{"id":55186,"date":"2019-09-29T09:00:40","date_gmt":"2019-09-29T07:00:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55186"},"modified":"2019-09-27T10:57:15","modified_gmt":"2019-09-27T08:57:15","slug":"hinweise-der-woche-129","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55186","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55186#h01\">UN-Vollversammlung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55186#h02\">Klimapaket der Regierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55186#h03\">Klimakiller&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55186#h04\">Sanktionen wie Bomben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55186#h05\">The Coverup of President John F. Kennedy&rsquo;s Assassination Is Wearing Thin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55186#h06\">Am Haken von Bayer &amp; Co.?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55186#h07\">Bis zu 18 Monate im Lkw: So werden Fahrer in Europa ausgebeutet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55186#h08\">Spahns heikle Mission in Mexiko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55186#h09\">&Ouml;konom &uuml;ber Soziale Marktwirtschaft &ndash; &bdquo;Das war ein Kampfbegriff&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55186#h10\">Neun Unternehmen arbeiten am geheimen Deutschland-Pakt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55186#h11\">Steinmeier ist ein Pr&auml;sident der Phrasen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55186#h12\">Das Allerletzte &ndash; Friedrich Merz zu Klimaschutz<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>UN-Vollversammlung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wir werden euch nie verzeihen!<\/strong><br>\nZu Beginn des UN-Sondergipfels zum Klimaschutz in New York hat Greta Thunberg die Regierungen der Welt in ihrer Rede zu konsequentem Klimaschutz aufgefordert. Der Beitrag von Bundeskanzlerin Merkel h&ouml;rte sich hingegen an, als h&auml;tte sie Thunberg nicht zugeh&ouml;rt. [&hellip;]<br>\nBevor es damit losging, durfte jedoch Greta Thunberg, Initiatorin der Fridays-for-Future-Bewegung, eine kurze Rede halten.<br>\n&ldquo;Meine Botschaft an die Regierenden ist: Wir werden euch beobachten&rdquo;, sagte Thunberg. &ldquo;Die Augen der jungen Generation sind auf euch gerichtet. Wenn ihr versagt, werden wir euch niemals verzeihen&rdquo;, so die Aktivistin. &ldquo;Der Wandel wird kommen, ob ihr wollt oder nicht.&rdquo;<br>\nDie 16-j&auml;hrige Schwedin machte auch deutlich, wo f&uuml;r sie die Ursachen liegen. &ldquo;Wir stehen am Anfang eines Massenaussterbens, und alles, wor&uuml;ber ihr reden k&ouml;nnt, ist Geld und das M&auml;rchen von einem ewigen Wirtschaftswachstum.&rdquo; [&hellip;]<br>\nDann listete Merkel auf, was Deutschland zu Hause f&uuml;r den Klimaschutz tun will. &ldquo;Wir haben uns vorgenommen, bis 2030 55 Prozent der CO2-Emissionen gegen&uuml;ber 1990 einzusparen und im Jahr 2050 klimaneutral zu sein.&rdquo; Es folgten die Ziele, bis 2030 einen Anteil der Erneuerbaren von 65 Prozent beim Strom zu haben, bis 2022 aus der Kernenergie auszusteigen und bis sp&auml;testens 2038 aus der Kohle. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r Jan Kowalzig von der Entwicklungsorganisation Oxfam, war es eine entt&auml;uschende Rede. Den Weckruf der Jugend habe Merkel sicherlich nicht geh&ouml;rt, sagte der Klimaexperte. Das wichtigste Detail habe Merkel vergessen: &ldquo;Das Klimapaket der Bundesregierung vom Freitag taugt nicht daf&uuml;r, die Klimaschutzziele f&uuml;r 2030 zu erreichen oder die fortgesetzte Missachtung des Pariser Klimaschutzabkommens zu beenden.&rdquo;<br>\nDar&uuml;ber, so Kowalzig, k&ouml;nne die Bundeskanzlerin auch nicht mit ihrem Versprechen hinwegt&auml;uschen, noch einmal mehr Gelder f&uuml;r &auml;rmere L&auml;nder zuzusagen. Letztlich erf&uuml;lle sie damit nur eine alte Zusage von 2015.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/international\/wir-werden-euch-nie-verzeihen\">klimareporter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Angela Merkel hat wirklich Chuzpe und das schlimmste ist, dass sie damit offenbar mal wieder durchkommt. W&auml;hrend die Bundesregierung klimapolitisch in epischer Bandbreite versagt, stilisiert sich die Kanzlerin als Vorreiterin in Sachen Klimaschutz; gerade so als geh&ouml;re sie gar nicht zur Regierung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Kaiser ist nackt<\/strong><br>\nUN-Klimagipfel: Wenig aus BRD, &Uuml;berraschendes aus Athen und Moskau. Kinder fordern Rechte ein<br>\nEs war ganz wie im M&auml;rchen von des Kaisers neuen Kleidern. Ein 16j&auml;hriges M&auml;dchen las am Montag in New York den versammelten Staats- und Regierungschefs die Leviten, und keiner konnte ihr widersprechen. Alle wussten, dass sie recht hat. Die Regierungen versagen und verraten die Interessen der jungen Generation, ganz wie es ihnen von Greta Thunberg aus Stockholm vorgehalten wurde&hellip;<br>\n(&hellip;) Am Montag reichte Thunberg gemeinsam mit 15 weiteren Kindern aus aller Welt, darunter Raina Ivanova aus Deutschland, eine Beschwerde &uuml;ber die Verletzung der Kinderrechtskonvention bei der UNO ein. F&uuml;nf Staaten &ndash; Argentinien, Brasilien, Deutschland, Frankreich und die T&uuml;rkei &ndash; werden exemplarisch unter den gr&ouml;&szlig;ten Verschmutzern herausgegriffen. Der Klimawandel gef&auml;hrde die Rechte der Kinder auf Leben, Gesundheit und Frieden. Haben die 16 Erfolg, w&auml;re damit die Klimakrise v&ouml;lkerrechtlich anerkannt. Die betroffenen L&auml;nder w&auml;ren verpflichtet, gemeinsam mit anderen Staaten verbindliche Emissionsziele zu erarbeiten. Im Vergleich zur unverbindlichen Pariser &Uuml;bereinkunft w&auml;re das ein deutlicher Fortschritt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/363521.un-klimagipfel-der-kaiser-ist-nackt.html\">junge welt<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Ich h&auml;tte meine Tochter da nicht hingelassen&ldquo;<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Merkel hatte der harten Kritik der Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg an den politischen Verantwortungstr&auml;gern zuvor teilweise widersprochen. In ihrer Rede beim UN-Klimagipfel habe die 16-J&auml;hrige ihrer Ansicht nach &bdquo;nicht ausreichend zum Ausdruck gebracht&ldquo;, welche Chancen moderne Technologie sowie Innovationen f&uuml;r den Klimaschutz er&ouml;ffneten, sagte Merkel am Dienstag in New York im Gespr&auml;ch mit Journalisten. Die Rolle von Technologie und Innovation vor allem im Energiesektor und beim Energiesparen sei ein Punkt, in dem sie Thunberg widerspreche, sagte die Kanzlerin. Das am Freitag beschlossene Klimaschutzpaket der Bundesregierung setze auf diese M&ouml;glichkeiten. Merkel hatte sich am Montag am Rande des Gipfels mit Thunberg zu einem Gespr&auml;ch getroffen. Zu dessen Inhalt wollte die Kanzlerin aber nichts sagen.<br>\nAuch Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron kritisierte in einem Interview Thunbergs Positionen. Er habe &bdquo;nicht das Gef&uuml;hl, dass die franz&ouml;sische oder die deutsche Regierung etwas blockieren&ldquo;. Er forderte die Jugend auf, &bdquo;Druck auf jene zu machen, die wirklich blockieren&ldquo;, sagte Macron in einem Radio-Interview. Greta Thunbergs Positionen bezeichnete er als &bdquo;sehr radikal&ldquo;, was &bdquo;Widerspruch in unseren Gesellschaften&ldquo; erzeuge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/friedrich-merz-kritisiert-greta-thunberg-und-merkels-klimapolitik-16402552.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.K.:<\/strong> Frau Merkel versucht wieder einmal, Entscheidungen, die sie selbst treffen m&uuml;sste, von ihren Gegnern zu verlangen, die ihrerseits &uuml;berhaupt nicht die Macht und das Mandat dazu besitzen. Sie ist Bundeskanzlerin und als solche kann sie auch Weichen stellen, damit die Chancen, die sie moderner Technologie und Innovation zuschreibt, in die Wirklichkeit umgesetzt werden. Immerhin wurde unter ihren Regierungen das EEG bis auf Reste unwirksam gemacht, damit Konzerne nicht von der Innovation durch die Erneuerbaren Energien &uuml;berrollt wurden. Und Herr Macron bet&auml;tigt sich wieder einmal als Spalter, das kann er so gut. Eine ungen&uuml;gende Umsetzung ist auch so etwas wie eine Blockade des M&ouml;glichen. Die Hauptverursacher des Klimawandels ist die Klasse der Reichen und der will man nicht auf die F&uuml;&szlig;e treten, deswegen bleiben die Klimaschutzp&auml;ckchen auch halbherzig und werden nicht radikal, wie es dringend geboten w&auml;re. Der Widerspruch in &ldquo;unseren Gesellschaften&rdquo; d&uuml;rfte auch von eben diesen reichen Profiteuren kommen. Obwohl Herr Macron, ebenso wie Herr Altmaier, sicher die &ldquo;kleinen Leute&rdquo; vorschieben wird, die dann das t&auml;gliche Leben nicht mehr bezahlen k&ouml;nnen. Deswegen bedeutet Klimaschutz auch unbedingt sozialen Ausgleich auch wenn das bei den oberen 1% sicher Widerspruch ausl&ouml;sen wird. Aber auch die k&ouml;nnen ihren Reichtum auf einer unbewohnbaren Erde nicht dauerhaft sichern. Hoffentlich begreifen sie das bald.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Klimapaket der Regierung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Pillepalle statt Klimaschutz<\/strong><br>\nKlimakabinett verh&ouml;hnt Engagement von Millionen Menschen<br>\nDas globalisierungskritische Netzwerk Attac kommentiert die heute vorgestellten Pl&auml;ne des so genannten Klimakabinetts der Bundesregierung:<br>\n&ldquo;Allen Versprechen von Merkel zum Trotz: Was das so genannte Klimakabinett heute vorgelegt hat, ist Pillipalle statt Klimaschutz. Die m&auml;chtigen Profitinteressen der Kohle- und Autoindustrie, der Agrarlobby und der Chemiekonzerne haben auch heute wieder eine effektive Klimapolitik verhindert. Mit diesen Beschl&uuml;ssen verh&ouml;hnt die Bundesregierung das Engagement von 1,4 Millionen Menschen, die heute allein in Deutschland f&uuml;r Klimagerechtigkeit auf die Stra&szlig;e gegangen sind. Mit dieser Politik ist der Kollaps nicht zu verhindern. Es hilft nichts: Wir werden uns der Zerst&ouml;rung unserer Lebensgrundlagen weiterhin gemeinsam &ndash; auch mit Aktionen zivilen Ungehorsams &ndash; entgegenstellen m&uuml;ssen. Klimaschutz bleibt Handarbeit. Statt weiterhin auf Wachstum zu setzen, brauchen wir Mobilit&auml;t f&uuml;r alle Menschen mit viel weniger Autos, einen schnellen Kohleausstieg und den Bruch mit der industrialisierten Landwirtschaft&rdquo;, sagt Achim Heier vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis.<br>\nMit der Kampagne &ldquo;einfach.umsteigen: Klimagerechte Mobilit&auml;t f&uuml;r alle&rdquo; engagiert sich Attac f&uuml;r einen sozial-&ouml;kologischen Umbau der Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/pillepalle-statt-klimaschutz\/\">attac<\/a><\/li>\n<li><strong>Freibier f&uuml;r alle!<\/strong><br>\nMit ihrem Klimapaket setzt die Bundesregierung ein klares Signal: Blo&szlig; keinem irgendwie wehtun, Preissteigerungen werden ganz fix kompensiert, alles kann so bleiben, wie es war. Wo ist die Politik, die &uuml;ber Alltagssorgen hinausgeht und Visionen formuliert? (&hellip;)<br>\nNur f&uuml;r unsere j&uuml;ngeren Leser und Leserinnen sei daran erinnert, dass Politik fr&uuml;her einmal ganz anders funktioniert hat. Menschen hatten ein Programm, das klar &uuml;ber die Alltagssorgen hinausging und Vision reklamierte.<br>\nWilly Brandt, &Auml;ltere erinnern sich noch, hatte 1966 den blauen Himmel &uuml;ber der Ruhr ausgerufen und auch noch die Verst&auml;ndigung mit dem Ostblock als Ziel seiner Politik formuliert.<br>\nZu dieser Zeit waren mutma&szlig;lich 90 Prozent der Bev&ouml;lkerung f&uuml;r diese Idee &uuml;berhaupt nicht zu gewinnen, aber: &Uuml;berraschung! Die Sozialdemokratie hielt daran fest und &ndash; man kann es sich heute gar nicht mehr vorstellen &ndash; gewann 1972 in Westdeutschland die Wahl bei einer Wahlbeteiligung von 91 Prozent mit 46 Prozent der Stimmen.<br>\nStellen wir uns kurz das fast Undenkbare vor: Die Bundesregierung verk&uuml;ndet, ja, wir haben einen Klimawandel und wir wollen was dagegen tun und wir k&uuml;ndigen hiermit an: Neuzulassungen von Fahrzeugen mit Verbrennungskraftmaschinen wird es ab 2025 nicht mehr geben!<br>\nZugelassen werden zudem nur noch Fahrzeuge, wenn ein privater Stellplatz nachgewiesen wird, denn das Abstellen auf &ouml;ffentlichem Grund ist nur zum Halten bis maximal drei Minuten erlaubt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/deutschland\/freibier-fuer-alle\">klimareporter<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Ende der Klima-Kanzlerin<\/strong><br>\nGestern vorm Kanzleramt: Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler von &ldquo;Fridays for Future&rdquo; halten ein langes, selbstgemaltes Transparent in die H&ouml;he. &ldquo;R&uuml;ckkehr der Klimakanzlerin&rdquo; ist da zu lesen. Mit einem gro&szlig;en Fragezeichen dahinter, und einem &ndash; kleinen &ndash; Ausrufezeichen. Es war ein Hoffnungsschrei, gerichtet an die Frau hinter den dicken Mauern.<br>\nDass sie endlich wieder loslegen m&ouml;ge wie zuletzt vor mehr als zehn Jahren, als Angela Merkel auf Klimakonferenzen gl&auml;nzte. Als sie einem &uuml;berrumpelten US-Pr&auml;sidenten Bush das Maximal-zwei-Grad-Ziel bei der Erderw&auml;rmung aus den Rippen leierte. Als sie sogar 2015 noch einiges tat, damit das Paris-Abkommen zustande kam. (&hellip;)<br>\nAber die Klima-Kanzlerin hat abgedankt. Mit Pauken und Trompeten. National hatte Merkel das schon lange. Deutschland kommt zu langsam voran beim Kohleausstieg. Fr&uuml;here Klimaziele wurden gerissen, Klima-Pakete verhallten fast wirkungslos. Und jetzt hat sie auch noch die Hoffnungen der Klima-Jugend b&ouml;se entt&auml;uscht.<br>\nDas, was die Koalition als Klimaprogramm 2030 verkauft, ist ein Flop. Ein mutloses St&uuml;ck Papier, das niemandem wehtun will. Das gar nicht ernsthaft versucht, die Menschen zu klimafreundlicherem Verhalten zu lenken &ndash; oder wer bitte soll bei drei Cent teurerem Benzin in drei Jahren das Auto stehen lassen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/klimakanzlerin-merkel-ende-101.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Klima retten, nicht die Konzerne<\/strong><br>\nDie Systemfrage stellen: Klimaproteste und Sozialproteste geh&ouml;ren untrennbar zusammen. Das l&auml;sst sich von den &raquo;Gelbwesten&laquo; in Frankreich lernen.<br>\nOb CO2-Steuer oder eine Ausweitung des Handels mit Verschmutzungsrechten, ob h&ouml;here Kaufpr&auml;mien f&uuml;r E-Autos oder staatlich garantierte Zinsen f&uuml;r &raquo;&Ouml;ko-Anleihen&laquo; &ndash; was das sogenannte Klimakabinett unter Kanzlerin Angela Merkel auch beschlie&szlig;en wird: Es greift meilenweit zu kurz und lenkt von dem ab, was eigentlich n&ouml;tig w&auml;re. Die Klimakrise l&auml;sst sich nicht &raquo;marktkonform&laquo; in den Griff bekommen, sie ist selbst Ausdruck des gr&ouml;&szlig;ten Marktversagens der Menschheitsgeschichte. Wir haben wahrscheinlich nur noch rund zehn Jahre Zeit, um jenen Hebel zu ergreifen und umzulegen, der das neoliberale Korsett sprengt, das seit Jahrzehnten eine ernsthafte Politikwende verhindert. Die regierenden Parteien scheinen unwillig und unf&auml;hig, das zu begreifen. Statt die Hauptverursacher der Klimakatastrophe ins Visier zu nehmen, wollen sie ein wenig an der Preisschraube drehen &ndash; was wirkungslos verpuffen oder all jene in Bedr&auml;ngnis bringen wird, die in schlecht isolierten Wohnungen leben oder jenseits der Ballungsgebiete auf ein Auto angewiesen sind. Wohin Letzteres f&uuml;hren kann, lie&szlig; sich in Frankreich beobachten: Dort entz&uuml;ndete sich im Herbst 2018 mit der Bewegung der &raquo;Gelbwesten&laquo; (Gilets jaunes) ein Volksaufstand an der geplanten Erh&ouml;hung der Steuern auf Diesel bzw. Benzin um sechs bzw. drei Cent, nachdem die Lebenshaltungskosten schon im Jahr zuvor stark gestiegen waren.<br>\nWar die Klimaschutzpolitik der franz&ouml;sischen Regierung f&uuml;r die Proteste der &raquo;Gelbwesten&laquo; verantwortlich, wie US-Pr&auml;sident Trump sofort unterstellt hat? Blockieren egoistische &raquo;Prolls&laquo;, die sich um die Umwelt nicht scheren, den dringend n&ouml;tigen &ouml;kologischen Umbau? Schaut man genauer hin, wird das Gegenteil deutlich: W&uuml;rde man den Forderungskatalog der &raquo;Gilets jaunes&laquo;&sup1; umsetzen, lie&szlig;e sich der Klimawandel st&auml;rker bremsen als mit s&auml;mtlichen Ma&szlig;nahmen, die aktuell von Union, SPD oder Gr&uuml;nen in die Debatte gebracht werden. Insofern lohnt es, sich die wichtigsten Forderungen der franz&ouml;sischen Bewegung in Erinnerung zu rufen und auf ihre klimapolitische Bedeutung auch in Deutschland hin abzuklopfen. Ausz&uuml;ge aus ihnen sind hier jedem Kapitel vorangestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/363215.radikale-klima-und-sozialpolitik-das-klima-retten-nicht-die-konzerne.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Klimadebatte: &hellip;denn die Konzerne sind dagegen<\/strong><br>\nDie Mutlosigkeit der Politik und das daraus abgeleitete Primat der Schonung aller Betroffenen &ndash; und vorrangig der Wirtschaft &ndash; kann kein Grundprinzip sein f&uuml;r erfolgreichen Klimaschutz.<br>\nEs war als gro&szlig;er Wurf angek&uuml;ndigt. Man konnte erwarten, dass neue Prinzipien f&uuml;r eine zuk&uuml;nftig emissionsarme Marktwirtschaft und Lebensweise die Leitlinie sein w&uuml;rden. Bei so klarer Vorgabe &uuml;berrascht die Kleinteiligkeit, die das neue Klimaschutzgesetz charakterisiert.<br>\nEs war wohl die bevorzugte Leitlinie, niemanden weh zu tun, alle Kosten dem B&uuml;rger aufzub&uuml;rden und der Industrie ein breites Umr&uuml;stungsprogramm zu bieten, ohne deshalb die Wirtschaft in irgendeiner Weise mit in die Pflicht zu nehmen.<br>\nDabei liegen die Prinzipien, nach denen die Politik praktisch anwendbare Gesetze gestalten m&uuml;sste, seit langem auf der Hand. Aber diese Prinzipien sind naturgem&auml;&szlig; wirtschaftsfeindlich und beenden auch manche Bequemlichkeit. Das ist das typische Szenario, das die &Auml;ngste der Politiker um ihre Wiederwahl aktiviert und zudem kr&auml;ftige Lobbyarbeit der Wirtschaft ausl&ouml;st. Wirksame Leitlinien, die eine &Auml;nderung erzwingen, wollte die Wirtschaft aber nicht. Denn sonst m&uuml;sste das Gesetz anderen Prinzipien folgen, wie an einigen fast offensichtlichen Beispielen aufzeigbar: [&hellip;]<br>\nKlimaschutz wollte &uuml;brigens die CSU in die Bayerische Verfassung aufnehmen, aber die notwendige 2\/3- Mehrheit scheiterte an der &uuml;berraschenden Weigerung der Gr&uuml;nen, die darin prim&auml;r imagebildende Man&ouml;ver und weniger einen echten Handlungskern sahen.<br>\nAuf Bundesebene d&uuml;rften die Rechtskenntnisse auch bei den Gr&uuml;nen realit&auml;tsnah genug sein und damit w&auml;re die Aufnahme wohl mehrheitlich gesichert. Damit w&auml;ren beispielsweise klimaunfreundliche Subventionen von vornherein verfassungswidrig und per Gericht zu untersagen. Bleibt zu hoffen, dass hier das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Die Wirtschaft allerdings wird auch das nicht unterst&uuml;tzen.<br>\nIm Fazit bleibt, dass die Mutlosigkeit der Politik und das daraus abgeleitete Primat der Schonung aller Betroffenen &ndash; und vorrangig der Wirtschaft &ndash; kein Grundprinzip sein kann f&uuml;r erfolgreichen Klimaschutz. Die gr&uuml;ne Zivilgesellschaft wei&szlig; das, und die Jugend nat&uuml;rlich auch. Sie werden nicht dulden, dass Deutschland weiterhin so schw&auml;chlich regiert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/09\/denn-die-konzerne-sind-dagegen\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<li><strong>Klimapaket versagt beim Klimaschutz und vertieft die soziale Spaltung<\/strong><br>\nDie Vorsitzenden der Fraktion DIE LINKE, Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch, erkl&auml;ren anl&auml;sslich der heutigen Beschl&uuml;sse des Klimakabinetts der Bundesregierung:<br>\n&bdquo;Das heute vom Klimakabinett vorgestellte Klimapaket ist unsozial und ineffektiv. Es belastet vor allem kleine und mittlere Einkommen. Es schont Reiche und Konzerne. Es setzt auf nutzlose, marktliberale Instrumente statt auf wirkungsvolle staatliche Ordnungspolitik. Es treibt die Gesellschaft auseinander. Das Klimapaket wird im Bundestag keine Unterst&uuml;tzung der LINKEN erhalten.<br>\nS&auml;mtliche Ma&szlig;nahmen des Klimakabinetts sind nicht gegenfinanziert und daher eine teure Mogelpackung. Jedes Klimapaket, das keine angemessenen Steuern f&uuml;r die superreichen Multimillion&auml;re vorsieht, will stattdessen kleine und mittlere Einkommen belasten. Wer nicht sagt, wo das Geld herkommen soll, t&auml;uscht B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger. Es muss massiv und nachhaltig investiert werden. Diese notwendigen zus&auml;tzlichen Investitionen d&uuml;rfen nicht mit unsozialen K&uuml;rzungen in anderen Bereichen finanziert werden. H&ouml;here Kraftstoffpreise werden Geringverdiener besonders hart treffen. Das Klimapaket untergr&auml;bt die Akzeptanz des Klimaschutzes in der Gesellschaft und den sozialen Zusammenhalt.<br>\nAngela Merkel wird als gescheiterte Klimakanzlerin in die Geschichte eingehen. Dieser weitgehend ineffektive Flickenteppich an Ma&szlig;nahmen wird dem Klimawandel nicht ansatzweise gerecht. Kaum jemand wird aufgrund der heutigen Beschl&uuml;sse sein Auto stehen lassen, selbst wenn er es k&ouml;nnte. Der Markt versagt beim Klima und trotzdem liefert die Kanzlerin das Klima weiterhin dem Markt aus. Nationaler Emissionshandel ist der falsche Weg: Statt h&ouml;herer Energiepreise, die das Leben f&uuml;r Pendler und Geringverdiener verteuern, brauchen wir staatliche Ordnungspolitik, die die Gesellschaft sozial und klimafreundlich umbaut.<br>\nUnsere Forderungen:<br>\nSozial gerecht statt Reiche schonen: Wir fordern eine Klimareichensteuer, die Millionenerbschaften, Millionenverm&ouml;gen und Millioneneinkommen zur Kasse bittet, um die notwendigen Investitionen zu finanzieren. Es braucht das politische Signal: Diesmal bezahlen es die Reichen! Klimasch&auml;dliche Subventionen geh&ouml;ren abgeschafft.<br>\nBahnreform statt Scheuer-Murks: Wir brauchen eine tiefgreifende Bahnreform, einen massiven Ausbau des Schienennetzes und der Transportkapazit&auml;ten sowie einen Preisdeckel. Die Teilprivatisierung der Bahn und die Preiserh&ouml;hungen der vergangenen 20 Jahre m&uuml;ssen zur&uuml;ckgenommen werden. Das w&uuml;rde einer kostenlos angebotenen BahnCard 50 bzw. Halbierung der heutigen Fahrpreise entsprechen.<br>\n&Ouml;PNV attraktiver machen statt Tanken teurer: Wir brauchen eine Revolution im &Ouml;ffentlichen Personennahverkehr, von der kleine und mittlere Einkommen profitieren. Wir fordern als wichtigen Schritt ein vom Bund finanziertes Ein-Euro-Ticket. Wenn alle B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger den &Ouml;PNV f&uuml;r maximal einen Euro am Tag nutzen k&ouml;nnten, w&auml;re es f&uuml;r viele Menschen machbar, das Auto stehen zu lassen. Daf&uuml;r muss der &Ouml;PNV ausgebaut, sicherer, zuverl&auml;ssiger und sauberer werden.<br>\nStatt Marktversagen brauchen wir staatliches Handeln: Wir brauchen staatliche Investitionen und eine neue staatliche Ordnungspolitik f&uuml;r soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz: Zum Beispiel geh&ouml;ren Energiekonzerne in &ouml;ffentliche Hand. Geb&auml;ude m&uuml;ssen mit einem Bundesprogramm energetisch saniert werden &ndash; ohne Mehrkosten f&uuml;r Mieterinnen und Mieter.<br>\nInnovationen statt Stillstand: Wir brauchen ein massives Investitionsprogramm in erneuerbare Energien, in Innovations- und Speichertechnologien.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/klimapaket-versagt-beim-klimaschutz-und-vertieft-die-soziale-spaltung\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Klimakiller&hellip;<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>EU-Landwirtschaft verursacht Klimasch&auml;den von 77 Milliarden Euro<\/strong><br>\nfoodwatch hatte in einer sogenannten Meta-Studie zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen zu den sogenannten negativen externen Effekten der Landwirtschaft analysieren lassen. Darunter versteht man Kosten, die durch landwirtschaftliche Produktion zum Beispiel in der Umwelt entstehen &ndash; die aber nicht von den Verursachern, sondern von der Allgemeinheit getragen werden. Die Studienauswertung zeigt, &bdquo;wie enorm die externen Effekte der Landwirtschaft&ldquo; sind, insbesondere auf das Klima. Allein durch den CO2-Effekt der EU-Landwirtschaft w&uuml;rden sich umgerechnet externe Kosten in H&ouml;he von ca. 77 Milliarden Euro pro Jahr ergeben, wenn man den vom Umweltbundesamt vorgeschlagenen CO2-Preis von 180 &euro; pro Tonne zugrunde legt. Zum Vergleich: Das sind weit mehr als die j&auml;hrlich in der EU ausgesch&uuml;tteten 55 Milliarden Steuergelder f&uuml;r Agrarsubventionen. (&hellip;)<br>\nDas Problem ist: Diese Umweltkosten spielen in der Agrarpolitik bisher kaum eine Rolle. foodwatch forderte daher die Bundesregierung vor der Sitzung des Klimakabinetts und dem globalen Klimastreik an diesem Freitag auf, konkrete CO2-Einsparvorgaben f&uuml;r die Landwirtschaft zu formulieren. Um Anreize zu schaffen, m&ouml;glichst klimafreundlich zu produzieren, muss zudem das Verursacherprinzip angewendet werden: Die Landwirtschaft muss f&uuml;r die von ihr verursachten Klima- und Umweltsch&auml;den aufkommen. Das w&uuml;rde umweltfreundlich erzeugte Produkte g&uuml;nstiger machen als solche, deren Produktion hohe Umweltsch&auml;den verursacht. (&hellip;)<br>\nExterne Kosten entstehen in der Landwirtschaft nicht nur durch den CO2-Aussto&szlig;. Auch Grundwasser oder Fl&uuml;sse und Seen werden zum Beispiel durch Pestizide oder G&uuml;lle aus der landwirtschaftlichen Produktion belastet. Wasserbetrieben und Kl&auml;ranlagen entstehen so hohe Mehrkosten. Hauptverursacher der Umweltkosten sind Betriebe der hochintensiven konventionellen Landwirtschaft, insbesondere im Bereich Tierhaltung. Hier sind zum Beispiel der energieintensive Futtermittelanbau und die Betreibung von St&auml;llen und Bel&uuml;ftungssystemen ein Problem. Bei pflanzlichen Produkten sind die negativen externen Effekte deutlich geringer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/aktuelle-nachrichten\/2019\/eu-landwirtschaft-verursacht-klimaschaeden-von-77-milliarden-euro\/\">foodwatch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die komplette, 18-seitige Studie mit dem Titel &bdquo;Externe Kosten in der Landwirtschaft&ldquo; k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.de\/fileadmin\/-DE\/Themen\/Klima_und_Landwirtschaft\/2019-09-18_Studie_Externe_Effekte_Landwirtschaft.pdf\">hier<\/a> nachlesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Klimakiller Welthandel: Warum der Mercosur-Stopp nur der Anfang sein darf<\/strong><br>\n&Uuml;ber 100.000 Tonnen K&auml;se importiert &Ouml;sterreich pro Jahr &ndash; und verkauft zugleich dieselbe Menge K&auml;se ins Ausland. Auch wegen solcher Verr&uuml;cktheiten verursacht der Welthandel insgesamt ein Viertel der globalen Treibhausgase. Wir brauchen eine v&ouml;llig neue Handelspolitik, schreibt Attac-Campaignerin Iris Frey.<br>\nLetzte Woche gab es Grund zu jubeln: Das EU-Mercosur-Abkommen ist vorerst gestoppt. Der Nationalrat hat die aktuelle und kommende Regierung verpflichtet, im EU-Rat ein Veto gegen den Handelsvertrag mit Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay einzulegen. M&ouml;glich gemacht hat das der gro&szlig;e Druck aus NGOs, Gewerkschaften, Kirchen und Zivilgesellschaft auf die Parteien. Gerade der Zusammenhang zwischen den Amazonas-Br&auml;nden unter Brasiliens Pr&auml;sident Jair Bolsonaro und der Klimakrise hat viele Menschen &uuml;berzeugt, das EU-Mercosur-Abkommen abzulehnen.<br>\nDoch die EU-Kommission arbeitet an &auml;hnlichen Vertr&auml;gen mit 90 anderen L&auml;ndern. Selbst wenn dort kein Regenwald brennt, sind auch diese Deals eine gro&szlig;e Gefahr f&uuml;r das Klima. Das neoliberale Welthandels-System insgesamt ist einer der gr&ouml;&szlig;ten Klimakiller &uuml;berhaupt. Um unsere Lebensgrundlagen zu retten, m&uuml;ssen wir die Handelspolitik radikal ver&auml;ndern.<br>\nSmartphone: 20-mal um die Welt<br>\nNehmen wir dein Smartphone. Noch bevor du es gekauft hast, sind seine Bestandteile bereits 800.000 Kilometer weit gereist &ndash; zwischen drei Kontinenten und zwei Inseln hin und her, oder zwanzig Mal um die Welt. G&uuml;terketten wie diese pumpen den Transportsektor zunehmend auf. Zwischen 2000 und 2015 verdoppelte sich der Luft-Frachtverkehr, das Volumen der Container-Schifffahrt verdreifachte sich sogar. Beiden wird weiteres Wachstum wird prognostiziert. Der steigende Welthandel sei f&uuml;r alle Beteiligten gut, behaupten neoliberale &Ouml;konom*innen, Journalist*innen und Politiker*innen.<br>\nKonzerne profitieren, Arme verlieren<br>\nDoch die Produkte aus diesem internationalen G&uuml;terkarussell k&ouml;nnen sich nicht alle leisten. W&auml;hrend die Waren vor allem im globalen Norden gekauft werden, findet der Gro&szlig;teil der &bdquo;schmutzigen Produktion&ldquo; im globalen S&uuml;den statt. Arbeiter*innen m&uuml;ssen dort unter unmenschlichen Bedingungen schuften und die Umweltbelastungen ertragen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/mosaik-blog.at\/welthandel-handel-klima-klimakrise-mercosur\/\">Mosaik<\/a><\/li>\n<li><strong>Klimakiller NATO<\/strong><br>\n(&hellip;) Doch die NATO als gr&ouml;&szlig;tes Milit&auml;rb&uuml;ndnis weltweit mit ihrer stetigen Ein&uuml;bung von Kriegen, ihrer globalen Kriegslogistik und den regelm&auml;&szlig;igen Kriegseins&auml;tzen kann auch mit einer &bdquo;Steigerung der Energieeffizienz&ldquo; wenig an der schlechten Klimabilanz von Kampfjets, Kriegsschiffen und Bomben &auml;ndern. Erst vor kurzem, im Juni 2019, belegte eine Studie der Brown University, dass das Pentagon, d.h. das US-amerikanische Milit&auml;r, als weltweit gr&ouml;&szlig;ter Verbraucher von aus Erd&ouml;l hergestellten Treibstoffen auch der gr&ouml;&szlig;te Erzeuger von Treibhausgasen ist. Allein im Jahr 2017 &uuml;bertrafen die Treibhausgasemissionen des Pentagons die der Industriestaaten D&auml;nemark oder Schweden. Es &uuml;berrascht kaum, dass die US-Regierung darauf dr&auml;ngte, die milit&auml;rbedingten Emissionen aus dem im Jahr 1997 unterzeichneten Kyoto-Protokoll auszuklammern.<br>\nDie hohen milit&auml;rbedingten Emissionen erkl&auml;ren sich nicht nur durch die Kriegseins&auml;tze, sondern auch durch ihre fast t&auml;glich erfolgende Ein&uuml;bung auf den unz&auml;hligen &Uuml;bungspl&auml;tzen der NATO und ihrer Mitgliedstaaten. Im Jahr 2018 hielt die NATO 103 Milit&auml;r&uuml;bungen ab &ndash; zus&auml;tzlich fanden mindestens 183 &Uuml;bungen in einem nationalen oder multinationalen Rahmen der NATO-Mitgliedstaaten statt&hellip;<br>\nMit diesen unz&auml;hligen &Uuml;bungen gehen h&auml;ufig Unf&auml;lle einher, die in ihrer Konsequenz erheblichen Schaden f&uuml;r die Umwelt und das Klima mit sich bringen k&ouml;nnen. Die Bundeswehr verursacht bei ihren Luft-Boden-Schie&szlig;&uuml;bungen immer wieder Br&auml;nde, wie z.B. den Brand auf Sardinien im Jahr 2014, der Proteste gegen die Bundeswehrpr&auml;senz auf der Insel ausl&ouml;ste. Der wochenlange Moorbrand im Emsland letzten September setzte ebenfalls enorme Mengen an Treibhausgasen und Feinstaub frei. Bei diesen Unf&auml;llen zeigt sich vor allem, dass das Milit&auml;r den Krieg und die Zerst&ouml;rung ein&uuml;bt. Dies wird nat&uuml;rlich besonders w&auml;hrend der Kriegseins&auml;tze selbst deutlich. Im Jahr 1999 bombardierte die NATO die nahe von Belgrad gelegene Stadt Pancevo &ndash; Ziel war dort u.a. die Raffinerie NIS, die Kunststofffabrik HIPetrohemija und die D&uuml;ngemittelfabrik HIP Azotara. Wochenlang brannte der leicht entz&uuml;ndliche Treibstoff und verschmutze die Luft und den Boden langfristig&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2019\/09\/23\/klimakiller-nato\/\">imi<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sanktionen wie Bomben<\/strong><br>\nDie USA greifen das Einkommen der Regierung in Venezuela an. Humanit&auml;re Folgen werden international bislang kaum hinterfragt<br>\nVenezuela geh&ouml;rt zu einer Gruppe von 41 Staaten, die nach einem Bericht der Ern&auml;hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) auf externe Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind, um eine humanit&auml;re Krise zu vermeiden. Neben dem s&uuml;damerikanischen Krisenstaat f&uuml;hrt die UN-Organisation nur Haiti in der Region als hilfsbed&uuml;rftig auf.<br>\nNeben wetterbedingten Ausf&auml;llen in der landwirtschaftlichen Nahrungsmittelproduktion verweist die FAO auf politische Konflikte als Grund f&uuml;r Hungerkrisen. Die Hyperinflation in Venezuela habe die lokale Kaufkraft stark geschw&auml;cht, was zu schweren Einschr&auml;nkungen beim Zugang der Haushalte zu Nahrungsmitteln f&uuml;hre, hei&szlig;t es in dem Bericht. Zugleich sei zu erwarten, &ldquo;dass die Getreideproduktion aufgrund fehlender landwirtschaftlicher Betriebsmittel zur&uuml;ckgeht&rdquo;. Dessen ungeachtet hat die US-Regierung die Strafma&szlig;nahmen gegen Venezuela noch einmal versch&auml;rft.<br>\nTats&auml;chlich wird die Krise in Venezuela zunehmend auch von Sanktionen gegen die amtierende Regierung von Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro verursacht. Die USA haben in den vergangenen Jahren mehrfach gezielt Strafma&szlig;nahmen gegen Regierung und Wirtschaft des s&uuml;damerikanischen Staates erlassen. Die US-F&uuml;hrung unter Pr&auml;sident Donald Trump unterst&uuml;tzt entschieden den selbsternannten Interimspr&auml;sidenten Juan Guaid&oacute;. Durch die Sanktionen versucht Washington, die Maduro-Regierung in die Knie zu zwingen und den Nachfolger des verstorbenen Anf&uuml;hrers der &ldquo;Bolivarischen Revolution&rdquo;, Hugo Ch&aacute;vez, aus dem Amt zu dr&auml;ngen.<br>\nEine Versch&auml;rfung der humanit&auml;ren Krise wird damit billigend in Kauf genommen. Die US-Regierung kopiert damit die seit Anfang der 1960er Jahre andauernde Blockadepolitik gegen Kuba. So hei&szlig;t es in einem der j&uuml;ngeren US-Sanktionsgesetze gegen Kuba &ndash; dem Helms-Burton-Act von 1996 -, die &ldquo;konsequente&rdquo; US-Kuba-Politik &ldquo;hat das totalit&auml;re Castro-Regime wirksam bestraft&rdquo;. Ziel sei eine Regierung &ldquo;ohne Fidel Castro oder Ra&uacute;l Castro&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Sanktionen-wie-Bomben-4539548.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Krise in VenezuelaCaritas: Sanktionen versch&auml;rfen humanit&auml;re Situation zus&auml;tzlich<\/strong><br>\nDie EU und die USA haben neue Sanktionen gegen die Regierung von Nicol&aacute;s Maduro in Venezuela verh&auml;ngt. Aus humanit&auml;ren Gr&uuml;nden sei es dringend geboten, diese Sanktionen aufzuheben, sagte Oliver M&uuml;ller, Chef von Caritas im Dlf. Die USA m&uuml;ssten klarmachen, dass eine milit&auml;rische Intervention nicht geplant sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/krise-in-venezuela-caritas-sanktionen-verschaerfen.694.de.html?dram:article_id=459665\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>M&uuml;ndliche Frage zur Ausweitung der US-Wirtschaftssanktionen gegen das staatliche venezolanische Nahrungsmittelprogramm<\/strong><br>\nVerurteilt die Bundesregierung die erneute Ausweitung der US-Wirtschaftssanktionen gegen das staatliche venezolanische Nahrungsmittelprogramm CLAP, durch das offiziellen Angaben zufolge etwa 6 Millionen Haushalte subventionierte Nahrungsmittel erhalten (&bdquo;US imposes New Sanctions Targeting Venezuela&lsquo;s Food Program&ldquo;, venezuelanalysis.com, 18. September 2019), und unterst&uuml;tzt die Bundesregierung den in den j&uuml;ngsten Verhandlungen zwischen der Regierung Venezuelas und moderaten Teilen der Opposition beinhalteten Vorschlag f&uuml;r ein &Ouml;l-f&uuml;r-Lebensmittel-Programm, durch das Einnahmen aus dem Erd&ouml;lexport Venezuelas vorbei an den US-Sanktionen f&uuml;r den Import von Nahrungsmitteln und Medikamenten verwendet werden k&ouml;nnten (&bdquo;Estos son los 10 acuerdos del chavismo y cuatro partidos de oposici&oacute;n&ldquo;, efectococuyo.com, 16. September 2019)?<br>\nAntwort der Staatsministerin Michelle M&uuml;ntefering auf die Frage des Abgeordneten Andrej Hunko (DIE LINKE):<br>\nJ&uuml;ngste US-Listungen von Personen, denen die USA vorwerfen, Teil eines korrupten Netzwerkes zu sein, kommentiert die Bundesregierung nicht. Es handelt sich um autonome Entscheidungen der USA.<br>\nDie Bundesregierung verf&uuml;gt &uuml;ber keine eigenen Erkenntnisse zu konkreten Vorschl&auml;gen des Maduro-Regimes. Die Einrichtung eines &Ouml;l-f&uuml;r-Lebensmittel-Programms m&uuml;sste aus Sicht der Bundesregierung &uuml;ber die &uuml;blichen Wege an die Vereinten Nationen gerichtet werden.<br>\nDar&uuml;ber hinaus wird auf die Antwort der Bundesregierung auf die m&uuml;ndliche Frage 54 der Abgeordneten Heike H&auml;nsel f&uuml;r die Fragestunde am 25. September 2019 verwiesen.<br>\nQuelle: Plenarprotokoll 19\/114 vom 25.09.2019<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/andrej-hunko.de\/bt\/fragen\/4682-muendliche-frage-zur-ausweitung-der-us-wirtschaftssanktionen-gegen-das-staatliche-venezolanische-nahrungsmittelprogramm\">Andrej Hunko<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>The Coverup of President John F. Kennedy&rsquo;s Assassination Is Wearing Thin<\/strong><br>\nAll available evidence points to the CIA and the US Joint Chiefs of Staff, with the cooperation of the Secret Service, as the murderers of President Kennedy. Fifty-six years after the murder of President Kennedy, the US government still refuses to release the documents that would prove what really happened. Clearly, the truth is being hidden.<br>\nAs James Jesus Angleton, the head of CIA Counterintelligence told me, when the CIA does a black ops operation, it has a cover story ready that is immediately fed into the media. In this way the CIA controls the explanation. As years past and the cover story wears thin, the agency releases some actual factual information but mixes it with other insinuations that direct focus off into red herrings&hellip;<br>\n(&hellip;) The view of the right-wing US military\/security complex was that Kennedy was soft on communism and a threat to US national security. If Kennedy had managed to end the Cold War and pull out of Vietnam, it would have delivered a blow to the power and profit of the military\/security complex.<br>\nThe Warran Commission knew the truth as did Lyndon Johnson, but the belief was that the American people could not be told, because it would cause them to lose confidence in the CIA and US military at the height of the Cold War. Equally important, it would undermine America&rsquo;s image in the world and serve as a massive boost to communist propaganda. In other words, there were reasons for the coverup of the assassination.<br>\nThe reason today for continuing the official coverup is to retain control over explanations. Once the American people learn of their massive deceit, they will think twice before they believe any more lies like Saddam Hussein&rsquo;s weapons of mass destruction, Assad&rsquo;s use of chemical weapons, Iranian nukes, Russian invasions, and so on. The agendas of the ruling elites are so illegitimate that the American people would never accept them. Therefore, they have to be accomplished under cover of false stories such as the war on terror, Iranian attack on Saudi oil production, Russiagate, and so on.<br>\nAmerican democracy is dysfunctional, because the people live in the false reality of controlled explanations. Americans have no idea of what really is going on, and increasingly seem not to care.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.paulcraigroberts.org\/2019\/09\/24\/the-coverup-of-president-john-f-kennedys-assassination-is-wearing-thin\/?utm_source=newsletter&amp;utm_medium=emailutm_campaign=the_coverup_of_president_john_f_kennedy_s_assassination_is_wearing_thin&amp;utm_term=2019-09-24\">IPE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Lesenswert. Der Autor behandelt zwar hier haupts&auml;chlich den immer noch ungekl&auml;rten Mord an Pr&auml;sident JF Kennedy am 22. November 1963 in Dallas, gibt aber zugleich auch Einblick in die Vorgehensweise der CIA, um ihre illegalen Geheimoperationen und Straftaten zu vertuschen und falsche Spuren zu legen. Und das ist hochaktuell. Denn die CIA ist immer noch in Untergrundoperationen weltweit involviert, die Strategie hat sich nicht ge&auml;ndert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Am Haken von Bayer &amp; Co.?<\/strong><br>\nSeit ein paar Jahren konzentriert sich das Z&uuml;chtungsgesch&auml;ft auf immer weniger Firmen. Erst kauften die gro&szlig;en Pestizidkonzerne wie Monsanto Z&uuml;chtungsunternehmen auf. In den vergangenen drei Jahren fusionierten die Branchenriesen im Saatgut- und Pestizidgesch&auml;ft untereinander: Die deutsche Bayer AG kaufte die US-Firma Monsanto, das chinesische Unternehmen ChemChina &uuml;bernahm die Schweizer Firma Syngenta, die beiden amerikanischen Chemiekonzerne DuPont und Dow Chemical legten ihr Agrargesch&auml;ft zusammen und nennen es jetzt Corteva. Der deutsche Chemiekonzern BASF blieb solo, &uuml;bernahm aber von Bayer einen Gro&szlig;teil von dessen Saatgutgesch&auml;ft, etwa den Gem&uuml;sez&uuml;chter Hild. Experten des Internationalen Gremiums f&uuml;r nachhaltige Lebensmittelsysteme (IPES-Food) haben errechnet, dass die vier Konzerne weltweit &uuml;ber 60 Prozent des verkauften Saatgutes und 80 Prozent aller Pestizide herstellen.<br>\nBio-Verb&auml;nde sowie umwelt- und entwicklungspolitische Organisationen warnen seit Jahren vor dieser Marktmacht. Die Konzerne w&uuml;rden &bdquo;weltweit kleinere Z&uuml;chter verdr&auml;ngen, Artenvielfalt zerst&ouml;ren, Druck auf politische Entscheider entfalten und mittels Patenten B&auml;uerinnen und Bauern in Abh&auml;ngigkeit bringen&ldquo;, beschreibt J&uuml;rgen Maier, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Forums Umwelt und Entwicklung, die Folgen.<br>\nDenn gez&uuml;chtet wird, was Geld bringt. Die Konzerne konzentrieren sich dabei auf die konventionelle, industrialisierte Landwirtschaft. Dort wachsen die Pflanzen in einem &Uuml;berangebot an N&auml;hrstoffen wie Stickstoff heran. Synthetische Pestizide, die die Konzerne gleich mitverkaufen, sch&uuml;tzen die Pflanzen vor Krankheiten und Sch&auml;dlingen. Wichtige Zuchtziele sind H&ouml;chstertr&auml;ge, Lagerf&auml;higkeit und gutes Aussehen. Doch Bio-Landwirte und Bio-G&auml;rtner wirtschaften ohne Kunstd&uuml;nger und Pestizide. Deshalb brauchen sie andere Pflanzen: Solche, die den Boden gut durchwurzeln, m&ouml;glichst effektiv mit den zur Verf&uuml;gung stehenden N&auml;hrstoffen umgehen und sich gegen Unkraut und Sch&auml;dlinge behaupten k&ouml;nnen.<br>\nDie profitorientierte Z&uuml;chtung hat noch einen weiteren Nachteil. Sie gef&auml;hrdet die Vielfalt. Denn die gro&szlig;en Z&uuml;chter konzentrieren ihre Anstrengungen auf absatzstarke Arten, alle anderen werden kaum noch weiterentwickelt. Global gesehen liefern nur noch 30 Pflanzenarten 95 Prozent der pflanzlichen Nahrungsmittel, schreibt das Bundesamt f&uuml;r Naturschutz. Die wichtigsten sind Weizen, Reis und Mais. Dabei w&auml;ren rund 30&thinsp;000 Pflanzenarten f&uuml;r den Menschen nutzbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/schrotundkorn.de\/lebenumwelt\/lesen\/Saatgutmarkt.html\">Schrot &amp; Korn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bis zu 18 Monate im Lkw: So werden Fahrer in Europa ausgebeutet<\/strong><br>\nUpdate September 2019: Philippinische LKW-Fahrer erhalten Lohnnachzahlung<br>\nEinige Habseligkeiten in der Plastikt&uuml;te, Kochen und Essen am Stra&szlig;enrand, Schlafen in der Fahrerkabine &ndash; und das Tag f&uuml;r Tag, bis zu anderthalb Jahre lang. So mussten Dutzende philippinische Lkw-Fahrer auf europ&auml;ischen Stra&szlig;en leben. Aufgedeckt hatten den Fall europ&auml;ische Gewerkschaften und das DGB-Projekt &ldquo;Faire Mobilit&auml;t&rdquo;. Jetzt ist es gelungen, eine Nachzahlung f&uuml;r die Fahrer durchzusetzen.<br>\nEs bestehe der &ldquo;dringende Verdacht auf Menschenhandel und Arbeitsausbeutung&rdquo;, berichtet das DGB-Projekt &ldquo;Faire Mobilit&auml;t&rdquo;. Aufgedeckt worden sind F&auml;lle in D&auml;nemark, den Niederlanden &ndash; und in Deutschland: In Ense, in der N&auml;he von Dortmund, sitzen 16 philippinische Fahrer auf dem Betriebsgel&auml;nde einer Logistik-Firma fest. Gewerkschafter aus den Niederlanden und von Faire Mobilit&auml;t sind seit Samstag in Ense vor Ort und unterst&uuml;tzen die Fahrer.<br>\n(&hellip;) Wer steckt dahinter?<br>\nDie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projekts &ldquo;Faire Mobilit&auml;t&rdquo; fassen den Fall auf ihrer Webseite zusammen:<br>\n&ldquo;Das d&auml;nische Unternehmen Kurt Beier Transport A\/S wirbt gegen eine Geb&uuml;hr Menschen auf den Philippinen an und verspricht ihnen einen Job als LKW-Fahrer in Polen. Es gibt Hinweise, dass die Firma in Polen zu dem d&auml;nischen Unternehmen geh&ouml;rt, bei der es sich vermutlich um eine Briefkastenfirma handelt.<br>\nDie Fahrer haben angegeben, dass sie 2.000 bis 5.000 Euro bezahlen mussten, damit ihnen &uuml;ber diese Firma die n&ouml;tigen Papiere besorgt werden, damit sie EU-weit als LKW-Fahrer eingesetzt werden k&ouml;nnen. Sie verf&uuml;gen in Polen &uuml;ber keine Unterkunft, sondern nur &uuml;ber einen polnischen Arbeitsvertrag und werden sofort in ihrem LKW losgeschickt, um in verschiedenen L&auml;ndern Europas zu fahren.<br>\nDie M&auml;nner gaben an, haupts&auml;chlich Touren zwischen Deutschland und &Ouml;sterreich und Deutschland und Italien zu fahren. Der Arbeitsmittelpunkt sei Ense.&rdquo;<br>\nNeben den katastrophalen Arbeitsbedingungen wurden die philippinischen Fahrer offenbar auch um Lohn geprellt. &ldquo;Faire Mobilit&auml;t&rdquo; geht davon aus, dass den Fahrern f&uuml;r jede Stunde, in der sie in Deutschland gearbeitet haben, der deutsche Mindestlohn gezahlt werden m&uuml;sste. Eine erste Lohnberechnung habe ergeben, dass einem der Fahrer 2.300 Euro f&uuml;r den betreffenden Monat zustehen. Seit seiner Ankunft in Europa habe er aber bisher lediglich 500 Euro Lohn erhalten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++27e975da-e2c7-11e8-ac1b-52540088cada\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Spahns heikle Mission in Mexiko<\/strong><br>\nJens Spahn ist nach Mexiko gereist, um den deutschen Pflegenotstand zu bek&auml;mpfen. Die Rede, die er vor den mexikanischen Pflegeexperten h&auml;lt, ist auch eine Bewerbungsrede: Der Minister wirbt um mexikanische Fachkr&auml;fte. &ldquo;Deutschland ist nach Japan das zweit&auml;lteste Land der Welt&rdquo;, sagt Spahn. &ldquo;Wir brauchen dringend Pflegekr&auml;fte.&rdquo; Deshalb hat er 15 mexikanische Pflegeschulleiter und Fachkr&auml;fte nach Deutschland eingeladen. Es soll ein Pilotprojekt sein, der Beginn einer neuen Kooperation.<br>\n50.000 bis 80.000 Pflegestellen, so rechnet Spahn vor, seien in Deutschland unbesetzt. Krankenpfleger in Kliniken fehlen genauso wie Altenpfleger in Heimen. In Deutschland allein, so viel steht fest, wird der Bedarf kurzfristig nicht zu decken sein &ndash; auch wenn die Bundesregierung um Berufsr&uuml;ckkehrer wirbt, auch wenn L&ouml;hne steigen und auch wenn Auszubildende k&uuml;nftig nicht mehr selbst f&uuml;r ihr Schulgeld aufkommen m&uuml;ssen. Bis die neuen Gesetze wirken, wird es dauern. (&hellip;)<br>\nAllerdings ist eine Anwerbung in Mexiko politisch heikel. Zwar ist das Land jung, das Durchschnittsalter liegt bei 29,2 Jahren. Doch auch Mexiko altert, Leiden wie Diabetes nehmen zu. Und damit steigt auch in Mexiko der Bedarf nach Fachkr&auml;ften. &ldquo;Es fehlt uns an Personal&rdquo;, sagt der Leiter einer regierungsunabh&auml;ngigen mexikanischen Gesundheitsstiftung im Gespr&auml;ch mit Spahn.<br>\nErst im Fr&uuml;hjahr hatte die OECD Mexiko ein ern&uuml;chterndes Urteil ausgestellt: Im internationalen Vergleich sei die Gesundheitsversorgung unterdurchschnittlich, weil es an staatlichen Investitionen fehle. Die Zahl der Klinikbetten sei sehr gering, auf dem Land mangele es an &Auml;rzten und Pflegern. Nach einer Statistik der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es in Mexiko 2,9 angestellte Pflegefachkr&auml;fte pro 1000 Einwohner. In Deutschland sind es 12,9 Prozent.<br>\nAuch wenn es paradox klingt, k&ouml;nnte die Kooperation mit Deutschland Mexiko auf lange Sicht aber weiterhelfen. Leiter von Pflegeschulen berichten, dass sie viele Pflegepl&auml;tze nicht besetzen k&ouml;nnen, weil es nicht genug Kliniken gebe, in denen die Studenten ihre praktischen Ausbildungsteile absolvieren k&ouml;nnten. Ein Austausch mit Deutschland schafft da Erleichterung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/jens-spahn-will-pflegekraefte-aus-mexiko-anwerben-a-1287956.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Nach dem Kosovo, den Philippinen ist jetzt Mexiko an der Reihe: Statt hier die Hausaufgaben zu machen (durch Arbeitsbedingungen und Geh&auml;lter den Pflegeberuf attraktiver machen) wildert Spahn weltweit weiter nach Pflegekr&auml;ften, die auf Kosten der dortigen Steuerzahler ausgebildet worden sind. Damit rei&szlig;t der CDU-Mann L&uuml;cken in die dortigen Versorgungssysteme. Das ist dem Christdemokraten offenbar egal. Christliche Solidarit&auml;t sieht jedenfalls anders aus.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Oh. Immerhin wird mal thematisiert, da&szlig; Deutschland anderen L&auml;ndern Fachkr&auml;fte abwirbt, die eben auch dort dringend ben&ouml;tigt werden. Hier wird z. B. angegeben, da&szlig; laut WHO Deutschland mehr als viermal so viele Pflegefachkr&auml;fte pro Einwohner hat als Mexiko (12,9 zu 2,9 pro 1000 Einwohner) &ndash; wer hat denn da wirklich den Fachkr&auml;ftemangel? Und statt armen L&auml;ndern die auch dort notwendigen PflegerInnen abzuwerben, k&ouml;nnte Spahn z. B. in der Schweiz und in Gro&szlig;britannien um Tausende deutsche Pflegekr&auml;ften werben: kein Problem mit der Anerkennung und kein Sprachproblem. Aber diesen Kr&auml;ften m&uuml;sste die Bundesrepublik endlich vern&uuml;nftige L&ouml;hne und bessere Arbeitsbedingungen bieten, und deutliche Lohnerh&ouml;hungen oder einen besseren Pflegekraftschl&uuml;ssel will man in Deutschland nat&uuml;rlich unter allen Umst&auml;nden vermeiden. Mit den Krankenkassenbeitr&auml;gen w&uuml;rden die Lohnnebenkosten steigen, das Lohnniveau in der Pflege sowieso, und irgendwann h&auml;tte Deutschland vielleicht keinen Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss und keine v&ouml;llig &uuml;berdimensionierte Exportindustrie und keine &uuml;berdimensionierten Kapitalgewinne mehr; das kann keine hart neoliberale, konzernh&ouml;rige Regierung.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Pflegenotstand absurd: Wie Fl&uuml;chtlinge vom Arbeitsmarkt ferngehalten werden<\/strong><br>\nGeorg Restle: &bdquo;Der Gesundheitsminister im Einsatz gegen den Pflegenotstand. Jens Spahn auf Welttournee, um Pflegekr&auml;fte nach Deutschland zu holen. Hier im Kosovo, und heute schon in Mexiko. Kein Witz. Guten Abend und willkommen bei MONITOR. Kein Weg und kein Land scheinen dem Gesundheitsminister gerade zu weit, um den riesigen Bedarf an Pflegekr&auml;ften zu decken. Unb&uuml;rokratisch und ohne gro&szlig;e H&uuml;rden soll das alles funktionieren, Hauptsache schnell. Dabei m&uuml;sste sich Jens Spahn nur vor der eigenen Haust&uuml;r umschauen. In Deutschland gibt es n&auml;mlich Menschen, die sofort mit der Pflege anfangen k&ouml;nnten &ndash; wenn man sie nur lie&szlig;e. Aber hierzulande tun Ausl&auml;nderbeh&ouml;rden gerade alles, um sie genau daran zu hindern. Lara Straatmann und Nikolaus Steiner &uuml;ber eine Politik, f&uuml;r die es eigentlich nur einen Begriff gibt &ndash; absurd.&ldquo;<br>\nZumindest die Sch&uuml;rze darf er schon mal anprobieren. Modou Niang ist ausgebildeter Altenpflegehelfer. Seit f&uuml;nf Jahren ist der Senegalese schon in Deutschland, lernt die Sprache, gilt als gut integriert. Jetzt m&ouml;chte er eine Ausbildung zum Altenpfleger in Bayern beginnen.<br>\nModou Niang, Altenpflegehelfer: &bdquo;Dieser Beruf, ich finde, das ist ein sch&ouml;ner Beruf. Viele Bewohner, wo die mir immer sagen, Modou, du bist Beste. Und das liegt immer bei mir im Herzen.&rdquo;<br>\nDoch f&uuml;r Modou Niang ist erstmal Schluss. Er darf nicht arbeiten und auch keine Ausbildung machen. Sein Asylantrag wurde abgelehnt, er ist nur geduldet. Grunds&auml;tzlich d&uuml;rfen auch Geduldete arbeiten und eine Ausbildung machen, aber die Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde erteilte ihm daf&uuml;r keine Erlaubnis. F&uuml;r die Heimleiterin Claudia Ruf-Hegele nicht nachvollziehbar, denn sie suchen hier h&auml;nderingend Auszubildende &ndash; und er fehlt. (&hellip;)<br>\nGeorg Restle: &bdquo;Nach den neuesten Gesetzesversch&auml;rfungen droht Fl&uuml;chtlingen wie Modou Niang jetzt sogar Haft. Geht es nach der Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde, soll er Deutschland so schnell wie m&ouml;glich verlassen. Vielleicht hat er dann ja Gl&uuml;ck und der Gesundheitsminister schaut mal vorbei, um ihn dann wieder anzuwerben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/pflegenotstand-124.html\">monitor<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&Ouml;konom &uuml;ber Soziale Marktwirtschaft &ndash; &bdquo;Das war ein Kampfbegriff&ldquo;<\/strong><br>\nSeit sieben Jahrzehnten ist sie Staatsdoktrin. Tats&auml;chlich ist die Erfolgsstory der Sozialen Marktwirtschaft Etikettenschwindel, sagt Rudolf Hickel.<br>\ntaz: Herr Hickel, Sie werfen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vor, sich auf die Soziale Marktwirtschaft zu berufen, aber grundlegende Paradigmen zu ignorieren.<br>\nRudolf Hickel: F&uuml;r den Nestor der Sozialen Marktwirtschaft, Alfred M&uuml;ller-Armack, standen zwei Prinzipen im Mittelpunkt: Wer sein Arbeitseinkommen unverschuldet als Folge von Krisen verliert, der wird durch das gesetzliche System, etwa die Arbeitslosenversicherung, aufgefangen. Das gilt sp&auml;testens seit der &bdquo;Agenda 2010&ldquo; nicht mehr. Arbeitslose werden zu T&auml;tern gestempelt. Ihnen werden Lohnverzicht und prek&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse abverlangt. Auch das zweite Grundprinzip ist ausgehebelt worden: Wer durch den Verlust der Lohnarbeit sp&auml;ter sozial in Not ger&auml;t, dem wird geholfen. Dieses Prinzip hat die Schr&ouml;der\/Riester-Rentenpolitik mit dem Druck, eine eigene Teilkapitalvorsorge zu finanzieren, besch&auml;digt.<br>\nRegierung und der Mainstream der Wirtschaftswissenschaftler betreiben also Etikettenschwindel.<br>\nJa! Es grenzt an Zynismus, dass angesichts der heute vorherrschenden sozialen Spaltung die Soziale Marktwirtschaft als Erfolgsstory proklamiert wird. Das ist weit &uuml;ber den Mythos hinaus ein schlichter Etikettenschwindel. Die Soziale Marktwirtschaft war ein Kampfbegriff. Kapitalismus sozial temperieren, das war die westdeutsche Systemalternative gegen den v&ouml;llig &uuml;bersch&auml;tzten DDR-Sozialismus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Oekonom-ueber-Soziale-Marktwirtschaft\/!5627461\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Neun Unternehmen arbeiten am geheimen Deutschland-Pakt<\/strong><br>\nNeun deutsche Konzerne arbeiten nach Informationen von WELT AM SONNTAG an einem geheimen Plan. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hat daf&uuml;r die &bdquo;Initiative der Deutschen Wirtschaft&ldquo; gegr&uuml;ndet.<br>\nNeun deutsche Konzerne arbeiten nach Informationen von WELT AM SONNTAG an einem geheimen Plan, der die Wettbewerbsf&auml;higkeit des Landes st&auml;rken soll. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hat daf&uuml;r die &bdquo;Initiative der Deutschen Wirtschaft&ldquo; gegr&uuml;ndet. Diese will der Politik mit eigenen Vorschl&auml;gen unter die Arme greifen.<br>\nZu den teilnehmenden Unternehmen z&auml;hlen neben der Deutschen Bank auch Axel Springer (WELT, &bdquo;Bild&ldquo;), Bayer, Daimler, Deutsche B&ouml;rse, Lufthansa, SAP, Siemens und Trumpf. &bdquo;Jetzt handeln &ndash; gemeinsam f&uuml;r ein zukunftsf&auml;higes Deutschland in Europa&ldquo;, ist der Titel eines unver&ouml;ffentlichten Positionspapieres vom 21. August, das WELT AM SONNTAG vorliegt und an dem weiter gearbeitet wird.<br>\nAuf etwas mehr als vier Seiten er&ouml;rtern die Experten f&uuml;nf Schwerpunktthemen. Dabei geht es unter anderem um die Nutzung von Daten, die Ausbildung von Mitarbeitern, die Frage, wie man Erfindungen schneller an den Markt bringt, und um Investitionen.<br>\nDeutsche-Bank-Chef Sewing hatte im Januar am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos in vertraulichen Gespr&auml;chen mit anderen deutschen Wirtschaftsbossen f&uuml;r eine gemeinsame Initiative geworben. Anfang April hat es dann ein geheimes Treffen in der Bankzentrale in Frankfurt gegeben, bei dem die Konzernlenker einen Pakt f&uuml;r Deutschland beschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article200690816\/Wettbewerbsfaehigkeit-Neun-Unternehmen-arbeiten-am-geheimen-Deutschland-Pakt.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &ldquo;&hellip;. die Wettbewerbsf&auml;higkeit des Landes st&auml;rken &hellip;&ldquo; Diese Phrase l&auml;sst schlimmstes bef&uuml;rchten. Auch die Einf&uuml;hrung der Agenda 2010 wurde so begr&uuml;ndet. Man darf jetzt schon behaupten, dass dies massive Nachteile f&uuml;r die Mehrheit der B&uuml;rger bedeuten w&uuml;rde, gerade wenn die schlimmste aller Banken, die Deutsche Bank mit von der Partie ist und man darf davon ausgehen, dass die Parteien der neoliberalen Mitte Gewehr bei Fu&szlig; stehen werden sollt es konkrete Forderungen geben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Steinmeier ist ein Pr&auml;sident der Phrasen<\/strong><br>\nDas deutsche Staatsoberhaupt hat wenig Macht, es soll sich nicht in die Tagespolitik einmischen und trotzdem als F&uuml;hrungspers&ouml;nlichkeit auf die Gesellschaft einwirken. Das einzige Mittel daf&uuml;r ist die deutsche Sprache. Kaum einer hat sie je so schlecht behandelt wie der Amtsinhaber.<br>\nDer deutsche Bundespr&auml;sident hat dem &laquo;Spiegel&raquo; vor ein paar Tagen ein Interview gegeben. Wer das nicht mitbekommen oder es schon wieder vergessen hat, muss sich nicht gr&auml;men. Er oder sie ist nicht allein.<br>\nFrank-Walter Steinmeier, 63 Jahre alt und seit 2017 Inhaber des h&ouml;chsten Amts der Bundesrepublik, hat in seinem Leben noch kaum einen Satz formuliert, an den man sich erinnern k&ouml;nnte. Menschen, die ihn kennen, bezeichnen ihn als klug, sogar humorvoll. Aber sobald er &ouml;ffentlich spricht, wirkt es, als w&uuml;rde er seiner Muttersprache den Krieg erkl&auml;ren. Neben einem stark ausgepr&auml;gten Hang zu Floskeln und Phrasen ist das, was Steinmeier inhaltlich sagt, auf eine Weise &uuml;berraschungsfrei, dass es fast komisch wirkt. Wollte man eine Kom&ouml;die &uuml;ber einen biederen Beamten drehen, der irrt&uuml;mlich ins h&ouml;chste Staatsamt purzelt und versucht, es irgendwie auszuf&uuml;llen: Er w&auml;re die Idealbesetzung.<br>\nEin typischer Steinmeier-Satz klingt so: &laquo;Wenn Engagement f&uuml;r die Demokratie und Respekt vor den Institutionen der Demokratie nicht mehr selbstverst&auml;ndlich sind, sollten wir dar&uuml;ber nicht zur Tagesordnung &uuml;bergehen.&raquo; Oder so: &laquo;Wenn wir die Demokratie gegen ihre Skeptiker verteidigen wollen, werden wir wohl einen etwas l&auml;ngeren Atem brauchen.&raquo; Wieviel Kaffee die &laquo;Spiegel&raquo;-Redakteure wohl gebraucht haben, um beim Abtippen solcher S&auml;tze nicht wegzud&auml;mmern?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/steinmeier-praesident-der-phrasen-ld.1509624\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Sehr lesenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das Allerletzte &ndash; Friedrich Merz zu Klimaschutz<\/strong><br>\nHinter den Forderungen nach radikalen L&ouml;sungen steckt nicht der Wunsch nach mehr #Klimaschutz. Der eine oder die andere spricht es ja auch ganz offen aus: Es geht gegen unsere freiheitliche Lebensweise, um die Zerst&ouml;rung der marktwirtschaftlichen Ordnung. &trade; #WeltamSonntag\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Hinter den Forderungen nach radikalen L&ouml;sungen steckt nicht der Wunsch nach mehr <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Klimaschutz?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Klimaschutz<\/a>. Der eine oder die andere spricht es ja auch ganz offen aus: Es geht gegen unsere freiheitliche Lebensweise, um die Zerst&ouml;rung der marktwirtschaftlichen Ordnung. &trade; <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/WeltamSonntag?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#WeltamSonntag<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Friedrich Merz (@_FriedrichMerz) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/_FriedrichMerz\/status\/1175712591848644609?ref_src=twsrc%5Etfw\">September 22, 2019<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p> <br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/_FriedrichMerz\/status\/1175712591848644609\">Friedrich Merz via Twitter<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin M.G.:<\/strong> Sagt ausgerechnet der Aufsichtsratsvorsitzende von Blackrock, genau mein Humor!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55186\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-55186","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55186","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=55186"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55186\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":55192,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55186\/revisions\/55192"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=55186"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=55186"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=55186"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}