{"id":55453,"date":"2019-10-08T14:26:38","date_gmt":"2019-10-08T12:26:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55453"},"modified":"2019-10-11T10:31:17","modified_gmt":"2019-10-11T08:31:17","slug":"krieg-als-klimakiller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55453","title":{"rendered":"Krieg als Klimakiller"},"content":{"rendered":"<p>Aus der Friedensbewegung kommt immer wieder Kritik an den Fridays-for-Future-Protestierern. Sie &uuml;bergingen ein entscheidendes Thema: Den Einsatz f&uuml;r den Frieden. Schlie&szlig;lich sei Krieg einer der gr&ouml;&szlig;ten Klimakiller &uuml;berhaupt. In ihrem Artikel legt <strong>Medea Benjamin<\/strong> zehn Beispiele f&uuml;r die Verflechtung und gegenseitige Verst&auml;rkung von Klimakrise und Militarismus dar. So wird deutlich: Ein Gegeneinander-Aufwiegen von Klima- und Friedensbelangen ist nicht sinnvoll. Erfolgsversprechend ist nur ein gemeinsamer Kampf f&uuml;r den Klimaschutz und den Frieden. &Uuml;bersetzung <a href=\"https:\/\/www.counterpunch.org\/2019\/09\/27\/10-ways-that-the-climate-crisis-and-militarism-are-intertwined\/\">aus dem Englischen<\/a> von <strong>Susanne Hofmann<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6083\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-55453-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191008_Krieg_als_Klimakiller_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191008_Krieg_als_Klimakiller_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191008_Krieg_als_Klimakiller_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191008_Krieg_als_Klimakiller_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=55453-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191008_Krieg_als_Klimakiller_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"191008_Krieg_als_Klimakiller_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Die Verflechtung von Klimakrise und Militarismus in zehn Punkten<\/strong><\/p><p>Die Umweltgerechtigkeits-Bewegung, die derzeit weltweit aufkommt, ist bewusst intersektional und zeigt, dass die Erderw&auml;rmung mit Themen wie Rasse, Armut, Migration und &Ouml;ffentliche Gesundheitsversorgung zusammenh&auml;ngt. Ein Bereich, der mit der Klimakrise eng verkn&uuml;pft ist, jedoch wenig Aufmerksamkeit bekommt, ist der Militarismus. Im Folgenden finden sich einige Punkte, in denen diese Themen &ndash; wie auch ihre L&ouml;sungen &ndash; ineinandergreifen.<\/p><ol>\n<li><strong>Das US-Milit&auml;r sch&uuml;tzt die Erd&ouml;l- und Rohstoffindustrie.<\/strong> Das US-Milit&auml;r wird h&auml;ufig daf&uuml;r eingesetzt, sicherzustellen, dass US-&Ouml;lfirmen weltweit Zugang zu Rohstoffquellen, insbesondere &Ouml;l, haben. Der Irakkrieg 1991 war ein eklatantes Beispiel eines Krieges um Erd&ouml;l; heute ist die US-Milit&auml;runterst&uuml;tzung f&uuml;r Saudi Arabien verbunden mit der Entschlossenheit der US-amerikanischen fossilen Brennstoffindustrie, den Zugang zu den Erd&ouml;lvorkommen der Welt zu kontrollieren. <a href=\"https:\/\/www.amazon.com\/Base-Nation-Military-America-American\/dp\/1627791698\">Hunderte von US-Milit&auml;rbasen<\/a> rund um den Globus befinden sich in ressourcenreichen Regionen und in der N&auml;he von strategischen Schifffahrtswegen. Wir k&ouml;nnen der fossilen-Brennstoff-Tretm&uuml;hle erst entkommen, wenn wir unser Milit&auml;r davon abbringen, als globale Schutzmacht der &Ouml;lindustrie aufzutreten.<\/li>\n<li><strong>Das Pentagon ist die Institution auf der Welt, die mit Abstand am meisten fossile Brennstoffe verbraucht.<\/strong> W&auml;re das Pentagon ein Staat, w&uuml;rde ihn alleine sein Brennstoffverbrauch zum <a href=\"https:\/\/www.newsweek.com\/us-military-greenhouse-gases-140-countries-1445674\">47-gr&ouml;&szlig;ten Emittenten von Treibhausgas<\/a> der Welt machen, gr&ouml;&szlig;er als ganze Staaten wie Schweden, Norwegen oder Finnland. Die US-amerikanischen Milit&auml;remissionen <a href=\"https:\/\/www.commondreams.org\/news\/2019\/06\/12\/new-report-exposes-pentagons-massive-contributions-climate-crisis-post-911\">stammen vorwiegend<\/a> aus dem Betrieb von Waffen und Ausr&uuml;stung sowie der Beleuchtung, Heizung und K&uuml;hlung von mehr als 560.000 Geb&auml;uden auf der ganzen Welt.<\/li>\n<li><strong>Das Pentagon vereinnahmt die Gelder f&uuml;r sich, die wir brauchen, um die Klimakrise richtig anzugehen.<\/strong> Wir geben heute mehr als die H&auml;lfte des j&auml;hrlichen Ermessenshaushaltes der US-Bundesregierung f&uuml;r das Milit&auml;r aus und das, wo die gr&ouml;&szlig;te Bedrohung der nationalen Sicherheit der USA nicht der Iran oder China, sondern die Klimakrise ist. Wir k&ouml;nnten das aktuelle Budget des Pentagons halbieren und h&auml;tten dann immer noch ein gr&ouml;&szlig;eres Milit&auml;rbudget als China, Russland, Iran und Nordkorea zusammen. Die so gesparten 350 Milliarden US-Dollar k&ouml;nnten dann in einen Gr&uuml;nen New Deal flie&szlig;en. Nur ein Prozent des Milit&auml;rhaushaltes von 2019, das &uuml;ber 716 Milliarden betr&auml;gt, <a href=\"https:\/\/www.jacobinmag.com\/2019\/05\/green-new-deal-fight-militarism-imperialism\">reichte aus<\/a>, um stattdessen 128.879 Arbeitspl&auml;tze einer &ouml;kologischen Infrastruktur zu schaffen. <\/li>\n<li><strong>Milit&auml;roperationen hinterlassen ein toxisches Erbe.<\/strong> Die US-Milit&auml;rbasen ruinieren die Landschaft, verschmutzen den Boden und verseuchen das Trinkwasser. Auf der <a href=\"https:\/\/www.commondreams.org\/news\/2016\/02\/10\/new-docs-link-polluted-drinking-water-supply-massive-us-military-base\">Kedena Base<\/a> in Okinawa hat die US-Air Force das &ouml;rtliche Land und Wasser mit gef&auml;hrlichen Chemikalien <a href=\"https:\/\/www.globalresearch.ca\/contamination-at-largest-us-air-force-base-in-asia-kadena-okinawa\/5522899\">verschmutzt<\/a>, darunter Arsen, Blei, polychlorierte Biphenyle (PCB), Asbest und Dioxin. Und in den Staaten hat die US-Umweltschutzbeh&ouml;rde EPA <a href=\"https:\/\/publicintegrity.org\/environment\/military-bases-contamination-will-affect-water-for-generations\/\">mehr als 149 aktuelle<\/a> oder ehemalige Milit&auml;rbasen als kontaminierte Gel&auml;nde identifiziert, weil die Verschmutzung durch das Pentagon den Boden und das Grundwasser in einem f&uuml;r Menschen, Tiere und Pflanzen hochgef&auml;hrlichen Zustand hinterlassen hat. Laut einem <a href=\"https:\/\/publicintegrity.org\/environment\/military-bases-contamination-will-affect-water-for-generations\/\">Regierungsbericht von 2017<\/a> hat das Pentagon schon 11,5 Milliarden US-Dollar f&uuml;r die Umweltsanierung geschlossener Basen ausgegeben und sch&auml;tzt, dass weitere 3,4 Milliarden US-Dollar ben&ouml;tigt werden. <\/li>\n<li><strong>Kriege verheeren fragile &Ouml;kosysteme, die von entscheidender Bedeutung f&uuml;r die Erhaltung der menschlichen Gesundheit und der Klimaresistenz sind.<\/strong> Krieg bedeutet grunds&auml;tzlich die Zerst&ouml;rung der Umwelt durch Bombardierung und den Einmarsch von Bodentruppen, die das Land und die Infrastruktur zerst&ouml;ren. Im Gaza-Streifen, einer Region, die zwischen 2008 und 2014 drei gro&szlig;e Angriffe durch das israelische Milit&auml;r erlitten hat, hat Israel Kl&auml;ranlagen und Kraftwerke bombardiert. Die Folge war, dass 97 Prozent des Frischwassers von Gaza durch Salz- und Abwasser kontaminiert und so f&uuml;r den menschlichen Verzehr nicht geeignet waren. Im Jemen hat die von den Saudis angef&uuml;hrte Bombardierung eine humanit&auml;re und &ouml;kologische Katastrophe verursacht. Tag f&uuml;r Tag werden jetzt <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/global-development\/2019\/apr\/17\/mounting-concern-over-cholera-health-crisis-in-yemen\">2000 Choleraf&auml;lle<\/a> gemeldet. Im Irak geh&ouml;rt zu den Umweltgiften, die die verheerende Invasion im Jahr 2003 hinterlassen hat, abgereichertes Uran. <a href=\"https:\/\/truthout.org\/articles\/iraqi-children-test-positive-for-depleted-uranium-near-former-us-air-base\/\">Kinder<\/a>, die in der N&auml;he von US-Basen leben, haben deshalb ein erh&ouml;htes Risiko angeborener Herzkrankheiten, Missbildungen der Wirbels&auml;ule, Krebs, Leuk&auml;mie, Lippenspalten sowie fehlender oder missgestalteter und gel&auml;hmter Gliedma&szlig;en. <\/li>\n<li><strong>Der Klimawandel ist ein &bdquo;Bedrohungs-Multiplikator&rdquo;, der die bereits bestehenden sozialen und politischen Verh&auml;ltnisse noch verschlimmert.<\/strong> In Syrien hat die schlimmste D&uuml;rre in 500 Jahren zu Ernteausf&auml;llen gef&uuml;hrt, die die Bauern in die St&auml;dte gedr&auml;ngt haben, was die Arbeitslosigkeit und politische Unruhen versch&auml;rft hat, die zum Aufstand im Jahr 2011 beigetragen haben. &Auml;hnliche Klimakrisen haben Konflikte in anderen L&auml;ndern des Mittleren Ostens ausgel&ouml;st, vom Jemen bis Libyen. Im Zuge des weltweiten Temperaturanstiegs wird es mehr &ouml;kologische Katastrophen, mehr Massenmigration und mehr Kriege geben. Au&szlig;erdem wird es zu mehr bewaffneten Zusammenst&ouml;&szlig;en &ndash; inklusive B&uuml;rgerkriegen &ndash; kommen, die die Grenzen &uuml;berschreiten und ganze Regionen destabilisieren k&ouml;nnen. <a href=\"https:\/\/insideclimatenews.org\/news\/13062019\/climate-change-global-security-violent-conflict-risk-study-military-threat-multiplier\">Die am meisten bedrohten Gebiete<\/a> sind das subsaharische Afrika, der Mittlere Osten und S&uuml;d-, Zentral- und S&uuml;dostasien. <\/li>\n<li><strong>Die USA sabotieren internationale Vereinbarungen zum Klimaschutz und Frieden.<\/strong> Die USA untergraben bewusst und fortw&auml;hrend die kollektiven Bem&uuml;hungen, die Klimakrise zu bek&auml;mpfen, indem Treibhausgase reduziert werden und der &Uuml;bergang zu erneuerbaren Energien beschleunigt wird. Die USA haben sich <a href=\"https:\/\/truthout.org\/articles\/global-climate-actions-biggest-obstacle-is-us-foreign-policy\/\">geweigert, dem Kyoto-Protokoll von 1997 beizutreten<\/a>, und Donald Trumps R&uuml;ckzug aus dem Pariser Klimaabkommen von 2015 war das j&uuml;ngste Beispiel dieser eklatanten Missachtung der Natur, der Wissenschaft und der Zukunft. Au&szlig;erdem <a href=\"https:\/\/truthout.org\/articles\/global-climate-actions-biggest-obstacle-is-us-foreign-policy\/\">weigern sich die USA<\/a>, dem Internationalen Strafgerichtshof beizutreten, der Kriegsverbrechen untersucht. Sie verletzen das V&ouml;lkerrecht durch einseitige Invasionen und Sanktionen und ziehen sich aus Atomabkommen mit Russland zur&uuml;ck. Indem die USA dem Milit&auml;r den Vorrang vor der Diplomatie geben, senden sie die Botschaft aus, dass Macht vor Recht geht, und erschweren dadurch die L&ouml;sung der Klimakrise und milit&auml;rischer Konflikte.<\/li>\n<li><strong>Die Massenmigration wird von Klimawandel und Konflikten befeuert, oft werden Migranten militaristischer Repression ausgesetzt.<\/strong> Ein <a href=\"https:\/\/www.worldbank.org\/en\/news\/press-release\/2018\/03\/19\/climate-change-could-force-over-140-million-to-migrate-within-countries-by-2050-world-bank-report\">Bericht der World Bank Group<\/a> von 2018 sch&auml;tzt, dass die Folgen des Klimawandels in drei der am dichtesten besiedelten Regionen des globalisierten S&uuml;dens &ndash; im subsaharischen Afrika, S&uuml;dasien und Lateinamerika &ndash; zur Vertreibung und Binnenmigration von mehr als 140 Millionen Menschen vor 2050 f&uuml;hren werden. Schon heute fliehen Millionen von <a href=\"https:\/\/psmag.com\/news\/a-new-report-links-climate-change-the-arab-spring-and-mass-migration\">Migranten<\/a> aus Zentralamerika, Afrika und dem Mittleren Osten vor Umweltkatastrophen und Konflikten. An der US-Grenze werden <a href=\"https:\/\/psmag.com\/news\/a-new-report-links-climate-change-the-arab-spring-and-mass-migration\">Migranten in K&auml;fige gesperrt<\/a> und stranden in Lagern. Im Mittelmeer sind Tausende von Fl&uuml;chtlingen auf ihrer gef&auml;hrlichen Flucht gestorben. Derweil profitieren die <a href=\"https:\/\/www.tni.org\/en\/publication\/border-wars-ii\">Waffenh&auml;ndler<\/a>, die die Konflikte in diesen Regionen befeuern, pr&auml;chtig vom Waffenverkauf und dem Bau von Haftanstalten, um die Grenzen gegen die Fl&uuml;chtlinge abzudichten.<\/li>\n<li><strong>Militarisierte staatliche Gewalt richtet sich gegen Gemeinschaften, die gegen die von Konzernen angetriebene Umweltzerst&ouml;rung Widerstand leisten.<\/strong> Gemeinden, die darum k&auml;mpfen, ihr Land und ihre D&ouml;rfer vor &Ouml;lbohrungen, Bergbauunternehmen, Viehz&uuml;chtern, Agrarunternehmen usw. zu sch&uuml;tzen, sind h&auml;ufig staatlicher und paramilit&auml;rischer Gewalt ausgesetzt. Wir sehen dies heute im Amazonas, wo indigene V&ouml;lker ermordet werden, weil sie versuchen, das Abholzen und Verbrennen ihrer W&auml;lder zu stoppen. Wir sehen es in Honduras, wo Aktivisten wie Berta Caceres niedergeschossen wurden, weil sie versucht haben, ihre Fl&uuml;sse zu sch&uuml;tzen. 2018 gab es <a href=\"https:\/\/time.com\/5638438\/global-witness-environmental-activists-murdered\/\">164 dokumentierte F&auml;lle<\/a> von Umweltsch&uuml;tzern, die weltweit ermordet wurden. In den USA stie&szlig;en die indigenen Gemeinschaften, die gegen Pl&auml;ne zum Bau der Keystone-&Ouml;lpipeline in South Dakota protestierten, auf die Polizei, die auf die unbewaffneten Demonstranten mit Tr&auml;nengas, Beanbag-Geschossen und Wasserwerfern zielte &ndash; die man absichtlich bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt einsetzte. Weltweit erweitern Regierungen ihre Notstandsgesetze, so dass sie auch bei klimabedingten Aufst&auml;nden zur Anwendung kommen k&ouml;nnen, und erleichtern so perverserweise die Unterdr&uuml;ckung von Umweltaktivisten, die als <a href=\"https:\/\/grist.org\/article\/the-term-eco-terrorist-is-back-and-its-killing-climate-activists\/\">&bdquo;&Ouml;ko-Terroristen&ldquo;<\/a> eingestuft und <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2017\/05\/27\/leaked-documents-reveal-security-firms-counterterrorism-tactics-at-standing-rock-to-defeat-pipeline-insurgencies\/\">Operationen zur Aufstandsbek&auml;mpfung<\/a> ausgesetzt werden.<\/li>\n<li><strong>Der Klimawandel und der Atomkrieg stellen beide existentielle Bedrohungen des Planten dar.<\/strong> Der katastrophale Klimawandel und der Atomkrieg sind einzigartig in ihrer existentiellen Bedrohung des &Uuml;berlebens der menschlichen Zivilisation. Die Schaffung von Atomwaffen &ndash; und ihre Verbreitung &ndash; wurde vom globalen Militarismus angetrieben, und doch werden Atomwaffen nur selten als Bedrohung k&uuml;nftigen Lebens auf diesem Planeten erkannt. Selbst ein sehr &bdquo;begrenzter&rdquo; Atomkrieg, in dem weniger als ein halbes Prozent der Atomwaffen der Welt zum Einsatz k&auml;men, w&auml;ren ausreichend, um eine katastrophale globale Klimast&ouml;rung und eine weltweite Hungersnot auszul&ouml;sen, die bis zu zwei Milliarden Menschen gef&auml;hrden w&uuml;rde. Das &bdquo;Bulletin of the Atomic Scientists&ldquo; hat seine legend&auml;re Doomsday Clock auf <a href=\"https:\/\/thebulletin.org\/doomsday-clock\/past-statements\/\">zwei Minuten vor Mitternacht<\/a> gestellt, was zeigt, dass der <a href=\"https:\/\/www.nti.org\/learn\/treaties-and-regimes\/treaty-on-the-prohibition-of-nuclear-weapons\/\">Vertrag &uuml;ber das Verbot von Atomwaffen<\/a> dringend ratifiziert werden muss. Die Umweltbewegung und die Anti-Atomkraft-Bewegung m&uuml;ssen Hand in Hand arbeiten, um diesen Bedrohungen f&uuml;r das &Uuml;berleben des Planeten Einhalt zu gebieten. <\/li>\n<\/ol><p>Um Milliarden von Pentagon-Dollar f&uuml;r Investitionen in wichtige Umweltprojekte verf&uuml;gbar zu machen und die Umweltverw&uuml;stung durch Krieg zu beseitigen, m&uuml;ssen Bewegungen f&uuml;r einen lebenswerten, friedlichen Planeten den Punkt &bdquo;Krieg beenden&rdquo; ganz oben auf die To-do-Liste setzen.<\/p><p>Medea Benjamin ist Mitbegr&uuml;nderin der Friedensgruppe CODEPINK und der Menschenrechtsorganisation Global Exchange. Sie twittert unter <a href=\"https:\/\/twitter.com\/medeabenjamin\">@MedeaBenjamin<\/a>.<\/p><p>Titelbild: KreangKrai sudachom\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus der Friedensbewegung kommt immer wieder Kritik an den Fridays-for-Future-Protestierern. Sie &uuml;bergingen ein entscheidendes Thema: Den Einsatz f&uuml;r den Frieden. 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