{"id":55028,"date":"2019-09-23T09:03:13","date_gmt":"2019-09-23T07:03:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55028"},"modified":"2026-01-27T11:33:19","modified_gmt":"2026-01-27T10:33:19","slug":"das-desaster-der-deutschen-bahn-ist-kein-versehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55028","title":{"rendered":"\u201eDas Desaster der Deutschen Bahn ist kein Versehen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Seit Gr&uuml;ndung der NachDenkSeiten ist die Entwicklung der Deutschen Bahn <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=deutsche-bahn\">eines unserer wichtigsten Themen<\/a>. Auch der Journalist <strong>Arno Luik<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54577\">besch&auml;ftigt sich<\/a> seit vielen Jahren kritisch mit der Deutschen Bahn. Nun hat er seine Recherchen in einem Buch <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/Alle-Buecher\/Schaden-in-der-Oberleitung.html\">ver&ouml;ffentlicht<\/a>. Im Interview mit den NachDenkSeiten betont Luik, dass die desolate Situation der Bahn nicht auf ungl&uuml;ckliche Fehlentscheidungen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist. Unter Sch&uuml;tzenhilfe der Politik haben, wie er sagt, &bdquo;T&auml;ter&ldquo; die Bahn schwer besch&auml;digt. Das milliardenschwere Projekt Stuttgart 21 &bdquo;mit seinen explodierenden Kosten&ldquo;, sagt Luik, &bdquo;gef&auml;hrdet nun faktisch die Existenz der tief verschuldeten Bahn.&ldquo; Von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1599\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-55028-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190923_Das_Desaster_der_Deutschen_Bahn_ist_kein_Versehen_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190923_Das_Desaster_der_Deutschen_Bahn_ist_kein_Versehen_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190923_Das_Desaster_der_Deutschen_Bahn_ist_kein_Versehen_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190923_Das_Desaster_der_Deutschen_Bahn_ist_kein_Versehen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=55028-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190923_Das_Desaster_der_Deutschen_Bahn_ist_kein_Versehen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"190923_Das_Desaster_der_Deutschen_Bahn_ist_kein_Versehen_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Herr Luik, wenn man sich die Werbeplakate und die Imagefilme der Bahn anschaut, dann gewinnt man den Eindruck: Alles ist in bester Ordnung. Wie sieht die Realit&auml;t aus?<\/strong><\/p><p>So gut wie nichts ist in Ordnung. Ich sitze gerade im Zug. Falsche Wagenreihung, das Bordrestaurant f&auml;llt aus, der Zug ist &uuml;berf&uuml;llt, die Reservierungen gelten nicht, wir haben eine halbe Stunde Versp&auml;tung, Aggression liegt in der Luft. Wie desolat der Zustand der Bahn ist, dokumentiert diese Zahl: 140 000 Z&uuml;ge fielen 2017 komplett aus, wahrscheinlich werden es dieses Jahr noch mehr. Nur in einem ist diese Bahn richtig gut. In der Werbung. Vulgo: Propaganda. Die Bahn k&ouml;nnte ohne Schwierigkeiten dem Papst ein Doppelbett andrehen. Die Versprechungen der Bahn haben eine so lange wie unselige Tradition: 1995 versprach Bahnchef D&uuml;rr, mehr Verkehr auf die Schienen zu bringen &ndash; &bdquo;auch aus &ouml;kologischen Gr&uuml;nden&ldquo;. Zwei Jahre sp&auml;ter schaffte er die Postz&uuml;ge ab und die Post kaufte deswegen 6000 LKWs, lie&szlig; pl&ouml;tzlich auch viel Post mit Flugzeugen transportieren. D&uuml;rr versprach  mit Milliarden Mark die Bahnh&ouml;fe zu versch&ouml;nern, &bdquo;Empfangssalon der St&auml;dte&ldquo; sollten sie werden, und mit seinem Programm &bdquo;Freundlicher Bahnhof&ldquo; versprach er, gerade auch die Bahnh&ouml;fe auf dem Land ordentlich zu sanieren. Wenn Sie heute auf dem Land unterwegs sind &ndash; was sehen und erleben Sie da? <\/p><p><strong>Den Ausnahmezustand?<\/strong><\/p><p>Sie sehen und erleben: versiffte, verdreckte, verkommene Stationen. Ohne Personal, ohne Service. Tausende Bahnh&ouml;fe wurden dichtgemacht, verscherbelt, verh&ouml;kert. Es ist wie bei Bert Brecht: Wenn die Herrschenden von Frieden reden, gibt es Krieg.<\/p><p><strong>Das h&ouml;rt sich jetzt aber sehr zugespitzt an. Auch die NachDenkSeiten thematisieren die Probleme bei der Bahn schon seit langem und stehen da auch im Dialog mit unseren Lesern, die uns zwar auch immer wieder von Missst&auml;nden berichten, die Bahn aber insgesamt l&auml;ngst nicht so &ldquo;versifft, verdreckt und verkommen&rdquo; wahrnehmen, wie Sie es andeuten. Ist dieser Ausnahmestand wirklich die Regel?<\/strong><\/p><p>Soll ich Ihnen Bilder des Zerfalls zukommen lassen? Ich bin &ndash; als Bahnfreund &ndash; ja auch zutiefst ersch&uuml;ttert, was da, vor allem auf dem Land, abseits der Prestigebahnh&ouml;fe, geschehen ist.<\/p><p><strong>Die Bahn war doch mal ziemlich solide, oder?<\/strong><\/p><p>Ich will nichts verkl&auml;ren. Aber es ist einfach tats&auml;chlich so, dass man fr&uuml;her die Uhr nach der Bahn stellen konnte. Vorbei. Komplett aus dem Bewusstsein der Bev&ouml;lkerung ist auch verschwunden (worden), was f&uuml;r einen heute unfassbaren Komfort die Bahnh&ouml;fe selbst auf dem Land boten: Es waren noch echte Bahnh&ouml;fe &ndash; mit Wartes&auml;len, im Winter beheizt und jedem zug&auml;nglich, mit ordentlichen Sitzb&auml;nken, mit sauberen und kostenlosen Toiletten, mit Fahrkartenschaltern und echten Menschen,  bei denen man spontan Fahrkarten selbst zu Zeiten des Kalten Kriegs bis nach Wladiwostock kaufen konnte, falls man das wollte. <\/p><p><strong>1994 wurde die Bahn AG gegr&uuml;ndet. Es ging an die B&ouml;rse. Aufbruch in eine neue, bessere Zukunft. So wurde es zumindest der Bev&ouml;lkerung vermittelt.<\/strong><\/p><p>Die Bahn sollte an die B&ouml;rse. Das war der irre Privatisierungswahn der rot-gr&uuml;nen Regierung unter Gerhard Schr&ouml;der und Joschka Fischer. Die rotgr&uuml;ne Bahnpolitik war verheerend. Denn dank dieser Regierung kam ein Mann an die Spitze der Bahn, der sich sehr m&uuml;hte, ihr Totengr&auml;ber zu werden: Hartmut Mehdorn. Ein &uuml;berbezahlter Bahn-Azubi, von dessem Wirken sich die Bahn m&ouml;glicherweise nicht mehr erholen kann. Er hat der Bahn fast irreparablen Schaden zugef&uuml;gt.<\/p><p><strong>Sie sprechen in Ihrem Buch im Zusammenhang mit der Bahn von &bdquo;T&auml;tern&ldquo;.<br>\nWen meinen Sie?<\/strong><\/p><p>Eben dieser Mehdorn. Als er 1999 an die Macht kam, machte die Bahn noch 95 Prozent ihrer Gesch&auml;fte in Deutschland, heute macht sie &uuml;ber 50 Prozent ihres Umsatzes im Ausland. Gro&szlig; sind die Ums&auml;tze, aber die Rendite ist gering, die Investitionen  amortisieren sich nicht. Die Deutsche Bahn AG ist in 140 L&auml;ndern unterwegs, zu Luft, zu Wasser, auf dem Land. Das ist ein Reich, in dem die Sonne nicht untergeht. Sie agiert zum Beispiel in Aserbaidschan, Malediven, Aruba, Nepal. Sie betreibt Wein- und Minenlogistik in Australien, macht in Gro&szlig;britannien Krankentransporte, ist Marktf&uuml;hrer im Schiffsverkehr zwischen China und den USA. <\/p><p><strong>In Deutschland sieht es aber eher nach einem &bdquo;schmalen Fu&szlig;&ldquo; aus.<\/strong><\/p><p>In der Tat. Hierzulande hat die Bahn AG, was Fahrpl&auml;ne durcheinander brachte und Kunden ver&auml;rgerte, ihre Schiffe, die auf dem Bodensee und nach D&auml;nemark im Einsatz waren, l&auml;ngst ver&auml;u&szlig;ert. Dieser imperiale Gr&ouml;&szlig;enwahn hat &uuml;ber zehn Milliarden Euro gekostet &ndash; sehr viel Geld, das hierzulande fehlt. Dies ist ein Grund, weshalb die Bahn so zerfallen ist, dass sie zu einer Schande f&uuml;r einen Hochtechnologiestandort geworden ist. Ein anderer Grund, mein Buch zu schreiben, war ein Lachanfall. <\/p><p><strong>Ein Lachanfall?<\/strong><\/p><p>Im Januar 2018 war ich auf der Fahrt von K&ouml;nigsbronn, meinem Heimatort auf der Schw&auml;bischen Alb, nach Ulm, auf der Brenztalstrecke. Beim Halt in der Kreisstadt Heidenheim kr&auml;chzte es aus den Lautsprechern, der Zugchef meldete sich zu Wort. Im breiten Schw&auml;bisch sagte er: &bdquo;Sie haben es wahrscheinlich schon bemerkt, dass unsere Klos defekt sind. Ich wei&szlig; auch nicht, warum das so ist. Aber auf Gleis 3 steht ein Zug, dort funktionieren die Klos. Wenn Sie also unbedingt m&uuml;ssen &ndash; gehen Sie durch die Unterf&uuml;hrung r&uuml;ber, wir warten auf Sie!&ldquo; Ich meine, wir leben im 21. Jahrhundert! Deutschland ist stolz darauf, nicht nur Land der Dichter und Denker zu sein, sondern auch der Techniker und Ingenieure.  Und die Bahnmanager schw&auml;rmen von der Digitalisierung, aber analog, faktisch, rumpeln ihre Z&uuml;ge m&uuml;hsam dahin.<\/p><p><strong>Ihr Buch hei&szlig;t &bdquo;Schaden in der Oberleitung&ldquo;. Sprechen wir hier von einem reinen Problem auf Management- und politischer F&uuml;hrungsebene? Und: Sind die vielen Mitarbeiter der Bahn selbst Opfer dieser Politik?<\/strong><br>\n&nbsp;<br>\nIn meinem Buch gehe ich sehr dezidiert auf die Situation der Bahn-Mitarbeiter ein, sie kommen ja auch selbst zu Wort. Diese Mitarbeiter sind nicht Opfer, aber sie m&uuml;ssen ausbaden, was ihre Chefs (und damit meine ich: die Bahnchefs, aber auch die Regierenden, die die Richtung  vorgeben) an Unheil anrichten. Tagt&auml;glich bekommen sie den Frust der Reisenden mit, Tag f&uuml;r Tag m&uuml;ssen sie viel erdulden, sich Beleidigungen anh&ouml;ren, Anp&ouml;beleien hinnehmen, Hohn und Spott ertragen, sie m&uuml;ssen dies alles k&ouml;rperlich aushalten und mental verarbeiten &ndash; &uuml;brigens f&uuml;r L&ouml;hne, f&uuml;r die die Herren und Damen im Berliner Bahn-Turm sich nicht mal aus den Sesseln erheben w&uuml;rden. Und dies f&uuml;hrt dazu, dass viele von ihnen in die innere Emigration gehen &ndash; verheerend f&uuml;r das Unternehmen. Die Mitarbeiter der Bahn haben in den vergangenen 25 Jahren einfach viel zu viel mitgemacht, zu viel erlebt: Fast 200 000 Kollegen und Kolleginnen haben ihre Jobs verloren, sie sind &ndash; zu Mehdorns Zeiten &ndash; bespitzelt worden, &uuml;berwacht und kontrolliert. In ihnen stecken viel Wut und viel Verzweiflung und viel Misstrauen. Frust. Und etwas, das habe ich bei meinen Recherchen erfahren, wurmt sehr viele Mitarbeiter ganz besonders: Dass unerfahrene, v&ouml;llig bahnunkundige, daf&uuml;r aber total &uuml;berbezahlte Bahn-Azubis wie etwa Kanzlerinnen-Intimus Ronald Pofalla, der wohl m&auml;chtigste Mann bei der Bahn, das Sagen. Das beleidigt sie zutiefst.<\/p><p><strong>Nochmal zur&uuml;ck zu den Akteuren. Es gibt konkret handelnde Personen, die die Zust&auml;nde bei der Bahn zu verantworten haben, sagen Sie immer wieder.<\/strong><\/p><p>Ja, klar. Die T&auml;ter sitzen im Bahn-Tower, sie sitzen in der Regierung, im Verkehrsausschuss, im Aufsichtsrat der Bahn AG.  Mehdorn und Grube sind T&auml;ter, sie haben die Bahn arm gemacht &ndash; heute ist die Bahn mit &uuml;ber 20 Milliarden verschuldet. Aber die Bahn hat diese T&auml;ter, die Volksverm&ouml;gen zerst&ouml;rt haben, reich gemacht: Als Mehdorn wegen Bespitzelung von DB-Mitarbeitern und Journalisten gehen musste, bekam er sechs Millionen Euro Abfindung. Als Grube von sich aus den Bettel hinwarf, einfach so, Knall auf Fall, bekam er drei Millionen Euro Abfindung. Irre.  Aber all diese Bahnchefs sind letztlich nur Exekutoren jener Kr&auml;fte, die die Gesellschaft &ndash; etwas &uuml;berspitzt formuliert &ndash; im Sinne des neoliberalen Dogmas umformen wollen. Der Zustand der Bahn zeigt beispielhaft, dass in diesem Land etwas fundamental entgleist ist. <\/p><p><strong>N&auml;mlich?<\/strong><\/p><p>Dass der Staat sich nicht mehr als Gemeinwesen versteht, das sich um seine B&uuml;rger wirklich k&uuml;mmert &ndash; und zwar um alle, egal ob sie auf dem Land oder in der Stadt wohnen, ob sie reich oder arm, alt und gebrechlich sind. Dieser Staat hat sich in den vergangenen Jahrzehnten gewaltig ver&auml;ndert, er ist roh und kalt geworden &ndash; und das spiegelt sich am Zustand der Bahn wider. Es ist wohl  kein Zufall, dass zeitgleich mit der Agenda 2010 und Hartz IV, diesem Putsch von ganz oben gegen den Sozialstaat, eine Demontage der Bahn stattfand. So wie der SPD-Genosse Riester die staatliche Rente rasierte und teilprivatisierte, so beschnitten die Bahnchefs die Schieneninfrastruktur, um die privatisierte Bahn AG an die B&ouml;rse zu bringen und an private Investoren zu verh&ouml;kern. So wie mit der Agenda 2010 soziale Errungenschaften, die Generationen von Arbeiter- und B&uuml;rgerbewegungen &uuml;ber ein Jahrhundert erk&auml;mpft hatten, abgebaut wurden, so wurden beim angestrebten B&ouml;rsengang der Bahn, die Generationen aufgebaut haben, Weichen, Signale und Bahnh&ouml;fe demontiert.<\/p><p><strong>Nun ist seit 1994 viel Zeit vergangen. Wenn &uuml;ber einen sehr langen Zeitraum etwas Grundlegendes schief l&auml;uft, muss man irgendwann den Fokus auch auf die Politiker werfen, oder?<\/strong><\/p><p>Ja, klar. Es ist so: Seit Jahrzehnten konterkariert die Bahn &ndash; unger&uuml;hrt und ungestraft &ndash; das Mantra von Politikern: &bdquo;Mehr Verkehr auf die Schiene!&ldquo; Fakt ist: Immer weniger G&uuml;terverkehr ist auf der Schiene. Es ist absurd, konstatierte mal die &bdquo;Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung&ldquo;, &bdquo;wenn ein Konzern, der zu 100 Prozent im Staatsbesitz ist, sich nicht um die Gesetze des Staats k&uuml;mmert&ldquo;. Die Bahn hat sich verselbstst&auml;ndigt. Sie ist &ndash; auch unter t&auml;tiger Mithilfe vieler Politiker &ndash; zu einem Staat im Staat geworden. Die Bahn macht, was sie will. Das ist keine Polemik. Da reden nun fast alle Verantwortlichen in Berlin, dass wegen des Klimawandels nun tats&auml;chlich mehr Verkehr auf die Schiene soll, echt, wirklich. Aber diesen Fr&uuml;hsommer, nur ein Beispiel, hat die Bahn eine 50 Kilometer lange Strecke in Franken, die stillgelegt war, die Steigerwaldbahn, an einen privaten Investor verh&ouml;kert &ndash; schrottbillig verscherbelt, &uuml;brigens, wie es hei&szlig;t an einen Schrotth&auml;ndler. Die Bahn hat wertvollstes Zuggel&auml;nde quasi verschenkt &ndash; obwohl die St&auml;dte Kitzingen und Schweinfurt diese Strecke erhalten wollten f&uuml;r eine &ouml;kologische Bahn-Zukunft.<\/p><p><strong>Welche Fehler sehen Sie auf politischer Seite?<\/strong><\/p><p>Ein paar Beispiele: S&auml;mtliche Regierungen haben es geduldet, erlaubt, forciert, dass die Bahn AG in den vergangenen 25 Jahren ihr Schienennetz von &uuml;ber 40 000 Kilometern auf 33 000 kastriert hat &ndash; um 20 Prozent. Sie haben es akzeptiert, dass in den vergangenen 25 Jahren &uuml;ber 100 Mittel &ndash; und Gro&szlig;st&auml;dte vom Fernverkehr abgeh&auml;ngt worden sind. Etwa  Chemnitz (240 000 Einwohner), Potsdam ( 172000), Heilbronn (122 000), Hof (43 000). F&uuml;r rund 17 Millionen Menschen wurde durch dieses Abkoppeln das Bahnfahren erschwert und somit unattraktiver. Und noch etwas: Die Regierungen berufen die Bahnchefs. Diese Bahnchefs aber, mit einer Ausnahme, die dann auch nur ganz kurz Bahnchef spielen durfte, kamen ausschlie&szlig;lich aus der Auto- bzw. Luftfahrtindustrie &ndash; waren also Bahn-Azubis, waren ohne Verst&auml;ndnis f&uuml;r und ohne Wissen um das komplexe System Bahn. W&uuml;rde Bayern M&uuml;nchen, wenn es einen Topst&uuml;rmer sucht, ihn von einem Basketballverein holen? Wohl kaum. Ist es ein Zufall, dass Automanager an der Spitze jenes Konzerns so lange waren, der die &ouml;kologische Alternative zum Auto sein k&ouml;nnte, sein muss? Warum hat die Politik nicht von dort  Leute geholt, wo man wei&szlig;, wie man Z&uuml;ge fahren l&auml;sst, also Bahnprofis: Aus der Schweiz. &Ouml;sterreich. Den Niederlanden. Italien. Aus dem eigenen Bahnstall? Aber jetzt, so hei&szlig;t es, ist doch einer  ganz oben, der ein echter Eisenbahner ist: Richard Lutz. Nur: Lutz ist kein echter Eisenbahner. Er hat all die verheerenden Sparprogramme von Mehdorn und Grube als Bahn-Finanzchef brav umgesetzt. Und er hat in seinem ersten vollst&auml;ndigen Amtsjahr, 2017, 344 Weichen ausbauen, 242 Bahnh&ouml;fe schlie&szlig;en, 205 Haltepunkte wegfallen lassen &ndash; also dort so weitergemacht, wo Mehdorn und Grube aufh&ouml;rten.<\/p><p><strong>Wie erkl&auml;ren Sie sich, dass die Politik nicht l&auml;ngst richtig eingegriffen hat?<\/strong><\/p><p>In ihrem Sinne hat die regierende Politik doch richtig eingegriffen: Die Bahn so unattraktiv halten, dass sie in diesem autoverr&uuml;ckten Land nicht zu einer wirklichen Konkurrenz zum Auto werden kann. Es ist doch bizarr, nur ein kleines Beispiel, die neuen ICE-4 sind durch und durch unkomfortabel. Die Sitzabst&auml;nde in der 2. Klasse sind im Vergleich zum alten ICE-1 um 15 Prozent geschrumpft. Nach 200 Kilometer ICE-4-Fahrt braucht man eine Notmassage. Die Sitze sind ergonomisch so gestaltet, dass eine Massenklage der Deutschen Orthop&auml;dischen Vereinigung &uuml;berf&auml;llig w&auml;re. Es gibt weniger, daf&uuml;r deutlich kleinere Toiletten, keine Abteile, keine individuellen Leselampen, keine Fu&szlig;st&uuml;tzen mehr. Au&szlig;erdem: Sa&szlig;en im ICE der ersten Generation 66 Reisende, sind es jetzt 88 Reisende. Man ist kein Reisender mehr, man ist ein St&uuml;ck Frachtgut. Es ist wahrhaft grotesk: Autos werden immer komfortabler, aber die Bahn, die die Menschen weg vom Auto locken soll, geht in die Unbequemlichkeit der Holzklasse.<\/p><p><strong>Sprechen wir &uuml;ber das Thema Lobbyismus und Bahn. Was ist Ihnen aufgefallen?<\/strong><\/p><p>Ein Beispiel, das f&uuml;r Vieles steht: Seit Jahrzehnten schrumpft das Bahnnetz dramatisch. Gleichzeitig aber hat die Zahl der Tunnel  zugenommen. Zwischen 2008 und 2018 ist die Zahl der Tunnel von 675 auf 793 gestiegen, die Tunnell&auml;nge von 490 375 auf aktuell 762 634 Meter angewachsen &ndash; eine Steigerung um 55, 5 Prozent. Nutznie&szlig;er: die Beton- und Stahlproduzenten, die Tunnelbohrindustrie und damit vor allem die Firma Herrenknecht. Da geht es um Milliarden. Ein Kilometer Eisenbahntunnel kostet  mindestens 50 Millionen Euro &ndash; wenn die geologischen Bedingungen optimal sind. Geht es aber durch t&uuml;ckischen Karst, wie etwa beim Neubautunnel von Wendlingen nach Ulm, kommt man rasch auf 110 Millionen Euro. Zum Vergleich: Ein Kilometer  oberirdisch verlaufende Gleisstrecke  kostet im Normalfall zw&ouml;lf Millionen Euro. Der M&uuml;nchner Verkehrsexperte Karlheinz R&ouml;&szlig;ler, der jahrzehntelang mit  Projekten der Bahn zu tun hat, ist inzwischen &uuml;berzeugt, dass  &bdquo;die Bahn blo&szlig; noch eine Scheinverkehrsfirma&ldquo; ist. F&uuml;r ihn ist der Staatskonzern zu &bdquo;einem Betrugskonzern mutiert, der sich der Betonindustrie unterworfen&ldquo; hat, nur so, sagt R&ouml;&szlig;ler, lie&szlig;en sich die gro&szlig;en und allesamt &uuml;berteuerten Bahnprojekte der vergangenen Jahrzehnte erkl&auml;ren. Die Bahn, sagt er, sei &bdquo;eine regierungskriminelle Vereinigung zur Veruntreuung von Steuergeldern&ldquo;.<\/p><p><strong>Nun waren Sie vor kurzem auch in Stuttgart zu einer Lesung im Rathaus. Gerade dort, Stichwort: &bdquo;Stuttgart 21&ldquo;, d&uuml;rfte man f&uuml;r das Thema &bdquo;Bahn&ldquo; sensibilisiert sein.<br>\nAber so richtig war die Lokalpresse nicht an dem Thema interessiert, oder?<\/strong><\/p><p>Ein leitender Redakteur der Stuttgarter Zeitung hat vor einigen Jahren mal gesagt: Ohne die Unterst&uuml;tzung der Stuttgarter Zeitung g&auml;be es wahrscheinlich  S 21 nicht.  S 21 sei ein Projekt der Stuttgarter Zeitung. Das ist die Blattlinie. Die Stuttgarter Zeitung (und auch die Stuttgarter Nachrichten) verteidigen seit Jahrzehnten dieses un&ouml;kologische, un&ouml;konomische, tats&auml;chlich f&uuml;r die Reisenden lebensgef&auml;hrliche Projekt &ndash; und haben wegen dieses bedingungslosen Pro-S21-Einsatzes viele Leser verloren. Die Lesereise f&uuml;r mein Buch ging im Stuttgarter Rathaus los. Aus gutem Grund: In diesem Rathaus sind viele wichtige Entscheidungen  in Sachen S 21 gefallen, meine erste S21-Geschichte f&uuml;r den STERN beginnt im Stuttgarter Rathaus, und S21 spielt in meinem Buch eine tragende Rolle. S21  ist zur Chiffre geworden f&uuml;r den strukturellen Irrsinn der Bahn: wie &uuml;berehrgeizige Bahnmanager und ignorante Politiker sich ein unfassbar teures Denkmal setzen wollen. Auf Kosten des Bahnverkehrs. Auf Kosten der B&uuml;rger. Auf Kosten der Sicherheit. Auf Kosten der Umwelt.  Bei S21 findet sich alles, was den Bahnverkehr zerst&ouml;rt. S21 mit seinen explodierenden Kosten gef&auml;hrdet nun faktisch die Existenz der tief verschuldeten Bahn. Ich habe ja schon seit 2010\/2011 auf Grund mir vorliegender bahninterner Dokumente geschrieben, dass Stuttgart 21 &uuml;ber zehn Milliarden kosten wird &ndash; kaum einer wollte mir das glauben. Aber die Verantwortlichen &ndash; bei der Bahn und im Verkehrsministerium und im Kanzleramt &ndash; wussten, mussten wissen, was Verheerendes und Unverantwortliches sie da in Stuttgarts Untergrund anrichten. Dass die Zahlen, der Bahnhof kostet maximal 4, 5 Milliarden Euro, nicht wahr waren. Und wenn die T&auml;ter f&uuml;r das seit langem absehbare Desaster jetzt so &uuml;berrascht tun: ein Witz. Heuchelei. S21 ist der Meilenstein im Niedergang der Bahn &ndash; aber die Stuttgarter Zeitung sieht das v&ouml;llig anders. Und so war ich &uuml;berrascht, dass mich ein Kollege von der Stuttgarter Zeitung anrief und sagte, er schreibt f&uuml;r die Samstagausgabe etwas &uuml;ber mich und das Buch. Dieser Artikel erschien nicht. Er wurde, wie es hei&szlig;t, im letzten Moment von Michael Maurer, dem stellvertretenden Chefredakteur, aus dem Blatt gekippt (<a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/medien\/441\/kein-thema-im-pressehaus-6180.html\">siehe dazu auch<\/a>). Der Kollege, ein altgedienter Fahrensmann, der den Artikel geschrieben hat, wollte sich zu dem Vorgang nicht  &auml;u&szlig;ern, er verwies mich an den Lokalchef. Ihm schrieb ich also eine Mail: &bdquo;Aus kollegialen, aber auch&nbsp;journalistischen Gr&uuml;nden w&uuml;rde mich nun doch interessieren, was Sie bewog, auf diesen Artikel zu&nbsp;verzichten?&ldquo; Nach einigen Tagen kam diese Antwort: &nbsp;&bdquo;Sehr geehrter Herr Luik, in aller K&uuml;rze: die Entscheidung gegen eine Buchbesprechung ist aus redaktionellen Gr&uuml;nden erfolgt.&ldquo; Putzig. S21 bewegt in Stuttgart sehr viele Menschen. Rund 500 Zuh&ouml;rer waren bei der Lesung im Rathaus. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass sich mehr und mehr Stuttgarter &uuml;ber dieses Projekt, das den alten Bahnhof und Teile der Innenstadt zerst&ouml;rt, aufregen. Diese Nichtberichterstattung ist also auch eine bewusste Verachtung vieler Leser und Leserinnen &ndash; ob man die sich wirklich leisten kann und soll in Zeiten sinkender Auflage? Die Stuttgarter Wochenzeitung Kontext jedenfalls sah das so: &bdquo;Hut ab, das muss man sich in der Hauptstadt des Bahnprotests auch erstmal trauen.&ldquo;<\/p><p><strong>Was m&uuml;sste getan werden, damit die Bahn so funktioniert, wie sie es sollte?<\/strong><\/p><p>Es wird Jahrzehnte dauern, bis die Bahn wieder halbwegs richtig funktionieren kann. Zuviel ist zerst&ouml;rt worden. Um den schweizer Standard zu erreichen, m&uuml;sste das Streckennetz hierzulande um 25 000 Kilometer erweitert werden. Es sieht nicht so aus, dass sich Bahn oder Regierung daf&uuml;r einsetzen.  Stattdessen propagiert Bahnmanager Ronald Pofalla, auch so ein Bahn-Azubi,  Dinge, die &uuml;beraus fragw&uuml;rdig sind: etwas das Signalsystem ETCS, das die herk&ouml;mmlichen Leitsysteme ersetzen soll. Die Kosten daf&uuml;r, so eine McKinsey-Studie: 21 Milliarden Euro. Ein, wenn man so will, riesiges Subventionsprogramm f&uuml;r die Industrie. Ich bezweifle daher, dass eine wirklich gut funktionierende Bahn tats&auml;chlich von den Regierenden ernsthaft gewollt wird. Und ich bezweifle auch, dass es strukturell &uuml;berhaupt noch m&ouml;glich ist: zu viel, wie gesagt, ist zerst&ouml;rt worden, zu viel wertvolles Bahngel&auml;nde ist verkauft worden. Das ist einfach weg &ndash; f&uuml;r immer. Dort, wo mal Rangierbahnh&ouml;fe waren, Ausweich- und &Uuml;berholgleise, stehen heute Superm&auml;rkte, Logistikzentren, Wohn- und B&uuml;rohochh&auml;uer. Wie herkulisch die Aufgabe w&auml;re, eine &ouml;kologische Bahn wieder aufzubauen, zeigen ganz simpel die Zahlen: Gab es 1994 noch &uuml;ber 11 000 Gleisanschl&uuml;sse f&uuml;r Industriebetriebe, sind es jetzt blo&szlig; noch 2357, Tendenz weiter sinkend. Gab es 1994 noch 131 968 Weichen und Kreuzungen, sind es heute blo&szlig; noch 70 031 St&uuml;ck. Allein in seinem ersten Amtsjahr, 2017, lie&szlig; Bahnchef Lutz 344 Weichen ausbauen, 242 Bahnh&ouml;fe schlie&szlig;en, 205 Haltepunkte wegfallen. Und w&auml;hrend ich das Buch schrieb, hat die Autobahn GmbH, ein staatliches Unternehmen, den opulenten Ausbau von Autobahnen angek&uuml;ndigt. Im Fr&uuml;hsommer hat die Lufthansa den Flugverkehr von N&uuml;rnberg nach M&uuml;nchen aufgenommen. Sie lernen es einfach nicht.  Dass sie einfach nichts lernen, daf&uuml;r steht beispielhaft der Bundesverkehrsminister, der sich dem von der Politik mitproduzierten Chaos und Elend am Boden in die Luft entziehen will. Der, ohne sich zu sch&auml;men, Flugtaxis als Mobilit&auml;tskonzept f&uuml;r die Zukunft anpreist. Solange solche Luftikusse das Sagen haben, bleibt es bei  diesem h&auml;sslichen Wort &bdquo;Betriebsst&ouml;rung&ldquo;. Bleibt es beim &bdquo;Schaden in der Oberleitung&ldquo; . <\/p><p><strong>Ein weiteres Spielfeld des Lobbyismus besteht ja darin, die Bahn madig zu machen und so vor allem verkehrspolitische Bestrebungen zu torpedieren, den &ouml;ffentlichen Nah- und Fernverkehr gegen&uuml;ber dem Auto zu st&auml;rken. Aus verkehrs-, klima- und umweltpolitischer Sicht ist dies nat&uuml;rlich sehr bedenklich. Solchen Stimmen kommt Ihr neues Buch sicher sehr gelegen. Haben Sie Angst, sich von den &bdquo;Falschen&ldquo; vor den Karren spannen zu lassen?<\/strong><\/p><p>Diesen Einwand verstehe ich &uuml;berhaupt nicht. Ich glaube nicht, dass Autofreunde mein Buch f&uuml;r sich instrumentalieren k&ouml;nnen. Sie diffamieren es, wie etwa neulich ein sch&auml;umender Autor des Handelsblatts, der aber daf&uuml;r allerdings ein Buch besprach, das ich nicht geschrieben habe. Schon in der Einleitung werfe ich die Frage auf, ob es ein Zufall ist, nochmals, dass in diesem verr&uuml;ckten Autoland dieser Staatskonzern &bdquo;sich sehr anstrengt, den Bahnverkehr zu behindern, nein, ihn auf die Dauer zu zerst&ouml;ren&ldquo;. Ist es ein Zufall? Vielleicht? Vielleicht aber auch nicht. Das ist eine der Fragen, die mich bewogen haben, mich mit der Bahn und damit auch der herrschenden Politik so zu besch&auml;ftigen. Ich analysiere die Situation. Ein Antrieb, mein Buch zu schreiben, war: Sorge. Wie konnte es blo&szlig; dazu kommen, dass ein fr&uuml;her mal nahezu perfekt funktionierendes  Bahnsystem in den letzten 25 Jahren so systematisch ruiniert worden ist &ndash; also seit der Bahnreform 1993\/94? Der Kampf um die Bahn ist ein Kampf um die Vernunft und ein Ringen um neue Werte. Es ist noch nicht entschieden, wie dieser Kampf ausgeht: Richtung B&uuml;rgerbahn oder Richtung B&ouml;rsenbahn? Nur eins ist sicher: Dieser Kampf geht weiter. <\/p><p>Titelbild: Joerg Huettenhoelscher\/shutterstock.com<\/p><p><em>Lesetipp: Luik, Arno: <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/Alle-Buecher\/Schaden-in-der-Oberleitung.html\">Schaden in der Oberleitung. Das geplante Desaster der Deutschen Bahn.<\/a> Westend Verlag September 2019. 20 Euro.<\/em><\/p><p><em>Die n&auml;chsten Buchvorstellungen und Lesungen mit dem Autor finden statt:<br>\n25 Sept.: Georg-Elser-Schule &ndash; Schulmensa, Paul-Reusch-Stra&szlig;e, 89551 K&ouml;nigsbronn, 19 Uhr.<br>\n27 Sept. Glockenkelter, Hindenburgstr. 43, 71394 Stetten im Remstal (Gemeinde Kernen), 20 Uhr.<br>\n16 Okt. 2019, Bootshaus, W&ouml;hrdstra&szlig;e 25, 72072 T&uuml;bingen, 19 Uhr.<\/em> <\/p><p><em>Weitere Termine: <a href=\"https:\/\/www.westendverlag.de\/autoren\/arno_luik\/\">https:\/\/www.westendverlag.de\/autoren\/arno_luik\/<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Gr&uuml;ndung der NachDenkSeiten ist die Entwicklung der Deutschen Bahn <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=deutsche-bahn\">eines unserer wichtigsten Themen<\/a>. Auch der Journalist <strong>Arno Luik<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54577\">besch&auml;ftigt sich<\/a> seit vielen Jahren kritisch mit der Deutschen Bahn. Nun hat er seine Recherchen in einem Buch <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/Alle-Buecher\/Schaden-in-der-Oberleitung.html\">ver&ouml;ffentlicht<\/a>. Im Interview mit den NachDenkSeiten betont Luik, dass die desolate Situation der Bahn nicht<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55028\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":55029,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,209,127,74,73],"tags":[1740,1565,1845,270,2428,268,2650,597,1494,2719,2385,1474,596,694,1463,2732],"class_list":["post-55028","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-interviews","category-lobbyismus-und-politische-korruption","category-stuttgart-21","category-verkehrspolitik","tag-arbeitsbedingungen","tag-automobilindustrie","tag-bauwirtschaft","tag-boersengang","tag-duerr-heinz","tag-deutsche-bahn","tag-gueterverkehr","tag-grube-ruediger","tag-infrastruktur","tag-luik-arno","tag-lutz-richard","tag-managergehaelter","tag-mehdorn-hartmut","tag-milliardengrab","tag-pofalla-ronald","tag-stuttgarter-zeitung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/190923_titel.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55028","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=55028"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55028\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":81592,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55028\/revisions\/81592"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/55029"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=55028"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=55028"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=55028"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}