{"id":55342,"date":"2019-10-03T13:30:55","date_gmt":"2019-10-03T11:30:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55342"},"modified":"2019-10-03T17:51:12","modified_gmt":"2019-10-03T15:51:12","slug":"leserbriefe-zur-resolution-des-eu-parlaments-mit-dem-titel-bedeutung-der-erinnerung-an-die-europaeische-vergangenheit-fuer-die-zukunft-europas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55342","title":{"rendered":"Leserbriefe zur Resolution des EU-Parlaments mit dem Titel: \u201eBedeutung der Erinnerung an die europ\u00e4ische Vergangenheit f\u00fcr die Zukunft Europas\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Die NachDenkSeiten hatten diese Resolution in den Beitr&auml;gen &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55198\">Geschichtsf&auml;lschung durch die EU: Parlament beschlie&szlig;t skandal&ouml;ses Dokument<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55273\">So schreibt das EU-Parlament die Geschichte Europas um<\/a>&rdquo; thematisiert. Daraufhin gab es von unseren Lesern zustimmende und ablehnende Kommentare, von denen wir nachfolgend einige ver&ouml;ffentlichen.  Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion,<br>\nsehr geehrter Herr Riegel,&nbsp;<\/p><p>angesichts Ihres Beitrags macht sich vollkommene Fassungslosigkeit breit. Und ausgerechnet die AfD hat sich enthalten! Allerdings, eigentlich ist das alles nur folgerichtig und wird so weitergehen. Wir k&ouml;nnen uns m.E. nicht vorstellen, was demn&auml;chst mit dem Ziel des weiteren Anheizens des momentanen kalten Krieges mit dem Ziel des &Uuml;bergangs zu einem neuen hei&szlig;en Krieg noch alles &uuml;ber uns hereinbrechen wird.<\/p><p>Hoffentlich werden wir alle die finale Eskalation verhindern k&ouml;nnen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJ&uuml;rgen Keller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Tobias Riegel und Team der Nachdenkseiten, <\/p><p>wor&uuml;ber wundert man sich? Die EU ist die Gestalt-gewordene Vision Hitlers f&uuml;r Europa nach dem angestrebten Endsieg. <\/p><p>Aus der Beschreibung meiner kleinen Streitschrift zur Geschichte der EU: &ldquo;Man verweigert, sich mit der Tatsache auseinanderzusetzen, dass die Schuldigen am Faschismus und dessen Verbrechen nach dem 2. Weltkrieg ihre Macht wieder erhielten, Deutschland spalteten, die Vorl&auml;ufer der EU gr&uuml;ndeten und somit begannen, den Teil Europas, in dem sie die Macht haben, so zu organisieren wie Adolf Hitler es f&uuml;r nach dem &bdquo;Endsieg&ldquo; vorgesehen hatte.&rdquo; <\/p><p><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Wahrheit-%C3%BCber-Friedensprojekt-Europ%C3%A4ische-Union-ebook\/dp\/B01MR2Y1CC\/\">amazon.de\/Wahrheit-%C3%BCber-Friedensprojekt-Europ%C3%A4ische-Union-ebook\/dp\/B01MR2Y1CC\/<\/a><\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nFred Schumacher <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel, <\/p><p>Ihr &uuml;beraus informativer Artikel zeigt einmal mehr auf, wie der &ldquo;Zeitgeist&rdquo; in den &ldquo;Westlichen Werten&rdquo; sein Unwesen treibt&hellip; <\/p><p>Warum, bitte, keine Erw&auml;hnung der Nationalit&auml;t der diese Resolution einbringenden EU-Parlamentarier? <\/p><p>MfG aus AUS,<br>\nAndreas Wagner <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten-Redaktion,<\/p><p>diese unreflektierte und historisch unkritische Entscheidung der EU-Parlamentes hat auch mich entsetzt. Ein deutlich diffenzierteres Bild der Zwischenkriegszeit liefert eine Auseinandersetzung mit Karl Polanyis &lsquo;The Great Transformation&rsquo;. Eric Reinert geht in &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.paecon.net\/PAEReview\/issue63\/reinert63.pdf\">Civilizing capitalism: &ldquo;good&rdquo; and &ldquo;bad&rdquo; greed from the enlightenment to Thorstein Veblen (1857- 1929)<\/a>&rdquo; darauf ein. Die entscheidende Passage aus dem Aufsatz (Original unter &lsquo;<a href=\"https:\/\/rwer.wordpress.com\/2016\/01\/07\/capitalism-collapses-when-money-flows-to-the-financial-sector-per-se\/\">Capitalism collapses when money flows to the financial sector per&nbsp;se<\/a>&lsquo;) lautet (&Uuml;bersetzund und Hervorhebung von mir):<\/p><blockquote><p>\nEs ist normal, dass Kapital in die neuesten und profitabelsten Industrien str&ouml;mt, die die h&ouml;chste Rate von technischen Wandel und Wachstum aufzeigen, ob Carnegies Stahlwerke, Fords Montagelinien oder Bill Gates und Microsoft. Kapitalismus bricht andererseits zusammen, wenn Geld per se in den Finanzsektor flie&szlig;t, als w&auml;ren Finanzen eine Branche in Augenh&ouml;he mit Stahl, Autos oder Software. Der fundamentale Fehler hinter der heutigen Weltlage ist somit das Vers&auml;umnis, die Realwirtschaft und die Finanzwirtschaft hinreichend zu unterscheiden (siehe Abb. 1 unten). Diese klare Unterscheidung war schon einmal verstanden, nicht nur wie in der islamischen &Ouml;konomie heute &ndash; sondern auch entlang der politischen Achse von Marx und Lenin auf der linken Seite, dem Sozialdemokraten Rudolf Hilferding &ndash; einem Juden, der von der Gestapo ermordet wurde &ndash; um die konservativen Schumpeter und Keynes, bis hin zu Hitlers &Ouml;konomen ganz rechts. Die deutsche Unterscheidung zwischen Schaffendes Kapital (creative capital) und Raffendes Kapital (etwa: Kapital, das vorhandenes Verm&ouml;gen an sich rei&szlig;t) ist eine n&uuml;tzliche Parallele zur guten und schlechten Gier, aber leider wurde dieser Vergleich von Personen gepr&auml;gt, die dem Faschismus zu nahe stehen. <\/p>\n<p>Wie Karl Polanyi hervorhebt, das Gemeinsame von Kommunismus, Faschismus und dem New Deal, war ein Misstrauen in ein &lsquo;Laissez-faire&rsquo;. Dazu geh&ouml;rte auch ein Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Notwendigkeit der Kontrolle des Finanzsektors. Von den drei Ideologien, die auf eine &Uuml;berwachung des Finanzsektors zielen, sticht eine ziemlich offensichtlich heraus: Wir m&uuml;ssen eine Politik im Geiste des New Deal neu erschaffen.\n<\/p><\/blockquote><p>Wenn man &lsquo;Laissez-faire&rsquo;-Kapitalismus als viertes Gesellschaftssystem hinzunimmt, so hat sich in den 1930er Jahren eines herauskristallisiert: Eine Politik des &lsquo;<em>New Deal<\/em>&lsquo; hat sich als einzige als nicht-totalit&auml;r erwiesen. <\/p><p>In einer <a href=\"https:\/\/www.voltairenet.org\/article207600.html\">kleinen Geschichtslektion erl&auml;utert Michael Jabara Carley die deutsch-russischen Beziehungen<\/a> der Zwischenkriegszeit. Nach der Katastrophe des ersten Weltkriegs war politisch der Wille zu einem kooperativen, transnationalen Framing vorhanden (V&ouml;lkerbund). Nach Hitlers Macht&uuml;bernahme wurde im Dezember &rsquo;33 von der Sowjetunion eine Politik der kollektiven Sicherheit angeregt, um die imperialistischen Bestrebungen Japans und auch Nazi-Deutschlands einzud&auml;mmen: Revitalisierung der Triple-Entente aus dem ersten Weltkrieg zusammen mit USA (und Italien) nachdem schon vorher eine Ann&auml;herung zwischen Litwinow und Roosevelt stattgefunden hatte. Dies wurde von stramm anti-kommunistischen Kr&auml;ften torpediert. Wie tief muss die Angst vor dem Bolschewismus in den Knochen der Konservativen der 1930er Jahre gessessen haben, dass sie im M&uuml;nchner Abkommen von 1938 mit den Nazis ins Bett gestiegen sind?<\/p><p>Bemerkenswert ist auch Carleys Wertung des <em>Vertrages von Rapallo<\/em> zwischen D und SU, der dazu diente, die beiden internationalen Parias wieder an die V&ouml;lkergemeinschaft heranzuf&uuml;hren und die Beziehung zwischen beiden Staaten zu normalisieren. Die Sowjetunion hat darin ja u.a. auf Reparationen einseitig verzichtet. Im Gegenzug dazu war in der Frage Reparationen mit den Westm&auml;chten die <a href=\"https:\/\/eppc.org\/publications\/jacques-rueff-political-economist-for-the-21st-century\/\">Debatte Keynes &ndash; Rueff(Ohlin) zum &lsquo;Transfer-Problem&rsquo;<\/a> auschlaggebend. Keynes hat seine Position 1920 in <em>The Economic Consequences of the Peace<\/em> dargelegt, auf die auch Wilhelm Lautenbach in seinem Aufsatz <em>Die Tributleistungsf&auml;higkeit einer Volkswirtschaft<\/em> von 1924 Bezug nimmt.<\/p><p>Mit solidarischen Gr&uuml;&szlig;en,<\/p><p>Gerhard Rinnberger<\/p><p>P.S. <\/p><p>Reinerts Ansatz kann auch als Rekontextualisierung des Historikersteites zwischen Ernst Nolte und J&uuml;rgen Habermas aufgefasst werden, worauf Florian Sander in &lsquo;<a href=\"https:\/\/le-bohemien.net\/2016\/09\/07\/historikerstreit-als-habermas-den-herrschaftsfreien-diskurs-beendete\/\">Als Habermas den herrschaftsfreien Diskurs beendete<\/a>&lsquo; hinweist: <\/p><blockquote><p>\nDiese zentralen Thesen, die Nolte sp&auml;ter den Vorwurf der Holocaust-Relativierung einbrachten, wurden von ihm an anderer Stelle erg&auml;nzt durch die Einsch&auml;tzung, sowohl der Marxismus als auch der Faschismus seien Reaktionen auf Modernisierungsprozesse gewesen.\n<\/p><\/blockquote><p>Habermas&rsquo; Position wird aber widerspr&uuml;chlich, wie Sander res&uuml;miert:<\/p><blockquote><p>\nNoch interessanter wird dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass der aus der Soziologie in die Philosophie gefl&uuml;chtete Habermas in seinen kommunikationstheoretischen Arbeiten als ein Verfechter des &bdquo;herrschaftsfreien Diskurses&ldquo; auftrat. Diesem hat er mit seiner Argumentation im Historikerstreit ein Ende gesetzt: Das politische Paradigma der Westbindung &uuml;bernahm die Definitionsgewalt &ndash; zum Preis der Wissenschaftlichkeit.\n<\/p><\/blockquote><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>eine meines Erachtens wichtige Erg&auml;nzung Ihrer v&ouml;llig zutreffenden Darstellung wird heute (und seit langem) nicht nur medial unterschlagen, sondern auch von den die heutigen &ldquo;Westm&auml;chte&rdquo; hofierenden Historikern: Nicht nur der Russland-Hasser Chamberlain wagte es 1939 nicht, gegen den dt.-sowjet. Nichtangriffspakt aufzutreten, sondern vor allem Churchill war voll des Verst&auml;ndnisses daf&uuml;r: In dem vom israelischen, nichtkommunistischen Historiker Gabriel Gorodetzky (*1945 in Tel Aviv) herausgegebenen Tagebuch (*) des sowjetischen Botschafters in London (1932-1943), Iwan Michailowitsch Maiski, notiert Maiski nach Abschluss des Vertrages am 6.10. 1939 &uuml;ber sein Gespr&auml;ch mit Churchill:&nbsp;<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Hauptsache, &uuml;ber die Churchill mit mir zu so sp&auml;ter Stunde zu sprechen w&uuml;nschte, war der Stand der englischsowjetischen Beziehungen. [&hellip;] Sein Ausgangspunkt ist der, dass die grundlegenden Interessen Gro&szlig;britanniens und der UdSSR nirgendwo kollidieren. [&hellip;] Wir sollten uns die Kritik und die Emp&ouml;rung, die in Gro&szlig;britannien gegen den sowjetisch-deutschen Nichtangriffspakt und gegen die anschlie&szlig;enden Schritte der sowjetischen Regierung laut geworden sind, nicht zu sehr zu Herzen nehmen. [&hellip;] Wenn die baltischen Staaten ihre Selbst&auml;ndigkeit verlieren m&uuml;ssen, ist es besser f&uuml;r sie, in das sowjetische Staatensystem eingegliedert zu werden als in das deutsche. [&hellip;] ,F&uuml;r Deutschland muss gelten: Bis hierher und nicht weiter! Besonders wichtig ist es, dass Deutschland der Griff nach dem Schwarzen Meer verwehrt wird.&lsquo;&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nKarl Wimmler, Graz<\/p><p>(*) 2015 Yale University Press; dt. M&uuml;nchen 2016<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r den Hinweis auf die faschistischen Vorg&auml;nge im EU-Parlament.<br>\nIch will damit niemandem zu nahe treten, aber ich folge hier einer Beschreibung, die ich irgendwo in den Texten von oben gelesen habe: Der Faschismus ist eine Trutzburg des Kapitalismus. (wobei man durchaus Kapitalismus und Marktwirtschaft trennen darf)<\/p><p>Insbesondere der Hinweis auf den Infosperber (<a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/EU-Parlament-Zweiter-Weltkrieg-Schuldfrage-Umdeutung\">infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/EU-Parlament-Zweiter-Weltkrieg-Schuldfrage-Umdeutung<\/a>) von Heute war nochmal besonders erhellend, und hat mich auf einen weiterf&uuml;hrenden Link gef&uuml;hrt: <a href=\"https:\/\/www.voltairenet.org\/article207600.html\">voltairenet.org\/article207600.html<\/a><\/p><p>Das ist spannende Lekt&uuml;re. Wobei spannend hier wohl als Euphemismus gelten darf. Sei&rsquo;s drum. Es ist jetzt halb 11 abends und ich werde mitten im Text schluss machen. Ich finde den Text sehr anstrengend &ndash; zu entsetzlich sind die Parallelen zu Heute. Dazu ganz fix zwei Beispiele:<\/p><p>&ldquo;Lassen Sie uns klar sein. Die Archive zeigen deutlich, dass die Sowjetregierung Frankreich, Gro&szlig;britannien, Polen, Rum&auml;nien, der Tschechoslowakei und sogar dem faschistischen Italien ihre kollektive Sicherheitspolitik und gegenseitige Unterst&uuml;tzung angeboten hat. Aber in jedem Fall wurden die Vorschl&auml;ge abgelehnt oder sogar verachtet, wie es bei Polen der Fall ist, [&hellip;]&rdquo;<\/p><p>Woher nur kommt mir das bekannt vor? Achja:<br>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31326\">nachdenkseiten.de\/?p=31326<\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=dEMQs2v8rNc\">youtube.com\/watch?v=dEMQs2v8rNc<\/a><\/p><p>Zusammengefasst: Russland wirbt f&uuml;r kollektive Sicherheit und die westliche Welt lacht sich ins F&auml;ustchen. Schonmal geh&ouml;rt. Und dann das Sahneh&auml;ubchen&hellip;<\/p><p>&ldquo;Die polnische Regierung markiert den Beginn des Zweiten Weltkriegs, indem sie die ehemaligen Achsenm&auml;chte nach Warschau einl&auml;dt. Sie ignoriert die Russische F&ouml;deration und ihre Rote Armee, die doch Polen zu einem hohen Preis (schwere Opfer und Verletzungen) befreit hat.&rdquo;<\/p><p>Soweit die 1930er. Und das folgende von Heute:<br>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52384\">nachdenkseiten.de\/?p=52384<\/a><br>\n&ldquo;Das 75. Jubil&auml;um der Landung der Alliierten wurde f&uuml;r massive Meinungsmache genutzt[..]. Russland war gar nicht eingeladen.&rdquo;<\/p><p>Noch schlimmer kanns jetzt aber nicht mehr werden oder?<br>\nDoch.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54616\">nachdenkseiten.de\/?p=54616<\/a><br>\n&ldquo;Am 1. September wurde des Beginns des Zweiten Weltkrieges gedacht, in Polen. Dorthin reisten Bundeskanzlerin Merkel und Bundespr&auml;sident Steinmeier. Auf Einladung der polnischen Regierung. Nicht eingeladen waren Vertreter Russlands, obwohl Russland die meisten Opfer gebracht hat.&rdquo;<\/p><p>Und weil es so sch&ouml;n ist nochmal im direkten Vergleich.<br>\n1930er<br>\n&ldquo;Die polnische Regierung markiert den Beginn des Zweiten Weltkriegs, indem sie die ehemaligen Achsenm&auml;chte nach Warschau einl&auml;dt. Sie ignoriert die Russische F&ouml;deration und ihre Rote Armee, die doch Polen zu einem hohen Preis (schwere Opfer und Verletzungen) befreit hat.&rdquo;<\/p><p>2019<br>\n&ldquo;Am 1. September wurde des Beginns des Zweiten Weltkrieges gedacht, in Polen. Dorthin reisten Bundeskanzlerin Merkel und Bundespr&auml;sident Steinmeier. Auf Einladung der polnischen Regierung. Nicht eingeladen waren Vertreter Russlands, obwohl Russland die meisten Opfer gebracht hat.&rdquo;<\/p><p>Sobald einem das lachen im Hals stecken bleibt, bleibt einem wirklich nicht mehr viel.<br>\nwortlos, ratlos, m&uuml;de<\/p><p>Sebastian Domschke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Team der NDS,<\/p><p>als noch relativ junger Mensch von 27 Jahren habe ich bislang die neuerliche Konfrontation zwischen den NATO-Staaten und Russland trotz des Bewusstseins, dass es einen &ldquo;Kalten Krieg&rdquo; gab und wie der ungef&auml;hr verlaufen ist, als etwas Neues, Modernes wahrgenommen. Dass dem nicht so ist, und es sich beim heutigen Ph&auml;nomen im Grunde um den selben verstetigten Versuch handelt, ein kooperierendes Eurasien mit allen Mitteln zu verhindern, musste ich schmerzlich auch beim Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit &uuml;ber das Thema &ldquo;Congress for Cultural Freedom&rdquo; (CCF) herausfinden (dazu unten mehr); Es ist kaum zu begreifen, mit welcher Rafinesse ein weltweit agierendes Netzwerk verschiedenster Organisationen &ndash; und hier ist in dem von den NDS geschilderten Fall das Europ&auml;ische Parlament miteinzubeziehen &ndash; im Zuge der Westanbindung eben gleichzeitig auch an der Abgrenzung gegen&uuml;ber Russland arbeiteten und arbeiten &ndash; und wie langfristig. <\/p><p>Dass sich sogar die Terminologie dieses Konfliktes damals wie heute gleicht, verwundert dann nicht mehr, wenn man versteht, dass es nach wie vor im Grunde derselbe Konflikt aus denselben Motiven mit denselben treibenden Kr&auml;ften im Hintergrund ist. Eine recht aufschlussreiche Rede dazu hat George Friedman vor dem Chicago Coucil on Global Affairs 2015 kurz vor seinem Abtreten als CEO von Stratfor gehalten. Der Link hierzu:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.thechicagocouncil.org\/event\/europe-destined-conflict\">thechicagocouncil.org\/event\/europe-destined-conflict<\/a><\/p><p>Weswegen ich in diesem Zusammenhang auch den CCF erw&auml;hne: <\/p><ol>\n<li>Weil heute kaum mehr jemand &uuml;ber diese f&uuml;r die j&uuml;ngere Geschichte symptomatische Organisation zur Beeinflussung und Lenkung Bescheid wei&szlig; und <\/li>\n<li>Sich aus der Kenntnis dieser Organisation recht anschaulich ableiten l&auml;sst, wie die Westernisierung der (nicht nur!) europ&auml;ischen Gesellschaft in politische Instanzen hineinwirkt und aber vor allem auch alle anderen Lebensbereiche betraf und betrifft.<\/li>\n<\/ol><p>In diesem Sinne bin ich Herrn M&uuml;ller sehr dankbar f&uuml;r sein neues Buch (welches zu lesen ich und m&ouml;glichst viele andere hoffentlich bald die Zeit finden werden) und dem ganzen Team der NDS f&uuml;r ihre Arbeit; in der Aufkl&auml;rung &uuml;ber Manipulationen und die wahren Interessens-Gemengelagen liegt eine berechtigte Hoffnung auf eine m&uuml;ndigere Gesellschaft. <\/p><p>Daf&uuml;r herzlichen Dank!<br>\nIhr Florian Huber<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die NachDenkSeiten hatten diese Resolution in den Beitr&auml;gen &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55198\">Geschichtsf&auml;lschung durch die EU: Parlament beschlie&szlig;t skandal&ouml;ses Dokument<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55273\">So schreibt das EU-Parlament die Geschichte Europas um<\/a>&rdquo; thematisiert. 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