{"id":55396,"date":"2019-10-04T17:09:58","date_gmt":"2019-10-04T15:09:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55396"},"modified":"2019-10-04T17:09:58","modified_gmt":"2019-10-04T15:09:58","slug":"hinweise-des-tages-ii-414","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55396","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55396#h01\">Keynes is out. Konjunkturprogramme bringen nichts au&szlig;er Schulden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55396#h02\">Freundschaftlicher Rat eines Europ&auml;ers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55396#h03\">Putin im O-Ton: Die komplette Antwort Putins auf die Frage, was er &uuml;ber Greta denkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55396#h04\">Wie die Gr&uuml;nen zur Wirtschaftspartei werden wollen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55396#h05\">Bei der Umsetzung der neuen Pflegeausbildung gibt es eine Menge praktischer Probleme. Im Mangelberuf k&ouml;nnte zus&auml;tzlicher Mangel entstehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55396#h06\">Viel Schmutz bei Auftragsvergaben in der Geb&auml;udereinigung!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55396#h07\">Bertelsmann-Stiftung: Politik unter dem Deckmantel der Wohlt&auml;tigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55396#h08\">Gr&uuml;nen-Haushaltsexperte &uuml;ber Mautvergabe: &bdquo;Scheuer hat den Bundestag belogen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55396#h09\">China bestimmt die Regeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55396#h10\">NSU-Ausschuss: &ldquo;&hellip;unser nicht erf&uuml;llbarer Untersuchungsauftrag&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55396#h11\">Seit 2017 mehr als 50 Sprengstoffdelikte von Neonazis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55396#h12\">Polen vor der Wahl: Die scheinheilige Rolle der Kirche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55396#h13\">Lauterbach fordert Prostitutionsverbot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55396#h14\">Sand: Ein nur scheinbar unendlicher Rohstoff<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Keynes is out. Konjunkturprogramme bringen nichts au&szlig;er Schulden<\/strong><br>\nDiese Aussage wurde leider glaubw&uuml;rdig. Der Treppenwitz der Weltgeschichte ist: Konservative und wirtschaftsnahe Kreise wussten schon vor 40 Jahren, warum sie die Konjunktur nicht anfeuern, sondern d&auml;mpfen wollten. [&hellip;]<br>\nEs gab eine bemerkenswerte Koalition gegen eine aktive Konjunkturpolitik, die sich in den 1970er Jahren herausbildete. Damals verweigerten neoliberal gepr&auml;gte konservative Politiker und Wissenschaftler sich der Einsicht, dass man in konjunkturell schwachen Perioden besch&auml;ftigungspolitisch durch staatliche Investitionen und Ausgaben nachlegen muss.<br>\nIn die gleiche Richtung wirkte das Argument einiger marxistisch gepr&auml;gter Wissenschaftler. Auch f&uuml;r sie hatte Keynes ausgedient. Stattdessen diagnostizierten sie, Marx habe recht behalten, der Kapitalismus ersticke an seinen Widerspr&uuml;chen, im konkreten Fall der &Uuml;berproduktion. Das ist ein guter Beleg und ein Beispiel f&uuml;r die Manipulationsmethode, eine Botschaft &ndash; Keynes is out &ndash; aus verschiedenen Ecken auszusenden. Dann wird die Aussage um vieles glaubw&uuml;rdiger. Und sie wurde leider glaubw&uuml;rdig. Der Treppenwitz der Weltgeschichte dieser Konstellation ist folgender: Die Konservativen und die wirtschaftsnahen Kreise wussten sehr wohl, warum sie die Konjunktur nicht anfeuern, sondern d&auml;mpfen wollten. Sie verbanden damit die Absicht, die L&ouml;hne zu dr&uuml;cken und soziale Leistungen einzuschr&auml;nken. Wie geschehen mit der Agenda 2010. Die marxistisch gepr&auml;gten Kreise folgten ihrem Glauben und betrieben das Gesch&auml;ft des Neoliberalismus ante portas. Denn dieser war die Antwort auf das angebliche Scheitern der keynesianischen Nachfragepolitik.<br>\nDies alles zu durchschauen ist f&uuml;r national&ouml;konomisch nicht gebildete Menschen ausgesprochen schwierig, das sei zugestanden. Aber wenn man ein eigenst&auml;ndig denkender Mensch bleiben will, dann muss man sich leider ein bisschen Wissen aneignen, jedenfalls sollte man vielf&auml;ltig verbreiteten Parolen nicht hinterherlaufen. Eine solche Parole ist die Behauptung, Keynes sei out.<br>\nDer Text ist ein Auszug aus dem neuen Buch des Autors: Albrecht M&uuml;ller: Glaube wenig, hinterfrage alles, denke selbst. Wie man Manipulationen durchschaut, Westend 2019, 144 Seiten, 14 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/10\/keynes-is-out-konjunkturprogramme-bringen-nichts-ausser-schulden\/\">Albrecht M&uuml;ller auf Makroskop<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Freundschaftlicher Rat eines Europ&auml;ers<\/strong><br>\nNicht ohne Grund fordert Deutschland einen politischen Kurswechsel der Europ&auml;ischen Zentralbank. Der beste Weg, um das zu erreichen, ist einfach: Die Bundesregierung sollte aufh&ouml;ren, der gesamten Eurozone eine Sparpolitik aufzuzwingen. Ein offener Brief an meine deutschen Freunde. [&hellip;]<br>\nKurz gesagt, liebe deutsche Freunde und Nachbarn: Sie haben so gesehen in vielerlei Hinsicht Recht, wenn sie die Geldpolitik der EZB scharf kritisieren und &auml;ndern wollen.<br>\nDas Problem ist nur: vor allem Sie es sind, liebe deutschen Nachbarn, die in Wirklichkeit verhindern, dass die EZB-Politik sich &auml;ndert. Seit 2010 macht es das Dogma der deutschen Wirtschaftspolitik unm&ouml;glich, auf die Quantitative Lockerung zu verzichten &ndash; und zwar egal welche Koalition in Berlin in den vergangenen Jahren regiert. Deutschland beharrt einfach auf der raschen R&uuml;ckkehr zu einer allgemeinen Sparpolitik und hat so 2011 die Verabschiedung des Vertrages &uuml;ber Stabilit&auml;t, Koordinierung und Steuerung (Fiskalpakt) durchgesetzt. Gleichzeitig forderte die deutsche Regierung ihre europ&auml;ischen Nachbarn und insbesondere die am st&auml;rksten in der Krise befindlichen L&auml;nder auf, drastische Ma&szlig;nahmen zur Senkung der Arbeitskosten und zur Liberalisierung des Arbeitsmarktes zu ergreifen. Vorbild sollte Gerhard Schr&ouml;ders Agenda 2010 sein. Dieser furchtbar giftige Cocktail hat die Eurozone wieder in Deflation und Rezession gest&uuml;rzt und die 2010 begonnene Erholung beendet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++7d3594ca-e4ff-11e9-ab95-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<p>dazu: <strong>Das deutsche Problem<\/strong><br>\nMan kann das, was mit der EZB geschehen ist, nur mit geistiger Abschottung in Deutschland und mangelnden Sprachkenntnissen erkl&auml;ren. Man h&auml;tte auch in Deutschland sehen k&ouml;nnen, dass ein Europa ohne Erfolge beim Abbau der Arbeitslosigkeit, ohne Erfolge bei der Reduktion der &ouml;ffentlichen Verschuldung, bei einer zunehmenden deflation&auml;ren Tendenz und bei einer eklatanten Wachstumsschw&auml;che immer mehr kritische Fragen aufwirft. Es war klar, dass eine solche Diagnose in Europa selbst und im Rest der Welt Analysen mit sich bringen w&uuml;rde, die auch Deutschlands Rolle nicht unber&uuml;hrt lassen. Und es musste auch erwartet werden, dass es im Rest der Welt weniger Menschen und Politiker gibt, die im Bereich der &Ouml;konomik so sehr von Glaubensfragen gepr&auml;gt sind wie in Deutschland und im gesamten deutschsprachigen Raum (zu dem man in dieser Sache die Niederlande dazuz&auml;hlen m&uuml;sste).<br>\nDie heutige Zinspolitik der EZB, das zeigt Friederike Spiecker gerade in einer Artikelserie sehr plastisch und klar, ist das Ergebnis des Versagens der Wirtschafts- und Finanzpolitik (auf europ&auml;ischer Ebene und in Deutschland) seit Beginn der EWU. Weil Deutschland glaubte, mit politischem Druck auf die eigenen L&ouml;hne kurz- und langfristig erfolgreich sein zu k&ouml;nnen, ist der deflation&auml;re Bias zu Beginn der EWU entstanden. Weil Deutschland sich selbst und anderen niemals zugestand, etwas falsch gemacht zu haben, und darauf beharrte, die europ&auml;ischen Partner m&uuml;ssten der deutschen L&ouml;sung nacheifern, hat er sich im zweiten Jahrzehnt verst&auml;rkt. Weil Deutschland in Sachen Fiskalpolitik schon in den 90er Jahren vollkommen unflexibel war und sp&auml;ter auf Austerit&auml;tspolitik beharrt hat, war auch der letzte Politikbereich, der einen Ausweg h&auml;tte bieten k&ouml;nnen, in der EWU blockiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/10\/das-deutsche-problem\/\">Makroskop<\/a><\/p>\n<p>dazu wie zum Hohn: <strong>Fr&uuml;here Top-Notenbanker kritisieren &ouml;ffentlich die Politik der EZB<\/strong><br>\nIn einem gemeinsamen Aufruf warnen ehemalige hochrangige Notenbanker vor den Folgen der lockeren Geldpolitik &ndash; darunter der Ex-Bundesbankpr&auml;sident Helmut Schlesinger.<br>\nDas Schreiben der ehemaligen Top-Notenbanker hat es in sich: &bdquo;Als fr&uuml;here Notenbanker und europ&auml;ische B&uuml;rger sehen wir die anhaltende Krisenpolitik der EZB mit wachsender Sorge&ldquo;, hei&szlig;t es in einem Memorandum, das unter anderem die fr&uuml;heren EZB-Chefvolkswirte J&uuml;rgen Stark und Otmar Issing, der fr&uuml;here Bundesbankchef Helmut Schlesinger und Ex-Gouverneure der &ouml;sterreichischen und niederl&auml;ndischen Notenbank unterschrieben haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/finanzen\/niedrigzinsen-fruehere-top-notenbanker-kritisieren-oeffentlich-die-politik-der-ezb\/25084482.html\">Handelsblatt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Putin im O-Ton: Die komplette Antwort Putins auf die Frage, was er &uuml;ber Greta denkt<\/strong><br>\nPutin hat sich in diesen Tagen &ouml;ffentlich zu Greta Thunberg ge&auml;u&szlig;ert und ich habe schon kurz dar&uuml;ber berichtet. Da die Deutschen Medien aber seine Aussagen teilweise so aus dem Zusammenhang gerissen haben, dass sie einen anderen Sinn bekommen haben, &uuml;bersetze ich nun seine komplette Antwort auf die Frage zu Greta. [&hellip;]<br>\nSimmons: Herr Pr&auml;sident, was halten Sie von Greta Thunberg? Pr&auml;sident Trump hat k&uuml;rzlich getwittert: &bdquo;Dieses M&auml;dchen scheint sehr gl&uuml;cklich zu sein und hat eine gl&auml;nzende Zukunft vor sich.&ldquo; Viele sagten, solche Aussagen seien etwas unh&ouml;flich. Was halten Sie von ihren Auftritten?<br>\nPutin: Vielleicht entt&auml;usche ich Sie, aber ich teile die allgemeine Begeisterung &uuml;ber Greta Thunbergs Auftritte nicht. Die Tatsache, dass junge Menschen, Jugendliche auf die akuten Probleme von heute, einschlie&szlig;lich der Umweltprobleme, hinweisen, ist richtig und sehr gut, das muss man in jedem Fall unterst&uuml;tzen. Aber wenn jemand Kinder und Jugendliche zum eigenen Vorteil benutzt, kann man das nur verurteilen. Es ist besonders schlimm, wenn jemand anderes versucht, Geld damit zu verdienen. Ich sage nicht, dass dies hier der Fall ist, aber wir m&uuml;ssen es genau im Auge behalten.<br>\nSchlie&szlig;lich hat niemand Greta erkl&auml;rt, dass die moderne Welt schwierig und komplex ist und sich schnell entwickelt. Und die Menschen in Afrika oder in vielen asiatischen L&auml;ndern wollen auf dem gleichen Wohlstandsniveau leben, wie in Schweden. Wie kann man das erreichen? Soll man sie heute zwingen, Sonnenenergie zu nutzen, wovon es in Afrika genug gibt? Hat ihr irgendjemand erkl&auml;rt, was das kostet?<br>\nEben hat ein Kollege nur &uuml;ber &Ouml;l gesprochen. Es ist wahrscheinlich jedem bekannt, dass &Ouml;l die weltweit f&uuml;hrende Energiequelle ist und dass es seine F&uuml;hrungsrolle in den n&auml;chsten 25 Jahren behalten wird. Das sind die Daten internationaler Experten. Ja, seine Bedeutung wird langsam abnehmen. Ja, erneuerbare Energien werden sehr schnell wachsen. Das ist alles wahr und wir m&uuml;ssen danach streben. Aber ist das heute eine bezahlbare Technologie f&uuml;r Entwicklungsl&auml;nder? Sie ist dort kaum zug&auml;nglich, aber die Menschen wollen dort auf die gleiche Weise leben, wie in Schweden und das kann man nicht aufhalten. Erkl&auml;ren Sie ihnen, dass sie in den 20 oder 30 Jahren weiter in Armut leben m&uuml;ssen und ihre Kinder auch in Armut leben werden. Erkl&auml;ren Sie ihnen das. Alles sollte extrem professionell durchdacht sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2019\/putin-im-o-ton-die-komplette-antwort-putins-auf-die-frage-was-er-ueber-greta-denkt\/\">Anti-Spiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie die Gr&uuml;nen zur Wirtschaftspartei werden wollen<\/strong><br>\nIn seinem Leitantrag f&uuml;r den Parteitag stellt der Gr&uuml;nen-Bundesvorstand Pl&auml;ne f&uuml;r den &ouml;kologischen Umbau der Marktwirtschaft vor. Geplant ist ein wirtschaftspolitischer Rundumschlag. [&hellip;]<br>\nDie Weiterentwicklung der ehemaligen &Ouml;ko-, Friedens- und Anti-Atomkraft-Partei ist beachtlich &ndash; auch, was die Hinwendung zur Wirtschaft angeht. &bdquo;Wir lassen die Unternehmen nicht allein&ldquo;, lautet die Botschaft &ndash; und damit ist nicht nur der Mittelstand gemeint. So setzen sich die Gr&uuml;nen f&uuml;r bessere Abschreibungs- und F&ouml;rderm&ouml;glichkeiten ein, um energieintensiven Konzernen den Weg in eine Welt ohne fossile Energien zu ebnen.<br>\nZugleich wollen sie den &ouml;kologischen Umbau &uuml;ber Quoten etwa f&uuml;r klimaneutralen Stahl in Autos oder auch Windr&auml;dern und Geb&auml;uden planungssicher gestalten. Das von der Regierung geplante Klimaschutzgesetz h&auml;lt die Oppositionspartei f&uuml;r das &bdquo;ordnungspolitische Herzst&uuml;ck&ldquo;, sieht es aber als unzureichend an. Die Gr&uuml;nen fordern, ab 2030 nur noch emissionsfreie Autos neu zuzulassen und den Weg dorthin durch verbindliche Quoten f&uuml;r Elektroautos zu bereiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/bundespolitik-wie-die-gruenen-zur-wirtschaftspartei-werden-wollen\/25078426.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Was soll denn klimaneutraler Stahl sein? Roheisen ist doch kein St&uuml;ck Biofleisch, dass man bei Niedrigtemperatur schonend zu Stahl garen k&ouml;nnte. Es k&ouml;nnten nat&uuml;rlich auch die Ans&auml;tze f&uuml;r eine fossilfreie Stahlindustrie gemeint sein, die aber noch am Anfang steht und zun&auml;chst in Pilotanlagen <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/fossilfreie-stahlindustrie-schweden-setzt-auf-stahl-aus-wasserstoff\/24161892.html\">erprobt werden soll<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bei der Umsetzung der neuen Pflegeausbildung gibt es eine Menge praktischer Probleme. Im Mangelberuf k&ouml;nnte zus&auml;tzlicher Mangel entstehen<\/strong><br>\nKarl-Josef Laumann (CDU), der Arbeits-, Sozial- und Gesundheitsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, ist ein Mann, der sich auskennt in der Pflege. Von Dezember 2013 bis Juni 2017 war Laumann Staatssekret&auml;r im Bundesministerium f&uuml;r Gesundheit und Bevollm&auml;chtigter der Bundesregierung f&uuml;r Patienten und Pflege. Er wei&szlig;, wie es um die Pflege bestellt ist. Und er nimmt kein Blatt vor den Mund: Er h&auml;lt das Problem des Fachkr&auml;ftemangels in der Pflege f&uuml;r nicht l&ouml;sbar. &bdquo;Es wird eine dauerhaft angespannte Situation bleiben, weil wir in den n&auml;chsten Jahren drei bis vier Prozent mehr Pflegebed&uuml;rftige haben in NRW. Wo sollen diese Pflegekr&auml;fte denn herkommen, die sich um die Menschen k&uuml;mmern?&ldquo;, so der Minister am Rande einer Tagung des Bundesverbands f&uuml;r Ambulante Dienste und station&auml;re Pflege (bad) in Essen. Eine ehrliche Analyse &ndash; aber er ist zugleich Vollblutpolitiker und wei&szlig;, dass man anders als Hochschullehrer oder Journalisten nicht bei der Diagnose stehen bleiben darf, vor allem, wenn sie negativ daherkommt. Man muss irgendwas pr&auml;sentieren, das nach Anpacken aussieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2019\/10\/03\/umsetzung-der-neuen-pflegeausbildung\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Viel Schmutz bei Auftragsvergaben in der Geb&auml;udereinigung!<\/strong><br>\nDie Geb&auml;udereinigerInnen stecken mitten in der Tarifrunde. Viele Arbeitgeber in der Branche legen den Besch&auml;ftigten Arbeitsvertr&auml;ge zu schlechteren Konditionen vor. Die Auftraggeber im &ouml;ffentlichen Sektor nehmen h&auml;ufig die &uuml;blen Arbeitsbedingungen der Reinigungskr&auml;fte in Kauf oder f&ouml;rdern diese durch eine Vergabe an billige Reinigungsfirmen. Den Arbeit- und Auftraggebern auf die Finger geschaut hat das #schlaglicht Nummer 35\/2019.<br>\nIn der Geb&auml;udereinigung knirscht es gewaltig. Im April hat der Bundesinnungsverband des Geb&auml;udereiniger-Handwerks den bis Juli laufenden Rahmentarifvertrag einseitig gek&uuml;ndigt. Ein tarifpolitisches Foulspiel. Damit wollen sich die M&ouml;chtegern-Sauberm&auml;nner vor einem Gerichtsurteil dr&uuml;cken, wonach &Uuml;berstundenzuschl&auml;ge auch f&uuml;r Teilzeitkr&auml;fte gelten m&uuml;ssen. Davon wollen die Firmen nichts wissen. Ohne den Tarifvertrag stehen f&uuml;r die Besch&auml;ftigten nun viele Errungenschaften auf dem Spiel. Mangelnde Wertsch&auml;tzung geh&ouml;rt f&uuml;r die Arbeitgeber offenkundig zum Standardrepertoire!<br>\nJeden Tag leisten die Reinigungskr&auml;fte unverzichtbare Arbeit. Ohne sie blieben &uuml;berall M&uuml;lleimer voll, Toiletten ungeputzt und Fenster schmutzig. Dennoch ist die Branche von prek&auml;ren Jobs gepr&auml;gt. 80 Prozent der Besch&auml;ftigten &ndash; gr&ouml;&szlig;tenteils Frauen &ndash; schuften f&uuml;r gerade einmal 10,56 Euro pro Stunde. Parallel verdienen sich die Unternehmen eine goldene Nase. Die Branche hat in der letzten Dekade ihren Jahresumsatz um 57 Prozent auf 17,9 Mrd. Euro gesteigert (siehe Grafik). Nur ihre Besch&auml;ftigten sehen wenig davon.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++91582db6-e683-11e9-9b7c-52540088cada\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bertelsmann-Stiftung: Politik unter dem Deckmantel der Wohlt&auml;tigkeit<\/strong><br>\nDie Bertelsmann-Stiftung ver&ouml;ffentlicht regelm&auml;&szlig;ig Studien, die gerne von Politik und Medien aufgegriffen werden. Der Politikwissenschaftler Ulrich M&uuml;ller ist einer der Gr&uuml;nder von LobbyControl und sieht die Stiftung kritisch: Man m&uuml;sse sich immer wieder klar machen, dass sie kein neutrales Wissenschaftsinstitut sei, sondern dass ihre Ausrichtung von den Interessen des Bertelsmann-Konzerns gelenkt sei.<br>\nViele Unternehmer m&ouml;chten mit ihrem Verm&ouml;gen die Gesellschaft gestalten. Sie wollen Einfluss nehmen auf die politische Debatte, auf gesellschaftspolitische Entwicklungen, auf die Stimmung. Die Gr&uuml;ndung einer Stiftung ist eine naheliegende L&ouml;sung. Doch wohlt&auml;tige Stiftungen betreiben im Namen von Wissenschaft und sozialer Gerechtigkeit auch Politik &ndash; und das sehr gezielt.<br>\nZur Meisterschaft gebracht hat das die Bertelsmann-Stiftung &ndash; gegr&uuml;ndet vor 42 Jahren von Bertelsmann-Patriarch Reinhard Mohn, um, wie er selbst sagte, der Gesellschaft behilflich zu sein. Doch immer wieder wird beklagt, Bertelsmann setze die Politik unter Druck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.inforadio.de\/programm\/schema\/sendungen\/int\/201910\/04\/375800.html\">rbb inforadio<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gr&uuml;nen-Haushaltsexperte &uuml;ber Mautvergabe: &bdquo;Scheuer hat den Bundestag belogen&ldquo;<\/strong><br>\nUm es klar zu sagen: Scheuer hat damit das Haushaltsrecht gebrochen und den Deutschen Bundestag belogen. Zudem hat der Minister daf&uuml;r gesorgt, dass die Pkw-Mautvergabe privatisiert wurde, obwohl der Staat das in Eigenregie g&uuml;nstiger h&auml;tte umsetzen k&ouml;nnen. Die Kosten beim Staat wurden k&uuml;nstlich hochgerechnet.<br>\nGro&szlig;kundenrabatte h&auml;tten bei den Portokosten in voller H&ouml;he eingepreist werden m&uuml;ssen, dann w&auml;re das Projekt nie an Private vergeben worden. Die Folge w&auml;re gewesen, dass dann auch jetzt nicht Entsch&auml;digungszahlungen drohen w&uuml;rden.<br>\nWarum wollte Scheuer unbedingt, dass Private die Mauterhebung &uuml;bernehmen?<br>\nDas liegt meiner Ansicht daran, dass Andreas Scheuer f&uuml;r ein neoliberales Politikmodell steht, das die Privatisierung &ouml;ffentlicher Aufgaben forciert. Er vergibt mehr und mehr Bereiche der &ouml;ffentlichen Infrastruktur an Konzerne, die daf&uuml;r hohe Renditen verlangen, oder, wenn das Projekt schief geht: hohe Entsch&auml;digungszahlungen. Und das obwohl der Bundesrechnungshof immer wieder ganz klar nachrechnet, dass bei &Ouml;PP-Projekten die Privaten 20-40 Prozent teurer sind, als wenn der Staat selber mit mittelst&auml;ndischen Firmen bauen w&uuml;rde. Aber Andreas Scheuer lernt nicht aus seinen Fehlern.<br>\nWarum wurden die Vertr&auml;ge vor dem Urteil des EuGH durchgezogen?<br>\nDas hatte reine wahlkampftaktische Gr&uuml;nde und keine inhaltlichen. Der Vertrag f&uuml;r die Kontrolle der Maut wurde vor dem Vertrag f&uuml;r die Erhebung der Maut vergeben, was h&ouml;chstungew&ouml;hnlich ist. Das geschah vier Tage vor der bayerischen Landtagswahl 2018. Das zeigt: Die Pkw-Maut war von Anfang ein reines Wahlkampfprojekt der CSU. Auch bei der Vergabe des Vertrags f&uuml;r Mauterhebung war das der Fall. Scheuer wollte unbedingt verhindern, dass durch ein Warten auf das EuGH-Urteil die schwierige Einf&uuml;hrung der Pkw-Maut in die Phase des Bundestagswahlkampfes 2021 ger&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/gruenen-haushaltsexperte-ueber-mautvergabe---scheuer-hat-den-bundestag-belogen--33263930\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>China bestimmt die Regeln<\/strong><br>\nDie Volksrepublik China feiert mit Pomp und Milit&auml;rparade ihr 70-j&auml;hriges Bestehen. In dieser Zeit ist das Land nicht demokratischer geworden. Es ist aber zur Wirtschaftsmacht Nummer zwei in der Welt aufgestiegen. Das hat Konsequenzen, die China-Kenner Frank Sieren in seinem Buch &bdquo;Zukunft? China!&ldquo; beleuchtet. Ein Auszug.<br>\nWir reden wir viel &uuml;ber die Frage, wie wir mit chinesischen Investitionen in Europa, zumal in Deutschland umgehen. Besonders hoch schlugen die Wellen, als der Augsburger Roboterhersteller Kuka f&uuml;r 4,5 Milliarden Euro im Herbst 2016 an den chinesischen Konzern Midea verkauft wurde. Die FAZ klagte, dass die Chinesen sich &raquo;die Perlen der deutschen Industrie sichern&laquo;. Und die Zeit titelte gar: &ldquo;Aufkaufen und ausschlachten &ndash; China kauft uns auf&rdquo;.<br>\nKuka ist der viertgr&ouml;&szlig;te Roboterhersteller der Welt, geschluckt ausgerechnet von Chinas f&uuml;hrendem Hersteller von Klimaanlagen und Haushaltsger&auml;ten, der keine Expertise in der Automatisierung hat. Selten waren sich das Kanzleramt und das vom damaligen SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel gef&uuml;hrte Wirtschaftsministerium so einig. Hand in Hand wollen sie verhindern, dass Kuka in chinesische H&auml;nde f&auml;llt. Nur: Am Ende haben weder die Bundesregierung noch die EU eine rechtliche Handhabe, den Verkauf zu stoppen. Das Unternehmen geht Ende 2016 an die Chinesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++55dfd222-e41f-11e9-b6ec-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<p>dazu: <strong>70 Jahre VR China: Gutes bewahren, in einem neuen Zeitalter neue Horizonte erschlie&szlig;en<\/strong><br>\n&bdquo;Das sozialistische China steht heute stolz im Osten der Welt: Keine Macht kann den Status der gro&szlig;en Nation ersch&uuml;ttern und keine Macht kann den Fortschritt des chinesischen Volkes und der chinesischen Nation aufhalten. &ldquo;Es tut gut, diese Worte des chinesischen Staatspr&auml;sidenten Xi Jinping zu h&ouml;ren, die er anl&auml;sslich der Feierlichkeiten zum 70. Gr&uuml;ndungsjubil&auml;um der VR China aussprach.<br>\nEs tut gut nat&uuml;rlich f&uuml;r chinesische Ohren. Aber es ist zugleich gut f&uuml;r die Ohren der Welt. Denn diese Welt ist leider etwas aus den Fugen geraten. Das globale Klima ist durch manche Unruhen unsicher und fragil geworden. Da denken wir sofort an die Ersch&uuml;tterungen der Weltwirtschaft durch das unselige Wiederaufleben von Protektionismus und Anti-Globalisierung. Aber auch an die Missachtung internationaler Regeln und das Sch&uuml;ren politischer Konflikte zwischen Staaten oder auch innerhalb von anderen Staaten. All diese negativen Dinge wollen wir heute allerdings in den Hintergrund stellen. Mit Blick auf das genannte Jubil&auml;um, mit Blick auf eine Geschichte, auf die die VR China mit Fug und Recht stolz sein kann. Und: Mit Blick auf eine Zukunft, die zuversichtliche Erwartungen weckt. Zuversichtliche Erwartungen nicht nur f&uuml;r die Menschen in China, sondern zugleich weltweit: Dass n&auml;mlich in diesem Weltmeer der Unruhen China weiterschreitet auf dem Weg der Stabilit&auml;t, seine Rolle als herausragender Stabilit&auml;tsfaktor weiterpflegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.china.org.cn\/txt\/2019-10\/02\/content_75266506.htm\">German.China.org.cn<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55327\">Die Medien und Chinas &bdquo;Machtdemonstration&ldquo;<\/a>. Erinnert sei auch an Werner R&uuml;gemer: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40470\">Varianten des Kapitalismus &ndash; Ein Vergleich des westlichen mit dem chinesischen Kapitalismus<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54420\">Hongkong &ndash; der neue Systemkonflikt<\/a>.<\/em> <\/p>\n<p>dazu auch: R&uuml;gemer: <strong>Krieg, Klimakrise und &sbquo;Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts&lsquo;<\/strong><br>\nWerner R&uuml;gemer gilt immer noch als Geheimtipp, obwohl er viele Finanzskandale als erster ans Licht brachte: &bdquo;Die Berater&ldquo; etwa enth&uuml;llte das heimliche Unwesen der globalen Unternehmensberater, aber: &lsquo;Spiegel&lsquo;-Bestseller zum Thema wurden andere, die bei R&uuml;gemer abgekupfert hatten. Ratingagenturen, Heuschrecken, gro&szlig;e Privatisierer insbesondere auch beim Plattmachen des DDR-Erbes waren Ziele seiner meist n&uuml;chternen, aber immer fundierten Kritik. Mit seiner Initiative gegen Arbeits-Unrecht steht R&uuml;gemer dezidiert auf der Seite der Arbeitenden gegen die Kapitalisten.<br>\nKein Wunder also, dass die Mainstream-Medien seine brisanten B&uuml;cher klein halten wollen und sich lieber in adressatloser Politik-Schelte am Klimawandel ergehen. R&uuml;gemer reibt den in Greta-Manie schwelgenden Medien die wahren Verantwortlichen unter die Nase. (&hellip;)<br>\nDer westliche, US-gef&uuml;hrte Kapitalismus wurde, so R&uuml;gemer, wieder aggressiver nach innen und au&szlig;en. Der Westen f&uuml;hrt erkl&auml;rte und unerkl&auml;rte Kriege (wie gegen Venezuela), erweitert seine globale Milit&auml;rpr&auml;senz, r&uuml;stet heimlich und offen Stellvertreter auf. Gegen die Fl&uuml;chtlinge aus den wirtschaftlichen und milit&auml;rischen Kriegsgebieten werden t&ouml;dliche Mauern der verschiedensten Art hochgezogen, am europ&auml;ischen Mittelmeer genauso wie an der Grenze zu Mexiko. Wohlstand f&uuml;r alle, Menschenrechte, Christentum &ndash; nichts bleibt, auf der Ebene der bisher Verantwortlichen, von den rituell beschworenen &raquo;westlichen Werten&laquo;.<br>\nWie dies von den USA und der EU als weltweite Strategie umgesetzt wird, er&ouml;rtert R&uuml;gemers Buch. Als Gegenmodell zeigt den neuen Weg Chinas auf, der neue Industrien und Wachstum verwirklicht, dabei aber auf eine gerechtere Verteilung des Reichtums achtet und vielen Millionen Menschen mehr Wohlstand brachte. Bei China sieht er eine &raquo;Inklusive Globalisierung&laquo; in Aktion, die &auml;rmere Bev&ouml;lkerungsschichten und L&auml;nder der Dritten Welt mit ins Boot holt, statt sie immer mehr auszugrenzen und gnadenlos auszubeuten, wie die Westeliten es tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/scharf-links.de\/45.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=71160&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=5147d29d60\">scharf-links<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>NSU-Ausschuss: &ldquo;&hellip;unser nicht erf&uuml;llbarer Untersuchungsauftrag&rdquo;<\/strong><br>\nStreng genommen ist es eine Bankrotterkl&auml;rung: &ldquo;Der Untersuchungsauftrag konnte von uns nicht abgeschlossen werden&rdquo;, sagt die Vorsitzende des Ausschusses, Dorothea Marx (SPD). &ldquo;Im Anspruch, alles aufzukl&auml;ren, sind wir gescheitert&rdquo;, erg&auml;nzt Ausschussmitglied Katharina K&ouml;nig-Preuss (Linke). Und die CDU-Fraktion schreibt in ihrem Sondervotum zum jetzt vorgelegten Abschlussbericht des Ausschusses: &ldquo;Die Th&uuml;ringer Landesregierung begleitete den Untersuchungsausschuss restriktiv, verz&ouml;gernd und teilweise regelrecht destruktiv.&rdquo;<br>\nGescheitert sind die Abgeordneten des NSU-Untersuchungsausschusses No. 2 vor allem an der Landesregierung, die sich ausgerechnet zusammensetzt aus den Parteien Linke, SPD und Gr&uuml;ne. Und zwar konkret daran, dass ihnen Informationen &uuml;ber Handeln und Wissen von V-Personen der Polizei komplett vorenthalten wurden. [&hellip;]<br>\nDass die Quasi-&Uuml;berschrift des 2200 Seiten starken Berichtes lautet: &ldquo;Die Aufkl&auml;rung ist nicht abgeschlossen &ndash; wir ziehen keinen Schlussstrich!&rdquo; mag trotzig klingen, &auml;ndert aber nichts am politischen Bankrott &ndash; und zwar nicht nur des Parlamentes, sondern strenggenommen auch der Regierung. Nichts desto trotz hat dieser NSU-Untersuchungsausschuss No. 2 im Laufe seiner &uuml;ber vier Jahre langen Arbeit einige bemerkenswerte Ergebnisse hervorgebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/NSU-Ausschuss-unser-nicht-erfuellbarer-Untersuchungsauftrag-4545200.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Seit 2017 mehr als 50 Sprengstoffdelikte von Neonazis<\/strong><br>\nErmittlungsbeh&ouml;rden haben einem Medienbericht zufolge seit Anfang 2017 in der deutschen Neonazi-Szene 51 Mal Sprengstoff sichergestellt oder Straftaten registriert, in denen Sprengstoff zum Einsatz kam. Das berichtet der SWR unter Berufung auf eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Bei den Sprengstoffen handelt es sich demnach &uuml;berwiegend um illegale Pyrotechnik, aber auch um sogenannte Polenb&ouml;ller, Bengalos und Nebelhandgranaten.<br>\nDem Bericht zufolge stellten die Beh&ouml;rden in mehr als der H&auml;lfte der F&auml;lle (36) Verst&ouml;&szlig;e gegen das Sprengstoffgesetz fest oder ermittelten wegen Herbeif&uuml;hrens einer Sprengstoffexplosion. In den weiteren F&auml;llen wurden die Stoffe bei anderen Straftaten eingesetzt oder von den Ermittlern sichergestellt. In 10 F&auml;llen spielte Sprengstoff bei Angriffen auf Asylbewerber oder auf Asylbewerberunterk&uuml;nfte eine Rolle. (&hellip;)<br>\nDie Linken-Bundestagsabgeordnete Martina Renner kritisierte im SWR, insgesamt bleibe das Bild verschwommen. Dem Bericht zufolge wird eine Zuordnung zu politisch motivierter Kriminalit&auml;t nur vorgenommen, wenn die Polizeidienststellen das ausdr&uuml;cklich vermerken. Da Neonazis immer wieder Spreng- und Brands&auml;tze einsetzten, m&uuml;sse &bdquo;die Pr&uuml;fung eines politischen Hintergrunds Standard sein&ldquo;, sagte Renner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2019\/10\/04\/bundesregierung-seit-2017-mehr-als-50-sprengstoffdelikte-von-neonazis\/\">Migazin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Polen vor der Wahl: Die scheinheilige Rolle der Kirche<\/strong><br>\nIn Polen wird am 13. Oktober gew&auml;hlt. In dem sehr katholischen Land spielt die Kirche traditionell eine gro&szlig;e Rolle im Wahlkampf. Doch die j&uuml;ngsten Missbrauchsskandale der Kirche k&ouml;nnten der Regierungspartei PiS Stimmen kosten.<br>\nUm zu begreifen, dass die katholische Kirche Polens in der Krise steckt, muss man sich nur kurz mit Elzbieta Joachiniak unterhalten. Eine resolute Rentnerin Anfang 70, mit wachen Augen und Bestimmtheit im Ton. Anfang 2019 ist sie aus der katholischen Kirche ausgetreten. Dabei war sie ihr Leben lang gl&auml;ubig, hat so auch ihre Kinder erzogen, ging jeden Sonntag in die Kirche und h&ouml;rte auf das, was der Priester von der Kanzel predigte. Damit sei nun Schluss, sagt sie.<br>\n&bdquo;Denn unsere Priester und Bisch&ouml;fe sind der lebende Beweis daf&uuml;r, dass es Gott nicht gibt. Wenn diese studierten Menschen, die sich im Glauben und in der Kirche so gut auskennen, keine Angst haben, bestraft zu werden, weil sie Kinder sexuell missbrauchen &ndash; dann kann es Gott nicht geben! Dann geht es nur um Geld und Macht!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/polen-vor-der-wahl-die-scheinheilige-rolle-der-kirche.979.de.html?dram:article_id=459967\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Lauterbach fordert Prostitutionsverbot<\/strong><br>\nDer SPD-Politiker Karl Lauterbach fordert ein Verbot von Prostitution in Deutschland nach Vorbild des nordischen Modells. &bdquo;Prostitution tr&auml;gt in Deutschland Z&uuml;ge einer modernen Form von Versklavung&ldquo;, sagte Lauterbach dem K&ouml;lner Stadt-Anzeiger. Derzeit bewirbt er sich gemeinsam mit Nina Scheer um den Parteivorsitz. Weiter zitiert ihn die Zeitung: &bdquo;Wir k&ouml;nnen nicht einerseits Frauenrechte einfordern und andererseits Zwangsprostitution per Gesetz legalisieren. Das geschieht aktuell aber.&ldquo;<br>\nDeshalb spricht Lauterbach nun davon, Freier zu bestrafen, die Prostituierte aufsuchen. Die Prostituierten selbst sollen keine Konsequenzen f&uuml;rchten m&uuml;ssen. Lauterbach will einen Vorsto&szlig; f&uuml;r ein entsprechendes Gesetz in den Bundestag einbringen. Eine solche Regelung k&ouml;nnte dem nordischen Modell &auml;hneln. Dabei ist der Sexkauf an sich strafbar, nicht aber das Anbieten solcher Dienstleistungen. In mehreren L&auml;ndern Europas gibt es bereits &auml;hnliche Regelungen. (&hellip;)<br>\nAnfang September hatte die CDU\/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag ebenfalls angek&uuml;ndigt, ein Sexkaufverbot zu unterst&uuml;tzen. Bereits vor der parlamentarischen Sommerpause hatten die Bundestagsabgeordneten Leni Breymaier (SPD) und Frank Heinrich (CDU) einen fraktions&uuml;bergreifenden Parlamentskreis mit dem Namen &bdquo;Prostitution &ndash; wohin?&rdquo; gegr&uuml;ndet, der nun seine Arbeit aufnehmen soll. F&uuml;r eine erste Sitzung Mitte Oktober haben sich laut Heinrich Abgeordnete aller Fraktionen angemeldet.<br>\nSeit dem Jahr 2001 k&ouml;nnen Prostituierte Teil des Arbeitslosenversicherungs-, Gesundheits- und Rentensystem werden und ihren Lohn einklagen. Das entsprechende Gesetz, das unter der rot-gr&uuml;nen Regierung von Gerhard Schr&ouml;der verabschiedet wurde, gilt als offizielle Legalisierung der Prostitution in Deutschland. Im Jahr 2017 trat das Prostituiertenschutzgesetz in Kraft, nach dem sich Prostituierte staatlich registrieren lassen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.pro-medienmagazin.de\/politik\/2019\/09\/27\/lauterbach-fordert-prostitutionsverbot\/\">pro<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das ist &uuml;berf&auml;llig. Weshalb ist ein Sexkaufverbot nicht bereits fr&uuml;her beschlossen und z.B. 2017 in Kraft getreten? Gibt es heute andere Erkenntnisse als vor wenigen Jahren? Aber besser sp&auml;t als nie kommt diese Einsicht &ndash; hoffentlich bei m&ouml;glichst vielen Mitgliedern des Deutschen Bundestages, damit die neue Regelung rasch beschlossen und realisiert werden kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sand: Ein nur scheinbar unendlicher Rohstoff<\/strong><br>\nSand ist nach Wasser die zweitwichtigste Ressource der modernen Gesellschaft &ndash; denn ohne Sand kein Beton. Trotzdem wird dem Rohstoff kaum Beachtung geschenkt. Dabei ist Sand schon heute ein knappes Gut. So knapp, dass schon ganze Str&auml;nde gestohlen wurden.<br>\n581 Quadratkilometer &ndash; rund ein Drittel der Fl&auml;che Londons. So gro&szlig; war Singapur am 9. August 1965, dem Tag seiner Unabh&auml;ngigkeit. Heute ist der Stadtstaat um ein F&uuml;nftel gr&ouml;&szlig;er &ndash; und w&auml;chst weiter. Der Boom der internationalen Finanzmetropole basiert auf Sand: sehr viel Sand. Mehr als 500 Millionen Tonnen wurden zur Landgewinnung im Meer aufgesch&uuml;ttet. &bdquo;Pro Kopf verbraucht Singapur den meisten Sand. Es ist ein recht kleiner Staat, der wegen seines gewaltigen Landbedarfs entschieden hat, sein Territorium zu vergr&ouml;&szlig;ern&ldquo;, sagt Pascal Peduzzi vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP). Das kleine Land verbraucht dabei aber keine heimischen Ressourcen. &bdquo;Sie importierten Sand aus Indonesien, Malaysia, Thailand und sogar aus Kambodscha&ldquo;, sagt Peduzzi.<br>\nAuch wenn Singapur pro Kopf Spitzenreiter ist, in der Summe ist ein anderes Land vorne, wie Peduzzi erkl&auml;rt: &bdquo;Von den absoluten Zahlen her ist China als bev&ouml;lkerungsreichstes Land auch der gr&ouml;&szlig;te Sandverbraucher. Das Tempo mit dem im Rahmen eines Entwicklungsprogramms neue H&auml;user, D&auml;mme und Stra&szlig;en entstehen, ist wirklich erstaunlich. China hat in den vergangenen drei, vier Jahren so viel Sand und Kies f&uuml;r die Betonproduktion verbraucht, wie die Vereinigten Staaten in mehr als 100 Jahren. Unseren Sch&auml;tzungen zufolge verbraucht das Land etwa 55 bis 58 Prozent der weltweiten Sand- und Kiesproduktion.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/sand-ein-nur-scheinbar-unendlicher-rohstoff.724.de.html?dram:article_id=460151\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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