{"id":55532,"date":"2019-10-13T09:00:58","date_gmt":"2019-10-13T07:00:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55532"},"modified":"2019-10-11T10:21:51","modified_gmt":"2019-10-11T08:21:51","slug":"hinweise-der-woche-131","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55532","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55532#h01\">Das Klimap&auml;ckchen sch&uuml;rt den Protest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55532#h02\">Extinction Rebellion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55532#h03\">Terror in Halle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55532#h04\">Nord-Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55532#h05\">Sozialisten gewinnen Parlamentswahl in Portugal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55532#h06\">Lateinamerika: Ecuador explodiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55532#h07\">Die Machenschaften des US-Vizepr&auml;sidenten Joe Biden und seines Sohnes Hunter Biden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55532#h08\">L&auml;nder zahlen keine Beitr&auml;ge: Den UN geht das Geld aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55532#h09\">Was Deutschlands 7. Platz im Wettbewerbsf&auml;higkeitsranking der Milliard&auml;re wirklich bedeutet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55532#h10\">Deutschland bekommt Milliardenverm&ouml;gen aus Ausland gemeldet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55532#h11\">30 Prozent weniger Pr&uuml;fungen: Fiskus verschont immer &ouml;fter Reiche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55532#h12\">An die deutschen (Klein)Sparer &ndash; 3<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55532#h13\">Arbeitslosigkeit verdoppelt das Sterberisiko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55532#h14\">Richtungsweisendes EuGH-Urteil zum Schutz des Trinkwassers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55532#h15\">Schulb&uuml;cher vom DAX-Konzern: &bdquo;Kampf um die K&ouml;pfe der Kinder&ldquo; im Klassenraum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55532#h16\">Faktencheck zum Video &bdquo;Greta Thunberg ohne Drehbuch&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das Klimap&auml;ckchen sch&uuml;rt den Protest<\/strong><br>\nAm Mittwoch will die Bundesregierung ihr &ldquo;Klimapaket&rdquo; verabschieden, das, wie an dieser Stelle mehrfach berichtet, kaum dazu dienlich sein wird, die Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen einzuhalten. Nach einem Bericht des Spiegel steht f&uuml;r Mittwoch auch die Verabschiedung des Klimaschutzgesetzes auf dem Programm &ndash; Teile des Klimapakets werden hierin festgeschrieben. Allerdings f&auml;llt auch der vorliegenden Referentenentwurf zum Klimaschutzgesetz hinter das zur&uuml;ck, was bereits als ausgehandelt galt.<br>\n(&hellip;) Anhaltende Aktionen zivilen Ungehorsams<br>\nW&auml;hrend die Bundesregierung ihr klimapolitisches Versagen durchexerziert, gehen die Massenproteste f&uuml;r einen wirksamen Klimaschutz weiter. Die Bewegung &ldquo;Extinction Rebellion&rdquo; hat ab dem 7. Oktober eine internationale Woche der Rebellion ausgerufen. In Berlin begann der Tag damit, dass rund 1000 Aktivisten den Verkehr am Gro&szlig;en Stern blockierten. Sp&auml;ter verlagerten sich die Proteste auf den Potsdamer Platz.<br>\nIn insgesamt 60 Hauptst&auml;dten weltweit soll die Aktionswoche stattfinden. Es ist dazu aufgerufen, Stra&szlig;en, Br&uuml;cken und andere Transportverbinden zu blockieren, &ldquo;um sofortiges Handeln angesichts von Klimanotstand und &ouml;kologischem Notstand zu fordern&rdquo;. Ganz konkret werden Regierungen aufgefordert, ihre Treibhausgasemissionen bis 2025 auf Nettonull zu reduzieren und dem Verlust der Artenvielfalt Einhalt zu gebieten. Au&szlig;erdem sollen B&uuml;rgerversammlungen geschaffen werden, deren Entscheidungen zu Klimagerechtigkeit und &ouml;kologischer Gerechtigkeit das Regierungshandeln leiten soll.<br>\n&ldquo;Extinction Rebellion&rdquo; ger&auml;t derzeit aber auch von verschiedenen Seiten in die Kritik. Zum einen, weil sie sich zu Aktionen zivilen Ungehorsams bekennen, das hei&szlig;t, sich &uuml;ber geltende Gesetze hinwegsetzen&hellip;<br>\nUnabh&auml;ngig davon, wie Extinction Rebellion politisch zu verorten ist und von welcher Seite die Bewegung kritisiert wird, erfreut sie sich gro&szlig;en Zulaufs. 485 Gruppen soll es weltweit geben, allerdings in erster Linie in reichen Industrienationen Westeuropas, den USA und Kanada, Australien und Neuseeland.<br>\nDoch nicht nur Extinction Rebellion &uuml;bt den zivilen Ungehorsam. Vom 4. bis 6. Oktober kam es unter dem Motto &ldquo;deCOALonize Europe&rdquo; an verschiedenen Orten Europas zu Blockaden und Protesten von Kohleinfrastruktur. So wurden in Salzgitter Gleise blockiert, die von Kohlez&uuml;gen befahren werden, in Flensburg der Kohlehafen. Proteste gab es auch an den Kraftwerken Moorburg in Hamburg sowie in L&uuml;nen. Die Proteste zielten gegen den Import und die Verbrennung von Steinkohle, die nicht nur klimasch&auml;dlich ist, sondern deren Abbau in L&auml;ndern wie Kolumbien mit erheblichen Menschenrechtsverletzungen verbunden ist. Bei &ldquo;deCOALonize&rdquo; geht es auch um eine antikoloniale Perspektive&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Das-Klimapaeckchen-schuert-den-Protest-4548171.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Das ist unglaublich fahrl&auml;ssig&ldquo;<\/strong><br>\nKlimapolitik Die Bundesregierung rudert beim Klimapaket zur&uuml;ck. Auf den Stra&szlig;en regt sich dagegen Widerstand<br>\n(&hellip;) Dabei wurde das Klimapaket, auf das die Bundesregierung so stolz war, bereits bei seiner Ank&uuml;ndigung am 20. September als nahezu wirkungslos kritisiert. Auf dem zeitgleich stattfindenden Streik der Fridays For Future, der laut Olaf Scholz die Regierung aus ihrem Klima-Schlummer geweckt haben soll, sorgten die Beschl&uuml;sse f&uuml;r Entsetzen und Wut unter den 270.000 Protestierenden. Trotz der Kritik aus der Wissenschaft und von Umweltverb&auml;nden, das Paket sei vollkommen unzureichend und w&uuml;rde nichts dazu beitragen, das Abkommen von Paris einzuhalten, ist die Regierung nochmal ordentlich zur&uuml;ckgerudert.<br>\nSo ist laut dem Spiegel die CO2-Neutralit&auml;t bis 2050 im Gesetz nicht mehr als definitives Ziel festgeschrieben, sondern soll nur noch verfolgt werden. Eine feste Zahl der Einsparungen f&uuml;r 2040 f&auml;llt genauso raus. Der Klimarat, der eigentlich als Kontrollgremium funktionieren, die CO2-Einsparungen &uuml;berpr&uuml;fen und Vorschl&auml;ge zum Erreichen der Ziele machen sollte, scheint keine festgeschriebene Funktion mehr zu haben. Der j&auml;hrliche Bericht dieses Gremiums wurde laut Spiegel ebenso gestrichen, wie die M&ouml;glichkeit, Vorschl&auml;ge einzubringen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/das-ist-unglaublich-fahrlaessig\">der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Extinction Rebellion<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kein Rechtsbruch f&uuml;r den guten Zweck<\/strong><br>\nBlockaden f&uuml;r den Klimaschutz: Die Publizistin Liane Bednarz sieht Aktionen zivilen Ungehorsams kritisch, die sich auf ein vermeintliches Widerstandsrecht berufen. Auch weil dies die gleiche Rhetorik sei, die Neu-Rechte wie G&ouml;tz Kubitschek pflegten.<br>\nZwar lobt Bednarz die junge Schwedin Greta Thunberg ausdr&uuml;cklich daf&uuml;r, dass Klimathema gesetzt zu haben. &bdquo;Ich warne aber schon seit dem Fr&uuml;hjahr davor, dass diese Selbsterm&auml;chtigung zum Regelbruch &ndash; bei den Fridays-for-Future ja zun&auml;chst nur die Schulpflichtverletzung &ndash; irgendwann auch radikalere Formen annehmen kann&ldquo;, so die Publizistin.<br>\nDas sehe man jetzt bei Extinction Rebellion, die massiven zivilen Ungehorsam angek&uuml;ndigt h&auml;tten. &bdquo;Und ziviler Ungehorsam ist eine Figur, die das Grundgesetz so nicht kennt. Das hei&szlig;t, sie erm&auml;chtigen sich selbst dazu, &uuml;ber Recht und Gesetz hinwegzugehen.&ldquo;<br>\nNun lebten wir aber nicht in einem Unrechtsstaat, wo man das Recht brechen m&uuml;sse, um &uuml;berhaupt erst Recht zu schaffen, so Bednarz. Sich aus eigenem Gutd&uuml;nken &uuml;ber das Recht hinwegzusetzen und sich dabei auf eine aus Sicht der Akteure legitime Widerstandspflicht zu berufen, h&auml;lt Bednarz f&uuml;r problematisch. Auch weil die Neue Rechte eine vergleichbare Rhetorik pflege: &bdquo;Jemand wie G&ouml;tz Kubitschek, der sagt: &sbquo;Wir m&uuml;ssen die kleine Ordnung st&ouml;ren, um die gro&szlig;e zu erhalten.&lsquo; Als ich das in die Medien gebracht habe, gab es einen gro&szlig;en Aufschrei &ndash; v&ouml;llig zu Recht auch, weil es die gleiche Art der Selbsterm&auml;chtigung ist.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/liane-bednarz-zu-extinction-rebellion-kein-rechtsbruch-fuer.2950.de.html?dram:article_id=460385\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die &uuml;bliche billige Meinungsmache. Nur weil die &bdquo;Rechte&ldquo; angeblich &auml;hnlich argumentiert soll damit jeder Widerstand gegen die herrschenden Verh&auml;ltnisse desavouiert sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Richtiges Anliegen, falsche Mittel<\/strong><br>\nNat&uuml;rlich erzeugt Extinction Rebellion durch die Blockaden Aufmerksamkeit f&uuml;r das Thema. Allerdings liefern die Aktivisten auch denjenigen Material, die den Diskurs vergiften wollen: den Rechten und den Klimawandelleugnern, die den Kampf gegen die Klimakrise als blo&szlig;es links-gr&uuml;nes Ideologieprojekt abtun und die eindeutige Forschung dazu einfach ignorieren. Sie k&ouml;nnen die Aktionen von XR f&uuml;r ihre Agenda nutzen: &ldquo;Seht her! Der Klimaschutz ist nicht f&uuml;r euch! Er ist gegen euch!&rdquo;<br>\nErschwerend kommt hinzu, dass der theoretische &Uuml;berbau von Extinction Rebellion demokratiefeindlich ist. Der Klimawandel sei gr&ouml;&szlig;er als die Demokratie, sagt der Mitbegr&uuml;nder der Bewegung, Roger Hallam. Und spricht von einer Revolution, dem Ziel einer politischen Krise. Diese Verachtung des politischen Systems ist gef&auml;hrlich. Sie impliziert, dass man die Institutionen &uuml;berwinden darf, wenn man sich auf der Seite einer gr&ouml;&szlig;eren Sache und damit im Recht w&auml;hnt. Solche Gedankenspiele kennt man auch vom rechten Rand.<br>\nEinen solch totalit&auml;ren Zugang zur Klimawende kann niemand wollen. Wie s&auml;he wohl eine Gesellschaft aus, die wie von XR gefordert schon bis 2025 auf Biegen und Brechen CO&#8322;-neutral geworden ist? Vermutlich entst&uuml;nde auf dem Weg dorthin eine gesellschaftliche Ordnung, die schlechter als die jetzige ist.<br>\nExtinction Rebellion verfolgt also das richtige Ziel mit den falschen Mitteln. Statt einer Konfrontation mit dem Kollektiv braucht es ein positives, einendes Narrativ. Fridays for Future ist es gelungen, den Klimaschutz mit aller Dramatik, aber ohne zweifelhafte Methoden im politischen Diskurs zu etablieren. Und auch wenn es unzul&auml;nglich ist: Das Klimapaket der Bundesregierung ist ein Beleg daf&uuml;r, dass Ver&auml;nderung mit demokratischen Mitteln m&ouml;glich ist. Nun gilt es, weiter Druck zu machen und Wege aufzuzeigen, wie m&ouml;glichst viele Menschen von einer schnellen Klimawende profitieren k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2019-10\/extinction-rebellion-aktivismus-klimaschutz-blockaden-demonstration\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> So langsam wird Extinction Rebellion doch interessant, wenn der Organisation aus den &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; so geballte Ablehnung entgegenschl&auml;gt. Ein untr&uuml;gliches Zeichen daf&uuml;r, dass diese radikale Art des Protestes der herrschenden Oligarchie nicht genehm ist. Auch in der ZEIT kommt das inzwischen schon klassische Narrativ der Meinungsmache zum Einsatz, Extinction Rebellion bediene sich einer &ldquo;rechten&rdquo; Argumentationsweise. Da sieht man die Kuscheldemos der B&uuml;rgerkinder von Fridays for Future schon lieber. Die Behauptung, die L&auml;cherlichkeit des sogenannten &ldquo;Klimapaketes&rdquo; der Bundesregierung sei der Beweis, dass die Politik die Interessen des demokratischen Souver&auml;ns, des Volkes, ber&uuml;cksichtige, kann dabei nicht ernst gemeint sein.<\/em><\/p>\n<p><em>Wer mehr &uuml;ber die Aberwitzigkeit der deutschen Klimapolitik erfahren will, sei dabei auf <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55403\">die letzte Sendung der Anstalt<\/a> verwiesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Warnhinweis #ExtinctionRebellion<\/strong><br>\nIch rate davon ab, mit Extinction Rebellion zusammenzuarbeiten und an den Aktionen von Extinction Rebellion (XR) am 7.10. in Berlin teilzunehmen. Ich empfehle ebenso dringend, Kinder und Jugendliche dar&uuml;ber aufzukl&auml;ren, dass sie sich lieber an Aktionen von Fridays f&uuml;r Future beteiligen sollen (sofern diese nicht mit XR<br>\nzusammenarbeiten), bei Ende Gel&auml;nde und dem Widerstand im Hambacher Forst.<br>\nDie Basis meiner Einsch&auml;tzung sind Texte und Reden von Mitgr&uuml;nder*innen und Vertreter*innen von XR in deutsch und englisch, B&uuml;cher, Flugbl&auml;tter und Berichte aus XR-Gruppen. [&hellip;]<br>\n3.XR bezieht sich ideologisch u.a. auf Ghandi. Der war keineswegs gewaltfrei. Vergewaltigte Frauen waren f&uuml;r ihn keine Menschen mehr. 1938 forderte er die J&uuml;dinnen und Juden in Deutschland auf, sich &raquo;gewaltfrei&laquo; in die Messer ihrer Schl&auml;chter zu st&uuml;rzen und kollektiv Selbstmord zu begehen. Auf keinen Fall d&uuml;rften j&uuml;dische Menschen sich wehren. [&hellip;]<br>\n6.XR will nicht aufkl&auml;ren sondern Stimmung schaffen. XR setzt auf Hyperemotionalisierung und ist intellektuellenfeindlich. Daf&uuml;r wird gemeinsam geweint und meditiert. [&hellip;]<br>\n9.Alle d&uuml;rfen bei XR mitmachen, auch &raquo;Rechte&laquo;. Co-Gr&uuml;nder Roger Hallam sagt au&szlig;erdem: &raquo;Anders als klassische linke Bewegungen schlie&szlig;en wir niemanden aus, auch jemand, der ein bisschen sexistisch oder rassistisch denkt, kann bei uns mitmachen.&laquo; [&hellip;]<br>\n11.XR arbeitet eng mit der Polizei zusammen. F&uuml;r die morgigen Aktionen in Berlin hat XR Polizisten in die eigenen &raquo;XR-Deeskalationsgruppen&laquo; aufgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Jutta.Ditfurth\/posts\/2295501500579455?__xts__[0]=68.ARCOW9yJQ9YiyakvMyZ3y1foRMmBUQGfj9hXjnyuZNxge_aJldEQoooQ9Iix2BcqKtorfy-fAJuO8Y3grRSLFFaQZ4ohjL9M45ueEV8KCsMTv0pCohAA4pcBR-E7yk_Z45n2QicwGGIZ6JUtepIgO42cP3jGAgBkGy3XLukUgLDrobA70cp-9sf34Iwl_GuwsRqyx4ZpVoLag0ykblVJ5pjOA9imIxmDJ0xIdoPm7EOea0ZaJRC7X55GHLo_Zt6R51OJc8y2HEqq-eAONyYnNri1tYChanAPP7wNQYQStgUTvPSFTw8ee240LV5iXIS_ChN7JL3wmVEL6KMk&amp;__tn__=H-R\">Jutta Ditfuth via Facebook<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Nach Jutta Ditfurth kann man die Uhr stellen. Sobald es eine Protestbewegung ohne einen Mitgliedsfilter von Ditfurths Gnaden schafft, &ouml;ffentlich wahrgenommen zu werden, hagelt es Vorw&uuml;rfe, &bdquo;rechtsoffen&ldquo; zu sein. Das war bei Occupy und bei den Anti-TTIP-Protesten so und selbstverst&auml;ndlich auch bei den Mahnwachen und dem Friedenswinter. Man fragt sich, ob man da nun Lachen oder Weinen soll.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Terror in Halle<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sch&uuml;sse aus dem Bodensatz der Gesellschaft<\/strong><br>\nAntisemitische Gef&auml;hrder in Deutschland wagen sich aus ihren Verstecken, weil sie sich im Bodensatz der Gesellschaft frei bewegen k&ouml;nnen. Sicherheitsbeh&ouml;rden und Politik m&uuml;ssen sich unangenehme Fragen stellen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/kommentar-zum-terroranschlag-auf-synagoge-in-halle-16425307.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.E.:<\/strong> Wer s&auml;t hier Hass? &ldquo;Bodensatz der Gesellschaft&rdquo; ist ein Fu&szlig;tritt gegen die Opfer des neoliberalen Wertesystem des &ldquo;freien Marktes&rdquo;!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Stimmt, entlarvender kann dieser Kommentar aus der FAZ nicht sein. Gibt es Antisemitismus nur am unteren Rand der Gesellschaft, eben bei den &ldquo;Verlierern&rdquo; des neoliberalen Marktregimes? Denn das deutsche B&uuml;rgertum hat die Nazis selbstverst&auml;ndlich nie unterst&uuml;tzt und Antisemitismus gab es dort auch nicht. Das ist an Arroganz und Unverfrorenheit nicht zu &uuml;berbieten. Ganz zu schweigen davon, dass es vor dem Hintergrund der Morde des NSU wohl Verbindungen des sogenannten Verfassungsschutzes ins rechtsextreme Milieu gibt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die unbekannten Toten aus Halle<\/strong><br>\n09.10.2019, 16:00 Uhr, zwei Menschen wurden in Deutschland ermordet. Erschossen. Vier Menschen, zwei bei einer Nachfolgetat, schwer verletzt. T&ouml;tungsdelikte passieren nicht selten in diesem Land (letztes Jahr 386 Mal (1)), erfahren mal weniger, mal mehr Aufmerksamkeit. Die jeweilige Dynamik der Berichterstattung ergibt sich aus dem Wert der Nachricht. So sind die gegenw&auml;rtigen Parameter der Multiplikatoren, also der Medienlandschaft justiert. Je klarer zuzuordnen, entsprechend zu nutzen, besteht die unmittelbare Chance der explosionsartigen Berichterstattung.<br>\nUnsere gegenw&auml;rtigen Medien-Zeiten leben, zelebrieren das ungeschriebene Gesetz: Keiner wei&szlig; etwas genaues, aber viele k&ouml;nnen etwas berichten. Falsch, m&uuml;ssen berichten, denn lieber mutma&szlig;en, als schweigen. Schweigen ist Schw&auml;che, bzw. wird als unprofessionell abgestraft. Obwohl nichts bekannt, wird umgehend aus allen Kan&auml;len geschossen, was das Halbwissen hergibt. Es war der lange Tag von &ndash; offensichtlich, offenbar, m&ouml;glicher Weise, anzunehmen, denn time is still money und wer nichts zu bieten hat, verliert ratatafatz potentielle Leser, H&ouml;rer, Besucher, Klicks, Likes, Retweets. Der Voyeurismus muss bedient werden, getarnt als vermeintlich ehrliches Interesse, wohlwollender formuliert &ndash; Anteilnahme. [&hellip;]<br>\nDer gr&ouml;&szlig;ere Irritationspunkt ist jedoch, hinsichtlich der &uuml;ber den gesamten Tag gef&uuml;hrten Diskussion &uuml;ber Rechtsterrorismus und Antisemitismus, Rechtsruck Gefahr, Rechten Tendenzen in Deutschland, den Forderungen nach mehr Sicherheit f&uuml;r J&uuml;disches Leben in Deutschland, den unbedingten Ma&szlig;nahmen gegen rechte Gewalt &ndash; sofort, die Unterlassung der Medien, der Hinweis auf einen aktuellen Beschluss der Bundesregierung. [&hellip;]<br>\nWeder Herr Kleber, noch Herr Schuster informierten die ZDF- Zuschauer &uuml;ber die j&uuml;ngst beschlossene Entscheidung der Bundesregierung im so notwendigen Kampf gegen Rechts, Zitat:<br>\nDas Programm &bdquo;Demokratie leben!&ldquo;, ein bundesweiter F&ouml;rdertopf f&uuml;r zahlreiche zivilgesellschaftliche Projekte, wird laut Informationen des Deutschlandfunk im n&auml;chsten Jahr voraussichtlich mit acht Millionen Euros weniger auskommen m&uuml;ssen. Das Bundesfamilienministerium hat bislang noch nicht konkret Stellung bezogen. F&uuml;r zahlreiche bew&auml;hrte Projekte, unter anderem das bekannte Rechtsextremismus-Aussteigerprogramm &bdquo;Exit&ldquo;, bedeutet das abgelehnte F&ouml;rderantr&auml;ge. Exit&ldquo; droht nun das aus. (10)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/tagesdosis-10-10-2019-die-unbekannten-toten-aus-halle\/\">KenFM<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Der Hinweis auf die beschlossenen K&uuml;rzungen von F&ouml;rdermitteln bei Programmen gegen Rechts ist wichtig, gerade weil jetzt wieder der typische AfD-Bei&szlig;reflex in der Berichterstattung einsetzt. Da wird zum Beispiel J&ouml;rg Meuthen im heutigen ZDF Morgenmagazin mit Zitaten von H&ouml;cke und dessen problematischer Sprache konfrontiert, aber nicht mit den Forderungen von AfD-Abgeordneten nach Streichung von Geldern f&uuml;r zivilgesellschaftliche Initiativen, die nun von der Bundesregierung auch noch erf&uuml;llt werden, obwohl die Zahl rechter Straftaten weiter zugenommen hat.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Merkel dr&uuml;ckt Netanjahu &bdquo;tiefe Betroffenheit&ldquo; nach Anschlag aus &ndash; Richter erl&auml;sst Haftbefehl gegen Attent&auml;ter<\/strong><br>\nNur gl&uuml;ckliche Umst&auml;nde haben offenbar ein Massaker in Halle verhindert. Der Ermittlungsrichter hat Haftbefehl gegen den Verd&auml;chtigen erlassen, best&auml;tigte ein Sprecher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/halle-merkel-drueckt-netanjahu-tiefe-betroffenheit-nach-anschlag-aus-richter-erlaesst-haftbefehl-gegen-attentaeter\/25102324.html\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> In diesem Beitrag des Handelsblatts wird noch heute fr&uuml;h die Feststellung der Tagespolitik von KenFm best&auml;tigt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Warum dr&uuml;ckt Angela Merkel Benjamin Netanjahu ihre &bdquo;tiefe Betroffenheit&ldquo; aus? Keines der Opfer von Halle war israelischer Staatsb&uuml;rger.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Nord-Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das gro&szlig;e Spiel der Nationen im Norden Syriens<\/strong><br>\nAnkara entsendet die t&uuml;rkische Armee in den Norden Syriens zum Kampf gegen die syrischen Kurden. Washington will sich einem solchen Milit&auml;reinsatz nicht in den Weg stellen, obwohl die Kurden die wichtigsten US-Verb&uuml;ndeten vor Ort im Kampf gegen den IS sind. Eine Analyse.<br>\nDie Pr&auml;sidenten der T&uuml;rkei und der USA haben telefoniert und sich geeinigt, dass k&uuml;nftig die T&uuml;rkei die Verantwortung f&uuml;r das Geschehen im Norden und Osten Syriens haben soll. Der t&uuml;rkische Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan, der zusammen mit seinen westlichen NATO-Partnern wesentliche Verantwortung f&uuml;r den Krieg in Syrien tr&auml;gt, soll als Belohnung und m&ouml;glicherweise auch als &ldquo;Schweigegeld&rdquo; ein gro&szlig;es St&uuml;ck syrischen Territoriums &uuml;bernehmen &ndash; vom Ufer des Euphrats bis an das Ufer des Tigris.<br>\nDort will Erdogan die &ldquo;Terroristen&rdquo; der kurdischen Selbstverwaltung &ldquo;Rojava&rdquo; vernichten, um dann auf den Ruinen 140 neue D&ouml;rfer zu bauen. Dorthin sollen bis zu zwei Millionen syrische Fl&uuml;chtlinge abgeschoben werden, die derzeit in der T&uuml;rkei leben. Diese Menschen waren aus Syrien aufgrund des Krieges in das n&ouml;rdliche Nachbarland geflohen. Das w&auml;re nicht n&ouml;tig gewesen, wenn Erdogan &ndash; mit Wissen und Unterst&uuml;tzung seiner NATO-Partner und mit dem Geld der Golfstaaten &ndash; den innenpolitischen Konflikt in Syrien nicht milit&auml;risch angeheizt h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/der-nahe-osten\/93358-grosse-spiel-nationen-im-norden\/\">Karin Leukefeld auf RT Deutsch<\/a><\/li>\n<li><strong>Krieg der T&uuml;rkei gegen Syrien verletzt krass das V&ouml;lkerrecht<\/strong><br>\nDie t&uuml;rkische Offensive gegen Kurdenmilizen in Nordsyrien ist v&ouml;lkerrechtswidrig und verst&auml;rkt weltweit die Terrorgefahr.<br>\nDer Krieg der T&uuml;rkei gegen die Kurden im benachbarten Syrien ist ein eindeutiger Verstoss gegen das in Artikel 2.4 der UNO-Charta verankerte Gewaltverbot und damit ein schwerwiegender Bruch des V&ouml;lkerrechts. Das Recht auf milit&auml;rische Selbstverteidigung aus Artikel 51 der Charta kann die Regierung Erdogan nicht f&uuml;r sich reklamieren, denn die T&uuml;rkei wurde nicht angegriffen. Es drohte nicht einmal ein milit&auml;rischer Angriff &ndash; weder unmittelbar noch mittelbar &ndash; den es pr&auml;ventiv oder pr&auml;emptiv zu verhindern galt. Daher muss zur Rechtfertigung die Behauptung einer angeblichen &laquo;terroristischen Bedrohung&raquo; herhalten, den man durch Krieg &laquo;beseitigen&raquo; wolle. Mit dieser willk&uuml;rlichen Behauptung haben seit Beginn des globalen &laquo;Krieges gegen den Terrorismus&raquo;, den die USA nach den Anschl&auml;gen vom 11. September 2001 ausgerufen hatten, schon eine Reihe von Regierungen versucht, v&ouml;lkerrechtswidrige milit&auml;rische Interventionen sowie Folter und andere schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen zu rechtfertigen.<br>\nAuch im konkreten Fall h&auml;lt die Behauptung einer &laquo;terroristischen Bedrohung&raquo; einer &Uuml;berpr&uuml;fung nicht stand. Die Volksverteidigungseinheiten (YPG) haben sich auf den Aufbau und die Verteidigung der Selbstverwaltung in der mehrheitlich von Kurden bewohnten Region Syriens beschr&auml;nkt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Angriff-Syrien\">Infosperber<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Politik der EU zu Syrien: Vom Appeasement zur Ohnmacht<\/strong><br>\nDie Politik der EU ist zahnlos, sie ist auf Gedeih und Verderb von&#8239;Erdogan abh&auml;ngig &ndash; wegen des Fl&uuml;chtlingsdeals, den Merkel 2016 eingef&auml;delt hat.<br>\nSeit Wochen fordert die T&uuml;rkei die Europ&auml;er heraus &ndash; mit &Ouml;lbohrungen vor Zypern, immer mehr Fl&uuml;chtlingen in der &Auml;g&auml;is und wilden Drohungen von Pr&auml;sident Erdogan. Nun ist die t&uuml;rkische Armee auch noch in Syrien einmarschiert und attackiert ausgerechnet jene Milizen, die Europa im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat geholfen haben.<br>\nUnd was macht die EU? Sie fordert einen Stopp der Milit&auml;roffensive und eine &bdquo;politische L&ouml;sung&ldquo;. Gleichzeitig bietet sie Erdogan neue Milliardenhilfen an, damit der umstrittene Fl&uuml;chtlingsdeal verl&auml;ngert werden kann. In einer eilig zusammengestoppelten Erkl&auml;rung wird die T&uuml;rkei sogar noch als &bdquo;Schl&uuml;sselpartner&ldquo; umworben.<br>\nVon Sanktionen hingegen ist nicht die Rede. Nicht einmal der t&uuml;rkische EU-Botschafter wurde einberufen. Man m&uuml;sse erst einmal abwarten, wie sich die USA verhalten, sagen Diplomaten in Br&uuml;ssel. Sollten die Amerikaner Strafen verh&auml;ngen, dann k&ouml;nnten die EU-Au&szlig;enminister bei ihrem n&auml;chsten Treffen am Montag auch mal dar&uuml;ber nachdenken. Das sagt eigentlich alles &uuml;ber die Au&szlig;enpolitik der 28 EU-Staaten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Die-Politik-der-EU-zu-Syrien\/!5628911\/\">Eric Bonse in der taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Gibt es auch vern&uuml;nftige Tweets von Trump? Ja, aber die deutschen Medien berichten dar&uuml;ber nicht<\/strong><br>\nEs ist kaum vorstellbar, dass eine Hillary Clinton, ein Barrack Obama oder ein Joe Biden die Kriege der USA im Nahen Osten kritisieren w&uuml;rden. Es ist allgemein bekannt, dass die Kriege gegen das V&ouml;lkerrecht versto&szlig;en haben, dass sie brutale Angriffskriege waren und dass sie Millionen zivile Opfer gefordert haben. Und diese US-Kriege zu kritisieren, w&uuml;rde keinem hochgestellten Politiker in den USA einfallen. Nur w&uuml;rde das kein Politiker in der USA so offen sagen.<br>\nAu&szlig;er Trump. Trump hat am Mittwoch getweetet: &bdquo;Die Vereinigten Staaten haben ACHT BILLIONEN DOLLAR f&uuml;r K&auml;mpfe und Polizeiarbeit im Nahen Osten ausgegeben. Tausende unserer gro&szlig;artigen Soldaten sind gestorben oder schwer verwundet worden. Millionen von Menschen sind auf der anderen Seite gestorben. IN DEN NAHEN OSTEN ZU GEHEN IST DIE SCHLECHTESTE ENTSCHEIDUNG, DIE JEMALS IN DER GESCHICHTE UNSERES LANDES GETROFFEN WURDE! Wir sind unter einer falschen &amp; jetzt widerlegt Pr&auml;misse in den Krieg gezogen, MASSENVERNICHTUNGSWAFFEN. Es gab KEINE! Jetzt bringen wir langsam und vorsichtig unsere gro&szlig;artigen Soldaten &amp; Milit&auml;rs nach Hause. Unser Fokus liegt auf dem GRO&szlig;EN BILD! DIE USA SIND GRO&szlig;ARTIGER ALS JE ZUVOR!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2019\/gibt-es-auch-vernuenftige-tweets-von-trump-ja-aber-die-deutschen-medien-berichten-darueber-nicht\/\">Anti-Spiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sozialisten gewinnen Parlamentswahl in Portugal<\/strong><br>\nDie Sozialistische Partei von Ministerpr&auml;sident Ant&oacute;nio Costa liegt bei der Wahl in Portugal klar vorne. Die erhoffte absolute Mehrheit verpasste die PS aber.<br>\nBei der Parlamentswahl in Portugal hat die Sozialistische Partei (PS) von Ministerpr&auml;sident Ant&oacute;nio Costa einen klaren Sieg errungen: Nach Ausz&auml;hlung aller Wahlbezirke kommt die Partei auf knapp 36,65 Prozent der Stimmen. Das sind knapp viereinhalb Prozentpunkte mehr als bei der vergangenen Wahl zur Lissabonner Assembleia da Rep&uacute;blica vor vier Jahren. [&hellip;]<br>\nDie st&auml;rkste Oppositionskraft, die konservativen Sozialdemokraten (PSD), musste sich mit 27,9 Prozent begn&uuml;gen und hat statt 89 k&uuml;nftig nur noch 77 Sitze. Der stellvertretende Pr&auml;sident der PSD, David Justino, und andere Parteisprecher gratulierten der PS bereits zum Triumph. Rechtspopulistische Parteien spielen in Portugal, anders als weiten Teilen Europas, keine wichtige Rolle. [&hellip;]<br>\nMit einem Hilfspaket von 78 Milliarden Euro hatten die EU und der Internationale W&auml;hrungsfonds Portugal 2011 vor dem Bankrott bewahrt. Die Konservativen f&uuml;hrten das Land aus der Krise, sie wurden aber 2015 wegen der strengen Sparpolitik abgew&auml;hlt.<br>\nIn den Folgejahren lockerte Costa die Sparpolitik. Er erh&ouml;hte unter anderem die Sozialausgaben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/portugal-sozialisten-von-ministerpraesident-antonio-costa-gewinnen-wahl-a-1290259.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Portugal zeigt, dass der Kampf gegen eine irrsinnige Austerit&auml;tspolitik nicht nur gut f&uuml;r die Volkswirtschaft ist, sondern auch die Rechtsextremen auf Distanz h&auml;lt. So gesehen hat Portugals Linke sehr viel richtig gemacht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Lateinamerika: Ecuador explodiert<\/strong><br>\nDas staatliche Sparprogramm bringt das Volk gegen den einst linken, jetzt neoliberalen Pr&auml;sidenten auf. Len&iacute;n Moreno musste sogar aus der Hauptstadt fliehen. [&hellip;]<br>\nDie Ecuadorianer protestieren gegen Morenos Sparprogramm, mit dem er an Kredite des Internationalen W&auml;hrungsfonds kommen will. Die 4,2 Milliarden Dollar soll es nur geben, wenn der einstmals linke Staatschef &ndash; sein Vorname ist eine Hommage seiner Eltern an den russischen Revolution&auml;r &ndash; Subventionen streicht und drastisch spart. Moreno hat dem bedingungslos Folge geleistet, den Beamten die H&auml;lfte des Urlaubs weggenommen und ihr Gehalt um 20 Prozent gek&uuml;rzt. &Uuml;berdies muss jeder Staatsdiener pro Monat das Gehalt eines Tages an den klammen Staat abgeben.<br>\nDas hat schon viele Ecuadorianer verstimmt, aber als Moreno vor einer Woche die seit vier Jahrzehnten w&auml;hrenden Subventionen f&uuml;r Benzin kassierte, explodierte das Land: Erst gingen die Bus- und LKW-Fahrer auf die Stra&szlig;e, dann kamen die Ureinwohner. Die sind bestens organisiert, seit vor fast 20 Jahren Ecuador damit begann, die Bodensch&auml;tze ihres Regenwaldes in der Provinz Morona-Santiago dem Raubbau zu &uuml;berlassen. Die Indigenen haben schon so manchen Pr&auml;sidenten das F&uuml;rchten gelehrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/ecuador-explodiert-13084507.html\">FR Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Ecuadors Regierung flieht vor Protesten<\/strong><br>\nPr&auml;sident Len&iacute;n Moreno ist mit weiteren Abgeordneten von Quito in die Hafenstadt Guayaquil gezogen<br>\nEcuadors Pr&auml;sident Len&iacute;n Moreno hat seinen Vorg&auml;nger Rafael Correa und Venezuelas Pr&auml;sidenten Nicol&aacute;s Maduro beschuldigt, einen Staatsstreich gegen seine Regierung voranzutreiben. &raquo;Maduro und Correa haben ihren Destabilisierungsplan in Gang gesetzt&laquo;, sagte Moreno in einer Fernsehansprache am Montagabend (Ortszeit)&hellip;<br>\nMoreno teilte mit, dass er seine Regierung von Quito nach Guayaquil verlegt habe. Die Konf&ouml;deration der Indigenen V&ouml;lker (CONAIE) hat zu einem gro&szlig;en Marsch nach Quito aufgerufen. In der ecuadorianischen Hauptstadt wird am Dienstag die Ankunft von rund 20.000 Demonstranten indigener V&ouml;lker erwartet, die gegen die Erh&ouml;hung der Treibstoffpreise und die Erd&ouml;lf&ouml;rderung in ihren Gebieten protestieren. Au&szlig;erdem ist einem Bericht der Lateinamerika Nachrichten zufolge f&uuml;r den 9. Oktober ein landesweiter Streik von Gewerkschaften geplant.<br>\nDemonstranten setzen Gewalt ein<br>\nErste Gruppen drangen bereits am Montagabend in Quito ein. Sie setzten ein gepanzertes Gef&auml;hrt der Sicherheitskr&auml;fte in Brand, wie der Fernsehsender Ecuavisa zeigte. Auch ein Polzeirevier wurde nach Angaben der Innenministerin Mar&iacute;a Paula Romo in der Nacht zum Dienstag von Demonstranten in Brand gesetzt. Zudem umringten die Demonstranten in Quito das Kongressgeb&auml;ude.<br>\nRund 50 Milit&auml;rs und Polizisten wurden von indigenen Gruppen in der Nachbarprovinz Chimborazo festgehalten, wie die Zeitung &raquo;El Comercio&laquo; berichtete. Demonstranten besetzten den Regierungssitz der Provinz Bol&iacute;var. Drei Erd&ouml;lfelder des staatlichen Unternehmens Petroamazonas wurden ebenfalls besetzt und lahmgelegt, wie das Energieministerium mitteilte.<br>\nDer Unterricht wurde an allen Schulen Ecuadors f&uuml;r Dienstag ausgesetzt. Die Regierung hat f&uuml;r 60 Tage den Ausnahmezustand verh&auml;ngt. Das Verfassungsgericht billigte am Montag den Ausnahmezustand, befristete ihn aber auf 30 Tage.<br>\n&raquo;Moreno ist fertig, wie es jedem Verr&auml;ter fr&uuml;her oder sp&auml;ter geschieht&laquo;, schrieb Correa am Montagabend auf Twitter. Der Ex-Pr&auml;sident (2007-2017) forderte Neuwahlen&hellip;<br>\nDie Demonstranten machen Moreno f&uuml;r den Anstieg der Preise verantwortlich, da er im M&auml;rz ein Abkommen mit dem Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) abgeschlossen hatte. Ecuador sicherte sich damit IWF-Kredite im Umfang von 4,2 Milliarden Dollar (gut 3,8 Milliarden Euro). Im Gegenzug wurde Morenos Regierung zur Auflage gemacht, die staatlichen Subventionen f&uuml;r Kraftstoff zu senken und Strukturreformen durchzuf&uuml;hren. W&auml;hrend Correa regierte, ignorierte Ecuador die Forderungen des IWF und ging viele Abkommen mit China ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1126809.treibstoffpreiserhoehung-ecuadors-regierung-flieht-vor-protesten.html\">nd<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Moreno ist der Quisling, der Julian Assange an die Briten verkauft hat. Siehe hierzu: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/04\/225089\/ecuador-weltbank-iwf-moreno-assange\">Ecuador: Moreno freut sich &uuml;ber neue Kredite der Weltbank<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Machenschaften des US-Vizepr&auml;sidenten Joe Biden und seines Sohnes Hunter Biden<\/strong><br>\nEin Korruptionsnest der US-Politikerkaste<br>\n(&hellip;) Lautete die Frage zuvor, warum Kontakte amerikanischer Politiker nach Russland ein Staatsverbrechen sein sollten, ist jetzt zu fragen, warum es nicht legitim und legal ist, dem manifesten Korruptionsverdacht gegen den Pr&auml;sidentschaftskandidaten Joe Biden und seinen Sohn nachzugehen. Biden Junior, der seit Jahren offensichtlich durch Patronage in verschiedene gut dotierte &Auml;mter bef&ouml;rdert worden war, trat im Mai 2014, also kurz nach dem Putsch in Kiew, in den Verwaltungsrat der Burisma Holdings ein, dem gr&ouml;&szlig;ten nichtstaatlichen Gasproduzenten der Ukraine. F&uuml;r ihn wurde sogar ein zus&auml;tzlicher Sitz in dem Leitungsgremium geschaffen.<br>\nSeinerzeit gaben sich in Kiew Joe Biden, Au&szlig;enminister John Kerry, CIA-Chef John Brennan und weitere hochrangige US-Politiker die Klinke in die Hand. Insofern kann es nicht verwundern, dass auch andere Proteg&eacute;s mit Wohltaten bedacht wurden. Vorstands&auml;mter bei Burisma erhielten der ehemalige Wahlkampfleiter Kerrys, Devon Archer, der fr&uuml;her bei Merrill Lynch und J. P. Morgen t&auml;tige Investmentbanker Alan Apter sowie Polens Ex-Staatspr&auml;sident Aleksander Kwasniewski. Ihnen folgte im Februar 2016 noch Josef Kofer Black, von 1999 bis 2002 Direktor des CIA Counterterrorist Centers.<br>\nSchon damals gab es Ermittlungen des ukrainischen Generalstaatsanwalts Wiktor Schokin wegen Interessenkollision, Korruption und Vetternwirtschaft. Aber die Untersuchungen konnten nicht abgeschlossen werden. Wie 2018 bekannt wurde, hatte Joe Biden den ukrainischen Pr&auml;sidenten Petro Poroschenko und den Premierminister Arsenij Jazenjuk, beide G&uuml;nstlinge der USA, durch N&ouml;tigung dazu gebracht, Schokin zu entlassen. Zu vermuten ist, dass die Ermittlungen den US-Vizepr&auml;sidenten und seinen Sohn schwer belastet h&auml;tten&hellip;<br>\nEs scheint sich hier also um eines der &uuml;blichen Beziehungsgeflechte der US-amerikanischen Politikerkaste zu handeln, die sich an Regime Changes, Konflikten und Kriegen gesund st&ouml;&szlig;t. Doch viele der sonst in Angelegenheiten des amerikanisch-russischen Verh&auml;ltnisses eifrig recherchierenden Journalisten zeigen &ndash; ebenso wie die gegen Donald Trump auftretenden Politiker &ndash; wenig Interesse daran, den Vorw&uuml;rfen gegen Joe Biden und seinen Sohn konsequent nachzugehen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/die-machenschaften-des-us-vizepraesidenten-joe-biden-und-seines-sohnes-hunter-biden\/\">Ken FM<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>L&auml;nder zahlen keine Beitr&auml;ge: Den UN geht das Geld aus<\/strong><br>\n193 Staaten geh&ouml;ren den Vereinten Nationen an. Bislang haben aber nur 129 ihre Mitgliedsbeitr&auml;ge f&uuml;r 2019 &uuml;berwiesen. Vor allem ein Land hat schon l&auml;nger eine schlechte Zahlungsmoral: die USA.<br>\nIn einem Schreiben an alle Mitgliedsstaaten warnt UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres vor der schlimmsten finanziellen Krise der Vereinten Nationen in den vergangen zehn Jahren. Bis Ende des Monates seien die Liquidit&auml;ts-Reserven aufgebraucht, Personal und Lieferanten k&ouml;nnten dann nicht mehr bezahlt werden.<br>\nVon den 193 Staaten h&auml;tten bislang nur 129 ihre Mitgliedsbeitr&auml;ge &uuml;berwiesen. Die Generalversammlung im September sei nur durch &Uuml;bersch&uuml;sse aus dem vergangenen Jahr zu finanzieren gewesen. Insgesamt fehlten noch 30 Prozent der Summe der Beitr&auml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/un-finanzen-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Was Deutschlands 7. Platz im Wettbewerbsf&auml;higkeitsranking der Milliard&auml;re wirklich bedeutet<\/strong><br>\nDeutschland ist von Platz 3 auf Platz 7 der wettbewerbsf&auml;higsten L&auml;nder der Welt abgerutscht. Das geht aus dem Globalen Wettbewerbsf&auml;higkeitsindex des Weltwirtschaftsforums 2019 hervor. Laut Forum bedeutet ein gutes Ranking hohes langfristiges Wachstumspotential. Besonders verl&auml;sslich war der Index, gemessen an seiner Aussageabsicht, in der Vergangenheit nicht. (&hellip;)<br>\nM&ouml;glicherweise liegt die fehlende Treffsicherheit mit daran, dass die Analyse nicht ganz so unparteiisch ist, wie das Weltwirtschaftsforum glauben machen m&ouml;chte. Das Forum ist eine Stiftung, die von 1000 gro&szlig;en international aktiven Konzernen getragen wird. Den Gro&szlig;teil des betr&auml;chtlichen Budgets bringen 100 &bdquo;Strategische Partner&ldquo; auf. (&hellip;)<br>\nBei genauer Betrachtung der Methodik des Index stellt man fest, dass er eigentlich etwas ganz anderes misst. Seine Bestandteile sollen laut Forum das Wachstum nicht direkt beeinflussen, sondern indirekt &uuml;ber die Renditen von Investitionen, die &bdquo;die grundlegenden Treiber des Wachstums sind&ldquo;. Das Gewinnmaximierungsinteresse der Unternehmen deckt sich also mit dem Ziel der Wachstumssteigerung. Alles, was die Gewinne investierender (internationaler) Unternehmen steigert, ist gut f&uuml;r die Wettbewerbsf&auml;higkeit und treibt das Wachstum.<br>\nDas hie&szlig;e dann also: Ein hoher Indexwert zeigt an, dass (multinationale) Konzerne\n<ul>\n<li>aus Investitionen in einem Land einen hohen Ertrag ziehen k&ouml;nnen,<\/li>\n<li>dass sie nicht viel von diesem Ertrag an Arbeitnehmer und das Finanzamt abgeben m&uuml;ssen,<\/li>\n<li>und sich nicht mit l&auml;stigen Regulierungen herumzuschlagen haben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1181-wef19\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutschland bekommt Milliardenverm&ouml;gen aus Ausland gemeldet<\/strong><br>\nViele Steueroasen informieren L&auml;nder wie Deutschland automatisch &uuml;ber Bankguthaben, die Bundesb&uuml;rger dort besitzen.<br>\nDas ist zum ersten Mal f&uuml;r das Steuerjahr 2017 geschehen, und es geht um viel Geld: Der Bundesrepublik wurden Ertr&auml;ge in H&ouml;he von fast 39 Milliarden Euro gemeldet.<br>\nDas Bankgeheimnis ist verstorben, schon im Jahr 2014. Damals traten Steueroasen wie die Schweiz und Singapur einem Abkommen bei, das eine jahrhundertealte Verschwiegenheit beendete. Wer im Ausland ein Bankkonto hat, wird seitdem automatisch dem Heimatland gemeldet. Das Finanzamt kann dann zuschlagen, falls das ausl&auml;ndische Geld nicht angemeldet wurde. Das Aus des Bankgeheimnisses gilt als Meilenstein in der Bek&auml;mpfung der Steuerhinterziehung. Es in die Praxis umzusetzen, sodass die Daten aus der fernen Steueroase auch beim Finanzbeamten auf dem Schreibtisch landen, war allerdings viel technische und b&uuml;rokratische Arbeit. Darum ist es erst jetzt, f&uuml;nf Jahre sp&auml;ter, m&ouml;glich, eine erste Bilanz zu ziehen, was an dem internationalen Mechanismus gut funktioniert &ndash; und was nicht.<br>\n(&hellip;) &ldquo;Parlamente m&uuml;ssen wissen, ob internationale Abkommen funktionieren oder nicht&rdquo;<br>\nBesonders geheimnisumwoben ist der Datentausch mit den USA, obwohl einige Bundesstaaten des Landes als Steueroasen bekannt sind. Die Vereinigten Staaten schicken Kontoinformationen nicht &uuml;ber das OECD-System, sondern &uuml;ber eine eigene Methode, genannt FATCA, der sich Deutschland angeschlossen hat. Hier nennt das Finanzministerium auf Nachfrage der Linken keine statistischen Werte zu Meldungen und Kontost&auml;nden und verweist auf &ldquo;Vertraulichkeitsbestimmungen&rdquo;, die einer Antwort entgegenst&uuml;nden.<br>\nDie mangelnde Transparenz &auml;rgert Fabio De Masi, der f&uuml;r die Linkspartei im Bundestag sitzt und sich um Wirtschafts- und Finanzpolitik k&uuml;mmert. &ldquo;Es ist absurd, dass unter Verweis auf das Steuergeheimnis nicht einmal die Anzahl der Konten, zu denen Daten aus den USA &uuml;bermittelt wurden, genannt wird. Parlamente m&uuml;ssen wissen, ob internationale Abkommen funktionieren oder nicht.&rdquo; Die USA seien der blinde Fleck des Informationsaustausches. Solange nicht klar sei, dass der Datentausch effektiv sei, m&uuml;sse Deutschland eine Quellensteuer auf Finanzfl&uuml;sse erheben, fordert De Masi.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/deutschland-steueroase-oecd-1.4631791\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>30 Prozent weniger Pr&uuml;fungen: Fiskus verschont immer &ouml;fter Reiche<\/strong><br>\nSteuerpr&uuml;fungen bei Einkommensmillion&auml;ren lohnen sich besonders, weil sie in vielen F&auml;llen zu hohen Steuernachzahlungen f&uuml;hren. Dennoch werden Wohlhabende immer seltener kontrolliert. Die Linke mahnt mehr Anstrengungen an &ndash; strenge Gesetze alleine reichten nicht.<br>\nReiche mit Eink&uuml;nften &uuml;ber 500.000 Euro pro Jahr werden von den deutschen Finanzbeh&ouml;rden immer seltener durchleuchtet. Die Zahl der so genannten Betriebspr&uuml;fungen sei zwischen 2009 und 2018 um fast 30 Prozent gefallen &ndash; von 1630 F&auml;llen im Jahr auf 1150: Dies geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, aus welcher der Berliner &ldquo;Tagesspiegel&rdquo; zitierte.<br>\nLinken-Fraktionsvize Fabio De Masi kritisierte die Entwicklung. &ldquo;Wir brauchen nicht nur scharfe Gesetze, sondern auch scharfe Kontrollen&rdquo;, sagte er der Zeitung. &ldquo;Wir d&uuml;rfen es im Sinne der Steuergerechtigkeit nicht l&auml;nger hinnehmen, dass bei den kleinen Leuten jeder Euro umgedreht wird &ndash; die gro&szlig;en Finanzhaie aber davonkommen.&rdquo; F&uuml;r die Finanzbeh&ouml;rden forderte er mehr Personal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Fiskus-verschont-immer-oefter-Reiche-article21319982.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.S.:<\/strong> Da w&uuml;rde eine, wie auch immer geartete, Steuer f&uuml;r Reichtum auch nicht viel helfen. Das Finanzamt muss nat&uuml;rlich grunds&auml;tzlich bereit sein, seiner Pflicht nachzukommen. Macht es dies nicht, steht nicht nur die Steuergerechtigkeit zur Disposition, sondern auch die Glaubw&uuml;rdigkeit des Staates als Ganzes. Ist die Glaubw&uuml;rdigkeit erst mal ruiniert, verzichtet es sich auf die Steuergerechtigkeit v&ouml;llig ungeniert.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Wenn der Steuerpr&uuml;fer gar nicht klingelt Einkommensmillion&auml;re werden seltener vom Finanzamt durchleuchtet<\/strong><br>\nWer wirklich reich ist, bei dem gucken die Finanz&auml;mter immer seltener hin. Obwohl sich die Zahl der Million&auml;re in sechs Jahren verdoppelt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/wenn-der-steuerpruefer-gar-nicht-klingelt-einkommensmillionaere-werden-seltener-vom-finanzamt-durchleuchtet\/25096314.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>An die deutschen (Klein)Sparer &ndash; 3<\/strong><br>\n(&hellip;) Die Machtlosigkeit der Geldpolitik<br>\n&hellip;Aber selbst wenn sich die EZB von ihrem Inflationsziel verabschiedete (wie es ihr von manchen Fachleuten nahegelegt wird&hellip;was sollte sie tun? W&uuml;rde sie den kurzfristigen Zinssatz auf ein Niveau von zum Beispiel 1 Prozent anheben, um den deutschen Sparer zu beruhigen, k&ouml;nnte sie das Problem des deutschen Sparers nicht l&ouml;sen.<br>\nDenn wer soll dieses eine Prozent Zinsen f&uuml;r die Sparer erwirtschaften? Die Banken, die keine Sachinvestoren in ausreichender Zahl finden, die bereit w&auml;ren, f&uuml;r etwas mehr als 1 Prozent Zinsen Kredite aufzunehmen? Wenn zu wenige Private glauben, realwirtschaftlich etwas seri&ouml;s auf die Beine stellen zu k&ouml;nnen, das sich mit deutlich mehr als 1 Prozent rentiert, kann es f&uuml;r die Masse der Sparer keine Verzinsung ihrer Ersparnisse von 1 Prozent geben.<br>\nEine R&uuml;ckkehr zu &bdquo;normalen&ldquo; Zinsverh&auml;ltnissen ist ohne eine R&uuml;ckkehr zu &bdquo;normalen&ldquo; Investitionsverh&auml;ltnissen ausgeschlossen. Und &bdquo;normale&ldquo; Investitionsverh&auml;ltnisse kann es ohne &bdquo;normale&ldquo; Nachfrageverh&auml;ltnisse nicht geben. Und &bdquo;normale&ldquo; Nachfrageverh&auml;ltnisse sind ohne &bdquo;normale&ldquo; Lohnverh&auml;ltnisse unm&ouml;glich. Dabei ist unter &bdquo;normalen&ldquo; Lohnverh&auml;ltnissen in Deutschland nicht nur eine Lohndynamik zu verstehen, die der goldenen Lohnregel ohne Wenn und Aber folgt, sondern zun&auml;chst eine noch kr&auml;ftigere, die die europ&auml;ischen Partner aus der Deflationsfalle entl&auml;sst. Dar&uuml;ber hinaus muss die seit den 1990er Jahren betriebene Lohnspreizung deutlich reduziert werden, d.h. die unteren Lohngruppen m&uuml;ssen gegen&uuml;ber den oberen aufholen.<br>\n(&hellip;) Es sollte Ihnen also zu denken geben, wer sich so vehement f&uuml;r Ihre Interessen als (Klein-)Sparer einsetzt. Gleich lautstarkes Engagement dieser Leute f&uuml;r Sie, die Sie ja eventuell auch Arbeitnehmer sind mit einem m&ouml;glicherweise nicht gerade hohen Stundenlohn, h&ouml;rt man n&auml;mlich nicht, wenn es bei Tarifverhandlungen um die Unterst&uuml;tzung Ihrer Interessen geht, eine angemessene Verg&uuml;tung Ihrer Arbeitsleistung zu erhalten. Das w&auml;re tats&auml;chlich eine sinnvolle Unterst&uuml;tzung, weil sie unsere Marktwirtschaft wieder ins Lot zu bringen helfen w&uuml;rde&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/10\/an-die-deutschen-kleinsparer-3\/\">Makroskop<\/a>\n<p><strong>dazu: 10.000 Euro f&uuml;r jeden B&uuml;rger!<\/strong><br>\nMehr Geld f&uuml;r alle: Das &ldquo;frische Geld&rdquo; der Notenbanken flie&szlig;t eben nicht in die Realwirtschaft, sondern in die Finanzm&auml;rkte, wo es die Verm&ouml;genspreise treibt &ndash; und die ungleiche Verm&ouml;gensverteilung beg&uuml;nstigt.<br>\nSchluss mit der verfehlten Geldpolitik der EZB. Gebt das Geld lieber den B&uuml;rgern direkt, statt jene zu beg&uuml;nstigen, die zuerst an das frisch geschaffene Geld kommen. Bei den B&uuml;rgern ist es auch besser aufgehoben als bei der Politik.<br>\nVor f&uuml;nf Jahren habe ich an dieser Stelle gefordert, die EZB solle, statt ein milliardenschweres Wertpapierkaufprogramm aufzulegen, besser das Geld an die B&uuml;rger &uuml;berweisen. Die Forderung von &ldquo;10.000 Euro f&uuml;r jeden B&uuml;rger&rdquo; basierte auf der schlichten Erkenntnis, dass der Aufkauf vorhandener Verm&ouml;genswerte nicht zu mehr Nachfrage und Inflation f&uuml;hren w&uuml;rde. Zu hoch die Verschuldung in der Eurozone, zu unsicher die Zukunftsaussichten, zu geschw&auml;cht das Bankensystem.<br>\nHeute muss man feststellen, dass diese Einsch&auml;tzung richtig war. F&uuml;nf Jahre und 2,6 Billionen Euro Schulden weiter, steht die Eurozone genauso schlecht da wie 2015. Mit noch h&ouml;herer Verschuldung, einem faktisch insolventen Bankensystem, schwachem Wachstum und geringer Inflation ist Europa h&ouml;chst anf&auml;llig f&uuml;r externe Schocks aus Handelskriegen, Brexit und Rezession in China.<br>\nSchon 2015 war klar: Billiges Geld hilft nur dann, wenn die potenziellen Schuldner noch &uuml;ber beleihbares Eigentum verf&uuml;gen und auch bereit sind, dieses Eigentum zu beleihen, weil sie attraktive Investitionsm&ouml;glichkeiten sehen. Im Umfeld der Eurozone sehen Unternehmen dies nicht, und private Haushalte werden sich ebenfalls mit neuen Schulden zur&uuml;ckhalten, wenn Arbeitslosigkeit droht und die Preissteigerung gering ist.<br>\nWenn nun aber alle sparen, also versuchen, bestehende Schulden abzutragen, flie&szlig;t das &ldquo;frische Geld&rdquo; der Notenbanken eben nicht in die Realwirtschaft, sondern in die Finanzm&auml;rkte, wo es die Verm&ouml;genspreise treibt. Da naturgem&auml;&szlig; nur jene, die &uuml;ber Verm&ouml;gen verf&uuml;gen, davon profitieren, kommt es zu einer zunehmend ungleichen Verm&ouml;gensverteilung, was dann bei &Ouml;konomen wie Thomas Piketty und Politikern aller Couleur den Ruf nach mehr Umverteilung verst&auml;rkt. Die Realwirtschaft jedenfalls hat nichts davon.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/finanzen\/artikel\/vermoegen-gebt-10-000-euro-jedem-buerger-a-1289654.html\">Manager Magazin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit verdoppelt das Sterberisiko<\/strong><br>\nNiedrige soziale Stellung macht krank. Weder Bluthochdruck, Cholesterin noch Krebsgene stehen an erster Stelle, wenn die Gefahren f&uuml;r das Befinden dekliniert werden. Vielmehr sind es Armut, Arbeitslosigkeit und schlechte Bildung, die den Menschen in Deutschland gesundheitlich am meisten zu schaffen machen. Der Zusammenhang von gesellschaftlicher Schicht und Befinden ist zwar bekannt, Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut f&uuml;r demografische Forschung in Rostock belegen aber nun mit einer bisher nicht dagewesenen Datenf&uuml;lle, wie stark soziale Unterschiede die Lebenserwartung in Deutschland beeinflussen.<br>\nDas Team um Pavel Grigoriev hat Rentenversicherungsdaten von 27 Millionen Arbeitnehmern im Alter zwischen 30 und 59 Jahren ausgewertet und zeigt im British Medical Journal, dass Arbeitslosigkeit das Sterberisiko verdoppelt. Die Sterblichkeit von jenem F&uuml;nftel M&auml;nner, das am schlechtesten verdient, lag sogar um 150 Prozent &uuml;ber derjenigen der M&auml;nner im ersten F&uuml;nftel, die &uuml;ber das h&ouml;chste Einkommen verf&uuml;gten.<br>\nSchlechtere Bildung wirkte sich nicht ganz so deutlich aus, dadurch erh&ouml;hte sich das Sterberisiko f&uuml;r M&auml;nner um &ldquo;nur&rdquo; etwa 30 Prozent. &ldquo;Die Wohnregion hat einen geringen Einfluss auf das Sterberisiko&rdquo;, sagt Grigoriev. Zwar sei das Sterberisiko im Osten h&ouml;her. Das liege aber vor allem daran, dass im Osten mehr Menschen arbeitslos und schlechter gebildet seien und &uuml;ber weniger Einkommen verf&uuml;gten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/gesundheit\/arbeitslosigkeit-lebenserwartung-sterberisiko-1.4634151\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Surprise, surprise. Da fragt man sich aber schon, worauf unsere Politiker und Arbeitgeberlobbyisten mit all den angeblich alternativlosen Sozialreformen so abgezielt haben: Die Abschaffung der statussichernden Arbeitslosenhilfe, die Erh&ouml;hung des Rentenalters sowie all die weiteren offenen und versteckten Rentenk&uuml;rzungen der letzten 40 Jahre &ndash; was bewirkt das bei Menschen mit ohnehin schon erh&ouml;htem Sterberisiko? Welche Verteilungswirkungen haben die Reformen dann letztendlich in der Gesellschaft?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Richtungsweisendes EuGH-Urteil zum Schutz des Trinkwassers<\/strong><br>\nDer EuGH hat nun am 3. Oktober 2019 im Interesse der Betroffenen entschieden: Ein &ouml;ffentlicher Wasserversorger, ein Einzelner oder eine Gemeinde k&ouml;nnen vom zust&auml;ndigen Ministerium (BMNT) umfassende Ma&szlig;nahmen zur Nitratreduktion im Grundwasser verlangen. Weiters sind seitens des BMNT (= zust&auml;ndige Beh&ouml;rde) verst&auml;rkte Aktionen zu setzen, um die Nitratwerte im Grundwasser zu senken.<br>\nDamit folgt der EuGH seiner bisherigen Linie, Umweltgesetze streng auszulegen und den Betroffenen eine Stimme zu geben. [&hellip;]<br>\nZusammengefasst: Betroffene k&ouml;nnen vom Bundesministerium f&uuml;r Nachhaltigkeit und Tourismus (= zust&auml;ndige Beh&ouml;rde) verlangen, dass ein bestehendes Aktionsprogramm Nitrat zu &auml;ndern ist, bzw. zus&auml;tzliche Ma&szlig;nahmen einfordern, solange der Nitratgehalt im Grundwasser 50 mg\/l &uuml;berschreitet oder zu &uuml;berschreiten droht. Mit diesem Urteil st&auml;rkt der EuGH die Rechte aller, die mit zu hohen Nitratwerten im Grundwasser zu k&auml;mpfen haben: HausbrunnenbesitzerInnen, &ouml;ffentliche Wasserversorger und Gemeinden.<br>\nDas zust&auml;ndige Bundesministerium f&uuml;r Nachhaltigkeit und Tourismus ist nun gefordert, das Aktionsprogramm Nitrat entsprechend anzupassen, um die Nitratwerte in den betroffenen Gebieten zu senken. Konkret m&uuml;sste weniger auf diesen landwirtschaftlichen Fl&auml;chen ged&uuml;ngt werden. Das Bundesland Steiermark zeigt einen gangbaren Weg dazu auf. Seit 1. J&auml;nner 2016 werden durch das &bdquo;Regionalprogramm zum Schutz der Grundwasserk&ouml;rper Grazer Feld, Leibnitzer Feld und Unteres Murtal&ldquo;, das spezielle Ma&szlig;nahmen f&uuml;r die Landwirtschaft vorsieht (z. B. eingeschr&auml;nkte D&uuml;ngung, genaue Aufzeichnungen, wasserrechtliche Bewilligungen), Nitratwerte unter dem Grenzwert von 50 mg\/l erreicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/eugh-urteil-zum-schutz-des-trinkwassers\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Diese Entscheidung und die hier f&uuml;r &Ouml;sterreich beschriebenen Konsequenzen d&uuml;rften auch f&uuml;r Deutschland gelten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Schulb&uuml;cher vom DAX-Konzern: &bdquo;Kampf um die K&ouml;pfe der Kinder&ldquo; im Klassenraum<\/strong><br>\n20 der 30 DAX-Unternehmen versorgen Schulen mit kostenlosen Unterrichtsmaterialien, besagt eine neue Studie. Deren Autor Tim Engartner warnte im Dlf vor &bdquo;schulischem Lobbyismus&ldquo; als Massenph&auml;nomen und forderte dagegen eine &bdquo;Pr&uuml;fstelle oder ein prinzipielles Verbot&ldquo;. [&hellip;]<br>\nEngartner: Also online verf&uuml;gbar sind Materialien kostenfreier Art etwa 800.000. Das genau zu beziffern, ist schwierig. Man kann nur sagen, dass 20 der 30 DAX-Unternehmen Unterrichtsmaterialien finanzieren oder produzieren und dann auch distribuieren. Das hei&szlig;t, wir haben es mit einer F&uuml;lle von Angeboten zu tun. In grosso modo l&auml;sst sich sagen, dass etwa ein Dutzend Unterrichtsmaterialien vorgehalten wird von den Spitzenreitern in der Gruppe der 20 genannten Unternehmen, und das ist doch ein Ausma&szlig;, was erkennen l&auml;sst, dass dieser schulische Lobbyismus kein Nischenph&auml;nomen ist, sondern ein Massenph&auml;nomen. [&hellip;]<br>\nBrinkmann: Wo geht langfristig gesehen aus Ihrer Sicht der Trend hin?<br>\nEngartner: Ich habe die Bef&uuml;rchtung, dass die chronische Unterfinanzierung des Schulsystems&hellip; die klammen kommunalen Kassen lassen erkennen, dass auch die Schulgeb&auml;ude, wie in der Anmoderation ja deutlich wurde, tats&auml;chlich mitunter in einem desolaten Zustand sind, dass die Abschaffung der Lehr- und Lernmittelfreiheit, immerhin eine Kernforderung der Revolution von 1848, dass all das, gepaart mit gedeckelten Kopierkontingenten in den Schulen, den Weg bereitet f&uuml;r private Content-Anbieter f&uuml;r Unternehmen wie etwa die 20 DAX-Unternehmen, die in der Studie untersucht worden sind als solche, die besonders wirkm&auml;chtig und einflussreich sind im schulischen Kontext, dass die noch weiter Auftrieb bekommen. Eine zweite Tendenz, die man feststellen kann, ist, dass viele Unternehmen nicht mehr unter ihrem eigenen Namen auftreten, sondern sich in Initiativen verb&uuml;nden, wie zum Beispiel die Wissensfabrik, die unter dem Dach der BASF in Ludwigshafen residiert, mit mehr als 140 weiteren F&ouml;rderunternehmen, dass man die Aktivit&auml;ten clustert, sodass es dann auch f&uuml;r Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler, aber auch f&uuml;r Lehrkr&auml;fte nur noch bedingt sichtbar wird, wer sich eigentlich hinter diesen Unterrichtsmaterialien oder Bildungsmaterialien im gr&ouml;&szlig;eren Sinne verbirgt. Das ist nat&uuml;rlich eine weitere Gefahr, weil die Quelle des oder derjenigen, der oder die dort t&auml;tig ist, sollte nat&uuml;rlich einwandfrei zu identifizieren sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/schulbuecher-vom-dax-konzern-kampf-um-die-koepfe-der-kinder.680.de.html?dram:article_id=460551\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Der bildungsferne Campus<\/strong><br>\n&bdquo;Caution Students. Summit ahead&ldquo;, schrieben emp&ouml;rte amerikanische Eltern in Kansas auf Plakate und meldeten ihre Kinder aus den &ouml;ffentlichen Schulen ab, nachdem dort die Facebook-Lernsoftware Summit eingef&uuml;hrt worden war. Die Kinder klagten &uuml;ber Kopfschmerzen und Handkr&auml;mpfe und fragten nach Kopfh&ouml;rern, um Ruhe vor anderen Kindern zu haben, die Videos schauten. Denn bei Summit sitzt jedes Kind allein vor seinem Laptop, ruft Lernstoff online ab, schaut Filme und Animationen an und beantwortet Quizfragen. Gemeinsamer Unterricht ist abgeschafft.<br>\nPropagiert wird diese Form des sozial isolierten Lernens als personalisiertes und adaptives Lernen. Mit adaptiv bezeichnet man dabei nicht Lernprozesse, sondern Software, die das Nutzerverhalten auswertet, darin charakteristische Muster erkennt und daraus berechnet, was der Lernende als N&auml;chstes tun soll. Lernstoff und Ziel sind vorgegeben, die Lernwege werden mit Hilfe einer kleinteiligen Lernstandsmessung angepasst. Erfolgreich sind solche Projekte vor allem f&uuml;r Anbieter, die so auf Sch&uuml;lerdaten zugreifen und immer exaktere Lern- und Pers&ouml;nlichkeitsprofile auf Basis immer gr&ouml;&szlig;erer Datenmengen generieren k&ouml;nnen.<br>\nDas amerikanische Unternehmen Pearson, nach eigenem Verst&auml;ndnis &bdquo;The World&rsquo;s Learning Company&ldquo;, ist ein Beispiel f&uuml;r solche kommerziellen, digitalisierten Bildungsangebote auf Basis von Nutzerdaten. Das Unternehmen, das auch auf dem deutschen Bildungsmarkt expandiert, investierte zwischen 2011 und 2017 rund 33 Millionen Dollar in die adaptive Software Knewton, ein Lernwerkzeug, das laut Gr&uuml;nder und fr&uuml;herem Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer, Jose Ferreira, noch mehr Daten &uuml;ber Nutzer sammelt als Google. Heute entwickelt Pearson diese Analyse-Werkzeuge selbst weiter. (&hellip;)<br>\nDarum geht es schlie&szlig;lich, wenn eine digitale Infrastruktur mit permanentem R&uuml;ckkanal installiert wird: um Daten f&uuml;r die automatisiere Auswertung von Nutzerverhalten mit dem Ziel der Verhaltenssteuerung der Nutzer per Web und App. Die Begriffe daf&uuml;r sind affective computing, also Gef&uuml;hlsvermessung, und persuasive Technologien, mit deren Hilfe Einstellungen und Verhalten von Personen auch unbemerkt ver&auml;ndert werden k&ouml;nnen. In Verbindung mit der Logik und dem strategischen Handeln der Daten&ouml;konomie haben sich daraus IT-Monopole und weltweite Netzstrukturen zu einem &Uuml;berwachungskapitalismus entwickelt.<br>\nNeben dem Gesundheitswesen sind Bildungsinstitutionen im Visier der Datensammler. Zwar kann nicht das Lernen selbst digitalisiert werden, denn kein Mensch lernt digital. Automatisiert werden kann aber das Beschulen und kleinteilige Pr&uuml;fen. F&uuml;r Schulen ist es ein Paradigmenwechsel: weg von der P&auml;dagogik, hin zur datengest&uuml;tzten Schulentwicklung.<br>\nDas Auswerten personenbezogener Daten ist das eine, der Aufbau und Unterhalt der IT-Infrastruktur f&uuml;r Schulen und Hochschulen das andere &uuml;beraus attraktive Gesch&auml;ftsfeld. Der 2016 von der damaligen Bildungsministerin Johanna Wanka lancierte Digitalpakt Schule ist seit Mai 2019 in Kraft. Rund vierzigtausend Schulen d&uuml;rfen jetzt Antr&auml;ge schreiben, in denen sie darlegen m&uuml;ssen, wie sie mit Laptops und Tablets, Whiteboards und Internet arbeiten wollen. Und sie m&uuml;ssen verbindlich zusichern, diese technische Infrastruktur auf eigene Kosten zu ersetzen, wenn der Pakt in f&uuml;nf Jahren ausl&auml;uft. So sichert man sich, dank Digitalpakt Schule, schon einmal den Zugriff auf k&uuml;nftige Schuletats.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/karriere-hochschule\/hoersaal\/digitalisierung-der-bildungsferne-campus-16411188.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin D.B.:<\/strong> Immer wieder f&uuml;r (Samstags-)&Uuml;berraschungen gut, die FAZ. In seinem Gastbeitrag geht Rolf Lankau mit dem seit Mai 2019 in Kraft befindlichen Digitalpakt von Bund und L&auml;ndern ins Gericht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Faktencheck zum Video &bdquo;Greta Thunberg ohne Drehbuch&ldquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r einige Diskussionen sorgt ein kurzes Video auf Youtube, in dem Greta Thunberg recht ratlos wirkt.<br>\nSowohl f&uuml;r die Uploader des Videos als auch so manchen Nutzer z&auml;hlt dies als Beweis, dass Greta Thunberg nur &bdquo;fremdgesteuert&ldquo; sei und keine richtigen Antworten geben k&ouml;nne, wenn sie &bdquo;kein Drehbuch hat&ldquo;. (&hellip;)<br>\nIn dem eineinhalb Minuten langen Video sieht man Greta an einem Tisch mit anderen Jugendlichen, es handelt sich offensichtlich um eine Pressekonferenz.<br>\nEin Reporter stellt ihr zwei Fragen, Greta bittet darum, dass die erste Frage wiederholt wird und fragt dann, ob jemand anderes diese Frage beantworten m&ouml;chte. (&hellip;)<br>\nAb Minute 19:10 d&uuml;rfen die Reporter Fragen an die Jugendlichen richten. Die erste Frage von einer Reporterin von &bdquo;Swedisch Television&ldquo; geht gleich an Greta, die auch von ihr ausf&uuml;hrlich beantwortet wird. Die Sprecherin der UNICEF fordert dann auch die anderen Jugendlichen auf, dieselbe Frage aus ihrer Sicht zu beantworten.<br>\nAb Minute 21:29 beginnt dann der kleine Ausschnitt aus der Pressekonferenz, der bis Minute 22:56 geht. Die Sprecherin kommentiert danach ebenfalls, dass auch Fragen an die anderen Jugendlichen gerichtet werden sollten, was dann auch geschieht. Im weiteren Verlauf werden dann auch wieder Fragen direkt an Greta gestellt, die auch ausf&uuml;hrlich von ihr beantwortet werden. (&hellip;)<br>\nWas man anhand des von der Seite &bdquo;Uncut News&ldquo; gew&auml;hlten Ausschnittes recht deutlich sieht, ist eine Form des &bdquo;Cherry Pickings&ldquo;, in Deutsch sagt man &bdquo;Rosinen herauspicken&ldquo;: Es wird nur ein bestimmter Teil eines Ganzen, wie die Rosinen in einem Kuchen, herausgenommen und interpretiert, dazu kommen noch die l&uuml;ckenhaften Untertitel, die ebenfalls den Eindruck verst&auml;rken sollen, dass Greta Thunberg insgesamt ratlos sei. (&hellip;)<br>\nKein &bdquo;fehlendes Script&ldquo;, kein Beweis, dass Greta ohne Anweisungen nichts sagen k&ouml;nne. Der kurze Ausschnitt der Pressekonferenz, kombiniert mit einer l&uuml;ckenhaften &Uuml;bersetzung ist eher ein gezielter Versuch, Greta Thunberg zu diskreditieren und l&auml;sst dabei den kompletten restlichen Verlauf der Pressekonferenz unter den Tisch fallen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mimikama.at\/allgemein\/greta-thunberg-ohne-drehbuch\/?fbclid=IwAR3sLbilL9VFmaBc5x_6G2uGs7nzfkIJmJORh74CjlRhbpqX7qAJCReYtig\">Mimikama<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. 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