{"id":55502,"date":"2019-10-10T08:27:16","date_gmt":"2019-10-10T06:27:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55502"},"modified":"2019-10-10T08:27:16","modified_gmt":"2019-10-10T06:27:16","slug":"hinweise-des-tages-3468","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55502","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55502#h01\">Angriff in Halle &ndash; Stream voller Hass<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55502#h02\">Was Deutschlands 7. Platz im Wettbewerbsf&auml;higkeitsranking der Milliard&auml;re wirklich bedeutet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55502#h03\">Schwindende Tarifbindung kostet Milliarden!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55502#h04\">US Pr&auml;sident Trump verl&auml;sst Kurden in Syrien &ndash; Berlin deckt Erdogan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55502#h05\">Lateinamerika: Ecuador explodiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55502#h06\">Bedrohliche Anspannung in Hongkong<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55502#h07\">Arbeitslosigkeit verdoppelt das Sterberisiko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55502#h08\">Arm, alt, sucht Wohnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55502#h09\">30 Prozent weniger Pr&uuml;fungen: Fiskus verschont immer &ouml;fter Reiche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55502#h10\">Impeachment und Corruption<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55502#h11\">Korruption: Rechnungshof kritisiert Korruptionsbek&auml;mpfung in Verkehrsministerium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55502#h12\">Kleine Autos, gro&szlig;e Probleme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55502#h13\">Ein Sternekoch leidet an der Bahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55502#h14\">Schulb&uuml;cher vom DAX-Konzern: &bdquo;Kampf um die K&ouml;pfe der Kinder&ldquo; im Klassenraum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55502#h15\">Richtungsweisendes EuGH-Urteil zum Schutz des Trinkwassers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55502#h16\">L&auml;nder zahlen keine Beitr&auml;ge: Den UN geht das Geld aus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Angriff in Halle &ndash; Stream voller Hass<\/strong><br>\nDer Angriff auf eine Synagoge und einen Imbiss in Halle ist im Netz &uuml;bertragen worden. In dem Stream leugnet der T&auml;ter den Holocaust und bezieht sich auf andere rechtsextreme Attentate.<br>\nDer Angriff auf eine Synagoge und einen D&ouml;ner-Imbiss in Halle hat einen rechtsextremen Hintergrund. Auf der Plattform Twitch &uuml;bertrug der mutma&szlig;liche T&auml;ter den Anschlag. Das Video wurde mittlerweile gesperrt, liegt der ARD aber vor.<br>\nAuf dem Video spricht der Attent&auml;ter auf Englisch, allerdings mit deutschem Akzent. Er behauptet, den Holocaust habe es nicht gegeben. Zu seinem Motiv f&uuml;r den Anschlag sagt er, Feminismus f&uuml;hre zu weniger Geburten, deswegen gebe es Masseneinwanderung &ndash; und hinter all diesen Problemen stecke &ldquo;der Jude&rdquo;. Er bezieht sich somit auf andere rechtsextreme Attent&auml;ter, beispielsweise auf den von Christchurch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/halle-taeter-101.html%20\">Tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Bemerkenswert ist, dass auch die Tagesschau die Begriffe &ldquo;Terror&rdquo; und &ldquo;Terrorismus&rdquo; vermeidet. Den gesamten Tag war in den &Ouml;ffentlich-Rechtlichen und auch von der Politik stattdessen nur von &ldquo;Schie&szlig;ereien&rdquo; und &ldquo;Amok&rdquo; die Rede. Das ist erstaunlich, stand doch sehr fr&uuml;h schon fest, dass der (oder die) T&auml;ter ganz offensichtlich an Jom Kippur in einer Synagoge ein Blutbad anrichten wollten. Was braucht es noch, um von &ldquo;Terrorismus&rdquo; zu sprechen? H&auml;tte &ndash; rein hypothetisch &ndash; ein Islamist einen vergleichbaren Anschlag auf eine christliche Kirche unternommen, w&auml;re sicher binnen Minuten von &ldquo;Terrorismus&rdquo; die Rede gewesen. Offenbar haben weder Politik noch Medien Lehren aus den NSU-Morden und dem Mord an Walter L&uuml;bcke gelernt, bei denen man sich ja auch lange geweigert hat, den Begriff &ldquo;Terrorismus&rdquo; zu verwenden.  <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Rassismus t&ouml;tet!<\/strong><br>\nNach den bislang vorliegenden Informationen haben am Mittwoch mehrere M&auml;nner in Halle\/Saale rassistisch motivierte Anschl&auml;ge ver&uuml;bt. Begonnen hatten der bzw. die T&auml;ter an der Synagoge in der Hallenser Innenstadt, deren T&uuml;r jedoch dem mit einer Maschinenpistole vorgetragenen Angriff standhielt. Am j&uuml;dischen Friedhof wurde die erste Person get&ouml;tet. Anschlie&szlig;end schossen der bzw. die T&auml;ter an einer D&ouml;ner-Imbiss-Bude auf eine weitere Person. Zwei weitere Personen wurden mit Schussverletzungen in die Universit&auml;tsklinik eingeliefert. Ein Verd&auml;chtiger &ndash; laut Medien der 27j&auml;hrige Neonazi Stefan Balliert &ndash; wurde festgenommen. Die Bundesanwaltschaft geht von einem extrem rechten Tatmotiv aus. Der T&auml;ter habe ein Video von seinem &Uuml;berfall gedreht. Das erinnere an das Vorgehen des rassistischen M&ouml;rders vom neuseel&auml;ndischen Christchurch.<br>\nSeit l&auml;ngerer Zeit m&uuml;ssen wir beobachten, dass die neofaschistische Szene sich zunehmend bewaffnet und gewaltbereitet agiert. Der Mord an dem Kasseler Regierungspr&auml;sidenten Walter L&uuml;bcke war daf&uuml;r ein deutliches Zeichen. Nun scheinen erneut Neonazis ihre Gewaltbereitschaft unter Beweis gestellt zu haben. Wenn die Bundesanwaltschaft ein solches Verbrechen nun unter &bdquo;Amokgefahr&ldquo; kategorisiert, verharmlost sie die von extremen Rechten ausgehenden Gefahren. Auch der Hinweis auf einen &bdquo;Einzelt&auml;ter&ldquo; soll von dieser Gefahr ablenken. Es war erkennbar eine geplante Aktion, die am h&ouml;chsten j&uuml;dischen Feiertag sich gegen j&uuml;dische B&uuml;rger unseres Landes und im n&auml;chsten Schritt gegen alle mit &bdquo;Fremden&ldquo; verbundenen Menschen richtete. Solche Morde sind geplant und bewusst vorbereitet.<br>\nWie schon bei dem Angeklagten Stefan Ernst im Fall L&uuml;bcke scheinen auch hier die Sicherheitsorgane dieser gewaltbereiten neofaschistischen Szene viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt zu haben. Ob der Anschlag dadurch h&auml;tte verhindert werden k&ouml;nnen, steht nicht zur Debatte. Die Freigiebigkeit der Beh&ouml;rden bei der Ausgabe von Waffenbesitzkarten f&uuml;r extreme Rechte muss auch in diesem Falle untersucht werden.<br>\nDie VVN-BdA erkl&auml;rt ihr tiefes Mitgef&uuml;hl gegen&uuml;ber allen Opfern der Anschl&auml;ge und ihren Familienangeh&ouml;rigen. F&uuml;r uns ist eine zentrale Konsequenz: Keine Toleranz f&uuml;r Nazis! Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen! Rassismus und Antisemitismus t&ouml;ten &ndash; dies zeigen die Vorg&auml;nge in Halle\/S. in aller Deutlichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/191010-Erklaerung-Halle-2019.pdf\">Erkl&auml;rung der VVN-BdA zu den Anschl&auml;gen in Halle\/ Saale [PDF]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Was Deutschlands 7. Platz im Wettbewerbsf&auml;higkeitsranking der Milliard&auml;re wirklich bedeutet<\/strong><br>\nDeutschland ist von Platz 3 auf Platz 7 der wettbewerbsf&auml;higsten L&auml;nder der Welt abgerutscht. Das geht aus dem Globalen Wettbewerbsf&auml;higkeitsindex des Weltwirtschaftsforums 2019 hervor. Laut Forum bedeutet ein gutes Ranking hohes langfristiges Wachstumspotential. Besonders verl&auml;sslich war der Index, gemessen an seiner Aussageabsicht, in der Vergangenheit nicht. (&hellip;)<br>\nM&ouml;glicherweise liegt die fehlende Treffsicherheit mit daran, dass die Analyse nicht ganz so unparteiisch ist, wie das Weltwirtschaftsforum glauben machen m&ouml;chte. Das Forum ist eine Stiftung, die von 1000 gro&szlig;en international aktiven Konzernen getragen wird. Den Gro&szlig;teil des betr&auml;chtlichen Budgets bringen 100 &bdquo;Strategische Partner&ldquo; auf. (&hellip;)<br>\nBei genauer Betrachtung der Methodik des Index stellt man fest, dass er eigentlich etwas ganz anderes misst. Seine Bestandteile sollen laut Forum das Wachstum nicht direkt beeinflussen, sondern indirekt &uuml;ber die Renditen von Investitionen, die &bdquo;die grundlegenden Treiber des Wachstums sind&ldquo;. Das Gewinnmaximierungsinteresse der Unternehmen deckt sich also mit dem Ziel der Wachstumssteigerung. Alles, was die Gewinne investierender (internationaler) Unternehmen steigert, ist gut f&uuml;r die Wettbewerbsf&auml;higkeit und treibt das Wachstum.<br>\nDas hie&szlig;e dann also: Ein hoher Indexwert zeigt an, dass (multinationale) Konzerne\n<ul>\n<li>aus Investitionen in einem Land einen hohen Ertrag ziehen k&ouml;nnen,<\/li>\n<li>dass sie nicht viel von diesem Ertrag an Arbeitnehmer und das Finanzamt abgeben m&uuml;ssen,<\/li>\n<li>und sich nicht mit l&auml;stigen Regulierungen herumzuschlagen haben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1181-wef19\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Schwindende Tarifbindung kostet Milliarden!<\/strong><br>\nF&uuml;r immer weniger Besch&auml;ftigte und Betriebe in Deutschland gilt ein Tarifvertrag. Das wirkt sich nicht nur negativ auf die Einkommen der Besch&auml;ftigten, sondern auch auf die Allgemeinheit aus. Bund, L&auml;ndern und Kommunen entgehen dadurch j&auml;hrlich Milliarden. Der DGB-klartext fordert deshalb eine st&auml;rkere Tarifbindung, von der alle profitieren.<br>\nF&uuml;r immer weniger Besch&auml;ftigte und Betriebe in Deutschland gilt ein Tarifvertrag. Im Jahr 2018 waren nur noch 56 Prozent der Besch&auml;ftigten im Westen und 45 Prozent im Osten tarifgebunden. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Arbeitnehmer*innen selbst, sondern auch auf die Allgemeinheit. Wie neue DGB-Berechnungen zeigen, entgehen Bund, L&auml;ndern und Kommunen durch Tarifflucht und Lohndumping j&auml;hrlich Milliarden.<br>\nDass Tarifbesch&auml;ftigte mehr verdienen als Nichttarifbesch&auml;ftigte, ist ein Fakt. Daher ist es nur logisch, dass die schwindende Tarifbindung nicht nur weniger Netto bei den Besch&auml;ftigten bedeutet, sondern sich auch durch weniger Einzahlungen in die Sozialversicherungen (Arbeitslosen-, Renten-, Pflege- und Krankenversicherung) und weniger Steuereinnahmen (Einkommensteuer) bemerkbar macht.<br>\nDer DGB hat nun berechnet, wie hoch diese &bdquo;Kosten&ldquo; sind. Bei einer fl&auml;chendeckenden Tarifbindung h&auml;tten die Sozialversicherungen deutschlandweit j&auml;hrliche Mehreinnahmen von knapp 25 Milliarden Euro, die Einnahmen aus der Einkommensteuer l&auml;gen knapp 15 Milliarden Euro h&ouml;her, die Kaufkraft der Besch&auml;ftigten w&auml;re gut 35 Milliarden Euro st&auml;rker. Auch heruntergerechnet auf die einzelnen Bundesl&auml;nder ergeben sich daraus beachtliche Summen. Bei den Berechnungen werden zudem Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland erneut deutlich (siehe Abbildung).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++0f0c92b4-ea77-11e9-a38f-52540088cada\">DGB klartext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>US Pr&auml;sident Trump verl&auml;sst Kurden in Syrien &ndash; Berlin deckt Erdogan<\/strong><br>\nEine sogenannte Sicherheitszone ist seit langem erkl&auml;rtes Ziel der T&uuml;rkei, um die kurdische Demokratiebewegung in Syrien zu bek&auml;mpfen. Zuletzt setzte Erdogan die Sicherheitszone als Druckmittel in der Verhandlung um den EU-T&uuml;rkei-Deal ein: Entweder bekomme man Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die &bdquo;Sicherheitszone&ldquo; in Syrien oder man werde gezwungen sein, die Tore f&uuml;r Migrant*innen nach Europa zu &ouml;ffnen. Der Besuch des deutschen Innenministers Horst Seehofer letzte Woche in der T&uuml;rkei hat offensichtlich neue R&uuml;ckendeckung gegeben, auch wenn er den Pl&auml;nen offiziell eine Absage erteilte. Doch anstatt Menschenrechtsverletzungen anzuprangern oder &uuml;ber einen R&uuml;ckzug aus dem v&ouml;lkerrechtswidrig besetzen Afrin zu verhandeln, wurde allein die Zusammenarbeit in der Migrationsabwehr bekr&auml;ftigt. Alles andere ist f&uuml;r die Bundesregierung scheinbar eine Nebensache, wenn &uuml;berhaupt.<br>\nDas ist nicht nur politisch fatal, sondern auch kurzsichtig. Die Destabilisierung der kurdischen Selbstverwaltung kann zu einer erneuten St&auml;rkung der Terrormiliz &bdquo;Islamischer Staat&ldquo; f&uuml;hren. Schon seit langem warnt der Kurdische Rote Halbmond vor einer Reorganisierung des IS im Fl&uuml;chtlingslager al Hol. Dort sind nach der Zerschlagung des IS-Kalifats Zehntausende Anh&auml;nger*innen der Terrormiliz untergekommen, unter ihnen mindesten 10 000 ausl&auml;ndische Frauen und ihre Kinder.<br>\nDie Kurden fordern seit Monaten ihre R&uuml;ckholung durch die verantwortlichen nationalen Regierungen. Aber es wird kaum Verantwortung von der internationalen Gemeinschaft &uuml;bernommen, auch die Bundesregierung h&auml;lt sich bedeckt. Das tr&auml;gt dazu bei, dass die Situation im Fl&uuml;chtlingslager al Hol so angespannt ist wie noch nie, das berichten die Helfer*innen vom Halbmond. IS-Anh&auml;nger*innen verk&uuml;nden, ein Kalifat im Lager errichten zu wollen, Helfer*innen werden angegriffen und trauen sich nachts nicht mehr ins Lager. Sollte es zu einem Einmarsch kommen, k&ouml;nne die Sicherheit im Lager nicht mehr gew&auml;hrleistet werden. Das gilt auch f&uuml;r die tausend inhaftierten IS-K&auml;mpfer. (&hellip;)<br>\nEine humanit&auml;re und politische Katastrophe steht bevor. Wie der v&ouml;lkerrechtswidrige Angriff auf Afrin w&uuml;rde auch der nun drohende Einmarsch nur durch das Weggucken und die Waffenlieferungen westlicher Staaten an die T&uuml;rkei m&ouml;glich. Der Einsatz deutscher Rheinmetall-Panzer zu Beginn des Jahres 2018 oder die Debatte um die R&uuml;ckholung deutscher IS-Anh&auml;nger*innen zeigen: Die Bundesregierung steht hinter Erdogans Anti-Kurden-Politik und weicht keinen Zentimeter von dieser Linie ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/meinung\/berlin-deckt-ankaras-kampf-13076639.html\">Anita Starosta in Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Nein zu Erdogans Einmarsch in Syrien<\/strong><br>\nDas Vorgehen Erdogans ist so skrupellos wie rechtswidrig. Schon die Drohungen Erdogans mit der Invasion im Nachbarland versto&szlig;en gegen das Gewaltverbot der UN-Charta. Die geplante Besetzung ist v&ouml;lkerrechtswidrig wie es auch die Invasion in der syrischen Region Afrin 2018 war. W&auml;hrend seinerzeit ausnahmslos alle Fraktionen im Bundestag Ankaras Akt der Aggression verurteilt haben, verweigert die Bundesregierung bis heute eine derartige Einordnung.<br>\nErdogan hat f&uuml;r seinen Angriffskrieg gr&uuml;nes Licht von US-Pr&auml;sident Donald Trump erhalten, als er den R&uuml;ckzug der amerikanischen Soldaten aus der Grenzregion angeordnet hat &ndash; deren Pr&auml;senz in Syrien ohne Zustimmung der F&uuml;hrung in Damaskus im &Uuml;brigen ebenfalls gegen das V&ouml;lkerrecht verst&ouml;&szlig;t. Wer auch immer der Illusion verfangen war, die USA verfolgten nicht ihre eigenen geopolitischen Interessen in der Region, sondern seien eine Schutzmacht der Kurden im Nahen Osten, muss sich sp&auml;testens jetzt bitter get&auml;uscht sehen. Der Verrat Washingtons wiegt doppelt schwer, waren es doch die Amerikaner, die in den vergangenen Wochen die kurdischen Milizen erst dazu bewegt hatten, ihre milit&auml;rischen Stellungen und Verteidigungsanlagen im Grenzgebiet zur T&uuml;rkei abzubauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/nein-zu-erdogans-einmarsch-in-syrien\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Lateinamerika: Ecuador explodiert<\/strong><br>\nDas staatliche Sparprogramm bringt das Volk gegen den einst linken, jetzt neoliberalen Pr&auml;sidenten auf. len&iacute;n Moreno musste sogar aus der Hauptstadt fliehen. [&hellip;]<br>\nDie Ecuadorianer protestieren gegen Morenos Sparprogramm, mit dem er an Kredite des Internationalen W&auml;hrungsfonds kommen will. Die 4,2 Milliarden Dollar soll es nur geben, wenn der einstmals linke Staatschef &ndash; sein Vorname ist eine Hommage seiner Eltern an den russischen Revolution&auml;r &ndash; Subventionen streicht und drastisch spart. Moreno hat dem bedingungslos Folge geleistet, den Beamten die H&auml;lfte des Urlaubs weggenommen und ihr Gehalt um 20 Prozent gek&uuml;rzt. &Uuml;berdies muss jeder Staatsdiener pro Monat das Gehalt eines Tages an den klammen Staat abgeben.<br>\nDas hat schon viele Ecuadorianer verstimmt, aber als Moreno vor einer Woche die seit vier Jahrzehnten w&auml;hrenden Subventionen f&uuml;r Benzin kassierte, explodierte das Land: Erst gingen die Bus- und LKW-Fahrer auf die Stra&szlig;e, dann kamen die Ureinwohner. Die sind bestens organisiert, seit vor fast 20 Jahren Ecuador damit begann, die Bodensch&auml;tze ihres Regenwaldes in der Provinz Morona-Santiago dem Raubbau zu &uuml;berlassen. Die Indigenen haben schon so manchen Pr&auml;sidenten das F&uuml;rchten gelehrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/ecuador-explodiert-13084507.html\">FR Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dies der einzige etwas hintergr&uuml;ndigere Bericht. In allen anderen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; findet man nur eher d&uuml;rre Meldungen zur Situation in Ecuador, die gerade, die Auflagen des IWF zur Durchsetzung einer neoliberalen Austerit&auml;tspolitik nicht thematisieren. Die vormalige IWF-Direktorin Lagarde ist ja nun designierte Pr&auml;sidentin der EZB &ndash; mehr muss man nicht sagen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Schuld sind immer die anderen<\/strong><br>\nStatt zu seiner Sparpolitik zu stehen, wendet Pr&auml;sident Moreno Gewalt an und macht sich aus dem Staub. Leider hat das in S&uuml;damerika Tradition. [&hellip;]<br>\nWas derzeit in Ecuador zu beobachten ist, hat in S&uuml;damerika leider eine lange Tradition. &Auml;hnlich wie zuletzt Argentinien bekommt das Andenland den harten Bruch von linker Umverteilungs- zu neoliberaler Sparpolitik zu sp&uuml;ren. Weil Ecuadors Pr&auml;sident Len&iacute;n Moreno einen Milliardenkredit vom Internationalen W&auml;hrungsfond (IWF) m&ouml;chte, hat er weitgehenden Reformen zugestimmt. Und diese Reformen treffen &ndash; wen sonst? &ndash; vor allem die &auml;rmeren indigenen Bev&ouml;lkerungsschichten, die Morenos Vorg&auml;nger Correa noch massiv entlastet hatte. Doch nun sollen unter anderem die Subventionen f&uuml;r verg&uuml;nstigtes Benzin wegfallen. Das hatte Pr&auml;sident Moreno vergangene Woche angek&uuml;ndigt und damit die Proteste ersten ausgel&ouml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Regierungskrise-in-Ecuador\/!5632447\/%20\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bedrohliche Anspannung in Hongkong<\/strong><br>\nBei den Protesten in Hongkong eskaliert die Gewalt. Erstmals schlie&szlig;t die Regierung einen Milit&auml;reinsatz nicht mehr aus. Es w&auml;re eine Trag&ouml;die, nicht nur f&uuml;r Hongkong.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2019-10\/massenproteste-hongkong-carrie-lam-notstandsgesetze-vermummungsverbot%20\">Zeit.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die Medien berichten seit 2 Tagen &uuml;ber die Gefahr, dass chinesische Milit&auml;rkr&auml;fte die Proteste in Hongkong demn&auml;chst gewaltsam beenden k&ouml;nnten. Anlass daf&uuml;r ist die Antwort von Carrie Lam auf die Frage ob sie beabsichtige, China bei der L&ouml;sung zur Beendigung der Proteste um Hilfe zu bitten, w&ouml;rtlich sagte: &ldquo;Wenn die Situation so schlimm wird, kann keine Option ausgeschlossen werden, wenn wir wollen, dass Hongkong noch eine Chance hat.&rdquo; Aber sie sagte zugleich, dass die Priorit&auml;t darin bestehe, dass die Stadt die Krise allein bew&auml;ltige.<\/em><\/p>\n<p><em>Nun ist es ja so, dass Hongkong chinesisches Territorium ist und dass laut &Uuml;bergabevertrag von 1997 China f&uuml;r die Sicherheit von Hongkong zust&auml;ndig ist. Ein Milit&auml;reinsatz gegen die Demonstranten auf Bitten der Stadtverwaltung w&auml;re demnach weder ein Versto&szlig; gegen die Verfassung von Hongkong noch ein Versto&szlig; gegen internationales Recht.<\/em><\/p>\n<p><em>Und es ist auch wahr, dass in Hongkong, in Kow Loon, chinesisches Milit&auml;r stationiert ist und dass chinesische Truppen im nahegelegenen Shenzen stationiert sind, die schnell vor Ort sein k&ouml;nnten. Die rechten Medien im Westen sind jedoch nicht besorgt dar&uuml;ber, dass chinesisches Milit&auml;r die Protestbewegung niederkn&uuml;ppeln k&ouml;nnte, sie hoffen es. Und je blutiger, desto besser f&uuml;r die Propaganda.<\/em><\/p>\n<p><em>Rechte amerikanische Ideologen und ihre europ&auml;ischen Gehilfen behaupten deshalb gerne, China w&uuml;rde ein neues Tiananmen in Hongkong vorbereiten. Das w&uuml;rde den Falken in Washington den Vorwand bieten, ihren Kampf gegen China an mehreren Fronten auszuweiten, neue Sanktionen zu verh&auml;ngen, vielleicht auch eine Blockade, einschlie&szlig;lich m&ouml;glicherweise der Anwendung milit&auml;rischer Gewalt im Rahmen einer &bdquo;humanit&auml;rer Aktion&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Wahrscheinlichkeit, dass es dazu kommen wird ist allerdings gering. Weder Peking noch Hong Kong sind so dumm, die internationalen Reaktionen auf eine gewaltsame milit&auml;rische Niederschlagung nicht einzuberechnen. Wenn sie eine milit&auml;rische L&ouml;sung gewollt h&auml;tten, h&auml;tten sie sie schon lange durchziehen k&ouml;nnen. Ihre monatelange Geduld beweist aber, dass Peking und Hongkong eine andere Strategie verfolgen. Irgendwann wird die Bewegung sich von selber totlaufen, irgendwann wird die wirtschaftliche Situation in HK so d&uuml;ster werden, dass die Bev&ouml;lkerung, die sich jetzt noch mehrheitlich mit den Demonstranten solidarisiert, sich von selber gegen die Demonstranten wendet. Viele Gesch&auml;ftsleute stehen nach 4 Monaten gewaltsamen Massenprotesten schon jetzt vor dem Ruin.<\/em><\/p>\n<p><em>Hongkong hat f&uuml;r Peking nicht mehr die Bedeutung, die es einmal hatte. Peking hat l&auml;ngst alternative Standorte in Shanghai und Shenzen aufgebaut, bald wird Hongkong &uuml;berfl&uuml;ssig werden, und je mehr die Protestbewegung jetzt noch kaputtschl&auml;gt, desto schneller wird sie sich selber den Ast abs&auml;gen, auf dem sie sitzt. Peking wird aber nicht zulassen, dass Hong Kong sich von China abtrennt und sich mit dem Westen gegen China verb&uuml;ndet. Und selbst wenn das Milit&auml;r doch noch einschreiten w&uuml;rde, so w&uuml;rde es nicht mit Maschinengewehren ganze Demonstranten-Z&uuml;ge beschie&szlig;en, wie es manche vielleicht hoffen. Das chinesische Milit&auml;r ist inzwischen professionell und ausgebildet genug, die Proteste zu stoppen ohne dass es dabei zu Blutvergie&szlig;en kommt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit verdoppelt das Sterberisiko<\/strong><br>\nNiedrige soziale Stellung macht krank. Weder Bluthochdruck, Cholesterin noch Krebsgene stehen an erster Stelle, wenn die Gefahren f&uuml;r das Befinden dekliniert werden. Vielmehr sind es Armut, Arbeitslosigkeit und schlechte Bildung, die den Menschen in Deutschland gesundheitlich am meisten zu schaffen machen. Der Zusammenhang von gesellschaftlicher Schicht und Befinden ist zwar bekannt, Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut f&uuml;r demografische Forschung in Rostock belegen aber nun mit einer bisher nicht dagewesenen Datenf&uuml;lle, wie stark soziale Unterschiede die Lebenserwartung in Deutschland beeinflussen.<br>\nDas Team um Pavel Grigoriev hat Rentenversicherungsdaten von 27 Millionen Arbeitnehmern im Alter zwischen 30 und 59 Jahren ausgewertet und zeigt im British Medical Journal, dass Arbeitslosigkeit das Sterberisiko verdoppelt. Die Sterblichkeit von jenem F&uuml;nftel M&auml;nner, das am schlechtesten verdient, lag sogar um 150 Prozent &uuml;ber derjenigen der M&auml;nner im ersten F&uuml;nftel, die &uuml;ber das h&ouml;chste Einkommen verf&uuml;gten.<br>\nSchlechtere Bildung wirkte sich nicht ganz so deutlich aus, dadurch erh&ouml;hte sich das Sterberisiko f&uuml;r M&auml;nner um &ldquo;nur&rdquo; etwa 30 Prozent. &ldquo;Die Wohnregion hat einen geringen Einfluss auf das Sterberisiko&rdquo;, sagt Grigoriev. Zwar sei das Sterberisiko im Osten h&ouml;her. Das liege aber vor allem daran, dass im Osten mehr Menschen arbeitslos und schlechter gebildet seien und &uuml;ber weniger Einkommen verf&uuml;gten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/gesundheit\/arbeitslosigkeit-lebenserwartung-sterberisiko-1.4634151%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Surprise, surprise. Da fragt man sich aber schon, worauf unsere Politiker und Arbeitgeberlobbyisten mit all den angeblich alternativlosen Sozialreformen so abgezielt haben: Die Abschaffung der statussichernden Arbeitslosenhilfe, die Erh&ouml;hung des Rentenalters sowie all die weiteren offenen und versteckten Rentenk&uuml;rzungen der letzten 40 Jahre &ndash; was bewirkt das bei Menschen mit ohnehin schon erh&ouml;htem Sterberisiko? Welche Verteilungswirkungen haben die Reformen dann letztendlich in der Gesellschaft?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arm, alt, sucht Wohnung<\/strong><br>\nIn deutschen Gro&szlig;st&auml;dten leben Senioren immer mehr in Angst vor Mieterh&ouml;hungen, Modernisierungsank&uuml;ndigungen und Eigenbedarfsanspr&uuml;chen. Der Film stellt Betroffene vor und zeigt Auswege.<br>\nFrau Kaiser lebt seit Jahrzehnten in M&uuml;nchen-Bogenhausen in einer Dreizimmerwohnung. Seit dem Tod ihres Mannes braucht sie eigentlich nur zwei Zimmer, aber: &ldquo;F&uuml;r die Miete, die ich zahle, kriege ich in ganz M&uuml;nchen keine Zweizimmerwohnung. Ich bin hier gefangen.&rdquo;<br>\nSie f&uuml;rchtet: &ldquo;Mit der n&auml;chsten Mieterh&ouml;hung ist es aus, dann muss ich hier raus.&rdquo; Deswegen hat sie Angst vor Post vom Vermieter, denn der darf regelm&auml;&szlig;ig erh&ouml;hen.<br>\nFrau Kaiser ist kein Einzelfall. Frau Thaler aus M&uuml;nchen wurde die Wohnung wegen Eigenbedarfs gek&uuml;ndigt, sie findet keine neue wegen ihres Hundes. Frau Hohmann aus Dortmund k&auml;mpft gegen eine v&ouml;llig falsche Nebenkostenabrechnung. Frau Keitel aus Berlin wei&szlig; nur, dass ihre Wohnung zum wiederholten Mal verkauft wurde, aber an wen und was der neue Eigent&uuml;mer mit dem Haus vorhat, das wei&szlig; sie nicht.<br>\nHerr H&auml;rtl soll doppelte Miete zahlen, weil seine Wohnung gegen seinen Willen modernisiert wird. Immerhin, er wehrt sich: Noch mit 80 Jahren zieht er gegen eine Kapitalgesellschaft zu Felde und will gerichtlich erzwingen, dass die Modernisierungskosten zumindest angepasst werden. Einer der wenigen Senioren, die die Kraft haben, um ihr Zuhause zu k&auml;mpfen. Die meisten schaffen das nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.3sat.de\/gesellschaft\/politik-und-gesellschaft\/arm-alt-sucht-wohnung-104.html%20\">3sat<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die n&auml;chste Reportage &uuml;ber Immobilienspekulation und Mietenabzocke. Immer wieder im Focus der gr&ouml;&szlig;te deutsche Immobilienkonzern Vonovia. Der Wahnsinn auf dem Wohnungsmarkt ist wohl eines der dr&auml;ngendsten sozialen Probleme der Zeit ohne, man kann es nur wiederholen, dass durch die Politik bisher ein grunds&auml;tzlicher L&ouml;sungsansatz auf den Tisch gelegt wurde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>30 Prozent weniger Pr&uuml;fungen: Fiskus verschont immer &ouml;fter Reiche<\/strong><br>\nSteuerpr&uuml;fungen bei Einkommensmillion&auml;ren lohnen sich besonders, weil sie in vielen F&auml;llen zu hohen Steuernachzahlungen f&uuml;hren. Dennoch werden Wohlhabende immer seltener kontrolliert. Die Linke mahnt mehr Anstrengungen an &ndash; strenge Gesetze alleine reichten nicht.<br>\nReiche mit Eink&uuml;nften &uuml;ber 500.000 Euro pro Jahr werden von den deutschen Finanzbeh&ouml;rden immer seltener durchleuchtet. Die Zahl der so genannten Betriebspr&uuml;fungen sei zwischen 2009 und 2018 um fast 30 Prozent gefallen &ndash; von 1630 F&auml;llen im Jahr auf 1150: Dies geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, aus welcher der Berliner &ldquo;Tagesspiegel&rdquo; zitierte.<br>\nLinken-Fraktionsvize Fabio De Masi kritisierte die Entwicklung. &ldquo;Wir brauchen nicht nur scharfe Gesetze, sondern auch scharfe Kontrollen&rdquo;, sagte er der Zeitung. &ldquo;Wir d&uuml;rfen es im Sinne der Steuergerechtigkeit nicht l&auml;nger hinnehmen, dass bei den kleinen Leuten jeder Euro umgedreht wird &ndash; die gro&szlig;en Finanzhaie aber davonkommen.&rdquo; F&uuml;r die Finanzbeh&ouml;rden forderte er mehr Personal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Fiskus-verschont-immer-oefter-Reiche-article21319982.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.S.:<\/strong> Da w&uuml;rde eine, wie auch immer geartete, Steuer f&uuml;r Reichtum auch nicht viel helfen. Das Finanzamt muss nat&uuml;rlich grunds&auml;tzlich bereit sein, seiner Pflicht nachzukommen. Macht es dies nicht, steht nicht nur die Steuergerechtigkeit zur Disposition, sondern auch die Glaubw&uuml;rdigkeit des Staates als Ganzes. Ist die Glaubw&uuml;rdigkeit erst mal ruiniert, verzichtet es sich auf die Steuergerechtigkeit v&ouml;llig ungeniert.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Wenn der Steuerpr&uuml;fer gar nicht klingelt Einkommensmillion&auml;re werden seltener vom Finanzamt durchleuchtet<\/strong><br>\nWer wirklich reich ist, bei dem gucken die Finanz&auml;mter immer seltener hin. Obwohl sich die Zahl der Million&auml;re in sechs Jahren verdoppelt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/wenn-der-steuerpruefer-gar-nicht-klingelt-einkommensmillionaere-werden-seltener-vom-finanzamt-durchleuchtet\/25096314.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Impeachment und Corruption<\/strong><br>\nDen Vorwurf der &bdquo;corruption&ldquo; erheben in den Vereinigten Staaten von Amerika derzeit beide Seiten des politischen Spektrums gegeneinander. W&auml;hrend Donald Trump der Familie Biden &bdquo;corruption&ldquo; vorwirft, bezeichnet der ehemalige Vize-Pr&auml;sident den amtierenden Pr&auml;sidenten als &bdquo;most corrupt President we&rsquo;ve had in modern history&ldquo;. Diese Begrifflichkeiten haben eine Tradition, die &uuml;ber die aktuellen Diskussionen hinausgeht. &bdquo;Corruption&ldquo; ist einer der Schl&uuml;sselbegriffe zum Verst&auml;ndnis der amerikanischen Republik &ndash; und des Impeachment-Verfahrens. (&hellip;)<br>\nWie die Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Amtsenthebung auszulegen sind, ist bis heute nicht verbindlich gekl&auml;rt und wird auch nie abschlie&szlig;end durch den Supreme Court gekl&auml;rt werden: Die amerikanischen Verfassungsv&auml;ter haben das Gericht bewusst aus dem Amtsenthebungsverfahren herausgehalten und stattdessen die Entscheidung dem personenst&auml;rkeren Senat anvertraut, der sie mit Zweitdrittelmehrheit treffen soll. Hamilton f&uuml;hrt daf&uuml;r in Federalist No. 65 Zweifel an der St&auml;rke (&bdquo;fortitude&ldquo;) und an der Autorit&auml;t (&bdquo;credit and authority&ldquo;) des Gerichts an, ein derart politisches Verfahren zu bew&auml;ltigen, das durch die unmittelbaren Volksvertreter im Repr&auml;sentantenhaus begonnen wurde. Dementsprechend hat der Supreme Court im Fall Walter L. Nixon v. United States klargestellt, dass er aufgrund der Political Question-Doctrine eine Entscheidung des Senats im Impeachment-Verfahren grunds&auml;tzlich nicht &uuml;berpr&uuml;fen wird. Dass der Senat in einem Impeachment-Verfahren gegen den Pr&auml;sidenten unter Vorsitz des Chief Justice tagt (Artikel 1 Absatz 3 Satz 6), zeigt den intendierten judiziellen Charakter des Verfahrens (trial). Doch auch die Gr&uuml;ndergeneration war sich der Gefahr bewusst, dass in einem solchen Verfahren die M&ouml;glichkeit bestehe, &bdquo;that the decision will be regulated more by the comparative strength of parties, than by the real demonstrations of innocence or guilt&ldquo; (Alexander Hamilton).<br>\nDiese Gefahr k&ouml;nnte sich auch im derzeit diskutierten Impeachment-Verfahren gegen Donald Trump materialisieren &ndash; wenn es nach der laufenden Voruntersuchung zu diesem kommen sollte. Doch dieser politische Streit verl&auml;uft nicht v&ouml;llig ma&szlig;stabslos. Er wird in einer &bdquo;constitutional language&ldquo; gef&uuml;hrt, die Jahrhunderte zur&uuml;ckgeht. Die Abwehr von &bdquo;corruption&ldquo; besch&auml;ftigt die amerikanische Republik seit ihrer Entstehung &ndash; genauso wie umgekehrt die Suche nach &bdquo;virtuous leaders&ldquo;:<br>\n&bdquo;The aim of every political constitution is, or ought to be, first to obtain for rulers men who possess most wisdom to discern, and most virtue to pursue, the common good of the society; and in the next place, to take the most effectual precautions for keeping them virtuous whilst they continue to hold their public trust.&rdquo; (James Madison, Federalist No. 57).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/impeachment-und-corruption\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Korruption: Rechnungshof kritisiert Korruptionsbek&auml;mpfung in Verkehrsministerium<\/strong><br>\nDer Rechnungshof wirft dem Ministerium vor, nicht genug gegen m&ouml;gliche Korruption zu unternehmen. Au&szlig;erdem w&uuml;rde der Bundestag nicht ausreichend informiert werden.<br>\nDer Bundesrechnungshof kritisiert das Bundesverkehrsministerium einem Medienbericht zufolge f&uuml;r seine Defizite bei der Korruptionsbek&auml;mpfung. Die Rechnungspr&uuml;fer werfen dem Ministerium in einem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestags vor, &ldquo;die vorgesehenen Gef&auml;hrdungs- und Risikoanalysen teilweise nicht turnusgem&auml;&szlig; durchgef&uuml;hrt oder nicht anlassbezogen aktualisiert&rdquo; zu haben.<br>\nDie Welt zitiert aus dem Bericht, dass das von Andreas Scheuer (CSU) gef&uuml;hrte Ministerium unter anderem die Frage nach der &ldquo;Verwendungsdauer von Besch&auml;ftigten in besonders korruptionsgef&auml;hrdeten Arbeitsgebieten&rdquo; vernachl&auml;ssigt habe. Die jeweilige Zust&auml;ndigkeitsdauer von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Beh&ouml;rde f&uuml;r einzelne Themen sei nicht &uuml;berwacht worden, sodass die Verkehrsbeh&ouml;rden &ldquo;eine regelm&auml;&szlig;ige und systematische Rotation nicht sicherstellen konnten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2019-10\/rechnungshof-korruptionsbekaempfung-verkehrsministerium-andreas-scheuer\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Pkw-Maut: Scheuer r&auml;umt geheim gehaltene Treffen ein<\/strong><br>\nIn der Aff&auml;re um die geplatzte Pkw-Maut belasten Informationen &uuml;ber weitere Geheimtreffen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Das Ministerium musste nach einem Ultimatum der Gr&uuml;nen am Dienstag f&uuml;nf zus&auml;tzliche Gespr&auml;che der Ministeriumsspitze mit Vertretern der Mautfirmen CTS Eventim und Kapsch einr&auml;umen. Sie sollen zwischen dem 3. Oktober 2018 und dem 23. Mai 2019 stattgefunden haben. An drei Treffen war Scheuer beteiligt, an einem nahm auch Kanzleramtschef Helge Braun teil. Den Bundestag hatte das Ministerium &uuml;ber die Treffen bislang nicht informiert. Sie sind auch in den Akten zur Maut nicht dokumentiert.<br>\nBei den meisten Treffen geht es um Spitzengespr&auml;che in der hei&szlig;en Phase der Verhandlungen &uuml;ber den milliardenschweren Mautvertrag Ende 2018. So geht es aus einem Schreiben von Verkehrsstaatssekret&auml;r Steffen Bilger hervor, das der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt. Die hochkar&auml;tigen Treffen am 3. Oktober, dem 26., 27., 29. November und am 7. Dezember fanden zum Teil parallel zu Treffen auf Arbeitsebene statt, die dem Bundestag offiziell gemeldet wurden. W&auml;hrend diese protokolliert wurden, unterblieb das bei den Spitzentreffen. &ldquo;Zu diesen Gespr&auml;chen gab es weder vorbereitenden noch nachbereitende Vermerke&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Schreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/scheuer-pkw-maut-gruene-opposition-1.4631799\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kleine Autos, gro&szlig;e Probleme<\/strong><br>\nEigentlich m&uuml;sste die Autobranche vor allem kleine Fahrzeuge produzieren, um ihren CO2-Aussto&szlig; zu senken. Tats&auml;chlich aber ist diese Gattung vom Aussterben bedroht. Retten kann sie wohl nur ein radikaler Strategiewechsel. [&hellip;]<br>\nWenn die Hersteller das Aus einer Kleinwagenbaureihe mit dem Verweis auf die strengen Schadstoffgrenzwerte begr&uuml;nden, bedeutet das ironischerweise zugleich eine Lockerung dieses Grenzwertes. Wie das? Weil die 95-Gramm-Grenze f&uuml;r den CO2-Aussto&szlig; pro Kilometer, die ab 2020 gilt, lediglich ein Durchschnittswert ist. Der tats&auml;chlich Wert, den ein Hersteller erf&uuml;llen muss, wird unter Einbeziehung des Durchschnittsgewicht aller in Europa verkauften Fahrzeuge dieses Herstellers berechnet. Streicht also ein Unternehmen leichte Autos aus dem Angebot, erh&ouml;ht diese Ma&szlig;nahme das Durchschnittsgewicht der verbleibenden Fahrzeuge &ndash; und damit auch den CO2-Grenzwert f&uuml;r diesen Hersteller. Das Aus f&uuml;r viele Kleinwagen bedeutet insofern einen R&uuml;ckschlag f&uuml;r den Klimaschutz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/kleinwagen-die-grossen-probleme-der-kleinen-autos-a-1289592.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein Beispiel, dass in der aktuellen Klimapolitik offenbar nichts zusammenpasst bzw. es eigentlich ein klares Konzept &uuml;berhaupt nicht gibt. Weder auf Seite der Politik noch auf der, der Industrie.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ein Sternekoch leidet an der Bahn<\/strong><br>\nAndreas Kleber war nicht nur Sternekoch, er ist so etwas wie das inoffizielle Ged&auml;chtnis der Bahn. Er sammelt Fahrpl&auml;ne und Kursb&uuml;cher, hat unz&auml;hlige Zugverbindungen im Kopf &ndash; und ist damit auch Chronist eines entgleisten Konzerns. [&hellip;]<br>\nWahrscheinlich merken die meisten Reisenden gar nicht, wie die moderne Bahn schleichend schleichender wurde, parallel zu ihrem allgemeinen Zerfall, einige Beispiele: 2007 war man von Hamburg in Berlin zw&ouml;lf Minuten schneller als heute, die Hauptstadt erreichte man 2007 von Frankfurt aus gut eine halbe Stunde eher als heute. Und wer von Hamburg nach Freiburg will, sitzt nun 19 Minuten l&auml;nger im Zug als vor einem Vierteljahrhundert, wer von Stuttgart nach M&uuml;nchen f&auml;hrt, ist heute 16 Minuten l&auml;nger Gast der Bahn als 1995.<br>\nWer jetzt von Hamburg nach Westerland auf Sylt m&ouml;chte, sagt Kleber, &ldquo;braucht 36 Minuten l&auml;nger als 1972, wer von K&ouml;ln nach Hamburg m&ouml;chte, sitzt heute 37 Minuten l&auml;nger im Zug als 1989.&rdquo; Der ICE von Aachen nach Br&uuml;ssel wurde vor neun Jahren mit genau einer Stunde Fahrzeit beworben, heute ist er 74 Minuten unterwegs &ndash; falls mal einer fahrplanm&auml;&szlig;ig durchkommt. 1939, vor genau 80 Jahren also, kam man von Berlin nach Breslau in zweieinhalb Stunden. Und heute? Da braucht man Geduld, gute B&uuml;cher, Wein, irgendwas, man hat auf jeden Fall sehr viel Zeit f&uuml;r sich. Die Fahrt dauert doppelt so lang, im schnellsten Fall f&uuml;nf Stunden 17 Minuten, h&auml;ufig jedoch &uuml;ber sieben Stunden.<br>\nVon meinem Heimatort K&ouml;nigsbronn dauerte 1990 die Fahrt nach Hamburg f&uuml;nf Stunden 23 Minuten, heute sind es im besten Fall sechs Stunden 53 Minuten, oft sieben Stunden 45 Minuten, auch mal neun Stunden 26 Minuten &ndash; obwohl damals die Milliarden teure Schnellstrecke zwischen W&uuml;rzburg und Hamburg noch nicht vollst&auml;ndig ausgebaut worden war, obwohl es damals noch keine ICEs gab.<br>\nNoch eine Zahl: Im Sommer 1901 betrug die Fahrzeit von meinem Heimatdorf nach Ulm laut Fahrplan eine Stunde 12 Minuten. Heute sitzt man f&uuml;r die knapp 50 Kilometer genau eine Stunde im Zug.<br>\nWas f&uuml;r ein Fortschritt in 118 Jahren!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/debatte\/445\/ein-sternekoch-leidet-an-der-bahn-6226.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Schulb&uuml;cher vom DAX-Konzern: &bdquo;Kampf um die K&ouml;pfe der Kinder&ldquo; im Klassenraum<\/strong><br>\n20 der 30 DAX-Unternehmen versorgen Schulen mit kostenlosen Unterrichtsmaterialien, besagt eine neue Studie. Deren Autor Tim Engartner warnte im Dlf vor &bdquo;schulischem Lobbyismus&ldquo; als Massenph&auml;nomen und forderte dagegen eine &bdquo;Pr&uuml;fstelle oder ein prinzipielles Verbot&ldquo;. [&hellip;]<br>\nEngartner: Also online verf&uuml;gbar sind Materialien kostenfreier Art etwa 800.000. Das genau zu beziffern, ist schwierig. Man kann nur sagen, dass 20 der 30 DAX-Unternehmen Unterrichtsmaterialien finanzieren oder produzieren und dann auch distribuieren. Das hei&szlig;t, wir haben es mit einer F&uuml;lle von Angeboten zu tun. In grosso modo l&auml;sst sich sagen, dass etwa ein Dutzend Unterrichtsmaterialien vorgehalten wird von den Spitzenreitern in der Gruppe der 20 genannten Unternehmen, und das ist doch ein Ausma&szlig;, was erkennen l&auml;sst, dass dieser schulische Lobbyismus kein Nischenph&auml;nomen ist, sondern ein Massenph&auml;nomen. [&hellip;]<br>\nBrinkmann: Wo geht langfristig gesehen aus Ihrer Sicht der Trend hin?<br>\nEngartner: Ich habe die Bef&uuml;rchtung, dass die chronische Unterfinanzierung des Schulsystems&hellip; die klammen kommunalen Kassen lassen erkennen, dass auch die Schulgeb&auml;ude, wie in der Anmoderation ja deutlich wurde, tats&auml;chlich mitunter in einem desolaten Zustand sind, dass die Abschaffung der Lehr- und Lernmittelfreiheit, immerhin eine Kernforderung der Revolution von 1848, dass all das, gepaart mit gedeckelten Kopierkontingenten in den Schulen, den Weg bereitet f&uuml;r private Content-Anbieter f&uuml;r Unternehmen wie etwa die 20 DAX-Unternehmen, die in der Studie untersucht worden sind als solche, die besonders wirkm&auml;chtig und einflussreich sind im schulischen Kontext, dass die noch weiter Auftrieb bekommen. Eine zweite Tendenz, die man feststellen kann, ist, dass viele Unternehmen nicht mehr unter ihrem eigenen Namen auftreten, sondern sich in Initiativen verb&uuml;nden, wie zum Beispiel die Wissensfabrik, die unter dem Dach der BASF in Ludwigshafen residiert, mit mehr als 140 weiteren F&ouml;rderunternehmen, dass man die Aktivit&auml;ten clustert, sodass es dann auch f&uuml;r Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler, aber auch f&uuml;r Lehrkr&auml;fte nur noch bedingt sichtbar wird, wer sich eigentlich hinter diesen Unterrichtsmaterialien oder Bildungsmaterialien im gr&ouml;&szlig;eren Sinne verbirgt. Das ist nat&uuml;rlich eine weitere Gefahr, weil die Quelle des oder derjenigen, der oder die dort t&auml;tig ist, sollte nat&uuml;rlich einwandfrei zu identifizieren sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/schulbuecher-vom-dax-konzern-kampf-um-die-koepfe-der-kinder.680.de.html?dram:article_id=460551\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Richtungsweisendes EuGH-Urteil zum Schutz des Trinkwassers<\/strong><br>\nDer EuGH hat nun am 3. Oktober 2019 im Interesse der Betroffenen entschieden: Ein &ouml;ffentlicher Wasserversorger, ein Einzelner oder eine Gemeinde k&ouml;nnen vom zust&auml;ndigen Ministerium (BMNT) umfassende Ma&szlig;nahmen zur Nitratreduktion im Grundwasser verlangen. Weiters sind seitens des BMNT (= zust&auml;ndige Beh&ouml;rde) verst&auml;rkte Aktionen zu setzen, um die Nitratwerte im Grundwasser zu senken.<br>\nDamit folgt der EuGH seiner bisherigen Linie, Umweltgesetze streng auszulegen und den Betroffenen eine Stimme zu geben. [&hellip;]<br>\nZusammengefasst: Betroffene k&ouml;nnen vom Bundesministerium f&uuml;r Nachhaltigkeit und Tourismus (= zust&auml;ndige Beh&ouml;rde) verlangen, dass ein bestehendes Aktionsprogramm Nitrat zu &auml;ndern ist, bzw. zus&auml;tzliche Ma&szlig;nahmen einfordern, solange der Nitratgehalt im Grundwasser 50 mg\/l &uuml;berschreitet oder zu &uuml;berschreiten droht. Mit diesem Urteil st&auml;rkt der EuGH die Rechte aller, die mit zu hohen Nitratwerten im Grundwasser zu k&auml;mpfen haben: HausbrunnenbesitzerInnen, &ouml;ffentliche Wasserversorger und Gemeinden.<br>\nDas zust&auml;ndige Bundesministerium f&uuml;r Nachhaltigkeit und Tourismus ist nun gefordert, das Aktionsprogramm Nitrat entsprechend anzupassen, um die Nitratwerte in den betroffenen Gebieten zu senken. Konkret m&uuml;sste weniger auf diesen landwirtschaftlichen Fl&auml;chen ged&uuml;ngt werden. Das Bundesland Steiermark zeigt einen gangbaren Weg dazu auf. Seit 1. J&auml;nner 2016 werden durch das &bdquo;Regionalprogramm zum Schutz der Grundwasserk&ouml;rper Grazer Feld, Leibnitzer Feld und Unteres Murtal&ldquo;, das spezielle Ma&szlig;nahmen f&uuml;r die Landwirtschaft vorsieht (z. B. eingeschr&auml;nkte D&uuml;ngung, genaue Aufzeichnungen, wasserrechtliche Bewilligungen), Nitratwerte unter dem Grenzwert von 50 mg\/l erreicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/eugh-urteil-zum-schutz-des-trinkwassers\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Diese Entscheidung und die hier f&uuml;r &Ouml;sterreich beschriebenen Konsequenzen d&uuml;rften auch f&uuml;r Deutschland gelten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>L&auml;nder zahlen keine Beitr&auml;ge: Den UN geht das Geld aus<\/strong><br>\n193 Staaten geh&ouml;ren den Vereinten Nationen an. Bislang haben aber nur 129 ihre Mitgliedsbeitr&auml;ge f&uuml;r 2019 &uuml;berwiesen. Vor allem ein Land hat schon l&auml;nger eine schlechte Zahlungsmoral: die USA.<br>\nIn einem Schreiben an alle Mitgliedsstaaten warnt UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres vor der schlimmsten finanziellen Krise der Vereinten Nationen in den vergangen zehn Jahren. Bis Ende des Monates seien die Liquidit&auml;ts-Reserven aufgebraucht, Personal und Lieferanten k&ouml;nnten dann nicht mehr bezahlt werden.<br>\nVon den 193 Staaten h&auml;tten bislang nur 129 ihre Mitgliedsbeitr&auml;ge &uuml;berwiesen. Die Generalversammlung im September sei nur durch &Uuml;bersch&uuml;sse aus dem vergangenen Jahr zu finanzieren gewesen. Insgesamt fehlten noch 30 Prozent der Summe der Beitr&auml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/un-finanzen-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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