{"id":55062,"date":"2019-09-24T08:28:46","date_gmt":"2019-09-24T06:28:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55062"},"modified":"2019-09-24T08:28:46","modified_gmt":"2019-09-24T06:28:46","slug":"hinweise-des-tages-3457","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55062","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55062#h01\">Vier Flugzeuge f&uuml;r f&uuml;nf Minister<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55062#h02\">Wir werden euch nie verzeihen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55062#h03\">Klimapaket<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55062#h04\">Der Kampfbegriff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55062#h05\">Die Bourgeoisie bekommt von der Migration nichts mit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55062#h06\">Blackrock: Werbetour im NRW-Finanzministerium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55062#h07\">&Ouml;konom &uuml;ber Soziale Marktwirtschaft &ndash; &bdquo;Das war ein Kampfbegriff&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55062#h08\">Lohndr&uuml;ckerei als Gesch&auml;ftsmodell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55062#h09\">Arbeit muss wieder teurer werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55062#h10\">Ohne Essen in die Schule<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55062#h11\">Wir m&uuml;ssen unseren Lebensstil &auml;ndern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55062#h12\">Umweltgefahren durch Kohleasche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55062#h13\">Das ist eine Bereicherungsmaschine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55062#h14\">Ein Profiteur der Nazis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55062#h15\">Hinter Milchglas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55062#h16\">Microsoft-Abh&auml;ngigkeit f&uuml;hrt zu &ldquo;Schmerzpunkten&rdquo; beim Bund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55062#h17\">Neun Unternehmen arbeiten am geheimen Deutschland-Pakt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55062#h18\">Das Allerletzte &ndash; Friedrich Merz zu Klimaschutz<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Vier Flugzeuge f&uuml;r f&uuml;nf Minister<\/strong><br>\nEinzeln, statt gemeinsam: Die Bundesregierung treibt f&uuml;r Termine in den USA den CO2-Aussto&szlig; in die H&ouml;he. Nur eine Ministerin fliegt Linie.<br>\nEs sieht in diesen klimabewegten Zeiten nicht gut aus, entsprechend wortkarg ist die Kommunikation. Auf die Frage, warum das Kanzleramt dagegen war, dass Angela Merkel zusammen mit Verteidigungsministerin und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer in einem Regierungsflieger zu unterschiedlichen Terminen in die USA fliegt, antwortet eine Regierungssprecherin: &bdquo;Unterschiedliche Delegationsreisen werden unabh&auml;ngig geplant.&ldquo;<br>\nSoll hei&szlig;en: Organisatorische Gr&uuml;nde haben einen Strich durch &Uuml;berlegungen gemacht, gemeinsam in einer Maschine zu fliegen, statt einen zweiten Regierungsflieger f&uuml;r Kramp-Karrenbauer zu buchen.<br>\nEs kam zulasten des Klimas anders: So herrschte am Sonntag am milit&auml;rischen Teil von Berlin-Tegel Hochbetrieb. Erst flog Angela Merkel zusammen mit Entwicklungsminister Gerd M&uuml;ller (CSU) mit einem Airbus A 340 nach New York. Flugstrecke: 6400 Kilometer mit einem CO2-Aussto&szlig; von gesch&auml;tzt rund 270 Tonnen f&uuml;r eine Strecke.<br>\nDie Bundeskanzlerin will beim UN-Klimagipfel das Klimapaket der Bundesregierung vorstellen und daf&uuml;r werben, mit engagierteren Ma&szlig;nahmen als bisher die Erderw&auml;rmung einzud&auml;mmen. &hellip;<br>\nInsgesamt gibt es sogar vier Fl&uuml;ge mit Regierungsmitgliedern Richtung USA. Neben Merkel mit dem gro&szlig;en A340 und wenig sp&auml;ter Kramp-Karrenbauer, die mit einem Airbus A310 von Berlin Richtung Washington reist, fliegt Dienstag auch noch Au&szlig;enminister Heiko Maas (SPD) per Regierungsflieger zur UN-Generalversammlung nach New York.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/transatlantik-fluege-der-bundesregierung-vier-flugzeuge-fuer-fuenf-minister\/25042946.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R&uuml;diger Schauerte:<\/strong> So ernst nimmt das Merkel-Kabinet den Klimaschutz:<\/em><\/p>\n<p><em>Gestern (22.09.) Nachmittag um 15.49 Uhr startete eine Maschine der Flugbereitschaft vom Flughafen Berlin-Tegel<br>\nin Richtung Ostk&uuml;ste USA.<br>\nAn Bord: Kanzlerin Merkel mit Delegation<br>\nZiel: UN Klima-Gipfel und UN-Generalversammlung in New York<\/em><\/p>\n<p><em>Gestern (22.09.) Nachmittag um 16.11 Uhr startete eine Maschine der Flugbereitschaft vom Flughafen Berlin-Tegel<br>\nIn Richtung Ostk&uuml;ste USA.<br>\nAn Bord: Annegret Kramp-Karrenbauer mit Delegation<br>\nZiel: Washington &ndash; Kennenlern-Treffen mit US-Verteidigungsminister Mark Esper in Washington<\/em><\/p>\n<p><em>Der zus&auml;tzliche Flug von Annegret Kamp-Karrenbauer kostet den Steuerzahler\/die Steuerzahlerin<br>\num die 360.000 Euro.<br>\nDer Flug produziert 335 Tonnen CO2, das sind 30 mal mehr als ein\/e Bundesb&uuml;rger\/in pro Kopf im Jahr<br>\nverbraucht, n&auml;mlich 11 Tonnen CO2.<br>\nEin Flug von Berlin nach New York entspricht etwa dem CO2-Aussto&szlig; von 21.000 gefahrenen Autokilometern.<\/em><\/p>\n<p><em>Merkel und AKK h&auml;tten durchaus zusammen in einer Maschine fliegen k&ouml;nnen, also 6.400 km im Airbus 340.<br>\nDann w&auml;re bei einer Zwischenlandung Merkel in New York ausgestiegen und AKK w&auml;re die verbleibenden 330 km nach Washington weitergeflogen. In beiden Maschinen gab es reichlich Leerpl&auml;tze!<br>\nDas Kanzleramt soll dem Verteidigungsministerium signalisiert haben, dass ein Mitflug von Kramp-Karrenbauer und ihrer Delegation nicht gew&uuml;nscht sei und die Anreise daher eigenst&auml;ndig erfolgen solle.<\/em><\/p>\n<p><em>Am Dienstag, den 24.09. bringt die Flugbereitschaft den deutschen Au&szlig;enminister ebenfalls zur UN-Vollversammlung nach New York, wo Heiko Maas vor Ort die Kanzlerin abl&ouml;sen soll.<\/em><\/p>\n<p><em>Bundesumweltministerin Svenja Schulze ist bereits tags zuvor nach New York gelogen, um dort im Vorfeld des UN-Klimagipfels an verschiedenen multilateralen Treffen zum Klimaschutz teilzunehmen. Die Ministerin nahm einen Linienflug.<\/em><\/p>\n<p><em>Wie soll man einer Regierung, die derart fatale Zeichen aussendet, noch Vertrauen in eine ernstgemeinte Klimapolitik entgegenbringen?<\/em><\/p>\n<p><em>Merkel &amp; Co versagen auf ganzer Linie!<\/em><\/p>\n<p>passend dazu: <strong>Willkommene Kulisse f&uuml;r die Kanzlerin<\/strong><br>\nVor der Kulisse der Zerrissenheit der Staaten im Kampf gegen die Erderhitzung wirkt das, was Merkel an klimapolitischen Weichenstellungen aus Deutschland mitgebracht hat, in New York als Signal anhaltender Entschlossenheit. Dass die Bundesregierung sich mit ihrem Bepreisungssystem f&uuml;r CO2-Emissionen locker eingestellte Daumenschrauben angelegt hat, die &ndash; falls sie dann einmal angezogen werden &ndash; erst sp&auml;tere Kanzlerinnen oder Kanzler schmerzen werden, ist in New York ein Detail, ebenso wie die gro&szlig;z&uuml;gige Reiseplanung der Bundesregierung, die Kanzlerin und Verteidigungsministerin gestern im Halbstundentakt mit getrennten Regierungsflugzeugen in die USA transportierte.<br>\nIn einer Welt, in der andere Pr&auml;sidenten und Regierungschefs mit ganzen Luftflotten &uuml;ber den geschundenen Planeten jetten, wirkt Merkel mehr denn je als Verk&ouml;rperung ma&szlig;voller Machtaus&uuml;bung, von Glaubw&uuml;rdigkeit und Kontinuit&auml;t, auch und gerade wenn es um den Klimaschutz geht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/merkel-beim-un-gipfel-willkommene-kulisse-fuer-die-kanzlerin.720.de.html?dram:article_id=459456\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Da f&auml;llt einem nichts mehr ein. Was soll das sein? Hofberichterstattung? An diesen Zeilen l&auml;sst sich wieder einmal ablesen wie tief der deutsche &ldquo;Quslit&auml;tsjournalismus&rdquo; inzwischen gesunken ist. Man sieht sich nur noch als Verlautbarungsorgan der herrschenden Oligarchie. Was nicht hei&szlig;t, dass man davon nicht bestens leben kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wir werden euch nie verzeihen!<\/strong><br>\nZu Beginn des UN-Sondergipfels zum Klimaschutz in New York hat Greta Thunberg die Regierungen der Welt in ihrer Rede zu konsequentem Klimaschutz aufgefordert. Der Beitrag von Bundeskanzlerin Merkel h&ouml;rte sich hingegen an, als h&auml;tte sie Thunberg nicht zugeh&ouml;rt. [&hellip;]<br>\nBevor es damit losging, durfte jedoch Greta Thunberg, Initiatorin der Fridays-for-Future-Bewegung, eine kurze Rede halten.<br>\n&ldquo;Meine Botschaft an die Regierenden ist: Wir werden euch beobachten&rdquo;, sagte Thunberg. &ldquo;Die Augen der jungen Generation sind auf euch gerichtet. Wenn ihr versagt, werden wir euch niemals verzeihen&rdquo;, so die Aktivistin. &ldquo;Der Wandel wird kommen, ob ihr wollt oder nicht.&rdquo;<br>\nDie 16-j&auml;hrige Schwedin machte auch deutlich, wo f&uuml;r sie die Ursachen liegen. &ldquo;Wir stehen am Anfang eines Massenaussterbens, und alles, wor&uuml;ber ihr reden k&ouml;nnt, ist Geld und das M&auml;rchen von einem ewigen Wirtschaftswachstum.&rdquo; [&hellip;]<br>\nDann listete Merkel auf, was Deutschland zu Hause f&uuml;r den Klimaschutz tun will. &ldquo;Wir haben uns vorgenommen, bis 2030 55 Prozent der CO2-Emissionen gegen&uuml;ber 1990 einzusparen und im Jahr 2050 klimaneutral zu sein.&rdquo; Es folgten die Ziele, bis 2030 einen Anteil der Erneuerbaren von 65 Prozent beim Strom zu haben, bis 2022 aus der Kernenergie auszusteigen und bis sp&auml;testens 2038 aus der Kohle. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r Jan Kowalzig von der Entwicklungsorganisation Oxfam, war es eine entt&auml;uschende Rede. Den Weckruf der Jugend habe Merkel sicherlich nicht geh&ouml;rt, sagte der Klimaexperte. Das wichtigste Detail habe Merkel vergessen: &ldquo;Das Klimapaket der Bundesregierung vom Freitag taugt nicht daf&uuml;r, die Klimaschutzziele f&uuml;r 2030 zu erreichen oder die fortgesetzte Missachtung des Pariser Klimaschutzabkommens zu beenden.&rdquo;<br>\nDar&uuml;ber, so Kowalzig, k&ouml;nne die Bundeskanzlerin auch nicht mit ihrem Versprechen hinwegt&auml;uschen, noch einmal mehr Gelder f&uuml;r &auml;rmere L&auml;nder zuzusagen. Letztlich erf&uuml;lle sie damit nur eine alte Zusage von 2015.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/international\/wir-werden-euch-nie-verzeihen\">klimareporter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Angela Merkel hat wirklich Chuzpe und das schlimmste ist, dass sie damit offenbar mal wieder durchkommt. W&auml;hrend die Bundesregierung klimapolitisch in epischer Bandbreite versagt, stilisiert sich die Kanzlerin als Vorreiterin in Sachen Klimaschutz; gerade so als geh&ouml;re sie gar nicht zur Regierung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Klimapaket<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das Klima retten, nicht die Konzerne<\/strong><br>\nDie Systemfrage stellen: Klimaproteste und Sozialproteste geh&ouml;ren untrennbar zusammen. Das l&auml;sst sich von den &raquo;Gelbwesten&laquo; in Frankreich lernen.<br>\nOb CO2-Steuer oder eine Ausweitung des Handels mit Verschmutzungsrechten, ob h&ouml;here Kaufpr&auml;mien f&uuml;r E-Autos oder staatlich garantierte Zinsen f&uuml;r &raquo;&Ouml;ko-Anleihen&laquo; &ndash; was das sogenannte Klimakabinett unter Kanzlerin Angela Merkel auch beschlie&szlig;en wird: Es greift meilenweit zu kurz und lenkt von dem ab, was eigentlich n&ouml;tig w&auml;re. Die Klimakrise l&auml;sst sich nicht &raquo;marktkonform&laquo; in den Griff bekommen, sie ist selbst Ausdruck des gr&ouml;&szlig;ten Marktversagens der Menschheitsgeschichte. Wir haben wahrscheinlich nur noch rund zehn Jahre Zeit, um jenen Hebel zu ergreifen und umzulegen, der das neoliberale Korsett sprengt, das seit Jahrzehnten eine ernsthafte Politikwende verhindert. Die regierenden Parteien scheinen unwillig und unf&auml;hig, das zu begreifen. Statt die Hauptverursacher der Klimakatastrophe ins Visier zu nehmen, wollen sie ein wenig an der Preisschraube drehen &ndash; was wirkungslos verpuffen oder all jene in Bedr&auml;ngnis bringen wird, die in schlecht isolierten Wohnungen leben oder jenseits der Ballungsgebiete auf ein Auto angewiesen sind. Wohin Letzteres f&uuml;hren kann, lie&szlig; sich in Frankreich beobachten: Dort entz&uuml;ndete sich im Herbst 2018 mit der Bewegung der &raquo;Gelbwesten&laquo; (Gilets jaunes) ein Volksaufstand an der geplanten Erh&ouml;hung der Steuern auf Diesel bzw. Benzin um sechs bzw. drei Cent, nachdem die Lebenshaltungskosten schon im Jahr zuvor stark gestiegen waren.<br>\nWar die Klimaschutzpolitik der franz&ouml;sischen Regierung f&uuml;r die Proteste der &raquo;Gelbwesten&laquo; verantwortlich, wie US-Pr&auml;sident Trump sofort unterstellt hat? Blockieren egoistische &raquo;Prolls&laquo;, die sich um die Umwelt nicht scheren, den dringend n&ouml;tigen &ouml;kologischen Umbau? Schaut man genauer hin, wird das Gegenteil deutlich: W&uuml;rde man den Forderungskatalog der &raquo;Gilets jaunes&laquo;&sup1; umsetzen, lie&szlig;e sich der Klimawandel st&auml;rker bremsen als mit s&auml;mtlichen Ma&szlig;nahmen, die aktuell von Union, SPD oder Gr&uuml;nen in die Debatte gebracht werden. Insofern lohnt es, sich die wichtigsten Forderungen der franz&ouml;sischen Bewegung in Erinnerung zu rufen und auf ihre klimapolitische Bedeutung auch in Deutschland hin abzuklopfen. Ausz&uuml;ge aus ihnen sind hier jedem Kapitel vorangestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/363215.radikale-klima-und-sozialpolitik-das-klima-retten-nicht-die-konzerne.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Klimapaket: Annahme verweigert<\/strong><br>\nDie Klimaschutzziele werden nicht eingehalten. Das r&auml;umt auch die Bundesregierung ein. Mehr war halt nicht drin, doch ein Anfang sei immerhin gemacht, hei&szlig;t es aus den Reihen der Gro&szlig;en Koalition. Die massive Kritik an den Ergebnissen des n&auml;chtelangen Ringens zeigt aber, dem Klimapaket wird die Annahme verweigert. Mehr als teure Hom&ouml;opathie sei nicht gelungen und eine Lenkungswirkung werde folglich ausbleiben, sagten die Umweltverb&auml;nde. Das Klimakabinett wird als Klimakabarett verspottet, dem unter viel Tamtam lediglich gelungen sei, das Problem an k&uuml;nftige Regierungen weiterzureichen. Ganz falsch ist das nicht, aber Klimaschutz gelingt eben auch nicht im luftleeren Raum. (&hellip;)<br>\nDie Verteuerung der Krafstoffe, wie Benzin und Diesel finden die B&uuml;rger nun mehrheitlich falsch, weshalb die Regierung hier auch gar nicht radikal ansetzt, sondern eine Erh&ouml;hung um wenige Cent je Liter anstrebt, die beim t&auml;glichen Auf und Ab der Preise kaum auffallen d&uuml;rften, dennoch bei Fortsetzung eine Mehrbelastung f&uuml;r mittlere und kleine Einkommen bedeuten. Aus Sicht der Wissenschaftler und Aktivisten ist das aber immer noch viel zu wenig. Wie wirkt das wohl auf die Menschen, die t&auml;glich mit dem Auto zur Arbeit pendeln m&uuml;ssen? Eine Lenkungswirkung wird es schlie&szlig;lich so oder so niemals geben k&ouml;nnen, da es schlichtweg an Alternativen mangelt. Der &Ouml;PNV ist in den vergangenen Jahren auf Wettbewerb getrimmt worden. Um Bef&ouml;rderungsauftr&auml;ge zu erhalten, m&uuml;ssen die in der Regel defizit&auml;r arbeitenden kommunalen Unternehmen bestimmte Wirtschaftlichkeitsquoten erbringen, was h&auml;ufig mit Fahrplan- und Personalausd&uuml;nnung einher geht.<br>\nGerade auf dem Land ist der Bus schon lange weg und Lokalpolitiker versuchen mit ehrenamtlichen Projekten wie Mitfahrb&auml;nken die L&uuml;cke zu schlie&szlig;en. Um also eine Mehrheit der B&uuml;rger f&uuml;r h&ouml;here CO2-Bepreisung zu gewinnen, m&uuml;ssen die Alternativen verbessert oder erst wieder geschaffen werden. Das geht aber nur, wenn das sch&auml;dliche Wettbewerbsdenken gerade in den Bereichen der klassischen Daseinsvororge endlich beendet und mit &ouml;ffentlichem Geld auch in den Aufbau der erforderlichen Infrastruktur investiert w&uuml;rde. &Uuml;ber eine Ausweitung &ouml;ffentlicher Leistungen wird aber gar nicht oder nur am Rande geredet, weder auf Seiten der durch und durch neoliberal gepr&auml;gten Politik, noch auf Seiten der Klimaaktivisten, die an der Sprengkraft der sozialen Frage offenbar nichts Alarmierendes zu finden scheinen. Sie muss aber zuerst gel&ouml;st werden, vor allem weil sie eindeutig im Widerspruch zur Schwarzen Null steht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/190923klimapaket-annahme-verweigert\">TauBlog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Also haben vor allem die ehemalige Bundesumweltministerin und derzeitige Kanzlerin Merkel und ihr Bundesfinanzminister Scholz versagt, der auf der Konferenz zur Ank&uuml;ndigung des beschlossenen Programms sinngem&auml;&szlig; sagte, dass es nun besser funktionieren solle als vorher. Aber insbesondere Unternehmen sowie Reiche und Verm&ouml;gende bleiben verschont &ndash; typisch neoliberale Politik.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>CO2-Preis: Nur so kann er funktionieren<\/strong><br>\nUm den Klimaschutz voranzubringen soll der Aussto&szlig; von CO2 teurer werden. Die Idee kann funktionieren &ndash; aber nur, wenn sie sozial ausgewogen ist und die Menschen Alternativen haben. Worauf es ankommt. [&hellip;]<br>\nWorauf es uns beim CO2-Preis ankommt:<br>\nDie Menschen m&uuml;ssen eine Wahl haben<br>\nDer Zweck eines CO2-Preises ist: Klimasch&auml;dliches Verhalten soll unattraktiver werden. Es soll ein Anreiz entstehen f&uuml;r eine klimaschonende Lebensweise. Das funktioniert aber nur, wenn es tats&auml;chlich Alternativen f&uuml;r eine solche Lebensweise gibt. Also: Einen gut ausgebauten und erschwinglichen &ouml;ffentlichen Nahverkehr (&Ouml;PNV), ein fl&auml;chendeckendes Netz von Schnellladestationen f&uuml;r Elektroautos, gef&ouml;rderte umweltfreundliche Heizungen. Ohne diese Alternativen f&uuml;hrt der CO2-Preis nicht zu mehr Klimaschutz, sondern zu Frust in weiten Teilen der Bev&ouml;lkerung &ndash; weil viele Menschen gar keine Wahl haben und f&uuml;r sie lediglich die Lebenshaltungskosten steigen.<br>\nWir m&uuml;ssen investieren<br>\nAlternativen bereitzustellen hat f&uuml;r uns h&ouml;chste Priorit&auml;t. Dazu muss massiv investiert werden: In die Schieneninfrastruktur, in den &Ouml;PNV, in Stromnetze, in die energetische Geb&auml;udesanierung und vieles mehr. Der Staat muss eine langfristige Investitionsoffensive starten. Das schafft Planungssicherheit f&uuml;r Wirtschaft und Verbraucher. Um diese Investitionen zu stemmen, muss sich die Regierung von der &bdquo;schwarzen Null&ldquo; verabschieden. Zus&auml;tzliche Einnahmen k&ouml;nnen aus der Verm&ouml;gens-, der Erbschafts- und Finanztransaktionssteuer kommen.<br>\nEs muss mit einem niedrigen Preis losgehen<br>\nWie sich der CO2-Preis konkret auswirken wird, ist schwer vorhersagbar. Wom&ouml;glich kommt es zu Fehlentwicklungen oder sozialen H&auml;rten. Deshalb ist es sinnvoll, mit einem niedrigen Preis zu starten, der dann schrittweise angehoben wird. So l&auml;sst sich fr&uuml;hzeitig korrigierend eingreifen.<br>\nB&uuml;rger nicht belasten: Geld zur&uuml;ckgeben<br>\nDie Einnahmen aus einem CO2-Preis d&uuml;rfen nicht einfach in den Bundeshaushalt flie&szlig;en. Sie m&uuml;ssen an die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger zur&uuml;ckgegeben werden. Das kann zum Beispiel &uuml;ber eine Reduzierung der Stromsteuer oder &uuml;ber eine Senkung der EEG-Umlage geschehen. Au&szlig;erdem muss das Geld dazu verwendet werden, soziale H&auml;rtef&auml;lle zu vermeiden.<br>\nH&auml;rtef&auml;lle abfedern<br>\nAuch wenn die Einnahmen aus einem CO2-Preis zur&uuml;ckflie&szlig;en wird es H&auml;rtef&auml;lle geben. Zum Beispiel Pendler, die ohne Auto nicht zur Arbeit kommen. Oder Mieter in einem schlecht ged&auml;mmten Haus. F&uuml;r sie muss es zus&auml;tzliche Ausgleichszahlungen geben.<br>\nJobverluste und Standortverlagerung vermeiden<br>\nBei einem CO2-Preis muss gepr&uuml;ft werden, ob es zu negativen Auswirkungen auf Industrie und Besch&auml;ftigung kommen kann. Wenn der CO2-Aussto&szlig; nicht &uuml;berall auf der Welt verteuert wird, k&ouml;nnte das zur Verlagerung von Industriebetrieben in L&auml;nder ohne CO2-Preis f&uuml;hren. Die Emissionen w&uuml;rden dann lediglich verschoben &ndash; und wom&ouml;glich sogar steigen, weil am neuen Standort mit einem h&ouml;heren CO2-Aussto&szlig; produziert wird. Solche sogenannten &bdquo;Carbon Leakage&ldquo;-Effekte sind ein B&auml;rendienst f&uuml;r das Klima und m&uuml;ssen verhindert werden. Stattdessen brauchen wir &ouml;ffentliche F&ouml;rderprogramme f&uuml;r neue klimafreundliche Technologien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.igmetall.de\/politik-und-gesellschaft\/umwelt-und-energie\/co2-preis-nur-so-kann-er-funktionieren\">IG Metall<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Kampfbegriff<\/strong><br>\nDie NATO-Staaten haben es einfach &uuml;bertrieben mit der Orwell&lsquo;schen Sprachverwirrung. Wenn wir von &bdquo;humanit&auml;ren&ldquo; Interventionen h&ouml;ren, st&ouml;hnen wir auf, weil dies meist bedeutet, dass Bomben fallen und Menschen sterben. Die &bdquo;Freiheit&ldquo; ist meist jene der Finanzm&auml;rkte und der Gro&szlig;konzerne, sich auf Kosten der einfachen Menschen zu bereichern. Wo Brunnen gebaut und Frauen befreit werden sollen, steckt fast immer der Wunsch dahinter, auf die Ressourcen fremder Staaten zuzugreifen. Menschenrechte waren als hehres Ideal nicht nur gut gemeint, sie schienen auch wirklich eine Zeit lang Schutz vor Gewaltherrschaft zu bieten, als deren Hochburg man den Einflussbereich des &bdquo;Warschauer Pakts&ldquo; vermutete. Nachdem dieser sich aufgel&ouml;st hatte, erodierte der Menschenrechtsbegriff zunehmend und verkam zum Vorwand f&uuml;r jedweden Versuch, Staaten unter Kontrolle zu bringen, die sich dem Machtanspruch der USA widersetzten.<br>\nDas ist vor allem in den letzten Jahren deutlich geworden, in denen die Menschenrechte von den kapitalistischen Staaten sowohl zur Legitimation ihres eigenen, weltweit nun konkurrenzlosen Gesellschafts- und Wirtschaftsmodells eingesetzt werden, als auch zur Begr&uuml;ndung milit&auml;rischer, das hei&szlig;t &bdquo;humanit&auml;rer&ldquo;, Interventionen in Randgebieten, die sich ihrem Herrschaftsanspruch bislang widersetzt haben.<br>\nDas hat nat&uuml;rlich eine Definition der Menschenrechte zur Voraussetzung, die nicht nur aus ihrem europ&auml;ischen Ursprung der Aufkl&auml;rung sch&ouml;pft und zu wahrer Universalit&auml;t strebt, sondern sie an die Errungenschaften der westlichen Zivilisation koppelt und sie somit auf die Lebensweise des kapitalistischen Wirtschafts- und Gesellschaftsmodells reduziert.<br>\nVor dem Untergang der Sowjetunion hatte die Identifizierung von Menschenrechten und Demokratie eher defensive gegen die sozialistische Alternative gerichtete Bedeutung. Nach deren Untergang haben die Menschenrechte eine zunehmend offensive, ja aggressive Bestimmung gegen widerstrebende bzw. dem westlichen Herrschaftsanspruch feindlich gegen&uuml;berstehenden Staaten erhalten.<br>\nDie damit aus der v&ouml;lkerrechtlichen Verbannung wieder zur&uuml;ckgeholte &bdquo;humanit&auml;re&ldquo; Intervention vermag sich zwar, wie im Falle Jugoslawiens, Afghanistans, Iraks, Libyens und auch Syriens, durchaus auf mehr oder weniger gravierende Verst&ouml;&szlig;e gegen Menschenrechte berufen, diese finden sich aber ebenfalls im eigenen Herrschaftsbereich in vergleichbarer Weise (T&uuml;rkei, Israel, Saudi-Arabien) und spielen keinesfalls die Hauptrolle f&uuml;r die Begr&uuml;ndung der Intervention.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/der-kampfbegriff\">Hinter den Schlagzeilen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Bourgeoisie bekommt von der Migration nichts mit<\/strong><br>\nFrankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron hat vor Abgeordneten seiner Partei eine Wende in der Migrationspolitik angek&uuml;ndigt. Das Asylrecht werde missbraucht. Die Bourgeoisie bekomme von der Migration nichts mit, ganz im Gegensatz zu den unteren Klassen.<br>\nDer franz&ouml;sische Emmanuel Macron hat eine Neuausrichtung der Migrationspolitik seines Landes angek&uuml;ndigt. Vor Abgeordneten seiner Partei La R&eacute;publique en Marche (LREM) erl&auml;uterte der Pr&auml;sident in der vergangenen Woche die Pl&auml;ne seiner Regierung f&uuml;r die zweite H&auml;lfte seiner Amtszeit. Journalisten waren bei dem Treffen nicht dabei, allerdings zitierte die Zeitung Le Monde in der Folge mehrere Teilnehmer.<br>\nDas Thema Migration spielte in Macron Ausf&uuml;hrungen eine wichtige Rolle. Sein Tonfall unterschied sich stark von dem fr&uuml;herer &Auml;u&szlig;erungen. Der Pr&auml;sident rief dazu auf, dem Missbrauch des Asylrechts mit H&auml;rte zu begegnen. W&ouml;rtlich sagte er:<br>\nDie Migrationsstr&ouml;me nach Europa [waren] noch nie so schwach, dennoch ist die Zahl der Asylantr&auml;ge in Frankreich so hoch wie nie &hellip; Wenn man vorgibt, Humanist zu sein, ist man manchmal zu nachl&auml;ssig.<br>\nDas Vorgehen gegen den Asylmissbrauch sei notwendig:<br>\nWir haben nicht das Recht, diesem Thema nicht in die Augen zu sehen. Ich glaube an unser Asylrecht, aber es wird von Netzen, von Menschen, die manipulieren, von seinem Zweck abgelenkt. Wenn wir ihm nicht ins Gesicht sehen, werden wir es bedauern. Wohin f&uuml;hrt das? Zu Stadtteilen, in denen die Zahl unbegleiteter Minderj&auml;hriger explodiert.<br>\nMacron warnte, LREM m&uuml;sse vermeiden, eine b&uuml;rgerliche Partei zu sein, also eine reine Interessenvertretung des B&uuml;rgertums:<br>\nDie Frage ist, ob wir eine b&uuml;rgerliche Partei sein wollen oder nicht. Die Bourgeoisie hat damit [der Migration] kein Problem: Es betrifft sie nicht. Das einfache Volk lebt damit. Die Linke wollte dieses Problem jahrzehntelang nicht sehen. Die Volksklassen sind also zur extremen Rechten abgewandert. Wir sind wie die drei kleinen Affen, wir wollen [es] nicht sehen.<br>\nMacrons Gebrauch des Begriffs &ldquo;b&uuml;rgerliche Partei&rdquo; als Interessenvertretung einer gesellschaftlichen Klasse kontrastiert stark zu der in Deutschland g&auml;ngigen, oberfl&auml;chlichen Verwendung dieses Wortes &ldquo;b&uuml;rgerlich&rdquo; im Sinne von &ldquo;anst&auml;ndig&rdquo; oder &ldquo;zivilisiert&rdquo;. Auch seine Beschreibung der unterschiedlichen Folgen der Migration f&uuml;r die verschiedenen Schichten der Gesellschaft ist im deutschen Mainstream derzeit nicht zu finden und w&auml;re so kaum denkbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/92577-emmanuel-macron-unser-asylrecht-wird\/\">RT deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Gipfel des Zynismus und der Heuchelei. Der Mann, der die Proteste der Gelbwesten hat niederkn&uuml;ppeln lassen, behauptet nun er vertrete nicht die Interessen der Bourgeoisie.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Blackrock: Werbetour im NRW-Finanzministerium<\/strong><br>\nDie Vorfreude bei den Produktingenieuren von Blackrock scheint gro&szlig;. Man freue sich &ldquo;sehr auf den Austausch&rdquo; mit dem NRW-Finanzministerium, schreibt ein Berater per Mail im August 2018. Der Verm&ouml;gensverwalter Blackrock will ein neues Finanzprodukt auf den Markt bringen &ndash; und sucht offenbar Anleger. &ldquo;Hier w&uuml;rde uns nat&uuml;rlich auch Ihre Einsch&auml;tzung im Hinblick auf den Nutzen f&uuml;r Versorgungswerke interessieren&rdquo;, hei&szlig;t es.<br>\nAdressiert sind die internen E-Mails, die dem WDR-Magazin Westpol vorliegen, ausgerechnet an die Versicherungsaufsicht des Landes Nordrhein-Westfalen. Diese ist zust&auml;ndig f&uuml;r die 14 Versorgungswerke der freien Berufe sowie das Versorgungswerk der Mitglieder des Landtags &ndash; und damit f&uuml;r die Altersversorgung von Abgeordneten.<br>\nDie Aufsicht stimmt dem Treffen zu. Mit einer Pr&auml;sentation &ldquo;f&uuml;r professionelle Investoren&rdquo; und mehreren Mitarbeitern schl&auml;gt Blackrock einige Wochen sp&auml;ter in D&uuml;sseldorf auf. Das NRW-Finanzministerium h&auml;lt zu dem Treffen schriftlich fest: Ziel seitens Blackrock sei es gewesen, &ldquo;erste Konversationen mit Interessengruppen zu f&uuml;hren.&rdquo;<br>\nBlackrock-Aufsichtsratschef und CDU-Politiker Friedrich Merz ist seit Anfang 2018 auch f&uuml;r die NRW-Landesregierung t&auml;tig &ndash; als ehrenamtlicher Berater in Brexit-Fragen. Hat er diesen Job f&uuml;r Lobbyarbeit genutzt? Das Land hat Interessenskonflikte bisher ausgeschlossen. &hellip;<br>\nAuf Westpol-Anfrage zu dem internen Mailverkehr schreibt Merz, er habe Blackrock-Treffen im NRW-Finanzministerium in keiner Weise vorbereitet oder unterst&uuml;tzt. Er habe mit &ldquo;keinem Regierungsmitglied &uuml;ber Blackrock-Produkte gesprochen.&rdquo;<br>\nGespr&auml;che zwischen NRW-Finanzminister Lutz Lienenk&auml;mper (CDU) und Friedrich Merz hat es nach Angaben des Landes allerdings gegeben. Sie seien &ldquo;ausschlie&szlig;lich in dessen Funktion als ehrenamtlicher Brexit-Beauftragter des Landes gef&uuml;hrt&rdquo; worden. Konkrete Termine f&uuml;r Treffen mit Friedrich Merz nennt das Ministerium &ndash; anders etwa als die Bundesregierung &ndash; bisher nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/landespolitik\/westpol-friedrich-merz-blackrock-finanzministerium100.html\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Blackrock-Aufsichtsratschef Friedrich Merz ist &ldquo;&hellip;. ehrenamtlicher Brexit-Beauftragter des Landes&ldquo;, da fragt man sich f&uuml;r wie d&auml;mlich die CDU-Regierung in Nordrhein-Westfalen die W&auml;hler eigentlich h&auml;lt. Eine demokratisch legitimierte Regierung d&uuml;rfte eigentlich niemals auch nur den entferntesten Kontakt mit einem f&uuml;hrenden Vertreter der schlimmsten Finanzkrake dieses Planeten eingehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&Ouml;konom &uuml;ber Soziale Marktwirtschaft &ndash; &bdquo;Das war ein Kampfbegriff&ldquo;<\/strong><br>\nSeit sieben Jahrzehnten ist sie Staatsdoktrin. Tats&auml;chlich ist die Erfolgsstory der Sozialen Marktwirtschaft Etikettenschwindel, sagt Rudolf Hickel.<br>\ntaz: Herr Hickel, Sie werfen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vor, sich auf die Soziale Marktwirtschaft zu berufen, aber grundlegende Paradigmen zu ignorieren.<br>\nRudolf Hickel: F&uuml;r den Nestor der Sozialen Marktwirtschaft, Alfred M&uuml;ller-Armack, standen zwei Prinzipen im Mittelpunkt: Wer sein Arbeitseinkommen unverschuldet als Folge von Krisen verliert, der wird durch das gesetzliche System, etwa die Arbeitslosenversicherung, aufgefangen. Das gilt sp&auml;testens seit der &bdquo;Agenda 2010&ldquo; nicht mehr. Arbeitslose werden zu T&auml;tern gestempelt. Ihnen werden Lohnverzicht und prek&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse abverlangt. Auch das zweite Grundprinzip ist ausgehebelt worden: Wer durch den Verlust der Lohnarbeit sp&auml;ter sozial in Not ger&auml;t, dem wird geholfen. Dieses Prinzip hat die Schr&ouml;der\/Riester-Rentenpolitik mit dem Druck, eine eigene Teilkapitalvorsorge zu finanzieren, besch&auml;digt.<br>\nRegierung und der Mainstream der Wirtschaftswissenschaftler betreiben also Etikettenschwindel.<br>\nJa! Es grenzt an Zynismus, dass angesichts der heute vorherrschenden sozialen Spaltung die Soziale Marktwirtschaft als Erfolgsstory proklamiert wird. Das ist weit &uuml;ber den Mythos hinaus ein schlichter Etikettenschwindel. Die Soziale Marktwirtschaft war ein Kampfbegriff. Kapitalismus sozial temperieren, das war die westdeutsche Systemalternative gegen den v&ouml;llig &uuml;bersch&auml;tzten DDR-Sozialismus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Oekonom-ueber-Soziale-Marktwirtschaft\/!5627461\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lohndr&uuml;ckerei als Gesch&auml;ftsmodell<\/strong><br>\nArmutsl&ouml;hne, Befristungen, Tarifflucht: Verdi-Chef Frank Bsirske warnt vor neuen sozialen Verwerfungen. Arbeitgeber wie der Versandh&auml;ndler Amazon und die Fluglinie Ryanair versuchten &bdquo;durch Lohndr&uuml;ckerei die eigenen Profitinteressen zu bedienen&ldquo;, sagt er.<br>\nBsirske: Immer mehr Arbeitgeber versuchen auf dem R&uuml;cken der Besch&auml;ftigten durch Lohndr&uuml;ckerei sich Vorteile zu verschaffen und die eigenen Profitinteressen zu bedienen. Wir haben es so zum Teil mit Akteuren zu tun, die auf die Amerikanisierung der Arbeitsbeziehung setzen und Gewerkschaften grunds&auml;tzlich feindselig gegen&uuml;berstehen. Amazon ist so ein Beispiel. Wir hatten einen vergleichbaren Fall bei Ryanair, wo der Besitzer, dieser irische Milliard&auml;r O&rsquo;Leary erkl&auml;rt, &bdquo;Tarifvertr&auml;ge w&uuml;rde er niemals abschlie&szlig;en&ldquo;. Er hat allerdings da die Rechnung ohne die Besch&auml;ftigten und ohne uns gemacht. Wir haben mittlerweile Tarifvertr&auml;ge, in einer allerdings harten Auseinandersetzung durchsetzen m&uuml;ssen und durchsetzen k&ouml;nnen.<br>\n&bdquo;Gewerkschaftliche Aktivit&auml;ten bei Amazon haben Wirkung gezeigt&ldquo;<br>\nDeutschlandfunk Kultur: Bei Amazon ist Ihnen das bislang nicht gelungen, auch nach dreij&auml;hrigem Kampf.<br>\nBsirske: L&auml;nger noch. Ich glaube, wir sind f&uuml;nf Jahre dabei. Trotzdem w&auml;re der Eindruck falsch, dass Verdi dort gegen Windm&uuml;hlenfl&uuml;gel k&auml;mpft. Denn wir haben in den L&auml;gern mittlerweile Organisationsgrade von drei&szlig;ig, vierzig Prozent, zum Teil mehr. Und wenn man zur&uuml;ckblickt, dann sieht man, dass bei Amazon, bevor die ersten Streiks begannen, vier Jahre lang &uuml;berhaupt keine Lohnerh&ouml;hung gezahlt worden ist. Weihnachtsgeld gab es nicht. Die Zuschlagsregelungen waren wirklich schlecht. Hier hat es deutliche Wirkung der Streiks gegeben.<br>\nEs gibt jetzt regelm&auml;&szlig;ige Lohnerh&ouml;hungen, die sich an den Tarifergebnissen im Einzelhandel weitgehend orientieren. Wir haben ein Weihnachtsgeld, wenn auch noch nicht auf dem Niveau des Fl&auml;chentarifvertrags. Wir haben bessere Zuschlagsregelungen. Und wir haben, darauf legen ja Betriebsr&auml;te auch gegen&uuml;ber den Medien immer wieder gro&szlig;en Wert, es mit selbstbewusster gewordenen Belegschaften zu tun. Wo die fr&uuml;her sich nicht getraut haben, den Mund aufzumachen, gehen die heute in Diskussionen mit den Managern und gehen w&auml;hrend des laufenden Betriebs in den Streik und gehen noch am selben Tag aus dem Streik heraus wieder in den laufenden Betrieb. Das kriegt man nur hin mit selbstbewussten Belegschaften. Und das bewirkt zu haben, zeigt schon, dass diese gewerkschaftlichen Aktivit&auml;ten bei Amazon Wirkung gezeigt haben und weiterhin Wirkung zeigen werden. Da bin ich ganz sicher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/verdi-chef-frank-bsirske-ueber-amazon-ryanair-co.990.de.html?dram:article_id=459279\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arbeit muss wieder teurer werden<\/strong><br>\nDie Jobs, die seit dem Inkrafttreten der Agenda 2010 geschaffen wurden, sind zu gro&szlig;en Teilen schlechtbezahlt und unsicher. Investigativ-Reporterin Anette Dowideit beschreibt das mit vielen Beispielen und pl&auml;diert nicht nur f&uuml;r mehr Tarifbindung, sondern auch f&uuml;r neues ein Preisbewusstsein der Konsumenten.<br>\nIhr neues Buch tr&auml;gt den Titel &ldquo;Die Angez&auml;hlten&rdquo;. Wer in unserer Gesellschaft ist &ldquo;angez&auml;hlt&rdquo;?<br>\nAnette Dowideit: Das Ph&auml;nomen, das ich &ldquo;angez&auml;hlt&rdquo; nenne, zieht sich durch einen gro&szlig;en Teil des Arbeitsmarktes. Es f&auml;ngt an bei den Menschen, die im klassischen Niedriglohnsektor arbeiten: Paketboten, Essenslieferanten, Kellner, Mitarbeiter von Sicherheitsdiensten, in der Gastronomie oder der Landwirtschaft zum Beispiel. Immer mehr von ihnen k&ouml;nnen nicht mehr von ihren Einkommen leben, die Zahl jener steigt, die trotz Vollzeitjob noch Unterst&uuml;tzung vom Staat brauchen. Die Einkommen steigen deutlich langsamer als die Lebenshaltungskosten.<br>\nIn Ihren Fallgeschichten f&auml;llt auf, dass diese sich keineswegs nur um Verk&auml;uferinnen, Zusteller oder Altenpflegerinnen drehen. Vielmehr berichten Sie auch aus Berufsfeldern, die man in diesem Kontext nicht erwartet h&auml;tte. Sie erz&auml;hlen von Piloten, Lehrerinnen, Bankberatern und sogar &Auml;rztinnen.<br>\nRichtig, und das ist eine recht neue und besorgniserregende Entwicklung: Dieser Abw&auml;rtstrend am Arbeitsmarkt betrifft heute auch jene, die als klassische Mittelschicht gelten. Viele in den Berufen, die Sie nennen, plagen heute Abstiegs&auml;ngste: Wie lange werde ich meine Arbeitsstelle noch haben? Was kann ich mir von meinem Einkommen leisten? Bekomme ich zum Beispiel einen Kredit, um mir ein Haus leisten zu k&ouml;nnen? In der Mittelschicht sind neben den steigenden Kosten f&uuml;r Mieten und allgemeine Lebenshaltungskosten vor allem drei Entwicklungen f&uuml;r diese &Auml;ngste verantwortlich: das Wegfallen vieler Stellen bei gro&szlig;en deutschen Unternehmen wie Deutsche Bank, VW oder Bayer. Dann die Tatsache, dass sich klassische Anstellungsverh&auml;ltnisse aufl&ouml;sen und viele Menschen heute gezwungenerma&szlig;en als Ich-AG oder Solo-Selbstst&auml;ndige arbeiten. Und: die steigende Zahl der Befristungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/-\/Z88\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ohne Essen in die Schule<\/strong><br>\nKein Geld f&uuml;r Urlaub, nicht genug f&uuml;r gesundes Essen, Leben auf beengtem Raum: In Deutschland w&auml;chst jedes f&uuml;nfte Kind in Armut auf, meldet der Parit&auml;tische Gesamtverband. Und dennoch werde viel zu wenig dagegen unternommen.<br>\nAllein in Sachsen-Anhalt sind rund 130.000 junge Menschen unter 25 Jahren von Armut betroffen. Das ist mehr als ein Viertel der jungen Bev&ouml;lkerung. Das Problem ist hier besonders gro&szlig;.<br>\nUnser Landeskorrespondent Christoph Richter ist f&uuml;r das Wochenendjournal durch Sachsen-Anhalt gereist, hat eine alleinerziehenden Mutter von vier Kindern begleitet, eine Kindertafel besucht, an einem Familienfr&uuml;hst&uuml;ck teilgenommen und mit dem Pr&auml;sidenten des Kinderschutzbundes sowie mit Kindheits- und Wirtschaftsforschern gesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kinderarmut-in-deutschland-ohne-essen-in-die-schule.1775.de.html?dram:article_id=459104\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wir m&uuml;ssen unseren Lebensstil &auml;ndern<\/strong><br>\nUnser Wirtschaftssystem basiert auf wachsendem Konsum &ndash; und zugleich strebt die Gesellschaft nach effektivem Klimaschutz. Das funktioniere nicht, sagt der Umwelt&ouml;konom Niko Paech. Mit Nachhaltigkeit vereinbar sei nur der Verzicht auf Wachstum &ndash; und auf Luxus.<br>\nKlimaschutz hat mittlerweile einen breiten Konsens in der deutschen Gesellschaft gefunden. Aber wie steht es mit einschneidenden Konsequenzen, die aus einer ernstzunehmenden Klimapolitik zu ziehen w&auml;ren? Der Postwachstums&ouml;konom Niko Paech sieht in der Politik keine echte Abkehr vom Bekenntnis zu Konsum und immer weiterem Wirtschaftswachstum.<br>\n&bdquo;Jede noch so strukturell interessante umweltpolitische Ma&szlig;nahme kann dadurch verw&auml;ssert werden, dass der Preis zu gering oder die Obergrenze zu hoch gesetzt wird. Eine CO2-Steuer beispielsweise, die zu gering ist, wirkt nicht nur nicht, sondern ist sogar sch&auml;dlich. Die Menschen w&uuml;rden dann weiterhin &ndash; weil sie in der Bundesrepublik eine irre Kaufkraft haben &ndash; klimasch&auml;dliche Aktivit&auml;ten durchf&uuml;hren. Sie w&uuml;rden einfach den h&ouml;heren Preis zahlen und h&auml;tten dann noch den beruhigenden Effekt, sagen zu k&ouml;nnen: Naja, ich habe f&uuml;r die Karibik-Reise die CO2-Steuer gezahlt, also ist damit das Problem gel&ouml;st.&ldquo;<br>\nPaech glaubt, dass es sehr wohl politische Ma&szlig;nahmen gebe, die wirksam seien. &bdquo;Wenn etwa die CO2-Steuer wirklich hoch w&auml;re, etwa 200 Euro f&uuml;r eine Tonne CO2, dann w&auml;ren viele Menschen gar nicht mehr in der Lage, klimasch&auml;digende Aktivit&auml;ten auszuf&uuml;hren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/oekonom-niko-paech-zum-klimaschutz-wir-muessen-unseren.1008.de.html?dram:article_id=459353\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was versteht Herr Paech unter &bdquo;Luxus&ldquo;? Wer soll Verzicht &uuml;ben? Wer hat hier &bdquo;eine irre Kaufkraft&ldquo;? DIe 1,65 Millionen Menschen, die sich Lebensmittel bei den Tafeln abholen, die 7,5 Millionen Erwerbst&auml;tige, die in Leiharbeit, Minijobs, geringf&uuml;giger Teilzeit oder mit befristeten Arbeitsvertr&auml;gen besch&auml;ftigt sind, die 6,7 Millionen Menschen, die von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen leben? Hier zeigt sich, dass die Klimadebatte wieder einmal auch aus einer moralisch &uuml;berheblichen Position heraus gef&uuml;hrt wird, in der eine materiell bestens abgesicherte Schicht unter v&ouml;lliger Ignoranz der gesellschaftlichen Verh&auml;ltnissen, anderen vorschreiben m&ouml;chte wie diese zu leben haben. Es ist erstaunlich, dass bei aller Verzichts- und Luxusdebatte nie &uuml;ber die inzwischen aberwitzigen Formen annehmende globale Verm&ouml;gensanh&auml;ufung, dem Superreichtum und der zugrundeliegnedne Ideologie gesprochen wird. Obwohl die Kausalit&auml;t zwischen einem immer mehr an Waren, G&uuml;tern und Dienstleistungen, einem steigenden Resourcenverbrauch, der Anh&auml;ufung von Reichtum und der neoliberalen Ideologie evident sein sollte.<\/em> <\/p>\n<p>Dazu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54994#h06\">Das Klima, die Wirtschaft und die Menschen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Umweltgefahren durch Kohleasche<\/strong><br>\nAbgase sind nicht das einzige Problem von Kohlekraftwerken. In der Asche finden sich zahlreiche Gifte wie Arsen oder Cadmium. Nach einem Unfall in den USA sorgte die Obama-Regierung f&uuml;r eine bessere Regulierung der Ablagerung von Kohleasche. Jetzt k&ouml;nnten diese Ma&szlig;nahmen wieder aufgehoben werden.<br>\nEs geschah am 22. Dezember 2008. In der Nacht brach in Kingston, Tennessee, der Damm eines Stausees, in dem das &ouml;rtliche Kohlekraftwerk seine Asche gesammelt hatte. Millionen Kubikmeter einer schwarzen Flut ergossen sich &uuml;ber das Land. Monatelang waren rund 400 Arbeiter mit den Aufr&auml;umarbeiten besch&auml;ftigt. Zehn Jahre sp&auml;ter waren mehr als 200 von ihnen an Krebs erkrankt, 36 bereits gestorben. Der Unfall warf ein Schlaglicht auf die Gefahren, die von den nicht abgedichteten Deponien und Staubecken f&uuml;r Kohleasche ausgehen. Allein in den USA gibt es mehr als 1400 von ihnen.<br>\n&bdquo;Die Umweltfolgen von Kohleasche wurden lange vernachl&auml;ssigt. Erst der Unfall von Tennessee hat daf&uuml;r gesorgt, dass das Thema &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit erfuhr,&ldquo; erkl&auml;rt Avner Agosh von der Duke University. Kohleasche enth&auml;lt gro&szlig;e Mengen an giftigen Stoffen und Schwermetallen, die im Wasser l&ouml;slich sind. Um die Risiken absch&auml;tzen zu k&ouml;nnen, haben Avner Agosh und sein Team Methoden entwickelt, um Kohleasche in der Umwelt zu identifizieren. Denn sie bleibt anscheinend nicht dort, wo die Unternehmen sie ablagern:<br>\n&bdquo;Damit konnten wir jetzt erstmals zeigen, dass Kohleasche in einen See im &ouml;stlichen Teil von North Carolina gelangt ist. Die Belastung im Sediment des Sutton-Lakes ist sehr hoch, sogar h&ouml;her als in dem Schlamm, der in Tennessee ausgetreten ist das Land &uuml;berflutet hat.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kohlekraftwerke-umweltgefahren-durch-kohleasche.676.de.html?dram:article_id=459431\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das ist eine Bereicherungsmaschine<\/strong><br>\nDer Mietendeckel erhitzt die Gem&uuml;ter. Dabei scheint die Emp&ouml;rung &uuml;ber Eingriffe in das Marktgeschehen in der ver&ouml;ffentlichten Meinung zu &uuml;berwiegen. In Gespr&auml;chen mit Berlinern h&ouml;rt man aber eher das Gegenteil, sagt der Kulturwissenschaftler Joseph Vogl, der sich seit Jahren mit der unheimlicher Anschmiegsamkeit des Marktes an alle, auch autorit&auml;re, politische Systeme besch&auml;ftigt.<br>\nHerr Vogl, wenn man bedenkt, dass rund 140 Milliarden Euro Spekulationsgelder in den letzten zehn Jahren in den Berliner Immobilienmarkt geflossen sein sollen, ist es dann nicht rational zu regulieren?<br>\nEs war wenig rational, erst jetzt damit zu beginnen. In den letzten Jahren ist in Berlin ja nichts Ungew&ouml;hnliches passiert, nur das &Uuml;bliche, das man l&auml;ngst anderswo besichtigen konnte, n&auml;mlich die Verw&uuml;stung von Metropolen durch Immobilienspekulation: in London, in Paris, in New York. Gerade in Berlin hat man sehenden Auges, also mit Vorsatz, die Best&auml;nde aus den landeseigenen Wohnungsgesellschaften verscherbelt, an Konzerne wie die Deutsche Wohnen. Ein Opfer auf dem Altar der Schuldenbremse und eine Dreingabe an private Investoren. Jetzt l&auml;sst sich nichts mehr regulieren, nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Aber nat&uuml;rlich sollte man damit endlich anfangen.<br>\nSelbst nach der Finanzkrise dachte man, dass der freie Markt am besten die Probleme l&ouml;st und eine Art Ausgleich der Interessen erzeugt. Warum?<br>\nAch, der sogenannte freie Markt. In den letzten Jahren hat sich das Privatverm&ouml;gen durch den Immobilienboom in Deutschland um drei Billionen Euro vergr&ouml;&szlig;ert, und die H&auml;lfte davon ist ausschlie&szlig;lich dem reichsten Zehntel der Bev&ouml;lkerung zugute gekommen. Eine Bereicherungsmaschine. Knapp vierzig Prozent der Haushalte haben kein Verm&ouml;gen oder Schulden, sie k&ouml;nnen also gar nicht investieren. Die Rede von den Segnungen des Markts dient nur dazu, solche Umverteilungen von den L&ouml;hnen und Einkommen der Mieter zu Investoren zu verschleiern. Dabei ist der Markt inzwischen zu einer Leerformel verkommen.<br>\nDas war aber offenbar nicht immer so?<br>\nIm 18. Jahrhundert, als man den Markt erfunden hat, war er mit b&uuml;rgerlichen Emanzipationshoffnungen verbunden, freier Handel und politische Freiheiten. Er sollte wie ein Ei des Kolumbus auf dem Gebiet der Sozialtheorie funktionieren: Selbsts&uuml;chtige Interessen werden durch die Magie des Markts ins Gemeinwohl verwandelt. Adam Smith sagte: &bdquo;wie durch eine unsichtbare Hand&ldquo;. Und nach dem Zweiten Weltkrieg sollte der gez&auml;hmte Markt der sozialen Marktwirtschaft dann zur Gr&uuml;ndungsurkunde der Bundesrepublik werden. Ein Wohlfahrtsstaatskompromiss, um das Schlimmste zu verhindern. Die Erinnerungen an die Katastrophen der 20er- und 30er-Jahre waren noch wach, und man glaubte, der Kapitalismus k&ouml;nnte nur durch seine Z&uuml;gelung &uuml;berleben. Sp&auml;testens seit Thatcher und Reagan stellte man fest, dass dieser Kapitalismus sehr viel mehr Elend und Ungleichheit vertr&auml;gt, als man dachte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur\/joseph-vogl-ueber-berliner-immobilienmarkt--das-ist-eine-bereicherungsmaschine--33200090\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ein Profiteur der Nazis<\/strong><br>\nDie Nachkriegszeit hat ein Gesicht: Ludwig Erhard. Vor siebzig Jahren wurde die erste Bundesregierung vereidigt und vor allem ihr Wirtschaftsminister ist unvergessen. In Deutschland sind Stra&szlig;en, Fests&auml;le und Schulen nach Erhard benannt. Erhard bediente, wonach sich viele Westdeutsche sehnten: Er inszenierte sich als politikferner &bdquo;Professor&ldquo;, der &uuml;ber den Parteien stand. Zugleich suggerierte Erhard, dass er zu NS-Zeiten eine Art Widerstandsk&auml;mpfer gewesen sei. Doch diese Legenden sind falsch. Erhard war ein Profiteur des NS-Regimes und hat hochbezahlte Gutachten f&uuml;r Gauleiter und Himmler-Beh&ouml;rden verfasst.<br>\nErhards NS-Vergangenheit ist historisch bestens dokumentiert, wird aber bis heute tatkr&auml;ftig verschwiegen. Das neue Ludwig-Erhard-Museum in F&uuml;rth behauptet etwa, dass er die NS-Diktatur &bdquo;in einer Art Nische&ldquo; &uuml;berstanden h&auml;tte. Dieser ungebrochene Erhard-Kult zeigt beispielhaft, dass die Deutschen die NS-Vergangenheit noch immer nicht vollst&auml;ndig aufgearbeitet haben.<br>\nErhard hat die meisten seiner L&uuml;gen wahrscheinlich selbst geglaubt, denn sie halfen ihm, schwere Niederlagen zu verbr&auml;men. Dies begann bereits mit seiner Habilitation. Sp&auml;ter hat Erhard behauptet, er h&auml;tte auf eine &bdquo;akademische Laufbahn verzichten&ldquo; m&uuml;ssen, weil er kein Nazi gewesen sei. Dem italienischen Premier Aldo Moro erz&auml;hlte Erhard beispielsweise, er sei zu Hitlers Zeiten &bdquo;verfemt und ge&auml;chtet&ldquo; gewesen und habe &bdquo;seine Professorent&auml;tigkeit nicht aus&uuml;ben d&uuml;rfen&ldquo;.<br>\nDie Wahrheit ist weniger schmeichelhaft: Erhards Habilitation scheiterte nicht am NS-Regime, sondern an seiner eigenen Unf&auml;higkeit. Er brachte zwar 141 Seiten zu Papier, aber der Inhalt war so d&uuml;rftig, dass Erhard das Werk lieber nicht einreichte. Die NSDAP war jedenfalls nicht schuld, dass Erhard nicht zum Professor aufr&uuml;ckte. N&uuml;rnbergs NS-B&uuml;rgermeister Eickemeyer wollte ihn sogar ohne Habilitation mit dem Titel ehren, stie&szlig; jedoch auf den Widerstand des standesbewussten bayerischen Kultusministeriums: Es fehle &bdquo;ein umfangreiches wissenschaftliches Werk&ldquo;, wurde aus M&uuml;nchen beschieden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Ueberfaelliger-Denkmalssturz\/!5624636\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Hinter Milchglas<\/strong><br>\nF&uuml;nf Betroffene berichten von Isolation und Polizeigriff in einem Brandenburger Kinderheim. Ein Jugendlicher hat Anzeige erstattet. (&hellip;)<br>\nTilman Lutz, Professor f&uuml;r Soziale Arbeit an der evangelischen Hochschule Hamburg, findet die Praxis im Heim untragbar: &bdquo;Das, was die jungen Menschen schildern, ist Gewalt. Vom anf&auml;nglichen Freiheitsentzug &uuml;ber die degradierenden Fragerituale bis zu den k&ouml;rperlichen &Uuml;bergriffen. Das Recht auf gewaltfreie Erziehung gilt auch in Einrichtungen.&ldquo; Dies als Wertevermittlung zu bezeichnen, sei &bdquo;zynisch und ignoriert die Rechte der Kinder.&ldquo; Das Konzept sei auf Dressur ausgelegt und nicht auf P&auml;dagogik. Erziehung sollte etwas mit Aushandlung zwischen Subjekten zu tun haben &ndash; hier w&uuml;rden die Jugendlichen zu Objekten gemacht, die ver&auml;ndert werden m&uuml;ssen. &bdquo;Das widerspricht W&uuml;rde und Kinderrechten&ldquo;, sagt Lutz. Die Aufsichtsbeh&ouml;rden m&uuml;ssten sich darum k&uuml;mmern, dass die Rechte von Kindern gewahrt werden.<br>\nLutz forscht seit f&uuml;nf Jahren zur Wirkung von sogenannten Stufenmodellen und verweist auf den Deutschen Ethikrat. Der zweifelt schon l&auml;nger an Punktesystemen und Phasenkonzepten, wie sie in J&auml;nschwalde praktiziert werden. In seinen Empfehlungen zu Zwang in Sorgebeziehungen aus dem Herbst 2018 schreibt er: &bdquo;Intensiv-p&auml;dagogische Konzepte sind nicht zu rechtfertigen&ldquo;. Denn sie w&uuml;rden aufseiten des Kindes oder Jugendlichen &bdquo;zu Ohnmachtserfahrungen und zu &auml;u&szlig;erer Anpassung aus Resignation f&uuml;hren, sodass die eigentlich verfolgten wohlt&auml;tigen Absichten konterkariert werden&ldquo;.<br>\n&Auml;hnlich sch&auml;tzt es auch Heuser-Collier ein, Direktorin der Klinik und Hochschulambulanz f&uuml;r Psychiatrie und Psychotherapie an der Berliner Charit&eacute;. Sie sagt: &bdquo;Horror. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass es eine solche Einrichtung gibt.&ldquo; Bei den Jugendlichen k&ouml;nnten solche Ma&szlig;nahmen dazu f&uuml;hren, dass sie sich noch mehr verh&auml;rten und sich das Gef&uuml;hl von &bdquo;ich bin ja eh allen egal&ldquo; verfestige. &bdquo;Keine Ahnung, wie da die Erfolgsaussichten sein sollen.&ldquo; Diese Methode jedenfalls k&ouml;nne nicht von Erfolg gekr&ouml;nt sein, weil den Jugendlichen beigebracht werde: Es gibt niemanden, der sich wirklich f&uuml;r sie interessiert.<br>\nDas Ministerium, welches das Konzept erlaubt hat, antwortet schmallippig auf unsere Fragen, zeigt sich aber alarmiert. Es w&auml;re hilfreich, &bdquo;wenn sich die betroffenen Kinder und Jugendlichen direkt an uns wenden&ldquo;, sagt Sprecherin Antje Grabley. Die Hinweise w&uuml;rden vertraulich behandelt. Die Staatsanwaltschaft Cottbus best&auml;tigt, dass ein &bdquo;Pr&uuml;fverfahren&ldquo; l&auml;uft &ndash; aber N&auml;heres oder genaue Delikte seien noch nicht bekannt. Zumindest einer der Jugendlichen, mit denen die taz sprach, erstattete mittlerweile Anzeige bei der Polizei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Misshandlungen-im-Kinderheim\/!5624827\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Sind das lediglich Einzelf&auml;lle oder ist das die Spitze eines Eisberges? Gibt es noch weitere Heim-Einrichtungen mit einer &auml;hnlichen Praxis? Bereits in den fr&uuml;hen 1970er Jahren gab es die Forderung <a href=\"https:\/\/www.worldcat.org\/title\/holt-die-kinder-aus-den-heimen-alternativen-zur-heimunterbringung-referate-arbeitspapiere-und-resolutionen-einer-tagung-der-evangelischen-akademie-loccum-vom-13-15111972\/oclc\/611802115\">&ldquo;Holt die Kinder aus den Heimen&rdquo;<\/a> und Alternativen wurden aufgezeigt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Microsoft-Abh&auml;ngigkeit f&uuml;hrt zu &ldquo;Schmerzpunkten&rdquo; beim Bund<\/strong><br>\n&ldquo;Die Bundesverwaltung h&auml;ngt im Software-Bereich am Tropf von Microsoft, haben Forscher herausgefunden. Die digitale Souver&auml;nit&auml;t des Staates sei gef&auml;hrdet.<br>\nAnalysten des Beraternetzwerks &ldquo;PwC Strategy&amp;&rdquo; stellen der Bundesverwaltung in einer vom Bundesinnenministerium in Auftrag gegebenen Studie im IT-Bereich kein gutes Zeugnis aus. Die Beh&ouml;rden seien auf der Software-Ebene &ldquo;in allen Schichten&rdquo; von wenigen Anbietern &ldquo;stark abh&auml;ngig&rdquo;, hei&szlig;t es in der am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Untersuchung. Das gelte &ldquo;besonders f&uuml;r Microsoft&rdquo;, dessen Produkte wie Office, Windows und Windows Server &ldquo;vielfach eingesetzt werden und eng miteinander verkn&uuml;pft sind&rdquo;. Konditionsvertr&auml;ge und Lizenzausgaben deuteten zudem auf brenzlige Beziehungen etwa zu Oracle oder SAP hin, wobei es sich dort aber nur um einzelne Produktsegmente handle.<br>\nInsbesondere die Abh&auml;ngigkeit von Microsoft-Produkten f&uuml;hrt gem&auml;&szlig; den Ergebnissen &ldquo;zu Schmerzpunkten bei der Bundesverwaltung, die im Widerspruch zu den strategischen Zielen der IT des Bundes stehen&rdquo;. Als kritisch befinden die befragten Anwender und Strategen demnach vor allem die damit eingeschr&auml;nkte Informationssicherheit und rechtliche Unsicherheiten etwa im Bereich Datenschutz. Dabei handle es sich um Punkte, &ldquo;die die digitale Souver&auml;nit&auml;t des Staates gef&auml;hrden&rdquo;. Ferner knacke es im Getriebe aufgrund &ldquo;unkontrollierbarer Kosten&rdquo;, &ldquo;eingeschr&auml;nkter Flexibilit&auml;t&rdquo; und &ldquo;fremdgesteuerter Innovation&rdquo;.<br>\nDie Autoren des Berichts sehen daher &ldquo;dringenden Handlungsbedarf&rdquo;, wobei sich die Bundesverwaltung an vielen nationalen und internationalen Initiativen anderer Organisationen orientieren und die daraus abgeleiteten Erfolgsfaktoren f&uuml;r ihren eigenen L&ouml;sungsweg anwenden k&ouml;nne. Ein Gro&szlig;teil dieser Ans&auml;tze ziele darauf ab, Microsoft-Produkte durch Open-Source-L&ouml;sungen zu ersetzen. Dabei handle es sich um ein &ldquo;probates Mittel&rdquo;, um die &ldquo;digitale Souver&auml;nit&auml;t der Bundesverwaltung langfristig zu sichern&rdquo;. Dabei sei es aber wichtig, etwa Nutzerakzeptanz sicherzustellen sowie IT-Kompetenz aufzubauen, um R&uuml;ckschl&auml;gen wie in M&uuml;nchen vorzubeugen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Marktanalyse-Microsoft-Abhaengigkeit-fuehrt-zu-Schmerzpunkten-beim-Bund-4533951.html?utm_source=pocket-newtab\">heise online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Neun Unternehmen arbeiten am geheimen Deutschland-Pakt<\/strong><br>\nNeun deutsche Konzerne arbeiten nach Informationen von WELT AM SONNTAG an einem geheimen Plan. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hat daf&uuml;r die &bdquo;Initiative der Deutschen Wirtschaft&ldquo; gegr&uuml;ndet.<br>\nNeun deutsche Konzerne arbeiten nach Informationen von WELT AM SONNTAG an einem geheimen Plan, der die Wettbewerbsf&auml;higkeit des Landes st&auml;rken soll. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hat daf&uuml;r die &bdquo;Initiative der Deutschen Wirtschaft&ldquo; gegr&uuml;ndet. Diese will der Politik mit eigenen Vorschl&auml;gen unter die Arme greifen.<br>\nZu den teilnehmenden Unternehmen z&auml;hlen neben der Deutschen Bank auch Axel Springer (WELT, &bdquo;Bild&ldquo;), Bayer, Daimler, Deutsche B&ouml;rse, Lufthansa, SAP, Siemens und Trumpf. &bdquo;Jetzt handeln &ndash; gemeinsam f&uuml;r ein zukunftsf&auml;higes Deutschland in Europa&ldquo;, ist der Titel eines unver&ouml;ffentlichten Positionspapieres vom 21. August, das WELT AM SONNTAG vorliegt und an dem weiter gearbeitet wird.<br>\nAuf etwas mehr als vier Seiten er&ouml;rtern die Experten f&uuml;nf Schwerpunktthemen. Dabei geht es unter anderem um die Nutzung von Daten, die Ausbildung von Mitarbeitern, die Frage, wie man Erfindungen schneller an den Markt bringt, und um Investitionen.<br>\nDeutsche-Bank-Chef Sewing hatte im Januar am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos in vertraulichen Gespr&auml;chen mit anderen deutschen Wirtschaftsbossen f&uuml;r eine gemeinsame Initiative geworben. Anfang April hat es dann ein geheimes Treffen in der Bankzentrale in Frankfurt gegeben, bei dem die Konzernlenker einen Pakt f&uuml;r Deutschland beschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article200690816\/Wettbewerbsfaehigkeit-Neun-Unternehmen-arbeiten-am-geheimen-Deutschland-Pakt.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &ldquo;&hellip;.. die Wettbewerbsf&auml;higkeit des Landes st&auml;rken &hellip;.&ldquo; Diese Phrase l&auml;sst schlimmstes bef&uuml;rchten. Auch die Einf&uuml;hrung der Agenda 2010 wurde so begr&uuml;ndet. Man darf jetzt schon behaupten, dass dies massive Nachteile f&uuml;r die Mehrheit der B&uuml;rger bedeuten w&uuml;rde, gerade wenn die schlimmste aller Banken, die Deutsche Bank mit von der Partie ist und man darf davon ausgehen, dass die Parteien der neoliberalen Mitte Gewehr bei Fu&szlig; stehen werden sollt es konkrete Forderungen geben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Allerletzte &ndash; Friedrich Merz zu Klimaschutz<\/strong><br>\nHinter den Forderungen nach radikalen L&ouml;sungen steckt nicht der Wunsch nach mehr #Klimaschutz. Der eine oder die andere spricht es ja auch ganz offen aus: Es geht gegen unsere freiheitliche Lebensweise, um die Zerst&ouml;rung der marktwirtschaftlichen Ordnung. &trade; #WeltamSonntag\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Hinter den Forderungen nach radikalen L&ouml;sungen steckt nicht der Wunsch nach mehr <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Klimaschutz?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Klimaschutz<\/a>. Der eine oder die andere spricht es ja auch ganz offen aus: Es geht gegen unsere freiheitliche Lebensweise, um die Zerst&ouml;rung der marktwirtschaftlichen Ordnung. &trade; <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/WeltamSonntag?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#WeltamSonntag<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Friedrich Merz (@_FriedrichMerz) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/_FriedrichMerz\/status\/1175712591848644609?ref_src=twsrc%5Etfw\">September 22, 2019<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p> <br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/_FriedrichMerz\/status\/1175712591848644609\">Friedrich Merz via Twitter<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin M.G.:<\/strong> Sagt ausgerechnet der Aufsichtsratsvorsitzende von Blackrock, genau mein Humor!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-55062","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55062","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=55062"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55062\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":55065,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55062\/revisions\/55065"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=55062"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=55062"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=55062"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}