{"id":55104,"date":"2019-09-25T09:05:00","date_gmt":"2019-09-25T07:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55104"},"modified":"2019-09-25T15:26:50","modified_gmt":"2019-09-25T13:26:50","slug":"der-verkehrt-minister-im-hause-scheuer-laeuft-alles-schief-wie-geschmiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55104","title":{"rendered":"Der Verkehrt-Minister: Im Hause Scheuer l\u00e4uft alles schief wie geschmiert"},"content":{"rendered":"<p>Zur vermasselten &bdquo;Ausl&auml;ndermaut&ldquo; kommt mit einem Autobahnprojekt im S&uuml;dwesten ein neuer Fall aus der Rubrik: Der Steuerzahler ist der Dumme. Statt der zun&auml;chst kalkulierten 800 Millionen Euro k&ouml;nnte das Vorhaben am Ende 1,4 Milliarden Euro und mehr verschlingen. &Uuml;berraschen sollte das keinen mehr. &bdquo;Kostenexplosionen&ldquo; im Stra&szlig;enbau geh&ouml;ren zum Gesch&auml;ft und lassen Investorenherzen h&ouml;her schlagen. Und wenn sich Staat und Private doch einmal verkrachen, wird die Zeche eben per Gerichtsbeschluss f&auml;llig. Oder die &ouml;ffentliche Hand kehrt am Ende die Scherben auf. Beim kommenden Verfahren &bdquo;A1 Mobil&ldquo; gegen die BRD wittern sogar Hedgefonds fette Beute. L&auml;sst das die Entscheider umdenken? Ach woher! Von <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong><br>\n<!--more--><br>\nDie Liste der Vorw&uuml;rfe gegen Andreas Scheuer (CSU) im Zusammenhang mit der gescheiterten &bdquo;Ausl&auml;ndermaut&ldquo; wird mit jedem Tag l&auml;nger. Der &bdquo;Spiegel&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/pkw-maut-geheimgespraeche-belasten-andreas-scheuer-a-1287758.html\">berichtete<\/a> am Wochenende von zwei &bdquo;Geheimtreffen&ldquo; mit den verhinderten Betreiberfirmen Kapsch TrafficCom und CTS Eventim.<br>\nBeim ersten Treffen am 22. November 2018 im Hause des Bundesverkehrsministers soll dieser das Angebot von Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg ausgeschlagen haben, die Vertr&auml;ge &uuml;ber die Erhebung der Pkw-Maut erst nach dem entscheidenden Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs (EuGH) zu unterzeichnen. Scheuer habe dagegen zur Eile gedr&auml;ngt, um den Mautstart nicht zu gef&auml;hrden und das Thema aus dem Bundestagswahlkampf 2021 herauszuhalten. <\/p><p>Wie bekannt, hat das Gericht der Klage &Ouml;sterreichs am 18. Juni 2019 stattgegeben und den deutschen Vorsto&szlig; als europarechtswidrig verworfen. Schon am Tag darauf fand das n&auml;chste klandestine Stelldichein statt. Dabei soll Scheuer Schulenberg gebeten haben, &ouml;ffentlich zu erkl&auml;ren, dass auch er den fr&uuml;hen Vertragsabschluss Ende 2018 gewollt h&auml;tte. Damit habe der Minister offenbar versucht, die alleinige Verantwortung f&uuml;r den &uuml;berst&uuml;rzten Deal und die drohenden Schadensersatzzahlungen von sich abzuwenden, folgerte das Hamburger Nachrichtenmagazin. <\/p><p>Das Verkehrsministerium (BMVI) best&auml;tigte die beiden Gespr&auml;che. Das erste habe dem &bdquo;Austausch &uuml;ber den Stand der organisatorischen und technischen Umsetzung der Infrastrukturabgabe&ldquo; gedient, das zweite der &bdquo;Unterrichtung der Betreiber &uuml;ber die erste Bewertung des Urteils des EuGH durch die von Minister Scheuer am Tag davor eingerichteten Task Force&ldquo;. Ein  wahltaktisches Man&ouml;ver bestreiten die Verantwortlichen. Da die EU-Kommission im Mai 2017 gr&uuml;nes Licht f&uuml;r das Vorhaben gegeben habe, &bdquo;ergab sich kein Anlass f&uuml;r Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Pkw-Maut&ldquo;, nahm das Ministerium am Freitag <a href=\"https:\/\/www.bmvi.de\/SharedDocs\/DE\/Artikel\/K\/klarstellung-spiegel-pkw-maut-20190920.html\">Stellung<\/a>:<\/p><blockquote><p>&bdquo;W&auml;re der Auftrag erst nach einer positiven Entscheidung des EuGH vergeben worden, h&auml;tte dies zu einer versp&auml;teten Einf&uuml;hrung und zu Einnahmeausf&auml;llen gef&uuml;hrt.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p><strong>Voller Profit, null Leistung<\/strong> <\/p><p>Aha &ndash; war alles nur gut gemeint und die Konsequenzen konnte keiner absehen. Nicht nur wird es keine &bdquo;Einf&uuml;hrung&ldquo; und keine &bdquo;Einnahmen&ldquo; geben, sondern es zeichnen sich neben den bereits verpulverten &uuml;ber 50 Millionen Euro f&uuml;r Berater und Gutachter weitere massive Verluste in dreistelliger Millionenh&ouml;he ab. Ende September, wenn die Vertr&auml;ge auslaufen, wollen Kapsch und Eventim verk&uuml;nden, ob und in welcher H&ouml;he sie den Bund verklagen werden. Dass es richtig teuer wird, erscheint ausgemacht. Eine von der Gr&uuml;nen-Fraktion im Bundestag in Auftrag gegebene Expertise der Freiburger Rechtsanw&auml;lte Holger Wei&szlig; und Alexander Wichmann sowie des Aachener Wirtschaftspr&uuml;fers Irg M&uuml;ller stellt dazu fest: &bdquo;Die Rechtsfolgen einer K&uuml;ndigung gehen einseitig zu Lasten der BRD. Nach dem Vertrag &uuml;bernimmt sie das Risiko eines negativen EuGH-Urteils vollst&auml;ndig.&ldquo; <\/p><p>Das Gutachten, das den NachDenkSeiten vorliegt, ist das mittlerweile dritte, das den politischen Entscheidern Versagen auf ganzer Linie zur Last legt. Sch&auml;tzungen zu den m&ouml;glichen Regressforderungen samt weiterer Folgekosten bewegen sich zwischen 300 bis zu 700 Millionen Euro. Wie Wei&szlig;, Wichmann und M&uuml;ller konstatieren, werde der Betreiber so gestellt, &bdquo;als ob das EuGH-Urteil gar nicht ergangen w&auml;re und er den planm&auml;&szlig;igen Gewinn &uuml;ber die gesamte Vertragslaufzeit erzielen k&ouml;nnte&ldquo;. Das hei&szlig;t: Kapsch und Eventim sollten f&uuml;r den Fall, dass das Mautgesetz kippt, mit ebensoviel Geld entsch&auml;digt werden, wie sie w&auml;hrend des zw&ouml;lfj&auml;hrigen Betriebs h&auml;tten verdienen k&ouml;nnen. Maximaler Profit also, bei null Gegenleistung. Dies sei &bdquo;mit Blick auf die gesetzlichen Leitbilder &auml;u&szlig;erst ungew&ouml;hnlich, ohne besondere gesetzliche Erm&auml;chtigung nicht zul&auml;ssig und sachlich nicht gerechtfertigt&ldquo;, urteilen die Juristen. <\/p><p>Neben der Frage, ob die Angelegenheit so endet, stellt sich die, wann sie endet. Nach Recherchen der <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/konflikt-um-pkw-maut-juristische-korrespondenz-verraet-scheuers-strategie-33188108\">&bdquo;Berliner Zeitung&ldquo;<\/a> spielt der Minister n&auml;mlich auf Zeit. Das Blatt beruft sich auf den als Verschlusssache gestempelten juristischen Schriftverkehr zwischen BMVI, Kraftfahrtbundesamt (KBA) und Konsortium, aus dem hervorgeht, wie Scheuers Anw&auml;lte alles daran setzen, eine rasche Kl&auml;rung noch strittiger Sachverhalte zu verhindern. So sei weiterhin offen, auf Grundlage welcher K&uuml;ndigungsoption die Vertr&auml;ge &uuml;berhaupt nichtig werden und ob und in welchem Umfang die Gesch&auml;ftst&auml;tigkeiten bis Monatsende einzustellen sind. Auch wird aus den Dokumenten ersichtlich, mit welchen fadenscheinigen Gr&uuml;nden die Regierung versucht, den Schwarzen Peter dem Konsortium zuzuschieben. Neben dem ordnungspolitischen Ausl&ouml;ser (EuGH-Urteil) wird mit mangelhaften Leistungen und vermeintlichen Vertragsverletzungen, etwa durch angeblich nicht genehmigte Auftragsweitergabe an Subunternehmen argumentiert. <\/p><p><strong>Kostenexplosion bei A61<\/strong> <\/p><p>Es wirke so, als provoziere das Ministerium einen bestimmten Gang der Ereignisse, schrieb die Zeitung. Tats&auml;chlich sieht der Betreibervertrag ein Schiedsgerichtsverfahren f&uuml;r den Fall vor, dass sich die Parteien nicht einigen k&ouml;nnen. Dieses w&uuml;rde unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit gef&uuml;hrt, nicht einmal Parlamentarier erhielten Einblicke in die Verhandlungen. Selbst deren Ergebnisse unterl&auml;gen am Ende der Geheimhaltung. &bdquo;Statt zu seinen Fehlern zu stehen, will sich Scheuer in ein jahrelanges und teures Schiedsverfahren retten und so sein politisches &Uuml;berleben sichern&ldquo;, beklagte der haushaltspolitische Sprecher der Gr&uuml;nen, Sven-Christian Kindler. Das bedeute &bdquo;eine Dokumentenschlacht von mindestens zwei bis drei Jahren und damit &uuml;ber die Legislaturperiode hinaus.&ldquo; Kommt es so, m&uuml;sse die &bdquo;n&auml;chste Bundesregierung die Zeche f&uuml;r seinen Maut-Murks zahlen.&ldquo; <\/p><p>Das w&auml;re nicht das erste Mal, dass die &bdquo;Nachwelt&ldquo; f&uuml;r ein komplett verkorkstes verkehrspolitisches Projekt geradestehen muss. Eigentlich ist das inzwischen sogar schlechte Gewohnheit und man k&ouml;nnte meinen: Das Versagen hat System. Wie zum Beleg sorgt dieser Tage ein weiteres Scheuer-Vorhaben f&uuml;r Schlagzeilen. Dabei geht es um den Ausbau der Autobahn A61 an der Landesgrenze zwischen Rheinland-Pfalz und Baden-W&uuml;rttemberg. Geplant ist, die Fernstra&szlig;e auf einer L&auml;nge von 31 Kilometern von vier auf sechs Spuren zu erweitern, weil der Abschnitt zwischen Speyer und Frankenthal als besonders stauanf&auml;llig gilt. Allerdings wurde der L&auml;rm schleichender Blechlawinen dieser Tage von einem Knall anderer Art &uuml;bert&ouml;nt. Nach dem Haushaltsplanentwurf der Bundesregierung f&uuml;r 2020 werden die Ausgaben f&uuml;r das Projekt um 600 Millionen Euro aus dem Ruder laufen. Waren zun&auml;chst 800 Millionen Euro vorgesehen, sind es jetzt pl&ouml;tzlich 1,4 Milliarden Euro. <\/p><p>&Uuml;ber die &bdquo;Kostenexplosion&ldquo; hatte am Montag der Vorwoche zuerst der Berliner &bdquo;Tagesspiegel&ldquo; berichtet. Die Zeitung zitierte aus den Antworten des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen-Bundestagsfraktion, die auch den NachDenkSeiten vorliegt. Demnach w&auml;ren die alten Zahlen lediglich das Ergebnis einer &bdquo;&uuml;berschl&auml;gigen Wirtschaftlichkeitseinsch&auml;tzung&ldquo; gewesen. Im Fr&uuml;hjahr 2018 sei aber durch eine &bdquo;vorl&auml;ufige Wirtschaftlichkeitspr&uuml;fung&ldquo; (vWU) eine neue Rechnung entstanden, bei der es auch um die Vergabe an ein privates Konsortium gegangen sei. Tats&auml;chlich will die Bundesregierung den Ausbau im Rahmen einer &ouml;ffentlich-privaten Partnerschaft (&Ouml;PP) umsetzen. Dabei &uuml;berl&auml;sst der Bund Planung, Bau, Erhalt und Betrieb privaten Investoren, die daf&uuml;r &uuml;ber einen Zeitraum von bis zu 30 Jahren mit den Einnahmen aus der Lkw-Maut verg&uuml;tet werden. <\/p><p><strong>B&ouml;se Falle &Ouml;PP<\/strong> <\/p><p>Bei solchen Deals werden die Planzahlen auf lange Sicht regelm&auml;&szlig;ig &uuml;ber den Haufen geworfen. Der Bundesrechnungshof war schon im Sommer 2014 in einem Gutachten f&uuml;r den Haushaltsausschuss zu dem Schluss gekommen, dass sich das Modell f&uuml;r den Staat nicht rechnet. Von seinerzeit sechs realisierten Projekten schlugen f&uuml;nf mit Mehrkosten in H&ouml;he von insgesamt 1,9 Milliarden Euro gegen&uuml;ber einer staatlichen Beschaffungsvariante <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/rechnungspruefer-privater-autobahnbau-lohnt-sich-nicht\/10030782.html?ticket=ST-14806489-5hd0Fs2wzCdEGMar1SKh-ap3\">zu Buche<\/a>. Besonders krass: Der Ausbau der A1 von Bremen nach Buchholz ist am Ende nicht &ndash; wie im Vorfeld kalkuliert &ndash; um 40 Prozent g&uuml;nstiger gewesen als das Staatsmodell &ndash; sondern um 28 Prozent teurer. <\/p><p>Von der Wirklichkeit unbeeindruckt, gelangen die bei der Vergabe der Projekte entscheidenden Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen aber bis heute stets zum gegenteiligen Resultat, wonach sich ein Privatbetrieb f&uuml;r den Staat lohne. Auch im Fall der A61 ist der Weg vorgezeichnet. Die vWU weise &bdquo;eine potenzielle Wirtschaftlichkeit der &Ouml;PP-Beschaffungsvariante gegen&uuml;ber einer konventionellen Beschaffung aus&ldquo;, hei&szlig;t es in der Antwort auf die Gr&uuml;nen-Anfrage. Begr&uuml;ndet wird der Kostenauftrieb mit der &bdquo;Ber&uuml;cksichtigung aktueller Marktentwicklungen&ldquo; sowie damit, dass die Pr&uuml;fung eines &Ouml;PP-Projekts &bdquo;in mehreren Stufen durchgef&uuml;hrt&ldquo; werde. Dabei k&ouml;nnten &bdquo;sich der Detaillierungsgrad und die Projektangaben ver&auml;ndern&ldquo;. <\/p><p>Bei der A61 liegt eine &bdquo;Ver&auml;nderung&ldquo; in der Kopplung des Vorhabens mit der Bewirtschaftung zweier in der N&auml;he befindlicher, jedoch schon fertiggestellter Strecken auf der A650 und der A65. Wohl um die Unternehmung f&uuml;r Private noch attraktiver zu machen, sollen auch diese beiden Teilst&uuml;cke &ndash; im Paket mit dem Gro&szlig;auftrag &ndash; langfristig von Investoren unterhalten werden. Allerdings erkl&auml;rt das nach Ansicht des Gr&uuml;nen-Politikers Kindler nicht das Ausgabenplus von 75 Prozent. Auch die allgemeine Kostensteigerung im Bauwesen k&ouml;nne den Preis nicht um 600 Millionen Euro nach oben treiben. Das Grund&uuml;bel <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/363252.%C3%B6ffentliche-private-partnerschaft-explosive-rechentricks.html?sstr=%C3%B6pp\">sieht der Politiker<\/a> deshalb im Modell &Ouml;PP. Hierbei w&uuml;rden &bdquo;kurzfristige Renditeerwartungen der beteiligten Bauunternehmen, Banken und Versicherungen im Zentrum stehen und nicht das Gemeinwohlinteresse&ldquo;. <\/p><p><strong>Toll Collect ist Anwalts Liebling<\/strong> <\/p><p>Auch im Fall der Pkw-Maut steht der Verdacht im Raum, der Zuschlag an ein Privatkonsortium k&ouml;nnte mittels frisierter Wirtschaftlichkeitsgutachten erfolgt sein. (vgl. NachDenkSeiten-Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54733\">&bdquo;Bescheuert. Ein Minister macht Vertr&auml;ge ohne Rechtssicherheit und sichert so die Profite von Investoren.&ldquo;<\/a>) Der Schluss liegt nahe, weil der Bund seit 1. September 2018 Eigent&uuml;mer von Toll Collect ist. Das ist die Gesellschaft, die seit Jahren die Lkw-Maut auf deutschen Fernstra&szlig;en eintreibt und bei der Erhebung einer Pkw-Maut weitreichende Synergien einbringen k&ouml;nnte. Ein Privatbetreiber m&uuml;sste die entsprechende Infrastruktur (z. B. Kontrollbr&uuml;cken und -s&auml;ulen) entweder erst aus dem Boden stampfen oder teuer vom Staat anmieten. Bei der abschlie&szlig;enden Wirtschaftlichkeitspr&uuml;fung (aWU) blieb dieser Posten jedoch g&auml;nzlich unber&uuml;cksichtigt. <\/p><p>Toll Collect ist indes selbst ein Paradebeispiel daf&uuml;r, wie sich Private auf Kosten der Allgemeinheit mit freundlicher Unterst&uuml;tzung der Damen und Herren Volksvertreter bereichern d&uuml;rfen. R&uuml;ckblick: Weil die fr&uuml;heren Eigner aus Telekom, Daimler und der franz&ouml;sischen Cofiroute ihr Mautsystem anders als vertraglich vereinbart erst 2005 und damit zwei Jahre versp&auml;tet zum Laufen brachten, waren dem Bund horrende Summen durch die Lappen gegangen. Zwischenzeitlich machte er in zwei Schiedsgerichtsverfahren deshalb Forderungen von neun Milliarden Euro geltend. Davon blieben beim schlussendlich im Mai 2018 getroffenen &bdquo;fairen&ldquo; Vergleich der Streitparteien nur mehr 3,2 Milliarden Euro &uuml;brig. Wirklich begleichen m&uuml;ssen die Betreiber nach Verrechnung mit fr&uuml;heren und kommenden Staatseinnahmen aber lediglich 1,3 Milliarden Euro. Davon bleibt nicht viel h&auml;ngen: Die Einigung nach 14 Jahren Dauerzwist hat allein knapp eine halbe Milliarde Euro an Anwaltskosten verschlungen. <\/p><p>Urspr&uuml;nglich sollte das Arrangement den Weg zu einer erneuten Privatisierung von Toll Collect nach einer halbj&auml;hrigen &Uuml;bergangszeit unter staatlicher Obhut ebnen. Mit dem Ende des Rechtsstreits waren alle Altlasten vom Tisch und die neuen Betreiber h&auml;tten befreit durchstarten k&ouml;nnen. Auch war mit dem Rechtsfrieden die Gefahr gebannt, dass &bdquo;alte Geschichten&ldquo; noch einmal aufgew&auml;rmt werden. Der Bund h&auml;tte als Eigner tiefe Einblicke gewinnen k&ouml;nnen, warum der Auftakt damals so vermasselt wurde und in diesem Wissen wom&ouml;glich noch viel mehr Schadensersatz geltend machen k&ouml;nnen. <\/p><p><strong>A1 macht mobil<\/strong> <\/p><p>Das lie&szlig; die Regierung lieber bleiben und setzte statt dessen auf eine Fortsetzung der zerr&uuml;tteten Ehe. Lange Zeit durften sich mit Telekom und Cofiroute zwei der drei Konzerne Hoffnungen auf einen erneuten Toll-Collect-Zuschlag machen, nachdem sie den Bund jahrelang durch Misswirtschaft und allerlei krumme Machenschaften um Einnahmen in Milliardenh&ouml;he gebracht hatten. Es kam anders, weil Toll Collect pl&ouml;tzlich Scheuers letzte Patrone zur Rettung seiner &bdquo;Ausl&auml;ndermaut&ldquo; war. Mit den bei der Vergabeentscheidung noch ignorierten Synergien konnte er das &uuml;berteuerte Gebot von Kapsch und Eventim um eine Milliarde Euro k&uuml;rzen, um so den Rahmen der vom Bundestag bewilligten zwei Milliarden Euro nicht zu sprengen. <\/p><p>W&auml;hrend in dieser Aff&auml;re das dicke Ende noch bevorsteht, k&uuml;ndigt sich auch schon die n&auml;chste fette Pleite f&uuml;r den Steuerzahler an. Am 29. Oktober wird das Oberlandesgericht Celle das Berufungsverfahren im Fall &bdquo;A1 Mobil&ldquo; gegen die Bundesrepublik verhandeln. Das vom britischen Infrastrukturfonds John Laing und der Johann-Bunte-Bauunternehmung getragene Konsortium betreibt die sogenannte Hansalinie, ein zwischen 2008 und 2012 in &Ouml;PP-Regie ausgebauter Streckenabschnitt auf der A1 zwischen Hamburg und Bremen. Weil die Erl&ouml;se aus der Lkw-Maut &ndash; angeblich wegen der Finanzkrise 2008 &ndash; hinter den Erwartungen zur&uuml;ckblieben, verlangen die Unternehmen Schadensersatz in H&ouml;he von 778 Millionen Euro. <\/p><p>Vorausgegangen waren mehrere erfolglose Schlichtungsversuche und ein gescheiterter Vergleichsvorschlag durch das Landgericht Hannover. Dieses hatte die Klage daraufhin Anfang September 2018 in erster Instanz abgewiesen. Der Ausgang des Prozesses gilt als offen, aber wie gehabt verdienen sich Berater, Gutachter und Rechtsverdreher eine goldene Nase. Die Gr&uuml;nen-Fraktion hat j&uuml;ngst bei der Bundesregierung in Erfahrung gebracht, dass der Bund bisher mehr als 300.000 Euro an Anwaltshonoraren in den Rechtsstreit gesteckt hat. Das sind freilich Peanuts angesichts dessen, was noch bevorsteht. Denn ganz egal, wie der Fall juristisch endet: Verlieren wird immer der Bund. Die Frage ist nur noch, wie schwer der Schlag ins Kontor ausfallen wird. <\/p><p><strong>Too big to fail<\/strong><\/p><p>Entweder werden horrende Entsch&auml;digungszahlungen f&auml;llig, mithin steht am Ende doch noch ein teurer Vergleich. Oder der Bund wird, sofern die Klage scheitert, anstelle der Investoren als Autobahnbetreiber wider Willen in die Bresche springen und alle mit einer Insolvenz verbundenen Folgekosten tragen m&uuml;ssen. Wie es hei&szlig;t, wurde ein eigentlich f&auml;lliger Bankrott von &bdquo;A1 Mobil&ldquo; allein durch ein Stillhalteabkommen mit den Banken abgewendet. Vor zwei Jahren machten dazu Meldungen die Runde, wonach 20 bis 30 Hedgefonds die Kredite der Gl&auml;ubiger aufgekauft h&auml;tten und die Forderungen gegen&uuml;ber der BRD durchfechten wollten. Das d&uuml;rfte sich lohnen. Nach <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/a1-privatisierung-betreiber-rechneten-mit-ackermann-renditen-a-1169408.html\">Recherchen<\/a> der Initiative Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand (GiB) kalkulierte das Konsortium f&uuml;r die Dauer seines 30j&auml;hrigen Engagements mit einer j&auml;hrlichen Rendite von im Schnitt 30 Prozent auf das eingesetzte Kapital. <\/p><p>Zahlen wie diese lassen den ganzen Wahnwitz solcher Gesch&auml;fte erkennen. &bdquo;Wirtschaftlich&ldquo; sind diese allein f&uuml;r die beteiligten Unternehmen, w&auml;hrend der Steuerzahler stets den Schaden hat. Geht ein Projekt baden, kann der Staat nicht einfach die fragliche Autobahn dichtmachen. Das Risiko bleibt in jedem Fall an ihm h&auml;ngen. So macht sich die Politik hochgradig erpressbar. Der Speyerer Verwaltungswissenschaftler Holger M&uuml;hlenkamp hatte die Kr&auml;ftekonstellation in einem <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++dfc8f8b0-4899-11e8-a386-52540088cada\">Interview<\/a> mit dem Onlineportal des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) einmal so beschrieben: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Es wird h&auml;ufig argumentiert, dass eine drohende Insolvenz Private davon abh&auml;lt, ineffizient zu wirtschaften. Es ist aber genau andersherum, der Private wendet die Drohung gegen den &ouml;ffentlichen Partner. Denn die &ouml;ffentliche Hand kann sich in der Regel nicht leisten, dass der Private insolvent wird.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Tats&auml;chlich gibt es zum Pleiteprojekt Hansalinie einen Pr&auml;zedenzfall: Der Warnow-Tunnel in Rostock. Weil die Profite nicht so sprudelten wie erhofft, erzwangen die Investoren eine Verl&auml;ngerung der Laufzeit von 30 auf 50 Jahre sowie eine Verdopplung der Mautgeb&uuml;hren. Selbst die immer wieder vorgebrachte Behauptung vom Effizienzvorteil und Leistungsvorsprung der Privaten erscheint nicht haltbar. Zum Zug kommen bei &Ouml;PP-Projekten in aller Regel gro&szlig;e Baukonzerne, die sich an den schwer &uuml;berschaubaren Gro&szlig;auftr&auml;gen gesundsto&szlig;en. Die Qualit&auml;t bleibt dabei mitunter auf der Strecke. Im Zusammenhang mit den Kostensteigerungen bei der A 61 wies darauf in der Vorwoche der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) hin, der &uuml;berwiegend kleinere und mittlere Handwerksbetriebe vertritt. <\/p><p><strong>Nebelkerze &bdquo;Schuldenbremse&ldquo;<\/strong> <\/p><p>Die mittelst&auml;ndische Bauwirtschaft werde &bdquo;komplett aus einem Marktsegment verdr&auml;ngt, in dem sie seit Jahrzehnten erfolgreich t&auml;tig ist&ldquo;, beklagte Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Felix Pakleppa in einer <a href=\"https:\/\/www.zdb.de\/zdb-cms.nsf\/id\/baugewerbe-zum-ausbau-der-a61-in-sueddeutschland-oepp-projekte-nicht-mehr-notwendig-zu-teuer-und-in?open&amp;ccm=040\">Medienmitteilung<\/a>. Dabei baue der Mittelstand &bdquo;kosteng&uuml;nstiger und zuverl&auml;ssiger, als Finanzinvestoren das k&ouml;nnen&ldquo;. Durch die Konzentration der Vergabe auf wenige Bieter werde der Wettbewerb ausgeschaltet, die Projekte w&uuml;rden niedriger kalkuliert und vergeben, erg&auml;nzte der Funktion&auml;r: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Wenn dann &ndash; v&ouml;llig &uuml;berraschend &ndash; Mehrkosten entstehen, wird versucht, diese dem &ouml;ffentlichen Auftraggeber anzulasten.&ldquo; Der Verband sieht sich durch die neuesten Ereignisse best&auml;tigt: &bdquo;&Ouml;PP-Projekte in der Verkehrsinfrastruktur sind ineffizient und teuer.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Komplettiert wird der Komplott gegen das Gemeinwesen mit dem Gerede von &bdquo;schwarzer Null&ldquo; und &bdquo;Schuldenbremse&ldquo;. Der Staat, macht man B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern weis, k&ouml;nne sich die Instandsetzung der maroden Infrastruktur nicht ohne Zuhilfenahme der Privaten leisten, weil man den kommenden Generationen eine zu schwere Hypothek ersparen m&uuml;sse. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Durch die Einbindung profithungriger Investoren f&auml;llt die Endabrechnung um vieles teurer aus. Das betrifft nicht nur das Finanzielle. Durch die Auslagerung vormals ureigenster Aufgabenbereiche an die Privatwirtschaft gibt der Staat fahrl&auml;ssig und ohne Not die Kontrolle &uuml;ber wichtige Bereiche der gesellschaftlichen Daseinsvorsorge preis. Wohin das f&uuml;hren kann, zeigt sich aktuell am grassierenden &bdquo;Mietenwahnsinn&ldquo;. <\/p><p>Ohne &bdquo;Schuldenbremse&ldquo;, &bdquo;schwarze Null&ldquo; und &bdquo;Haushaltsdisziplin&ldquo; w&auml;re es ein Leichtes, den Sanierungsstau im Stra&szlig;enbau, bei Kitas, Schulen und Universit&auml;ten mit staatlichem Geld und in staatlicher Regie binnen weniger Jahre abzuarbeiten &ndash; gerade in Zeiten der Nullzinspolitik. Statt dessen werden die Instrumente im Namen einer &bdquo;Sparpolitik&ldquo; hochgehalten, die in Wahrheit darauf abzielt, die &ouml;ffentliche Infrastruktur in Bund, L&auml;ndern und Gemeinden zur Verf&uuml;gungs- und Bereicherungsmasse von Konzernen zu machen und institutionellen Anlegern staatlich garantierte Renditen auf Kosten der Allgemeinheit zuzuschanzen. Genau daf&uuml;r wurde die &bdquo;Schuldenbremse&ldquo; erfunden, gekn&uuml;pft an die widersinnige Bestimmung, &Ouml;PP-Projekte von deren und der Geltung der Maastricht-Stabilit&auml;tskriterien auszunehmen. So l&auml;sst man die Schuldenberge von morgen in Schattenhaushalten von heute verschwinden. <\/p><p><strong>Autobahn-GmbH<\/strong> <\/p><p>Vom selben Muster wird auch die vor zwei Jahren auf den Weg gebrachte zentrale &bdquo;Infrastrukturgesellschaft Verkehr&ldquo; sein. Diese regelt k&uuml;nftig &ndash; zwar in Bundeshoheit, aber als privatrechtliche GmbH &ndash; Planung, Bau und Betrieb der deutschen Fernstra&szlig;en. Mit ihr sollen &ouml;ffentlich-private Partnerschaften zur Norm eines dann funktional privatisierten Stra&szlig;enbaus werden. Die im Gesetzespaket installierten &bdquo;Privatisierungsbremsen&ldquo; erweisen sich jetzt schon als Makulatur. Eigentlich sollen &Ouml;PPs nur f&uuml;r Abschnitte von maximal 100 Kilometern L&auml;nge angesto&szlig;en werden d&uuml;rfen, damit nicht eine Handvoll Investoren alsbald &uuml;ber das ganze Autobahnnetz herrscht. <\/p><p>Aber genau dahin geht schon jetzt die Reise in Hessen. Dort will der Bundesverkehrsminister einen 60 Kilometer langen Abschnitt auf der A49 von Privaten ausbauen lassen, der fast nahtlos an eine bereits fertige und auf &Ouml;PP-Basis betriebene Strecke anschlie&szlig;t. Kritiker monieren ein durchschaubares Man&ouml;ver und einen Versto&szlig; gegen das Grundgesetz. Fast schon selbstredend hat auch der Bundesrechnungshof vor einem teuren Irrweg gewarnt. Die Wirtschaftlichkeitspr&uuml;fung des Ministeriums sei in Teilen <a href=\"https:\/\/www.haz.de\/Nachrichten\/Politik\/Deutschland-Welt\/Bundesrechnungshof-ruegt-Andreas-Scheuers-OePP-Plan-fuer-Autobahn-A49\">&bdquo;nicht sachgerecht und methodisch falsch&ldquo; und weise &bdquo;absichtliche L&uuml;cken und M&auml;ngel auf&ldquo;<\/a>.<\/p><p>Darin kennt sich Scheuer aus: Am Dienstag <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/kontraste\/scheuer-maut-portokosten-101.html\">berichtete die ARD<\/a> &uuml;ber einen &bdquo;Rechentrick beim Porto&ldquo; im Zusammenhang mit der Vergabe des Pkw-Maut-Auftrags an Kapsch und Eventim. H&auml;tten die Pr&uuml;fer den g&auml;ngigen Rabatt der Deutschen Post f&uuml;r Gro&szlig;kunden eingepreist, w&auml;re die staatliche Beschaffungsvariante g&uuml;nstiger ausgefallen. <\/p><p>Kann ja mal passieren, wenn&rsquo;s sein muss, auch immer.<\/p><p>Titelbild: hxdbzxy\/shutterstock.com<br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/f470c1312cc84eb1a871e3dc116840fc\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur vermasselten &bdquo;Ausl&auml;ndermaut&ldquo; kommt mit einem Autobahnprojekt im S&uuml;dwesten ein neuer Fall aus der Rubrik: Der Steuerzahler ist der Dumme. Statt der zun&auml;chst kalkulierten 800 Millionen Euro k&ouml;nnte das Vorhaben am Ende 1,4 Milliarden Euro und mehr verschlingen. &Uuml;berraschen sollte das keinen mehr. &bdquo;Kostenexplosionen&ldquo; im Stra&szlig;enbau geh&ouml;ren zum Gesch&auml;ft und lassen Investorenherzen h&ouml;her schlagen. Und<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55104\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":55105,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[127,160,144,73],"tags":[423,1845,285,1494,544,930,1576,694,847,2482,392,613,824],"class_list":["post-55104","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-lobbyismus-und-politische-korruption","category-markt-und-staat","category-private-public-partnership","category-verkehrspolitik","tag-austeritaetspolitik","tag-bauwirtschaft","tag-hedgefonds","tag-infrastruktur","tag-insolvenz","tag-justiz","tag-maut","tag-milliardengrab","tag-rechnungshof","tag-scheuer-andreas","tag-schuldenbremse","tag-strassenbau","tag-toll-collect"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/shutterstock_1078278578.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55104","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=55104"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55104\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":55126,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55104\/revisions\/55126"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/55105"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=55104"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=55104"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=55104"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}