euro-Kredit gew&auml;hrte. Die offizielle Inflationsrate betrug 2017 fast 24, 2018 noch immer 21 Prozent. Die Zahl der in Armut lebenden &Auml;gypterInnen stieg von knapp 28 auf &uuml;ber 32 Prozent im Jahr 2018. Das bedeutet, dass etwa ein Drittel der Bev&ouml;lkerung mit weniger als einem US-Dollar pro Tag auskommen muss. Vor diesem Hintergrund war der Zorn &uuml;ber den exzessiven Lebensstil und die unbegr&uuml;ndete Bauwut El-Sisis und seiner Offiziere enorm.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/mosaik-blog.at\/proteste-in-aegypten-september-2019\/\">mosaik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers V.S.:<\/strong> Trotz enormer Polizeigewalt, trotz unz&auml;hligen politischen Gefangenen, trotz vielen &ldquo;Verschwundenen&rdquo;, die wohl ermordet wurden, wagen sich in &Auml;gypten tausende Menschen auf die Stra&szlig;e. Beeindruckend! Leider gilt Milit&auml;rdiktator El-Sisi in der EU als Verb&uuml;ndeter &ndash; und entsprechend wenig erfahren wir in traditionellen Medien &uuml;ber sein Regime. Dieser Artikel liefert wertvolle Einblicke.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bartsch: Bericht zur deutschen Einheit ist &bdquo;einzige Lobhudelei&rdquo;<\/strong><br>\n&bull; Der neueste Jahresbericht zum Stand der deutschen Einheit kommt zu dem Ergebnis, dass Ostdeutschland deutlich aufgeholt habe.<br>\n&bull; Linksfraktionschef Dietmar Bartsch spricht von Besch&ouml;nigung.<br>\n&bull; Er macht den Ostbeauftragten Christian Hirte daf&uuml;r verantwortlich.<br>\nDer Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat den Jahresbericht zum Stand der deutschen Einheit kritisiert. &bdquo;Mit dem neuen Ostbeauftragten verkommt der Jahresbericht zum Stand der deutschen Einheit zu einer einzigen Lobhudelei&ldquo;, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). &bdquo;Nat&uuml;rlich ist viel geleistet worden, von Ost- und Westdeutschen. Aber dass nach 30 Jahren Ostdeutsche weiterhin l&auml;nger arbeiten m&uuml;ssen und daf&uuml;r weniger Geld bekommen, ist einer von vielen nicht akzeptablen Fakten. Es bleibt viel zu tun.&ldquo; (&hellip;)<br>\nIm Jaresbericht von vor einem Jahr hatte es mit Blick auf 2017 noch gehei&szlig;en, die Wirtschaftskraft verharre mit 73,2 Prozent in etwa auf dem Vorjahresniveau. &Uuml;ber den neuen Bericht will das Bundeskabinett am kommenden Mittwoch beraten.<br>\nL&ouml;hne, Geh&auml;lter und verf&uuml;gbare private Einkommen erreichen den Angaben zufolge inzwischen etwa 85 Prozent des westdeutschen Niveaus. Der Abstand sei noch geringer, wenn man die unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in Ost und West ber&uuml;cksichtige, so der Bericht. (&hellip;)<br>\nDie Regierung zieht nach RND-Informationen insgesamt eine positive Bilanz der Entwicklung nach 1989: &bdquo;Das Zusammenwachsen Deutschlands und die Angleichung der Lebensverh&auml;ltnisse sind seither weit vorangekommen.&ldquo; Belastet sei der Osten durch die zur&uuml;ckliegende Abwanderung vor allem junger Menschen sowie den Geburtenr&uuml;ckgang der 1990er-Jahre.<br>\nDer Vorsitzende der Regierungskommission zur Organisation der Jubil&auml;en von 30 Jahre Mauerfall und Einheit, Matthias Platzeck (SPD), hatte j&uuml;ngst noch vor einer Vertiefung der Gr&auml;ben zwischen Ost- und Westdeutschland gewarnt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/bartsch-bericht-zur-deutschen-einheit-ist-einzige-lobhudelei-T5RM2V3ZNZAZJAGDAU3Y53JN7E.html\">RND<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Why I Decided Not To Delete My Old Internet Posts<\/strong><br>\nWhile working for the National Security Agency, Edward Snowden helped build a system to enable the United States government to capture all phone calls, text messages, and emails. Six years ago, he provided documents about this electronic panopticon to journalists, and the shocking revelations that ensued set off massive changes &mdash; changes in attitudes and behaviors, in policies and technologies, across private industry and the public sector, in the U.S. and around the world.<br>\nNow, in his new memoir &ldquo;Permanent Record,&rdquo; Snowden explains how his revolutionary act of whistleblowing came to occur. At its root was a decision dating to Snowden&rsquo;s earliest contact with the NSA &mdash; &ldquo;the first thing that you might call a principle that occurred to me during this idle but formative time,&rdquo; as the future government systems engineer puts it in the excerpt below: The determination to live in an honest world, a world where people could show their true faces and own their full history, a world without shame. This was the ideal that guided Snowden into the NSA. And of course it would be the ideal that guided him out, as well.<br>\nAfter my injured legs forced me out of the Army, I still had the urge to serve my country. I would have to serve it through my head and hands &mdash; through computing. That, and only that, would be giving my country my best. Though I wasn&rsquo;t much of a veteran, having passed through the military&rsquo;s vetting could only help my chances of working at an intelligence agency, which was where my talents would be most in demand and, perhaps, most challenged.<br>\nThat meant that I needed a security clearance. There are, generally speaking, three levels of security clearance in the American Intelligence Community, or IC: from low to high, confidential, secret, and top secret. The last of these can be further extended with a Sensitive Compartmented Information qualifier, creating the coveted TS\/SCI access required by positions with the top-tier agencies &mdash; CIA and NSA. The TS\/SCI was by far the hardest access to get, but also opened the most doors, and so I went back to Anne Arundel Community College while I searched for jobs that would sponsor my application for the grueling background investigation the clearance required. The approval process for a TS\/SCI can take a year or more. All it involves is filling out some paperwork, then sitting around with your feet up and trying not to commit too many crimes while the federal government renders its verdict. The rest, after all, is out of your hands.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2019\/09\/21\/edward-snowden-permanent-record-book\/\">The Intercept<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch Edward Snowden und die Medien: Benutzt, gepriesen, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54865\">totgeschwiegen<\/a> und schauen Sie sich den Snowden-Film an und animieren Sie bitte Ihre Freunde, Verwandten, Kinder und Eltern, es Ihnen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35439\">gleich zu tun<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kaffee kostet<\/strong><br>\nDie Schn&auml;ppchen Anfang August: ein Kilogramm gemahlenen Kaffee f&uuml;r 5,98 Euro; die billigsten Espressobohnen kosteten 6,99 Euro je Kilo. Wir Deutschen lieben g&uuml;nstigen Kaffee. Mehr als 60 Prozent des R&ouml;stkaffees wird &uuml;ber Sonderangebote verkauft, haben die Marktforscher von Nielsen 2017 ermittelt. Die billigen Bohnen sind l&auml;ngst zum Nationalgetr&auml;nk der Deutschen geworden: 162 Liter trinkt der Durchschnitts-B&uuml;rger jedes Jahr &ndash; mehr als Bier oder Wasser.<br>\nVon unserem Genuss k&ouml;nnen die Menschen, die den Kaffee anbauen und die Bohnen ernten, allerdings nicht leben. 25 Millionen Kleinbauern ernten rund drei Viertel des weltweit angebauten Kaffees von zehn Millionen Tonnen. Ein Viertel davon stammt von gr&ouml;&szlig;eren Plantagen, von Landarbeitern im Akkord geerntet f&uuml;r Hungerl&ouml;hne. &bdquo;Die Preise f&uuml;r Kaffee auf dem Weltmarkt sind seit den fr&uuml;hen 1980er-Jahren um zwei Drittel gesunken. Das reale Einkommen der Kaffeebauern hat sich im selben Zeitraum halbiert&ldquo;. So steht es im Coffee Barometer 2018, einer Faktensammlung, die mehrere Entwicklungsorganisationen wie Oxfam und der WWF herausgegeben haben. Dabei ist Kaffee ein boomendes Gesch&auml;ft. 175 Milliarden Euro geben die Menschen weltweit jedes Jahr f&uuml;r Kaffee aus. Weniger als zehn Prozent davon flie&szlig;en in die Erzeugerl&auml;nder, hei&szlig;t es im Coffee Barometer. Der Bericht listet auch auf, wer am Kaffee verdient. Zehn Unternehmen r&ouml;sten ein Drittel aller Kaffeebohnen, Marktf&uuml;hrer sind der Schweizer Konzern Nestl&eacute; und Jacobs Douwe Egberts (JDE). JDE geh&ouml;rt zu 51 Prozent der deutschen Industriellenfamilie Reimann, 49 Prozent h&auml;lt der Lebensmittelkonzern Mondelez. Weitere Gro&szlig;r&ouml;ster sind Lavazza, Starbucks und Tchibo. Versorgt werden sie von einer handvoll Firmen, die einen Gro&szlig;teil des Handels mit den gr&uuml;nen Bohnen kontrollieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/schrotundkorn.de\/ernaehrung\/lesen\/fairtrade-kaffee.html\">Schrot &amp; Korn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Krise &uuml;ber Ukraine-Connections im US-Wahlkampf<\/strong><br>\nTrump und die Demokraten sind wegen des Drucks auf die ukrainische Regierung &uuml;ber Kreuz, den wahrscheinlich Trump, aber sicher auch Pr&auml;sidentschaftskandidat Biden als Ex-Vizepr&auml;sident ausge&uuml;bt haben<br>\nEin Geheimdienstagent hatte einen offiziellen Whistleblower-Hinweis an den Generalinspekteur der Geheimdienste geschickt. Es geht um ein von den Geheimdiensten (heimlich?) abgeh&ouml;rtes Telefongespr&auml;ch am 25. Juli von US-Pr&auml;sident Donald Trump mit einem ausl&auml;ndischen Regierungschef, in dem er u.a. ein Versprechen gemacht haben soll, das der Geheimdienstagent bedenklich findet. Verdichtet hat sich, dass es um das Gespr&auml;ch von Trump mit dem neuen ukrainischen Pr&auml;sidenten Zelenskyi geht, in dem er ihm zu seinem Wahlsieg gratulierte. Vermutet wird, dass Trump Zelenskyi mit der Aussetzung von 250 Millionen US-Dollar an Milit&auml;rhilfe n&ouml;tigen wollte, Ermittlungen gegen Joe Biden und\/oder seinen Sohn einzuleiten (Ukrainegate: Geheimdienst-Whistleblower sorgt f&uuml;r Unruhe in Washington).<br>\nTrump stritt zun&auml;chst alles ab und verwies darauf, dass er wisse, dass Gespr&auml;che von den eigenen und ausl&auml;ndischen Geheimdiensten abgeh&ouml;rt w&uuml;rden. Deswegen w&uuml;rde er hier auch nichts Bedenkliches sagen. Gestern r&auml;umte er ein, es sei im Rahmen des Sprechens &uuml;ber Korruption auch um Joe Biden gegangen. Es habe sich weitgehend um Gl&uuml;ckw&uuml;nsche und um die ganze Korruption gehandelt, die stattfindet, und &ldquo;um die Tatsache, dass wir nicht wollen, dass unsere Leute wie Vizepr&auml;sident Biden und sein Sohn zu der in der Ukraine herrschenden Korruption beitragen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Krise-ueber-Ukraine-Connections-im-US-Wahlkampf-4535844.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Parteitag der NRW-SPD will &laquo;Rot Pur&raquo; beschlie&szlig;en<\/strong><br>\nEin Jahr nach der Wahl von Sebastian Hartmann zum neuen Landeschef will die nordrhein-westf&auml;lische SPD am Samstag (10.00 Uhr) auf einem Parteitag in Bochum ihren weiteren Kurs abstecken. Den 450 Delegierten liegt ein Leitantrag unter dem Motto &laquo;Rot Pur&raquo; vor, mit dem die Partei ihr Profil sch&auml;rfen will. Der mitgliederst&auml;rkste SPD-Landesverband will damit zur Halbzeit der gro&szlig;en Koalition auch ein Signal nach Berlin senden.<br>\nIm Leitantrag fordert die NRW-SPD eine Grundrente ohne Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung, einen Mindestlohn von mindestens zw&ouml;lf Euro und die Abschaffung von Hartz IV zugunsten einer sanktionsfreien Grundsicherung in H&ouml;he von mindestens 570 Euro. Zu den Vorschl&auml;gen geh&ouml;rt auch die Einf&uuml;hrung einer Kindergrundsicherung. Damit sollen alle Familienleistungen vom Kindergeld bis zum Steuerfreibetrag zusammengef&uuml;hrt werden. Au&szlig;erdem verlangt die NRW-SPD eine grundlegende Reform der privaten Altersvorsorge und den Abschied von der Riester-Rente.<br>\nAls Abrechnung mit der Agenda-Politik der SPD will Hartmann die Vorschl&auml;ge nicht verstehen. &laquo;Wir wollen keine Schlacht der Vergangenheit schlagen, sondern der Zukunft &ndash; und die findet au&szlig;erhalb der Partei statt&raquo;, hatte er gesagt. Als st&auml;rkster Landesverband sehe sich die NRW-SPD aber &laquo;als Ideen- und Taktgeber f&uuml;r die Bundes-SPD&raquo;.<br>\nDer Bundestagsabgeordnete Hartmann (42) war im Juni 2018 &ndash; ein Jahr nach der Niederlage der SPD bei der Landtagswahl &ndash; zum neuen Landesvorsitzenden gew&auml;hlt worden. Bei der Europawahl dieses Jahr st&uuml;rzte die SPD in NRW auf 19,2 Prozent ab und landete hinter den Gr&uuml;nen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/nrw\/article200683180\/Parteitag-der-NRW-SPD-will-Rot-Pur-beschliessen.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Die Forderungen sind alt. Hier &uuml;bernimmt (endlich) ein Teil der SPD die Forderungen von Sahra Wagenknecht. Die SPD sollte den Mut zur Zusammenarbeit mit den &bdquo;Die Linke&ldquo; haben und mit dem Verteufeln von Sahra Wagenknecht aufh&ouml;ren. Es ist nicht nur eine Minute nach zw&ouml;lf Uhr in der Umweltdebatte, sondern auch f&uuml;r die linken Kr&auml;fte in unserer Gesellschaft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&bdquo;Selbstverharmlosung&ldquo;: Die Medienstrategie der AfD<\/strong><br>\nGeorg Restle: &bdquo;B&uuml;rgerlich, konservativ, Partei der Mitte. So pr&auml;sentiert sich die AfD-Spitze gerade vor jedem Mikrofon, das ihr hingehalten wird. Und das ausgerechnet nach den Wahlerfolgen des rechtsextremen &bdquo;Fl&uuml;gels&ldquo; in Sachsen und Brandenburg.  Pl&ouml;tzlich gibt sich sogar der Frontmann des &bdquo;Fl&uuml;gels&ldquo; Bj&ouml;rn H&ouml;cke als b&uuml;rgerlicher Demokrat. Camouflage nennt man so etwas oder schlicht T&auml;uschungsman&ouml;ver, und daf&uuml;r hat dieser Mann der AfD die Vorlage gegeben: G&ouml;tz Kubitschek, einer der wohl einflussreichsten Vordenker der AfD und der gesamten rechten Szene in Deutschland. &bdquo;Selbstverharmlosung&ldquo; hei&szlig;t seine Strategie tats&auml;chlich, mit der man b&uuml;rgerliche W&auml;hler f&uuml;r die AfD gewinnen will, indem man seine wahren Ziele ganz gezielt verschleiert. Jan Schmitt und Julia Regis.&ldquo; (&hellip;)<br>\nIn einem ZDF-Interview wird Andreas Kalbitz Neonazi-Vergangenheit bagatellisiert.<br>\nInterviewerin: &bdquo;Besch&auml;ftigen wir uns kurz mit Ihrer politischen Vita. Sie waren als junger Mensch in der CSU, waren dann bei den als rechtsextrem eingestuften Republikanern, haben mal in die rechte Szene reingeschaut.&ldquo;<br>\nNur mal reingeschaut?<br>\nJohannes Hillje, Politik- und Kommunikationsberater: &bdquo;Der Mann hat die H&auml;lfte seines Lebens in der rechtsextremen Szene verbracht. Das ist kein Reingucken, das sind nicht nur Bez&uuml;ge zum rechtsradikalen Lager, sondern das ist eine wirklich sehr enge Verbindung, wenn nicht sogar eine Verwurzelung im rechtsextremen Milieu. Wenn man dieses, diese Erz&auml;hlung von Kalbitz so aufnimmt und auch ihn &hellip; an ihn zur&uuml;ckspielt, dann wird das zur Wahrheit erkl&auml;rt in einem Gespr&auml;ch und das ist nicht die Aufgabe von Journalisten. Journalisten sollen nicht &uuml;bernehmen, sie sollen &uuml;berpr&uuml;fen, ob das, was Politiker sagen, wirklich stimmt.&ldquo;<br>\nVerharmlosung, Normalisierung, T&auml;uschung. So gelingt es der AfD, auch ihre radikalen Inhalte zu transportieren.<br>\nMatthias Quent, Institut f&uuml;r Demokratie und Zivilgesellschaft: &bdquo;Demokratien sterben nicht mehr durch einen Putsch, sie sterben durch eine schleichende Normalisierung von demokratiefernen, von antidemokratischen Positionen. Das ist, was die AfD beabsichtigt, eine Normalisierung ihrer Positionen, ein Einsickern in gesellschaftliche Diskurse, um irgendwann die Macht &uuml;bernehmen zu k&ouml;nnen.&ldquo;<br>\nGeorg Restle: &bdquo;Mit ihrer Strategie der &bdquo;Selbstverharmlosung&ldquo; will die AfD vor allem auch im Westen erfolgreich sein. Bei G&ouml;tz Kubitschek klingt das dann so: Den Osten ins Horn sto&szlig;en lassen, den Westen mit feinen Fl&ouml;ten einstimmen. Wer das f&uuml;r Poesie h&auml;lt, der t&auml;uscht sich allerdings.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/afd-selbstverharmlosung-100.html\">monitor<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-55022","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55022","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=55022"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55022\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":55027,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55022\/revisions\/55027"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=55022"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=55022"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=55022"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}