{"id":55176,"date":"2019-09-27T08:47:35","date_gmt":"2019-09-27T06:47:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55176"},"modified":"2019-09-27T08:47:35","modified_gmt":"2019-09-27T06:47:35","slug":"hinweise-des-tages-3460","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55176","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55176#h01\">Sanktionen wie Bomben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55176#h02\">Kuba: USA sanktionieren weitere &Ouml;llieferanten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55176#h03\">Maas wirbt f&uuml;r nachhaltige Au&szlig;enpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55176#h04\">Mubarak 2.0 (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55176#h05\">Weiterbildung ohne Sinn &ndash; Was sich bei Hartz IV &auml;ndern muss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55176#h06\">Wie unfreiwillige Teilzeitarbeit die Reservearmee der Arbeitslosen ersetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55176#h07\">Deutsche Bank war wom&ouml;glich eng bei Cum-Ex-Gesch&auml;ften eingebunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55176#h08\">40 Prozent aller &laquo;Investments&raquo; gehen in Briefkastenfirmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55176#h09\">Klimadebatte: &hellip;denn die Konzerne sind dagegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55176#h10\">Schuldenbremse vereitelt Klimaschutz!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55176#h11\">Ein Weg aus der Zwickm&uuml;hle f&uuml;r das Bundesverfassungsgericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55176#h12\">Jenseits der Verfassung &ndash; das milit&auml;rpolitische Programm der AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55176#h13\">Die Konzernlobby-Wunschliste zum Sozialstaatsabbau: Die neoliberale Agenda in eine sozial unsichere Zukunft<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sanktionen wie Bomben<\/strong><br>\nDie USA greifen das Einkommen der Regierung in Venezuela an. Humanit&auml;re Folgen werden international bislang kaum hinterfragt<br>\nVenezuela geh&ouml;rt zu einer Gruppe von 41 Staaten, die nach einem Bericht der Ern&auml;hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) auf externe Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind, um eine humanit&auml;re Krise zu vermeiden. Neben dem s&uuml;damerikanischen Krisenstaat f&uuml;hrt die UN-Organisation nur Haiti in der Region als hilfsbed&uuml;rftig auf.<br>\nNeben wetterbedingten Ausf&auml;llen in der landwirtschaftlichen Nahrungsmittelproduktion verweist die FAO auf politische Konflikte als Grund f&uuml;r Hungerkrisen. Die Hyperinflation in Venezuela habe die lokale Kaufkraft stark geschw&auml;cht, was zu schweren Einschr&auml;nkungen beim Zugang der Haushalte zu Nahrungsmitteln f&uuml;hre, hei&szlig;t es in dem Bericht. Zugleich sei zu erwarten, &ldquo;dass die Getreideproduktion aufgrund fehlender landwirtschaftlicher Betriebsmittel zur&uuml;ckgeht&rdquo;. Dessen ungeachtet hat die US-Regierung die Strafma&szlig;nahmen gegen Venezuela noch einmal versch&auml;rft.<br>\nTats&auml;chlich wird die Krise in Venezuela zunehmend auch von Sanktionen gegen die amtierende Regierung von Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro verursacht. Die USA haben in den vergangenen Jahren mehrfach gezielt Strafma&szlig;nahmen gegen Regierung und Wirtschaft des s&uuml;damerikanischen Staates erlassen. Die US-F&uuml;hrung unter Pr&auml;sident Donald Trump unterst&uuml;tzt entschieden den selbsternannten Interimspr&auml;sidenten Juan Guaid&oacute;. Durch die Sanktionen versucht Washington, die Maduro-Regierung in die Knie zu zwingen und den Nachfolger des verstorbenen Anf&uuml;hrers der &ldquo;Bolivarischen Revolution&rdquo;, Hugo Ch&aacute;vez, aus dem Amt zu dr&auml;ngen.<br>\nEine Versch&auml;rfung der humanit&auml;ren Krise wird damit billigend in Kauf genommen. Die US-Regierung kopiert damit die seit Anfang der 1960er Jahre andauernde Blockadepolitik gegen Kuba. So hei&szlig;t es in einem der j&uuml;ngeren US-Sanktionsgesetze gegen Kuba &ndash; dem Helms-Burton-Act von 1996 -, die &ldquo;konsequente&rdquo; US-Kuba-Politik &ldquo;hat das totalit&auml;re Castro-Regime wirksam bestraft&rdquo;. Ziel sei eine Regierung &ldquo;ohne Fidel Castro oder Ra&uacute;l Castro&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Sanktionen-wie-Bomben-4539548.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Krise in VenezuelaCaritas: Sanktionen versch&auml;rfen humanit&auml;re Situation zus&auml;tzlich<\/strong><br>\nDie EU und die USA haben neue Sanktionen gegen die Regierung von Nicol&aacute;s Maduro in Venezuela verh&auml;ngt. Aus humanit&auml;ren Gr&uuml;nden sei es dringend geboten, diese Sanktionen aufzuheben, sagte Oliver M&uuml;ller, Chef von Caritas im Dlf. Die USA m&uuml;ssten klarmachen, dass eine milit&auml;rische Intervention nicht geplant sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/krise-in-venezuela-caritas-sanktionen-verschaerfen.694.de.html?dram:article_id=459665\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>M&uuml;ndliche Frage zur Ausweitung der US-Wirtschaftssanktionen gegen das staatliche venezolanische Nahrungsmittelprogramm<\/strong><br>\nVerurteilt die Bundesregierung die erneute Ausweitung der US-Wirtschaftssanktionen gegen das staatliche venezolanische Nahrungsmittelprogramm CLAP, durch das offiziellen Angaben zufolge etwa 6 Millionen Haushalte subventionierte Nahrungsmittel erhalten (&bdquo;US imposes New Sanctions Targeting Venezuela&lsquo;s Food Program&ldquo;, venezuelanalysis.com, 18. September 2019), und unterst&uuml;tzt die Bundesregierung den in den j&uuml;ngsten Verhandlungen zwischen der Regierung Venezuelas und moderaten Teilen der Opposition beinhalteten Vorschlag f&uuml;r ein &Ouml;l-f&uuml;r-Lebensmittel-Programm, durch das Einnahmen aus dem Erd&ouml;lexport Venezuelas vorbei an den US-Sanktionen f&uuml;r den Import von Nahrungsmitteln und Medikamenten verwendet werden k&ouml;nnten (&bdquo;Estos son los 10 acuerdos del chavismo y cuatro partidos de oposici&oacute;n&ldquo;, efectococuyo.com, 16. September 2019)?<br>\nAntwort der Staatsministerin Michelle M&uuml;ntefering auf die Frage des Abgeordneten Andrej Hunko (DIE LINKE):<br>\nJ&uuml;ngste US-Listungen von Personen, denen die USA vorwerfen, Teil eines korrupten Netzwerkes zu sein, kommentiert die Bundesregierung nicht. Es handelt sich um autonome Entscheidungen der USA.<br>\nDie Bundesregierung verf&uuml;gt &uuml;ber keine eigenen Erkenntnisse zu konkreten Vorschl&auml;gen des Maduro-Regimes. Die Einrichtung eines &Ouml;l-f&uuml;r-Lebensmittel-Programms m&uuml;sste aus Sicht der Bundesregierung &uuml;ber die &uuml;blichen Wege an die Vereinten Nationen gerichtet werden.<br>\nDar&uuml;ber hinaus wird auf die Antwort der Bundesregierung auf die m&uuml;ndliche Frage 54 der Abgeordneten Heike H&auml;nsel f&uuml;r die Fragestunde am 25. September 2019 verwiesen.<br>\nQuelle: Plenarprotokoll 19\/114 vom 25.09.2019<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/andrej-hunko.de\/bt\/fragen\/4682-muendliche-frage-zur-ausweitung-der-us-wirtschaftssanktionen-gegen-das-staatliche-venezolanische-nahrungsmittelprogramm\">Andrej Hunko<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kuba: USA sanktionieren weitere &Ouml;llieferanten<\/strong><br>\nWie das US-Finanzministerium am Dienstag bekanngegeben hat, sind vier weitere Reedereien, die venezolanisches Erd&ouml;l nach Kuba liefern, auf einer &ldquo;schwarzen Liste&rdquo; gelandet. Mit den Sanktionen will die US-Regierung Kubas &Ouml;lversorgung unterbrechen und &ldquo;die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r das illegale Maduro-Regime in Venezuela&rdquo; beenden.<br>\nDie neuen Strafma&szlig;nahmen kommen zwei Wochen nachdem Kubas Pr&auml;sident Miguel D&iacute;az-Canel mehrw&ouml;chige Energieeinsparungen angek&uuml;ndigt hat, die aufgrund nicht zustande gekommener Vertr&auml;ge mit Reedereien &uuml;ber &Ouml;lleferungen zeitweise Rationierungsma&szlig;nahmen notwendig machten. (&hellip;)<br>\nGute Neuigkeiten gibt es hingegen aus der Volksrepublik China, derzeit Kubas zweitwichtigstem Handelspartner. Die chinesische Regierung stellt im Rahmen ihrer technischen Zusammenarbeit mit Kuba eine Summe von 800 Millionen Renminbi &yen; zur Verf&uuml;gung, was etwa 112 Millionen US-Dollar entspricht. Das Geld soll vor allem f&uuml;r die Wasserinfrastruktur, bei der Digitalisierung sowie zur Entwicklung der Pharmaindustrie eingesetzt werden, wie die Parteizeitung Granma meldete. &ldquo;Wir sind nicht allein&rdquo;, kommentierte Au&szlig;enhandelsminister Rodrigo Malmierca die &ldquo;br&uuml;derliche und freundschaftliche Geste&rdquo;.<br>\nAuch die Russische F&ouml;deration erkl&auml;rte angesichts der aktuellen Krise, dass Kuba &ldquo;auf Unterst&uuml;tzung z&auml;hlen&rdquo; k&ouml;nne. So sollen bereits vereinbarte Projekte im Energiesektor, beispielsweise die Modernisierung der kubanischen Schwer&ouml;lkraftwerke, schneller vorangetrieben werden. Auch in der Landwirtschaft und beim Transport will Russland aushelfen. Tatiana Mashkova, Vizepr&auml;sidentin des russisch-kubanischen Unternehmerrats, schlug vor, k&uuml;nftig mehr Transaktionen in Rubel statt in US-Dollar zu verrechnen.<br>\nKubas Wirtschaft steht derzeit wohl vor der kompliziertesten Situation seit den fr&uuml;hen 1990er Jahren. Anders als damals kann das Land jedoch heute auf einflussreiche und zahlungskr&auml;ftige Verb&uuml;ndete z&auml;hlen.<br>\nDie Europ&auml;ische Union scheint den USA in dem Konflikt um Kuba nicht die Stirn bieten zu wollen und hat trotz Verurteilung der j&uuml;ngsten Sanktionen bisher keine konkreten Unterst&uuml;tzungsma&szlig;nahmen zugesagt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/09\/231995\/kuba-usa-sanktionen-oellieferanten\">amerika21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Maas wirbt f&uuml;r nachhaltige Au&szlig;enpolitik<\/strong><br>\nWer sein Land liebe, setze auf Zusammenarbeit, betonte Bundesau&szlig;enminister Heiko Maas in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung in New York. &ldquo;Denn nur so haben wir alle eine Zukunft. Nachhaltige Au&szlig;enpolitik, das ist multilaterale Au&szlig;enpolitik&rdquo;, so der Minister weiter. &ldquo;Auf Globalisierung, Digitalisierung, Migration oder den menschengemachten Klimawandel finden wir nur gemeinsam Antworten.&rdquo;<br>\nMaas kritisierte in seiner Rede indirekt die Politik von US-Pr&auml;sident Donald Trump oder Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro. Nachhaltig sei eine Au&szlig;enpolitik, &ldquo;die auf tragf&auml;hige Abkommen setzt, statt auf schnelle Deals auf Kosten anderer&rdquo;. Zusammenarbeit sei zudem &ldquo;kein Verrat am eigenen Land&rdquo;, sagte der SPD-Politiker. Sie schaffe die Voraussetzung daf&uuml;r, dass es den L&auml;ndern gut gehe. Trump hatte in seiner Rede vor der Vollversammlung zuvor erkl&auml;rt, die Zukunft geh&ouml;re den Patrioten.<br>\nMaas vertritt Deutschland derzeit bei der UN-Vollversammlung. Erkl&auml;rtes Hauptziel seiner Teilnahme ist es, die internationale Zusammenarbeit zu st&auml;rken. Er hat dazu eine &ldquo;Allianz der Multilateralisten&rdquo; initiiert, die sich an diesem Donnerstag erstmals in gr&ouml;&szlig;erem Rahmen trifft. Die als loses Netzwerk geplante Gruppe mit Vertretern aus mehr als 50 L&auml;ndern soll bestehende internationale Abkommen st&auml;rken, die Reform internationaler Institutionen voranbringen und eine engere Kooperation da f&ouml;rdern, wo es international noch Regelungsbedarf gibt. (&hellip;)<br>\nMaas forderte in seiner Rede zudem den Iran auf, weitere Gespr&auml;che mit den USA zu f&uuml;hren &ndash; allerdings ohne &ldquo;unrealistische Vorbedingungen&rdquo;. Dies sei der einzige Weg, um die Beziehung zwischen den beiden Staaten zu entspannen. &ldquo;Das geht aber nur, wenn keine unrealistischen Vorbedingungen gestellt werden f&uuml;r einen solchen Dialog&rdquo;, ist Maas &uuml;berzeugt. Der iranische Pr&auml;sident Hassan Rohani hatte zuvor in seiner Rede die Aufhebung der US-Sanktionen zur Bedingung f&uuml;r Gespr&auml;che mit Trump gemacht. &ldquo;Man verhandelt nicht mit einem Feind, der versucht, Iran mit den Waffen des Elends, des Drucks und der Sanktionen in die Knie zu zwingen&rdquo;, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/maas-wirbt-f%C3%BCr-nachhaltige-au%C3%9Fenpolitik\/a-50588108\">Deutsche Welle<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar sprach Bundesau&szlig;enminister Maas zun&auml;chst allgemeine, &ldquo;blumige&rdquo; Worte aus, um dann doch den USA im Konflikt mit dem Iran den R&uuml;cken zu st&auml;rken. Warum die &ldquo;DW&rdquo; die anf&auml;nglichen Worte als Kritik an US-Pr&auml;sident Trump und dessen Amtskollegen aus Brasilien wertet, bleibt r&auml;tselhaft. Hatte Herr Maas sich doch noch vor recht kurzer Zeit mit dem <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/heiko-maas-trifft-jair-bolsonaro-besuch-beim-tropen-trump-a-1265252.html\">&ldquo;Tropen-Trump&rdquo;<\/a> ablichten lassen. Und was soll an der Au&szlig;enpolitik von Herrn Maas eigentlich &ldquo;nachhaltig&rdquo; sein? Eine Au&szlig;enpolitik wie sie noch Willy Brandt vor allem mit seiner Ostpolitik pflegte, w&auml;re wohl als nachhaltig zu bezeichnen. Aber das gegenw&auml;rtige Spitzenpersonal der SPD &ndash; aber auch der schwarz-roten Koalition generell &ndash; scheint dazu nicht in der Lage zu sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mubarak 2.0 (II)<\/strong><br>\nIn &Auml;gypten k&uuml;ndigen sich f&uuml;r den morgigen Freitag nach ersten Demonstrationen in der vergangenen Woche erneute Massenproteste gegen die von Berlin unterst&uuml;tzte Regierung an. Die dramatisch zunehmende Armut sowie die grassierende Korruption hatten am vergangenen Freitag erstmals seit dem Milit&auml;rputsch vom Juli 2013 jeweils hunderte Menschen in diversen &auml;gyptischen St&auml;dten zu Kundgebungen auf die Stra&szlig;e getrieben. Kairo versucht nun weitere Proteste mit Gewalt zu unterbinden und leitet dazu erste Massenfestnahmen ein. &Auml;gyptens Repressionsapparate sind f&uuml;r brutale Folter sowie f&uuml;r das Verschwindenlassen missliebiger Personen ber&uuml;chtigt. Sie werden seit Jahren von Berlin sowie der EU unterst&uuml;tzt &ndash; gew&ouml;hnlich im Namen der Fl&uuml;chtlingsabwehr. So trainieren deutsche Polizisten ihre &auml;gyptischen Kollegen und statten sie mit Ger&auml;t aller Art aus. &Auml;gyptische Geheimdienste kooperieren eng mit deutschen Stellen. Berliner Regierungsberater warnen seit Monaten, die deutsche Beihilfe f&uuml;r &Auml;gyptens Repression k&ouml;nne dazu beitragen, das Land in den Kollaps zu treiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8058\/\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Weiterbildung ohne Sinn &ndash; Was sich bei Hartz IV &auml;ndern muss<\/strong><br>\nDie Jobcenter sollen Langzeitarbeitslose f&uuml;r den Arbeitsmarkt fit machen. Viele Hundert Millionen Euro geben sie f&uuml;r diese Ma&szlig;nahmen aus. Viele zweifeln mittlerweile an dem Sinn solcher Kurse: Manche Erwerbslose m&uuml;ssen Tierbilder ausmalen oder Murmelbahnen bauen.<br>\nSelbst der Bundesrechnungshof kritisiert, dass ein Gro&szlig;teil solcher Ma&szlig;nahmen die Eingliederung der Erwerbslosen nicht f&ouml;rdere, sondern gar behindere. Anstatt sich um einen Job zu k&uuml;mmern, rauben diese Kurse den Erwerbslosen Zeit und Energie, sagen Experten. Dennoch nehmen die Teilnehmerzahlen an solchen Ma&szlig;nahmen seit Beginn des Jahrzehnts zu. Obwohl es immer weniger Arbeitslose gibt.<br>\nF&uuml;r Prof. Stefan Sell von der Hochschule Remagen ist dies das Ergebnis einer vollkommen verfehlten F&ouml;rderpolitik. Denn w&auml;hrend immer mehr Erwerbslose scheinbar &ldquo;Sinnlos-Kurse&rdquo; besuchen, bekommen immer weniger Erwerbslose Weiterbildungen mit anerkannten Abschl&uuml;ssen gef&ouml;rdert. Der Staat spare damit Geld, denn die kurzfristigen Ma&szlig;nahmen seien wesentlich g&uuml;nstiger als eine monatelange Weiterbildung, sagt Sell. Experten vermuten dahinter eine konkrete Absicht: Denn indem m&ouml;glichst viele Arbeitslose in kosteng&uuml;nstige Bildungskurse gesteckt werden, erscheinen diese nicht mehr in der offiziellen Arbeitslosenstatistik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/dokumentation\/zdfzoom\/zdfzoom-weiterbildung-ohne-sinn-100.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Diese Reportage gibt wieder einmal tiefe Einblicke in den Irrsinn des Hartz IV Repressionsregimes. Besonders erschreckend wie hier Steuergelder in die Taschen &auml;u&szlig;erst zweifelhafter privater Anbieter von &ldquo;Bildungsma&szlig;nahmen&rdquo; umgeleitet werden, nat&uuml;rlich nicht ohne die Betroffenen dabei weiter zu bedrohen und zu dem&uuml;tigen. Fast &uuml;berfl&uuml;ssig zu erw&auml;hnen, dass die verantwortliche Politik wie &uuml;blich mit kompletter Ignoranz reagiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wie unfreiwillige Teilzeitarbeit die Reservearmee der Arbeitslosen ersetzt<\/strong><br>\nNotenbanken haben das ungewohnte Problem, dass die Inflation zu niedrig bleibt. &Ouml;konomen weisen mit einem Unterbesch&auml;ftigungsindex nach, dass das in betr&auml;chtlichem Ma&szlig; auf unfreiwillige Teilzeitarbeit zur&uuml;ckgeht. Dank ihr k&ouml;nnen die Arbeitgeber die L&ouml;hne und damit die Inflation dr&uuml;cken.<br>\nBei Karl Marx hie&szlig;en sie &raquo;industrielle Reservearmee&laquo;: die Arbeitslosen, die jederzeit bereitstehen, eine Arbeit anzunehmen. Diese Reservearmee sorge daf&uuml;r, dass die Arbeitnehmer keine &uuml;berm&auml;&szlig;ig hohen Lohnforderungen stellen, aus Angst vor Arbeitslosigkeit. Im Sprachgebrauch angels&auml;chsischer &Ouml;konomen hei&szlig;t das gleiche Konzept NAIRU &ndash; als Abk&uuml;rzung f&uuml;r Non-Accelerating Inflation Rate of Unemployment. Zu Deutsch: die Arbeitslosenrate, die gerade hoch genug ist, eine Inflationsbeschleunigung zu verhindern. Da die Wirkung der Arbeitslosigkeit auf die Inflation &uuml;ber die Lohnsteigerungen l&auml;uft, hei&szlig;t das Konzept bei der EU-Kommission konequenter Weise gleich NAWRU. Das W steht f&uuml;r Wages, englisch f&uuml;r L&ouml;hne. NAWRU ist also die Arbeitslosenquote, die hoch genug ist, dass die Lohnsteigerungen nicht zunehmen.<br>\nIn den Fachausdr&uuml;cken NAIRU und NAWRU ist die Einr&auml;umung enthalten, dass es bei der Anti-Inflationspolitik der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) traditionell darum geht, daf&uuml;r zu sorgen, dass die Arbeitnehmer im Machtkampf mit den Arbeitgebern um h&ouml;here L&ouml;hne nicht zu erfolgreich sind. Die EZB w&uuml;rde das nie so offen einr&auml;umen, weil sie die Illusion wahren will, sie sei eine unpolitische Institution, die man schadlos ohne Aufsicht durch Volksvertreter ihr Werk verrichten lassen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/wie-unfreiwillige-teilzeitarbeit-die-reservearmee-der-arbeitslosen-ersetzt--2327.html\">Blickpunkt WiSo<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutsche Bank war wom&ouml;glich eng bei Cum-Ex-Gesch&auml;ften eingebunden<\/strong><br>\nBeim Cum-Ex-Prozess in Bonn bringen die Angeklagten die Deutsche Bank in Verbindung mit vermutlich illegalen Steuertricks. Die Deutsche Bank weist darauf hin, dass sie eine &ldquo;Beteiligung&rdquo; nie ganz abgestritten habe. Einer von zwei Angeklagten im ersten Cum-Ex-Strafprozess hat die Deutsche Bank am Donnerstag teils schwer belastet. Nick D. sagte am sechsten Verhandlungstag vor dem Landgericht in Bonn, dass die Deutsche Bank von Cum-Ex-Gesch&auml;ften gewusst und sie sogar in Teilen genehmigt habe &ndash; und dass es eine &ldquo;sehr enge Verflechtung&rdquo; zwischen dem Handelsteam der Deutschen Bank und zwei Untereinheiten der Ballance-Gruppe gab, bei der er damals arbeitete. Die Ballance-Gruppe war ein Unternehmensgeflecht, das vom zweiten Angeklagten Martin S. sowie dem Beschuldigten Paul Mora aufgesetzt worden war. Sp&auml;ter stie&szlig;en Banker von der Deutschen Bank hinzu. Konkret geht es um Gesch&auml;fte von September 2009 an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/cum-ex-deutsche-bank-1.4617038\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>40 Prozent aller &laquo;Investments&raquo; gehen in Briefkastenfirmen<\/strong><br>\nZehntausende Milliarden Dollar sind in wenigen Steueroasen geparkt. Produktiv ist dieses Geld nicht, aber g&uuml;nstig.<br>\nNach Angaben des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF), der dazu in Zusammenarbeit mit der Universit&auml;t Kopenhagen eine Analyse durchgef&uuml;hrt hat, sind zwei F&uuml;nftel aller globalen Direktinvestitionen &laquo;Phantomkapital&raquo; und dienen der Steuerflucht.<br>\nUm die 15&lsquo;000 Milliarden Dollar liegen in &laquo;leeren Firmenh&uuml;llen ohne Gesch&auml;ftsaktivit&auml;t&raquo;, stellten die &Ouml;konomen Jannick Damgaard, Thomas Elkjaer und Niels Johannesen in einem Artikel in &laquo;Finance &amp; Development&raquo; fest. Die Forscher haben Daten zu ausl&auml;ndischen Direktinvestitionen (Foreign Direct Investments, FDI) der vergangenen Jahre analysiert. Eine erschreckende Zahl, wenn man bedenkt, was das bedeutet.<br>\nWenn Geld im Ausland investiert wird, ist das zun&auml;chst einmal nicht schlecht. Es f&ouml;rdert Mehrwert und bringt Arbeitspl&auml;tze. Dass an dieser Idealvorstellung irgendetwas nicht stimmen kann, legen schon die Zahlen nahe. In Luxemburg, das 600&lsquo;000 Einwohner hat, liege so viel ausl&auml;ndisches Investitionskapital wie in den gesamten USA, rechnen Damgaard, Elkjaer und Johannesen vor. Bei vier Billionen Dollar kommen auf jeden Einwohner 6,6 Millionen Dollar &ndash; eine riesige Zahl.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Wirtschaft\/40-Prozent-aller-Investments-stammen-von-Briefkastenfirmen\">Infosperber<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Klimadebatte: &hellip;denn die Konzerne sind dagegen<\/strong><br>\nDie Mutlosigkeit der Politik und das daraus abgeleitete Primat der Schonung aller Betroffenen &ndash; und vorrangig der Wirtschaft &ndash; kann kein Grundprinzip sein f&uuml;r erfolgreichen Klimaschutz.<br>\nEs war als gro&szlig;er Wurf angek&uuml;ndigt. Man konnte erwarten, dass neue Prinzipien f&uuml;r eine zuk&uuml;nftig emissionsarme Marktwirtschaft und Lebensweise die Leitlinie sein w&uuml;rden. Bei so klarer Vorgabe &uuml;berrascht die Kleinteiligkeit, die das neue Klimaschutzgesetz charakterisiert.<br>\nEs war wohl die bevorzugte Leitlinie, niemanden weh zu tun, alle Kosten dem B&uuml;rger aufzub&uuml;rden und der Industrie ein breites Umr&uuml;stungsprogramm zu bieten, ohne deshalb die Wirtschaft in irgendeiner Weise mit in die Pflicht zu nehmen.<br>\nDabei liegen die Prinzipien, nach denen die Politik praktisch anwendbare Gesetze gestalten m&uuml;sste, seit langem auf der Hand. Aber diese Prinzipien sind naturgem&auml;&szlig; wirtschaftsfeindlich und beenden auch manche Bequemlichkeit. Das ist das typische Szenario, das die &Auml;ngste der Politiker um ihre Wiederwahl aktiviert und zudem kr&auml;ftige Lobbyarbeit der Wirtschaft ausl&ouml;st. Wirksame Leitlinien, die eine &Auml;nderung erzwingen, wollte die Wirtschaft aber nicht. Denn sonst m&uuml;sste das Gesetz anderen Prinzipien folgen, wie an einigen fast offensichtlichen Beispielen aufzeigbar: [&hellip;]<br>\nKlimaschutz wollte &uuml;brigens die CSU in die Bayerische Verfassung aufnehmen, aber die notwendige 2\/3- Mehrheit scheiterte an der &uuml;berraschenden Weigerung der Gr&uuml;nen, die darin prim&auml;r imagebildende Man&ouml;ver und weniger einen echten Handlungskern sahen.<br>\nAuf Bundesebene d&uuml;rften die Rechtskenntnisse auch bei den Gr&uuml;nen realit&auml;tsnah genug sein und damit w&auml;re die Aufnahme wohl mehrheitlich gesichert. Damit w&auml;ren beispielsweise klimaunfreundliche Subventionen von vornherein verfassungswidrig und per Gericht zu untersagen. Bleibt zu hoffen, dass hier das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Die Wirtschaft allerdings wird auch das nicht unterst&uuml;tzen.<br>\nIm Fazit bleibt, dass die Mutlosigkeit der Politik und das daraus abgeleitete Primat der Schonung aller Betroffenen &ndash; und vorrangig der Wirtschaft &ndash; kein Grundprinzip sein kann f&uuml;r erfolgreichen Klimaschutz. Die gr&uuml;ne Zivilgesellschaft wei&szlig; das, und die Jugend nat&uuml;rlich auch. Sie werden nicht dulden, dass Deutschland weiterhin so schw&auml;chlich regiert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/09\/denn-die-konzerne-sind-dagegen\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schuldenbremse vereitelt Klimaschutz!<\/strong><br>\nDie Erderw&auml;rmung nimmt zu. Die Zeit dr&auml;ngt, Ma&szlig;nahmen zum Klimaschutz zu ergreifen. Doch die nieders&auml;chsische Landesregierung legt sich selbst in Ketten, statt z&uuml;gig zu handeln. Schuld ist die Schuldenbremse. Diese l&auml;hmt dringend erforderliche Ausgaben. Das aktuelle #schlaglicht 34\/2019 beleuchtet, was der Plan der Landesregierung, die Schuldenbremse in die Landesverfassung zu schreiben, bewirkt und zeigt Auswege auf.<br>\nMit politischen Dogmen ist es so eine Sache. Einmal etabliert, sind sie kaum noch aus der Welt zu schaffen. Dabei scheint es egal zu sein, ob sie inzwischen von der Realit&auml;t &uuml;berholt sind und den objektiven Erfordernissen gerecht werden. Das gilt auch f&uuml;r die Schwarze Null und die sich in ihrem Schlepptau befindende &ouml;konomische Zwangsjacke der Schuldenbremse. Zwar ist es l&auml;ngst kein Geheimnis mehr, dass der &ouml;ffentliche Investitionsstau ein kritisches Ma&szlig; erreicht hat. Trotzdem h&auml;lt die Landesregierung stur an ihren Vorhaben fest, die Schuldenbremse in die nieders&auml;chsische Verfassung zu schreiben. Eine Umkehr ist wohl ausgeschlossen.<br>\nAls w&auml;re das nicht schlimm genug, ist der Gesetzentwurf des Kabinetts noch ziemlicher Murks. In Notzeiten soll dem Land eine Kreditaufnahme nur mit einer Zweidrittelmehrheit der Abgeordneten im Landtag m&ouml;glich sein. Nun haben die Regierungsfraktionen versucht nachzubessern. Das Resultat ist weder Fisch noch Fleisch: Im Krisenfall &ndash; zum Beispiel bei einem ein Deichbruch an der K&uuml;ste &ndash; soll bis zu einer willk&uuml;rlichen H&ouml;he von 0,5 Prozent des Haushaltsvolumens eine einfache Mehrheit gen&uuml;gen. Dieser Wert soll aber nicht &uuml;berschritten werden. F&uuml;r die dauerhafte Beseitigung von Sch&auml;den w&auml;re die Zustimmung von zwei Dritteln der Abgeordneten n&ouml;tig. Sollte eine k&uuml;nftige Koalition keine solche Mehrheit besitzen, ist Polit-Geschacher vorprogrammiert!<br>\nApropos K&uuml;ste: Momentan deutet alles darauf hin, dass die Erderw&auml;rmung um mehr als 1,5&deg; Celsius zunimmt. Der damit verbundene Anstieg des Meeresspiegels wird die K&uuml;stenregionen vor gro&szlig;e Belastungen stellen. 2&deg; Celsius mehr w&uuml;rden die Meeresh&ouml;he bei Cuxhaven bis 2100 um 53 cm erh&ouml;hen. Es w&auml;re daher richtig, mehr f&uuml;r den K&uuml;stenschutz zu tun. Jetzt zu handeln ist billiger als bis zum Ernstfall zu warten. Der Staat w&uuml;rde dank Minus-Zinsen aktuell sogar Geld geschenkt kriegen. Aber die Schuldenbremse wird das verhindern. Niedersachsen verkommt zu Absurdistan!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++09ee100e-e03c-11e9-b6ec-52540088cada\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ein Weg aus der Zwickm&uuml;hle f&uuml;r das Bundesverfassungsgericht<\/strong><br>\nGestern fand in Leipzig vor dem 6. Senat des Bundesverwaltungsgerichts die m&uuml;ndliche Verhandlung in den Verfahren von SpaceNet (Internetzugangsanbieter) und Deutscher Telekom gegen die Bundesrepublik Deutschland in Sachen Vorratsdatenspeicherung statt. [&hellip;]<br>\nVereinfacht gesagt stand der Senat bisher vor der Entscheidung, bei seiner Rechtsprechung aus dem Jahr 2010 zu bleiben und die den Verfassungsbeschwerden zugrunde liegenden Normen dem EuGH zur Auslegung vorzulegen oder die Kriterien des EuGH &ndash; unter Abkehr von seiner 2010er Rechtsprechung &ndash; in die Grundrechtsverb&uuml;rgungen des Grundgesetzes hineinzulesen und den Verfassungsbeschwerden so zum Erfolg zu verhelfen. Die Vorlage haben nun die Leipziger Kollegen, f&uuml;r die das Vorabentscheidungsverfahren zum Alltag geh&ouml;rt, &uuml;bernommen und damit Karlsruhe aus einer Zwickm&uuml;hle befreit. Je nach Ausgang des Vorabentscheidungsverfahrens kann der Erste Senat die Verfassungsbeschwerden nun entweder als unzul&auml;ssig oder unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckweisen. Denn wenn die deutsche Vorratsdatenspeicherung unionsrechtwidrig ist, kann sie in Deutschland nicht vollzogen werden, sodass die Beschwer der Beschwerdef&uuml;hrer entf&auml;llt. &Auml;ndert der EuGH hingegen seine Rechtsprechung und akzeptiert die deutsche Vorratsdatenspeicherung, w&auml;ren die Verfassungsbeschwerden nach den &bdquo;alten&ldquo; verfassungsrechtlichen Ma&szlig;st&auml;ben als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen. Die dritte &ndash; wenig wahrscheinliche &ndash; M&ouml;glichkeit besteht darin, dass die Karlsruher Richter die unionsrechtlichen Ma&szlig;st&auml;be aus den Urteilen Digital Rights und Tele2 trotz ihrer Entscheidung aus dem Jahr 2010 in Art. 10 Abs. 1 GG hineinlesen und die deutsche Vorratsdatenspeicherung damit als verfassungswidrig verwerfen. Von den Bundesverfassungsrichtern, die 2010 &uuml;ber die erste Vorratsdatenspeicherung urteilten, ist &bdquo;nur&ldquo; noch der Berichterstatter Johannes Masing Mitglied des Ersten Senats. Seine Amtszeit endet am 1. April 2020. Am saubersten w&auml;re es allerdings, wenn der Gesetzgeber, der sich bisher offensichtlich daf&uuml;r entschieden hat, den Kopf in den Sand zu stecken, endlich t&auml;tig w&uuml;rde und die Vorratsdatenspeicherung entweder ganz abschafft oder sie anlassbezogen ausgestaltet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/ein-weg-aus-der-zwickmuehle-fuer-das-bundesverfassungsgericht\/\">Verfassungsblog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Jenseits der Verfassung &ndash; das milit&auml;rpolitische Programm der AfD<\/strong><br>\nDie inzwischen eindeutig extrem rechts einzuordnende Partei &bdquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&ldquo; (AfD) versucht sich schon seit mehreren Jahren als Bundeswehr-Partei zu etablieren.<br>\nIm Juli 2019 hat der &bdquo;Arbeitskreis Verteidigung&ldquo; der AfD-Bundestagsfraktion nun das milit&auml;rpolitische Programm &bdquo;Streitkraft Bundeswehr&ldquo; mit dem Untertitel &bdquo;Der Weg zur Verteidigungsf&auml;higkeit Deutschlands&ldquo; ver&ouml;ffentlicht, in dem die Partei ihre Pl&auml;ne f&uuml;r die Bundeswehr niedergelegt hat.<br>\nWie in rechten und konservativen Kreisen &uuml;blich, wird auch in dem milit&auml;rpolitischen Programm der Ist-Zustand der Bundeswehr bereits in der Pr&auml;ambel beklagt:<br>\n&bdquo;Seit vielen Jahren k&ouml;nnen die deutschen Streitkr&auml;fte diesen hoheitlichen Schutzauftrag unseres Landes nicht mehr erf&uuml;llen. Die Bundeswehr ist als Ganzes nicht einsatzbereit.&ldquo;[1]<br>\nDas Ziel der AfD ist daher &bdquo;die Wiederherstellung der Verteidigungsbereitschaft Deutschlands.&ldquo; (S. 10) Dazu soll die Bundeswehr &bdquo;in einem ersten Schritt auf 230.000 Soldaten anwachsen.&ldquo; (S. 38) (&hellip;)<br>\nDas milit&auml;rpolitische Programm enth&auml;lt eine eindeutige Bindung an die NATO, bedenkliche Vorst&ouml;&szlig;e zur Re-Militarisierung der Gesellschaft und St&auml;rkung der Bundeswehr als eigenst&auml;ndigen Faktor in der Innenpolitik.<br>\nBesonders bedenklich ist, dass die AfD eine eigenst&auml;ndige Armee-Einheit (&bdquo;Reservekorps&ldquo;) fordert, die im Inland Polizeifunktionen &uuml;bernehmen soll. Ob von allem an diesem Programm Beteiligten beabsichtigt oder nicht, diese Forderung kann durchaus als Vorstadium zum m&ouml;glichen Einsatz dieser Armee nicht nur im Innern, sondern auch in der Innenpolitik betrachtet werden.<br>\nImmerhin ist die AfD eine Partei, aus deren Reihen, immer wieder Diktatur-Vergleiche mit der Bundesregierung gezogen werden oder auch mal Putschaufrufe ge&auml;u&szlig;ert werden.<br>\nSo forderte Uwe Junge, der rheinland-pf&auml;lzische AfD-Fraktionsvorsitzende und vor seiner Polit-Karriere zuletzt Berufsoffizier bei der Bundeswehr im Rang eines Oberstleutnant, anl&auml;sslich der Ernennung von Annegret Kramp-Karrenbauer zur Verteidigungsministerin in einem Tweet einen &bdquo;Aufstand der Gener&auml;le&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2019\/09\/24\/jenseits-der-verfassung-das-militaerpolitische-programm-der-afd\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Konzernlobby-Wunschliste zum Sozialstaatsabbau: Die neoliberale Agenda in eine sozial unsichere Zukunft<\/strong><br>\nVom 12-Stunden-Tag bis zur K&uuml;rzung der Finanzmittel der Unfallversicherung: Das Programm der &Ouml;VP-FP&Ouml;-Koalition enthielt in weiten Teilen die Wunschliste der Konzernlobbys. Welche W&uuml;nsche die VertreterInnen der Konzernchefetagen auf die Agenda der kommenden Gesetzgebungsperiode setzen m&ouml;chten, zeigt das aktuelle Forderungsprogramm der Industriellenvereinigung. W&uuml;rde diese Agenda umgesetzt, w&auml;ren weitere entscheidende Weichen gestellt &ndash; in Richtung weniger soziale Sicherheit und einer gr&ouml;&szlig;eren Verteilungsschieflage.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/konzernlobby-wunschliste-zum-sozialstaatsabbau\/\">A&amp;W Blog<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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