{"id":55319,"date":"2019-10-02T08:21:07","date_gmt":"2019-10-02T06:21:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55319"},"modified":"2019-10-02T08:21:07","modified_gmt":"2019-10-02T06:21:07","slug":"hinweise-des-tages-3463","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55319","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55319#h01\">Warum die Welt China braucht &mdash; Der Volksrepublik zum Siebzigsten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55319#h02\">Hongkong<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55319#h03\">Krieg in der Ostukraine &ndash; Konfliktparteien erzielen wichtige Einigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55319#h04\">Die Sozialdemokratisierung der Union<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55319#h05\">&Ouml;sterreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55319#h06\">Moratorium zum INF-Vertragsende &ndash; oder Ring frei f&uuml;r Drohungen ohne Regeln?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55319#h07\">Lawrow: Was f&uuml;r eine Paranoia! Nun sollen wir hinter dem Skandal um Trump-Selenksij-Gespr&auml;ch stecken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55319#h08\">An die deutschen (Klein)Sparer &ndash; 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55319#h09\">Heuchlerische Pl&auml;ne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55319#h10\">Wirtschaftsminister will Sozialabgaben f&uuml;r Arbeitgeber deckeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55319#h11\">Gute Pflege f&uuml;r alle statt Wettbewerb<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55319#h12\">Polit-PR wird das Klima nicht retten &ndash; Wenn Handlungswille da w&auml;re, w&auml;re klar, was zu tun ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55319#h13\">Missing Link: Klimawandel? &ndash; Technologie wird uns auch diesmal nicht retten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55319#h14\">Der Klimaschwindel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55319#h15\">Die Kriegs-Schreiber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55319#h16\">Brasiliens Umweltminister wollte in Berlin zur Handelskammer. Dann kam alles anders<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55319#h17\">Endspiel um den Amazonas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55319#h18\">Die Lehren der Geschichte (I)<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Warum die Welt China braucht &mdash; Der Volksrepublik zum Siebzigsten<\/strong><br>\nHoffnung f&uuml;r die Armen<br>\nDie Welt ist aufgeteilt in arm und reich. Etwa f&uuml;nfzehn Prozent der Weltbev&ouml;lkerung lebt in reichen L&auml;ndern, die wiederum haupts&auml;chlich in der westlichen Welt liegen. Dieser Zustand schien jahrhundertelang wie festgemeisselt. Au&szlig;er in einigen kleineren Sonderf&auml;llen hatte es kein Land der dritten Welt geschafft, der Armut zu entkommen. Erst mit dem Auftritt der Volksrepublik China auf der Weltb&uuml;hne hat sich das ge&auml;ndert. Nach Angaben der Weltbank hat China in den letzten Jahrzehnten achthundert Millionen Menschen aus der Armut geholt; zum Mittelstand z&auml;hlen inzwischen sogar etwa vierhundert Millionen Chinesen.<br>\nDamit ist China ein Modell f&uuml;r die Welt geworden, ganz besonders dort, wo sie noch am &auml;rmsten ist: In Afrika. Der Westen hatte diesen Kontinent lange Zeit vollkommen abgeschrieben. Bezeichnungen wie &bdquo;Hopeless Africa&ldquo; (The Economist im Mai 2000) oder &bdquo;der vergessene Kontinent&ldquo; waren gang und g&auml;be. Und selbst im Juni 2009 erkl&auml;rte der britische &Ouml;konom Paul Collier in der deutschen Tageszeitung &bdquo;Die Welt&ldquo; noch, dieser &bdquo;verlorene Kontinent&ldquo; w&auml;re nur durch gezielte milit&auml;rische Interventionen des Westens zu retten. Auch hier &auml;nderte sich das Bild erst, als China als Akteur auftrat. Im gr&ouml;&szlig;eren Stil begann das im November 2006 mit einem ersten Gipfeltreffen von Staatsoberh&auml;uptern und Regierungschefs aus f&uuml;nfunddrei&szlig;ig afrikanischen L&auml;ndern in Beijing. Anl&auml;sslich dieser Konferenz wurde unter anderem der China-Africa Development Fund aufgelegt. [&hellip;]<br>\nHoffnung f&uuml;r Umwelt und Weltklima<br>\nJede Entwicklung hat eine Kehrseite, und je wohlhabender die Menschheit wird und je mehr sie produziert, desto mehr untergr&auml;bt sie ihre eigenen Existenzgrundlagen. Auch hierauf hat China reagiert, und zwar schneller und entschiedener als andere. Die Volksrepublik ist weltweit f&uuml;hrend bei der Elektrizit&auml;tsgewinnung aus erneuerbaren Energiequellen. Nach Angaben der Internationalen Agentur f&uuml;r erneuerbare Energien (IRENA) haben sich die Windkraftkapazit&auml;ten des Landes im laufenden Jahrzehnt bisher verzweiundzwanzigfacht und die der Solarkraft versiebenhundertfacht. Damit erzeugt China drei&szlig;ig Prozent der weltweiten erneuerbaren Energie und l&auml;sst die USA (10%) weit hinter sich. Und China ruht sich nicht auf diesen Erfolgen aus. Im Jahr 2018 investierte es 91,2 Milliarden US-Dollar in saubere Energien, w&auml;hrend die USA nur 48,5 Milliarden und die Europ&auml;ische Union 61,2 Milliarden ausgaben. &bdquo;Kein Land hat sich besser als China positioniert, um die erste Erneuerbare-Energien-Supermacht zu werden&ldquo;, stellte die &bdquo;Global Commission on the Geopolitics of Energy Transformation&ldquo; zu Recht fest, der der ehemalige isl&auml;ndische Pr&auml;sident Olafur Grimsson vorsteht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.beijingreview.com.cn\/China\/201909\/t20190930_800180436.html?fbclid=IwAR3JiYjEvIDwsIIJQEsgR1s1WDxGfkf9XHBJNJqGTcnOlZrEK_6BlJgE5WI\">Christian Y. Schmidt in der Beijing Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hongkong<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Hong Kong protests rain on China&rsquo;s big parade<\/strong><br>\nEscalated violence on Hong Kong&rsquo;s strife-torn streets stole the show from China&rsquo;s highly anticipated 70th anniversary event<br>\nAs China commemorated the 70th anniversary of the founding of the People&rsquo;s Republic in Beijing, replete with a made-for-television gala military parade, Hong Kong&rsquo;s strife-torn streets arguably stole the show with some of the worst violence seen since protests first erupted 17 weeks ago.<br>\nTurmoil engulfed the Asian financial hub with intense clashes and bloodshed in various areas and districts of Hong Kong Island, Kowloon and the New Territories. Street fires burned as masked protesters hurled petrol bombs at riot officers, tore down national banners and defaced portraits of Chinese President Xi Jinping.<br>\nTens of thousands thronged the streets chanting slogans &ldquo;Fight for Freedom&rdquo; and &ldquo;Stand with Hong Kong&rdquo; at a peaceful march early in the day, which later descended into chaos after standoffs with police.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.asiatimes.com\/2019\/10\/article\/hong-kong-protests-rain-on-chinas-big-parade\/\">Asia Times<\/a><\/li>\n<li><strong>Protest movement spawns its own Frankenstein&rsquo;s monster<\/strong><br>\nBeing leaderless no one has the authority to call off actions or de-escalate, but anyone can get on social media to launch another wave of violence<br>\nThe current protest movement has drawn significant lessons from the Occupy demonstrations five years ago and developed tactics to avoid what it perceives as the causes of failure in the previous unrest. The question is: have they drawn the right lessons or made worse mistakes?<br>\nFrom the outset, today&rsquo;s protesters have decided they don&rsquo;t need leaders; everything has to be as spontaneous as possible. Indeed, spontaneity is taken as proof of the movement&rsquo;s legitimacy and authenticity &ndash; contrary to Beijing&rsquo;s claims about protesters being in the pockets of Washington and Taipei.<br>\necondly, and this is related to the first point, to keep such a loose movement intact, there can be no public dissension among its people. You may belong to the &ldquo;peaceful, rational, non-violent&rdquo; camp, but you cannot openly criticise or argue against those who advocate violence. [&hellip;]<br>\nNo one has the authority to call off the protests or de-escalate, but anyone can get on social media to launch another wave of violent protests. The government may want to sit down and talk, but the protesters can&rsquo;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.scmp.com\/comment\/opinion\/article\/3031146\/protest-movement-spawns-its-own-frankensteins-monster\">SCMP<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Krieg in der Ostukraine &ndash; Konfliktparteien erzielen wichtige Einigung<\/strong><br>\nVertreter der Ukraine und prorussischer Separatisten haben eine Verst&auml;ndigung &uuml;ber den Donbass getroffen. Ob diese wirklich einen Durchbruch bedeutet, ist unklar. Der ukrainische Pr&auml;sident Selenskyj stellt Bedingungen.<br>\nIn der wei&szlig;russischen Hauptstadt Minsk haben Vertreter der ukrainischen Regierung und der prorussischen Separatisten aus Luhansk und Donezk dem Botschafter der Organisation f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Martin Sajdik, Briefe &uuml;bergeben, in denen sie die sogenannte Steinmeier-Formel f&uuml;r das Kriegsgebiet Donbass best&auml;tigen, die in ein ukrainisches Gesetzgebungsverfahren einflie&szlig;en soll. Das erkl&auml;rte Sajdik nach dem Treffen.<br>\nDie nach dem Bundespr&auml;sidenten und Ex-Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) benannte Formel sieht die Austragung von Lokalwahlen nach den Standards der OSZE in den von den Separatisten kontrollieren Gebieten sowie einen Sonderstatus f&uuml;r diese Gebiete vor. Allerdings legen die ukrainische und russische Seite bei dieser L&ouml;sung die Abl&auml;ufe unterschiedlich aus.<br>\nSelenskyj stellt Bedingungen: &ldquo;Keine Wahlen unter Gewehrfeuer&rdquo;<br>\nRussische Medien berichteten am Abend immer wieder, beide Seiten h&auml;tten die &ldquo;Steinmeier-Formel&rdquo; unterschrieben. In Kiew war aber davon nicht die Rede. [&hellip;]<br>\nSelenskyj k&uuml;ndigte an, nun ein neues Gesetz f&uuml;r den Status des Donbass ausarbeiten zu lassen, das bisherige l&auml;uft Ende Dezember aus. In das neue solle die &ldquo;Steinmeier-Formel&rdquo; aufgenommen werden. Wie genau, ist unklar. Dieses Gesetz solle unter Einbeziehung des &Ouml;ffentlichkeit diskutiert werden, &ldquo;es wird keine rote Line &uuml;berschritten&rdquo;, betonte Selenskyj.<br>\nIn den vergangenen Wochen hatte es Diskussion &uuml;ber die Formel in der Ukraine gegeben. Denn wenn die OSZE die Wahlen im Donbass als frei und fair bezeichnet, tritt nach dem Verst&auml;ndnis der Formel automatisch ein Sonderstatus der Region in der Ostukraine ein &ndash; ohne nochmalige Beratung mit dem Parlament der Ukraine.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/ukraine-konfliktparteien-erzielen-wichtige-einigung-in-minsk-a-1289613.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Eine Meldung, die Hoffnung macht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Sozialdemokratisierung der Union<\/strong><br>\nEin Meisterst&uuml;ck an Irref&uuml;hrung<br>\nAngela Merkel ist auf dem Feld der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit wahrlich eine gro&szlig;e Strategin. Sie hat es, auch dank der Unterst&uuml;tzung wichtiger Publizisten, geschafft, h&ouml;chst fragw&uuml;rdige Botschaften &uuml;ber sich und ihre Politik zu platzieren. Ein erstes, gro&szlig;es Beispiel ist die Behauptung, die CDU\/CSU und Merkels Politik seien &ldquo;sozialdemokratisiert&rdquo;. (Das Wort meint nat&uuml;rlich nicht sozialdemokratisiert im Sinne der Schr&ouml;derschen Agenda-Politik, sondern im urspr&uuml;nglichen Sinne einer sozial engagierten und der Demokratie verpflichteten Bewegung.) Die verbreitete Botschaft von der Sozialdemokratisierung der Union glauben sehr viele Menschen, wahrscheinlich die Mehrheit.<br>\nDie strategische Bedeutung dieser Behauptung ist gro&szlig; und wirkt auf zweierlei Weise: Zum einen wird damit das W&auml;hlerpotenzial der Union weit in den Bereich der ehedem sozialdemokratischen W&auml;hler erweitert. Zum anderen wird mit dieser Parole die Koalitionsoption der Union in Richtung Schwarz-Gr&uuml;n erweitert. Wenn die Union und Frau Merkel sozialdemokratisiert sind, dann ist es auch f&uuml;r den Rest der verbliebenen linken Gr&uuml;nen kein Problem, mit der Union eine Koalition einzugehen.<br>\nZu den wichtigsten Zeugen und St&uuml;tzen der Behauptung geh&ouml;rt der gro&szlig;e Kommentator der S&uuml;ddeutschen Zeitung Heribert Prantl. &ldquo;Die CDU hat seit 2005 ihre Wirtschafts- und Sozialpolitik erfolgreich sozialdemokratisiert&rdquo;, schrieb er am 7. Oktober 2009. Cora Stephan fragt am gleichen Tag im Deutschlandfunk im Blick auf die damaligen Koalitionsverhandlungen zwischen FDP und CDU\/CSU: &ldquo;Rechtsruck?&rdquo; und antwortet sich selbst: &ldquo;Ach was. Angela Merkel hat die Wahl gewonnen, jene Frau, die es geschafft hat, die Christdemokratische Partei Deutschlands in eine aus tiefstem Herzen sozialdemokratische Kraft umzuformen.&rdquo;<br>\nDas war vor rund zehn Jahren und wurde immer wieder so erz&auml;hlt. Die Agitation war so wirksam, dass auch der rechte Fl&uuml;gel der Union die These vom Linksruck der Union Angela Merkels glaubt und sich deshalb zum Widerstand in rechtskonservativen Zirkeln organisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Sozialdemokratisierung-der-Union-4542162.html\">Albrecht M&uuml;ller auf Telepolis<\/a>\n<p><em>Dieser Text ist ein Auszug aus Albrecht M&uuml;llers neuem Buch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/Alle-Buecher\/Glaube-wenig-hinterfrage-alles-denke-selbst.html?listtype=search&amp;searchparam=albrecht%20m%C3%BCller\">Glaube wenig, hinterfrage alles, denke selbst<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&Ouml;sterreicher w&auml;hlen zuf&auml;llig die Niedertracht ab<\/strong><br>\n&Ouml;sterreichs konservativer Ex-Kanzler Sebastian Kurz triumphiert. Dabei kommt ihm aber sein rechtsextremer Koalitionspartner abhanden. Das ist mehr Gl&uuml;ck als eine nachhaltige Trendwende, zumal auch die Sozialdemokraten schw&auml;cheln. Ihre Perspektiven sind alles andere als rosig&hellip;.<br>\nViele rechte Wut-W&auml;hler sind dieses Mal daheim geblieben<br>\nDas Wahlergebnis belegt jedoch keineswegs, dass ein Rezept gegen den Aufstieg des Rechtsextremismus gefunden worden w&auml;re &ndash; dieser T&auml;uschung sollte man nicht erliegen. Dass der Spuk einer Orbanisierung Light in &Ouml;sterreich so schnell zu Ende ging, ist im Grunde eher zwei Zuf&auml;llen zu verdanken&hellip;Das Genick brach der FP&Ouml; dann erst der Umstand, dass kurz vor dem Wahltag auch noch die gro&szlig;z&uuml;gigen Spesenabrechnungen ihres Ex-Chefs Strache auftauchten. Sie dokumentieren sein f&uuml;rstliches Leben auf Steuerzahler- und Parteimitglieder-Kosten und offenbaren einen Sumpf aus Kriminalit&auml;t und illegalen Machenschaften. Jetzt hat die Partei mit der Aufarbeitung des Skandals genug zu tun; mit der Festnahme langj&auml;hriger Spitzenfunktion&auml;re ist quasi st&uuml;ndlich zu rechnen. Die Kr&ouml;sus-Mentalit&auml;t von Strache haben die FP&Ouml;-W&auml;hler der Partei am Ende nicht mehr verziehen.<br>\nBesiegt sind die Freiheitlichen aber nur tempor&auml;r, gewiss nicht endg&uuml;ltig. Viel wahrscheinlicher ist, dass sie sich nach einer turbulenten Phase wieder stabilisieren. Die politische Atmosph&auml;re im Land ist durch Jahrzehnte der Klimavergiftung so, dass die FP&Ouml; aus der Opposition heraus wohl wieder wachsen wird&hellip;<br>\nDie Erosion der Sozialdemokraten setzt sich fort<br>\nDie Sozialdemokraten sind schwer am Boden aufgeschlagen, mit nicht einmal 22 Prozent der Stimmen haben sie das historisch schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte hingelegt. Selbst im legend&auml;ren &ldquo;Roten Wien&rdquo; haben sie gerade noch einmal 29 Prozent ins Ziel gerettet, nur mehr f&uuml;nf Prozent vor den Konservativen. Rot und Gr&uuml;n zusammen haben in Wien gerade noch 49 Prozent der Stimmen erhalten.<br>\nDieses Desaster hat viele Ursachen. Zun&auml;chst die lange Erosion der Glaubw&uuml;rdigkeit der Partei. Wie die meisten mittigen Sozialdemokratien in Europa kann sie nicht mehr deutlich machen, wof&uuml;r sie eigentlich steht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++96dddaea-e374-11e9-b6ec-52540088cada\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><strong>&Ouml;sterreich verliert jedes Jahr &uuml;ber 1 Mrd. Euro durch Steuertricks &ndash; T&uuml;rkis-Blau hat das unterst&uuml;tzt<\/strong><br>\n4,8 Mrd. Euro haben Konzerne im Jahr 2016 aus &Ouml;sterreich in Steueroasen verschoben. Das enth&uuml;llen die neuen Zahlen des &Ouml;konomen Gabriel Zucman. &Uuml;ber eine Milliarde Euro Steuern entgehen dem Staat dadurch. Das entspricht der gesamten Mindestsicherung in &Ouml;sterreich und mehr. Doch w&auml;hrend die letzte Regierung bei der Mindestsicherung k&uuml;rzte, weil sie ihr zu teuer ist, unternahm sie gegen die Steuertricks der Konzerne wenig. In der EU blockiert sie sogar.<br>\nAus &Ouml;sterreich wurden 2016 rund 4,8 Mrd. Euro an unversteuerten Gewinnen ins Ausland transferiert, wodurch dem Staat eine knappe Milliarde Euro an Einnahmen entgangen ist. Insgesamt verschieben transnationale Konzerne rund 40 Prozent ihrer Gewinne in Niedrigsteuerl&auml;nder und Steueroasen. Der gr&ouml;&szlig;te Einnahmenverlust durch Steueroasen entsteht der Studie zufolge in der EU. Das hinterl&auml;sst in den europ&auml;ischen L&auml;ndern bleibende Spuren: Im Schnitt verlieren sie ein Zehntel ihrer Einnahmen aus der Besteuerung von Unternehmensgewinnen. In der EU liegt dieser Wert sogar bei fast 20 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/steueroasen-in-der-eu-oesterreich\/\">Kontrast at.<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Boulevard der zerbrochenen Tr&auml;ume<\/strong><br>\n(&hellip;) Die Wahlgewinnerin &Ouml;VP ist allerdings in keiner Weise &bdquo;eine b&uuml;rgerliche Partei&ldquo; mit &bdquo;mit klarem Profil&ldquo; (Friedrich Merz), von der die CDU hierzulande etwas lernen k&ouml;nnte.<br>\nSondern eine F&uuml;hrer-Partei, die sich stromlinienf&ouml;rmig an dem talentierten Herrn Kurz ausgerichtet hat. Kurz selbst hat &uuml;berhaupt keine Positionen, sondern nur Marketingstrategien, die er gnadenlos umsetzt.<br>\nDamit hat er 2010 bei der Jugendorganisation der &Ouml;VP unter dem Schlachtruf &ldquo;Schwarz macht geil&rdquo; begonnen, f&uuml;hrte es als Integrationsstaatssekret&auml;r fort, als er einen um Integration bem&uuml;hten und Islamfreundlichen Kurs fuhr, und trieb es es im Wahlkampf 2017 auf die Spitze, als er jeglichen Misstand, ja fast sogar noch das schlechte Wetter, dem Islam im Allgemeinen und islamischen Kinderg&auml;rten im Besonderen in die Schuhe schob&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/pep\/der-boulevard-der-zerbrochenen-traeume\">der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Moratorium zum INF-Vertragsende &ndash; oder Ring frei f&uuml;r Drohungen ohne Regeln?<\/strong><br>\nDer INF-Vertrag, also der Vertrag zur Abschaffung von landgest&uuml;tzten Mittelstreckenraketen mit der Reichweite zwischen 500 und 5500 Kilometer (engl.: Intermediate Range Nuclear Forces), ist Geschichte. Russland hat jetzt ein Moratorium f&uuml;r einen gegenseitigen Verzicht auf Mittelstreckenraketen vorgeschlagen. Die NATO hat diesen Vorschlag umgehend als nicht glaubw&uuml;rdig abgelehnt.  Droht jetzt ein Aufr&uuml;stungskampf ohne Regeln?<br>\nWas folgt?<br>\n(&hellip;) Was wir gegenw&auml;rtig erleben, ist die Zerst&ouml;rung der drei&szlig;ig Jahre w&auml;hrenden europ&auml;ischen Illusion sich unterhalb des Wettr&uuml;stens in einem Schutzraum vor der atomaren Bedrohung wegdr&uuml;cken zu k&ouml;nnen. Das geschieht heute im Gegensatz zu 1987 in einer Zeit, die charakterisiert wird durch den Niedergang der USA und das Heraufkommen neuer M&auml;chte, allen voran Chinas aus den ehemals von Europa, danach von den USA kolonisierten Teilen der Welt.<br>\nEinige von ihnen &ndash; China, Indien, Pakistan, S&uuml;dkorea, Nordkorea und Israel &ndash; sind mit ihren landgest&uuml;tzten Systemen inzwischen in den Kreis der Atomm&auml;chte aufger&uuml;ckt. Hauptkonkurrenten sind jedoch mit Abstand nach wie vor die USA und Russland, in deren H&auml;nden sich nach Angaben des Friedensforschungsinstitutes SIPRI immer noch 90% des nuklearen Potentials befinden. Damit ist Russland, trotz seines Niederganges nach der Aufl&ouml;sung der Sowjetunion, heute Hauptgegner im Kampf der USA um die Erhaltung ihres Imperiums. Anders gesagt, Russland rangiert aus dieser Position heraus nolens volens als Schutzmacht, besser gesagt vielleicht als Frontmacht f&uuml;r die V&ouml;lker und Staaten, die sich der Aufrechterhaltung der US-Hegemonie widersetzen, tendenziell m&ouml;glicherweise auch nur als Puffer zwischen den USA und China.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kai-ehlers.de\/2019\/09\/moratorium-zum-inf-vertragsende-oder-ring-frei-fuer-drohungen-ohne-regeln\/\">Kai Ehlers<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Lawrow: Was f&uuml;r eine Paranoia! Nun sollen wir hinter dem Skandal um Trump-Selenksij-Gespr&auml;ch stecken<\/strong><br>\nDer russische Au&szlig;enminister Sergei Lawrow hat am Freitag seine abschlie&szlig;ende Pressekonferenz auf der 74. UN-Generalversammlung in New York gehalten. W&auml;hrend dieser sprach er mehrere Themen an, auch die Ver&ouml;ffentlichung des Telefonprotokolls des US-Pr&auml;sidenten Donald Trump und dessen ukrainischen Amtskollegen Wladimir Selenskij.<br>\nHeute sagte sogar Nancy Pelosi [Sprecherin des Repr&auml;sentantenhauses der Vereinigten Staaten], Russland stecke hinter dem Vorfall, der nun durch das Telefongespr&auml;ch wieder entfacht wurde. Russland habe alles vorbereitet. Meiner Meinung nach ist es die Paranoia, die f&uuml;r alle offensichtlich ist.<br>\nDiese hatte j&uuml;ngst eine Amtsenthebungsuntersuchung gegen US-Pr&auml;sident Donald Trump eingeleitet mit der Begr&uuml;ndung, dass dieser bei dem Telefongespr&auml;ch Druck auf seinen ukrainischen Amtskollegen ausge&uuml;bt habe, damit er gegen Joe Biden, Trumps Kontrahent bei der anstehenden Pr&auml;sidentschaftswahl, wegen Korruption ermittelt, beziehungsweise die Gesch&auml;fte dessen Sohnes Hunter in der Ukraine untersucht. Biden wird vorgeworfen, als damaliger US-Vizepr&auml;sident die Entlassung des ukrainischen Generalstaatsanwaltes Wiktor Schokin erzwungen zu haben, um seinen Sohn vor Korruptionsermittlungen zu sch&uuml;tzen.<br>\nDas Wei&szlig;e Haus hatte das Protokoll zum besagten Telefongespr&auml;ch ver&ouml;ffentlicht, um die Vorw&uuml;rfe zu entkr&auml;ften.<br>\nPelosi sieht sich durch das Protokoll aber best&auml;rkt und meint, Trump habe sein Amt missbraucht, um sich politische Vorteile herauszuschlagen, und verglich im TV nun den Vorfall mit der noch immer nicht bewiesenen Einmischung in die US-Wahlen 2016, die Russland angeblich durchgef&uuml;hrt habe und sagte zum aktuellen Fall:<br>\n&Uuml;brigens, ich denke, Russland hat da eine Hand im Spiel.<br>\nIrgendwelche Belege kamen von ihr f&uuml;r diese These allerdings nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/kurzclips\/92935-lawrow-was-fur-paranoia-usa-russland\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55222\">Wenn es die von Russland finanzierten Medien in Deutschland nicht g&auml;be, m&uuml;sste man sie erfinden.<\/a>&rdquo; und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55158\">Trump, Biden und die Ukraine &ndash; &bdquo;Haltet den Dieb&ldquo;<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>An die deutschen (Klein)Sparer &ndash; 2<\/strong><br>\nDie Behauptung, negative Zinsen zerst&ouml;rten die Marktwirtschaft, stellt die Zusammenh&auml;nge auf den Kopf. Negative Zinsen sind die Folge und nicht die Ursache einer gest&ouml;rten Marktwirtschaft.<br>\nIn einer monet&auml;ren, arbeitsteiligen Marktwirtschaft dient Sparen nicht der Finanzierung von Sachinvestitionen, sondern es behindert sie &ndash; weil es einen Nachfrageausfall darstellt (vgl. Teil 1 dieses Beitrags). Wozu aber dient das Sparen dann?<br>\nDas einzelwirtschaftliche Vorsorgemotiv des Sparens &hellip;<br>\nBei der angeblichen Tugend des Verzichts handelt es sich um den &ndash; durchaus verst&auml;ndlichen und rationalen &ndash; Wunsch eines Wirtschaftssubjekts, f&uuml;r die eigene Zukunft vorzusorgen. Man will aus heute geleisteter Arbeit und daf&uuml;r bezogenem Einkommen einen Teil f&uuml;r morgen und &uuml;bermorgen reservieren. F&uuml;r den Fall, dass man morgen oder &uuml;bermorgen nicht mehr so viel oder &uuml;berhaupt nicht mehr arbeiten und Einkommen erzielen kann &ndash; z.B. wegen Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Alter &ndash;, scheint es sinnvoll zu sein, &bdquo;Reserven&ldquo; in Form von Ersparnissen zu bilden.Dieses Sicherheitsbed&uuml;rfnis des einzelnen ist durchaus ehrenwert, zeigt es doch, dass derjenige sich in der Zukunft nicht einfach auf die Solidarit&auml;t anderer Menschen verlassen m&ouml;chte, die schon f&uuml;r ihn sorgen werden, wenn es ihm einmal schlecht ergehen sollte. Aber dieses Vorsorgemotiv reicht keineswegs aus, eine Art Recht auf positive Zinsen auf Ersparnisse abzuleiten. Geld bekommt n&auml;mlich salopp formuliert nicht von allein &bdquo;Junge&ldquo;, d.h. es vermehrt sich nicht einfach dadurch, dass es vom Sparer auf die Bank getragen und dort auf einem Sparbuch gutgeschrieben wird.<br>\n&hellip; und seine gesamtwirtschaftlichen Folgen<br>\nDer gesamtwirtschaftliche Sachzusammenhang steht zum Vorsorgemotiv des einzelnen Sparers in einem bemerkenswerten Gegensatz. Denn jeder mit Arbeit verdiente, aber nicht wieder ausgegebene Euro bedeutet einen als Einnahme fehlenden Euro irgendwo anders in der Wirtschaft. Alles, was unter anderem auch mit der Arbeitsleistung der sparenden Einkommensbezieher produziert worden ist, findet nur Absatz, wenn diese Einkommen auch wieder ausgegeben werden (sieht man einmal von Nachfrage&uuml;bersch&uuml;ssen aus dem Ausland ab; dazu sp&auml;ter mehr) &ndash; getreu der alten Erkenntnis, dass des einen Ausgaben des anderen Einnahmen sind. Wer Teile seines Einkommens spart, senkt also den Absatz irgendwo in der Wirtschaft &ndash; und zwar v&ouml;llig unabh&auml;ngig von der jeweiligen konjunkturellen Situation&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/10\/an-die-deutschen-kleinsparer-2\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Heuchlerische Pl&auml;ne<\/strong><br>\nRWE baut das Portfolio um<br>\nDie RWE feiert sich daf&uuml;r, dass man jetzt auf &Ouml;koenergien macht. Dabei ist der Konzern viel zu sp&auml;t dran und zerst&ouml;rt weiterhin D&ouml;rfer f&uuml;r die Kohle.<br>\nIngo Arzt<br>\n(&hellip;) Der Konzern will die Orte Keyenberg, Kuckum, Berverath, Ober- und Unterwestrich und weitere trotz Kohleausstiegs zerst&ouml;ren und abbaggern. Das, obwohl Berechnungen etwa des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung ergeben haben, dass f&uuml;r die Restlaufzeit der Kraftwerke bis 2038 mehr als genug Kohle in den vorhandenen Tagebauen abgebaut werden kann.<br>\nSchmitz&rsquo; Konzernumbau ist deshalb heuchlerisch. Bis 2040 will er RWE &ldquo;klimaneutral&rdquo; und zu einem weltweiten Player f&uuml;r erneuerbare Energien machen.<br>\nBereits 2018 hat RWE dabei mit Eon, dem zweiten gro&szlig;en deutschen Energiekonzern, das Terrain in Sachen Energiewende abgesteckt: Die beiden Energiealphatiere haben die Eon-Tochter Innogy unter sich aufgeteilt. Eon bekommt die Stromnetze, die wegen der Energiewende digitaler und intelligenter werden m&uuml;ssen, und au&szlig;erdem das Gesch&auml;ft mit den Endkunden, also uns. RWE &uuml;bernimmt daf&uuml;r komplett die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien von Eon und Innogy.<br>\nKurzum, beide Konzerne kommen sich nicht in die Quere, in guter, alter Tradition: Seit der Weimarer Republik haben sich in Deutschland RWE und die Firmen, aus denen Eon im Jahr 2000 zusammenfusioniert wurden, den deutschen Strommarkt staatlich abgesegnet fein aufgeteilt. In den Nullerjahren sprachen sich die Konzerne regelm&auml;&szlig;ig ab, das Bundeskartellamt sprach damals von einem &ldquo;Duopol&rdquo;.<br>\nKein einziges neues Windrad<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/RWE-baut-das-Portfolio-um\/!5626604\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wirtschaftsminister will Sozialabgaben f&uuml;r Arbeitgeber deckeln<\/strong><br>\nUm den Mittelstand zu entlasten, schl&auml;gt Peter Altmaier eine Sozialabgabenbremse f&uuml;rs Grundgesetz vor. Au&szlig;erdem sollen Betriebe weniger Steuern zahlen.<br>\nBundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will die Sozialabgabenlast f&uuml;r Arbeitgeber und Besch&auml;ftigte deckeln. Diese sollen gesetzlich auf 40 Prozent festgeschrieben werden. Deshalb schl&auml;gt der CDU-Politiker eine neue F&ouml;deralismuskommission vor. Vorbild sei eine Kommission von Bund und L&auml;ndern zur Einf&uuml;hrung der Schuldenbremse. Diese sogenannte Sozialabgabenbremse will Altmaier im Grundgesetz verankern. Das k&uuml;ndigte der Wirtschaftsminister in Berlin bei der Vorstellung einer Mittelstandsstrategie an&hellip;<br>\nAltmaier will mit dem Schritt die Wirtschaft entlasten. Au&szlig;erdem sieht seine Strategie weitere Entlastungen f&uuml;r den Mittelstand vor: So schl&auml;gt der Wirtschaftsminister vor, Unternehmenssteuern zu senken und B&uuml;rokratie abzubauen. So sollen die Aufbewahrungsfristen f&uuml;r Unterlagen im Handels- und Steuerrecht von zehn auf f&uuml;nf Jahre gesenkt werden. Altmaier hatte Ende August bereits Eckpunkte der Strategie vorgelegt.<br>\nAltmaier will auch einen Steuerdeckel<br>\nZu den Pl&auml;nen geh&ouml;rt auch ein Steuerdeckel, mit dem sichergestellt werden soll, dass die Steuerbelastung von Personenunternehmen auf maximal 45 Prozent begrenzt wird. Als Personenunternehmen gelten Rechtsformen wie eine Gesellschaft b&uuml;rgerlichen Rechts (GbR), eine offene Handelsgesellschaft (OHG) oder eine Kommanditgesellschaft (KG).<br>\nAltmaier machte deutlich, dass er eine Substanzbesteuerung ablehnt. Substanzbesteuerung bedeutet, dass ein bestimmter Verm&ouml;gensstamm nicht angetastet wird. Eine Verm&ouml;gensteuer etwa w&auml;re eine Substanzbesteuerung, ebenso wie die Grundsteuer eine ist.<br>\nZudem betonte der Minister, dass der Solidarit&auml;tszuschlag bald ganz abgeschafft werden solle. Ziel sei es, dass die Steuerbelastung auf einbehaltene Unternehmensgewinne auf 25 Prozent gesenkt werde. Zum Vergleich: Eine durchschnittliche Steuerbelastung von 25 Prozent erreicht ein Lediger heute bei einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 49.700 Euro pro Jahr, ein Ehepaar bei 99.400 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2019-10\/sozialabgaben-peter-altmeier-deckelung-sozialabgabenbremse-grundgesetz?wt_zmc=sm.ext.zonaudev.facebook.ref.zeitde.share.link.x&amp;utm_medium=sm&amp;utm_source=facebook_zonaudev_ext&amp;utm_campaign=ref&amp;utm_content=zeitde_share_link_x&amp;fbclid=IwAR1yhcgKuoUxe7GwkK9uOn1kkpFHyHWSiLJEpzkaesPR0j0bDSNmf2UK2J\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Und wieder einmal: Steuersenkungen, Deckelung der Sozialversicherungsabgaben und B&uuml;rokratieabbau. Das soll die Unternehmen dazu anregen, mehr zu investieren und damit Arbeitspl&auml;tze zu schaffen, so das M&auml;rchen, das man uns seit nun mehr schon vier Jahrzehnte erz&auml;hlt, ohne dass es funktioniert. Unternehmen investieren nur, wenn sie auch auf Kunden hoffen k&ouml;nnen, die genug Geld in der Tasche haben, ihre Produkte zu kaufen. Sonst zocken sie mit dem eingesparten Geld nur im Finanzcasino. Herrgott nochmal, ist das so schwer zu verstehen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Investitionen statt Altmaiers Pseudostrategie<\/strong><br>\nPressemitteilung von Diether Dehm<br>\n&bdquo;Auch die Mittelstandsstrategie von Peter Altmaier singt das &uuml;bliche Lied vom Mittelstand als R&uuml;ckgrat der deutschen Wirtschaft. Das ist ja richtig, nur dann sollte er auch eine Mittelstandsstrategie vorlegen, die der Mehrzahl kleiner und mittlerer Unternehmen, den Handwerksmeistern und selbstst&auml;ndigen Kreativen n&uuml;tzt. Das geht nur mit einem investierenden Staat und h&ouml;herer Nachfrage von Normalverdienern&ldquo;, erkl&auml;rt Diether Dehm, mittelstandspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zur heute vorgestellten Mittelstandsstrategie von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Dehm weiter:<br>\n&bdquo;Einerseits den Fachkr&auml;ftemangel zu beklagen, andererseits Lohndumping beg&uuml;nstigen zu wollen, ist &auml;hnlich schizophren wie mit dem Klimapaket, das ein Geschenk an die exportorientierten Konzerne und andere gro&szlig;e Klimakiller ist, den Klimawandel bek&auml;mpfen zu wollen. Wenn der Staat in die Schiene investiert und den massiven Investitionsstau abbaut, w&uuml;rde der Mittelstand wirklich gef&ouml;rdert. Darum lautet unsere Forderung: Weg mit der schwarzen Null und rauf mit Kaufkraft und Nachfrage. Das w&auml;re aus sozial- und klimapolitischer Sicht n&ouml;tig und vor allem nachhaltig.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/investitionen-statt-altmaiers-pseudostrategie\/\">Die Linke<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gute Pflege f&uuml;r alle statt Wettbewerb<\/strong><br>\n&bdquo;Menschen mit Pflegebedarf brauchen keine Markt&uuml;bersicht, sondern verbindliche Standards. Pflegekr&auml;fte wollen und k&ouml;nnen gute Pflege leisten. Die Regierungsparteien sind daf&uuml;r verantwortlich, Bedingungen herzustellen, unter denen das auch m&ouml;glich ist. Grundversorgung geh&ouml;rt nicht in die H&auml;nde des Marktes, sondern muss vom Gesetzgeber garantiert werden&ldquo;, erkl&auml;rt Pia Zimmermann, Sprecherin f&uuml;r Pflegepolitik der Fraktion DIE LINKE, zur Einf&uuml;hrung des neuen Qualit&auml;ts- und Pr&uuml;fsystems f&uuml;r Pflegeheime (Pflege-T&Uuml;V). Zimmermann weiter:<br>\n&bdquo;Nat&uuml;rlich ist es sinnvoller, nun die Ergebnisqualit&auml;t zu &uuml;berpr&uuml;fen, statt wie bisher die Pflegedokumentation. Das ist aber nur ein winziger Schritt, die notwendigen Folgeschritte bleiben aus. Ohne echte Sanktionen oder K.o.-Kriterien ist es kein Pr&uuml;fsystem, das Menschen mit Pflegebedarf sch&uuml;tzt, sondern ein Bewertungssystem, das guter Pflege ein Preisschild verpasst. Solange renditeorientierte Pflegeheime eine gesetzlich verbriefte Vorrangstellung genie&szlig;en, werden in der Pflege Kosten und erwartete Gewinne im Mittelpunkt stehen. In den Fokus geh&ouml;ren aber die Menschen mit Pflegebedarf und die Pflegekr&auml;fte.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/gute-pflege-fuer-alle-statt-wettbewerb\/?fbclid=IwAR1gInAmKs-39tCaLNhYwcaxGoytc07pIG5Rxxw_WgP_TrbpMclA59U3Fys\">DIE LINKE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Polit-PR wird das Klima nicht retten &ndash; Wenn Handlungswille da w&auml;re, w&auml;re klar, was zu tun ist<\/strong><br>\nEs scheint guten Grund zu der Annahme zu geben, dass der Aussto&szlig; von Kohlendioxid durch menschliche Aktivit&auml;ten, f&uuml;r die Klimaerw&auml;rmung zumindest mitverantwortlich ist. Dann sollte man etwas dagegen tun. Aber die bisher ergriffenen und beschlossenen Ma&szlig;nahmen sind kleinteiliges und oft widerspr&uuml;chliches St&uuml;ckwerk, das nur so aussehen soll, dass man etwas tut. Denn das eigentlich n&ouml;tige Umsteuern w&uuml;rde sehr vielen sehr weh tun&hellip;<br>\nWenn so getan wird, als seien E-Autos klimaneutral, dann ist das Augenwischerei. Wenn man alle Emissionen &uuml;ber die Nutzungsdauer eines Autos hinweg ber&uuml;cksichtigt, dann scheinen E-Autos ein bisschen besser abzuschneiden als konventionelle&hellip;Ein bisschen besser ist etwas anderes als klimaneutral. Und wenn dann die Regeln f&uuml;r die Autokonzerne noch so gesetzt werden, dass diese mit vermeintlich klimaneutralen E-Autos die hohen Emissionen der &uuml;bermotorisierten Pseudo-Gel&auml;ndewagen ausgleichen k&ouml;nnen, von denen sie immer mehr bauen, dann schadet zunehmende E-Mobilit&auml;t wahrscheinlich mehr als sie nutzt. Aber es klingt halt nach &ouml;kologischer Aktivit&auml;t, wenn man eine derartige Verkehrswende beschw&ouml;rt und &ndash; zumindest mit Worten &ndash; vorantreibt.<br>\n(&hellip;) Bei allem Vertrauen in die Lenkungswirkung der Marktwirtschaft, darf man sich allerdings nicht der Illusion hingeben, der Markt k&ouml;nne es allein oder fast allein richten. Bei einer derart durchgreifenden Reorientierung der Wirtschaft k&auml;me es ohne die intensive planende Mitwirkung des Staates zu massiven Verwerfungen. Die w&uuml;rden jede Regierung, die so etwas versuchte, schnell wegfegen.<br>\n(&hellip;) Die gr&ouml;&szlig;te Herausforderung ist aber die industrielle Umw&auml;lzung, die damit verbunden w&auml;re, ernsthaft energieintensive Produktion und Produkte deutlich teurer zu machen. Man denke nur an die vielen Arbeitspl&auml;tze und Einkommen, die an der Automobilindustrie und verbundenen Branchen h&auml;ngen. Wenn man bedenkt, wie schwer sich die Politik tut, die Umstrukturierung der Kohleregionen zu bezahlen und zu organisieren, und wie viel Zeit sie sich damit l&auml;sst, bekommt man eine Vorstellung davon, wie gro&szlig; die Aufgabe ist. Dann versteht man auch sehr leicht, warum die Politik sich lieber in gut aussehende aber letztlich entweder wirkungslose oder viel zu bescheidene Ma&szlig;nahmen fl&uuml;chtet.<br>\nDer Markt wird nicht in der Lage sein, die komplette industrielle Umstrukturierung auf eine f&uuml;r die meisten B&uuml;rger in den meisten Regionen akzeptable Weise zu bewerkstelligen. Der Staat wird sich auch sehr schwertun. Aber einen Dritten, der es tun k&ouml;nnte, gibt es nicht.<br>\nWenn man nicht wenigstens mal anf&auml;ngt, entschlossen in die richtige Richtung zu gehen und zu lernen, mit den Schmerzen umzugehen, die dann auftreten, dann kann man es auch gleich lassen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1177-klima-pr\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Missing Link: Klimawandel? &ndash; Technologie wird uns auch diesmal nicht retten<\/strong><br>\nAlle diskutieren &uuml;ber den Klimawandel. &Uuml;ber die Frage nach Konsequenzen herrscht aber Uneinigkeit. Die Hoffnung auf Technologie f&uuml;hrt aber in die Irre &ndash; wieder.<br>\nLebensraumschutz ist an den konservativen Parteien angekommen, damit sie eben jemand w&auml;hlt&hellip;Sie wollen es sich allerdings auch mit ihrer Klientel in der Wirtschaft nicht verscherzen, zu dem sie schlie&szlig;lich nach Ende der Amtszeit wechseln wollen. Deshalb liegt die folgende Argumentation nahe: Die Technik soll das Problem l&ouml;sen. Es ist praktisch eine Abwandlung des alten Versprechens &ldquo;Der Markt regelt das&rdquo; und entsprechend beliebt in denselben Kreisen von Politik, Gesellschaft und Gro&szlig;konzernen.<br>\n(&hellip;) Die Hoffnung, dass der freie Markt, der bisher f&uuml;r die gro&szlig;fl&auml;chige Verfeuerung fossiler Kohle und Erd&ouml;ls gesorgt hat, dass der pl&ouml;tzlich das Gegenteil bewirkt, wird jedoch sofort absurd, wenn wir doch einmal mehr als drei Sekunden dar&uuml;ber nachdenken. Es gibt auch keine historische Pr&auml;zedenz, dass Technologie diesen Effekt in der Menschheitsgeschichte je gehabt h&auml;tte. Es gibt dagegen haufenweise historische Pr&auml;zedenz f&uuml;r den gegenteiligen Effekt.<br>\n(&hellip;) Wir haben genug Technologie. Wir hatten immer genug Technologie. Eine L&ouml;sung findet sich nicht in einer neuen Technologie mit neuen unvorhersehbaren Variablen, sondern im gesellschaftspolitischen Willen, uns mit aller existenten Technologie in eine lebenswerte Balance mit unserem Lebensraum zu bringen. Mehr noch: Neue Technologie sollte uns nicht zum Hurra! verleiten, sondern zur kritischen Pr&uuml;fung mit Technikfolgenabsch&auml;tzung. Statt auf die g&ouml;ttliche Technikeingebung zu warten, sollten wir auf existierende Methoden setzen, denn mit denen kann man sofort anfangen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Missing-Link-Klimawandel-Technologie-wird-uns-auch-diesmal-nicht-retten-4540224.html?seite=all\">Heise<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der Klimaschwindel<\/strong><br>\nWir leben in sonderbaren Zeiten. Zum Thema Klimaver&auml;nderung tobt ein Meinungskampf. Vielleicht schon ein Meinungskrieg. Rainer Rupp, Henryk M. Broder, Roland Tichy, EIKE und viele andere Outlets leugnen den anthropogenen Klimawandel und diffamieren Wissenschaft und seri&ouml;se Berichterstattung. Der Asteroid, der einst auf der Erde einschlug und die Dinosaurier vernichtete, sind heute wir selbst.<br>\nEs geht nicht mehr darum, wie sich Tatsachen zu Meinungsbildern gruppieren lassen. Es geht darum, ob es &uuml;berhaupt noch Tatsachen gibt. Angezweifelt wird eigentlich alles. Hat CO2 eine Auswirkung auf die Temperatur? Steigen die Temperaturen weltweit oder fallen sie? Werden die Sommer immer hei&szlig;er oder immer k&uuml;hler? Ist die Zunahme von CO2 ein Segen, weil dadurch die Pflanzen besser wachsen? Schmelzen die Gletscher oder wachsen sie?<br>\nMittlerweile werden falsche Tatsachenbehauptungen gesch&uuml;tzt, indem sie als Meinungen deklariert werden, was dazu f&uuml;hrt, dass Wahres und Falsches gleichberechtigt ist, denn man wird ja wohl noch anderer Meinung sein d&uuml;rfen.<br>\nSo zum Beispiel bei KenFM. Dort haben die Artikel von Rainer Rupp auf YouTube mit 106.000 Zuh&ouml;rern, mehr als 4.500 Mal Daumen hoch und mehr als 1.800 meist begeisterten Kommentaren den absoluten Rekord aufgestellt.<br>\nDer Gegenartikel von Mathias Br&ouml;ckers, der die Aussagen korrigiert hat, erzielte 18.000 Aufrufe, mehr als 500 Daumen runter und 900 Kommentare, zu 95 Prozent negativ. Der Sieg im Meinungskampf steht also fest. Und das ist ein Problem.<br>\nDas s&uuml;&szlig;e Gift der gigantischen Zustimmung f&uuml;r Rupps Tagesdosis &bdquo;Klimabetrug: Gerichtsurteil st&uuml;rzt CO2 Papst vom Thron&ldquo; wird letztlich zu Leberkrebs f&uuml;hren. Denn der Erfolg beruht auf falschen Tatsachenbehauptungen. Sie werden gerne geglaubt. Es sieht aus wie ein Volltreffer f&uuml;r KenFM. Das ist der Artikel auch &ndash; aber auf die eigene Heimat.<br>\nDer Artikel ist ein Pyrrhussieg, er wird der Plattform als journalistischer Fehltritt anhaften. [&hellip;]<br>\nDas Werben um Verst&auml;ndnis f&uuml;r Falschmeldungen und die Einforderung einer besseren Debattenkultur funktioniert nicht. Es handelt sich nicht um einen Zickenkrieg. Falschmeldungen m&uuml;ssen korrigiert werden, erst dann kann man sich dar&uuml;ber unterhalten, wie es dazu gekommen ist und wie es in Zukunft verhindert werden kann. &Uuml;ber diesen Nuklearm&uuml;ll wird kein Gras wachsen, daf&uuml;r werden andere sorgen als wir.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/der-klimaschwindel\/\">Dirk Pohlmann bei Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Kriegs-Schreiber<\/strong><br>\nDas Jahr 1914 zeigt, wie Propaganda auch K&uuml;nstler und Intellektuelle in militaristische Ja-Sager verwandeln kann. Menschen dazu zu bringen, Haus und Familie zu verlassen, Strapazen und Dem&uuml;tigungen zu ertragen, ihr Leben zu riskieren und Fremde, denen sie noch nie zuvor begegnet sind, zu erschie&szlig;en &ndash; das ist keine kleine Herausforderung f&uuml;r die Kunst der Volksbeeinflussung. Aber es ist eine l&ouml;sbare, wie die Geschichte der Kriege beweist. 1914, das Jahr, in dem der Erste Weltkrieg begann, wird daher zu Recht oft als warnendes Beispiel zitiert. Mangelnder Widerstand, ja breite Kriegsbegeisterung des Volkes, das fast vollst&auml;ndige Versagen der &bdquo;Eliten&ldquo; und hohlk&ouml;pfiger Patriotismus trieben damals auch Deutschland in den bis dahin schrecklichsten Krieg der Weltgeschichte. Auch damals gab es eine Attraktivit&auml;ts-Initiative f&uuml;r das Milit&auml;r, wie sie Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer heute betreibt.<br>\n&bdquo;In solchen Zeiten wird jeder, er mag wollen oder nicht, in seine Nation zur&uuml;ckgerissen. Ich k&auml;mpfe sehr dagegen an. Das gute Europ&auml;ertum liegt meinem Herzen n&auml;her als das Deutschtum. (&hellip;) Ich selbst lebe in diesem Kriege. Ich sehe in ihm sogar den heilsamen, wenn auch Grausamen Durchgang zu unseren Zielen. Er wird die Menschen nicht zur&uuml;ckwerfen, sondern Europa reinigen, bereit machen.&ldquo; Der Krieg als Reinigung? Ungew&ouml;hnlich an diesem Zitat ist nicht das Datum, der 24.10.1914. Zu diesem Zeitpunkt schwappte die Kriegsbegeisterung in Deutschland bei vielen hoch. Ungew&ouml;hnlich ist der Name des Schreibers. Franz Marc, der hoch sensible Maler und Sch&ouml;pfer einiger der sch&ouml;nsten Tierbilder der Kunstgeschichte (&bdquo;Rote Rehe&ldquo;) schrieb diese Zeilen zu Kriegsbeginn an seinen Malerfreund Wassily Kandinsky. Franz Marc war am 6. August freiwillig als Soldat in den Krieg gezogen.<br>\nMarc war nicht allein mit dieser Entscheidung. Auch Max Ernst, Richard Dehmel, Alfred D&ouml;blin, Ernst Ludwig Kirchner, Oskar Kokoschka, Wilhelm Lehmbruck, Ernst Toller und Georg Trakl meldeten sich freiwillig. Ja, auch Otto Dix, der sp&auml;tere unbestechliche Gesellschaftskritiker. Gottfried Benn, Hugo von Hofmannsthal, Paul Klee und andere wurden eingezogen. Es war ein trauriges Schauspiel: die fast fl&auml;chendeckende Kapitulation des Geistes vor Militarismus und Kriegshetze. Im ber&uuml;hmten &bdquo;Manifest der 93&ldquo; (September 2014) erkl&auml;rten bedeutende Vertreter aller Sparten des Geisteslebens ihre Solidarit&auml;t mit dem deutschen Kriegshandeln: Max Planck, Wilhelm R&ouml;ntgen, Richard Dehmel oder Siegfried Wagner.<br>\n(&hellip;) Wenn man dies liest, ist man ersch&uuml;ttert zu h&ouml;ren, dass die Bundeswehr in j&uuml;ngster Zeit wieder verst&auml;rkt Werbung an den Schulen macht. Zwischen 2007 und 2013 wurde das daf&uuml;r vorgesehene Budget mehr als verdoppelt. Demonstrationen nach dem Motto &bdquo;Kein Werben f&uuml;rs Sterben&ldquo; konnten diesem Treiben nur unzureichend Einhalt gebieten. Die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer m&ouml;chte die Bundeswehr wieder st&auml;rker in der &Ouml;ffentlichkeit verankern und ihr Image aufpolieren. Soldaten sollen umsonst Bahn fahren k&ouml;nnen, Rekrutengel&ouml;bnisse auf gro&szlig;en Stadtpl&auml;tzen stattfinden &ndash; ungeachtet der Tatsache, dass milit&auml;rischer Formalismus f&uuml;r junge Menschen eine Dem&uuml;tigung darstellt. Die Bundeswehr wird in gro&szlig; angelegten Werbekampagnen als &bdquo;cooler&ldquo; Arbeitgeber mit Aufstiegschancen und kameradschaftlicher Geborgenheit verkauft. Die Ein&uuml;bung im T&ouml;ten und Sterben als ultimative Initiation ins Erwachsenenleben&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/die-kriegs-schreiber\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Brasiliens Umweltminister wollte in Berlin zur Handelskammer. Dann kam alles anders<\/strong><br>\nTreffen von Bolsonaro-Minister Salles mit BASF, Bayer und VW behindert. Greenpeace blockiert Zugang zu Industrie- und Handelskammer<br>\nBerlin. Der brasilianische Umweltminister Ricardo Salles ist bei seinem Besuch in Berlin auf teils erheblichen Widerstand gesto&szlig;en. Eine Blockade der Umweltorganisation Greenpeace vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) und der angemeldete Protest brasilianischer Aktivistinnen von der Gruppe Gira verhinderten ein Treffen Salles&lsquo; mit Vertretern deutscher Konzerne am gestrigen Montag. Rund 50 Umweltsch&uuml;tzer hatten sich zuvor am Eingang angekettet und einen verkohlten, sechs Meter langen Tropenholzstamm aus dem Amazonas vor das Geb&auml;ude gerollt. Gleichzeitig lag in unmittelbarer N&auml;he das Greenpeace-Aktionsschiff &ldquo;Beluga 2&rdquo; auf der Spree.<br>\nDas Treffen zwischen Salles und Vertretern von BASF, Bayer, VW und anderen musste an einen unbekannten Ort verlegt werden. Auch in der Botschaft fand es aus Furcht vor Protesten nicht statt. Zuvor hatte das Investigativ-Portal &ldquo;The Intercept&rdquo; die Agenda des Umweltministers ver&ouml;ffentlicht. Demnach standen Treffen mit den deutschen Ministern f&uuml;r Zusammenarbeit, Gerd M&uuml;ller (CSU), und Umwelt, Svenja Schulze (SPD), auf der Tagesordnung.<br>\nDer brasilianische Minister befindet sich seit Tagen auf Tour durch die USA und Europa, wo er nach den Amazonas-Br&auml;nden die Wogen gl&auml;tten will&hellip;<br>\nIn Paris und Berlin will er nun f&uuml;r das umstrittene Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem s&uuml;damerikanischen Wirtschaftsb&uuml;ndnis Mercosur (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay) werben&hellip;In Brasilien brennt der Urwald f&uuml;r mehr Rinderweiden und in Deutschland sucht eine veraltete Autoindustrie nach neuen Absatzm&auml;rkten f&uuml;r ihre CO2-Schleudern&rdquo;, sagte J&uuml;rgen Knirsch, Handelsexperte von Greenpeace. Die Greenpeace-Aktivisten forderten, Wald- und Klimaschutz nicht den Wirtschaftsinteressen zu opfern und den Amazonas-Urwald nicht f&uuml;r Soja-Plantagen und Viehzucht zu roden. Das geplante Mercosur-Abkommen sollte ausgesetzt werden, so Greenpeace&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/10\/232129\/blockade-berlin-ricardo-salles\">Amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Endspiel um den Amazonas<\/strong><br>\nBrasiliens Pr&auml;sident Bolsonaro ist nur ein schriller Handlanger wirtschaftlicher und milit&auml;rischer Interessen der globalen M&auml;chte.<br>\n(&hellip;) Jetzt, im Zuge der Br&auml;nde, ist Amazonien ins Interesse der Weltmedien ger&uuml;ckt &ndash; doch was die Schlagzeilen pr&auml;gt, sind verkohlte G&uuml;rteltiere, lodernde B&auml;ume und ein polternder Pr&auml;sident, der auf sein souver&auml;nes Recht zur Zerst&ouml;rung pocht, egal wie wichtig der Regenwald f&uuml;r das Weltklima auch sein mag. Doch was hinter dem Feuerfanal steckt, haben wenige erkannt: ein minuti&ouml;ser Plan zur wirtschaftlichen Erschlie&szlig;ung. Es brennt deshalb nicht willk&uuml;rlich, sondern genau an den Stellen, an denen die landwirtschaftliche Grenze illegal weiter vorangetrieben wird. Das gro&szlig;e Gesch&auml;ft dabei sind weder Edelh&ouml;lzer noch Rinder, sondern die Bodenspekulation.<br>\nDas brandgerodete Land wird eingez&auml;unt und der Viehwirtschaft einverleibt. Die Rinderbarone legalisieren den Landraub mit Hilfe korrupter Beamter und Notare und warten, bis sich die Sojagrenze weiter voranschiebt, um es dann gewinnbringend zu verscherbeln. Unter Zuhilfenahme gentechnisch ver&auml;nderter Samen und Tonnen von Agrogiften und D&uuml;nger wird der dann bereits ausgelaugte Boden f&uuml;r die Sojabohne nutzbar gemacht, dem gro&szlig;en weltweiten Proteinlieferanten f&uuml;r die Viehmast.<br>\nSo fri&szlig;t sich seit Jahrzehnten schleichend die Zerst&ouml;rung weiter vor in den Dschungel. Und jetzt hat der ultrarechte Pr&auml;sident Jair Bolsonaro diese Praxis verbal legalisiert und zum Gro&szlig;angriff geblasen. Amazonien soll, so die Hoffnung von Bolsonaros Wirtschaftsberatern, das Land aus der Rezession holen &ndash; und nicht nur Brasilien. Die ganze, auf Konsum, fossilen Rohstoffen und Wachstum basierte Weltwirtschaft steckt in einer strukturellen Krise. Selbst Negativzinsen und Konjunkturprogramme verpuffen wirkungslos. Amazonien mit seinen gigantischen Ressourcen &ndash; von Land &uuml;ber seltene Erden, Gold und Diamanten bis hin zu einem Drittel der weltweiten S&uuml;&szlig;wasser-Reserven &ndash; ist eine der letzten noch unerschlossenen Wachstumsreserven und deshalb von der Peripherie ins Zentrum eines geopolitischen Pokers ger&uuml;ckt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/regionen\/lateinamerika\/artikel\/detail\/endspiel-um-den-amazonas-3754\/\">IPG<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die Lehren der Geschichte (I)<\/strong><br>\n(&hellip;) Beijing zieht Konsequenzen<br>\nDie Volksrepublik China reduziert ihre Arbeitsbeziehungen mit der Bundesrepublik. Dies geht aus einem Bericht der &ouml;sterreichischen Tageszeitung &ldquo;Der Standard&rdquo; hervor. Demnach hat Chinas Au&szlig;enminister Wang Yi nicht nur sein traditionelles Arbeitsfr&uuml;hst&uuml;ck mit seinem deutschen Amtskollegen am Rande der UN-Generaldebatte in der vergangenen Woche abgesagt. Er wird au&szlig;erdem in der zweiten Oktoberh&auml;lfte zwar Europa bereisen, seinen geplanten Besuch in Berlin anl&auml;sslich des deutsch-chinesischen Strategischen Au&szlig;en- und Sicherheitspolitischen Dialogs aber nicht durchf&uuml;hren. Dar&uuml;ber hinaus hat Beijing den deutsch-chinesischen &ldquo;Menschenrechtsdialog&rdquo; auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Nicht zuletzt stehen auch Zollbeg&uuml;nstigungen f&uuml;r deutsche Kfz-Konzerne in Frage. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte bei ihrem j&uuml;ngsten Besuch in Beijing gebeten, deutsche Unternehmen von Zollerh&ouml;hungen f&uuml;r die Einfuhr von Fahrzeugen aus den USA nach China zu befreien. Die Zollerh&ouml;hungen, die als Abwehrma&szlig;nahmen im Wirtschaftskrieg der Vereinigten Staaten gegen China angek&uuml;ndigt sind, treffen vor allem Fahrzeuge aus US-Fabriken von Daimler und BMW. Die chinesische Regierung hatte sich bereiterkl&auml;rt, die Bitte der Kanzlerin &ldquo;wohlwollend zu pr&uuml;fen&rdquo;. Dies gilt nun als ungewiss.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8061\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-55319","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55319","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=55319"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55319\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":55322,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55319\/revisions\/55322"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=55319"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=55319"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=55319"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}