{"id":55180,"date":"2019-09-27T09:19:34","date_gmt":"2019-09-27T07:19:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55180"},"modified":"2019-09-27T11:02:09","modified_gmt":"2019-09-27T09:02:09","slug":"leserbriefe-zur-klimapolitik-in-der-vergangenheit-und-der-gegenwart","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55180","title":{"rendered":"Leserbriefe zur Klimapolitik in der Vergangenheit und der Gegenwart"},"content":{"rendered":"<p>Auch die Beitr&auml;ge <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55051\">Klimapolitik &ndash; Politikversagen auf ganzer Ebene<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55110\">Das Thema Klimawandel ist nicht neu<\/a> riefen bei den NachDenkSeiten-Lesern vielf&auml;ltige Reaktionen hervor, nicht zuletzt, weil das Thema momentan in aller Munde ist, obwohl die Thematik eigentlich seit l&auml;ngerem bekannt ist bzw. diskutiert wird. Nachfolgend finden Sie einige dieser Zuschriften, die auch zahlreiche weiterf&uuml;hrende Links enthalten. Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong><br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Redaktion,<\/p><p>nee, brauchen wir nicht. Zumindest nicht, um den Klimawandel aufzuhalten. Und auch Rudolf Hickel irrt. Es gibt keinen &ldquo;gr&uuml;nen Kapitalismus&rdquo;. Die Klimapolitik, die auf der Pariser&nbsp; Klimakonferenz beschlossen wurde, ist im Kern neoliberal. Das Gro&szlig;kapital m&ouml;chte f&uuml;r die CO2-Emissionen einen Preis festgelegt haben, und wissen, wie dieser sich entwickelt, um seine Investitionen (Spekulationen) besser planen zu k&ouml;nnen. (Meines Wissens nach stammt die Idee einer aufkommensneutralen Steuer, die an die B&uuml;rger zur&uuml;ckgezahlt wird, von dem amerikanischen Klimasch&uuml;tzer James Hansen. Diese Idee wird auch in Teilen der Grand Old Party wohlwollend zur Kenntnis genommen. Das l&auml;sst Schlimmes bef&uuml;rchten). Die Bef&uuml;rworter der Steuer werden weder von &ouml;kologischen noch sozialen &Uuml;berlegungen umgetrieben, sondern eher von wirtschaftlichen oder ideologischen &Uuml;berlegungen. (Schon die Begeisterung der pl&ouml;tzlich gr&uuml;n gef&auml;rbten Neoliberalen, den noch vor wenigen Jahren von ihnen selbst bezweifelten Klimawandel mittels CO2-Bepreisung bek&auml;mpfen zu wollen, macht mich skeptisch). Oder ein wenig abstrakter formuliert: Die Klimaerw&auml;rmung begann mit der industriellen Revolution, infolgen dessen ist der Klimawandel eine Folge des kapitalistischen Akkumulationzwanges. Ergo gibt es kein marktkonformes Konzept gegen den Klimawandel. Dieser l&auml;sst sich, wenn &uuml;berhaupt, nur durch &Uuml;berwindung des kapitalistischen Akkumulationszwanges, durch &Uuml;berwindung der kapitalistischen Marktwirtschaft eind&auml;mmen.<\/p><p>VG Michael Wrazidlo<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren, <\/p><p>ich muss nochmal ein paar Gedanken zu der Klima- bzw. CO2-Debatte schreiben. <\/p><p>Hier kann man sch&ouml;n sehen, aus welchen Teilen der erzeugte Strom besteht: <a href=\"https:\/\/www.energy-charts.de\/power_de.htm\">https:\/\/www.energy-charts.de\/power_de.htm<\/a><br>\nEs ist nun beschlossene Sache in den kommenden Jahren aus der atomaren Stromerzeugung und auch bis 2038 aus der Verstromung der (Braun-) Kohle auszusteigen.<br>\nDazu sollen alles Autos und auch Busse und Bahnen elektrisch fahren. &ndash;<br>\nDer Irrsinn an der Sache ist, dass die grundlastf&auml;higen (dauerstromerf&auml;higen) Stromerzeugungsanlagen abgeschalten werden (sollen) und aller Strom mit Anlagen erzeugt werden soll, deren Stromerzeugung nicht planbar ist, weil sie vom Tagesverlauf\/Wolken (Licht -&gt; Solarenergie) bzw. Wind (Windkraftanlagen) abh&auml;ngig sind. Eine Langzeitspeicherung von Strom im min. dreistelligen Gigawattbereich &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum (min. 14 Tage) um dann t&auml;glich mehrere Gigawatt bereitstellen zu k&ouml;nnen, ist technisch noch nicht realisierbar.<br>\nD. h. die kontinuierliche Stromerzeugung soll auf null gefahren werden, aber der Stromverbrauch steigt noch weiter an. Abschaltungen sind vorprogrammiert. &ndash; Da wird Freude aufkommen.<br>\nF&uuml;r die bisherigen\/aktuellen Batterien ben&ouml;tigt man Kobalt aus Afrika und Lithium aus Chile sowie f&uuml;r die Motoren Kupfer aus Chile.<br>\n<a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kobaltabbau-im-kongo-saubere-autos-dreckige-batterien.766.de.html?dram:article_id=436683\">https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kobaltabbau-im-kongo-saubere-autos-dreckige-batterien.766.de.html?dram:article_id=436683<\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/lithiumabbau-in-chile-fluch-oder-segen\/a-43401781\">https:\/\/www.dw.com\/de\/lithiumabbau-in-chile-fluch-oder-segen\/a-43401781<\/a><br>\nAbgesehen von den Abbaubedingen f&uuml;r die dort lebenden Menschen, was auch zu beachten w&auml;re, m&uuml;ssen die Rohstoffe in die Fabriken gebracht werden.<br>\nDazu ben&ouml;tigt man wiederum viele Transportmittel. &ndash; Ob es wirklich eine Einsparung von CO2 gibt ist zweifelhaft. Auf jeden Fall wird die Umweltzerst&ouml;rung exportiert. Zu den negativen &ldquo;Begleiterscheinungen&rdquo; von Windkraftanlagen hatte ich mich schon ge&auml;u&szlig;ert:<br>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54534\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54534<\/a> (5.) <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en <\/p><p>Stefan Kunze<br>\nFrohburg <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Mitarbeiter der Redaktion,<br>\nheute ist ein gro&szlig;er Tag f&uuml;r die Bewegung &bdquo;Fridays for Future&ldquo; und ich werde die Berichterstattung verfolgen. Ich bin fast 77 Jahre alt und Biologin i.R. Grunds&auml;tzlich begr&uuml;&szlig;e ich sehr, dass sich die jungen Leute f&uuml;r ihre Zukunft engagieren. Themen wie Erhaltung der Artenvielfalt, Umweltschutz, Erhaltung der nat&uuml;rlichen Ressourcen liegen auch mir sehr am Herzen. Aber kann die Diskussion &uuml;ber den Klimawandel sinnvoll gef&uuml;hrt werden, ohne das Problem der weltweit auf tausenden von Quadratkilometern schwelenden Kohlebr&auml;nde, die Unmengen von CO&sup2; und giftigen Gasen produzieren, in die Diskussion mit einzubeziehen?<br>\nWenn man im Internet googelt &bdquo;Kohlefl&ouml;ze brennen&ldquo;, dann st&ouml;&szlig;t man auf eine ganze Reihe von Publikationen zu diesem Thema, die die Dimensionen dieses Problems zeigen, z.B.<\/p><p>a)&nbsp; Unterirdische Feuer: Das H&ouml;llenloch Jharia- Spiegel Online 22.3.2015<\/p><p>b) China: Riesiges Kohlefeuer nach 50 Jahren gel&ouml;scht &ndash;WELT&nbsp;&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/article5187860\/Riesiges-Kohlefeuer-nach-50-Jahren-geloescht.html\">https:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/article5187860\/Riesiges-Kohlefeuer-nach-50-Jahren-geloescht.html<\/a><\/p><p>Die j&uuml;ngste Nachricht, die man findet ist eine ARTE-Reportage vom 17.5.2019:<\/p><p>c)  &bdquo;Die flammenden Fl&ouml;ze von Jharia&ldquo;.<br>\nNach Sch&auml;tzung der TU Wien produzieren chinesische Kohlefl&ouml;ze so viel CO&sup2;, wie alle Autos der USA in 2 Jahren. Das l&auml;sst die Dimension des Problems erahnen. Ist es da wirklich n&ouml;tig, die deutschen Kohlekraftwerke &uuml;bereilt still zulegen? Ist das nicht eher eine kosmetische Operation? W&auml;re es nicht sinnvoller, den betroffenen L&auml;ndern zu helfen, die Kohlebr&auml;nde zu l&ouml;schen? Die Menschen dort leiden unbeschreiblich unter der Luftverschmutzung und k&ouml;nnen sich dieser nicht entziehen. In Indien leben die &Auml;rmsten der Armen unter uns&auml;glichen Umst&auml;nden vom illegalen Kohleabbau in diesem Gebiet. Es wird berichtet, dass es &auml;u&szlig;erst schwierig ist, die Br&auml;nde zu l&ouml;schen. Aber muss man kapitulieren? Deutsche Experten waren bereits in China, um zu helfen. Sollten die Industriel&auml;nder nicht ihr ganzes Now Know aufbieten, um zu helfen? Ich finde, dieses Thema ist es durchaus wert, bei &bdquo;Fridays for Future &bdquo; und in der gesamten &Ouml;ffentlichkeit diskutiert zu werden. Das ist mein Anliegen.<br>\nNat&uuml;rlich m&uuml;ssen wir auch in unserem Land Ma&szlig;nahmen ergreifen um der Umweltzerst&ouml;rung, dem Klimawandel und der Ressourcenvernichtung entgegen zu wirken. Meine Tochter hat auf ihrem Dach eine Photovoltaikanlage installieren lassen. Diese relativ kleine Anlage hat in den letzten 4 Monaten bereits 5 MW Strom produziert. Das gibt mir Hoffnung. Wir brauchen viel mehr solcher Anlagen und vor allem eine geeignete Speichertechnologie um die tags&uuml;ber im &Uuml;berschuss produzierte Energie nutzen zu k&ouml;nnen. Ich vertraue darauf, dass deutsche Ingenieure L&ouml;sungen finden werden!<br>\nMit einem hoffnungsvollen Blick auf die Zukunft verbleibe ich mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nUlrike O&szlig;wald<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<br>\nich habe zum Klimapaket eigentlich nur zwei Fragen:<br>\na)&nbsp; Wo ist das Tempo 130 auf den Autobahnen?<br>\nb)  Warum zahlen wir astronomische Preise f&uuml;r den &Ouml;kostrom unserer Nachtspeicherheizung?<br>\nGru&szlig; M. Meyer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger, liebe Redaktion, gesch&auml;tzter Herr M&uuml;ller,<br>\nauch ich frage mich seit Bekanntgabe dieses Klima-&ldquo;P&auml;ckchens&rdquo;, was das denn sein soll. Auch unter dem Gesichtspunkt einer Bevorzugung gro&szlig; aufgestellter Interessen mit Lobby-Charakter ergibt das doch gar keinen Sinn! Es betrifft uns buchst&auml;blich alle und es geht um nichts weniger als um alles. Vor diesem Hintergrund r&uuml;ckt die souver&auml;ne Sturheit dieser Kanzlerin nebst weiteren Figuren der Regierung in die N&auml;he des Artikel 20 unseres Grundgesetzes. In Abschnitt (4) hei&szlig;t es:<br>\n&ldquo;Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht m&ouml;glich ist&rdquo;.<br>\nKlimaziele aus der Vereinbarung von Paris wurden 2015 vom Bundestag 2015 einstimmig(!) gebilligt. Das Pariser Abkommen wurde von DE ratifiziert. Seit 20.Sept steht fest, dass dies nun fast vollst&auml;ndig ignoriert werden soll. Das ist nicht nur der Versuch eine &ldquo;Ordnung zu beseitigen&rdquo; sondern aufgrund der Wichtigkeit des Sachverhalts ein Verbrechen an der eigenen Bev&ouml;lkerung. Das wird dann von der Kanzlerin bezeichnet als &ldquo;machbar, was politisch m&ouml;glich ist&rdquo;. Bestenfalls ein sofortiges Absetzen dieser Regierung sehe ich als angemessen an. Im schlimmsten Fall ein Unter Arrest Stellen der Verantwortlichen, die es immer noch nicht begriffen haben, dass wir hier weltweit ein vergleichsweise popeliges, rein physikalisches(!) Problem haben, was bei Missachtung unser aller Hintern verbrennt und vor allem, DESSEN L&Ouml;SUNGEN WEITGEHEND BEKANNT SIND, was aber geflissentlich weggeschoben wird.<br>\nNun kennen wir ja unsere Kanzlerin. Von souver&auml;ner Sturheit beseelt. Einmal beschlossen wird beispielsweise ein unbestritten notwendiges Verk&uuml;rzen des Kohleausstiegs um 10 Jahre diese Frau und ihre Partei NIE angehen. Ich sah mich am 20.9. trotz meiner fast 70 Jahre gezwungen, an den Protesten und Demos teilzunehmen. Ich kann nur hoffen, dass die Kids weiterhin streiken und ein Fass aufmachen, das sich gewaschen hat. Jedenfalls marschiere ich k&uuml;nftig freitags mit.<br>\nGru&szlig; R.B.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<br>\nihr Artikel &bdquo;Klimapolitik &ndash; Politikversagen auf ganzer Ebene&ldquo; und der dazugeh&ouml;rige Leserbrief verdeutlichen sehr sch&ouml;n, woran die Klimadiskussion in Deutschland krankt.<br>\nIn ihren begleitenden Worten zu dem folgenden Leserbrief schreiben sie mehrfach, dass die &ouml;kologische nicht gegen die soziale Frage ausgespielt werden sollte und beide in einem Gesamtkonzept gedacht werden sollten. Das ist ein l&ouml;blicher Anspruch. Sie vermeiden allerdings jegliche Antwort darauf, wie ein Weg dahin aussehen k&ouml;nnte. Sie weisen ja auf den generellen Zielkonflikt hin: Wie soll es sich jemand leisten k&ouml;nnen, der gerade so &uuml;ber die Runden kommt, nun auch noch Deutschlands Klimaziele zu erf&uuml;llen?<br>\nEine m&ouml;gliche L&ouml;sung w&auml;re es wohl, wenn sich die Wirtschafts- und Sozialpolitik &auml;ndern w&uuml;rde. Wenn die L&ouml;hne steigen und die Menschen das Gef&uuml;hl zur&uuml;ckbekommen, dass sie von ihrem Gehalt gut leben k&ouml;nnen. Doch leider ist das aktuell kein Thema, f&uuml;r das 1 Millionen Menschen auf die Stra&szlig;e gehen w&uuml;rden! Stattdessen geht es um die Rettung des Planeten. Das ist ein Thema, das in meinen Augen eher von Intellektuellen und Gr&uuml;nen verfolgt wird, die meist gutsituiert sind oder die, wenn man die Sch&uuml;ler betrachtet, gutverdienende Eltern haben. Warum gehen denn die Arbeiter nicht auf die Stra&szlig;e mit den Fridays-for-Future Protesten (oder habe ich das &uuml;bersehen)? Weil es nicht ihr Thema ist. Ein Spruch der Gelbwesten bringt die Haltung der Arbeiter wirklich sehr gut auf den Punkt: &bdquo;Ihr redet vom Ende der Welt, wir reden vom Ende des Monats!&ldquo; Aus Sicht der Arbeiter l&auml;sst sich das nicht vereinen: Erst kommt der (h&ouml;here) Lohn am Ende des Monats, dann die Rettung des Planeten.<br>\nDer Leserbrief zeigt &ndash; im Kontrast zu dem verst&auml;ndlichen Wunsch, die soziale und die &ouml;kologische Frage zusammenzudenken, &ndash; noch einmal sehr sch&ouml;n, in welcher intellektuellen Blase sich viele &ouml;kologisch denkende Menschen befinden. Nur weil etwas wissenschaftlich erwiesen ist und weil sich die Politik in fr&uuml;heren Abkommen dazu verpflichtet hat, hei&szlig;t das noch lange nicht, dass es nicht andere Interessen gibt, die ebenfalls ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssen. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie sehr in der Klimadebatte die Wissenschaft zur ultimativen Wahrheitsmacht stilisiert wird. Eine Expertokratie w&uuml;rde wohl in dieser Sichtweise sofort die richtigen Entscheidungen treffen! Eine Expertokratie, die allerdings den heiligen Benzinpreis anhebt und damit die so sch&ouml;n euphemistisch umschriebene &bdquo;Lenkungswirkung&ldquo; zeigen w&uuml;rde (insbesondere f&uuml;r die &auml;rmeren Schichten), w&uuml;rde wohl auch in Deutschland nicht lange &uuml;berleben. Vermutlich hat die gro&szlig;e Koalition keine Lust gehabt, eine Gelbwesten-Bewegung durch die Erh&ouml;hung des Benzinpreises zu schaffen und\/oder der AFD noch mehr W&auml;hler zuzuschieben (durch das Leugnen des Klimawandels w&auml;re die AFD in der guten Position, alle W&auml;hler, die sich durch h&ouml;here Benzinpreise geschr&ouml;pft f&uuml;hlen, einsammeln zu k&ouml;nnen). Daher sind die hom&ouml;opathischen Beschl&uuml;sse aus politischer Sicht sehr gut verst&auml;ndlich.<br>\nGleichzeitig h&auml;tte man nat&uuml;rlich viele Dinge beschlie&szlig;en k&ouml;nnen &ndash; jenseits der Besteuerung von CO2. Viele Dinge wurden hier auch schon auf den Nachdenkseiten genannt: das Steuerprivileg von Dienstwagen, etc. Aber daf&uuml;r h&auml;tte man sich mit der Autolobby anlegen m&uuml;ssen. Dieser Kotau wurde jedoch schon ausreichend beschrieben.<br>\nWas mich tats&auml;chlich am meisten wundert, und weshalb ich diesen Leserbrief auch geschrieben habe, ist die Blindheit der Klimaaktivisten f&uuml;r die soziale Frage und daf&uuml;r, was die Sorgen beispielsweise eines normalen Arbeiters sein k&ouml;nnten. Der Gedanke der Aktivisten ist scheinbar: &bdquo;Das muss denen doch auch wichtig sein, wenn ich ihnen hier diese Statistik zeige oder auf dieses Abkommen verweise, das Deutschland seit Jahren bricht, oder ihnen vorrechne, wieviel CO2 Deutschland noch verbrauchen darf!&ldquo;<br>\nIm Gegensatz zu diesem (wenn wir schon bei etwas klischeehaften Bezeichnungen sind) &bdquo;normalen Arbeiter&ldquo;, den die soziale Frage besch&auml;ftigt, gibt es nat&uuml;rlich noch die sogenannte &bdquo;breite Mittelschicht&ldquo;. Und die ist durch die Fridays-for-Future-Bewegung nat&uuml;rlich in einer Zwickm&uuml;hle: Sie wei&szlig;, dass sie aus &ouml;kologischer Sicht (im Gegensatz zum Arbeiter) &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse lebt und m&uuml;sste sich eigentlich angesprochen f&uuml;hlen, will sich aber ihren Lebensstil nicht vorschreiben lassen &ndash; schlie&szlig;lich hat man sich ja hochgearbeitet. (M&ouml;glicherweise hat hier die Beteiligung der eigenen Kinder an der Protestbewegung auch eine entlastende Wirkung.) Mehr Einschr&auml;nkungen mit &bdquo;Lenkungswirkung&ldquo; von Seiten der CDU (die ja immer mehr in Richtung Schwarz-Gr&uuml;n gehen m&ouml;chte) h&auml;tte diese klassische CDU-W&auml;hlergruppe langfristig ins Lager der FDP oder der AFD getrieben. Insofern sind auch mit Blick auf diese W&auml;hlergruppe die Beschl&uuml;sse der gro&szlig;en Koalition gut verst&auml;ndlich. Es w&auml;re sinnvoll, wenn den Klimaaktivisten klar w&uuml;rde, dass sie sich nur in einer kleinen Blase innerhalb einer vielf&auml;ltigen politischen Landschaft befinden.<br>\nWie bei den meisten sozialen Bewegungen wird sich an der Unterst&uuml;tzung durch weitere Bev&ouml;lkerungsgruppen (jenseits der eigenen Blase) zeigen, wie &uuml;berlebensf&auml;hig die Bewegung sein wird und ob sie ihre Ziele durchsetzen kann. Aber wenn der haupts&auml;chliche Weg der Klimabewegung in der (wissenschaftlichen und statistischen) Belehrung besteht, wird sie in meinen Augen keine Chance haben, mehr als die bisherigen, leider nur minimalen politischen Ver&auml;nderungen zu erreichen.<br>\n&nbsp;<br>\nViele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nN. Krause<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NachDenkSeiten,<br>\nsehr geehrter Herr Berger!<br>\nHerzlichen Dank f&uuml;r Ihre Einsch&auml;tzung des Klimapakets der Bundesregierung. Sie weisen inzwischen sehr ausf&uuml;hrlich auf den Zielkonflikt zwischen Klimaschutz und Teilhabegerechtigkeit hin, der nat&uuml;rlich in einer neoliberalen Gesellschaft keinerlei Ber&uuml;cksichtigung findet.<br>\nInsbesondere die besserverdienende urbane Boh&eacute;me, die f&uuml;r die Gentrifizierung und den Anstieg der Pendlerzahlen verantwortlich ist, sollte dabei mal behaftet werden und nicht die alleinerziehende Krankenschwester, die von privaten Klinikkonzernen ausgebeutet und tarifm&auml;&szlig;ig &uuml;ber den Tisch gezogen wird!<br>\nGleichwohl bleiben mit immer noch Fragen:<br>\nWas soll eine &bdquo;CO2-neutrale Gesellschaft&ldquo; sein? Was ist das f&uuml;r ein krudes Ziel, das die Klimaj&uuml;nger da seit Jahren ausgeben?<br>\nEs kann doch nur darum gehen, keine fossilen Energietr&auml;ger mehr zu verballern!<br>\nSprich: Die Energiewende endlich voranzubringen, statt sie immer wieder und immer weiter auszubremsen und daf&uuml;r jetzt zum Spa&szlig; mal wieder die kleinen Leute an die Kandare zu nehmen.<br>\nUnd zum Thema &bdquo;Marktwirtschaft&ldquo;: Wer soll&rsquo;s denn nun richten? &bdquo;Die Politik&ldquo;, an die wir unsere Stimme, unsere Souver&auml;nit&auml;t ABZUGEBEN haben? Der Markt? Die Wirtschaft? Innovation und Fortschritt?<br>\nErwarten Sie wirklich, da&szlig; diese Republik noch in der Lage ist, den Staat zu wirklich sinnvollen Ma&szlig;nahmen wie &Ouml;PN\/FV zu ert&uuml;chtigen?<br>\nDie Daseinsvorsorge wurde doch von SPD und Gr&uuml;nen (denen, die da jetzt auf der Matte stehen und die Macht haben wollen!) privatisiert: Stromversorgung, Krankenh&auml;user, Busse und Bahnen!<br>\nUnd selbst Konzerne wie Siemens, die sich fr&uuml;h auf klimaschonende Techniken wie Solarthermie und Gasgrundlastreserve festgelegt hatten, werden durch politischen Irrsinn und lobbyistische Ignoranz besch&auml;digt und zerst&ouml;rt!<br>\nSolar Valley &ndash; weg. DesertTech und CargoLifter &ndash; tot und begraben. Die Bahn &ndash; legt den G&uuml;terverkehr jetzt fl&auml;chendeckend ganz still, nachdem schon die Infrastruktur f&uuml;r Warenumschlag (wie z.B. urbane Verteilzentren) plattgemacht wurde.<br>\nEgal, wieviel Geld wir der alleinerziehnden Pendlerin wegnehmen &ndash; diese Republik MACHT nichts in Klimaschutz! Das einzige, was sie kann (und was JEDER, der nach dem Sommer aus Holland, D&auml;nemark, Polen und &Ouml;sterreich zur&uuml;ckkommt, an der ersten Autobahnrastst&auml;tte merkt): Den B&uuml;rger-\/innen sagen und das Gef&uuml;hl geben, da&szlig; sie Sch&auml;dlinge sind, die bestraft geh&ouml;ren.<br>\nIch kann dieses dumme ideologische Gelaber jenseits aller Fakten, dessen der Mainstream dieser Tage &uuml;berl&auml;uft: &bdquo;Hauptsache, die Gesinnung stimmt&ldquo;, schlicht nicht mehr ertragen!<br>\nMir fehlt immer noch eine Beleuchtung dieser psychodynamischen Struktur!<br>\nAlles Gute und liebe Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nIhr<br>\nM.J.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>zu Ihrem Artikel m&ouml;chte ich anmerken, dass es f&uuml;r mich kein Versagen der Politik und in einem anderen Zusammenhang auch kein Versagen der Medien gibt.<\/p><p>Das ist alles Programm und so vorgesehen. Ich stelle fest: Das Parteiensystem ist das Problem.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p>Heribert Wienk&auml;mper<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>Sie schreiben:<br>\n&mdash; die die Konjunktur st&auml;rken und die Volkswirtschaft auf eine nachhaltige und innovative Art zukunftsf&auml;hig machen k&ouml;nnten. &mdash;<\/p><p>Unter &ldquo;Konjunktur st&auml;rken&rdquo; kann ich mir etwas vorstellen. Der Staat, bspw., legt ein Programm auf, schiebt dieses finanziell an, viele Jobs werden erhalten und wenn es gut l&auml;uft entstehen viele neue Jobszus&auml;tzlich.<\/p><p>Was ich mir nicht mehr vorstellen kann, ist, eine Volkswirtschaft, die noch nie auch nur in die N&auml;he von &ldquo;nachhaltig&rdquo; und &ldquo;zukunftsf&auml;hig&rdquo; gekommen ist, jetzt nachhaltig und zukunftsf&auml;hig zu machen.<\/p><p>Die Bundesrepublik wurde von Anfang an auf das genaue Gegenteil von nachhaltig getrimmt. Jede Regierung war darauf erpicht, der Wirtschaft einen Rahmen zu bieten in der sie schalten und walten konnte wie es ihr beliebt. Die Innovationen die es gab, wurde nur dazu genutzt um noch mehr Krempel noch billiger zu produzieren. Es wurde die Landschaft\/Umwelt rigoros zerst&ouml;rt, mit Diktaturen in aller Welt zusammengearbeitet und Kriege unterst&uuml;tzt um an Rohstoffe zu kommen,<br>\ngelogen und betrogen usw. usf. Selbst vor dem Lebensstandard der eigenen Bev&ouml;lkerung wurde nicht halt gemacht. Selbst die eigene Bev&ouml;lkerung wurde und wird belogen und betrogen.<\/p><p>Mich w&uuml;rde nun interessieren, wie Sie sich das genau vorstellen &ldquo;die Volkswirtschaft auf eine nachhaltige und innovative Art zukunftsf&auml;hig machen&rdquo;. Vielleicht k&ouml;nnten Sie ein paar Eckpunkte n&auml;her erl&auml;utern. Mir fehlt da einfach die Fantasie f&uuml;r. Meine Vorstellungskraft gibt dies einfach nicht her, wie aus einer auf Wachstum getrimmten Volkswirtschaft eine nachhaltige Volkswirtschaft werden kann.<\/p><p>Im Voraus danke ich Ihnen f&uuml;r die Bem&uuml;hungen und Ihr Verst&auml;ndnis.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJan Skalla<br>\nReplik Jens Berger:<\/p><p>Lieber Herr Skalla,<\/p><p>da liegt ein interessantes Missverst&auml;ndnis vor, das offenbar sehr popul&auml;r ist und auch bei ehemals progressiven &Ouml;konomen\/Journalisten wie Ulrike Herman sehr beliebt ist. Ich umrei&szlig;e das mal kurz: F&uuml;r die Konjunktur bzw. das Wirtschaftswachstum ist es einerlei, ob man eine Tonne Papier herstellt, indem man B&auml;ume f&auml;llt oder Altpapier recycelt. Wachstum muss &ouml;konomisch nicht mit einem steigenden Ressourcenverbrauch einhergehen. Nachhaltig und zukunftsf&auml;hig w&auml;re daher eine Umstellung der Produktions-\/Wirtschaftsketten auf regionale Kreislaufsysteme, in denen Rohstoffe nicht &bdquo;verbraucht&ldquo;, sondern &bdquo;gebraucht&ldquo; und nach ihrer Nutzung im Kreislauf recycelt und einer neuen Nutzung zugef&uuml;hrt werden. Solche Kreislaufsysteme sind &uuml;brigens auch und vor allem eine Frage des Preises. Bei hochpreisigen Rohstoffen wie Gold oder Platin haben wir schon heute eine extrem hohe Recyclingquote. Bei billigen Rohstoffen lohnt sich die Kreislaufwirtschaft &ouml;konomisch zwar volkswirtschaftlich, aber nicht auf betrieblicher Ebene. Hier liegt dann auch der politische Hebel. <\/p><p>Das hat &uuml;brigens &uuml;berhaupt nichts mit &bdquo;Postwachstum&ldquo; oder &auml;hnlichen Schlagworten zu tun, da es (s.o.) keine zwingende Kopplung von Wachstum und Ressourcenge-\/verbrauch gibt. Hinzu kommt nat&uuml;rlich der technologische Aspekt. W&uuml;rde Deutschland seine Innovationsf&auml;higkeit nutzen, um auf dem Gebiet der Kreislaufwirtschaft technologischer Vorreiter zu werden, w&uuml;rde dies deutsche Unternehmen in eine vordere Marktposition bringen, w&auml;re also sogar kompatibel mit dem deutschen Wirtschaftsmodell, das auf technische Innovation setzt. Ich hoffe, diese kurze Erkl&auml;rung konnte Ihnen helfen.<\/p><p>beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJens Berger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS,<br>\nich bin sicher kein Klima- oder Energieexperte, m&ouml;chte aber auf den Naturwissenschaftler und Ingenieur Jean-Marc Joncovivi und das beiliegende Video (auf englisch) aufmerksam machen.<br>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=oy-94IgDz3w\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=oy-94IgDz3w<\/a><br>\nJoncovivi gilt u.a. als Vater der franz&ouml;sischen Carbon footprint Berechnung und ist &uuml;ber das CO2-Thema zum Thema Kohlenwasserstoffenergieverbrauch (Erd&ouml;l, Erdgas, Kohle) gekommen.<br>\nDieser Verbrauch neigt sich lt. Joncovici dem Ende zu und damit auch das westliche Wirtschaftssystem, das physikalisch auf dem seit 200 Jahren zu beobachtenden Anstieg der Kohlenwasserstoffenergieverbrauchsrate beruht.<br>\nDieser (in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg exorbitante Anstieg) ist seit der sog. &Ouml;lkrise in den 70er Jahren zum Erliegen gemommen, die Steigerungsraten blieben bis 2006 konstant, um dann negativ zu werden. (Wer diese Verbrauchsentwicklung mit wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Entwicklungen im gleichen Zeitraum abgleicht, wird sich vielleicht ein paar Fragen stellen).<br>\nMit anderen Worten ist der kohlenwasserstoffgetriebene Motor des &bdquo;westlichen&ldquo; (inzwischen weltweiten) Wirtschaftsmodells (das Greta Thunberg zurecht als Modell unendlichen Wachstums bezeichnet) bereits ins Stottern geraten und wird das mit allen verteilungspolitischen Konsequenzen (der Kuchen schrumpft) zuk&uuml;nftig immer st&auml;rker tun.<br>\nDie klimatischen Auswirkungen des Kohlenwasserstoffverbrauchs sind daher das eine &ndash; das andere ist das Ende des auf das (zwischenzeitlich eh&lsquo; schon ramponierte) Versprechen zuk&uuml;nftiger Wohlstandssteigerung gegr&uuml;ndete Konsensmodell westlicher Gesellschaften.<br>\nDie bittere Erkenntnis ist, dass es einen &ouml;kologischen Umbau der Industrie- und Konsumgesellschaft ohne Schrumpfungsprozess nicht geben wird, weil Kohlenwasserstoffe energetisch nicht ersetzbar sind und die entsprechenden Vorr&auml;te ohnehin zu Ende gehen.<br>\nDie Entwicklung der letzten 200 Jahre und die vor uns liegt, kann man mit einer Spekulationsblase an der B&ouml;rse vergleichen. Solange immer mehr Geld (Energie) in das System flie&szlig;t, ist alles in Butter und alle werden immer reicher. Sobald die Steigerung ins Stocken ger&auml;t, bricht die Entwicklung zusammen und Panik aus. F&uuml;r Gesellschaften gilt wohl, dass die Panik am unteren Ende ausbricht, weil dort die Spielr&auml;ume am engsten sind.<br>\nUnvorstellbar, dass eine Generation von Politikern, f&uuml;r die der Staat ein Privatakteur unter vielen und daneben Sprungbrett f&uuml;r die eigene Kariiere ist, versteht, was die Stunde geschlagen hat und was jetzt eigentlich Aufgabe des Staates w&auml;re: Den Abschied von Kohlenwasserstoffen und die Schrumpfung der Wohlstandsanspr&uuml;che technisch und sozial zu organisieren. Aber mal ehrlich: Wer von uns &nbsp;anderen h&ouml;rt denn gerne, dass das M&auml;rchen zu Ende ist?<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nErik Jochem<\/p><p>Leserbriefe zu: Das Thema Klimawandel ist nicht neu<br>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55110\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55110<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger und Team der Nachdenkseiten, <\/p><p>es ist v&ouml;llig richtig, das Thema Klimawandel ist nicht neu. Neu ist auch nicht die Methode, mit der die herrschenden Politikvertreter uns bel&uuml;gen, dass uns eigentlich ununterbrochen die Ohren klingeln m&uuml;ssten. Da wurde zum Beispiel vor einer international anstehenden Klimakonferenz (New York) in Deutschland k&uuml;rzlich ein Gremium ohne die minimalste Entscheidungsbefugnis ins Leben gerufen (nannte sich Klimagipfel, manchmal auch Klimakabinett) und &uuml;ber Wochen mit allen m&ouml;glichen Absichtserkl&auml;rungen und hohlen Phrasen durch die Mainstream-Medien gepr&uuml;gelt. Die Kanzlerin hat gerade in den USA unter Berufung auf diesen durchorganisierten Fake schwadroniert, wie vorbildlich wir Deutschen angeblich sind als K&auml;mpfer f&uuml;r die Umwelt. <\/p><p>Gestern Abend bei Frontal 21 im ZDF der Beitrag &ldquo;G&uuml;terverkehr auf der Schiene &ndash; Politisch ausgebremst&rdquo;: Eingespielt wurden im O-Ton der Reihe nach die Versprechungen der zust&auml;ndigen Minister, den G&uuml;terverkehr auf der Schiene zu erh&ouml;hen und den LKW-Verkehr auf der Stra&szlig;e entsprechend einzud&auml;mmen.&nbsp; Klimmt, SPD, Bundesverkehrsminister, 2000: &ldquo;Wir m&uuml;ssen die Bahn ert&uuml;chtigen, damit sie ihre Leistung verst&auml;rken kann. Wir wollen eine Verdoppelung bis zum Jahre 2015 erreichen.&rdquo; Und immer weiter die gleichen Spr&uuml;che, Bodewig, SPD, 2001; Tiefensee, SPD, 2008; Ramsauer, CSU, 2010; Dobrindt, CSU, 2016. Was die Herrschaften allerdings tats&auml;chlich gemacht haben: Viele Strecken f&uuml;r G&uuml;terverkehr wurden stillgelegt. &ldquo;Im Jahr 2000 lag der Anteil der Schiene am G&uuml;terverkehr bei 16,2 Prozent, der Anteil der Stra&szlig;e bei 67,8 Prozent. 17 Jahre sp&auml;ter hat sich daran nur wenig ge&auml;ndert. Der Anteil Schiene steigt minimal &ndash; auf 18,7, und statt zu sinken, w&auml;chst der Anteil Stra&szlig;e sogar noch weiter auf 70,7 Prozent.&rdquo; Bleibt zu erg&auml;nzen, dass diese weitere Erh&ouml;hung auf der Stra&szlig;e auf Kosten des umweltfreundlichsten Transportmittels, n&auml;mlich zu Schiff, erfolgte. <\/p><p>Ich habe eine Idee f&uuml;r einen neuen Volkssport: Beim Anschauen von Tagesschau und Heute die M&auml;rchengeschichten z&auml;hlen, man k&ouml;nnte noch aufteilen in die Abteilung internationaler Narrative mit der Wiedergabe frei erfundener Behauptungen der westlichen &ldquo;Wertegemeinschaft&rdquo; und die Abteilung innerdeutscher Gaukeleien. Viel Spa&szlig; dabei! <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e <\/p><p>Fred Schumacher <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nzu den umfangreichen Geschehnissen in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts zum Thema Klimawandel gibt es&nbsp;die&nbsp;aufschlussreiche Zusammenfassung &ldquo;Losing Earth: The Decade We Could Have Stopped Climate Change&rdquo;.<br>\n&nbsp;<br>\nKennen Sie wahrscheinlich. Hat mich nur gewundert, dass Sie hieraus keine Ereignisse in Ihre interessante Chronologie aufgenommen haben.<br>\n&nbsp;<br>\nBeste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAlexandar Allinger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<br>\nnichts auszusetzen. Nur einige Anmerkungen:<br>\n1. Obwohl ich Schlager kaum mag, Rubrik K&uuml;nstler\/Lieder von 1971:&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=IYmaP_BUSpk\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=IYmaP_BUSpk<\/a><br>\n2. &ldquo;ppm&rdquo; sollte nicht mehr benutzt werden: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Parts_per_million\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Parts_per_million<\/a><br>\n3. Bitte sprechen Sie unbedingt von &ldquo;Umweltschutz&rdquo;. Weitere Wahnsinnigkeiten z.B. Plastik gehen ja v&ouml;llig unter!<br>\n4. Noch wichtiger: Erkl&auml;ren Sie unbedingt, oder sehen Sie es anders, das ohne ein Ende dieses Wirtschaftsystem alles nur hei&szlig;e Luft ist!<br>\n5. Leider glaube ich das es leider sowieso nicht mehr zu packen ist. Bsp.: Gletscher \/ Polkappen \/ Permafrostboden \/ Methan vom Meeresgrund usw. usf., eben auch sich selbst verst&auml;rkende Effekte. Und noch eine &ldquo;wirtschaftliches&rdquo; von Heute: Er&ouml;ffnung neuer Flughafen in China mit weiteren ca. 100 Millionen Abfertigungen j&auml;hrlich!<br>\nIn wenigen Tagen kommt mein zweites Enkel zur Welt. In mir ist ein Hass von zehn Gretas!<br>\nTrotzdem liebe Gr&uuml;&szlig;e. Udo Wellh&ouml;fer Jena.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger<br>\nGenau.&nbsp;<br>\nSeit min. 50 Jahren wissen wir es. Statt dessen Bla-Bla-Bla.<br>\nIch war in Essen auf der Tagung der Deutschen Physikalischen&nbsp; Gesellschaft&nbsp;<br>\nEin Vortag war die Klimaerw&auml;rmung.&nbsp;<br>\nDie Tagung war vom 27.09- 2.10 .1971!!!!!<br>\n1979 war ich auf einer Messe in D&uuml;sseldorf.Titel der Messe weiss ich nicht mehr.<br>\nDort stellte BMW ein Wasserstoffauto vor..<br>\nDamals hiess es von BMW<br>\nIm Jahre 2000 fahren wir mit Wasserstoff&nbsp;<br>\n40 Jahre sp&auml;ter???<br>\nPasst nicht ganz zum Thema.<br>\n2006 lese ich in einer Kundenzeitschrift von Mercedes.<br>\nMercedes ist der Erfinder des Russpartikelfilter.Bereits im Jahre 1982!!! lieferte MB die S-Klasse mit Dieselmotor nach Californien mit. Dieselpartikelfilter aus. Bis Dieselmotoren in Deutschland mit Dieselpartikelfilter ausge&uuml;stet wurde dauerte es noch 30 Jahre!!!<br>\nVor der Ersten &Ouml;lkriese1973 kostete 1 Barrel Roh&ouml;l 2 US $<br>\nDAS war wesentlich weniger als die gleiche Menge Mineralwasser.&nbsp;<br>\n1990 durchquerte ich mit einem VW Bus mit Dieselmotor die Sahara.<br>\nIn Algerien kostete damals 1 Liter Diesel umgerechnet heute in &euro; 4 Cent\/ 0.04&euro;<br>\nWasser aus den Leitungsnetz konnte man als Europ&auml;er nicht trinken<br>\nWar geclort und verkeimt.<br>\nEs gab damals schon in Algerien das franz&ouml;sische Mineralwasser in Plastikflaschen.<br>\n1 liter kostete 0.50 &euro;<br>\nWas wir Menschen hier auf diesen Planeten machen ist der Wahnsinn hoch 1. MILL.<br>\nWir benehmen uns wie ungebildete 3 j&auml;hrige.<br>\nAlles was wir hier auf diesem Planeten machen ist v&ouml;llig irrational und paranoid.&nbsp;<br>\nWir &auml;ndern uns nicht&nbsp;<br>\nSymbolisch gesprochen.<br>\nDer Ast auf dem wir sitzen ist schon abgeschnitten und wir befinden uns im freien Fall.&nbsp;<br>\n1973 da war ich 15 Jahre alt und habe das Buch des Club of Rome gelesen.Die Grenzen des Wachstum.<br>\nDa war mir klar. Dieses Kapitalismus hat keine Zukunft.<br>\nAber alles was damals im Buch stand wurde mehrfach &uuml;bertroffen<br>\n1982 er&ouml;ffnete VW sein erstes Werk in China .&nbsp; Damals gab es in China 800.000 Autos.<br>\nEnde 2018 waren es 168.000.000<br>\nNoch Fragen?<br>\nDas Experiment Mensch n&auml;hert sich dem Ende.&nbsp;<br>\nNicht schlimm<br>\nDen Planeten Erde gibt es 4.6 Milliarden Jahre. Menschen&nbsp; erst 250.000 Jahre&nbsp;<br>\nWir&nbsp; sind nur ein Fliegenschiss im&nbsp; Erdzeitalter.<br>\nWenn es ein Buch gibt &uuml;ber den Menschen das von Ausserirdischen&nbsp; geschrieben wird, steht darin.<br>\nSie kamen.<br>\nSie vermehrten sich nach Ihrer christlichen Zeitrechnung ab 1900 expornal.<br>\nSie Konsumierten immer mehr Rohstoffe.<br>\nSie versauten die Erde mit ihren Material und M&uuml;ll.&nbsp;<br>\nSie schrieben B&uuml;cher &uuml;ber das was sie taten.&nbsp;<br>\nSie zerst&ouml;rten sich selber und hatten noch Spass dabei.<br>\nSie verschwanden von der Erde wegen ihrer Dumnheit..<br>\nEs dauerte etwas .dann erholte sich die Erde von diesem Virus.<br>\nSie drehte sich weiter.<br>\nDer Mensch, einer von vielen Spezis die kamen und wieder verschwanden.<br>\nMan kann es nur noch so ertragen.<br>\nMfG D K<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Zuerst: Danke f&uuml;r Ihre Arbeit! Weiter so!<\/p><p>Erlauben Sie mir eine bescheidene Anmerkung zum aktuellen Artikel von Jens Berger. Das ist eine hervorragende Zusammenfassung der schon sehr lange bekannten Umwelt &ndash; und Klimaproblematik.<br>\nIch war 40 Jahre Lehrer&nbsp; und habe das Thema Klima\/Umwelt immer in den Unterricht eingebracht. Grundlage: Ein Buch von 1970 (siehe Anhang)von G.R.Taylor. M.E. noch heute hochaktuell. Ich werde den Artikel an j&uuml;ngere Kollegen weiterreichen.<\/p><p>MfG<br>\nW G<\/p><p>Anmerkung MM:<br>\n<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gordon_Rattray_Taylor\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gordon_Rattray_Taylor<\/a> &bdquo;Das Selbstmordprogramm&ldquo;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten,<br>\nVielen Dank an Herrn Berger f&uuml;r die interessante und umfangreiche Auflistung , die ich mir ausgedruckt habe, um sie vielleicht l&auml;nger nutzen zu k&ouml;nnen und auch mal nachzulesen.<br>\nIch stimme Ihnen zu, dass der Klimawandel kein neues Thema ist, aber relativ sp&auml;t dringlich wurde, weil er lange Zeit als nicht bewiesen galt. Aber es war alles bekannt und warum wurde nicht schon l&auml;ngst entsprechend gehandelt?<br>\nAuch wenn das Thema jetzt ganz oben auf der Agenda steht: Wir stecken immer noch in alten Denkweisen fest.<br>\nWas mir Sorgen macht, ist, dass das Thema heutzutage auch bei engagierten Klimasch&uuml;tzern sehr auf das Klima und den CO2-Aussto&szlig; &nbsp;eingeengt wird. &nbsp;<br>\nSchon Ende der 60iger und in den 70igern war Artensterben, Umweltvergiftung , Abholzung des Regenwalds auch in meiner Schulbildung ein wichtiges Thema, was vielleicht meinem Biologielehrer und meinen Interessen geschuldet war, &nbsp;aber auch in den Medien eher als dringlich vermittelt &nbsp;wurde. Heutzutage ist das sogar noch mehr der Fall, doch viel zu sehr werden Zusammenh&auml;nge, das ganze Bild, nicht richtig dargestellt und das Thema auf den CO2- Aussto&szlig; beschr&auml;nkt. Sehr entt&auml;uscht war ich in den 90iger Jahren von den regierenden Gr&uuml;nen, bei denen viele keine wirkliche Kenntnis von &Ouml;kologie zu haben scheinen.<br>\nWenn nur noch an Klimawandel gedacht wird, werden gutgemeinte Klimaschutzma&szlig;nahmen im Ende unseren Planeten vielleicht nicht retten k&ouml;nnen und die Folgen dieser Ma&szlig;nahmen sogar weiterhin die Umwelt zerst&ouml;ren und vergiften.<br>\n&nbsp;<br>\nWenn wir nicht anfangen , uns als Teil der Natur zu begreifen&nbsp; und andere Lebewesen endlich als lebensberechtigte Mitbewohner zu respektieren, kann auch umfangreicher Klimaschutz nur St&uuml;ckwerk sein. Selbst, wenn die Erw&auml;rmung wirklich aufgehalten werden w&uuml;rde, w&uuml;rde der Planet vergiftet und &ouml;de, den die Arten sterben ja nicht nur durch die Erw&auml;rmung aus.<br>\nWarum handeln wir gegen besseres Wissen? Ihre Auflistung zeigt ja ganz deutlich, dass das so ist.<br>\n&nbsp;<br>\nMir kommt es vor, als ob wir alle wie S&uuml;chtige handeln. Unser Belohnungssystem mu&szlig; st&auml;ndig stimuliert werden und l&auml;sst keine anderen Stimulantien zu, als die, die wir kennen: &nbsp;Unser bequemes Leben, das Auto, Fleisch, Zucker , Fernsehen, Computerspiele und vieles vieles mehr. Jeder von uns h&auml;ngt am Tropf und nur ein immer wiederholtes Hinterfragen, Bewu&szlig;tmachen, Selbstkritik und aufmerksames Beobachten kann uns da herausbringen.<br>\nUnd was ich am meisten vermisse: Die Liebe zur Natur und zu &nbsp;unseren Mitmenschen bzw. Mitbewohnern, pflanzlich oder tierisch, die nicht zulassen w&uuml;rde, dass wir unsere Umwelt zerst&ouml;ren.<br>\nDiese Liebe fehlt meines Erachtens bei vielen Menschen und das Wort Liebe ist schon f&uuml;r viele problematisch und abgegriffen. Vielleicht sollte man es durch das Wort Empathie ersetzen. F&uuml;r viele Menschen ist die Natur und die Umwelt allgemein wie eine Kulisse, die man genie&szlig;t, solange sie sch&ouml;n ist und nicht bedrohlich wird oder allzu wild. Sie darf einem nicht zuviel abverlangen.<br>\nWarum ich das so wichtig finde? Nur durch Empathie und echte Verbundenheit entsteht ein neues Denken, wird die Einengung auf rein technische Ma&szlig;nahmen und Probleml&ouml;sungen aufgehoben, nur dadurch wird Verzicht nicht mehr bedrohlich, wird Wissen zu echtem Verst&auml;ndnis.<br>\nDies kann vielleicht durch Naturerleben im Kindesalter , in Familie und Schule erreicht werden. Hier m&uuml;sste man in erster Linie ansetzen. Alles andere ist nicht erfolgversprechend, wie die letzten Jahrzehnte zeigen. Wir kommen aber immer mehr davon weg, trotz Waldkindergarten etc.<br>\nIch hoffe aber, dass auch durch nur wissenschaftliche und technische Ma&szlig;nahmen letzten Endes das Schlimmste verhindert werden kann, denn die Hoffnung stirbt zuletzt.<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nMaria McCray<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>17. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nin den Aufz&auml;hlungen zu dem Thema fehlt noch ein sehr interessantes Video aus dem Jahr 1994.<br>\nEs hei&szlig;t &ldquo;Crash 2030&rdquo; und ist auf Youtube zu finden.<br>\n&nbsp;<br>\nWir haben es damals in der Schule zu sehen bekommen und es hat mich erst f&uuml;r die ganze Sache sensibilisiert.<br>\nErschreckend ist, wie der aktuelle Verlauf schon damals sehr zutrefend vorausgesagt wurde.<br>\n&nbsp;<br>\nIch denke es ist ein sehr wichtiges und informatives Video, dass auf keinen Fall fehlen darf!<br>\n&nbsp;<br>\nViele Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nThomas<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>18. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<br>\nleider haben Sie in Ihrem Artikel nicht darauf hingewiesen, dass dem SPD-Politiker und Tr&auml;ger des alternativen Nobelpreises Hermann Scheer nach seiner Buchpublikation von 1987 anschlie&szlig;end sehr bedeutende energiepolitsche Erfolge gelangen, die dazu beigetragen haben, dass unersch&ouml;pfliche und nachhaltige Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien (EE) wie Windkraftanlagen und Photovoltaik-Anlagen den Durchbruch geschafft haben und nun globale Massenprodukte geworden sind.<br>\nDer erste gro&szlig;e Erfolg des Eurosolar-Gr&uuml;nders Hermann Scheer war die Initiierung des Stromeinspeisungsgesetzes, das der Deutsche Bundestag im Jahr 1991 beschloss und das f&uuml;r eine zun&auml;chst erfolgreiche Markteinf&uuml;hrung der Windenergie in Deutschland sorgte inkl. der Gr&uuml;ndung von heute noch weltweit t&auml;tigen Anlagenherstellern wie Enercon in Aurich.&nbsp;<br>\nF&uuml;r die Weiterentwicklung des Stromeinspeisungsgesetzes zum Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) im Jahr 2000 war federf&uuml;hrend Hermann Scheer zusammen mit Hans-Josef Fell (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen) verantwortlich. Dieses Gesetz brachte dann auch anderen EE-Technologien wie insbesondere der Photovoltaik (Scheers &bdquo;100 000 Solard&auml;cher-Programm&ldquo;) den Durchbruch inkl. einer drastischen Reduktion der Stromgestehungskosten von in Deutschland installierten Photovoltaik-Anlagen von &uuml;ber 50 &euro;Ct.\/kWh bei der EEG-Verabschiedung im Jahr 2000 auf heute 10 &euro;Ct.\/kWh und weniger.<br>\nF&uuml;r die Erreichung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens ist eine Vereinbarung der Weltgemeinschaft, den Gro&szlig;teil der noch vorhandenen fossilen Energietr&auml;ger im Boden zu belassen und stattdessen eine radikale Transformation des globale Energieversorgung hin zu Erneuerbaren Energien durchzuf&uuml;hren, von grundlegender Bedeutung. Das Stromeinspeisungsgesetz und das Erneuerbare-Energien-Gesetz haben einen gro&szlig;en Verdienst daran, dass EE-Technologien den Durchbruch geschafft haben und nun weltweit kosteng&uuml;nstig verf&uuml;gbar sind.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;,<br>\nGerhard Kilper<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch die Beitr&auml;ge <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55051\">Klimapolitik &ndash; Politikversagen auf ganzer Ebene<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55110\">Das Thema Klimawandel ist nicht neu<\/a> riefen bei den NachDenkSeiten-Lesern vielf&auml;ltige Reaktionen hervor, nicht zuletzt, weil das Thema momentan in aller Munde ist, obwohl die Thematik eigentlich seit l&auml;ngerem bekannt ist bzw. diskutiert wird. Nachfolgend finden Sie einige dieser Zuschriften, die auch zahlreiche<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55180\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[164,177,103,179],"tags":[2649,2099,2182,2615,2650,1619,909,2720,2736,1848,2264,269,2061],"class_list":["post-55180","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-energiewende","category-klimawandel","category-leserbriefe","category-schadstoffe","tag-oekosteuer","tag-energiespeicher","tag-erneuerbare-energie","tag-fridays-for-future","tag-gueterverkehr","tag-green-economy","tag-kapitalismus","tag-kohleausstieg","tag-kreislaufwirtschaft","tag-nachhaltigkeit","tag-regionalisierte-wirtschaft","tag-scheer-hermann","tag-umweltverschmutzung"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55180","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=55180"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55180\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":55194,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55180\/revisions\/55194"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=55180"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=55180"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=55180"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}