{"id":55416,"date":"2019-10-07T10:00:48","date_gmt":"2019-10-07T08:00:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55416"},"modified":"2019-10-07T10:51:55","modified_gmt":"2019-10-07T08:51:55","slug":"hongkong-kommt-nicht-zur-ruhe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55416","title":{"rendered":"Hongkong kommt nicht zur Ruhe"},"content":{"rendered":"<p>Die Regierung von Hongkong hatte in einer Sondersitzung am Freitagmorgen wie erwartet ein Vermummungsverbot beschlossen und gleich anschlie&szlig;end dessen Inkrafttreten um Mitternacht angek&uuml;ndigt. Der Schritt war erwartet worden, nachdem am Dienstag und Mittwoch die Krawalle in Hongkong einen neuen H&ouml;hepunkt der Eskalation erreicht hatten. Von <strong>Marco Wenzel<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<em>Lesen Sie dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55360\">Der erste Oktober war ein Stichtag f&uuml;r Hongkong<\/a>.<\/em><\/p><p><strong>Der Anlass der Krawalle: ein Vermummungsverbot<\/strong><\/p><p>Bisher wurde aber noch kein Ausgehverbot angek&uuml;ndigt. Die Regierungschefin Carrie Lam Cheng Yuet-ngor betonte, dass der Beschluss nicht das Ausrufen des Ausnahmezustandes bedeute, wie es manche gefordert hatten.  Allerdings berief Carrie Lam sich auf &bdquo;einen Zustand ernster &ouml;ffentlicher Gefahr&rdquo;, um das Vermummungsverbot zu begr&uuml;nden. Sie berief sich auf ein Hongkonger Gesetz, das noch aus der Kolonialzeit stammt und dem Stadtverantwortlichen im Verzug &ouml;ffentlicher Gefahr die Befugnis erteilt, &bdquo;alle Vorschriften zu erlassen, die er im &ouml;ffentlichen Interesse f&uuml;r w&uuml;nschenswert h&auml;lt&ldquo;. Carrie Lam sagte, sie habe die Entscheidung getroffen, ohne die vorherige Erlaubnis in Peking einzuholen. Peking begr&uuml;&szlig;te jedoch die Einf&uuml;hrung des Vermummungsverbotes bereits kurz nach der Verk&uuml;ndigung als &bdquo;absolut notwendig&ldquo;.<\/p><p>Das Verbindungsb&uuml;ro Pekings in Hongkong gab seinerseits eine separate Erkl&auml;rung heraus, in der es die Protestler warnte, dass die Zentralregierung keine Handlungen dulden w&uuml;rde, die die nationale Souver&auml;nit&auml;t und Sicherheit in Frage stellten, und forderte, dass &ldquo;vermummte Randalierer&rdquo; gesetzeskonform bestraft werden m&uuml;ssten.<\/p><p>Carrie Lam rief gleichzeitig aber weiterhin auch zum Dialog auf, das sei der beste Weg, L&ouml;sungen f&uuml;r die tieferliegenden sozialen Ursachen der Unruhen zu finden. Entgegen dem, was vielleicht viele im Ausland meinen, ist die Regierung Carrie Lam schon mehrmals auf die Protestbewegung zugegangen, hat Kompromisse gesucht und auch schon einseitige Zugest&auml;ndnisse gemacht. Die Dialogverweigerung findet eher auf Seiten der Protestbewegung statt, die von Anfang an immer wieder dieselben Parolen ruft, sich in der Anonymit&auml;t versteckt und sich lieber Schlachten mit der Polizei liefert.<\/p><p>Das neu erlassene Vermummungsverbot verbietet es Menschen bei einer &ouml;ffentlichen Versammlung mit mehr als 50 Teilnehmern, einer Demonstration von mehr als 30 Personen oder einer nicht genehmigten Versammlung, ihr Gesicht zu verbergen. Zuwiderhandlungen k&ouml;nnen mit bis zu 25.000 HK$ (3.188 US$) und einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr bestraft werden. Die Polizei ist befugt, Menschen aufzufordern, ihre Maske zu entfernen &ndash; die maximale Strafe bei einer Verweigerung betr&auml;gt HK$10.000 und sechs Monate Gef&auml;ngnis.<\/p><p><strong>Ein aufgeheiztes Wochenende<\/strong><\/p><p>Gleich anschlie&szlig;end an die Verk&uuml;ndung des neuen Gesetzes gingen am Freitag wieder, in einer Art Trotzreaktion, tausende Menschen, meist Studenten, auf die Stra&szlig;e. Jetzt erst recht, so schien die Devise. Und nat&uuml;rlich trugen die meisten von ihnen wieder Gesichtsmasken. Bald schon wurden die ersten Stra&szlig;en gesperrt, Feuer wurden gelegt und Randalierer zogen durch die Stadt.  <\/p><p>Ab ca. 18 Uhr ging dann nichts mehr in Hongkong, viele Verkehrsverbindungen waren unterbrochen und die meisten Gesch&auml;fte machten zu. Nach Einbruch der Dunkelheit, in Hongkong ist das zu dieser Jahreszeit gegen 19 Uhr, ging es dann richtig los. Stra&szlig;ensperren und Barrikaden wurden errichtet. Schwarzgekleidete und vermummte Demonstranten zerst&ouml;rten Ampelanlagen, &Uuml;berwachungskameras, verw&uuml;steten Bankfilialen, zerst&ouml;rten Geldautomaten und steckten sie in Brand. <\/p><p>Ihre besondere Wut richtete sich gegen Filialen von chinesischen Firmen und Banken. Schaufenster wurden eingeschlagen, es wurde eingebrochen und die Inneneinrichtung zerst&ouml;rt. Ein weiteres Hauptobjekt der Zerst&ouml;rungswut waren die Metro-Stationen. Mehrere Eing&auml;nge zu verschiedenen Metrostationen wurden in Brand gesetzt und deren Ticketanlagen zerst&ouml;rt. Die Sprinkleranlagen wurden aktiviert und die Stationen unter Wasser gesetzt. Graffitis wurden gespr&uuml;ht, Gegenst&auml;nde wurden auf die Gleise geworfen und es wurde sogar ein Zug in Brand gesetzt. Eine Metrostation nach der anderen musste schlie&szlig;en. Eine Buslinie nach der anderen stellte den Betrieb ein. &Ouml;ffentliche Geb&auml;ude und Eigentum in der ganzen Stadt wurden besch&auml;digt. <\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/gXuirtKsqhg\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p>Gegen 21.30 Uhr &uuml;berfielen Demonstranten einen Polizeibeamten, den sie erkannten, obwohl er zu der Zeit in Zivil gekleidet und nicht im Dienst war. Sie verpr&uuml;gelten ihn, warfen Benzinbomben nach ihm und schlugen sein Auto kaputt. Der Mann fiel zu Boden, wehrte sich. Dann zog er seine Pistole und wollte einen Warnschuss abgeben. Ein Demonstrant fiel ihm in den Arm, der Schuss ging los und traf einen 14-j&auml;hrigen Sch&uuml;ler am Bein, der sich an dem &Uuml;berfall beteiligt hatte und ins Krankenhaus gefahren werden musste.  Der Beamte konnte seinen Angreifern entkommen und wurde von der Bereitschaftspolizei in Sicherheit gebracht. Wenig sp&auml;ter tauchte ein Videoclip von dem Angriff im Netz auf. <\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/AKyxQXy41wk\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p>Die Bereitschaftspolizei verschoss wiederum jede Menge Tr&auml;nengas und wehrte sich mit Gummigeschossen gegen die Angreifer. Um 22.30 Uhr waren alle Bahn-, Stra&szlig;enbahn- und Zubringerdienste unterbrochen, einige Mitarbeiter der Station wurden bei Angriffen verletzt. Um Mitternacht trat das Vermummungsverbot in Kraft. Die Krawalle gingen aber unvermindert bis in die fr&uuml;hen Morgenstunden weiter. <\/p><p><strong>Am Samstag<\/strong> blieben alle Metrostationen und Banken sowie die meisten Einkaufszentren geschlossen. Arbeiter, die mit Aufr&auml;umarbeiten besch&auml;ftigt waren, wurden angegriffen.<br>\nRegierungschefin Carrie Lam verurteilte am Samstagnachmittag in einem Video die n&auml;chtliche Gewalt und rief zur Ruhe nach einer &bdquo;schwarzen Nacht&ldquo; auf. &ldquo;Die Regierung w&uuml;rde die Gewalt mit &auml;u&szlig;erster Entschlossenheit eind&auml;mmen&rdquo;, sagte sie. &ldquo;Lasst uns Gewalt gemeinsam verurteilen und uns entschieden von Randalierern distanzieren.&rdquo; <\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/Z2B5RMv-s-U\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p>Der f&uuml;r die Sicherheit in Hongkong zust&auml;ndige Minister John Lee Ka-chiu hatte zuvor bereits einen &auml;hnlichen Appell an die &Ouml;ffentlichkeit gerichtet und dazu aufgerufen, jede Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Randalierer einzustellen. Er wies Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck, die Regierung habe mit dem Vermummungsverbot Benzin ins Feuer gegossen. Die Einf&uuml;hrung des Vermummungsverbotes solle lediglich sicherstellen, dass diejenigen, die Verbrechen begehen und Gewalt anwenden, sich nicht hinter ihren Masken verstecken k&ouml;nnen, um ihrer Verantwortung zu entgehen und vor Gericht gestellt werden k&ouml;nnten. Lee bemerkte weiterhin, dass bisher noch niemand nach dem neuen Gesetz, das am Freitag um Mitternacht in Kraft trat, verhaftet worden sei. Justizministerin Teresa Cheng Yeuk-wah ihrerseits schloss weitere, h&auml;rtere Ma&szlig;nahmen nicht aus, sollten die Proteste weiter au&szlig;er Kontrolle geraten.<\/p><p>Zu der Zeit waren bereits wieder tausende Demonstranten zu Fu&szlig; auf dem Weg in die Innenstadt, ver&auml;rgert dar&uuml;ber, man glaubt es kaum, dass keine Z&uuml;ge fuhren. Den ganzen Samstag &uuml;ber gab es wieder den &uuml;blichen Vandalismus, Stra&szlig;enk&auml;mpfe, Schl&auml;gereien. Wir wollen hier den Leser nicht mit weiteren Einzelheiten langweilen. Wenn es nicht so traurig w&auml;re, k&ouml;nnte man zynischer Weise sagen: business as usual. <\/p><p><strong>Am gestrigen Sonntag<\/strong> gingen die Unruhen in gewohnter Weise weiter. Zehntausende trotzten dem Vermummungsverbot. Manche Beobachter sagen aber, dass die Angriffe auf die Polizei gestern noch heftiger als sonst gewesen und die nach ihnen geworfenen Brandbomben gr&ouml;&szlig;er gewesen seien.<br>\nDie wichtigsten Knotenpunkte der Metro blieben weiterhin geschlossen. Die Demonstranten beschlagnahmten einen Bagger und fuhren damit spazieren, w&auml;hrend andere den Baggerf&uuml;hrer verpr&uuml;gelten. Ein Versuch, mit dem beschlagnahmten Bagger die Stra&szlig;e aufzugraben, schlug fehl, wahrscheinlich nur, weil der Demonstrant, der den Bagger entwendet hatte, diesen zum Gl&uuml;ck nicht richtig bedienen konnte. Nachdem die Metro nach anderthalb Tagen am Vormittag wieder teilweise fuhr, musste sie den Betrieb nach und nach wieder einstellen. Ab etwa 21 Uhr fuhren keine Busse und gar keine Metro mehr. Ob sie am heutigen Montag wieder f&auml;hrt, ist noch nicht klar.<\/p><p>Nat&uuml;rlich waren alle Randalierer weiterhin vermummt. Angst vor der Polizei schienen sie keine zu haben. Erneut wurden wieder Metrostationen in Brand gesetzt, Gesch&auml;fte zerst&ouml;rt. Wie immer richteten sich die Angriffe am heftigsten gegen Filialen von Firmen aus China. Es flogen Molotowcocktails und Tr&auml;nengas. Aber es wurden diesmal auch zahlreiche Personen verhaftet, darunter auch die ersten wegen Versto&szlig; gegen das Vermummungsverbot.<\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/zOqfjJJUxhI\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p>Wir verschonen den Leser mit weiteren Details. Zu erw&auml;hnen sei aber noch, dass die in Hongkong stationierten Truppen der chinesischen Volksbefreiungsarmee sich bis jetzt noch nicht eingemischt haben. Gestern jedoch hat die Armee eine Warnung in Kantonesisch, der Sprache, die in Hongkong dominiert, herausgegeben und &uuml;ber ihren Baracken in Kowloon die gelbe Fahne gehisst, was als Warnzeichen gilt. Des Weiteren wurden Demonstranten mit Flutlicht angeleuchtet, w&auml;hrend Soldaten der Volksbefreiungsarmee sie filmten.<\/p><p><strong>Spuren der Zerst&ouml;rung<\/strong><\/p><p>Die Regale vieler Lebensmittelgesch&auml;fte sind inzwischen leer, viele Menschen in Hongkong kauften auf Vorrat ein. Es gab Panikk&auml;ufe, vor den Kassen zahlreicher Superm&auml;rkte bildeten sich lange Schlangen, die meisten Superm&auml;rkte aber blieben ganz geschlossen. Viele Bankautomaten sind leer, etwa 10% aller Bankautomaten in Hongkong wurden zudem bereits von den Randalierern zerst&ouml;rt. Vor den Automaten, die noch Geld ausspuckten, bildeten sich lange Warteschlangen.<\/p><p>Abgesehen von den Zerst&ouml;rungen ist der seit Beginn der Unruhen vor nunmehr 18 Wochen angerichtete Schaden f&uuml;r die Wirtschaft von Hongkong enorm. Die Tourismusbranche, neben dem Hafen und dem Finanzplatz einer der wichtigsten Wirtschaftszweige von Hongkong, ist drastisch eingebrochen. Bereits geplante Reisen nach Hongkong werden verschoben, viele Hotels stehen leer, die Restaurants haben kaum noch G&auml;ste. Viele L&auml;nder haben bereits eine Reisewarnung f&uuml;r Hongkong herausgegeben. Zahlreiche Hotels haben ihren Besch&auml;ftigten nahegelegt, unbezahlten Urlaub zu nehmen, viele k&ouml;nnen mangels Einnahmen die L&ouml;hne nicht mehr bezahlen. <\/p><p>Inwieweit die Finanzm&auml;rkte &bdquo;beunruhigt sind&ldquo; und das &bdquo;scheue Reh&ldquo; Kapital jetzt das Weite sucht, dar&uuml;ber wollen wir hier nicht spekulieren.  Sollen die das unter sich ausmachen. Auswirkungen wird es jedenfalls auch dort haben. Und auch die Preise f&uuml;r Immobilien gehen derzeit nach unten.  Die Banker und Immobilienhaie werden den Verlust verschmerzen k&ouml;nnen, sie haben ihre Sch&auml;fchen l&auml;ngst im Trockenen.<\/p><p>Zu erw&auml;hnen seien auch noch die Fremdarbeiter. Viele von Hongkongs Haushaltshilfen kommen aus Indonesien und den Philippinen, ihre Anzahl wird auf etwa 400.000 gesch&auml;tzt. Viele haben jetzt Angst und &uuml;berlegen, Hongkong zu verlassen, andere entscheiden sich f&uuml;r eine Arbeit in Taipeh, Singapur oder Dubai. Viele werden ihren Arbeitsvertrag in Hongkong nach Ablauf nicht mehr verl&auml;ngern wollen. Sie geh&ouml;ren zu den Unterbezahlten, sind aber auch auf ihren Lohn angewiesen, weil sie sich von dem Wenigen, das sie verdienen, alles vom Mund absparen, um ihre Familien zu Hause zu unterst&uuml;tzen. Und viele k&ouml;nnen sich einen R&uuml;ckflug schlicht nicht leisten. Und nat&uuml;rlich leiden auch ihre Sklavenh&auml;ndler, die Arbeitsagenturen, die billige ausl&auml;ndische Haushaltshilfen f&uuml;r Hongkong-Arbeitgeber vermitteln. <\/p><p>Titelbild: Wong Chun Pui Isaac\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Regierung von Hongkong hatte in einer Sondersitzung am Freitagmorgen wie erwartet ein Vermummungsverbot beschlossen und gleich anschlie&szlig;end dessen Inkrafttreten um Mitternacht angek&uuml;ndigt. Der Schritt war erwartet worden, nachdem am Dienstag und Mittwoch die Krawalle in Hongkong einen neuen H&ouml;hepunkt der Eskalation erreicht hatten. Von <strong>Marco Wenzel<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":55417,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[60,20],"tags":[282,2564,2712,421,2740],"class_list":["post-55416","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-innere-sicherheit","category-landerberichte","tag-buergerproteste","tag-gewalt","tag-hongkong","tag-polizei","tag-vermummungsverbot"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/shutterstock_1521767393.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55416","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=55416"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55416\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":55422,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55416\/revisions\/55422"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/55417"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=55416"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=55416"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=55416"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}