{"id":55327,"date":"2019-10-02T11:27:41","date_gmt":"2019-10-02T09:27:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55327"},"modified":"2019-10-03T15:23:19","modified_gmt":"2019-10-03T13:23:19","slug":"die-medien-und-chinas-machtdemonstration","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55327","title":{"rendered":"Die Medien und Chinas \u201eMachtdemonstration\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Die Berichterstattung vieler gro&szlig;er Medien zu China ist von Selektion und Scheuklappen gepr&auml;gt. Um das Land zu verstehen, muss es anders dargestellt werden, ohne es dabei generell zu &bdquo;entlasten&ldquo;. Das l&auml;ge auch im Interesse des &bdquo;Westens&ldquo;. Von <strong>Tobias Riegel<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8822\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-55327-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191002_Die_Medien_und_Chinas_Machtdemonstration_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191002_Die_Medien_und_Chinas_Machtdemonstration_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191002_Die_Medien_und_Chinas_Machtdemonstration_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191002_Die_Medien_und_Chinas_Machtdemonstration_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=55327-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191002_Die_Medien_und_Chinas_Machtdemonstration_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"191002_Die_Medien_und_Chinas_Machtdemonstration_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Anl&auml;sslich des 70. Jahrestags der Staatsgr&uuml;ndung Chinas und der Berichterstattung in den gro&szlig;en deutschen Medien stellen sich zahlreiche politische und moralische Fragen: zum Beispiel nach dem Spannungsverh&auml;ltnis von Armutsbek&auml;mpfung und individueller Freiheit. Mit Blick auf die zum Jahrestag nochmals eskalierten Proteste in Hongkong dr&auml;ngen sich auch Fragen auf nach dem Verh&auml;ltnis zwischen dieser individuellen Freiheit einerseits und dem wichtigen Prinzip eines staatlichen Gewaltmonopols andererseits. Zu fragen ist auch, inwieweit L&auml;nder mit h&ouml;chst unterschiedlichen Entwicklungsstufen &uuml;berhaupt nach &bdquo;westlichen&ldquo; (Doppel-)Standards beurteilt werden k&ouml;nnen. Zu betonen ist, dass die Entwicklungs-Defizite bei der moralischen Beurteilung von Nationen einerseits ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssen, andererseits aber nicht zu einer General-Entlastung f&uuml;r die jeweiligen Eliten f&uuml;hren sollten.<\/p><p>Dazu kommt, dass die politisch-moralische Einordnung ganzer Nationen durch weit entfernte Redakteure sehr oft mit Heuchelei und mit politischem Sendungsbewusstsein verbunden ist. So w&auml;re es keine Kunst, etwa die F&uuml;hrung Saudi Arabiens in einer Pressekampagne als das Schreckensregime darzustellen, das es ist. Da das Land aber westlicher Verb&uuml;ndeter ist, erscheint es in der westlichen Presse oft fortschrittlicher und irgendwie fast &bdquo;demokratischer&ldquo; als westliche Konkurrenten &ndash; etwa Venezuela. Denn im Falle Saudi Arabien findet sich bei allen unleugbaren Schrecknissen oft noch der eine positive Aspekt, der das Land dann in zahlreichen Artikeln &bdquo;trotz aller Schwierigkeiten&ldquo; auf einem &bdquo;zaghaften Weg der &Ouml;ffnung&ldquo; zeichnet &ndash; etwa eine Fahrerlaubnis f&uuml;r Frauen. <\/p><p><strong>China in deutschen Medien: &Uuml;berwachung, Militarisierung und Folklore<\/strong><\/p><p>Solche auch positiven Aspekte gibt es in jedem Land &ndash; es ist dann eine Frage der Ideologie des jeweiligen Redakteurs, ob sie erw&auml;hnt werden oder nicht. Im Falle Chinas, eines harten politisch-wirtschaftlichen Konkurrenten zum Westen, werden sie &uuml;berwiegend verschwiegen. Die Berichterstattung zum Jahrestag in China pendelte in den vergangenen Tagen &ndash; von einigen lobenswerten Ausnahmen abgesehen &ndash; zwischen den Themen Unterdr&uuml;ckung und Militarisierung einerseits und einer Folklore vom &bdquo;Reich der Mitte&ldquo; andererseits.<\/p><p>Das alles andere dominierende Motiv der Berichterstattung war die aktuelle &bdquo;Machtdemonstration&ldquo; Chinas durch eine Milit&auml;rparade. Es ist ein Fehler, China mit diesen Scheuklappen zu betrachten &ndash; schlie&szlig;lich geht es nicht darum, China blind zu entlasten, sondern darum, es zu verstehen. In diesem Text sollen weder Massen&uuml;berwachung noch Militarisierung geleugnet oder gar sch&ouml;ngeredet werden. Aber angesichts eines mittelfristig f&uuml;r Teile der Welt mutma&szlig;lich aufziehenden chinesisch(-russisch)en Zeitalters w&auml;re es angebracht, das Land in seinem ganzen Facettenreichtum darzustellen. Und auch die milit&auml;rische Entwicklung Chinas, die in diesem Text keineswegs glorifiziert werden soll, h&auml;tte tiefere Gedanken verdient, als sie nun ge&auml;u&szlig;ert werden: Denn anscheinend bietet sich China damit auch anderen L&auml;ndern als milit&auml;rischer Schutzschirm an &ndash; und das in dem Moment, in dem die Patriot-Raketen der USA etwa Saudi Arabien nicht mehr sch&uuml;tzen k&ouml;nnen oder wollen. <\/p><p><strong>Mao, Hungersnot, &bdquo;Massaker vom Platz des Himmlischen Friedens&ldquo;<\/strong><\/p><p>H&auml;ufig zu beobachten waren in den letzten Tagen auch extrem kondensierte Abrisse der j&uuml;ngeren chinesischen Geschichte. Einen wahren Ritt durch die letzen 70 Jahre der chinesischen Historie vollzogen in &auml;hnlicher Machart etwa &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/sendung\/tagesthemen\/index.html\">Tagesthemen<\/a>&ldquo;  und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute-journal\">Heute Journal<\/a>&ldquo;: Unangemessen und selektiv wurden ausgesuchte Stationen abgehakt &ndash; wie Maos Staatsgr&uuml;ndung, Kulturrevolution, Hungersnot, &bdquo;wirtschaftliche &Ouml;ffnung&ldquo;, das &bdquo;Massaker vom Platz des Himmlischen Friedens&ldquo; und schlie&szlig;lich der ungebremste Aufstieg zur &bdquo;seine Macht demonstrierenden&ldquo; Supermacht. Bei dieser Art, die Geschichte auf die gew&uuml;nschten Schlaglichter zu reduzieren, ist es umso aufreizender, wenn die &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/kommentar-china-parade-101.html\">Tagesschau<\/a>&ldquo; ihrerseits China als &bdquo;Supermacht mit Ged&auml;chtnisschw&auml;che&ldquo; bezeichnet. <\/p><p>Mit dieser Aussage soll der anhaltende Mao-Kult in China nicht sch&ouml;ngeredet werden &ndash; diese Praxis erscheint (von au&szlig;en) ebenso befremdlich wie die (anscheinende) Bereitschaft der Bev&ouml;lkerung zu einer ausufernden Massenkontrolle und das Setzen auf milit&auml;rische St&auml;rke. Aber die extrem facettenreiche Geschichte des Landes im erlebten Ma&szlig;e auf den &uuml;ber alle Ma&szlig;en d&auml;monisierten Staatsgr&uuml;nder und seine Verfehlungen sowie die aktuelle (mutma&szlig;lich exzessive) Sicherheitsarchitektur zu reduzieren, ist unseri&ouml;s. <\/p><p><strong>&bdquo;Pomp in Peking, Haue in Hongkong&ldquo;<\/strong><\/p><p>Viele Medien verweisen auf die anhaltenden und zum Jubil&auml;um nochmals eskalierten Proteste in Hongkong. Zu diesem Anlass waren auch deplatzierte und &bdquo;lockere&ldquo; Wortspiele kein Tabu. So sieht die &bdquo;<a href=\"https:\/\/taz.de\/Volksrepublik-China-wird-70\/!5626696\/\">taz<\/a>&rdquo; &bdquo;Pomp in Peking, Haue in Hongkong&ldquo;. Die &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/tag-der-trauer-in-hongkong-am-geburtstag-der-volksrepublik-china-16412073.html\">FAZ<\/a>&ldquo; verk&uuml;ndet: &bdquo;China feiert, Hongkong trauert&ldquo;. Und die &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/hongkong-demo-china-101.html\">Tagesschau<\/a>&ldquo; stellt fest: &bdquo;Demo statt Party in Hongkong&ldquo;. F&uuml;r Stefan Kornelius von der &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/china-jahrestag-hongkong-proteste-1.4623307\">S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/a>&ldquo; zeigt der Kontrast zwischen Hongkong und Peking gar, &bdquo;wie schal und leblos dieses Land in Wahrheit ist&ldquo;. <\/p><p>Ihren Fokus vor allem anderen auf die milit&auml;rische &bdquo;Machtdemonstration&ldquo; Chinas legen zahlreiche Medien. Das ist einerseits durch die milit&auml;rischen Anstrengungen der Chinesen durchaus gerechtfertigt. Andererseits dr&auml;ngt sich bei allzu moralischem Tonfall aus dem Westen die Frage auf: Aus welcher moralischen Position heraus k&ouml;nnen sich die Mitglieder des aggressiven &bdquo;Verteidigungsb&uuml;ndnisses&ldquo; NATO &uuml;berhaupt &uuml;ber milit&auml;rische Bem&uuml;hungen Chinas erheben? Und wie kommen etwa am Afghanistan-Krieg beteiligte Nationen &uuml;berhaupt auf die anma&szlig;ende Idee, ihre Armeen st&uuml;nden moralisch &uuml;ber der chinesischen? Ein Kriterium zur Beurteilung der moralischen Verfassung der Milit&auml;rmaschinen w&auml;ren die durch die jeweilige Armee zu Tode gekommenen Menschen: Nach diesem Kriterium stellt &bdquo;der Westen&ldquo; das chinesische Milit&auml;r weit in den Schatten. Diese Anmerkungen sollen die wichtige prinzipielle Kritik an jeder milit&auml;rischen Eskalation von allen Seiten (auch der chinesischen) nicht relativieren. <\/p><p><strong>China auf dem &bdquo;Pfad der friedlichen Entwicklung&ldquo;?<\/strong><\/p><p>Die erwartungsgem&auml;&szlig;e chinesische Sichtweise zum Milit&auml;rischen zitiert die Nachrichtenagentur DPA. Demnach sagte Xi Jinping, die Volksbefreiungsarmee werde entschieden &bdquo;Chinas Souver&auml;nit&auml;t, Sicherheit und Entwicklungsinteressen sch&uuml;tzen&ldquo;. Er beteuerte aber, dass China auf dem &bdquo;Pfad der friedlichen Entwicklung&ldquo; bleiben werde. Wie Generalmajor Cai Zhijun, Vizedirektor des Generalstabs, sagte, sollte die Milit&auml;rschau auch die &bdquo;unabh&auml;ngige Innovationsf&auml;higkeit&ldquo; Chinas demonstrieren. Die pr&auml;sentierten Waffen seien &bdquo;komplett selbst produziert&ldquo;.<\/p><p>Die &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/ausland\/politik-ausland\/china-feiert-70-geburtstag-mit-gewaltiger-armee-parade-65071768.bild.html\">Bild<\/a>&ldquo; fragt zu diesem Thema: &ldquo;M&uuml;ssen wir uns vor dieser Milit&auml;rmacht f&uuml;rchten?&ldquo; Der &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/china-warum-die-militaerparade-staatschef-xi-jinping-gerade-recht-kommt-a-1289357.html\">Spiegel<\/a>&rdquo; sieht &bdquo;eine Machtdemonstration des Staatspr&auml;sidenten Xi Jinping &ndash; nach innen und au&szlig;en&ldquo;. Eine &bdquo;Machtdemonstration&ldquo; sehen auch die &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nationalfeiertag-chinas-militaerische-machtdemonstration-1.4623347\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>&ldquo;, die &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/china-militaerparade-105.html\">Tagesschau<\/a>&ldquo;, &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/id_86544678\/70-jahre-china-peking-machtdemonstration-groesste-waffenschau-der-geschichte.html\">T-Online<\/a>&ldquo;, &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=-e602IHhC28\">N-TV<\/a>&ldquo;, das &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1126535.peking-demonstriert-kraft-und-macht.html\">Neue Deutschland<\/a>&ldquo; und viele andere Publikationen. <a href=\"https:\/\/media.defense.gov\/2019\/May\/02\/2002127082\/-1\/-1\/1\/2019_CHINA_MILITARY_POWER_REPORT.pdf\">Unter diesem Link<\/a>  kann man nachlesen, wie das US-Milit&auml;r die chinesische Bedrohung einsch&auml;tzt. <\/p><p><strong>Xi Jinping als &bdquo;neuer Mao&ldquo;, die Kommunistische Partei als &bdquo;Krake&ldquo;<\/strong><\/p><p>Eine besondere Rolle nehmen einmal mehr die Artikel der Nachrichtenagentur DPA ein, da diese in zahlreichen Medien zitiert werden. So stellt DPA den chinesischen Staatschef Xi Jinping in eine Reihe mit Mao, wie das &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.greenpeace-magazin.de\/ticker\/70-jahre-vr-china-muskelspiele-und-rolle-rueckwaerts-unter-xi-von-andreas-landwehr-dpa-1\">Greenpeace-Magazin<\/a>&ldquo; und viele andere Medien zitieren:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wie der &sbquo;gro&szlig;e Steuermann&lsquo; Mao Tsetung hat er alle Macht an sich gerissen. Wie eine Krake greift die Kommunistische Partei wieder mit langen Armen tief ins politische und gesellschaftliche System ein. Und die Gedanken des Milliardenvolkes sind weniger frei als vor Jahren.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>In einem anderen Artikel weitet DPA das d&uuml;stere Bild aus:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Hoffnung auf &sbquo;Wandel durch Handel&lsquo; entpuppt sich heute als naiv. Menschenrechtler und ihre Anw&auml;lte werden inhaftiert. Hunderttausende Uiguren stecken in Umerziehungslagern. Auch wirtschaftlich gibt es eine Rolle r&uuml;ckw&auml;rts. Die Staatswirtschaft erstarkt.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Chinas Siege &uuml;ber die Armut<\/strong><\/p><p>Es gibt auch durchwachsene bis akzeptable Beispiele der Berichterstattung, zum Beispiel einen Kommentar im &bdquo;Deutschlandfunk&ldquo;, wo etwa auch der sehr erfolgreiche Kampf Chinas gegen die Armut gew&uuml;rdigt wird. In dem Artikel, wie andernorts, wird das &bdquo;Riesenreich&ldquo; als Ort der Widerspr&uuml;che gezeichnet, was nicht von der Hand zu weisen ist. So wirft ein ambivalenter und teils kritikw&uuml;rdiger Kommentar im <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/70-jahre-volksrepublik-china-pompoese-geschichtsklitterung.720.de.html?dram:article_id=460120\">&bdquo;Deutschlandfunk&ldquo;<\/a> China einerseits &bdquo;pomp&ouml;se Geschichtsklitterung&ldquo; vor, stellt aber immerhin auch fest:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Das ist tats&auml;chlich auch sehr beeindruckend: China hat mit seiner Reform- und &Ouml;ffnungspolitik seit Ende der 70er-Jahre hunderte Millionen Menschen aus der Armut geholt. Das ist so keinem anderen Land auf der Welt gelungen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Besonders fragw&uuml;rdige Presse-Stimmen zum chinesischen Jahrestag konnte man im Ausland lesen. So sieht etwa &bdquo;<a href=\"https:\/\/jyllands-posten.dk\/debat\/leder\/ECE11642587\/kina-har-intet-at-fejre\/\">Jyllands Posten<\/a>&ldquo; aus D&auml;nemark &bdquo;eine erschreckende Bilanz&ldquo;. Die Zeitung f&auml;hrt unter anderem fort, indem sie Klimaschutz und Armutsbek&auml;mpfung unseri&ouml;s gegen&uuml;berstellt:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;In vielen internationalen Rankings &ndash; Globalisierung, Korruption, Gleichstellung, wirtschaftliche Freiheit, Menschenrechte usw. &ndash; rangiert China sehr weit hinten, ein Spiegel der grundlegenden Verachtung der Menschen, die alle kommunistischen Diktaturen kennzeichnet. (&hellip;) Dass China der weltweit gr&ouml;&szlig;te Verursacher von Treibhausgasen ist, unterstreicht, dass das Wirtschaftswachstum und die Armutsbek&auml;mpfung extreme Folgen f&uuml;r die Klimaver&auml;nderung haben.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Der <a href=\"https:\/\/www.standaard.be\/account\/LogOn?goto=http%3A%2F%2Fwww.standaard.be%3A80%2Fkrant%2Fpublicatie%2F20191001%2Fds%2Fdn%2Falg%2Foptimized\">&bdquo;Standaard<\/a>&ldquo; aus Belgien schreibt:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Frage ist, wie viel man unter den Teppich kehren kann, bevor das Folgen haben wird. Geschichtsverf&auml;lschung, systematische nationalistische Propaganda und ein System sozialer Kredite werden China vorl&auml;ufig nicht schaden. Aber das kann sich &auml;ndern.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Die &bdquo;Freiheit&ldquo; und die &bdquo;Philosophie des Schweins&ldquo;<\/strong><\/p><p>Als von einer &bdquo;Philosophie des Schweins&ldquo; bet&auml;ubte Masse sieht gar &bdquo;<a href=\"https:\/\/blogs.mediapart.fr\/jean-philippe-beja\/blog\/300919\/1949-2019-le-peuple-chinois-s-est-il-vraiment-leve\">Mediapart<\/a>&ldquo; aus Frankreich die Chinesen:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Was [Friedensnobelpreistr&auml;ger] Liu Xiaobo &lsquo;Philosophie des Schweins&rsquo; nannte, der zufolge der materielle Wohlstand die Bed&uuml;rfnisse nach Freiheit erstickt, dominiert heute mehr denn je. Ist ein Volk, das dieser Philosophie unterworfen ist, wirklich auf den Beinen? Wie lange h&auml;lt diese Narkose noch an?&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Titelbild: Cyril Hou \/ Shutterstock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Berichterstattung vieler gro&szlig;er Medien zu China ist von Selektion und Scheuklappen gepr&auml;gt. Um das Land zu verstehen, muss es anders dargestellt werden, ohne es dabei generell zu &bdquo;entlasten&ldquo;. Das l&auml;ge auch im Interesse des &bdquo;Westens&ldquo;. 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