{"id":5545,"date":"2010-05-17T08:27:57","date_gmt":"2010-05-17T06:27:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5545"},"modified":"2010-05-17T08:27:57","modified_gmt":"2010-05-17T06:27:57","slug":"hinweise-des-tages-1141","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5545","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Ackermann setzt sich in Szene; Kampagne gegen Rot-Rot-Gr&uuml;n; Lafontaine: &bdquo;Ich habe recht behalten&ldquo;; Deutschland lebt unter seinen Verh&auml;ltnissen; die Schw&auml;che der Gewerkschaften; Hartz-Sanktionen sind zu hart; Luxus-Jobs bei der Arbeitsagentur; Klinik verkommt zum Marktplatz; Krebs-Heilmittelkosten sind obsz&ouml;n; schmutzige Schulen; Bahn f&auml;hrt nach Gro&szlig;britannien; Amerikas Geschichte wird neu geschrieben; Zapatero verteilt um. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Wie sich Ackermann in der Krise in Szene setzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">TV-Kanzler Ackermann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Kampagne gegen Rot-Rot-Gr&uuml;n in NRW, Tag 2 bis 7<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">SPD-Chef Gabriel fordert LINKE auf, endlich neoliberal zu werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Lafontaine im FR-Interview: &ldquo;Ich habe recht behalten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Bofinger: Deutschland lebt unter seinen Verh&auml;ltnissen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Lohnpolitik: Die Schw&auml;che der Gewerkschaften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Neueste Studie: &ldquo;Hartz-Sanktionen sind zu hart&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Arbeitsagentur wegen Luxus-Jobs in der Kritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Medizin: &bdquo;Die Klinik verkommt zum Marktplatz&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">&Auml;rzteprotest gegen Krebsmittel-Kosten: &ldquo;Die Preise sind schlicht obsz&ouml;n&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Dresden streicht Schulen die Grundreinigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Bologna auf dem Markt der Meinungsm&ouml;glichkeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Expansion nach Gro&szlig;britannien: Bahn spielt bei Milliarden-Zukauf auf Risiko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Bibelarbeit mit Putschisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">US-Geschichtsunterricht: Ist Jefferson zu links?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">K&uuml;nftige Konflikte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Der spanische Ministerpr&auml;sident bricht sein Versprechen. K&uuml;rzungspaket belastet die Bev&ouml;lkerung und beg&uuml;nstigt die Besserverdienenden<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=5545&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wie sich Ackermann in der Krise in Szene setzt<\/strong><br>\nDer Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, spekuliert jetzt schon im Fernsehen. Dass er im Kanzleramt ein- und ausgehen darf und&nbsp;dort wie wohl kein anderer nicht demokratisch gew&auml;hlte B&uuml;rger die deutsche Finanz- und Wirtschaftspolitik&nbsp;in seinem Sinne &ndash; 25 Prozent Rendite &ndash; beeinflussen kann, reicht ihm nicht.<br>\nGerade erst hatte der Milliarden-schwere Rettungsschirm der EU etwas Ruhe in das halsbrecherische Geschehen auf den Finanzm&auml;rkten gebracht, den freien Fall des Euro gebremst und den irrationalen Preisanstieg f&uuml;r griechische Staatsanleihen gestoppt, da lie&szlig; Ackermann, nach der zuk&uuml;nftigen Zahlungsf&auml;higkeit von Griechenland befragt, verlauten:<br>\n&ldquo;Ob Griechenland &uuml;ber die Zeit wirklich in der Lage ist, diese Leistungskraft aufzubringen, das wage ich zu bezweifeln.&rdquo;<br>\nVielleicht h&auml;lt die Deutsche Bank ja doch mehr Kreditausfallversicherungen f&uuml;r griechische Staatsanleihen in ihrem Portfolio, als sie zugibt.<br>\nDas ruft Erinnerungen an Rolf-E. Breuer wach. Der hatte als Vorstandssprecher der Deutschen Bank &uuml;ber das im Jahr 2002 ins Trudeln geratene Medienunternehmen von Kirch &ouml;ffentlich verlauten lassen, dass es allgemein bekannt sei, dass Kirch keine Kredite mehr bekomme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=84&amp;Itemid=2\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>TV-Kanzler Ackermann<\/strong><br>\nWer ist m&auml;chtiger? Gew&auml;hlte Politiker oder die Lenker der Finanzm&auml;rkte, die Regierungen weltweit gegeneinander ausspielen? Auf diese derzeit so h&auml;ufig gestellte Frage gab es am Donnerstagabend eine Antwort im Talkshow-Format.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/tv-kanzler-ackermann\/1838938.html;jsessionid=50CB78FE74088F52D7480D5383B7BDF6\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kampagne gegen Rot-Rot-Gr&uuml;n in NRW, Tag 2 bis 7<\/strong><br>\nMarkus Weber (vom Blog Guardian of the Blind) hat diese Kampagne in etwas l&auml;ngeren Artikeln weiter beobachtet, am letzten <a href=\"http:\/\/guardianoftheblind.de\/blog\/2010\/05\/11\/kampagne-gegen-rot-rot-grun-in-nrw-tag-2\/\">Dienstag<\/a> und von <a href=\"http:\/\/guardianoftheblind.de\/blog\/2010\/05\/16\/kampagne-gegen-rot-rot-grun-in-nrw-tag-3-7\/\">Mittwoch bis Sonntag<\/a>:\n<blockquote><p>&bdquo;Je wahrscheinlicher eine rot-rot-gr&uuml;ne Koalition erscheint, desto aggressiver wird die Berichterstattung. V.a. die Springer-Presse und die ARD stehen dabei in erster Reihe, aber auch etwa die FAZ und noch st&auml;rker die S&uuml;ddeutsche berichten &uuml;beraus einseitig, ich w&uuml;rde sogar sagen plump agitatorisch.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/guardianoftheblind.de\/blog\/\">Guardian of the Blind<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>SPD-Chef Gabriel fordert LINKE auf, endlich neoliberal zu werden<\/strong><br>\nNat&uuml;rlich formuliert SPD-Chef seine Aufforderung etwas weniger offensichtlich. Aber wer sich den STERN-Bericht durchliest, erkennt schnell sein Man&ouml;ver, um innerhalb der Linkspartei diverse Spaltungen herbeizuf&uuml;hren. Und die eher karrieregesteuerten LINKEn dazu aufzumuntern, die Linkspartei ins neoliberale Einheitslager von CDU\/CSU\/SPD\/FDP\/GR&Uuml;NE r&uuml;berzuziehen, damit sich die SPD gar nicht erst korrigieren muss. Und dem W&auml;hler dann auch &uuml;berhaupt keine Alternative f&uuml;r eine Politik mehr bleibt, die sich eher an Millionen von B&uuml;rgern orientiert, statt an Million&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.duckhome.de\/tb\/archives\/8013-SPD-Chef-Gabriel-fordert-LINKE-auf,-endlich-neoliberal-zu-werden.html\">Duckhome<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Lafontaine im FR-Interview: &ldquo;Ich habe recht behalten&rdquo;<\/strong><br>\nOskar Lafontaine &uuml;ber seinen Abschied als Chef der Linken, die B&auml;ndigung der Finanzm&auml;rkte und seine Empathie f&uuml;r Wolfgang Sch&auml;uble.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2644861&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_poltop\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bofinger: Deutschland lebt unter seinen Verh&auml;ltnissen<\/strong><br>\nSeit Beginn der W&auml;hrungsunion gab Deutschland &ndash; ausweislich seines Leistungsbilanzsaldos &ndash; 895 Milliarden Euro weniger aus, als es einnahm. Wir lebten als Volkswirtschaft also nicht &uuml;ber, sondern wie kaum ein anderes Land unter unseren Verh&auml;ltnissen.<br>\nEine W&auml;hrungsunion mit 16 Deutschl&auml;ndern w&auml;re ein Albtraum. Gingen alle Mitgliedsl&auml;nder dazu &uuml;ber, ihre L&ouml;hne nicht mehr zu erh&ouml;hen oder sie sogar zu senken, um so wettbewerbsf&auml;hig wie wir zu werden, w&uuml;rde der Euroraum geradewegs in die Deflation steuern. Diese Tendenz w&uuml;rde noch verst&auml;rkt, wenn alle auch noch versuchen w&uuml;rden, weniger auszugeben, als sie einnehmen, um genauso viel Geld zu sparen wie Deutschland. Das kann in der Summe nicht aufgehen, der Euroraum w&uuml;rde durch ein kollektives G&uuml;rtel-enger-Schnallen so in die Knie gehen, dass am Ende &uuml;berhaupt keine nennenswerte Geldersparnis mehr m&ouml;glich w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/137\/511245\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Lohnpolitik: Die Schw&auml;che der Gewerkschaften<\/strong><br>\nDie deutschen Gewerkschaften haben in ihrem Kerngesch&auml;ft, der Lohnpolitik, versagt. IG Metall &amp; Co. haben den Wandel in der Wirtschaft verschlafen &ndash; das r&auml;cht sich jetzt. Von Eva Roth.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2646579_Lohnpolitik-Die-Schwaeche-der-Gewerkschaften.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Sicher haben die Gewerkschaften einiges falsch gemacht, aber wie kann Eva Roth dar&uuml;ber allen Ernstes einen ganzen Artikel schreiben, ohne ein einziges Wort &uuml;ber die Rolle der Politik zu verlieren? Die Schaffung eines Niedriglohnsektors war doch politisch gewollt &ndash; sie war Ziel der SPD unter Gerhard Schr&ouml;der.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Neueste Studie: &ldquo;Hartz-Sanktionen sind zu hart&rdquo;<\/strong><br>\nKritik an Hartz IV kommt jetzt auch aus dem Innern der Arbeitsagenturen. Jobvermittler halten die scharfen Sanktionen gegen junge Arbeitslose f&uuml;r falsch. Der totale Leistungsentzug kann demnach Kleinkriminalit&auml;t und Verschuldung f&ouml;rdern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die Autoren der Studie appellieren an den Gesetzgeber, die Sanktionen f&uuml;r junge Hartz-IV-Empf&auml;nger grundlegend zu &uuml;berdenken. Ihr Wort hat Gewicht, denn das IAB ist die Forschungseinrichtung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Doch die Beh&ouml;rde schlug den Rat der Wissenschaftler zun&auml;chst in den Wind: BA-Vorstand Heinrich Alt verteidigte gestern den Leistungsentzug: &ldquo;Wir m&uuml;ssen konsequent in der Ansage sein statt herumzueiern&rdquo;, sagte er der Nachrichtenagentur dpa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2642631_Neueste-Studie-Hartz-Sanktionen-sind-zu-hart.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arbeitsagentur wegen Luxus-Jobs in der Kritik<\/strong><br>\nOhne Zustimmung der Bundesregierung sind bei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit hunderte Stellen au&szlig;ertariflich vergeben worden. Dabei wurden Geh&auml;lter von mehr als 10.000 Euro monatlich gezahlt, so ein Magazinbericht. Dazu gab es Gesch&auml;ftswagen, Handys und Extra-Urlaub &ndash; alles ohne &ouml;ffentliche Ausschreibung der Arbeitspl&auml;tze.<br>\nDer Bundesrechnungshof wirft der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) laut einem Bericht des Magazins &bdquo;Focus&ldquo; vor, hundertfach mit Luxus-Verg&uuml;tungen entlohnte Posten ohne Ausschreibung besetzt zu haben.<br>\nNach einem dem Magazin vorliegenden Gutachten des Rechnungshof schuf die BA im Jahr 2006 ohne Kenntnis und Zustimmung der Bundesregierung ein Verg&uuml;tungssystem f&uuml;r au&szlig;ertariflich Besch&auml;ftigte. Das System sehe neben einem festen Monatsgehalt von 5300 bis 7200 Euro drei verschiedene monatliche Zulagen vor, die das Monatsgehalt auf bis zu 10.350 Euro anheben. Dazu komme ein j&auml;hrlich gestaffelter Bonus von bis zu 6300 Euro sowie Gesch&auml;ftswagen, Handys und zus&auml;tzlicher Urlaub.<br>\nZiel des Tarifsystems sei, &bdquo;als Arbeitgeberin wettbewerbsf&auml;hig zu sein&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Bericht laut &bdquo;Focus&ldquo; weiter. Die Rechnungshofpr&uuml;fer h&auml;tten zudem Verg&uuml;tungen entdeckt, die noch h&ouml;her seien: Etwa ein festes Monatsgehalt von bis zu 13.300 Euro, zus&auml;tzliche &bdquo;pers&ouml;nliche Zulagen&ldquo; und garantierte statt erfolgsabh&auml;ngige Leistungszulagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article7639615\/Arbeitsagentur-wegen-Luxus-Jobs-in-der-Kritik.html\">Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Medizin: &bdquo;Die Klinik verkommt zum Marktplatz&ldquo;<\/strong><br>\nChefchirurg Reiner Gradinger &uuml;bt scharfe Kritik an seiner Zunft. Entscheidungen &uuml;ber Eingriffe orientieren sich immer &ouml;fter mehr am Geld als an der medizinischen Notwendigkeit: &bdquo;Wir leiden unter einer zunehmenden Kommerzialisierung der Medizin: Das hei&szlig;t, es werden unn&ouml;tige Eingriffe vorgenommen, weil sie Kliniken oder auch Praxen Geld bringen. Gleichzeitig werden notwendige Therapien nicht gemacht, weil sie zu teuer sind.<br>\nMeine Kritik richtet sich nicht gegen die Kollegen an sich, sondern gegen die falschen Anreize durch das Verg&uuml;tungssystem. &hellip; Ich habe im Studium gelernt, dass jede Operation nur so gut ist wie ihre sogenannte Indikation. Das bedeutet, dass sie sinnvoll und notwendig sein muss, um den schlechten Zustand eines Patienten zu verbessern oder einer drohenden Verschlechterung vorzubeugen. Es ist deshalb ethisch nicht vertretbar, Operationen anzusetzen, f&uuml;r die es keine Indikation gibt. Denn jede Operation birgt potenzielle Risiken. Umgekehrt m&uuml;ssen wir uns immer das Ziel setzen, alles Sinnvolle und Machbare f&uuml;r Patienten zu tun.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/arzt-klinik\/klinik\/medizin-die-klinik-verkommt-zum-marktplatz_aid_499570.html\">FOCUS<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Das kommt dabei heraus, wenn &Auml;rzte zu unternehmerischem Denken erzogen (und manchmal wohl auch gezwungen) werden. Siehe dazu noch einmal <a href=\"?p=4001#h13\">&bdquo;The Cost Conundrum &ndash; what a Texas town can teach us about health care&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&Auml;rzteprotest gegen Krebsmittel-Kosten: &ldquo;Die Preise sind schlicht obsz&ouml;n&rdquo;<\/strong><br>\nUnter Medizinern formiert sich Widerstand gegen die Preispolitik der Pharmakonzerne. In einem Gutachten f&uuml;r das Bundesgesundheitsministerium kritisieren die Experten im SPIEGEL fragw&uuml;rdige Krebsmittel, die j&auml;hrlich bis zu 100.000 Euro pro Patient kosten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/0,1518,694957,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Stadt streicht Schulen die Grundreinigung<\/strong><br>\nUm Geld zu sparen, werden die Schulgeb&auml;ude in Dresden im Sommer nicht mehr geputzt. Weil Lehrer verdreckte Schulen den Kindern nicht zumuten wollen, putzen viele selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/artikel.asp?id=2462833\">S&auml;chsische Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers G.G.:<\/strong> Die Lehrer wollen es jetzt selbst richten, indem sie die Grundreinigung selbst machen. Sicher eine noble Gesinnung, letztendlich wird dem Finanzb&uuml;rgermeister damit aber die goldene Treppe gebaut die Grundreinigung auch in den folgenden Jahren bleiben zu lassen &ndash; schlie&szlig;lich wird die Arbeit ja doch getan. Ich nehme nicht an, dass Herr Vorjohann beim Reinemach-Service seines B&uuml;ros spart.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bologna auf dem Markt der Meinungsm&ouml;glichkeiten<\/strong><br>\nWas mit den Studierendenprotesten gesagt werden sollte &ndash; und was verstanden wurde. Eine entt&auml;uschte Bilanz zweier Studierender &uuml;ber das mediale Schauspiel Bildungsstreik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/32\/32574\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Expansion nach Gro&szlig;britannien: Bahn spielt bei Milliarden-Zukauf auf Risiko<\/strong><br>\nEs ist die gr&ouml;&szlig;te &Uuml;bernahme in der Geschichte der Deutschen Bahn &ndash; doch beim milliardenschweren Kauf des britischen Konkurrenten Arriva geht der Staatskonzern erstaunlich blau&auml;ugig vor. Das Motto lautet: blindes Vertrauen statt eingehender Pr&uuml;fung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,694774,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bibelarbeit mit Putschisten<\/strong><br>\nKirchentag in M&uuml;nchen bietet honduranischem Kardinal und Putschisten Rodr&iacute;guez Maradiaga ein Podium. Veranstalter schweigen zu Kritik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.amerika21.de\/nachrichten\/inhalt\/2010\/mai\/kirchentag-927484-rodriguez\">Amerika21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>US-Geschichtsunterricht: Ist Jefferson zu links?<\/strong><br>\nErst nahmen sich Amerikas Fundamentalisten die Biologieb&uuml;cher vor. Jetzt geht es an den Geschichtsunterricht.<br>\nAmerikas konservative Fundamentalisten entdecken gerade die Geschichte neu, allerdings auf recht eigenwillige Weise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/20\/USA-Texas-Schule-Unterricht\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>K&uuml;nftige Konflikte<\/strong><br>\nUngeachtet der Euro-Krise halten f&uuml;hrende Kreise der deutschen Industrie in diesen Tagen eine &ldquo;Asien-Pazifik-Konferenz&rdquo; in Singapur ab. Ziel ist es vor allem, neue Investitionsgelegenheiten und Exportchancen in den Staaten S&uuml;dostasiens zu eruieren. (&hellip;)  Eine herausragende Position nehmen inzwischen die deutschen China-Exporte ein. Im Krisenjahr 2009 stiegen sie gegen jeden Trend um 7 Prozent und legten in den ersten zwei Monaten 2010 sogar um 52,2 Prozent zu. Der Anteil der Volksrepublik am deutschen Gesamtexport wuchs im Jahr 2009 um einen Prozentpunkt auf 4,5 Prozent; China liegt nun auf Platz 8 in der deutschen Exportrangliste. (&hellip;)<br>\nDie Wirtschaftsbeziehungen m&uuml;ssten deshalb weiter ausgebaut werden. Dazu sei eine Steigerung der &ldquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo; deutscher Unternehmen unumg&auml;nglich, sagt die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin des Ostasiatischen Vereins. Hierunter sind gew&ouml;hnlich Lohnsenkungen und K&uuml;rzungen bei den Sozialabgaben zu verstehen. Tats&auml;chlich l&auml;uft die Forderung, die &ldquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo; gegen&uuml;ber Ostasien zu verbessern, auf eine Fortf&uuml;hrung der deutschen Niedriglohnpolitik hinaus, die die &ouml;konomische Spaltung in der Eurozone zwischen der Bundesrepublik und den s&uuml;dlichen Eurol&auml;ndern verst&auml;rkt und so zur Entstehung der aktuellen Krise beigetragen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/57811?PHPSESSID=9bj0pjdu7rhdl1ul72ooe6at72\">German foreign policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Die wirtschaftsnationalistische Stimmungsmache der hiesigen Mainstream-Medien sowie der politisch Verantwortlichen gegen&uuml;ber den unter au&szlig;enwirtschaftlichen Ungleichgewichten leidenden Eurozonen-Staaten (Griechenland, Spanien, Portugal, Irland, Italien, teilweise sogar Frankreich) ist der Versuch, von den negativen Folgen der fehlenden lohnpolitischen Koordinierung innerhalb der Eurozone und dem darauf fu&szlig;enden deutschen Lohndumping abzulenken. Das deutsche Lohndumping verschafft der hiesigen Exportwirtschaft gegen&uuml;ber den &uuml;brigen Eurozonen-Staaten wegen der seit der Euro-Einf&uuml;hrung nicht mehr m&ouml;glichen Wechselkurs-Abwertung nicht nur ungerechtfertigte Vorteile innerhalb der Eurozone. Dar&uuml;ber hinaus profitiert die hiesige Exportwirtschaft von einem Euro-Wechselkurs, der bereits vor Ausbruch der Euro-Krise aus Sicht der deutschen Exportwirtschaft ein g&uuml;nstiges (niedriges) Niveau auswies, f&uuml;r die unter Au&szlig;enhandelsdefiziten leidenden Eurozonen-Staaten jedoch zu hoch war. Der seit Ausbruch der Euro-Krise unter Druck geratene Euro-Wechselkurs d&uuml;rfte den deutschen Export in die Staaten au&szlig;erhalb der Eurozone in den kommenden Monaten zus&auml;tzlich ankurbeln. Die Jubelstimmung in der deutschen Exportwirtschaft spricht B&auml;nde. Leittragende dieser Entwicklung sind hingegen die deutschen Verbraucher, die wegen des niedrigen Euro-Wechselkurses unter Kaufkraftverlust leiden.<br>\nEine ungebremste Fortsetzung der deutschen Exportmanie birgt ein erhebliches Gefahrenpotenzial in sich. Das gilt in besonderem Ma&szlig;e f&uuml;r das Bestreben, die deutschen Exporte nach Asien &ndash; und dort ganz gezielt nach China &ndash; weiter anzukurbeln. So schreibt der US-Wirtschaftsprofessor James K. Galbraith in seinem aktuellen Buch &ldquo;Der gescheiterte Staat &ndash; Oder was gegen den freien Markt spricht&rdquo; (Seite 146f) zu k&uuml;nftigen Entwicklungstendenzen in der chinesischen Wirtschaft:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Dies ist gerade deswegen m&ouml;glich, weil in China der grundlegende Charakterzug des fortgeschrittenen Kapitalismus fehlt: ein vollst&auml;ndig entwickelter Kapitalmarkt. Solche M&auml;rkte sind jetzt im Entstehen &ndash; wenn China tats&auml;chlich seine Verpflichtungen bez&uuml;glich der Liberalisierung des Kapitalmarktes erf&uuml;llt, die es gegen&uuml;ber der WTO eingegangen ist-, und sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, l&auml;sst sich getrost voraussagen, dass sie zu einer Krise des chinesischen Modells f&uuml;hren wird und dass der wirtschaftliche Fortschritt sein Ende finden wird &ndash; genau wie in Lateinamerika, Osteuropas und den anderen L&auml;ndern Asiens.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>So gibt es beispielsweise seit einigen Monaten beunruhigende Berichte &uuml;ber eine enorme Spekulationsblasenbildung auf dem chinesischen Immobilienmarkt. Die deutsche Exportmanie, die einhergeht mit einer chronischen Schw&auml;che des deutschen Binnenmarktes, bedeutet f&uuml;r die hiesige Wirtschaftsentwicklung einen enormen Anstieg des Gefahrenpotenzials.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Der spanische Ministerpr&auml;sident bricht sein Versprechen. K&uuml;rzungspaket belastet die Bev&ouml;lkerung und beg&uuml;nstigt die Besserverdienenden<\/strong><br>\nSpaniens sozialdemokratischer Premier Jos&eacute; Luis Rodr&iacute;guez Zapatero (PSOE) schreibt Geschichte: Zum ersten Mal in 32 Jahren b&uuml;rgerlicher Demokratie senkt eine Regierung die Bez&uuml;ge der Beamten. Die Ma&szlig;nahme geh&ouml;rt zu Zapateros &raquo;Sparpaket&laquo;, mit dem er auf die Forderungen des Internationalen W&auml;hrungsfonds, der EU und Washingtons reagiert. US-Pr&auml;sident Barack Obama begr&uuml;&szlig;te die &raquo;mutigen Ma&szlig;nahmen&laquo; des Sozialdemokraten; die Gewerkschaften k&uuml;ndigen Proteste und Streiks an.<br>\nAm Mittwoch hatte Zapatero sein drastisches K&uuml;rzungspaket vorgestellt, das zugleich das Ende seiner So&shy;zialpolitik markiert. 2010 will er f&uuml;nf Milliarden Euro einsparen, 2011 sogar zehn Milliarden Euro. So gedenkt die Regierung, das Staatsdefizit von elf auf drei Prozent bis 2013 dr&uuml;cken zu k&ouml;nnen. Zapateros Plan sieht nicht vor, die hohen Einkommen und Unternehmensgewinne zu besteuern; die Hauptlast liegt bei den breiten Bev&ouml;lkerungsschichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/05-15\/035.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Ackermann setzt sich in Szene; Kampagne gegen Rot-Rot-Gr&uuml;n; Lafontaine: &bdquo;Ich habe recht behalten&ldquo;; Deutschland lebt unter seinen Verh&auml;ltnissen; die Schw&auml;che der Gewerkschaften; Hartz-Sanktionen sind zu hart; Luxus-Jobs bei der Arbeitsagentur; Klinik verkommt zum Marktplatz; Krebs-Heilmittelkosten sind obsz&ouml;n; schmutzige Schulen; Bahn f&auml;hrt nach Gro&szlig;britannien; Amerikas Geschichte wird neu geschrieben; Zapatero<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5545\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-5545","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5545","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5545"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5545\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5549,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5545\/revisions\/5549"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5545"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5545"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5545"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}