{"id":5555,"date":"2010-05-18T08:55:51","date_gmt":"2010-05-18T06:55:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5555"},"modified":"2010-05-18T08:55:51","modified_gmt":"2010-05-18T06:55:51","slug":"hinweise-des-tages-1142","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5555","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Finanztransaktionssteuer; der Euro brennt; wie die Griechen &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse leben; die ersten Spartipps; auf lange Sicht sinkt die Zahl der Arbeitslosen; Hartz-Reform-Debatte; Lebensversicherung an Finanzinvestoren; die angebliche Gefahr von links; weniger Geburten; Das Tschernobyl der &Ouml;lindustrie; Mehrheit f&uuml;r Rot-Rot-Gr&uuml;n; Bologna-Konferenz; Klatsch und Tratsch statt Politik. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Finanztransaktionssteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Der Euro brennt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Griechenlands Jugend: 500 Euro oder arbeitslos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Spartipps aus dem Schulden-Land Hessen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Prognos: Zahl der Arbeitslosen sinkt bis 2030 auf 2,3 Millionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">ALG II: Die Stille nach der Mehrbedarf-Ern&uuml;chterung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Verb&auml;nde machen Vorschl&auml;ge f&uuml;r die Neuberechnung der &ldquo;Hartz-IV&rdquo;-Regels&auml;tze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Bundesagentur-Mitarbeiter landen bei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Lebensversicherung an Finanzinvestoren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Krankenversicherung: B&uuml;rger bef&uuml;rchten sinkende Leistungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Bundesinnenminister stellt aktuelle Kriminalstatistik vor und suggeriert &raquo;Gefahr von links&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Schwerer Verdacht gegen Aldi<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">2009: Weniger Geburten und Sterbef&auml;lle, Eheschlie&szlig;ungen nahezu konstant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Das Elbphilharmonie-Debakel war vorhersehbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Das Tschernobyl der &Ouml;lindustrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Mehrheit der B&uuml;rger f&uuml;r Rot-Rot-Gr&uuml;n in NRW?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Erfolg mit Systemkritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">R&uuml;ttgers &ndash; Landesvater auf Bew&auml;hrung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">DGB schl&auml;gt Aktionsplan zur Reform des Bologna-Prozesses vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Bologna-Konferenz &ndash; Au&szlig;er Spesen nichts gewesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Medienkritik: Klatsch und Tratsch statt Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Am Ende: WM ohne Ballack<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=5555&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Finanztransaktionssteuer<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>V&ouml;llig unterschiedliche Urteile der Sachverst&auml;ndigen zur Finanztransaktionssteuer<\/strong><br>\nDie in mehreren Bundestagsantr&auml;gen geforderte Einf&uuml;hrung einer Finanztransaktionssteuer ist unter Fachleuten heftig umstritten. Auch &uuml;ber die von der Bundesregierung erwogene &rdquo;Bankenabgabe&ldquo; gaben die Fachleute in einer Anh&ouml;rung des Finanzausschusses am Montag v&ouml;llig unterschiedliche Urteile ab. So erkl&auml;rte Professor Christoph Kaserer (TU M&uuml;nchen) zu den verschiedenen Antr&auml;gen der SPD-Fraktion, der Linksfraktion und der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen (17\/527, 17\/518, 17\/471, 17\/1422), in denen die Einf&uuml;hrung einer Transaktionssteuer gefordert wird, er lehne diese Steuer ab, da sie die Preisbildungseffizienzen der M&auml;rkte reduzieren w&uuml;rde. Die Ausweichaktivit&auml;ten seien nicht unter Kontrolle zu bringen. Die immer wieder als Vorbild angef&uuml;hrte Schweizer und die britische Stempelsteuer seien wegen ihrer Ausnahmen &rdquo;l&ouml;chriger als ein Schweizer K&auml;se&ldquo;. Die Einf&uuml;hrung einer solchen Steuer sei &rdquo;ein Experiment mit &auml;u&szlig;erst ungewissem Ausgang&ldquo;.<br>\nDie Deutsche Bundesbank teilte mit, die Steuer sei grunds&auml;tzlich geeignet, Transaktionen zu verteuern und damit deren H&auml;ufigkeit zu reduzieren. Es seien jedoch nicht nur spekulative Gesch&auml;fte, sondern auch Anlagen von Versicherungen und Investmentfonds betroffen. Falls eine globale Umsetzung nicht gelinge, sei von Ausweichreaktionen der Marktteilnehmer auszugehen. Die &bdquo;Gruppe Deutsche B&ouml;rse&ldquo; erg&auml;nzte in diesem Zusammenhang, die Steuer w&uuml;rde Anreize schaffen, noch st&auml;rker als bisher in die Nischen auszuweichen, die von der Steuer nicht erfasst seien.<br>\nBeatrice di Mauro, Mitglied des Sachverst&auml;ndigenrates, erkl&auml;rte, Ziele der Steuer seien das Erzielen von Einnahmen und die Verhinderung gesellschaftlich unerw&uuml;nschten Verhaltens. F&uuml;r beide Ziele sei die Steuer jedoch wenig geeignet. Sie sprach sich f&uuml;r die Einf&uuml;hrung einer &bdquo;Stabilit&auml;tsabgabe&ldquo; auf systemische Risiken aus. Die Deutsche Bank Research sah die Bankenabgabe hingegen als das geeignetere Mittel an. Damit werde Kapital geschaffen, um die Abwicklung systemischer Institute zu erm&ouml;glichen. Der Bankenverband zeigte ebenfalls Sympathien f&uuml;r die Bankenabgabe. Der Verband der Pfandbriefbanken sah erhebliche Probleme bei der Finanztransaktionssteuer.<br>\nDagegen bezeichnete Marit Schratzensteller-Altzinger vom &Ouml;sterreichischen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschungen die Finanztransaktionssteuer als &bdquo;unseren Favoriten&ldquo;. Bei einem Steuersatz von 0,01 Prozent je Transaktion werde sie europaweit 80 Milliarden Euro einbringen, davon in Deutschland 12 Milliarden Euro. Die Steuer habe ein viel h&ouml;heres Aufkommen als die von der Bundesregierung erwogene Bankenabgabe und habe Stabilisierungswirkungen gegen die kurzfristige Spekulation, was die Bankenabgabe nicht habe. Bei der Bankenabgabe sah Schratzensteller-Altzinger das Problem, dass sie wegen ihrer Versicherungswirkung (das Aufkommen soll in einen Fonds zur Bew&auml;ltigung k&uuml;nftiger Krisen flie&szlig;en) die Risikobereitschaft der Banken sogar noch erh&ouml;he.<br>\nAuch der Deutsche Sparkassen- und Giroverband sowie der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken bef&uuml;rworteten die Einf&uuml;hrung einer Finanztransaktionssteuer. Eine Bankenabgabe werde sie als Kreditgeber des Mittelstands st&auml;rker treffen als die Finanztransaktionssteuer, betonten sie. Auch Professor Max Otte (Fachhochschule Worms) wies auf die Belastung der Sparkassen und Genossenschaftsbanken durch die Bankenabgabe hin. Dagegen habe die Finanztransaktionsteuer die gew&uuml;nschte Lenkungswirkung. Je langfristiger angelegt werde, desto geringer falle die Belastung aus, sagte Otte.<br>\nProfessor Rudolf Hickel (Universit&auml;t Bremen) wies Bef&uuml;rchtungen zur&uuml;ck, Kleinsparer k&ouml;nnten durch eine Finanztransaktionsteuer &uuml;berm&auml;&szlig;ig belastet werden. Es gehe allein darum, die kurzfristige Spekulation durch die Steuer zu verteuern. Die Bankenabgabe lehnte Hickel mit dem Hinweis ab, sie bestrafe genau diejenigen Institute, die sich in der letzten Krise ordentlich verhalten h&auml;tten.<br>\nDie &ouml;sterreichische Wirtschaftskammer bezeichnete die Finanztransaktionssteuer als fair, weil sie langfristiges Investment schone und kurzfristiges belaste. Wichtig sei auch, mit den Ertr&auml;gen die Haushalte zu sanieren. &rdquo;Wir sind doch alle in Richtung Griechenland unterwegs &ndash; mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten&ldquo;, sagte ein Sprecher der Kammer in der Anh&ouml;rung. Der &ouml;sterreichische Finanzstaatssekret&auml;r Andreas Schieder erkl&auml;rte, ein Signal des Bundestages f&uuml;r die Steuer k&ouml;nnte &bdquo;den Durchbruch in dieser wichtigen Frage bedeuten&ldquo;.<br>\nGanz anders argumentierte Professor Roland Vaubel (Universit&auml;t Mannheim). Eine Steuer auf Transaktionen d&auml;mpfe nicht die spekulativen Kursausschl&auml;ge, sondern verhindere Transaktionen, die K&auml;ufer und Verk&auml;ufer besser stellten. Damit sei au&szlig;er dem Fiskus niemandem gedient. &rdquo;Spekulation ist eine volkswirtschaftlich n&uuml;tzliche T&auml;tigkeit&ldquo;, schrieb Vaubel, der eine Bankenabgabe als Versicherungsl&ouml;sung begr&uuml;&szlig;te, in seiner Stellungnahme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_05\/2010_155\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><strong>IMK: Stellungnahme zur Finanztransaktionssteuer<\/strong><br>\nVon der Einf&uuml;hrung einer Finanztransaktionssteuer kann sich die Politik eine &bdquo;doppelte Dividende&ldquo; versprechen: Zum einen sollen durch die Besteuerung von Finanztransaktionen rein spekulative und gesamtwirtschaftlich unerw&uuml;nschte Gesch&auml;fte einged&auml;mmt werden. Gleichzeitig verbessern die Einnahmen aus der Steuer die Finanzierungsgrundlage f&uuml;r staatliche Aufgaben. Beides ist im Zuge der aktuellen Krise unabdingbar: Die Eind&auml;mmung zur Spekulation zur Verhinderung k&uuml;nftiger Krisen ebenso wie die Beteiligung des Finanzsektors an den Kosten der gegenw&auml;rtigen Krise. Eine Finanztransaktionssteuer kann hierzu aber nur ein Baustein sein, der eingebettet sein muss in ein makro&ouml;konomisches Gesamtkonzept und eine umfassende Regulierung des Finanzsektors.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_pb_2_2010.pdf\">IMK Policy Brief [PDF &ndash; 62 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Michael Schlecht: Der Euro brennt<\/strong><br>\nEs gibt zwei zentrale Gr&uuml;nde die zu einer deutlichen Zunahme der Verschuldung der Staaten f&uuml;hren.<br>\nAu&szlig;enhandelsungleichgewichte: Deutsche Unternehmer haben aufgrund des deutschen Lohndumpings seit 2000 einen Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss von 1,3 Billionen Euro erzielt. Dies f&uuml;hrte zu einer Verschuldung anderer L&auml;nder, was sich mittelbar auch in Gestalt von wach-senden Staatsdefiziten auswirkte. In Europa sind dies vor allem die S&uuml;dl&auml;nder. Deshalb geraten sie auch als erste ins Visier der Finanzm&auml;rkte.<br>\nVerschuldungskrise: Hinzu kommt, dass die Verschuldung der gro&szlig;en Industriestaaten im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise dramatisch angestiegen ist. Allein in Deutschland geht die H&auml;lfte der neuen Schulden von 180 Milliarden Euro seit 2008 auf das Konto der Bankenrettung. In anderen L&auml;ndern sieht die Lage viel dramatischer aus.<br>\nDie Euro-S&uuml;dl&auml;nder haben ihre Wettbewerbsf&auml;higkeit verloren. Seit Jahren wird weniger exportiert, als das jeweilige Land importiert.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/2010-05-Michael-Schlecht-Der-Euro-brennt.gif\" alt=\"Grafik: Michael Schlecht - Der Euro brennt\" title=\"Grafik: Michael Schlecht - Der Euro brennt\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/2010-05-Michael-Schlecht-Der-Euro-brennt.pdf\">Michael Schlecht [PDF &ndash; 540 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Griechenlands Jugend: 500 Euro oder arbeitslos<\/strong><br>\nDie beruflichen Perspektiven f&uuml;r junge Griechen haben sich dramatisch verschlechtert. Ein Studium ist nicht l&auml;nger eine Garantie f&uuml;r Arbeit. Viele denken daher an Auswanderung. Anders als fr&uuml;her exportiert Griechenland nun eine gut ausgebildete Jugend.<br>\n&ldquo;Heute verdienen Jungakademiker im Monat wenigstens noch 700 Euro&rdquo;, sagt Helena. Ihre Generation befinde sich aber mit erwarteten 500 Euro auf dem Weg in die Armut. Ihr Kommilitone Yannis hatte sich daher an den Protesten der letzten Woche beteiligt. Er will in Griechenland bleiben, f&uuml;r eine bessere Zukunft k&auml;mpfen und gegen die verantwortungslose politische Kaste. Eine T&uuml;r l&auml;sst er sich offen: Auf seinen Knien liegt ein Lehrbuch f&uuml;r Spanisch. Mit Hilfe des Erasmus-Programms will er sich zumindest ein Bild von Spanien machen&hellip;.<br>\nEin Studium ist nicht l&auml;nger der Fahrschein f&uuml;r eine Mobilit&auml;t nach oben, nicht mehr eine Garantie f&uuml;r Arbeit. Diese Garantie hat auch die andere H&auml;lfte eines Jahrgangs nicht, die nicht studiert. Deren Zukunft ist wegen eines Mangels an praktischer Berufsbildung noch ungewisser.<br>\nDie schwere Krise stellt zudem Errungenschaften der Vergangenheit in Frage. Studenten aus l&auml;ndlichen Gebieten und unteren Gesellschaftsschichten von Universit&auml;ten wie Pantheon haben kaum mehr Aufstiegschancen. Auch Studenten von Ingenieursschulen, an denen Kinder der Mittelschicht studieren, finden in Griechenland immer weniger Arbeit. Eine Folge der Krise sei daher, dass die Mittelschicht f&uuml;rchte, ihren Status und Lebensstandard nicht halten zu k&ouml;nnen, sagt Maloutas.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub92160DB6543F4FC49FEE241024D541A0\/Doc~E3B1EE30ACD0643878D5C3834CC3B8EBE~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Bei 700 Euro im Monat f&uuml;r Universit&auml;tsabsolventen leben also die Griechen &bdquo;&uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Spartipps aus dem Schulden-Land<\/strong><br>\nMindestens 700 Millionen Euro wollen Koch und Weimar einsparen und so die Nettoneuverschuldung des Landes unter 3&nbsp;Milliarden Euro dr&uuml;cken &ndash; bei einem Gesamtschuldenstand von fast 50 Milliarden Euro. Das werde &ldquo;nicht ohne Heulen und Z&auml;hneklappern&rdquo; zu realisieren sein, sagte Weimar.<br>\nKernst&uuml;ck der Sparpolitik von Koch und Weimar ist allerdings die &ldquo;Neuordnung&rdquo; des kommunalen Finanzausgleichs. Die von der Landesregierung beabsichtigte K&uuml;rzung der &ldquo;Schl&uuml;sselzuweisungen&rdquo; des Landes an St&auml;dte und Gemeinden um mehr als ein F&uuml;nftel komme angesichts der Finanzschw&auml;che gerade der kleineren Gemeinden einem &ldquo;Anschlag auf den l&auml;ndlichen Raum&rdquo; gleich, sagte der Landespartei- und Landtagsfraktionsvorsitzende der hessischen SPD, Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel.<br>\nSollte es tats&auml;chlich zu einer von Koch und Weimar beabsichtigen anteiligen K&uuml;rzung der Zuwendungen kommen, m&uuml;ssten die kreisangeh&ouml;rigen Kommunen mit einem Verlust von 183 Millionen Euro rechnen, die kreisfreien St&auml;dte mit 80 Millionen und die Landkreise mit 137 Millionen Euro weniger, so Sch&auml;fer-G&uuml;mbel weiter. Die Kommunen st&uuml;nden schlie&szlig;lich jetzt schon mit dem R&uuml;cken zur Wand. Neue K&uuml;rzungen w&uuml;rden den Ausbau etwa von Kinderbetreuungspl&auml;tzen dann &ldquo;sp&uuml;rbar verlangsamen&rdquo;, das System kommunaler sozialer Leistungen w&uuml;rde &ldquo;nachhaltig beeintr&auml;chtigt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/spartipps-aus-dem-schulden-land\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Machen wir uns nichts vor, Koch macht nur den Anfang. Solche Meldungen werden sich in n&auml;chster Zeit h&auml;ufen. Und immer noch propagieren manche Steuersenkungen.<br>\n&Uuml;ber die Gr&uuml;nde f&uuml;r diese &bdquo;Sparpolitik&ldquo; wird schon gar nicht mehr nachgedacht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Prognos: Zahl der Arbeitslosen sinkt bis 2030 auf 2,3 Millionen<\/strong><br>\nDie Zahl der Arbeitslosen soll in Deutschland in den kommenden Jahren deutlich zur&uuml;ckgehen. Im Jahr 2030 d&uuml;rften nach Berechnungen des Wirtschaftsforschungsunternehmens Prognos noch 2,3 Millionen Menschen ohne Job sein, berichtet das am Montag erscheinende Nachrichtenmagazin &ldquo;Focus&rdquo; unter Berufung auf den neuen &ldquo;Deutschland Report&rdquo; des Unternehmens. 2009 waren laut Bundesagentur f&uuml;r Arbeit im Jahresdurchschnitt 3,4 Millionen Menschen arbeitslos. Der R&uuml;ckgang habe vor allem demografische Gr&uuml;nde. Bis 2030 wird sich die Zahl der Deutschen im erwerbsf&auml;higen Alter den Berechnungen zufolge um knapp sechs Millionen reduzieren. Zugleich warnt Prognos vor einem m&ouml;glichen Fachkr&auml;ftemangel. Berechnungen der Experten zufolge k&ouml;nnten den Unternehmen im Jahr 2030 f&uuml;nf bis sieben Millionen qualifizierte Mitarbeiter fehlen, wenn Deutschland nicht gegensteuert, etwa durch gezielte Zuwanderung oder eine h&ouml;here Erwerbs- und Bildungsbeteiligung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.finanznachrichten.de\/nachrichten-2010-05\/16910594-prognos-zahl-der-arbeitslosen-sinkt-bis-2030-auf-2-3-millionen-003.htm\">Finanznachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist immer wieder faszinierend, wie sog. &bdquo;Forschungsinstitute&ldquo; den Arbeitsmarkt in 20 Jahren vorhersagen k&ouml;nnen, obwohl niemand wei&szlig;, wie hoch die Arbeitslosigkeit im n&auml;chsten Jahr sein wird. Woher wissen diese &bdquo;Propheten&ldquo; eigentlich, wie hoch etwa die Frauenerwerbst&auml;tigkeit sein wird? Woher wissen sie, wie e in 20 Jahren mit der Dauer der Wochenarbeitszeit aussieht? Woher wissen sie, wie sich die Produktivit&auml;t bis dahin entwickelt haben wird? Oder woher wissen sie eigentlich, welche Wirtschaftspolitik bis dahin eingeschlagen sein wird, die vielleicht f&uuml;r mehr Besch&auml;ftigung sorgen k&ouml;nnte.<br>\nSolche Zahlen machen eigentlich nur den Sinn, die Bev&ouml;lkerung darauf vorzubereiten, dass im Rahmen der zu erwartenden Sparma&szlig;nahmen die Mittel f&uuml;r die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit drastisch gek&uuml;rzt werden d&uuml;rften.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>ALG II: Die Stille nach der Mehrbedarf-Ern&uuml;chterung<\/strong><br>\nDer Hoffnung nach dem Bundesverfassungsgerichtsurteil zum Thema Regels&auml;tze ist Ern&uuml;chterung gewichen &ndash; dazu tragen auch die neuen Regelungen zum Mehrbedarf bei.<br>\nAls das Bundesverfassungsgericht sich endlich zum Thema ALG II-Regels&auml;tze &auml;u&szlig;erte, war die Hoffnung auf eine Erh&ouml;hung gro&szlig;. Zwar hatten die Richter in Karlsruhe nicht entschieden, dass die bisherigen Regels&auml;tze zu niedrig angesetzt waren, sondern sahen diese als nicht evident unzureichend an, jedoch wurde vielfach angenommen, eine genaue und nachvollziehbare Berechnung der Regels&auml;tze k&ouml;nne automatisch nur zu einer Erh&ouml;hung f&uuml;hren. Ebenso gro&szlig;e Hoffnungen wurden in die Mehrbedarfregelung gesetzt, die die Richter verlangt hatten. Ein Vierteljahr sp&auml;ter wurde der Mehrbedarfskatalog abgesegnet und, zusammen mit den bisherigen Urteilen zum Thema, gibt wenig Anlass zur weiteren Hoffnung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=32614&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Verb&auml;nde machen Vorschl&auml;ge f&uuml;r die Neuberechnung der &ldquo;Hartz-IV&rdquo;-Regels&auml;tze<\/strong><br>\nBei der Anh&ouml;rung des Ausschusses f&uuml;r Arbeit und Soziales am Montagnachmittag waren sich die eingeladenen Experten uneinig, wie die Leistungen der Grundsicherung (&rdquo;Hartz IV&ldquo;) so umgestaltet werden k&ouml;nnen, dass sie dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 9. Februar 2010 entsprechen. Grundlage der Anh&ouml;rung waren zwei Antr&auml;ge der SPD-Fraktion (17\/880) sowie der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen (17\/675).<br>\nDas Bundesverfassungsgericht hatte in seinem Urteil festgestellt, dass die Regelungen zur Grundsicherung &bdquo;nicht dem verfassungsrechtlichen Anspruch auf Gew&auml;hrleistung eines menschenw&uuml;rdigen Existenzminimums&ldquo; entspr&auml;chen. Das Gericht hatte insbesondere kritisiert, dass bei der Berechnung der Leistungen f&uuml;r Kinder deren spezifischer Bedarf nicht ber&uuml;cksichtigt worden sei. Der Regelsatz f&uuml;r Kinder m&uuml;sste sich an &bdquo;kindlichen Entwicklungsphasen und einer kindgerechten Pers&ouml;nlichkeitsentfaltung&ldquo; ausrichten, forderten die Karlsruher Richter.<br>\nAndreas Kilbitz vom Deutschen Kinderschutzbund sagte in der Anh&ouml;rung, dass sein Verband das sogenannte &bdquo;Gutscheinmodell&ldquo; nicht unterst&uuml;tze. Den Eltern werde ihre Verantwortung vorenthalten, wenn sie statt zus&auml;tzlichem Geld Gutscheine f&uuml;r die F&ouml;rderung ihrer Kinder bek&auml;men. Viele Studien w&uuml;rden zeigen, dass die &uuml;berwiegende Mehrheit der Eltern unter den Leistungsempf&auml;ngern eher bei sich selber als bei ihren Kindern sparen w&uuml;rde. Dietrich Engels vom Institut f&uuml;r Sozialforschung mahnte, dass die Ausgabe von Gutscheinen zu einem gr&ouml;&szlig;eren Verwaltungsaufwand f&uuml;hren w&uuml;rde. J&uuml;rgen Wuttke von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde hingegen sah Gutscheine als eine M&ouml;glichkeit, um bed&uuml;rftigen Kindern Zugang zu schulischen, kulturellen oder sportlichen Angeboten zu garantieren.<br>\nDie Volkswirtin Irene Becker wies darauf hin, dass es bei der Berechnung der Regels&auml;tze nach dem sogenannten &bdquo;Statistikmodell&ldquo; keine Alternative zur &rdquo;Einkommens- und Verbrauchsstichprobe&ldquo; (EVS) des Statistischen Bundesamtes gebe. Um die Regels&auml;tze zu ermitteln, werden dabei die Ausgaben von 20 Prozent der Haushalte mit dem niedrigsten Einkommen aus der Stichprobe erhoben. Da es keine anderen &auml;hnlich breit angelegten statistischen Erhebungen gebe, m&uuml;sste man sich an den Zahlen des EVS orientieren, sagte Becker. Die Familienrechtlerin Anna Lenze schlug jedoch vor, sich f&uuml;r die Berechnung der Kinder-Regels&auml;tze nicht an den Ausgaben der Haushalte mit dem niedrigsten Einkommen, sondern an den Haushalten der Mittelschicht zu orientieren, um Kindern bessere Zukunftschancen zu erm&ouml;glichen.<br>\nHeinz Hilgers vom Kinderschutzbund sagte, das Statistikmodell sei nur zur Ermittlung des Existenzminimums eines Kindes geeignet, aber nicht zur Ermittlung des Bedarfes f&uuml;r Schule und f&uuml;r die Pers&ouml;nlichkeitsentwicklung eines Kindes. Werner Hesse vom Parit&auml;tischen Gesamtverband sagte, dass nicht alle Leistungen zu pauschalen Regels&auml;tzen zusammengefasst werden k&ouml;nnten. Wenn Familien durchschnittlich 2,50 Euro im Monat f&uuml;r Nachhilfe ausg&auml;ben, k&ouml;nnten Eltern mit diesem Pauschalbetrag trotzdem keine Nachhilfe finanzieren. Michael L&ouml;her vom Deutschen Verein f&uuml;r &ouml;ffentliche und private F&uuml;rsorge wies schlie&szlig;lich darauf hin, dass die Entscheidung &uuml;ber die H&ouml;he der Regels&auml;tze zwar durch eine gesellschaftliche Debatte oder eine unabh&auml;ngige Expertenkommission unterst&uuml;tzt werden k&ouml;nne. Sie m&uuml;sse aber auf politischer Ebene fallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_05\/2010_156\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bundesagentur-Mitarbeiter landen bei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit<\/strong><br>\nArbeitsagenturchef Frank-J&uuml;rgen Weise warnt &ouml;ffentlich vor den sozialen Folgen befristeter Stellen &ndash; doch in seiner Beh&ouml;rde bangen 23.000 Mitarbeiter um eine Vertragsverl&auml;ngerung. Verst&ouml;&szlig;t die BA massenhaft gegen ihre eigenen Prinzipien? Mitarbeiter klagen an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,694249,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lebensversicherung an Finanzinvestoren<\/strong><br>\nMehrere Versicherungskonzerne sondieren zur Zeit den Verkauf ihrer deutschen Kundenbest&auml;nde in der Lebensversicherung.<br>\nNeben der Einstellung des Neugesch&auml;fts kommen auch Verkauf an Wettbewerber oder Finanzinvestoren infrage: &bdquo;Im besten Fall &uuml;bernehmen wir noch in diesem Jahr den ersten Lebensversicherer&ldquo;, sagte Thomas Schmitt, Vorstand des Frankfurter Finanzinvestors Augur Capital, der WirtschaftsWoche.<br>\nKunden der von Finanzinvestoren &uuml;bernommenen Lebensversicherer drohen niedrigere Renditen. Investoren k&ouml;nnten Versicherten nur noch die von der Finanzaufsicht BaFin vorgeschriebene Mindestbeteiligung bezahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/lebensversicherer-verkaufen-kundenbestaende-430514\/print\/\">Wirtschaftswoche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Krankenversicherung: B&uuml;rger bef&uuml;rchten sinkende Leistungen<\/strong><br>\nDie Bev&ouml;lkerung macht sich zunehmend Sorgen um ihre Krankenkassenbeitr&auml;ge. Viele gesetzlich Versicherte rechnen mit sp&uuml;rbaren Leistungseinschnitten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/versicherungen\/krankenversicherung\/krankenversicherung-buerger-befuerchten-sinkende-leistungen_aid_508093.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung M.B.:<\/strong> Aha. 56 Prozent der gesetzlich und 35 Prozent der privat Krankenversicherten bef&uuml;rchten Leistungsk&uuml;rzungen. Die Umfrage wurde im Auftrag des Verbandes der privaten Krankenversicherung durchgef&uuml;hrt. Was soll denn da bitte herauskommen. Und ist das &uuml;berhaupt ein Artikel oder eine Mixtur aus Werbung und redaktioneller Begleitung? Wir finden keinen Namen einer\/s Autoren\/in oder einer\/s Redakteurs\/in. Als Garnitur finden wir das (<a href=\"http:\/\/www.digit.de\/xtern\/colourbox_bietet_authentische_und_ausdrucksstarke_fotos.php\">von einer Bildagentur<\/a>) gestellte Foto einer besorgt schauenden Patientendarstellerin, welches optisch die finanzielle Schieflage im deutschen Gesundheitswesen symbolisieren soll. Fehlen d&uuml;rfen in diesem Zusammenhang nicht die gef&uuml;hlten 500 Werbefensterchen von privaten Krankenversicherungsunternehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bundesinnenminister stellt aktuelle Kriminalstatistik vor und suggeriert &raquo;Gefahr von links&laquo;<\/strong><br>\nDie wirkliche Sorge der Herrschenden hat der Innenminister schon bei der Erstvorstellung des Zahlenwerks formuliert: Dass &raquo;die gewaltbereite linke Szene ihre Aktionen mit Themen in einen Zusammenhang stellt, die auch Teile der friedliebenden Bev&ouml;lkerung bewegen&laquo;. Der Spiegel zitiert einen Hamburger Verfassungssch&uuml;tzer mit den Worten, man h&auml;tte &raquo;angesichts der wirtschaftlichen und sozialen Probleme&laquo; schon vor f&uuml;nf Jahren &raquo;mit mehr extremistischer Gewalt rechnen m&uuml;ssen.&laquo; Dahinter steht die Angst, die friedliche Bev&ouml;lkerung k&ouml;nnte sich in Zukunft mit mehr Nachdruck als bisher dagegen wehren, dass sie f&uuml;r die Kosten der neoliberalen Politik aufkommen soll. Deswegen wird alles, was auch nur ansatzweise nach sozialen Unruhen aussieht, als &raquo;extremistisch&laquo; diffamiert. Protest gegen Mieterh&ouml;hungen, Kriegseins&auml;tze und Verarmung wird mit Neonazi-Verbrechen in einen Topf geworfen. De Maizi&egrave;res Kriminalstatistik ist ein Baustein in diesem Diffamierungskonzept.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/05-18\/039.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Schwerer Verdacht gegen Aldi<\/strong><br>\nLaut WDR wird gegen mehrere Manager des Discounters ermittelt. Unter anderem soll ein Bezirksleiter eine Mitarbeiterin zur Eigenk&uuml;ndigung gezwungen haben &ndash; weil sie l&auml;ngere Arbeitszeiten ablehnte.<br>\nAnders als andere Discounter war Aldi bislang frei von Skandalen &ndash; doch das k&ouml;nnte sich jetzt &auml;ndern: Die Staatsanwaltschaft M&ouml;nchengladbach ermittelt offenbar gegen leitende Mitarbeiter von Aldi S&uuml;d wegen des Verdachts der N&ouml;tigung. Die Vorw&uuml;rfe richten sich laut der WDR-Sendung &ldquo;Aktuelle Stunde&rdquo; unter anderem gegen einen Bezirksleiter.<br>\nPeter Aldenhoff, Oberstaatsanwalt in M&ouml;nchengladbach, best&auml;tigte am Montag dem WDR, dass es Ermittlungen gegen einen Bezirksleiter gebe. Er soll gemeinsam mit einem Leiter einer M&ouml;nchengladbacher Filiale eine Verk&auml;uferin massiv unter Druck gesetzt haben. Die Mitarbeiterin sei nach eigenen Angaben dazu gen&ouml;tigt worden, entweder einen Aufhebungsvertrag oder eine K&uuml;ndigung zu unterschreiben. Zuvor habe sich die alleinerziehende Mutter von zwei Kindern geweigert, an einem Samstag deutlich l&auml;nger als urspr&uuml;nglich vereinbart zu arbeiten. Sie begr&uuml;ndete dies mit der fehlenden Betreuung f&uuml;r ihre Kinder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,695285,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>2009: Weniger Geburten und Sterbef&auml;lle, Eheschlie&szlig;ungen nahezu konstant<\/strong><br>\nWie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist nach vorl&auml;ufigen Ergebnissen die Zahl der lebend geborenen Kinder in Deutschland im Jahr 2009 mit 651&nbsp;000&nbsp;Kindern gegen&uuml;ber der vergleichbaren Zahl des Vorjahres zur&uuml;ckgegangen (&ndash; 3,6%). Das vorl&auml;ufige Jahresergebnis liegt somit im Rahmen der Sch&auml;tzung von etwa 645&nbsp;000 bis 660&nbsp;000 Geburten, die Destatis Anfang des Jahres auf Grundlage der bis dahin verf&uuml;gbaren Angaben vorgenommen hatte (siehe Pressemitteilung 28\/2010 vom 21.01.2010).<br>\n&nbsp;Bei den Sterbef&auml;llen ergab sich im Jahr 2009 ein geringf&uuml;giger R&uuml;ckgang um 2&nbsp;000&nbsp;F&auml;lle oder um 0,2% auf 842&nbsp;000. Damit wurden 2009 rund 190&nbsp;000 weniger Kinder geboren als Menschen verstarben. 2008 hatte der Saldo aus lebend geborenen Kindern und Sterbef&auml;llen nach vorl&auml;ufigen Ergebnissen &ndash;&nbsp;168&nbsp;000 betragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2010\/05\/PD10__176__126,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Wer m&ouml;chte in diesen Zeiten auch noch Kinder in die Welt setzen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Schauen Sie einfach einmal, wo am wenigsten Kinder geboren werden:<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.spiegel.de\/images\/image-88489-galleryV9-leiu.jpg\" alt=\"Grafik: Geburtenzahl in Deutschland sinkt dramatisch, Quelle: SPIEGEL Online\" title=\"Prognose f&uuml;r 2020: Rot zeigt steigende, blau fallende, gr&uuml;n stagnierende Einwohnerzahl.\"><br>\nPrognose f&uuml;r 2020: Rot zeigt steigende, blau fallende, gr&uuml;n stagnierende Einwohnerzahl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/0,1518,695184,00.html#ref=nldt\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Und nun vergleichen Sie einfach einmal, die &ouml;konomische Situation mit der Entwicklung der Einwohnerzahl.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Elbphilharmonie-Debakel war vorhersehbar<\/strong><br>\nHamburgs Elbphilharmonie wird nicht nur der spektakul&auml;rste Konzertsaal Deutschlands, er ist schon der umstrittenste. P&uuml;nktlich zum Richtfest hat die B&uuml;rgerschaft einen Untersuchungsausschuss eingesetzt. Sie wird sich darin auch mit sich selbst befassen m&uuml;ssen. Schon jetzt ist klar: Das Debakel war absehbar &hellip;<br>\nEinstimmig beschlie&szlig;en alle drei Rathausfraktionen den Bau der Elbphilharmonie.<br>\nDrei Jahre sp&auml;ter, Anfang dieses Monats, beschlie&szlig;en genau diese drei Fraktionen ebenso einstimmig und zusammen mit der hinzugekommenen Linken die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses, der den &ldquo;gr&ouml;&szlig;ten Bauskandal in Hamburgs Geschichte&rdquo;, so der designierte Ausschussvorsitzende Peter Tschentscher (SPD), untersuchen soll.<br>\nGekl&auml;rt werden sollen unter anderem die Fragen, wie es zu den immensen Kostensteigerungen kommen konnte und ob das Parlament immer ausreichend informiert gewesen sei &uuml;ber den Stand der Dinge. Nicht zu kl&auml;ren hat der Ausschuss dagegen die Frage, warum sich keine der an den Elbphilharmonie-Beschl&uuml;ssen beteiligten Fraktionen ausreichend sachkundig gemacht hat vor den Abstimmungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/kultur\/kunst-und-architektur\/article7663970\/Das-Elbphilharmonie-Debakel-war-vorhersehbar.html\">Die Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Tschernobyl der &Ouml;lindustrie<\/strong><br>\nTats&auml;chlich erlebt die m&auml;chtige Branche in den USA ihre wohl schwerste Krise seit Jahrzehnten: Alle Genehmigungsverfahren f&uuml;r Tiefseebohrungen sind vorerst gestoppt. Acht Gremien untersuchen die Katastrophe im Golf, der Imageschaden f&uuml;r die Branche ist enorm. Trotzdem: Die &Ouml;lindustrie k&ouml;nnte am Ende dastehen wie die Wall Street nach dem Finanzcrash: Als lachender Verursacher, der Profit macht, w&auml;hrend andere die Suppe ausl&ouml;ffeln &hellip;<br>\nDoch ausgerechnet der j&uuml;ngst von den Senatoren John Kerry und Joe Lieberman vorgelegte Entwurf f&uuml;r ein Klimagesetz k&ouml;nnte Big Oil jetzt helfen. Demnach sollen betroffene Staaten k&uuml;nftig ein Vetorecht erhalten, wenn 75 Kilometer vor ihren Str&auml;nden nach &Ouml;l gebohrt wird. Zugleich wird ihnen erstmals eine Beteiligung an Sch&uuml;rfabgaben in H&ouml;he von 37,5 Prozent in Aussicht gestellt. Auch das US-Volk steht laut einer AP-Umfrage trotz der Giftbr&uuml;he im Golf eher aufseiten der &Ouml;lmultis: 50 Prozent f&auml;nden den Ausbau der &Ouml;lf&ouml;rderung vor den K&uuml;sten gut, nur 38 Prozent sind dagegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/panorama\/2655938_Golf-von-Mexiko-Das-Tschernobyl-der-oelindustrie.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Mehrheit der B&uuml;rger f&uuml;r Rot-Rot-Gr&uuml;n in NRW? <\/strong><br>\nNach Online-Umfragen scheint die von CDU und FDP gesch&uuml;rte Angst vor den Linksextremisten nicht mehr zu fruchten.<br>\nIn NRW scheint es derzeit auf eine rot-rot-gr&uuml;ne Koalition zuzulaufen, wenn die SPD &uuml;ber ihren Schatten springen kann, den sie in Berlin schon l&auml;ngst &uuml;berwunden hat. Die Aversion der SPD-Altvorderen gegen die Abspalter und Newcomer aus dem Osten ist allerdings von ebenso gro&szlig;er Irrationalit&auml;t wie Hochmut gepr&auml;gt, wohingegen die &Uuml;bereinstimmungen mit den Linken in vielen Fragen auf jeden Fall wesentlich gr&ouml;&szlig;er als mit der FDP und Teilen der Union ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/147636\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bei der Frage, ob Rot-Rot-Gr&uuml;n in der Bev&ouml;lkerung nach wie vor als Schreckbild gilt, sei an eine Allensbach-Analyse aus dem Jahre 2007 erinnert. Dar&uuml;ber berichtete damals die FAZ unter dem Titel <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~E5BE240403A3847928B201C33282F8941~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">&bdquo;Der Zauberklang des Sozialismus&ldquo;<\/a>. Das Meinungsforschungsinstitut am Bodensee ist gewiss keiner gro&szlig;en Sympathien f&uuml;r die Linke verd&auml;chtig. Die verstorbene Chefin Elisabeth Noelle-Neumann war &uuml;ber Jahrzehnte Beraterin von Helmut Kohl. In der damaligen FAZ-Meldung hei&szlig;t es etwa:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Seit 1991 stellt das Allensbacher Institut regelm&auml;&szlig;ig die Frage: &bdquo;Halten Sie den Sozialismus f&uuml;r eine gute Idee, die schlecht ausgef&uuml;hrt wurde?&ldquo; Unmittelbar nach Erreichen der deutschen Einheit stimmten 30 Prozent der westdeutschen Bev&ouml;lkerung der Aussage zu, 45 Prozent wiesen diese These von sich. In den neuen Bundesl&auml;ndern &uuml;berwog dagegen von Anfang an die Annahme, dass der Sozialismus als solcher eigentlich eine gute Idee und nur seine Umsetzung gescheitert sei. Inzwischen haben sich die Westdeutschen langsam, aber beharrlich dem ostdeutschen Meinungsbild angepasst. Heute sagen 45 Prozent der B&uuml;rger in den alten Bundesl&auml;ndern, der Sozialismus sei eine gute Idee, die nur schlecht umgesetzt worden sei, nur noch 27 Prozent widersprechen. &hellip;<br>\nDas erste Argument lautete: &bdquo;Was die neue Partei Die Linke fordert, ist vollkommen weltfremd. Die stellen Forderungen auf, die den W&auml;hlern gefallen, aber nicht erf&uuml;llt werden k&ouml;nnen. Das halte ich f&uuml;r unseri&ouml;s.&ldquo; Die Gegenposition lautete: &bdquo;Die Linke schie&szlig;t zwar manchmal mit ihren Forderungen &uuml;ber das Ziel hinaus, aber in vielen Punkten hat sie doch eigentlich recht.&ldquo; Die Bev&ouml;lkerung zeigt sich in dieser Frage gespalten. 40 Prozent stimmen der ersten, 34 Prozent der zweiten Position zu. Dabei sagen relative Mehrheiten der SPD- und Gr&uuml;nen-Anh&auml;nger von 39 und 43 Prozent, die Linkspartei habe mit ihren Forderungen in vielen Punkten eigentlich recht&hellip;<br>\nWie tief die Linke in das Feld der SPD einbricht, erkennt man daran, dass Kompetenzen, die die Bev&ouml;lkerung seit Jahrzehnten der SPD zugesprochen hat, heute zum Teil in mindestens gleichem Ausma&szlig; der Linken zugeordnet werden. 44 Prozent meinen, die Linkspartei k&uuml;mmere sich eher als die SPD um den Abbau sozialer Unterschiede zwischen Arm und Reich, nur 9 Prozent sehen das Thema besser bei der SPD aufgehoben.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Diese Analyse belegt, dass die Rote-Socken-Kampagne der CDU im NRW-Wahlkampf v&ouml;llig an der Stimmung im Lande vorbeigegangen ist. Die Stigmatisierung der Linken ist eher ein Thema der Medien, als dass es bei der Bev&ouml;lkerung noch verfangen k&ouml;nnte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Erfolg mit Systemkritik<\/strong><br>\nEs ist noch nicht einmal f&uuml;nf Jahre her, dass PDS und WASG ihr waghalsiges Unterfangen begonnen haben, eine neue linke, gesamtdeutsche Partei zu schaffen. Schaut man heute auf das Ergebnis, verblassen sogar die Erfolge der Gr&uuml;nen beim Aufbau ihrer Partei in den 80er Jahren.<br>\nDas Wahlergebnis in Nordrhein-Westfalen stellt sie wom&ouml;glich vor die Entscheidung, in die erste Landesregierung in einem wichtigen westdeutschen Fl&auml;chenstaat einzutreten. Hier zeigt sich &uuml;brigens, dass die sonst mit ideologischem Eifer gef&uuml;hrte Debatte &uuml;ber eine Regierungsbeteiligung auch in einem so kritisch ausgerichteten Landesverband schnell pragmatische Z&uuml;ge bekommt, wenn die Frage des Mitregierens nicht nur theoretisch, sondern pl&ouml;tzlich sehr praktisch steht.<br>\nMan kann den Sozialdemokraten nur raten, diese Option sehr ernsthaft zu pr&uuml;fen und eine tragf&auml;hige Beziehung zu den ungeliebten Verwandten aufzubauen. Nichts spricht daf&uuml;r, dass die Linke in absehbarer Zeit an Bedeutung verlieren k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/2651936_Leitartikel-Erfolg-mit-Systemkritik.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>R&uuml;ttgers &ndash; Landesvater auf Bew&auml;hrung<\/strong><br>\nNach seinem Wahldebakel pr&auml;sentiert sich J&uuml;rgen R&uuml;ttgers wieder als Regierungschef mit Zukunft. Doch selbst in der eigenen Partei gilt er als Mann der Vergangenheit.<br>\nErst wenn Rot-Rot-Gr&uuml;n keine Chance mehr hat, k&ouml;nnten Gespr&auml;che &uuml;ber eine Gro&szlig;e Koalition zustande kommen. Und selbst in diesem Fall ist es mehr als fraglich, ob die Landes-CDU ihrem Vorsitzenden R&uuml;ttgers die Treue h&auml;lt oder als Zugest&auml;ndnis an die SPD und zum Machterhalt nicht doch ihren Ministerpr&auml;sidenten opfert. Schon im Wahlkampf wurden aus den Reihen der CDU vertrauliche E-Mails an die Presse lanciert, die R&uuml;ttgers in arge Bedr&auml;ngnis brachten. Auf eiserne Solidarit&auml;t kann R&uuml;ttgers deshalb nicht mehr z&auml;hlen &ndash; anders als sein hessischer Amtskollege Roland Koch, der 2008 eine monatelange H&auml;ngepartie vor allem mithilfe seines eingeschworenen CDU-Landesverbandes &uuml;berstanden hatte.<br>\nIn Nordrhein-Westfalen laufen sich dagegen bereits Integrationsminister Armin Laschet&nbsp; und CDU-Generalsekret&auml;r Andreas Krautscheid f&uuml;r die R&uuml;ttgers-Nachfolge warm. Als gro&szlig;er Wahlverlierer kann R&uuml;ttgers sich keine Machtworte leisten: Er entscheidet sich f&uuml;r Leisetreten auf der Stelle. Schlie&szlig;lich kann er so lange im Amt bleiben, bis im Landtag ein anderer eine Mehrheit findet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:nach-der-wahlniederlage-ruettgers-landesvater-auf-bewaehrung\/50115436.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>DGB schl&auml;gt Aktionsplan zur Reform des Bologna-Prozesses vor<\/strong><br>\nDer DGB fordert von Bund, L&auml;ndern und den Hochschulen einen konkreten Aktionsplan f&uuml;r eine Kurskorrektur bei der Bologna-Reform. &bdquo;Die Umsetzung der Hochschulreform l&auml;uft schlecht. &Uuml;berfrachtete Stundenpl&auml;ne, teils gestiegene Abbrecherquoten und hohe H&uuml;rden auf dem Weg ins Ausland pr&auml;gen heute den Alltag an den Hochschulen. Von einem echten Europ&auml;ischen Hochschulraum sind wir noch Lichtjahre entfernt. Wenn Bologna nicht scheitern soll, brauchen wir eine grundlegende Kehrtwende &ndash; und nicht nur kleine Nachbesserungen&ldquo;, erkl&auml;rte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock mit Blick auf den heutigen Nationalen Bologna-Gipfel am Montag in Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++8431a10c-6187-11df-79f5-00188b4dc422\/@@index.html\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Bologna-Konferenz &ndash; Au&szlig;er Spesen nichts gewesen<\/strong><br>\nAuf der Bolognakonferenz, zu der Bildungsministerin Dr. Anette Schavan f&uuml;r heute nach Berlin eingeladen hatte, wurde die Weiterentwicklung der Bologna-Reformen diskutiert. Nach kurzen Eingangsstatements durch VertreterInnen von Kultusministerkonferenz, Hochschulrektorenkonferenz, parteinahen Hochschulgruppen und dem freien zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) folgten Diskussionen zu den Schwerpunktthemen Studierbarkeit, Mobilit&auml;t und Kompetenzentwicklung.<br>\nIm Bereich der Studienfinanzierung wurde von Frau Schavan das Nationale Stipendienprogramm als &bdquo;elternunabh&auml;ngige Studienfinanzierung&ldquo; gepriesen. Schon bei den bisherigen Stipendienprogrammen zeigt sich, dass haupts&auml;chlich StudentInnen, bei denen mindestens ein Elternteil einen Hochschulabschluss hat, gef&ouml;rdert werden. &bdquo;Die &Auml;u&szlig;erungen von Frau Schavan sind der blanke Hohn.&ldquo; so Anja Graf-Gadow, Vorstandsmitglied im freien zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs). Sie erl&auml;utert weiter: &bdquo;Ein zus&auml;tzliches Stipendienprogramm dient haupts&auml;chlich der F&ouml;rderung Weniger aus reichen Elternh&auml;usern. Der richtige Weg im Sinne lebensbegleitenden Lernens ist ein Ausbau des Baf&ouml;g hin zu einer<br>\nherkunfts- und altersunabh&auml;ngigen bedarfsdeckenden Studienfinanzierung, die als Vollzuschuss gew&auml;hrt wird, um allen StudentInnen m&ouml;glichst gleiche Chancen zu erm&ouml;glichen.&ldquo; Frau Dr. Wintermantel, HRK-Pr&auml;sidentin, betonte einige Missst&auml;nde in der Umsetzung der Bologna-Reformen. &bdquo;Wenn die HochschulrektorInnen hinter den &Auml;u&szlig;erungen von Frau Wintermantel stehen, w&auml;ren f&uuml;r die von ihr angesprochenen Probleme, wie zum Beispiel eine zu hohe Arbeitsbelastung f&uuml;r StudentInnen, unzureichende Qualit&auml;tssicherung oder schlechte Mobilit&auml;t doch bereits L&ouml;sungsans&auml;tze erarbeitet worden.&ldquo; so Thomas Warnau, ebenfalls Vorstandsmitglied im fzs. Er betont weiterhin:<br>\n&bdquo;Entweder spricht Frau Wintermantel nicht f&uuml;r die RektorInnen, und damit ist die HRK vollst&auml;ndig delegitimiert, oder aber sie versucht nur die StudentInnen ruhig zu stellen, in dem vorgegaukelt wird die HRK habe die Probleme erkannt.&ldquo; Sp&uuml;rbare Ergebnisse hat die Bologna-Konferenz nicht erbracht. Zwar wurde auf gegenseitige Schuldzuweisungen verzichtet, allerdings fehlt von den hochschulpolitischen AkteurInnen ein klares Bekenntnis zu ihren Aufgaben und Pflichten. &bdquo;Ein Zeitplan f&uuml;r die Behebung der gr&ouml;bsten M&auml;ngel der Bologna-Reform steht noch aus. Einzig gegen eine generelle Anwesenheitspflicht haben sich alle ausgesprochen&ldquo; res&uuml;miert Anja Graf-Gadow und f&auml;hrt fort: &bdquo;Dass der Pr&auml;sident der KMK die Konferenz auch noch fr&uuml;hzeitig verlie&szlig;, zeigt den Unwillen der L&auml;nder sich mit den bildungspolitischen Problemen auseinander zu setzen.&ldquo; Auf der Bologna-Konferenz wurden wichtige Forderungen der StudentInnen wie beispielsweise die Studiengeb&uuml;hrenfreiheit gar nicht erst behandelt.<br>\n&bdquo;Wir StudentInnen werden weiter offensiv f&uuml;r die Verbesserungen an den Hochschulen k&auml;mpfen. Da Gespr&auml;che offenbar Gespr&auml;che bleiben und keine Taten folgen, m&uuml;ssen die Proteste auch in diesem Semester fortgesetzt werden.&ldquo; so Graf-Gadow abschlie&szlig;end.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fzs.de\/show\/233375.html\">fzs<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Medienkritik: Klatsch und Tratsch, statt Politik<\/strong><br>\nIn einer demokratisch verfassten Gesellschaft ist die Rolle des politischen Journalismus die eines kritischen Korrektivs. Was aber, wenn sich Journalisten von der N&auml;he zu den M&auml;chtigen korrumpieren lassen? Leif Kramp und Stephan Weichert kritisieren die Verwahrlosung des Metropolenjournalismus.<br>\nDie Protagonisten der Metropolenjournaille waren mehr an Klatsch und Tratsch interessiert als am trockenen politischen Tagesgeschehen. Hinzu kam ein fataler Hang zur Selbstdarstellung auf der Berliner B&uuml;hne &ndash; zum Beispiel im Restaurant &ldquo;Borchardt&rdquo; oder im &ldquo;Caf&eacute; Einstein Unter den Linden&rdquo;, wo Journalisten Politikern keine unbequemen Fragen mehr stellten, sondern sich mit ihnen bei einer Flasche Grand Cru trafen.<br>\n&ldquo;Es h&auml;ngt vieles mit diesem Zusammengehen von Politik und Medien zusammen: Das ist einmal der Verlust von N&auml;he und Distanz. Also es gibt da kein Gef&uuml;hl mehr, was so die richtige &Auml;quidistanz ist zwischen Medien, also Journalisten und Politikern. Ein anderes Indiz ist, dass im Journalismus selbst sich einige Wortf&uuml;hrer nach vorne katapultieren, auch an die Oberfl&auml;che kommen, durch eigene Prominenz sozusagen Politik kommentieren, auch selber Politik machen wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/andruck\/1185099\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Am Ende: WM ohne Ballack<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_multifunktion\/?em_art=galery&amp;em_loc=3317&amp;em_cnt=1256926\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Finanztransaktionssteuer; der Euro brennt; wie die Griechen &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse leben; die ersten Spartipps; auf lange Sicht sinkt die Zahl der Arbeitslosen; Hartz-Reform-Debatte; Lebensversicherung an Finanzinvestoren; die angebliche Gefahr von links; weniger Geburten; Das Tschernobyl der &Ouml;lindustrie; Mehrheit f&uuml;r Rot-Rot-Gr&uuml;n; Bologna-Konferenz; Klatsch und Tratsch statt Politik. (WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-5555","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5555","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5555"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5555\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5558,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5555\/revisions\/5558"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5555"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5555"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5555"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}