{"id":5529,"date":"2010-05-12T16:29:45","date_gmt":"2010-05-12T14:29:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5529"},"modified":"2010-05-12T16:29:45","modified_gmt":"2010-05-12T14:29:45","slug":"hinweise-des-tages-2-134","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5529","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>Unter anderem zu folgenden Themen: Die Unterschrift der BaFIN w&uuml;rde reichen; Terrorismus an den Finanzm&auml;rkten; scharfe Sanktionsregeln bei jungen Hartz IV-Empf&auml;ngern; sechs Jahre Ringen um das Existenzminimum; nach der NRW-Wahl; neue Rundfunkgeb&uuml;hr; Hessen droht den Hochschulen; Proteste in Irland; freies Verh&ouml;r; Neues aus der Anstalt. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Hendrik Enderlein: &bdquo;Es w&uuml;rde eine Unterschrift des Chefs der BaFIN reichen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Am schwachen Euro verdienen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Das Undenkbare denken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">&bdquo;Terrorismus an den Finanzm&auml;rkten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">IAB &ndash; Studie:  Arbeitsvermittler kritisieren zu scharfe Sanktionsregeln bei jungen Hartz-IV-Empf&auml;ngern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Helga Spindler: Sechs Jahre Ringen um das Existenzminimum &ndash; und kein Ende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Nach der NRW-Wahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Medienkritik: Menschen bei Maischberger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Neue Rundfunkgeb&uuml;hr: Bastard aus GEZ und Kopfpauschale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Unterzeichnung des Hochschulpakts verschoben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Protesters attempt to storm Irish parliament<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">48 Stunden freies Verh&ouml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Zu guter Letzt: Neues aus der Anstalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=5529&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hendrik Enderlein: &bdquo;Es w&uuml;rde eine Unterschrift des Chefs der BaFIN reichen&ldquo;<\/strong><br>\nIn jedem Markt gibt es immer Spekulation. Das hei&szlig;t, es ist auch schwer, die gute von der negativen Spekulation zu trennen. Das hei&szlig;t, wir brauchen im Markt Anleger, die Risiken eingehen und die vor anderen Anlegern merken, in welche Richtung sich der Wind dreht. Aber es kann nicht sein, dass man dann anf&auml;ngt, mit gro&szlig;en Summen, die dann eben noch gehebelt werden, darauf zu setzen, dass der Euro-Raum zerbricht, und dann eine Wette abzuschlie&szlig;en, die beim Zusammenbruch dieses Euro-Raums unglaublich viel Geld bringt. Das ist destruktiv, es ist auch nicht im Interesse des Allgemeinwohls, und wir brauchen solche Marktaktionen auch nicht, damit der Markt funktioniert. Insofern denke ich schon, dass es eine Aufgabe der Politik ist, das Primat &uuml;ber diese M&auml;rkte zur&uuml;ckzugewinnen und daf&uuml;r zu sorgen, dass Transaktionen, die sinnvoll sind, durchgef&uuml;hrt werden, aber dass nicht spekuliert wird oder hin- und hergeschoben wird und dass dann Arbeitspl&auml;tze verloren gehen, dass dann Menschen tats&auml;chlich in Armut landen. Dahinter h&auml;ngt ja nicht nur ein Land oder eine abstrakte Volkswirtschaft, sondern dahinter h&auml;ngen Millionen von Menschen &hellip;<br>\nWarum sind Gesch&auml;fte mit Kreditausfallversicherungen, diesen Credit Default Swaps, noch nicht verboten worden? Es w&uuml;rde eine Unterschrift des Chefs der BAFIN, der Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht, reichen, um diese Produkte zu verbieten, und ich denke, das sollte man dann auch einfach tun.<br>\nEs hat ja keinen Sinn, dass sich alle L&auml;nder-, alle Bundesregierungen hinter dieser Idee verstecken, wir m&uuml;ssen das global machen. Dann passiert nichts. Es muss ein Land Druck auf die anderen aus&uuml;ben und sagen, so, wir haben das jetzt einfach getan. Die Amerikaner sind auf dem Weg mit einer gro&szlig;en Initiative zur Struktur der Banken, eine Ver&auml;nderung an der Wall Street durchzuf&uuml;hren. Ich habe solche Initiativen in Europa noch viel weniger gesehen. Deshalb ja, es kann auch national funktionieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1180935\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Am schwachen Euro verdienen<\/strong><br>\nGriechenland steht vor dem finanziellen Abgrund &ndash; das hat auch Auswirkungen auf den Euro, der vor allem gegen&uuml;ber dem Dollar schw&auml;cher und schw&auml;cher wird. Das klingt nach leicht verdientem Geld f&uuml;r Spekulanten &ndash; zu Recht? Durchaus, daran kann man verdienen. Wenn man es geschickt anstellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C\/Doc~E22727D61036944818354313FF9FD5E8C~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung M.H.:<\/strong> Wenn man ein wenig im Netz st&ouml;bert (gesunder Menschenverstand gen&uuml;gt aber auch), erf&auml;hrt man, dass das nat&uuml;rlich auch mit Edelmetallen funktioniert. Es gab Zeiten, da konnte anscheinend z.B. die Deutsche Bank bei der Bundesbank Gold zu 1% Zinsen leihen (s. auch die ber&uuml;hmte pauschale Bilanzspalte &ldquo;Gold und Goldforderungen&rdquo; der EZB) und dann konnte der Carry Trade losgehen.<br>\nSiehe dazu schon Heiner Flassbeck <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=189&amp;blogId=16\">Riskantes Spiel mit Zinsdifferenz<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das Undenkbare denken<\/strong><br>\nNach der Verabschiedung des 750 Milliarden Euro schweren Euro-Rettungspakets schwillt die Debatte &uuml;ber einen deutschen Ausstieg aus der W&auml;hrungsunion an. Die stark in andere Eurol&auml;nder exportierende deutsche Industrie habe bislang in hohem Ma&szlig;e von der gemeinsamen W&auml;hrung profitiert, best&auml;tigen Wirtschaftsvertreter. Gelinge es, in S&uuml;deuropa harte Austerit&auml;tsprogramme durchzusetzen und europaweit ein &ouml;konomisches &ldquo;Ordnungsmuster&rdquo; nach deutschem Modell zu oktroyieren, dann sei der Euro f&uuml;r Deutschland auch weiterhin von Vorteil. Allerdings sei mit hartem Widerstand in Griechenland und in anderen Staaten zu rechnen. Lie&szlig;en sich dauerhafte teure Transferzahlungen nicht vermeiden, m&uuml;sse man &ldquo;das Undenkbare denken&rdquo;, dass Deutschland &ldquo;die W&auml;hrungsunion verl&auml;sst&rdquo;, schreibt die Wirtschaftspresse. Ein Ausstieg der Bundesrepublik aus der Eurozone sei auf lange Sicht in der Tat h&ouml;chst wahrscheinlich, urteilt der schwedische Wirtschaftswissenschaftler Stefan de Vylder gegen&uuml;ber german-foreign-policy.com. Erste Andeutungen &uuml;ber die mutma&szlig;lichen Folgen lassen f&uuml;r die Zukunft schwere Spannungen in Europa erwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/57809\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da k&ouml;nnte sich allm&auml;hlich eine ziemlich unfreundliche Stimmung gegen Deutschland zusammenbrauen, wenn nicht nur die Griechen sondern auch andere die deutsche Wirtschaftspolitik und ihren Druck auf andere L&auml;nder kritisieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&bdquo;Terrorismus an den Finanzm&auml;rkten&ldquo;<\/strong><br>\nDie garantierte Geldsumme, von dem jetzt die Rede ist, bekommen letztlich die Banken. Und das hei&szlig;t nichts anderes, als dass die Banken das Recht durchgesetzt haben, f&uuml;r jedes Risiko, das sie eingehen, zu 100 Prozent eine staatliche Garantie zu erhalten. Das haben 2008 zuerst die Amerikaner gemacht, und jetzt machen es die Europ&auml;er nach. Jeder mittelst&auml;ndische Unternehmer hat das Risiko des Scheiterns. Aus diesem ehernen Marktgesetz haben sich die Banken ausgeklinkt. Der Steuerzahler tr&auml;gt ihr Risiko. Was konnte man an den B&ouml;rsen nach der Entscheidung vom Sonntag beobachten? Die Bankaktien haben im Handel atemberaubend zugelegt, w&auml;hrend der Euro kaum weiter abwertet. In einer seltsamen Kumpanei riskieren augenblicklich Politik und Finanzsystem unsere Zukunft, die Zukunft unserer W&auml;hrung. Darauf l&auml;uft es hinaus. Die Motivation f&uuml;r all diese Aktionen wird aber nicht offengelegt. Sonst h&auml;tten wir vermutlich bald griechische Verh&auml;ltnisse, weil die Leute auf die Stra&szlig;e gingen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mainpost.de\/nachrichten\/politik\/zeitgeschehen\/-Terrorismus-an-Finanzmaerkten-;art16698,5573430\">Main Post<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>IAB &ndash; Studie:  Arbeitsvermittler kritisieren zu scharfe Sanktionsregeln bei jungen Hartz-IV-Empf&auml;ngern<\/strong><br>\nUnter 25-j&auml;hrige Arbeitslosengeld-II-Empf&auml;nger, die gegen ihre Verpflichtungen versto&szlig;en, werden besonders scharf sanktioniert. Das schreibt das Sozialgesetzbuch II derzeit zwingend vor. Eine qualitative Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) auf der Basis von Intensivinterviews mit Vermittlern und Fallmanagern zeigt: Die meisten Befragten w&uuml;nschen sich gestufte Sanktionen, statt gleich die Regelleistung komplett streichen zu m&uuml;ssen. \n<ul>\n<li>Im SGB II (&bdquo;Hartz IV&ldquo;) wird normwidriges Verhalten von erwerbsf&auml;higen Hilfebed&uuml;rftigen mit Sanktionen geahndet. F&uuml;r unter 25-J&auml;hrige gelten besonders scharfe Regelungen.<\/li>\n<li>Bei einer Pflichtverletzung wird ihnen die Regelleistung f&uuml;r maximal drei Monate ganz gestrichen. Im Wiederholungsfall werden auch Miet- und Heizkosten nicht mehr &uuml;bernommen; der Krankenversicherungsschutz konnte bis 2007 entfallen, seit 2007 kann er reduziert sein. Nur bei Meldevers&auml;umnissen wird &ndash; wie bei den &Auml;lteren &ndash; anteilig gek&uuml;rzt.<\/li>\n<li>Junge Arbeitslose werden auch h&auml;ufiger sanktioniert: Ihre Sanktionsquote lag im Dezember 2009 bei 10,1 Prozent im Vergleich zu 3,2 Prozent bei den 25- bis 64-J&auml;hrigen. Mehr als die H&auml;lfte der Sanktionen geht auf Meldevers&auml;umnisse zur&uuml;ck.<\/li>\n<li>Interviewte Fachkr&auml;fte aus ARGEn und Optionskommunen beurteilen die milden Sanktionen beim Meldevers&auml;umnis eher positiv, die scharfen Sanktionen eher negativ. Teils massiv kritisieren sie die Streichung der Kosten&uuml;bernahme f&uuml;r Miete und Heizung. Sie w&uuml;nschen gestufte Sanktionen wie bei &Auml;lteren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news369164\">idw<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2010\/kb1010.pdf\">IAB Studie [PDF &ndash; 393 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Helga Spindler: Sechs Jahre Ringen um das Existenzminimum &ndash; und kein Ende<\/strong><br>\nZum Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 9. Februar 2010<br>\nDie Entscheidung ist in sich widerspr&uuml;chlich. Zwar wird das Recht auf ein menschenw&uuml;rdiges Existenzminimum pr&auml;zisiert, und es werden Vorgaben f&uuml;r die Vorgehensweise bei der Bemessung der Regels&auml;tze gemacht, was f&uuml;r das deutsche Rechtssystem einen Fortschritt darstellt. Aber es finden sich, nicht nur um die R&uuml;ckwirkung der Entscheidung zu vermeiden, sondern auch, um sich betont nicht in den Gestaltungsspielraum der jeweiligen Regierungen einzumischen, missverst&auml;ndliche Formulierungen wie die, dass die bisherigen Regelleistungen nicht &raquo;evident unzureichend &laquo; (Rn. 151, 152) oder die bisherigen Kinderregels&auml;tze nicht &raquo;offensichtlich unzureichend&laquo; (Rn. 155-158) seien.<br>\nDas kann die politische Ebene ermuntern, die bisherige Linie fortzusetzen, statt die Auftr&auml;ge des Gerichts f&uuml;r die Zukunft umzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.info-also.nomos.de\/fileadmin\/infoalso\/doc\/Aufsatz_infoalso_10_02.pdf\">info also [PDF &ndash; 166 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Nach der NRW-Wahl<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Forsa-Chef G&uuml;llner: SPD-W&auml;hler wollen kein Linksb&uuml;ndnis <\/strong><br>\nDie SPD hat nur 20 von 100 Wahlberechtigten mobilisieren k&ouml;nnen &ndash; das sind die Treuesten der Treuen, mehr nicht. Es ist auch ein M&auml;rchen, dass die Person Hannelore Kraft besondere Wirkung entfaltet h&auml;tte. Die SPD-Anh&auml;nger haben Kraft in Kauf genommen, weil sie J&uuml;rgen R&uuml;ttgers nicht wollten. Und auch wenn das oft anders beschrieben worden ist: Es gab in NRW keine Wechselstimmung. Wenn Kraft nun auf dieser d&uuml;rren Zahlengrundlage einen Anspruch auf das Amt der Ministerpr&auml;sidentin formulieren will, ist das nicht durch den W&auml;hlerwillen gedeckt&hellip; Ich glaube nicht. Bei allen Unterschieden zwischen Andrea Ypsilanti und Hannelore Kraft &ndash; die W&auml;hler h&auml;tten wieder das Gef&uuml;hl: Hier ist eine Frau auf dem Ego-Trip. Denn auch die SPD-Anh&auml;nger wollen kein Linksb&uuml;ndnis. W&uuml;rde es Kraft trotzdem machen, w&uuml;rde sie die Sozialdemokratie nachhaltig sch&auml;digen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/analyse-zur-nrw-landtagswahl-spd-waehler-wollen-kein-linksbuendnis-1565322.html\">stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Schr&ouml;derianer G&uuml;llner, der mit seinen Prognosen sowohl bei der CDU als auch bei der <a href=\"http:\/\/www.wahlumfrage.de\/?p=4516\">SPD deutlich daneben lag<\/a> macht mal wieder Stimmung gegen Kraft und Rot-Rot-Gr&uuml;n.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>De omnibus dubitandum<\/strong><br>\nBei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen w&auml;hlten &hellip;\n<ul>\n<li>40,7 Prozent aller Wahlberechtigten gar nicht.<\/li>\n<li>20,2 Prozent aller Wahlberechtigten die CDU.<\/li>\n<li>20,2 Prozent aller Wahlberechtigten die SPD.<\/li>\n<li>7,1 Prozent aller Wahlberechtigten die Gr&uuml;nen.<\/li>\n<li>3,9 Prozent aller Wahlberechtigten die FDP.<\/li>\n<li>3,3 Prozent aller Wahlberechtigten die LINKE.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit gro&szlig;em Abstand hat die Partei der Nichtw&auml;hler die Wahl f&uuml;r sich entscheiden k&ouml;nnen. Selbst eine fiktive Gro&szlig;e Koalition br&auml;chte es nicht mehr Prozentpunkte. Eine m&ouml;gliche Koalition aus SPD, Gr&uuml;nen und LINKE schl&uuml;ge nur mit 30,6 Prozent aller wahlberechtigten Stimmen zu Buche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2010\/05\/de-omnibus-dubitandum.html\">ad-sinistram<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Medienkritik: Menschen bei Maischberger<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/maischberger\/sendung.asp?datum=11.05.2010&amp;startseite=true\">Das Erste (mit Video)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.W.:<\/strong> Die Diskussionsrunde &bdquo;Maischberger&ldquo; habe ich bisher gesch&auml;tzt, weil sie sich  oft von dem Einheitsbrei anderer Sendungen wohltuend abgesetzt hat. Aber was gestern Abend da &uuml;ber den Bildschirm lief, war einfach nur schlimm. Beispiele:<br>\nFr. Scheel (GR&Uuml;NE, ehem. Botschafterin der INSM) sagte unwidersprochen, dass ihre Partei wegen der Kontinuit&auml;t so gut dasteht. Ist die gr&uuml;ne Kontinuit&auml;t darin zu finden, dass unter rot\/gr&uuml;n der Finanzmarkt am meisten dereguliert wurde?  Gr&uuml;n steht in Relation zu anderen Parteien nur deshalb gut da, weil schwarz-gelb seine W&auml;hlererwartungen in Windeseile entt&auml;uscht hat und man der SPD seit Schr&ouml;der (die alles anders gemacht als im Wahlkampf gesagt) nach wie vor misstrauisch gegen&uuml;ber steht.<br>\nHerr Vogel &ndash; ein sicher integrer Mann &ndash; will nicht begreifen, dass sich die Parteienlandschaft grunds&auml;tzlich ge&auml;ndert hat und f&uuml;r viele  SPD-W&auml;hler nach diesem NRW-Wahlkampf schwarz-rot oder rot-gelb einfach nur W&auml;hlerbetrug w&auml;re (warum wurde an dieser Stelle nicht von &bdquo;L&Uuml;GE&ldquo; gesprochen?). Er k&ouml;nnte halt auch einfach zugeben, dass der abtr&uuml;nnige Saarl&auml;nder (&bdquo;Besserwisser&ldquo;)  eben die jetzigen Finanzmarktentwicklungen fr&uuml;her erkannt hat und Ma&szlig;nahmen forderte, die scheinbar jetzt erst in den Sprachgebrauch seiner SPD  aufgenommen wurden. Als alter Parteistratege m&uuml;sste er zudem erkennen, dass die politischen Gegner die SPD taktisch einmauern wollen.<br>\nHerr Gei&szlig;ler m&uuml;sste endlich mal zur Kenntnis nehmen, dass seine &ndash; an sich richtigen &ndash; Finanzmarkt-Regulierungs-Thesen bei ATTAC gerne geh&ouml;rt werden, seine CDU aber meilenweit von seinen Erkenntnissen entfernt ist.<br>\nFrau Wagenknecht musste mal wieder &ndash;mit Unterst&uuml;tzung der Moderatorin und ihrer Redaktion- das B&ouml;se schlechthin verk&ouml;rpern. Au&szlig;erdem durfte sie an der Diskussion nicht wirklich teilnehmen. Wenn sie mal von sich aus das Wort ergriff, redeten die anderen sofort gleichzeitig auf sie ein und die Moderatorin entzog ihr schnell wieder das Wort.<br>\nMit hilfreichen Einspielungen von fr&uuml;heren Politiker-Aussagen zu den Finanzm&auml;rkten h&auml;tte dem Zuschauer gezeigt werden k&ouml;nnen, welche Parteien\/Politker durch Handlungen und\/oder Ma&szlig;nahmen diese Spekulationsblasen zumindest mit herbeigef&uuml;hrt haben. Da dies nicht aber nicht passiert, redet man lieber &uuml;ber vermeintliche DDR-Nostalgie. So k&ouml;nnen halt  die neoliberalen Wendeh&auml;lse ihre alten Spr&uuml;che besser vergessen machen.<br>\nWas lernen wir aus dieser und den meisten anderen politischen Diskussionen?<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>In Zeiten der Aufkl&auml;rung wird das Wort &bdquo;alternativlos&ldquo; unverzichtbar.<\/em><\/li>\n<li><em>Viele Sendungen laufen ab nach dem Motto: &bdquo;Haltet den Dieb &ndash; ruft der Dieb!&ldquo;<\/em><\/li>\n<li><em>Die LINKE sind und bleiben  f&uuml;r die anderen Parteien und die meisten Medien einfach nur Schmuddelkinder mit DDR-Nostalgie (fr&uuml;her: &ldquo;dann geh doch r&uuml;ber&ldquo;). Dass viele der Altpolitiker in ihrer Not jetzt  die gleichen Forderungen erheben, die die LINKE schon l&auml;nger im Angebot hat, wird einfach ignoriert: Es kann nicht sein was nicht sein darf.<\/em><\/li>\n<li><em>Das Ausheben alter Sch&uuml;tzengr&auml;ben und die &bdquo;alternativlosen&ldquo; alten Koalitionen werden den W&auml;hlerfrust weiter steigern. Und die meisten Medien spielen dabei mit, anstatt aufzukl&auml;ren: Meinungsmache also statt Information.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Neue Rundfunkgeb&uuml;hr: Bastard aus GEZ und Kopfpauschale<\/strong><br>\nDer CDU-nahe Akademiker (Paul Kirchhof) hat n&auml;mlich in der letzten Woche ein Gutachten ver&ouml;ffentlicht. Bezahlt wurde es von den &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Und um sie geht es in dem 85 Seiten umfassenden Papier auch. Dass es also m&ouml;glicherweise nicht ganz neutral ausfallen w&uuml;rde, war zu erwarten. Was aber schlie&szlig;lich herauskam, das hei&szlig;t f&uuml;r ARD, ZDF und Konsorten unter dem Strich 500 Millionen weniger durch ein Werbeverbot, aber 800 Millionen mehr auf Kosten von Sozialversicherten, Steuerzahlern und Geringverdienern.<br>\nKirchhof gibt in seinem Gutachten nicht nur den bereits seit l&auml;ngerem bekannten Politikerpl&auml;nen f&uuml;r die Umwandlung der bisherigen ger&auml;teabh&auml;ngigen Rundfunkgeb&uuml;hr in eine Haushaltspauschale sein licet, sondern macht im Zuge der Argumentation, wie sie seiner Ansicht nach so gestaltet werden kann, dass sie weder dem Grundgesetz noch EU-Vorschriften widerspricht, gleich den Vorschlag, dass man die bisherigen Befreiungen f&uuml;r Transferleistungsempf&auml;nger abschaffen solle. Die Betroffenen, so Kirchhof, k&ouml;nnten ja einen Ausgleich von den Sozialkassen bekommen, der &uuml;ber einen Zusatz zum Wohngeld ausgezahlt wird.<br>\nAbgesehen davon, dass nicht jeder Transferleistungsempf&auml;nger Wohngeld bekommt, sind die Kassen von Renten- und Arbeitslosenversicherung allerdings so chronisch unterf&uuml;llt, dass das Problem damit an den Bundeshaushalt delegiert w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/32\/32616\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Unterzeichnung des Hochschulpakts verschoben<\/strong><br>\nDas hessische Wissenschaftsministerium hat die Verschiebung des umstrittenen Hochschulpaktes auf Dienstag offiziell best&auml;tigt. Der Pakt soll den zw&ouml;lf Universit&auml;ten und Hochschulen bis 2015 eine verl&auml;ssliche Finanzierung geben, sieht aber massive K&uuml;rzungen vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub5785324EF29440359B02AF69CB1BB8CC\/Doc~ECB1774118B4C4B86865671A8D3795AD1~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Weimar droht unwilligen Hochschulen<\/strong><br>\n&bdquo;Seien Sie sicher, dass Sie dann nicht zu den Gewinnern geh&ouml;ren werden&ldquo; &ndash; diesen Satz soll Finanzminister Weimar auf die Frage erwidert haben, was im Fall einer verweigerten Unterschriften unter den Hochschulpakt drohe. Die Vereinbarung soll n&auml;chsten Dienstag unterzeichnet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub5785324EF29440359B02AF69CB1BB8CC\/Doc~EB2A3C71CD8C5462E8B10638B2E9B021B~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Protesters attempt to storm Irish parliament<\/strong><br>\nProtesters angry at Ireland&rsquo;s multi-billion efforts to bail out its banks have tried to storm the entrance of the Irish parliament and several have been injured in scuffles with police.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.telegraph.co.uk\/news\/worldnews\/europe\/ireland\/7712972\/Protesters-attempt-to-storm-Irish-parliament.html\">Telegraph<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Iren sind also keineswegs die duldsamen Spar-&ldquo;Vorbilder&rdquo;, die widerstandslos milliardenteure Bankenrettungen und massive Lohn- und Sozialk&uuml;rzungen nebeneinander hinnehmen. Nur berichtet in Deutschland niemand &uuml;ber den massiven Widerstand.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung J.A.:<\/strong> Hat denn wirklich keiner registriert was sich der FDP-Fraktionsvorsitzende in Schleswig-Holstein Wolfgang Kubicki gestern in der Sendung Menschen bei Maischberger geleistet hat? Auf den <a href=\"?p=5506\">Fauxpas von Silvana Koch-Mehrin bei Plasberg<\/a> angesprochen (Sie hat ausgerechnet oder geraten, dass die Staatsverschuldung w&auml;hrend der 75 min&uuml;tigen Sendung um 6000&euro; angestiegen sei), ob er denn gewusst h&auml;tte, wie die deutsche Verschuldung in 75 Minuten ansteigt, meinte er lapidar, die Gr&ouml;&szlig;enordnung h&auml;tte er gewusst, nicht die 20 Millionen aber, dass diese 6000&euro; ja schon in einer tausendstel Sekunde anfallen w&uuml;rden. So seine Aussage. Heiner Gei&szlig;ler war wohl der einzige der es gemerkt hat, wie man an seiner Reaktion sehen konnte.<br>\nNun, das w&auml;ren dann 27 Milliarden Euro in 75 Minuten. Wir w&auml;ren in Rekordzeit pleite.<br>\nSo langsam komme ich zu der Auffassung, dass bei der FDP aber auch wirklich keiner irgendeine Ahnung hat was Wirtschaft und Finanzen betrifft: 2 Versuche und 100% Blamage.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>48 Stunden freies Verh&ouml;r<\/strong><br>\nFeindliche K&auml;mpfer aus dem Inland: Wer des Terrorismus verd&auml;chtigt wird, soll in den USA k&uuml;nftig weniger Rechte haben als &ldquo;normale&rdquo; Kriminelle.<br>\nIn einer &uuml;berraschenden Kehrtwende hat die Regierung von Barack Obama vorgeschlagen, die Rechte von Terrorverd&auml;chtigen nun doch einzuschr&auml;nken.<br>\nDanach sollen Verd&auml;chtige zun&auml;chst verh&ouml;rt werden k&ouml;nnen, ohne dass sie &uuml;ber ihre Rechte aufgekl&auml;rt werden. Entfallen soll die eigentlich vom Verfassungsgericht garantierte Belehrung, dass alles, was Festgenommene sagen, gegen sie verwendet werden kann und sie einen Anwalt hinzuziehen d&uuml;rfen. Zur Begr&uuml;ndung sagte Holder, die Ermittler ben&ouml;tigten gr&ouml;&szlig;eren Freiraum bei der Befragung von Verd&auml;chtigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/690\/510805\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Georg Schramm: Oberstleutnant Sanftleben &uuml;ber den Wirtschaftskrieg<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=YCIqLFJJ588&amp;playnext_from=TL&amp;videos=Kk4bFarmiZI\">YouTube<\/a>\n<p><em>und<\/em><br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Wilfried Schmickler h&auml;lt eine Predigt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=E266nf5z-0I&amp;feature=watch_response\">YouTube<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter anderem zu folgenden Themen: Die Unterschrift der BaFIN w&uuml;rde reichen; Terrorismus an den Finanzm&auml;rkten; scharfe Sanktionsregeln bei jungen Hartz IV-Empf&auml;ngern; sechs Jahre Ringen um das Existenzminimum; nach der NRW-Wahl; neue Rundfunkgeb&uuml;hr; Hessen droht den Hochschulen; Proteste in Irland; freies Verh&ouml;r; Neues aus der Anstalt. (WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-5529","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5529","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5529"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5529\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5532,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5529\/revisions\/5532"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5529"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5529"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5529"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}