{"id":55522,"date":"2019-10-11T08:38:27","date_gmt":"2019-10-11T06:38:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55522"},"modified":"2019-10-11T10:23:49","modified_gmt":"2019-10-11T08:23:49","slug":"hinweise-des-tages-3469","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55522","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55522#h01\">Terror in Halle: Sch&uuml;sse aus dem Bodensatz der Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55522#h02\">Das gro&szlig;e Spiel der Nationen im Norden Syriens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55522#h03\">Gibt es auch vern&uuml;nftige Tweets von Trump? Ja, aber die deutschen Medien berichten dar&uuml;ber nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55522#h04\">Bauer als Chemie-Lobbyist: &bdquo;Chemie-Willi&ldquo; statt &bdquo;Bauer Willi&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55522#h05\">F&uuml;r die Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;genssteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55522#h06\">Jeder f&uuml;nfte Besch&auml;ftigte in Niedersachsen erh&auml;lt Niedriglohn!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55522#h07\">Justiz im Schneckentempo &ndash; wie die Politik den Richtermangel aussitzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55522#h08\">Markus Henn: &raquo;Mit &Ouml;PP in der Entwicklungspolitik verdienen Konzerne viel Geld &ndash; auf Kosten der betroffenen L&auml;nder&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55522#h09\">Gesundheitsproblem: Mangelern&auml;hrung in deutschen Kliniken und Pflegeheimen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55522#h10\">Die EU ist tief &uuml;ber die Finanzierung nach dem Brexit zerstritten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55522#h11\">Aufruhr in Ecuador nicht nur wegen h&ouml;heren Benzinpreisen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55522#h12\">Die Bipolarisierung der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55522#h13\">Neue OECD-Steuerpl&auml;ne sind vergebene Chance<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55522#h14\">Zu guter Letzt: Ist das das Aus f&uuml;r BILD? Chefredakteur fordert &ldquo;Nie wieder Duldung von hasserf&uuml;llten Worten&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Terror in Halle <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sch&uuml;sse aus dem Bodensatz der Gesellschaft<\/strong><br>\nAntisemitische Gef&auml;hrder in Deutschland wagen sich aus ihren Verstecken, weil sie sich im Bodensatz der Gesellschaft frei bewegen k&ouml;nnen. Sicherheitsbeh&ouml;rden und Politik m&uuml;ssen sich unangenehme Fragen stellen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/kommentar-zum-terroranschlag-auf-synagoge-in-halle-16425307.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.E.:<\/strong> Wer s&auml;t hier Hass? &ldquo;Bodensatz der Gesellschaft&rdquo; ist ein Fu&szlig;tritt gegen die Opfer des neoliberalen Wertesystem des &ldquo;freien Marktes&rdquo;! <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Stimmt, entlarvender kann dieser Kommentar aus der FAZ nicht sein. Gibt es Antisemitismus nur am unteren Rand der Gesellschaft, eben bei den &ldquo;Verlierern&rdquo; des neoliberalen Marktregimes? Denn das deutsche B&uuml;rgertum hat die Nazis selbstverst&auml;ndlich nie unterst&uuml;tzt und Antisemitismus gab es dort auch nicht. Das ist an Arroganz und Unverfrorenheit nicht zu &uuml;berbieten. Ganz zu schweigen davon, dass es vor dem Hintergrund der Morde des NSU wohl Verbindungen des sogenannten Verfassungsschutzes ins rechtsextreme Milieu gibt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die unbekannten Toten aus Halle<\/strong><br>\n09.10.2019, 16:00 Uhr, zwei Menschen wurden in Deutschland ermordet. Erschossen. Vier Menschen, zwei bei einer Nachfolgetat, schwer verletzt. T&ouml;tungsdelikte passieren nicht selten in diesem Land (letztes Jahr 386 Mal (1)), erfahren mal weniger, mal mehr Aufmerksamkeit. Die jeweilige Dynamik der Berichterstattung ergibt sich aus dem Wert der Nachricht. So sind die gegenw&auml;rtigen Parameter der Multiplikatoren, also der Medienlandschaft justiert. Je klarer zuzuordnen, entsprechend zu nutzen, besteht die unmittelbare Chance der explosionsartigen Berichterstattung.<br>\nUnsere gegenw&auml;rtigen Medien-Zeiten leben, zelebrieren das ungeschriebene Gesetz: Keiner wei&szlig; etwas genaues, aber viele k&ouml;nnen etwas berichten. Falsch, m&uuml;ssen berichten, denn lieber mutma&szlig;en, als schweigen. Schweigen ist Schw&auml;che, bzw. wird als unprofessionell abgestraft. Obwohl nichts bekannt, wird umgehend aus allen Kan&auml;len geschossen, was das Halbwissen hergibt. Es war der lange Tag von &ndash; offensichtlich, offenbar, m&ouml;glicher Weise, anzunehmen, denn time is still money und wer nichts zu bieten hat, verliert ratatafatz potentielle Leser, H&ouml;rer, Besucher, Klicks, Likes, Retweets. Der Voyeurismus muss bedient werden, getarnt als vermeintlich ehrliches Interesse, wohlwollender formuliert &ndash; Anteilnahme. [&hellip;]<br>\nDer gr&ouml;&szlig;ere Irritationspunkt ist jedoch, hinsichtlich der &uuml;ber den gesamten Tag gef&uuml;hrten Diskussion &uuml;ber Rechtsterrorismus und Antisemitismus, Rechtsruck Gefahr, Rechten Tendenzen in Deutschland, den Forderungen nach mehr Sicherheit f&uuml;r J&uuml;disches Leben in Deutschland, den unbedingten Ma&szlig;nahmen gegen rechte Gewalt &ndash; sofort, die Unterlassung der Medien, der Hinweis auf einen aktuellen Beschluss der Bundesregierung. [&hellip;]<br>\nWeder Herr Kleber, noch Herr Schuster informierten die ZDF- Zuschauer &uuml;ber die j&uuml;ngst beschlossene Entscheidung der Bundesregierung im so notwendigen Kampf gegen Rechts, Zitat:<br>\nDas Programm &bdquo;Demokratie leben!&ldquo;, ein bundesweiter F&ouml;rdertopf f&uuml;r zahlreiche zivilgesellschaftliche Projekte, wird laut Informationen des Deutschlandfunk im n&auml;chsten Jahr voraussichtlich mit acht Millionen Euros weniger auskommen m&uuml;ssen. Das Bundesfamilienministerium hat bislang noch nicht konkret Stellung bezogen. F&uuml;r zahlreiche bew&auml;hrte Projekte, unter anderem das bekannte Rechtsextremismus-Aussteigerprogramm &bdquo;Exit&ldquo;, bedeutet das abgelehnte F&ouml;rderantr&auml;ge. Exit&ldquo; droht nun das aus. (10)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/tagesdosis-10-10-2019-die-unbekannten-toten-aus-halle\/%20\">KenFM<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Der Hinweis auf die beschlossenen K&uuml;rzungen von F&ouml;rdermitteln bei Programmen gegen Rechts ist wichtig, gerade weil jetzt wieder der typische AfD-Bei&szlig;reflex in der Berichterstattung einsetzt. Da wird zum Beispiel J&ouml;rg Meuthen im heutigen ZDF Morgenmagazin mit Zitaten von H&ouml;cke und dessen problematischer Sprache konfrontiert, aber nicht mit den Forderungen von AfD-Abgeordneten nach Streichung von Geldern f&uuml;r zivilgesellschaftliche Initiativen, die nun von der Bundesregierung auch noch erf&uuml;llt werden, obwohl die Zahl rechter Straftaten weiter zugenommen hat. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Merkel dr&uuml;ckt Netanjahu &bdquo;tiefe Betroffenheit&ldquo; nach Anschlag aus &ndash; Richter erl&auml;sst Haftbefehl gegen Attent&auml;ter<\/strong><br>\nNur gl&uuml;ckliche Umst&auml;nde haben offenbar ein Massaker in Halle verhindert. Der Ermittlungsrichter hat Haftbefehl gegen den Verd&auml;chtigen erlassen, best&auml;tigte ein Sprecher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/halle-merkel-drueckt-netanjahu-tiefe-betroffenheit-nach-anschlag-aus-richter-erlaesst-haftbefehl-gegen-attentaeter\/25102324.html\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> In diesem Beitrag des Handelsblatts wird noch heute fr&uuml;h die Feststellung der Tagespolitik von KenFm best&auml;tigt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Warum dr&uuml;ckt Angela Merkel Benjamin Netanjahu ihre &bdquo;tiefe Betroffenheit&ldquo; aus? Keines der Opfer von Halle war israelischer Staatsb&uuml;rger.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das gro&szlig;e Spiel der Nationen im Norden Syriens<\/strong><br>\nAnkara entsendet die t&uuml;rkische Armee in den Norden Syriens zum Kampf gegen die syrischen Kurden. Washington will sich einem solchen Milit&auml;reinsatz nicht in den Weg stellen, obwohl die Kurden die wichtigsten US-Verb&uuml;ndeten vor Ort im Kampf gegen den IS sind. Eine Analyse.<br>\nDie Pr&auml;sidenten der T&uuml;rkei und der USA haben telefoniert und sich geeinigt, dass k&uuml;nftig die T&uuml;rkei die Verantwortung f&uuml;r das Geschehen im Norden und Osten Syriens haben soll. Der t&uuml;rkische Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan, der zusammen mit seinen westlichen NATO-Partnern wesentliche Verantwortung f&uuml;r den Krieg in Syrien tr&auml;gt, soll als Belohnung und m&ouml;glicherweise auch als &ldquo;Schweigegeld&rdquo; ein gro&szlig;es St&uuml;ck syrischen Territoriums &uuml;bernehmen &ndash; vom Ufer des Euphrats bis an das Ufer des Tigris.<br>\nDort will Erdogan die &ldquo;Terroristen&rdquo; der kurdischen Selbstverwaltung &ldquo;Rojava&rdquo; vernichten, um dann auf den Ruinen 140 neue D&ouml;rfer zu bauen. Dorthin sollen bis zu zwei Millionen syrische Fl&uuml;chtlinge abgeschoben werden, die derzeit in der T&uuml;rkei leben. Diese Menschen waren aus Syrien aufgrund des Krieges in das n&ouml;rdliche Nachbarland geflohen. Das w&auml;re nicht n&ouml;tig gewesen, wenn Erdogan &ndash; mit Wissen und Unterst&uuml;tzung seiner NATO-Partner und mit dem Geld der Golfstaaten &ndash; den innenpolitischen Konflikt in Syrien nicht milit&auml;risch angeheizt h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/der-nahe-osten\/93358-grosse-spiel-nationen-im-norden\/\">Karin Leukefeld auf RT Deutsch<\/a>\n<p><strong>dazu: Krieg der T&uuml;rkei gegen Syrien verletzt krass das V&ouml;lkerrecht<\/strong><br>\nDie t&uuml;rkische Offensive gegen Kurdenmilizen in Nordsyrien ist v&ouml;lkerrechtswidrig und verst&auml;rkt weltweit die Terrorgefahr.<br>\nDer Krieg der T&uuml;rkei gegen die Kurden im benachbarten Syrien ist ein eindeutiger Verstoss gegen das in Artikel 2.4 der UNO-Charta verankerte Gewaltverbot und damit ein schwerwiegender Bruch des V&ouml;lkerrechts. Das Recht auf milit&auml;rische Selbstverteidigung aus Artikel 51 der Charta kann die Regierung Erdogan nicht f&uuml;r sich reklamieren, denn die T&uuml;rkei wurde nicht angegriffen. Es drohte nicht einmal ein milit&auml;rischer Angriff &ndash; weder unmittelbar noch mittelbar &ndash; den es pr&auml;ventiv oder pr&auml;emptiv zu verhindern galt. Daher muss zur Rechtfertigung die Behauptung einer angeblichen &laquo;terroristischen Bedrohung&raquo; herhalten, den man durch Krieg &laquo;beseitigen&raquo; wolle. Mit dieser willk&uuml;rlichen Behauptung haben seit Beginn des globalen &laquo;Krieges gegen den Terrorismus&raquo;, den die USA nach den Anschl&auml;gen vom 11. September 2001 ausgerufen hatten, schon eine Reihe von Regierungen versucht, v&ouml;lkerrechtswidrige milit&auml;rische Interventionen sowie Folter und andere schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen zu rechtfertigen.<br>\nAuch im konkreten Fall h&auml;lt die Behauptung einer &laquo;terroristischen Bedrohung&raquo; einer &Uuml;berpr&uuml;fung nicht stand. Die Volksverteidigungseinheiten (YPG) haben sich auf den Aufbau und die Verteidigung der Selbstverwaltung in der mehrheitlich von Kurden bewohnten Region Syriens beschr&auml;nkt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Angriff-Syrien%20\">Infosperber<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Die Politik der EU zu Syrien: Vom Appeasement zur Ohnmacht<\/strong><br>\nDie Politik der EU ist zahnlos, sie ist auf Gedeih und Verderb von&#8239;Erdogan abh&auml;ngig &ndash; wegen des Fl&uuml;chtlingsdeals, den Merkel 2016 eingef&auml;delt hat.<br>\nSeit Wochen fordert die T&uuml;rkei die Europ&auml;er heraus &ndash; mit &Ouml;lbohrungen vor Zypern, immer mehr Fl&uuml;chtlingen in der &Auml;g&auml;is und wilden Drohungen von Pr&auml;sident Erdogan. Nun ist die t&uuml;rkische Armee auch noch in Syrien einmarschiert und attackiert ausgerechnet jene Milizen, die Europa im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat geholfen haben.<br>\nUnd was macht die EU? Sie fordert einen Stopp der Milit&auml;roffensive und eine &bdquo;politische L&ouml;sung&ldquo;. Gleichzeitig bietet sie Erdogan neue Milliardenhilfen an, damit der umstrittene Fl&uuml;chtlingsdeal verl&auml;ngert werden kann. In einer eilig zusammengestoppelten Erkl&auml;rung wird die T&uuml;rkei sogar noch als &bdquo;Schl&uuml;sselpartner&ldquo; umworben.<br>\nVon Sanktionen hingegen ist nicht die Rede. Nicht einmal der t&uuml;rkische EU-Botschafter wurde einberufen. Man m&uuml;sse erst einmal abwarten, wie sich die USA verhalten, sagen Diplomaten in Br&uuml;ssel. Sollten die Amerikaner Strafen verh&auml;ngen, dann k&ouml;nnten die EU-Au&szlig;enminister bei ihrem n&auml;chsten Treffen am Montag auch mal dar&uuml;ber nachdenken. Das sagt eigentlich alles &uuml;ber die Au&szlig;enpolitik der 28 EU-Staaten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Die-Politik-der-EU-zu-Syrien\/!5628911\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gibt es auch vern&uuml;nftige Tweets von Trump? Ja, aber die deutschen Medien berichten dar&uuml;ber nicht<\/strong><br>\nEs ist kaum vorstellbar, dass eine Hillary Clinton, ein Barrack Obama oder ein Joe Biden die Kriege der USA im Nahen Osten kritisieren w&uuml;rden. Es ist allgemein bekannt, dass die Kriege gegen das V&ouml;lkerrecht versto&szlig;en haben, dass sie brutale Angriffskriege waren und dass sie Millionen zivile Opfer gefordert haben. Und diese US-Kriege zu kritisieren, w&uuml;rde keinem hochgestellten Politiker in den USA einfallen. Nur w&uuml;rde das kein Politiker in der USA so offen sagen.<br>\nAu&szlig;er Trump. Trump hat am Mittwoch getweetet: &bdquo;Die Vereinigten Staaten haben ACHT BILLIONEN DOLLAR f&uuml;r K&auml;mpfe und Polizeiarbeit im Nahen Osten ausgegeben. Tausende unserer gro&szlig;artigen Soldaten sind gestorben oder schwer verwundet worden. Millionen von Menschen sind auf der anderen Seite gestorben. IN DEN NAHEN OSTEN ZU GEHEN IST DIE SCHLECHTESTE ENTSCHEIDUNG, DIE JEMALS IN DER GESCHICHTE UNSERES LANDES GETROFFEN WURDE! Wir sind unter einer falschen &amp; jetzt widerlegt Pr&auml;misse in den Krieg gezogen, MASSENVERNICHTUNGSWAFFEN. Es gab KEINE! Jetzt bringen wir langsam und vorsichtig unsere gro&szlig;artigen Soldaten &amp; Milit&auml;rs nach Hause. Unser Fokus liegt auf dem GRO&szlig;EN BILD! DIE USA SIND GRO&szlig;ARTIGER ALS JE ZUVOR!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2019\/gibt-es-auch-vernuenftige-tweets-von-trump-ja-aber-die-deutschen-medien-berichten-darueber-nicht\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bauer als Chemie-Lobbyist: &bdquo;Chemie-Willi&ldquo; statt &bdquo;Bauer Willi&ldquo;<\/strong><br>\nKleinbauer Wilhelm Kremer-Schillings wettert gegen Beschr&auml;nkungen des Pestizideinsatzes. Jetzt zeigt sich: Er ist Vorstand eines Agrarchemieh&auml;ndlers.<br>\nDer als unabh&auml;ngiger Landwirt bekannte Blogger &bdquo;Bauer Willi&ldquo; ist in Wirklichkeit Teil der Agrarchemiebranche. Wilhelm Kremer-Schillings fungiert laut Firmenangaben als Vize-Vorstandschef der Buir-Bliesheimer Agrargenossenschaft, die auch in erheblichem Umfang mit Pestiziden und D&uuml;ngern handelt.<br>\nVor seiner Zeit als Blogger war er als Projektmanager in der Chemiesparte des damaligen Schering-Konzerns zust&auml;ndig f&uuml;r den vermutlich krebserregenden Unkrautvernichter Betanal, wie er der taz mitteilte. Bis zu seiner Pensionierung 2014 arbeitete er beim Zuckerhersteller Pfeifer &amp; Langen, wo er Landwirten zu Pestiziden riet. Auf seiner Internetseite &bdquo;Zur Person&ldquo; und in der Autorenbiografie seines Buches &bdquo;Sauerei!&ldquo; fehlen diese Angaben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Bauer-als-Chemie-Lobbyist\/!5631848\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung der Redaktion:<\/strong> Zu diesem Artikel erreichte uns folgende Zuschrift einer Obstb&auml;uerin &hellip;<\/em><\/p>\n<p><em>Sehr geehrte Redaktion der Nachdenkseiten,<\/em><br>\n<em>wie hei&szlig;t es so sch&ouml;n auf Ihrer Seite? Selber denken und das kann ich nur unterst&uuml;tzen. Sie stellen sich auch gegen Hetze und Verunglimpfungen im Netz, was ich ebenfalls gut finde.  Trotzdem verlinken Sie einen Artikel der taz, der an Boshaftigkeit kaum zu &uuml;berbieten ist. Bevor Sie diesen Rufmord weiter in die Welt tragen, h&auml;tten Sie sich auf der Blogseite von &raquo;Bauer Willi&laquo; informieren m&uuml;ssen, warum seine Aktion &raquo;Gr&uuml;ne Kreuze&laquo; solch eine breite Unterst&uuml;tzung bei den kleinen b&auml;uerlichen Betrieben (zu denen ich auch geh&ouml;re) findet. Denn dort treffen sich Landwirte und Verbraucher, um &uuml;ber aktuelle Probleme zu diskutieren und das auf gehobenem Niveau. Es sind vorwiegend St&auml;dter, die eine Landwirtschaft fordern, die in der Praxis nicht umsetzbar ist &ndash; jedenfalls nicht ohne &uuml;berh&ouml;hte Zuwendungen von au&szlig;en und einem enormen Verbrauch landwirtschaftlicher Fl&auml;che. Zum besseren Verst&auml;ndnis m&ouml;chte ich Ihnen ein praktisches Beispiel geben:<\/em><br>\n<em>Wir sind ein kleiner Obstbaubetrieb und produzieren vorwiegend &Auml;pfel &ndash; konventionell. Aus &ouml;kologischen Gr&uuml;nden werde ich auch in Zukunft nicht auf eine &raquo;biologische&laquo; Anbauweise umstellen, es sei denn ich werde gezwungen, bevor ich in der Lage bin, auszusteigen (wegen der fehlenden Altersabsicherung). Sie werden jetzt denken, die ist ja voll daneben. Mag sein aber ich habe gute Gr&uuml;nde. Erstens geht mein Ertrag auf 30% meines jetzigen Ertrages runter bei gleichem Fl&auml;chenverbrauch. Von den durchschnittlich 15 Spritzungen n&uuml;tzlingsschonender Pflanzenschutzmittel muss ich auf biologische Breitbandmittel (kaum n&uuml;tzlingsschonend) und Kupferpr&auml;parate umsteigen und 20-30 mal spritzen. Ausschlaggebend ist jedoch, dass das biologische Insektizid zus&auml;tzlich in Afrika wertvolle Ackerfl&auml;che verbraucht, weil die Chrysanthemen aus denen dieses Pestizid gewonnen wird dort angebaut wird.<\/em><br>\n<em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pyrethrum\">de.wikipedia.org\/wiki\/Pyrethrum<\/a><\/em><br>\n<em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pyrethrine\">de.wikipedia.org\/wiki\/Pyrethrine<\/a><\/em><br>\n<em>Und als Ergebnis beider Produktionsweisen kommen r&uuml;ckstandsfreie &Auml;pfel auf den Markt. Wozu also wertvolle Ackerfl&auml;che, die Afrika dringend f&uuml;r seine wachsende Bev&ouml;lkerung selber braucht &ndash; &uuml;berfl&uuml;ssigerweise f&uuml;r eine Luxusproduktion in Deutschland blockieren?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>F&uuml;r die Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;genssteuer<\/strong><br>\nMeldungen dar&uuml;ber, dass die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland immer weiter auseinander klafft, sind inzwischen nichts Neues mehr. Trotzdem sind sie jedes Mal aufs Neue verst&ouml;rend. Laut neuesten Zahlen des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) verf&uuml;gten im Jahr 2017 die reichsten 10 Prozent der Gesamtbev&ouml;lkerung &uuml;ber 56 Prozent des Nettogesamtverm&ouml;gens, die &auml;rmsten 50 Prozent hingegen gerade einmal &uuml;ber 1,3 Prozent.<br>\nUm der weiteren Verm&ouml;genskonzentration in den H&auml;nden weniger, etwas entgegenzusetzen k&ouml;nnte die Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;genssteuer helfen, die zuletzt 1997 erhoben wurde.<br>\nOb nun aus ehrlicher &Uuml;berzeugung oder aus blo&szlig;en wahltaktischen Gr&uuml;nden, hatte der SPD-Bundesvorstand im August dieses Jahres &ndash; wenige Wochen vor den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen &ndash; einen Entwurf f&uuml;r die Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;gensteuer vorgestellt. Bevor wir mit Heinz Bontrup, Professor f&uuml;r Wirtschaftswissenschaft an der Westf&auml;lischen Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen und Mitglied der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik &uuml;ber den Vorschlag der SPD sprechen, baten wir ihn zun&auml;chst die Zahlen des DIW zu kommentieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lora924.de\/?p=47981\">Lora92.4<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Jeder f&uuml;nfte Besch&auml;ftigte in Niedersachsen erh&auml;lt Niedriglohn!<\/strong><br>\nVon der guten Wirtschaftslage profitieren vor allem h&ouml;here Einkommensgruppen. Der Niedriglohnsektor schrumpft in Niedersachsen dagegen nicht. Das verst&auml;rkt die soziale Ungleichheit und ist zutiefst ungerecht. Was gegen Lohndumping helfen w&uuml;rde und welche Rolle Politik und &ouml;ffentliche Auftraggeber spielen, ist im #schlaglicht Nummer 36\/2019 zu lesen. [&hellip;]<br>\nWie die Regionaldirektion der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit k&uuml;rzlich mitteilte, ist die Arbeitslosenquote in Niedersachsen weiterhin r&uuml;ckl&auml;ufig und liegt gegenw&auml;rtig bei unter 5 Prozent. Die Arbeitgeber holen deshalb mal wieder den Geist vom allgemeinen Fachkr&auml;ftemangel aus der Flasche. Herrscht also eitel Sonnenschein f&uuml;r die Besch&auml;ftigten? Sch&ouml;n w&auml;re es!<br>\nNat&uuml;rlich ist der Aufschwung nicht einfach an den Besch&auml;ftigten vorbeigegangen. Es sind neue Arbeitspl&auml;tze entstanden und durch die Gewerkschaften haben die Reall&ouml;hne insgesamt zugelegt. Dadurch wurden die Kaufkraft und die Binnenwirtschaft gest&auml;rkt. Eine erfreuliche Entwicklung. Trotzdem gilt: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Denn vor allem h&ouml;here Einkommensgruppen haben von der positiven Wirtschaftslage profitiert. Die soziale Ungleichheit ist weiter angewachsen. F&uuml;r viele Besch&auml;ftigte sind prek&auml;re Jobs an der Tagesordnung. Gute Konjunktur hin oder her.<br>\nNirgends wird das so deutlich wie im seit Jahren auf hohem Niveau stagnierenden Niedriglohnsektor. Fast 382.000 nieders&auml;chsische Besch&auml;ftigte mit einer sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeit werden mit Niedrigl&ouml;hnen abgespeist. Sie erhalten weniger als 2.289 Euro brutto im Monat. Landesweit ist jeder F&uuml;nfte betroffen. Im westdeutschen Vergleich sichert sich Niedersachsen damit den unr&uuml;hmlichen dritten Platz im Ranking der Lohndumping-L&auml;nder (siehe Grafik). F&uuml;r die Besch&auml;ftigten sind Niedrigl&ouml;hne eine erhebliche Alltagseinschr&auml;nkung. An den kleinen Luxus eines Kinoabends oder Restaurantbesuchs ist oft nicht zu denken. Unerwartete Mehrausgaben &ndash; wie eine defekte Waschmaschine &ndash; werden schnell zur kaum noch l&ouml;sbaren Aufgabe.\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/191011-Bild_DGB%20schlaglicht.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/191011-Bild_DGB%20schlaglicht.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++a8615444-eb3b-11e9-9561-52540088cada\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Justiz im Schneckentempo &ndash; wie die Politik den Richtermangel aussitzt<\/strong><br>\nDer Pakt f&uuml;r den Rechtsstaat war ein zentrales Vorhaben im Koalitionsvertrag von SPD und CDU\/CSU. Der Stellenabbau bei Richtern und Staatsanw&auml;lten in den letzten 10 bis 15 Jahren f&uuml;hrt zu langen Verfahrensdauern, Deals mit den Angeklagten, Bew&auml;hrungs- statt Haftstrafen. Und scheinbar landet der eine oder andere Fall sogar bei Amtsgerichten, weil Landgerichte &uuml;berlastet sind. Daran soll sich eigentlich etwas &auml;ndern: durch 2000 neue Stellen f&uuml;r Richter\/innen und Staatsanw&auml;lt\/innen. Doch es kommt nicht so, wie sich das viele erhofft haben.<br>\nIm Januar begann im Justizzentrum Gera der Prozess gegen den ehemaligen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer Bautr&auml;gerfirma. Betrug und Insolvenzverschleppung lauten die Vorw&uuml;rfe. Er soll f&uuml;r einen Millionenschaden verantwortlich sein, Bauherren und Handwerksbetriebe gesch&auml;digt haben. Rechnungen wurden nicht bezahlt, H&auml;user nicht zu Ende gebaut. Viele Gesch&auml;digte verfolgen das Gerichtsverfahren. Teilweise liegen die Taten schon acht Jahre zur&uuml;ck. &ldquo;Ich bin erst mal entt&auml;uscht, dass es so lange gedauert hat, bis Bewegung in das Ganze gekommen ist. Und dass so viele Anklagepunkte gar nicht ber&uuml;cksichtigt worden sind&rdquo;, sagt Hans Teutsch, ein gesch&auml;digter Bauherr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/wdr\/justiz-im-schneckentempo-100.html\">plusminus<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Markus Henn: &raquo;Mit &Ouml;PP in der Entwicklungspolitik verdienen Konzerne viel Geld &ndash; auf Kosten der betroffenen L&auml;nder&laquo;<\/strong><br>\nMarkus Henn &uuml;ber &Ouml;ffentlich-Private Partnerschaften (&Ouml;PP) in der Entwicklungszusammenarbeit und &uuml;ber die Interessen, die damit verbunden sind. Henn ist Referent f&uuml;r Finanzm&auml;rkte bei WEED e.V.<br>\nWelche Rolle spielen &Ouml;ffentlich-Private Partnerschaften in der Entwicklungszusammenarbeit?<br>\nHenn: Eine wichtige. Die Privatisierung &ouml;ffentlicher Aufgaben spielt mindestens seit den 1980er Jahren eine wichtige Rolle bei den Bedingungen von IWF und Weltbank f&uuml;r Kredite an L&auml;nder, die in einer Wirtschaftskrise stecken. Dabei ging es oft um die Privatisierung staatlicher Betreiber in der Wasser- oder Energieversorgung und die Vergabe von Konzessionen an private Betreiber. Das hat aber oft nicht die versprochenen Verbesserungen gebracht, wie IWF und Weltbank sp&auml;ter zumindest teilweise eingestanden haben. Dennoch wird bis heute bei Krediten in diese Richtung gedr&auml;ngt, und neuerdings auch zu &Ouml;PP-Gesetzen. Seit den 1990er Jahren hat die Weltbank zudem eine Beratung zu &Ouml;PP aufgebaut und 2015 erstmals Muster f&uuml;r &Ouml;PP-Vertr&auml;ge ver&ouml;ffentlicht. Dort geht es vor allem um den Schutz von Investorenrechten, obwohl die Weltbank eigentlich die Staaten beraten soll. Zum Beispiel wird den Investoren ein starkes Entsch&auml;digungsrecht einger&auml;umt, wenn es zu &raquo;unvorteilhaftem Regierungshandeln&laquo; kommt. Das umfasst eine lange Liste an Dingen, darunter Streiks, die nicht prim&auml;r der Durchsetzung von Gehaltsforderungen dienen. Noch weiter gehen Entsch&auml;digungen bei allen Arten von Gesetzes&auml;nderungen. Der einzelne Investor kann sich so im &auml;u&szlig;ersten Fall gegen alle &Auml;nderungen absichern. In den letzten Jahren sind auch die G20 auf den &Ouml;PP-Zug aufgesprungen: Sie sind zentral im 2017 w&auml;hrend der deutschen G20-Pr&auml;sidentschaft eingef&uuml;hrten &raquo;Compact with Africa&laquo;, bei dem G20-Staaten mit afrikanischen Staaten &raquo;Partnerschaften&laquo; eingehen und ihren Konzernen Projekte verschaffen. Auch in der sonstigen deutschen Entwicklungszusammenarbeit spielen &Ouml;PP eine Rolle. Es gibt unter anderem das Programm develoPPP, das allerdings eher kleine Projekte zum Ziel hat. Mehr Geld flie&szlig;t bei &Ouml;PP-Projekten, die von der staatlichen Entwicklungsbank KfW und ihrer Tochtergesellschaft DEG finanziert werden. Im Agrarsektor spielen &Ouml;PP eine wachsende Rolle, wie j&uuml;ngst eine Studie von FIAN und INKOTA gezeigt hat. Besonders sticht ein Fonds hervor, der Africa Agriculture and Trade Investment Fund (AATIF), bei dem die Deutsche Bank als Finanzierer beteiligt ist. Die Bank darf vorrangig Gewinne einstreichen, Verluste werden aber vorrangig von der &ouml;ffentlichen Hand getragen. Diese &raquo;Risikoverteilung&laquo; ist typisch f&uuml;r &Ouml;PP-Projekte. Lange Rede, kurzer Sinn: Mit &Ouml;PP in der Entwicklungspolitik verdienen Konzerne viel Geld &ndash; auf Kosten der betroffenen L&auml;nder.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/markus-henn-mit-oepp-in-der-entwicklungspolitik-verdienen-konzerne-viel-geld-auf-kosten-der-betroffenen-laender--2326.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gesundheitsproblem: Mangelern&auml;hrung in deutschen Kliniken und Pflegeheimen<\/strong><br>\nIn deutschen Kliniken und Pflegeheimen sind bis zu 30 % der Patienten und bis zu 25 % der Bewohner mangelern&auml;hrt. Dies ergab die Auswertung der nutritionDay-Daten, die die Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Ern&auml;hrung e. V. (DGE) als Vorver&ouml;ffentlichung zum 14. DGE-Ern&auml;hrungsbericht herausgibt.<br>\nW&auml;hrend international zahlreiche Studien zur Ern&auml;hrungssituation in Kliniken und Pflegeheimen vorliegen, ist die Datenlage in Deutschland sp&auml;rlich. Ziel des von der DGE und der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ern&auml;hrungsmedizin (DGEM) gemeinsam initiierten und vom Bundesministerium f&uuml;r Ern&auml;hrung und Landwirtschaft (BMEL) gef&ouml;rderten Vorhabens f&uuml;r den 14. DGE-Ern&auml;hrungsbericht war es daher, die Ern&auml;hrungssituation in deutschen Kliniken und Pflegeheimen zu bewerten und international zu vergleichen. Daf&uuml;r wurden die von 2006 bis 2018 erhobenen nutritionDay-Daten zur H&auml;ufigkeit von Mangelern&auml;hrung sowie zu bestehenden Versorgungsstrukturen in Kliniken und Pflegeheimen in Deutschland erstmals systematisch ausgewertet. &bdquo;Die Ergebnisse zeigen deutlich Handlungsbedarf auf. Ma&szlig;nahmen zur Verbesserung der Ern&auml;hrungsversorgung in deutschen Kliniken und Pflegeheimen sind dringend erforderlich, um der Entwicklung von Mangelern&auml;hrung vorzubeugen und bestehende Ern&auml;hrungsprobleme angemessen zu behandeln&ldquo;, sagt Prof. Dr. Dorothee Volkert vom Institut f&uuml;r Biomedizin des Alterns der Universit&auml;t Erlangen-N&uuml;rnberg. Sie hat das Vorhaben in enger Zusammenarbeit mit nutritionDay Wien, DGEM und DGE durchgef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dge.de\/presse\/pm\/gesundheitsproblem-mangelernaehrung-in-deutschen-kliniken-und-pflegeheimen\/\">DGE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die EU ist tief &uuml;ber die Finanzierung nach dem Brexit zerstritten<\/strong><br>\nWie gestaltet sich der Finanzrahmen ohne Einzahler Gro&szlig;britannien? Eine Notiz der finnischen Ratspr&auml;sidentschaft offenbart dahingehend tiefe Gr&auml;ben.<br>\nEU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker platzte der Kragen. &bdquo;Ich bin missvergn&uuml;gt, wenn ich dieses Gepl&auml;nkel beobachtete&ldquo;, schimpfte der Luxemburger am Mittwoch im Europaparlament. Seit eineinhalb Jahren w&uuml;rden die Mitgliedstaaten nun schon ergebnislos &uuml;ber die k&uuml;nftige EU-Finanzierung diskutieren. &bdquo;Es reicht!&ldquo;, rief Juncker.<br>\nMit seinem kalkulierten Gef&uuml;hlsausbruch reagierte der Br&uuml;sseler Beh&ouml;rdenchef auf die sich qu&auml;lend lang hinziehenden Beratungen &uuml;ber den neuen mehrj&auml;hrigen EU-Finanzrahmen (MFR). Es geht um viel Geld: In der laufenden Finanzperiode von 2014 bis 2020 gibt die Europ&auml;ische Union insgesamt rund 980 Milliarden Euro aus. Das Geld flie&szlig;t vor allem in die Gemeinsame Agrarpolitik und in die F&ouml;rderung strukturschwacher Regionen. F&uuml;r neue Herausforderungen wie Au&szlig;engrenzschutz, Digitalisierung oder Klimaschutz bleibt wenig &uuml;brig. Der europ&auml;ische Etat wirkt mehr und mehr wie ein verstaubtes Fossil aus l&auml;ngst vergangenen Zeiten.<br>\nIm neuen Finanzrahmen sollen die Ausgaben auf gut 1,1 Billionen Euro steigen und zumindest teilweise auf Zukunftsaufgaben umgeschichtet werden. So steht es jedenfalls im Entwurf des Sieben-Jahres-Etats. Die EU-Kommission hatte ihn schon im Mai vergangenen Jahres vorgelegt. Seitdem passierte nicht mehr viel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/app.handelsblatt.com\/politik\/international\/mehrjaehriger-finanzrahmen-die-eu-ist-tief-ueber-die-finanzierung-nach-dem-brexit-zerstritten\/25105644.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Aufruhr in Ecuador nicht nur wegen h&ouml;heren Benzinpreisen<\/strong><br>\nSeit einer Woche befindet sich das Andenland mit 17 Millionen Einwohnern im Ausnahmezustand. Eine Reportage vor Ort. [&hellip;]<br>\nDabei geht es l&auml;ngst nicht mehr nur um die seit 1974 geltenden Subventionen auf Kraftstoffe, die j&auml;hrlich rund 1,3 Milliarden Dollar ausmachen. Gerade die Mobilisierung der Indigenen ist Ausdruck der seit Jahren anhaltenden Unzufriedenheit mit der Politik des Zentralstaates. Unter Morenos Vorg&auml;nger Rafael Correa sind die Bauern- und Indigenenbewegungen in den l&auml;ndlichen Gebieten unterwandert worden. Deren SprecherInnen wurden beschattet, verunglimpft oder weggesperrt. Diverse soziale Bewegungen, vor allem jene, die sich f&uuml;r die Umwelt und die Rechte der Indigenen einsetzen, verloren an St&auml;rke. Sie hatten Angst vor den Repressionen rund um Correas Sicherheitsapparat, der unter anderem vom israelischen Milit&auml;r ausgebildet wurde. Nur wenige trauten sich noch gegen die teilweise autorit&auml;r auftretende Regierung aufzustehen.<br>\nDies &auml;nderte sich zumindest teilweise unter Lenin Moreno, der im Mai 2017 vom Vize- zum Pr&auml;sidenten aufstieg. Er machte deutlich, dass er eine Politik des Dialogs f&uuml;hren wolle, bei dem s&auml;mtliche Sektoren zu Wort kommen sollen. Das kamen sie teilweise auch &ndash; allerdings ohne ernst genommen zu werden. Gerade in den indigenen Gebieten, die reich an Rohstoffen wie Holz, Kupfer, Gold, Erd&ouml;l oder Gas sind, liess der Zentralstaat jegliches Feingef&uuml;hl vermissen und machte dort weiter, wo Correa aufgeh&ouml;rt hatte: bei deren Ausbeutung. Es war die Regierung Moreno die nur wenige Monate nach Amtsantritt mit Erd&ouml;lbohrungen im eigentlich unter Schutz stehenden Nationalpark Yasuni begonnen hatte.<br>\nDeshalb ist es kein Zufall, dass Ecuador vergangene Woche als Teil des Sparprogramms f&uuml;r Anfang 2020 seinen Austritt aus der Organisation erd&ouml;lexportierender L&auml;nder OPEC bekanntgegeben hat. Dadurch muss das Land weder Preise noch Produktionsmengen von Erd&ouml;l mit anderen Staaten absprechen, kann also weitgehend machen, was der Markt verlangt. Oder China. Denn Correa, der sich w&auml;hrend seiner zehnj&auml;hrigen Pr&auml;sidentschaft bewusst vom IWF und den USA abwandte und stattdessen mit China zu handeln begann, hat dem asiatischen Staat auf Jahre hinaus Erd&ouml;llieferungen versprochen. Im Gegenzug finanzierte China Infrastruktur-Projekte wie Strassen oder Wasserkraftwerke.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Aufruhr-in-Ecuador-nicht-nur-wegen-hoheren-Benzinpreisen\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Bipolarisierung der Welt<\/strong><br>\nDie EU erh&ouml;ht den Druck auf den chinesischen Konzern Huawei. Wie es in einem gestern offiziell pr&auml;sentierten EU-Dokument zur &ldquo;Cybersecurity von 5G-Netzen&rdquo; hei&szlig;t, seien &ldquo;Staaten und von Staaten unterst&uuml;tzte Akteure&rdquo; die gr&ouml;&szlig;ten Gefahren f&uuml;r k&uuml;nftige Mobilfunknetze des 5G-Standards in der Union. Die Formulierung richtet sich gegen Huawei. Gleichzeitig h&auml;lt das Papier die M&ouml;glichkeit offen, Huawei am Aufbau bestimmter Segmente der 5G-Netze zu beteiligen. Unter Druck aus den USA, die ihre Sanktionen gegen chinesische Unternehmen und Beh&ouml;rden erneut ausgeweitet haben, lavieren Berlin und Br&uuml;ssel und suchen sich Optionen zur Kooperation mit China zu bewahren. &Uuml;ber den US-Wirtschaftskrieg gegen die Volksrepublik hei&szlig;t es in einer aktuellen Analyse der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), er ziele offen darauf ab, die f&uuml;hrende Stellung der Vereinigten Staaten in der Weltpolitik zu sichern. Die US-Dominanzpolitik mache es der EU schwer, sich den USA im Kampf gegen China bedingungslos anzuschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8070\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Neue OECD-Steuerpl&auml;ne sind vergebene Chance<\/strong><br>\nSteuersystem wird noch komplizierter. Steuertricks weiterhin m&ouml;glich. Entwicklungsl&auml;nder verlieren doppelt.<br>\nDie OECD hat gestern ihre &ndash; mit Spannung erwarteten &ndash; Pl&auml;ne zur Reform der internationalen Konzern-Steuerregeln vorgestellt (1). F&uuml;r Attac und das VIDC sind sie eine vergebene Chance. Obwohl die OECD eingestanden hat, dass das aktuelle System gescheitert ist, ist sie nicht bereit, Konzerngewinne endlich weltweit gerecht aufzuteilen. Stattdessen verkompliziert die OECD das internationale Steuersystem noch weiter. Denn jene Teile der Reform, die erste zaghafte Schritte in die richtige Richtung setzen, sind nur auf die digitale Wirtschaft anwendbar.<br>\nWarum versagt das internationale Steuersystem aktuell?<br>\nDas internationale Steuersystem basiert auf einer untauglichen Fiktion: Verschiedene Tochterfirmen multinationaler Konzerne werden steuerlich so behandelt als w&auml;ren sie voneinander unabh&auml;ngig agierende Unternehmen, die miteinander handeln (Fremdvergleichsgrundsatz). Dies erm&ouml;glicht es Konzernen, ihre Gewinne mittels verschiedener Techniken (wie Lizenz- und Zinszahlungen oder konzerninternen Verrechnungspreisen) auf Niederlassungen in Steuers&uuml;mpfen zu verschieben. Dort wo die reale Wertsch&ouml;pfung passiert, werden durch diese Praktiken kaum Gewinne ausgewiesen &ndash; und somit fast keine Steuern bezahlt. Staaten haben zudem nur dann das Recht, ein Unternehmen zu besteuern, wenn dieses physisch via &bdquo;Betriebst&auml;tte&ldquo; im Land vertreten ist &ndash; ein grundlegendes Problem, das bei Internetriesen wie Google, Amazon oder Facebook am offensichtlichsten ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.at\/news\/detailansicht\/datum\/2019\/10\/10\/neue-oecd-steuerplaene-sind-vergebene-chance.html\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Ist das das Aus f&uuml;r BILD? Chefredakteur fordert &ldquo;Nie wieder Duldung von hasserf&uuml;llten Worten&rdquo;<\/strong><br>\nBerlin (dpo) &ndash; Wird Deutschlands zweitgr&ouml;&szlig;te Tageszeitung nach 67 Jahren von einem Tag auf den anderen eingestellt? Das legen zumindest die Worte von Bild-Chefredakteur Julian Reichelt nahe, der nach dem Terroranschlag eines Neonazis in Halle angek&uuml;ndigt hat, nie wieder hasserf&uuml;llte Worte zu dulden.<br>\nW&ouml;rtlich forderte Reichelt, dessen Blatt seit Jahrzehnten Ressentiments gegen Minderheiten und Ausl&auml;nderhass sch&uuml;rt: &ldquo;Nie wieder Verfolgung von Juden in Deutschland, nie wieder Ausl&auml;nderhass. Nie wieder Duldung von hasserf&uuml;llten Worten, die zu m&ouml;rderischen Taten werden.&rdquo;<br>\nExperten zufolge w&auml;re dies nur durch einen sofortigen Produktionsstopp der Bild-Zeitung sowie ihres Online-Auftrittes Bild.de erreichbar, die regelm&auml;&szlig;ig solche Schlagzeilen publizieren:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-postillon.com\/2019\/10\/reichelt-hasserfuellte-worte.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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